Verschiedene Interpreten – Gottfried August Homilius (2008)

frontcover1Man lernt nie … so geschehen bei dem Komponisten Gottfried August Homilius (allein der Name ist ja irgendwie schon drollig – zauberhaft). Dieser Name war mir bis heute gänzlich unbekannt …

Gottfried August Homilius (* 2. Februar 1714 in Rosenthal; † 2. Juni 1785[1] in Dresden) war ein deutscher Komponist, Kantor und Organist.
Nach dem Besuch der Annenschule in Dresden studierte Homilius Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider. Er zählte vermutlich zum unmittelbaren Schülerkreis von Johann Sebastian Bach. Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 in der Nachfolge von Theodor Christlieb Reinhold bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens; Hauptwirkungsort Homilius’ war die Dresdner Frauenkirche, nachdem die Kreuzkirche 1760 durch preußische Truppen zerstört und ihr Neubau erst 1792 geweiht wurde. Homilius starb 1785 in Dresden und wurde auf dem Johanniskirchhof beigesetzt. Sein Grab ist nicht erhalten.

Homilius hat überwiegend Kirchenmusik komponiert: mehr als 10 Passionen (eine 1775 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig gedruckt mit dem Titel „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“), je ein Oratorium zu Weihnachten (1777) und zu Ostern, über 60 Motetten, 180 Kantaten, 4 Magnifikat, Choräle, Präludien und Choralvorspiele.[2] Außerdem sind von ihm etliche „Gesänge für Maurer“ und eine Generalbass-Schule überliefert. Im Jahr 1776 wurde Homilius als der „wohl jetzt ausgemacht beste Kirchenkomponist“ bezeichnet. Nach seinem Tod kam Ernst Ludwig Gerber sogar zu der Ansicht, dass Homilius „ohne Widerrede unser größter Kirchencomponist“ sei.
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Die Vokal-Kompositionen von Homilius erfreuten sich bis in das 19. Jahrhundert hinein größter Beliebtheit. Eine große Zahl bis heute erhaltener Abschriften zeugt von der Verbreitung seiner Werke. Im Zuge der Homilius-Renaissance der letzten Jahre wurden viele der wiederentdeckten Werke des vermutlichen Bach-Schülers und Kreuzkantors in Ersteinspielungen auf CD veröffentlicht. (Quelle: Wikipedia)

Scheinbar wurde sein Werk erst wieder um ca. 2000 wieder ernsthaft entdeckt und studiert und eben z.T. erstmalig eingespielt. Das kleine, aber feine Klassik Label Carus war da wohl besonders eifrig und so veröffentlichten das Label 2008 dann diese „Promotionaly Copy“, das einen Querschnitt der Aufnahmen bei Carus zu präsentieren.
Gedacht wohl als Appetithäppchen, das neugierig auf mehr machen sollte … und dieses Unterfangen ist dem Label gelungen.
Denn, wenn man mal das christliche Gedöns ausblendet (kann vermutlich auch nicht jeder) dann erschalt feinste Vokalmusik der Barockzeit.
Und die beteiligten Musiker sind alles andere als Leichtgewichte und bei den Virtuosi Saxoniae wirkt dann auch noch der von mir sehr geschätzte Trompeter Ludwig Güttler mit (immerhin: den kannte ich schon) ..
Herz, was willst Du mehr !

Und dann habe ich noch ein kurzes Audio Portrait des SWR dem Päckchen beigefügt.
backcover1

 

Titel:

Körnerscher Singverein Dresden + Peter Kopp:
01. Ergreifet die Psalter, ihr christlichen Chöre 5.43
02. Wünschet Jerusalem Glück 4.29

Sächsisches Vocalenensemble + Virtuosi Saxoniae:
03. Fürchtet euch nicht 2.34

Kammerchor Stuttgart:
04. So gehst du nun hin, mein Jesu, hin 3.03

Basler Madrigalisten + Neue Düsseldorfer Hofmusik:
05. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld 1.30
06. Siehe, das ist Gottes Lamm 3.22
07. Mit väterlicher Stimme 1.14
08. Wie tödlich schrecken die Gerichte 5.15

Dresdner Kreuzchor + Dresdner Barockorchester:
09. Da führeten sie Jesum 3.33
10. Gloria sei dir gesungen 1.45
11. Danket dem Herren, denn er ist freundlich 2.15
12. Heilig ist unser Gott, der Herr Gott 3.03

Kammerchor Stuttgart:
13. Ihr sollt nicht sorgen und sagen 2.10
14. Was hast du Mensch 1.56
15. Ob jemand sündiget 2.14

Vocal Concert Dresden + Peter Kopp:
16. Die Elenden 2.37

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