Erwin Keusch – Das Brot des Bäckers – Ein Film von Brot und Liebe (1976)

FilmplakatIch weiß nicht mehr, wie viele Wochen ich mich nun mit diesem Film beschäftigt habe. Ich weiß nur, dass dieser Film mich damals wie heute tief beeindruckt hat:

Der Film beginnt im Zug und endet am Bahnhof. Eine epische Geschichte über Lehr- und Gesellenjahre und über den zwangsläufigen Niedergang des Kleingewerbes.

In einer fränkischen Kleinstadt tritt Werner Wild in den Laden von Georg Baum und will Bäcker werden. „Ich ess‘ gern gutes Brot“ – mehr weiß er der Verkäuferin Gisela dazu noch nicht zu sagen. Doch unter den Fittichen von Meister Baum, einem Anhänger gut durchgebackenen Brotes, wird der Neuling bald vertraut mit den handwerklichen Feinheiten des Brot- und Gebäckherstellung. Und die herzliche Aufnahme in das „Kleingewerbe mit Familienanschluss“, zusammengehalten durch die temperamentvolle Meisterin, die Leiterin eines Damenturnvereins, lässt Werner vollends heimisch werden. Die Gesetze des Geschäfts, wie sie Baum vertritt – er schmeißt auch mal eine Kundin aus dem Laden, wenn seine Erzeugnisse nicht die gewünschte Anerkennung finden -, werden allerdings zurechtgerückt durch Kurt, den unzufriedenen Gesellen Baums, und durch die beiden Söhne Rudi und Georg, zwei Gymnasiasten, die dem Handwerksethos ihres Vaters mehr oder weniger kritisch gegenüberstehen. Vor allem aber sieht sich der Eigenbrötler Baum, der nichts weiter will, als in Ruhe sein Brot verkaufen, immer mehr mit einer veränderten wirtschaftlichen Umgebung konfrontiert, der Wechsel zwischen Hochkonjunktur und Krise im Nacken…

Baum müsste etwas „unternehmen“, wenn er Schritt halten will. Er kämpft ums Überleben. Die Idylle droht zu zerbröckeln.

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Von diesen Problemen versteht Werner zunächst noch wenig. Er ist eher mit seiner Verliebtheit zu Margot beschäftigt, die ihn ganz schön durcheinanderbringt mit ihrer Hin- und Hergerissenheit zwischen Mutters Heiratskandidatenvorstellung und ihrem Bedürfnis nach Zärtlichkeit. Angesichts dieser Schwierigkeiten und seines Liebeskummers lässt er sich mit Gisela, der Verkäuferin ein, ohne zu wissen, was er damit anrichtet. Seine Unbekümmertheit endet jäh bei dem Selbstmordversuch Giselas. Zudem identifiziert er sich immer mehr mit den geschäftlichen Schwierigkeiten Baums, der durch einen neuen Supermarkt am Marktplatz übermächtige Konkurrenz erhält.

Baum ist nun auf den Rat der Genossenschaft angewiesen: Er baut um und rationalisiert in großem Stil. Die höhere Kapazität der neuen Maschinen erhöht jedoch auch seine Schuldenlast, die Jagd nach Lieferaufträgen und den Stress. Die erhofften Gewinne aber bleiben aus. Und eines Tages hat Kurt die Schnauze voll, schmeißt den Teig hin und geht.

Werner Lehrzeit ist zu Ende. Seine Kollegen, Baums Söhne und auch Margot sind alle in der Stadt. Nach der Gesellenprüfung arbeitet Werner in der Großbäckerei, während Baum zu Hause seine Brotstraße alleine bedient. Zermürbt vom Einmannsystem und von der einfachen Serienproduktion, muss Baum mit ansehen, wie seine alte Kundschaft zum neuen Supermarkt überläuft.

Durch die private, wilde Verteidigung seiner scheinbaren wirtschaftlichen Unabhängigkeit versucht Baum, den historisch unabänderlichen Trend vom Klein- zum Großbetrieb aufzuhalten. Oder ist er bloß betrunken, als er eines Nachts die Bäckereiabteilung des neuen Supermarktes zusammenschlägt? Entsetzen in der Kleinstadt. Baum ist erledigt. Werner und die Söhne kommen zurück aus der Stadt. Wie soll es weitergehen? In der Stadt warten Margot und seine Arbeit – aber hier könnte Werner als einziger helfen. Wie soll er sich entscheiden? Der Bäcker lebt auch nicht nur vom Brot allein….. (Quelle: deutsches-filmhaus.de)

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Und die „Zeit“ schrieb damals:

Ganz zu Anfang fährt Werner Wild, ungefähr 16 Jahre alt, ein scheuer, verschlossener Junge, mit dem Zug zu seiner ersten Lehrstelle in der mittelfränkischen Kleinstadt Hersbruck. Warum er Bäcker werden will, fragt ihn die Verkäuferin: „Ich eß’ gern gutes Brot.“ Das geschieht im Herbst 1971, und die erste von sieben Kapitelüberschriften dieses Films heißt: Goldener Boden.

Das letzte Kapitel endet im Frühjahr 1975 auf dem Bahnhof von Hersbruck. Werner, die Ausbildung zum Gesellen, zwei Liebesgeschichten und Erfahrungen in der Großstadt hinter sich, wird in Hersbruck bleiben und der Bäckersfamilie Baum helfen, ihre privaten und beruflichen Schwierigkeiten zu überwinden. Das letzte Kapitel heißt lakonisch: Das Brot backt der Bäcker.

An diesem Punkt, nach 117 Filmminuten, ist längst klar, wie wenig selbstverständlich eine solche Feststellung in Wirklichkeit ist. Das Brot backt nicht der Bäcker, das Brot backen Maschinen, die Semmelstraßen und so ähnlich heißen, die so teuer sind, daß immer neue Expansionen und Investitionen notwendig werden, bis schließlich das Kleingewerbe kapituliert. Eines Nachts demoliert Meister Baum, der früher sein Brot selber gebacken hat, betrunken die Brotabteilung des Supermarkts: ein anachronistischer Maschinenstürmer, längst von der Entwicklung auf dem „freien“ Markt überholt.

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Aus Handwerkern sind Handlanger geworden, die Formel vom „goldenen Boden“ reicht kaum noch für Verbandstagungen der Bäckerinnung. Ganz sicher wollte der 1946 in Zürich geborene Münchner Filmemacher Erwin Keusch in seinem ersten Spielfilm „Das Brot des Bäckers“ keineswegs nur eine elegische Hommage an das kränkelnde Kleingewerbe schaffen. Am Schluß steht denn auch kein Nachruf, sondern die Hoffnung auf neue Produktionsformen. Vielleicht kommt eine Genossenschaft zustande. Man fängt an, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, ergibt sich nur für einen Moment in Resignation.

„Das Brot des Bäckers“ ist keiner jener bis zur Leblosigkeit ideologisch ausgetüftelten Filme aus der neueren Berliner Arbeiterfilm-Schule. Als liebevolles, genau beobachtetes Porträt einer Kleinstadt und ihrer Jugend erinnert er oft an Peter Bogdanovichs „Die letzte Vorstellung – The Last Picture Show“, in seiner epischen Ruhe manchmal auch an Filme von Wim Wenders, was nicht zuletzt mit der Musik der Gruppe „Condor“ zu tun hat, die unter ihrem früheren Namen „Improved Sound Limited“ in Wenders’ „Im Lauf der Zeit“ zu hören war. Aber während das Kino von Wenders schon immer sehr spröde war, bereichert Erwin Keusch den Entwicklungsprozeß des Lehrlings Werner Wild mit Momenten einer sanften Komik, worauf nicht zuletzt Kapitelüberschriften wie „Brot und Liebe“ und „Gärzeiten“ hinweisen.

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Dabei geht der leise Humor des Films nie auf Kosten der Figuren, sondern entsteht häufig aus der Gegenüberstellung traditioneller Handwerker-Mentalität und industrieller Über- und Ausschuß-Produktion: so in der Sequenz, in der Werner und die beiden Bäckersöhne die schlechten Drei-Pfennig-Brötchen des Supermarkts aufkaufen und mit schlechtem Gewissen im eigenen Laden verkaufen.

Mädchengeschichten mit der karrierebewußten Margot, die es in die große Stadt zieht, und mit der stillen Gisela, die unter ihrer Liebe leiden muß; Kinobesuche und Picknicks im Grünen; Arbeiten in der Backstube, manchmal verdrossen, manchmal hysterisch-heiter bis zur Tortenschlacht. Nichts Aufregendes, viele kleine Gesten und Blicke, Leben zwischen Volksfest und Bäckerausflug. Keusch begegnet seinen Figuren mit viel Zuneigung, läßt ihnen genug Raum, sich zu verwirklichen und zu entwickeln: jenseits der Karikaturen deutscher Provinzfilme von Ulrich Schamonis „Alle Jahre wieder“ bis zu Peter Fleischmanns „Das Unheil“. Einfache, klare Einstellungen ohne kunstgewerbliche Ambitionen – das Kino eines jungen Cineasten, der sich selber als Handwerker versteht. Dazu Schauspieler, die ihren Beruf ernst genug nehmen, um sich nicht in aufwendige Schauspielerei zu flüchten. Bernd Tauber, der Darsteller des Lehrlings Werner, den wir schon in der Fernsehserie „Block 7“ gesehen hatten, besitzt den Charme der Ernsthaftigkeit. (Hans C. Blumenberg)

Und an Auszeichnungen für den  Film hat es – verständlicherweise – nicht gefehlt:

– Prädikat der Filmbewertungsstelle „Besonders wertvoll“.

– Filmband in Silber, verbunden mit einer Prämie von 300 000 DM.

– Darstellerpreis, Filmband in Gold für B. Tauber, verbunden mit einem Nachwuchsstipendium von 10 000 DM.

– Der große Herold an Erwin Keusch, Preis der Fachzeitschrift ‚Backjournal‘.

– Ernst Lubitsch-Preis 1978 an Erwin Keusch „für die überzeugende Verbindung zeitkritischer Schilderung mit komödiantischen Elementen“.

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Erwin Keusch erhält 1978 den Ernst Lubitsch-Preis

Besetzung:
Gerhard Acktun (Rudi)
Günter Lamprecht (Bäcker Baum)
Anita Lochner (Margot)
Maria Lucca (Frau Baum)
Krystian Martinek (Georg)
Ronald Nitschke (Peter)
Silvia Reize (Gisela)
Manfred Seipold (Kurt)
Bernd Tauber (Werner Wild)
+
Alexander Allerson – Mara Hetzel – Franz Mosthav – Robert Naegele – Bruno W. Pantel – Michael Gahr – Horst A. Reichel

Regie: Erwin Keusch
Drehbuch: Erwin Keusch und Karl Saurer
Produktion; Artus-Film
Musik: Condor (Improved Sound Limited)
Kamera: Dietrich Lohmann
Schnitt: Lilo Krüger

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Der Film ist auf mehrfache Weise weiterhin sehr aktuell:

Da geht es zum einen um die Vernichtung von angestammten Handwerksbetrieben, da geht es zum anderen um die Frage, wie Lebensmittel eigentlich hergestellt werden … ein abendfüllendes Theme.

Und natürlich geht es auch um Fragen der privaten wie beruflichen Lebensplanung … (ach ja, all die Irrungen und Wirrungen in der Liebe … ) – Fragen, die uns wohl alle irgendwann mal mehr oder weniger beschäftigt haben …

Von daher steht dieser Film stellvertretend für uns alle.

Und wenn jetzt eine Flut von Vorschaubildern folgt, kann man durchaus die Auffassung vertreten, ich sei niht mehr ganz dicht im Kopf … vermutlich würde ich dem auch nicht widersprechen ..

Aber getreu dem Motto „Die Freiheit nehm´ ich mir“ ist diese Bilderflut auch Ausdruck meiner Begeisterung für diesen Film.

Erwin Keusch hat mich mit seiner Bildersprache, die ich mal „‚Ästhetik des Alltags“ nennen möchte,  zu nachhaltig geprägt, als dass ich jetzt auf all die Bilder verzichten möchte.

Und natürlich kann bei diesem Film mehrfach einen ganz gewaltigen Appetit auf leckeres Brot bekommen !

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Das Zimmer des Lehrling

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Der erste Arbeitstag beginnt …

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In der Bäckerei Baum zählt die Gemeinschaft

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Die Frau des Bäckers

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Eine Bäckerei muss finanziert werden

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Supermärkte machen sich breit

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Gemeinsam geht man auch auf das Volksfest

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So ein Volksfest kann auch dazu dienen, sic Gedanken über die wirtschaftliche Zukunft zu machen

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Gleich klingelt der Wecker

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Raus aus den Federn …

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Draußen ist es noch stockfinster

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Rauchen am Arbeitsplatz … hm

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Immer freundlich sein im Verkauf … 

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Die Söhne des Bäckers haben auch andere Interesssen

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Nach dem Fußball spielen

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Eine Geburtstagstorte ist auszuliefern

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Da freuen sich die Mädels …

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Im Supermarkt/Discounter purzeln die Preise für Semmeln

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Noch ist dennoch die Stimmung bei den Jungen gut

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Aber dann wird man doch nachdenklich

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Man plant einen Urlaubstrip

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Beim Tanzen kommt so manches Paar sich näher

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Margot erklärt, dass sie eigentlich schon anderweitig verbandelt ist

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Er findet vorübergehenden Trost bei Gisela, der Verkäuferin

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Aber die spürt am nächsten Morgen, dass er keine so tiefe Gefühle hat wie sie

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Klar, die Kerls spielen Fußball

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Abends dann im Kino … dieHarmonie ist weg … 

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Er hat Sehnsucht nach Marion

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Gisela fühlt sich alleingelassen

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Ein Männchen mit geballter Faust

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Er erklärt ihr, dass es aus ist

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Da findet er einen Brief auf dem Bett …

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… werde ich schon tot sein …

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Die Frau des Bäckers kommt dazu und rettet … 

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Mit Marion jedoch kommt weitere Nähe auf

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Dennoch geht im der Suizidversuch von Gisela sehr nahe

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Der Bäcker grinst, als ein spermaverschmiertes Taschentuch in seinem Lieferwagen findet

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Die Mutter von Marion erklärt ihr, dass er auch etwas mit Gisela hatte

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Fortan lässt sie sich von der Mutter verleugnen

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Das Weihnachtsgeschäft beginnt … 

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… und Gisela ist wieder aus der Klinik

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Eheliche Gespräche vor dem Schlafen

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Der Bäcker als Lebensberater

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Man informiert sich über neue „Backstraßen“ um konkurrenzfähig zu bleiben

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Derweil geht´s in der Bäckerei ein wenig lustig zu

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Der Bäcker ist von den Finanzgebaren seiner Bank angewidert

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Der Bäcker kämpft um die Finanzierung moderner Gerätschaften für seine Bäckerei

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Man studiert all die Prospekte

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Der Kredit ist bewilligt

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Man schmiedet Umbaupläne

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Ein neues Einkaufszentrum hat eröffnet

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Marion lockt … 

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Die neue Backstraße ist da

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Die Produktion kann gesteigert werden … 

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Die Frau des Bäckers macht sich dennoch sorgen: Wer soll das alles kaufen ?

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Liebe in der freien Natur

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Marion fühlt sich sehr geborgen

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Die finanzielle Situation wird immer schwieriger

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Ein Sohn hinterfragt die finanziellen Risiken des Kredits

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Dem Gesellen wird der Stress zu viel … er schmeißt das Handtuch

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Auch dem Bäcker wird alles zuviel

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Das Ende der Lehrzeit naht … 

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Die Gesellenprüfung

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Der Geselle ist stolz

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Bei der Gesellenfeier wird über die eigene Zukunft diskutiert

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Derweil schaut der Bäcker mit seiner Frau Fernsehen

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Marion und der frisch gebackene Geselle sind nun endgültig ein Paar

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Der neue Arbeitgeber des Werner Wild

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Der neue Arbeitsplatz

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Nachdenkliche Gespärche

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Der Bäcker ist nun ein Ein-Mann-Betrieb

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Freude kommt da nicht auf

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Der Bäcker beobachet …

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… das neue Einkaufszentrum

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Werner Wild trifft den alten Arbeitskollegen … der macht inzwischen Hamburger und es geht ihm gut

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Der Bäcker streift durch die Kleinstadt

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Der Bäcker betrachtet die Schaufenster des neuen Einkaufszentrum … 

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… und bricht in das Einkaufszentrum ein und begutachtet all die günstigeren Konkurrenzprodukte

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Dann schreitet er zur Tat und beginnt alles zu demolieren

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Die Nachbaren werden dadurch wach und rufen die Polizei

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Auf der Polizeistation

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Werner Wild wird über den Vorfall informiert

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Sofort fährt man los … den Vater und ehemaligen Lehrherren zu besuchen

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Die Familie trifft sich und sucht Lösungen

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„Die werden alle mit dem Finger auf uns zeigen“

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Ein Sohn will eine Genossenschaft ohne Chef gründen

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Der Vertreter der Bäckerei-Innung will helfen

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Die Jugend diskutiert alternative Betriebsmodelle

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Der Bäcker kehrt heim

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Gisela lauscht ungläubig den marxistischen Erklärungsversuchen eines Sohnes des Bäckers (klar, der studiert gerade)

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Werner Wild erklärt seiner Freundin, dass er erstmal im alten Betrieb aushelfen will

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Diese reagiert ziemlich empört

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Die Lage scheint aussichtslos

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Irgendwann muss Werner Wild wieder zurück in die neue Stat … der zweite Abschied … 

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Doch der Zug fährt ohne ihn ab … Werner Wild bleibt … 

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4 Gedanken zu “Erwin Keusch – Das Brot des Bäckers – Ein Film von Brot und Liebe (1976)

  1. Ein ganz grandioser Film, der mich seinerzeit auch ziemlich beschäftigt hat. Er fällt eben genau in die Zeit des ersten grossen Tanteemmaladensterbens.
    Andererseits ist das Dilemma der Familienbetriebler gut dargestellt.
    Man fühlt sich als Geschäftsleute als Unternehmer und kapiert nicht, dass man nicht von einem Chef abhängig ist sondern von der Kundschaft.
    Und obendrein diejenigen ehemalige Selbstständigen, die bereits übergelaufeen sind in die Institutionen. Hier in die Bäckergenossenschaft. Die fallen dann den noch Selbstständigen in den Rücken mit wirren Wachstumsprognosen, windigen Krediten für sinnlose Investitionen.

    Die Filmmusik von (Condor) Improved Sound Limited hört sich wie eine blutleere Kopie der Musik zu „Im Lauf der Zeit“ von Wim Wenders an. Dessen Film wurde im Jahr zuvor produziert.

    Abgesehen von der Filmmusik halte ich „Das Brot des Bäckers“ für ein sehenswertes Zeitdokument, dem man an manchen Details durchaus einen historischen Quellencharakter zuschreiben kann.

  2. Ein sehr schöner Film mit sehr schöner Musik … Jetzt, da ich die vielen Bilder sehe, fällt mir aber auch wieder ein, was mich damals gestört hat: Der Film folgt der damaligen Mode, das Ende der Geschichte offen zu lassen, und als Zuschauer saß man dann im Kinosessel und fragte sich: „Ja, und jetzt …?“ Regisseure und Redakteure pflegten auf entsprechende Fragen dann irgendetwas von „Denkanstöße geben“ zu erzählen, die andere damalige Modekrankheit.

    • Es war halt eine theorie- und bewusstseinsblidende Zeit in den 1970er Jahren. Fördergelder für Drehbücher wurden teilweise auch unter diesen Gesichtspunkten vergeben. Insofern hatten die offenen Enden sicherlich verschiedene Gründe.
      Man musste sich als Filmseher aber nicht darauf einlassen. In diesem Fall bedeutet das, dass der Werner Wild letztendlich den Zug wegfahren lässt und in Hersbrick bleibt. Was er dann tut oder wielange er bleiben wird, ist doch ohnehin reine Spekulation des jeweiligen Betrachters.
      Insofern war die gedankliche Weiterentwicklung für mich nie ein Thema.

    • Hm .. da siehste mal, wie unterschiedlich man so einen Film empfinden kann:

      Ich fand gerade das offene Ende sehr spannend (all die Filme mit „Happy End“) kannte ich damals ja schon zur Genüge … nur … hat das „Happy End“ wirklich immer was mit dem Leben zu tun ?

      Und ja … am Ende dieses Films habe ich mich neulich schon gefragt, wie es wohl weitergegangen ist:

      In meiner Version haben sie diese „alternative Bäckerei-Genossenschaft“ versucht und sind daran kläglich gescheitert …

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