Spider Murphy Gang – Der große Kinofilm (1983)

FrontCover1Dass man damals der Spider Murphy Gang einen eigenen Spielfilm spendiert hat, ist ein weiterer Beleg, welche Popularität sie damals zumindest in unseren südlichen Breitengraden hatte.

Die Spider Murphy Gang ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1983 rund um die gleichnamige Münchner Pop-/Rockband. Produziert wurde der Film von Michael

Die Spider Murphy Gang, das sind die vier Bayern Günther Sigl, Michael Busse, Franz Trojan und Barney Murphy, die als Bandmusiker durchstarten wollen. Sie haben keine Lust mehr, in Clubs, in denen hauptsächlich Amerikaner verkehren, irgendwelche x-beliebigen US-Poptitel zu covern. Vielmehr wollen sie ihre eigene Musik machen: bayerische Mundarttexte in Popgewand, eine Art bajuwarischen Rock ’n’ Roll, den man aber auch nördlich des Weißwurstäquators zu goutieren versteht. Doch mit ihrer originellen Idee beißen die vier rasch auf Granit, keiner glaubt daran, dass man mit „Bavarian Rock“, zumal in dialekteingefärbtem Deutsch, irgendeinen Raum füllen kann. Bald geht den Musikern das Geld aus, zumal Günther, der einzige unter ihnen, der bislang in Lohn und Brot stand, seinen Job als Bankkaufmann hingeschmissen hat. Um das Unglück perfekt zu machen, geht auch noch seine Freundin stiften.

Jetzt heißt es für die ebenso leidenschaftlichen wie begeisterungsfähigen Musiker: Alles auf eine Karte setzen. In einer heruntergekommenen Pinte in München-Haidhausen sollen sie ihre Chance bekommen – als Lückenbüßer für einen ausgefallenen Gig. Die vier Jungs kommen bei den Gästen an, und Kneipenwirt Joschko, ein ausgemachtes Schlitzohr, wittert seine Chance auf das große Geld. Erst muss er aber die neue Combo finanziell auf die Beine stellen, um mit ihnen eine Platte aufzunehmen. Die Scheibe wird jedoch ein totaler Ladenhüter, und die sich anbahnende Musikerkarriere bleibt gleich zu Beginn im Ansatz stecken. Doch die „Spiders“ lassen sich nicht unterkriegen und mieten kurzerhand den Circus Krone an, wo bereits einst, im Juni 1966, die Beatles einen großen Erfolg erzielt hatten. Und tatsächlich wird dieser Auftritt ihr Durchbruch.

Hüllentext

Die Spider Murphy Gang wurde überwiegend in München gedreht und am 6. Oktober 1983 uraufgeführt.

Regisseur Georg Kostya hatte sich einen Namen als Moderator einer Rocksendung im Bayerischen Rundfunk gemacht. Die Filmbauten entwarf Norbert Scherer.

Der von Senta Bergers und Michael Verhoevens Münchner Produktionsfirma Sentana hergestellte Film lief außerhalb Bayerns nahezu überall in Deutschland sehr schlecht.

Günther, Michael, Barny und Franz, echtes Münchner G’wachs aus der Vorstadt, tingeln jedes Wochenende durch die Provinz, doch die Gagen sind mager und die Musik nicht die ihre. Sie wollen echten Rock ’n‘ Roll machen, und das zu bayerischen Texten – und sie wollen München, d.h. zunächst Schwabing, erobern. Einer ihrer verzweifelten Versuche führt sie in eine der heruntergekommenen Musikkneipen in Schwabing. Joschko, der chaotische Wirt, lässt sie aufspielen, weil seine Haus-Band in letzter Minute abgesagt hat.

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DVD Version

Schon bei ihrem ersten Konzert ist das Publikum wie elektrisiert. Joschko, der einen Riecher für Musik gepaart mit Erfolg hat, nimmt sie unter Exklusivvertrag und macht sich selbst zum Manager, ohne den „nix mehr geht“. Der Verkauf der ersten Platte läuft nur sehr zögerlich an, eine in der Leopoldstraße, zwei in der Herzogstraße. Aber Joschko lässt es sich nicht verdrießen und steuert gleich das nächste, das ganz große Ziel an, ein Konzert im Circus Krone. Und als die ersten Songs im Radio abgespielt werden, ist das Tor zur Karriere weit offen. (ard.de)

„Ein heiterer Rückblick auf den Aufstieg einer Münchener Rockgruppe, die im Gefolge der ‚Neuen Deutschen Welle‘ in den frühen 80er Jahren Erfolge feierte. Ohne große Ambitionen inszeniert, aber dank ironischer Zwischentöne recht unterhaltsam.“ (Lexikon des Internationalen Films)

„‚Die Spider Murphy Gang‘, die Karriere-Story der valentinesken vier, profihaft dargestellt von ihnen selbst, geschrieben und gedreht von ihrem ‚Paten‘, dem Münchner TV- und Theatermann Georg Kostya. Das erstaunlich flink-flockige Debüt-Werk, satt mit Hinterhof-Milieu und Schwabing-Slapstick, zielt dabei ganz leger über den Comedy-Anlaß hinaus. Auch Kleinkunst, nicht nur große Oper, sollte gefördert werden, sagt der Pate im Film, ein schlitzohriger Kneipenwirt (Hans Brenner); der ist Rollstuhlfahrer wie Regisseur Kostya selbst, und ganz unsentimental wird er in die ‚Gang‘ und ihre Geschichten integriert – im richtigen Leben ficht Kostya auch für die Rechte der ‚Rollis‘.“ (Der Spiegel, Nr. 41 vom 10. Oktober 1983)

Und ja .. .bei den Spiders bin ich gnadenlos subjektiv … habe ich sie doch schon in diesen kleine Clubs gesehen … als sie noch keine Sau kannte.

Und der Auftritt der Band am Ende dieses Films im Circus Krone ist nun wirklich Klasse !

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Besetzung:
Michael Busse (keyboards)
Barney Murphy (guitar)
Günther Sigl (bass, vocals)
Franz Trojan (drums)
+
Hans Brenner (Joschko)
Anni Bröhl (Rosi)
Alfred Edel (Adi)
Thekla Mayhoff (Uschi)
Hanns Meilhamer (Helmut)
Ilse Pagé: Dr. Ilona Weiß

Regie: Georg Kostya
Drehbuch: Georg Kostya, Paul S. Born, Michael Verhoeven und die Spider Murphy Gang

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Barney Murphy lernt die Rosi kennen …

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Der Sparkassen-Leiter ist mit der Konzentration seines Angestellten Günther Sigl nicht zufrieden

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Und die Freundin vom Günther macht sich Sorgen

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Der Barny hingegen pflegt das Leben eines Rock N Rollers

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Auch wenn er sich gelegentlich im Arbeitsamt beraten lässt …

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Michael Busse hingegen studiert …

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Und der Günther sucht Kontakt zur Musikindustrie

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Und hier wird geprobt …

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Der türkische Nachbar hingegen will schlafen …

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Der Gorilla in einem Schickeria Club lässt die Spiders nicht rein …

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Und nun will man einen Gig beim Joschko … in seiner Kneipe

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Eine Dame vom Kulturreferat kommt wegen einem finanziellem Zuschuss für die Kneipe

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Die Spiders dürfen vorspielen …

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Und die Rosi hat sich inzwischen einen gut betuchtem Typ angelacht …

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Die ersten Fans kommen …

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Der Joschko bietet sich als Manager an …

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Und der Günther komponiert und komponiert …

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Dem Chef reicht es …

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Gib eine Beschriftung ein

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Eine Traumsequenz …

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Und haben sie die Möglichkeit in einem Kühlraum zu üben

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Die Konzerte werden immer besser besucht …

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Unter den Besuchern sind auch verkrache Existenzen und Philosophen …

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Der Joschko lässt nichts anbrennen …

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Auf dem Weg zum Kulturreferat …

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Man wagt den Gang ins Studio

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Die erste Single ist gepresst

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Das Wohnhaus mit dem Übungsraum der Spiders wird abgerissen

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Michael Busse verliebt sich

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Die Rosi im den der Peep Show

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Ein Manager, dem´s wohl nur um Kohle geht

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Er kann´s nicht fassen, die Single ist in den Charts

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Und nun winkt der Circus Krone

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Der Joschko flirtet mit der Dame vom Kulturreferat

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Und der Michael Busse schmachtet seine Rosmarie an

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Die Bühne und der Circus Krone kochen …

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Und der Michael Busse kann auch rocken …

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Und nachdem der Bandbus wieder einmal den Geist aufgibt …

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feiert man nach der Show  … in der Straßenbahn …

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Die anderen Fahrgäste staunen ein wenig …

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Alle haben ihre Freundinnen dabei, nur der Chauvi Franz Trojan bleibt allein …

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2 Gedanken zu “Spider Murphy Gang – Der große Kinofilm (1983)

  1. Vielen herzlichen Dank dafür, das nenne ich mal wieder „grosses Kino“, neben den schauspielerischen Leistungen (nicht zuletzt auch der Bandmitglieder selber) hat mir besonders der Auftritt im Circus Krone gefallen, die dargebotene Musik sowie das damalige Münchenbild dürfte nicht nur bei mir so manche Erinnerung wecken….

  2. Ich kenne nur wenige Titel der SMG. Und den Film kenne ich überhaupt nicht. Wahrscheinlich ist er aber alleine schon wegen Hans Brenner und Alfred Edel sehenswert… Schönen Dank für diesen Hinweis

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