Ich bin dann mal wieder unterwegs …

… und diesmal führt mich mein Weg nach Amsterdam … 1978 war ich da schon mal … damals war ich noch Zivildienstleistender …

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Am 18. August bin ich dann wieder daheim und wer weiß, was mir in Amsterdam auf Flohmärkten und ähnlichen Verlockungen so über den Weg läuft.

Ich wünsche allen Lesern dieses blogs bis dahin eine wunderbare Zeit !

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Eberhard Schoener u.a. – Medienverbund Meditation (1973)

FrontCover1Viel ambitionierter gehts nicht mehr, wenn es darum geht, eine Musik in einem der Musik angemessenem Rahmen zu vertreiben, zu verkaufen.

In einer dicken Box findet sich da nicht nur die LP, sondern auch diverse Kunstdrucke (Olivia K. Fischer-Lüdtke), eine Mediations-Dia-Serie sowie ein 20 seitiges DIN A 4 Beiheft, die ausführlich über die Musik und der damit verbundenen Möglichkeiten der Meditation informiert.

Ausgangspunkt für diese Projekt war die LP „Mediation“ vonn Eberhard Schoener:

Geboren 1938 studiert er von 1954 bis 1959 Violine und Chorleitung an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold. Seit den 60er Jahren wirkt er als klassischer Violinist und Operndirigent. 1965 gründete er die Münchener Kammeroper. Ausgehend von der Klassik experimentiert er seitdem mit verschiedensten Musikrichtungen. Es reicht ihm nicht, nur eines Musikherrn Diener zu sein. Die Vision, gänzlich neue Klänge zu erschaffen, tritt immer dominanter in den Vordergrund.

Vor allem die bis dato kaum genutzte Elektronik hat es ihm angetan. Entsprechend richtet er 1968 in den Bavaria Studios ein eigens gegründetes Experimentallabor für rein elektronische Musik ein. Ab diesem Zeitpunkt ist Schoener der erste Deutsche, welcher bereits einen Moog Synthesizer besitzt und nutzt. Mit diesem Moog spielen später auch Popol Vuh und bis heute Klaus Schulze.

Ebenso ist er der erste Künstler weltweit, der ein Meditationsalbum herausbringt, welches auf rein elektronischer Instrumentierung basiert (Meditation 1973). Die hier errungenen Erkenntnisse des schwäbischen Schöngeistes münden in den 70ern in Fusionen orchestraler Klänge mit Synthies und unbearbeiteten Naturaufnahmen. (laut.de)

Kunstdruck01AUnd diese Meditations-LP hatte auch seinen tieferen Sinn:

„Die Musik meditation entstand nach der Rückkehr von einer längeren Asienreise. Während der Reise war mir klar gerworden, daß die Suche – der Versuch – die Sucht, insbesondere der Jugend, durch Nachahmung fernöstlicher Meditationsübungen Selbstbefreiung, das heißt sich selbst, zu finden, eher auf einem Irrweg und häufig genug in eine Gasse ohne Wiederkehr führen.“

Dem setzt Schoener nun eigenes entgegen:

„Die Bezugsquellen von meditation hingegen sind verwurzelt in unserer westlichen Existenz. Die Phänomenologie dieser Musik liegt nicht in ihrer Form, sondern wird von jedem durch eigene Reaktionsweisen selbst bestimmt, d.h.: Das Konzept von meditation erlaubt aktives Mitsingen und Mitmusizieren.“

Aha ! Kleine Anmerkung meinerseits: Eberhard Schoener nahm dann ein paar Jahre später mit Musikern aus Bali eine vielbachtete LP auf … er gestattete es sich also durchaus, sich mit dem asiatischen Kulturkreis intensiver zu beschäftigen.

Wie auch immer: der christlich orientierte Christopherus Verlag, Freiburg kam dann wohl auf die Idee, daraus einen „Medienverbund“ zu schmieden. Und in dem schon erwähntem Begleitheft kann man akribisch genau nachlesen, auf was es alles bei dieser Form der Meditation ankommt und man erhält klare Instruktionen, wie man damit zu verfahren hat (z.B. auf Jugendfreizeiten etc.).

Und natürlich darf auch folgendes Kapitel nicht fehlen: „Folgen für die religiöse Praxis“. Verasst wurde das Buch von Peter Göpfert und Klaus Röhring, ihres Zeichens Relgionslehrer bzw. evangelischer Pfarrer.

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Titelbild des Beiheftes – Dia-Serie

Und so oppulent und beeindruckend das Werk auch ist, hinterlässt es dennoch einen zwiespältigen Eindruck. Bedient man sich – ganz im Gegensatz zu Schoeners Absichten im starken Maße asiatischer Meditationstexte und es bleibt natürlich der fade Beigeschmack, Mütterchen Kirche macht mal auf „modern“.

Zudem sind Schoener´s musikalische Beiträge eher lau (da hilft es auch nichts mehr, dass da ganze quadrophonisch aufgenommen wurde) … aber mag ja auch daran liegen, dass ich zu wenig Empathie für diese Art von Musik habe.

Gegen Meditation habe ich ansonsten gar nichts einzuwenden. Es mag durchaus heilende und/oder befreiende Elemente haben …

Trotz all meiner kritischen Anmerkungen: ein wahrlich ambitioniertes Projekt !

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Besetzung:
Eberhard Schoener (synthesizer)

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Titel:
01. Music For Meditation (Part 1) 17.29
02. Music For Meditation (Part 2) 18.27

Kompositionen: Eberhard Schoener

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OriginalFC+KuckuckLabel

Original Frontcover + Label einer Wiederveröffentlichung im Jahr 1982

 

Verschiedene Interpreten – Daß ein gutes Deutschland blühe (1991)

FrontCover1Um die Geschichte dieser seltenen Single besser verstehen zu können, zitiere ich einfach mal aus einem Artikel aus der „Süddeutschen Zeitung“:

“ Gegenentwurf von Bertolt Brecht Die „Kinderhymne“

Die „Kinderhymne“ schrieb Bertolt Brecht in der Nachkriegszeit als Gegenstück zur Nationalhymne, die er nach der Zeit des Nationalsozialismus als nicht mehr verwendbar empfand. Zur Zeit der Wiedervereinigung war sie als neue deutsche Nationalhymne im Gespräch.

In Brechts Kinderhymne kommen gar keine Kinder vor. Der Dichter hat den Text 1950 als eine Art Gegenentwurf zur bundesdeutschen Nationalhymne entworfen. Brecht und Hanns Eisler ging es mit ihren Kinderliedern darum, beispielhaftes Verhalten in der neuen Gesellschaft vorzuführen, freundlich und nicht belehrend.

Nach der Wiedervereinigung 1990 gab es es diverse Versuche, das Gedicht als neue gesamtdeutsche Ode zu etablieren, sozusagen als Distanzierung vom Nationalismus, aber doch mit nationalbewusster Aussage: „Anmut sparet nicht noch Mühe / Leidenschaft nicht noch Verstand / Dass ein gutes Deutschland blühe / Wie ein and’res gutes Land.“

Die zweite Strophe kann als Plädoyer für Völkerverständigung verstanden werden: „Dass die Völker nicht erbleichen / Wie vor einer Räuberin / Sondern ihre Hände reichen / Uns wie andern Völkern hin.“

In der dritten Strophe persifliert Brecht die von den Nationalsozialisten missbrauchte erste Strophe des Deutschlandliedes. Statt „von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt“ heißt es in der Kinderhymne: „Und nicht über und nicht unter / Andern Völkern wolln wir sein / Von der See bis zu den Alpen / Von der Oder bis zum Rhein.“

Die Hymne schließt mit der Aufforderung, stets den Fortschritt zu suchen, sowie der Betonung des Rechtes eines jeden Volkes, sein Land zu schützen: „Und weil wir dies Land verbessern / Lieben und beschirmen wir’s / Und das liebste mag’s uns scheinen / So wie andern Völkern ihrs.“ (SZ, 11.Mai 2010)

Und so begab es sich in jenen Tagen der Wiedervereinigung, dass sich Teilnehmer/innen eines Kulturseminars der IG Metal im Bildungszentrum der IG Metall, Sprockhövel wohl auch mit dieser Frage auseinandersetzten.

DieSänger

Die Sängerknaben der IG Metall

Und dabei entstand dann die Idee den Brecht Text mit Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“ zu verbinden . und schwupp-di-wupp wurde diese Idee auch realisiert. Den musikalisch entscheidenden Anteil dabei hatte Prof. Hartmut Fladt:

FladtHartmut Fladt, Jahrgang 1945, aus Detmold, studierte dort Komposition/Tonsatz (Rudolf Kelterborn), dann in Berlin Musikwissenschaft; 1973 Promotion bei Carl Dahlhaus. Editor bei der Richard-Wagner-Gesamtausgabe (4 Bände); seit 1981 Professur (Musiktheorie) an der Universität der Künste Berlin, 1996-2000 auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2011 Habilitation Musikwissenschaft. Im Vorstand der Eisler-Gesellschaft, im Editionsbeirat der Hanns-Eisler-Gesamtausgabe.
Ca. 80 Veröffentlichungen über Musik des 13. – 21. Jahrhunderts. Rezensionen (Die Musikforschung, Musiktheorie, Musik&Ästhetik, Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie). Regelmäßige Rundfunk-und Fernseh-Beiträge auch über Popularmusik und ihre Vermittlung. Ca. 130 Booklet-Texte, primär für die Deutsche Grammophon Gesellschaft.
Komponierte Bühnenwerke, Ballett-, Kammer-, Chormusik, elektroakustische Musik, Lieder, Orchesterwerke, „angewandte Musik“, darunter auch Filmmusik. Karl-Hofer-Preis Berlin 1985, Carl-Orff-Preis 1995 beim europäischen Opernwettbewerb München.

Die Chorleitung hatte Annegret Keppler inne und so entstand die Seite 1, die einem insofern verblüfft, dass sie wirklich organisch klingt. Respekt an die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall.

Jener Prof. Hartmut Fladt lieferte in dem beigelegtem Heftchen noch manch kunstfertige Informationen und Ideen („Die erste Version ergibt mit Brechts Text eine besonders glückliche Symbiose – musikalisch gewählt wurde der Satztypus von Beethhovens zweiter Instrumentalvariation – Und doch sind auch hier die angedeuteten Wandlungen der Melodie, ihre Entwicklungsmöglichkeiten immer schon mithörbar“).

Und die Seite 2 ?

Erstmal erklingt die Originalmusik zur deutschen Nationalhymne „Streichquartet op 76 C-Dur, langsamer Satz (von Joseph Haydn; leider teilweise zerkratzt) und dann … lassen wir Prof. Fladt das Wort ergreifen:

„Die Variationen zeigen dann, was aus Haydns Idee werden kann, wenn sich gewisse Sänger und Militärkapellen ihrer annehmen“. Gemeint ist der Staatsmusikkorps der Bundeswehr und die „Schöneberger Sängerknaben“:

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Die Schöneberger Sängerknaben:
Walter Momper, Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher und Willy Brandt , Theo Weigl u.a.

Gemeint ist jene schauderhafte a-capella Version der Nationalhymne, vorgetragen am 10.November 1989 zum Abschluss einer Kundgebung  vor dem Schöneberger Rathaus.

Wir erinnern uns mit Grausen … sowas nennt man dann wohl Häme *ggg* (und deshalb habe ich gleich noch die „Langfassung“ dieses Auftritts angehängt)

Wie auch immer: ein rührendes Stück Zeitgeschichte: Die Erlöse kamen den „gemeinsamen Projekten gewerkschaftlich engagierten Chören“ zu gute. Der Vertrieb wurde von der „2001 – Versand GmbH“ übernommen und die Gewerkschaftsfrau Jutta Hüffelmann startete das „Projekt für eine andere Nationalhymne“. Und sympathischer ist mir der Brecht Text allemal, wenn wir denn schon eine Nationalhymne brauchen.

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Besetzung:
Sängerinnen und Sänger aus gewerkschaftlich ChörenSängerinnen und Sänger des  Deutschen Allgemeinen Sängerbundes
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kulturseminars der IG Metall
Musikerinnen und Musiker aus Köln

unter der Leitung von Annegret Keller

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Titel:
01. Daß ein gutes Deutschland blühe (Brecht/Beethoven; Bearbeitung: Hartmut Fladt)
02. Joseph Hadyn
– Streichquartet op 76 C-Dur, langsamer Satz
– Stabsmusikkorps der Bundeswehr
– Schöneberger Sängerknaben
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03. Schöneberger Sängerknaben: Die Nationalhymmne am 10. November 1989 (lange Version; für Masochisten empfohlen)

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Merian (Zeitschrift) – Sachsen (Oktober 2017)

TitelEin blog wie dieser kann eigentlich ohne die Erwähnung der Zeitschrift „Merian“ gar nicht auskommen;

Das Merian-Magazin ist eine seit Juli 1948 monatlich erscheinende Reisezeitschrift, die bis zum Jahre 2000 von Hoffmann und Campe verlegt wurde, seither im Jahreszeiten Verlag aus der Ganske-Verlagsgruppe. Entwickelt, sowohl textlich als auch illustrativ, wurde das Magazin vom damaligen Erstherausgeber Heinrich Leippe. Die Hefte befassen sich jeweils mit einer geografischen Region: einem Land, einem Landesteil, einer Ländergruppe oder einer Stadt. Der Name der Zeitschrift erinnert an den Kupferstecher Matthäus Merian, der im 17. Jahrhundert illustrierte Städtebeschreibungen herausgab.
In Artikeln, Reportagen und Essays, meist bebildert, werden die Geografie, die Wirtschaft, die Politik, die Geschichte und Literatur, aber auch Museen, Kunst und Kultur und die Gastronomie einer Region dargestellt.
Chefredakteur war von 2002 bis 2016 Andreas Hallaschka, der älteste Bruder des TV-Moderators Steffen Hallaschka, seit 2016 ist es Hansjörg Falz.
In der Anfangsphase waren die Merian-Hefte jahrgangsweise römisch durchnummeriert. Da das erste Heft im Juli erschien, beginnen die ersten Jahrgänge I bis V jeweils im Juli und erstrecken sich bis Juni des Folgejahres. Jahrgang V ist ein (halber) Rumpfjahrgang aus nur 6 Heften, der mit der Ausgabe Dezember 1952 endet. Ab 1953 ist die Monatszählung synchron mit dem Kalender, 1/VI entspricht also Januar 1953. Ab 1975 wird der Jahrgang auf dem Rücken nicht mehr römisch, sondern arabisch angegeben (z. B. 03/51 Rom), später erscheint das Jahr in Klartext auch auf dem Titel bzw. im Impressum. Bei neu aufgelegten Nachdrucken ist das Erscheinungsjahr nicht immer erkennbar, so dass die Jahrgangszählung zur Ermittlung des Erscheinungsdatums nach wie vor relevant ist.
Anfangs wurden Merian-Hefte vom Verlag zur Belebung des Verkaufs mit Umschlagstreifen, auch „Bauchbinde“ genannt, ausgestattet. Bislang bekannt geworden sind Hefte mit Umschlagstreifen nur aus dem Zeitraum von 1948 bis 1953 (1. bis 6. Jahrgang). Die Streifen sind sechs Zentimeter hoch, wurden je nach Titel variierend beschriftet und haben sich nur selten erhalten.
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Weitere Merianhefte

Außer der Reihe wurden aus besonderen Anlässen einige Sonderausgaben aufgelegt, die z. T. etwas vom thematischen Spektrum der Reihe abweichen:
 1987 (40. Jg.) 100 Jahre Automobil
1990 (43. Jg.) ein Sonderheft DDR
dazu 5 Hefte über jedes der fünf Neuen Länder der Bundesrepublik.
1993 (46. Jg.): 150 Jahre Thalia Theater (Hamburg)
Sonderauflagen werden seit einigen Jahren in der Reihe „Merian extra“ aufgelegt. Bei diesen Sonderheften handelt es sich um bezahlte PR-Produkte im Auftrag von Tourismusunternehmen, Verbänden oder der Automobilindustrie.
Viele Themenhefte werden, je nach Aktualisierungsbedarf, in mehrjährigem Abstand in Bild und Text überarbeitet und dann wieder aufgelegt (z.B. Berlin: 12/1949, 11/1959, 1/1970, 7/1989, 6/1998, 9/2001, 3/2005, 11/2007 sowie 6/1997 Berliner Umland). Dies ergibt nicht nur eine interessante Sicht auf die historische Entwicklung, sondern auch auf die veränderte Themensetzung, die fotografische Rezeption und Darstellung sowie die literarische Reflexion.

Für die Essays wurden oft bedeutende (Reise-) Schriftsteller gewonnen, z. B. Hermann Kesten (8/1962 Fränkischer Jura), Friedrich Torberg (2/1974 Prag), Herbert Rosendorfer (12/1982 München) oder der FAZ-Reisejournalist Jakob Strobel y Serra (5/2007 Mallorca). Bei der Bebilderung wird oft auf etablierte Reise- und Kalenderfotografen zurückgegriffen, z. B. Christian Heeb und Eberhard Grames (9/1997 Paris); gelegentlich wurden die herausragenden ganzseitigen Bildstrecken von einem einzigen Fotografen geliefert, z. B. München (12/1982) von Guido Mangold.

Die kompakten Reiseführer Merian live! erscheinen seit 1993 im Buchhandel. Die Reihe wurde mehrfach mit dem ITB-Buch-Award ausgezeichnet. Seit 2007 enthalten diese Reiseführer eine herausnehmbare Extra-Karte, die den mehrseitigen Kartenatlas im Buch ergänzt. Ferner gibt es die Freizeitführer Merian aktiv, die literarischen Reisebücher Merian porträts – Eine Stadt in Biographien sowie Merian momente. Redaktionell verantwortlich ist das Ganske-Unternehmen Travel House Media. (Quelle: Wikipedia)

 

Im Februar 2017 habe ich bereits ein Merian Heft vorgestellt („Die Bergstrasse“, April 1960), nun aber mal ein etwas aktuelleres Heft:

Zwischen Dresdens Semperoper und dem spektakulär geformten Elbsandsteingebirge liegen gerade mal 30 Kilometer. Genau das ist der Reiz von Sachsen: Große Kunst und großartige Natur liegen hier dicht beieinander. Diese Ausgabe setzt einen Schwerpunkt auf die kulturellen Highlights des östlichen Bundeslandes: eine aufregende Museumslandschaft, Bauten mit großer Historie wie die Dresdner Frauenkirche und die Leipziger Thomaskirche und herausragende Bühnen wie die Semperoper oder das Gewandhaus. Und: MERIAN zeigt die schönsten Gärten des Landes – Orte, an denen sich Natur und Kultur formvollendet begegnen.

Die wichtigsten Themen:

  • Meisterwerke Ein Rundgang durch Dresdens wichtigste Sammlungen – von der Gemälde- galerie Alte Meister über Albertinum und Kupferstichkabinett bis zur Türckischen Cammer
  • Große Oper Gottfried Semper baute in Dresden eines der schönsten Theater in Europa – und das gleich mehrmals. Die Geschichte einer wiederauferstandenen Schönheit
  • Raus ins Grüne Ausflüge an die Sächsische Weinstraße, ins Elbsandsteingebirge oder ins Erzgebirge
  • Boomstadt Leipzig begeistert nicht nur mit Grassimuseum, Buchmesse oder Oper. In alten Fabriken und Hinterhöfen tobt sich auch eine junge, kreative Szene aus
  • Gartenkunst Natur groß in Form: der Barockgarten Großsedlitz, der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau und die Gärten von Hellerau (Presseinformation)

Und es gilt weiterhin, dass der Merian durch seine hohe journalistische Qualität besticht. Das gilt auch für all die Photographien … meisterliche Momentaufnahmen.

Und so kommt es, dass auch dieses Heft Appetit auf mehr macht … wann wird mich mein Weg wieder mal nach Sachsen führen ?

Ach .. die Zeit, wenn nur nicht all die fehlende Zeit wäre …

 

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Wow! Da kriegt ein Sammler und Archivar doch glatt feuchte Hände …

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Der Klassiker in Dresden: Die Semper Oper

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Der „letzte Tote“  oder zumindest einer der letzten Toten des II. Weltkrieges, fotografiert von Robert Capa in Leipzig

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Stefan Parrisius – In memoriam Chris Howland, Sänger und Schauspieler (Radiomitschnitt) (2013)

ChrisHowlandIm Dezember 2013 ist ja das Unikum Chris Howland verstorben. Anlässlich dieses Todes wiederholte der Bayrische Rundfunk auf seinem Kanal Bayern 2 ein ausführliches Gespräch mit ihm. Es er wurde ein Ein Rückblick auf 60 Jahre Showbusiness …

Er war der erste britische Gastarbeiter im Nachkriegsdeutschland: Chris Howland: Radiostar, Sänger, Schauspieler, Fernsehmoderator mit dem ganz typisch englisch-trockenen Humor. Er starb in der Nacht zum 1. Dezember 2013. Aus diesem Anlass wiederholt Bayern 2 den Talk aus dem Jahr 2009 mit der Moderatorenlegende.

Unzählige Radiohörer kannten ihn als legendären Discjockey Heinrich Pumpernickel.

In den 50er und 60er Jahren unterhielt er sie mit Musik, aber auch mit seinem radebrechenden Deutsch, was zu einer Art Markenzeichen von Chris Howland wurde.

Hinzu kamen die Fernsehsendungen „Musik aus Studio B“ und das legendäre „Vorsicht Kamera“, mit kleinen Filmen, wo zum Beispiel ein umgebauter Kleinwagen an einer Tankstelle vorfuhr und mehr Benzin tankte, als in einen Lastwagen gepasst hätte.
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Auch als Schauspieler war Chris Howland erfolgreich, so wurde er zum Beispiel für fünf Karl-May-Filme engagiert und spielte unter anderem den Butler Archie in „Der Schut“. Darüber hinaus hatte er mit Titeln wie „Das hab‘ ich in Paris gelernt“ und „Fräulein“ auch Erfolg als Schlagersänger.
In „Eins zu Eins. Der Talk“ mit Gastgeber Stefan Parrisius blickte Chris Howland im September 2009 zurück auf 60 Jahre Leben in der Welt der Medien, im Showbusiness.

Aber er erzählte auch aus dem Blickwinkel des jungen Mannes, der als britischer Soldat 1946 ins zerstörte Hamburg kam.

Ein wirklich interessantes Tondukument und zugleich auch ein wenig Werbung für das Medium Radio ! Und als kleine musikalische Erinnerung habe ich den ersten Chris Howland Hit „Fräulein“ beigelegt … Und ich verrate kein Geheimnis, wenn ich ankündige, dass von diesem ganz besonderem Entertainer hier noch mehr zu hören sein wird.

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Stefan Parrisius & Chris Howland

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Fräulein

Frank Fröhlich – Aus gutem Holze – Das Gitarren Hörbuch (2017)

FrontCover1.jpgUnd jetzt darf ich mal wieder ein ganz und gar exquisites Album präsdentieren:

Frank Fröhlich (* 29. März 1964 in Frankfurt (Oder)) ist ein deutscher Akustik-Gitarrist, Komponist und Verleger.

Frank Fröhlich absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Koch, studierte von 1985 bis 1988 Kulturmanagement in Meißen und leitete danach als Programmchef den legendären Club Scheune in Dresden.

Parallel zum Studium absolvierte er eine sechsjährige Gitarrenausbildung bei Wolfgang Kühn in Radebeul bei Dresden und begann 1989 eine Konzertkarriere, die ihn mit vielen wichtigen Jazzmusikern zusammenbrachte: unter anderem Volker Schlott (Saxophon), Joe Sachse (Gitarre), Katrin May (Flöte), Michael Henkel (Piano), Andreas Böttcher (Vibraphon). „Frank Fröhlich“, schrieb das Dresdner Kulturmagazin SAX im Mai 1999, „hat es sich zwischen allen Stühlen bequem gemacht. Sein Spiel ist ständiges Grenzgängertum durch Klassik, Jazz und Folk“.

Seit 1993 gibt Fröhlich in verschiedenen Besetzungen jährlich circa 100 Konzerte in Deutschland, der Schweiz, Österreich, England und Polen.

Weiteres wichtiges Betätigungsfeld Fröhlichs ist die Zusammenarbeit mit Schauspielerinnen und Schauspielern wie Rolf Hoppe, Otto Mellies, Günter Grabbert, Gunter Schoß, Gunther Emmerlich, Andreas und Petra Schmidt-Schaller und Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie Peter Härtling, Kerstin Hensel und Walter Kempowski, die Fröhlich unter anderem bei Lesungen musikalisch begleitete.

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Neben seiner Konzerttätigkeit in diversen Besetzungen komponierte Fröhlich Filmmusik zu Stummfilmen von Buster Keaton und Musik für Hörbücher, die er auch verlegte. (Quelle: wikipüedia)

Und der Frank FRöhlich hat ja eine Unzahl von wunderbaren Aufnahmen veröffentlicfht, da weiss man so gar nicht, mit welcher man eigentlich anfangen soll …

Aber ich fang jetzt mal mit diesem Album an (d.h. diverse weitere Alben liegen bei mir auf Halde):

Und hier mal ein wenig „Produktinformation“:

„Die Gitarre kann alles – man muss sie nur lassen!“ Davon ist Frank Fröhlich überzeugt. Und davon will er auch seine Zuhörer überzeugen. Dafür nimmt er sie mit auf einen Streifzug durch die Welt der Konzertgitarre. Viele berühmte Schriftsteller und Musiker hielten ihre Erlebnisse mit diesem wundervoll vielseitigen Instrument in Romanen, Gedichten und Tagebüchern fest. Frank Fröhlich spielt, immer feinfühlig abgestimmt auf die Texte, in der ihm eigenen Spielfreude und Virtuosität. Kaum zu glauben, dass da nur eine(r) Gitarre spielt!

Die CD wurde eingespielt mit vier Gitarren von Armin Hanika.Das Besondere an ihnen ist, dass in ihnen kein Tropenholz verbaut wurde. Sie bestehen aus einheimischem Holz, u.a. der Elsbeere, das thermisch behandelt wurde. Die TU Dresden, an der in den vergangenen zwei Jahren die thermische Behandlung einheimischer Hölzer erforscht wurde, begleitete dieses Projekt der Firma Hanika-Gitarren. Thermoholz ist eine echte Alternative für Gitarrenbauer, denn die behandelten Hölzer weisen eine größere Dimensionsstabilität, höhere Dauerhaftigkeit sowie ein verbessertes Klangverhalten auf, das mit einer künstlichen Alterung verglichen werden kann, ohne dass negative Auswirkungen wie die Versprödung des Holzes auftreten. (Pressetext)

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Am besten man besucht Frank Fröhlich im Konzert und wird selbst Augenzeuge, wie er mit seiner Akustikgitarre regelrecht verschmilzt. Gar keine Frage, dass ihm bewusst ist, wie hervorragend er sein Instrument beherrscht. Dennoch verkümmert seine Virtuosität niemals zum Selbstzweck, sondern steht voll und ganz im Dienst eines komödiantischen oder poetischen Elements. Wenn das keine Weltklasse ist, was dann. Armin Hanika, dem Gitarrenbauer im fränkischen Baiersdorf, der ihm seine Instrumente anfertigt, hält Frank Fröhlich seit fünfzehn Jahren die Treue. (…) Bleibt festzuhalten, dass Thermoholzgitarren von Hanika seit Spätsommer 2017 Realität sind. Diese Gitarren werden angefertigt und über den regulären Musikfachhandel angeboten. Sogar eine CD wurde schon eingespielt. Die Rede ist von Frank Fröhlichs jüngstem Hörbuch „Aus gutem Holze“, das sein exzellentes Gitarrenspiel mit Texten von Heinrich Cotta, Wilhelm Busch, BB King oder Keith Richards den Bogen vom Thema Nachhaltigkeit zu Gitarrenbau und namhaften Gitarristen schlägt. Gelesen werden die Texte von Gunter Schoß. Klingt gut, das alles. (Bernd Gürtle, Dresdner Neueste Nachrichten)

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Frank Fröhlich + Gunter Schoß

Nicht unerwähnt bleiben darf der Sprecher mit der markanten Stimme, Gunter Schoß

Gunter Schoß (* 2. Dezember 1940 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Moderator, Rundfunk- und Synchronsprecher.

Nach einigen Auftritten in freien Theatergruppen besuchte der gelernte Werkzeugmacher von 1962 bis 1965 das Nachwuchsstudio des Deutschen Fernsehfunks. Mit seiner markanten Stimme stand er für mehr als 150 Rollen vor der Kamera.

Gunter Schoß moderierte von 2007 bis 2011 das Geschichtsmagazin Barbarossa und von 1999 bis 2015 die MDR-Dokumentationsreihe Geschichte Mitteldeutschlands.

Schoß lebt in Berlin, ist verheiratet und hat zwei Töchter. (Quelle: wikipedia)

Dieses Album … es ist eine Hommage an die akustische Gitarre und an die Hölzer, die man zum Gitarrenbau braucht … vielfältig und inspirierend !

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Besetzung:
Frank Fröhlich (guitar)
Gunter Schoß (Sprecher)

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Titel:
01. Ein Kind des Waldes — Frank Fröhlich 0.59
02. Es heisset — Hannß-Carl von Carlowitz (1645 – 1714) 0.26
03. Theorie und Praxis — Heinrich Cotta (1763 – 1844) 1.42
04. Anweisungen zum Waldbau – Heinrich Cotta
05. Ein Kind des Waldes II — Frank Fröhlich 1.17
06. Hochschule für Nachhaltigkeit — Ulrich Grober (geb. 1949) 3.34
07. Menuett in A-Moll —Johann Krieger (1651 – 1735) 1.04
08. Der Lautenmacher — Hans Sachs (1494-1576) 0.34
09. Feuerfeder — Frank Fröhlich 1.07
10. Elsbeere — Elisabeth Kreisl (geb. 1940) 1.44
11. Schöne Else — Frank Fröhlich 1.52
12. An die Lautenistin — Christian Heege (um 1827) 1.20
13. Madrigal – Hommage an John Dowland — Michael Groißmeier (geb. 1935) 0.35
14. Mr. Dowlands Midnight — John Dowland (1563 – 1626) 0.59
15. An seine Laute — Johann von Besser (1654-1729) 0.40
16. Der alte Garten — Joseph von Eichendorff (1788 – 1857) 1.12
17. Ich gehe im Gauklerkleide — Elsa Laura von Wolzogen (1876-1945) 0.46
18. Wandlungsreisender — Frank Fröhlich 1.51
19. Lieb‘ und Lob der Schönen — Gottfried August Bürger (1747-1794) 2.35
20. All mein Gedanken die ich hab — (Volkslied von 1450) 1.45
21. Aus dem Liederbuch Zupfgeigenhansel (1909) 1.24
22. Willst Du Dein Herz mir schenken — J.S. Bach (1685 – 1750) 0.44
23. Musik ist schon die halbe Disziplin… — Martin Luther (1483 -1546) 0.33
24. Lied vom Loslassen — Frank Fröhlich 4.08
25. Der Gitarrist — Frank Fröhlich (geb. 1964) 4.14
26. Trostlied — Frank Fröhlich 1.39

Musiker erzählen von ihrer ersten Gitarre:
27. Bruce Springsteen (geb. 1949) — „In eigenen Worten“ 0.28
28. B.B. King (1925 – 2015) — “Ein Leben mit dem Blues” 1.45
29. John Lennon (1940 – 1980) — „In eigenen Worten“ 0.27
30. Keith Richards (geb. 1940) — „In eigenen Worten“ 0.46
31. C-Rag — Reverend Gary Davis 1.19
32. Lucille — B.B. King (1925 – 2015) “Ein Leben mit dem Blues” 4.36
33. Jagdfieber — Frank Fröhlich 2.58

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Hanika Gitarren

Hanika Gitarren … eine kleine Auswahl

James Last und seine Hammond-Bar-Combo – Hammond A Gogo (1965)

LPFrontCover1Und schon wieder so ein Frühwerk des Hans Last …

Diesmal präsentiert er uns Klänge von der Hammond-Orgel.

Und gelegentlich kann ich mich ja an James Lst Alben erfreuen, das ist hier allerdings nur bedingt möglich:

Denn hier versteht es der Jams Last nun wirklich nicht, den prachtvollen Sound der Hammond-Orgel zur Geltung zu bringen.

Da klingt alles nach Kirmes, Tingel Tangel und Hopsassa …

Wenn man allerdings – wie ich – mit Organisten wie Jon Lord, Keith Emerson, Eddie Hardin aufgewachsen ist, dann kann man hier nun wirklich nur müde lächeln.

Bestes Beispiel: Man höre sich Last´s Fassung von dem Bernstein Klassiker „America“ mal an und vergleiche diese dann mit Fassung von The Nice (mit Keith Emerson) … dann versteht man vielleicht, wieviele Welten dazwischen liegen …

Wobei dieses Medley (insbesondere das „If I Had A Hammer“) noch zu den kargen Höhenpunkten dieser LP zählt.

Und dass es sich hier um ein Frühwerk handeln muss, erkennt man auch daran, dass der Name James Last auf der Hülle eher unauffällig plaziert wurde … das sollte sich dann bald ändern … auch wenn dieses Album eher dürftig ist …

AlternateFront+BackCover

Alternatives FRont+Back Cover

Besetzung:
James Last und seine Hammond-Bar-Combo

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Titel:

01. Medley 1 (2.14)
01.01. Hello, Dolly (Herman/Lilibert)
01.02. Milord (Bader/Monot)
01.03. C’est Magnifique (Porter)

02, Medley 2 (4.11)
02.01. In A Little Spanish Town (Wayne/Loose)
02.02. Benita (W. Last)
02.03. Wheels (Petty)

03. Medley 3 (2.56)
03.01. Sole, Sole, Sole (Casadei/Blecher)
03.02. Ich möcht‘ so gern mit dir nach Hause geh’n (Talor)
03.03. Goody-Goody (Holland/Mercer)

04. Medley 4 (2.39)
04.01. True Love (Porter)
04.02. Moon River (Mancini)

05. Medley 5 (3.28)
05.01. Letkiss (Menke/Lehtinen)
06.02. Norskejenka (H. Last)

06. Medley 6 (3.14)
06.01. America (Bernstein)
06.02. If I Had A Hammer (Hays/Seeger)
06.03. Lucky Lips (Leiber/Stoller)

07. Medley 7 (3.13)
07.01. Du, Du, Du (Olias/Rothenburg)
07.02. Blue Moon (Rodgers)
07.03. Makin‘ Whoopee (Donaldson)

08. Medley 8 (3.18)
08.01. Cavaquinho (Nazareth)
08.02. Cumana (Allen)
08.03. Sambarita (H. Last)

09. Medley 9 (4.48)
09.01. Melancholie (Fuchsberger)
09.03. La Mamma (Aznavour)

10. Medley 10 (2.36)
10.01. Red Roses For A Blue Lady (Brodsky/Tepper)
10.02. Bye, Bye Blackbird (Dixon/Hendersen)
10.03. Auf Wiederseh’n bei dir (H. Last)

LabelB1

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