Tschechische Philharmonie (Karel Ančerl) – Mein Vaterland (Smetana) (1964)

FrontCover1Für mich eines der bedeutsamsten Werke der klassischen Musik überhaupt und für mich das Werk, mit dem ich erstmals wirklichen Zugang zur Klassik bekommen habe … vorher war sie per se „gute Musik“ und damit aus und basta !

Mein Vaterland (tschechisch Má vlast) ist ein Zyklus von sechs sinfonischen Dichtungen von Bedřich Smetana, der als vollständiges Werk am 5. November 1882 in Prag uraufgeführt wurde. Der populärste Teil des Zyklus ist Die Moldau (Vltava).

Die Komposition des Zyklus steht in engem thematischem Zusammenhang mit der Oper Libusa aus dem Jahr 1872, die Smetana als nationales Festspiel konzipiert hatte. Der Zyklus, dessen Entstehungszeit von der völligen Ertaubung des Komponisten überschattet war, war zunächst als Vierteiler geplant; erst nach einer dreijährigen Schaffenspause entstanden die letzten beiden Teile. Themen des Zyklus sind Mythen (1, 3), Landschaft (2, 4) und Geschichte (5, 6) von Smetanas tschechischer Heimat.

Die Aufführung von Mein Vaterland bildet traditionell jedes Jahr am 12. Mai, dem Todestag des Komponisten, die Eröffnung des musikalischen Prager Frühlings.

Der Zyklus besteht aus sechs Teilen:

Vyšehrad (Lento – Largo maestoso – Grandioso poco largamente – Allegro vivo non agitato – Lento ma non troppo)

Vltava – Die Moldau (Die beiden Quellflüsschen der Moldau – kalte und warme M.: Allegro comodo non agitato – Waldjagd – Bauernhochzeit: L’istesso tempo ma moderato – Mondschein, Nymphenreigen: L’istesso tempo – Tempo I – St. Johann-Stromschnellen – Die Moldau strömt breit dahin : Più moto)

Šárka (Allegro con fuoco ma non agitato – Più moderato assai, a la Marcia – Moderato, ma con calore – Moderato – Molto vivo – Più vivo)
Z českých luhů a hájů – Aus Böhmens Hain und Flur (Molto moderato – Allegro poco vivo, ma non troppo – Allegro, quasi Polka – Tempo I – Allegro – Presto)

Tábor (Lento – Grandioso – Molto vivace – Lento – Molto vivace – Lento maestoso – Più animato)

Blaník (Allegro moderato – Andante non troppo – Più allegro ma non molto – Tempo di Marcia – Grandioso – Tempo I – Largamente maestoso – Grandioso meno – Allegro – Vivace)

Vyšehrad wurde von Ende September bis zum 18. November 1874 komponiert und am 14. März 1875 in Prag uraufgeführt.

Smetana01Smetana beschreibt hier die Geschichte der Prager Burg Vyšehrad. Er beginnt mit den Harfenklängen des Barden Lumír (Lumier), worauf ein kriegerisches Crescendo folgt, und auf einmal erscheint die Burg in voller Pracht. Im nächsten Teil besinnt sich Smetana der Geschichte von Vyšehrad, bis nach einem Marsch die Burg einstürzt. Nun erklingen wieder die Harfenklänge Lumírs, und die Musik erinnert sich noch einmal an die Burg. Es folgt das Strömen der Moldau, und zum letzten Mal erklingen die Klänge von Lumír.

Smetana komponierte das Stück Vltava (,Moldau‘, geläufiger Titel im Deutschen Die Moldau) vom 20. November bis zum 8. Dezember 1874. Am 4. April des folgenden Jahres wurde Die Moldau uraufgeführt.

Die Moldau ist ein Beispiel für Programmmusik mit Tonmalerei. Das rondoartig wiederholte Hauptthema besteht aus einer Melodie, die auch im italienischen Renaissance-Lied La Mantovana aus dem 17. Jahrhundert auftaucht und ebenfalls im schwedischen Volkslied Ack Värmeland, in der israelischen Nationalhymne haTikwa und im Kinderlied Alle meine Entchen leicht abgewandelt verwendet wird. Smetana beschreibt das Werk wie folgt:

„Die Komposition schildert den Lauf der Moldau, angefangen bei den beiden kleinen Quellen, der kalten und der warmen Moldau, über die Vereinigung der beiden Bächlein zu einem Fluss, den Lauf der Moldau durch Wälder und Fluren, durch Landschaften, wo gerade eine Bauernhochzeit gefeiert wird, beim nächtlichen Mondschein tanzen die Nymphen ihren Reigen. Auf den nahen Felsen ragen stolze Burgen, Schlösser und Ruinen empor. Die Moldau wirbelt in den Johannisstromschnellen; im breiten Zug fließt sie weiter gegen Prag, am Vyšehrad vorbei, und in majestätischem Lauf entschwindet sie in der Ferne schließlich in der Elbe.“

Moldau

Die Moldau

Es gibt eine gesungene Version von Karel Gott, sowohl auf tschechisch (Vltava) als auch auf deutsch (Die Moldau oder Die Täler meiner Heimat). Hanns Eisler griff bei der Vertonung von Brechts Lied von der Moldau auf die Melodie zurück.
Šárka

Smetana beendete den Teil Šárka am 20. Februar 1875, er wurde am 17. März 1877 aufgeführt.

Dieser Teil handelt von der Amazonenkönigin Šárka, die der Männerwelt Rache geschworen hat. Sie ist als Köder an einen Baum gebunden, als sich der Prinz Ctirad mit einem Marsch ankündigt. Er wechselt ein paar Worte mit der Amazonenkönigin und verliebt sich sofort in sie. Es folgt eine kurze Romanze. Die beiden feiern Hochzeit, und als alle eingeschlafen sind, ruft die Šárka mit ihrem Horn die Amazonen heran. Die sinfonische Dichtung endet mit der männermordenden Szene, siehe auch: Mägdekrieg.

Smetana stellte die Komposition von Z českých luhů a hájů (geläufiger Titel im Deutschen Aus Böhmens Hain und Flur) durch „Gedanken und Gefühle beim Anblick der böhmischen Heimat“ am 18. Oktober 1875 fertig, die Uraufführung erfolgte am 10. Dezember 1878. In diesem Werk bringt Smetana dem Hörer die Natur näher. Im ersten Teil zeichnet er die Majestät des Waldes. Unter anderem erklingt ein kleines Gebet, dann wird eine Melodie gepfiffen und es folgt der Teil „im Hain säuselt der Wind“. Die Hörner spielen nun eine kleine Melodie, die aber erst beim dritten Anlauf vom ganzen Orchester ergriffen wird. Danach endet der Wald. Es ertönen abwechselnd eine Polka und das Hornmotiv, und auf einmal ist man in einem Landfest. Inspiriert wurde Smetana durch die Landschaft um Jabkenice, wo er sich damals aufhielt.

Böhmen

Böhmens Hain und Fluren

Tábor:

Smetana beendete die Komposition am 13. Dezember 1878. Die Uraufführung fand am 4. Januar 1880 statt.

Die südböhmische Stadt Tábor war in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein Hauptlager der Hussiten (benannt nach Jan Hus, dem 1415 in Konstanz hingerichteten Religionsreformator). Tábor wurde im 19. Jahrhundert ein Symbol der tschechischen nationalen Wiedergeburt. Das Thema dieses wie auch des folgenden Teils beruht auf dem alten Hussitenchoral Die ihr Gottes Streiter seid (Ktož jsú Boží bojovníci).

Die Komposition wurde am 9. März 1879 beendet. Die sinfonische Dichtung wurde am 4. Januar 1880 gemeinsam mit Tábor uraufgeführt, aus dessen Schlussmotiv sie unmittelbar entspringt.

Tabor

Tabor

Blaník ist ein Berg, in dem ein tschechisches Ritterheer – vom Heiligen Wenzel geführt – verborgen schläft und dem tschechischen Land in schlechtesten Zeiten helfen wird.

In der Coda dieser sinfonischen Dichtung verknüpft Smetana das Hussiten- mit dem Vyšehrad-Motiv und rundet damit den Gesamtzyklus ab. (Quelle: wikipedia)

prirodni reservace Maly Blanik - Podlesi, Bykovicky rybnik, Poblanicko, Ceska republika

Der Berg Blanik (ist ja eher ein Hügel)

Die hier präsentierte Aufnahme dieser symphonischen Dichtung stammt aus dem Jahr 1964 und wurde von der Tschechische Philharmonie unter der Leitung von Karel Ančerl eingespielt:

Karel Ančerl (ursprünglich Antscherl, geboren 11. April 1908 in Tučapy, Österreich-Ungarn; gestorben 3. Juli 1973 in Toronto, Kanada) war ein tschechischer Dirigent. Er war viele Jahre Leiter der Tschechischen Philharmonie.

Karel Ančerl wurde in einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren und wurde mit elf Jahren als Geiger Orchestermitglied in seiner Heimatgemeinde. Gegen den Willen seiner Eltern studierte er am Konservatorium Prag Komposition bei Jaroslav Křička, Dirigieren bei Pavel Dědeček, und Schlagzeug. Großen Einfluss übten auf ihn in dieser Zeit auch der Neutöner Alois Hába sowie der damalige Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie Václav Talich aus.

Von 1931 bis 1933 leitete Ančerl das Orchester des avantgardistischen Theaters Osvobozené divadlo und war anschließend bis 1939 Dirigent beim Rundfunk. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht und der Annexion Tschechiens verlor er alle Ämter und wurde 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert. Die Filmaufnahmen des nationalsozialistischen Propagandafilms Theresienstadt zeigen ihn 1944 in einer Szene, wie er unter Zwang das KZ-Orchester zu dirigieren hatte. Als Einziger seiner Familie und fast aller Darsteller des Films überlebte er die anschließende Deportation in das KZ Auschwitz.

Karel Ancerl

Karel Ančerl

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wirkte Ančerl u. a. an der Prager Oper des 5. Mai als künstlerischer Direktor, bevor er am 1. September 1947 Chefdirigent des Prager Rundfunksinfonieorchesters wurde.

Im Oktober 1950 wurde Ančerl zum künstlerischen Direktor der Tschechischen Philharmonie ernannt, der er in den folgenden Jahren bis 1968 einen Spitzenplatz unter den Orchestern des Ostblocks sicherte und Einladungen in die ganze Welt einbrachte. Er erweiterte das Repertoire vor allem um moderne Musik (Schönberg, Bartók, Britten) und setzte sich mit Hingabe auch für unpopuläre Komponisten seines Heimatlandes wie Bohuslav Martinů ein.

Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings emigrierte Ančerl im August 1968 nach Kanada und leitete dort bis 1972 das Toronto Symphony Orchestra. Seine Grabstätte ist auf dem Vyšehrader Friedhof in Prag zu finden. (Quelle: wikipedia)

Was für eine Biographie …

LabelsOriginalausgabe

Die Labels der tschischen Originalausgabe

Umso mehr kann man sich darüber nur freuen, dass seine Aufnahmen erhalten sind … so wie auch diese … viel triumphaler kann man dieses Werk nicht einspielen….

Und ich sitze hier gedankenverloren an meinem Schreibtisch und erinnere mich mit welch unterschiedlichen Emotionen mich der Begriff „Heimat“ zeitlebens begleitet hat.

Originalausgabe

Das Cover der tschechischen Originalausgabe (1963)

Besetzung:
Tschechische Philharmonie unter der Leitung von Karel Ančerl

Booklet1

Titel:
01. A Vysehrad
02. Die Moldau
03. Sarka
04. Aus Böhmens Hain und Flur
05. Tabor
06. Blanik

Musik: Friedrich Smetana

LabelB1

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 Friedrich Smetana
(* 2. März 1824  in Litomyšl –  † 12. Mai 1884 in Prag)

 

Wiener Symphoniker – Nussknacker – Suite + Romeo und Julia (1968)

FrontCover1Ich hab´s ja weder mit dem Balett noch mit der Oper … abr dennoch gefällt mir diese LP doch ziemlich gut …

Zum einen, weil man eben nur die Ballettmusik hören kann:

Der Nussknacker  ist ein Ballett in zwei Akten von Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

 

Die Geschichte Nußknacker und Mausekönig wurde von E. T. A. Hoffmann geschrieben. Alexandre Dumas’ Version der Geschichte wurde später von Pjotr Iljitsch Tschaikowski vertont und gehört zu einem der populärsten Ballette. Es wird von vielen Theatern und Opernhäusern regelmäßig – meist um die Weihnachtszeit herum – aufgeführt.

Der Komponist wurde zu diesem Werk durch ein Theaterstück angeregt, das sein Bruder Modest für die Kinder seiner Schwester geschrieben hatte. Tschaikowski erzählte Marius Petipa von diesem Familientheater, der daraufhin ein Libretto verfasste. Petipa wollte ursprünglich auch die Choreographie übernehmen, überließ diese dann aber krankheitsbedingt Lew Iwanow. Das Werk wurde am 18. Dezember 1892 zum ersten Mal im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg in der Choreographie von Iwanow und der Ausstattung durch den Operndirektor Iwan Wsewoloschski aufgeführt, weniger als ein Jahr vor Tschaikowskis Tod.

Nußknacker

Von Iwanows Original verblieben vor allem der Pas de deux der Zuckerfee und ihres Kavaliers. Die amorphe Dramaturgie des Balletts begünstigte das Entstehen immer neuer Inszenierungs-Konzepte, so von Fedor Lopuchow (1928), Wassili Wainonen (1934), Nicholas Sergejew (1934), George Balanchine (1954), Juri Grigorowitsch (1966), Rudolf Nurejew (1968), John Neumeier (1971) und Heinz Spoerli (1980).

Im Mittelpunkt des Balletts steht Clara, im russischen Original Mascha. Sie bekommt am Weihnachtsabend von ihrem Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker geschenkt. In der Nacht träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Zuletzt erwacht Clara aus ihrem Traum. (Quelle: wikipedia)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Etliche werden den sog. „Marsch“ gut kennen … diente er doch als Vorlage für eine Adaption von Emerson, Lake &  Palmer … zu hören als ne Art Zugabe auf der großartigen LP „Pictures At An Exhibition“.

Spielerisch und leicht viele der Kompositionen … und meine Freude an Tschaikowski hat einen weiteren Grund.

Und dann  „Romeo und Julia“ … ebenfalls von Pjotr Iljitsch Tschaikowski komponiert:

Die Geschichte von Romeo und Julia brauch ich hier nicht eigens nacherzählen … oder ? Und auch hier sentimental, nachdenkliche aber oder furiose Musik … ein Ohrenschmaus:

Romeo und Julia ist eine Fantasie-Ouvertüre des russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Sie basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück des Dramatikers William Shakespeare. Das Stück gilt als Tschaikowskis erstes Meisterwerk und trägt für den Komponisten unüblich keine Opusnummer.

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Tschaikowskis Komponistenkollege Mili Balakirew lernte 1867 den französischen Komponisten Hector Berlioz kennen, der 1839 sein Werk Roméo et Juliette geschrieben hatte. So kam es, dass Balakirew Tschaikowski eine musikalische Umsetzung des Themas vorschlug und ihm sogar Ideen für die Einleitungstakte schickte. Balakirew war von Tschaikowskis Ergebnis nicht sehr begeistert und brachte diesen dazu, einige Änderungen vorzunehmen.

Im März 1870 dirigierte Nikolai Rubinstein die Uraufführung von Romeo und Julia in Moskau. Das Konzert wurde von Anhängern Rubinsteins gestört, der kurz vorher einen Gerichtsprozess verloren hatte.

Tschaikowski unterzog das Werk zwei Revisionen, eine im Sommer 1870, die andere im Jahr 1880.

Und dann noch die Biographie des Dirigenten dieser Aufnahmen, Karel Ančerl:

Karel Ančerl (ursprünglich Antscherl, * 11. April 1908 in Tučapy, Böhmen; † 3. Juli 1973 in Toronto, Kanada) war ein tschechischer Dirigent. Er war viele Jahre Leiter der Tschechischen Philharmonie.

Karel Ančerl wurde mit elf Jahren als Geiger Orchestermitglied in seiner Heimatgemeinde. Gegen den Willen seiner Eltern studierte er am Konservatorium Prag Komposition, Dirigieren und Schlaginstrumente. Großen Einfluss übten auf ihn in dieser Zeit auch der Neutöner Alois Hába sowie der damalige Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie Václav Talich aus.

Karel_AncerlBis 1939 war Ančerl u. a. Mitarbeiter des Rundfunks, bis er nach dem Einmarsch der Wehrmacht und der Annexion Tschechiens alle Ämter verlor und 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert wurde. Die Filmaufnahmen des nationalsozialistischen Propagandafilms Theresienstadt zeigen ihn in einer Szene, wie er unter Zwang das KZ-Orchester zu dirigieren hatte. Als Einziger seiner Familie und fast aller Darsteller des Films überlebte er die anschließende Haft im KZ Auschwitz-Birkenau.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wirkte Ančerl u. a. an der Prager Oper des 5. Mai als künstlerischer Direktor, bevor er am 1. September 1947 Chefdirigent des Prager Rundfunksinfonieorchesters wurde.

Im Oktober 1950 wurde Ančerl zum künstlerischen Direktor der Tschechischen Philharmonie ernannt, der er in den folgenden Jahren bis 1968 einen Spitzenplatz unter den Orchestern des Ostblocks sicherte und Einladungen in die ganze Welt einbrachte. Er erweiterte das Repertoire vor allem um moderne Musik (Schönberg, Bartók, Britten) und setzte sich mit Hingabe auch für unpopuläre Komponisten seines Heimatlandes wie Bohuslav Martinů ein.

Nach den Ereignissen von 1968 emigrierte Ančerl nach Kanada und leitete dort bis 1972 das Toronto Symphony Orchestra. Seine Grabstätte ist auf dem Vyšehrader Friedhof in Prag zu finden.

Die typischen, häufig als „dunkel“ beschriebenen Farben seines Orchesters und Ancerls interpretatorische Leistungen wurden auf einer 42 Volumina umfassenden CD-Edition von Supraphon festgehalten. Diese Aufnahmen berücksichtigen auch unbekanntere tschechische Kompositionen (z.B. „In der Tatra“ von Vítězslav Novák oder die „Sieben Reliefs“ von Jarmil Burghauser).

Das französische Klassiklabel Tahra hat seit Beginn der CD-Ära Liveaufnahmen mit verschiedenen Orchestern unter der Leitung Ančerls veröffentlicht, die einen Überblick über sein Repertoire vermitteln. (Quelle: wikipedia)

Bei so einer Biographie … bleibt einem der Mund offen steht angesichts der Dramatik eines solchen Lebens …

Ach ja … und entstanden sind diese Aufnahmen bereits im Jahr 1958.

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Karel Ančerl dirigiert in Theresienstadt

Besetzung:
Wiener Symphoniker unter der Leitung von Karel Ančerl

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Titel:

Nussknacker – Suite:
01. Miniatur – Ouvertüre 3.03
02. Marsch 2.25
03. Tanz der Fee Dragée
04. Russischer Tanz 1.05
05. Arabischer Tanz 2.53
06. Chinesischer Tanz 1.02
07. Tanz der Rohrflöten 2.22
08. Blumenwalzer 1.20

Romeo und Julia:
09. Fantasie Ouvertüre 19.07

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