Eugen M. Dombois – Die Barocklaute II (1971)

FrontCover1.JPGNeben all den barocken Trompetenklängen weiss ich auch die Lautenmusik dieser Dekade sehr zu schätzen.

Hier dargeboten von dem großem Eugen M. Dombois:

Eugen M. Dombois (eigentlich Eugen Müller, * 15. November 1931 in Gadderbaum-Bethel, heute Bielefeld; † 9. Mai 2014 in der Nähe von Basel) war ein deutsch-schweizerischer Lautenist.

Eugen Dombois wurde als Sohn des Pädagogen Georg Müller geboren. Er studierte zunächst Lehramt Deutsch und Musik, anschließend von 1955 bis 1958 Laute und Gitarre bei Walter Gerwig in Köln. Anschließend wurde er Dozent an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold und gleichzeitig erfolgreich als konzertierender Künstler.[1] Nach Beendigung seiner aktiven Musikerlaufbahn ging er auf Vorschlag von Paul Sacher 1962 an die Schola Cantorum Basiliensis. Dort gehörten unter anderem Jürgen Hübscher, Paul O’Dette, Rolf Lislevand, Hopkinson Smith, Christina Pluhar und der deutsche Lautenist und Pädagoge Stefan Lundgren zu seinen Studenten. (Quelle: wikipedia)

Und anlässlich seines Todes veröffentlichte dann die schweizerische Zeitung „Tageswoche“ (Basel) folgenden Nachruf:

Eugen M. Dombois01Die Musik-Akademie Basel und die Schola Cantorum Basiliensis trauern um Eugen M. Dombois. Der Musiker und Lehrer verstarb am 9. Mai im Alter von 83. Jahren.

Die Musik-Akademie Basel und die Schola Cantorum Basiliensis trauern um Eugen M. Dombois. Der Musiker und Lehrer verstarb am 9. Mai im Alter von 83. Jahren.

Am 9. Mai 2014 ist der Lautenist Eugen M. Dombois im 83. Altersjahr in der Nähe von Basel verstorben. Mit ihm verliert die Alte Musik einen feinsinnigen Musiker sowie einen höchst erfolgreichen Dozenten an der Schola Cantorum Basiliensis, wie an der illustren Reihe seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler abzulesen ist. Dazu gehören Toyohiko Satoh, Hopkinson Smith, Jürgen Hübscher, Paul O’Dette, Rolf Lislevand, Karl-Ernst Schröder (+), Robert Barto, Joachim Held, Peter Croton, Christina Pluhar und viele andere.

Eugen M. Dombois wurde am 15. November 1931 in Bethel bei Bielefeld geboren. Sein Vater, Georg Müller, war ein bekannter Pädagoge. Nach einer Ausbildung zum Realschullehrer (Deutsch, Musik), studierte Dombois 1955-1958 Laute und Gitarre bei Walter Gerwig in Köln, einem Lautenisten der ersten Stunde in der Historischen Musikpraxis. Anschliessend war er Dozent an der Nordwestdeutschen Musik-Akademie Detmold und begann zu gleicher Zeit eine erfolgreiche internationale Karriere als konzertierender Künstler.

Eine Beeinträchtigung der Hand zwang ihn leider vorzeitig zum Verzicht auf das öffentliche Konzertieren. Bereits 1962 wurde er von Paul Sacher an die Schola Cantorum Basiliensis berufen und entfaltete dort seine äusserst fruchtbare Lehrtätigkeit bis zur Pensionierung 1996. In Basel fand er auch eine familiäre Heimat und lebte bis zuletzt im Einzugsbereich der Stadt.

Eugen M. Dombois hatte hohe Ansprüche an seine Kunst, die er den Studierenden eindringlich vermittelte. Vor allem lag ihm daran, das Lautenspiel vom Erbe der Gitarre zu befreien und in seiner spezifischen historischen Qualität wieder zu gewinnen. Es gelang ihm auf diese Weise, seine Klasse an der Schola Cantorum Basiliensis als internationales Zentrum des Lautenspiels zu etablieren.

Eugen M. Dombois03.jpg

Sein kritischer Geist und sein geschliffener Umgang mit dem Wort machten ihn zu einem stets ebenso anregenden wie anspruchsvollen Gesprächspartner. Ein spekulativer Aufsatz (zusammen mit Véronique Daniels) über ein enigmatisches italienisches Tanztraktat des 15. Jahrhunderts erschien im Basler Jahrbuch für Historische Musikpraxis 1990 und zeigt diese Seite seiner Persönlichkeit auf eindrucksvolle Weise.

Eugen M. Dombois wird einen Ehrenplatz in der Ahnengalerie der Alten Musik behalten und untrennbar mit der Wiederbelebung des historisch orientierten Lautenspiels verbunden bleiben. Die Musik-Akademie Basel und die Schola Cantorum Basiliensis nehmen mit Trauer und in Dankbarkeit Abschied von diesem bedeutenden Musiker und Lehrer, Kollegen und Freund. (Thomas Drescher)

Und wir hören eine sehr stille, sehr leise, sehr intime Musik (komponiert von Bach und dann tauchen auch noch so rätselhafte Namen wie Johann Gottfried Conradi und Sylvius Leopold Weiss auf)  … und dann kann sich dann schon sowas wie eine sehr ruhige und friedfertige Stimmung einstellen … oftmals gerade richig in dieer hektischen und unruhigen Zeit.

Ich würde diese LP z.B. der Andrea Nahles empfehlen … denn muss sich jetzt völlig neu sortieren …

BackCover1.JPG

Besetzung:
Eugen M. Dombois (lute)

Booklet1.JPG

Titel:

Johann Sebastian Bach: Suite G-Moll für Laute BWV 995:
01. Präludium 6.36
02. Allemande 5.18
03. Courante 2.24
04. Sarabande 2.47
05. Gavotte I 2.34
06. Gavotte II (Gavotte en Rondeau) 3.00
07. Gigue 2.40

Johann Gottfried Conradi: Suite In C Major:
08. Prélude 2.32
09. Allemande 3.56
10. Courante 2.21
11. Menuet 1.28
12. Gigue 2.20

Sylvius Leopold Weiss:
13. Tombeau Sur La Morte De Mr. Comte De Logy 8.52

LabelB1.JPG

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Inlets.jpg

Die inlets der LP

Eugen M. Dombois02

Eugen M. Dombois * 15. November 1931 – † 9. Mai 2014)

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