Alfons Bauer – Moskauer Nächte (1967)

FrontCover1Die spannendste Frage bei diesem Album kann ich nicht beantworten:

Wie kam der bayerische Zitherkönig Alfons Bauer dazu, ausgerechnet für Amiga Schallplatten mindestens 3 Langspielplatten zu veröffentlichen ?

Nach „Zither Party“ und „Alfons Bauer und seine Almdudler“ dann eben diese „Moskauer Nächte“.

Der Titel war natürlich für die DDR auch als Brudergruß an die UdSSR gedacht, aber auch bei uns im Westen gab´s damals eine – für mich ein wenig rätselhafte – Neigungen, sich mit Klängen die scheinbar so direkt aus der russischen Seele kam, zu versorgen.

Nun ein paar Infos über diesen Alfons Bauer, der schon auch ein schräger Vogel war (verkleidet als „Alfonsine“ im prächtigen Dirndl G’wand bei einem seiner berühmt-berüchtigten Hausbälle brachte ihm neben 100 roten Rosen und 5 Heiratsanträgen allerdings auch eine Strafanzeige wegen Beleidigung ein, was letztlich allerdings ohne Folgen blieb; siehe Biografie von Christoph Schwarzer)

Alfons Bauer (* 13. Mai 1920 in München-Freundorf; † 3. Februar 1997) war ein deutscher Komponist und Zitherspieler.

AlfonsBauer.jpgAlfons Bauer erlernte als 8-Jähriger das Zitherspiel und nahm als 15-Jähriger seine erste Schallplatte auf. Nach der Schule erlernte er zunächst den Beruf des Hutmachers, da seine Eltern ein Hutmachergeschäft betrieben. Anschließend studierte er am Konservatorium in München Klavier und Tonsatz. Bis in die 1950er Jahre hatte er schon mehr als 1 Million Schallplatten mit seiner Zither verkauft. Dann gründete er eine eigene Schallplattenfirma und war auf dem Sektor der volkstümlichen Musik tätig. Er schrieb auch Titel für andere Künstler, zum Beispiel für Maria und Margot Hellwig, Hansl Krönauer und Esther Egli. Er komponierte über 200 Titel.

Bauer spielte auch zusammen mit dem Orchester James Last und dem Berliner Rundfunkorchester Melodien von Johann Strauß bis Robert Stolz und Ralph Benatzky ein. Er gehörte zusammen mit Rudi Knabl zu den erfolgreichsten Zitherspielern des 20. Jahrhunderts.

Er war seit 1968 verheiratet mit der Sängerin und Folklore-Tänzerin Rita geb. Fendt. Aus seiner ersten Ehe hat er eine Tochter.

Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Gauting . (Quelle: wikipedia)

Im Rahmen dieses Genres hat er mit diesem Album ein durchaus angenehm-geschmackvolles Album produziert … meine ich mal.

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Besetzung:
Alfons Bauer (zither) und sein Ensemble

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Alfons Bauer als „Alfonsine“

Titel:
01. Moskauer Nächte (Solojow/Sedoi) 2.21
02. Stenka Rasin (Traditional) 1.57
03. Weites Land (Barthel) 2.19
04. Kiewer Walzer (Maubopogol) 2.35
05. Tscherkessen-Tanz (Pleyer) 2.31
06. Abendglocken (Traditional) 2.37
07.  Mitternacht in Moskau (Krapf) 2.28
08. Habe Mitleid (Traditional) 2.31
09. Taiga-Fahrt (Artmeier) 2.34
10. Moskauer Spaziergang (Artmeier) 2.19
11. Schwarze Augen (Traditional) 2.21

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