Fury In The Slaugherhouse – The Hearing And The Sense Of Balance (1995)

FrontCover1Im Frühjahr 1987 beschließen die Hannoveraner Brüder Thorsten und Kai Wingenfelder zusammen eine Band zu gründen. Zwei Leute erscheinen ihnen aber doch zu wenig, also suchen und finden sie Drummer Rainer Schumann, Gitarrist Christof Stein und Basser Hannes Schäfer. Fury in the Slaughterhouse ist geboren.Im Frühjahr 1987 beschließen die Hannoveraner Brüder Thorsten und Kai Wingenfelder zusammen eine Band zu gründen. Zwei Leute erscheinen ihnen aber doch zu wenig, also suchen und finden sie Drummer Rainer Schumann, Gitarrist Christof Stein und Basser Hannes Schäfer. Fury in the Slaughterhouse ist geboren.Fury In The Slaughterhouse: „‚Nimby‘ war noch ok“ Fury In The Slaughterhouse „‚Nimby‘ war noch ok“ Fury-Chef Kai Wingenfelder sieht die Geschichte seiner Band kritisch, vor allem am Schluss: „Die letzten Alben hätten wir uns sparen können“. 0Alle News anzeigen
Rockig sollte die Mucke sein, eingängig auch, und mit diesem Konzept stellt sich schnell Erfolg ein. Bereits 1988 jubeln die Zuschauer im ausverkauften Hannoveraner Capitol, kurz darauf auch die Besucher der Pogues-Konzerte, auf denen Fury als Support wiehern. Pogues-Sänger Shane McGowan soll gar vom „Best Supporting Act Ever“ geredet haben.

Fury02
Dabei wollten Fury keine Neuauflage der abgeebbten Neuen Deutschen Welle herausbringen, sondern etwas Eigenes schaffen. Deshalb singt Kai ausschließlich auf englisch, und das gar nicht mal so schlecht. Seit dieser Zeit haben Fury einige Erfolge vorzuweisen, zum Beispiel einige Goldene Schallplatten. „Jau“ steigt in den deutschen Verkaufscharts 1990 bis auf Platz 49, „Hooka Hey“ schon auf 32. 1992 gründet die Band in Zusammenarbeit mit BMG und SPV das Label „Slaughterhouse Music“, auf dem die folgenden Alben erscheinen. Zudem wagt man sich live auf englisches Terrain vor und beglückt deren Plattenläden kurze Zeit später mit der Compilation „Seconds To Fall“.
Den absoluten Durchbruch bringt das Jahr 1993 mit den Hit-Singles „Radio Orchid“ und „Every Generation Got Its Own Disease“, die bald auch bei MTV rauf und runter laufen. Das Album „Mono“ klettert bis Rang 12 in den deutschen Charts, auf der Tournee schauen mehr als 80.000 Fans bei den Pferden vorbei. In Kanada, das sie neben den Staaten auch bereisen, werden die Hannoveraner als „beste irische Band seit U2“ gelobt. In den USA durchbricht „Mono“ die 100.000er Verkaufsgrenze. Toll, alles. Doch kaum kommen sie Ende ’94 wieder in die Heimat zurück, steht die Aufnahme eines neuen Albums in zwei Wochen auf dem Plan und eine Tour ist auch bereits gebucht.Fury In The Slaughterhouse – Little Big World – Live & Acoustic Fury In The Slaughterhouse Little Big World – Live & Acoustic Take your lonely heart and let it fly! 5Alle Alben anzeigen
Reaktion: gereizte Stimmung bei den Furys. Gitarrist Stein verlässt die Band, lässt sich aber letztendlich doch noch überreden, wieder mitzumachen. 1995 touren Fury erneut die Republik und die Staaten, um sich anschließend eine längere Pause zu gönnen.  (Quelle: laut,de)

LPBooklet

Und genau aus diesem Jahr stammt dieses Album:

Die Furys bemühen sich hier um Abwechslung: Sie präsentieren mit dem Police-Cover „Next to you“ einen echten Rock-Kracher, und es gelingt im Gegenzug bei „Ghosttown“ der vom Piano unterstützte Gefühlsausbruch. Ein Höhepunkt ist sicher „Down there“: Läßt man das Stück in Ruhe auf sich einwirken, so wächst schnell das Gefühl, zusammen mit den Wingenfelder-Brüdern die Welt aus einer Raumkapsel heraus zu betrachten. Das traurige „Rainy april day“ ist speziell der kleinen Tochter von Curt Cobain und Courtney Love gewidmet, und beschäftigt sich kritisch mit dem Rummel um den frühen Selbstmord des Grunge-Initiators. Ansonsten bietet The hearing…. nicht mehr und nicht weniger als gewohnte Fury-Kost. Da kann man nicht wirklich meckern, jedoch gibt es auch nichts weiter herausragendes zu vermerken. Das ist gute deutsche Rockmusik, die sich immer von der Konkurrenz abhebt. Nur: Der Vorgänger Mono bot doch einiges mehr. (Wolfram Lumpe)

USVersion

Cover der US-Version

Da müsste man sich jetzt doch glatt mal das Album „Mono“ anhören … um den Vergleich selbst anstellen zu können, denn schon dieses Album weiß durchaus zu gefallen … der Vergleich wird also erledigt !

BackCover1

Besetzung:
Gero Drnek (keyboards, guitar, clarinet, bass, bajo, vocals)
Hannes Schäfer (bass)
Christof Stein-Schneider (guitar, vocals)
Rainer Schumann (drums, guitar)
Kai Wingenfelder (vocals, guitar)
Thorsten Wingenfelder (guitar, vocals)

Booklet04A

Titel:
01. Down There (Drnek/K.Wingenfelder) 3.43
02. Kiss The Judas (K.Wingenfelder/T.Wingenfelder) 4.25
03 Milk And Honey (K.Wingenfelder/T.Wingenfelder/Drnek) 4.14
04. Ghosttown (K.Wingenfelder/T.Wingenfelder/Krause) 4.00
05 Hello And Goodbye (Drnek/Stein-Schneider/Schumann/Schäfer/K.Wingenfelder) 3.33
06. Hang The DJ (K.Wingenfelder/T.Wingenfelder) 3.34
07. Dancing In The Sunshine Of The Dark (Drnek/Stein-Schneider/Schumann/Schäfer/K.Wingenfelder)  5.07
08. Your Love Won’t Take Me Anywhere (K.Wingenfelder/T.Wingenfelder/Malzahn) 3.13
09. Next To You (Summer) 2.12
10. Spit Into The Fire (Drnek/Stein-Schneider/Schumann/Schäfer/K.Wingenfelder) 4.39
11 Princess Of New York (K.Wingenfelder/T.Wingenfelder/Krause) 3.39
12. Rainy April Day (Drnek/Stein-Schneider/Schumann/Schäfer/K.Wingenfelder) 2.47

CD1

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Zeltfestival Rhein-Neckar

Fury In The Slaugherhouse, 2017

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