Billy Mo – Wenn die Elisabeth (nicht so schöne Beine hätt´) + Wenn ich die blonde Inge (1960)

FrontCover1Und jetzt ein wenig Platz für ein ganz besonderes Unikum der deutschen Schlagerszene in den 60er Jahren:

Prof. Dr. Peter Mico Joachim
Wer?
Die Rede ist von Billy Mo, der am 22. Februar 1923 auf Trinidad geboren wurde und von dem kaum jemand weiß, dass er diese Titel und Namen trägt.
Billy Mo, unter diesem Pseudonym machte sich der Musiker einen Namen. Als Waise aufgewachsen, verschlug es ihn 1945 als (exzellenten!) Trompeter nach London, wo er unter anderem mit Stars wie Winifred Atwell und der Ivor Curzon Band auftrat. 1956 kam Mo nach Hamburg. In der Folgezeit entstanden hochwertige Swing-Einspielungen; sie unterstrichen nachdrücklich das außergewöhnliche solistische Können des Musikers, das bis heute viel zu selten gewürdigt wurde.
Seine Qualität als Trompeter bewies er auch für Bert Kaempfert: Das wundervolle Solo auf dessen gefühlvollem, unvergessenem Hit „Mitternachts-Blues“ (1958) spielte Billy Mo. Im selben Jahr begann Mo dann mit deutschsprachigen Swingaufnahmen. Ab 1960 gelangen ihm Hitparaden-Erfolge wie: „Wenn die Elisabeth“ (1960), „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“ (Platz 1, 1963), „Bierdeckel-Polka“ (1963), Das „Humbta-Täterä“ (1964) und „Der Salontiroler“ (1964). Drei Jahre später gehörte Mo zu den künstlerischen Gästen der ersten Farbsendung im deutschen Fernsehen.
Auch wenn danach die Zeit der Hits vorüber war, konnte man Mo immer wieder bei Oldie-Veranstaltungen mit seinem unverwüstlichen Tirolerhut-Schlager antreffen. Das Privatleben des stets freundlichen, ungekünstelten und zurückhaltenden Stars sorgte nie für Aufsehen. Mit Ehefrau Sylvia wohnte er in den letzten Jahren in Wunstorf bei Hannover. Im Dezember 2001 traf ihn ein schwerer Schicksalsschlag: Mo war in seinem Haus zusammengebrochen und erlitt eine Gehirnblutung, nachdem er wenige Stunden zuvor noch auf der Bühne gestanden hatte. Am 4. Juli 2002 verlieh ihm der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel das Bundesverdienstkreuz für sein Leben und Wirken.

Billy Mo verstarb am 16.7.2004 an den Folgen eines Herzversagens. (Quelle: Oldieforum)

Live

Oder auch:

Wohl kaum ein anderer Schlagersänger der 60er Jahre ist so sehr mit einem Kleidungsstück verbunden wie Billy Mo. Mit Titeln wie „Das Fräulein Gerda“ oder „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ hat der karibische Jazz-Trompeter im Nachkriegsdeutschland schon einige Hits gelandet, da wird er 1962 mit seinem Sensationserfolg „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“ zum Unterhaltungsstar.

Das Lied beschert Mo nicht nur einen Nummer-eins-Hit, sondern auch sein Markenzeichen. Von nun an ist er fast nur noch mit Trompete – und eben einem „Tirolerhut“ – zu sehen.

Geboren wird Billy Mo am 22. Februar 1923 unter dem Namen Peter Mico Joachim auf Trinidad. Sein Vater ist ein deutscher Offizier, der in Kamerun stationiert ist. Groß wird Mo in einem Waisenhaus auf Trinidad. Auf der Karibikinsel sammelt er als Musiker auch erste Banderfahrungen.

GrabsteinMitte der 40er Jahre geht Mo nach London, um an der dortigen Musikhochschule Trompete und Gesang zu studieren. 1953 promoviert er dort. Ein Jahr später übersiedelt er nach Hamburg, wo er als Jazz-Trompeter auf sich aufmerksam macht. In der Komödie „Drillinge an Bord“ mit Heinz Erhardt und Trude Herr hat er 1959 einen Auftritt als Bordmusiker und Kleinkrimineller. In der Folge erobert er sich im schunkelsüchtigen Nachkriegsdeutschland einen festen Platz im Unterhaltungsrepertoire.

Dabei wird der promovierte Musiker als „Negerstar“ oftmals auf alkoholgeschwängerte humoristische Clownerien und exotische Zweideutigkeit abonniert – und eben auf sein Markenzeichen. „Wenn ich die blonde Inge (… abends nach Hause bringe)“, „Herr Wirt, wo ist mein Hut“ oder „Zu viel Rum unterm Hut“ lauten einige der Titel, mit denen er Erfolge feiert.

An den Erfolg von „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“ kann Mo ein Jahr später mit „Humba Täterä“ anknüpfen – einem Karnevalsschlager von Toni Hämmerle, den er mit der Mainzer Karnevalsikone Ernst Neger einspielt. Nebenbei tritt er aber immer wieder, von der breiten Öffentlichkeit unbeachtet, auch in Jazzklubs auf.

2002 wird Billy Mo das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Da hat er bereits einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich nie mehr richtig erholen wird. Er stirbt 2004 in Hannover im Alter von 81 Jahren an Herzversagen. Seinen Grabstein schmückt eine Trompete – und ein Tirolerhut. (Quelle: WDR)

Und wenn ich das recht überblicke hat mit „Wenn die Elisabeth (nicht so schöne Beine hätt´)“ seine dritte Single veröffentlicht. Und: beide Lieder sind ja eigentlich Lieder aus der Weimarer Republik und deshalb habe ich es mir erlaubt, die Original-Versionen als Ergänzungen in das kleine Päckchen zu packen.

Dann wünsch´ ich mal vergnügtes Schmunzeln …

BillyMo

Besetzung:
Billy Mo (vocals, trumpet)
+
Sammy Bird und sein Orchester

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Titel:
01. Wenn die Elisabeth (nicht so schöne Beine hätt´) (Katscher/Farkas/Herczeg) 2.42
02. Wenn ich die blonde Inge (nach Hause bringe) (Schwarz) 2.12
+
03. Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt‘ (Austin Egen – 1930) (Katscher/Farkas/Herczeg) 2.28
04. Wenn ich die blonde Inge nach Hause bringe (Dajos Béla – 1929) (Schwarz) 2.58

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AustinEgenSchellack

Das Original aus dem Jahr 1930

Verschiedene Interpreten – Hits im Doppelpack (2013) (CD 1)

FrontCover1Die Grundidee dieser CD Edition ist schon amüsant:

Man nehme: Original-Schlager und Hits der 50er  vornehmlich aus den USA und stelle sie den dann später folgenden deutschen Cover-Versionen gegenüber und dann gibt es nicht nur ein buntes Stell-Dich-Ein mit Stars dieser Jahre (Willy Hagara, Bibi Johns etc.), sondern es laufen einem auch jede Menge unbekannte Musikanten über den Weg (Jörg Maria Berg, Bob & Eddy, Hula Hawaiian Quartett9

Und wenn auch die meisten Original-Versionen geschmeidiger sind, so gibt es immer wieder deutsche Interpretationen, die einen aufhorchen lassen, z.B. die von der Evelyn Künnecke und natürlich die famose Inge Brandenburg.

Und so manche Songs sind schon ein wenig keck, man ist fast geneigt zu vermerken, dass sich hier ein unsittliches Gedankengut breit gemacht hat, dass doch sehr bedenklich ist !

Und somit ist diese Präsentation durchaus vergnüglich … mehr als eine Prise Nostalgie wird frei Haus geliefert und das schönste ist, ja, dass weitere 9 Exemplare dieser Art folgen werden !

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SingelHüllen02
SingelHüllen03
KünneckeBoogieFC

Titel:
01 . Mcguire Sisters: Sugartime (Phillips/Echols) (1957) 2.32
02. Willy Hagara: Nur In Portofino (Phillips/Echols/?) (1957) 2.20

03. Glenn Miller: Chattanooga Choo Choo (Gordon/Warren) (1941) 3.16
04. Bully Buhlan: Kötschenbroda Express (Gordon/Warren(?) (1947) 5.14

05. Dean Martin: Bella Bimba (DeMejo) (1952) 2.47
06. Bibi Johns: Bella Bimba (DeMejo/Feltz) (1953) 3.07

07. Johnny Ray: Hernando’s Hideaway (Ross) (1954) 2.24
08. Evelyn Künneke: Hernando’s Hideaway (Ross/Adler/Neumann (1956) 3.01

09. Jimmie Rodgers: Woman From Liberia (Whiting/Rodgers) (1958) 2.07
10. Ted Herold: Isabell (Whiting/Rodgers/Bradtke) (1960) 2.01

11. Franky Lymon: Goody Goody (Vars/Dunham/Mercer) (1957) 2.12
12. Inge Brandenburg: Goody Goody (Vars/Dunham/Mercer/Holland) (1960) 2.08

13. Perez Prado: Patricia (Prado) (1958) 2.20
14. Jörg Maria Berg: Prado (Prado/Beckmann) (1958) 2.52

15. Kay Starr: Rock And Roll Waltz (Allen) (1955) 2.58
16. Evelyn Künneke: Boogie im Dreivierteltakt (Allen/Bradtke) (1956) 2.50

17. Ken Colyer´s Skiffle Group: Casey Jones (Traditional) (1954) 2.33
18. Bob & Eddy: Casey Jones (Traditional/Roda/Petersen) (1959) 2.42

19. Bing Crosby: Jim, Johnny & Jonas (Bond) (1954) 3.03
20. Hula Hawaiian Quartett: Jim, Johnny & Jonas (Bond/Heinzli) (1954) 3.09

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Karneval-Orchester – Wir machen durch bis morgen früh (ca. 1960)

KarnevalOrchesterFrontCover.jpgKarneval/Fasching ist natürlich längst vorbei … aber hier kommt einfach so ein kleinr Nachzügler daher. und zwar in Form eines …

… kleinem, ziemlich rarem Schmankerl „Wir machen durch bis morgen früh“, erschienen auf dem Billig-Label „tip“. Das genaue Erscheinungsjahr ist weder der Hülle noch dem Label der Schallplatte  zu entnehmen; ich vermute ca. 1960, wenn ich mir die Labelnummern-Listen von diesem Label so durchschaue.

Den gleichen Titel trägt übrigens auch eine LP vom gleichen Label, es handelt sich hier also um so ne Art Auskopplung für die, die damals keinen so dicken Geldbeutel hatten.

Das „Stimmung-Potpourri“ umfasst diverse Lieder, die durchgehend  eingespielt wurden. Die Hülle verrät dann auch noch, wer diese Lieder eingespielt hat: „Großes Karneval Orchester mit Chos und Solisten“. Aha … so ist das also.

Und nun hinein ins Vergnügen … heute wie damals wurde halt getanzt und gelacht in dieser närrischen Jahreszeit … und wenn´s denn sein musste, bis morgen früh !

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LP: „Wir machen durch bis morgen früh“

Titel:

Seite 1 (5.48):
01. Rheinische Lieder (Ostermann)
02. Am 30. Mai ist der Weltuntergang (Erpel/Roda)
03. Der treue Husar (Franzten)
04. Ajujah (Volksweise)
05. Karnevalsmarsch (Hannemann)
06. O,du wunderschöner deutscher Rhein (Förster/Matthäus)

Seite 2 (5.43):
01. Bums-valdera (Wir machen durch bis morgen früh) (Quanz/Weber)
02. Du alter Räuber (Eilemann/Urban/de Avilés)
03. Du darfst mich lieben für drei tolle Tage (Lonsdorfer/Hammer)
04. Die Liebe ist schuld daran (Otten/Ebeler)
05. Gib acht auf den Jahrgang (Jussenhoven/Schlösser)
06. Rheinländermädel (Ostermann)

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Pepé Jamarillo y su Conjunto – Sudamericana (1961)

FrontCover1Jetzt lade ich alle Leserinnen und Leser dieses Blogs mal wieder dazu ein, ein wenig in die Ferne zu schweifen.

Eigentlich hat dieser Pepé Jamarillo in diesem blog so gar nichts zu suchen … aber ich mach da mal ne Ausnahme, denn: diese LP ist speziell für den damaligen westdeutschen Plattenmarkt produziert worden, frei nach dem Motto: jetzt wecken wir mal ein bisschen Fernweh.

Pepé Jamarillo (27. Oktober 1921 – 30. April 2001) war ein mexikanischer Pianist, der seine Karriere in den Nachtclubs von Mexiko City begann.

Irgendwann verschlug es ihn Ende der 50er Jahre in die USA und fortan wurde er als  „Ambassador of México.“  weltweit gefeiert.

Und diese LP sollte ihm auch dem deutschen Publikum nahebringen und dazu druckte man dann auf der Rückseite eine ausführliche Biographie des Pianisten ab …

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Nun ja … dabei blieb es dann nicht … und nachdem er sich weltweit einen Namen gemacht hat … kamen auch wir in der BRD auf den Gensuss … und vermutlich wurde in so mancher Kellerbar jener Jahre diese LP gespielt.

Und sie hört sich auch heute noch leicht und federnd an … und das erfreuliche ist dann auch noch, dass diese LP klangtechnisch zur Marke „astrein“ gehört … und da, owohl sie bald 60 Jahre auf dem Buckel hat.

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Besetzung:
Pepé Jamarillo (piano)
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Sway (Ruiz) 2.25
02. Capullito De Aleli (Herandez) 1.50
03. Siboney (Lecuona) 2.43
04. Amor (Ruiz) 2.29
05. Cachita (Herandez) 2.10
06. The Breeze And I (Lecuona) 2.18
07. El Cumbanchero (Herandez) 1.53
08. Perfidia (Dominguez) 2.41
09. Frenesi (Dominguez)
10. El Rancho Grande (Uranga) 2.27
11. You Belong To My Heart (Lara)
12. Brazil (Barroso) 2.45

 

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Hach, wie liebe ich diese alten Innenhüllen mit all den anderen musikalischen Schätzen jener Jahre

 

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Franz Schubert – Forellenquintet (Conrad Hansen + Das Strub Quartet) (1960)

FrontCover1.JPGJetzt verlass ich mich mal wieder auf wikipedia, da mir die vertieften Kenntnisse zum Forellenquintett fehlen:

„Das Klavierquintett opus post. 114 – D 667 in A-Dur von Franz Schubert ist unter dem Namen Forellenquintett bekannt. Es ist Schuberts einziges Klavierquintett und verlangt die aus heutiger Sicht unübliche Besetzung Pianoforte, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es jedoch durchaus weitere Kompositionen für diese Besetzung, so von Johann Nepomuk Hummel, Ferdinand Ries, Johann Baptist Cramer, George Onslow, Johann Ladislaus Dussek und Franz Limmer (1808–1857).

Schubert begann die Komposition des heiteren Stücks vermutlich im Jahre 1819 während seines ersten Aufenthaltes in Steyr, Österreich und vollendete es in Wien. Als einzige handschriftliche Quelle blieb eine Abschrift in Stimmen von Schuberts Freund Albert Stadler. Aus ihrem Titelblatt geht hervor, dass das Quintett auf Anregung und Wunsch des Steyrer Musikmäzens und Cellisten Silvester Paumgartner entstand und ihm auch gewidmet ist.

FranzSchubert.jpgEine erste – offenbar unbeachtete – Publikation erfolgte bereits am 7. Dezember 1820 in der Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode. Im Jahr nach Schuberts Tod, 1829, veröffentlichte der Wiener Musikverleger Josef Czerny, der das eigenschriftliche Manuskript aus Schuberts Nachlass gekauft hatte, dieses Quintett ebenfalls in Stimmen als op. post. 114. Das Autograph ist bis heute verschollen, doch war es mit ziemlicher Sicherheit Vorlage für Abschrift und Erstausgabe. Vergleicht man Stadlers Stimmen mit denjenigen der Wiener Erstausgabe, so ist aus vielen Details zu erkennen, dass das Autograph in Partitur notiert gewesen sein muss.

Den Beinamen erhielt das Quintett, weil Schubert dem Variationensatz sein Lied Die Forelle als Thema zugrunde legte (nach dem Gedicht von Christian Friedrich Daniel Schubart).“ (Qualle: wikipedia)

Soweit so gut … und diese Einspielung mit Conrad Hansen zählt bei vielen Kennern zu einer der innigsten Einspielungen … und das glaube ich jetzt einfach mal. Unabhängig davon spricht mich dieses Werk durchaus an …

Ach ja, das „Classique“ Label war damals wohl das Klassik Label von Ariola.

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Besetzung:
Conrad Hansen (piano)
Rolf Heister (bass)
Irene Güdel (cello)
Walter Müller (viola)
Max Strub (violine)

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geringfügig modifiziertes Frontcover

Titel:
01. Allegro vivace 12.15
02. Andante 3.19
03. Scherzo. Presto 5.42
04. Thema. Andantino – Variazioni I–V – Allegretto 5.26
05. Finale. Allegro giusto 6.41

Musik: Franz Schubert

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Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks – Die Moldau + Die verkaufte Braut (ca. 1960)

frontcover1Einerseits eine jene der unzähligen Klassik Alben des damals wohl sehr beliebten „Bertelsmann Schallplattenrings“, andererseits insofern bemerkenswert, weil hier das Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks von Dean Dixon dirigiert wird:

Dean Dixon (* 10. Januar 1915 in New York City; † 4. November 1976 in Zug / Schweiz) war ein US-amerikanischer Dirigent. Er gilt als der erste Afroamerikaner, der große amerikanische Symphonieorchester dirigierte, und als einer der ersten Amerikaner, die bei europäischen Orchestern einen Dirigentenposten innehatten.
Dixon studierte das Dirigieren bei Albert Stoessel an der Juilliard School und machte seinen Hochschulabschluss an der Columbia University. 1931 gründete er im Alter von 16 Jahren ein eigenes Orchester und einen Chor. 1941 leitete er als Gastdirigent das NBC Symphony Orchestra, dann das New York Philharmonic Orchestra. In den folgenden Jahren war er auch Gastdirigent beim Philadelphia Orchestra und beim Boston Symphony Orchestra. Wegen seiner Hautfarbe hatte es Dixon jedoch als Dirigent schwer in den deandixon02Vereinigten Staaten und ging 1949 nach Europa, wo er zunächst in Paris das Orchester von Radio France leitete. Von 1950 bis 1951 leitete er das Israel Philharmonic Orchestra, von 1953 bis 1960 die Göteborger Symphoniker, von 1964 bis 1967 das Sydney Symphony Orchestra und von 1961 bis 1974 das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt. Im Jahr 1970 kehrte er im Triumph nach Amerika zurück. Er wurde eingeladen, vor 75.000 Zuhörern im Central Park zu dirigieren und durfte – zum Ehrenbürger von New York ernannt – den goldenen Schlüssel aus den Händen des Bürgermeisters John Lindsay entgegennehmen.
Dean Dixon leitete die meisten großen Symphonieorchester in Europa, Israel, Japan und Lateinamerika. Er machte das europäische Publikum mit vielen amerikanischen Komponisten, wie beispielsweise William Grant Still, bekannt. Die American Society of Composers, Authors, and Publishers ehrte ihn für seine Bemühungen, die amerikanische Jugend für die Musik zu gewinnen, mit dem Award of Merit.
Dean Dixon war in erster Ehe mit der amerikanischen Pianistin Vivian Rivkin verheiratet, mit der er auch einige Schallplattenaufnahmen konzertanter Werke machte, u. a. George Gershwins Rhapsody in Blue.(Quelle: Wikipedia)
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Auf diesem 10″ Album widmet sich Dixon dem Komponisten Friedrich Smetana und leich bei „Die Moldau“ haut es mich vom Sitz, denn mit diesem Auszug aus dem Zyklus „Mein Vaterland“ hat Smetana ein Meisterwerk der symphonischen Dichtung fabriziert. Wr´s nicht glaub: anhören ! Besonders betrüblich ist, dass am Anfang der Aufnahme akustische Beeinträchtigungen zu beklagen sind.
„Die verkaufte Braut“ ist eine Oper von Smetana und ich finde Opernmusik ganz große Klasse, solange nicht gesungen wird … und dies ist hier der Fall … von daher auch hier: Prädikat: begeisternd (insbesondere „Tanz der Komödianten“).
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Die Aufnahmen wurde übrigens ursprünglich auf Ariola veröffentlicht; die meisten, wenn nicht alle Produktion des Bertelsmann Schallplattenrings waren ja Zweitverwertungen.
Und nachdem ich es schon bemerkenswert finde, dass ein dunkelhäutige Dirigent ausgerechnet in Deutschland – 15 Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges – so beliebt und anerkannt wie Dean Dixon war, habe ich der Präsentation einen Video-Clip beigelegt. Er enthält einen Beitrag des Hessischen Fernsehens vom 02.07.1960, in dem über die Berufung von Dixon zum neue Chefdirigenten des Sinfonie-Orchesters des Hessischen Rundfunks berichtet wird.
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Besetzung:
Das Symphonieorchester Des Westdeutschen Rundfunks, Köln unter der Leitung von Dean Dixon
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Titel:
Friedrich Smetana: Aus Der Sinfonischen Dichtung „Mein Vaterland“:
01. Die Moldau 12.47
Friedrich Smetana: Die verkaufte Braut:
02. Overtüre 6.48
03. Furiant 2.19
04. Tanz der Komödianten 5.12
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Friedrich Smetana