Willy Millowitsch – Ich hab´ Musik so gern (1965)

FrontCover1Er war ganz sicher ein Prototyp der rheinischen Frohnatur … wie ihn die Deutschen in den 60er Jahren geliebt haben:

Willy Millowitsch (* 8. Januar 1909 in Köln; † 20. September 1999 ebenda) war ein deutscher Theaterschauspieler und einer der bekanntesten Kölner Volksschauspieler. Er war Leiter des privaten Kölner Millowitsch-Theaters.

Willy Millowitsch stammte aus einer alten Schauspielerdynastie. Seine Eltern waren der in Düsseldorf geborene Schauspieler Peter Wilhelm Millowitsch (1880–1945) und dessen Ehefrau Käthe, geborene Planck, eine Wienerin. Seine Tante war die Schauspielerin und Sängerin Cordy Millowitsch. Schon als Kind hatte er sich mehr für das väterliche Theater interessiert als für die Schule. Bereits 1922 wechselte er ohne Schulabschluss in den Schauspielerberuf. 1940 übernahm er die Leitung der väterlichen Bühne. Dabei war er sehr oft als Regisseur und Hauptdarsteller tätig. 1939 heiratete Willy Millowitsch Linny Lüttgen; die Ehe wurde später geschieden.

Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges hatten das Millowitsch-Theater an der Aachener Straße in Köln nur wenig beschädigt. So wurde der Spielbetrieb auf Wunsch des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer bereits im Oktober 1945 wiederaufgenommen, und bis ins Jahr 1949 fanden täglich Vorstellungen statt. Über viele Jahre leitete Millowitsch das Haus jetzt mit seiner Schwester Lucy Millowitsch, mit der er auch jahrzehntelang gemeinsam auf der Bühne stand. Das Geschwisterpaar galt als Idealbesetzung, wenn es darum ging, temperamentvolle Paare darzustellen.

AutogrammKarteAm 28. September 1946 heiratete Millowitsch Gerda Feldhoff; sie bekamen vier Kinder: Katarina, Peter, Susanne und Mariele. Bis auf Susanne haben die Kinder das Interesse an der Schauspielerei geerbt; Peter Millowitsch hat 1998 das Theater übernommen.

Seit 1949 wirkte er in zahlreichen Kinofilmen mit; erster war Gesucht wird Majora, der am 2. September 1949 in die Kinos kam. In der Folge trat er in den unterschiedlichsten Filmrollen auf. Seine über 125 Filme (bis 1996) und Fernsehrollen sorgten für zusätzliches Einkommen im Hinblick auf die eher schwankenden wirtschaftlichen Erfolge seines Theaters. Zu den Kinofilmen gehörten insbesondere Drei Mann auf einem Pferd (1957), Zwei Herzen im Mai (1958), Scampolo mit Romy Schneider (1958) sowie in Zum Teufel mit der Penne (1968) als Vater von Hansi Kraus und als Nebendarsteller in der Hollywood-Produktion Hilfe, die Amis kommen an der Seite von Chevy Chase (1985). Seine bekannteste Fernsehrolle war die des „Kommissar Klefisch“ im WDR-Fernsehen ab 7. Januar 1990, die in 6 Folgen bis zum 7. Januar 1996 ausgestrahlt wurde.

Millowitsch versuchte sich schließlich auch als Schlagersänger. Bei Ariola erhielt er 1960 einen Schallplattenvertrag. Sein erster Titel dort war das vielsagende Wenn dieses Lied ein Schlager wird (A 35 061). Es folgte wenige Monate später sein erster Titel über Alkohol Heut‘ sind wir blau (A 35 262). Sein größter Hit war das Karnevals- und Stimmungslied Schnaps, das war sein letztes Wort (November 1960), das mehr als 900.000mal verkauft wurde. Jahrzehntelang gehörte er im Rheinland zu den erfolgreichsten Interpreten von Karnevalsliedern. Bis heute ist das Lied Ich bin ene kölsche Jung von Fritz Weber mit seinem Namen verbunden.

Die erste deutsche Live-Übertragung eines Theaterstücks erfolgte am 19. Oktober 1953 mit dem Etappenhasen, einem Stück des niederdeutschen Dichters Karl Bunje, in dem Willy Millowitsch die Hauptrolle spielte. Diese Aufführung machte sein Theater überregional bekannt. In den folgenden Jahrzehnten übertrug das Fernsehen zahlreiche Lustspiele aus seinem Hause. Diese wurden zu regelrechten Straßenfegern, was auch an seiner Bühnenpartnerin Elsa Scholten lag, die bereits seit 1920 zum Ensemble des Theaters gehörte.

Am 14. September 1968 erlebte man Millowitsch im Rahmen der ARD-Fernsehlotterie in einer Gastrolle auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters in Hamburg. Dort spielte er unter der Regie von Hans Mahler den Amtsrichter Dr. Kleinfisch in der Komödie Die Kartenlegerin.

AutogrammKarte2Willy Millowitsch unterhielt sein Publikum mit zahllosen von ihm selbst entworfenen und oft vom Fernsehen – dann meist unter der Regie seines Theaterfreundes Prof. Dr. Karl Wesseler – aufgezeichneten Bühnenstücken über vierzig Jahre lang, oft zusammen mit seiner Schwester und seinen Kindern. Wie er in einem Interview sagte, konnte er allerdings selbst keine Stücke schreiben, was er sehr bedauerte.

Willy Millowitsch starb am 20. September 1999 im Kölner St.-Elisabeth-Krankenhaus (Hohenlind) an Herzversagen. Am 25. September 1999 wurde er auf dem Melaten-Friedhof in Köln beigesetzt. Die Totenmesse wurde von Weihbischof Dr. Friedhelm Hofmann im Kölner Dom gehalten, was sonst fast ausschließlich kirchlichen Würdenträgern vorbehalten ist. Zum Auszug des Sarges spielte der damalige Domorganist Prof. Clemens Ganz eine Improvisation in Moll über sein erfolgreiches Lied Ich bin ene kölsche Jung. Der Trauerzug über Neumarkt und Aachener Straße bis zum Friedhof wurde durch das WDR-Fernsehen live übertragen. Sein Nachlass befindet sich heute in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Köln. (Qulle: wikipedia)

Entdeckt man dieses Album, so stellt man natürlich fest, dass sich Millowitsch stark an die Schlager und Gassenhauer früherer Jahrzehnte orientiert und so hört man diverse Klassiker dieses Genres. Letztlich war er der Max Raabe der 60er Jahre und begleitet wird er von dem famosen Axel Weingarten Orchester (hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der im Nachkriegsdeutschland enorm erfolgreicher Produzent Hans Bertram !)

Natürlich werden all´ diese Gassenhauer mit seinem so ganz eigenem Gesangsstil  vorgetragen … Kann dann gelegentlich durchaus Vergnügen bereiten !

Und nachdem die LP im „Potpourri-Stil“ aufgenommen wurde … habe ich mir mühselige Schneiderei gespaart und präsentiere Seite A + B in einem Rutsch an.

WillyMillowitsch

Besetzung:
Willy Millowitsch (vocals)
+
Orchester Axel Weingarten

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Titel:

01. Potpourri I (18.25):
Ao1. Wir sind alle kleine Sünderlein (Volksweise)
Ao2. Ich hab‘ die schönen Maderln net erfunden (Scjmidseder/Prosell)
Ao3. Heut‘ kommen d‘ Engerln auf Urlaub nach Wien (Wunsch/Hub)
Ao4. In einer Nacht im Mai (Kreuder/Schröder/Bechmann)
Ao5. Jeden Tag, da lieb‘ ich dich ein kleines bißchen mehr (Schütz/Baer)
Ao6. Mit dir möcht‘ ich am Sonntag angeln geh’n (Kollo/Rideamus)
Ao7. Ich hab‘ das Fräulein Helen baden seh’n (Raymond/Grünbaum)
Ao8. Komm, spiel mit mir Blindekuh (Kreuder/Beckmann)
Ao9. Was machst du mit dem Knie, lieber Hans (Fall/Beda)
A10. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 wo ist meine Frau geblieben (Kreuder/Beckmann)
A11. Für eine Nacht voller Seligkeit (Kreuder/Schwenn)
A12. In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine (Grothe/Dehmel)
A13. Gnädige Frau, wo waren sie gestern (Schröder/Beckmann)
A14. Sprich nicht drüber (Lindström)

02. Potpourri II (18.19):
B01. Ich hab‘ Musik so gern (Korn)
B02. Wiener Blut (Strauß)
B03. Mei Mutterl war a Wienerin (Gruber)
B04. Wenn der Herrgott net will (Arnold/Kaps)
B05, Wien Bleibt Wien (Schrammel/Johann)
B06. Mit Musik geht alles besser (Bochmann(Knauf)
B07. Das Karusell (Jary/Beckmann)
B08. Mir geht’s gut (Bochmann/Baltz)
B09. Schöner Gigolo, armer Gigolo (Brammer/Casucci)
B10. Ich tanze mit dir in den Himmel hinein (Schröder/Beckmann)
B11. Das gibt’s nur einmal (Heymann/Gilbert)
B12. Sing mit mir (Grothe/Dehmel)
B13. Musik, Musik, Musik (Kreuder/Beckmann)
B14. Wir machen Musik (Igelhoff/Steimel/Käutner/v.Pinelli)

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Single

Peter Cornelius – Reif für die Insel (1982)

FrontCover1Und jetzt mal wieder ein Blick in den musikalischen Garten unserer Nachbarn in Österreich:

Peter Cornelius (* 29. Jänner 1951 in Hadersdorf-Weidlingau/Wien-Penzing) ist ein österreichischer Liedermacher und Gitarrist.

Cornelius machte nach der Schule eine Ausbildung als Bankkaufmann. 1973 nahm er am Talentwettbewerb Showchance des ORF teil und erreichte den ersten Platz mit dem Lied I leb in aner Wolk’n. Anschließend war er Mitglied im Ensemble des Musical Hair, das in Hamburg und Berlin gastierte. Bis 1978 erschienen mehrere Singles und Alben beim Label Polydor, von denen der Titel Calafati (1978) in einer späteren Version Bekanntheit erreichen sollte.

1980 hatte er mit dem Album Der Kaffee ist fertig (produziert von Michael Cretu) erstmals auch außerhalb seines Heimatlandes Erfolg als Popsänger. Im folgenden Jahr nahm er an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil, wo er mit dem Titel Träumer, Tramps und Clowns den sechsten Platz unter zwölf Teilnehmern belegte.

Mit der Single Du entschuldige, i kenn di und dem dazugehörigen Album Zwei gelang ihm schließlich auch in Deutschland der große Durchbruch, was ihm hohes Airplay bei deutschen Radiosendern verschaffte. Single und Album wurden erneut von Michael Cretu produziert und mit den späteren Mitgliedern der Synthie-Pop-Band Moti Special (Michael Cretu, „Tissy“ Thiers, Nils Tuxen und „Dicky“ Tarrach sowie „Bessy“ Besser) eingespielt. Auch nachfolgende Singles, wie Reif für die Insel, Streicheleinheiten, Segel im Wind (mit Curt Cress am Schlagzeug), Süchtig und Zufällig wurden fast ausnahmslos erfolgreich.

Der Titel Du entschuldige, i kenn di wurde von Schlagersänger Bernhard Brink in einer hochdeutschen Fassung aufgenommen. Im Verlauf der 1980er Jahre etablierte sich Peter Cornelius als hervorragender Gitarrist und ernstzunehmender Liedermacher mit oft nachdenklichen, kritischen, allerdings fast nie pessimistischen Texten.
1990er Jahre, Schaffenspause und Comeback.

PeterCornelius

1990 wirkte Peter Cornelius als Gitarrist auf dem Album Wieder in Wien von Georg Danzer mit. Auch ist er seit Anfang der 1990er Jahre Mitglied des erfolgreichen Musikprojekts Enigma von Michael Cretu, wofür er für den Grammy als bester Gitarrist nominiert wurde. 1992 erschien als gemeinsames Projekt das Album Cornelius + Cretu, welches komplett in hochdeutsch gesungen wurde und einen eher düster/melancholischen Grundton aufweist. Auf das Album Lieber heut als morgen (1993) folgte schließlich eine siebenjährige Schaffenspause in seiner Solokarriere.

Erst 2001 erschien schließlich sein vielgelobtes Album Lebenszeichen. Auch die beiden Nachfolgealben Schatten und Licht (2003) und Wie ein junger Hund im hohen Gras (2006) erzielten hervorragende Kritiken und verhalfen ihm beim Comeback in die erste Riege der deutschsprachigen Liedermacher. 2005 erschien außerdem eine Live-DVD zum 30-jährigen Bühnenjubiläum, mitgeschnitten vor 100.000 Zuschauern auf dem Donauinselfest in Wien. 2008 veröffentlichte er das Album Handschrift und 2012, nach vierjähriger Pause, sein einundzwanzigstes Album 12 neue 12. (Quelle: wikipedia)

Auch wenn man meinen könnte, das ist eine LP zum einfach mal so hören … so einfach ist das bei dieser Platte gar nicht. Klar, man kann sie hören … aber zumindest mir ging es so, dass sich plötzlich Textfetzen in mir festsetzten – und ich dann nochmal hören wollte/musste … und siehe da: Man entdeckt Zug um Zug ein Album mit Texten, die zumindest für mich in die Kategorie zeitlos gehören. Und so manche Textpassagen sprangen mich so richtig unvermittelt an:

Aus „Streicheleinheiten“:

Manchmal hab‘ i so genug,
und dann bin i auf der Flucht,
und dann weiß‘ i net wohin.
Manchmal fühl ich mich so leer,
so nervös und doch so schwer,
und dann möcht‘ i überhaupt nichts mehr.
Außer Streicheleinheiten, dann brauch i meine Streicheleinheiten,
einfach nur um durchzuhalt’n, brauch i a paar Zärtlichkeiten.

Aus „Alles oder nichts“:

Wenn du zum ersten Mal das Licht der Welt erblickst,
dann spielst du schon um alles oder nichts.
Wenn du zum ersten Mal die Schulbank drückst,
dann spielst du schon um alles oder nichts.
Wenn du den Zorn in deinem jungen Herzen spürst,
dann spielst du schon um alles oder nichts.
Wenn du zu hoch spielst, spielt das Schicksal gegen dich,
vielleicht hast du dann Glück, wenn nicht, dann nicht.

Aus „Kindheit“

Du warst lang, lang bei mir,
heute gehst durch die Tür,
durch die Tür aus mein’m Leb’n heraus.
Dreh di um, no einmal,
tu mir den letzten G’fall’n,
du i dank dir, du warst gut zu mir.
I werd‘ di nie vergess’n Kindheit,
die Zeit vergeht so furchtbar g’schwind.
Du sagst du mußt mi heut verlass’n,
i wein‘ dir nach, leb wohl mei Kind.

Aus: „Ein Diamant verbrannt“:

Empfindsame Menschen haben’s schwer,
denn sie sind wie Marionetten aus Glas,
deren Seele erlischt,
wenn ihr gläserner Körper zerbricht.
Empfindsame Menschen haben’s schwer,
denn sie sind wie ein Diamant,
dessen funkeln fasziniert,
das im Feuer in sich selbst zusammenfällt.
Der zwar kostbar und selten,
doch grad deshalb zu den Einsamen zählt.

Ein Diamant verbrennt,
genau wie ein empfindsamer Mensch.
Ein Kieselstein übersteht,
woran der Diamant zugrunde geht.
Und wer das weiß,
der müßte uns versteh’n.

Hört man sich diese Zeile gepaart mit einer packenden Musik und diesem eindringlichem Gesang könnt einem schon das eine oder andere jener magischer Schauer über den Rücken laufen.

Von diesem Album gab es 4 Single-Auskoppelungen. Ursprünglich war ich darüber ein wenig verblüfft … Mittlerweile bin ich das nicht mehr … Zumindest für mich hat dieses Album das Zeug zum Klassiker !

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Besetzung:
Peter Cornelius (guitar, vocals)
Michael Cretu (keyboards)
Dicky Tarrach (drums)
Tissy Thiers (bass)
Nils Tuxen (guitar)

SingleAuskoppelungen

Titel:
01. Streicheleinheiten (Cornelius) 3.53
02. Das Gerede (Cornelius) 3.31
03. Tag und Nacht (Cornelius) 3.32
04. Reif für die Insel (Cornelius) 4.39
05. Alles oder nichts (Cornelius) 3.50
06. Ganz Wien hat den Blues (Cornelius) 4.16
07. Kindheit (Cornelius) 3.40
08. Ein Diamant verbrennt (Cornelius) 4.06
09. Wasserblaue Aug’n (Cornelius) 4.33
10. Träumer, Tramps und Clowns (Cretu/Kunze) 2.50

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Vicky Leandros – A Taste Of Vicky (1967)

FrontCover1Vicky Leandros ( * 23. August 1952 in Paleokastritsa auf Korfu;  Vassiliki Papathanasiou, bürgerlich seit 1986 Freifrau von Ruffin) ist eine Sängerin aus Griechenland mit deutscher und griechischer Staatsbürgerschaft, die über 55 Millionen Tonträger weltweit verkaufte.

Durch die Unterstützung ihres Vaters Leandros Papathanasiou, der bereits in Griechenland und Deutschland als Leo Leandros erfolgreich war, machte auch sie eine Karriere in beiden Ländern. Vicky Leandros bekam eine Gesangs-, Ballett- und Gitarrenausbildung. 1958 kam die Sängerin nach Deutschland und wurde fortan ‚Vicky‘ genannt. Die Familie verbrachte gemeinsame Jahre in Hamburg, bis sich Vater Leo 1961 von seiner Frau Kyriaka Protapapa scheiden ließ. Vicky wuchs beim Vater in Hamburg auf und besuchte das Gymnasium an der Wartenau.

Bereits ihre erste Single, Messer, Gabel, Schere, Licht (1965), wurde in Deutschland zu einem Erfolg. 1967 nahm sie für Luxemburg (Télé Luxembourg) am Grand Prix de la Chanson (Eurovision Song Contest) in Wien teil und erreichte mit dem Titel L’amour est bleu den vierten Platz. Das Lied wurde besonders in der Instrumentalversion von Paul Mauriat zu einem internationalen Erfolg und zum Evergreen. Im gleichen Jahr nahm sie auch an der französischen Vorentscheidung mit dem Lied Les Amoureux teil, gewann aber nicht und konnte deshalb für Luxemburg starten. Nach einigen Hits in Europa und Vicky01Übersee nahm sie 1972 zum zweiten Mal für Luxemburg am Grand Prix teil, dieses Mal in Edinburgh, und erreichte mit dem von Klaus Munro und Leo Leandros komponierten Titel Après toi (dt. Dann kamst du) nicht nur den ersten Platz, sondern auch einen großen kommerziellen Erfolg. Von der Single wurden in mehreren Sprachen (engl. Come What May) weltweit über 5,5 Millionen Exemplare verkauft. Ihr größter Hit in Deutschland wurde der Gassenhauer Theo, wir fahr’n nach Lodz, der sich 1974 viele Wochen auf Platz 1 der deutschen Verkaufshitparade hielt und Leandros im deutschsprachigen Raum das Image der Schlagersängerin einbrachte, was ihrer künstlerischen Vielseitigkeit hinsichtlich internationaler Chansonerfolge nicht gerecht wurde:

Vor allem von Ende der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre nahm Vicky Leandros die meisten ihrer Singles nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Griechisch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Japanisch und Spanisch auf. (Quelle wikipedia)

Und auch auf diesem Album ihr zweites Album für den deutschen Markt singt sie mehrsprachig und so machte sie ihren Anspruch deutlich, als internationer Star gehandelt zu werden.

Und auch dieses Frühwerk kann im Rahmen des Genres Schlager überzeugen sie hatte einfach ne großartige Stimme und das Orchester Arno Flor fand eine passende Instrumentieruung.

Gar nicht auszudenken, hätte man der Vicky schon damals anspruchsvollere Lieder für ihre Interpreationen vorgelegt  … denn auch hier schrammt sie gelegengtlich knapp an dem Begriff Chanson vorbei.

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Vicky mit ihrem Vater Leo Leandros

Besetzung:
Vicky Leandros (vocals)
+
Orchester Arno Flor

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Titel:
01. Sag mir, wo ist mein Boy (New York Mining Disaster 1941) (B.Gibb/R.Gibb/Bader) 2.12
02. Un Jour Mon Rêve (Lebwohl Jasmina) (Panas/Munro/Pac/Chauby) 2.44
03. Die Sterne unserer Liebe (Munro) 2.41
04. Tell Me (Panas/Richmond/Rasch) 2.51
05. Talisman – Talisman (Town Of Tuxley) (R,Gibb/B.Gibb/Munro) 2.38
06. Not So Long Ago (Insel unserer Liebe) (Panas/Harrison/Bremer) 2.09
07. Grünes Licht (Panas/Arnie) 2.23
08. A Taste Of Honey (Marlow/Scott/Loose) 3.00
09. Sunshine Boy (Riopelle/Roberds/MacLeod/Munroe) 2.36
10. Les Amoureux (Mardell/Blackburn/Zimber) 3,05
11. Kapou Yparch‘ I Agapi Mou (Hadjidakis/Schwab) 3.02
12. Laß mir meine Träume (Panas/Harrison/Arnie) 2.40

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Bananafishbones – Viva computa (1999)

FrontCover1Erst neulich war ja hier von den Bananafishbones die Rede gewesen und zwar hier.

In den 90er Jahren begann alles … und dann ab 1999 sind sie so richtig durchgestartet:

Die Bananafishbones sind eine 1987 gegründete deutsche Band aus Bad Tölz in Oberbayern.

1987 gründeten Sebastian Horn (* 2. Dezember 1970), Florian Rein (* 27. Februar 1971) und Thomas Dill die Band und benannten sich nach dem Titel Bananafishbones von The Cure, der auf dem Album The Top (1984) zu finden ist, welcher seinen Namen nach der Kurzgeschichte A Perfect Day for Bananafish von Jerome D. Salinger erhielt.

Nachdem der Gitarrist Thomas Dill, genannt Toi, wegen eines Auslandsaufenthalts aussteigen musste, stieß 1991 Sebastians Bruder Peter Horn jr. (* 26. August 1961) dazu. Nach ersten Auftritten am Tölzer Gymnasium und im evangelischen Gemeindehaus der Stadt gewann das Trio bald einen Bandwettbewerb im benachbarten Wolfratshausen und machte sich mit zahlreichen Liveauftritten in den Clubs und auf den Bühnen des bayerischen Oberlandes ihren Namen als eine der besten Livebands der Region (Süddeutsche Zeitung).

Seit 1994 veröffentlichen sie CDs in Eigenproduktion, darunter die Grey Test Hits und die EP Easy Day (1995), die zugleich Soundtrack des gleichnamigen Kurzfilms ist. In dem von Bruder Hans Horn gedrehten, preisgekrönten Mini-Thriller, gedreht zwischen Sylvensteinsee, Oberbayern, und Eng, Österreich, spielt Franka Potente eine der Hauptrollen. Deutschlandweit bekannt wurden die Bananafishbones 1998, als ihre Single Come to Sin in einem C&A-Werbespot verwendet wurde.

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Sie trugen Songs zu den Soundtracks einiger deutscher Filmproduktionen bei, zum Beispiel Drei Chinesen mit dem Kontrabass (What an Ending exclusiv für den Soundtrack), Auf Herz und Nieren (Pow Wow aus dem Album A Town Called Seven und eine Coverversion des Talking-Heads-Hits Road to Nowhere als Singleauskopplung) oder Wer früher stirbt ist länger tot. Bei der Filmreihe Die Wilden Kerle sind sie für große Teile des Soundtracks verantwortlich, wie auch beim Film Tödliche Verbindungen, bei dem sie zudem kleine Gastrollen spielten. 2007 spielten sie für Die drei Räuber das Räuberlied ein.

Beeinflusst werden die drei von Bands wie Ween, Cake, Eels, Barenaked Ladies oder Talking Heads, sowie von Künstlern wie Elliott Smith, Woody Guthrie, Johnny Cash oder Robert Palmer, und sie legen eine in Deutschland selten erlebte Live-Präsenz (rund 120 Konzerte im Jahr) an den Tag.

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Außerdem veranstaltete die Band ab 2001 das jährlich stattfindende Musikfestival Hillside Festival in Bad Tölz. Dabei spielten sie 2006 ein großes kostenloses Konzert in der historischen Marktstraße.

Florian Rein und Sebastian Horn sind zudem Mitglieder der Band Heimatdamisch, die bekannte Hits aus Rock und Pop im Oberkrainer-Stil covern. Das Debütalbum Highway to Oberkrain erschien 2015. (Quelle: wikipedia)

Nun, mich wundert diese Musik nicht, wenn ich mir da die skurille Mischung aus Vorbildern anschaue … genauso so klingt dieses Album dann auch … schräg, sehr schräg … und mir wird wieder mal klar, dass ich da nicht zur Zielgruppe gehört habe.

Und dann aber dieses apokalyptische Mammutwerk „The More I Drink + Sebastian schaut ins Paradies“ (schlappe 23 Minuten, glaubt man da im Abspielgerät zu lesen … aber es kommt anders … denn „silence is golden … “ … aber dann wieder … Etwas für Leute mit Geduld … also Humor (ebenfalls aus der Abteilung schräger geht´s nicht) hatten sie jedenfalls.

KLeine Ergänzung: genau bis 1991 habe ich ja in Bad Tölz gearbeitet … und habe noch am Rande mitbekommen, dass sie sich dort allmählich einen Namen gemacht haben.

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Besetzung:
Peter Horn jr. (guitar, vocals, keyboards)
Sebastian Horn (bass, vocals)
Florian Rein (drums, percussion, vocals)
+
Gabi Negges (vocals bei 11.)
Tobi Neumann (guitar bei 04., 11. +12.)
Götz Otto (harp bei 13.)
Alois Schmetz (trumpet bei 07. + 09.)
+
The Philharminic Strings (strings bei 03.)

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Titel:
01. Icecubes (P.Horn/S.Horn/Rein) 3:09
02. Beauty (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.41
03. Dinosaurs (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.34
04. Come To Sin (P.Horn/Neumann) 3.45
05. Be (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.08
06. BFB’s On Tour (P.Horn/S.Horn/Rein) 5.45
07. My Lovely Senorita (P.Horn/S.Horn/Rein) 4.53
08. Easy Day (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.52
09. Weener (P.Horn/S.Horn/Rein) 4.29
10. Urban Laughter (P.Horn/S.Horn/Rein) 4.23
11. Falling (P.Horn/S.Horn/Rein) 5.30
12. Swimming Pool (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.12
13. The More I Drink + Sebastian schaut ins Paradies (P.Horn/S.Horn/Rein) 23.54

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Gewinnspiel02A

Dieses Gewinnspiel für die Polygramm Marktforschung wa schon ein wenig albern

Eins zu Eins Talk (Bayern 2) (Teil 1): Dieter Hildebrandt (19.06.2013)

LogoHildebrandtIch will mit diesem Interview eine neue Serie starten, die ich in unregelmässigen Folgen hier präsentieren will. Es handelt sich um Interviews, die der Bayerische Rundfunk in seinem Kanal “Bayern 2″ regelmässig veröffentlicht.

Das Konzept dieser Serie:

“”Eins zu Eins” bedeutet: Gespräche unter vier Augen. Über Erfahrungen und Einsichten, über einschneidende Erlebnisse und große Erfolge. Biografische Gespräche mit Menschen, die eine spannende Lebensgeschichte oder einen außergewöhnlichen Beruf haben. Menschen, die etwas bewegen – aus persönlichem Engagement heraus oder durch ihre Position in Politik, Kultur und Wissenschaft. Zu Wort kommen bislang Unbekannte, aber auch Stars und Prominente. Es geht um die Person und die Persönlichkeit.”

 

Und nur zu gerne beginne ich diese Serie mit einem Interview mit Dieter Hildebrandt vom 19.06.2013 … :

Ohne ihn wäre das Kabarett nicht, was es heute ist. Dieter Hildebrandt hat mit seinem wachen Geist und seiner pointierten Art das politische Personal der Bundesrepublik wie kein anderer kritisiert und vorgeführt.

Kurz nach diesem Interview erhielt er wohl die Diagnose Prostatakrebs, am Morgen des 20. November 2013 starb Hildebrandt im Alter von 86 Jahren in einem Münchner Krankenhaus an den Folgen dieser Krankheit.

Daher ist dieses Interview wohl eines der letzten akustischen Dokumente von Hildebrandt … Und er gibt Auskunft über den Lauf seines Lebens … und dass Dieter Hildebrandt viel zu erzählen hat, bräuchte man eigentlich gar nicht zu erwähnen … und man kann ihn rappen hören …

Die Moderation hatte Achim Bogdahn

 

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Troubadoura – Frauenmusikzeitung No.3 (März 1979)

TitelUnd wieder mal so ein sog. „Kellerfund“ … dort lagern etliche Zeitdokumente, die mich so im Laufe der Jahfre und im Laufe diverser Umzüge immer wieder begleitet haben.

Und die Frauenmusikzeitung „Troubdadoura“ erinnert mich schon sehr an jene Jahre, als die feministische Bewegung in mein Privatleben eingezogen ist und zwar in Form meiner damaligen Partnerin (und späteren Ehefrau).

Die Zeitschriften „Emma“ und „Courage“ lagen stets herum; aber diese Zeitschrift habe ich mir selbst gekauft, denn das Thema Musik und Frauen fand ich schon damals wichtig.

Der feministische Ansatz hat mich damals aber eher irritiert, heute hingegen kann ich diese Zeitschrift eigentlich gar nicht genug über den grünen Klee loben.

Da kümmert mich auch nicht das amteurhafte Layout … da waren Frauen am Werk, die sich mit leib und Seele der Musik verschrieben hatten, und dass sie dabei den feministischen Blick hatten, das kann einen eigentlich nicht verwundern. Es war und ist halt so, dass Frauen in der Musik eher nachrangig beachtet werden (keine Sorge, ich kenne all die großartigen Musikerinnen; aber wer kennt schon Kompinistinnen der Klassik, Dirigentinnen usw.)

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Artikel aus der Zeitschrift „Courage“, Heft 4 – 1981

Von den eifrigen Musikerinnen der Band „Pimpanella Paprika“ hätte ich zu gerne Tonbeispiele, ihre Geschichte zur Gründung der Band ist einfach nur rührend und bewegend … da wieder mal viel Herzblut dabei.

Und auch all die anderen Artikel: Sie wurden mit so viel Liebe geschrieben, da haben sich due Autirinnen so richtig reingehängt … und dieses Engagement löst bei mir einfach ganhz, ganz viel Sympathie aus …

Wer sich davon ansecken will … der lese dieses Magazin (24 Seiten).

Und ich bedauere es sehr, dass ich damals keine weiteren Ausgaben gekauft habe … aber, wie gesagt, damals hatte mich dieser feministische Ansatz noch ein wenig irriert, wenn nicht gar verstört.

Und vermutlich werde ich meine Ausgabe nun dem Frauen Musik Archiv zur Verfügung stellen, da ist dieses Heft dann in guten Händen.

Und dann verweise ich noch auf zwei Autorrinen: Agnes Lewe (zugleich die Herausgeberin) und Eva Rieger … zwei spannende Biographien, denen ich auf der Spur bin.

 

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Diese Zeilen erinnern mich sehr, an die Jahre 1972/73, als ich beschloss, eine Band zu gründen *ggg*

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Hm, diese „Blütezeit“ … konnte man sich damals tatsächlich dem Patriachat entziehen ? Da habe ich so meine Zweifel …

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Grete von Ziefritz

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Holly Near ist heute noch aktiv, 2018 erschien ihr – glaube ich – 31. Album !

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Die Rückseite des Heftes