Joy Fleming – Viele Gesichter (1994)

JoyFlemingFrontCoverViele Gesichter hatte sie wahrlich … die Joy Fleming … und jetzt ist sie tot.:

Ihren ersten Hit landete Joy Fleming Anfang der Siebzigerjahre mit „Neckarbrückenblues“, der Song in Mannheimer Mundart machte sie weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt bekannt.

1975 vertrat Fleming mit dem Song „Ein Lied kann eine Brücke sein“ Deutschland beim Grand Prix, landete damals jedoch weit hinten auf Platz 17. Trotzdem wurde die Sängerin, die vom Blues, Soul und Jazz kam, hierzulande immer wieder mit diesem Lied assoziiert. Über 40 Jahre lebte Fleming auf einem Bauernhof in Sinsheim bei Mannheim mit ihrem französischen Lebenspartner.

Am Mittwochabend starb die Mannheimer Sängerin mit der schwarzen Stimme im Alter von 72 Jahren, wie ihr Sohn und ihr Manager am Donnerstag bestätigten. In ihrer Mitteilung hieß es: „Mit ihr verlieren wir eine großartige Sängerin, eine aufopferungsvolle Mutter und eine liebevolle Lebensgefährtin, welche voll im Leben stand.“ (Quelle: Der Spiegel)

JoyFleming

Und das Gesicht, das sie auf dieser CD zeigt, gehört zu den wirklich beeindruckenden Gesichtern.

Bedauerlicherweise wird dieses Album in der online basierten Fachliteratur kaum erwähnt. Und das ist ausgesprochen schaden, denn hier kann sie sich mit ihren ganz besonderen Stärken präsentieren:

Und zwar mit ihrer ausdrucksstarken Blues-und Soul getränkten Stimme.

Und eine Kunde von amazon brachte es mit ein paar wenigen Worten auf den Punkt:

Joy Fleming – eine tolle Sängerin!!!
Das war noch eine Künstlerin / Sängerin, die singen kann. Und dies in verschiedenen Musik-Richtungen.
Heute ist sie über 70 Jahre! (Sigi aus Bremen)

Man höre sich z.B. den eindrucksvollen Gospel „Zaubermann“ an, wo sie fast unbegleitet als Ausnahmesängerin brilliert:

TextZaubermann

Und erinnert man sich an ihr Interview, das ich mal anderswo präsentiert habe, dann versteht man den Song „Laßt die Kinder frei“ noch, viel, viel, besser. Gänsehaut pur … Gesanglich kann man sie hier durchaus mit Maggie Bell vergleichen und das will schon was heißen !!!

Eine feine Band hatte sie da … und wenn ich mir das recht gemerkt habe, spielten noch eine lange Zeit für Joy Fleming … das nenn´ ich auch ne Form von Tradition, und zwar im feinsten Sinne des Wortes.

Also: Joy Fleming: das ist genuss pur … anhören und sich überzeugen lassen !

BackCoverA.jpg

Besetzung:
Maher Fladung (guitar)
Joy Fleming (vocals)
Martial Krier (keyboards)
Martin Quinten (drums)
Alain Wittische (bass)

Booklet03A

Titel:
01. Du rufst mich an 3.23
02. Mr. Boogie 3.29
03. Viele Gesichter 3.33
04. Spring‘ auf 3.47
05. Zaubermann 2.18
06. Liebesland 3.49
07. Feuer und Flamme 3.29
08. Laßt die Kinder frei 3.30
09. Raff‘ Dich auf 3.31
10. In Dich verschossen 3.41
11. Spitze 3.34
12. Meine Freunde 2.38

Musik und Texte: Joy Fleming, Maher Fladung, Bernd Liebenow

CD1
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JoyFleming01

Joy Fleming (* 15. November 1944 in Rockenhausen, Nordpfalz; † 27. September 2017 in Sinsheim-Hilsbach)

 

Konzertplakat

Und das Konzert muss leider ausfallen

Ein Gedanke zu “Joy Fleming – Viele Gesichter (1994)

  1. „Nein, nicht jetzt auch noch sie!“ … hab ich ausgerufen, als ich das gelesen hab.
    Eine wunderbare Frau, mit einer großen Stimme und einem unendlich großen Herzen … der Himmel wird Tür und Tor geöffnet haben, um sie zu erwarten!
    Gute Reise, Joy, die Welt ist ärmer, soviel ärmer ohne Dich.
    Hab Dank für alles, alles, was Du verschenkt hast.

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