Verschiedene Interpreten – Leipziger Folk Sessions Vol. 1 – 18 aus 48 – Das Beste von der Barikade (1998)

FrontCover1Ein ganz besonderer Leckerbissen aus der deutschen Folk-Szene ist nun wirklich dieses Album …

Organisiert wurde diese Studio-Session von Jürgen B. Wolff, der in der DDR mit dem Duo Sonnenschirm  eine Ikone der dortigenFolk-Szene war und nach dem Ende der DDR unverdrossen weitermachte. Und was er hier auf die Beine gestellt hat, ist mehr als bemerkenswert.

“ Man wollte einfach mal wieder ein paar Volkslieder singen und in einer lockeren Runde Leipziger Musiker in einer Art Session zusammen eine CD einspielen. »Keine überzogene Rafinesse – Spontaneität war angesagt«, heißt es im Infotext.

CD-CoverEin Understatement, das durch die Musik Lügen gestraft wird. Wie oft haben wir uns gewünscht, die Gruppe Folkländer noch einmal in der Originalbesetzung jener legendären Langrille »…wenn man fragt, wer hat´s getan« (die inzwischen dankenswerterweise wieder auf CD wiederveröffentlicht wurde) zu hören. Allein, Sänger Jürgen B. Wolff war bisher mit dem Duo Sonnenschirm ausgelastet und der Rest der Truppe firmiert inzwischen nach personellen Wechseln unter dem Namen Bierfiedler überwiegend als Folkstanzband.

Nun spielen auf der vorliegenden CD zwar auch nur drei ehemalige Mitlieder der Originalbesetzung mit, aber neben Ulrich Doberenz (Kontrabaß) und Manne Wagenbreth (Mandoline, Bouzouki, Mundharmonika, Gesang) eben auch Jürgen B. Wolff (Gitarre, Sologesang), dessen unverwechselbare, leicht brüchige Stimme und unnachahmliche Art der Interpretation den Volksliedern das Gütesiegel der »Ostfolk«-Prägung verleihen und die CD »18 aus 48« beinahe wie eine »original«-Folkländer-Platte klingen läßt.

LeipzigerFolkSession1999

Natürlich machte seine Stimme allein nicht jenen Zauber aus, natürlich haben auch die swingend-leichtfüßigen und schräg-skurrilen Arrangements einen großen Teil dazu beigetragen, die voller Spielfreude in teils abenteuerlichen Kombinationen eingesetzen Instrumente nicht minder. Diese Qualitäten findet man hier wieder, nachdem sich den genannten »Alt«meistern eine junge Generation von Musikern zugesellt, die natürlich noch mehr Einflüsse aus moderner europäischer Folkmusik und aus der Welt- und Popmusik einbringen und die Arrangements klingen lassen, wie Folkländer nach einer Frischzellenkur. Allen voran die Uhlmann-Brothers Andreas (Posaunen, Flöten, Schalmei, Maultrommel) und Johannes (Knopfakkordeon, Geige) samt Cousin Till (Drehleier, Geige), zusätzlich vermerkt das Cover so klingende Namen wie Conny Plänitz (Geige), Anne-Kathrin Siegel (Gesang), Uwe Sterzik (Gesang), Dirk Wasmund (Saxofon, Klarinette), Jörg Wolf (Violoncello), Jens-Paul Wollenberg (Gesang) und Eduard Funkner (Balalaika).

Wen wundert´s, daß selbst so vielfach eingespielte Lieder wie »Das Bürgerlied«, »Die freie Republik«, »Das Blutgericht«, das »Badische Wiegenlied« oder »Trotz alledem« frischer und unverbrauchter klingen als die meisten anderen Interpretationen, die man kennt. Moderne deutsche Folkmusik eben, man möchte fast hinzusetzen: Endlich wieder.

Und der dezente Hinweis auf dem Cover, daß es sich um »Vol. I.« handelt, läßt die Hoffnung zu, daß die Rufe jener erhört werden könnten, die nach »meeehr, meeehr, meeehr« lechzen werden.“ (Ulrich Joosten im Magazin „Folker“). (*)

DieFreieRepuplik
Genau so isses … pfiffig, frech und herrlich erfrischend und ich bekam wieder so richtig Lust mich der „deutschenRevolution 1848“ zu beschäftigen …

Ein feines Cover mit vielen Informationen über die einzelnen Lieder (mir natürlich wieder nicht viel genug). So erfährt man z.B. über den Klassiker „Das Bürgerlied“: „War schon im Folkrevival der 70er Jahre ein gern gespieltes Stück, schon weil die im DDR-Alltag die unübliche Anrede Bürger vorkam“.

Klar, die Anrede Genosse war wohl weitaus verbreiteter.

Gewünscht hätte ich mir dann noch einen geschichtlichen Rückblick auf die damaligen Ereignisse, aber das ist jetzt schon arg dreist von mir … denn dieses Edition ist schon auch so außergewöhnlich und superb !

Beigelegt habe ich dieser Präsentation dann noch alle Texte sowie das kleine Magazin „Köpfchen (Ausblicke – Eindrücke – Rückblicke)“, vom März 1999, das sich nicht nur auf diese Aufnahmen bezieht, sondern sich u.a. auch mit dem Thema „Leipzig im Herbst ´89 – Die DDR-Liedermacher und die Wende“ beschäftigt. Lesenwert !

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Besetzung:
Ulrich Doberenz (bass)
Ingeborg Freytag (violin, percussion, vocals, harmonium)
Eduard Funkner (balalaika)
Conny Plänitz (violin)
Anne-Kathrin Siegel (vocals)
Uwe Sterzik (vocals)
Manne Wagenbreth (mandoline, bouzouki, harmonica, vocals)
Dirk Wasmund (saxophone, clarinet)
Jörg Wolf (violoncello)
Jürgen B. Wolff (guitar, vocals)
Jens-Paul Wollenberg (vocals)
Andreas Uhlmann (trombone, flute, schawm, jewish harp)
Johannes Uhlmann (accordeon, violin)
Till Uhlmann (hurdy-gurdy, violin)

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Titel:
01. Bürgermeister Tschech (Traditional/Gungl) 3.03
02. Das Bürgerlied (Traditional) 3.19
03. Mamele, gib mir Brot (Traditional/Wolff) 3,27
04. Die Gedanken sind frei (Traditional) 2.10
05. Lasst uns unsern Geist versenken (v. Fallersleben/Hering) 2.39
06. Sah ein Fürst ein Büchlein stehn (Prinz/Werner) 2.01
07. Die freie Republik (Traditional) 2.47
08. Wanderlust (Eichrodt/Wolff) 6.29
09. Bei einer Pfeif Tabak (v. Fallersleben/Traditional) 1.17
10. Das Blutgericht (Traditional) 4.52
11. Es lebe Hecker (Traditional/Wolff) 2.50
12. Die Festung von Landau (Traditional) 2.22
13. Das Altenburg-Lied (Traditional) 4.09
14. Robert Blum (Traditional) 2.57
15. Badisches Wiegenlied (Pfau/Traditional) 2.33
16. Der deutsche Philister (v. Fallersleben/Traditional) 2.38
17. Mein ganzer Reichtum ist mein Lied (Herwegh/Naumann) 3.39
18. Trotz alledem (Freiligrath/Traditional) 4.09

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Underground (Zeitschrift) – Juli 1969

UndergroundJuli69_01AGeradezu sträflich vernachlässigt habe ich die Serie „underground“, jene Schülerzeitung aus dem famos-großartigem Verlag Bärmeier & Nikel, die dem aufgeschlossenem und progressiven Schüler Ende der 50er Jahre mit den nötigen Informationen und Thesen versorgte.

Mehr über die Geschichte dieses wirklich ambitionierten Projektes findet man hier.

Also: Asche auf mein Haupt und ich werde zukünftig regelmässiger diese Publikation präsentieren, da gebe ich mein Ehrenwort (hat hoffentlich ne andere Qualität als das Ehrenwort jenes Barschel, der vor vielen Jahren … ach lassen wir das mal für´s erste).

Dieses Heft ist leider ein wenig zerfleddert, da der Vorbesitzer meinte, er müsse wohl zwei Fotos ausschneiden (davon ist leider auch das Titelbild – wie man sehen kann – betroffen).

Dafür ist dieses Heft aber vollständig, wenngleich ich dazu anmerken muss, dass mir dieses Heft als das bisher schwächste Heft erscheint.

Hier ein paar Highlights aus dem Inhalt:

  • Lehrlinge demonstrieren für bessere Berufsausbildung
  • Diese Gesellschaft hat Lungenentzündung (eine Diskussion mit Hans Habe)
  • Sexualität und Agression (Helmut kentler über Sexualerziehung; ganz wichtig damals !)
  • Urlaub nach Maß (Wie man autoritäre Ferien vermeidet)
  • Ganz in schwarz: Roy Black

sowie die üblichen Rubriken (Buch, Platten-und Filmtipps) … und dann noch die Rubrik „Klimbim“ … man lese diese Kleinanzeigen und man erfährt sehr, sehr viel auch über die damaligen Nöte junger Menschen … empfehlenswert !

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Das war damals wohl ne heftige Provokation: Stell mir gerade meine Eltern vor, wenn ich das damals in meinem Zimmer aufgehängt hätte *ggg*

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So sahen sie damals aus: die weiblichen Fans von Roy Black

So sahen sie damals aus: die weiblichen Fans von Roy Black

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Hätte auch in der Satire-Zeitschrift "pardon" publiziert werden können; versteht man allerdings nur, wenn man noch weiß, wer Heinrich Lübke war ...

Hätte auch in der Satire-Zeitschrift „pardon“ publiziert werden können; versteht man allerdings nur, wenn man noch weiß, wer Heinrich Lübke war …

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UndergroundJuli69_67B

Rundfunkorchester Heino Reese – Tanz im Glenn Miller- und Tommy Dorsey-Stil (1967)

FrontCover1Tja, über den Orchesterleiter Heino Reese weiß ich so gar nichts zu berichten, außer dass er unzählige Aufnahmen im Bereich der Unterhaltungsmusik eingespielt hat (wie z.B. „Geigen erklingen“, 1973)

Und auf den ersten Blick ist es halt eine dieser ebenfalls unzähligen Tanzmusik-Album der 60er Jahre, produziert von dem Billig-Sub-Label Falcon (Mutterlabel: Falcom Schallplatten) für den Verkauf in Kaufhäusern oder so.

Auf den zweiten Blick entpuppt sich das Album allerdings als eine ganz schön kecke Angelegenheit, denn dieser Heino Reese hat sich die Freiheit bzw. die Frechheit herausgenommen, überwiegend Werke der klassischen Musik vorzuknöpfen, um sie im „Glenn Miller und Tommy Dorsey-Stil“ (so der Untertitel der LP) vorzutragen.

MC1

Und sofern man ne Ader für so einen musikalischen Klamauk hat … das ist ihm doch ziemlich gut gelungen.

Von daher kann man sich hier von einem Reigen beschwingter Melodien verzaubern lassen.

BackCover1

Besetzung:
Rundfunkorchester Heino Reese

Tanzen60erJahre

Es darf geschmunzelt werden … and the Beat goes on … yeah, yeah, yeah

Titel:
01. Wolgaschiffer (Glasunow) 3.12
02. Sternennacht (unbekannt) 4.05
03. Anvil Chorus (Verdi) 3.45
04. Mondscheinsonate (Beethoven) 4:20
05. Wenn Jonny heimkehrt (unbekannt) 2:40
06. Klavierkonzert Nr 1. b-moll (Tchaikowsky)
07. Humoreske (Dvořák) 3:15
08. Buy My Violets (Padilla) 3:10
09. Liebestraum (Liszt) 3:10
10. Hindulied (Rimsky-Korsakov) 3:00
11. Barcarole (Offenbach) 3:00
12. Schwarze Augen (Hermann) 3:15
13. Frühlingslied (unbekannt) 2.29

LabelB1

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AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover des Perl Labels

Sigfrid (Sigi) Maron – Jede Wochn hot an Freitag + Wan Muatterl wan (1973)

FrontCover1Jetzt mag ich mal so ein neues Kapitel eröffnen und das Kapitel heißt: Sigi Maron

Sigi Maron (* 14. Mai 1944 in Wien als Siegfried Maron; † 18. Juli 2016 in Baden bei Wien) war ein sozialkritischer, österreichischer Liedermacher.

Maron wuchs mit sechs Geschwistern in Gneixendorf (damals:) bei Krems an der Donau auf. Seit er 1956 an Kinderlähmung erkrankte, war er auf einen Rollstuhl angewiesen. Der Arzt empfahl ein Musikinstrument. Er bekam eine Gitarre, um das Greifen mit der linken Hand zu trainieren und hat sich so wie er selbst sagt „die linke Hand wieder erobert.“ Seit 1997 war er aus gesundheitlichen Gründen nur noch sehr selten live zu sehen. Ende 2014 teilte er mit, dass er keine Konzerte mehr geben werde.

In seinen Liedern verwendete er den Wiener Dialekt und scheute dabei auch vor derben Kraftausdrücken nicht zurück. Inhaltlich befasste sich Maron als Atheist und Kommunist zumeist mit politischen und sozialkritischen Themen wie der Arbeitslosigkeit, dem Bau des Atomkraftwerks Zwentendorf, den Rüstungsausgaben oder dem Organhandel, die er unter „Scheisskapitalismus“ subsumierte.

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Seine Kündigung durch eine große Plattenfirma, bei der er lange als EDV-Spezialist gearbeitet hatte, im Rahmen einer Rationalisierungsmaßnahme, ordnete er in diesen Kontext ein. Bekannt wurde er im Umfeld der Besetzung der Arena in Wien 1976 mit seinen Alben Schön is’ das Leb’n (1976) und Laut & Leise (1978). Er trat bei zahlreichen Demonstrationen auf, wie etwa der großen Friedensdemonstration in Wien am 15. Mai 1982.

Im ORF war er lange unerwünscht. Auftritte und Songs von Maron zu senden, war drei Jahrzehnte lang allen Redaktionen verboten. Ein Star, dessen Konzerte im Hauptabendprogramm ausgesendet wurden und dessen Platten bei Amiga in hohen Auflagen verlegt wurden, war er in der DDR.

Mit seiner Single Geh no net fort war er 1985 zehn Wochen lang in den österreichischen Charts, die beste Platzierung des Liedes war Platz 5. Nach 14-jähriger krankheitsbedingter Pause veröffentlichte er im Oktober 2010 das Doppelalbum Es gibt kan Gott. Nach zwei Livealben, darunter das im Ö1-Radiokulturhaus mitgeschnittene Es is net ollas ans, veröffentlichte er im Frühjahr 2014 das Album Dynamit und Edelschrott. Im Herbst 2014 ging er auf Abschiedstour.

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1998 und 2003 kandidierte Maron für die Kommunistische Partei Österreichs erfolglos für den Niederösterreichischen Landtag. 2004 war er einer der Juroren des Protestsongcontests.

Sein nach Meinung der linken Tageszeitung junge Welt bekanntestes Lied, die Ballade von ana hoatn Wochn, stattete er mit dem „manifestartigen Refrain“ aus, der auch als „Schwäbischer Gruß“ geläufig ist: mit Leckts mi aum Oasch. Er sprach, wie er einmal sagte, „höflich, vornehm und dezent, wie ich es immer tu, allerdings unter Einschluss eines gewissen ordinären Wortschatzes“ (Quelle: wikipedia)

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Hier sein Erstlingswerk (eine Single) … damals noch in einer verdammt berührenden Zärtlichkeit und Intensität … und bei seiner Stimme kann man eigentlich nur dahin schmelzen. Seine Stimme hat jene unglaubliche Mischung aus sanftem Gold und berührender Besinnlichkeit …

Und dann diese Texte …

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Der Sigi Maron ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man anspruchsvolle Texte mit stimmiger und nicht „einfach gestrickter“ Musik verbinden kann.

Von daher ist diese Single nur ein Appetitanreger … sein weitere musikalische Weg wird uns hier im Jahr 2020 begleiten … und dieser Weg war ein ganz besonderer.

BackCover

Besetzung:
Sigfrid (Sigi) Maron (vocals, guitar)
+
eine kleine Schar von Studiomusikern

Text2

Titel:
01. Jede Wochn hot an Freitag (Wiesman/Maron) 3.15
02. Wan Muatterl wan (Wiesman/Maron) 3.29

LabelA1

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Und wiedermal war es die Graugans, die mich motivierte … mich auf ein Spurensuche zu machen … dafür ein herzliches Dankeschön !

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Sigi Maron (* 14. Mai 1944 in Wien; † 18. Juli 2016 in Baden bei Wien)

 

Verschiedene Interpreten – Olympia Gold Platte 1 (1971)

FrontCover1Also, ich weiß wirklich nicht, wieviele Alben damals Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre erschienen sind, um die Olympiade in München vorzubereiten und mit Verkaufserlösen für wen auch immer zu sponsern.

Ich kann mich natürlich noch gut an jene Zeit erinnern … die Vorfreude in der Stadt war groß, das Olympiastadion imponierte uns schon mächtig, war es doch auch ein architektonisches Zeugnis einer weltoffenen Stadt und die Hippies hatten längst den Englischen Garten erobert.

Und eine Mark des Verkaufspreises ging an „deutsche Olympia-Mannschaft“:

Hüllentext1

Nun ja, musikalisch ist dieses Album nicht sonderlich ergiebig. Auf Seite hören wir Musik aus der Welt der Operette und Seite 2 bietet irgendwie eine krude Mischung aus abgehalterten Schlagern und wenn der Helmut Zacharias (der ja eigentlich weitaus mehr konnte) sein „Mexico Calling “ fiedelt, hören wir ja eigentlich „La Bamba“ …

Aber der Der Botho Lucas Chor konnte wirklich gut singen … und auch die Lale Andersen kann man sich gut anhören … Und wenn Gitte ihr „Aber heimlich“ trällert, dann grinsen die Bee Gees mit ihrem „Spicks & Specks“ um die Ecke.

Und Heino reitet zur Ponderosa Ranch (eigentlich „Von der blauen Bergen kommen wir“) … was will man mehr ?

Viel Vergnügen !

BackCover1

Titel:
01. Das Philharmonia Orchester London/Herbert von Karajan: Tritsch-Tratsch-Polka (Strauß) 2.40
02. Das Symphonie-Orch. Graunke/Carl Michalski: Dunkelrote Rosen (Millöcker) 2.12
03. Das Symphonie-Orch. Graunke/Carl Michalski: Hör‘ ich Cymbalklänge (Lehár) 4.33
04. Die Berliner Sinfoniker/W. Schmidt-Boelcke: Ich setz‘ den Fall (Millöcker) 4.58
05. Anneliese Rothenberger/Das FFB-Orchester/W. Schmidt-Boelcke: In mir klingt ein Lied (Chopin Melichar) 4.02
06. Fritz Wunderlich, Das FFB-Orchester/Werner Kraus Der Rattenfänger (Neuendorff) 3.36

07. Medley 1: (2.25)
07.1. Helmut Zacharias und sein Orchester: Mexico Calling (Zacharias)
07.2. Peter Kraus: In einer spanischen Nacht (Scharfenberger/Feltz)

08. Medley 02: (3.15)
08.1. Der Botho Lucas Chor: Als die Sonne kam (Shuman/Bader)
08.2. Lale Andersen: Sommerwind (Blum)

08. Medley 03: (3.14)
08.1. Hugo Strasser und sein Tanzorchester: Istanbul (Simon)
08.2. Thomas Fritsch: Mädchen wie Samt und Seide (Raschek)
08.3. Gitte: Aber Heimlich (Feltz/Peeters)
08.4. Graham Bonney: Im Varieté (Blum/Bonney)

09. Medley 04: (3.47)
09.1. Fred Silver Band: Das Lieben bringt groß´Freud´(Traditional)
09.2. Fred Silver Band: Muß i denn zum Städtle hinaus (Traditional)
09.3.Heino:  Zu der Ponderosa reiten wir (Jung/Mahr/Schatz)

10. Das Hellberg-Duo: Gold und Silber (Lehár/Raschek) 2.00
11. Peter Beil: Eine Welt aus Sonnenschein (Massara/Lohse) 1.58
12. Milo Pavlovic: Guten Abend, gut´ Nacht (Brahms) 0.49

FFB-Orchester = ‚Radio Forces Françaises de Berlin‘.

LabelB1

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DasPräsidium

Das Flammenpfennig Präsidium … u.a., mit dem Frauenheld Günter Sachs und Gabriele Henkel (was die wieder mit der Hand macht ….)

Klaus Wunderlich – Hammond Pops 10 (1973)

FrontCover1Nun ja …

… In einem früheren Beitrag über Klaus Wunderlich schrieb ich mal:

„Ganz sicher war er einer der Großmeister der Orgel im Rahmen deutscher Unterhaltungsmusik“.

Nun daskann man durchaus so sehen, wobei die Bezeichnung „Großmeister“ damals ein wenig übereilt von mir formuliert wurde.

Denn, was er auf diesem Album abliefert …das ist schon bemerkenswert, allerdings nur auf der Skala des schlechten Geschmacks.

Klaus WunderlichWas er hier an der legendären Hammond Orgel zum Besten gibt, spottet eigentlich jeder Beschreibung … und ist fast schon eine Beleidigung für dieses Instrument …

Und auf der website von Klaus Wunderlich kann man dann lesen:

Im deutschsprachigen Raum war er der erste Interpret an der elektronischen Orgel, und noch heute zählt er fraglos zu den besten Organisten der Welt.

Diese Einschätzung kann man getrost in die Tonne treten, sie ist nämlich hanebüchener Unsinn.

Und weil ich mich grad so aufregen muss, erhält dieses Album das Prädikat „schmierig“.

Aber – Macho-Modus an – das Frontcover ist natürlich schon sehr neckisch – Macho-Modus aus.

BackCover1

Besetzung:
Klaus Wunderlich (organ)
+
Rhythmusgruppe

Booklet1

Titel:

01. Medley 1: (4.10)
01.1. Hasta La Vista (Hertha/Siegel) 1.26
01.2. Pedro (Holm/Siegel) 1.16
01.3. Das weiß der Himmel allein (Thorsten/Holm/Siegel) 1.32

02. Medley 2: (4.22)
02.1. Rote Rosen (Suppé) 1.34
02.2. Banditenstreiche (Suppé) 1.15
02.3. Bianca (Tschaikowsky) 1.36

03. Medley 03: (3.46)
03.1. Immer wieder Sonntags (Dries-Holten/Halvey) 1.18
03.2. S.O.S. (Cordalis/Palmer/Thomsen) 1.12
03.3. Marina (Granata) 1.18

04. Medley 04: (3.33)
04.1. Der Stern von Mykonos (Bruhn/Buschor) 1.11
04.2. Wir zwei fahren irgendwo hin (Feltz/Scharfenberger) 1.19
04.3. Es wird schon weitergeh’n (J. Staidl/L. Staidl) 1.15

05. Medley 05: (2.53)
05.1. Rund um die Welt (Jay/Tassenberg) 1.16
05.2.  …Und in der Heimat (White) 1.39

06. Medley 06: (4.03)
06.1. Ich komm‘ bald wieder (Feltz/Scharfenberger) 1.02
06.2. Ein Schlafsack und eine Gitarre (Jay/White) 1.30
06.3. Tampico (Klebsattel) 1.33

07. Medley 07: (4.24)
07.1. Die Bouzouki (Munro/Panas/Arnie) 1.21
07.2. Eine Freude vertreibt 100 Sorgen (Lilibert/Twardy) 1.27
07.3. Junger Tag (Thöner/Lego) 1.39

08. Medley 08: (2.18)
08.1. Honky-Tonk-Beat (Wunderlich)1.06
08.2. Was wär‘ ich ohne dich (Thöner/Lego) 1.12

09. Medley 09: (4.19)
09.1. Schreib ein Lied (Schobert-Schulz) 1.26
09.2. Bitte glaub‘ es nicht (Ederer) 1.27
09.3. So eine Liebe gibt es einmal nur (Bradtke/Last) 1.29.

10. Medly 10: (3.44)
10.1. Ich hab die ganze Nacht nur noch an dich gedacht (Möring/Lego) 1.17
10.2.Roma, Roma, Roma (Bruhn/Buschor) 1.18
10.3. Bella Italia (Frankfurter/Möring/Lego) 1.11

LabelB1

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Franzl Lang – Stimmung beim Jodlerwirt (1967)

FrontCover1Vom Franz Lang war hier schon mal die Rede und zwar bezüglich einer EP von ihm aus dem Jahr 1958.

Und da wiederhole ich mich gerne:

Der Franz Lang konnte jodeln, dass einem ganz schwindelig werden kann:

Franzl Lang, bürgerlich: Franz Lang, (* 28. Dezember 1930 in Obersendling, München) ist ein deutscher Sänger, Jodler, Gitarrist und Akkordeonspieler. Er ist seit 1954 verheiratet mit Johanna und hat einen Sohn und eine Tochter.

Franz wuchs in München auf und erlernte nach der Schule den Beruf des Werkzeugmachers. Bereits als 9-Jähriger bekam er ein Akkordeon, das später zu einem seiner Markenzeichen wurde. Der Volksschauspieler Ludwig Schmid-Wildy holte ihn ins Münchner Platzl, wo er seine erste Bühnenerfahrung machte. Es folgten Probeaufnahmen und bald kam der erste Plattenvertrag. Seine Aufnahme Kuckucksjodler machte ihn berühmt. Zahlreiche Auftritte bei Rundfunk und Fernsehen folgten, in denen er sang und vor allem FranzLang01jodelte. Im Jahr 1956 trat er mit einem Titel im Film Salzburger Geschichten von Kurt Hoffmann auf; im Jahr 1961 übernahm er eine Nebenrolle im Heimatfilm Der Orgelbauer von St. Marien, in dem er unter anderem den Königsjodler sang. Im folgenden Jahr war er mit dem Lach-Jodler an der Seite von Kurt Großkurth im Schlagerfilm Tanze mit mir in den Morgen zu sehen und trat mit Franz noch a Gstanzl in Drei Liebesbriefe aus Tirol auf.

FranzLang2Im Jahr 1968 hatte er mit dem Kufsteinlied seinen größten Erfolg. Das mehrfach preisgekrönte volkstümliche Heimatlied über das kleine Tiroler Städtchen Kufstein wurde zu einem Evergreen der Volksmusik. Es wurde zwischenzeitlich von zahlreichen anderen Künstlern aufgenommen, so zum Beispiel von Heino, Maria und Margot Hellwig, Marianne und Michael.

In den 1970er-Jahren war er Dauergast bei den „Lustigen Musikanten“ im ZDF und bei anderen volkstümlichen Sendungen. Auch war er auf zahlreichen Konzertreisen zu hören und zu sehen. Mit über 500 eingesungenen Titeln, mehr als 10 Millionen verkaufter Tonträger, 20 Goldenen und einer Platin-Schallplatte gehört er zu den erfolgreichsten Sängern der Volksmusikbranche. (Quelle: wikipedia)

Und bei allen Respekt vor den Jodelkünsten des Franz Lang (man höre da mal „A trauriger Bua kann net jodeln “ und „), höre ich mir diese „heile Welt“ Lieder heute mal wieder an, so drängt sich so ganz massiv jenes Bayern auf, das machtgierig, bigott, verlogen und menschenverachtend war (und ist). Und ich bin mir fast sicher, Franz-Josef-Strauß jener Prototyp dieses Bayernlandes wird diese Musik erfreut haben …

Vorsorglich weise ich darauf hin, dass einige Titel auf Seite 2 trotz entsprechender Restaurierungsarbeiten akustische Störungen aufweisen.

FranzLangBesetzung:
Franzl Lang (vocals)
+
Die kreuzfidelen Isartaler (bei 01., 03., 05.,)
Die Obersendlinger (bei 02., 10.
Die Wendelsteiner Musikanten (bei 07.)
Toni Sulzböck (Zither) und seine Waxlsteiner Musikanten (bei 04., 08.)

BackCover1Titel:
01. Das Alpenglühn im Herzen (Zebisch/Albis) 2.35
02. Bringt’s mir an Eimer bayrisches Bier (Diernhammer/Daniel)
03. Frech aber zünftig (G´stanzl vom Franzl) (Diernhammer/Frauenberger) 3.14
04. A trauriger Bua kann net jodeln (Sulzböck/Rauch) 2.14
05. Lenerl, ge, laß mi do eini zu dir (Bachmann/Steiner)
06. Bergvagabunden (Diernhammer/Frauenberger/Lang) 2.45
07. Meine Heimat sind die Berge (Linner/Reichl/Frauenberger) 3.01
08. A Jodler is zum Jodeln da (Sulzböck) 1.58
09. I bin a Dudlhofer (Diernhammer/Frauenberger) 3.06
10. Mi juckt’s mi zuckt’s, wenn i a Musi hör‘ (Kronegger/Daniel/Anderle) 2.00
11. Der Loisl vom Loisbachtal (Waldenburg/Remar/Weisser) 2.56
12. Komm, jodeln wir einmal zu zweit (Sulzböck/Werner) 2.35

LabelA1

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Strauß