Raumpatrouille Orion – 7 Hörspiele zu den originalen TV-Folgen von 1966 – Teil 1: Angriff aus dem All (2009)

FrontCover1Über den Kultstatus der deutschen TV Serie „Raumpatrouille Orion“ braucht man sich nicht mehr sonderlich unterhalten. Und genau dieser Kultstatus führte wohl dazu, dass man 40 Jahre nach der Erstausstrahlung die 7 Folgen der TV-Sendungen auch als Hörbuch veröffentlichte.

Man nahm die Originaltonspuren und kombinierte sie mit Zwischentexten, gesprochen von Andreas Fröhlich (ein bekannter deutscher Rezitator, Synchron-, Hörspiel- und Off-Sprecher).

Das Manuskript zu diesen Hörbüchern schrieb Thomas Krüger, der sich dabei  an Original-Drehbüchern von Rolf Honold und W.G. Larsen orientierte.

„Diese legendäre Science-Fiction-Serie, deren 7 Folgen im Jahr 1966 eine Fernsehbegeisterung sondergleichen auslösten – noch bevor die erste US-amerikanische Weltraum-Serie den Film- und Fernsehgeschmack der deutschen Zuschauer prägte,- hat in den vergangen Jahrzehnten nichts von ihrem Charme verloren. Immer wieder wurden und werden die Folgen im TV wiederholt. Generation um Generation erliegt dem Zauber des Raumschiffs Orion, den grandiosen Klängen der Musik von Peter Thomas und läßt sich mitreißen von den zwischen Ernst und Witz klug agierenden Schauspielern um Dietmar Schönherr, Eva Pflug, Wolfgang Völz, Ursula Lillig, Friedrich G. Backhaus und Claus Holm. Die Serie setzte Maßstäbe. Ihre Tricktechnik, ihr Design, ihre Rollenbilder waren ihrer Zeit weit voraus.

Was es aber in den vergangenen Jahrzehnten niemals gab, waren Hörspielausgaben der RAUMPATROUILLE. Zu dominant schienen bei einer Science-Fiction-Produktion die Bilder. Man muss es sehen – lautete das Credo.
Heute, wo Hollywood die Tricktechnik in andere Dimensionen geführt hat, zeigen sich jedoch plötzlich die klassischen Qualitäten der RAUMPATROUILLE: Mit ihren Schauspielern, die auf Theaterbühnen groß wurden, mir Drehbüchern, die dramaturgisch und nicht als Bildbegleitung überzeugen wollten, präsentiert sich das Material neu, auf ungewöhnliche Art. Einem Erzähler, der die Bilder aufgreift, kann es gelingen, ihnen eine Stimme zu verleihen, die sie mit den ausführlichen Dialogen der Schauspieler verbindet. Mit Hilfe eines Erzählers im Dienst der bekannten Bilder werden die einzelnen Folgen heute erbaut höchst spannend! Denn in einer Zeit, in der Bilder ganz anderes leisten müssen, um das Interesse der Zuschauer zu wecken, können der Ton, die Sprechkunst der Darsteller, die Musik und die Geräusche der originalen IT-Bänder beinah besser jene Phantasie stimulieren, die von den viel monströseren Bildern des modernen „Action-Kinos“ geprägt wurde. Es mag paradox klingen, aber die RAUMPATROUILLE ist als Hörspiel-Reihe so ungemein modern und überzeugend, gerade WEIL sie so alt ist.“ (Werbetext)

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Hier die Inhaltsangabe von Teil 1 (alle weiteren Teile werden folgen):

Angriff aus dem All:

Trotz gegenteiliger Order landet Orion-Commander Cliff Allister McLane auf dem Saturnmond Rhea. Da er schon in der Vergangenheit mehrfach disziplinarisch wegen Befehlsverweigerung belangt wurde, wird er nun mit der kompletten Mannschaft zur Raumpatrouille strafversetzt. Zusätzlich erhält er eine „Aufpasserin“ des Galaktischen Sicherheitsdienstes, Tamara Jagellovsk, zur Seite, die ihn an weiteren Eskapaden solcher Art hindern soll. Auf ihrem ersten Routineflug am nächsten Tag soll die Mannschaft Bewegungen in einem Raumsektor überwachen. Die vorgeschobene Außenbasis MZ-4 antwortet auf Anfragen jedoch nicht, vielmehr erhält die Orion einen unbekannten, rätselhaften Code. Als McLane auf der Basis nach dem Rechten schauen will, kommt es zur ersten Auseinandersetzung mit Jagellovsk. McLane beharrt jedoch auf seinen Plänen und schickt die Crew-Mitglieder Hasso Sigbjörnson und Atan Shubashi zur Station. Sie stellen fest, dass es dort keinerlei Sauerstoff mehr gibt. Die gesamte Besatzung ist tot und wurde mitten in der Bewegung eingefroren. In den Gängen der Station begegnen sie schemenhaften Wesen, die gegen die Strahlen aus Laserwaffen immun sind. Zur gleichen Zeit wird die Orion von fremden Raumschiffen angegriffen. Jetzt ist klar, dass es sich um feindliche Außerirdische handelt: Frogs…

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Und natürlich ist dieser Beitrag auch der Tatsache geschuldet, dass Dietmar Schönherr mich viele Jahre lang begeistert hat (und wohl auch geprägt hat); seine vielfältigen Facetten werden hier demnächst immer wieder mal vorgestellt werden …

DietmarSchönherr

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3 Gedanken zu “Raumpatrouille Orion – 7 Hörspiele zu den originalen TV-Folgen von 1966 – Teil 1: Angriff aus dem All (2009)

  1. Die Ironie dieser Serie war das eine … allein deshalb war diese Serie irgendwie weit ihrer Zeit voraus … das andere war, dass Frauen in dieser Serie eine ganz andere Rolle spielten als in all den „Schwarzwald-Mädel“ & Co. Filmen dieser Zeit spielten.

    Auch von daher war diese Serie mehr als bemerkenswert … neben dem Bügeleisen, das auch eine Verwendung fand.

  2. Was ich natürlich damals als 10-Jähriger nicht begriffen habe, war die unterschwellige Ironie, mit der manche Szenen damalige Moralbegriffe und Zeitstimmungen hochgenommen haben. Und wenn ich die Filme heute sehe, fällt mir auf, wie oft die Schauspieler eigentlich recht gelungene Pointen verquatschen, weil sie nicht verstehen, was sie da sagen.

    Und was haben wir Gören damals gerätselt, wie wohl diese Computerstimme gemacht wurde! (Es ist ein gestrichenes Cello, das durch den ersten in Deutschland existierenden Vocoder lief, der im Münchner Siemans-Studio stand.)

    Den Autor „W.G. Larsen“ übrigens gibt es nicht. Der Name war eine Art Sammelbezeichnung für ein Team, das aus fünf oft wechselnden Autoren bestand, zwei davon waren im Fall der „Raumpatrouille“ die Regisseure Michael Braun und Theo Mezger.

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