Danyel Gerard – Starportrait – Neue Lieder in deutscher Sprache (1973)

FrontCover1Also, 1971 sorgte dieser französische Barde für einen ganz schön mächtigen Wirbel in der deutschen Schlagerszene und zwar … natürlich mit seinem Mega-Hi „Butterfly“:

Danyel Gérard (* 7. März 1939 in Paris; bürgerlich Gérard Daniel Kherlakian) ist ein französischer Schlagersänger und Komponist.

 

Gérard wurde als Sohn eines Armeniers und einer Italienerin in Paris geboren, wuchs aber überwiegend in Rio de Janeiro auf. 1953 kehrte er nach Paris zurück und war unter anderem Chorknabe in der Kirche Notre Dame. Später spielte er in der Rock’n’Roll-Band „The Dangers“. Von 1959 bis 1961 war er als Soldat in Nordafrika. Anschließend tingelte er als Sänger und Gitarrist durch Bistros. Er begann zu komponieren und schrieb unter anderem Titel für Stars wie Johnny Hallyday, Sylvie Vartan, Dalida, Richard Anthony, Caterina Valente und Udo Jürgens.

Gérards erste eigene Aufnahme als Sänger war Memphis Tennessee. Seinen Durchbruch hatte er 1971 mit Butterfly, das er aufgrund des Erfolgs schließlich in sechs Sprachen aufnahm. Es war in mehreren Ländern wochenlang in den Charts, wurde mehrfach mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet und zählt mittlerweile zu den Evergreens. Das Lied fand auch Einzug in den Spielfilm Die tollen Tanten schlagen zu (Regie: Franz Josef Gottlieb). Bis heute ist das Lied Butterfly Gérards erfolgreichster Hit in Deutschland. 2003 wurde es in der RTL-Sendung Die ultimative Chartshow als erfolgreichster Hit in den deutschen Single-Charts der letzten 30 Jahre vorgestellt.

Nach ein paar weiteren Aufnahmen widmete sich Gérard wieder mehr dem Komponieren für andere. Er lebt auf einem Bauernhof in der Nähe von Paris. (Quelle: wikipedia)

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Na ja … er hatte also einen Hit, eine Eintagsfliege oder „One Hit Wonder“ wie die Briten sich auszudrücken pflegen.

Nach „Butterfly“ folgen weitere deutsche Aufnahmen, die hier auch die Sampler (eine sog. Club-Sonderauflage) zu hören sind.

Und erwarten jede Menge sentimental-kitschige Schmachtfetzen …

Ein wenig witzig zumindest „Teddybär“ … und Höhepunkt dieser irgendwie ganz schön schrägen LP ist dann ganz sicher „Halleluja – Jesus Christ“ (mit der epochalen Zeile „Er hängt am Kreuz in jener Nacht/Und was er wolle, war vollbracht/Hallelujah“)

Nun gut … kein Album für die Ewigkeit *ggg* … aber mit einem sehr hohem Drolligkeitswert …

Singles

Single Veröffentlichungen

Besetzung:
Danyel Gerard
+
eine bunte Schar unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Meine Stadt (Von Japan nach Amerika) (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 4.24
02. Teddybär (Juris/Gérard/Barnes) 2.33
03. Harlekin (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.35
04. Marie-Jeabel (Juris/Gérard/Barnes) 3.18
05. Caroline (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.41
06. Halleluja – Jesus Christ (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.35
07. Sie war nicht schön (Juris/Gérard/Bernet) 4.09
08. Nur wer wagt, gewinnt (Juris/Gérard/Barnes) 3.48
09. Du bist da (Juris/Gérard/Bernet) 4.04
10. Einsamer Clown (Juris/Gérard/Barnes/Bernet/Loose) 3.42
11. Butterfly (Juris/Gérard/Barnes/Bernet) 3.26

LabelB1
*
**
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3 Gedanken zu “Danyel Gerard – Starportrait – Neue Lieder in deutscher Sprache (1973)

  1. Vielen Dank für diese persönliche Erinnerung … und bei der Erinnerung „Schaubude“ /NDR( fällt mir, als unwissender Wessi, ne Frage ein: Durfte man damals in der DDR West-TV schauen …. oder war das verboten … und somit strafbewehrt ?

    • Hohohoh- na Westen gucken war Volkssport. Außer in Dresden und (was gern unterschlagen wird) auf Rügen.
      In den späten 50ern schickte der Staat noch naive FDJtler aus, die auf den Dächern die nach Westen gedrehten Antennen umdrehten oder abrissen. Die nächste Antenne wurde eben auf dem Dachboden aufgestellt. In den 70ern krähte dann kein Hahn mehr nach sowas.
      Offiziell gab es an den Schulen (auch nur von manchen Lehrern) ein bissl dudu wenn man sich verplappert hatte. Viel konnte der Staat nicht machen, denn Hitler hatte das Rundfunkverbrechen erfunden und wenn nun im „besseren Deutschland“ genauso gehandelt worden wäre, dann hätte das üble Schlagzeilen im Westen bedeutet.

  2. Jau. Butterfly und How do you do – die ganz frühen Prägemarken! 🙂 Mit 11!
    Auftritt „Schaubude“ vom NDR und vaters Kommentar: Rasiert hatte sich nich, n Hals hatte sich nich gewaschen deutsch kanne ooch nich richtig und das findst du gut?
    Und WIE!!!!
    Meine Stadt fand ich auch noch richtig gut – aber dann?

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