Cologne Contemporary Jazz Orchestra – WDR 3 Jazzfest (2018)

FrontCover1.jpgAlso bei diesem Beitrag sprech´ ich von so einem großartigem Glücksfall.

Zum einen wegen diesem Ensemble:

Gegründet wurde das Cologne Contemporary Jazz Orchestra 2002 zunächst als Composers Band, mit dem Ziel, die äußerst innovative und hoch professionelle Komponistenlandschaft der freien Kölner Jazzszene zu präsentieren und dieser abseits der WDR Big Band ein regelmäßig arbeitendes Großensemble zur Verfügung zu stellen.

Diese Grundidee stellte sich schnell als nachhaltig erfolgsversprechend heraus und so wurde die Arbeit der bandeigenen Arrangeure und Komponisten wie Frank Reinshagen, Jürgen Friedrich, Niels Klein, Ansgar Striepens und Marko Lackner inzwischen mit mehreren WDR Jazzpreisen gewürdigt, ein Preis den auch viele Gäste der Band wie Gabriel Perez, Markus Stockhausen, Florian Ross, Christina Fuchs, Nicolas Simion oder Stefan Pfeifer-Galilea vorweisen können. Auch der Einfluss auf die freie Szene war enorm, in der Jazzmetropole Köln gibt es kaum einen Musiker, der über die letzten 15 Jahre nicht mit dem CCJO in Berührung gekommen wäre.

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Von Beginn an arbeitete das CCJO auf Projektbasis, ohne festen musikalischen Leiter und Bandrepertoiremappe, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und frischer Inspiration von außen. Die Vielseitigkeit und Abenteuerlust der Band belegen auch die 3 CDs die eingespielt wurden. Die musikalische Reise geht hier von der Argentinischen Musik eines Gabriel Perez über die von Heiner Schmitz vertonte Odyssee von Homer (mit Christian Brückner als Sprecher) bis hin zur Musik der Heavy Metal Band Slayer die von Axel Knappmeyer wirkungsvoll arrangiert wurde.

Mit der Zeit verbreitete sich der exzellente Ruf der Band auch über die Stadtgrenzen hinaus, so daß das CCJO für internationale Komponisten und Arrangeure immer interessanter wurde. So arbeitete die Band im Verlauf ihres 15 jährigen Bestehens immer wieder auch mit Künstlern wie Darcy James Argue (USA), Paolo Fresu (IT), Gwilym Simcock (GB), Ryan Truesdell (USA), Silvia Versini (FRA), Lars Möller (DK) oder David Liebman (USA) zusammen und spielte auf dem North Sea Jazz Festival Rotterdam (NL), dem Spot Festival Aarhus (DK), dem Moers Jazzfestival (D), auf diversen Jazzfestivals des WDR und in der Schweiz.

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Seit jeher dient dem CCJO aber der Kölner Stadtgarten als Heimathafen für seine Konzerte, weshalb die Band auch oft und gerne als Stadtgarten Big Band betitelt wird. Mit der Gründung des Europäischen Zentrums für Jazz und Aktuelle Musik im Stadtgarten wird nun auch das CCJO zum Großensemble eben dieses Zentrums und begibt sich auch in seiner 16.Konzertsaison mit ungebrochener Neugier auf die Suche nach neuen musikalischen Abenteuern und Herausforderungen. (Selbstdarstellung)

Und über diesen Marko Lackner mag ich schon auch noch informieren:

Geboren 1972 in Feldkirchen/Kärnten, ging Marko Lackner nach Diplom am Landeskonservatorium Klagenfurt während seiner weiteren Studienzeit über Graz nach Köln wo er sein Studium in den Fächern Jazz-Komposition und Jazz-Saxophon abschloss. Hier konnte er sich sowohl als Saxophonist, als auch als Komponist und Dirigent in der deutschen Szene etablieren, und erhielt unter anderem als Komponist 2006 den WDR-Jazzpreis. Er arbeitet regelmäßig mit folgenden Ensembles zusammen: Bob Brookmeyers New Art Orchestra, Sunday Night Orchestra Nürnberg, Cologne Contemporary Jazz Orchestra, WDR-Bigband, NDR-Bigband, HR-Bigband. u.a.

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Marko Lackner

Auch als Musikpädagoge ist Marko Lackner gefragt, wie z.B als Leiter des deutschen Bundesjazzorchesters 2007 und 2010 oder diverser Landesjazzorchester. 2003 wurde Marko Lackner Professor für Bigband und Saxophon an der Musikhochschule Dresden, seit 2009 arbeitet er als Professor für Bigband und Jazz-Komposition/Arrangemnet an der Hochschule für Musik Würzburg.

Jazz sowohl in Verbindung mit europäischer Musiktradition als auch mit aktuellen Strömungen zu bringen sieht Marko Lackner als den Mittelpunkt seiner kompositorischen Arbeit. Mit den Instrumenten eines Jazzorchesters ist es möglich symphonische Klangfülle zu entwickeln und mit den Musikern des selben durch Improvisation und Interpretation die spontane Lebendigkeit einer Jazzcombo zu erzeugen. Durch die Balance dieser beiden Komponenten entwickelt Marko Lackner einen Stil der dem Jazz wie auch der symphonischen Musik nahe ist. (Quelle: hfm-wuerzburg.de)

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Und ein Glücksfall ist es dann auch noch, dass dieser Live-Mitschnitt exisitiert. Der Mitschnitt entstand anlässlich des WDR Jazzfest am 1. Februr 2018 im Theater Gütersloh.

Und eigens für diesen Anlass komponierte der Bandleader Marko Lackner eine Suite, die „Expat Echoes Suite“, die aus einem Reigen biographischer Momentaufnahmen besteht.

Und so hören wir zeitgenössische Big Band Musik … auf höchstem Niveau …

Wenn das kein Glücksfall ist …

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Besetzung:
Marcus Bartelt (saxophone)
Pascal Bartoschak (saxophone)
Matthias Bergmann (trumpet)
Ben Degen (trombone)
Jens Düppe (drums)
Jürgen Friedrich (piano)
Volker Heinze (bass)
Ralf Hesse (trumpet)
Niels Klein (saxophone)
Christoph Möckel (saxophone)
Frank Sackenheim (saxophone)
Wolf Schenk (trombone)
Andreas Schickentanz (trombone)
Jan Schneider (trumpet)
Janning Trumann (trombone)
Christian Winninghoff (trumpet)

Unter der Leitung von Marko Lackner

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Titel:
01. The Wooden Sun 7.47

Expat Echoes Suite:
02. Dance No. 1 9.06
03. Smart Home 11.00
04. Alm 10.25
05. Expat Echoes 11.39
06. Zuawetearzln 6.52

Musik: Marko Lackner

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Und hier kann man sich dann dieses Konzert auch noch als einen TV-Mitschnitt (ARTE)= ansehen:

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