Paul Kuhn und das SFB-Tanzorchester – Big Band Berlin (1971)

FrontCover (mit Sticker)1Das ist schon ein Highlight in der Geschichte deutscher Big Band Musik: Paul Kuhn und das SFB-Tanzorchester !:

Die SFB Big Band war eine deutsche Bigband des Sender Freies Berlin (SFB), die von Paul Kuhn geleitet wurde und von 1968 bis 1980 bestand.

Kuhn übernahm 1968 die Leitung des Tanzorchesters des Senders Freies Berlin, das von 1954 bis 1960 unter Leitung von William Greihs stand,  1960 bis 1962 unter der Leitung von Roland Kovac und dann von Jerry van Rooyen gestanden hatte. Es gab in Berlin nach dem Krieg auch einen Vorläufer im Radio Berlin Tanzorchester, das 1950 aufgelöst wurde. Für die Bigband verpflichtete Kuhn internationale Solisten und war über die Grenzen Deutschlands hinaus erfolgreich. Paul Kuhn und die SFB-Big Band bestritten einen großen Teil des musikalischen Unterhaltungsprogramms im SFB-Hörfunk und -Fernsehen; außerdem trat die Bigband bei zahllosen SFB-Gastspielen im In- und Ausland auf. In der Band spielten namhafte Jazzmusiker wie Benny Bailey, Kurt Bong, Bobby Burgess, Eugen Cicero, Roman Dyląg, Rolf Ericson, Remy Filipovitch, Herb Geller, Slide Hampton, Joe Harris, Heinz von Hermann, Carmell Jones, Torolf Mølgaard, Walter Norris, André Paquinet, Milo Pavlović, Åke Persson, Al Porcino, Hans Rettenbacher, Rolf Römer, Ron Simmonds, Ronnie Stephenson und Leo Wright. Die Bigband war mit Kuhn an zahlreichen Produktionen mit internationalen Musikern wie Ray Brown, Ray Charles oder Quincy Jones beteiligt und veröffentlichte auch eine Reihe von Alben, wie Tanz mit Paul Kuhn oder Pauls Pianoparty.[4] 1976 trat der Schauspieler Jerry Lewis im Casino von Montreux in einer Bühnenshow mit der SFB Big Band auf.[5] Im Dezember 1980 löste der SFB die Bigband aus finanziellen Gründen auf (Quelle: wikipedia)

SFBTanzOrchester

Jazzfans, Radiohörer und TV-Zuschauer, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, werden sich gut erinnern: die SFB-Bigband unter ihrem Leiter Paul Kuhn zählte zu den besten Swing-Ensembles in Deutschland. Dieter Finnern, der damalige Unterhaltungschef des Sender Freies Berlin, holte Paul Kuhn im Jahr 1968 nach Berlin um aus der Bigband des Senders, die eh schon von einer internationalen Edelbesetzung mit Solisten wie Leo Wright, Carmell Jones, Ake Persson, Slide Hampton, Eugen Cicero u.a. profitierte, die beste des Landes zu machen. „Paulchen“ Kuhn, ehemals als Schlagersänger und „Mann am Klavier“ bekannt, der vom Bier auf Hawaii geträumt hatte, konnte erstmals wirklich zeigen, was musikalisch in ihm steckte.

Paul Kuhn02

Dabei behilflich war ihm auch die richtungsweisende SFB-Fernsehshow „Paul‘s Party“, bei der eine innovative, lässig-jazzige Partyatmosphäre geschaffen wurde: In einer bequemen Sofa-Landschaft begrüßte Kuhn prominente Gäste zur gemeinsamen Begutachtung der vorab im SFB-Sendesaal aufgezeichneten Musikshow. Die Fernsehpreis-gekrönte Sendung wurde ein voller Erfolg und brachte Jazz und Swing in die Fernsehstuben weit über das Berliner Sendegebiet hinaus. Auch auf Schallplatte wurden die Aufnahmen Erfolge.

Die LP „Big Band Berlin“  zeichnet ein vielschichtiges Bild des Orchesters von groovendem Jazz über Swing bis hin zu Beat. Paul Kuhns Leidenschaft für amerikanische Bandleader ist seinen Eigenkompositionen „Rush Hour“ und „Strippin‘“ anzuhören, aber auch Standards wie „Caravan“ und „My One And Only Love“ erklingen in Top-Versionen. (jazzecho.de)

Und ja … der Paul Kuhn uns das SFB Tanzorchester schafften es neben dem Ellington Klassiker „Caravan“ auch das Popliedchen „Mademoiselle Ninette“ (von den Equals) zu verjazzen und dann folgt gleich der Herbie Mann  Klassiker „Memphis Underground“, damals gamnz aktuell und ebenflls ein Meilenstein der Jazzgeschichte.

Bravo ! Bravo ! Bravo ! (und natürlich vergesse ich nicht, dass es auch noch einen Peter Herbolzheimer gegeben hat)

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Besetzung:
SFB-Tanzorchester unter der Leitung von Paul Kuhn

Eugen Cicero (piano)
Milo Pavlovic (trumpet)
Åke Persson (trombone)
Leo Wright (saxophone)

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Titel:
01. Saturday Night (Styne/Cahn)
02. Bye Bye Blues (Lown/Gray/Bennett/Hamm) 2.29
03. Caravan (Ellington7Mills/Tizol) 3.14
04. Schwarze Augen (Traditional) 3.07
05. My One And Only Love (Wood/Mellin) 4.06
06. Big Mama Cass (Sebesky) 3.04
07. Mademoiselle Ninette (Hildebrandt/Winhauer) 2.31
08. Memphis Underground (Mann) 4.30
09. Alone Together (Schwartz) 4.12
10. Strippin (Kuhn) 1.43
11. The Windmills Of Your Mind (Bergman/Legrand) 3.22
12. Rush Hour (Kuhn) 3.16

LabelB1

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Paul Kuhn03

Paul Kuhn (* 12. März 1928 in Wiesbaden; † 23. September 2013 in Bad Wildungen)

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