11 Freunde Special – Die wunderbare Welt der Amateure (2017)

TitelEine ganz und gar runde Angelegenheit, dieses Sonderheft der „11 Freunde“ Redaktion … so rund, wie halt nur ein Fußball sein kann.

Hier ein paar Zeilen aus dem Vorwort:

„Kreisliga ist nicht sexy, ihr fehlt der Eventcharakter.« Als Hans-Joachim Watzke diesen Satz vor zwei Jahren in einem Interview sagte, ging ein Aufschrei über die Sportplätze Deutschlands. Der BVB-Chef, so der Tenor, sitze da oben in seiner Loge und kanzele die Kleinen da unten ab! Dabei war die Aufregung gar nicht angebracht. Denn sexy ist die Kreisliga wirklich nicht. Genauso wenig wie die Verbands- oder die Landesliga. Und natürlich fehlt auch der Eventcharakter im unterklassigen Fußball. Nur zieht es die Leute gerade deshalb dort hin. Genau darum geht es. Um einen Fußball, der unperfekt und hässlich sein darf. Der ohne Helene Fischer und Videobeweis auskommt. Der bei Rot-Weiß Mülheim nach nasser Asche riecht und beim SV Bergedorf nach der grasbewachsenen Stehtribüne. Bei dem die Gäste im Vereinsheim von BW Berolina Mitte sagen: »Aber das hier, das is’ Familie«, was ein wenig kitschig klingt, aber eben auch voll okay ist. Einen Fußball, der Typen hervorbringt, die sogar in ihrem Größenwahn noch liebenswert sind. So wie der Malergeselle Günther Storbeck, der 1979 im Lotto gewann und davon träumte, mit seinem Kreisligaklub in die Bundesliga aufzusteigen. Die Realität: Pleite und Arbeitslosigkeit nach drei Jahren. Später blickte er trotzdem nie zurück im Zorn. Er sprach lieber von seinen alten Freunden, schwärmte von den Spielen in der Bezirksliga, und am Ende sagte er stets: »Ach, war doch ’ne geile Zeit!“

Und genau davon handelt dieses famose Heft: Von schrägen und skurrilen Typen, deren Leidenschaft halt das runde Leder ist … von schier unglaublichen Geschichten aus der wunderbaren Welt des Amateurfußballs.

Geschichten aus der Provinz, abseits des Millionengeschäfts …

Und es spricht für diese „alternative“ Fußballzeitschrift … dass sie mit Sonderheften wie diesem, dem Fußball in seiner ursprünglichen Form (die zweitwichtigste Nebensache der Welt !) wieder ein wenig Gehör verschafft.

Und nicht nur die Texte, auch all die Fotografien …  zeugen von der Liebe zu diesem Sport !

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Persönliche Erinnerung zum Thema Amateurfußball:

Irgendwann mal in den 70er Jahren gründeten wir – ein Haufen undogmatischer Linker -auch einen Fußballverein. Wir nannten uns „Lokomotive Hollerbusch“ (der Hollerbusch war ne Wiese in München-Harlaching und meldeten uns beim DFB ordnungsgemäß an.

Es folgte eine schriftliche Auseinandersetzung, da der Begriff „Lokomotive“ an Vereine wie „Lokomotive Leipzig“ erinnere und man von daher – seitens des DFB den Verdacht hatte, wir seien Kommunisten, die man daher nicht für den Spielbetrieb zulassen könne.

Einer aus unserer Schar studierte gerade Jura und konnte so mit wohlfeilen Worten, die Bonzen des DFB dazu bringen, uns für die passende C-Klasse zuzulassen.

Dort spielten wir dann eine Saison … dass wir dabei nicht sonderlich erfolgreich waren, lag nicht an mir … ich wurde eher selten aufgestellt *ggg*

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