Hella von Sinnen – Ich bremse auch für Männer (1996)

frontcover1Ich glaube, ich werd´ mit der Hella von Sinnen wohl niemals warm.

oder: Viel schriller geht es nicht.

Hella von Sinnen (* 2. Februar 1959 in Gummersbach als Hella Kemper) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin und Komikerin.
Hella von Sinnen machte 1977 gemeinsam mit Jürgen Domian Abitur, die beiden pflegen bis heute eine enge Freundschaft.[2] Im Anschluss studierte sie in Köln Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Pädagogik, schloss das Studium aber nicht ab.[3] 1979 gründete sie mit Dada Stievermann und Dirk Bach die Kabarettgruppe „Stinkmäuse“. Als ihr Entdecker gilt der Film- und Theaterregisseur Walter Bockmayer, in dessen Theater in der Filmdose sie Ensemblemitglied war.
Bekannt wurde sie 1988 durch die RTL-plus-Show Alles nichts oder?!, die sie zusammen mit Hugo Egon Balder moderierte. Dabei stach sie bei jeder Aufzeichnung mit einem neuen und extravaganten Kostüm hervor, was ebenso zu ihrem damaligen Markenzeichen wurde wie ihre pausenfüllende Lautmalerei „Tschacka-Tschacka“. Die Kostüme wurden von Kölner Kunststudenten entworfen und geschneidert. Erfolgreich war auch ihr Bühnenprogramm Ich bremse auch für Männer, mit dem sie zwei Jahre über Deutschlands Kleinkunstbühnen tourte. 1994 sprach sie den Part der Hyäne Shenzi in der deutschen

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Die junge Hella von Sinnen

Fassung des erfolgreichen Zeichentrickfilms Der König der Löwen, im Original von Whoopi Goldberg gesprochen. Zusammen mit Dirk Bach, mit dem sie in einer WG gelebt hatte und eng befreundet war, synchronisierte sie einige Figuren in Little Britain.

Hella von Sinnen war außerdem regelmäßiger Gast in Ralph Morgensterns Sendung Blond am Freitag im ZDF. Von 2003 bis 2010 gehörte sie zusammen mit Bernhard Hoëcker zum ständigen Rateteam der Sendung Genial daneben – Die Comedy Arena von und mit Hugo Egon Balder auf Sat.1. 2005 erhielten sie und andere für diese Sendung die Goldene Romy für die beste Programmidee. Obwohl sie und Balder sich in der Sendung siezen und einander gelegentlich beleidigen, sind die beiden gut befreundet. Seit Juni 2011 moderiert sie auf RTL 2 die Clipshow „Klick-Stars“. Mit ihrer eigenen Firma Komikzentrum entwickelt Hella von Sinnen Ideen für das Fernsehen.
Hella von Sinnen war lange Zeit die Lebensgefährtin von Cornelia Scheel, der Tochter Mildred Scheels und Adoptivtochter des ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel. Die beiden nahmen 1992 gemeinsam an der „Aktion Standesamt“ des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD) teil, dem sie auch als Mitglieder angehören. Aus diesem Engagement entstand das zusammen mit der deutschen Band Rosenstolz

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Helga von Sinnen + Cornelia Scheel

produzierte Lied Ja, ich will, in dessen Video von Sinnen und Scheel mitwirkten. Hella von Sinnen ist maßgeblich am Kampf gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben beteiligt und engagiert sich in vielen Projekten. Sie und Cornelia Scheel leben in Köln und gaben im November 2015 ihre Trennung bekannt.

1990 produzierte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen Werbespot zum Thema Gib Aids keine Chance. Hella von Sinnen spielte dort eine Kassiererin im Supermarkt und Ingolf Lück einen verschüchterten Kunden, der versucht, unauffällig Kondome zu kaufen. Als der Kunde an der Reihe ist, ruft die Verkäuferin mit lauter, durchdringender Stimme durch den ganzen Laden: „Rita, wat kosten die Kondome?“. Der Spot musste in „Tina, wat kosten die Kondome?“ umsynchronisiert werden, um einen möglichen Bezug zur früheren Präsidentin des Deutschen Bundestages Rita Süssmuth zu vermeide (Quelle: wikipedia)

Hier ihr erstes Album … damals war sie wohl auf ihrem Höhepunkt … quasi in aller Munde  als schräger Szenenvogel … und natürlich war ihre Beziehung zur Cornelia Scheel nicht hinderlich … um in aller Munde zu sein.

Und so manchen waren von dieser Aufnahme hell auf begeistert:

„Wer hätte gedacht, daß Hella von Sinnen so konzentriert und diszipliniert ein abendfüllendes Bühnenprogramm auf die Beine stellt?! Ich nicht. Diese Frau überrascht doch immer wieder aufs neue.
Das Programm sprüht vor witzigen Einfällen; sie ist laut, scharfsinnig, selbstbewußt – man könnte meinen, sie habe in ihrem Leben nie etwas anderes getan!
Ob sie in die Figur einer gestressten U-Bahn-Fahrerein schlüpft, die sich über scheinbare sexuelle Belästigung ärgert, ob in die der großen Zarah Leander, die sich über prominente Zeitgenossen mokiert, oder ob in die der angetrunkenen Kölner Karnevalsgängerin, die mal eben die gesamte Mannschaft auf dem Frauenklo unterhält – jede Rolle scheint ihr auf den Leib geschrieben.
Leider kommt man bei einem Hörmittschnitt nicht in der Genuß der witzigen Verkleidungen, die ja einen wichtigen Teil ihrer Auftritte ausmachen, aber egal.
Gekonnt ihre stimmliche Variation, das Setzen kunstvoller Pausen – sie hat ihr Publikum im Griff, das auch prompt jauchzt und tobt.
Sie spricht ja ausgesprochen gern über sich selbst (wie man weiß) und so gibt es auch eine ironisch-augenzwinkernde Darstellung ihrer Beziehung zu Cornelia Scheel – köstlich!
Fazit: Eine rheinisch-intellektuell feministische Rampen-Sau, unverwechselbar, zeitlos gut.
Ein echter Knaller!“
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„Wer comedy gerne hört der wird diese cd lieben von vorschalghammerhumor bis zu intelligenten poenten ist alles vertreten es gibt eigentlich keine langatmigen stellen mann liegt nur noch auf dem boden vor lachen. bei hella kommt keiner ungeschoren davon schwule lebsen männer fraun promis singels oder das krümelmonster. da die witze einfach so genail sind kann mann sich diese cd auch getrost dutzende male anhören mann und frau muss einfach immer wieder lauhals lachen.
ein muss für jeden der gute und schnelle comedy mag aber nicht alles ernst nimmt“ (so zwei Amazon Kunden).

Vermutlich höre ich nicht gerne „Comedy“ …  denn meine Begeisterung hält sich dann doch eher in Grenzen.

Aber natürlich hat dieses Album auch ein paar Highlights, so z.B. „Heike, die Eizelle“ (von dem Comedian Moritz Netenjakob)

Und natürlich zelebriert Hella von Sinnen ihre sexuelle Orientierung, das mit der gewohnten Schrillheit, mit dem sie sich ins Rampenlicht gespielt hat. Und natürlich bekommt auch die Schwulen- und Lesbenszene ihr Fett ab … Kann man mögen, muss es aber nicht … (Live aufgenommen in der Hugenottenhalle, Neu-Isenburg und zwar am 21,09. 1996)

Wie gesagt … ein paar wirklich gute Ideen (Cornelia Scheel hat bei den meisten Texten auch mitgewirkt) … aber sie bleibt mir dennoch fremd … vielleicht weil ich heterosexuell bin und zwar ohne wenn und aber ….

Und ja … den kleinen Häwelmann kenn´ ich auch !

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Besetzung:
Hella von Sinnen (Sprecherin)
+
Herbert Meurer (als Kai-Uwe bei 02.)
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Titel:
01. Guten Abend…   (v.Sinnen/Scheel) 3.00
02. Marlene Bette Greta Rosa Pütz (Vincos) 5.34
03. Zipperlein (v.Sinnen/Scheel) 3.39
04  Das vertekknote Krümelmonster (v.Sinnen/Scheel) 5.23
05. Heike, die Eizelle (Netenjakob) 5.12
06  Frl. Kohl (v.Sinnen/Scheel) 2.48
07. Alaaf Survival Hose (v.Sinnen/Scheel) 6.58
08. Der kleine Hävelmann oder St. Gummersbach (Vincos/v.Sinnen/Scheel) 7.35
09. Susanne am Morgen (v.Sinnen/Scheel) 5.03
10  NutHella von Sinnen (v.Sinnen/Scheel) 3.17
11  Zarah In Hell (Netenjakob/Vincos/v.Sinnen/Scheel) 7.30
12. Junge Männer zum mitreisen gesucht (v.Sinnen/Scheel) 1.24
13  Uschi bei Obi (Vincos/v.Sinnen/Scheel) 5.57
14  Tonja Gerhardt (v.Sinnen/Scheel) 8.29
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der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

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‚Hella von Sinnen, Joachim Hermann Luger, Cornelia Scheel, Rudi Carrell, ARD-Gala “Ein Herz für Russland“, 1991

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