Verschiedene Interpreten – Pop Obsession – While My Guitar Gently Weeps (ARTE) (2005) (VHS rip)

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ARTE …mein Lieblingssender … und vor 11 Jahren habe ich diese Sendung aufgenommen … und hier taucht sie wieder auf:

Ein Film über Gitarre und Bass – und somit auch über Gitarristen und Bassisten, die Musikgeschichte geschrieben haben und der Rock- und Popmusik ihren einzigartigen Sound bescherten. Gleich der erste Film wartet mit einer Sensation auf: Les Paul, der Godfather aller E-Gitarristen, erklärte sich zum „Pop/bsession“-Interview bereit – exklusiv für’s ARTE-Publikum. Auf sein Spiel beziehen sich annähernd alle großen Rockstars der Gitarre, von Eric Clapton bis Jimmy Page.

Das bildet den Ausgangspunkt einer mitreißenden Erzählung, die quer durch die Geschichte des Rock’n’Roll, Beat, Punk, Grunge und Hardrock führt und bei den zurzeit angesagten Gitarrenbands von The Strokes bis zu Maximo Park endet.

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Sie ist eine gequälte Kreatur: Aber am Ende dieses Films wird es nicht die Gitarre alleine sein, deren Saiten geschlagen, gedehnt und gezerrt wurden, die zerstört, in Brand gesetzt und zum Kreischen, Heulen oder Jammern gebracht wurde… Auch die Instrumentalisten zahlen ihren Preis für ihre lebenslange, virtuose Beziehung zu diesem Instrument. Kein Instrument hat eine so körperliche Ausstrahlung wie die Gitarre oder der um Kilos schwerere Bass. Der Bogen der aufopferungsvollen Musiker reicht von der tinnitusgeplagten Michael-Jackson-Lasergitarristin Jennifer Batten über den mit inzwischen verschieden großen Händen ausgestatteten Bassisten Hellmut Hattler (KRAAN, TabTwo) bis zum – im Sinne des korrekten Rockabilly – von Kopf bis Fuß durchgestylten Stray Cat Lee Rocker. Bei Bootsy Collins kommt der Groove vom Herzen, bei Frankreichs Rockstar Louis Bertignac (Telephone) aus dem Bauch und der Jazzmagier Pat Martino hat seinen Kopf nach einer Totalamnesie gleich zweimal zum Gitarrelernen benutzt. Ob Metal-Gott Zakk Wylde in der Tat auf dem Griffbrett masturbiert, wird zu erfragen sein, während Sonic Youth allein dem Instrument Schmerz zufügen… Die verschiedenen Musikstile liefern stets neue Perspektiven auf ein und dasselbe Instrument, vom solierenden Egomanen bis zum dienenden Teppichknüpfer im Hintergrund der Bühne.

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Das perfekte Abbild eines Lebens mit der Gitarre schließlich bietet der Erfinder des elektrisch verstärkten Spiels: der 90jährige Les Paul kriecht noch immer einmal wöchentlich auf die Bühne eines New Yorker Jazzclubs, ein Arm in Spielposition versteift, Rheuma und Hörgeräte ignorierend und in’s Spiel integrierend. Das lebende Denkmal des Sound bildet die Rahmenhandlung zu einer Geschichte voller Lust und Schmerz.

Ein ARTE Film … den man nur geniessen kann …. auch wenn er das Thema natürlich nicht allumfassend behandeln kann ….

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