Mondscheiner – Diese Stadt (2006)

FrontCover1Leider bestand diese Band mit den prachtvollen Burschen aus Wien nur relativ kurze Zeit:

Mondscheiner war eine österreichische Rockband, Kabarettisten- und Schauspielergruppe, die 2002 in Wien gegründet wurde. Im Jahr 2009 löste die Band sich auf.

Mitte der Neunziger fand sich die Vorgängergruppe von Mondscheiner als Kaberettistengruppe zusammen, ein Großteil der Mitglieder waren nebenbei auch Tontechniker, Schauspieler und Hobbymusiker. Anfänglich wurden deutschsprachige Texte von einem Teil der Band für das Kabarett geschrieben. Die musikalische Karriere der Gruppe begann erst 2002 als sich die Band Mondscheiner offiziell gründete.

Erste Fans erspielten sich Mondscheiner in der Wiener Lokalszene. 2003 brachte die Band ihre erste EP Die Kunst der Verführung heraus. Bereits 2004 spielte man mit bekannten Bands wie Klee, garish und Wir sind Helden. Im selben Jahr kam das Debütalbum „La belle captive” auf den Markt, konnte erste mediale Erfolge erzielen, kommerziell jedoch war es wenig erfolgreich. 2005 zog ein Teil der Band nach Linz, um dort als Schauspielergruppe ihren Weg zu machen. Währenddessen ging der andere Teil der Gruppe nicht dem Musikerengagement nach, sondern pausierten in diesem Bereich. Kurz darauf trennte man sich von Karl Kühn.

Mondscheiner2Im Frühling 2006 nahm die Plattenfirma Sony BMG Music Entertainment die Band unter Vertrag. Im Juli desselben Jahres wurde ihre Debütsingle Das was wir sind das erste Mal auf einem Radiosender (Ö3) gespielt.

Kurz darauf wurde die Band ins Vorprogramm von Silbermond und deren Österreichtour genommen.

Noch Ende dieses Sommers brachten sie ihr zweites Album Diese Stadt heraus, welches weitaus erfolgreicher als die anderen CDs war. Der Song Das was wir sind erreichte nach einigen Monaten in den österreichischen Charts den zehnten Platz.

Ende 2006 trennt sich die Band unerwartet von Heimo Korak. July Skone wird der Nachfolger am Schlagzeug. Seit Anfang 2007 ist die Gruppe im Theaterstück King Lear in Klagenfurt zu sehen.

Die Band gewinnt die Ausscheidung für den Titelsong der ORF Serie Mitten im 8en, dem Flaggschiff der Programmreform. Die Nummer „Mittendrin“ ist gleichzeitig die 2. Auskoppelung des neu aufgelegten Albums. Die Single war – wie die Serie – nur wenig erfolgreich, was womöglich auch daran lag, dass sie in einflussreichen Radiosendungen kaum präsent war.

Im Mai 2007 werden sie mit dem Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie „Newcomer des Jahres” ausgezeichnet.

Die dritte Single des Albums, Dieser Tag stieg weitaus erfolgreicher als sein Vorgänger in die Ö3 Austria Top 40 ein. Kurze Zeit später wurde auf der Mondscheiner-Webseite bekanntgegeben, dass die Band zu diesem Zeitpunkt schon an einem neuen Album arbeitete. Die Band meinte, sie wolle sich mehr auf das konzentrieren, womit sie vor ein paar Jahren ins Rennen gegangen sind.

Das am 23. Jänner 2009 erschienene Album trägt den Titel Songs & Daughters. Die erste Singleauskoppelung wurde am 9. Jänner 2009 veröffentlicht und trägt den Namen The Silence.

Im November 2009 gab die Band bekannt, sich nach einer Tour Anfang 2010 zu trennen. (Quelle: wikipedia)

Mondscheiner

Und hier ihr 2. Album, das ihnen der ersten kommerziellen Erfolgt beschenkte:

Und hier kann ich mich mal wieder nur mit der Formel „Das Album ist ne Wucht“ dienen. Die Texte sind sehr poetisch und teilweise auch philosophisch, wie die auf den Vorgängeralben. Sie wirken so wie zwölf Kurzgeschichten, mit verschiedenen Themen, die alle in der Stadt Wien stattfinden.

Und wieder mal bin ich verblüfft mit welcher Reife sie diese Texte geschaffen haben und musikalisch bieten sie knackigen Power-Rop/Rock … einfach nur herrlich frisch und verbraucht !

Und: selten habe ich eine solche witzige Form der Präsentation der Texte gesehen !

Inlet1Besetzung:
Boris Fiala (bass)
Stefan Laczkovics (guitar)
Manuel Rubey (vocals)
July Skone (drums)
+
H.M. Buff (background vocals)
Georg Gabler (guitar, piano, background vocals)
Julian Gabler (background vocals)
Claudis Jusits (background vocals)

Booklet04ATitel:
01. Mittendrin 3.59
02. Das was wir sind 3.51
03. Heitere Gelassenheit 4.12
04. Dieser Tag 3.25
05. Anwendung der Aufrichtigkeit 2.53
06. Durcheinander 4.29
07. Was ich sehe 3.52
08. Tanzen 4.36
09. Romeo und Julia 3.41
10. Penelope 4.07
11. Schön ist die Welt 3.15
12. Ich kann nicht reden 4.58

Musik: Boris Fiala – Stefan Laczkovics – Manuel Rubey – July Skone
Texte: Rubey – Laczkovics – Auder 1 + 2 (sehr rätselhaft)

CD1

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Live2008

Live 2008

Verschiedene Interpreten – Radio Welt – Mehr Geschichten vom Sommer (2008)

FrontCover1Passend zur Zeit: Sommer-Radio …

Interessante und anspruchsvolle Beiträge für die Hörerinnen und Hörer des Bayerischen Rundfunks – dieses Ziel setzt sich Tag für Tag die Redaktion Radiowelt im Programm Bayern 2. Eine besondere Herausforderung sind die Sommerwochen. Wenn die Bayern Ferien haben, wollen auch die radioWelten am Morgen, am Mittag und am Abend etwas Urlaubsstimmung verbreiten: mit Geschichten aus aller Welt, die Neues bringen, zum Nachdenken anregen oder Lust auf Entdeckungen machen. Deshalb haben wir uns erneut einige Wochenserien ausgedacht und vier davon – alle vom August 2008 – auf dieser CD zusammengestellt.

Produziert wurden die radioWelt Sommergeschichten von Korrespondentinnen und Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks und der ARD. (Hüllentext)

Ich bin ja begeisteter Radiohörer und wenn man sich diese CD anhört, kann man vielleicht nachvollziehen, warum

Geschichten aus aller Welt, sie erweitern einfach den eigenen Horizont und wissbegierige Menschen können davon einfach nicht genug bekommen.

Und hier die vier Themenbereiche aus dem August 2008:

  • Leben am Ufer – die schönsten Seen der Welt
  • Abenteuer Eisenbahn – unterwegs in den Zügen der Welt
  • Handy, Festnetz, Funkloch – so telefoniert die Welt
  • Matrosen, Schiffe und Container – Hafengeschichten aus aller Welt

Booklet01AAuf dem Cover kann man dann auch noch lesen: „Diese CD ist nicht käuflich zu erwerben“ – Weiss der Teufel, für welche Zielgruppe man dann diese CD hergestellt hat … ich bin jedenfalls froh, dieses Kleinod der Radiogeschichte mein eigen nennen zu können.

Und der Beitrag „Ankerplatz der Erinnerungen“ könnte auch glatt der Name dieses blogs sein … werd´ ich mir merken, sollte ich mal in die fatale Lage kommen, einen neuen blog ins Leben zu rufen.

MeineHandys

Ziemlich crazy: Ich habe mich bisher von meinen alten Handys noch nicht getrennt …

Titel:

Leben am Ufer – die schönsten Seen der Welt:
01. Auf den Spuren von Petrus
02. Bauen für die Prominenz
03. Ein Salzsee voller Geheimnisse
04. Sissi, Renken, Millionäre
05. Hilferufe im Vogelparadies

Abenteuer Eisenbahn – unterwegs in den Zügen der Welt:
06. General-Abos und Kondukteure
07. Im Schneckentempo durch Indien
08. 500 Kilometer in zweieinhalb Stunden
09. Frühstück mit altem Silber und Zebrablick
10. Zug in die Wolken

Handy, Festnetz, Funkloch – so telefoniert die Welt:
11. Schnurlos in Los Angeles
12. Abschied von der Telefonzelle
13. Goldgrube Mobilfunk
14. Immer eine Hand am Ohr
15. Festnetz-Dämmerung im Nokia-Land

Matrosen, Schiffe und Container – Hafengeschichten aus aller Welt:
16. Die Ölpumpe Europas
17. Ein Terminal für Kreuzfahrer
18. Leinen los in die Vergangenheit
19. Ankerplatz der Erinnerungen
20. Zwischen HafenCity und St Pauli

StarnbergerSee

Starnberger See

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CD1

 

Eisenbahn in Indien

Eisenbahn in Indien

 

The MannMannMannManns – Zur Liebe geboren (2006/2009)

FrontCover1Jetzt wird es wieder ziemlich durchgeknallt … aber das liebe ich ja !

Wie fange ich jetzt an ?

Also: Es war (besser: gab) einmal …

… so ein paar junge Schauspieler am Theater Oberhausen … und die nannten sich als singende Schauspieler einfach mal The MannMannMannsManns

Und angefangen hat die Erfolgsgeschichte der MannMannMannManns mit einem Auftritt zur Premierenfeier von Kristof Magnussons „Männerhort“ im Oktober 2003.

Dabei spielten sie eine mega-erfolgreiche Rockband … und fanden Gefallen an diesemr Idee … und bauten sie aus, und bauten sie aus, und bauten sie aus …

… bis sie schließlich doch tatsächlich 2006 ihre erste EP „Zur Liebe geboren“ veröffentlichten. Und die hatte es in sich.

TheMannMannMannManns01

Es gleich ganz schön knackig los „Zur Liebe verloren“ ist ein bravoröser Kracher … Power-Pop vom feinsten und die Hymne an Lukas Podolski war damals  in der allgemeinen WM-Euphorie ein Gassenhauer in all den Kneipen rund um Bonn und Köln …

Nach den beiden Krachern folgt dann ne feine Raeggae-Nummer mit „Sonnendeck 05“ und das „M´fookin seeman tonite“ (wobei „M´fookin“ für motherfucking steht) ist eine abgedrehte Nummer, es geht los wie ein Gewitter und dann folgen süßliche Trällereien, um dann schließlich „What Shall We Do With A Drunken Sailor“ zu zelebrieren … Affenartig gut.

Und die Jungs fanden wohl auch Gefallen an dieser neue Role, in die sie als Schauspieler schlüpften und fortan traten sie immer wieder mal auf. Glaubt man den Presseberichten, waren das Kultveranstaltungen und das ging dann so bis 2010 … Auf ihrer website ist als bis dato letzter Auftritt ein Halloween Konzert in der Harmonie Bonn am 30.10.2010 notiert.

Tonträger gab´s dann keine mehr, auf ihrer website, finden sich aber weitere Songs zum download, ich habe sie als Bonus zu diesem einmaligem Päckchen einfach mal dazugepackt. Gleiches gilt für die 3 Video-Clips (als mpg.Dateien), die ebenfalls auf der EP enthalten waren.

Also: die ganze Dröhnung Wahnsinn …

TheMannMannMannManns02

Wie singen sie im Titelsong dieser EP:

hier sind die götter des rock
piloten der liebe
philosophen der leidenschaft
propheten der lust
zur liebe geboren
hier sind die mannmannmannmanns

Na, wenn das so ist, sollten wir diesen gottgleichen Musikanten gebührend unsere Verehrung zeigen !

TheMannMannMannManns03

Besetzung:
Hendrik Richter (vocals)
Raphel Rubino (vocals)
Nito Torres (vocals)
Daniel Wiemer (vocals)
+
Michael Barfuß (keyboards)
Peter Engelhardt (guitar)
Volker Kamp (bass)
Stefan Lammert (drums)

Booklet1Titel:
01. Zur Liebe geboren (Torres/Barfuß) 3.23
02. Lukas Podolski (Torres/Herwig/Knollmann/Poggemann/Siedenbiedel) 3.15
03. Sonnendeck 05 (Torres/Barfuß) 3.45
04. M´fookin seeman tonite (Barfuß/Torres/Rubino/Wiemer) 5.40
+
05. Lukas Podolski (Neufassung 2009) (Torres/Herwig/Knollmann/Poggemann/Siedenbiedel) 3.25
06. M´fookin seeman tonite (live) (Barfuß/Torres/Rubino/Wiemer) 8.40
07. Rollerbaby (unbekannt) 5.59
+
01. M´fookin seeman tonite (Video-Clip) 5.09
02. Lukas Podolski  (Video-Clip) 3.16
03. Zur Liebe geboren (Video-Clip) 4.16

CD1

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Plakatarchiv

Susanne Wölfle-Fischer – Unter den Linden – Geschichte einer Strasse (1997)

FrontCover1Geschichtliche Hörbücher dieser Art finden bei mir immer ein ganz besonderes Interesse:

Als Friedrich Wilhelm von Brandenburg, der Große Kurfürst, 1647 zwischen der Hundebrücke und dem Tiergarten Nussbäume und Linden pflanzen ließ, begann damit die Geschichte der Straße, die als „Unter den Linden“ berühmt werden sollte.Nur wenige Straßen der Welt erlebten so wechselvolle Ereignisse, wurden Zeuge so vieler bedeutender Etappen der Geschichte. Doch die „Linden“ waren nicht nur ein Ort politischer Ereignisse; sie waren das Zentrum gesellschaftlichen Lebens schlechthin. Hier wurde flaniert, hier ließ man sich in den Cafés und Restaurants sehen, besuchte Oper und Theater, unterhielt sich in den Salons.Die Straße Unter den Linden hat viele Gesichter. Das macht ihren Zauber aus. Dichter, Schriftsteller, Maler und Musiker haben sie in ihren Werken verewigt. Die CD bietet ein Kaleidoskop von Eindrücken und Ereignissen von Berlins berühmtester Straße bis zum Jahre 1933. Ein Spaziergang Unter den Linden als Streifzug durch die Geschichte.

Diese CD bietet ein Kaleidoskop von Eindrücken und Ereignissen von Berlings berühmtester Straße bis zum Jahre 1933. Ein Spaziergang „Unter den Linden“ ist ein Streifzug durch die Geschichte. Hier lebten Könige, sangen Stars, Schriftsteller haben die „Linden“ und ihre Gebäude beschrieben, historische Ereignisse zu ihrem Mythos beigetragen.

Booklet02A

Wirklich erstaunlich diese Straße ist, vermutlich gibt es nicht allzuviele Straßen auf dieser Welt, auf denen sich Geschichte so bedeutsam abgespielt hat. Das Hörbuch schlendert quasi durch diese Straße und entfaltet anhand der unterschiedlichsten Gebäude quasi seinen geschichtlichen Flair. Aufgelockert werden diese Erinnerungen durch passende musikalische Beiträge … wirklich eine hörenswerte Mischung.

Erschreckend die Originaltöne zur Bücherverbrennung, bei denen Werke von Autoren wie Heinrich Mann, Erich Kästner, Bert Brecht und und und …

Bücherverbrennung

Die öffentliche Verbrennung undeutscher Schriften und Bücher auf dem Opernplatz Unter den Linden in Berlin (1933), durch Studenten der Berliner Universitäten!
(historische Bildunterschrift)

Wer einen Faible für geschichtliche Dokumente und Erinnerungen hat, der kann an diesem wunderbaren Hörbuch eigentlich gar nicht vorbei. Veröffentlicht wurde es dem mir gänzlich unbekannten „Agentur für Information und Dokumentation“, Heidelberg. Und bei meinem nächsten Berlin Besuch werde ich wohl ganz bewußt durch diese Straße schlendern.

Und hier natürlich noch ein paar Informationen über die Autorin.

Susanne Wölfle-Fischer wurde 1966 in Pforzheim geboren. Sie studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Tübingen. Studienbegleitend war sie am Akademieprojekt «Regesta Imperii» beteiligt.

Postkarte

Sprecher:
Peter Bosse
Nadja M Schulz

Booklet03A

Titel:
01. Untern Linden, untern Linden (Bruno Fritz) (Kollo) 0.44
02. Geschichte einer Straße 2.34
03. Zeughaus – Kurt Tucholsky (1929) 2.49
04. Neue Wache – Theodor Fontane (1899) 3.04
05. Deutsche Staatsoper – Enrico Caruso (La donna e mobile) (Piave/Verdi) 3.27
06. Opernplatz – Bücherverbrennung (1933) 2.07
07. Humboldt-Universität – Heinrich Heine (1822) 4.33
08. Denkmal Friedrichs des Großen – Flötenkonzert C-Dur) (C.Ph.E. Bach-Orchester) 5.51
09. Altes Palais – Franz Hessel (1929) 4.49
10. Kleines Theater – Maxim Gorki: Nachtasyl (1903) 3.20
11. Café Kranzler – Julius Rodenberg (1885) 4.18
12. Linden Cabaret – Claire Waldoff: Nach mene Bene … (Hardt/Kollo) 3.56
13. Unter den Linden Nr. 39 – Marlene Dietrich: Ich bin von Kopf bis Fuß … (Holländer) 4.08
14. Pariser Platz: Liebermann Haus – Hans Ostwald (1930) 4.09
15. Brandenburger Tor – Fackelzug der SA (1933) 2.20
16. Untern Linden, untern Linden (Bruno Fritz) (Kollo) 0.44

CD1

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GehtAuchGünstiger

Geht auch günstiger

Nikolaus Harnoncourt – Concentus Musicus Wien – Brandenburgische Konzerte (1964)

FrontCover1Für mich ein zentrales Werk im Schaffen des Johann Sebastian Bach:

Die Brandenburgischen Konzerte sind eine Gruppe von sechs Instrumentalkonzerten von Johann Sebastian Bach (BWV 1046–1051). Die erhaltene Partitur von 1721 ist dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt (1677–1734) gewidmet, den Bach im Winter 1718/1719 in Berlin kennengelernt hatte.

Der Titel Brandenburgische Konzerte wurde von Philipp Spitta in seiner 1873–1879 verfassten Bach-Biografie geprägt und hat sich heute allgemein durchgesetzt. Bachs Originaltitel lautet „Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten“, auf Französisch:

Six Concerts Avec plusieurs Instruments.
Dediées A Son Altesse Royalle Monsigneur
CRETIEN LOUIS. Marggraf de Brandenbourg &c:&c:&c:
par Son tres-humble & tres obeissant Serviteur
Jean Sebastien Bach, Maitre de Chapelle de S. A. S.
Prince regnant d’Anhalt-Coethen.

Auf der Rückseite des Titelblatts folgt eine Widmung an den Markgrafen, ebenfalls in französischer Sprache.

Die sechs Konzerte weisen eine hohe stilistische und strukturelle Vielfalt auf. In ihrer Mischung der verschiedenen historischen und zukunftsweisenden Elemente bilden sie eine persönliche und trotzdem allgemeingültige Ausdrucksform.

Als Bach 1721 die Partitur der sechs Konzerte an den Markgrafen von Brandenburg-Schwedt schickte, hatte er die Werke zu diesem Anlass nicht eigens komponiert. Vielmehr hatte Bach die Sammlung aus Kompositionen zusammengestellt, die nicht alle erst in Köthen, sondern zum Teil wohl bereits in seiner Weimarer Amtszeit (1708–1717) entstanden waren.

Briefmarke

Es ist davon auszugehen, dass Bach die am Köthener Hof entstandenen Werke nur mit Erlaubnis seines Arbeitgebers Fürst Leopold einem anderen Fürsten widmen durfte.[1] Doch besteht kein Grund, an dessen Einverständnis zu zweifeln – von ihm kann sogar die Initiative ausgegangen sein, da er nur ein halbes Jahr zuvor dem Fürsten schon einen kristallenen Kronleuchter hatte überreichen lassen.

In Köthen begann Bach, seine Kompositionen zu umfangreichen Zyklen zusammenzustellen, die Ordnungsprinzipien folgten, wie etwa planvolle Abfolgen von Tonarten oder Einzelsätzen – Beispiele sind das Wohltemperierte Clavier oder die Englischen und Französischen Suiten. Von einer derartigen durchgehenden Gestaltung eines Zyklus ist bei den Brandenburgischen Konzerten aber noch nichts zu bemerken – außer in dem Bestreben, jedes damals gängige Instrument mit einer – in vielen Fällen auch solistischen – Partie zu bedenken.

Von fünf der Konzerte sind Abschriften unabhängig von der Widmungspartitur erhalten;

Christian_Ludwig_Markgraf_von_Brandenburg

Christian Ludwig, Markgraf von Brandenburg-Schwedt

keine davon enthält aber mehrere Werke. Man darf davon ausgehen, dass Bach die Sammlung nur für die Widmungspartitur zusammenstellte und die Einzelkonzerte weder davor noch danach als zusammengehörig betrachtete. Die Konzerte bilden also nur eine lose Sammlung ohne jeden Versuch einer weiteren Gestaltung als eine Gesamtheit – Bach wäre es wohl nicht in den Sinn gekommen, die Konzerte zusammen aufzuführen. Eine Gegenthese ist in der aktuellen Inszenierung in Graz vorhanden. Dass Bach in diesem Zyklus die Tugenden barocker Fürsten im Gewand der Mythologie verherrlicht haben könnte, ist keine neue, aber eine ausgesprochen reizende Idee: Der Fürst als Jäger (1), Krieger (2), Musenfürst (3), der Fürst als Hirte seines Volkes (4), Liebhaber (5) und Gelehrter (6). Die Jagdhörner der Diana, die Flöten des Pan, die Geige des Apollo und die neun Musen mit ihren Streichinstrumenten sind ja offensichtliche Anspielungen. Stefan Gottfried schöpft aus diesem Schatz antiker Symbolik, wenn er die „Brandenburgischen“ bei der Styriarte neu interpretiert.

Umgekehrt zeigt sich Bachs sorgfältige Arbeit und damit die Wertschätzung, die er den Konzerten entgegenbrachte, in der Überarbeitung vieler Details der zugrundeliegenden Partituren – etwa die feine Differenzierung der Partien von Violoncello, Violone und Continuo, die er oft mit getrennten Stimmen bedenkt. Auch die gründliche Schreibweise der Partitur lässt sein Engagement für das Werk deutlich erkennen: Die Taktstriche sind fast ausnahmslos mit dem Lineal gezogen. Bach mag sich von der Widmung den Titel eines Hofkapellmeisters und die damit verbundenen lukrativen Kompositionsaufträge versprochen haben.

Neben dem Widmungsexemplar besaß Bach von den einzelnen Konzerten auch Kompositionspartituren, die er in einigen Fällen für spätere Fassungen, etwa als Einleitungssinfonien in Kantaten, nutzte. Keine dieser Kompositionspartituren ist erhalten. Indizien sprechen dafür, dass sein Sohn Carl Philipp Emanuel von einigen Konzerten Abschriften besaß und diese Musik in Berlin bekannt machte. Die Widmungspartitur lag zunächst bis 1850 unentdeckt in der Bibliothek des Markgrafen von Brandenburg-Schwedt und dann in der Königlichen Bibliothek in Berlin (heute Staatsbibliothek zu Berlin). Sie wurde erst bei Erscheinen der Bach-Gesamtausgabe allgemein bekannt.

Original Deckblatt

Das Original Deckblatt der Kompositionen von Bach löst bei mir schon ganz viel Ehrfurcht aus

Die Konzerte sind hochgradig individuell in Instrumentation und allen kompositorischen Details. Dennoch lassen sich stilistisch einzelne Gruppen unterscheiden:

Das erste und dritte Konzert folgen der Form einer italienischen Ouvertüre aus Konzertsatz, langsamem Mittelsatz und Tanz – das erste Konzert in seiner Urform BWV 1071 ist wohl auch als eine solche Ouvertüre verwendet worden. Die langsamen Sätze enden hier jeweils mit einem phrygischen Halbschluss. Beide Konzerte vertreten deutlich die ältere Form eines Gruppenkonzerts, in dem nicht solistische Instrumente einem Orchester, sondern Orchestergruppen einander gegenübergestellt werden. Dabei erhalten aber auch hier die Stimmführer der einzelnen Instrumentalgruppen Gelegenheit, solistisch hervorzutreten. Nach heutigem Forschungsstand sind die beiden Werke sicher vor 1715, also noch in Weimar, geschrieben worden.
Das fünfte und sechste Konzert sind die stilistischen Extreme der Sammlung; aus heutiger Sicht können sie aber durchaus in zeitlicher Nähe entstanden sein, wohl 1718/1719. Bach gelingt es hier, innerhalb der dreisätzigen italienischen Konzertform und mit ihren Mitteln deutlich auf einen bestimmten Nationalstil anzuspielen: Im fünften Konzert ist es der zeitgenössischen höfischen französischen Musik, im sechsten Konzert die Musik der Generation von Bachs deutschen Vorgängern, so dass das sechste Konzert lange als das älteste des Zyklus angesehen werden konnte.

OriginalNoten

Beide Konzerte setzen drei Soloinstrumente ein, stellen diesen aber nur ein sehr kleines, dreistimmiges Tutti gegenüber: Im fünften in der Urfassung nur Violine, Viola und Violone (was Bach später durch ein Violoncello ergänzte, nicht aber um eine zweite Violine); im sechsten besteht die Begleitung nicht einmal aus Instrumenten der Violinfamilie, sondern aus zwei Gamben und Violone. In beiden Werken wird der Mittelsatz von den Soloinstrumenten alleine oder mit Continuo bestritten.
Das zweite und vierte Konzert stellen eine kleine Gruppe von Soloinstrumenten einem Streichorchester gegenüber und repräsentieren damit die moderne Form eines Konzerts für mehrere Soloinstrumente; hier sind die Schlusssätze immer mehr oder weniger voll ausgebaute Fugen. Auffällig ist, dass jeweils das Instrument, das die Ecksätze dominiert (Trompete im zweiten, Violine im vierten Konzert), im Mittelsatz ganz schweigt oder auf eine rein begleitende Funktion reduziert ist; Bach legte offenbar noch andere Maßstäbe an als eine aus heutiger Sicht saubere Trennung instrumentaler Funktionen. Das zweite und vierte Konzert dürften aus heutiger Sicht die jüngsten der Sammlung sein, dies legt bereits die geringe Zahl an Korrekturen in der Widmungspartitur nahe.

Wenig bekannt sind Max Regers Bearbeitungen der Brandenburgischen Konzerte für Klavier zu vier Händen (1905) (wikipedia)

Und hier die Interpretation von Nikolaus Harnoncourt und seinem Concentus Musicus Wien (veröffentlicht in einer schicken Box mit ausführlichen Begleittexten)

Nikolaus Harnoncourt (* 6. Dezember 1929 in Berlin; † 5. März 2016 in St. Georgen im Attergau; eigentlich Johann Nikolaus Harnoncourt, adelshistorisch auch als Johann Nikolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt bekannt) war ein österreichischer Dirigent, Cellist, Musikschriftsteller und einer der Pioniere der historischen Aufführungspraxis

Alice+Nikolaus Harnocourt

Alice & Nikolaus Harnoncourt

Für mich eine ganz und gar überzeugende Darbietung, die natürlich gewiss ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, denn die Verwendung von „historischen Musikinstrumente“ mag angesichts des doch ein wenig veränderten Klangspektrums, verwirren.

Ich hätte mir von Herrn Harnoncourt mehr erwartet. Das Orchester müht sich durch die einzelnen Sätze und ich habe immer den Eindruck, dass es bei jedem Stück eine Aufwärmzeit brauchen, bis es richtig spielt. Leider springt nie der Funke gleich von Beginn an über. Erst nach 5 /6 Takten ist das Orchester im Werk. Da gibt es wirklich konzentriertere und dadurch bessere Aufnahmen (Martin)

Aber:
Hier zeigt sich, dass zupackende Sinnlichkeit und das Bewusstsein für die historischen Bedingungen und Parameter eines Werks sich nicht ausschließen. Wie die Streicher zum Beginn des Dritten schwingen und weich auslaufen, widerspricht allen Klischees trockener Aufführungspraxis.« (Fono Forum 05 / 16)

Concentus Musicus Wien

Concentus Musicus Wien

Dem schließe ich vorbehaltslos an !

Na ja, und weilich´s nicht lassen kann, gibt´s dann am Ende dann noch die Version „Brandenburger“ von The Nice mit dem großartigem Keith Emerson an der Orgel. Denn just diese Fassung hat mich damals  dazu bewegt, mich diesem Werk von Bach zu nähern.

BackCover1

Besetzung:
Georg Fischer (harpsichord)
Hans Fischer (horn)
Otto Fleischmann (bassoon)
Siegfried Führlinger (violin)
Alice Harnoncourt (violine, violino piccolo)
Nikolaus Harnoncourt (cello, viola da gamba)
Walter Holy (trumpet)
Eduard Hruza (violone)
Ernst Knava (viola da gamba)
Stefan Plott (violine)
Hermann Rohrer (horn)
Jürg Schaeftlein (oboe)
Josef de Sordi (violin)
Leopold Stastny (flute)
Kurt Theiner (viola)

Musikalische Leitung: Nikolaus Harnoncourt

Booklet02A

Titel:

LP 1:

Concerto 3 G-dur, BWV 1048:
01. Allegro 6.20
02. Adagio 0.30
03. Allegro 5.00

Concerto 1 F-dur, BWV 1046:
04. Allegro 4.22
05. Adagio 4.31
06. Allegro 4.40
07. Menuet – Trio – Menuet – Polonaise 9.16

Concerto 4 G-dur, BWV 1049:
08. Allegro 7.30
09. Andante 4.08
10. Presto 5.01

LP 2:

Concerto 6 B-dur, BWV 1051:
01. Allegro 5.53
02. Adagio Ma Non Troppo 4.47
03. Allegro 6.08

Concerto 5 D-dur, BWV 1050:
04. Allegro 11.07
05. Affetuoso 6.04
06. Allegro 5.53

Concerto 2 F-dur, BWV 1047:
07. Allegro 6.25
08. Andante 3.47
09. Allegre Assai 3.34
+
The Nice: Brandenburger (1969; studio version) 4.24

Musik: Johann Sebastian Bach

LabelD1

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Hanna Aroni – Viva Espana (1972)

FrontCover1Da war mal eine israelische Sängerin die in Deutschland – wenn auch nur sehr kurzfristig – für Furore sorgte:

Hanna Aroni (* 10. September 1933 in Asmara, Eritrea; auch: Hanna Ahroni, Chana Aharoni, hebräisch ‏חנה אהרוני‎) ist eine israelische Sängerin.

Ihre Eltern stammen aus dem Jemen. 1934 zog die Familie nach Tel Aviv um. Hanna Aroni wurde im Alter von 10 Jahren von dem Komponisten Nahum Nardi entdeckt und machte eine Karriere als Kinderstar. Ihren Wehrdienst leistete sie mit einer Band im Animationsteam der Golan-Brigaden ab; in dieser Zeit wurde ihre 4 Oktaven umfassende Stimme entdeckt. In den 1960er und 1970er Jahren machte sie eine internationale Karriere in Nord- und Südamerika sowie in Europa. Ihr in zehn Sprachen vorgetragenes Repertoire umfasst Folksongs, Balladen, Schlager und Popsongs.

Im deutschsprachigen Raum wurde sie 1972 besonders durch die bei Polydor veröffentlichte deutsche Fassung des Liedes Eviva España der belgischen Autoren Leo Caerts (Musik) und Leo Rozenstraten (Text) bekannt. Mit dieser Single blieb sie 11 Wochen in den Hitparaden.

Hanna Aroni lebt heute mit ihrer Familie in New York City. (Quelle: wikipedia)

Hier also dieses „Viva Espana“, das Gassenhauerqualitäten hat und ganz sicher auch auf der Wiesn mehrfavh erschallen wird Es erschien dann noch ein paar Singles und ne LP, die eben auch „Viva Espana“ hieß, und dann wurde es schon wieder still um Hanna Aroni.

Es bleibt – zumindest bei mir – ein arg schales Gefühl zurück. Dieses durchaus peppige Werbeliedchen für Spanien entstand in einer Zeit, als noch ein Dreckskerl namens Francisco Franco (seines Zeichens Diktator) das spanische Volk unterdrückte.

HannaAroniBesetzung:
Hanna Aroni (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

Single(Portugal)

Singlehülle aus Portugal

Titel:
01. Viva Espana (Spanische Version) (Caerts/Rozenstraten) 3.46
02. Viva Espana (Deutsche Originlversion) (Caerts/Rozenstraten/Bradtke) 3.44

LabelA1

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Österreichische Gesellschaft „Rettet das Kind“ – Minimundus – Ausstellungsführer (1980)

TitelDiese Attraktion in Klagenfurt ist vermutlich mit Kindern wirklich eine Attraktion:

Initiator dieses touristischen Freigelände ist die Österreichische Gesellschaft „Rettet das Kind“:

RETTET DAS KIND ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und wurde 1956 unter dem Namen „Österreichische Gesellschaft RETTET DAS KIND“ gegründet. RETTET DAS KIND ist eine private, überparteiliche und konfessionell ungebundene Kinderhilfsorganisation.

Grundlage für die Tätigkeit war über viele Jahre die „Genfer Deklaration“ über die Rechte des Kindes, in der unter anderem steht:

„Es ist menschliche Pflicht, Kindern in Not
– ohne Ansehen von Nationalität, Religion und Rasse –
Schutz und Hilfe zu gewähren“.

Heute sind die Konventionen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes sowie zum Schutz behinderter Menschen die Grundlage unseres Wirkens. Die Leitlinien der Arbeit sind in unserem Leitbild definiert.

Die Arbeit von RETTET DAS KIND in Österreich erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der öffentlichen Jugendwohlfahrtspflege, im Ausland zusammen mit österreichischen Partnerorganisationen oder auch mit Schwestergesellschaften.

RETTET DAS KIND ist nach föderalistischen Prinzipien organisiert. So bestehen in allen Bundesländern eigenständige Landesorganisationen, deren Aufgaben sich aus den ganz speziellen Bedürfnissen ihres Bundeslandes herleiten.

Der Aufgabenbereich von RETTET DAS KIND erstreckt sich von der Behindertenarbeit, der Betreuung sozial gefährdeter Kinder, der Vermittlung von Patenschaften, der Durchführung von Entwicklungs- und Katastrophenhilfe- Projekten im Ausland über die Hilfe für Randgruppen bis zur Einzelfallhilfe für Familien in Not.

Beispie16

Die aktuelle Homepage des Vereins

RETTET DAS KIND finanziert seine Tätigkeit aus Spenden, aus Kostenersätzen der öffentlichen Hand, aus Subventionen und Erbschaften. Überdies erhält RETTET DAS KIND immer wieder Unterstützung für Projekte durch die Aktionen „Licht ins Dunkel“ und „Österreichische Kinderhilfe“.

Als traditionsreiche österreichische Hilfsorganisation legen wir Wert auf seriöse Arbeit, die notleidenden Kindern zu ihrem Recht verhilft. Wir dürfen darauf hinweisen, dass alle der für die Seriosität von humanitären Organisationen verlangten Kontrollmaßnahmen bei RETTET DAS KIND schon seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit sind. Seit Februar 2001 ist RETTET DAS KIND nach der ISO-Norm 9001:2008 qualitätszertifiziert. Seit Oktober 2006 verfügt RETTET DAS KIND-Österreich auch über das Österreichische Spendengütesiegel. (Selbstdarstellung)

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Und dann gibt es dieses „Minimundus“ als beliebters und bekanntes Ausflugsziel in Kärnten.

Die Geschichte der kleinen Welt am Wörthersee beginnt in den 50er-Jahren mit der Vision des damaligen Landesobmannes von RETTET DAS KIND, Hofrat Dr. Peter Zojer, die Sehenswürdigkeiten der ganzen Welt an einem Ort zu vereinen. Unter dem ursprünglichen Namen „Minieurop“ gab es damals 20 Modelle zu bewundern.

Im Laufe der Zeit wurde das Areal auf 26.000 m² vergrößert und mit zahlreichen Bauwerken aus Nah und Fern erweitert. Nach einem großen Umbau erstrahlt Minimundus seit dem Frühjahr 2016 im neuen Glanz. Die neue Indoor-Erlebniswelt und ein attraktives Rahmen-
programm mit musikalischen und kulinarischen
Veranstaltungen machen Minimundus mittlerweile zum ganzjährigen Erlebnis für Erwachsene und Familien.

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Eine Geschichte voller Meilensteine:

1958
Unter dem ursprünglichen Namen „Minieurop“ wurde das heutige Minimundus mit nur 20 Modellen von Hofrat Dr. Peter Zojer, damals Landesobmann von „RETTET DAS KIND“, erworben.

Ein britischer Vertreter des „Save The Children Fund“, Basil Gardner McTaggart, verschaffte dem Projekt eine Finanzierungshilfe. Er war es auch, der den neuen Namen „MINIMUNDUS“ erfand.

Am 3. Juli 1959 wurde Minimundus feierlich eröffnet.

1967
Minimundus verzeichnete die erste Besucher-Million in seiner Geschichte.

1977
Das Areal wurde von 15.000 m² auf stolze 26.000 m² erweitert.

1982
Eine eigene Werkstätte und ein Betriebsgebäude wurden in einer Bauphase, die bis 1983 andauerte, errichtet.

1983 – 25 Jahre Minimundus
Der siebenmillionste Gast besuchte im Jubiläumsjahr die kleine Welt am Wörthersee.

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1990
Der Petersdom wird als teuerstes Modell nach sechsjähriger Bauzeit der Öffentlichkeit präsentiert.

1993/1994
Der Nordteil von Minimundus wurde erneuert, neue Besucherwege wurden angelegt.

2003
Das Raten hat ein Ende: Minimundus-Modelle erhalten endlich Kurzbeschreibungen.

2008 – 50 Jahre Minimundus

2009/2010
Der neue Kindererlebnisweg mit Spiel, Spaß und Rätsel wird eröffnet. Bald darauf entsteht auf 400 m² ein neuer Abenteuer-Spielplatz.

2015/2016
Minimundus vergrößert sich um eine 1.500 m² Indoor-Erlebniswelt und wird zum Ganzjahresbetrieb. (Selbstdarstellung)

Und hier ist ein Ausstellungsführer (mit beigelegter Karte) aus dem Jahr 1980 … und das Kind in mir strahlt, zumal es sich hier um einen wirklich guten Zweck handelt (zumindest soweit ich das von hier aus beurteilen kann)

Ach ja …. etwas ähnlich gibt es auch in Hamburg; das nennt sich Miniatur Wunderland; da war ich aber auch noch nicht.

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ÖMV = Österreichische Mineralölverwaltung, eine im Jahr 1956 gegründete Aktiengesellschaft

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Das Rheinland Orchester – Am deutschen Rhein (1970)

FrontCover1Ja, ja, der Rhein … er ist halt nicht nur ein zentraler Fluß in Deutschland sondern insbesondere für die dortigen Bewohner emotional wohl weitaus mehr als eine Wasserstraße.

Und so wundert es nicht, dass der Rhein – ich weiß nicht wie oft – auch musikalisch gewürdigt wurde.

Hier haben wir gleich ne ganz LP, eingespielt (wie passend) vom „Rheinland-Orchester“ unter der Leitung von einem Jackie Spranger.

Von dem Jackie Spranger (wenn er denn überhaupt so hieß) weiß ich auch nichts, außer dass er bei diversen Billig-LP´s der 70er Jahre mit von der Partie war (eigentlich schade, denn der Chronist in mir, will da immer mehr wissen).

Und auch wenn das natürlich ne tradtionelle LP mit Blasmusik ist, hat sich der Jackie Spraner doch einiges einfallen lassen, um mit Soundgimmicks zu überraschen:

So hört man z.B. „Die Lust am Rhein“ weiblichen Seufzer … könnte man ja schon fast als obszön bezeeichnen. Bei „Die böse Weinkuh“ erklingen dann passende Muh-Geräusche einer Studiokuh … Beim „Echo vom Weinberg“ wird geschickt mit musikalischen Echovarianten gearbeitet …. usw. usw.

Wer sich mal ein musikalischen Späßchen leisten will, der greife hier zu … ziemlich pfiffige Arrangements schallen einem da entgegen. Die Name der Musikstücke sind beachtenswert, denn sie können durchaus Heiterkeit auslösen.

Und veröffentlicht wurde diese LP auf einem Sublabel von Metronome, dass sich „Perl Serie“ nannte.

Allerdings fehlen die Komponisten-Angaben und das erzürnt den Chronisten in mir doch sehr …

Aber dennoch werde ich heuer vielleicht am Rhein ein paar Tage der Erholung verbringen …

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Besetzung:

Das Rheinland Orchester unter der Leitung von Jackie Spranger

BackCover1Titel:
01. Klänge aus dem Faß 3.17
02. Die Lust am Rhein 3.54
03. Der Specht am Weinstubenfenster 3.15
04. Tanzboden frei 2.57
05. Die böse Weinkuh 3.20
06. Echo vom Weinberg 3.07
07. Der närrische Posaunenbläser 2.46
08. Rebenwalzer 2.57
09. Rheinländer mit Holzschuhen 3.16
10. Zittern am Rhein 2.39
11. Heinzelmännchen am Rhein 3.05
12. Küfners Feierabend 2.18

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Clarissa Y Las Diablitas – Todo Es Meloso (2002)

FrontCover1Für mich ein ganz besonderer Leckerbissen … der unter der Federführung von Clarissa Pöschel entstanden ist:

Richtig heiße Salsa-Klänge made in Germany mit „amtlichem“ Siegel, das können sich die „Diablitas“ auf die Fahnen schreiben. Schließlich waren sie die einzige deutsche Formation, die auf dem Jazzfestival 2000 in Havanna gespielt hat – und sind dort mit Begeisterung aufgenommen worden. Neben der Bandleaderin und Sängerin  heizen Martina Prutscher (congas, small perc.), Claudia Jäger (b), Claudia Zinserling (p), Janine Schrader (sax, fl), Juliane Diederich (dr, timbales, bongos) und Marion Dimbath (tb) ganz gewaltig ein. Für die CD haben sie sich zudem Verstärkung aus Kuba geholt – nein, andersherum, sie haben gleich in Kuba mit Musikern vor Ort aufgenommen, und das ist auch hörbar. Salsa wird hier gewürzt mit kubanischer Musik, die ja spätestens seit dem Film „Buena Vista Social Club“ hierzulande hoch im Kurs ist. Clarissa und ihre Teufelinnen sind nicht nur ein „Damenorchester der Extraklasse“, sie sind auch ein wahrhaft heißer Tip, der hoffentlich häufig auf deutschen Bühnen zu sehen sein wird. (Marion Möhle)

Und in der Tat: hier bekommen wir nun wirklich wunderbare höllisch heiße aber auch sensible Klänge, überwiegend aus dem mittel- und südamerikanischem Raum präsentiert.

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Von diesem Album das im Eigenvertreib erschien, gab´s dann noch ne zweite Auflage, erschienen auf Happy Hours Records (eine Label-Eintagsfliege), allerdings mit teilweisen anderen Titeln und mit einer starken Beteiligung von kubanischen Musikern. Hab ich allerdings (noch) nicht …

Manchmal kann man sich nur ans Hirn greifen, warum so eine famose Musik nicht erfolgreicher ist … Aber immerhin, hat es zumindest die Clarissa Pöschel irgendwie geschafft, im Geschäft zu bleiben.

Und die Formation „Clarissa Y Las Diablitas“ gibt´s wohl immer noch:

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Eingebetet ist dieses Projekt in die von – wie sie mittlerweile heißt – Clarissa Hechavarria –  geführten Künstleragentur „Clarissima“.

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Und überhaupt: Die bis zum heutigen Tag gelebte Philosophie der Clarissa Hechavarria ist mir zutiefst sympathisch:

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Von daher meine herzliche Einladung an alle, sich mit der Musik dieser nun wirklich engagierten Musikerin zu beschäftigen … und wer südamerikanischen Melodien und Rhythmen mag, ist mit diesem Album bestens bedient … dass garantiere ich einfach mal.

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Besetzung:
Juliane Diederich (drums, percussion)
Marion Dimbath (trombone)
Claudia Jäger (bass)
Clarissa Pöschel (vocals)
Martina Prutscher (percussion)
Janine Schrader (saxophone flute)
Claudia Zinserling (piano)
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Petra Eisend (percussion bei 09.)
Eva Tilly (piano bei 09.)

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Titel:
01. Night In Tunesia (Gillespie/Paparelli) 4.19
02. Nada Es Mejor (Schrader) 3.48
03. Todo Es Meloso (Dimbath) 3.48
04. Old Devil Moon (Lane/Harburg) 2.42
05. Afro Blue (Coltrane/Brown) 3.12
06. It Don’t Mean A Thing (Ellington) 3.56
07. Claudia (Valdés/C.Pöschel) 6.12
08. El Bodeguero (Egiies) 3.31
09. Take Care Of Yourself (Dimbath/C.Pöschel) 4.21
10. New Beginning (Del Solar) 5.01

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Clarissa & Alfredo Hechavarria