Verschiedene Interpreten – Weißt Du noch (70er Jahre)

FrontCover1Also, dieser Sampler, der unter dem Motto „Das teuerste Programm der Welt“ vermarktet wurde, ist schon eine besonders drollige Angelegenheit.

Das Album enthält „Goldene Schallplatten und Super-Oldies der 50er- und 60er Jahre“ und dabei ist eine höchst skurille Mixtur aus unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen entstanden.

Da ist zum einen das höchst laszive „Fever“ von Peggy Lee zu geniessen, um anschließend den albernen Fred Bertelmann mit seinem „Singenden Vagagund“ zu hören.

Im Prinzip hören wir hier eben jede Menge jener Lieder, die sich oftmals ins kollektive Gedächtnis eingeprägt haben wie z.B. „Milord“ von Edith Piaf oder „Ein Schiff wird kommen“ (Lale Andersen)

Aber dann auch Knaller wie den „Babysitter-Boogie“ (von dem unvergessenem Ralf Bendix) oder gar das exotische, weil aus Japan stammende „Sukiyaki“ Lied.

Ach … es gäbe ja so viel zu schreiben, zu vielen Liedern gäbe es zu viele persönliche Geschichten …

Aber, die Macher dieser LP schwankten wohl ein wenig hin und her: So etliche der Lieder (oder auch Schmachtfetzen) waren alles andere als Hits … Wer kennt z.B. die Chaplin Komposition „Konzert für Dirigent und Orchester“ inder Fassung des Das Hoffnung Sinfonie Orchester (anhören !), oder eine Alma Cogan, die den „Tennessee Waltz“ auf deutsch trällert … oder gar einen Hans-Arno Simon ?

Alma Cogan

Alma Cogan

Und zum anderen hat man all die Hits und Schlager so zusammengeschnitten, dass daraus letztlich nur kleine Appetithäppchen geworden sind … kein Wunder, wenn man versucht sage und schreibe 28 Lieder auf eine LP zu bringen.

Das nenn´ ich dann einen musikalischen coitus interruptus … oder aber auch: eine musikalische Reise der besonderen Art, die Lust darauf macht … so manch, so etliche der Künstler wieder mal genauer unter die Lupe zu nehmen … Belina, Esther Ofarim und Gilbert Becaud z.B. …

Und dann am Ende dieser abenteuerlichen, schon fast aberwitzigen Reise (bei der dann u.a. plötzlich auch noch Yehudi Menuhin & Stephane Grapelli auftauchen) dann auch noch das Lied „Kinderspiele“ von Esther Ofarim … und da taucht in meiner Erinnerung meine erste Ehefrau auf, die damals, in den 80er Jahren dieses Lied mit all ihrer mütterlichen Liebe unseren Töchtern immer und immer wieder vorgesungen hat …. und ich empfinde für all diese Stunden des gemeinsamen musizierens (ich war als Gitarrist beteiligt) tiefe Dankbarkeit.

Und so kommt es, dass ich dieses Album, so billig es auch konzipiert wurde (diese LP war Teil einer 5 LP´s umfassenden Box) , in mein Herz geschlossen habe.

BackCover1

Titel:
01. Les Paul & Mary Ford: The World Is Waiting For The Sunrise (Seitz/Lockhart) 1.40
02. Die Schaumburger Märchensänger: Der fröhliche Wanderer (Müller/Siegesmund) 1.13
03. Hans-Arno Simon: Anneliese (Simon) 1.39
04. Peggy Lee: Fever (Davenport/Cooley) 1.30
05. Fred Bertelmann: Der lachende Vagabund (Lowe/Moesser) 1.34
06. Tony Renis: Quando, Quando, Quando (Renis/Testa) 1.37
07. Ralf Bendix und die kleine Elisabeth: Babysitter-Boogie (Parker/Relin) 1.09
08. Edith Piaf: Milord (Moustaki/Monnot) 1.37
09. Nat King Cole: Ramblin´Rose (J.Sherman/N.Sherman) 1.25
10. Lale Andersen: Ein Schiff wird kommen (Hadjidakis/Busch) 1.44
11. Kyu Sakamot: Sukiyaki (Ei/Nakamura) 1.46
12. Heino: Jenseits des Tales (Götz/Münchhausen) 1.40
13. Bobbie Gentry: Ode To Billie Joe (Gentry) 1.01
14. Christian Anders: Geh nicht vorbei (Heider/Relin) 1.40
15. Das Hoffnung Sinfonie Orchester: Konzert für Dirigent und Orchester (Chaplin) 1.04
16. 3 Travellers: Cement Mixer (Gaillard/Ricks) 1.40
17. Marlene Dietrich: Puff, der Zauberdrachen (Yarrow/Lipton/Oldorp) 1.40
18. Golden Gate Quartett: Joshua Fit The Battle Of Jericho (Traditional) 1.41
19. Yehudi Menuhin & Stephane Grapelli: Jealousy (Gade) 1.41
20. Liza Minelli: Gypsy In My Soul (Bolland(Jaffe) 1.59
21. Larry Adler: Le Rififi (Phillipe/Gérard) 1.36
22. Botho Lucas Chor: Danke (Schneider) 1.42
23. Alma Cogan: Tennessee Waltz (Stuart/King/Hansen) 1.42
24. Adamo: Inch´Allah (Adamo) 1.39
25. Belina: Man hat uns nicht gefragt (Hollaender) 1.44
26. Gilbert Becaud: Nathalie (Becaud/Delanoe) 1.38
27. The Beach Boys: Sloop John B. (Traditional) 1.03
28. Esther Ofarim: Kinderspiele (Ferstl/Heine) 1.34

LabelB1

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Verschiedene Interpreten – Schallplatte der deutschen Sporthilfe (1972)

FrontCover1.JPGUnd wieder mal so eine Benefiz-Platte, diesmal zu Gunsten der „Deutschen Sporthilfe“.

Die Stiftung wurde auf Willi Daumes Initiative am 26. Mai 1967 in Berlin gegründet. Erster Vorsitzender war Josef Neckermann (bis 1988), ihm folgten Willi Daume und Erich Schumann.

Die Sporthilfe steht für Leistung, aber gegen Leistungsmanipulation, sie steht für Fairplay, und sie sieht ihre Aufgabe darin, für die Integrität des Sports zu kämpfen und seine Bedeutung für ein friedliches und soziales Zusammenleben in unserer Gesellschaft hervorzuheben. Sie sieht die Förderung sportlicher Eliten und Vorbilder als einen wichtigen Schritt, die Botschaft des Sports in die Gesellschaft zu transportieren.

Die Stiftung fördert materiell, ideell und sozial Sportler, die sich auf sportliche Spitzenleistungen vorbereiten, solche erbringen oder erbracht haben und die durch ihr Auftreten und ihre Leistungsbereitschaft national und international als Leitbilder für die Bundesrepublik Deutschland und ihre Gesellschaft stehen sowie als Motivatoren für die Breitensport-Bewegung. (Quelle: wikipedia)

Na ja, ich lass das mal so stehen … mir war damal der Josef Neckermann ziemllich unsympathisch … Und seine skrupellosen Geschäftgebaren im III. Reich sind ja mittlerweile bestestens dokumentiert.

Aber zurück zu dieser LP … sie diente natürlich einem guten Zweck:

Hüllentext
Ich mag da ja ein wenig komisch gepolt zu sein, aber dieser nationaler Ehrgeiz, mit den Besten der Welt mithalten zu können, ist mir zutiefst suspekt, produzierte dieser Ehrgeiz doch auch all jene skrupellose Dopingpraktiken, die ja nicht nur ein hämischer Schlag in das Gesicht des „olympischen Gedankens“ warund ist, sondern auch mit erheblichen gesundheitlicen Beeinrächtigungen der Sportler einher ging.

Und auch diese LP kann einem durchaus suspekt sein … aber ein paar Anmerkungen habe ich dann doch noch:

Der Udo Jürgens Song „Der Champion“ hat seine ganz eigene Geschichte:

Das Lied „Der Champion“ ist dem 1970 tödlich verunglückten österreichischen Formel-1-Rennfahrer Jochen Rindt gewidmet, der als Einziger posthum zum Weltmeister erklärt wurde. (Quelle: udofan.com

JürgensRindt.jpg

Udo Jürgens + Jochen Rindt, 1970

Na ja … Sänger wie Bruce Low (dessen Gosepl-Ballade „Noah“ ein erster Tiefpunkt dieser LP ist), Rex Gildo (mit bemüht ambitioniertem Text zum Thema Völkerverständigung) und erst recht Ricky Shane sind mir bis heute nicht geheuer(nur der Respekt verbietet esmir, sie als musikalische Abführmittel zu bezeichnen.

aber dann natürlich er Reinhard Mey mit seiner unglaublich spöttischen Diplomatenjagd (wie liebe ich den Herrn von Kieselknirsch) … das versöhnt wieder. Kann man auch heute noch gut anhören.

Den Sänger „Peret“ kannte ich noch gar nicht (aber er sorgt für einen gewissen internationalen Flair mit seinen südamerikanischen Rhythmen) und Serverine hat zumindest einen gewissen Drolligkeitsfaktor.

„Die schönen Damen“ von Adamo könnte die augenzwinkernde Titelmelodie zum „Monaco Franze“ sein (falls dennoch jemand kennt)

Der Michael Holm machte ne ganz gute Figur (sein „Nachts scheint die Sonne“ ist ein mehr als galantes Kompliment an die Dame des Herzes) und die Uschi Glas fand ich spannend … nicht weil sie mich stimmlich besondersüberzeugen kann …aber der Song hat´s in sich, denn: Komponist Giorgio Moroder hat sich ziemlich dreist der Melodie von „Games People Play“bedient … sowas nenn´ich ein ziemlich freches Plagiat …

Und zum Abschluß dann ein weiterer Tiefpunkt:TonyMarshall … mehr sag´ich nicht.

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Titel:
01. Udo Jürgens: Der Champion (Jürgens/Brandin) 2.51
02. Katja Ebstein: Seit du nicht mehr bei mir bist (Bruhn/Kunze) 3.43
03. Bruce Low: Noah (Bjelke/Schmertz) 2.31
04. Rex Gildo: Nimm meine Hand (Zimmermann/Caspelherr) 3.10
05. Ricky Shayne und die Cornehlsen Singers: Mamy Blue (Weigel/Giraud/Trim) 5.02
06. Reinhard Mey: Diplomatenjagd (Mey) 3.03
07. Peret: Borriquito… (Peret) 3.34
08. Severine: Ja der Eiffelturm (Jay/White) 2.28
09. Adamo: Die schönen Damen (Adamo/Brandin) 3.05
10. Michael Holm: Nachts scheint die Sonne (Moroder/Holm)
11. Uschi Glas: Denn ich liebe die Welt (Moroder/Kunze) 3.53
12. Tony Marshall: Junge, die Welt ist schön (White) 3.06

LabelB1

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Auf Schloß Hohenhecke zu Niederlahr
Es hat soeben getagt ,–
Lädt Freiherr Bodo, wie jedes Jahr,
Zur Diplomatenjagd;
Durch Felder und Auen
Auf haarige Sauen,
In Wiesen und Büschen
Den Hirsch zu erwischen,
Den hat Freiherr Bodo für teures Geld
Am Vorabend selber hier aufgestellt.

Schon bricht es herein in Wald und Flur,
Das diplomatische Corps,
Die Ritter vom Orden der Konjunktur,
Zwei Generäle zuvor.
Bei Hörnerquinten,
Mit Prügeln und Flinten.
Es folgt mit Furore
Ein Monsignore.
Selbst den klapprigen Ahnherrn von Kieselknirsch,
Trägt man auf der Bahre mit auf die Pirsch!

Es knallen die Büchsen, ein Pulverblitz, –
Es wird soeben gesagt,
Daß Generalleutnant von Zitzewitz
Den Verlust seines Dackels beklagt.
Der Attaché Mehring
Erlegt einen Hering,
Den tiefgefroren,
Die Kugeln durchbohren,
Noch in Frischhaltepackung, – das ist unerhört! –
Ein Keiler ergibt sich, vom Lärm ganz verstört.

„Bewegt sich dort etwas am Waldesrand?“
(Der Ahnherr sieht nicht mehr recht.)
„Das kriegt kurzerhand eins übergebrannt!“
(Denn schießen kann er nicht schlecht.
Ja, ganz ohne Zweifel:
Er schießt wie der Teufel!)
Man trägt ihn ganz leise,
Bis dicht an die Schneise.

Man reicht ihm die Büchse, es prasselt das Schrot:
So findet der Außenminister den Tod.

Daß der Ahnherr daraufhin noch „Waidmannsheil“ schreit,
Hat alle peinlichst berührt.
Ihm wird ein Protestschreiben überreicht
(besonders scharf formuliert),
Doch muß man dem Alten
Zugute halten: Das war, bei Hubertus,
Ein prächtiger Blattschuß,
Und daß er das Wort Diplomatenjagd,
Nur etwas zu wörtlich genommen hat!

Die Nacht bricht herein, und Schloß Hohenhecke
Bietet ein friedliches Bild:
Der Monsignore segnet die Strecke
Von leblosem, greisen Wild,
Schon fast vergessen,
Will doch keiner essen:
Die Veteranen,
Die zähen Fasanen,
Die Ente mit Rheuma,
Den Keiler mit Asthma.
Die Jagd wird begossen,
Und dann wird beschlossen:
Der Krempel wird, – weil man hier großzügig denkt, –
Dem nächsten Armenhaus geschenkt!
So wird auch den Ärmsten der Segen zuteil!
Es lebe das Weidwerk, dreimal Waidmannsheil!

Verschiedene Interpreten – In Hamburg sagt man tschüss (2013)

FrontCover1Vor vier Jahren war ich mal in Hamburg.  Und da wollte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, einen Rundgang durch St.Pauli bzw. die Reeperbahn zu unternehmen. Und so schlenderte ich auch an dem Lokal „Zum Silbersack“ vorbei, aber erst im „St. Pauli Museum“ erfuhr ich dann ein wenig mehr über dieses Lokal:

„Zum Silbersack ist eine Kneipe in St. Pauli in der Nähe der Reeperbahn.

Gegründet wurde das Lokal 1949 vom Ehepaar Erna und Friedrich Thomsen in Hamburg-St. Pauli auf einem Trümmergrundstück nahe der Reeperbahn. 1958 starb Friedrich Thomsen, Ehefrau Erna führte den Betrieb nun alleine weiter. Die Gaststätte wurde bald zu einer Kult-Kneipe. Auch Prominente wie Heinz Rühmann, Curd Jürgens, Hans Albers, Freddy Quinn und Hildegard Knef gehörten zu den Gästen.

Am 9. Mai 2012 starb Erna Thomsen im Alter von 88 Jahren an Herzversagen und der

ErnaThomsen

Erna Thomsen

„Silbersack“ wurde geschlossen, da weder Sohn Gerd Thomsen, noch die in Schottland lebende Schwester Heidrun Thomsen die Kult-Kneipe weiterführen wollten.

 

Stammgäste, Anwohner, die Interessengemeinschaft St. Pauli, der St. Pauli Bürgerverein von 1843 und sogar das Bezirksamt Hamburg Mitte und eine Facebook-Initiative mit bald mehr als 1.300 Mitgliedern setzten sich für einen Erhalt ein. Durch Vermittlung des Bezirksamtsleiters Andy Grote wurde die Kneipen-Immobilie mit dazugehörigem Wohngebäude an die „Freunde des Silbersack GmbH & Co. KG“, eine Gesellschaft von 20 Hamburger Immobilien-Kaufleuten, darunter Andreas Rehberg (Grossmann & Berger), Frank Schmidt (Quantum), Stefan Wulff (Otto Wulff Bauunternehmung) und Andreas Fraatz (Fraatz-Bartels-Unternehmensgruppe), Immobilien-Finanzier Christian Holle um geschätzte eine Million Euro verkauft.

Der „Silbersack“ wurde neu verpachtet. Pächter ist der Dortmunder Dominik Großefeld, der 2010 als Mitarbeiter in der Kneipe begann und als Ziehsohn der verstorbenen Silbersack-Wirtin gilt. Er hat mit der neuen Eigentümergruppe einen Vertrag über 10 Jahre mit Option auf weitere 10 Jahre geschlossen.

Silbersack
Das Gebäude mit seiner farbenfrohen, ungewöhnlichen Fassade wurde von verschiedenen Künstlern abgebildet, darunter dem Hamburger Szenemaler 4000, der den „Silbersack“ für seine St. Pauli-Serie malte. (Quelle: wikipedia)

So weit so gut …
Und dann erschien heuer der Sampler „In Hamburg sagt man tschüss“ und liest man sich die Titelliste durch, so kommt man nicht umhin, ein wenig erstaunt zu sein … aber die Erklärung ist eigentlich ne ganz einfache.

Jukebox

Die Jukebox im Silbersack

„Die Geschichte von Erna Thomsen ist gelebte Bundesrepublik. 1949 eröffnete sie mit ihrem Ehemann Friedrich auf einem Trümmergrundstück mitten auf dem Kiez ihre Kneipe Zum Silbersack. Ein Hafen für die Menschen auf St. Pauli, ein Anker für die Gestrandeten der Nacht. Nur neun Jahre nach dem Start starb ihr Weggefährte, und Erna betrieb das Lokal alleine weiter. Mit Hirn, mit Herz und mit Musik.

Die Jukebox, die die legendäre Wirtin mit ihren Lieblingshits bestückte, ist ebenso wie der Silbersack selbst ein ursprüngliches Stück Hamburg, das es zu bewahren gilt. Zu Ehren von Erna Thomsen, die am 9. Mai 2012 im Alter von 88 Jahren starb, veröffentlicht Sony Music nun eine CD mit den favorisierten Songs aus der Musikkiste, die den Schankraum in der Silbersackstraße 9 ein ums andere Mal mit nostalgischem Charme auflud. Der Titel ist schnörkellos wie der Kiez (nur leider in Hamburg-untypischer Orthografie): „Silbersack – in Hamburg sagt man Tschüss!“

Zu den 22 Nummern, mit denen Erna Lebewohl gesagt wird, gehört auch das „Silbersack Lied“ von Jens Rainer Kalkmann. „Mit sicherer Hand lenkt sie ihr Schiff und hat das Ruder fest im Griff“, wird die Tresenfrau da zum Schunkelsound besungen. In ähnlichem akustischen Fahrwasser bewegt sich Vorzeige-Hamburger Jan Fedder mit den Big Balls und der Feierhymne „Rum aus Jamaika“. Das Retro-Gemüt munter ins Schwingen bringen Gottfried & Lonzo mit „Hamburg ’75“. Und auch mit Nummern von Rolf Zuckowski, Heidi Kabel und Hans Albers, mit „Das Herz von St. Pauli“ und „De Hamburger Veermaster“ wird mächtig ins lokalpatriotische Horn gestoßen. Allerdings gab und gibt es hinter der bunt gekachelten Fassade zwischen Echt- und Bierblumen auch Klänge, die sehnsuchtsvoll in die Ferne locken.

Danke

Adamos „Es geht eine Träne auf Reisen“ oder Elvis‘ „Any Day Now“ dürften bei so manchem, der sich zu später Stunde bei Erna ausheulte, das Fass respektive die Seele zum Überlaufen gebracht haben. Für kleine musikalische Stürme im Schnapsglas wiederum sorgen auf der CD Bill Haley mit seinem „Rock Around The Clock“ oder Bill Ramsey mit seiner Anbagger-Ode „Flotter Dampfer“.

Nach Erna Thomsens Tod war einige Zeit unklar, ob nicht der Zapfhahn trocken bleiben und die Jukebox verstummen wird. Mittlerweile hat sich eine Gruppe von Investoren gefunden, die gemeinsam mit den Erben beschlossen hat, die Leitung der Kult-Kaschemme an den langjährigen Mitarbeiter Dominik Großefeld zu übergeben. So können die Gäste dann weiterhin im Silbersack Gerhard Wendlands Zeilen singen: „Tanze mit mir in den Morgen“. (Hamburger Abendblatt)

Und: mir hat diese skurille Musikmischung (aus der Abteilung: aberwitzig) durchaus gefallen … und aller hanseatischen Klischees zum Trotz – die Liebe zu einer Kneipe und zu einer Stadt, die mehrere Generationen durchs Leben begleitet hat … diese Liebe ist hörbar … und das finde ich großartig !

BookletBackCover1
Titel:
01. Jens Rainer Kalkmann:  Das Silbersacklied  (Kalkmann) 3.01
02. Jan Fedder & Big Balls: Rum aus Jamaika (Gerner/Tölcke) 2.59
03. Gottfried & Lonzo: Hamburg ’75  (Westphal/Böttger) 3.39
04. Rolf Zuckowski: Ich liebe diese Stadt (Mein Hamburg) (Zuckowski) 3.14
05. Hamburg Allstars: Mit der Nase im Wind (Lingnau/Jeske) 3.56 (*)
06. Hildegard Knef: Für mich soll’s rote Rosen regnen (Hammerschmid/Knef) 3.10
07.  Heidi Kabel: In Hamburg sagt man „Tschüss“ (Lindau/Winterberger) 2.42
08. Hans Albers: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (Roberts) 3.05
09. Liselotte Malkowsky: Das Herz von St. Pauli (Jary/Albers/Gillo) 3.02
10. Lale Anderson: Lili Marleen (Schultze/Leip) 3.31
11. Elvis Presley: Any Day Now (Hilliard/Bacharach)  2.59
12. Bill Haley & The Comets: (We’re Gonna) Rock Around The Clock (Freedman/De Knight)) 2.09
13. Original Nilsen Brothers:  Aber dich gibt’s nur einmal für mich (Pit/Guley) 3.07
14. Margot Eskens: Cindy oh Cindy (Barron/Feltz) 2.46
15. Hannes Priesterjahn und die Hamburger Straßenmusikanten: De Seilerstroot  (Priesterjahn)     2.26
16. Timm Hein: De Hamburger Veermaster (Traditional) 2.52
17. Bill Ramsey: Flotter Dampfer (Gietz/Bradtke) 2.35
18. Connie Francis: Die Liebe ist ein seltsames Spiel (Greenfield/Keller/Siegel) 2.15
19. Peggy March: Mit 17 hat man noch Träume (Korn/Gerig) 2.43
20. Henry Valentino mit Uschi: Im Wagen vor mir (Blum) 3.28
21. Adamo: Es geht eine Träne auf Reisen (Adamo/Blecher) 2.58
22. Gerhard Wendland: Tanze mit mir in den Morgen (Goetz/Hertha) 2.53

CD1
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Eine wunderbare Hymne der „Hamburg Allstars“ auf die Hansestadt Hamburg:

 

(*) Gesungen wurde diese Hymne von

Bill Ramsey – Carlo Von Tiedemann – Corny Littmann – Dagmar Berghoff – Heidi Kabel – Inga Rumpf – Jan Fedder – Jasmin Wagner – Karl Dall – Lilo Wanders – Rolf Zuckowski – Udo Lindenberg – Ulrich Tukur – Wilhelm Wieben

Katja Ebstein – Katja & Co (1976)

FrontCover1Mitte der 70er Jahre befand sich Katja Ebstein wohl in einem wegweisenden Umbruch …

Ihre Ehe mit Christian Bruhn (jenem extrem erfolgreichen Musikproduzenten und Komponisten jener Tage) neigte sich dem Ende zu und Ebstein wollte wohl auch musikalisch in anspruchsvolleren Gefilden auswandern.

So erschien 1975 ein Album, mit Vertonungen von Heinrich Heine Texten …

Mitten in dieser Umbruchphase kam dann wohl das Angebot für eine 45minütige Personality-Show in der ARD.

Und anschließend wurde die LP „Katja & Co.“ (so nannte sich die Show dann auch gleich veröffentlicht: „Originalaufnahmen aus der gleichnamigen ARD Show mit Katja Ebstein, Adamo, Paul Kuhnd und Theo Lingen“.

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Na ja, das stimmt nicht so ganz, denn ihre bisherigen großen Hits („Wunder gibt es immer wieder“, „Der Stern von Mykonos “ und  „Und wenn ein neuer Tag erwacht“) gab´s in der Show nur als müde Kurzfassungen, auf die LP sind die Originalversionen zu hören.

Mit „Ich bau mir ein Haus auf einer Insel“ geht´s dann aber richtig los … diesem wunderchönen nachdenkliches Lied wurde dann gleich in einem Videoclip (sagte man damals allerdings noch nicht) präsentiert (Katja Ebstein an einsamen Nordseestränden).

Dann der erste Gast: der unvergessene Theo Lingen … mit einem skurillen Lied namens „Psychoneurotischer Tango“

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Paul Kuhn ist dann der nächste mit einem albern-spritzigem Liedchen und damals wurde dann er Gastauftritt von Adamo sicherlich als ein wichtiger Höhepunkt dieser Show empfunden.

Für die gemeinsamen Duette komponierte man sogar eigene Texte („Ein kleines Glück  „) … die eher parodistischer Natur waren … man nimmt sich selber ganz gekonnt auf die Schippe.

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Und dann noch der Song „Supanoy“ … eine pfiffige Parodie auf die Welt der (Fernseh) Werbung.

Wir hören hier also überwiegende Katja Epstein Raritäten, denn eine Vielzahl dieser Lieder wurden eben eigens für diese TV-Show aufgenommen (musikalische Leitung: Paul Kuhn und Christian Bruhn)

Und damit man sich dann auch so richtig vorstellen kann, wie all diese Musik in diese doch aufwendige Show eingebettet wurde, gibt´s als Ergänzung die gesamte TV-Show obendrein (mit all den Textbeiträgen und Zwischenmusiken, sowie Titeln, die es nicht auf die LP gebracht haben wie z.B. „Kaiser ohne Kleid“ und ein weiterer Theo Lingen Titel)

Hier ein paar nette optische Gags und Einfälle aus dieser Show:

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Als Julia

 

 

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Als Gretchen

 

 

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Unvermeidlich: Das Fernseh-Ballett

 

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Schaut ja fast wie Ingrid Steeger aus

 

 

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Gleich dreimal im Bild: Adamo

 

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Parodie auf Werbung

 

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Besetzung:
Katja Ebstein – Paul Kuhn- Theo Lingen -Adamo
+
Das SFB Tanzorchester

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Titel:

Katja Ebstein:
01. Wunder gibt es immer wieder (Bruhn/Loose) 3.32
02. Der Stern von Mykonos  (Bruhn/Buschor) 3.00
03. Und wenn ein neuer Tag erwacht (Bruhn/Loose) 3.00
04. Ich Bau Mir Ein Haus Auf Einer Insel (Bruhn/Kunze) 3.08

Theo Lingen:
05. Psychoneurotischer Tango (Bauer/Weyrich) 2.40

Katja Ebstein und Paul Kuhn:
06. Mit ein bißchen Drumherum (Kuhn/Kunze) 2.41

Katja Ebstein und Theo Lingen: 
07. Theater, Theater, die große Illusion (Bruhn/Kunze) 3.24

Katja Ebstein:
08. Alfie (Bacharach/David/Kunze) 2.13

Adamo
09. Leih mir eine Melodie (Adamo/Hachfeld) 3.24

Katja Ebstein und Adamo:
Medley: 3.04
10.01. Katja Ebstein und Adamo  Ein kleines Glück (Adamo/Brandin)
10.02. Adamo: Es war einmal ein Jäger (Sänger) (Bruhn/Buschor)
10.03. Katja Ebstein:  Gestatten Sie, Monsieur
10.04. Adamo:  Wilde Rosen Werden Blühen
10.05. Katja*  Es Geht Eine Träne Auf Reisen
10.06. Katja Ebstein und Adamo:  Die Hälfte seine Lebens

Katja Ebstein:
11. Aus Liebe weint man nicht (Bruhn/Kunze) 4.08
12. Supanoy (Bruhn/Kunze) 2.16
13. Eine Straße, ein paar Freunde (Bruhn/Kunze) 2.31
+
14. Katja & Co – TV Show (1976) 43.54

 

LabelA1

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Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

 

 

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Klaus Überall wurde übrigens etwas später der 2. Ehemann von Katja Ebstein; er verstarb denn 2008 an Krebs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adamo – Adamo singt Deutsch (Folge 1) (1971)

frontcover1Ganz sicher gehöre ich zu jenen, die Adamo früher falsch einschätze, und ihn „nur“ als Schlager-Fuzzi definitiert habe … Das ist aber ne gewaltige Täuschung …

Salvatore Adamo (* 1. November 1943 in Comiso auf Sizilien) ist ein belgischer Musiker, Liedermacher und Schlagersänger italienischer Herkunft. Adamo singt in neun Sprachen.

Als Salvatore vier Jahre alt war, zog seine Familie ins belgische Kohlerevier nach Mons, da der Vater dort Arbeit fand. Da in Belgien eine doppelte Staatsbürgerschaft nicht möglich war, behielt er, nach eigenem Bekunden aus Respekt und in Erinnerung an seinen Vater, die italienische. Neben seiner schulischen Laufbahn sang er noch im Kirchenchor und lernte Gitarre spielen.

1962 wurde in Belgien seine erste Schallplatte veröffentlicht, nachdem er zuvor in Frankreich einen Musikwettbewerb gewonnen hatte. Alsbald spielte er seine Kompositionen, obwohl der Sprache kaum mächtig, auch auf Deutsch ein. Bereits 1966 trug ein Viertel aller Schlager-Platten, die in Frankreich verkauft wurden, seinen Namen. Ein Jahr später führte ihn eine Tournee auch durch Deutschland. Seinen größten Hit in Deutschland hatte er 1968 mit Es geht eine Träne auf Reisen (die deutsche Version von Une larme aux nuages), der sich 15 Wochen in den Top 10 hielt und dort den zweiten Platz erklomm. Im März 1969 war er gemeinsam mit der deutschen Sängerin Alexandra auf Deutschland-Tournee. Sie schrieb den deutschen Text Walzer des Sommers für ihn und Adamo komponierte und Alexandra textete Kinderjahre gemeinsam. Nach Alexandras Tod 1969 nahm Adamo das Lied auf und veröffentlichte es 1978. Einen aus heutiger Sicht der Tatsachen ausgesprochen bemerkenswerten Titel stellt die Single Les gratte-ciel aus dem Jahre 1969 dar. Der Titel wurde 1972 ins Deutsche übersetzt.

Adamo60sIn den siebziger Jahren zeichneten sich seine LPs Kieselsteine, gefolgt von Seiltanz – Kieselsteine 2 und Hinter den Herzen – Kieselsteine 3 durch anspruchsvolle Texte aus. Lieder wie In deinen Armen sterben, Der Gehängte, Die Feen sterben nicht, Was soll ich da noch für Euch singen? und Wenn Du wiederkommst (übersetzt von Reinhard Mey) waren gelungene Übersetzungen seiner französischen Chansons. Kieselsteine erschien in den achtziger Jahren auch als CD, aber nur in geringer Auflage.

Adamo musste am 28. Mai 2004 seine geplante Tournee abbrechen und sich wegen gesundheitlicher Probleme in Behandlung begeben. Nach fast einem Jahr Erholungspause gab Adamo dann wieder Konzerte in Belgien und Frankreich. Zu dem ersten Konzert dieser Reihe, das in Mons, der Stadt seiner Jugend, stattfand, kamen Menschen aus ganz Europa und aus Übersee. Im Jahr 2007 nahm Adamo unter anderem an verschiedenen Musikfestivals in Frankreich teil und tourte durch das Land, sowie durch Belgien und den französischsprachigen Teil Kanadas. 2008 wurde die CD „Le bal des gens bien“ veröffentlicht, auf der 18 bekannte und weniger bekannte Adamo-Titel neu aufgenommen wurden. Jedes Lied singt Adamo im Duett mit einem anderen Künstler der französischen Chanson-Szene. Die CD wurde nach wenigen Wochen mit Platin in Belgien und Gold in Frankreich ausgezeichnet. Im November 2010 erschien eine CD mit neuen französischen Liedern „De toi à moi“, auf der unterem anderem ein Duett mit seiner Tochter Amélie „T’aimer quelque part“ zu hören ist. Zu seinem 50. Bühnenjubiläum tourte Adamo in 2011 durch Belgien und Frankreich, gab aber auch Konzerte in Athen, den Niederlanden und Rumänien. Es folgte eine erfolgreiche Tournee durch Chile (u.a. Festival Viña del Mar, wo das Publikum ihn mit 3 Preisen belohnte) und nach über 40 Jahren das erste Konzert wieder in Buenos Aires Anfang 2012. Über das ganze Jahr 2012 gab er diverse Konzerte. Im November 2012 erschien eine CD mit 12 neuen Titeln „La grande roue“. 2013 wurde Adamo 70 Jahre alt und feierte 50-jähriges Bühnenjubiläum. Konzerte in Belgien, Luxemburg, Frankreich und Russland sind bereits geplant. Im März trat er im Pariser Olympia auf. (Quelle: wikipedia)

adamokonzert

Hier seine vermutlich erste LP in deutsch … sie besteht aus diversen Singles jener Jahre, aber auch aus Neueinspielungen (leider wird da so auf dem Cover nicht deutlich) …

Auf jeden Fall zeichnet sich bereits hier (siehe „Wolkenkratzer“) ab, dass Adamo eben weit mehr als ein „Schlagerfuzzi“ war … Asche auf mein Haupt !

Nein, er war ein beeindruckender Chansonier !

singles

Besetzung:
Adamo (vocals)
+
diverse Orchester

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Titel:
01. Du bist so wie die Liebe (Adamo/Hertha) 3.30
02. Die Wolkenkratzer (Adamo/Brandin) 3.29
03. Armer Poet (Adamo/Brandin) 4.24
04. Was bildest du dir ein (Adamo/Brandin) 1.55
05. Gemeinsam (Weber/Adamo) 3.23
06. Zigeuner zieh’n vorbei (Adamo/Brandin) 3.40
07. Oft wenn du träumst (Adamo/Brandin) 3.46
08. Perlen – Silber – Gold, Madame (Adamo/Dagmann) 2.57
09. Tausendmal wo (Adamo/Blecher) 3.18
10. Gestatten Sie, Monsieur (Adamo/Brandin) 2.56
11. Mademoiselle, Sie… (Adamo/Loose) 2.10
12. Es geht eine Träne auf Reisen (Adamo/Blecher) 2.56
+
13. Ach, die schönen Damen (Adamo/Brandin) 3.03

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Traurig, ganz ohne Frage, doch wahr oh ja
Ist was dieser Tage geschah in USA ja, ja, ja, jaja
Ein Wolkenkratzerpaar stand nur stumm so herum
Ein Wolkenkratzer war wie der andere so dumm
Nur damit was geschah spielten beide mal Krieg
Und sie riefen Hurra, und sie träumten vom Sieg
Bei dem Spiel haben sie bald verlernt wie man lacht
Bei dem Spiel ahben sie alle beide gedacht
Oh, wenn doch ich oder er
nur ein Farbiger wär
Wieviel mehr Spaß machte das
Mit dem zehnfachen Hass
yeah, yeah, yeah, yeah

Und es gab den Tod, es gab Heldentum
Es gab Elend und Not, und posthumen Ruhm
Und es gab den Moment
wo man im Rausch der Macht
Sich selber nicht mehr kennt
Und den Himmel verlacht

Sie spielten weiter Krieg mit stolz erhobnen Nasen
Der Himmel aber schwieg zu ihren dummen Phrasen
Aber endlich erkannte er
Sie werden doch nicht schlauer
Auf die Wolkenkratzer sandte er
Einen Sternenhagelschauer
yeah, yeah, yeah, yeahyeah

Das Wolkenkratzerpaar war auf einmal ganz klein
Daß da Whiskey noch war fiel den beiden dann ein
Sie betranken sich stumm
Und sie saßen herum
Und vergaßen warum
Und dann fielen sie um
yeah, yeah yeah, yeahyeah

Das Wolkenkratzen fiel nun weg
Sie kratzen beide nur noch Dreck
Und rochen leider gar nicht gut
Sie spuckten Gift, sie spuckten Gold
Sie spuckten Blut, sie spuckten Geld
Und ihre Wut auf diese Welt

Sie spuckten selbst sich in den Sand
Sie soffen sich um den Verstand
Und dann sahen sie das Geheimnis des Siegs
Und dann sahen sie hier den Sinn eines Kriegs
Es gab also doch
Auch im Nichts noch ein Loch
Sie starrten hiein, lange sehr angestrengt
Und haben sich erhängt