Torsten Goods – Irish Heart (2006)

FrontCover1Auch so eine interessante Biographie und kennengelernt habe ich den Torsten Goods neulich bei einem Konzert mit Pete York.

Torsten Goods (* 25. Oktober 1980 in Düsseldorf als Torsten Gutknecht) ist ein deutscher Jazz-Gitarrist, -Sänger und -Komponist.

Goods, Sohn einer irischen Mutter und eines deutschen Vaters, begann seine musikalische Karriere im Alter von 14 in Erlangen. Zu seinen größten Vorbildern gehören George Benson, Biréli Lagrène, Wes Montgomery, Django Reinhardt, Stevie Wonder, Kenny Loggins und Freddie Mercury, die ihn musikalisch vorwiegend beeinflusst haben.

1998 kam Goods im Alter von 17 zum Jazz: inspiriert wurde er vom Gitarristen Peter O’Mara. Erste Workshops folgten im Sommer 1999 und 2000 mit Jim Hall und John Scofield in New York City, USA. Im Jahr 2000 wurde er Mitglied im von Peter Herbolzheimer geleiteten Bundesjazzorchester.

Von 2001 bis 2003 erhielt er ein Stipendium, das ihm das Studium der Jazzgitarre an der New School University, New York City bei Vic Juris und Jack Wilkins ermöglichte. Während seines USA-Aufenthaltes spielte er mit Reverend Run (Run DMC), Seleno Clarke, einem guten Freund von George Benson, der Goods und Benson miteinander bekannt machte, sowie Les Paul, der ihm letztendlich den Künstlernamen Goods gab. Jamsessions mit Mike Stern, Biréli Lagrène und Jack Wilkins gehörten zu seinem New Yorker Alltag.

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2005 war Goods einer der zehn weltweiten Semifinalisten in der „Thelonious Monk Jazz Guitar Competition“, zu der er als einziger Europäer nach Washington, D.C. eingeladen wurde.

Sein Debütalbum Manhattan Walls spielte Goods noch vor seinem Abitur ein: Tony Lakatos, Davide Petrocca, Guido May, Dejan Terzic, und Rick Keller unterstützten ihn 2001 bei den Aufnahmen zu „Manhattan Walls“ (Jardis). Seine zweite CD Steppin war 2004 für die vierteljährliche Bestenliste zum Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. 2006 produzierte Goods sein erstes Album für ACT: Irish Heart, eine Hommage an die (nordirische) Heimat seiner Mutter, über das der Evening Standard schrieb „Goods (…) has breakthrough talent galore. Inspired by George Benson, he sings winningly and plays the guitar superbly.“

Goods trat unter anderem 2007 auf den Leverkusener Jazztagen und 2008 auf der Jazzwoche Burghausen auf. Er ist auch auf Aufnahmen von Helen Schneider, Pete York und von Andi Kissenbeck zu hören. (Quelle: wikipedia)

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Der junge Erlanger Torsten Goods legt nach seinem Album „Steppin'“, das eine Nominierung für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ erhalten hat, ein weiteres musikalisches Glanzstück vor. Exzellent eingespielte und umarrangierte Klassiker treffen hier auf irische Traditionals und Eigenkompositionen des Künstlers. Letztere empfinde ich als ganz besonders gelungen. Mit den Traditionals knüpft der Halbire Torsten Goods gekonnt an seine irischen Wurzeln. Die Coverversionen sind ebenfalls sehr gelungen, wenngleich auf dem Album zu zahlreich (!!!) vorhanden, was der Jazzpolizei überhaupt nicht gefallen dürfte, zumal das Ganze wie in ein steifes Korsett gepresst wirkt, was aber andererseits wohl auch der Sinn eines Konzeptalbums wie „Irish Heart“ sein dürfte (vgl. Viktoria Tolstoys „My Swedish Heart“). Stimmlich singt und skattet sich Torsten Goods mit seiner angenehm warmen Stimme gekonnt durch alle Höhen und Tiefen. Da muss sich Till Brönner wohl warm anziehen. Sein Spiel ist exzellent, die Harmonie zwischen den Musikern hört man ebenfalls heraus.

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Stilistisch hat sich Goods von seinen afroamerikanischen Vorbildern wie George Benson mit diesem Album jedoch entfernt, was aber positiv zu bewerten ist, da er mit diesem Album zeigt, wie vielseitig er ist. Wer Pop-Jazz zugeneigt ist, der wird Torsten Goods mögen. Mit Kristiina Tuomi der neue Senkrechtstarter im deutschen Jazz-Olymp. Einzige Mankos: die bereits oben erwähnte strenge Repertoireauswahl mit hohem Cover-Anteil, was wohl der neuen Plattenfirma, bei der Goods nun unter Vertrag ist, zu verdanken ist, und eventuell das wenig gelungene Coverphoto, auf dem der sonst fröhliche und offene Torsten Goods gar sehr düster dreinschaut. Aber das ist Geschmackssache. (rimbold)

So isses … ändert aber nix an  interessanten Interpretationen aus der Heimat seiner Mutter.

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Besetzung:
Torsten Goods (guitar, vocals)
Christoph Huber (drums)
Marco Kühnl (bass)‘
Jan Miserre (keyboards)
+
Max Grosch (violin, viola bei 02.)
Henning Sieverts (cello bei 02.)
Julian Wasserfuhr (flugelhorn bei 03.)
+
The Jürgen Neudert Big Band (bei 04., 06. + 10.)

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Titel:
01. Sweet North (Goods) 4.43
02. No Religion (Morrison) 5.21
03. Have I Told You Lately That I Love You? (Morrison) 5.29
04. Moondance (Morrison) 4.24
05. She Moved Through The Fair (Traditional) 4.23
06. The End Of The Line (Goods) 3.58
07. Carrickfergus (Traditional) 7.05
08. What Makes The Irish Heart Beat (Morrison) 4.18
09. Riverdance (Whelan) 6.43
10. I’m Gonna Go Out Fishing (Goods) 2.56
11. The Londonderry Air ( traditional) 4.29

CD1

*
**

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Torsten Goods, 2019

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