Heinz Hoppe – Du bist die Welt für mich (1979)

Jetzt mal ein kleiner Ausflug in die wunderbare Welt der Operette und da war der Heinz Hoppe lange Zeit ein der ganz erfolgreichen Sänger in Deutschland:

Heinz Hoppe (* 26. Januar 1924 in Saerbeck; † 7. April 1993 in Mannheim) war ein deutscher Opern-, Lied- und Operettensänger (Tenor).

Heinz Hoppe war einer der bekanntesten und meistbeschäftigten Tenöre seiner Zeit. Er wuchs in der Bauerschaft Middendorf im Münsterland auf. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges kämpfte er an der Ostfront und kehrte erst 1948 aus sowjetischer Gefangenschaft in seine Heimat zurück. Er hegte schon früh den Wunsch, Sänger zu werden.

Sein Gesangsdebüt gab er 1953 als Xerxes in Georg Friedrich Händels gleichnamiger Oper an den Städtischen Bühnen Münster, wo er mit seiner Tenorstimme mit baritonaler Färbung bald Furore machte. So erhielt er bereits 1955 ein festes Engagement am Staatstheater Bremen, ab 1956 gehörte er dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper an. Hoppe gab Gastspiele in Frankfurt und München und avancierte bald zum gefeierten Star an den größten Opernhäusern der Welt. Er sang in Paris, an der Metropolitan Opera in New York, an der Scala in Mailand, in Madrid, Lissabon und vielen anderen Orten. Später folgten Konzerte und Oratorien an allen bedeutenden Aufführungsstätten Europas.

HeinzHoppe11962 ernannte ihn der Hamburger Senat in Anbetracht seiner künstlerischen Leistungen zum Kammersänger – er war damit der jüngste Sänger Deutschlands, der sich dieses Titels erfreuen durfte. Die Staatliche Hochschule für Musik in Heidelberg-Mannheim ernannte ihn zum Professor für Sologesang und zum Leiter der Opernschule. Neben dem klassischen Opernfach mit einer Vorliebe für Mozart-Partien beherrschte er auch Operette und Liedgesang. Als Liedinterpret trat Hoppe gemeinsam mit dem Pianisten Sebastian Peschko hervor.

Darüber hinaus wirkte Hoppe bei zahlreichen Opern- und Operettenaufzeichnungen sowie bei über 200 Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen mit. Seine Operettenaufnahmen entstanden vor allem beim NDR Hamburg und Hannover; später arbeitete Hoppe auch mit dem Dirigenten Franz Marszalek zusammen, der ihn bei der Firma Polydor mit der Sopranistin Ingeborg Hallstein koppelte. In mehreren Ausgaben von Heinz Schenks Unterhaltungsshow Zum Blauen Bock trat Hoppe als Stammgast auf.

Am 7. April 1993 erlag er in einer Klinik in Mannheim den Folgen einer Operation. (Quelle: wikipedia)

Nachdem sich mir die Welt der Operette bis heute nicht wirklich zugänglich ist, entfällt meine Kommentierung zu diesen Aufnahmen … aber, wer mag kann sich daran gerne erlaben …

Bei  den gelegentlichen klanglichen Holprigkeiten bitte ich um Nachsicht: Der Zahn der Zeit

 

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Ingeborg Hallstein + Heinz Hoppe

Besetzung:
Heinz Hoppe (vocals)
+
Chor und großes Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek und Curt Cremer
+
Ingeborg Hallstein (vocals bei 04. + 09.)
Rita Bartos (vocals bei 12.)

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Titel:
01. Du bist die Welt für mich (Tauber/Marischka) 3.27
02. Wolga-Lied (Lehar/Jenbach/Reichert) 4.16
03. Zwei Märchenaugen (Kálmán/Brammer/Grünwald) 3.35
04. Es lockt die Nacht (Millöcker/Mackeben/Knepler) 3.16
05. O Rose von Stambul (Fall/Brammer/Grünwald) 3.07
06. Leise erklingen Glocken vom Campanule (Kattnigg/Kahr/Hardt-Warden) 3.09
07. DEin ist mein ganzes Herz (Lehár/Léon/Herzer/Löhner) 3.20
08. Gern hab´ ich die Frau´n geküßt (Lehár/Knepler/Jenbach) 3.35
09. Niemand liebt dich so wie ich (Lehár/Knepler/Jenbach) 4.52
10. Isola bella (Lincke/Bolten-Baeckers) 3.26
11. Dunkelrote Rosen (Millöcker/Friedrich-Zell/Genée/Knepler) 2.27
12. Ninana (Strauß/Friedrih-Zell/Genée) 2.25

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Verschiedene Interpreten – Hans Rosenthal präsentiert Höhepunkte aus „Das gibt´s nur einmal“ (1983)

FrontCover1Im Jahre 1983 präsentierte die ARD ein ganz besondere Show !

Um dieses Satz so richtig zu verstehen, bedarf es einer Einnerung an Hans Rosenthal:

Hans Rosenthal wuchs in einer jüdischen Familie in Berlin-Prenzlauer Berg (Winsstraße 63) auf und erlebte als Kind die wachsende antisemitische Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Sein Vater starb 1937 an Nierenversagen, seine Mutter 1941 an Darmkrebs. Sein Bruder Gert (26. Juli 1932−Oktober 1942)[1] und andere Angehörige wurden im Holocaust ermordet. Hans Rosenthal wurde ab 1940 von den Nationalsozialisten zu Zwangsarbeit herangezogen; er arbeitete u.a. als Totengräber bei Fürstenwalde und als Akkordarbeiter in einer Blechemballagenfabrik in Berlin-Weissensee und Torgelow. Ab 1943 tauchte er in der Berliner Kleingartenanlage „Dreieinigkeit“ (Bezirk Lichtenberg) unter und überlebte bis zum Kriegsende im Versteck, wo er von drei nichtjüdischen Berlinerinnen unterstützt wurde.

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Der kleine Hans Rosenthal

1945 machte er eine Ausbildung beim Berliner Rundfunk, wo er danach als Regieassistent arbeitete und das erste Hörspiel Nathan der Weise betreute. Zeitweise war er auch im Betriebsrat des Berliner Rundfunks tätig, dies führte jedoch zunehmend zu Konflikten mit den Aufsichtsgremien der sowjetisch gesteuerten Rundfunkanstalt. Deshalb ging Rosenthal im Jahre 1948 in die Westsektoren und wechselte zum RIAS, wo er zunächst als Aufnahmeleiter und Unterhaltungsredakteur seine Rundfunkkarriere startete. Er wurde schließlich einer der beliebtesten deutschen Quizmaster von Unterhaltungssendungen im Hörfunk. Beim RIAS Berlin gestaltete er in den 1950er- bis 1980er-Jahren Rate- und Unterhaltungssendungen, die er auch meistens selbst entwarf. Dazu gehören Allein gegen alle, Wer fragt, gewinnt, Kleine Leute – große Klasse, Das klingende Sonntagsrätsel, Spaß muß sein, Opas Schlagerfestival, Da ist man sprachlos, Frag mich was, Die Rückblende und Günter Neumann und seine Insulaner (als Aufnahmeleiter), Spiel über Grenzen und im Fernsehen Gut gefragt ist halb gewonnen, Dalli Dalli sowie Rate mal mit Rosenthal, KO oder OK, Alles mit Musik, Eins plus eins gegen zwei, Erinnern Sie sich noch ?, Gefragt – Gewusst – Gewonnen, Mal seh’n was uns blüht, Quizparade, Hans Rosenthal stellt vor, Zug um Zug und Das Schlagerfestival der 20er Jahre im ZDF. Eine seiner besten Sendungen war die ARD-Show Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden (Buch: Curth Flatow) aus dem Jahre 1983; in dieser Sendung versuchte Rosenthal, die Zeit des Nationalsozialismus in einer Unterhaltungssendung zu verarbeiten. Hier zeigte Rosenthal in einer pointiert gesetzten Conference, dass er neben seiner vielseitigen Arbeit als Quiz- und Showmaster auch über

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Der große Hans Rosenthal

lange Jahre hinweg politische Kabarettsendungen gestaltet und geleitet hat. Seine Schlussconference von damals hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt: „Vor 50 Jahren fing alles an, und wir alle können nur hoffen, dass diese Vergangenheit keine Zukunft hat!“ Der SPIEGEL schrieb in den 1980er-Jahren über Rosenthal, dass seine Herzlichkeit „nahe dem Gefrierpunkt“ sei und er allzu harmlos daherkam. Beim Fernseh- und Radiopublikum kam Rosenthal jedoch nach wie vor gut an. Bekannt wurde er durch die Moderation der ZDF-Sendung Dalli Dalli und seine wiederkehrende Frage an das Publikum „Sie sind der Meinung, das war…?“, worauf das Publikum stets begeistert „Spitze!“ rief, während Rosenthal einen – im Fernsehbild kurz „eingefrorenen“ – Luftsprung vollführte, der sein Markenzeichen wurde.
Obwohl Rosenthals Betätigungsfeld im Hörfunk und Fernsehen überwiegend auf Deutschland konzentriert war, hat er auch einige Sendungen im Ausland produziert: Bereits im Jahre 1966 veranstaltete er im Paris Theatre in London die Sendung „Spaß muß sein“ (Aufnahme: 11. Juli 1966) anlässlich der Fußballweltmeisterschaft (eine Coproduktion zwischen der BBC – Deutschsprachiger Dienst und dem RIAS, SFB, NDR und SDR); es folgten aus der Schweizer Halle in Tondern/Dänemark „Wer fragt – gewinnt“ (Aufnahme: 11. April 1970) und „Spaß muß sein“ aus dem Brucknerhaus in Linz/Österreich (Aufnahme: 10. November 1984) sowie jeweils 2 Sendungen jährlich von „Dalli, Dalli“ aus Wien.
Zwei von Rosenthal begründete Hörfunk-Sendereihen laufen im Deutschlandradio Kultur. Es ist die Reihe Sonntagsrätsel (früher: Das klingende Sonntagsrätsel), die sonntags mit Christian Bienert als Moderator ausgestrahlt wird, und das Städtequiz Allein gegen alle, das im Rahmen der Reihe Aus den Archiven einmal im Monat gesendet wird.
Rosenthal engagierte sich seit den 1960er Jahren im Zentralrat der Juden in Deutschland, ab 1973 als Mitglied seines Direktoriums, in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie in diversen sozialen Projekten. Sein bevorzugter Ferienort war Utersum auf Föhr, dessen Ehrenbürger er wurde.

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In der Zeit von 1965 bis 1973 war der bekennende Fußballfan auch Präsident des Fußballvereins Tennis Borussia Berlin. Die in diesem Verein tätige und von ihm mitgegründete „Prominenten-Elf“ trägt seit seinem Tod den Namen „Hans-Rosenthal-Elf“ und sammelt Gelder für die Hans-Rosenthal-Stiftung „Schnelle Hilfe in akuter Not e.V.“
1980 veröffentlichte Rosenthal unter dem Titel Zwei Leben in Deutschland seine Autobiographie. Er starb 1987 an Magenkrebs und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße in Berlin beigesetzt. Mit seiner Frau Traude hat Hans Rosenthal eine Tochter und einen Sohn.(Quelle:

Rosenthal war also mehr als unmittelbar vom dreckigen Terror des Nazipacks betroffen.  Dass er damals diese Show moderierte, erfüllt mich heute mich großer Achtung, auch wenn ich damals seinen “Dalli-Dalli“ Klimbim als mehr als überflüssig empfand.

Und die „Jüdische Allgemeine“ Zeitung schrieb erst neulich (09.01.2014) über diese Show:

Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden«, lautete der Titel einer Show, die Hans Rosenthal 1983 in der ARD präsentierte. Auf dem Programm: populäre Musik mit Texten und Melodien jüdischer Autoren und Komponisten, die unter den Nazis in Deutschland Aufführungsverbot hatten.

Werner Richard Heymann etwa, desssen Schlager Das gibt’s nur einmal der Sendung den Namen gab, Fritz Rotter und Walter Jurman von den »Comedian Harmonists« (Veronika, der Lenz ist da), Operettenkomponisten wie Leon Jessel (Schwarzwaldmädel), Emmerich Kálmán (Die Csárdásfürstin) und Paul Abraham (Ball im Savoy).

Die von ihm ausgewählten Musiktitel ergänzte Rosenthal mit Zitaten aus der Zeit des Nationalsozialismus und Ausschnitten aus der Wochenschau. Diese Sendung war für ihn eine Herzensangelegenheit. Hans Rosenthal hatte die Schoa versteckt in einer Laubenkolonie überlebt.

»Es war ein dunkles, trauriges Kapitel im Buch der deutschen Geschichte, das vor 50 Jahren anfing«, sagte der populäre Entertainer in der Live-Sendung: »Ich bin stolz, als Berliner diese Sendung präsentieren zu dürfen. Von hier nahm vieles, beinahe alles davon, seinen Anfang, aber hier haben auch viele schöne Melodien das Licht der Welt erblickt.«

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Und in wikipedia kann man dann noch folgendes über diese Show lesen:

„Zu einer seiner besten Sendungen zählt die ARD-Show „Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden“ (Buch: Curth Flatow) aus dem Jahre 1983; in dieser Sendung versuchte Rosenthal, die Zeit des Nationalsozialismus in einer Unterhaltungssendung zu verarbeiten. Hier zeigte Rosenthal in einer pointiert gesetzten Conference, dass er neben seiner vielseitigen Arbeit als Quiz- und Showmaster auch über lange Jahre hinweg politische Kabarettsendungen gestaltet und geleitet hat. Seine Schlussconference von damals hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt: „Vor 50 Jahren fing alles an, und wir alle können nur hoffen, dass diese Vergangenheit keine Zukunft hat!“

Ich kann da nur sagen: Respekt, auch wenn die Musik … nur bedingt zu meinem bevorzugtem Repertoire gehört (wobei mir Seite 2 mit ganz viel Horst Jankowski deutlich besser gefällt).

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Besetzung:
Diverse Interpreten
+
Rias Orchester unter der Leitung von Horst Jankowski
Rias Orchester unter der Leitung von Willy Mattes

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Titel:
01. RIAS Orchester: Das gibt´s nur einmal (Richard/Heymann/Gilbert) 1.38
02. Heinz Holecek: Die Musik kommt (Straus/v.Liliencron) 2.52
03. Brigitte Lindner: Erklingen zum Tanze die Geigen (Jessel/Neidhardt) 1.30
04. Martin Finke & Dagmar Koller: Malwine, ach Malwine (Jessel/Neidhardt) 0.48
05. Martin Finke: Mädle aus dem schwarzen Wald (Jessel/Neidhardt) 1.09
06. Rudolf Schock: Zwei Märchenaugen (Kálman/Brammer/Grünwald/Jenbach) 2.18
07. Frieder Stricker: Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht (Kálman/Stein) 2.18
08. Martin Finke & Brigitte Lindner: Irgendwo auf der Welt (Heymann/Gilbert) 2.25
09. Tamara Lund: Heut könnt´ einer sein Glück bei mir machen (Fall/Schenzer/Wellisch) 1.24
10. Ernst H. Hilbich & Tamara Lund: Joseph, ach Joseph (Fall/Schenzer/Wellisch) 1.30
11. Botho Lucas-Chor: Ausgerechnet Bananen (Yes, We Have No Bananas) (Silver/Cohn/Beda) 1.10
12. Horst Jankowski: Alexanders´s Ragtime Band + Always (Berlin) 1.25
13. Botho Lucas-Chor: Veronika, der Lenz ist da (Jurmann/Rotter) 1.37
14. Horst Jankowski: Tiger Rat (LaRocca) 1.08
15. Botho Lucas-Chor: Ich weiß nicht, was soll das bedeuten (Die Loreley) (Silcher/Heine) 1.13
16. Horst Jankowski: Parade der Zinnsoldaten (Jessel) 1.44
17. Beate Granzow, Helmut Wallner & Tamara Lund: Es ist so schön am Abend bummeln zu gehn + Toujours L´amour (Abraham/Günwald/Löhner) 2.17
18. Beate Granzow & Helmut Wallner: Mausi (süß warst du heute nacht) (Abraham/Günwald/Löhner) 0.58
19. Horst Jankowski: Macke-Messer-Song (Brecht/Weill) 2.10
20. Beate Granzow & Helmut Wallner: Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht + Und zum Schluß schuf der liebe Gott den Kuss (Hirsch/Rebner/Berg) 1.56
21. Willy Mattes: Can-Can (Offenach) 1.56

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Cindy & Bert – Wenn die Rosen erblühen in Malaga + Der schwarze Husar (1975)

FrontCover1.jpgDieses Duo aus den 70er Jahren ging mir damals, wie kaum ein anderes Duo derart auf den Senkel … sie verkörpert einfach alles, was ich damals am deutschen Schlager so alles hasste (Stichwort: Heile Welt Geblubber …)

Cindy & Bert war ein deutsches Schlagerduo, das in den 1970er Jahren bekannt wurde und große Erfolge hatte

Norbert „Bert“ Maria Berger (* 12. September 1945 in Völklingen/Saarland, † 14. Juli 2012 in Düsseldorf), gelernter Industriekaufmann, entstammte einer Musikerfamilie. Sein Großvater Josef Berger war von 1888 bis 1931, sein Vater Alex Berger von 1931 bis 1973 Organist an der katholischen Pfarrkirche St. Eligius in Völklingen. Norbert Berger war Anfang der 1960er Jahre E-Bassist in der Amateurband „Blue Birds“, für die eine Sängerin gesucht wurde.

Mit Jutta Gusenburger (* 26. Januar 1948 in Völklingen/Saarland), damals Schülerin, später Versicherungskauffrau, trat diese Band dann als „Jutta und das Quintett Royal“ auf. Seit 1965 waren Norbert Berger und Jutta Gusenburger als Gesangsduo unter dem Namen „Cindy & Bert“ unterwegs.

Das Paar heiratete am 20. Mai 1967 und hat einen Sohn, Sascha, der unter dem Namen Berger als Musiker bekannt wurde.

Cindy+Bert02Im Jahr 1969 erschien die erste Schallplatte des Duos (Saturday Morning), die bereits ein beachtlicher Erfolg wurde. Weitere erfolgreiche Titel aus dieser Zeit waren Titel wie Cäsar und Cleopatra, Ich hab’ Heimweh, Holly Holy oder Jeder braucht jeden. Gewissen Sammlerwert genießt heute ihre Single Der Hund von Baskerville von 1970, eine Coverversion von Black Sabbaths Paranoid, die von Norbert Berger selbst umgetextet wurde. Als die Auftritte immer erfolgreicher wurden, gaben beide 1971 ihre bisherigen Berufe auf, um nur noch im Showgeschäft tätig zu sein.

Zum Eurovision Song Contest bewarben sich Cindy & Bert erstmals bei der deutschen Vorentscheidung 1972 mit Geh die Straße und scheiterten knapp. Auch 1973 versuchten sie es mit Wohin soll ich gehen? und Zwei Menschen und ein Weg. Im selben Jahr hatten sie jedoch ihren größten Erfolg mit Immer wieder sonntags. 1974 klappte es dann, und sie vertraten Deutschland beim Eurovision Song Contest 1974 in Brighton. Mit ihrem Titel Sommermelodie wurden sie letzte, während ABBA mit Waterloo gewannen und eine Weltkarriere starteten. Bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix 1978 versuchten sie es dann nochmals mit Chanson d’été und Was die Sterne lenkt. Doch machte seinerzeit Ireen Sheer (Feuer) das Rennen.

Inzwischen konnte das Duo mehrere Erfolge (Spaniens Gitarren, Wenn die Rosen erblühen in Malaga) verbuchen und avancierte zum erfolgreichsten Schlagerduo der 1970er Jahre. Seit 1984 liehen Cindy & Bert den Saarlodris ihre Stimme, die im Fernsehprogramm des Saarländischen Rundfunks als Werbetrenner eingesetzt wurden. Bis Ende der 1980er Jahre nahm das Duo noch gemeinsam Titel auf. 1988 wurde die Ehe der beiden geschieden. Danach gingen sie zunächst getrennte Wege. (Quelle: Wikipedia)

Hier eine ihrer erfolgreicheren Titel (Höchste Chartplazierung: 13, hielt sich 21 Wochen in den Charts).

Nun ja … eben genau jenes Trallala und Hopsassa …das mir damals eben tierisch auf den Keks ging.

Heute bin ich milder gestimmt … denn natürlich gehören auch Cindy & Bert zur deutschen Musikvergangenheit und um diese zu präsentieren, habe ich ja den blog gegründet.

Von daher: passt scho ….

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Besetzung:
Norbert „Bert“ Berger (vocals)
Jutta „Cindy“ Gusenburger (vocals)
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Wenn die Rosen erblühen in Malaga (Gietz/Feltz) 3.08
02. Der schwarze Husar (Scharfenberger/Feltz) 2.54

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Frohe Ostern !

Auch wenn mir der Glaube an das „Wunder der Auferstehung“ mittlerweile gänzlich verloren gegangen ist, wünsche ich dennoch …

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… denn Ostern ist für mich mittlerweile ein Festtag. an dem wir Menschen den beginnenden Frühling begrüßen und feiern … Der Frühling als Jahreszeit des Aufbruchs … nicht immer nur für das neue Jahr, sondern immer wieder auch für neue Erfahrungen und Begegnungen.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit auch bei allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs bedanken, die mit ihren Leserbriefen und ihren Dauer- und Leihgaben dazu beitragen, dass dieser blog so lebendig ist, wie er nun mal ist.

Stelzhamma – Worldwide Landsleut (2006)

FrontCover1Und schon wieder Volksmusik … diesmal aber ganz anders …

Lassen wir erstmal die Musiker von Stelzhamma selbst zu Wort kommen:

„Die Musiker kennen einander aus ihrer gemeinsamen Studienzeit am ehemaligen „Bruckner-Konservatorium“ (mittlerweile Bruckner-Universität) am Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts und arbeiten seither in verschiedensten Projekten zusammen.

Der Name Stelzhamma steht für lustvolles Zusammenspiel mit Schmaeh und Verve im Konglomerat aktueller musikalischer Strömungen vor dem Hintergrund der hiesigen Volksmusik aus Franz Stelzhammers und Anton Bruckners Lebzeiten. Erfrischend abgehandelt und in eine rasante Form gebracht, immer mit einem Zwinker Ironie und swingender Leichtigkeit.“

Und in der Tat … die Jungs sind nicht völlig durchgeknallt, sondern auch total versierte Musiker …

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Was spieln de Wordlwide Landsleuzt heut ? Folkore wie man sie eher nicht kennt. Stelzhamma, die Band mit Charly Schmid, Günter Wagner, H.G. Gutternig und Ewald Zach geben Volksweisen zum besten, wie man sie eben nie gehört hat – auf Stelzhamma Basis eben. Da und dort haben Attwenger ein wenig Vorschub geleistet, dass aber der „Kleine Marsch für Akkordeon“ richtig losfunkt, ist schon auf Stelzhammas Dünger zurückzuführen. Die Besetzung mit Saxophone, Tuba, Akkordeon und Schlagzeug ist ja von Haus aus eher unüblich. Irgendwie erinnern Stelzhamma auch an die tollen frühen Aufnahmen von Bob Stewart, also jazzig bis zum geht net mehr. Was Attwenger und Puschnig mit ihren „Alpinen Aspekten“ begonnen haben, nehmen Stelzhamma mit einem freundlichem Lächeln auf, erweitern es mit ihrem Humor und machen wödweit de Landsleit glicklich (Jazzzeit, Juni 2007)

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Besetzung:
H-G. Gutternigg (tuba)
Karlheinz Schmid (saxophone)
Günter Wagner (accordion)
Ewald Zach (drums)

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Titel:
01. Worldwide Landsleut (Schmid) 5.10
02. My personal Schnadahüpfl (Schmid) 2.29
03. Kleiner Marsch für Akkordeon (Schmid) 3.58
04. Wann i durchgeh (Traditional) 5.15
05. Die Raupe (Gutternigg) 2.25
06. Hamma ich (Schmid) 3.56
07. Und am 7. Tag (Schmid) 4.05
08. Mike is cool (Gutternigg) 3.05
09. Miniatur Nr. 3 (Schmid) 3.55
10. Wos as i (Gutternigg) 4.05
11. A Linzrische Eicht (Schmid) 4.19

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Bunte (Zeitschrift) – 18.Juni 1960

TitelUnd wieder mal ein Fundstück der besonderen Art … diesmal aus der Abteilung „Druckerzeugnisse“ der BRD … 1960:

Die Bunte (Eigenschreibweise: BUNTE) ist eine deutschsprachige Illustrierte. Sie wird von Hubert Burda Media herausgegeben. Die erste Ausgabe erschien 1948 unter dem Namen „Das Ufer“. Unter der Leitung von Hubert Burda entwickelte sich die Bunte zur modernen Publikumszeitschrift. Heute ist die Bunte eine der auflagenstärksten deutschen Zeitschriften und eine der populärsten Medienmarken des Konzerns. Die verkaufte Auflage beträgt 479.386 Exemplare, ein Minus von 29,8 Prozent seit 1998. Nach dem Rückzug von Patricia Riekel übernahm Robert Pölzer im Juli 2016 die Chefredaktion.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beauftragten die französischen Behörden Franz Burda, eine illustrierte Zeitschrift zu konzipieren. Daraufhin brachte er 1948 die erste Ausgabe unter dem Namen „Das Ufer“ auf den Markt. Wurde der redaktionelle Teil zunächst von den französischen Behörden bereitgestellt, entstand Anfang der 1950er Jahre eine unabhängige Redaktion. Die Zeitschrift berichtete von Beginn an über verschiedenste gesellschaftliche Ereignisse. 1953 wurde anlässlich der Krönung von Elisabeth II. eine Sonderausgabe in einer Auflage von 100.000 Exemplaren produziert. Die Bildrechte hatte Franz Burda zuvor (gegen den Willen seiner Familie) auf Kredit gekauft. 1954 wurde „Das Ufer“ in „Bunte Illustrierte“ umbenannt. Großformatige Fotostrecken in der Mitte des Blattes, die bereits in Farbe gedruckt waren, bildeten ein wesentliches Element.

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Diverse frühe Ausgaben …

In den 1950er und 1960er Jahren entwickelte sich die Bunte zu einer der vertriebsstärksten deutschen Publikumszeitschriften. Bei der Expansion des Blattes spielten auch Zukäufe eine Rolle: 1958 wurde die „Deutsche Illustrierte“ übernommen. 1960 kam die „Münchner Illustrierte“ mit einer Auflage von rund 500.000 Exemplaren hinzu, sodass die „Bunte Münchner Illustrierte“ Anfang 1961 erstmals die Millionengrenze überschritt. Zusätzlich erwarb der Verlag 1963 die traditionsreiche „Frankfurter Illustrierte“, die ebenfalls mit der Bunten zusammengeführt wurde. Fortan hieß das Blatt „Bunte Münchner Frankfurter Illustrierte“. In den 1960er Jahren thematisierte die Bunte neben der High Society immer öfter auch den Wiederaufbau, Kinofilme und Musik. (Quelle: wikipedia)

Und bis heute hat sich die Bunte gehalten …

Hier ein Exemplar vom Juni 1960 … eingebettet/eingezwängt war diese Zeitschrift in die Hülle der „Süddeutschen Lesemappe“ und damit nähern wir uns dem Thema „Lesezirkel“ und da finden sich hier weitere Informationen.

Und dieses Heft bietet folgende Themen:

  • Adolf Eichmann: Die Bürokratie des Satans
  •  Schwere Unfälle beim 18. Grand Prix von Monaco
  •  Sechs Leichen an einem Tisch (Bericht über Herztote, die ie reanimmiert werden konnten)
  • Ali Khan – Ein Leben für die Liebe
  • Abgeschosen (Ein Spionage Kurzroman)
  • Farbbericht über Indios aus dem Amazonasgebiet
  • Kurzroman über Margias Brock – Heilpraktiker
  • Geheimnis um Nicole (Das Abenteuer des Reporters Berlinck, noch ein Kurzroman)
  • Kinderlähmung (Dr. Fabian, Hausaezt der Bunten berichtet)
  • plus diverse Rubriken wie Leserbiefe etc.

Dass über Adolf Eichmann so ausführlich berichtet wurde, hat mich ein wenig überrascht und mit dem Farbbericht über die Indios hatte man natürlich jede Menge Exotik in das Heft gepackt (einschließlich einer barbusigen Frau.)

Und auf dem Titelbild erblickten wir die junge Elke Sommer.

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Interessant, dass schon damals der Begriff „kalter Krieg“ geläufig war

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Natürlich auch Leserbriefe

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Aus der Welt der Reichen und Schönen

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Ja, ja, der Humor im Wandel der Zeit …

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Die Rückseite des Heftes

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In dieser Lesemappe war dann noch ein Exemplar der Zeitschrift „Kristall“ auch aus dem Jahr 1960 – demnächst in diesem Theater)

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Ob der wohl geschmeckt hat ?

Und schon wieder eine mehr als großartige und großzügige Leihgabe aus dem Antiquariat von Graugans !
Vielen, vielen Dank !!!

Ich bin mal wieder unterwegs …

Egentlich wollten wir ja im Februar nach Vietnam … aber die beruflihen Verpflichtungen meines geliebten Eheweibes machten diesen Plan zu nichte ..

Dennoch wollten wir uns eine kleine Auszeit gönnen (ich brauche sie dringend) und so entschieden wir uns für Teneriffa … weil es dort zumindest ein wenig wärmer ist als hier ..

Playa de Las Teresitas in Tenerife

Ich will die Zeit zur Erholung nach vielen sehr anstrengenden Wochen in der Arbeit nutzen, aber auch um all die vielen mails, die ich bisher nicht beantwortet habe … zu beantworten … aber auch, um auf all die vielen blog Beiträge, die mich bewegt haben … endlich zu reagieren.

Wenn ich das recht überblicke, bin ich dann wieder ab dem 13.Februar … back home again …

Bis dahin wünsche ich all den treuen Lesern dieses blogs eine gute Zeit !