Willy Schneider – Wenn der Wein und der Rhein und die Liebe nicht wär´(1967)

FrontCover1Ja, ja … der Willy Schneider …

Willy Schneider (* 5. September 1905 in Köln; † 12. Januar 1989 ebenda) war ein deutscher Volks- und Schlagersänger. Zu seinen erfolgreichsten Liedern gehören Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein und Man müsste nochmal 20 sein.

Willy Schneider war der Sohn von Joseph und Bertha Schneider, geboren in Köln-Ehrenfeld. Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule ging er ab 1921 in der elterlichen Metzgerei in die Lehre. Als der Vater im Jahr 1927 starb, führte der Sohn den Metzgerei-Betrieb weiter. Ab 1928 besuchte er die Praktische Fleischer-Schule Köln, wo er am 28. Februar 1929 die Diplom-Prüfung zur Herstellung feiner Fleisch- und Wurstwaren mit Auszeichnung bestand.

Seine ersten Erfahrungen als Sänger machte er in einem Kirchenchor. Am 24. Januar 1930 fand er als Bassist unter 354 Bewerbern Aufnahme in den Kammerchor des Reichssenders Köln, dem er bis 1937 angehörte. Seine Stimmausbildung als Bariton erhielt er bei den Kölner Kantoren Hermann Fleischmann und Clemens Glettenberg. Er war regelmäßiger Gast in der Radiosendung Der frohe Samstagnachmittag aus Köln, der von Ende 1934 bis Ende 1939 fast ununterbrochen ausgestrahlt wurde. Hierdurch wurde er so bekannt, dass er 1935 seine erste Schallplatte mit dem Titel Schwalbenlied (Mutterl unterm Dach ist ein Nesterl gebaut) veröffentlichte, die mit 300.000 verkauften Tonträgern[1] zu einem großen kommerziellen Erfolg wurde. Es folgte die Single Das Grab auf der Heide (1935). Danach trat er auch als Sänger von Soldatenliedern hervor, wie Soldatenständchen, Tapfere kleine Soldatenfrau und Wovon kann der Landser denn schon träumen.

Köln, WDR Rundfunkstudio

Willy Schneider im WDR Rundfunkstudio, Februar 1954

Sowohl während des Krieges als auch mit zunehmendem Erfolg in der Nachkriegszeit sang Schneider Volkslieder und Schlager. Im Bereich der Operette entstanden viele Aufnahmen mit dem Dirigenten Franz Marszalek. Besonders erfolgreich war er auch mit eher nachdenklichen Karnevalsliedern. Im Jahre 1947 übernahm er anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums den von August Schnorrenberg (* 1896, † 1973) komponierten Titel Am Dom zo Kölle, zo Kölle am Rhing, am 18. November 1947 heiratete Schneider die aus Köln stammende Hanny Osslender (* 1915, † 1996). Noch Ende 1947 konnte er seine Rundfunkkarriere beim NWDR in Köln erfolgreich wiederaufnehmen. Seine große Popularität beruhte auch auf zahlreichen Fernsehauftritten, u. a. war er regelmäßig Gast in der HR-Sendung Zum Blauen Bock. Er erhielt den Beinamen Der Sänger von Rhein und Wein. Seine erfolgreichsten Schallplatten erschienen 1952 und 1953, nämlich Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein und Man müsste nochmal 20 sein. 1960 erhielt er als erster Sänger Deutschlands für 6 Millionen verkaufter „Lieder vom Rhein“ eine Goldene Schallplatte. Erst im Alter von 82 Jahren nahm er seinen letzten Titel Geschenkte Jahre (1988) auf, eine Hommage an seine Ehefrau.

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Insgesamt nahm er rund 800 Schallplatten auf, die mit ca. 18 Millionen Exemplaren weltweit verkauft wurden.

Willy Schneider trat auch in zahlreichen Kinofilmen auf, so in Zwischen gestern und morgen (Premiere am 11. Dezember 1947), Wenn abends die Heide träumt (19. Dezember 1952) oder Südliche Nächte (8. September 1953). Im Film Kirschen in Nachbars Garten (1956) ist er mit dem Lied Anka Marianka zu hören. (Quelle: wikipedia)

Hier also nun mal zum Einstieg in sein Schaffen eine Single aus dem Jahr 1967. Da kann man ihn theatralisch schmettern hören und oftmals kann ich mir so „alten Knaben“ durchaus auch mal was anfangen – hier ist es schon arg gewöhnungsbedürftig.

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mit Ehefrau Hanny

Besetzung:
Willy Schneider (vocals)
+
Pfalzchor (02.) und großem Orchester

SchneiderLindenberg

mit Udo Lindenberg

Titel:
01. Wenn der Wein und der Rhein und die Liebe nicht wär´ (Richartz/Hennies) 2.58
02. Sei mir gegrüßt, o du mein schönes Pfälzerland (Breuer/Erissen) 3.19

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Chiemgauer Akkordeonorchester – Chiemgauer Akkordeonorchester (1989)

FrontCover1Einerseits ist diese MC schon ein wenig drollig, andererseits weiß sie durchaus zu überraschen und mit bestimmten bayuwarischen Klischees aufzuräumen.

Fangen wir mal mit dem Ende des Chiemgauer Akkordenorchesters an:

„Meine Ära ist jetzt zu Ende“

Ulrich Membré legte nach 32 Jahren die Leitung des Chiemgauer Akkordeonorchesters nieder

Traunstein (awi). Rocco Granatas 50er-Jahre Evergreen „Marina“ gab mit seinem markanten Akkordeonsolo den Ausschlag für eine besondere musikalische Tätigkeit: „Papa, ich möchte gern Akkordeon lernen“, sagte der vierjährige Bub Ulrich Membré zu seinem Vater. Aus dem lernwilligen jungen Akkordeonspieler wurde ein Vollblutmusiker, den die regionalen Musikfreunde vor allem als Leiter des Chiemgauer Akkordeonorchester kennen. 32 Jahre leitete Membré das beliebte Orchester. Jetzt hat er die Leitung des Orchesters niedergelegt.

Es ist eine ganz eigene Geschichte, die den musikalischen Werdegang des Orchesters – und damit auch seines Leiters – prägte. Kein Verein, keine Musikschule, in der begabte Schüler spielen konnten, und auch keine öffentlichen Zuschüsse stehen hinter dem Erfolg der Künstler, in deren Repertoire Gospels und jazzige wie auch klassische Stücke sind. Laut Orchesterchronik wurde bereits 1975 ein Akkordeonorchester gegründet, das aber nach einigen Jahren wieder aufgelöst werden sollte. Das änderte sich, als Membré den Taktstock und die Organisation der Konzerte übernahm. Schon bald stellten sich landesweite und internationale Erfolge und Auftrittsmöglichkeiten ein.

Das Orchester habe sich stets durch eigenes Engagement der Mitglieder getragen, erklärte Membré. „Es war letztlich mein eigenes Orchester“, sagt er und ist stolz, viele junge Musiker über einen langen Zeitraum mitbegleitet und geführt zu haben. „Ich fühle mich schon ein bisschen als Steigbügelhalter für die Jugend und konnte so manches Kind musikalisch bis zur Studienreife bringen“, sagt er.

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Nach dem Ende der  »Chiemgauer Akkordeonorchesters«. gründete Ulrich Membré dann 2013 ein Ensemble das sich  »Amici Fisarmonica« nannte.

Der gebürtige Planegger, der nach der Schulzeit Geige und Klavier studierte, zog in den 70ern nach Vachendorf und arbeitete zunächst bei der Musikschule Traunwalchen, bevor er mehr als zwei Jahrzehnte Akkordeonlehrer in der Musikschule Inzell war. Im Deutschen Harmonikaverband wurde er zum ehrenamtlichen Bezirksvorsitzenden ernannt.

„Neben der Ausbildung und dem Fördern der Teamfähigkeit war mir soziales Engagementimmer wichtig. Die Einnahmen aus den Auftritten wurden fast ausschließlich wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt“, so Membré. Das Orchester hat mit seinen vielen Konzerten, die bis auf wenige internationale Einsätze in der Region stattfanden, stets soziale Projekte unterstützt und finanzielle Hilfen für Menschen in Notlagen im Landkreis „erspielt“.

Für den „Macher“ des Akkordeonorchester wichtig und zugleich mit einer schweren persönlichen Zeit verbunden war das Benefizkonzert für die Krebspatienten der Kreiskliniken Traunstein und Trostberg, das einen Reinerlös von 8000 Euro erbrachte. Auch Membrés Frau ist an Krebs verstorben. Das Orchester habe weitergemacht, ihn in der schweren Zeit „mitgetragen“.

Fast schon wehmütig klingt es, wenn er nach 32 Jahren Leitung des einzigen symphonischen Akkordeonorchesters im südostbayerischen Raum, das Originalsätze gespielt hat, kurz und knapp betont: „Meine Ära ist zu Ende und mein Orchester gibt es jetzt nicht mehr.“ Er hat seine Arbeit aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen beendet. Ein „weiter so wie bisher“ wird es beim Chiemgauer Akkordeonorchester nicht mehr geben, auch wenn Dr. Martin Schultheiß als Nachfolger zur Verfügung steht. „Aber die Gruppierung muss sich neu bilden“, betont Membré.

Die Verantwortung für das Orchester sei etwas Wertvolles in seinem Leben gewesen, habe aber auch viel Zeit und Kraft gekostet. Jede Woche wurde im Vachendorfer Pfarrheim geübt, dazu immer ein bis zwei Monate intensive Vorarbeit vor den Konzerten. Das Orchester habe vor jedem Konzert immer rund ein Jahr Vorbereitungs- und Übungszeit gebraucht – „und dann ist alles in zwei Stunden vorbei“. (Chiemgauer Heimatzeitung)

Das klingt alles schon ein wenig frustriert und auch verbittert … Dabei ist zumindest diese MusikCassette durchaus ambitioniert gewesen: Der musikalische Bogen spannt sich von einem Präfugium über ein West Side Story – Medley über den Radetzky Marsch bis hin zuRock Around The Clock … da kann man schon sagen: Respekt für diese musikalische Bandbreite ! Und von daher freue ich mich mal wieder, ein musikalisches Schmankerl der raren Art hier präsentieren zu können.

Und immerhin: 2013 trat Ulrich Membré wieder mal musikalisch in Erscheinung und zwar in einem Konzert im Café Tres, Traunstein/Obb. und bot dort wieder mal sehr abwechslungsreiche Musik: „Almwalzer, steirische Polka, sizilianische Walzer, Musettewalzer, Tangos, Rumba, Czardas, sogar Bluesmusik mit dem Gastmusiker Gerhard Mayer an der Bluesharp und einen »Boogie Chromatica« mit dem kleinen Max, einem Buben im Grundschulalter, stellten die Musikanten dem meist andächtig lauschendem Publikum vor.“ (Traunsteiner Tagblatt, 10.Mai 2013)

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Besetzung:
Chiemgauer Akkordeonorchester unter der Leitung von Ulrich Membré

 

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Ulrich Membré (3. v.l.) im Café Tres, Traunstein/Obb

Titel:
01. West Side Story (Medley) Bernstein) 10.10
02. Eine Nacht in Monte Carlo (Herold) 2.38
03. Valencia (Padilla) 2.22
04. Espana (unbekannt) 2.32
05. Präfugium (Bach) 5.00
06. La Danza (Rossini) 3.22
07. Radetzky Martsch (Strauß) 2.35
08. Alles Macht mit (unbekanntz) 3.58
09. Rock Around The Clock (Freedman) 2.41

MC1A

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Da kann es einer nicht lassen:

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Quelle: berchtesgadener-anzeiger.de

Vogelfrei – Stiefeljungs – Lieder 1984 – 1989 (1999)

FrontCover1Jetzt gibt´s was auf die Ohren … Anfangs dachte ich ja, hier handelt es sich um eine Art „rechte Rockmusik“ … und die hätte dann den Weg in diesen blog definitiv nicht gefunden. Aber nein, „Vogelfrei“ kommen aus einer anderen Ecke:

Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.
Zu der Zeit heißt die Band allerdings noch Parole Lärm und da sich keine feste Bandbesetzung finden lässt, bleiben Konzerte vorerst nur ein Traum. Als sich bis 1998 immer noch nichts an diesem Zustand ändert, gehen beide eben allein ins Studio, um dort die in der Zeit zwischen 1994 und 1998 entstandenen Lieder aufzunehmen.
Im Sommer 1999 stößt mit Krystian Furmanek endlich ein passender Bassist dazu und im selben Jahr erscheint das Debüt „Stiefeljungs Lieder 1994-1998“ über Asphalt Records. Aufgrund des Titels, der deutschen Texte und eines Druckfehlers auf der LP (dort steht „Lieder 1984-1998“) finden sich Vogelfrei schnell in einer letztendlich haltlosen Diskussion um rechtsradikale Hintergründe wieder, da sie ebenfalls dem Oi-Punk entstammen.

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Mit Thomas Richter holen sie sich einen zweiten Gitarristen in die Band und trauen sich endlich auch live auf die Bretter. Gleichzeitig arbeiten sie am zweiten Album „Mutmacher“, das Anfang 2002 erscheint und dem eine ganze Reihe an Konzerten folgt. Zwar verlassen Krystian und Thomas Vogelfrei bald wieder, doch Ricky und Steve arbeiten konsequent weiter.

Auf der EP „Irgendwohin“ ist Gitarrist Daniel Reinhardt mit dabei und nachdem Basser Dirk Sickert das Line-Up aufgestockt hat, legen sie 2004 „Zwischen Sehnsucht Und Rebellion“ in die Regale. Kurz nach der Veröffentlichung ist jedoch Schluss mit Vogelfrei, da Ricky mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und auch die vielen Besetzungswechsel wenig Spaß machen.

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Über drei Jahre liegt die Band auf Eis, doch im Frühjahr 2008 steht Ricky mit Drummer Carsten Müller zum ersten Mal im Proberaum. Wie nicht anders zu erwarten, klingen die Songs von Ricky immer noch zu 100 Prozent nach Vogelfrei. „Der Dämmerung Entgegen“ erscheint Mitte Mai 2011 über Street Justice Records und knüpft nahtlos an die Vorgänger-Scheiben an. (Quelle: laut.de)

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Hier also ihr Debütalbum mit den falschen Jahreszahlen … vielleicht typisch für so eine Punkproduktion.

Stilistisch bewegt sich die Band zwischen Punk und Oi (was das genau ist, habe ich noch nicht kapiert, ist mir aber auch nicht so wichtig).

Es ist Musik von zornigen jungen Männern … die mit vielem, wenn nicht gar mit allem unzufrieden sind:

Alles was ich nicht machen will
ist verschenkte Zeit für mich
Für die Freiheit braucht man Geld
Und das habe ich nicht

Nun ja, über diese Aussage könnte man trefflich streiten.
Diese Punk-Attitüden sind mir eher fremd (na ja, man wird halt älter) … aber seien wir mal ehrlich. Frühere Bands wie die MC5 oder Stooges traten schon auch mit ähnlichen Inhalten auf … wenngleich mir bei etlichen Texten die latent gewaltbereite Stimmung auf den Sack geht.

Und  … Ich frag mich grad mal wieder, was aus den Jungs gewworden ist … denn ihr Revival aus dem Jahr 2013 war nur von kurzer Dauer … leben sie nun auch angepasst oder was ?

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Besetzung:
Ricky Alex (guitar, vocals)
Alfons Horvinek (bass)
Stev Rabe (drums)

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Titel:
01. Intro 0.32
02. Parole Spass 2.05
03. Er hat gelernt zu kämpfen 2.58
04. Verschenkte Zeit 2.36
05. Bullenflut 3.08
06. Stiefeljungs 3.04
07. Partylied 2.35
08. Entäuschung 2.21
09. Dieses Leben 2.37
10. Immer zu dir stehen 2.33
11. Unrecht 2.59
12. Widerstand 2.54
13. Ich stehe auf 2.50

Musik und Texte: Ricky Alex

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Puhdys – 20 Jahre Puhdys (Jubiläumsalbum) (1989)

FrontCover1Vielleicht kam es bisher noch gar nicht so zum Ausdruck: Die Puhdys sind für mich eine der wichtigsten DDR-Bands, und das hat viele Gründe (die ich vielleicht später mal ausführlicher beleuchten werde).

Jedenfalls feierten sie just im Jahre 1989 ihr 20jähriges Jubiläum und zu diesem Anlass erschien dieses Doppelalbum, das es wirklich in sich hat, denn:Dieses Doppel-Album beinhaltet zum einen die Coverversionen mit denen die Puhdys ihre Karriere begannen (z.B. „Born To Be Wild“, „Lady In Black“ u.a.) und zum anderen Titel der Puhdys von anderen Künstlern gecovert (u.a. IC, Berluc, Amor & Die Kids, Helga Hahnemann) und seltene Single-Versionen, die auf LPs nie erschienen waren …

Fangen wir mal mit all diesen Cover-Versionen an …Irgendwie unglaublich mit welcher Souveränität sich die Puhdys an die ganz großen Klassiker der Rockmusik herangewagt haben … Und ihre Versionen sind wirklich fulminant (okay, beim „Summertime Blues“ hat man die Who im Ohr und da schneiden sie erkennbar schlechter ab).

Man könnte fast meinen, sie hätte meine Playlist der Klassiker geklaut … Nummer für Nummer musizieren sie, zelebrieren sie jene Musik jener Tage, als genau diese Musik in der DDR eher verpönt war (zumindest von offizieller Seite). Aber wir schrieben das Jahr 1989 und die Aufnahmen sind zwischen dem Januar und Mai 1989 entstanden und fast könnte man den Eindruck haben … dass genau diese Aufnahmen den Herrschenden zeigen sollten, dass ihre Zeit bald vorbei sein wird … Im Booklet unterlief den Machern allerdings ein kleiner, aber feiner Fehler. Der Song „Poor Boy“ wird als Elvis Presley Song ausgewiesen, was totaler Quatsch ist. „Poor Boy“ ist die Heavy-Fassung des Lords-Klassikers aus den 60er Jahren … ein musikalischer Handschlag zur BRD … Ich habe es mir erlaubt, diesen Fehler in der Titelliste zu korrigieren.

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Auf der zweiten CD dann Puhdys -Songs in neuer Form:  Für Puhdys Hardcore-Fans ganz sicher mehr als spannend, aber hier zeigt sich, dass ihre Original-Aufnahmen doch deutlich stärker sind; diese Diskrepanz ist bei ihren Cover-Versionen der Rock-Klassiker deutlich geringer … irgendwie witzig.

Und dies war dann auch ihre letzte offizielle „Ost“ – Platte, denn dann kam der November 1989 … und in diesem Jahr lösten sie sich auf (vorübergehend auf) … und im Jahre 2014 gehen sie unter dem Motto „Es war schön“ auf ihre Abschiedstournee 2014/2015:

Am 31. Oktober 2014 feiern sie in der O2 World in Berlin ihr 45-jähriges Bühnenjubiläum und den offiziellen Auftakt ihrer großen Abschiedstournee 2014/2015. Am 19. November 1969 gaben sie ihr erstes Konzert, der Beginn einer beispiellosen Karriere …

Live

Besetzung:
Dieter Birr (guitar, vocals)
Dieter Hertrampf (guitar, vocals)
Peter Meyer (keyboards, vocals)
Harry Jeske (bass)
Klaus Scharfschwerdt (drums, vocals)

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Titel:

CD 1:
01. Born To Be Wild (Bonfire) 3.58
02. Light My Fire (Densmore/Krieger/Manzarek/Morrison) 3:11
03. The Lady In Black (Hensley) 3.46
04. Sunshine Of Your Love (Bruce/Brown/Clapton) 4.05
05. Death Of A Clown (Davies) 3.20
06. Poor Boy (Lietz/Gietz) 2.53
07. Rock’N’Roll (Page/Plant/Jones/Bonham) 3.56
08 . Who’ll Stop The Rain (Fogerty) 2.22
09. Summertime Blues (Cochran/Capehart) 2.03
10. Teenage Wasteland (Townshend) 3.23
11. A Wither Shade Of Pale (Brooker/Reid) 4.27
12. Black Night (Blackmore/Gillan/Glover/Lord/Paice) 3.05
13. Paint It Black (Jagger/Richards) 3.16

CD 2:
01. Puhdys mit Helga Hahnemann: Rockerrente (Birr/Meyer) 2.35
02. Puhdys:  Der Außenseiter (Birr/Meyer/Tilgner) 4.30
03. Rosalili: Wenn Träume sterben (Birr/Meyer/Tilgner/Jeske/Hertrampf/Wosylus) 4.32
04. Puhdys: Die Wärme der Nacht (Tilgner/Hertrampf) 3.55
05. Amor & die Kids: Geh zu ihr (Gotthardt/Plenzdorf) 2.42
06. Puhdys: Die Boote der Jugend (Birr/Myer) 2.53
07.  Die Lords:  1992     3:22
08. Puhdys:  Ich will nicht vergessen (Birr/Meyer/Lasch)  4.14
09. IC und Studioband: He, John (Lasch/Schmidt) 4.25
10. Puhdys: TV-Show (Birr/Meyer)  3.07
11. Berluc: An den Ufern der Nacht (Dirr/Meyer/Lasch/Berluc) 4.25
12. Puhdys: Das Buch (Birr/Meyer) 5.16

CD 1A

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Konzertkarte1989

Christian Ertl – Macht´s den Krach leiser – Popkultur in München von 1945 bis heute (2010)

TitelAlso, dieses Buch (142 Seiten im handlichen Format eines Reiseführers) ist der schiere Wahnsinn. Bis dato hatte ich noch kein Kompendium in der Hand, das einen derartigen Überblick über die „Popkultur in München von 1945 bis heute“ also bis 2010) bieten konnte.

Zugegeben, eine sogenannte »Münchner Schule« hat es in der Popmusik nie gegeben, mögen hier noch so viele Pophelden wie Amon Düül, Spider Murphy Gang oder die Sportfreunde Stiller herkommen. Aber eine schillernde Münchner Musikszene, in der von Jazz über Rock ’n’ Roll und Disco-Musik bis hin zu Hip Hop und Techno alles vertreten ist, hat sich ohne jeden Zweifel fest etabliert. Witzig und originell gibt Christian Ertl auf seinen Spaziergängen durch Schwabing und das Glockenbachviertel Einblicke in die Münchner Popkultur von 1945 bis heute. Mit über 80 historischen und zeitgenössischen Abbildungen, Übersichts- und Rundgangkarten, durchgehend vierfarbig. (Presseinformation)

Aber das ist alles noch ein wenig untertrieben.

Da ist einer mit ganz viel Akribie, mit ganz viel Liebe zu den Details ans Werk gegangen.  ich frag mich grad, wie man es schaffen kann, einer derartig profunden Überblick über dieses Thema zu verfassen. Da war wohl monatelanges Studium diverser Quellen vonnöten …

Entstanden ist dieses Projekt im Rahmen des Vereins „Stattreisen e.V., München“:

Seit 1989 führen wir Münchner durch ihre Stadt, am liebsten zu Fuß. Denn die Spuren der Geschichte in der eigenen Stadt zu entdecken verändert den Blick auf unsere

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Das Jahresprogramm 2018

Umgebung: Plötzlich sehen wir bislang Unbeachtetes, entdecken Veränderungen und bestaunen Neues. Mit uns können Sie durch Stadtviertel spazieren, Zeitreisen und Litera-Touren machen oder einen Blick hinter die Kulissen von Badehäusern, Märkten oder Bäckereien werfen. Schwerpunkt sind Mitmachprogramme wie Stadtrallyes, Erkundungen oder die detektivischen Touren für Kinder. Gruppen aller Art – Schulklassen, Seminare, Betriebsausflüge, Geburtstagsfeiern – können unsere Angebote zum Wunschtermin buchen. Kennenlernen könnten Sie uns bei den öffentlichen Führungen, die wir an Feiertagen und am Wochenende durchführen.
Lebendig und kompetent, mit Freude an Bildung vermitteln wir Ihnen das Leben in unserer Stadt, ihre Geschichte und Geschichten.  (Selbstdarstellung)

Der aktuelle Katalog all der Angebote liegt dieser Präsentation bei.

Wenn man dann – so wie ich – viele Jahrzehnte in München gelebt hat, dann wird einem angesichts dieser Zeitreise ganz schummrig … nicht nur wegen all der Plätze, die man halt auch selber so ganz gut kennt, sondern auch wegen der zahlreichen Tipps … alleine seine Hinweise auf diverse Tonträger haben mich zum schwitzen gebracht und ich hab´ fleißig mitnotiert …  oh weia !

Da kann man dem Christian Ertl durchaus mal verzeihen, dass er bekennender Fan des FC Bayern München ist.

Und mir fallen dann auch ein paar kleine Geschichten aus meiner Biographie ein:

  • Als ich im PN Club Anfang der 70er bei einem ersten Hardin & York Auftritt ohnmächtig wurde (das PN lag 2 Stockwerke tief im Keller) … als ich dann draußen wieder einigermaßen bei Besinnung war,schlenderte frohgemut Eddie Hardin und Pete York an mir vorbei … dieses Konzert hatte ich erfolgreich versemmelt
  • Als mir der Tourmanager der J.Geils Band in den 80er Jahren freizügig wie er war, Kokain anbot … ich habe dankend verzichtet.
  • als mir bei einem Konzert mit den Kinks ein Scheinwerfer auf den Kopf fiel und ich im Schweinsgalopp in die Notaufnahme einer Klinik geliefert wurde … auch dieses konzert habe ich dann verpasst …

Aber Christian Ertl belässt es nicht nur bei den musikalischen Städten der Stadt, er skizziert auch zeitgeschichtlich wichtige Ereignisse ein, wie z.B. die Schwabinger Krawalle oder die Geschichte des legendäres Stadtmagazins „Blatt“.

Also: hier eine Fundgrube nicht nur münchnerischer Musikgeschichte, denn Bands wie Embryo oder Amon Düll, Aufrittsorte wie das Alabama oder der Circus Krone hatten ja eine bundesweite Ausstrahlung …

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Aus dem Vorwort

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Das Logo des legendären Blow Up Clubs in München

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Das „Kafe Kult“ in der Oberföhringer Str. 156

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Mein Gott, wie oft bin ich schon im legendäreren „Fraunhofer“ gesessen …

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ORF Big Band & Dagmar Koller – Why Not (1975)

FrontCover1Also, an die großartige Erika Pluhar kommt sie nicht ran … aber dennoch, die Dagmar Koller war einer der großen Stars i der österreichischen Musikszene … dies gilt zumindest für den Bereich der leichten Muse:

Dagmar Koller (* 26. August 1939 in Klagenfurt, Kärnten) ist eine österreichische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin.

Dagmar Koller besuchte mit sechs Jahren eine Ballettschule. Später studierte sie an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst. Sie begann ihre Karriere an der Wiener Volksoper und wurde schnell über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Von Juli bis November 1964 bereiste sie mit einer Tournee von Wiener Blut mit einer Wiener Produktionsfirma die USA und Kanada. In der Operette Das Land des Lächelns (1964 in Berlin) von Franz Lehár feierte sie große Erfolge. Später wirkte sie in zahlreichen Musicals, wie u. a. My Fair Lady, West Side Story und Sweet Charity, mit.

Dagmar Koller01Die deutschsprachige Erstaufführung von Der Mann von La Mancha, in der Fassung von Robert Gilbert fand am 4. Jänner 1968 im Theater an der Wien in Wien mit den Schauspielern des Burgtheaters, Josef Meinrad in der Titelrolle und Blanche Aubry als Aldonza statt. Dagmar Koller übernahm in der Folge mit großem Erfolg die Partie der Aldonza. Weitere Bühnenpartner von Dagmar Koller waren u. a. Elizabeth Taylor, René Kollo und Udo Jürgens. Sie trat auch in der Fernsehserie Ringstraßenpalais auf.

Mit der Operette Königin einer Nacht startete sie ihre Fernsehkarriere. Koller moderierte außerdem zahlreiche Fernsehsendungen im ORF, wie z. B. Hallo, wie geht’s?. In dieser Sendung plauderte sie mit Publikumslieblingen und Prominenten und zeigte Ausschnitte aus dem Leben der Stars. Zahlreiche Tourneen durch die USA, Japan und Europa (u. a. zehn Deutschland-Tourneen) festigten ihren Ruhm.

Dagmar Koller war von 1978 bis zu dessen Tod 2008 mit Helmut Zilk verheiratet, Wiens Bürgermeister von 1984 bis 1994.

In der österreichischen Fassung von Shrek 2 synchronisierte sie Jennifer Saunders in der Rolle der guten Fee.

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Dagmar Koller mit Curd Jürgens

Koller war Herausgeberin der monatlich erscheinenden, zum Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien im Rathaus gehörenden Zeitschrift Enjoy Vienna/Willkommen in Wien, die Ende 2015 eingestellt wurde. (Quelle: wikipedia)

Hier ein Album mit ihr, eingespielt mit der ORF Big Band unter der Leitung von Kai Warner, und der kommt ja eigentlich aus Hamburg:

Kai Warner (* 27. Oktober 1926 in Bremen; † 9. Juli 1982 in Hamburg), bürgerlicher Name Werner Last, war ein deutscher Orchesterleiter, Produzent, Arrangeur und Komponist.

Warner nahm Klavierunterricht bei Ernst Weelen, theoretischen Unterricht erhielt er durch den Reger- und Humperdinck-Schüler Richard Bulling.

Nach Kriegsende trat Werner Last als Posaunist zusammen mit seinen Brüdern Hans Last (Bassist, später bekannt als James Last) und Robert Last (Schlagzeuger) in Bremer Varietes und amerikanischen Clubs von Bremerhaven und Umgebung auf. Ferner erhielt er Privatunterricht im Akkordeon- und Klavierspiel. Dabei wurden sie von dem Komponisten und Manager Friedrich Meyer entdeckt und für das neu zu gründende Tanzorchester des Senders Bremen engagiert. Bekannt wurden die Brüder Last auch als Mitglieder des Last-Becker Ensembles, das bis 1953 bestand. Als Arrangeur feierte Werner Last seine ersten Erfolge. Nach Auflösung des Bremer Tanzorchesters spielte er noch einige Zeit in einer 12-Mann-Band, später versuchte er sein Glück in den USA. Zuvor heiratete er die 18-jährige Hjördis Harlow, eine Amerikanerin norwegischer Herkunft. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Steven und Werner hervor. Werner Last junior arbeitet ebenfalls als Bandleader; sein „Last Ballroom Orchester“ feiert Erfolge.

Kai Warner

Kai Warner

In den USA musste Werner Last seinen Lebensunterhalt einige Monate mit Gelegenheitsarbeiten verdienen, ehe er in eine New Yorker Musikergewerkschaft (Local 802) aufgenommen wurde. Dadurch erhielt er die Spielerlaubnis als Musiker. Als Posaunist gehörte er verschiedenen renommierten Big Bands an. Nebenbei studierte er beim Schillinger-Professor Rudolf Schramm an der City University of New York Musiktheorie.

1958 kehrte Werner Last nach Deutschland zurück und arrangierte zahlreiche Filmmusiken. 1966 erhielt er einen Polydor-Vertrag als Produzent, er entdeckte und produzierte Renate Kern (LP-Produktionen Lieber mal weinen im Glück, Meine Welt ist schön, daneben zahlreiche Single-Veröffentlichungen mit Kompositionen von Kai Warner, z. B. Freu Dich doch schon auf den nächsten Sommer, 1990, Supermann, An irgendeinem Tag, Come on Let’s Dance, Lass doch den Sonnenschein). Als Kai Warner gründete er sein eigenes Orchester, in dem viele Musiker von James Last mitspielten (u. a. Rick Kiefer, Manfred Moch, Ole Holmquist sowie Warners Bruder Robert Last, der schon bei der Erstbesetzung von James Last am Schlagzeug saß). 1975 wechselte Kai Warner von Polydor zum Philips-Label, u. a. um sich von der Konkurrenz seines Bruders, der ebenfalls bei der Polydor veröffentlichte, abzuwenden. Bereits die erste Philips-Produktion (On the Road to Philadelphia) unter dem gemeinsamen Dach der Deutschen Grammophon Gesellschaft hob durch den dominanten amerikanisch geprägten Disco-Sound von früheren Polydor-Veröffentlichungen ab, welche eher im Schlagerstil gewesen waren.

Nach seiner ersten eigenen LP, Pops for Minis, wurde er vor allem mit der Go in-Serie, die ab 1975 bei Philips unter dem Namen Go in Party fortgesetzt wurde, verbunden. Ab Ende der 1970er Jahre bis zu seinem frühen Tod nahm Warner auch LPs mit reiner Standardtanzmusik auf (Kai Warner bittet zum Tanz). Eine seiner letzten Aufnahmen war eine Hommage an die Swing-Ära (Swingtime Forever).

Er spielte auch etliche Aufnahmen mit seinen Kai Warner Singers ein, die aus einem gemischten Chor von sechs Frauen und sechs Männern bestanden und oft nur von einer Rhythmusgruppe begleitet wurden. Ende der 1960er Jahre arbeitete Warner auch für zwei seltene LP-Produktionen mit dem Mundharmonika-Virtuosen Tommy Reilly zusammen (Melody Fair, Latin Harmonica). (Quelle: wikipedia)

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Diese LP beginnt ja eigentlich vielversprechend … das „Why Not“ ist eine keck-freche Agelegenheit, geht es dabei doch um klassische weibliche Rollenklischees … auch heute noch gut anzuhören …

Aber dann folgt das „Ja! „Vor drei Jahren traf ich dich…“ … und es beginnt ein bunter Reigen schmalziger Liebeslieder …

Nett anzuhören, denn die Dagmar Koller hatte nun wirklich eine gute Stimme …

Welches Potential sie aber eigentlich hatte, kann man bei „Big Spender „Steh nicht an der Tür…“  hören (dieser Song wurde von ihr schon mal 1969 als Single veröffentlicht – ebenfalls mit Kai Warner und seinem Orchester eingespielt). Hier konkurriert sie – und das nicht zu knapp – doch glatt mit der Hildegard Knef … und das will was heißen.

Wie schreib ich bei solchen Gelegenheiten immer wieder mal: Schade um das Potential … da hätte man mehr daraus machen können …

Single

Die Single aus dem Jahr 1969

Besetzung:
Dagmar Koller (vocals)
+
ORF Big Band unter der Leitung von Kai Warner

BackCover

Titel:
01. Why Not (Neubrand/Schwinger) 2.38
02. Ja! „Vor drei Jahren traf ich dich…“ (Pippal/Schwinger) 2.39
03. Träume von Paris (Prager/Neubrand) 2.30
04. Ich bin so froh, dass ich dich hab‘ (Bronner/Neubrand) 3.26
05. Come On Dance (Kupek/Sola) 3.29
06. Lippen schweigen (Lehar/Stein/Léon) 2.33
07. Ich bin gewöhnt an sein Gesicht (Loewe/Lerner) 2.53
08. Die Erinnerung bleibt „Wenn du gehst…“ (Bause/Schneider) 3.25
09. Ich komme nie mehr von dir los (Scott/Lüth) 1.53
10. Alles vergeht und kommt wieder (Bronner/Neubrand/Wehle) 3.14
11. Big Spender „Steh nicht an der Tür…“ (Coleman/Vibach) 2.53
12. Ob es so oder so oder anders kommt (Henning/Safka) 2.35

LabelB1

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Auch diese Erfahrung gehörte zum Leben der Dagmar Koller:

Am 5. Dezember 1993 wurde Zilk bei einem Briefbombenattentat des rechtsextremen Terroristen Franz Fuchs an der linken Hand schwer verletzt. Der paranoide Fanatiker bekämpfte Zilk als Symbol des multikulturellen, weltoffenen Wiens.

Bei dem Briefbombenattentat verlor er zwei Finger seiner linken Hand. Diese war seither in der Greiffunktion stark eingeschränkt und meist in einer Hülle verborgen. (Quelle: wikipedia)

Dass der Zilk dann auch noch in irgendwelche dubiose Spionage-Vorwürfe verwickelt war … ist dann ne andere Geschichte.

Dagmar Koller03