Truck Stop – Der wilde wilde Westen + So allein (1980)

FrontCover1Irgendwie waren (oder sind) ja Truck Stop ein Phänomen:

Da beschließen ein paar Jungs aus Seevetal-Maschen (Landkreis Harburg), südlich von Hamburg im Jahre 1973 sich der Country Music zu verschreiben … und siehe da: nach dem erfolglosen Versuch, jene geliebte Country Musik auf englsich unter das deutschsprachige Volk zu bringen, singen sie dieses Country-Zeug auf deutsch … und haben damit auch noch Erfolg .. und der Rest ist quasi Geschichte: Truck Stiop wurden die erfolgreichste deutsche Country Band !

Hier eine Single aus dem Jahr 1980 und der Titel „Der wilde wilde Westen“ war so richtig erfolgreich und glaubt man dem wikipedia Eintrag zu dieser Gruppe, war es „der zweit größten Single-Hit der Gruppe“.

Und dann hört man folgende Zeilen:

Die kleine Countryband
Die heute jeder kennt
Sie hats nicht immer leicht gehabt
Sie spielte schon in Hamburg
Als es noch keine Panik gab
Ein Jazzer sagt mal
Das ist mir zu banal
Das gibt doch keine Cowboys hier
Wir sind doch nicht im wilden Westen
Er hat sich schwer geirrt

Der wilde, wilde Westen
Fängt gleich hinter Hamburg an
In einem Studio in Maschen
Gleich bei der Autobahn
Hier hört man Geige, Banjo, Steelgituar
Hier sind sie gut gelaunt
Die Cowboys von der Waterkant
Mit ihrem Nashvillesound

Ob du aus Bayern kommst
Oder in Hamburg wohnst
Das ist doch so was egal
Solang du denkst du bist im Honkytonk
Und stehst in Bierlokal
Mit ein paar Cowboyboots und einem Fernwehblues
Und einem kleinen Knacks im Herz
Dein Kreislauf geht nach oben
Wenn du die Cowboys singen hörst

Der wilde, wilde Westen
Fängt gleich hinter Hamburg an
In einem Studio in Maschen
Gleich bei der Autobahn
Hier hört man Geige, Banjo, Steelgituar
Hier sind sie gut gelaunt
Die Cowboys von der Waterkant
Mit ihrem Nashvillesound

Der wilde, wilde Westen
Fängt gleich hinter Hamburg an
In einem Studio in Maschen

Bemerkenswert ist allerdingd auch die B-Seite: hier wird thematisiert,wie ein Mann damit umgeht, wenn die geliebte Frau sich von diesem Mann getrennt hat … jene Mischung aus vordergründiger „coolness“ und innerer Verzweiflung … damals (wie heute ?) wohl ein typisch männliches Verhaltensmuster …

Von daher: Truck Stop waren auch textlich immer wieder mal durchaus interessant.

TruckStop1980_01Besetzung:
Rainer Bach (vocals, guitar, steel-guitar, piano)
Cisco Berndt (vocals, guitar)
Erich Doll (guitar, banjo, mandolin)
Teddy Ibing (drums, percussion, vocals)
Uwe Lost (bass, vocals)
Lucius Reichling (vocals, giddle, guitar)

TruckStop1980_02

Titel:
01. Der wilde wilde Westen (Doll/Bach) 2.43
02. So allein (Berndt) 3.02

LabelB1

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Nylon – 10 Lieder über Liebe (2007)

FrontCover1Dieses Album bekam damals ziemlich gute Kritiken, bi hinterlässt es allerdings ein ehr zwiespältiges Gefühl.

Nylon war eine Band aus Berlin. Ihren Stil kennzeichnete die Vermischung von bekanntem Liedgut, Schlagern und Chansons mit Electronica- und Jazz-Elementen.

Im Frühjahr 2004 hatten die Micatone-Mitglieder Hagen Demmin und Paul Kleber beim Hören von Hildegard Knef die Idee, solch ältere Musik in ein moderneres Gewand zu verpacken. Mit drei weiteren, befreundeten Musikern gründeten sie dazu die Band Nylon. Bereits im Juli erschien mit Die Liebe kommt ihr erstes Album, auf dem zwölf Songs von Marlene Dietrich bis Ideal neu interpretiert wurden.

Im September 2005 folgte das zweite Album Eine kleine Sehnsucht. Es enthielt nur noch drei Coverversionen neben sieben eigene Kompositionen, nachdem diese zuvor auf einer Tour eigene Stücke beim Publikum gut angekommen waren.

Zwei Jahre später erschien 2007 das dritte und letzte Album 10 Lieder über die Liebe. Entgegen dem Titel fanden sich in ihm elf Titel statt zehn, darunter fünf eigene Stücke, die Erstveröffentlichung eines fremden Stücks sowie fünf Cover-Songs von Carole King, Hildegard Knef (Komposition Günter Noris) und gleich dreimal Manfred Krug alias Nylon01Clemens Kerber (Kompositionen Günther Fischer).

Das Bandprojekt endete spätestens mit Lisa Bassenges Anfang 2011 veröffentlichtem Soloalbum Nur fort. Im Jahr darauf folgte mit Wish I Was Here erstmals seit 2005 auch wieder ein neues Album der Micatone-Musiker. (Quelle; wikipedia)

Eine der o.g. positiven Resonanzen stammt ausgerechnet von einem Jazz-Magazin:

Nach dem dritten Album von Nylon darf sich niemand mehr über mangelnde Romantik im deutschen Pop beklagen. Die Band um Sängerin Lisa Bassenge startet nach überschwenglichem Lob nun mit „10 Lieder über Liebe“ durch. Statt Augenzwinkern bestimmen Ehrlichkeit und Authentizität die Stimmung des Albums. Die Musik wuchs aus den Bandmitgliedern wie zufällig heraus, eine Spiegelung ihres derzeitigen Lebensgefühls. Nylon nimmt so die Hörer auf eine intime Reise in die eigene Welt der Sehnsüchte mit.

Bei den Vorgängeralben „Eine kleine Sehnsucht“ und „Die Liebe kommt“ spürte man noch eine winzige Unsicherheit, ob die Hinwendung zu deutschem Chanson nun ernst oder doch mit hochgezogener Augenbraue verstanden sein soll. Doch dem Erfolg tat das keinen Abbruch. Ein befreiendes Rauschen ging durch die Feuilletons – ob der mutigen Wendung zu deutscher Musik und deren eleganter Präsentation. Vom legendären Konzert der Band auf dem Badeschiff an der Arena in Berlin redet die Stadt noch heute. Dabei hatte alles als fixe Kneipenidee begonnen, die dann zu einem Demo-Tape führte, das bei Universal Music Begeisterungsstürme auslöste und die Grundlage eines echten Überraschungserfolges war.

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Klar, die Musiker kennen sich schon lange, Bassist Paul Kleber und Lisa Bassenge sogar schon eine kleine Ewigkeit aus gemeinsamen Hochschulzeiten. Mit anderen wie Sebastian „Hagen“ Demmin wurde die Band Micatone geboren, und Arnold Kasar (bekannt von Atomhockey) kennt man seit Urzeiten vom Sonar Kollektiv. Lisa und Paul sind zudem der Kern der Lisa Bassenge Band, was zu einer besonders vertrauten Zusammenarbeit führt. Deren Früchte liegen nun mit „10 Lieder über Liebe“ vor.

Probiert man das Spiel mit dem Albumtitel und sucht nach dem einen nicht von der Liebe handelnden Lied, setzt beim Hören von „10 Lieder über Liebe“ die Gewissheit ein, daß sich die Band mit diesem Album in neue Sphären begibt. Die Mischung aus eigenen und fremden Kompositionen ist geblieben, doch die Art der Umsetzung gibt sich einer mal entspannten, mal verzehrenden Gelassenheit hin, die Tempo gegen Tiefe tauscht. Eine Tiefe, die man in dieser Art von den besten Stücken der Band Element Of Crime kennt.

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Die Produktion bestreitet neuerdings Samon Kawamura. Er sorgt mit der Band für einen in sich kompakteren Sound, der mit seinen Soul-, HipHop- und Ambient-Anleihen immer noch in der Clubkultur wurzelt, sich aber wunderbar zeitlos anhört. So formt sich aus den verschiedenen Stücken ein homogenes Album, bei dem nicht einmal ein Unterschied zwischen Coverversionen und Eigenproduktionen zu hören ist. Die eigenen Lieder stehen den Vorlagen der Großen in nichts nach.

Handy

Moderne Zeiten … schon damals … quasi am Puls der Zeit

Ein „Hauch von Frühling“ breitet sich bei „Lass mich nicht gehen“ aus. Der Hauch ist eine der drei Einlagen Manfred Krugs, die beiden anderen sind „Das geht mir ans Herz“ und „Sie“. Bei so viel Chanson-Charme kann der Liebling Kreuzberg nur versonnen seine grüne Götterspeise löffeln. Die gute Bekannte Marlene Dietrich schaut von oben vorbei – das Antikriegslied „In den Kasernen“ erfährt dank meditativer Fender-Rhodes-Klänge eine tiefe, moderne Eindringlichkeit. Hildegard Knef ist wieder mit von der Partie, genauso wie auch Carole King, deren Song „So Far Away“ in der deutschen Interpretation von Lisa Bassenge eine ganz eigene, aktuelle Note bekommt.

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„So weit, so weit“ handelt von Fernbeziehungen, modernem Nomadentum und großer Welt. Zu diesen Stücken gesellen sich die eigenen wie „Damals“, „Ein Tag, den du magst“ oder „Ausgedacht“, ohne wie früher noch Brüche zuzulassen. Gerade „Ein Tag, den du magst“ ist ein Blueprint für musikalische Sehnsucht. Sängerin Lisa wurde hierzu bei einem Aufenthalt in Köln inspiriert. Sie sehnte sich in das Berlin zurück, in dem man die Nächte durchmacht und die morgendlichen Stunden in ihrer unwirklichen Schönheit als Krönung empfindet.

Nylon leiten mit „10 Lieder über Liebe“ das deutsche Chanson in eine hoffnungsvolle Zukunft. (jazzecho.de)

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Nun ja … ähm … räusper … zugegeben, jedes einzelnen Stück wirkt wie ein kleiner Juwel, aber … die Musik kennt kaum Nuancen … alle Stücke sind Mit diesem gedämpften „Licht“ eingespielt, die Texte sind eigentlich samt und sonders dementsprechend betrübt-trostlos-depressiv … und von der lutstvollen Seite der Liebe ist hier natürlich so gar nichts zu hören … von daher: eine sehr eindimensionale Sicht auf das Thema.

Dass Liebe so trostlos klingen kann, hätte ich ja eigentlich nicht gedacht.

Aber auch das muss noch gesagt werden: Sängerin Lisa Bassenge singt atmeberaubend und betörend … von daher werde ich mich mit der Solokarriere dieser Dame etwas mehr beschäftigt … vielleicht gibt´s da dann ja auch Musik mit etwas mehr Pfeffer, Paprika und Chilli.

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Besetzung:
Lisa Bassenge (vocals)
Sebastian Demmin (piano, synthesizer)
Arnold Kasar (piano, synthsizer)
Paul Kleber (bass)
+
Dirk Berger (guitar bei 03. + 07.)
Roberto Di Gioia (synthesizerbei 07.)
Samon Kawamura (tracks vocals bei 01., 05., 06., 08. + 11.)

Booklet01A

Titel:
01. Damals (Kasar/Bassenge/Kleber/Demmin) 3.47
02. Ein Tag, den du magst (Bassenge/Kleber) 3.11
03. So weit, so weit („So Far Away“) (King/Bassenge) 4.07
04. Ausgedacht (Bassenge/Kleber/Demmin) 4.17
05. Lass mich nicht gehn (Fischer/Kerber) 3.57
06. In den Kasernen (Gerard/Koch) 3.04
07. Der Mond hatte frei (Noris/Knef) 3.40
08. 2:30 h (Kleber/Kawamura/Demmin) 2.04
09. Das geht mir ans Herz (Fischer/Kerber) 3.27
10. Die Nacht war blau (Kasar/Bassenge) 3.47
11. Sie (Fischer/Kerber) 5.43

CD1

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Text Damals

 

Pardon (Zeitschrift) – September 1980

PardonSeptember1980_01ABei meinem ersten „pardon“ scan war der Willy Brandt auf dem Cover, nun, ein weiteres „pardon“ Heft hier in diesem blog und nun ziert Bundeskanzler Helmut Schmidt das Cover.

Eine Frau Merkel war noch gänzlich unbekannt (die arbeitete damals noch amZentralinstitut für physikalische Chemie (ZIPC) der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Adlershof) und „wir“ redeten noch von der „Bonner Republik“.

Und – kleiner Rückblick – bei uns tobte zudem der Bundestagswahlkampf: Die Alternativen waren Franz Josef Strauß und Helmut Schmidt:

Die Bundestagswahl 1980 fand am 5. Oktober 1980 statt. Bei der Wahl zum 9. Deutschen Bundestag wurde die Sozialliberale Koalition unter Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) bestätigt.

Am 24. Mai 1979 gab der damalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß bekannt, als Kanzlerkandidat beider Unionsparteien zur Verfügung zu stehen. Die Aufforderung zur Kandidatur sei auch von CDU-Politikern gekommen.

Wie sich die Zeiten geändert haben: CDU/CSU. SPD + FDP können von solchen Ergebnissen nur noch träumen und die Grünen können sich amüsieren:

Wie sich die Zeiten geändert haben: SPD + FDP können von solchen Ergebnissen nur noch träumen und die Grünen können sich amüsieren ...

Danach folgte ein ausgesprochen emotionsgeladener Wahlkampf, der sich sehr schnell auf die Auseinandersetzung zwischen dem amtierenden Kanzler Helmut Schmidt und seinem Herausforderer konzentrierte.an ihn herangetragen worden, erklärte Strauß. Am 28. Mai 1979 sprach sich der CDU-Bundesvorstand für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht aus. Der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl hatte zuvor auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Die CSU reagierte daraufhin verstimmt und kritisierte die Form der Benennung durch die CDU. Nach wochenlangen öffentlichen Auseinandersetzungen wählte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 2. Juli 1979 in geheimer Abstimmung Franz Josef Strauß zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten. Er erhielt 135 der 237 anwesenden Abgeordneten (57 %); 102 Abgeordnete stimmten für Ernst Albrecht (43 %).

Für die sozialliberale Koalition wirkte sich das stark polarisierende Bild des Unionskandidaten positiv aus, wobei hiervon insbesondere die FDP mit 10,6 % der Zweitstimmen profitierte, während die SPD eher stagnierte. Auf die Frage, ob er die Sozialliberale Koalition auf weitere vier Jahre fortzusetzen gedenke, sagte FDP-Chef Hans-Dietrich Genscher, der der SPD zwei Jahre später die Koalition aufkündigte, in der Wahlnacht in der Bonner Runde: „Ja, man macht’s ja nicht für drei Monate.“

Im Wahlkampf thematisiert wurden unter anderem die gewalttätigen Proteste bei einem Feierlichen Gelöbnis der Bundeswehr am 6. Mai 1980 in Bremen, welche erhebliche innerparteiliche Konflikte um die Sicherheitspolitik innerhalb der SPD offenlegten. Im sehr hart geführten Wahlkampf selbst kam es ebenfalls in Bremen zu Ausschreitungen bei einer Kundgebung von Franz Josef Strauß. Wenige Tage vor der Wahl wurde zudem ein Anschlag auf das Oktoberfest in München verübt.

Die im selben Jahr gegründeten Grünen kandidierten erstmals auf Bundesebene und erhielten dabei nur mäßige 1,5%. Dies mag daran gelegen haben, dass angesichts der im Lager der Neuen Linken entstandenen Stoppt-Strauß-Kampagne einige Grünen-Anhänger die SPD gewählt hatten, um eine Kanzlerschaft von Franz Josef Strauß unbedingt zu verhindern. (Quelle: wikipedia)

Dementsprechend war dieses Heft natürlich stark vom Bundestagswahlkampf geprägt. Und so ganz zahnlos war „pardon“ noch nicht … und so finden sich etlich herzllich-bissige Beiträge bzw. Karikaturen zu diesem Thema.

Desweiteren eine Kolumne mit dem von mir damals sehr gesch#tzten Freimut Duve, der Rötger „Brösel“ Feldmann begann seine Karriere ja bei Pardon und der Altmeister. Dann gibt es noch einige Satiren auf die Zeitschrift „Stern“, sowie diverse weitere Beiträge aus der Rubrik blühender Blödsinn. Also: zu entdecken gibt es da vieles …

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Beispiel02
Beispiel03
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Beispiel07
Beispiel08
Beispiel09
Beispiel11

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Man glaubt es kaum ...

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Und: Justament in diesem Monat bin ich dann noch in den heiligen Stand der Ehe eingetreten !

Beispiel13

Mehr von „pardon“:

Mehr Pardon

Verschiedene Interpreten – Classica d‘ Italia (ca. 90er Jahre)

FrontCover1Und hier ein musikalisches Werbegeschenk der Fa. Eismann, passend zur musikalischen Untermalung des sonntäglichen Frühstücks mit der Frau Gemahlin.

Die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH ist ein Unternehmen zum Vertrieb von Tiefkühllebensmitteln mit Sitz in Mettmann bei Düsseldorf.

1964 wurde die Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG durch Genossenschaften der regionalen Milchversorgung aus Köln, Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen gegründet, die 1974 die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH als Tochterunternehmen gründete. Im gleichen Jahr begann der Direktvertrieb von Eis, Torten und Tiefkühlkost. 1981 wurde das Geschäft über Deutschland hinaus in die Schweiz und die Niederlande sowie nach Belgien, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und Österreich ausgeweitet. 1985 wurde die Motta Eiskrem GmbH übernommen. 1995 wurde Eismann in die Tiefkühlsparte der neu gegründeten Schöller-Holding eingebracht. 1997 wurde die skandinavische Hjem-IS Europa übernommen sowie der Mutterkonzern Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG in Eismann Family GmbH & Co. KG umfirmiert.

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Eisman Lieferwagen, 50er Jahre

Wegen des wachsenden Tiefkühl-Angebots von Discountern wie Aldi oder Lidl geriet der Umsatz im Heimlieferservice von Eismann um den Jahrtausendwechsel in eine Krise. 2001 übernahm die schweizerische Nestlé (wenn ich diesen Namen nur lese … !) einen Großteil der Schöller-Holding und damit auch Eismann. 2004 stieß Nestlé die Eismann GmbH wieder ab, weil Eismann nicht zum Kerngeschäft des Konzerns zählte und die erhofften Einspareffekte nicht zustande gekommen waren. In der Folge übernahm das damalige Management von Eismann mit Hilfe verschiedener Finanzinvestoren die Führung der GmbH.

In neun europäischen Ländern sowie Brasilien gibt es zusammen über 220 Vertriebsstellen, davon 90 in Deutschland, von denen aus die bestellten Lebensmittel mit Kühlfahrzeugen (Kleintransporter) zu den Endverbrauchern geliefert werden. Das Unternehmen beschäftigte 2012 etwa 4700 Mitarbeiter und Partner (selbständige Gewerbetreibende), davon etwa 1100–1200 selbständige Handelsvertreter und über 700 Mitarbeiter in Deutschland. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Gegensatz zum Mitbewerber Bofrost über selbständige Handelsvertreter, die die Ware zum Verbraucher bringen. Eismann tritt als Chargenfertiger auf, die Produkte werden ähnlich wie im stationären Handel von großen Herstellern im Rahmen von Auftragsfertigung produziert.

Eismann02

Eisman Lieferwagen, 60er Jahre

Eismanns Loslösung von Nestlé im Jahr 2004 erfolgte mit Unterstützung des Finanzinvestors ECM, der das Eismann-Management mit 15 Prozent beteiligte. 2008 besaßen die Geschäftsführer 76,5 % der Unternehmensanteile, während der Rest von der englischen Investorengruppe Intermediate Capital Group (ICG) gehalten wurde.

Ende 2011 verkaufte ICG seine gesamten Anteile sowie das Management einen Großteil der Anteile an den niederländischen Private-Equity-Investor Gilde Buy Out Partners, der dadurch Mehrheitsgesellschafter wurde.

Diverse Eismann Kataloge

Diverse Eismann Kataloge (einer liegt der Präsentation bei)

1990 gründete Eismann die Tochter Family Frost für den ostdeutschen Markt, welche nach der Trennung von Nestlé zunächst dort verblieb und erst im Jahr 2007 wieder in die Eismann-Gruppe integriert wurde. 1992 expandierte Family Frost nach Polen, in die Tschechische Republik und Ungarn. Seit 1996 kamen Kroatien, Slowenien, Spanien, Portugal und Rumänien hinzu.

Zu Family Frost gehörten 1300 Verkaufswagen und 130 Depots. Die Eismann-Tochter beschäftigte europaweit 2500 Mitarbeiter.

Family Frost wurde in den eismann-Konzern integriert und tritt nicht mehr als eigene Marke im Markt auf.

Family Frost

Lieferwagen der Firma Family Frost

Nach Unternehmensangaben erwirtschaftete der Eismann-Konzern im Jahr 2012 einen Umsatzerlös von rund 480 Millionen Euro, davon 240 Millionen Euro in Deutschland (jeweils inklusive Mehrwertsteuer). Das Unternehmen ist im Segment des Heimdienstmarkts die Nummer zwei hinter dem Marktführer Bofrost. Nach eigenen Angaben beliefert Eismann weltweit circa 2 Millionen Haushalte, davon über 1 Million in Deutschland. Hauptzielgruppe von Eismann sind hierbei Familien mit Kindern sowie Menschen ab 50 Jahren.

Der Europaverband der Selbständigen Deutschland kritisiert in einem WDR-Beitrag von die story im Oktober 2011 das Geschäftsmodell der freien Handelsvertreter. Ein neuer Handelsvertreter muss für die Übernahme der Besuchsrechte eines bestehenden Kundenstamms einen vertraglich festgelegten Betrag bezahlen, die sog. Einstandsvereinbarung. Schon während der Probezeit akquiriert der neue Verkaufsfahrer Neukunden für Eismann und führt sie dem Konzern zu. Eismann erwiderte darauf jedoch, dass diese Neukunden-Akquisition dem Handelsvertreter als dessen Einkommen bezahlt wird. Da ein Vertreter zu Beginn noch nicht so viel Umsatz durch den Verkauf erwirtschaftet, wird Eismann zufolge so sein Einkommen gesichert, damit er eine Grundlage für eine positive Geschäftsentwicklung erhält. Verlässt der Handelsvertreter das Unternehmen – gewollt oder ungewollt –, werden die Besuchsrechte z. B. an einen anderen Handelsvertreter übergeben.

Katarin Witt

Werbung mit Katarina Witt

Im TV-Beitrag wird dargestellt, wie eine hohe Mitarbeiterfluktuation dazu beitrage, dass Eismann ein positives Ergebnis nur mithilfe dieser Einnahmen aus den Einstandsvereinbarungen erziele. Eismann bestreitet dies auf der firmeneigenen Website. Die durch den WDR recherchierte hohe Fluktuation von 1.200 Mitarbeitern innerhalb von drei Jahren (2008 bis 2010) wurde von einem Mitarbeiter der Vertriebsleitung bestätigt, indem er eine Fluktuation von 30 bis 35 % pro Jahr nannte. Das Unternehmen reagierte auf die Vorwürfe der Sendung mit Stellungnahmen auf einer eigenen Internetseite. Der WDR begegnete dem im März 2012 mit einer aktualisierten Version des Beitrages. (Quelle; wikipedia)

Diese Firma steht schon auch irgendwie für die Konsumgeschichte der Bundesrepublik Deutchland mit all den sich verändernden Essens- und Konsumgewohnheiten … wobei mich diese Firma noch nie als Kunden begrüßen durfte.

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Nun denn: hier hören wir also „Die schönsten Impressionen“ der Klassik aus Bella Italia …
Discographische Informationen sind auf dieser CD eine Seltenheit. Gespresst wurde sie von sie von der Grüezi Music AG / Rondo 22816, ansonsen schweigt man sich dezent aus. Ein Umstand der bei mir als Archivar und Sammler auf Missbilligung stößt !

Aber nett anzuhören ist die Musik natürlich schön und meine Frau Gemahlin schmeichelte mir doch auch gleich: „Du hast heute aber schöne Musik aufgelegt“.

BookletBackCover1

Titel:
01. Giuseppe Verdi: Gloria All’egitto Ad Iside 2.38
02. Antonio Vivaldi: La Primavera 3.24
03. Giuseppe Verdi: La Donna È Mobile 2.10
04. Giuseppe Verdi: Marcia Trionfale 1.41
05. Gioachino Rossini: Ouverture (aus „Der Barbier von Sevilla“ 7.44
06. Giuseppe Verdi: Libiamo Né Lieti Calici 3:11 I
07. Giuseppe Verdi: Ouverture 1° Atto (aus „La Traviata“) 3.45
08. Giuseppe Verdi: Va, Pensiero, Sull ‚ali Dorate (aus „Nabucco“) 4.39
09. Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonia No.4, A-Dur, „Sinfonia Italian“ 11.29
10. Gioachino Rossini: Ouverture (aus „L’Italiana In Algier“) 7.55
11. Giuseppe Verdi: Vedi! Le Fosche Notturno Spoglie 2.47
12. Antonio Vivaldi: L’inverno 3:28

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25 Jahre Eismann

aus: „Bulletin des Direktvertriebs“ (Oktober 1999)

Peter Hofmann – (2) Ivory Man – Songs & Ballads (1984)

FrontCover1Und jetzt wird es dann gleich schwülstig bis zur Schmerzgrenze … aber erstmal ich den Peter Hoffmann erstmal vorstellen:

Peter Hofmann (* 22. August 1944 in Marienbad, Sudetenland; † 29. November 2010 in Selb, Fichtelgebirge) war ein deutscher Opernsänger (Tenor), der auch als Rockmusiker bekannt wurde.

Peter Hofmann wuchs in Darmstadt auf und begann mit 16 Jahren als Sänger und Gitarrist in verschiedenen Rock-and-Roll-Bands. Als Schüler des Ludwig-Realgymnasiums (heute Lichtenbergschule) trieb er Leistungssport und war unter anderem hessischer Jugendmeister im Stabhochsprung und Zehnkampf.

Als Zeitsoldat diente er bei der Fallschirmjägertruppe in Lebach und Bergzabern und war zuletzt Stabsunteroffizier. Schon in dieser Zeit begann er mit Gesangsstunden bei Emmy Seiberlich in Karlsruhe. Nach dem Abschied von der Bundeswehr studierte er ab 1969 an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Sein Operndebüt gab er 1972 am Theater Lübeck als Tamino in Mozarts Oper Die Zauberflöte. Ab der Spielzeit 1974/1975 war Hofmann für zwei Spielzeiten bis Sommer 1976 am Opernhaus Wuppertal engagiert. 1975 gastierte er mit der Rolle des Loge in Das Peter Hofmann03Rheingold am Opernhaus Dortmund. 1976 sang er in Wuppertal erstmals die Rolle des Siegmund in Richard Wagners Die Walküre. Mit dieser Rolle gastierte er Anfang 1976 bereits auch an der Staatsoper Stuttgart und an der Hamburgischen Staatsoper, bevor ihm im Sommer 1976 mit dem Siegmund bei den Bayreuther Festspielen im Jahrhundertring unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez der endgültige Durchbruch als Opernsänger gelang. 1976 erhielt Hofmann einen Fünf-Jahres-Vertrag am Staatstheater Stuttgart und war dort festes Ensemblemitglied. Bis 1983 trat er dort regelmäßig auf.

Danach übernahm Hofmann vor allem Wagnerrollen an den wichtigsten Opernhäusern der Welt wie der Opéra Garnier (Paris) und der Metropolitan Opera in New York. Er sang die Titelrollen in Tristan und Isolde, Lohengrin, Parsifal und Walther von Stolzing in Die Meistersinger von Nürnberg – Rollen, in denen er nicht nur wegen seines kraftvollen Gesangs, sondern auch wegen seiner hünenhaften Erscheinung mit für einen Opernsänger ungewöhnlich langen blonden Locken auffiel.

Im Juli/August 1989 hatte Hofmann mit dem Siegmund auch seine letzten Auftritte bei den Bayreuther Festspielen. Hofmann trat bis 1992 in Wagner-Rollen weiterhin als Opernsänger auf. 1992 sang er am Nationaltheater Mannheim nochmals die Titelrolle in Wagners Bühnenweihfestspiel Parsifal.

Parallel dazu widmete sich Hofmann weiterhin der Rockmusik und veröffentlichte erfolgreich einige Platten, auf denen er bekannte Rock- und Popballaden interpretierte.

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Wie muss man drauf sein, um sich ablichten zu lassen ???

Dieser Ausflug in die U-Musik wurde mit vier Gold- und zwei Platin-Schallplatten belohnt. Bereits das erste Album Rock Classics erhielt nach kurzer Zeit Doppel-Platin. Die Alben Unsre Zeit, Peter Hofmann 2, Monuments und Rock Classics Vol. 2 wurden in Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Das letztgenannte Album wurde auch in Österreich mit Gold prämiert. In der Folgezeit war Hofmann sowohl im Opern- als auch im U-Musik-Bereich aktiv und präsentierte sich zeitweise als Rocker mit Lederkluft und schweren Motorrädern. Er wollte nie ein Opernsänger im herkömmlichen Sinne sein.

Ab 1990 spielte er die Titelrolle in dreihundert Aufführungen von Das Phantom der Oper, mit denen das neu erbaute Theater Neue Flora in Hamburg seinen Betrieb aufnahm. Peter Hofmann erhielt Auszeichnungen wie diverse Bambis bis zum Grammy.

1997 war Hofmann neben Gojko Mitić bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg als Old Firehand in Winnetou und Old Firehand zu sehen.

Im Jahr 2003 erschien die Biografie Peter Hofmann – Singen aus Leidenschaft. Im Oktober 2012 erschien das Buch seines Bruders Fritz Hofmann Peter Hofmann – Geschichten aus einem bewegten Sängerleben.

Aus seiner ersten Ehe hatte er zwei Söhne, seine zweite Ehe mit der Opernsängerin Deborah Sasson wurde 1983 auf dem Standesamt Kemnath geschlossen und dauerte bis 1990. Hofmann lebte viele Jahre auf Schloss Schönreuth in der Oberpfalz, anschließend einige Jahre im ehemaligen Schulhaus von Friedersreuth bei Pressath und dann mehrere Jahre bis zu seinem Tode zurückgezogen mit seiner dritten Frau Sabine (geborene Zimmerer) und der 2003 geborenen Tochter Laura im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge.

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1994 entdeckte Hofmann an sich erste Anzeichen der Parkinson-Krankheit, konnte die Auswirkungen jedoch zunächst mit Hilfe von Medikamenten beherrschen und weiter als Sänger auftreten. 1999 gab er seine Krankheit öffentlich bekannt und trat nach seiner Weihnachtstournee im Jahr 2000 nicht mehr auf. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit konnte er kaum noch sprechen, nicht mehr selbständig essen und war auf den Rollstuhl angewiesen. Jahrelang unterstützte er die Parkinson-Forschung mit seinem Peter-Hofmann-Parkinson-Forschungsprojekt.

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Am Ende seiner Tage: schwer gezeichnet von der Krankheit

In der Nacht zum 30. November 2010 starb Hofmann in einer Klinik, in die er wenige Tage zuvor mit dem Verdacht auf Lungenentzündung eingeliefert worden war.

In der Stadtbücherei Kemnath ist ihm ein Gedenkraum gewidmet. Gezeigt werden zahlreiche Fotos, ein Gemälde, das ihn als Siegmund in Bayreuth zeigt, die erste seiner vielen Goldenen Schallplatten sowie eine DVD-Dokumentation. Den zentralen Platz im Raum nimmt eine Bronzebüste ein.

Am 16. März 2018 wurde auf Initiative seines Bruders Fritz eine Gedenktafel am Geburtshaus Peter Hofmanns in Marienbad eingeweiht.

Seit seiner Bundeswehrdienstzeit als Fallschirmjäger in Merzig pflegte Hofmann eine enge Freundschaft zu dem Wolfsforscher Werner Freund, der sein militärischer Ausbilder war. Hofmann war Pate des Wolfes Peter im Wolfspark in Merzig. (Quelle: wikipedia)

Peter Hoffmann

Und diesem kaum nachvollziehbarem Erfolg von „Rock Classics“ (siehe: hier) wure der Peter Hoffman ein wenig übermütig und veröffentlichte dann auch noch dieses Album.

Dabei verhunzt er nicht nur den Beatles Klassiker „Let It Be“ (nur gerettet durch ein stimmungsvolles Saxophone-Solo von Benny Gebauer), nein er verstieg sich – wohl gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau Deborah Sasson dazu, eine Art Konzept-Album zu machen, das die ganze Zeit 2 ziert: „Ivory Man (A Rock Fantasy – Story by Deborah Sassonbased on an idea from Peter Hoffmann“)

Ich weiß nicht, was man den Beteiligten damals in den Tee geschüttet oder welches minderwertige Kraut sie geraucht haben … Aber die Story ist derart absurd und schwachsinnig, dass sich einem die Zehennägel aufstellen:

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Nicht minder belanglos ist dann die dazu nun wirklich „passende“ Musik (trotz all der eigentlich großartigen Begleitmusiker) … sie trieft nur so von einem Wagnerischen Pathos, dass einem ganz übel werden kann, nein, übel werden muss !

Selten habe ich mir so ans Hirn gelangt … und ich übernehme keiner Verantwortung … die Risiken und Nebenwirkung hat jeder selbst zu verantworten …

Und ich … ich glaube ich brauche jetzt mal die volle Dröhnung einer geilen Status uo – Scheibe …

Nach der Präsentation von Alben hier, trenne ich mich von dem meisten .. hier mache ich es auch und dies mit einer tiefen Genugtuung.

BackCover1

Besetzung:
Mats Björklund (guitar)
Curt Cress (drums)
Roland Heck (synthesizer)
Fritz Hofmann (percussion)
Peter Hofmann (vocals, guitar bei 06.)
Billy Lang (guitar)
Pit Löw (synthesizer)
Dieter Petereit (bass)
Hermann Weindorf (keyboards, synthesizer)
+
Benny Gebauer (saxophone bei 03.)
+
Münchner Philharmoniker
+
background vocals:
Bimey Oberreit – Hans-H. Gebhard – Judy Cheeks – Patricia Shockley – Peter Bischof

Booklet1

Titel:

Songs & Ballads:
01. You’ve Lost That Lovin‘ Feelin‘ (Mann/Weil/Spector) 4.40
02. Fairytales (Heck/Köthe/Sasson) 4.07
03. Let It Be (Lennon/McCartney) 4.21
04. Wildfire (Heck/Köthe/Hopkins) 3.50
05. Unchained Melody (Zaret/North) 3.55

Ivory Man (A Rock Fantasy):
06. Time Warp +  Ivory Man (Heck/Köthe/Sasson) 6.05
07. The Journey – Lion’s Share (Opperman/Sasson/Hopkins) 3.47
08. Follow (Opperman/Sasson/Hopkins) 3.55
09. Paradise Shuffle + End Of The Rainbow (Opperman/Sasson/Hopkins) 7.07
10. Reflections + Hymn (Heck/Köthe/Dinier) 3.38

LabelB1

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LPBookletFrontCover1

Textbeispiel

Au weia … 

 

Willy Hagara – Der Tanz mit dir + Ich bin einsam (Save The Pieces) (1967)

FrontCover1Und jetzt mal wieder ein tiefer Griff in die Schmalzkiste:

Willy Hagara (* 4. Juni 1927 in Wien; † vor dem 18. Mai 2015) war ein österreichischer Schlagersänger und Schauspieler.

Willy Hagara machte zunächst eine Ausbildung als Postbeamter und übte diesen Beruf auch aus. Dann gewann er 1946 einen Schlagerwettbewerb im Wiener Konzerthaus. Nun richtete er seine Aktivitäten ganz auf die neue Karriere aus, indem er Gesangsstunden und Schauspielunterricht nahm. In dieser Zeit war er hauptsächlich mit Volksliedern und als Sänger der Band von Johannes Fehring, dem späteren Leiter des ORF Big Band Orchesters, erfolgreich. Es sollten noch zehn Jahre vergehen, bis der Durchbruch mit dem Lied Eine Kutsche voller Mädels und die Taschen voller Geld kam. Bis Mitte der 1960er-Jahre spielte er in zahlreichen Filmen mit und verkaufte viele Platten.

1969 machte er eine Millionenerbschaft: Sein Vater, der Kaufmann Franz Hagara, hinterließ ihm eine Villa und mehrere Mietgrundstücke in Wien. Er wirkte noch in einigen Fernsehproduktionen mit und trat als Gast in Sendungen auf. (Quelle: wikipedia)

Nun ja, ein wenig dürftig ist dieser wikipedia schon …und ich werde mich sicherlich noch darum bemühen, ein paar mehr Informationen zusammen zu tragen … aber ein Anfang ist gemacht.

Hier eine Single aus dem Jahr 1967 …  und beide Titel gehören für mch in die Kategorie „Illussionsmusik“ und ich behaupte einfach mal frech … diese Musik wurde speziell für die Damenwelt konzipiert …

BackCoverBesetzung:
Willy Hagar (vocals)
+
unbekanntes Orchester

WillyHagaraTitel:
01. Der Tanz mit dir (Gietz/Feltz) 2.36
02. Ich bin einsam (Save The Pieces) (Meshell/Weinstein/Relin/Baar) 2.20

LabelB1
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Popol Vuh – Das Hohelied Salomos (1975)

FrontCover1Popol Vuh war eine dieser deutschen Bands, die charakteristisch für jenes Zeug waren, das man dann damals weltweit „Kraut-Rock“ nannten:

Die nach dem Popol Vuh, einem zentralen Schriftstück der Maya-Kultur zur Schöpfungsgeschichte der Welt, benannte Gruppe wurde 1970 von Florian Fricke gegründet.

Stilistisch werden Popol Vuh dem Krautrock zugerechnet. Ihr Musikstil ist jedoch sehr originär und verbindet Rock mit elektronischer New-Age-Musik und spirituellen Elementen. Auf Grund des Einsatzes von verschiedenster Percussion, exotischen Instrumenten wie der Sitar, den internationalen Sängerinnen sowie Florian Frickes Affinität zu Yoga, Spiritualität und fernöstlicher Kultur kann man Popol Vuh im weitesten Sinne auch der Worldmusic zuordnen. Die Band selbst hat sich stets bemüht, sich der Genre-Zuordnung zu entziehen und ihre Musik ausschließlich mit Fantasiebegriffen wie Magic Music, Love Music, Cosmic Space Rock u. ä. bezeichnet.

Gründungsmitglied Fricke zählt zu den Pionieren der damaligen Elektronikmusiker. Die Besetzung der Band wechselte im Lauf der Zeit kontinuierlich. Bereits seit Beginn dabei war Frank Fiedler. Später sollte Daniel Fichelscher (Amon Düül II) als langjähriges Mitglied dazustoßen. Ein bedeutendes und bekanntes zeitweiliges Mitglied der Band war Klaus Wiese.

PopolVuh
Die Band wurde zunächst von Liberty Records unter Vertrag genommen, wo man sich in Gesellschaft von Amon Düül und Can befand, und wo noch im Gründungsjahr 1970 die von Gerhard Augustin produzierte Debüt-LP Affenstunde vorgelegt wurde. Die ersten beiden Alben von Popol Vuh sind geprägt durch den Klang des legendären Moog III-Synthesizers, der später an Klaus Schulze abgetreten wurde. Das zweite Album In den Gärten Pharaohs erschien 1971 auf Rolf-Ulrich Kaisers Pilz-Label und ist zur Hälfte live in einer Kirche eingespielt. Beim dritten Album Hosianna Mantra (1972) stießen Conny Veit und die koreanische Sängerin Djong Yun zur Stammbesetzung. Yun sollte auch wieder auf dem übernächsten Album Einsjäger & Siebenjäger 1975 zu hören sein.

Die 1970er-Jahre gelten als produktivste Phase von Popol Vuh. Neben Studioalben und seltenen Live-Auftritten wurde die Band durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Werner Herzog bekannt, für dessen Filme wie Aguirre, der Zorn Gottes, Nosferatu – Phantom der Nacht oder Fitzcarraldo sie die Soundtracks schuf. Kennzeichnend für Aufnahmen aus dieser Zeit ist die Verwendung des Mellotrons. Dieses Vorläuferinstrument späterer Sampler ermöglichte es, Chorstimmen oder Orchesterklänge in den Klang der Band zu integrieren.

Der erste Auftritt im Ausland fand 1976 in Mailand statt. Ab 1978 arbeitete Popol Vuh zeitweilig wieder mit Gerhard Augustin zusammen, der weitere Alben und Soundtracks der Band produzierte. Ab 1983 trat Popol Vuh in den Schatten des auf zahlreichen Weltreisen stattfindenden Filmschaffens von Fricke und Fiedler. Alben erschienen nun weniger häufig als in den 70er-Jahren, dennoch regelmäßig.

Mitte der 1990er-Jahre meldeten sich Popol Vuh mit City Raga (unter Verwendung von Stimmaufnahmen der Atemtherapeutin Maya Rose) zurück. In die Arbeit der 1990er-Jahre flossen nun auch aktuelle Musikströmungen aus dem Techno-Bereich mit ein. Neben Fricke und Fiedler war mittlerweile auch Guido Hieronymus zu einem festen Mitglied der Band geworden. 1999 erschien das letzte Album Messo di Orfeo.

Mit dem frühen Tod von Florian Fricke im Jahr 2001 ging auch die Geschichte von Popol Vuh zu Ende.

Glo

Florian Fricke

„Das Hohelied Salomon“, greift wiederum inhaltlich biblische Themen auf und setzt diese in psychedelisch-verträumten Krautrock um, setzt somit die Tradition der Vorgängeralben „Seligpreisung“ (1973) und „Einsjäger & Siebenjäger“ (1974) fort. Mastermind Florian Fricke nimmt sich erstaunlich zurück, sein musikalischer Beitrag beschränkt sich lediglich aufs Klavier – von den Elektronikspielereien früherer Tage also keine Spur mehr.

Die instrumentale Führungsrolle überlässt er bereitwillig Gitarrist Daniel Fichelscher, aber auch Sängerin Djong Yun übernimmt eine sehr prägende Rolle. Die leicht indisch angehauchten Kompositionen beeindrucken vor allem durch ihre relaxte Atmosphäre, graben sich aber ebenfalls in schwebender Spielweise ins Gedächtnis ein. Leider werden einige Titel viel zu früh ausgeblendet, noch bevor sie gerade in Fahrt gebracht, ihre volle Schönheit entwickeln können. (Kristian Selm)

Das Hohelied Salomons – das Lied der Lieder, welches nur um ein Thema kreist: die Liebe. Und die Liebe birgt ja geradezu ein unendliches Spektrum an unterschiedlichen Empfindungen. Manchmal möchte man Bäume ausreißen, manchmal möchte man auf einen flüchten. Ich denke jeder findet dazu passende Bilder, entsprechend bunt und vielgestaltig ist auch Popol Vuhs interpretation des alttestamentarischen Buches. Manchmal aufbrausend mit „Pauken und Trompeten“, mal elegisch fast zärtlich, manchmal kaum wahrnehmbar, manchmal kurz, manchmal ausladend, traurig oder jubilierend. Wer liebt, der hat etwas zu erzählen…

Popol Vuh taten es mit diesem vielschichtigen Album. Wieder unterstützt von Djong Yun und der deutschen Sitar-Koryphäe Al Gromer Khan gelingen auch diesmal ganz zauberhafte Momente, „Der Winter ist vorbei“ z.B. welches wie ein mittelalterliches Lied wirkt und mit der indischen Instrumentierung eine ganz unwirkliche Gestalt bekommt, oder das romantische mit einer jubelnden E-Gitarre versehene „Du tränke mich mit deinen Küssen“. Es sind Momentaufnahmen, deshalb werden sie vielleicht auch einfach ausgeblendet, aber kann man von der Liebe anders sprechen, als in Augenblicken, in Momentaufnahmen?

So zieht das Album wie eine flüchtige Begegnung am Hörer vorbei, und für einen Moment bleibt es stehen und mit ihr die Zeit und dieses kurze Lächeln was dann folgt, wird man nicht vergessen. Das Album hat nach all den Jahren nichts von seiner Flüchtigkeit und von seinem Reiz verloren. Es ist einfach nicht zu fassen und deshalb so wertvoll. (Michael Hirle)

Gerade den letzten Gedanken möchte ich ausdrücklich bestätigen. Wer sich für Musik dieser Art interessiert oder gar begeistern kann, wird feststellen, wie zeitlos diese Ausnahmen sind … einfach nur bemerkenswert.

PopolVuh2
Besetzung:

Daniel Fichelscher (guitar, percussion)
Florian Fricke (piano, electronics)
Djong Yun (vocals)
+
Alois Gromer (sitar)
Frank Fiedler (electronics)
Shana Kumar (tabla)
Robert Wedel (electronics)

BackCover
Titel:
01. Steh auf, zieh mich Dir nach (Fricke) 4.44
02. Du schönste der Weiber (Fichelscher/Fricke) 4.28
03. In den Nächten auf den Gassen (Fricke) 1.33
04. Du Sohn Davids I (Fricke) 2.59
05. In den Nächten auf den Gassen II (Fricke) 3.26
06. Der Winter ist vorbei (Fricke) 3.42
07. Ja, deine Liebe ist süßer als Wein (Fichelscher) 3.36
08. Du Sohn Davids II (Fricke)  3.47
09. Du tränke mich mit deinen Küssen (Fichelscher/Fricke) 4.58

LabelB1

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