Gerhard Polt – Im Schatten der Gans (1995)

TitelIch war ja heute bei einem Matinee mit Gerhard Polt und den sog. „Well Brüder aus´m Biermoos“ (ex- Biermösl Blosn) im Literaturhaus München und um es kurz zu machen … es war einfach wieder mal ein Genuss …

Die Veranstaltung diente ja eigentlich der Präsentation des neuen Pol Buches „Der große Polt“ aber natürlich wurden auch Beiträge zur Weihnachtszeit zum besten gegeben …

Und da Polt hatte ja schon 1995 ein Büchlein mit selbstverfassten Weihnachtsgeschichten veröffentlicht (damals noch bei dem famoser Verlag Haffmanns, Zürich …

Un genau aus diesem Büchlein stammten auch zwei der sentimental-bissigen Geschichten zur Weihnachtszeit („Die letzte Attacke“ und „Der Rauschgoldengel“).

Interessant war, wie er diese damaligen Geschichte dann modifiziert hat, aber auch ausgebaut hat.

Und natürlich sind diese Geschichten auch eine wohl auch persönliche Abrechnung, mit jenen christlichen Gebräuchen, die durchaus dazu in der Lage waren … Angst und Schrecken zu verbreiten (siehe „Meine erste Revolution“).

Aber auch all die Sehnsüchte, die wir Menschen in der christlichen Hemnisphäre mit Weihnachten verbinden … sie sind hier Thema … die dabei agierenden Charaktere

Beispiel14

Gerhard Polt als Nikolaus

werden dabei liebevoll und dennoch auch als scheiternde Charaktere gezeichnet …

Freilich … man muss diesen ganz speziellen Humor des Gerhard Polt mögen … sonst ist man verratzt … ich mag ihn sehr … und von daher zählt auch dieses Büchlein (51 Seiten) zu meinen ganz besonderen Schätzen …

Oder aber auch:

Wenn die Besinnlichkeit allzu besinnlich wird und in Sentimentalität umzuschlagen droht, dann hilft eine gute Prise Humor. Der Kabarettist und Satiriker Gerhard Polt liest eigene Weihnachtsgeschichten der etwas anderen Art: Bei der Advents-Patenschafts-Aktion „Macht auf die Tür“ bemüht man sich um einen pflegeleichten Einsamen für ein heikles Gastgeberpaar, während studentische Nikoläuse von jugendlichen Revoluzzern durch die Stadt gejagt werden und Gerhard Polt feststellt: „Es dauert manchmal doch geraume Zeit, bis man erkennt, dass der Nikolaus kein Heiliger, sondern ein Mensch und der Krampus ein Arschloch ist – aber ganz bestimmt kein Dämon!“
Gerhard Polt hat seine schönsten, witzigsten und bösesten Geschichten rund um das Weihnachtsfest zu einer Lesung für Weihnachtsmuffel zusammengestellt – und wieder einmal gelingt es dem Parade-Satiriker vom Schliersee, das Abgründige im Banalen und das Banale im Feierlichen bloßzustellen. (Quelle: Bayerischer Rundfunk)

 

Beispiel01

Beispiel02

Beispiel03

Beispiel04

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Beispiel10

Beispiel11

Beispiel12

 

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Beispiel13

Fein marmorierte Buchdeckel … bei Haffmanns war das damals Standard

 

Und so sah das heute im Literaturhaus zu München aus:

Polt17122017

Wellbuam17122017

Die Well Brüder aus´m Biermoos … immer wieder ein Genuss !

Und bereits 1979 thematisierte Gerhard Polt (mit der großartigen Gisela Schneeberger) die Adventszeit und ihre speziellen Rituale:

 

 

 

 

 

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