Willy Astor – Ths Sound Of Islands Vol. III (2003)

FrontCover1Eigentlich ist er ja mehr als Wortakrobat bekannt und nicht umsonst wird er immer wieder auch im Zusammenhang mit Karl Valentin genannt:

Wilhelm Gottfried „Willy“ Astor (* 6. September 1961 in München) ist ein deutscher Kabarettist, Musiker und Komponist.

Astor wuchs im Münchner Stadtteil Hasenbergl auf und besuchte dort die Grund- und Hauptschule. Nach seinem Schulabschluss 1976 absolvierte er eine Werkzeugmacherlehre bei BMW und danach eine Ausbildung zum Maschinenbautechniker, die er 1985 abschloss.

Im Alter von 14 Jahren begann er mit dem Akkordeonspiel, ab 1979 erlernte er das Gitarrespiel in einem Volkshochschulkurs, später vermehrt autodidaktisch, u. a. mit Notenliteratur wie dem „Folkpicking for Fingerstyle-Guitar“ von Sigi Schwab.[1] Seit etwa 1983 schrieb Astor erste Songs und Prosatexte, die in der Münchner Kleinkunstszene auf der Bühne Musikalisches Unterholz (MUH), in der Liederbühne Robinson, im Kunstkeller Neuhausen usw. aufgeführt wurden.

Nach der Berufsausbildung beschloss Astor, seine kabarettistische Tätigkeit hauptberuflich zu betreiben. Die Programme „Lieder, Nonsens, Instrumentals“, „Oamoi neidabt glangt“ und „Merci Mausi“ fanden beim Publikum jedoch kaum Beachtung. So verdiente sich Astor seinen Lebensunterhalt als Gitarrendozent an der Münchner Volkshochschule und am Freien Musikzentrum.

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Der junge Willy Astor

Bekannt wurde Astor ab den frühen 1990er Jahren vor allem durch seine wortspielerischen Kabarett-Nummern, bei denen er gleich oder ähnlich klingende Wörter in an sich sachfremde Texte verpackt. So erzählt etwa Radkäppchen und der böse Golf das Märchen vom Rotkäppchen, verwendet aber im Text etliche Automobil-Bestandteile und -Marken. Ähnliches findet sich im Rauchermärchen mit Zigarettenmarken oder in den mehrteiligen Stücken „Länderspiele“ mit Ländern und Städten. Die Wortspielereien finden sich auch in der Musik Astors. Vielfach versieht er bekannte Lieder mit neuen Texten, zum Beispiel wird The House of the Rising Sun der Animals bei Astor zum See-Haus in the Freising sun, das dann natürlich aufgrund seiner guten Lage eine Bello Immobilie darstellt (frei nach Gianna Nannini: Bello e impossibile).

Astor wurde bekannter mit ersten Radio- und Fernsehauftritten in Bayern und seine Autorentätigkeit für den Radiosender Antenne Bayern, der von 1990 bis 1999 auch Astors Comedy-Sendung Die Feuchtgrubers ausstrahlte. Das bayerische Fernsehen sendete 1993 erstmals eine Stunde aus Astors aktuellem Programm, 1996 folgte die erfolgreiche Serie Die Willy Astor-Show unter anderem mit Günter Grünwald.

1998 komponierte Astor zusammen mit Stephan Lehmann, den er aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Antenne Bayern kennt, die aktuelle Hymne des FC Bayern München, Stern des Südens.

Mit seinen Wortspielereien war er beiBayern 3 mit dem wöchentlichen Comedy-Beitrag Willys Wortstudio in Anlehnung an Das aktuelle Sportstudio vertreten und ab 1999 häufig Gast bei 7 Tage, 7 Köpfe. Daneben trat er 2009 mit einem Vollprogramm am Arosa Humor-Festival auf.

Astor gibt seit Mitte der 1990er-Jahre zahlreiche Konzerte – mit seinen selbstkomponierten, vorwiegend für Gitarre geschriebenen Instrumentaltiteln füllt er mittlerweile fünf Alben. Mit dem Album Leuchtende Tage schlägt er in Liedermacher-Tradition eine nachdenklichere, kritischere Richtung ein. Er spannt damit einen weiten Bogen vom lustigen, spaßigen Kabarettisten bis zum „philosophierenden“ Musiker.

1994 wurde ihm der oberschwäbische Kleinkunstpreis Ravensburger Kupferle verliehen.

2013 nahm Willy Astor zusammen mit dem Projekt Cpt. Nepomuk’s Friendly Heart Choir Club für die Hochwasseropfer aus Bayern den Song Weida mitanand auf. (Quelle: wikipedia)

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Seine ganz „andere Saite“ sind dann eben diese Instrumental-Aufnahmen, die als „The Sound Of Islands“ mittlerweile hochbeliebt sind.

Eigentlich ist Willy Astor, der Musiker aus dem Münchner Stadtteil Hasenbergl, eher bekannt als Komödiant, Querdenker mit Valentin-Qualitäten und Kabarettist. Aber Astor ist nicht nur ein Meister der deutschen Worte, sondern auch der Gitarre. Obwohl er erst mit 16 Jahren mit dem Spielen begann, gehört dem sinnlichen Instrument seine ganze Liebe: „Gitarrenmusik ist meine Droge: Das macht mich naturbreit.“

Seit den beiden Astor-Alben The Sound Of Islands I und II weiß der Fan, dass der Willy auch ganz anders kann, als nur süffisante Worte schwingen. Sanft und relaxt zupft er das Instrument beim Bossa „Passarinho“, träumerisch und lyrisch geht es mit Urwaldimpressionen in „Elephants Mind“ weiter, ein gekonnter Abstecher in Bluegrass-Gefilde vermittelt die „Fat Smiling Honeybee“, während „Way To Kandy“ Erinnerungen an indisches Sitar-Feeling aufsteigen lässt (auch wenn Kandy auf Sri Lanka liegt). Bei „The Day I Found My 12 Lost Socks“ — erinnert stark an Chet Atkins — beweist Astor als Solist, dass er sein hervorragendes Begleitensemble eigentlich gar nicht brauchen würde. Und in der Güteklasse geht es weiter: ein bisschen Tangoanklänge in „Sous Le Ciel De Paris“, ein Hauch von Flamenco bei „Que Suerte!“, mexikanisch-kubanisch beeinflusst klingt die Bitte „No Mas Calor, Por Favor“ und nach zehn hörenswerten Titeln klingt das Album aus im „Schlaflied für deine Katze“.

Astor+Freunde

Andreas Keller – Ludwig Leininger – Matt Checker – Willy Astor – Enrique Ugarte

Fazit: eine Instrumental-CD, für die man sich Zeit nehmen sollte, denn dann kann sich die ungemein relaxte Stimmung der kleinen und feinen Astor-Songs so richtig entwickeln. (Julia Edenhofer)

Und weil diese Aufnahmen so verdammt gut und stimmig sind, verzeih ich dem Willy Astor ausnahmsweise, dass er Bayern München Fan ist und zudem auch noch diese blöde Bayern Hymne „Der Stern des Südens“ komponiert hat.

Booklet01A

Besetzung:
Willy Astor (guitar)
Reinhold Hoffmann (oboe, saxophone, flute)
Kiko Pedrozzo (harp, chawamba)
Tom Riepl (guitar)
+
Matt Checker (guitar bei 07.)
Andreas Keller (percussion)
Ludwig Leininger (bass bei 03.)
Machmany Tananda (sitar bei 04.)
Enrique Ugarte (accordeon bei 06.)

Booklet02A

Titel:
01. Passarinho (Astor/Riepl) 5.12
02. Elephants Mind (Astor) 7.32
03. Fat Smiling Honeybee (Astor) 2.32
04. Way To Kandy (Astor) 4.27
05. The Day I Found My 12 Lost Socks (Solo) (Astor) 2.25
06. Sous le ciel de Paris (Astor) 6.03
07. Ique Suerte! (Astor) 5.08
08. Ino Mas Calor, Por Favor! (Astor) 3.29
09. Rainy Rainy Day (Astor) 3.29
10. Good Morning Amsterdam (Astor/Riepl) 3.58
11. Schlaflied Für Deine Katze (Astor/Riepl) 1.49

CD1

 

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Diese Präsentation widme ich allen, die gerade in Sorge um ihre Angehörigen sind.
Denn: Musik wie diese, kann ein wenig heilend wirken.

 

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