Géza von Cziffra – Der Kriminaltango (TV rip) (1960)

TitelUnd jetzt wieder mal einen Blick in meine Videothek und ich präsentierte ne wahrlich olle Klamotte der deutschen Filmgeschichte.

Kriminaltango ist ein deutsch-österreichischer Schwarzweißfilm des Regisseurs Géza von Cziffra aus dem Jahr 1960 mit Peter Alexander und Vivi Bach in den Hauptrollen. Die Komödie ist eine Neuverfilmung von Gefährliche Gäste aus dem Jahr 1949 mit Wolf Albach-Retty und Käthe Haack, bei dem Von Cziffra ebenfalls Regie führte. Der Titel bezieht sich auf den im Jahr 1959 sehr erfolgreichen Schlager Kriminal-Tango des Hazy Osterwald Sextetts.

Der charmante Lebemann Peter verschleudert sein gesamtes Vermögen durch seinen vergnügungssüchtigen Lebensstil. Als er schließlich bis zum Hals in Schulden steckt, muss er seine Villa verkaufen. Fest dazu entschlossen begibt er sich dafür zu seiner Tante Agathe. Währenddessen versucht sein Diener Lorenz das Anwesen zu retten. Doch in Abwesenheit der beiden nistet sich ein Ganoven-Trio in dem vornehmen Haus ein, das durch dessen Verkauf den Erlös für sich kassieren will. Als Peter zurückkehrt, sieht die Bande in ihm einen Einbrecher-Kollegen, der für sie den vermeindlichen Hausbesitzer spielen soll. Die Verwirrung ist perfekt.

Beispiel08

Oder aber auch:

Peter, ein junger bankrotter Hauseigentümer, möchte sein Haus verkaufen und zu seiner Tante Agathe aufs Land ziehen. In der Zwischenzeit sollen sein Freund Albert und dessen Nichte Inge das Haus bewachen. Als er in Erfahrung bringt, dass dort bereits die drei Ganoven Boxer-Franz, Taschen-August und Klau-Maxe untergekommen sind, bricht er in sein eigenes Haus ein, wo er auf die drei Einbrecher trifft, die ihn für einen „Berufskollegen“ halten. Die Ganoven erwarten von ihm, den Hausbesitzer zu spielen, und wollen den Erlös selbst kassieren.

Bei der Kritik kam dieser Film so gar nicht gut weg:

TV Spielfilm kritisierte, Regisseur Géza von Cziffra habe seinen eigenen Film „fast gänzlich gag- und niveaulos“ inszeniert.
Und das Lexikon des internationalen Films stellte die „üblichen Gags und Verwicklungen“ fest, „die Geza von Cziffra in dieser Neuverfilmung seines eigenen Films „Gefährliche Gäste“ anspruchslos und langweilig aufbereitet hat.“

Sei´s drum, der Film blieb für viele im sog. kollektiven Gedächtnis wohl hauptsächlich wegen der Lieder:

  • Kriminaltango
  • Panoptikum
  • Straße meiner Lieder
  • Mille – Mille – Baci

Für die unvergessene Vivi Bach war dieser Film wohl der Durchbruch, um auch auf dem deutschen Unterhaltungmarkt Fuß zu fassen. Mit dabei auch der legendäre Fritz Muliar und auch ein Rudolf Vogel ist mir aus den 60er Jahren noch bekannt.

Und Boy Gobert spielte doch tatsächlich noch in einer Folge der TV-Serie „Kir Royal“ (1986) mit.

Betrachtete man sich den Film heute mal wieder, so kommt man natürlich nicht daran vorbei, das der Humor eher schlicht ist – aber dennoch: ganz so schlecht ist er nicht und der Peter Alexander hatte schin ein komödiantisches Talent.

Fast könnte man sagen: In diesen Zeiten war die Welt noch in Ordnung, keine langhaarigen Affen hopsten über die Bühne und die CSU hatte in Bayern schon fast die  absolute Mehrheit (Ergebnis für die CSU bei der Landtagswahl 1958: 45,6%).

Und heute hat die CSU ca. 35,2% erreicht – womit der Bogen zur Tagesakualität auch wieder hergestellt ist.

Beispiel02

Besetzung:
Peter Alexander (Peter Martens)
Vivi Bach (Inge)
Peter Carsten (Boxer-Franz)
C. W. Fernbach (Gutsverwalter Huber)
Boy Gobert (Taschen-August)
Margarete Haagen (Tante Agathe)
Sylvia Lydi (Kellnerin Gerti)
Fritz Muliar (Klau-Maxe)
Susi Nicoletti (Frau Schleinitz)
Rolf Olsen (Generaldirektor Schleinitz)
Raoul Retzer (Rechtsanwalt Dr. Roeder)
Emanuel Schmied (Ganove Jenny)
Frauke Sinjen (Elisa Schleinitz)
Sieglinde Thomas (Lina)
Rudolf Vogel (Diener Lorenz)
Günther Lüders (Onkel Albert)
+
Regie: Géza von Cziffra
Drehbuch: Géza von Cziffra (unter dem Pseudonym Richard Anden)
Musik: Heinz Gietz
Kamera: Sepp Ketterer
Schnitt: Arnfried Heyne (als Arnd Heyne)

 

Beispiel01

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Richard Vogler mit Peter Alexander

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Ein Butler, wie er im Buche steht …

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Ein Haufen von Schmarotzern

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Rechtsanwalt Dr. Roeder verschafft sich tiefe Einblicke …

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Der Butler berichtet von dem leerstehendem Haus … und ein Ganove hört mit …

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Die Ganoven schmieden einen Plan

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Derweil plaudert Peter Alexander mit Tante Agathe

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Die Ganoven haben inzwischen das Haus besetzt

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Der junge Fritz Muliar als „Klau Maxe“

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Noch so ein zwielichtiger Geselle

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Tanta Agathe

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Peter Alexander versucht sich als Reiter

 

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Ein Inserat mit Folgen

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In der alten Villa geht es ganz schön turbulent zu

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Auf dem Land ist das Leben noch in Ordnung …

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… das Lotterleben der Ganoven ist hingegen sehr bedenklich

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Peter Alexander bricht im eigenen Haus ein, wird dabei aber auf frischer Tat ertappt

Beispiel32

Man kommt sich näher

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Die fesche Vivi Bach

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Da bandelt man dann gerne an

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Und jetzt wird es hochgradig erotisch

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Und jetzt wird sie auch noch keck

Beispiel37

Und jetzt ein Liedchen

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Ha ! Whisky from good ol´ Scotland

Beispiel39

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Die klassische Pose zum Ende eines Liedes

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Die Ganoven sollen nun aber das Haus renovieren

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Ein neuer Einbruch wird geplant („Unternehmen Klumpfuß“)

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Ein echter Musikus halt

Beispiel44

Und der Fritz Muliar greift auch in die Tasten, sehr zum Leidwesen von Onkel Albert

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Der Einbruch beginnt …

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… und endet mit einem Fehlalarm

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Dafür schreitet die Renovierung der Villa erfolgreich voran

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Erste Kaufinteressenten interessieren sich für die Villa

Beispiel49

Peter Alexander zelebriert den Kriminaltango

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… und sie tanzen einen Tango …

Beispiel51

Beispiel52

Beispiel53

… und in der Stille fällt ein Schuß

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Vivi Bach und Peter Alexander bei der Hausarbeit

Beispiel55

Da beginnt wohl ein Techetl-Mechtel

 

Beispiel56

Und schon trällert man gemeinsam ein Liedchen („Mille – Mille – Baci“ 1000 Küsse …)

Beispiel58

Und jetzt ist das Glück perfekt

Beispiel59

Peter Alexander kann auch austeilen

Beispiel60

Auch Tante Agathe kann rabiat werden

Beispiel61

Und tatkräftig wie sie ist, nimmt sie nun die Sache in die Hand

Beispiel62

Und so haben die Hüter des Gesetzes die Sache bald im Griff

Beispiel63

Und so kann nur eine glückliche Braut strahlen

Beispiel64

Na also …

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Und es beginnt die Fahrt ins Glück

Beispiel66

Und die Halunken bekommen ihre verdiente Strafe

Beispiel67

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Géza von Cziffra

„Ich bin ein überzeugter Unterhalter und habe auch jederzeit abgelehnt, in einem Film irgendwelche Aussagen, geschweige denn politische Aussagen zu machen“ – Géza von Cziffra über sein filmisches Schaffen

Verschiedene Interpreten – Herzen öffnen – Die schönsten Schlager der 50er Jahre (2005)

FrontCover1Jede Menge klassischer Schmalzfetzen und Schnulzenmusik aus den 50er Jahren. Veröffentlicht zugunsten des „Roten Kreuzes“ im Jahre 2005.

Ursprünglich dachte ich mir, ne nette kleine Ergänzung für alle Nostalgiker, die sich eben auch an jenen Illusuionsmelodien der 50er Jahre erfreuen können, denn bei Interpreten wie Bill Ramsey, Fred Bertelsmann, Caterina Valente, Vico Torriani etc. kann man ja nix falsch machen.

Und in der Tat, dieser Sampler bietet eine netten kleinen Rückblick, und auch mir noch nicht so vertraute Aufnahmen von Lou van Burg oder Lys Assia sind enthalten und von daher, wollte ich eigentlich schreiben „eine nette Sammlung von Schmankerl der musikalischen Art“.

Und dann stieß ich auf das Lied „Die süssesten Früchte fressen nur die grossen Tiere“ von Peter Alexander, das er mit einer gewissen „Leila Negra“ im Jahre 1952 aufnahm.

Und dann wollte ich wissen, wer eigentlich diese „Leila Negra“ war/ist … und ich wurde fündig und ich gestehe, mir blieb, angesichts ihrer Biographie erstmal der Mund offen:

NegraAlexander

Leila Negra & Peter Alexander, 1954

Marie Nejar (* 20. März 1930 in Mülheim an der Ruhr; Künstlername Leila Negra) ist eine ehemalige deutsch-französische Schlagersängerin und Schauspielerin, die während der Zeit des Nationalsozialismus als dunkelhäutige Statistin in Filmen der UFA spielte und mit dem Beginn der 1950er Jahre, ungeachtet ihres wahren Alters, zu einem Kinderstar avancierte. Ihre kurze mehrjährige Laufbahn im Rampenlicht beendete sie Ende 1957 und begann eine Ausbildung zur Krankenschwester.

Marie Nejar ist die Enkelin einer Dame aus einer großbürgerlichen Hamburger Familie, die – als sie sich mit einem Kreolen aus Martinique verheiratete – von ihrer Familie verstoßen wurde. Das Paar bekam keine sonderliche Unterstützung und zog von Zeit zu Zeit von einem Ort zum anderen, auf der Suche nach einer Anstellung. Die gemeinsame Tochter Cécilie wurde geboren, als sich die Kleinfamilie in Riga niederließ, wo der Großvater Marie Nejars in einer Kneipe erschossen wurde.

Die verwitwete Großmutter zog daraufhin nach Hamburg zurück, wo sie sich niederließ. Ihre erwachsene Tochter Cécilie – Maries Mutter – arbeitete seinerzeit als Musikerin und zog singend von Bar zu Bar. Maries Vater war Kapitänssteward auf einem Schiff aus Liverpool und stammte aus Ghana. Er kehrte sehr bald nach England zurück und sah seine Tochter später nur wenige Male. Ihre Mutter versuchte die Schwangerschaft geheim zu halten und gebar das Baby in einem Waisenhaus in Mülheim an der Ruhr. Marie Nejar ist – entgegen landläufiger Meinung – somit kein so genanntes „Besatzungskind“ – zumal sie 1930 geboren wurde. Drei Jahre später wurde sie auf Drängen der Großmutter, die zwischenzeitlich von der unehelichen Tochter Cécilies erfahren hatte, nach Hamburg geholt.

Marie Nejar wuchs im Stadtteil St. Pauli auf, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe war sie einer Verfolgung sowie Anfeindung offen ausgesetzt, jedoch lag das Augenmerk der Nazis bei den Juden und Regimekritikern, so dass sie vorerst verschont blieb. Aufgrund der Nürnberger Rassengesetze von 1935 konnte sie jedoch ihre Schulausbildung nicht beenden und wurde zur Zwangsarbeit in einer Fabrik verpflichtet. Mit Hilfe einer liberalen Klassenlehrerin, eines jüdischen Arztes und der Menschlichkeit von Polizisten der Davidswache konnte sie die ersten Jahre überleben.

Der damalige Propagandaminister Joseph Goebbels suchte schwarze Kinder, die in diversen UFA-Filmen sogenanntes „Buschvolk“ spielen sollten. So wurde Marie Nejar ebenfalls angeschrieben und bald nach Potsdam-Babelsberg eingeladen, wo sie schließlich 1942 in einer Szene im aufwändig produzierten Münchhausen-Film an der Seite von Hans Albers eine schwarze Dienerin mit einem Palmenwedel spielte. „Entschuldigen Sie. Damals war ich ein Kind. Ich fand das toll, und außerdem hatte ich zwei Wochen schulfrei. Mit Unterschrift und auf Anweisung von Herrn Goebbels.“

Ein paar Monate später verkörperte sie neben Heinz Rühmann eine weitere kleine Rolle als Tochter eines Stammeshäuptlings in dem Streifen Quax in Afrika.

Nach Kriegsende 1945 arbeitete sie zunächst in Hamburg in der Er & Sie-Bar. Nach dem Tod ihrer Großmutter (1949) war sie Zigarettenverkäuferin am Timmendorfer Strand, als sie zufällig aufgefordert wurde, ein Mikrofon zu testen, das zur Unterhaltung der Abendgäste diente. Bei dieser „Probe“ sang sie ein damals populäres Lied von Horst Winter, das die Musiker von ihrem Talent überzeugte. In Wien übernahm sie in einer Revue eine Nebenrolle, wobei sie auch singen musste. Daraufhin erhielt die inzwischen erwachsene Frau einen Vertrag mit einer Schallplattenfirma.

Marie Nejar wurde dennoch als 15-Jährige ausgegeben und startete zu Beginn der 1950er Jahre eine Karriere als singender Kinderstar, der zahlreiche deutsche Schlager veröffentlichte. Aufgrund ihrer Hautfarbe war das Interesse an ihr als Nachkriegskuriosität groß, genau wie bei Josephine Baker vor dem Krieg und dem in Tunis geborenen Afrokubaner Roberto Zerquera (Roberto Blanco) sowie dem Trinidad-Deutschen Peter Mico Joachim (Billy Mo) nach dem Krieg.

NeilaNegrad2010

Leila Negra, 2010 (bei einer Veranstaltung der Evangelische Akademie im Rheinland , Bonn)

Marie Nejar hatte ihren größten Schlager-Erfolg unter dem Künstlernamen Leila Negra 1952 zusammen mit Peter Alexander unter dem Titel Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere, produziert von ihrem – und Alexanders – Entdecker Gerhard Mendelson. Doch auch andere Lieder wie Mach nicht so traurige Augen oder das Toxi-Lied aus dem gleichnamigen Film (Premiere am 15. August 1952) errangen die Gunst des Publikums und landeten auf guten Mittelplätzen bei der Hitparade. Gemeinsam mit Peter Alexander und anderen Musikern tourte sie in den 1950er Jahren durch Deutschland mit einem großen Teddybären im Arm, was so etwas wie ihr Markenzeichen werden sollte. In einem Interview vom 20. April 1955 bezeichnete sie sich als „Hamburgerin durch und durch“, auch wenn sie die französische Staatsangehörigkeit habe.

Nach Mitwirkung in fünf Filmen und den Aufnahmen von etwa 30 Schlagern endete Leila Negras aktive Karriere Ende der 1950er Jahre. Sie begann 1957 eine Ausbildung zur Krankenschwester und war dann später in diesem Beruf in Hamburg tätig. Marie Nejar lebt heute als Rentnerin in Hamburg (Quelle: wikipedia)

Und so wurde für mich aus einem kleinen, billigem Sampler eine bewegende Zeitreise, die mich gelehrt hat, dass wir unserer Geschichte nicht entfliehen können und sollten …

Ein interessantes Interview mit Leila Negra mit der „taz“ habe ich beigelegt.

Und ich mag einfach mal hoffen, dass all die Groschen, die dem Deutschen Kreuz zugeflossen sind, auch wirklich  dort angekommen sind, wo sie hingehören …

Booklet1

Titel:
01. Bill Ramsey: Souvenirs, Souvenirs (Cohen/Bartels) 1.57
02. Fred Torr: Der lachende Vageabund (Lowe/Mösser) 2.47
03. Rene Carol: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein (Harden/Hoff) 3.05
04. Caterina Valente: Ganz Paris träumt von der Liebe (Porter/Feltz) 2.52
05. Vico Torriani: Kalkutta liegt am Ganges (Gaze/Bradtke) 2.42
06. Rudi Schurike: Capri Fischer (Winkler/Siegel) 3.11
07. Bruce Low: Das alte Haus von Rocky Docky (Hamblin/Feltz) 3.04
08. Peter Alexander & Leila Negra: Die süssesten Früchte fressen nur die grossenTiere (Mascheroni/Rastelli/Panzeri/Feltz) 2.27
09. Chris Howland: Fraulein (Williams/Fleming) 2.24
10. Gerhard Wendland: Das machen nur die Beine der Dolores (Jary/Balz) 2.26
11. Lale Andersen: Blaue Nacht,o blaue Nacht am Hafen (Carson/Scharfenberger/Wilke) 3.45
12. Lou van Burg: Nicolo, Nicolo, Nicolino (Winkler/Feltz) 2.48
13. Lys Assia: Wenn die Glocken hell erklingen (Villard/Schwenn/Frytag) 2.49

CD1

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Peter Alexander – Peter Alexander (1964)

FrontCover1.JPGEinerseits so ein Billig-Sampler aus den 60er Jahren, andererseits dennoch ganz interessant:

Peter Alexander, eigentlich Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer, seit Mitte der 1970er Jahre auch Peter der Große genannt, (* 30. Juni 1926 in Wien; † 12. Februar 2011 ebenda) war ein österreichischer Sänger, Schauspieler und Entertainer. Von Mitte der 1950er bis Mitte der 1990er-Jahre gehörte er zu den populärsten Unterhaltungskünstlern im deutschsprachigen Raum.

Peter Alexander war Sohn des Bankrates Anton Neumayer (1900–1947) und dessen Ehefrau Bertha, geb. Wenzlick (1896–1987), Tochter eines Musikalienhändlers aus Pilsen; die Eltern wohnten 1926 in Wien 9., Sechsschimmelgasse 4.[2] Bereits während seiner Schulzeit zeigte sich Alexanders Hang zum Parodieren. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte er auf das humanistische Gymnasium in Döbling (19. Bezirk), das er jedoch wegen diverser Streiche per Schulverweis vorzeitig verlassen musste. Daraufhin schickte ihn sein Vater nach Znaim, wo Alexander 1944 kriegsbedingt per Notabitur die Matura ablegte. Peter Alexander widmete der Zeit, als sein Vater seine Mutter kennenlernte, das Lied „Wie Böhmen noch bei Österreich war“. Im selben Jahr wurde er Flakhelfer, kam danach zum Arbeitsdienst nach Breslau und meldete sich auf seine Einberufung hin schließlich zur Kriegsmarine. 1945 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft. Die Monate in nach seiner eigenen Aussage „vier oder fünf Gefangenenlagern in Ostfriesland“[3] nutzte er, um seine Talente in Form von Theaterabenden (unter anderem Aufführungen des Dramas Jedermann von Hugo von Hofmannsthal) oder musikalischen Improvisationen zu erproben.

Peter Alexander 1952.jpg

Peter Alexander mit Erni Bieler (1952)

Zurück in Wien, 1946, sollte Alexander nach dem Willen seiner Eltern ein Studium der Medizin beginnen und immatrikulierte an der Universität Wien, besuchte aber nur eine Vorlesung. Er wollte Schauspieler werden, strebte ein Engagement am Burgtheater in Wien an und absolvierte daher eine Schauspiel-Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, die er 1948 mit Auszeichnung abschloss. (1947 war sein Vater gestorben.) Dabei nannte er sich erstmals unter Weglassung aller weiteren Namen (Maximilian Ferdinand Neumayer) nur noch „Peter Alexander“. Zu seiner Klasse gehörten unter anderem Ernst Stankovski, Erwin Strahl und Gerhard Riedmann. Schon hier zeichnete sich ab, dass Alexander eher für das komödiantische Fach bestimmt war. Er brachte sich Gesang und Klavierspiel autodidaktisch bei. So trat er etwa 1949 gemeinsam mit Waltraut Haas in Ludwig Schmidseders Operette Abschiedswalzer im Wiener Bürgertheater auf.[4] Seit den Nachkriegsjahren verehrte er Frank Sinatra, den er 1950in London zum ersten Mal sah. Sodann wandte er sich von seiner Idee, ein Engagement am Burgtheater zu erreichen, ab und strebte Entertainment, Gesang, Orchester und Jazz an.

Peter Alexander50erJahre

Bereits 1951 erschien bei der Plattenfirma Austrophon Alexanders erste Schallplatte („Das machen nur die Beine von Dolores“). 1953 wechselte er zu Polydor, wo das Erfolgsduo Kurt Feltz und Heinz Gietz viele Lieder für ihn schrieb. Für Polydor nahm Alexander nicht nur Schlager, sondern auch mit großem Erfolg Operettenquerschnitte, jeweils dirigiert von Franz Marszalek, auf. Hier waren Sängerinnen wie Herta Talmar, Renate Holm und Rita Bartos seine Partnerinnen. Im selben Jahr gewann er auch den Münchner Schlagerwettbewerb. Ende 1965 schließlich ging er zu Ariola. (Quelle: wikipedia)

Peter Alexander50erJahre2Soweit ein paar Infors zu seinen Anfängen. Und genau davon handelt diese LP. Sie enthält nämlich Lieder vom Peter Alexander aus den 50er Jahren …

Un deshalb heißt dieses Album in einer Pressung des Schallplattengilde Gutenberg auch „Seine ersten Erfolge“.

Und das geht schon mit „La Bella Musica“, einer ersten Single aus dem Jahr 1951.

Und dann geht´s quasi Schlag auf Schlag … heitere, kitschige und mit viel Fernweh garnierte Schlager … wobei da der Pter Alexander eigentlich an diese Schlagertradtion der 20er und 30er Jahre anknüpfen möchte und auch anknüpfen kann. Begleitet wird er dabei von diversen Orchestern und Gesangs-Ensembles mit so feinen Namen wie „Die Shunshines“ oder „Das Cornel Trio“.

Und nachdem mir diese Dekaden musikalische gelegentlich ganz gelegen kommen, so gilt dies dann daher auch für diesen billigen Sampler … erschienen auf dem Elite Label aus der Schweiz.

Sehnsuchtsmelodien … denn auch diese gehören zu unserem Leben … Und natüröoch ist der Peter Alexander schon damals ein Schmeichler und Charmeur gewesen …. und wenn er dann singt:

Ein Musikus, ein Musikus
Weis immer was er spielen muss
Und wenn er schöne Frauen sieht
Spielt er ein Liebeslied

Mal spielt er laut, mal spielt er zart
Er spielt auf ganz verschied?ne Art
Und wenn er schöne Frauen sieht
Spielt er ein Liebeslied

Er träumt, dass ihm die Schönen
Mit Küssen verwöhnen
Doch schenken sie statt Küsse
Doch leider nur ihr Ohr

hach … dann wird er mir fast sympathisch …

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Besetzung:
Peter Alexander (vocals)
+
Peter Cramer Orchester bei 06.)
Orchester Karl Loubé (bei 01., 02., 04.)
Comedien-Quartett (bei 03. + 11.)
Metropol-Tanzorchester (bei 03.. 07., 09. – 11.)
Österreichische Rundfunk-Tanzorchester unter der Leitung von E. Halletz (bei 05.
Die Sunshines (bei o8.)
Kölner Tanz- und Unterhaltungsorchester unter der Leitung von A. Luczkowski (bei 08.
Das Cornel-Trio (bei 09.)

BackCover1

Titel:
01. La Bella Musica (Werner/Fontenoy) 2.56
02. Ich küsse ihre Hand, Madame (Rotter/Erwin) 2.55
03. Die Frau kommt direkt aus Spanien (Hoff/Zeisner) 2.45
04. Das machen nur die Beine von Dolores (Balz/Hary) 3.02
05, Jede Frau in Bogotá (Meder/Lang) 3.01
06. Ein Italiano (Werner/Maluck) 2.55
07. Ein Musikus, ein Musikus (Gaze/Feltz) 2.50
08. In Sorrent (Hiller/Scharfenberger) 3.24
09. Wo am Weg die Äpfel reifen (Hoff/Fiedler/Petrak/Harden) 2.49
10. Isabella (Hoff/Halletz) 3.03
11. Ich lieb dich so, wie du bist (Hoff/Heisterkamp) 3.04

LabelB1

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Verschiedene Interpreten – Schlager-Auslese 1965 (1965)

FrontCover1Tja, die wunderbare Welt des deutschen Schlagers in den 60er Jahren … voller Widersprüchlichkeiten, voller falscher Versprechen und voller Gefühl …

Dann wollen wir mal reinhören, was uns damals s alles präsentiert wurde:so alles präsentiert wurde:

Freddy Quinn … klar mit einer Heimweh/Fernsucht Melodie … und dann die Wencke Myhre … mit einem ganz und gar pfiffig-frechem Song (“ … Männer gibt es viele, Männer gibt´s genug … „).

Routiniert und souverön dann der Bert Kaempfert … und Roy Black … nun gut … sein „Du bist nicht allein“ ist ein Klassiker … macht aber den Song nicht besser …. Ilussionsmusik eben …

Der Lolita Song wurde ja eigentlich unter dem Titel „Männer, Masten und Matrosen“ unters Volk gebracht … erneut eine sehnsüchtige Melodie hinssichtlich des „perfekten Manns“ …

SinglePack1

Und dem völlig unbekannten Orchester Konstantin Hellmer wurde es ermöglicht, den Film-Hit „Zorba“ zum Besten zu geben (das Original ist mir lieber), ach ja … der Sonnyboy Thomas Fritsch hatte ne wirklich samtene Stimme … und Willy Millowitsch singt über all die „kleinen Sünderlein“ … der Mann war damals sowas von populär ….

SinglePack2

Na ja … die Connie Francis fand ich mindest so scharf wie die Peggy March (ich hatte allerdings 1965 noch keine Ahnung, was „scharf“ eigentlich bedeutet).  Und warum es  Jay & The Americans versteh ich bis heute nicht … ihr Song „Cara Mia“ wurde zwar auch bei uns in Deutschland veröffentlicht … einen großen Eindruck haben sie allerdings nicht gemacht.

SinglePack3

Das kann man von „Wooly Bully“ nicht behauoten …. das war schon ein veritabler Chart-Erfolg bei uns in der BRD  und – ob man es glaubt oder nicht – der Song ist noch heute gut anzuhören.

Na ja … und „Taxi nach Texas“ habe ich damals geliebt … kein Wunder, meine Wild West Romantik war damals mehr als intensiv … huingegen habe ich den „Letkiss“ damals eher gehasst … musst ich doch zu diesem Song  in der Theatergruppe, der ich damals angehört … just zu diesem Song tanzen und das auch noch mit einem Mädchen ,,. und den Kuss sollten wir allerdings nur andeuten, allein das war mir damals mehr als suspekt … na ja … diese Haltung hat sich dann im Laufe der Jahre geändert.

Da war der Sacha Distel damals schon weiter … dieser Charmeur wusste es, wie man Damen umgarnt …

Und mit der „Abschiedsmelodie (Il Silencio)“ endet diese LP mit dem damals unverzichtbarem Schmachtfetzen … und noch heute löst diese Melodie bei mir ne Gänsehaut aus …

Also: Willkommen in der wunderbare Welt des deutschen Schlagers der 60er Jahren … voller Widersprüchlichkeiten, voller falscher Versprechen und voller Gefühl …

BackCover1

Titel:
01. Freddy Quinn: 5 000 Meilen von zu Haus (Bare/Williams/Loose) 2.30
02. Wencke Myhre: Sprich nicht drüber (v.d.Dovenmühle/Nobach) 2.25
03. Bert Kaempfert & His Orchestra: Red Roses For A Blue Lady (Tapper/Brodsky) 2.20
04. Roy Black: Du bist nicht allein (Arland/Hertha) 2.27
05. Lolita: Mohavana (Olias/Rothenburg) 2.43
06. Orchester Konstantin Hellmer: Zorba (Theodorakis) 2.49
07. Thomas Fritsch: Das hab‘ ich so gerne an dir (Scharfenberger/Feltz) 2.35
08. Willy Millowitsch: ‚S war immer so (Wir sind alle kleiner Sünderlein) (Traditional) 2.42
09. Peter Alexander: Fräulein Wunderbar (Shannon/Sheeley/Feltz) 2.06
10. Connie Francis: Hast du Heimweh (Scharfenberger/Busch) 2.41
11. Jay & The Americans: Cara Mia (Trapani/Lange) 2.34
12. Sam The Sham & The Pharaohs: Wooly Bully (Samudio) 2.23
13. Martin Lauer: Taxi nach Texas (Peeters/Feltz) 3.02
14. Orchester Robert Delgado: Letkiss (Lehtinen) 2.19
15. Sacha Distel: Frauen und Rosen (Laine/Feltz) 2.28
16. Heinz Schachtner: Abschiedsmelodie (Il Silencio) (Rosso/Brezza) 3.11

LabelB1

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Peter Alexander – Serviert Spezialitäten aus Böhmen, Ungarn und Österreich (1968)

FrontCover1Ja, ja der Peter Alexander, auch so ein Hans Dampf in allen Gassen … und ganz sicher sehr, sehr beliebt bei den Damen der damaligen Zeit … ein Charmeur halt.

Hier zelebriert er „musikalische „Spezialitäten aus Böhmen, Ungarn und Österreich“.

Und es geht los mit „Wie Böhmen noch bei Österreich war“ und schon bekam ich ein mulmiges Gefühl … denn bei Liedern wie diesen wird einfach die Vergangenheit unkritisch verherrlicht … das geht dann selbst mir zu weit.

Aber ganz so schlimm ist dann diese LP nun doch nicht. Peter Alexander führt launig durch das Programm und gönnt sich einfach eine kitschig-rührselig-sentimentale Sammlung von Melodien, zu denen zumindest auch eine Kreisler Komposition („Telefonbuch-Polka“) gehört.

Begleitet wurde er dabei von dem Orchester Johannes Fehring, ein langjähriger Wegbegleiter von Peter Alexander.

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Johannes Fehring und Peter Alexadner

Sein komödiantisches Talent kann er dabei natürlich mit Genuss zelebrieren.

Wer also den ganzen Wiener Schmäh nicht völlig abgeneigt ist, kann sich wie ich – allerdings mit Abstrichen (wegen der all zu sehr triefenden Heimatduselei) – durchaus eine vergnügliches Stündchen machen.

AlternativesFront+BackCover

Alternatives Front + Backcover (mit 2 abweichenden Titeln)

Besetzung:
Peter Alexander (vocals)
+
Orchester Johannes Fehring

BackCover1.JPG

Titel:
01. Wie Böhmen noch bei Österreich war (Petratz/Fiedler) 2.25
02. Nimm, Zigeuner, deine Geige (Jenbach/Stein/Kálmán) 3.35
03. Am Besten hat’s ein Fixang’stellter (Heller/Herz/Leopoldi) 3.29
04. Da draußen in der Wachau (Weil/Arnold) 4.32
05. Powidltatschkerln (Skutajan/Leopoldi) 2.44
06. Das hat ka Goethe g’schrieben (Siolny) 3.14
07. Ja, so ein Mädel, ungarisches Mädel (Grünwald/Beda/Abraham) 2.33
08. Telefonbuch-Polka (Weigel/Kreisler) 3.41
09. Der Wiener braucht sein Stammcafé (Marischka/Uher) 2.56
10. Von der Pußta will ich träumen (Balz/Brüne) 3.06
11. Tief im Böhmerwald (Traditional) 2.40
12. Das hat schon der alte Novotny gesagt (Meder/Lang) + Komm, Czigany (Grünwald/Brammer/Kálmán) 8.20
13. Potpourri 2.45
13.1. Kaiserjäger-Marsch (Traditional)
13.2. O du mein Österreich (Traditional)
13.3. Wir sind vom K. und K. Infanterieregiment (Traditional)

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Powidltascherln (auch Powidltatschkerln oder Powidldatschgerl) sind in der österreichischen und böhmischen Küche mit Powidl (Pflaumenmus) gefüllte Teigtaschen. 

 

Peter Alexander – Singt Melodien zum verlieben (1962)

FrontCover1Den hatten wir bisher ja noch gar nicht in diesem blog:

Peter Alexander, eigentlich Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer, (* 30. Juni 1926 in Wien; † 12. Februar 2011 in Wien) war ein österreichischer Sänger, Schauspieler und Entertainer. Von Mitte der 1950er bis Mitte der 1990er-Jahre gehörte er zu den populärsten Unterhaltungskünstlern im deutschsprachigen Raum.

Peter Alexander war Sohn des Bankrates Anton Neumayer (1900–1947) und dessen Ehefrau Bertha, geb. Wenzlick (1896–1987), Tochter eines Musikalienhändlers aus Pilsen; die Eltern wohnten 1926 in Wien 9., Sechsschimmelgasse 4. Bereits während seiner Schulzeit zeigte sich Alexanders Hang zum Parodieren. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte er auf das humanistische Gymnasium in Döbling (19. Bezirk), das er jedoch wegen diverser Streiche per Schulverweis vorzeitig verlassen musste. Daraufhin schickte ihn sein Vater nach Znaim, wo Alexander 1944 kriegsbedingt per Notabitur die Matura ablegte. Peter Alexander widmete der Zeit, als sein Vater seine Mutter kennenlernte, das Lied „Wie Böhmen noch bei Österreich war“. Im selben Jahr wurde er Flakhelfer, kam danach zum Arbeitsdienst nach Breslau und meldete sich auf seine Einberufung hin schließlich zur Kriegsmarine. 1945 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft. Die Monate in nach seiner eigenen Aussage „vier oder fünf Gefangenenlagern in Ostfriesland“ nutzte er, um seine Talente in Form von Theaterabenden (unter anderem Aufführungen des Dramas Jedermann von Hugo von Hofmannsthal) oder musikalischen Improvisationen zu erproben.

Peter Alexander

So liebten ihn wohl damals die Damen …

Zurück in Wien, 1946, sollte Alexander nach dem Willen seiner Eltern ein Studium der Medizin beginnen und immatrikulierte an der Universität Wien, besuchte aber nur eine Vorlesung. Er wollte Schauspieler werden, strebte ein Engagement am Burgtheater in Wien an und absolvierte daher eine Schauspiel-Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, die er 1948 mit Auszeichnung abschloss. (1947 war sein Vater gestorben.) Dabei nannte er sich erstmals unter Weglassung aller weiteren Namen (Maximilian Ferdinand Neumayer) nur noch „Peter Alexander“. Zu seiner Klasse gehörten unter anderem Ernst Stankovski, Erwin Strahl und Gerhard Riedmann. Schon hier zeichnete sich ab, dass Alexander eher für das komödiantische Fach bestimmt war. Er brachte sich Gesang und Klavierspiel autodidaktisch bei. So trat er etwa 1949 gemeinsam mit Waltraut Haas in Ludwig Schmidseders Operette Abschiedswalzer im Wiener Bürgertheater auf. Seit den Nachkriegsjahren verehrte er Frank Sinatra, den er 1950 in London zum ersten Mal sah. Sodann wandte er sich von seiner Idee, ein Engagement am Burgtheater zu erreichen, ab und strebte Entertainment, Gesang, Orchester und Jazz an.

Peter Alexander2

Bereits 1951 erschien bei der Plattenfirma Austrophon Alexanders erste Schallplatte („Das machen nur die Beine von Dolores“). 1953 wechselte er zu Polydor, wo das Erfolgsduo Kurt Feltz und Heinz Gietz viele Lieder für ihn schrieb. Für Polydor nahm Alexander nicht nur Schlager, sondern auch mit großem Erfolg Operettenquerschnitte, jeweils dirigiert von Franz Marszalek, auf. Hier waren Sängerinnen wie Herta Talmar, Renate Holm und Rita Bartos seine Partnerinnen. Im selben Jahr gewann er auch den Münchner Schlagerwettbewerb. Ende 1965 schließlich ging er zu Ariola. Bis 1981 hatte Alexander als Sänger 38 Top-Ten-Hits in der Bundesrepublik Deutschland und war 80 Mal in den Top Hundert vertreten. Für seine Schallplatten, Filme und Fernsehshows erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Von 1965 bis 1983 wurden allein bei Ariola über 15 Millionen LPs und 25 Millionen Singles von Alexander verkauft, wobei die Peter Alexander3Schaffenszeiten bei Austrophon und Polydor sowie die ab 1983 im deutschsprachigen Sprachraum noch nicht mit einbezogen sind. Er brachte insgesamt über 156 Singles und über 120 Original-Langspielplatten auf den Markt sowie mehrere Dutzende EP-Produktionen. Eng verbunden mit Alexanders Gesangskarriere war die Karriere der Produzenten Kurt Feltz und Ralph Siegel. Allein in Deutschland werden seine Tonträgerverkäufe seit 1956 auf 46 Millionen Stück geschätzt. (Quelle: wikipedia)

Keine Frage: ein Schwergewicht im Bereich der leichten Muse … und hier hören wir nun einen Querschnitt seines damaliges Schaffens … Operetten, Lustspiele und Filmmelodien erklingen … oftmals mit Gesangspartnern, die man damals wohl auch kannte.
Begleitet wurde er dabei überwiegend von dem Orchester Franz Marszalek.

Kann man mögen … muss man aber nicht … mein eindeutiger Favorit ist „My Little Boy“ und zwar eindeutig deshalb, weil da der großartige Bill Ramsey eine singende Gastrolle hat … der trumpft da aber auf !

Und in „Verliebte muss man gar nicht erst in Stimmung bringen“ hören wir ihnen kurz mit seiner Hans Moser Parodie … eine seiner Paradenrollen !

Franz Marszalek

Franz Marszalek

Besetzung:
Peter Alexander (vocals)
+
Orchester Adalbert Luczkowski (bei 03.)
Orchester Franz Marszalek (bei 01., 02., 04., 05., 07. – 14.)
Kölner Rundfunk Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek  (bei 06. + 15.)
Orchester Erich Werner (bei 16.)

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Titel:
01. Peter Alexander: Schaukellied (Hollaender/Freund) 4.56

Aus der Operette „Ein Walzertraum“:
02. Peter Alexander + Herta Talmar: Piccolo – Duett (Straus/Dörmann/Jacobson) 3.36

Aus dem Film „Ich bin kein Casanova“:
03. Peter Alexander: Melodien zum verlieben (Gietz/Feltz) 3.00

Aus der Operette „Maske In Blau“:
04. Peter Alexander, Ralf Paulsen + Gretl Schörg: Im Gegenteil (Raymond/Schwenn) 1.38

05. Peter Alexander: Ach, Louise (Benatzky) 2.44
06. Peter Alexander:  Die Kirchen in Nachbars Garten (Hollaender/Freund) 4.16

Aus der Operette „Im Weissen Rössl“:
07. Peter Alexander:  Was kann der Sigismund dafür (Benatzky/Gilbert) 0.57

Aus der Operette „Saison In Salzburg“:
08. Peter Alexander + Herta Talmar: Und die Musik spielt dazu (Raymond/Wallner/Feltz) 3.57

Aus dem Lustspiel „Kleiner Schwindel In Paris“:
09. Peter Alexander: Verliebte muss man gar nicht erst in Stimmung bringen (Stolz/Gilbert) 5.59

Aus der Operette „Saison In Salzburg“:
10. Peter Alexander + Gretl Schörg: Wenn der Toni mit der Vroni (Raymond/Feltz) 2.25

Aus der Operette „Hochzeitsnacht im Paradies“:
11. Peter Alexander: Es kommt auf die Sekunde an (Schwenn/Schröder) 1.57

Aus dem Lustspiel „Meine Schwester und ich:
12. Peter Alexander: Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin (Benatzky) 3.25

Aus der Operette „Die Blume Von Hawaii“:
13. Peter Alexander, Margot Eskens, Bill Ramsey + Willy Hofmann: My Little Boy (Abraham/Grünwald/Földes/Löhner-Beda) 1.58

Aus der Operette „Saison In Salzburg“:
14. Peter Alexander, Renate Holm + Franz Fehringer: Reich mir die Hände (Raymond/Wallner/Feltz) 1.07

15. Peter Alexander: Die Musik kommt (Straus/von Liliencron) 3.20

Aus dem Film „Salemaleikum“:
16. Peter Alexander:  Mein ganzes Leben ist Musik (Gietz/Feltz) 2.56

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Verschiedene Interpreten – Das gibt´s nur einmal – Die schönsten Tonfilm-Melodien von Werner Richard Heymann (1958)

FrontCover1Er war wohl ne ganz schön lange Zeit ne ganz große Nummer:

Werner Richard Heymann (* 14. Februar 1896 in Königsberg; † 30. Mai 1961 in München) war ein deutscher Komponist und Dirigent. Er gilt als einer der bedeutendsten Musikschöpfer der Weimarer Republik.

I
Berliner Gedenktafel am Haus Karolingerplatz 5a, in Berlin-Westend
Liedauskopplung mit Christels Lied aus dem Film Der Kongreß tanzt.
Einweihung von Heymanns Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin mit seiner Tochter (2012)

Seinen ersten Musikunterricht erteilte ihm Max Brode, der Leiter der Königsberger Philharmonie. Bereits im Alter von 12 Jahren trat Heymann in diesem Orchester als Violinist auf. Im Jahre 1912 siedelte er mit seinen Eltern nach Berlin über. Dort besuchte er die Königliche Hochschule für Musik; sein Lehrer war Paul Juon. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er für kurze Zeit – bis zur krankheitsbedingten Entlassung – Soldat.

Heymann01Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien begann er als Komponist mit verschiedenen Berliner Kabaretts zusammenzuarbeiten, u. a. mit dem Kabarett „Schall und Rauch“, dessen Leiter seinerzeit Max Reinhardt war. Heymann übernahm die Leitung des Kabaretts. Mitte der 1920er Jahre trat er durch Vermittlung von Erich Pommer die Stellung eines Assistenten des Generalmusikdirektors der UFA an. Bereits kurze Zeit später, im Jahre 1926, stieg er selbst zum Generalmusikdirektor auf. Sein Zuständigkeitsbereich in dieser Position umfasste die Kompositionen und Arrangements von Stummfilmen. Die Ablösung des Stummfilms durch den Tonfilm kam Heymann in Anbetracht seines musikalischen Hintergrundes sehr entgegen und legte den Grundstein für seine späteren Werke, mit denen er sich Weltgeltung verschaffen sollte.

1933 wurde ihm wegen seiner jüdischen Abstammung von der UFA gekündigt. Er ging in die Emigration – zuerst nach Paris, dann versuchte er in Hollywood eine neue Heimat und Wirkungsstätte zu finden, was jedoch misslang. Er kehrte daher nach Paris zurück und ging später nach London. Ende der 30er Jahre begab er sich ein weiteres Mal in die USA. Diesmal gelang es ihm, dort Fuß zu fassen. In Hollywood komponierte er mit großem Erfolg zahlreiche Filmmusiken, unter anderem für die Ernst Lubitsch-Filme Ninotschka mit Greta Garbo und Sein oder Nichtsein. Er wurde mehrmals für den Oscar nominiert, u. a. für die Filmmusik für den Film Blaubarts achte Frau, die in Kooperation mit Friedrich Hollaender entstand.

Heymann03Im Jahre 1951 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er sich weiterhin dem Komponieren widmete und 1957 nach einem Kulturtest die deutsche Staatsbürgerschaft wiedererlangte.[1] Er heiratete in vierter Ehe die Schauspielerin Elisabeth Millberg, mit der er eine Tochter, Elisabeth Charlotte Trautwein-Heymann (* 3. November 1952), bekam. Heymann starb 1961 in München. Er ist auf dem Münchener Waldfriedhof (Neuer Teil) begraben.

Seine kompositorischen Werke sind sehr umfangreich und vielfältig. Sie umfassen Operetten, Bühnenwerke, Filmmusiken, Kabarettmusiken, Schlager, Chansons sowie Lustspiele. Er vertonte außerdem Texte von Robert Gilbert, Walter Mehring, Kurt Tucholsky, Leo Heller und vielen anderen. Den größten Bekanntheitsgrad erreichten seine Filmmusiken; als Interpreten traten u. a. Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Paul Hörbiger, Hans Albers und die Comedian Harmonists in Erscheinung.

Die Filmemacherin Helma Sanders-Brahms porträtierte ihn, sein Werk und die Zeit seiner größten Erfolge 2012 in ihrer letzten filmischen Arbeit, dem Dokumentarfilm So wie ein Wunder – Das singende Kino des Herrn Heymann.

Sein älterer Bruder war der Rechtsreferendar und Schriftsteller Walter Heymann (1882–1915). (Quelle: wikipedia)

Und hier hören wir auf einer kleinen EP einen bunten strauß seiner berühmtesten „Ton-Fim Melodien“ … neu eingespielt mit einer illustren Sängerschaft (Peter Alexander, Gerhard Wendland usw,)

Und den Gassenhauer „Ein Freund, ein guter Freund“ kennt man wohl heute noch.

Heymann02

Die musikalische Leitung bei diesen Aufnahmen hatte im übrigens Franz Marszalek, ein weiteres Urgestein er damaligen Unterhaltungsmusik:

Franz Marszalek (* 2. August 1900 in Breslau (Schlesien); † 28. Oktober 1975 in Köln) war ein deutscher Dirigent und Komponist.

Marszalek studierte in Breslau. Nach ersten Jahren musikalischer Tätigkeit in Schlesien (als Kino- und Theaterdirigent und als Kapellmeister bei der Schlesischen Funkstunde AG, dem Breslauer Rundfunk) war er ab 1933 in Berlin als Dirigent und gefragter Arrangeur (auch für den Tonfilm) tätig. In den Kriegsjahren arbeitete er beim „Reichsrundfunk“.

Von 1949 bis 1965 war er der Dirigent des Kölner Rundfunkorchesters. Mit diesem Orchester setzte er beim Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR) Akzente im Bereich der Operette, der leichten Klassik und gehobenen Unterhaltungsmusik; so pflegte er beispielsweise intensiv das Werk seines Freundes Eduard Künneke. Ganz besonders setzte er sich auch für die von ihm sehr geschätzten Leo Fall und Walter Wilhelm Goetze ein. Er legte frühe Gesamtaufnahmen von Der Zigeunerbaron und Karneval in Rom (Johann Strauss (Sohn)), Das Land des Lächelns und Paganini (Franz Lehár) sowie Liebe im Dreiklang (Walter Wilhelm Goetze), allesamt mit Peter Anders, vor. Marszalek galt als „wandelndes Operettenlexikon“. Sein Können und seine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind unerreicht.

Franz Marszalek

Seine Einspielungen, die durch natürliche Lebendigkeit und hohe Qualität hervorstechen, gehören auch heute noch zum Repertoire des Hörfunks. Zu den von ihm häufig eingesetzten Künstlern gehören u.a. Anny Schlemm, Franz Fehringer, Herta Talmar, Renate Holm, Ingeborg Hallstein, Sándor Kónya, Heinz Hoppe, Rita Bartos, Willy Hofmann, Benno Kusche, Willy Schneider und Herbert Ernst Groh. Für das Fernsehen betreute Marszalek in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren die Musikaufnahmen etlicher Operettenproduktionen (u.a. mit dem jungen Fritz Wunderlich). Nicht nur im Rundfunk und Fernsehen, sondern auch in der Schallplattenindustrie war Franz Marszalek tätig. Das Label Polydor der Deutschen Grammophon veröffentlichte in den 1950er und 1960er Jahren Dutzende von Operettenquerschnitten und Komponistenbildern, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Marszalek war nicht nur ein eminenter Operettendirigent. Mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester nahm er ein umfangreiches Repertoire klassischer Musik auf. Auch hier, wie im Bereich der Operette, spielte er viele Raritäten ein.

Daneben betreute Franz Marszalek in den 1950er und 1960er Jahren eine Rundfunksendung des WDR unter dem Titel Herr Sanders öffnet seinen Schallplattenschrank, in der er klassische Musik und Opern in historischen Aufnahmen vorstellte.

Sein Sohn war der Kameramann Michael Marszalek (1930–2014). Die Grabstätte Marszaleks befindet sich auf dem Westfriedhof in Köln. (Quelle: wikipedia)

Wohlan … tauchen qir ein in all die Glückseligkeit der frühen, deutschen Tonfilme … für Nostalgiker ein garantiertes Gänsehautgefühl, zumal diese EP wieder mal das Prädikat „astrein“ verliehen bekommt.

SunshineQuartett

Besetzung:

Gesang:
Peter Alexander, – Herbert Ernst Groh – Maria Mucke – Herta Talmar – Gerhard Wendland,
+
Comedien-Quartett – Roland-Trio – Sunshine-Quartett
+
Großes Operettenorchester
+
Gemischter Chor

Musikalische Leitung: Franz Marszalek

BackCover1

Titel:

01. Das gibt´s nur einmal (Teil 1) 5.47
Das gibt´s nur einmal – Das muss ein Stück vom Himmel sein –  Hoppla, jetzt komm ich – Erst kommt ein großes Fragezeichen – Einmal schafft´s jeder – Es führt kein andrer Weg zur Seligkeit – Irgendwo auf der Welt – Das ist die Liebe der Matrosen

02. Das gibt´s nur einmal (Teil 2) 5.29
Du bist das süssete Mädel auf der Welt – Ein Freund, ein guter Freund – Liebling, mein Herz lässt dich grüßen – Wir zahlen keine Miete mehr – Eine Nacht in Monte Carlo – Das gibt´s nur einmal

LabelB1
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