Otto Bredl & Jiggs Whigham – Posaune in Gold (1969)

FrontCover1Und jetzt leg´ ich mal ne ganz flotte Scheibe auf, denn die fängt gleich mit „Ob-la-di, Ob-la-da“ an !

Aber dann folgen auch noch jede Menge romantisch-stimmungsvolle Klänge …

… Klänge für die Otto Bredl und Jiggs Whigham verantwortlich waren:

Otto Bredl (* 29. November 1928 in München; † Juli 1985 in Köln) war ein deutscher Jazz- und Unterhaltungsmusiker. Laut Jürgen Wölfer gilt er als „der brillanteste deutsche Posaunist der Nachkriegszeit.“

Bredl, der zunächst Fagott lernte, studierte an der Musikakademie München. Nach 1945 spielte er Posaune in den Clubs der US-Armee und gehörte bald zum Orchester von Joe Wick. Zwischen 1949 und 1956 gehörte er zum Orchester von Kurt Edelhagen, mit dem er für das Radio in Nürnberg und in Baden-Baden aktiv war. 1956 gehörte er auch zu den German All Stars Dann wechselte er zum SWF-Tanzorchester, das 1957 unter Eddie Sauter gebildet wurde, in dem er bis 1958 blieb. Danach kehrte er wieder als Satzführer zu Edelhagen (nun in Köln) zurück. Nach dem Tod von Edelhagen arbeitete er als Studiomusiker bei James Last, Triumvirat und Herbert Grönemeyer (Zwo). Er ist auf Schallplatten nicht nur mit Edelhagen und Sauter zu hören, sondern auch mit Carl Drewo, Francis Coppieters, Peter Herbolzheimer, Caterina Valente, Jiggs Whigham, Ernst Mosch, Sarah Vaughan, der Kenny Clarke/Francy Boland Big Band und der WDR Big Band Köln. (wikipedia)

Otto Bredl01

Otto Bredl – scheint ein ziemlich schräger Vogel gewesen zu ein …

Und dann noch dieser großartige Jiggs Whigham:

Jiggs Whigham (* 20. August 1943 in Cleveland, Ohio; bürgerlicher Name Oliver Haydn Whigham III) ist ein Posaunist, Bandleader und Hochschullehrer. Sein Posaunenspiel ist von einem großen, warmen Ton und biegsamer Phrasierungskunst gekennzeichnet. Zudem ist er „einer der erfahrensten Orchesterleiter der europäischen Szene und – als Pionier in Deutschland – eine Institution in Sachen Jazz-Ausbildung an Hochschulen.“

Whigham hatte vom siebten Lebensjahr an Klavier- und Harmonielehre-Unterricht am Cleveland Institute of Music. Mit elf Jahren begann er Posaune zu spielen; er wurde bereits in seiner Schulzeit für Konzerte und sogar Aufnahmen engagiert. Schon mit 17 Jahren war er erster Soloposaunist des Glenn Miller Orchestras unter Ray McKinley, zwei Jahre später bei Stan Kenton. Daneben absolvierte er ein Kompositionsstudium in Cleveland.

Nach einjährigen Engagements in New Yorker Studios und Broadway Musicals kam er 1965 nach Deutschland als Solist zum Jazz-Orchester von Kurt Edelhagen beim WDR in Köln. Den ersten Preis erhielt er 1966 beim ersten Wettbewerb für Modern Jazz in Wien. Seit den 1970er Jahren spielte er bei Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass. 1971 veröffentlichte er ein erstes Album unter eigenem Namen, Values mit George Gruntz, J.A. Rettenbacher und Tony Inzalaco. Sein zweites Album Hope mit Niels-Henning Ørsted Pedersen, Rob Franken, Ferdinand Povel und Grady Tate entstand 1976. 1989 nahm er mit Gastmusikern wie Bud Shank, George Cables, John Clayton und Jeff Hamilton das Album The Jiggs Up auf. Von 1971 bis 1981 arbeitete er regelmäßig mit The George Gruntz Concert Jazz Band.

Jiggs Whigham01

Jiggs Whigham

1979 wurde er Professor und Leiter der Jazz-Abteilung der Hochschule für Musik in Köln. Ende der 1970er-Jahre bildete Jiggs Whigham zusammen mit den Posaunisten Bill Watrous, Albert Mangelsdorff und Kai Winding die Gruppe Trombone Summit, mit der er 1980 für das deutsche Label MPS eine Plattenaufnahme machte. 1982 arbeitete er mit der WDR Big Band und nahm das Album The Third Stone auf, mit Arrangements von Bill Holman. Zwischen 1988 und 1992 ging er mit einer mit Bud Shank geleiteten Band (The Jiggs Up, 1989) mehrfach auf Tournee. Von 1995 bis Herbst 2006 war Jiggs Whigham Professor und Leiter der Abteilung für Popularmusik an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und deren Ausgründung Jazz-Institut Berlin. Auch leitete er von 1995 bis 2000 die RIAS Big Band Berlin. Derzeit leitet Whigham die BBC Big Band in London, das Landesjugendjazzorchester Brandenburg (LaJJazzo) und – gemeinsam mit Niels Klein – das Bundesjazzorchester.

Aufgrund seiner Erfahrung als Pädagoge, Instrumentalist, Bandleader und Arrangeur veröffentlichte Jiggs Whigham zahlreiche Bücher und Notenausgaben, darunter Jazz Trombone – Concepts, Ideas and Exercises (London 2006, deutsch als Jazz-Posaune – Konzepte, Spieltechniken, Übungen, Mainz 2007, Schott), Basic Steps – Warm-up, Phrasierung und Stilistik für Bläser (Mainz 2011, zusammen mit Renold Quade und Bernhard G. Hofmann), Suite für Posaune und Klavier (Mainz 2011) und Hills für Alt- oder Tenorsaxophon (Trompete in B) und Klavier (Mainz 2012). (wikipedia)

Bredl+Whigham

Otto Bredl + Jiggs Whigham

Hier präsentieren sich die beiden als versierte Unterhaltungsmusiker … wobei man erneut feststellen darf, dass ganz viele dieser „Unterhaltungsmusiker“ ihr Hnwerk eigentlich im Jazz gelernt haben. Aber damit verdiente man halt kaum Geld … und irgendwann hat der Max Greger mal gesagt … dass nur Jazzmusiker diese Unterhaltungsmusik so souverän zelebrieren könnten. Vermutlich hat er recht.

AlternativeFrontCover

Alternative Frontcover aus Brasilien und Kanada

Und arrangiert wurde dieses Album von Werner Twardy, einem ebenfalls aus dem Jazz stammenden Komponisten … der auf eine beeindruckende musikalische Biographie in den Bereichen Schlager und Unterhaltungsmusik zurück blicken konnte.

Werner Twardy

Werner Twardy

Und dann noch der Hans Bertram mit seinem Orchester …

Hans BertramHans Bertram, Pseudonym Axel Weingarten (* 3. April 1915 in Köln; † 27. Januar 1991 ebenda) war ein deutscher Musiker, Musikproduzent und Schlagerkomponist.

Er war einer der erfolgreichsten deutschen Schallplattenproduzenten der Nachkriegszeit und hat maßgeblich zu den Karrieren von Roy Black, Chris Roberts und Bernd Spier beigetragen.

Darüber hinaus war er für viele Tophits und Millionenseller mitverantwortlich. (wikipedia)

Und damit hätten ir alle zusammen, die an diesem Album mitgewirkt haben.

Und weil ich den Klang einer Posaune so liebe, ist mir selbst dieses Album auf einer gewissen Weise sympathisch.

BackCover1

Besetzung:
Otto Bredl (trombone)
Jiggs Whigham (trombone)
+
Orchester Hans Bertram

AlternativesCover+Label

1974 wurde dieses Album dann nochmals veröffentlicht und zwar unter dem selten dämlichen Titel „Polydor Gold“

Titel:
01. Ob-la-di, Ob-la-da (Lennon/McCartney) 3.15
02. Help Yourself (Donida/Fishman) 2.52
03. You Are Woman (Merill/Styne) 3.00
04. True Love (Porter) 2.51
05. Ich denk an dich (Lilibert/Arland) 3.00
06. Du hast mich heut‘ noch nicht geküsst (Hertha/Arland) 2.30
07. Goody-Goddy (Mercer/Malneck) 2.43
08. Spiel mir eine alte Melodie (Berlin) 2.48
09. Boom Bang – A – Bang (Moorhouse/Marsh) 2.26
10. C’est Magnifique (Porter) 2.51
11. Warum müssen Jahre vergehen (Boulanger/Kennedy) 3.37
12. Lovely Lady (Lilibert/Twardy) 2.44

LabelB1

*
**

MC HüllentextA

MC

Ein Gedanke zu “Otto Bredl & Jiggs Whigham – Posaune in Gold (1969)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s