VA – Electric Underground (1969)

FrontCover1.jpgHier ein weiterer Sampler aus jenen wilden Jahren, die viele von uns ganz schön geprägt haben … und dieser ist ganz besonders reizvoll und interessant, weil er voll mit obskurem Zeug ist.

Das lag wohl vor allem daran, dass das Liberty Label wohl meinte, nicht genügend internationale Acts zuhaben und so entsann man sich auf eine damals sehr beliebte Methode.

Man ließ einfach unbekannte Coverbands internationale Hits nachspielen.

Den Anfang machte dabei die Gruppe „The Sunset Music Corporation“ mit ihrer Fassung von „Born To Be Wild“ (Kategorie: dürftig).

Es folgen dann aus der Kategorie so la la „Whole Lotta Love“ („Widow) und „The House Of The Rising Sun“ („Talk, da hatte wohl der Les Humphries sein Pfoten drin).

Den Don Adams (02.Mai 1942 – 24. Juni 1995) gab´s in echt ; er war ein schottischer Jazz, Blues und Soul-Sänger, der hier in Deutschland Wurzeln schlug, vermutlich weil er als Mitglied des deutschen „Hais“ Ensembles ein wenig erfolgreich war.

Naja, und gleich ein paar Klassen besser waren dann „Motherood“ mit ihrer „Cream“ Version von „I feel Free“ … kein Wunder, der „Motherhood“ war ein Zwischenschrit von Klaus Doldinger, bevor er dann mit „Passport“ endgültig abhob.

Motherhood.jpg

Motherhood

Und wenn man die Besetzungsliste der damaligen Motherhood liest, da kann es einem nur warm um Herz werden:

Klaus Doldinger (saxophones, clarinet, keyboars) – Paul Vincent (guitar) – Lothar Meid (bass) – Udo Lindenberg (drums, vocals).

Die Spencer Davis Group war damals hingegen bereits im Sinkflut (sie lösten sich 1969) auf, aber immerhin können sie mit einem gewissem Stolz darauf verweisen, dass ihr „Don’t Want You No More“ kurze Zeit später dann von der Allman Brother Band gecovert wurde und diese Version ist dann doch deutlich besser als das Original.

Auch die Petards  gab´s wirklich (ich weiß beim besten Willen nicht, warum ich die bisher hier so sträflich vernachlässigt habe). Mit „Pretty Liza“ hatten sie einen ihren größten Erfolge. Sie kamen übrigens aus dem nordhessischem Willingshausen bei Schwalmstadt.

Und der Underground zieht dann endlich mit Kim Fowley ein. Und auch die The Easybeats, hatten damals ihren Zenit längst +übershritten, aber die waren schon mal ne dufte Band.

Also, jede Menge rares Zeug hier präsentiert, und das nicht mal für nen Appel und Ei … Also: Soundforscher aufgepasst !

So können wir dann zu guter Letzt auch Damnation Of Adam Blessing, eine arg unbekannte Band aus Ohio hören.

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Titel:
01. The Sunset Music Corporation: Born To Be Wild (Bonfire) 2.44
02. Widow: Whole Lotta Love (Page/Plant/Jones) 3.57
03. Don Adams: Degeneration (Waldron) 2.47
04. Talk: The House Of The Rising Sun (Traditional/Menke/Lennon/Humphries) 3.27
05. The Motherhood: I Feel Free (Bruce) 4.02
06. Damnation Of Adam Blessing: Last Train To Clarksville (Boyce/Hart) 3.00
07. The Spencer Davis Group: Looking Back (Davis/Sawyer) 3.44
08. The Petards: Pretty Liza (K.Ebert/E.Ebert) 2.34
09. Kim Fowley: Bubble Gum (Fowley/Cerf) 2.27
10. The Spencer Davis Group: Don’t Want You No More (Davis/Hardin) 3.08
11. The Motherhood: Back In The Grass (Nero) 2.35
12. The Easybeats: I Can’t Stand It (Williams/McPherson) 2.55

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Petards.jpg

Und auch diese Präsentation war nur möglich durch die tatkräftige Untersützung des werten Herrn Ärmel. Dafür ein herzliches Dankeschön !

Ein Gedanke zu “VA – Electric Underground (1969)

  1. Ja, die Petards wären wirklich eine eigene Präsentation wert. In meinen Ohren irgendwo zwischen hochklassigem Beat und verheißungsvollem Proto-Krautrock angesiedelt, hätten sie eine größere Karriere wirklich verdient gehabt.

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