Hermann Melville – Moby Dick – Die Jagd nach dem weißen Wal (1972)

FrontCover1Das Europa-Label hat bis heute einen treuen Fankreis … mindestens 2 private Webseiten beschäftigen sich mit diesem Billig-Label, das vorrangig Hörspiele für Kinder und Jugendliche produzierte (und das bis zum heutigen Tage).

Ein wenig Label – Geschichte:

Europa (eigene Schreibweise: EUROPA, LC 00967) ist ein Label, unter dem das Quickborner Unternehmen Miller International Schallplatten GmbH seit 1965 sehr erfolgreich Lesungen von Märchen und Hörspiele für Kinder und Jugendliche produzierte und auch veröffentlichte.

Europa ist heute Teil des Unternehmensbereichs Family Entertainment von Sony Music Entertainment.

Im Jahr 1961 gründete der US-Amerikaner David L. Miller zusammen mit Andreas Beurmann und Wilhelm Wille in Hamburg die Miller International Schallplatten GmbH. Miller hatte 1957 das Orchester 101 Strings mit Musikern der Hamburgischen Staatsoper und der Hamburger Symphoniker geschaffen. Dieses spielte Unterhaltungsmusik, Tanzmusik, Evergreens und volkstümliche Klassik auf Schallplatten ein, die auf dem US-amerikanischen Markt zu einem äußerst günstigen Preis vertrieben wurden. Das Konzept war sehr erfolgreich, und Miller wollte mit der Gründung von Miller International zusätzlich den deutschen Markt erreichen. Zu Beginn wurden neben den Musikalben auch erste Märchenlesungen unter Millers Label Somerset vertrieben.
Einführung des Labels Europa

Ab 1965 verkaufte Miller International in Deutschland unter dem neuen Label Europa seine Schallplatten für den Einheitspreis von fünf Mark und unterbot die zu diesem Zeitpunkt üblichen Preise von zwölf bis 25 Mark für vergleichbare Produktionen erheblich. Aufgrund des dadurch eintretenden Erfolgs wuchs das Unternehmen, und der Firmensitz wurde von Hamburg in ein größeres Gebäude in der nahe gelegenen Gemeinde Quickborn verlegt. 1966 wurde die EUROPA-Kinderserie eingerichtet. Anfangs hielt sich der Erfolg der darin veröffentlichten Märchenlesungen und Abenteuerhörspiele noch in Grenzen, da sie für die Kinder und Eltern der damaligen Zeit eine Neuheit darstellten. Sie wurden etwa als elektrische Großmutter verspottet. Erster offizieller Titel der Serie ist Struwwelpeter, gelesen von Hans Paetsch.

Katalog

Die Vorderseiten der Kataloge der Jahre 1966 und 1971

Ab dem Ende der 1980er Jahre geriet die Hörspielproduktion wegen schlechter Verkaufszahlen ins Stocken. Hauptgrund war eine Interessenverschiebung der Kinder und Jugendlichen, da Computerspiele immer mehr in den Vordergrund rückten. Anfang der 1990er Jahre wurden praktisch nur noch Die drei ???- und TKKG-Hörspiele produziert.

Ab Ende der 1990er Jahre erlebten die Hörspiele eine Renaissance. Durch das aufkommende Internet konnten die „Hörer von damals“ sich austauschen und das Interesse an alten Hörspielen und Neuproduktionen stieg stark an. Ein Zeugnis dafür war auch die immense Anzahl von Kassetten und Langspielplatten, die auf Trödelmärkten angeboten wurden. Die zumeist hohen Preise ermöglichten einen erneuten Hörspielboom. Ab dem Jahr 1999 legte Europa die alten Hörspiele unter dem Motto Rückkehr der Klassiker mit Erfolg neu auf. Bei der Neuauflage dieser „Klassiker“-Hörspiele wurden jedoch sämtliche Titel- bzw. Zwischenmusiken von Carsten Bohn komplett durch neue Musik von anderen Musikern ersetzt. Dies stieß bei vielen Fans auf Ablehnung, da eine besondere dramaturgische Atmosphäre, die die Musik von Bohn in den Hörspielen ausmachte, nun fehlte. Viele der alten Fans kannten diese „Klassiker“-Hörspiele, in Verbindung mit der Musik von Carsten Bohn, schon seit ihrer Kindheit.

Zusätzlich gab es ein großes Interesse an der Serie Die drei ???, dem Flaggschiff des Labels. Neue Serien wurden allerdings nur für die ganz jungen Hörer produziert.

Gründer

Die Gründer des Labels: David L. Miller, Andreas E. Beurmann, Willhelm Wille, Harald A. Kirsten (vlnr)

Europa brachte im Oktober 2005 nach längerer Zeit wieder eine neue Serie auf den Markt. Die Serie Teufelskicker startete mit drei Folgen als offizielles Lizenzprodukt zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, dem weitere drei folgten. Die Hörspiele werden nach Vorlage der gleichnamigen Bücher von Frauke Nahrgang produziert.

Aufgrund eines Lizenzstreits mit Franckh-Kosmos, dem Verlag der Die drei ???-Bücher, wurde die erfolgreiche Hörspiel-Serie im November 2006 von Die Dr3i abgelöst. Erst nach monatelangem Rechtsstreit wird seit dem 4. April 2008 die Serie Die drei ??? mit den Folgen 121 und 122 wieder fortgesetzt und die Serie Die Dr3i eingestellt.

Europa gab im September 2011 bekannt, dass ab 2012 keine Hörspiele mehr auf Kassette produziert werden. Diese werden dann nur noch auf CD und als MP3-Download erhältlich sein. Lediglich die Detektivserie Die drei ??? wird aufgrund der relativ großen Nachfrage weiterhin auf Kassette erscheinen. Gründe der Einstellung sind zum einen die immer geringer werdende Nachfrage nach MCs und zum anderen die Einstellung der Produktion von Magnettonbändern. (Quelle: wikipedia)

Zum Inhalt:
Moby-Dick; oder: Der Wal (englisch Moby-Dick; or, The Whale), in vielen deutschen Ausgaben auch ohne Bindestrich Moby Dick, ist ein 1851 in London und New York erschienener Roman von Herman Melville. Das erzählerische Rückgrat des Romans ist die schicksalhafte Fahrt des Walfangschiffes Pequod, dessen einbeiniger Kapitän Ahab mit blindem Hass den weißen Pottwal jagt, der ihm das Bein abgerissen hat.

Die Qualität dieser LP hat im Laufe der Jahre ein wenig gelitten, aber hier geht es ja auch nicht um eine audiophile Kostbarkeit, sondern um eine kleine schmunzelnde ERinnerung an jene Zeiten, als Jungs in einem bestimmten Alter beim Hören solcher Abenteuer-Platten noch rote Ohren bekommen haben …

BackCover1

Besetzung:
Siegmar Schneider (Ismael)
Joachim Rake (Mr. Starbuck)
Rudolf H. Herget (Quiqueg)
Malte Petzel (Elias)
Bernd Kreibich (Mr. Stubb)
Michael Korrontay (Mr. Flask)
Jürgen Lier (Archy)
Benno Gellenbeck (Kapitän Ahab)
Siegmar Schneider (der Schmied)
Horst Beck (Kapitän Gardiner)
Rudolf H. Herget (der Seeräuber)
Hans Meinhardt (Fedallah)
+
diverse Seeleute

Hörspielbearbeitung: Eberhard Alexander-Burgh
Regie: Dagmar von Kurmin

B e n n oG e l l e n b e c k

Benno Gellenbeck (Kapitän Ahab)

Titel:
01. Moby Dick (Teil 1) 19.36
02. Moby Dick (Teil 2) 16.26

LabelA1
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4 Gedanken zu “Hermann Melville – Moby Dick – Die Jagd nach dem weißen Wal (1972)

  1. Nun ja … zuweilen lasse ich mich von der abenteuerlichen Szenerie auf so einem Schiff wohl blenden … natürlich schlage ich mich jetzt – heftig wachgerüttelt – auch auf die Seite des Wales !

    Zuweilen verfalle ich da wohl in kindliche Allmachtsfantasien …

  2. Die neue Übersetzung ins Deutsche von Friedhelm Rathjen soll ziemlich gut sein. Egal, dieses Werk einer angeblichen Weltliteratur ist der schlagende Beweis für die Willkürlichkeit dieses Kanons.
    Was die Zuneigung für den Wal betrifft, schliesse ich mich meinen Vorkommentatoren an…

  3. Oje, lieber Meister, beim Walfang, da scheiden sich unsere Geister… ich konnte noch nie verstehen, was daran spannend und lustvoll sein sollte beim Abschlachten eines angeblich bösen lebendigen Wesens, schon als Kind war ich immer auf der Seite der Tiere. Die Gier in den Augen der Trophäenjäger…grrrrr….da wirds mir schlecht!

  4. Echt jetzt? Rote Ohren bei DEEEER Story? Also ich höchstens vor Wut auf Ahab & Co. Ich wollte immer, dass der Waal gewinnt.
    Trotzdem hab ich mal mit 17 oder so versucht das Buch zu lesen. Ka-tas-tro-phe. So was Langweiliges gibts nicht noch einmal. Aus der Melville Sippe ist mir „Moby“ der DJ & Musiker eindeutig lieber. Vorallem mit seiner CD „Play“ (Why does my heart feel so bad…Vermutlich inspired by the Versuch to les the fat ol’Schmöker of his ur-ur-Onkel.)

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