Th. Väth – Die kleine Fundgrube für jedermann – für´s ganze Leben (1950)

Titel.jpgHeutzutage gibt es fragmutti.de…. Damals gab es Broschüren wie diese:

Die Idee, einen praktischen Ratgeber für den Alltag im Haushalt zu verfassen geht ja eigentlich auf Günter Heymann zurück:

Anfang der dreißiger Jahre des 20.Jahrhunderts siedelte sich Günter Heymann in Friesack (Landkreis Havelland im Land Brandenburg) an. Er entwickelte hier einen Verlag für Ratgeberhefte, von denen einige Titel sehr hohe Auflagen erreichten – insbesondere die „1000 fache Fundgrube“, welche letztlich wohl über 2 Millionen Mal gedruckt wurde.

Anhand der Ausgaben seiner Broschüren kann davon ausgegangen werden, dass er bis 1941 seinen Verlag in Friesack betrieb. Vermutlich kriegsbedingt kam es dann zu einer Unterbrechung bis 1950, dem Jahr, in dem der Günter Heymann Verlag in Uelzen/Verßen wieder auftaucht, wo letztlich mit weiteren 200.000 Exemplare der „1000 fachen Fundgrube“ die 2 Millionen-Stück-Grenze erzielt wird.

Damit scheint die verlegerische Tätigkeit von Günter Heymann auch ihr Ende gefunden zu haben.

Und in dem Günter Heymann Verlag erschienen in den 30er Jahren dann Titel wie diese:

Verlagstitel.jpg

Meine Frau Gemahlin lachte auf jeden Fall mehrfach herzlich auf, ob all der drolligen Tipps.

Nahezu alle Broschüren von Heymann enthalten den Hinweis:

„Nachdrucke bzw. Nachahmungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt“.

Trotzdem gibt es eine Reihe von zeitgenössischen Broschüren, die Ihre „Verwandschaft“ zu Heymanns Heften nicht leugnen können.
Möglicherweise kooperierte aber Heymann auch mit anderen Verlagen um so weiteren Mehrwert aus seinen Broschüren zu ziehen. (Quelle: quitzow-kurier.de)

Bei der mir vorliegenden Broschüre handelt es sich also um einen mehr oder weniger legalen Nachdruck einer Heymann´schen Broschüre:

Th. Väth aus Miltenberg (liegt südöstlich von Darmstadt) gab die Broschüre „Die kleine Fundgrube“ heraus. Ein Großteil seiner 500 Ratschläge ist identisch mit den Ratschlägen aus „Über 300 Hausfrauenwinke“, wenn auch sprachlich jeweils leicht gewandelt.

Ein Beispiel:

Die kleine Fundgrube:

239. Ameisen vertreiben: Durch Ausstreuen von Zucker, der mit Petroleum angefeuchtet wurde, werden sie vertrieben.

Über 300 Hausfrauenwinke

190. Ameisen-Vertreibung: Ameisen werden vertrieben durch Ausstreuen von Zucker, der mit Petroleum vermischt ist…. (Quelle: quitzow-kurier.de)

Soweit zur Geschichte dieser Broschüre (mir liegt die erweitere Version dieser Broschüre – 50 Seiten – vor), die heutzutage eine amüsante Erinnerung an jene Tage ist.

Meine Frau Gemahling lachte jedenfalls mehrfach herzlich auf, als sie durch diese Broschüre (50 Seiten) blätterte.

Und von daher lege ich diesem Broschüre jedem ans Herz, der sich ein sonntägliches Amüsement gönnen möchte.

Vorwort.jpg

Das Vorwort einer früheren Ausgabe

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Leserbriefe (zitiert im Vorwort)

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Beispiel11

Heymann

Der eigentliche Vater dieser Broschüre: Günter Heymann

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