Peter Alexander + Olive Moorefield – Kiss Me Kate – Ein Musical-Querschnitt (1966)

FrontCover1Die Biographie von Peter Alexander ist hinlänglich bekannt … mindestens genauso spannend ist die Biographie von seiner Partnerin bei dieser deutschen Musical-Fassung von „Kiss Me Kate“, Olive Moorefield:
Olive Moorefield (* 23. August 1932 in Pittsburgh, Pennsylvania, Vereinigte Staaten) ist eine US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin mit diversen Ausflügen zum bundesdeutschen Film der 1950er Jahre und Auftritten in Fernsehshows der 1960er Jahre.

Olive Moorefield hatte sieben Geschwister. Nach dem Besuch des Pennsylvania Colleges nahm sie Gesangs- und Schauspielunterricht. Im Oktober 1952 debütierte sie am Broadway in New York in dem Stück My Darlin‘ Aida. Daraufhin ging sie auf ausgedehnte Europatournee und ließ sich 1953 in Wien nieder.

Dort erhielt sie – für eine schwarze Künstlerin zu dieser Zeit in Europa sehr ungewöhnlich – ein Engagement von der Volksoper Wien und feierte zunächst einen Erfolg mit dem Cole Porter-Musical Kiss Me Kate. Zunächst spielte sie die Nebenrolle der Bianca, später auch die Hauptrolle der Kate. Diesem Haus blieb Olive Moorefield auch die kommenden zwei Jahrzehnte für Gastspiele wie auch für Festengagements verbunden. Gelegentlich trat die Künstlerin auch an anderen Häusern Mitteleuropas, etwa an der Frankfurter Oper, auf. Ihre langjährige Tätigkeit in Wien brachte ihr in Österreich große Popularität ein.

OliveMoorefield01Vor allem aber machte sie Karriere als Schallplattenkünstlerin (mit Verträgen bei Polydor, Ariola und Heliodor) und scheute sich auch nicht vor Ausflüge ins Schlagergeschäft (zum Beispiel ‚Am Schießeisen beißt keiner an‘). Ab 1956 kamen auch Angebote vom deutschen Film hinzu, in dem sie mal als Sängerin, mal als Schauspielerin auftrat. In den 60er Jahren begann das deutsche und österreichische Fernsehen an Bedeutung zu gewinnen, wo sie vor allem in Shows (zum Beispiel Zwischen Bach und Beat, Wien Side Story) zu sehen gewesen war. 1964 trat Olive Moorfield letztmals in einem Kinofilm auf und übernahm die Rolle der Sklavin Cassy in der Verfilmung des berühmten Südstaatenromans Onkel Toms Hütte. 1965 spielte sie mit der Nancy Mannigoe in einem weiteren, diesmal für das deutsche Fernsehen aufbereiteten Südstaatendrama Requiem für eine Nonne nach einer Romanvorlage William Faulkners eine seltene ernste Rolle. Nahezu zeitgleich (Herbst 1965) gelang Olive Moorefield ein großer Erfolg mit der Bess in George Gershwins Musical Porgy und Bess, das erstmals an einem großen Opernhaus, der Volksoper, aufgeführt wurde.

Infolge der Eheschließung mit dem Arzt Dr. Kurt Mach Ende 1969 zog sich Olive Moorefield sukzessive aus dem Rampenlicht ins Privatleben zurück. In späteren Jahren tauchte ihr Name (jetzt als Olive Moorefield-Mach) wieder auf, diesmal auf der administrativen Seite bei Musikfestspielen („Verein der Freunde des Salzburger Jazz-Herbstes“) bzw. einer Völker verbindenden Vereinigung. Sie fungiert auch als Kassiererin der Österreich-Barbados-Gesellschaft, einer Untergliederung der Dachverbandes PaN (= Partner aller Nationen). Präsident der 2004 gegründeten Österreich-Barbados-Gesellschaft ist ihr Ehemann.

OnkelTomsHütte

Olive Moorefield in dem Film „Onkel Toms Hütte“ (mit Herbert Lom)

Doch zurück zu diesem Musical. Darum geht´s:

Kiss Me, Kate ist das bekannteste und erfolgreichste Musical von Cole Porter, das Buch stammt von Samuel und Bella Spewack. Die Uraufführung fand am 30. Dezember 1948 im Century Theatre in New York statt. Im deutschen Sprachraum läuft das Musical in der Übersetzung des Berliner Kabarettisten Günter Neumann aus den 1950er-Jahren – in Film, TV und auf einigen Bühnen Deutschlands unter dem Titel „Küß mich, Kätchen!“, sonst meist mit Neumanns Text, aber dem Originaltitel.

„Kiss Me, Kate“ handelt von einer Theatergruppe, die eine musikalische Fassung von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ aufführt; es ist also ein „Stück im Stück“ zu sehen. Der Produzent, Fred Graham, hat sich selbst mit der männlichen Hauptrolle in Shakespeares Stück, „Petrucchio“, besetzt. Für die weibliche Hauptrolle, die widerspenstige „Katharina“, hat er seine Ex-Frau Lilli Vanessi engagiert. Lilli ist mit dem Geldgeber des Stückes, Harrison Howell, verlobt und Fred hat eine Affäre mit der Nachtclub-Schönheit Lois Lane, der er die Rolle von Katharinas jüngerer Schwester „Bianca“ zugeschanzt hat. Ziemlich schnell wird jedoch klar, dass es zwischen Fred und Lilli nach wie vor knistert.

Bereits 1956 sang Olive Mooresfield bei "Kiss Mw Kate"

Bereits 1956 sang Olive Mooresfield bei „Kiss Mw Kate“

Unmittelbar vor Beginn der Aufführung sendet Fred einen Blumenstrauß an Lois, der jedoch irrtümlich bei Lilli landet. Diese freut sich zunächst unbändig; als sie jedoch während der Aufführung endlich dazu kommt, die dem Strauß beigefügte Karte zu lesen, wird ihr der Irrtum bewusst und ihre Freude wandelt sich in Zorn um. Während der berühmten Szene in Shakespeares Stück, bei der Katharina und Petrucchio das erste Mal aufeinandertreffen, kommt es zum Eklat: Lilli extemporiert, beißt, tritt und ohrfeigt Fred, der sie schließlich im Gegenzug mitten auf der Bühne übers Knie legt. Nach dieser Demütigung weigert Lilli sich weiterzuspielen und bittet ihren Verlobten telefonisch, sie unverzüglich abzuholen. Da kommen Fred unerwartet zwei Gangster zu Hilfe: Bill Calhoun, der Darsteller des „Lucentio“ (und Lois’ Freund) mit Hang zum Glücksspiel, hat nämlich einen Schuldschein mit Freds Namen unterzeichnet.

Fred gibt nun vor, den Schuldschein tatsächlich selbst unterschrieben zu haben, und behauptet, er könne seine Schulden nur dann bezahlen, wenn die Gangster Lilli davon abhalten würden, das Ensemble vorzeitig zu verlassen. Der Plan geht zunächst auf – Lilli muss weiterspielen. Vor der Schlussszene von „Der Widerspenstigen Zähmung“ erfahren die Gangster jedoch, dass ihr Auftraggeber liquidiert wurde, und lassen Lilli daher doch mit ihrem Verlobten das Theater verlassen. Zu Freds freudiger Überraschung erscheint Lilli zu guter Letzt doch wieder auf der Bühne – sie hat sich offensichtlich trotz allem für ihn entschieden. Ein Happy End gibt es also nicht nur für Katharina und Petrucchio, sondern auch für Lilli und Fred. (Quelle: wikipedia)

Alternatives Frontcover

Alternatives Frontcover

Und hier die Fassung mit Peter Alexander und Olive Moorefield … ich stelle mir vor, dass der gewiefte Peter Alexander als Tausendsassa der damalige Unterhaltungsbranche diese Aufnahmen quasi im vorbeigehen gemacht hat … gut geworen sind sie dennoch, sofern man sich sich für Musicals begeistern kann. Und man kann angesichts der zuweilen frivolen Texte (man höre sich mal „Wo ist die liebestolle Zeit“ genauer an nur staunen !)

Single

Single

Besetzung:
Peter Alexander (vocals)
Olive Moorefield (vocals)
+
Chor und Orchester Johannes Fehring

BackCover1Titel:
01. Overtüre + Premierenfieber (Another Op’nin‘ – Another Show) 3.52
02. Wo ist die liebestolle Zeit (Where Is The Life That Late I Led) 4.41
03. Aber treu bin ich nur dir (Always True To You) 3.42
04. Ich will mich reich beweiben hier in Padua (I’ve Come To Wive It Walthily In Paduar) 2.30
05. Wunderbar 3.10
06. Von Venedig nach Venedig (We Open in Venice) 2.13
07. Kampf dem Mann (I Hate Men) 2.30
08. Viel zu heiß (Too Darn Hot) 2.33
09.. Wann kann ich dir traun (Why Can’t You Behave) 3.07
10. Ach wärst du doch so hold (Wete Thine That Special Face) 3.21
11. Ich bin dein für alle Zeit (So In Love) 3.44
12. Schlag nach bei Shakespeare (Brush Up Your Shakespeare)

Musik: Cole Porter
Deutscher Text: Günter Neumann

LabelB1

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Olive Moorefield01

Olive Moorefield mit ihrem Ehemann Kurt Mach

Mondscheiner – Diese Stadt (2006)

FrontCover1Leider bestand diese Band mit den prachtvollen Burschen aus Wien nur relativ kurze Zeit:

Mondscheiner war eine österreichische Rockband, Kabarettisten- und Schauspielergruppe, die 2002 in Wien gegründet wurde. Im Jahr 2009 löste die Band sich auf.

Mitte der Neunziger fand sich die Vorgängergruppe von Mondscheiner als Kaberettistengruppe zusammen, ein Großteil der Mitglieder waren nebenbei auch Tontechniker, Schauspieler und Hobbymusiker. Anfänglich wurden deutschsprachige Texte von einem Teil der Band für das Kabarett geschrieben. Die musikalische Karriere der Gruppe begann erst 2002 als sich die Band Mondscheiner offiziell gründete.

Erste Fans erspielten sich Mondscheiner in der Wiener Lokalszene. 2003 brachte die Band ihre erste EP Die Kunst der Verführung heraus. Bereits 2004 spielte man mit bekannten Bands wie Klee, garish und Wir sind Helden. Im selben Jahr kam das Debütalbum „La belle captive” auf den Markt, konnte erste mediale Erfolge erzielen, kommerziell jedoch war es wenig erfolgreich. 2005 zog ein Teil der Band nach Linz, um dort als Schauspielergruppe ihren Weg zu machen. Währenddessen ging der andere Teil der Gruppe nicht dem Musikerengagement nach, sondern pausierten in diesem Bereich. Kurz darauf trennte man sich von Karl Kühn.

Mondscheiner2Im Frühling 2006 nahm die Plattenfirma Sony BMG Music Entertainment die Band unter Vertrag. Im Juli desselben Jahres wurde ihre Debütsingle Das was wir sind das erste Mal auf einem Radiosender (Ö3) gespielt.

Kurz darauf wurde die Band ins Vorprogramm von Silbermond und deren Österreichtour genommen.

Noch Ende dieses Sommers brachten sie ihr zweites Album Diese Stadt heraus, welches weitaus erfolgreicher als die anderen CDs war. Der Song Das was wir sind erreichte nach einigen Monaten in den österreichischen Charts den zehnten Platz.

Ende 2006 trennt sich die Band unerwartet von Heimo Korak. July Skone wird der Nachfolger am Schlagzeug. Seit Anfang 2007 ist die Gruppe im Theaterstück King Lear in Klagenfurt zu sehen.

Die Band gewinnt die Ausscheidung für den Titelsong der ORF Serie Mitten im 8en, dem Flaggschiff der Programmreform. Die Nummer „Mittendrin“ ist gleichzeitig die 2. Auskoppelung des neu aufgelegten Albums. Die Single war – wie die Serie – nur wenig erfolgreich, was womöglich auch daran lag, dass sie in einflussreichen Radiosendungen kaum präsent war.

Im Mai 2007 werden sie mit dem Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie „Newcomer des Jahres” ausgezeichnet.

Die dritte Single des Albums, Dieser Tag stieg weitaus erfolgreicher als sein Vorgänger in die Ö3 Austria Top 40 ein. Kurze Zeit später wurde auf der Mondscheiner-Webseite bekanntgegeben, dass die Band zu diesem Zeitpunkt schon an einem neuen Album arbeitete. Die Band meinte, sie wolle sich mehr auf das konzentrieren, womit sie vor ein paar Jahren ins Rennen gegangen sind.

Das am 23. Jänner 2009 erschienene Album trägt den Titel Songs & Daughters. Die erste Singleauskoppelung wurde am 9. Jänner 2009 veröffentlicht und trägt den Namen The Silence.

Im November 2009 gab die Band bekannt, sich nach einer Tour Anfang 2010 zu trennen. (Quelle: wikipedia)

Mondscheiner

Und hier ihr 2. Album, das ihnen der ersten kommerziellen Erfolgt beschenkte:

Und hier kann ich mich mal wieder nur mit der Formel „Das Album ist ne Wucht“ dienen. Die Texte sind sehr poetisch und teilweise auch philosophisch, wie die auf den Vorgängeralben. Sie wirken so wie zwölf Kurzgeschichten, mit verschiedenen Themen, die alle in der Stadt Wien stattfinden.

Und wieder mal bin ich verblüfft mit welcher Reife sie diese Texte geschaffen haben und musikalisch bieten sie knackigen Power-Rop/Rock … einfach nur herrlich frisch und verbraucht !

Und: selten habe ich eine solche witzige Form der Präsentation der Texte gesehen !

Inlet1Besetzung:
Boris Fiala (bass)
Stefan Laczkovics (guitar)
Manuel Rubey (vocals)
July Skone (drums)
+
H.M. Buff (background vocals)
Georg Gabler (guitar, piano, background vocals)
Julian Gabler (background vocals)
Claudis Jusits (background vocals)

Booklet04ATitel:
01. Mittendrin 3.59
02. Das was wir sind 3.51
03. Heitere Gelassenheit 4.12
04. Dieser Tag 3.25
05. Anwendung der Aufrichtigkeit 2.53
06. Durcheinander 4.29
07. Was ich sehe 3.52
08. Tanzen 4.36
09. Romeo und Julia 3.41
10. Penelope 4.07
11. Schön ist die Welt 3.15
12. Ich kann nicht reden 4.58

Musik: Boris Fiala – Stefan Laczkovics – Manuel Rubey – July Skone
Texte: Rubey – Laczkovics – Auder 1 + 2 (sehr rätselhaft)

CD1

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Live2008

Live 2008

Gerhard Schöne – Gerhard Schöne singt Kinderlieder aus aller Welt (1986)

FrontCover1Hier ein Album, das das Prädikat „zeitlos“ verdient:

Gerhard Schöne (* 10. Januar 1952 in Coswig bei Dresden) ist ein deutscher Liedermacher. Er gehörte in der DDR zu den bekanntesten Interpreten.

Schöne wuchs in einer evangelischen Pfarrerfamilie im sächsischen Coswig auf. Er erlernte einen Handwerksberuf und arbeitete später bei der Deutschen Post. Ursprünglich wollte er Schauspieler werden, erhielt aber keine Zulassung zum Studium, weil er den Wehrdienst in der NVA verweigerte. Als Mitarbeiter für Kinder- und Jugendarbeit bei einem Pfarrer schrieb er Lieder und absolvierte parallel ein Fernstudium an der Musikhochschule Dresden. Seit 1979 ist er freischaffend als Liedermacher tätig.

1981 erschien seine erste Langspielplatte Spar deinen Wein nicht auf für morgen bei Amiga, dem bekanntesten Label der DDR. Mehrmals war Gerhard Schöne Gast beim Festival des politischen Liedes. Musik von ihm wurde 1986 im DEFA-Kinderfilm Der Junge mit dem großen schwarzen Hund verwendet, in dem Schöne auch eine Nebenrolle als Musiker spielte. Seine LP Du hast es nur noch nicht probiert kam 1988 heraus, die mit Liedern wie Mit dem Gesicht zum Volke mutig die Stimmung großer Teile der Bevölkerung zum Ausdruck brachte. Schöne gehörte zu den Künstlern, die aktiv die Wendezeit 1989/90 mitgestalteten. Bis heute ist er gesellschaftlich engagiert. Gerhard Schöne unterstützt zum Beispiel Entwicklungsprojekte der ostdeutschen Organisation INKOTA-netzwerk, in deren Beirat er mitarbeitet.

GerhardSchöne01Schönes Texte wirken manchmal kindlich-naiv, sind aber immer einfühlsam und, geprägt von seinem christlichen Glauben, oft gesellschaftskritisch. Populär geworden ist Schöne vor allem durch seine Sammlung von Kinderliedern aus aller Welt und aus eigener Feder, zum Beispiel Kinderland und Jule wäscht sich nie. Erfolgreich wurde er ebenso mit Liedern für Erwachsene. Er tritt regelmäßig zu Evangelischen Kirchentagen auf.

Gerhard Schönes Alben erscheinen seit der Wende im BuschFunk-Verlag Berlin. Seit 1988 wurden neun seiner Kinderbücher veröffentlicht.

Schöne ist in zweiter Ehe verheiratet und hat sechs Kinder. Er lebt in Meißen.

Trotz seiner kritischen Töne wurde Gerhard Schöne als erfolgreichster Liedermacher der DDR 1987 mit dem Kunstpreis der DDR und 1989 mit dem Nationalpreis der DDR geehrt. 1994 erhielt er den Verdienstorden des Landes Berlin. Aufgrund seines unermüdlichen Engagements für Kinder wurde er zum UNICEF-Botschafter ernannt. 2002 würdigte ihn der Verband Deutscher Schulmusiker für seine Leistungen in der Musikerziehung mit der Leo-Kestenberg-Medaille. Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik: 1992 für Ich bin ein Gast auf Erden, 2004 für Fremde Federn. Mit dem Leopold-Preis des Verbandes deutscher Musikschulen wurde er 1997 und 2003 geehrt. 1996 erhielt er den Preis der Stiftung Bibel und Kultur im Bereich „Bibel und Liedermacher“. Mit dem Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Text Kinderlied“ wurde Schöne 2012 ausgezeichnet (Quelle: wikipedia)

Und hier sein epochales Album „Gerhard Schöne singt Kinderlieder aus aller Welt“ und um mich zu wiederholen: dieses Album ist ein Klassiker, der das Prädikat „zeitlos“ mehr als verdient.

GerhardSchöne02(1988)

Gerhard Schöne, 1988

Und ich habe viele Besprechungen dieses Albums gefunden, diese fand ich besonders berührend:

„Ich bin mit der Kassettenversion Anfang der Neunziger aufgewachsen und habe sie vor ein paar Wochen wieder entdeckt. Nun bin ich 25 Jahre und ich muss sagen, dass kein einziges Lied von seinem damaligen Charme verloren hat. Hits wie „Der Popel“ oder „Omas Nähkünste“ lassen einen wieder im Gedanken zurück in die Kindheit versetzen und man erinnert sich, wie man als kleiner Steppke vor dem Kassettenrekorder saß, lauschte, mitwippte oder tanzte. Ich kann allen Eltern empfehlen diese CD zu kaufen. Ehrliche Lieder, eingängige Melodien, amüsante Arrangements, mit nachdenklichen bis verdammt lustigen Texten. Dieses Werk ist verdammt facettenreich. Ich habe noch keine Kinder, aber sollte es mal soweit sein, werden meine Kinder auch mit diesem Album aufwachsen um sich mit 25 Jahren eventuell genauso mit einer Träne im Knopfloch zu erwischen, dass man doch eine schöne Kindheit hatte und Gerhard Schönes „Kinderlieder aus aller Welt“ war der Soundtrack…“ (MichaelZ)

Dieses Album gehört eigentlich in jedes Kinderzimmer und es gilt noch dringend anzumerken, wie geschmackvoll die musikalische Begleitung gelungen ist … zu schade (eigentlich: mehr als ärgerlich), dass die mitwirkenden Musiker bei diesem Album nicht genannt wurden

CDFrontCover

CD Frontcover, 2004

Besetzung:
Gerhard Schöne (guitar, vocals)
+
eine Schar unbekannter Studiomusiker

BackCover1Titel:
01. Wochentage auf dem Markt (Italien) 3.19
02. Clementin (USA) 2.28
03. Frosch und Maus (England) 4.06
04. Geburtstagslied (Sowjetunion)
05. Die Katze singt Fideleihe (USA) 3.12
06. Das Auto von Lucio (Italien) 2.50
07. Omas Nähkünste (Bulgarien) 1.54
08. Alfonsina (Tansania) 2.04
09. Der Popel (Mexiko) 2.06
10. Morgenlied (Kuba) 2.12
11. Susi Hat Ein Baby (Australien) 2.36
12. Die Schule vom Killifisch (Japan) 1.40
13. Gab ihr Küßchen (Kanada) 2.26
14. Oma Emilia (Angola) 2.15
15. Mein Apfelsinchen (Bolivien) 2.16
16. Mariomonito (Venezuela) 1.27
17. Mein Papa gab mir einen Mann (Frankreich) 2.12
18. Der Pferdekutscher (Spanien) 1.00
19. Wenn du glücklich bist (Schweden) 1.42
20. Woher kommt die Karawane (China) 2.23

Musik: Traditionals aus aller Welt
Deutscher Text: Gerhard Schöne
Deutscher Text bei „Geburtstagslied“: A. Timofejew, W. Schainski

 

LabelA1

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Gewandhaus Orchester Leipzig -Sinfonie Nr. 5 (Beethoven) (1960)

FrontCover1Also, da haben wir zum einen  das altehrwüdige Gewandhausorchester Leipzig:

Das Gewandhausorchester (früher selbst als Gewandhausorchester Leipzig bezeichnet) ist ein Sinfonieorchester mit Sitz in Leipzig. Es gehört international zu den führenden Orchestern und gilt mit derzeit etwa 185 Berufsmusikern als weltweit größtes Berufsorchester. Zugleich ist es das älteste bürgerliche Konzertorchester im deutschsprachigen Raum. Die Chefdirigenten des Gewandhausorchesters tragen traditionell den Titel „Gewandhauskapellmeister“. Seit Februar 2018 ist Andris Nelsons Gewandhauskapellmeister. (wikipedia)

Ankunft des Orchesters auf dem Flughafen Tokio am 12. April 1961, der Beginn einer vierwöchigen Konzertreise in Japan

Gewandhausorchester in Japan

Ankunft des Orchesters auf dem Flughafen Tokio am 12. April 1961, der Beginn einer vierwöchigen Konzertreise in Japan

Und deren damaliger Dirigent hieß Franz Konwitschny:

Franz Konwitschny (* 14. August 1901 in Fulnek, Mähren, Österreich-Ungarn; † 28. Juli 1962 in Belgrad, Jugoslawien) war ein deutscher Dirigent.

Konwitschny entstammte einer Musikerfamilie. Von 1920 bis 1923 nahm er zunächst Geigenunterricht an der Akademie des Musikvereins in Brünn, bevor er von April 1923 bis 1925 Schüler von Hans Bassermann (* 1888) am Konservatorium der Musik in Leipzig wurde. Dort gehörte auch der Musikpädagoge Fritz Reuter zu seinen Lehrern.[1] Während dieser Zeit war er aushilfsweise als Geiger und Bratscher im Gewandhausorchester beschäftigt. 1925 wurde Konwitschny als Bratscher Mitglied des 1894 gegründeten Fitzner-Quartetts in Wien; 1927 ging er nach Stuttgart, zunächst als Korrepetitor, ab 1930 als Erster Kapellmeister am Staatstheater. Mit Beginn der Spielzeit 1933/34 wurde er musikalischer Oberleiter des Philharmonischen Orchesters Freiburg in Freiburg im Breisgau, wo er 1934 zum Generalmusikdirektor ernannt wurde. 1938 übernahm er die Position Musikdirektor und musikalischer Leiter der Oper in Frankfurt am Main.

Konwitschny trat am 1. Juli 1923 in Fulnek erstmals der NSDAP bei (Mitglieds-Nummer 2.756). Seine damalige politische Überzeugung kam auch in einer Freiburger Fidelio-Aufführung von 1934 zum Ausdruck, wo er anlässlich Hitlers Geburtstag SA-Männer und SA-Fahnen auf die Bühne bringen wollte, was aber von der Intendanz untersagt wurde. Andererseits dirigierte er im November desselben Jahres in einem Abonnementskonzert die Sinfonie Mathis der Maler des verfemten Komponisten Paul Hindemith. Zum 1. August 1937 trat Konwitschny erneut in die NSDAP ein (Nr. 5 508.995). Am 16. Oktober 1937 dirigierte Konwitschny bei der Schlusskundgebung der unter dem Motto „Rasse und Kultur“ stehenden 2. Badischen Gaukulturwoche vor der Rede Alfred Rosenbergs den Germanenzug von Bruckner. Im Dezember 1942 war Konwitschny Gastdirigent in der Ghetto-Stadt Łódź, wobei nach der Litzmannstädter Zeitung vom 17. Dezember 1942 der „von stärkster Vitalität getragene Musizierstil“ faszinierte.

GewandhausorchesterLeipzig03

Franz Konwitschny mit dem Gewandhaus Orchester Leipzig

Er wirkte auch an der Staatsoper in Hamburg und war in den Kriegsjahren 1943/44 Chefdirigent des Orchesters in Ludwigshafen, der heutigen Staatsphilharmonie

Konwitschny setzte seine Karriere nach 1945 unbeschadet fort, 1946 berief ihn die Stadt Hannover als musikalischen Oberleiter von Oper und Konzert (bis 1949). Von 1949 bis 1962 wirkte er als Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Gleichzeitig besetzte er von 1953 bis 1955 das Amt des Generalmusikdirektors der Dresdner Staatsoper sowie von 1955 bis 1962 das Amt des Generalmusikdirektors der Deutschen Staatsoper in Berlin. 1951 wurde ihm der Professoren-Titel verliehen. 1957 erhielt er den Arthur-Nikisch-Preis. 1951, 1956 und 1960 wurde er mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Am 14. August 1961 wurde er Ehrenmitglied des Gewandhausorchesters.

Franz Konwitschny verstarb während einer Konzertreise am 28. Juli 1962 in Belgrad. Er wurde in einem Ehrengrab auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt.

Besonders bekannt wurde Konwitschny als Dirigent der Opern von Richard Wagner und von Konzerten mit Werken von Ludwig van Beethoven, Richard Strauss, Max Reger und Anton Bruckner. (wikipedia=

Na ja und dann: ta, ta ta taaaa !

Anfangsmotiv

Ludwig von Beethoven mit seiner Sinfonie Nr. 5 C-moll Op. 67. gemeinhin als Schicksalsmelodie bekannt:

Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie (c-Moll, Opus 67) gehört zu seinen berühmtesten Werken und ist eines der populärsten Stücke der klassischen Musik. Sie ist auch unter der Bezeichnung Schicksalssinfonie bekannt. Die Spieldauer beträgt je nach Interpretation knapp 31 bis etwas mehr als 39 Minuten.

Die ganze viersätzige Sinfonie wird vielfach mit dem prägnanten Anfangsmotiv identifiziert, mit den drei markanten Achteln auf G, denen in derselben Dynamik (fortissimo) ein langgezogenes Es folgt.

Notensatz

In der sogenannten romantischen Beethoven-Rezeption, die bis in das 20. Jahrhundert reichte, wurde Beethovens „Fünfte“ im Sinne eines Schicksalsdramas als eine musikalisch objektivierte Erzählung von Niederlage und Triumph, vom ewigen menschlichen Schicksalskampf, von Leid und Erlösung interpretiert.[2] Ähnlich wie die 9. Sinfonie mit ihrer „Ode an die Freude“ behandelt sie dieser Deutung zufolge mit ihrem per aspera ad astra, ihrem Weg durch Nacht zum Licht, von c-Moll nach C-Dur einen grundlegenden Gedanken der europäischen Kultur. Auch wenn diese Deutung in der heutigen Zeit manchmal als pathetisch angesehen wird, kann auf jeden Fall festgestellt werden, dass Beethovens Fünfte zusammen mit der 3. Sinfonie, in deren Paralleltonart sie steht, und mehr noch der 9. Sinfonie das sinfonische Schaffen des 19. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst hat – von Franz Schubert und Johannes Brahms über Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Anton Bruckner bis hin zu Gustav Mahler. Sie ist außerdem eines der Werke, die sowohl den Liebhaber klassischer Musik als auch Menschen, die sonst kaum der klassischen Musik zugeneigt sind, immer wieder in ihren Bann zu ziehen vermögen, nicht zuletzt durch ihre rhythmische Kraft, die schon im Anfangsmotiv mittels des Unisono der Streicher besonders prägnant in Erscheinung tritt. (wikipedia)

Beethoven„So pocht das Schicksal an die Pforte!“ Beethovens Sekretär und Biograf Anton Schindler hat diesen Satz überliefert. Und obwohl niemand weiß, bei welcher Gelegenheit er ihn aufgeschnappt hat oder ob er ihn am Ende gar selbst erfunden und seinem Chef bloß in den Mund gelegt hat, prägt er seither das Bild Beethovens und seiner Fünften, der „Schicksals-Sinfonie“. Er passt ja auch so schön ins Bild des grimmigen Künstlergenies, das mit seiner aufkommenden Taubheit hadert und „dem Schicksal in den Rachen greifen“ will.
Worin besteht eigentlich Beethovens Genialität? Das „Klopfmotiv“ aus drei Achteln und einer Halben ist an sich ja nichts Besonderes: Haydn benutzte es schon 1765 in seiner 28. Sinfonie. Nun, die Genialität besteht darin, einen 500 Takte langen Satz ausschließlich aus diesem einen Motiv heraus zu entwickeln. Zu Beginn stellt Beethoven es einmal isoliert vor, bevor er es ineinandergreifen lässt und damit atemberaubende Konstruktionen auftürmt. Er komponiert, wie Kinder mit Bausteinen spielen. Die erste „Melodie“ beispielsweise entsteht nur durch das Aneinanderreihen des Motivs zu endlosen Achtelketten. Selbst die Begleitung des schlichten Gegenthemas gestaltet Beethoven mit dem Ausgangsmotiv. (wdr.de)

Und diese Fassung entstand zwischen dem 01. – 15. März 1960.

Und unabhängig von der mehr als suspekten Person des Dirigenten hat das Gewandhaus Orchester Leipzig hier eine furiose Einspielung vorgenommen.

Gelegentlich sogar atemberaubend … Prädikat: triumphal !

BackCover1

Besetzung:
Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Franz Konwitschny

Front+BackCoverOpera

Die westdeutsche Ausgabe auf dem Label „Opera“

Titel:
01. Allegro con brio
02. Andante con moto
03. Allegro
04. Allegro

Musik: Ludwig van Beethoven

LabelB1

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LabelA+BOpera

 

Klaus Dinger + Rheinita Bella Düsseldorf – Néondian (Klausi scheißt auf Hollywood) (1985)

FrontCover1Hm, der Klaus Dinger …:

Klaus Dinger, auch bekannt als Nikolaus van Rhein, war ein stilprägender deutscher Schlagzeuger, Komponist und Multiinstrumentalist mit einem stark ausgeprägten Hang zum künstlerischen Gesamtkonzept.

Und dieses Album steht in engem, unmittelbarem Zusammenhang mit der Dinger Formation La Düsseldorf:

La Düsseldorf war eine deutsche Rockband, die 1975 aus der Gruppe Neu! hervorgegangen ist.

Mitglieder waren der ehemalige Kraftwerk-Schlagzeuger Klaus Dinger (Gesang, Gitarre, Keyboard), Thomas Dinger (Gesang, Perkussion) sowie Hans Lampe (Perkussion, Elektronik). Typisch für die Musik von La Düsseldorf sind lange, über weite Strecken instrumentale Stücke, die mit Klangkollagen und spärlichem Gesang, der oft nur deutsche, englische oder zuweilen auch französische Sprachfetzen enthält, ergänzt werden.

Die Musik von Neu! und La Düsseldorf übte großen Einfluss auf die Musik von Brian Eno und David Bowie aus. Bowie nannte La Düsseldorf „the soundtrack of the eighties“.

Als Meilensteine gelten die 1976 herausgebrachten Lieder Düsseldorf und Time. 1978 hatten sie mit dem Titel Rheinita aus dem Album Viva einen großen Erfolg, unter anderem in den Hörfunkhitparaden Schlagerrallye und Diskothek im WDR von WDR 2. Die Alben der Band wurden nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten zwischen Bandmitgliedern und Plattenfirmen im September 2005 in Deutschland wieder- bzw. erstmals auf CD veröffentlicht, jedoch nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen.

La Düsseldorf

2006 erschien das Album Mon Amour, das ursprünglich im Jahre 1983 als La Düsseldorf 4 erscheinen sollte. Verantwortlich für den späten Veröffentlichungstermin waren auch hier Rechtsstreitigkeiten. Bereits im Jahre 1985 war dieses Werk als LP/CD erschienen – damals unter dem Namen Néondian. (wikipedia)

Ursprünglich sollte dieses Album als viertes Album von LaDüsseldorf unter dem Titel „Mon Amour“ erscheinen.

Klaus Dinger

Dann erschien es aber (vermutlich wieder mal Streitigkeiten aller Art) als Klaus Dinger Soloalbum bei Teldec. Sie blieb kommerziell weit hinter den Erwartungen zurück, was auch daran lag, dass Klaus Dinger zum ersten Mal die Mischpultregler selbst bedienen musste. Hans Lampe erhob einen Rechtsanspruch auf das alte Equipment von La Düsseldorf und Dingers neue Oberheim-Ausrüstung führte klanglich zu stark abweichenden Resultaten.(wikipedia)

Ich bin mit dem Klaus Dinger nie so recht warm geworden und auch dieses Album ändert nichts daran.

Oder auf gut deutsch: This ist not my kind of music … die Musik hat für mich einfach keine Seele …

BackCover1

Besetzung:
Charly T. Charly (drums)
Klaus Dinger / Nikolaus van Rhein (guitar, pianp, synthesizer)
Raoul Walton (bass)
+
Jaki Liebezeit (percussion bei 01.)
Spinello (guitar, bei 01., 03. + 04., mandolin bei 06.)

Booklet01 + 02

Titel:
01. Mon Amour 9.00
02. Pipi AA 4.14
03. Néondian 8.01
04- America 5.43
05. Cha Cha 2000/85 7.19
06. Jag Älskar Dig 6.25

Musik/Texte: Klaus Dinger

CD1

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Spiegel 2008

Der Spiegel, 2008

Bessy – Band 127: Vom Marterpfahl gerettet (1968)

BessyBand126_01ANicht alles, was hier vorgestellt wird, hat unmittelbar und intensiv mit meiner Biographie zu tun … hier aber ist es so. Bessy war für mich in den 60er Jahren fast unverzichtbar:

Bessy war eine zuerst in Belgien veröffentlichte, dann vom (west)deutschen Bastei-Verlag zwischen 1965 und 1985 herausgegebene Abenteuer-Comicserie um die namensgebende Collie-Hündin Bessy als Begleiterin ihres menschlichen „Besitzers“ Andy. Die – abgesehen von verschiedenen Spezial- und Sonderausgaben – in der Regel wöchentlich herausgegebenen in ihren Einzelheften bei der Handlung in sich abgeschlossenen Geschichten sind im Milieu des Wilden Westens angesiedelt.

Die Serie wurde vom Studio des belgischen Comiczeichners Willy Vandersteen gestaltet. Neben Vandersteen, der das Konzept 1952 entwickelt hatte, war der in seinem Studio angestellte Zeichner Karel Verschuere wesentlich an der Gestaltung der Comics beteiligt, sodass beide unter dem gemeinsamen Pseudonym Wirel (Willy und Karel) veröffentlichten. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von Frank Sels. Die durchgehend farbig gezeichneten Abenteuer der Hündin Bessy und ihres Herrchens Andy Cayoon waren realistisch gezeichnet. Zwischen 1965 (ab Heft 2) und 1979 zeichnete Klaus Dill die Titelbilder.

Der Comic wurde 1952 zuerst in der belgischen Zeitung La Libre Belgique veröffentlicht. Der Bastei-Verlag veröffentlichte Bessy zunächst in der Kinder-Zeitschrift Pony, nach deren Einstellung dann in der ebenfalls verlagszugehörigen Comiczeitschrift Felix. Dabei wich der Verlag von der Erscheinungsreihenfolge des Originalmaterials ab und sparte insbesondere die Anfangsgeschichten, in denen Andys Familie vorgestellt wurde, aus. Da seitens Bastei die Nachfrage nach den Geschichten sehr groß war und das Studio Vandersteen anfangs die Nachfrage nicht bedienen konnte, wurden die von Verschuere gezeichneten Karl-May-Geschichten umgearbeitet und im deutschsprachigen Markt als Bessy-Geschichten verkauft. So erhielt Old Shatterhand das Gesicht von Andy, während Bessy den Zeichnungen nachträglich zugefügt wurde. Dementsprechend spielte der Charakter Bessy in diesen Geschichten nur eine untergeordnete Rolle.

Bessy01Ab 1965 erschienen die Geschichten als eigenständiges Heft, das um einen redaktionellen Teil, in dem unter anderem weitere Verlagsprodukte des Bastei-Verlags beworben wurden, erweitert wurde. Die Startauflage betrug 220.000 Exemplare. Der Erscheinungsrhythmus war zuerst vierwöchentlich, wurde aber schon mit Heft Nummer 6 auf zweiwöchentlich umgestellt. Ab Heft Nummer 58 erschien Bessy wöchentlich. Bis 1985 wurden 992 Hefte veröffentlicht, dazu kamen Taschenbücher, Doppel- und Sammelbände. Ältere Abenteuer von Bessy wurden in den Jahren 1976 bis 1980 neu aufgelegt. Unter dem Titel Bessy Classic erschienen in den Verlagen Hutterer & Förster und Hethke in den 1980er und 1990er Jahren Neuauflagen alter Abenteuer.

In den Jahren 1986 bis 1988 brachte der Bastei-Verlag eine Alben-Serie unter dem Titel Bessy – Rettung für die bedrohten Tiere heraus. Darin sind Andy und Bessy zusammen mit der Fotografin Aneka als Journalisten im Auftrag einer Umweltschutzorganisation unterwegs. Die Reihe umfasste sieben Bände. Eine vierteilige Serie als großformatige Hefte unter dem Titel Bessy – Die Abenteuer der Naturschützer über dasselbe Trio schloss sich an. Spielten die ursprünglichen Bessy-Geschichten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, so sind die Geschehnisse von Bessy – Rettung für die bedrohten Tiere und Bessy – Die Abenteuer der Naturschützer in der Gegenwart angesiedelt. (Quelle: wikipedia)

Und hier mal zum Einstieg in die Bessy Welt ein Heft aus dem Jahr 1968 (und natürlich sind die Rothäute die Halunken)… ich war damals 13 Jahre alt … und ich schwankte kulturell zwischen solchen Comics und einer Musik, die man Rockmusik nannte und Bands wie Cream oder Small Faces, Musiker wie Jimi Hendrix wurden immer wichtiger … und den Dutschke verstand ich nicht so recht, aber ich spürte, da ist was im kommen …

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Die Werbung für Alfa Romeo erschliesst sich mir nicht, angesichts der Zielgruppe dieser Comic-Serie

Die Werbung für Alfa Romeo erschließt sich mir nicht, angesichts der Zielgruppe dieser Comic-Serie

Beispiel11
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Impressum

Verschiedene Interpreten – Amateur Favoriten (1966)

LPFrontCover1Auch für diese LP gilt, was für viele Schallaufnahmen in diesem blog gilt:

Die sog. „Amateure“ können musizieren, dass es eine wahre Freude ist.

Alljährlich treffen sich die besten Amateur-Tanzorchester der DDR zu einem Leistungsvergleich. Was dabei an präziser Satzarbeit, ausgefallener Dynamik, stilistischem Einfühlungsvermögen und gesunder Musikalität gezeigt wird, ist erfreulich. 

Es ließ Jürgen Hermann, der 1965 in Magdeburg die Jury leitete, spontan sagen: „Ich bin erstaunt ! Ein derart hohes Niveau hätte ich einer Amateur Big-Band nie zugetraut !“

Die vorliegenden Aufnahmen bestätigen, daß unsere Amateure als Musiker, aber auch als Arrangeure und Komponisten, ernstzunehmende Beiträge zur Bereicherung unseres Tanzmusikangebotes leisten können. Zeitweilig hat das Wort Amateur- bzw. Laienmusiker – nicht zuletzt durch das Auftreten einiger Beatgruppen unseligen Angedenkens – einen abwertenden Beigeschmack bekommen.

Zu welch hohen Leistungen jedoch fähig sind, sobald sie – Talent und Fleiß vorausgesetzt – die Möglichkeiten nutzen, die ihnen in unserer Republik offenstehen, zeigen auf dieser Langspielplatte zwei Bib Bands und zwei Combos, die das Prädikat „Ausgezeichnet Laientanzorchester der DDR“ tragen.

Tanzorchester Leipzig01

Tanzorchester Leipzig

Sicher sind die vorliegenden Aufnahmen nicht alle gleichwertig. Allem Anschein nach läßt sich auf Amateurbasis eher ein kleineres Ensemble unter einen Hut bringen als eine Bigband.

Doch soviel ist gewiß: Die besten unserer Amateurorchester haben Maßstäbe gesetzt – jetzt heißt es, das Spitzenniveau in die Breite zu tragen (Hüllentext von H.P. Hofmann)

Da bin ich doch gerne behilflich, wobei der Seitenhieb auf die Beatbands überflüssig war.

Einschmeichelnde Tanzmusik mit viel Inspirationen aus dem Jazz … eh klar !

BackCover

Titel:
01. Tanzorchester Leipzig: Four Brothers (Giuffre) 2.21
02. Jürgen Heider-Swingtett: Nova (Pfüller) 2.42
03. Tanzorchester Tornado: Ottokar (Hörig) 1.58
04. Evergreen-Sextett: Dat du min leevsten büst (Marita Roll: vocals) (Traditional) 2.56
05. Tanzorchester Leipzig: Küßchen gefällig? (Meyer) 2.34
06. Jürgen Heider-Swingtett: Yvette (Hugo) 2.47
07. Tanzorchester Tornado: Nebel (Raun) 2.50
08. Evergreen-Sextett: Randonia (Seidtmann) 2.25
09. Tanzorchester Tornado: Spanische Fliege (Hulan) 3.30
10. Jürgen Heider-Swingtett: Pelikan (Heider) 2.31
11. Tanzorchester Leipzig: Mustermesse 65 (Pfüller) 2.36
12. Evergreen-Sextett: Ack Wärmeland Du Skõnar (Traditional) 3.10
13. Tanzorchester Tornado: Mallorie (Eva Kirchner: vocals) (Cohn) 2.33
14. Jürgen Heider-Swingtett: Das Märchen der Liebe (Kneifel) 3.08
15. Tanzorchester Leipzig: Nessy (Pfüller) 3.08

LabelB

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Das Jürgen Heider-Swingtett bestand damals aus:

Dieter von Daak (bass)
Hans Harr (guitar, banjo)
Jürgen Heider (piano, vibrphone)
Heinz Hoffmann (drums)
Heinrich Köppke (bass)
Albert Möwes (saxophone)

Jürgen-Heider-Swingtett 1966

Jürgen Heider-Swingtett

Erika Pluhar – Erika Pluhar singt (1972)

FrontCover1Für mich ist sie eine der interessantesten und facettenreichsten Künstlerinnen, die Österreich in den letzten 50 Jahren der Welt geschenkt hat.

Erika Pluhar (* 28. Feber 1939 in Wien) ist eine österreichische Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin.

Erika Pluhar ist die Tochter von Anna und Josef Pluhar, der während des Zweiten Weltkriegs als Verwaltungsbeamter (u. a. Adjutant des SS-Gruppenführers Otto Wächter) im Generalgouvernement tätig war. Ihre ältere Schwester ist Brigitte King, ihre jüngere die Malerin und Bildhauerin Ingeborg G. Pluhar.

Sie studierte nach der Matura 1957 am Max-Reinhardt-Seminar, der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst (Abschluss 1959 mit Auszeichnung), und wurde danach Schauspielerin am Burgtheater, wo sie von 1959 bis 1999 Ensemblemitglied war.

Wichtige Rollen waren unter anderem Luzie in Hermann Bahrs Das Phantom (1959), Ismene in Antigone (1961), Doña Angela in Calderóns Dame Kobold (1964), Amalia in Die Räuber (1965), Desdemona in Othello (1967), Königin in Grillparzers Die Jüdin von Toledo (1968), Ljudmila in Babels Marija (1969), Königin in Don Carlos (1973), die Titelfigur in Maria Stuart (1974), Lady Milford in Kabale und Liebe (1975), Ruth in Harold Pinters Heimkehr (1977), die Titelfigur in Ibsens Hedda Gabler (1978), Helene in Hofmannsthals Der Schwierige (1978), Esther in Vitracs Victor oder die Kinder an der Macht (1978), Warwara in Gorkis Sommergäste (1979), Regine in Musils Die Schwärmer (1981), Ranjewskaja in Tschechows Der Kirschgarten (1982), Katarina in Lars Noréns Dämonen (1985/1986), Natalja in Turgenjews Ein Monat auf dem Lande (1986) und die Mutter in Noréns Nacht, Mutter des Tages (1991). Sie gastierte unter anderem an den Münchner Kammerspielen (1973), bei den Bad Hersfelder Festspielen, den Bregenzer Festspielen und den Burgfestspielen Jagsthausen.

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Erika Pluhar und Rolf Bossi in dem Tatort-Krimi „Der Richter in Weiß“ (1971)

Nach großen Erfolgen unter mehreren Intendanten, besonders zur Zeit von Achim Benning, wurde sie unter der Leitung von Claus Peymann kaum mehr besetzt und entschied sich gegen die Theaterarbeit. 2004 kehrte sie im Wiener Stadttheater Walfischgasse und St. Pölten auf die Theaterbühne zurück und spielte mit Werner Schneyder in dessen Dramatisierung ihres Romans Verzeihen Sie, ist das hier schon die Endstation?

Ihrer ersten Ehe mit Udo Proksch von 1962 bis 1967 entstammte Tochter Anna Proksch (1962–1999), die an einem Asthmaanfall erstickte. Deren Sohn, der Schauspieler Ignaz Pluhar (1984 in Wien), mit dem sie in ihrem Grinzinger Haus wohnt, ist eigentlich der von ihrer Tochter zur Adoption auserkorene Enkel sahraudischer Abstammung. Erika Pluhar adoptierte ihn selbst, um ihm die Turbulenzen rund um den Namen „Proksch“ zu ersparen. Den ersten Besuch von Ignaz in seinem Herkunftsland Westsahara dokumentierte sie in dem Film Sahara in mir (2012). – Udo Proksch, dessen Schuld Pluhar bis heute bezweifelt, wurde wegen sechsfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine zweite Ehe ging sie 1970 mit André Heller ein, die – nach der Trennung 1973 – erst 1984 geschieden wurde. Nach dem Ende des Zusammenlebens mit Heller war sie einige Jahre, bis zu dessen Suizid 1978, mit Peter Vogel verbunden.

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Erika Pluhar, Greta Keller und André Heller (Fotografie: Michael Horowitz)

Anfang der 1970er Jahre begann ihre gesangliche Karriere. Erika Pluhar interpretierte zunächst Schlager der 1920er und 1930er Jahre sowie Lieder von André Heller, Stephan Sulke und Wolf Biermann. Seit Anfang der 1980er Jahre singt sie nur noch eigene Texte. Musikalische Wegbegleiter waren und sind António Victorino de Almeida, Peter Marinoff und Klaus Trabitsch.

Geschrieben hat Erika Pluhar seit Kindertagen. Die erste Buchveröffentlichung erfolgte 1981.

Politisch gilt Pluhar als der SPÖ nahestehend. Sie tritt unter anderem gegen Rechtsextremismus ein, etwa anlässlich der Kandidatur von Barbara Rosenkranz zur Bundespräsidentin. (Quelle: wikipedia)

Pluhar03Und hier ihr Debütalbum, das überraschenderweise bei BASF Schallplatten erschien. Überraschend deshalb, weil BASF eigentlich mehr für Billigproduktionen bekannt war (sieht man mal davon ab, dass sie ne zeitlang die großartigen MPS-Jazz-Alben vertrieben haben).

Sie interpretiert hier hauptsächlich Texte von ihrem damaligen Ehemann, André Heller (das ist wiederum weniger überraschend) und gleich dasd erste Lied „Die ersten 10 Jahre der Erika Pluhar“ ist von einer beeindruckenden Intensität und Wucht.

Und dann geht´s Schlag auf Schlag … mal herrlich frivol („Ich weiß nicht zu wem ich gehöre“ im Original von Marlene Dietrich), dann sentimental („Theater, noch ist nicht alles verloren“) und natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz.

Bereits mit diesem ersten Album machte sie der großen Hildegard Knef Konkurrenz … ich sag´s mal so: ein Album, an dem man eigentlich nicht vorbeikommt.

Und an ihrer Seite musizierten excellente Musiker aus der österreichischen Jazz-Szene … Herz, was willst du mehr !

Pluhar04Besetzung:
Fritz Pauer (piano)
Erika Pluhar (vocals)
Julius Scheybal (guitar)
Toni Stricker (violin)
+
unbekanntes Orchester + Kinderchor

Booklet01ATitel:
01. Die ersten 10 Jahre der Erika Pluhar (Heller/Opratko) 3.07
02. Ich weiß nicht zu wem ich gehöre (Holländer/Liebmann) 2.17
03. Theater, noch ist nicht alles verloren (Heller/Opratko) 2.47
04. Einfach ein Liebeslied (Heller/McKuen) 2.02
05. Damals (Heller) 2.38
06. Wienerlied (Heller/Opratko) 1.08
07. Bel Ami (Mackeben/Beckmann/Heller) 3.13
08. Kauft euch Lola (Heller/Traditional)
09. Resümee (Heller/Danzer) 2.37
10. Pi Pa Po (Heller) 2.41
11. Autobiographisches (Heller/Opratko) 2.18

LabelA1

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Text

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Helmut Qualtinger & Gerhard Brönner – Travniceks gesammelte Werke (1997)

FrontCover1Ach ja, der Helmut Qualtinger … gemeinsam mit dem nicht minder großartigem Gerhard Brönner scvhuf er die Kunstfigur des „Travnicek“

Und das zeichnet nun den Travnicek als „Raunzer“ so aus:

Man hat versucht, ihn einer Kategorie einzuordnen und ihn dabei oft als einen Vorläufer des „Herrn Karl“ bezeichnet. Aber der Travnicek steht auf der sozialen Stufenleiter um einige Sprossen höher, als der Herr Karl und auf der intellektuellen um einige niedriger.

Das zeigt sich deutlichsten da, wo er den Institutionen und Klischeevorstellungen des österreichischen Alltags konfrontiert wird, denen er gegenüber stets die gleiche Haltung dummdreister Besserwisserei und überheblicher Primitivität einnimmt.

Der besondere Reiz dieser Perspektive ist die Entdeckung, wie oft er angesichts der irrationalen Verhältnisse der heimischen Umgebung damit recht behält. (Carl Merz, Hüllentext)

Und wie sich das dann anhört,kann man in diesen Sketchen hören; entstanden sind sie in den Jahren 1958, 1959 und 1960 … und ich verspreche, geboten wird ein Feuerwerk geistreicher Dialoge und auch gelegentlicher Kalauer …

Ist vermutlich nicht jedermans Sache … aber ich zumindest konnte mich köstlich amüsieren.

BackCover1

Besetzung:
Gerhard Brönner (Sprecher)
Helmut Qualtinger (Sprecher)

QualtingerBrönner

Titel:
01. Travnicek im Urlaub 3.33
02. Travnicek in der Apotheke 4.53
03. Travnicek studiert ein Plakat 3.42
04. Travnicek im Schuhgeschäft 4.05
05. Travniceks Weihnachtseinkäufe 4.13
06. Travnicek und die Wiener Messe 4.05
07. Travnicek und die Wahlen 4.23
08. Travnicek und die Russen 4.38
09. Travnicek hat Vorrang 5.15
10. Travnicek und die Entführer 4.56
11. Travnicek und das neue Wien 5.56

CD1

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Dieser Beitrag basiert auf einem Präsent des Herrn Ärmel … vielen Dank !

Vittorio (Casagrande) – Eine Gitarre und tausend Illusionen + Karina mia (1969)

FrontCover1Einerseits einfach nur zwei schlichte Schlager, andererseits eine irgendwie ganz schön tragische Lebensgeschichte:

Vittorio Casagrande (* 8. Juli 1934 in Vittorio Veneto, Italien; † 10. Juli 2008 in München, Deutschland) war ein deutsch-italienischer Schlagersänger und Schauspieler.

Casagrande kam während des Zweiten Weltkriegs im Alter von 10 Jahren mit seiner Familie nach München. Der Leiter des Kinderchores des Bayerischen Rundfunks entdeckte sein Gesangstalent und förderte ihn.

Casagrande machte in München eine Lehre als Kirchen- und Schriftenmaler und verbrachte seine Wanderjahre in der französischsprachigen Schweiz in Genf. Zurückgekehrt nach München arbeitete Casagrande als italienischer Staatsbediensteter im italienischen Fremdenverkehrsamt ENIT.

In den 1950er Jahren wurde er mit seiner Band Die Rivieras in München zu einer lokalen Berühmtheit. 1961 wurde er in einem Schwabinger Beatclub von Paul Kuhn entdeckt, der ihm zu einem Schallplattenvertrag bei der Electrola in Köln verhalf. In den 1960er-Jahren wurde er mit den Hits Volare und Tintarella di Luna, der sich 500.000 Mal verkaufte, bekannt. Seinen Beamtenjob hängte er 1965 an den Nagel und wechselte ins Profilager. 1973 wurde der Entertainer von der Münchener Faschingsgesellschaft Narrhalla zum Faschingsprinzen erkoren.

Vittorio02Es folgten Auftritte als Sänger in zahlreichen Fernsehshows, wie zum Beispiel in Musik ist Trumpf, So schön wie heut‘, so müßt‘ es bleiben und Zum Blauen Bock. Ein weiterer Erfolgstitel war Eine Gitarre und tausend Illusionen. Auch war er einer der ersten westdeutschen Schlagersänger, die in die DDR eingeladen wurden. 1978 hatte er ein 14-tägiges Engagement in der Stadthalle von Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz. Er war auch im DDR-Fernsehen mit einem Auftritt in der Musiksendung Ein Kessel Buntes zu sehen.

Neben seiner Arbeit als Sänger war er auch als Schauspieler tätig. In der ZDF-Serie „Zimmer 13“ von 1968 spielte Vittorio Casagrande eine Hauptrolle. Neben häufigeren kleineren Rollen in Serien wie Salto Mortale, Ein Fall für zwei und Der Alte war er 1996 in der Krimireihe SK-Babies als Onkel Rosario zu sehen. In Helmut Dietls Film Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief hatte er eine kleine Rolle als Stammgast des Lokales, in der Kultserie Irgendwie und Sowieso ist er als Hotelier am Gardasee zu sehen. Zuletzt hatte er 1999 im Forsthaus Falkenau einen Auftritt.

Neben seinen zahlreichen Engagements als Sänger und Schauspieler war Vittorio Casagrande ein leidenschaftlicher Maler.

Am 9. Juli 2008 verstarb er in einem Schwabinger Pflegeheim in den Armen seiner Frau Marlene an Altersdemenz. Im Beisein seiner Frau und seiner Söhne Sandro und Claudius wurde er auf dem Münchener Westfriedhof beigesetzt. (Quelle: wikipedia)

Vittorio01

Hier hören wir ihn nun mit 2 ganz typischen Liedern … italienisch angehaucht, schwungvolle (ich liebe die theatralischen Trompetenklänge !) und textlich, na ja … das erwarten wir nun einfach mal nicht viel.

Aber diese Altersdemenz … nachdem ich mit ihr in meinem Freundes- und Bakanntenkreis leider auch zu tun habe … ging mir dann schon ein wenig nahe, ibwohl er musikalisch bei mir eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat.

Vittorio03

Besetzung:
Vittorio (Casagrande)  (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1Titel:
01. Eine Gitarre und tausend Illusionen  (Salerno/Reitano/Hertha) 3.13
02. Karina mia (Götz/Hertha) 3.39

LabelB1

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Vittorio04