Detlef Felken + Tino Jacobs – Die Welt im Buch – Kleine Chronik des Verlags C. H. Beck, 1763 – 2013 (2013)

TitelDa hat es ein Verlag ganz schön lang geschafft zu überleben:

C.H.BECK, gegründet im Jahre 1763, zählt zu den großen und traditionsreichen Namen im deutschen Verlagswesen. Mit mehr als 9.000 lieferbaren Werken, darunter auch zahlreichen elektronischen Publikationen, mit über 70 Fachzeitschriften und mit einer jährlichen Produktion von bis zu 1.500 Neuerscheinungen und Neuauflagen rangiert der VERLAG C.H.BECK auch quantitativ unter den großen deutschen Buch- und Zeitschriftenverlagen. Allein am Hauptsitz des Verlages in München sind etwa 550 Mitarbeiter beschäftigt; eine Zweigniederlassung mit den Redaktionen der Mehrzahl der juristischen Zeitschriften befindet sich in Frankfurt am Main. An diesen beiden Standorten betreuen über 120 Fachlektoren und Redakteure mehr als 14.000 Autoren. Am früheren Sitz des Verlages in Nördlingen, einer mittelalterlichen Kleinstadt im bayerischen Schwaben, arbeitet die Beck´sche Druckerei einschließlich einer Setzerei und einer Multimedia-Abteilung mit weiteren knapp 400 Mitarbeitern. Ebenfalls dort angesiedelt ist das verlagseigene Logistik-Unternehmen, die Nördlinger Verlagsauslieferung. Die Buchhandelskette Schweitzer Fachinformationen sowie eine Reihe weiterer Fachverlage im In- und Ausland ergänzen die insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter zählende Beck’sche Firmengruppe.

C.H.BECK ist eines der ältesten Verlagsunternehmen in Deutschland. Inhaber und Leiter sind heute die Brüder Dr. Hans Dieter Beck und Dr. h.c. Wolfgang Beck, die in sechster Generation in direkter Linie vom Firmengründer Carl Gottlob Beck abstammen. Dieser kaufte im Jahre 1763 in Nördlingen eine dort schon 130 Jahre zuvor bestehende Druckerei und gliederte ihr einen Verlag und eine Buchhandlung an. Die Initialen seines Sohnes und Nachfolgers Carl Heinrich Beck leben fort in der heutigen Firmenbezeichnung C.H.BECK. Der Verleger der vierten Generation, Oscar Beck, verlegte 1889 den Verlagssitz nach München, während die Druckerei in Nördlingen verblieb. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Ausbau zu einem vielseitigen wissenschaftlichen Verlag, der immer auch ein kleines literarisches Programm pflegte. Für mehrere Jahrzehnte war C.H.BECK ein führender theologischer Verlag. Später trat die Theologie hinter andere Wissenschaftsgebiete zurück, die das Verlagsprogramm bis heute prägen und deren Ursprünge bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen, wie etwa die Geschichte, die Altertumswissenschaften, die Literaturwissenschaft und – nicht zuletzt – die Jurisprudenz.

BeckgruppeDie Verlagsarbeit der Gegenwart gliedert sich in zwei Bereiche, nämlich den Verlagszweig Recht – Steuern – Wirtschaft, geleitet von Dr. Hans Dieter Beck, und den Zweig Literatur – Sachbuch – Wissenschaft, geleitet von Dr. h.c. Wolfgang Beck. Sie befinden sich hier auf der Homepage des juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Programmzweigs; zum literarischen Verlagsbereich gelangen Sie hier.

Ein bedeutender Faktor für die Ausweitung des juristischen Verlagsprogramms bei C.H.BECK war die Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871, in deren Folge kurz vor der Jahrhundertwende einige wichtige, erstmals für ganz Deutschland geltende Gesetze entstanden, so die Zivilprozessordnung von 1876, das Bürgerliche Gesetzbuch von 1896 und das Handelsgesetzbuch von 1897. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden mit den Gesetzessammlungen Sartorius (ab 1903), Schönfelder (ab 1931), mit dem BGB-Kommentar Palandt (Erstauflage 1938) und mit der Neuen Juristischen Wochenschrift (ab 1947) mehrere Standardwerke gegründet, die bis heute prägend für das Erscheinungsbild des Verlages in der Öffentlichkeit sind. Auch im Bereich der elektronischen Medien startete der Verlag sehr frühzeitig und veröffentlichte bereits 1989 eine erste juristische Datenbank auf CD-ROM.

Mittlerweile pflegt C.H.BECK auf juristischem Gebiet alle denkbaren Publikationsformen, sowohl große mehrbändige Werke für Spezialisten als auch preiswerte Broschuren für ein breites Publikum, fortlaufend aktualisierte Loseblattwerke ebenso wie Lehrbücher und Zeitschriften, DVDs und Apps sowie seit dem Jahre 2001 eine umfassende Online-Datenbank unter dem Namen beck-online. Dabei war und ist es Politik des Verlages, den Bedarf an juristischer Literatur auf allen Gebieten des Rechts, einschließlich des Steuerrechts, möglichst breit und lückenlos abzudecken, wobei immer ein Schwerpunkt auf Werke für die juristische Berufspraxis, besonders auf Kommentare und Handbücher, gelegt wurde.

Der Verlag ist Mitgesellschafter im Deutschen Taschenbuchverlag (dtv), wo unter anderem die Beck´schen Gesetzestexte in preisgünstigen Taschenbuchausgaben erscheinen, und hält über die Gruppe Schweitzer Fachinformationen Beteiligungen an Fachbuchhandlungen in mehr als 20 Städten Deutschlands. Darüber hinaus ist C.H.BECK an einigen juristischen Fachverlagen und Seminaranbietern mehrheitlich beteiligt. Bereits 1970 hatte der Verlag durch die Übernahme des Verlags Franz Vahlen sein Angebot im wirtschaftswissenschaftlichen und auch im juristischen Programmsegment bedeutend erweitert. Seit dem Jahre 1999 zählt auch die Nomos Verlagsgesellschaft mit Sitz in Baden-Baden und seit dem Jahre 2004 der Kommunal- und Schul-Verlag mit Sitz in Wiesbaden zu der beständig wachsenden Firmengruppe.

Die alt-ehrwürdige Buchhandlung „Schweitzer Sortiment“ am Lenbachplatz in München gehört auch dem Beck-Verlag

Im Ausland wurden 1993 die Verlage C.H.BECK Warschau und C.H.BECK Prag gegründet, die heute vor Ort zu den jeweils führenden juristischen Verlagen zählen. Einige Jahre später wurden Mehrheitsbeteiligungen an dem schweizerischen Verlag Helbing & Lichtenhahn in Basel und an einem rumänischen Verlag – heute C.H.BECK Bukarest – erworben. Seit 2011 besteht eine weitere Niederlassung in Bratislava. Die vielfältigen internationalen Aktivitäten werden abgerundet durch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Law Publications in Europe (LPE) und durch zahlreiche Co-Publikationen mit juristischen Fachverlagen weltweit.(Selbstdarstellung)

Nun ja, und zum 250. Firmenjubiläum veröffentlichte man diese „Kleine Chronik des Verlags C. H. Beck, 1763 – 2013“ (65 Seiten) und beim durchblättern wurde mir bewußt, dass ich täglich (und zwar mehrfach) diverse juristische Kommentare dieses Verlages zu Rate ziehe …

Hier ein paar Beispielseitn und dann wie immer … an zur Präsentation:

Beispiel01
Beispiel02a
Beispiel02
Beispiel03
Beispiel04
Beispiel05
Beispiel06Beispiel07
Beispiel08
Beispiel09
Beispiel10Beispiel11
Beispiel12
Beispiel13
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Und natürlich ist auch das „schöngeistige“ Buch eine Ware … und es geht um Profit und Gewinnmaximierung und da kommt ein aufmüpfiger Betreibsrat sehr ungelegen. Wie mir scheint, ist die Verlagsgruppe C.H. Beck als Arbeitgeber recht knackig. Jedenfalls hatte damals die Gewerkschaft ver.di einen eigenen blog für dieses Unternehmen eingerichtet … und das heißt schon was (chbeck-verdi.blogspot.de)

Betriebsrat

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