Richard Strauß – Eulenspiegels lustige Streiche + Don Juan (Vlemens Kraus) (1961)

FrontCover1Ein kleines Fundstück aus dem Bereich der klassischen Musik komponiert von Richard Strauß:

Richard Georg Strauss (* 11. Juni 1864 in München; † 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Komponist des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine orchestrale Programmmusik (Tondichtungen), sein Liedschaffen und seine Opern bekannt wurde. Strauss war außerdem ein bedeutender Dirigent und Theaterleiter sowie ein Kämpfer für eine Verbesserung des Urheberrechts. Er wird zu den Komponisten der Romantik gerechnet – trotz des zeitlichen Abstandes zu den anderen Künstlern der Epoche.

Richard Strauss hat über 250 musikalische Werke geschrieben, insgesamt 61 Orchesterwerke (einschließlich der für Soloinstrumente), 45 kammermusikalische Kompositionen, 75 Lieder, 33 Orchesterlieder, 19 Chorwerke und 21 Bühnenwerke. (Quelle: Wikipedia)

Erwähnen möchte ich noch Richard Strauß´ Verhalten im III. Reich:

Kontrovers diskutiert wird Strauss’ Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus. Einigen Stimmen zufolge war er völlig apolitisch, kooperierte zu keiner Zeit kritiklos mit den Machthabern. Andere heben hervor, dass er als Präsident der Reichsmusikkammer von 1933 bis 1935 ein offizieller Repräsentant des nationalsozialistischen Deutschland war.
Als Bruno Walter im März 1933 sein viertes Konzert mit den Berliner Philharmonikern nicht geben konnte, weil er als Jude den neuen Machthabern nicht genehm war, trat Richard Strauss an seine Stelle, um der jüdischen Agentur und den Musikern zu helfen, denen er vollständig sein Honorar überließ. Er setzte durch, dass auf dem Konzertplakat in fetten Buchstaben zu lesen war: „Anstelle von Bruno Walter Dr. Richard Strauss“. Er dirigierte unter anderem seine Sinfonia domestica, „was ihm (so erzählt Grete Busch in der Biographie ihres Mannes Fritz) nach seinen eigenen Worten in den Augen aller anständigen Menschen mehr Schaden zugefügt habe, als je eine deutsche Regierung an ihm hätte gutmachen können“. Grete Busch war (so die Biographie weiter) zutiefst darüber enttäuscht, dass Strauss die Uraufführung der Oper Arabella Clemens Krauss überlassen hatte, nachdem ihr Mann von den Nationalsozialisten davongejagt worden war. Strauss habe die Uraufführung Fritz Busch und dem Regisseur Alfred Reucker versprochen, denen er auch die Oper gewidmet habe. In den Augen der Witwe habe er

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Richard Strauß mit Goebbels

damit sein Versprechen gebrochen. Strauss habe aber die Widmung stehen lassen und sie im Sommer 1933 veröffentlicht. Mehr habe er wohl nicht tun können. Strauss sprang auch ein, als Arturo Toscanini seine Teilnahme an den Bayreuther Festspielen 1933 absagte.[10] Bei einer kulturpolitischen Kundgebung während der Reichsmusiktage in Düsseldorf am 28. Mai 1938 dirigierte Richard Strauss sein bereits 1913 komponiertes Festliches Präludium.

Strauss’ Schwiegertochter Alice war Jüdin, damit galten nach der Rassenideologie der Nationalsozialisten auch seine Enkelkinder seit den Nürnberger Gesetzen (1935) als jüdische Mischlinge. Dies mag ein Grund gewesen sein, dass er von offener Opposition absah – Drohungen und Repressalien seitens des Regimes hat es 1938 insbesondere vor Ort in Garmisch gegeben. Anlässlich der Uraufführung der Oper Die schweigsame Frau 1935 nach dem Libretto des jüdischen Schriftstellers Stefan Zweig kam es schließlich zum Eklat. Strauss zeigte Courage und bestand darauf, dass der Name Stefan Zweigs auf dem Programmzettel und den Plakaten abgedruckt wurde – wie im Falle Bruno Walters. Hitler blieb daraufhin aus Protest der Aufführung fern, und das Regime ließ Strauss fallen.

Das Stück wurde nach drei Wiederholungen abgesetzt. Allerdings zeigt der erhaltene Briefwechsel mit Zweig während der Affäre, dass Strauss in politischen Dingen nicht nur kompromissbereit, sondern naiv und instinktlos war. Strauss kämpfte wohl lediglich für den Künstler Zweig, nicht gegen das politische System. Zweig kritisierte Strauss vorsichtig, äußerte aber Verständnis dafür, dass dem über 70-jährigen Komponisten das eigene Werk und das Wohlergehen seiner Familie und Freunde wichtiger waren als offener Widerstand.

Alles in allem wurde Strauss von den nationalsozialistischen Machthabern hoch geschätzt, auch wenn Reichspropagandaminister Joseph Goebbels ihn für politisch problematisch hielt, wie hier in seinem Tagebucheintrag vom 5. Juni 1935:
    „Havemann abgesetzt wegen Stellungnahme für Hindemith. Richard Strauß schreibt einen besonders gemeinen Brief an den Juden Stefan Zweig. Die Gestapo fängt ihn auf. Der Brief ist dreist und dazu saudumm. Jetzt muß Strauß auch weg. Stiller Abschied. Keudell muß es ihm beibringen. Diese Künstler sind doch politisch alle charakterlos. Von Goethe bis Strauß. Weg damit! Strauß ‚mimt den Musikkammerpräsidenten‘. Das schreibt er an einen Juden. Pfui Teufel!“

Die Nationalsozialisten nahmen Strauss in die Sonderliste der drei wichtigsten Musiker des Dritten Reiches auf. Wegen seiner Präsidentschaft in der Reichsmusikkammer wurde Strauss nach dem Entnazifizierungsgesetz automatisch als Hauptschuldiger eingestuft, im Jahre 1948 jedoch als „nicht belastet“ freigesprochen. (Quelle: wikipedia)

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Richard Strauß mit der deutschen Sopranistin Elisabeth Schumann (1888 – 1952)

Im Rahmen seiner Tondichtungen entstand dann auch  „Eulenspiegels lustige Streiche“:

Strauss arbeitete von Ende 1893 bis Frühjahr 1894 an einem Libretto für eine projektierte Oper mit dem Titel Till Eulenspiegel bei den Schildbürgern; vermutlich skizzierte er auch schon einige musikalische Motive[1]. Doch brach er aus unbekannten Gründen die Arbeit ab und komponierte stattdessen im Frühjahr 1895 die Tondichtung Till Eulenspiegels lustige Streiche; nach alter Schelmenweise in Rondeauform; für großes Orchester gesetzt. Die Reinschrift beendete er am 6. Mai 1895 in München. Das Stück ist Arthur Seidl gewidmet, einem Publizisten und Nietzscheaner, mit dem Strauss seit einigen Jahren befreundet war.
Uraufgeführt wurde das Stück am 5. November 1895 im Rahmen des zweiten Abonnementkonzerts der Kölner Konzertgesellschaft im Gürzenich zu Köln mit dem Städtischen Gürzenich-Orchester unter Leitung von Franz Wüllner.

RichardStrauß01Das Stück beginnt mit einem Prolog, als würde ein Erzähler „Es war einmal“ vorlesen. Später werden zwei verschiedene Motive vorgestellt, die Till repräsentieren und im Verlauf des Werks variiert werden. Die Rondoform, die der Untertitel suggeriert, erweist sich als sehr frei gestaltet; das Werk enthält ebenso Elemente einer Sonatenform wie einer Variation, und mit seinem raschen 6-8-Takt erinnert das Stück an ein symphonisches Scherzo. Bemerkenswert sind vor allem zahlreiche parodistische und tonmalerische Effekte. (Quelle: Wikipedia)
Und dann eben auch noch „Don Juan“:

Diese symphonische Dichtung (Tondichtung) für großes Orchester entstand im Jahre 1888 und war die zweite Tondichtung (Op. 20) des damals 24-jährigen Komponisten. Don Juan wurde am 11. November 1889 in Weimar uraufgeführt, als Strauss dort Hofkapellmeister war.
Zu seiner Tondichtung wurde Strauss durch das dramatische Gedicht Don Juan von Nikolaus Lenau inspiriert. Das durchkomponierte Werk (Spieldauer ca. 18 Minuten) beginnt mit einer überschwänglichen Einleitung in E-Dur und einem kraftvollen Holzbläserthema für den Titelhelden. Es folgen lyrische Themen mit Solo-Violine und Oboen, abwechselnd mit dem Heldenthema, die das Liebeswerben des Frauenhelden untermalen. Nach einer überraschenden Generalpause endet das Werk in „ersterbendem“ e-Moll. (Quelle: wikipedia)
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Eingespielt wurden beide Kompositionen von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Clemens Krauss, und auch in dieser Biographie ist das III. Reich allgegenwärtig:
 Krauss Clemens, * 31. März 1893 Wien, † 16. Mai 1954 Mexico City, Dirigent, Generalmusikdirektor, Gattin Viorica Ursuleac, Staatsopernsopranistin, unehelicher Sohn eines Barons Baltazzi (eines Onkels der Mary Vetsera) und der Solotänzerin (späteren Spieleiterin an der Volksoper) Clementine Krauss. Er trat mit neun Jahren als Sängerknabe in die Hofkapelle ein (Schüler von Graedener und Heuberger) und er studierte am Wiener Konservatorium (Abschluss 1912).

Nach Engagements in Brunn (Debüt als Opernkapellmeister 1913), Riga (als Opernkapellmeister), Nürnberg, Stettin und Graz, wo ihn Franz Schalk entdeckte, wurde Krauss 1922 als Kapellmeister an die Wiener Staatsoper verpflichtet und mit der Leitung der Kapellmeisterschule an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst in Wien betraut. Als Nachfolger Wilhelm Furtwänglers übernahm er 1923 das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester, folgte jedoch 1924 einer Berufung als Intendant des Opernhauses und Leiter der Museumskonzerte in Frankfurt am Main. 1926 hatte er mit „Ariadne auf Naxos“ sein Debüt bei den Salzburger Festspielen, 1929 übersiedelte er von Frankfurt am Main nach Wien, wo er ständiger Dirigent der Philharmonischen Konzerte wurde (er war Initiator der später weltberühmt gewordenen Wiener Neujahrskonzerte) und am 1. September 1929 (Vertrag vom 18. Dezember 1928) die ihm auf Betreiben von Richard Strauss angebotene Direktion der Staatsoper übernahm (bis 10. Dezember 1934). Nach Aufenthalten in Berlin und München (als Operndirektor) leitete er 1939 und 1942 die Salzburger Festspiele. Mit Richard Strauss verband ihn eine enge Freundschaft; Krauss galt als der beste Strauss-Interpret und schrieb das Libretto zur Strauss-Oper „Capriccio“ (nachdem Stefan Zweig als Autor „ausgefallen“ war).

ClemensKrauss01Krauss leitete nach dem Zweiten Weltkrieg (ab 1947) zahlreiche Vorstellungen der Staatsoper im Theater an der Wien, Rundfunkkonzerte und Schallplattenaufnahmen, war aber auch wieder als Dirigent philharmonischer Konzerte tätig. Generalmusikdirektor, Ehrenring und Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker, Ehrenring der Stadt Wien (30. September 1932). Nach dem Zweiten Weltkrieg dirigierte er bereits am 27. April 1945 das erste Konzert der Wiener Philharmoniker.

Büste von Rudolf Pfefferer (Staatsoper, Schwindfoyer, aufgestellt 1974).

Laut Abschlussbericht der im Auftrag der Universität Wien und der Stadt Wien eingesetzten Forschungsgruppe zur Untersuchung und Kontextualisierung der Benennung der Wiener Straßennamen seit 1860 war die Karriere von Clemens Krauss während der NS-Zeit u. a. durch sein Naheverhältnis zu Adolf Hitler geprägt. Dieses schützte ihn, der nie Mitglied einer NS-Organisation war, auch vor wiederkehrenden Agitationen von Seiten einzelner nationalsozialistischer Funktionäre. Krauss war von 1939 bis 1945 Direktor des Salzburger Mozarteums, Reichskultursenator sowie Vorsitzender des Arbeitsausschusses der Reichsstelle für Musikbearbeitungen. Nach Kriegsende leitete er auf Wunsch der sowjetischen Kulturverwaltung in Wien das erste Nachkriegskonzert der Wiener Philharmoniker. In Folge hatte Krauss jedoch bis 1947 Dirigierverbot. (Quelle: wien.gv.at)

Musikalisch erhalten beide Werke von mir das Prädikat „beschwingt“ und „dynamisch“ … und den Till Eulenspiegel (Einspielung: 1941) mag ich ja eh so gern. Und den Don Juan (Einspielung: 1950) … na ja … das hat ja auch was …

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Besetzung:
Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Clemens Krauss

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Titel:
01. Eulenspiegels lustige Streiche 15.01
02. Don Juan 15.50

Musik: Richard Strauß

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Erich Kleiber + Concertgebouw-Orchester Amsterdam – Symphonie Es-dur Eroica (Beethoven) (1964)

frontcover1Beethovens Eroica dirigiert von Erich Kleiber:
Erich Kleiber (* 5. August 1890 in Wien; † 27. Januar 1956 in Zürich) war ein österreichischer Dirigent.

Kleiber wurde in Wien als Sohn einer in ärmlichen Verhältnissen lebenden Lehrerfamilie geboren. Jugend und Studienzeit verbrachte er in Prag. Dort studierte er Philosophie und Musik. Unterbrochen wurde seine Prager Zeit durch einen längeren Aufenthalt in Wien.

Nach verschiedenen kürzeren Engagements in Prag (1911–1912), Darmstadt, Barmen-Elberfeld, Düsseldorf und Mannheim berief ihn Max von Schillings 1923 als Nachfolger von Leo Blech an die Staatsoper in Berlin, nachdem er vorher als Gastdirigent mit Fidelio beeindruckt hatte. Er blieb dort zwölf Jahre und prägte das deutsche Musikleben wie außer ihm nur noch Wilhelm Furtwängler und Richard Strauss. Neben der Pflege der Werke Beethovens und Wagners – auch der leichteren Muse war er nicht abgeneigt – brachte er Alban Bergs Wozzeck zur Uraufführung (1925) und Janáčeks Oper Jenufa zur deutschen Erstaufführung. Zwischen 1923 und 1929 produzierte er über 100 Schallplatten.

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Der junge Erich Kleiber (ca. 1930)

Erich Kleiber war „ein entschlossen antifaschistischer Dirigent“. 1935 musste er als Verfechter der modernen Musik (Alban Berg, Ernst Krenek, Darius Milhaud und Igor Strawinsky) unter dem Druck des Hitlerregimes zurücktreten. Er emigrierte nach Kuba und später nach Argentinien (Buenos Aires). Vielen klassischen und romantischen Musikwerken verhalf er dort zur südamerikanischen Erstaufführung. Er dirigierte auch Werke südamerikanischer Komponisten. 1938 erhielt er die argentinische Ehrenstaatsbürgerschaft.

Kleiber kehrte 1950 nach Europa zurück. Er hatte angestrebt, 1951 wieder an der Berliner Staatsoper zu dirigieren, fühlte sich aber durch nicht eingehaltene Zusagen der DDR-Spitze brüskiert. Auch in West-Berlin konnte er nicht mehr Wurzeln schlagen, ein Engagement in Wien kam nicht zustande. So lebte er einige Zeit in einem Zürcher Hotel.

Überraschend starb er in Zürich am 27. Januar 1956. Er ist auf dem Zürcher Friedhof Hönggerberg (Grabnummer F81011) begraben.

Erich Kleiber ist der Vater von Veronika und des Dirigenten Carlos Kleiber.(Quelle: wikipedia)

Ein solches konsequnetes antifaschistisches Verhalten hätte man sich von so manch namhaften deutschen Dirigenten aus gewünscht !

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Diese Live – Aufnahme entstand am 8. Mai 1950 als Radiomitschnitt für den Niederländischen Rundfunk … und wurde dann flugs auch gleich als LP veröffentlicht.

Aber nun noch ein paar Informationen zu dieser berühmten Symphonie von Beethoven:
Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie in Es-Dur, op. 55, mit dem Beinamen „Eroica“ entstand in den Jahren 1802 bis 1803.

Erste Skizzen notierte Beethoven im Sommer 1802 im sogenannten „Wielhorsky-Skizzenbuch“, unmittelbar nach den Skizzen zu den Eroica-Variationen op. 35. Beide Werke sind inhaltlich miteinander verwandt, denn das Finale der Sinfonie geht auf den Kontretanz WoO 14 Nr. 7 zurück, den Beethoven erneut in seiner Ballettmusik Die Geschöpfe des Prometheus und dann als Thema der Eroica-Variationen verwendet hatte. Die weitere Arbeit dokumentiert das „Eroica-Skizzenbuch“. Unklar ist, ob es für die Entstehung des 2. Satzes, den Trauermarsch, einen realen Hintergrund gab. Rita Steblin vermutet, dass er eine Reaktion auf den Tod des Bonner Gönners Erzherzog Maximilian Franz darstellt, der am 26. Juli 1801 in Hetzendorf bei Wien im Alter von nur 44 Jahren gestorben war. Beethoven wollte ihm bereits seine 1. Sinfonie widmen, was jedoch durch den frühen Tod des Mäzens vereitelt wurde.[1] Am 22. Oktober 1803 bot Beethovens damaliger Schüler Ferdinand Ries die 3. Sinfonie schließlich dem Bonner Verleger Nikolaus Simrock zum Druck an:

„Die Symphonie will er Ihnen für 100 Gulden verkaufen. Es ist nach seiner eigenen Äußerung das größte Werk, welches er bisher schrieb. Beethoven spielte sie mir neulich und ich glaube Himmel und Erde muß unter einem zittern bei ihrer Aufführung. Er hat viel Lust, selbe Bonaparte zu dedizieren, wenn nicht, weil Lobkowitz sie auf ein halb Jahr haben und 400 Gulden geben will, so wird sie Bonaparte genannt.“

Die Uraufführung fand am 9. Juni 1804 in privatem Rahmen im Wiener Palais des Fürsten Joseph Lobkowitz statt, der für einige Monate das alleinige Aufführungsrecht erworben hatte. Das dokumentiert die Honorarrechnung einiger Orchestermusiker, in der ausdrücklich vermerkt ist, dass ein drittes Horn mitwirkte, wie es einzig die Eroica erfordert.[3] Weitere Aufführungen folgten am 20. Januar 1805 im Haus des Bankiers Joseph Würth am Hohen Markt sowie am 23. Januar 1805 erneut im Palais Lobkowitz. Die erste öffentliche Aufführung fand am Palmsonntag, den 7. April 1805, im Theater an der Wien unter Beethovens eigener Leitung in einem Konzert des befreundeten Geigers Franz Clement statt.

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Altes Deckblatt, 1807

Die Erstausgabe (Orchesterstimmen) erschien im Oktober 1806 im Wiener Kunst- und Industrie-Comptoir, angezeigt in der Wiener Zeitung vom 19. Oktober 1806. Sie trägt den Titel „Sinfonia eroica, composta per festeggiare il sovvenire di un grand’uomo“ (Heroische Sinfonie, komponiert, um die Erinnerung an einen großen Mann zu feiern.)

Möglicherweise entstand der Untertitel erst kurz vor der Veröffentlichung und bezieht sich auf den Tod des Prinzen Louis Ferdinand, der am 10. Oktober gefallen war. Beethoven hatte ihm sein 3. Klavierkonzert gewidmet, zudem war der Prinz eng mit Fürst Lobkowitz befreundet, dem Beethoven wiederum die Eroica dedizierte. Wie Hieronymus Payer 1843 berichtet, hat Fürst Lobkowitz die Eroica im Oktober 1804 auf seinem Schloss in Raudnitz aufführen lassen, als Prinz Louis Ferdinand ihn dort mehrere Tage besuchte.

Im Sommer 1817 fragte der Dichter Christoph Kuffner den Komponisten, welche seiner Sinfonien er für die bedeutendste halte. Kuffner dachte, es sei die 5. Sinfonie, doch Beethoven erwiderte: „Die Eroica. (Quelle: wikipedia)

Men Exemplar aus Familienbeständen stammt aus dem Jahre 1964 und war Teil der Edition „Meister der Musik“ … Decca plündete da seinen Schatz an historischen und bedeutenden Aufnahmen … zu recht ! Wohl auch deshalb, weil die Aufnahmequalität für die damalige Zeit mehr als erstaunlich ist.

Einfach nur großartig … auch wenn ich diesbezüglich kein Experte bin … ich behaupte mal kühn: Das ist eine Referenz-Aufnahme !

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Die Erstausgabe aus dem Jahr 1950

Besetzung:
Concertgebouw-Orchester Amsterdam unter der Leitung von Erich Kleiber

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Titel:
01. Allegro con brio 13.33
02.Marcia funebre – Adagio assai 15.01
03. Scherzo-Trio –  Allegro vivace 5.22
04. Finale – Allegro molto 10.49

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(Passwort wie bekannt)