Edgar Wählte – Hab ich nur deine Liebe (1980)

FrontCover1Mir scheint der Operettensänger Edgar Wählte (* 24.09.1930 in Lauban (poln. Lubań)
† 27.11.2003) ist mittlerweile ziemlich in Vergessenheit geraten … Aber ein wenig konnte ich doch über hin herausfinden:

Gesangstudium an der Musikhochschule von Dresden, vor allem bei Littner. Er debütierte 1960 am Opernhaus von Leipzig als Nemorino in „Elisir d’amore“ von Donizetti. Er blieb seitdem als erster lyrischer Tenor an diesem Opernhaus. Gastspiele trugen ihm an den Staatsopern von Dresden und Berlin wie an der Berliner Komischen Oper wichtige Erfolge ein; darüber hinaus war er in Westdeutschland, in Österreich, Frankreich, Belgien, Italien, Jugoslawien und in Griechenland als Gast zu hören. Sein Repertoire gipfelte in den lyrischen Partien, hauptsächlich aus dem Umkreis der italienischen Oper: dem Ernesto im „Don Pasquale“, dem Nemorino, dem Alfredo in „La Traviata“, dem Fenton in Verdis „Falstaff“, dem Rodolfo in „La Bohème“, dem Pinkerton in „Madame Butterfly“, dem Grafen Almaviva in Rossinis „Barbier von Sevilla“, dem Rodrigo in dessen „Otello“, doch sang er auch Mozart-Rollen (Ferrando in „Così fan tutte“, Tamino in der „Zauberflöte“, Pedrillo in der „Entführung aus dem Serail“), Partien aus der slawischen Opernliteratur (Lenski im „Eugen Onegin“, Jontek in „Halka“ von Moniuszko, Hans in der „Verkauften Braut“, Sadko in der gleichnamigen Oper von Rimsky-Korssakow) und viele weitere Rollen. Einen seiner größten Erfolge hatte er als Xerxes in der gleichnamigen Oper von Händel. Am 11.12.1966 wirkte er in Leipzig in der Uraufführung der Oper „Guyana Jonny“ von Alan Bush, am 31.5.1969, ebenfalls in Leipzig, in der von Robert Hanells „Griechischer Hochzeit“ mit. Auch im Konzertbereich erfolgreich tätig; verheiratet mit der Opernsängerin Margret Grund. (Quelle: operissimo.com)

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Edgar Wählte in einer Operettenrevue im Leiopziger Theaterhaus Drei Linden (1984)

Auch dannach war er noch höchst aktiv und er wirkte auch in einer Flut von Fernsehsendungen mit. Irgendwie eigenartig, dass so ein Operettenstar aus der DDR keine ausführlichere Würdigung erfährt … soweit ich das jedenfalls überblick kann.

Geboten wird eben ein Querschnittdurch beliebte Melodien diverser Operetten, gelegentlich unterstützt von ein paar Damen und meist begleitet durch das Großes Rundfunkorchester Berlin. Ich vermute hier mal, dass es sich um eine Zusammenstellung aus diversen Jahren handelt.

Nachdem ich wahrlich kein Operettenfan bin, kann ich schlecht ne dringende Empfehlung abgeben, aber Titel wie „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n“, oder „Komm mit mir ins Chambre separee“ oder „Küssen ist keine Sünd’“ kann ich durchaus was abgewinnen *ggg*

Aber vielleicht erfreut sich an diesen Aufnahme doch der einen oder die andere …

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Robert Hanell, 1976

Besetzuung:
Edgar Wählte (vocals)
+
Hella Jansen (vocals bei 08.)
Eva Reichenbach (vocals bei 05.
Hans Peter Schwarzbach (vocals bei 11.)
Vera Svoboda (vocals bei 02. + 12.)
+
Großes Rundfunkorchester Berlin
unter der Leitung von Robert Hanell (bei 01., 02., 04., 07. – 10, 12. + 13.)
unter der Leitung von Günter Schubert (bei 03.)
Rundfunkchor Berlin (bei 01.)

Großes Rundfunkorchester Leipzig
unter der Leitung von Werner Feder (bei 05.)
unter der Leitung von Wolfgang Bayer (bei 11.)

Orchester der IG Wismut unter der Leitung von Günter Blumhagen (bei 06.)

BackCover1Titel:
01. Ja, das alles auf Ehr‘ (Strauß/Schnitzer) 2.45
02. Komm mit mir ins Chambre separee (Heuberger/Léon/v.Waldberg) 5.34
03. Küssen ist keine Sünd‘ (Eysler/West/Schnitzer) 3.15
04. Ich kenn‘ ein süßes Frauchen (Nedbal/Stein) 3.13
05. Ja, ein Traum (Offenbach/Melhac) 4.42
06. Ein Lied geht um die Welt (May/Neubach) 2.47
07. Ich bin nur ein armer Wandergesell‘ (Künneke/Haller/Rideamus) 3.34
08. Kindchen, du mußt nicht so schrecklich viel denken (Künneke/Haller/Rideamus) 2.02
09. Ein Spiel mit der Liebe ist gefährlich (Dostal/Köller) 3.22
10. Ninon, lach mir einmal zu (Jurmann/Kaper) 3.38
11. Die Welt hat das genialste Streben (Millöcker/Zell/Genée) 1.57
12. Hab‘ ich nur deine Liebe (v.Suppé/Zell/Genée) 2.24
13. Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n (Stolz/Marischka) 2.96

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Walter Beck – Käuzchenkuhle (nach einem Roman von Horst Beseler) (1969)

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Hier – quasi zum Abschluss meiner Weihnachtsferien –  die Verfilmung eines Kinderbuch Klassikers aus der DDR, und die Beschreibung „Kinderbuch Klassiker“ trifft berühmten Nagel auf den nicht minder berühmen Kopf:

Der Jugendbuch-Klassiker ist zurück!

Regen peitschte in scharfen Stößen aus der Dunkelheit herunter. (…) Der Wind ließ die beiden Lampen an Bahnsteig und Ladestraße so heftig schwanken, dass sie von ihren Masten abzureißen drohten. Schon die ersten Sätze von »Käuzchenkuhle« ziehen den Leser in den Bann und lassen ihn bis zur letzten Seite nicht mehr los …

Nur widerwillig macht sich Jampoll – der eigentlich Jean-Paul heißt, aber dessen Namen keiner richtig aussprechen kann – von Berlin aus auf den Weg in das märkische Dorf Wolfsruh, wo er die Ferien bei seinen Großeltern verbringen soll, ohne zu ahnen, welche gefährlichen Abenteuer ihn dort erwarten. Durch Zufall wird Jampoll Zeuge eines Gesprächs: Ein Fremder bedroht seinen Großvater. Beide sind durch ein schreckliches

Buch

Das Buch zum Film

Geheimnis miteinander verbunden. Jampoll will es lüften. Gemeinsam mit den Freunden Kristian, Schraube und Spinne-Schnarr kommt er einem Verbrechen auf die Spur, das an einem unheimlichen Platz im Wald, an der Käuzchenkuhle, geschah und dessen Anfänge bis in die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges zurückreichen.

Horst Beselers abenteuerliche Geschichte ist von Generationen junger Leser in der DDR verschlungen worden, ein wirklicher Jugendbuchklassiker, der mit seinem Sujet, aber auch mit seiner genauen sozialen Stimmung bis heute immer wieder fasziniert. (Verlagstext)

Käuzchenkuhle ist ein deutscher Kinderfilm von Walter Beck aus dem Jahr 1969. Er beruht auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Horst Beseler aus dem Jahr 1965.

Jean-Paul Fontanon, genannt Jampoll, kommt aus Berlin und fährt in den Sommerferien alljährlich nach Wolfsruh zu seinen Großeltern aufs Land. Doch diesmal ist alles anders. Der Großvater holt ihn nicht ab. Bereits am Bahnhof läuft ihm ein Herr Kohlweis über den Weg, der ihn mit seinem Rad mit zum Dorf nimmt und seinen Opa Kalmus grüßen lässt. Nachdem Jampoll die Grüße des Fremden ausgerichtet hat, ist Kalmus nervös und aufgebracht.

Gemeinsam mit seinen Freunden Schraube, Christian und Linde beginnt Jampoll, dem geheimnisvollen Herrn Kohlweis nachzuspionieren, der inzwischen in einem Sägewerk arbeitet. Sie finden heraus, dass Kohlweis früher Offizier bei der SS gewesen ist und am Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945 im nahen Mummelsee eine Kiste mit Raubkunst versenkt hatte. Jampolls Großvater und der taubstumme Gotthold wurden gezwungen, dabei zu helfen. Anschließend sollten sie umgebracht werden, konnten aber fliehen. Später kamen sie zurück, um die Kiste zu bergen und diese in der – dem Aberglauben der Dorfbewohner nach von Geistern bewohnten – Käuzchenkuhle zu verstecken. Gotthold kam bei der Aktion ums Leben und ertrank, was sich Jampolls Großvater nie verziehen hat. Die Kiste aber lagert noch immer in der Käuzchenkuhle und Kohlweis ist nun zurückgekehrt, den Schatz zu holen.

Horst Beseler

Horst Beseler

Jampoll und seine Freunde melden ihre Nachforschungen dem örtlichen Abschnittsbevollmächigten. Als Kohlweis mit einem Kumpan zur Käuzchenkuhle kommt und den Behälter bergen will, ist die Polizei schließlich zur Stelle, um beide Männer festzunehmen. Kohlweis kommt dabei ums Leben.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen erfolgreichen Jugendbuch von Horst Beseler aus dem Jahr 1965, der nach eigener Angabe „eine Auseinandersetzung mit dem Krieg und Kriegsverbrechen leisten wollte“, und spielt vor dem geschichtlichen Hintergrund der

Filmprogrammheft1969

Das Filmprogrammheft aus dem Jahr 1969

letzten Tage des Zweiten Weltkrieges.

Käuzchenkuhle wurde am 31. Januar 1969 im Berliner „Kosmos“ uraufgeführt. Die westdeutsche Erstaufführung fand am 12. März 1973 statt.

Rainer Haupt in der Rolle des Jampoll wurde von dem Berliner Synchron-„Kind“ Bernd Lehmann gesprochen. Grund dafür war, dass R. Haupt die Rolle unbedingt spielen sollte, aber seine Stimme als ungeeignet empfunden wurde.

Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete Käuzchenkuhle als „spannende[n] Kriminalfilm für Kinder, der historische Umstände weitgehend undidaktisch einbezieht und nicht zuletzt durch die von Manfred Krug gespielte Figur des Kriminalkommissars fasziniert.“ (Quelle: wikipedia)

Und verantwortlich für diesen Streifen war natürlich der Regisseuer Waler Beck:

Walter Beck (* 19. September 1929 in Mannheim) ist ein deutscher Regisseur, Walter Beck03Drehbuchautor und Schauspieler, der vor allem durch seine Kinderfilme für die DEFA und das Fernsehen der DDR Bekanntheit erlangte. Daneben ist er noch ein Theaterregisseur, Rezitator und ehemaliger künstlerischer Leiter von Festveranstaltungen.

Walter Beck wurde als Sohn des Elektroingenieurs Georg Friedrich Beck und der Schneiderin Johanna Beck in Mannheim geboren, verbrachte aber seine Kindheit in Berlin, wohin seine Familie 1937 zog. Nach bestandenem Abitur absolvierte er von 1948 bis 1951 ein Regiestudium am DEFA-Nachwuchsstudio und wirkte anschließend als Regie-Assistent im Bereich Synchron und Dokumentarfilm mit. Seine Assistenz führte 1951/52 auch in das DEFA-Studio für Spielfilme, wo er Regisseur Otto Meyer bei Schatten über den Inseln und Richard Nicolas bei Anna Susanna unterstützte. Von 1952 bis 1954 wechselte er ins DEFA-Studio für Wochenschau- und Dokumentarfilme und assistierte unter anderem Herbert Ballmann bei Blaue Wimpel im Sommerwind. Seine erste eigene Inszenierung entstand 1953 mit dem Dokumentarfilm Herren der Felder, als er 1954 wieder in den Spielfilmbereich der DEFA wechselte, wo er vielen namhaften Regisseuren, wie Hans Müller, Slatan Dudow, Artur Pohl, Richard Groschopp, Kurt Jung-Alsen und Martin Hellberg assistierte.

1958 wurde Beck festangestellter Filmregisseur beim DEFA-Spielfilmstudio in Potsdam-Babelsberg. Sein Spielfilmdebüt Claudia aus dem Jahr 1959, sowie der Nachfolgerfilm Der neue Fimmel aus dem Jahr 1959/1960 realisierte er vorwiegend für ein jüngeres Publikum, so dass er schnell zu einem beliebten Kinderfilm-Regisseur der DEFA avancierte. Später inszenierte Beck dann einige Märchenverfilmungen, die ihn über die Landesgrenzen der DDR bekannt werden ließen, wie 1965 Grimms König Drosselbart mit Manfred Krug in der Hauptrolle, Dornröschen (1971), Der Prinz hinter den sieben Meeren (1982), Der Bärenhäuter (1986) und Froschkönig (1988). Außerdem war Beck neben Gunter Friedrich einer der zentralen Vertreter des politischen Kinderfilms in der DDR, der historische Ereignisse und Klassenkämpfe aus der Perspektive der Kinder schilderte. Zu diesen Filmen, die in der Zeit der Bauernkriege, der mexikanischen Revolution, der Oktoberrevolution, der Weimarer Republik und des deutschen Faschismus spielen, gehören Als Martin 14 war (1964), Käuzchenkuhle (1968), Der rote Reiter (1970) und Des Henkers Bruder (1979) sowie der Film Trini (1976) nach einem Kinderbuch von Ludwig Renn. 1989/1990 verwirklichte er seinen letzten Film, Der Streit um des Esels Schatten, basierend auf dem Roman Die Abderiten von Christoph Martin Wieland.

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Neben seinen Kinderfilmen beendete er 1961 die Aufnahmen zum Liebesfilm Drei Kapitel Glück mit Gisela Büttner, Manfred Borges und Gerlind Ahnert und Anfang der 1970er Jahre für den Siebenteiler Stülpner-Legende mit Manfred Krug in der Hauptrolle, dennoch machten ihn besonders die Kinderfilme populär. Neben der Filmarbeit war Beck auch als Theaterregisseur an Bühnen in Schwerin, Zwickau und Erfurt tätig, aber auch als Rezitator und von 1984 bis 1989 als Präsident des Nationalen Kinder- und Jugendfilmfestivals „Goldener Spatz“ in Gera.

Mit der Wende stellte er sein künstlerisches Wirken ein, da fortan seine Arbeit nicht mehr gefragt wurde. In der Manuskript-Reihe der DEFA-Stiftung erschien anlässlich des 90. Geburtstags des Regisseurs der Band Mär und mehr. Ein arbeitsbiographisches Kaleidoskop von Walter Beck (Quelle: wikipedia)

Man mag ja gerne anmerken, dass die Inszenierung – für heutige Augen – ein wenig antiquiert sei, aber dieses Argument ist nun wirklich nicht stichhaltig.

Denn diese Inszenierung orientiert sich eben an den Inszenierungen der klassischen Kinder- und Jugendfilmen dieser Zeit und, was ihn noch viel wertvoller macht, ist, dass er sich auch jenem Humanismus verpflichtet fühlt, wie ich ihn z.B. auch bei Erich Kästner oder Astrid Linggren („Die Kinder von Bullerbü“) so schätze.

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Eine Autogrammkarte aus dem Jahr 1969

Und dass es möglich war, in einem Kinderfilm altersgerecht das Ende des II. Weltkrieges (samt seiner ganz speziellen Grausamkeiten) zu thematisieren, ist schon bemerkenswert. Ein ähnliches Werk ist mir aus BRD-Zeiten nicht bekannt. Da könnte man glatt ins Grübeln kommen.

Die Geschichte selbst bietet über auf beeindruckende Weise eine gelungene Mischung aus einem Kinder-Krimi und einem kreuzfidelen und humorvollem Streifen (allein die Szene, wie zwei Buben ein Liebespaar nachahmen, ist köstlich inszeniert).

Und bei diesem Film wirkte ja nicht nur der sympathische Manfred Krug mit … auch andere Größen des DDR Films kann man hier sehen: Gertrud Brendler, Martin Flörchinger und Dieter Wien.

Ein Extra Lob verdient für mich auch noch die Ausgestaltung des Szenenbildes … ein ums andere Mal gibt es auch sehr starke, interessante Kameraeinstellungen … bis heute haben die ihren Reiz.

Und dann natürlich noch der faszinierende Soundtrack, sehr jazzlastig …  (ob der wohl für Kinderohren wirklich so interessant war), den kein geringerer als Klaus Lenz fabriziert hat.

Also, ein Film, für den man gar nicht zu alt sein kann … Bravo !

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Sonderausgabe der Zeitschrift „Super-Illu“

Besetzung:
Annette Böttche (Linde)
Peter Brock (Kristian)
Rainer Haupt (Jean-Paul Fontanon, genannt Jampoll)
Jürgen Schoberth (Schraube)
+
Berko Acker (Lieberich)
Regina Beyer (Hilde)
Gertrud Brendler (Großmutter Kalmus)
Martin Flörchinger (Großvater Kalmus)
Evamaria Heyse (Briefträgerin Helmchen)
Manfred Krug (Hauptmann)
Thomas Langhoff (Zweiter)
Jürgen Marten (Polizist)
Vera Oelschlegel (Aufsicht auf Bahnhof)
Peter Pollatschek (Abschnittsbevollmächtigter (ABV))
Nico Turoff (Gotthold)
Dieter Wien (Kohlweis)

Drehbuch: Günter Kaltofen, Walter Beck
Regie: Walter Beck
Kamera: Lothar Gerber
Musik: Klaus Lenz

Szenenbild: Erich Krüllke und Werner Pieske

Und nun hinein in das Vergnügen der Vorschau-Bilder:

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Warten auf den Großvater

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Aber der freundliche Herrn Kohlweis bringt ihn dann heim zu Großvater und Großmutter

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Auf dem Heimweg kommt man an der Käuzchenkuhle vorbei …

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… ein Tümpel, bei dem Her Herr Kohlweiss sehr aufmerksam wird …

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… scheint ja auch ein unheimlicher Ort zu sein … zumindest bei Nacht

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Eine Großmutter, wie es im Buche steht …

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Und da ist auch der Großvater

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Sein Gesicht … freundlich … aber es verfinstert sich als er den Namen Kohlweis hört

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Großvater will alles über Herrn Kohlweis wissen

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Jean-Paul Fontanon, genannt Jampoll will wisssen, was den Großvater so in Rage gebracht hat …

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… und sieht, wie dieser eifrig schreibt …

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Aber es sind ja Ferien, und man trifft die alten Freunde wieder, z.B. den „Schrauber“ … der an einem alten Motorrad bastelt …

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… aber auch Kristian, der ziemlich wissbegierig und clever ist

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Und dann ist ja auch noch diese Linde … (Prädikat: niedlich und zugleich keck)

 

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Und da strahlt der Jampoll

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Und seine Freunde nehmen das verwundert, bzw. grinsend zur Kenntnis

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Und fertig ist das Quartett

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In der Nähe wird ein neues Haus für die örtliche Fischerei-Genossenschaft gebaut

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Und das Quartett will dort eigentlich mitarbeiten

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Dort arbeitet aber auch dieser Herr Kohlweis

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Jampoll begegnet ihm mit viel Skepsis, da ihn sein Großvater gewarnt hat

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Die Käuzchenkuhle … tagsüber ein Idyll

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In dieser Szene fällt der schöne Satz: „Mit Phantasie fängt alles Gute an“

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Jetzt geht´s aber zum Angeln

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Was soll das bedeuten ?

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Und dann noch ein Magnet im Wasser … ???

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Den hängt man nun an die Tür des Herrn Kohlweis

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Die Ferien gehen weiter: Leidet endet ein „Motorfahrrad“ Ausflug so

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Die Muter hat die Nase voll: Das Motorrad muss weg !

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Deshalb haut „Schraube“ ab, seine Freunde suchen …

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… und finden ihn … ziemlich depremiert

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Auf dem Heimweg trifft man ein junges Liebespaar ….

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… und noch können sich die Buben darüber amüsieren

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Inzwischen kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Großvater und Herrn Kohlweis

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Jampoll hat gelauscht und stellt den Großbater zur Rede: Um was geht´s hier eigentlich ? Doch Großvater schweigt beharrlich

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Die drei Freunde haben nun die Faxen dicke und recherchieren entschlossen auf eigene Faust …

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… und entdecken in Großvaters Zimmer eine Karte …

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… und vermuten, dass in der Käuzchenkuhle ein Schatz versteckt ist

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Der Tauchgang macht zwar Spaß … aber einen Schatz findet man nicht

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Linde ist traurig, dass ihre Freunde sie beim Renovierung des Hauses für die Fischerei-Genossenschaft in Stich lassen …

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Ordnung muss sein

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Herr Weiskohl fährt nachts mit dem Auto in den Wald, Jampoll folgt ihm heimlich

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Dort trifft Herr Weiskohl einen Mann und nimmt eine Tasche entgegen

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Aber Jampoll entgeht nichts …

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… auch nicht, dass das Auto aus Österreich stammt …

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Am nächsten Tag geht´s zur Klosterruine … dort hat Herr Weiskohl wohl den Gegenstand versteckt.

… und wie´s dann weitergeht … nun gut, dafür muss man sich halt den Film ansehen … bei dem dann der gute Manfred Krug doch irgendwann auftaucht und zwar in einer entscheidenden Rolle …  versteht sich.

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Und im Abspann singt dann Manfred Krug zu vergnügten Kindheits-Ferienszenen das „Ferienlied“ … und nochmals betont werden sol, der großartige Soundtrack aus der Feder von Klaus Lenz !

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Auf diesen Film hat mich wiedermal der werte Herr Ärmel aufmerksam gemacht.
Dafür ein herzliches Dankeschön !

Bayerisches Landesamt für Umwelt – Kompost nutzen, Moore schützen (2012)

TitelSeit jeher konnte ich mich für die Vielfalt der Natur, insbesondere der Viefalt von Pflanzen erfreuen, auch wenn ich nicht gerade behaupten kann, ich hätte einen grünen Daumen.

Dass ich mich in letzter Zeit wieder ein wenig bewußter mit diesem Thema beschäftige, hängt auch mit jenem „blooger-Umfeld“ zu tun, der sich so im Laufe der Zeit ergeben kann.

Da sind blogs wie

die immer wieder mal (in schöner Regelmässigkeit) auch über Blumen, Pflanzen und auch deren Wichtigkeit berichten.

Und dann ist natürlich noch der Herr Ärmel, der in seinem blog auf geradezu magische Weise mit seinen Fotografien das übrige getan haben, dass mich dieses Thema immer wieder mal beschäftigt.

In diesem Zusammenhang fiel mir neulich eine Broschüre des Bayerischen Landesamt für Umwelt in die Hände …, und genau auf diese Broschüre möchte ich nun mal meinen Blick wenden.

Und auch wenn ich nun nicht zu glühenden Verehrern der Bayerischen Staatsregierung zähle, möchte ich empfehlen, mal einen Blick in diese Broschüre zu werfen … enthält sie doch so einiges an wissenswerten Informationen.

sSo z.B. dass auch Bayerns Moore -obwohl sie für die Blance in unserem Öko-System so wichtig wären, zu 95% entwässert sind …

Und um den weiteren Raubbau mit unseren Mooren zu verhindern, wird dann in dieser Broschüre intensiv für die Kompostierung geworden, die es dann ja eigentlich überflüssig macht, sich den Torf (der aus den Mooren gewonnen wird) im Baumarkt zu besorgen.

Die Broschüre ist letztlich ein Plädoyer für den achtsamen Umgang mit der Natur … nur blöd, dass ich da der Bayerischen Staatsregierung nicht so recht über den Weg traue …

Dennoch … eine lohnenswerte Broschüre (16 Seiten), zumal sie viele weitere Informationsquelle benennt.

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Beispiel06

Erwin Lehn und sein Südfunk Tanzorchester – Tanz am Funkturm (1960)

FrontCover1.jpgEin wahres Schwergewicht der deutschen jazzorientierten Unterhaltungsmusik der Nachkriegszeit.

Erwin Lehn (* 8. Juni 1919 in Grünstadt, Pfalz; † 20. März 2010 in Stuttgart) war ein deutscher Musiker und Orchesterleiter.

Lehn besuchte die städtische Musikschule in Peine und erhielt Violin-, Klavier- und Klarinettenunterricht, absolvierte jedoch kein Musikstudium. Seine musikalische Laufbahn begann 1945 als Pianist und Arrangeur in dem von Michael Jary geleiteten Radio Berlin Tanzorchester, das er von 1947 bis 1951 zusammen mit Horst Kudritzki leitete. Hier entstanden auch erste Schallplattenaufnahmen, unter anderem mit Helmut Zacharias und Walter Dobschinski.

Am 1. April 1951 gründete er das Südfunk-Tanzorchester des Süddeutschen Rundfunks

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Erwin Lehn, 1946

(SDR) in Stuttgart, das er bis 1992 leitete. Es entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit von einer Rundfunk-Kapelle zu einer modernen swingenden Big Band: Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzorchester. Neben der Band von Kurt Edelhagen beim Südwestfunk wurde das Südfunk-Tanzorchester in den folgenden Jahren zu einer der führenden Swing-Big-Bands in der Bundesrepublik Deutschland. Zahlreiche Gastauftritte bekannter Jazzmusiker der 1950er und 1960er Jahre zeugen von der Anerkennung, die der Orchesterleiter in der Fachwelt genoss.

Einige seiner Mitglieder gründeten später eigene Orchester, u. a. Horst Jankowski, Peter Herbolzheimer, Klaus Weiss und Ernst Mosch.

Mit Dieter Zimmerle und Wolfram Röhrig begründete Lehn 1955 für den SDR die Sendung Treffpunkt Jazz. Dort musizierte Lehn mit internationalen Jazz-Größen wie Miles Davis, Benny Goodman, Stan Getz, Lester Young, Chick Corea oder Chet Baker.

Lehn hatte jedoch auch keine Berührungsängste gegenüber guter Unterhaltungsmusik außerhalb des Jazz. Dies beweist die Zusammenarbeit mit vielen Größen dieses Genre wie Alice Babs, Josephine Baker, Bibi Johns, Greetje Kauffeld, Angelina Monti, Marika Rökk,Anneliese Rothenberger, Caterina Valente, Peter Alexander, Bully Buhlan, Udo Jürgens und Bill Ramsey.Er komponierte und textete zahlreiche Schlager und schrieb die Musik zu mehr als 50 Spielfilmen. Gemeinsam mit Paul Kuhn und Max Greger bestritt er zahlreiche Konzerttourneen. Mit seinem Südfunktanzorchester war er auch für den musikalischen Rahmen in zahlreichen Unterhaltungssendungen von Hans Rosenthal (Allein gegen alle, Spaß muß sein, Frag mich was) im Sendegebiet des Süddeutschen Rundfunks verantwortlich.

1992 gab Lehn die Leitung des Orchesters ab, das seither mit wechselnden Dirigenten auftritt und 1998 im Rahmen der Fusion von SWF und SDR in SWR Big Band umbenannt wurde.

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Die Erwin Lehn Band in den 50er Jahren

1976 übernahm Lehn die Leitung der Big Band an der Stuttgarter Musikhochschule, an der er 1985 auch zum Honorarprofessor ernannt wurde, und erwarb sich dadurch große Verdienste in der Förderung des Musiker-Nachwuchses. Dafür wurde er am 27. April 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 1997 gab er die Leitung der Band an Bernd Konrad ab.

Erwin Lehn wurde 2001 für sein Lebenswerk mit der German Jazz Trophy geehrt. Er war bekennender Fan der Stuttgarter Kickers, für deren Vereinslied er die Musik schrieb. (Quelle: wikipedia.de)
Im Vergleich zu seiner deutlich jazzorientierten Scheibe „The German Jazz Hurricane (1956)“ (nachzuhören hier), hat hier schon der Wohlstands-Sound Einzug gehalten. Zuweilen ein wenig glatt, zuweilen ein wenig schmierig, aber immer noch kann man seine profunden Jazz-Kenntnisse hören … Und wir hören Melodie vom Peter Kreuder bis hin zum noch völlig unbekannten Horst Jankowski (der damals noh Mitglied im Erwin Lehn Rundfunk Tanzorchester war).
Und wir sollten folgendes nicht vergessen:
Das Orchester, das ein Sprungbrett für die Solokarrieren von u. a. Horst Jankowski, Peter Herbolzheimer, Charly Antolini , Horst Fischer und Klaus Weiss, aber auch Ernst Mosch und Mladen Gutesha wurde, spielte nicht nur swingende Tanz- und Unterhaltungsmusik, sondern auch mitreißenden Bebop und später modernen Jazz.
Aufgenommen wurde dieses Album übrigens am 9. und 10. Mai 1960 in Stuttgart.
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Besetzung:
Erwin Lehn und sein Südfunk TanzorchesterERwinLehn01

Titel:
01. Ladylike (Foxtrott) (Lehn) 2.44
02. Margitha (Tango) (Lehn) 2.39
03. Alles dreht sich um die Liebe (Sur le pont…) (Foxtrott) (Traditional) 2.38
04. Wenn man liebt (Langsamer Walzer) (Lehn) 2.28
05. Fräulein Pardon (Foxtrott) (Meisel) 2.06
06. Abends wenn ich schlafen geh (Bim Bam) (Slow Fox) (Meyer) 2.15
07.Holiday In Dixieland: Alexander’s Rag Time Band, Whispering, Sweet Georgia Brown (Berlin) 3.02
08. Was eine Frau im Frühling träumt (Foxtrott) (Kollo) 2.33
09. Vica Brasilica (Mambo) (Hildinger) 2.58
10. Sahara Marsch (Röhrig) 2.27
11. Sweet Verena (Slow-Fox) (Jankowski) 3.12
12. Mambo Presto (Mambo) (Jankowski) 3.50
13. Sag beim Abschied leise servus (Langsamer Walzer) (Kreuder) 2.20
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Erwin Lehn (* 8. Juni 1919 in Grünstadt, Pfalz; † 20. März 2010 in Stuttgart)

Henryk Szeryng & London Symphony Orchestra – Brahms Violinkonzert (1959/1976)

FrontCover1.JPGDas gab´s mal einen Geigen-Virtuosen namens Henryk Szeryng:

Henryk Szeryng (* 22. September 1918 in Warschau; † 3. März 1988 in Kassel) war ein polnisch-mexikanischer Geiger, Violinpädagoge, Herausgeber, Komponist und Diplomat, der seit 1946 in Mexiko lebte und seit dem 21. Oktober 1948 die mexikanische Staatsbürgerschaft hatte.

Seine Mutter erteilte ihm ersten Klavierunterricht, doch das Kind bevorzugte bald die Geige. Bronisław Huberman hörte ihn und empfahl, ihn zur Ausbildung zu Carl Flesch nach Berlin zu schicken (1928–32). Henryk Szeryng debütierte im Jahre 1933. 1935 spielte der 17-jährige Geiger in Warschau unter der Leitung von Bruno Walter das Violinkonzert von Ludwig van Beethoven. Anschließend setzte er bis 1939 sein Studium bei Nadia Boulanger in Paris fort.

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs meldete er sich als Freiwilliger bei der polnischen Armee auf französischem Boden und wurde Verbindungsoffizier. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse (Szeryng sprach acht Sprachen) arbeitete er auch als Dolmetscher für die polnische Exilregierung. Häufig konzertierte er vor alliierten Soldaten und gab Wohltätigkeitskonzerte.

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Während eines Aufenthaltes in Mexiko-Stadt bekam er das Angebot, dort die Streicherabteilung an der Universität Mexiko zu übernehmen. Er tat dies und wurde 1948 mexikanischer Staatsbürger. Erst 1954 nahm er seine Konzertkarriere auf, die er bis zu seinem Tode fortführte. Im Rahmen einer Konzerttournee mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken spielte Henryk Szeryng am 1. März 1988 in Kassel das Violinkonzert von Johannes Brahms. In der Nacht vom 1. auf den 2. März fiel er nach einer Gehirnblutung in ein Koma. Er erwachte nicht mehr und starb in den Morgenstunden des 3. März 1988. (Quelle: wikipedia)

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Und jenes Brahms Konzert, das er nochmal kurz vor seinem’Tode aufführte, kann man hier hören. Ursprünglich entstand diese Aufnahme im Jahre 1959 auf dem RCA Victor Label.

Für das DDR Klassik Label Eterna gab es genug Gründe, diese Aufnahmen dann im Jahr 1976 erneut zu veröffentlichen.

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Das Originalcover aus dem Jahr 1959

Der wichtigste Grund war wohl, dass es sich hier um eine grandiose Interpretation dieses Violinkonzertes handelte:

Das Violinkonzert in D-Dur op. 77 von Johannes Brahms ist sein einziges Violinkonzert und zählt zu den bekanntesten Werken dieser Gattung.

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Johannes Brahms

Die Kritik reagierte gespalten auf das Werk. Die Leipziger Uraufführung wurde ein Erfolg. Einige zeitgenössische Musiker mochten Brahms’ symphonische Auffassung des Instrumentalkonzerts und die technischen Schwierigkeiten jedoch nicht akzeptieren: Der Dirigent Hans von Bülow war der Ansicht, das Werk sei weniger „für“ die Violine als „gegen die Violine“ geschrieben. Henryk Wieniawski nannte das Stück unspielbar, und der Violinvirtuose Pablo de Sarasate weigerte sich, es zu spielen mit der Begründung, er finde es unerträglich, mitanhören zu müssen, wie die Oboe am Anfang des 2. Satzes die einzige Melodie des Konzertes der Violine vorenthielt. Zermürbt von dieser Kritik soll Brahms seine Skizzen für ein zweites Violinkonzert verbrannt haben.

Ähnliche Kritik war früher schon gegenüber anderen Werken für Streicher geäußert worden, wie Ludwig van Beethovens Violinkonzert oder Hector Berlioz’ Harold en Italie.

Noten

Das Spektrum der bekannten Interpretationen des Violin- und Konzertteils sowie insbesondere der Kadenzen ist bemerkenswert. Von vielen großen Geigenvirtuosen und Dirigenten sind heute Aufnahmen verfügbar. Hier sind beispielhaft zu nennen: Gidon Kremer mit den Dirigenten Leonard Bernstein und Nikolaus Harnoncourt, Yehudi Menuhin mit Wilhelm Furtwängler, Jascha Heifetz mit Sergej Kussewizki und mit Fritz Reiner, David Oistrach mit Franz Konwitschny und mit Otto Klemperer, Nathan Milstein mit Pierre Monteux und mit Eugen Jochum, Henryk Szeryng mit Pierre Monteux, Itzhak Perlman mit Carlo Maria Giulini, Arabella Steinbacher mit Fabio Luisi, Maxim Vengerov mit Daniel Barenboim, Anne-Sophie Mutter mit Herbert von Karajan und mit Kurt Masur, Viktoria Mullova mit Claudio Abbado.

Das Violinkonzert wird gemeinhin für eines der wichtigsten Werke im Repertoire eines Geigers gehalten. Die technischen Anforderungen an den Solisten, mit dem Gebrauch von Doppelgriffen, gebrochenen Akkorden, sehr schnellen Skalierungspassagen und rhythmischen Variationen sind eindrucksvoll.

Von Joseph Joachim sind Metronomangaben erhalten. Diese deuten darauf hin, dass er das Werk sehr temporeich vortrug – entgegen seinen anfänglichen Vorbehalten und bedeutend schneller, als es in heutigen Konzertaufführungen üblich ist. (Quelle: wikipedia)

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Besetzung:
Henryk Szeryng (violin)
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London Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Monteux

Henryk Szeryng mit Pierre Monteux , 1959

Titel:

Concerto In D, Op. 77
01. Allegro non troppo 22..01
02. Adagio 9.28
03. Allegro giocoso, man non troppo vivace 8.00

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Hüllentext1

Ja, ja … entstanden „in der Zeit wachsender Widersprüche des Kapitalismus“  … ja, ja … (Quelle: Hüllentext)

Judith Breuer – Weihnachten und Rechtsextremismus (2003)

TitelNaturgemäß ein unbequemes, aber aus meiner Sicht, ein mehr als notwendiges Thema:

„Sonnenwendfeiern“ von Neonazis, „Julbaum“ statt Christbaum: Rechtsextreme haben das Weihnachtsfest für ihre Ziele entdeckt. Weihnachten ohne Gott – das hatte schon die NS-Diktatur versucht.

„Es gibt kein heiligeres Fest, das unsere Kultur und das Wesen unserer nordischen Art widerspiegelt, als die Deutsche Weihnacht. Es gibt kein deutscheres Fest!“ Was nach Originalton NS-Regime klingt und an die erste „Volksweihnacht“ unter dem Hakenkreuz im Jahr 1934 erinnert, ist ein Zitat aus dem Internet, geschrieben kurz vor Weihnachten 2010. Verantwortlich für die Seite freies-pommern.de ist laut Impressum der NPD-Landtagsabgeordnete Tino Müller aus Mecklenburg-Vorpommern.

Kein Platz in der „deutschen Weihnacht“ ist für die Geburt Jesu in Bethlehem, für Maria und Josef oder für die Engel. Die christliche Botschaft des Friedensfestes wird im rechtsextremen Lager radikal umgedeutet, so wie es die Nationalsozialisten in den 30er und 40er Jahren vorgemacht haben: Mit heidnisch-germanischen Mythen und Symbolen wird ein entchristlichtes Weihnachten konstruiert.

„Kein Zweifel“, sagt Expertin Judith Breuer, „Rechtsextremisten haben das Weihnachtsfest für ihre Ziele entdeckt.“ Sie und ihre Mutter Rita zeigen in einer Ausstellung, die seit 13 Jahren durch Deutschland tourt, wie Weihnachten im Lauf der Geschichte von der politischen Propaganda auf unterschiedliche Weise missbraucht wurde. Derzeit ist die Schau „Von wegen Heilige Nacht“ in Bad Wildungen zu sehen.
Handgranaten und U-Boote am Christbaum

Besonders wichtig sind der Kuratorin aktuelle Bezüge. „Die Rechtsextremisten versprechen den Menschen eine Rückbesinnung auf angeblich ‚uralte Werte‘ und traditionelles Brauchtum“, sagt Breuer. Dass sich dahinter die Ideologie der NS-Zeit verberge, sei für viele Menschen heute nicht leicht zu durchschauen.

Während der NS-Diktatur seien die Weihnachtsbräuche und -Symbole komplett pervertiert worden. Das zeigt auch die Ausstellung: Christbaumschmuck in Form von Soldaten, Handgranaten und U-Booten oder Adventskalender, in denen Lichtersprüche und „arische Sinnzeichen“ dominieren.

Ganz nebenbei werde das Weihnachtsfest in der rechtsextremen Szene als angeblich „typisch deutsches Wesensmerkmal“ dazu missbraucht, das Phantombild einer „deutschen Volksgemeinschaft“ abzugrenzen und rassistische, fremdenfeindliche Tendenzen zu schüren, urteilt die 47-Jährige.

Der „Kulturkreis Freies Pommern“ geißelt auf seiner Internetseite den „hirnlosen Konsum“ in den „Supermärkten des raffenden Großkapitals“ und stellt dagegen den vermeintlich wahren und ursprünglichen Weihnachtssinn: Er lasse sich aus dem Fest der germanischen Wintersonnenwende herleiten. Während der NS-Diktatur begingen SA und SS regelmäßig „Sonnenwendfeiern“, auch Neonazis halten diese heute gern ab.
Kritik am Konsum wird zum Anknüpfungspunkt

Die Autoren der rechtsextremen Szene greifen ungehemmt auf NS-Sprache und -Symbolik zurück. Lametta, Glaswerk und Engelshaar gehörten nicht an den grünen deutschen Baum, stattdessen Äpfel, Nüsse und gebackene Runen. Vom „nordischen Rassekreis“ ist die Rede, von „heiliger Mutterschaft“, von Ahnen, die in den Kindern Auferstehung feierten. Empfohlen wird, den Adventskranz durch einen „Julkranz“ zu ersetzen – das Julfest ist historisch das nordeuropäische Fest der Wintersonnenwende, heute ist Jul in skandinavischen Sprachen einfach das Wort für Weihnachten.

Mit ihrer Weihnachtspropaganda erreiche die „Neue Rechte“ auch Zielgruppen aus der gesellschaftlichen Mitte, meint Breuer und denkt dabei ebenso an Mitglieder der großen Volkskirchen wie an traditionell eher links gerichtete Kreise aus der Öko-Bewegung und aus der Esoterik – insbesondere Neuheiden und Anhänger von Naturreligionen.

„Ausgerechnet die weit verbreitete Kritik in der Gesellschaft an einem immer stärker konsumorientierten Fest wird dabei zum Anknüpfungspunkt für entsprechende Propaganda“, unterstreicht Breuer.
„Geburtstag eines ominösen Herrn Christus“

Dass die Befürchtungen der Ausstellungsmacherin nicht unbegründet sind, zeigt ein Blick ins weltweite Netz. Dort verkündet etwa der NPD-Kreisverband Rhein-Neckar: Die ursprüngliche Bedeutung des Weihnachtsfestes habe nichts mit dem „Geburtstag eines ominösen Herrn Christus“ in Bethlehem zu tun, sondern gehe zurück „auf den archaischen Sonnenkult der Urvölker“.

Pfarrer Matthias Pöhlmann, ehemaliger Mitarbeiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin, kennt die neuheidnische Szene und ihre Vernetzung mit den Neonazis gut. Für gefährlich hält er ihre Akteure besonders dann, wenn sie sich „mit einem religiösen Deckmäntelchen“ behängen und darunter „knallharte Blut- und Rassenideologie betreiben“. Das Christentum werde als „Religion der Schwäche“ verachtet, die „Julfrömmigkeit“ als überlegen betrachtet, sagt er.

Auch Judith Breuer beobachtet die Entwicklung seit vielen Jahren. Gerade in jüngster Zeit häuften sich „dubiose Weihnachts-Ratgeber“, die in Wortwahl und Argumentation direkt in die Jahre 1933 bis 1945 zurückführten. Die Instrumentalisierung des Weihnachtsfestes durch Rechtsextreme sei eine bislang völlig unterschätzte Gefahr, warnt sie.

Auch wenn diese pdf – Broschüre ein wenig veraltet ist (viele der links führen ins Nirwana) … wichtige Hinweise liefert sie auch noch im Jahr 2019: Auf dass wir wachsam bleiben !

Beispiel01

Beispiel02
Beispiel03
Beispiel04
Beispiel05
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