Staatskapelle Dresden – Rosen aus dem Süden (1972)

FrontCover1Und natürlich schätzte man auch in der DDR den Johann Strauß (Sohn)

Johann Strauss (Sohn) wurde am 25. Oktober 1825 in St. Ulrich geboren und starb am 3. Juni 1899 in Wien. Den Beinamen «Sohn» trägt Johann Baptist Strauss, der als der «Walzerkönig» internationale Bekanntschaft erreichte, zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Vater. Wesentlich zu diesem Beinamen hat der 1867 komponierte Walzer «An der schönen blauen Donau» beigetragen, der als inoffizielle Hymne Österreichs gilt.

Um sich an dem Vater für die jahrelange Untreue zu rächen ermöglichte die Mutter dem jungen Johann Strauss gegen den Willen des Vaters ein Musikstudium. Der nämlich hatte für seine Söhne eine Beamtenlaufbahn im Auge, da er die Konkurrenz in der eigenen Familie fürchtete.

Schon der erste Auftritt im Casino Dommayer, ein Wiener Konzertcafé, wurde für den Sohn Johann ein Riesenerfolg. Er unternahm Konzertreisen in viele Länder und schaffte mit 24 Jahren, nach dem Tod des Vaters, die Zusammenlegung der beiden Orchester, sodass mehrere Strauss-Orchester in Wien spielen konnten.

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1848 sympathisierte Strauss mit den Aufständischen der Deutschen Revolution und komponierte den «Freiheitslieder-Walzer» und den «Revolutionsmarsch». Das führte dazu, dass einige seiner Kompositionen verboten wurden und er, trotz seiner Popularität, in Ungnade am königlich-kaiserlichen Hof fiel. 1863 wurde er zum K. und K. (das steht für «Kaiserlich und königlich») Hofball-Musikdirektor ernannt.

Fortan komponierte er Tanzmusik für die von ihm geleiteten Hofbälle. In dieser Zeit entstand auch der «Donauwalzer». 1864 traf er Jacques Offenbach, der ihn mit der Operette bekannt machte. Strauss nannte diese immer «Komische Oper». 1871 führte er seine erste «Komische Oper», „Indigo und die 40 Räuber» in Wien auf. 1874 wurde seine wohl bekannteste Operette «Die Fledermaus» im Theater an der Wien uraufgeführt. Das Werk wurde 1894 in das Repertoire der heutigen Wiener Staatsoper aufgenommen und ist die einzige Operette, die bis heute dort gespielt wird. 1885 feierte seine Operette «Der Zigeunerbaron» Premiere.

Briefmarke

Im Laufe seines Lebens heiratete er dreimal, alle Ehen blieben kinderlos. Am 3. Juni 1899 starb Strauss in Wien an einer Lungenentzündung. Sein Grab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof. Insgesamt hinterlässt Strauss unzählige Werke, darunter viele Operetten und Walzer, wobei der bekannteste und international am öftesten gespielte «An der schönen blauen Donau» ist. Jedes Jahr lauscht ein Millionenpublikum den Klängen dieses Walzers während des Neujahrskonzertes.

Sein Schaffen umfasst etwa zwanzig Operetten, 500 Walzer, Polkas und Märsche sowie ein Ballett und eine Oper.

Lauter schneidige Kerle:
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Im Rahmen der Obrasso Concerts werden Werke, des des Komponisten Johann Strauss (Sohn), regelmässig im KKL Luzern, der Tonhalle Zürich und dem Casino Bern aufgeführt. Insbesondere das Wiener Opernball Orchester widmet sich der Strauss-Literatur und präsentiert die an den beiden Konzerten „Galakonzert zum Neujahr“ und „Wiener Sommergala“. (obrassoconcerts.ch)

Todesanzeige

Über den Dirigenten dieser Aufnahmen, Carl von Garaguly ist in deutschen Landen wenig bekannt:

Carl von Garaguly (28. Dezember 1900 – 18. Oktober 1984), auch bekannt als Carl Garaguly, war ein ungarischer Geiger und Dirigent, der einen Großteil seines Berufslebens in Skandinavien verbrachte. Er wurde in Budapest geboren und arbeitete viele Jahre in Göteborg und Stockholm, Schweden, sowohl als Geiger als auch als Dirigent.

Garaguly war ein Wunderkind, das bereits im Alter von 6 Jahren öffentlich auftrat, nachdem er von seinem Vater den ersten Geigenunterricht erhalten hatte. Im Alter von 10 Jahren unternahm er bereits Konzertreisen.

Er studierte 1907-08 Violine bei Jenő Hubay an der Ungarischen Staatsakademie und von 1914-16 bei Henri Marteau an der Berliner Hochschule für Musik und war Mitglied der Marteau-Gesellschaft. Mit 17 Jahren wurde er stellvertretender Leiter des Berliner Philharmonischen Orchesters. Während des Kriegsdienstes unternahm er Konzertreisen für das Rote Kreuz und unterrichtete eine Zeit lang am Konservatorium von Arad in Siebenbürgen.

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Garaguly zog 1923 nach Schweden und war von diesem Jahr an bis 1930 Leiter des Göteborger Sinfonieorchesters sowie erste Geige des Göteborger Quartetts. 1930 begann Garaguly seine Zusammenarbeit mit der Stockholmer Konzertgesellschaft (dem heutigen Königlichen Philharmonischen Orchester Stockholm) als stellvertretender Leiter, in dem er auch Soli in Konzertwerken von Mozart, Wieniawski, Pergament, Berwald, Mendelssohn und Hubay spielte.  Er blieb stellvertretender Leiter, bis er von 1942 bis 1953 zum Chefdirigenten des Orchesters ernannt wurde. Nachdem er bei Clemens Krauss Dirigieren studiert hatte, gab er im März 1940 sein Debüt als Dirigent, nachdem er zuvor zwei Schulkonzerte geleitet hatte. Während seiner Amtszeit leitete er fast 300 Konzerte sowie 100 Schul- und Jugendkonzerte. Während des Besuchs des Orchesters 1952 in London dirigierte er zwei Konzerte. Die Ernennung Garagulys wurde nicht allgemein begrüßt, und einige kritisierten den Orchestervorstand dafür, dass er die Stelle nicht an Tor Mann vergeben hatte. Außerdem griff Kurt Atterberg Garagulys Ernennung an, weil er nicht in Schweden geboren war (obwohl er sein halbes Leben lang dort gelebt hatte und mit einer Schwedin verheiratet war) Sein Hauptinteresse galt der modernen Musik, aber er dirigierte auch die großen Klassiker. Seine Probenarbeit und Vorbereitung wurde sehr bewundert, und das Orchester wurde während seiner Amtszeit technisch zuverlässiger.[6] Sein letzter Auftritt als Dirigent des Orchesters war am 26. Oktober 1982.

1952 wurde Garaguly zum Musikdirektor von Harmonien (dem Philharmonischen Orchester Bergen) ernannt. Von 1959 bis 1972 war er Dirigent des Arnheimer Symphonieorchesters (auf Niederländisch Het Gelders Orkest (HGO) genannt) und von 1965 bis 1979 des Sønderjyllands Symfoniorkester in Dänemark, wobei er auch als Gastdirigent nach Stockholm zurückkehrte

Die Uraufführung der Sinfonie von Anne-Marie Ørbeck fand 1954 in Bergen statt. (wikipedia)

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Hier absolvierte er also ein Gastspiel bei der renommierten Staatskapelle Dresden:

Die Sächsische Staatskapelle Dresden zählt zu den führenden und traditionsreichsten Orchestern der Welt.

Herausragende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten haben die einstige Hof- und heutige Sächsische Staatskapelle seit ihrer Gründung geprägt. Sie wurde am 22. September 1548 im Auftrag des Kurfürsten Moritz von Sachsen von Johann Walter gegründet und gilt als einziges noch existierendes Orchester, das über mehr als viereinhalb Jahrhunderte hinweg musiziert hat und zugleich – wie zeitgenössische Berichte belegen – stets zu den führenden Klangkörpern der verschiedenen Epochen gehörte. Gegenwärtig verfügt sie über 150 Planstellen. Die ständige Wirkungsstätte der Sächsischen Staatskapelle Dresden ist die Sächsische Staatsoper (Semperoper) in Dresden, in der sie pro Spielzeit etwa 250 Opern- und Ballett- sowie rund 50 sinfonische und kammermusikalischen Konzerte spielt. Ihre Adventskonzerte in der Dresdner Frauenkirche und Silvesterkonzerte in der Semperoper werden jährlich vom ZDF übertragen.

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Seit 2008 ist die Sächsische Staatskapelle Dresden das Patenorchester des Meetingpoint Music Messiaen in der deutsch-polnischen Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec, seit 2010 Mitträger der mit ihr gemeinsam ins Leben gerufenen Schostakowitsch Tage Gohrisch (Sächsische Schweiz), die als einziges Festival weltweit alljährlich dem Schaffen des russischen Komponisten gewidmet sind, und seit 2013 ist die Staatskapelle das Orchester der Osterfestspiele Salzburg, deren Künstlerische Leitung in den Händen ihres Chefdirigenten Christian Thielemann liegt.

Konzerttourneen führen die Sächsische Staatskapelle alljährlich zu international renommierten Musikfestivals und in die wesentlichen Konzertsäle.

Ihre umfangreiche Diskografie reicht bis in das Jahr 1923 zurück. Heute werden zahlreiche Opern- und Konzertaufführungen der Sächsischen Staatskapelle live gesendet und für DVD aufgezeichnet. Als bislang einziges Orchester empfing die Sächsische Staatskapelle 2007 in Brüssel den Preis der Europäischen Kulturstiftung für die Bewahrung des musikalischen Weltkulturerbes. (wikipedia)

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Hier also ein buner Strauß von Strauß-Melodien und neulich als ich diese Schallplatte an einem schwülen Sommerabend erstmalig hörte, ja neulich da haben mir all diese beschwingten und fidelen Melodien so richtig gut gefallen … da habe ich aber gestaunt !

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Besetzung:
Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Carl von Garaguly

Alternatives Frontcover:
AlternativesFrontCover

Titel:
01. Rosen aus dem Süden 8.17
02. Ägyptischer Marsch 3.46
03. Tritsch-Tratsch-Polka 2.35
04. Morgenblätter 8.09
05. Perpetuum Mobile 2.39
08. Ouvertüre zu „Wiener Blut“ 7.05
09. Im Krapfenwald’l 3.51
10. Kaiserwalzer 9.38
11. Auf der Jagd 2.09

Musik: Johann Strauß (Sohn)

LabelB1

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