Géza von Cziffra – Der Kriminaltango (TV rip) (1960)

TitelUnd jetzt wieder mal einen Blick in meine Videothek und ich präsentierte ne wahrlich olle Klamotte der deutschen Filmgeschichte.

Kriminaltango ist ein deutsch-österreichischer Schwarzweißfilm des Regisseurs Géza von Cziffra aus dem Jahr 1960 mit Peter Alexander und Vivi Bach in den Hauptrollen. Die Komödie ist eine Neuverfilmung von Gefährliche Gäste aus dem Jahr 1949 mit Wolf Albach-Retty und Käthe Haack, bei dem Von Cziffra ebenfalls Regie führte. Der Titel bezieht sich auf den im Jahr 1959 sehr erfolgreichen Schlager Kriminal-Tango des Hazy Osterwald Sextetts.

Der charmante Lebemann Peter verschleudert sein gesamtes Vermögen durch seinen vergnügungssüchtigen Lebensstil. Als er schließlich bis zum Hals in Schulden steckt, muss er seine Villa verkaufen. Fest dazu entschlossen begibt er sich dafür zu seiner Tante Agathe. Währenddessen versucht sein Diener Lorenz das Anwesen zu retten. Doch in Abwesenheit der beiden nistet sich ein Ganoven-Trio in dem vornehmen Haus ein, das durch dessen Verkauf den Erlös für sich kassieren will. Als Peter zurückkehrt, sieht die Bande in ihm einen Einbrecher-Kollegen, der für sie den vermeindlichen Hausbesitzer spielen soll. Die Verwirrung ist perfekt.

Beispiel08

Oder aber auch:

Peter, ein junger bankrotter Hauseigentümer, möchte sein Haus verkaufen und zu seiner Tante Agathe aufs Land ziehen. In der Zwischenzeit sollen sein Freund Albert und dessen Nichte Inge das Haus bewachen. Als er in Erfahrung bringt, dass dort bereits die drei Ganoven Boxer-Franz, Taschen-August und Klau-Maxe untergekommen sind, bricht er in sein eigenes Haus ein, wo er auf die drei Einbrecher trifft, die ihn für einen „Berufskollegen“ halten. Die Ganoven erwarten von ihm, den Hausbesitzer zu spielen, und wollen den Erlös selbst kassieren.

Bei der Kritik kam dieser Film so gar nicht gut weg:

TV Spielfilm kritisierte, Regisseur Géza von Cziffra habe seinen eigenen Film „fast gänzlich gag- und niveaulos“ inszeniert.
Und das Lexikon des internationalen Films stellte die „üblichen Gags und Verwicklungen“ fest, „die Geza von Cziffra in dieser Neuverfilmung seines eigenen Films „Gefährliche Gäste“ anspruchslos und langweilig aufbereitet hat.“

Sei´s drum, der Film blieb für viele im sog. kollektiven Gedächtnis wohl hauptsächlich wegen der Lieder:

  • Kriminaltango
  • Panoptikum
  • Straße meiner Lieder
  • Mille – Mille – Baci

Für die unvergessene Vivi Bach war dieser Film wohl der Durchbruch, um auch auf dem deutschen Unterhaltungmarkt Fuß zu fassen. Mit dabei auch der legendäre Fritz Muliar und auch ein Rudolf Vogel ist mir aus den 60er Jahren noch bekannt.

Und Boy Gobert spielte doch tatsächlich noch in einer Folge der TV-Serie „Kir Royal“ (1986) mit.

Betrachtete man sich den Film heute mal wieder, so kommt man natürlich nicht daran vorbei, das der Humor eher schlicht ist – aber dennoch: ganz so schlecht ist er nicht und der Peter Alexander hatte schin ein komödiantisches Talent.

Fast könnte man sagen: In diesen Zeiten war die Welt noch in Ordnung, keine langhaarigen Affen hopsten über die Bühne und die CSU hatte in Bayern schon fast die  absolute Mehrheit (Ergebnis für die CSU bei der Landtagswahl 1958: 45,6%).

Und heute hat die CSU ca. 35,2% erreicht – womit der Bogen zur Tagesakualität auch wieder hergestellt ist.

Beispiel02

Besetzung:
Peter Alexander (Peter Martens)
Vivi Bach (Inge)
Peter Carsten (Boxer-Franz)
C. W. Fernbach (Gutsverwalter Huber)
Boy Gobert (Taschen-August)
Margarete Haagen (Tante Agathe)
Sylvia Lydi (Kellnerin Gerti)
Fritz Muliar (Klau-Maxe)
Susi Nicoletti (Frau Schleinitz)
Rolf Olsen (Generaldirektor Schleinitz)
Raoul Retzer (Rechtsanwalt Dr. Roeder)
Emanuel Schmied (Ganove Jenny)
Frauke Sinjen (Elisa Schleinitz)
Sieglinde Thomas (Lina)
Rudolf Vogel (Diener Lorenz)
Günther Lüders (Onkel Albert)
+
Regie: Géza von Cziffra
Drehbuch: Géza von Cziffra (unter dem Pseudonym Richard Anden)
Musik: Heinz Gietz
Kamera: Sepp Ketterer
Schnitt: Arnfried Heyne (als Arnd Heyne)

 

Beispiel01

Beispiel03A

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Richard Vogler mit Peter Alexander

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Ein Butler, wie er im Buche steht …

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Ein Haufen von Schmarotzern

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Rechtsanwalt Dr. Roeder verschafft sich tiefe Einblicke …

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Der Butler berichtet von dem leerstehendem Haus … und ein Ganove hört mit …

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Die Ganoven schmieden einen Plan

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Derweil plaudert Peter Alexander mit Tante Agathe

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Die Ganoven haben inzwischen das Haus besetzt

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Der junge Fritz Muliar als „Klau Maxe“

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Noch so ein zwielichtiger Geselle

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Beispiel21

Tanta Agathe

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Peter Alexander versucht sich als Reiter

 

Beispiel24A

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Ein Inserat mit Folgen

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In der alten Villa geht es ganz schön turbulent zu

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Auf dem Land ist das Leben noch in Ordnung …

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… das Lotterleben der Ganoven ist hingegen sehr bedenklich

Beispiel31

Peter Alexander bricht im eigenen Haus ein, wird dabei aber auf frischer Tat ertappt

Beispiel32

Man kommt sich näher

Beispiel33

Die fesche Vivi Bach

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Da bandelt man dann gerne an

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Und jetzt wird es hochgradig erotisch

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Und jetzt wird sie auch noch keck

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Und jetzt ein Liedchen

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Ha ! Whisky from good ol´ Scotland

Beispiel39

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Die klassische Pose zum Ende eines Liedes

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Die Ganoven sollen nun aber das Haus renovieren

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Ein neuer Einbruch wird geplant („Unternehmen Klumpfuß“)

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Ein echter Musikus halt

Beispiel44

Und der Fritz Muliar greift auch in die Tasten, sehr zum Leidwesen von Onkel Albert

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Der Einbruch beginnt …

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… und endet mit einem Fehlalarm

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Dafür schreitet die Renovierung der Villa erfolgreich voran

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Erste Kaufinteressenten interessieren sich für die Villa

Beispiel49

Peter Alexander zelebriert den Kriminaltango

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… und sie tanzen einen Tango …

Beispiel51

Beispiel52

Beispiel53

… und in der Stille fällt ein Schuß

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Vivi Bach und Peter Alexander bei der Hausarbeit

Beispiel55

Da beginnt wohl ein Techetl-Mechtel

 

Beispiel56

Und schon trällert man gemeinsam ein Liedchen („Mille – Mille – Baci“ 1000 Küsse …)

Beispiel58

Und jetzt ist das Glück perfekt

Beispiel59

Peter Alexander kann auch austeilen

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Auch Tante Agathe kann rabiat werden

Beispiel61

Und tatkräftig wie sie ist, nimmt sie nun die Sache in die Hand

Beispiel62

Und so haben die Hüter des Gesetzes die Sache bald im Griff

Beispiel63

Und so kann nur eine glückliche Braut strahlen

Beispiel64

Na also …

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Und es beginnt die Fahrt ins Glück

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Und die Halunken bekommen ihre verdiente Strafe

Beispiel67

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Géza von Cziffra

„Ich bin ein überzeugter Unterhalter und habe auch jederzeit abgelehnt, in einem Film irgendwelche Aussagen, geschweige denn politische Aussagen zu machen“ – Géza von Cziffra über sein filmisches Schaffen

Peter Frankenfeld – Sachen zum Lachen (ca. 1960)

FrontCover1Über den Peter Frankenfeld habe ich hier schon mal ausführlicher informiert, von daher spare ich mir das jetzt.

Und da konnte man dann auch folgenden Satz lesen:

„Peter Frankenfeld blieb über viele Jahre hinweg ein Garant für beste Unterhaltung, sowohl im Rundfunk als auch im Fernsehen.“

Nun, diesen satz muss ich nach dem Hören dieser 10″ Scheibe gewaltig relativieren, denn die Witzchen, die hier der Peter Frankenfeld zum besten gibt .. oh weh … viel flacher geht´s nicht … aber zumindest sein Sketch über den Balastik-Unterricht bei der Bundeswehr kann sich hören lassen und der kleine Gag über Hitlers braune Hosen auch.

Musikalisch ist viel Blödsinn zu hören, wobei schon auffält, dass Lieder wie „Wanderlied einer Hausfrau“ oder „Was, du brauchst schon wieder Geld“ durchaus als kritische Kommentierungen zu dem damaligen Verhältnis der Geschlechter verstanden werden kann.

Und natürlich ist ein ‚Wiederhören mit dem Unikum Hans Moser und der Berliner Schnauze Brigitte Mira immer wieder hübsch.

Peter Frankenfeld

Besetzung:
Brigitte Mira – Hans Moser – Lonny Kellner – Mitzi Tesar – Peter Frankenfeld – Ronny Werner
+
Das Orchester Simon Krapp
Das Trio Sorrento
Die Wiener Schrammeln

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Titel:
01. Ronny Werner: Da staun‘ ich aber (Möhle/Kämpfe/Scherfling) 2.57
02. Witzchen ala Peter Frankenfeld (1) 0.40
03. Mitzi Tesar: Wanderlied einer Hausfrau (Ludwig) 3.40
04. Witzchen ala Peter Frankenfeld (2) 0.51
05. Lonny Kellner + Peter Frankenfeld: Was, du brauchst schon wieder Geld (Gaze/Golden) 2.58
06. Witzchen ala Peter Frankenfeld (3) 0.51
07. Hans Moser: Ich kann mein Schlüsselloch net finden (Petrak/Loubé) 3.04
08. Witzchen ala Peter Frankenfeld (4) 0.11
09. Brigitte Mira: Die alte Clofrau, eine Superschnulze und Kitsch-Parodie im schlichten Tango-Tempo (Ander/Langen/Meyer) 2.53
10. Witzchen ala Peter Frankenfeld (4) 1.06
11. Lonny Kellner + Peter Frankenfeld: Ich singe eben so, wie mir’s gefällt (Nowa/Frankenfeld) 2.44
12. Witzchen ala Peter Frankenfeld (4) 1.54
13. Hans Moser: Wann i a Weinderl beiß (Loubé) 2.11
14. Witzchen ala Peter Frankenfeld (4) 2.43
15. Ronny Werner: Gleich noch einmal! (Stemmler/Krapp/Brandin) 2.09

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Inge Brandenburg – Don’t Take Your Love + 3 (1960)

FrontCover1Ganz sicher einer der bewegendsten Musikerinnen-Biographien des Nachkriegs-Deutschlands und es ist eine sehr tragische Biographie:

Inge Brandenburg (* 18. Februar 1929 in Leipzig; † 23. Februar 1999 in München) war eine deutsche Jazzsängerin und Theaterschauspielerin. Sie wird oft als beste deutsche Jazzsängerin der 1960er Jahre bezeichnet.

Inge Brandenburg wurde in eine zerrüttete Familie hineingeboren, in der Gewalt und Streit herrschten. Ihre Eltern verlor sie jugendlich durch die Nationalsozialisten; der Vater brachte sich, als Kommunist im KZ Mauthausen inhaftiert, 1941 um, die Mutter wurde als „Asoziale“ in das KZ Ravensbrück interniert und kurz vor Kriegsende erschossen. Aufgrund dessen verbrachte sie den Großteil ihrer Jugend in einem Heim in Bernburg.

Nach Kriegsende flüchtete sie in die amerikanische Zone nach Hof, dann weiter nach Augsburg. Dort kam sie in den GI-Clubs das erste Mal mit Jazz in Kontakt; es folgten erste Engagements. Als Autodidaktin entwickelte sie sich zunehmend zu einer hervorragenden Jazz-Interpretin. Nach Auftritten in Nachtclubs und Tanzlokalen unternahm sie eine achtmonatige Tourneereise nach Schweden, die von Erfolg gekrönt war (ursprünglich geplant waren nur vier Wochen). Zurück in Deutschland kam der Durchbruch 1958 auf dem Deutschen Jazzfestival in Frankfurt am Main; auch die Kritiker prophezeiten ihr eine große Zukunft. Sie erhielt ihren ersten Plattenvertrag und sang bald, geschätzt wegen des dunklen Timbres in ihrer Stimme und ihres hervorragenden Timings, mit der ersten Garde der Jazzer.

Beim Festival Européen du Jazz in Antibes 1960 wurde sie als beste europäische Sängerin ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit mit Hans Koller, Albert Mangelsdorff, Emil Mangelsdorff, Helmut Brandt und den Orchestern von Kurt Edelhagen und Erwin Lehn festigten ihren Ruf als die beste westdeutsche Jazzsängerin; sie sang vor allem im Swing-Idiom und Blues-Stücke. Ihre Interpretation von Lover Man machte sie angeblich 1960 „zur Legende“: „Unbeeindruckt von den damals schon vorliegenden überwältigenden Vokal-Aufnahmen, sang sich die junge Deutsche mit individueller Phrasierung und seelenvoller dunkler Stimme die Seele aus dem Leib.“

IngeBrandenburg1Anfang der 1960er Jahre wurde Inge Brandenburg von dem AFN-Moderator Charlie Hickman gemanagt, der ihr die ersten Fernsehauftritte verschaffte, unter anderem mit Ted Heath (1962). Sie tourte 1965 mit der Gunter Hampel Group und interpretierte Ornette-Coleman-Stücke wie Lonely Woman. 1968 ging sie mit dem Trio von Wolfgang Dauner auf Tournee. Plattenfirmen veröffentlichten einige Aufnahmen mit ihr, wollten aber lieber (besser verkäufliche) Schlager-ähnliche Stücke aufnehmen, wozu sie nicht bereit war. Durch Probleme mit Alkohol und ihre reizbare Art galt sie nun als schwierig. Auch die Auftritte wurden immer weniger, so dass sie später überwiegend Theater spielte. 1976 sang sie noch einmal auf einem Jazzfestival in Würzburg, 1974 und 1976 im Sinkkasten in Frankfurt am Main, 1985 in der Brotfabrik in Frankfurt am Main, oder in Omnibus (Würzburg) und Sudhaus in (Stuttgart) mit Peter Mayer Quartett und Jan Jankeje . Dann zog sie sich aufgrund der schwierigen ökonomischen Situation aus dem Musikmarkt komplett zurück.

Nach dem Karriereende rutschte Brandenburg in tiefere Alkoholprobleme ab, hinzu kamen Probleme mit ihren Stimmbändern. 1990 unterzog sie sich einer Operation der Stimmbänder. Mitte der Neunzigerjahre versuchte sie ein Comeback – unterstützt von Gerry Hayes und Charly Antolini, mit den Trios der Pianisten Walter Lang bzw. Heinz Frommeyer, welches jedoch misslang. Verarmt starb sie 1999 in einem Schwabinger Krankenhaus.

Am 16. Juni 2011 wurde der zweistündige Dokumentarfilm Sing! Inge, Sing! – der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg von Marc Boettcher uraufgeführt. Im Oktober 2011 startete der mit dem „Prädikat Wertvoll“ ausgezeichnete Film im Kino, im Mai 2012 erschien der Film außerdem auf DVD.

Am 5. Dezember 2012 wurde auf ARTE TV eine 52-minütige Kurzfassung des Kinofilms unter dem Titel Die Deutsche Lady Jazz (La lady allemande du Jazz) erstmals im deutschen und französischen Fernsehen ausgestrahlt. Diese TV-Fassung wurde am 29. Januar 2013 für den Grimme-Preis 2013 im Bereich Information und Kultur nominiert.

Die Audio-CD zum Film Sing! Inge, Sing! mit 22 von Inge Brandenburg gesungenen Jazz-Titeln wurde am 15. Februar 2012 auf der Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik gewürdigt. (Quelle: wikipedia)

Hört man sich diese alte Aufnahmen heute wieder mal an, kommt man ja aus dem Staunen gar nicht raus … eine derartig reife Jazz-Sängerin und es ist schon fast beschämend, dass ihre musikalische Karriere derart miserabel verlaufen ist …

Und so werde ich immer wieder mal ihre Aufnahme hier präsentieren. Ich fang mal an mit einer EP – Sonderpressung für den „Deutschen Schallplattenring“  (dieser Ring war quasi ein Konkurrenzprodukt zum Bertelsmann Club), der ihre famosen Interpretationen von Jazz-Standards zum Inhalt hat. Diese EP ist eigentlich fast identisch mit der offiziellen Decca EP „Herzlichst Inge“ (der Titel „There´ll Never Be Another You“ wurde durch „Goody Goody“ ersetzt).

Hören, staunen, geniessen !

IngeLive1

Die German Allstars (v.l.): Joki Freund, Emil Mangelsdorff, Dusko Goykovich, Albert Mangelsdorff, Inge Brandenburg

 

Besetzung:
Inge Brandenburg (vocals)
+
Werner Müller und sein Orchester
Die Helmut Brandt Combo

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Titel:
01. Don´t Take You Love (Nemo) 2.45
02. All Of Me (Marks/Simon) 3.56
03. Goody Goody (Mercer/Malneck/Burg/Holland) 2.09
04. Lover Man Oh Where CanYou Be (Ramirez/Davis/Shermann) 3.52

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Fred Artmeier und seine Hawaiian Band – Perlen der Südsee (1960)

FrontCover1Fred Artmeier war in den 60er Jahren sowas wie der Haus- und Hof-Musiker für das Label Tempo Schallplatten, das seinen Sitz in Grosshesselohe (ein kleines Örtchen südlich von München, kurz vor Grünwald gelegen).

Seine Südesee-Träume erschienen auf dem Label Tempo, ein Billig-Label, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1931 reichen:
Tempo war ein deutsches Plattenlabel der 1930er bis 1970er Jahre.

1931 gründete Otto Stahmann in Berlin-Wilmersdorf das Tonträgerunternehmen Schallplattenindustrie Otto Stahmann – Brillant AG. Schwerpunkt war die Produktion von Schallplatten mit einem populären Repertoire zu einem günstigen Preis, bestimmt für den Verkauf in Warenhäusern und Einheitsgeschäften. Die Firma entwickelte sich in den 1930ern zu einem Quasi-Monopolisten im Billigsektor. Die Platten wurden unter anderem unter den Labels Brillant-Special, Record und Grohag verkauft. Schon wenige Jahre später konnte Stahmann ein größeres Presswerk in Potsdam-Babelsberg errichten. Mitte 1937 wurde der Markenwechsel von Brillant-Special zu Tempo vollzogen. Gleichzeitig fand die Umbenennung der Firma in Tempo Schallplatten GmbH Otto Stahmann statt.

Von einigen amerikanischen Matrizen des Labels Clangor, ungarischen Einspielungen von Radiola abgesehen, veröffentlichte Tempo schon vor dem Krieg vor allem Eigenproduktionen. Obwohl Tempo als eine billige Kaufhausmarke galt, war die

Gitarrenlehrbuch

Ein Fred Artmeier Gitarrenlehrbuch (60er Jahre)

künstlerische und technische Qualität der Schallplatten bemerkenswert hoch. Während des Zweiten Weltkrieges veröffentlichte Tempo unter anderem populäre Tanzmusik bekannter Orchester von Bernard Etté, Kurt Widmann oder Horst Winter.

Nach dem Krieg ging das kaum zerstörte Presswerk in Babelsberg in Besitz des VEB Lied der Zeit über. Die Schallplatten der Marke Tempo wurden fortan von der neu gegründeten Schallplattenfabrik Special-Record GmbH in Großhesselohe bei München hergestellt. Hier begann eine völlig neue Produktion, jedoch wurden einige alte Aufnahmen auf den Labels Special Record und Union Record herausgebracht. Es folgten einige Übernahmen belgischer Matrizen der Marken Sphinx und Ronnex. Im Gegenzug dazu erschienen Tempo-Aufnahmen auf Billiglabels in Belgien und den Niederlanden.

Das Konzept der Vorkriegszeit konnte während der großen Zeit des Schlagers in den 1950er Jahren erfolgreich fortgesetzt werden. Nahezu alle damaligen Hits wurden bei Tempo mit eigenen Vertragsmusikern neu eingespielt. Aufgrund des nach wie vor günstigen Verkaufspreises waren die Singles und EPs der Marke Tempo während der Zeit des Wirtschaftswunders fester Bestandteil der deutschen Alltagskultur. Einige bei dem Billiglabel engagierte Musiker konnten sogar eine gewisse Popularität erreichen und ihre Karriere bei größeren Plattenfirmen fortsetzen. Zu den bekanntesten Interpreten, die bei Tempo oft unter Pseudonymen arbeiteten, gehörten Fred Bertelmann, Rainer Bertram, Peggy Brown, Christian Bruhn, Fancy (als Tess Teiges), Gerd Fitz, Tommy Kent (als Tommy Shane), Charlotte Marian sowie Teddy Parker (als Bernd Anderson, Jimmy Fields, Bobby Stern etc.). Auch die Aufnahmen der Humoristen Herbert Hisel und Kathi Prechtl stießen beim Publikum auf eine große Nachfrage.

Das Aufkommen der Beatmusik verringerte die Verkaufszahlen des Billiglabels ab Mitte der 1960er Jahre erheblich. Die Produktion wurde wahrscheinlich um 1980 eingestellt. Die Lizenzen der Aufnahmen liegen heute bei Heloton Multimedia mit Sitz in Prüm. (Quelle: wikipedia)

Hier also jede Menge süßlicher Klänge bei denen man zumindest keine Karries kriegt, im Gegensatz zu all dem anderen Süßkram, der uns täglich feilgeboten wird.

Der Fred Artmeier ist übrigens all die Jahre der Musik treu geblieben. So hat er diverse Bücher zum erlernen diverser Instrumente (von Ukule über Mandoline bis hin zur Gitarre) veröffentlicht (eines seiner Werke, 1965 erschienen, hieß übrigens „Spielanleitung zur Begleitung von Beatmusik (Untertitel; für Elektro- und Rhythmusgitarre, Elektrobaß, 12-Saitengitarre und Schlagzeug)

Und seit den 80er Jahren war er dann im Bayerischen Rundfunk verantwortlich für die Laienmusik und seine Spuren im Netz sind sehr vielfältig; leider hat es bisher noch keiner für notwendig gehalten, sein Lebenswerk komprimiert auf einer website darzustellen. Und so bin ich mir nicht sicher, ob die Todesanzeige aus dem Jahr 2010 , die ich da gefunden habe, ihm zuzuordnen ist.

Sicher bin ich mir allerdings, dass wir hier noch mehr von ihm lesen werden können …

FredArtmeier2003

Im Rahmen des Festaktes zum Verbandsmusikfest wurde Fred Artmeier für seine engagierte Arbeit in der
Abteilung Laienmusik des Bayerischen Rundfunks zum „Kulturbotschafter der Blasmusik im MON (Musikbund von Ober- und Niederbayern) 2003“ ernannt !

Ach ja, das drollige Südsee.Mädchen-Foto auf dem Cover fand schon einmal Verwendung (zumindest in einer abgewandelten Fassung). Diese junge Frau erschien bereits 1958 auf einer Single („Blume von Hawaii“ + „Im weißen Rösl“)  des Orchesters Kurt Graunke (so war das halt damals bei einem Billiglabel namens Tempo):

SingleOrchesterKurtGraunke1958

Besetzung:
Fred Artmeier (guitar)
Hans Lehmann (bass)
Franz Löffler (guitar)
Bernie Prock (drums)
Rudi Risavy (vibraphone)
Paul Schmotz (celesta, accordeon)
Ernst Zeiner (hawaiin guitar)

BackCover1

Titel:
01. Medley 1:
– Träume von der Südsee (Kirchstein) 1.10
– Blue Hawaii (Rubin/Raininger) 0.35
– Hawaiin Lullaby (Barring) 1.20
02. Der weiße Mond von Marathonga (Scharfenberger) 2.05
03. Medley 2:
– By By Samoa (Weinzierl) 1.12
– Honolulu-Baby (Barring) 1.08
04. Hawaiin Idyll Carl) 1.40
05. Träumen unter Palmen (Artmeier) 0.50
06. Blue Sea (Artmeier) 2.47
07. Medley 3:
– Jim, Jonny und Jonas (Bond) 1.03
– Sehnsucht nach Hawaii (Artmeier) 1.00
08. Medley 4:
– Hawaiin Souvenir (Sky) 1.00
– Beautiful Island (Barring) 1.24
09. Hawaiin War Chant + Hilomarsch (Traditional) 2.06
10. Medley 5.
– Unter den Sternen des Südens (Scharfenberger) 1.30
– Surabaya (Bruhn) 0.45
– Bali-Waltz (Artmeier) 1.21
11. Medley 6:
– Magic Tears (Bauer) 1.40
– Good By Tahiti (Zeiner) 1.20
12. Medley 7:
– Lolita (Zeisner/Spiller/Kubert) 1.06
– Midnight Star (Löffler) 1.35
13. Medley 8:
– Eine Insel aus Träumen geboren (Kreuder/Schröder) 1.10
– Hula Song (Artmeier) 1.00
14. Medley 9:
– Am weißen Strand von Suerabaya (Buardo) 1.45
– Märchen von Tahiti (Brown) 1.06
15. Medley 10:
– Alo Ahe (Traditional) 1.14
– Grüß mir mein Hawaii (Kollo) 1.16

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Billy Mo – Wenn die Elisabeth (nicht so schöne Beine hätt´) + Wenn ich die blonde Inge (1960)

FrontCover1Und jetzt ein wenig Platz für ein ganz besonderes Unikum der deutschen Schlagerszene in den 60er Jahren:

Prof. Dr. Peter Mico Joachim
Wer?
Die Rede ist von Billy Mo, der am 22. Februar 1923 auf Trinidad geboren wurde und von dem kaum jemand weiß, dass er diese Titel und Namen trägt.
Billy Mo, unter diesem Pseudonym machte sich der Musiker einen Namen. Als Waise aufgewachsen, verschlug es ihn 1945 als (exzellenten!) Trompeter nach London, wo er unter anderem mit Stars wie Winifred Atwell und der Ivor Curzon Band auftrat. 1956 kam Mo nach Hamburg. In der Folgezeit entstanden hochwertige Swing-Einspielungen; sie unterstrichen nachdrücklich das außergewöhnliche solistische Können des Musikers, das bis heute viel zu selten gewürdigt wurde.
Seine Qualität als Trompeter bewies er auch für Bert Kaempfert: Das wundervolle Solo auf dessen gefühlvollem, unvergessenem Hit „Mitternachts-Blues“ (1958) spielte Billy Mo. Im selben Jahr begann Mo dann mit deutschsprachigen Swingaufnahmen. Ab 1960 gelangen ihm Hitparaden-Erfolge wie: „Wenn die Elisabeth“ (1960), „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“ (Platz 1, 1963), „Bierdeckel-Polka“ (1963), Das „Humbta-Täterä“ (1964) und „Der Salontiroler“ (1964). Drei Jahre später gehörte Mo zu den künstlerischen Gästen der ersten Farbsendung im deutschen Fernsehen.
Auch wenn danach die Zeit der Hits vorüber war, konnte man Mo immer wieder bei Oldie-Veranstaltungen mit seinem unverwüstlichen Tirolerhut-Schlager antreffen. Das Privatleben des stets freundlichen, ungekünstelten und zurückhaltenden Stars sorgte nie für Aufsehen. Mit Ehefrau Sylvia wohnte er in den letzten Jahren in Wunstorf bei Hannover. Im Dezember 2001 traf ihn ein schwerer Schicksalsschlag: Mo war in seinem Haus zusammengebrochen und erlitt eine Gehirnblutung, nachdem er wenige Stunden zuvor noch auf der Bühne gestanden hatte. Am 4. Juli 2002 verlieh ihm der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel das Bundesverdienstkreuz für sein Leben und Wirken.

Billy Mo verstarb am 16.7.2004 an den Folgen eines Herzversagens. (Quelle: Oldieforum)

Live

Oder auch:

Wohl kaum ein anderer Schlagersänger der 60er Jahre ist so sehr mit einem Kleidungsstück verbunden wie Billy Mo. Mit Titeln wie „Das Fräulein Gerda“ oder „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ hat der karibische Jazz-Trompeter im Nachkriegsdeutschland schon einige Hits gelandet, da wird er 1962 mit seinem Sensationserfolg „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“ zum Unterhaltungsstar.

Das Lied beschert Mo nicht nur einen Nummer-eins-Hit, sondern auch sein Markenzeichen. Von nun an ist er fast nur noch mit Trompete – und eben einem „Tirolerhut“ – zu sehen.

Geboren wird Billy Mo am 22. Februar 1923 unter dem Namen Peter Mico Joachim auf Trinidad. Sein Vater ist ein deutscher Offizier, der in Kamerun stationiert ist. Groß wird Mo in einem Waisenhaus auf Trinidad. Auf der Karibikinsel sammelt er als Musiker auch erste Banderfahrungen.

GrabsteinMitte der 40er Jahre geht Mo nach London, um an der dortigen Musikhochschule Trompete und Gesang zu studieren. 1953 promoviert er dort. Ein Jahr später übersiedelt er nach Hamburg, wo er als Jazz-Trompeter auf sich aufmerksam macht. In der Komödie „Drillinge an Bord“ mit Heinz Erhardt und Trude Herr hat er 1959 einen Auftritt als Bordmusiker und Kleinkrimineller. In der Folge erobert er sich im schunkelsüchtigen Nachkriegsdeutschland einen festen Platz im Unterhaltungsrepertoire.

Dabei wird der promovierte Musiker als „Negerstar“ oftmals auf alkoholgeschwängerte humoristische Clownerien und exotische Zweideutigkeit abonniert – und eben auf sein Markenzeichen. „Wenn ich die blonde Inge (… abends nach Hause bringe)“, „Herr Wirt, wo ist mein Hut“ oder „Zu viel Rum unterm Hut“ lauten einige der Titel, mit denen er Erfolge feiert.

An den Erfolg von „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“ kann Mo ein Jahr später mit „Humba Täterä“ anknüpfen – einem Karnevalsschlager von Toni Hämmerle, den er mit der Mainzer Karnevalsikone Ernst Neger einspielt. Nebenbei tritt er aber immer wieder, von der breiten Öffentlichkeit unbeachtet, auch in Jazzklubs auf.

2002 wird Billy Mo das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Da hat er bereits einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich nie mehr richtig erholen wird. Er stirbt 2004 in Hannover im Alter von 81 Jahren an Herzversagen. Seinen Grabstein schmückt eine Trompete – und ein Tirolerhut. (Quelle: WDR)

Und wenn ich das recht überblicke hat mit „Wenn die Elisabeth (nicht so schöne Beine hätt´)“ seine dritte Single veröffentlicht. Und: beide Lieder sind ja eigentlich Lieder aus der Weimarer Republik und deshalb habe ich es mir erlaubt, die Original-Versionen als Ergänzungen in das kleine Päckchen zu packen.

Dann wünsch´ ich mal vergnügtes Schmunzeln …

BillyMo

Besetzung:
Billy Mo (vocals, trumpet)
+
Sammy Bird und sein Orchester

BackCover1

Titel:
01. Wenn die Elisabeth (nicht so schöne Beine hätt´) (Katscher/Farkas/Herczeg) 2.42
02. Wenn ich die blonde Inge (nach Hause bringe) (Schwarz) 2.12
+
03. Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt‘ (Austin Egen – 1930) (Katscher/Farkas/Herczeg) 2.28
04. Wenn ich die blonde Inge nach Hause bringe (Dajos Béla – 1929) (Schwarz) 2.58

LabelB1

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AustinEgenSchellack

Das Original aus dem Jahr 1930

Verschiedene Interpreten – Hits im Doppelpack (2013) (CD 1)

FrontCover1Die Grundidee dieser CD Edition ist schon amüsant:

Man nehme: Original-Schlager und Hits der 50er  vornehmlich aus den USA und stelle sie den dann später folgenden deutschen Cover-Versionen gegenüber und dann gibt es nicht nur ein buntes Stell-Dich-Ein mit Stars dieser Jahre (Willy Hagara, Bibi Johns etc.), sondern es laufen einem auch jede Menge unbekannte Musikanten über den Weg (Jörg Maria Berg, Bob & Eddy, Hula Hawaiian Quartett9

Und wenn auch die meisten Original-Versionen geschmeidiger sind, so gibt es immer wieder deutsche Interpretationen, die einen aufhorchen lassen, z.B. die von der Evelyn Künnecke und natürlich die famose Inge Brandenburg.

Und so manche Songs sind schon ein wenig keck, man ist fast geneigt zu vermerken, dass sich hier ein unsittliches Gedankengut breit gemacht hat, dass doch sehr bedenklich ist !

Und somit ist diese Präsentation durchaus vergnüglich … mehr als eine Prise Nostalgie wird frei Haus geliefert und das schönste ist, ja, dass weitere 9 Exemplare dieser Art folgen werden !

SingelHüllen01
SingelHüllen02
SingelHüllen03
KünneckeBoogieFC

Titel:
01 . Mcguire Sisters: Sugartime (Phillips/Echols) (1957) 2.32
02. Willy Hagara: Nur In Portofino (Phillips/Echols/?) (1957) 2.20

03. Glenn Miller: Chattanooga Choo Choo (Gordon/Warren) (1941) 3.16
04. Bully Buhlan: Kötschenbroda Express (Gordon/Warren(?) (1947) 5.14

05. Dean Martin: Bella Bimba (DeMejo) (1952) 2.47
06. Bibi Johns: Bella Bimba (DeMejo/Feltz) (1953) 3.07

07. Johnny Ray: Hernando’s Hideaway (Ross) (1954) 2.24
08. Evelyn Künneke: Hernando’s Hideaway (Ross/Adler/Neumann (1956) 3.01

09. Jimmie Rodgers: Woman From Liberia (Whiting/Rodgers) (1958) 2.07
10. Ted Herold: Isabell (Whiting/Rodgers/Bradtke) (1960) 2.01

11. Franky Lymon: Goody Goody (Vars/Dunham/Mercer) (1957) 2.12
12. Inge Brandenburg: Goody Goody (Vars/Dunham/Mercer/Holland) (1960) 2.08

13. Perez Prado: Patricia (Prado) (1958) 2.20
14. Jörg Maria Berg: Prado (Prado/Beckmann) (1958) 2.52

15. Kay Starr: Rock And Roll Waltz (Allen) (1955) 2.58
16. Evelyn Künneke: Boogie im Dreivierteltakt (Allen/Bradtke) (1956) 2.50

17. Ken Colyer´s Skiffle Group: Casey Jones (Traditional) (1954) 2.33
18. Bob & Eddy: Casey Jones (Traditional/Roda/Petersen) (1959) 2.42

19. Bing Crosby: Jim, Johnny & Jonas (Bond) (1954) 3.03
20. Hula Hawaiian Quartett: Jim, Johnny & Jonas (Bond/Heinzli) (1954) 3.09

CD1
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Karneval-Orchester – Wir machen durch bis morgen früh (ca. 1960)

KarnevalOrchesterFrontCover.jpgKarneval/Fasching ist natürlich längst vorbei … aber hier kommt einfach so ein kleinr Nachzügler daher. und zwar in Form eines …

… kleinem, ziemlich rarem Schmankerl „Wir machen durch bis morgen früh“, erschienen auf dem Billig-Label „tip“. Das genaue Erscheinungsjahr ist weder der Hülle noch dem Label der Schallplatte  zu entnehmen; ich vermute ca. 1960, wenn ich mir die Labelnummern-Listen von diesem Label so durchschaue.

Den gleichen Titel trägt übrigens auch eine LP vom gleichen Label, es handelt sich hier also um so ne Art Auskopplung für die, die damals keinen so dicken Geldbeutel hatten.

Das „Stimmung-Potpourri“ umfasst diverse Lieder, die durchgehend  eingespielt wurden. Die Hülle verrät dann auch noch, wer diese Lieder eingespielt hat: „Großes Karneval Orchester mit Chos und Solisten“. Aha … so ist das also.

Und nun hinein ins Vergnügen … heute wie damals wurde halt getanzt und gelacht in dieser närrischen Jahreszeit … und wenn´s denn sein musste, bis morgen früh !

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LP: „Wir machen durch bis morgen früh“

Titel:

Seite 1 (5.48):
01. Rheinische Lieder (Ostermann)
02. Am 30. Mai ist der Weltuntergang (Erpel/Roda)
03. Der treue Husar (Franzten)
04. Ajujah (Volksweise)
05. Karnevalsmarsch (Hannemann)
06. O,du wunderschöner deutscher Rhein (Förster/Matthäus)

Seite 2 (5.43):
01. Bums-valdera (Wir machen durch bis morgen früh) (Quanz/Weber)
02. Du alter Räuber (Eilemann/Urban/de Avilés)
03. Du darfst mich lieben für drei tolle Tage (Lonsdorfer/Hammer)
04. Die Liebe ist schuld daran (Otten/Ebeler)
05. Gib acht auf den Jahrgang (Jussenhoven/Schlösser)
06. Rheinländermädel (Ostermann)

LabelA1
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