Orchester Gerhard Kneifel u.a. – Das gibt´s nur einmal – Eine Folge der schönsten Melodien von Werner Richard Heymann (1963)

FrontCover1Auch in der DDR gab´s damals – also Anfang der 60er Jahre – einen Bedarf an nostalgischen Melodien … denn anders würde sich diese Amiga-Single aus dem Jahr 1963 nicht erklären lassen. Denn mit dieser Single wird das musikalische Werk des Werner Richard Heymann  gewürdigt:

Werner Richard Heymann (* 14. Februar 1896 in Königsberg; † 30. Mai 1961 in München) war ein deutscher Komponist und Dirigent. Er gilt als einer der bedeutendsten Musikschöpfer der Weimarer Republik.

Seinen ersten Musikunterricht erteilte ihm Max Brode, der Leiter der Königsberger Philharmonie. Bereits im Alter von 12 Jahren trat Heymann in diesem Orchester als Violinist auf. Im Jahre 1912 siedelte er mit seinen Eltern nach Berlin über. Dort besuchte er die Königliche Hochschule für Musik; sein Lehrer war Paul Juon. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er für kurze Zeit – bis zur krankheitsbedingten Entlassung – Soldat.

Heymann01Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien begann er als Komponist mit verschiedenen Berliner Kabaretts zusammenzuarbeiten, u. a. mit dem Kabarett „Schall und Rauch“, dessen Leiter seinerzeit Max Reinhardt war. Heymann übernahm die Leitung des Kabaretts. Mitte der 1920er Jahre trat er durch Vermittlung von Erich Pommer die Stellung eines Assistenten des Generalmusikdirektors der UFA an. Bereits kurze Zeit später, im Jahre 1926, stieg er selbst zum Generalmusikdirektor auf. Sein Zuständigkeitsbereich in dieser Position umfasste die Kompositionen und Arrangements von Stummfilmen. Die Ablösung des Stummfilms durch den Tonfilm kam Heymann in Anbetracht seines musikalischen Hintergrundes sehr entgegen und legte den Grundstein für seine späteren Werke, mit denen er sich Weltgeltung verschaffen sollte.

1933 wurde ihm wegen seiner jüdischen Abstammung von der UFA gekündigt. Er ging in die Emigration; zuerst nach Paris, dann versuchte er in Hollywood eine neue Heimat und Wirkungsstätte zu finden, was jedoch misslang. Er kehrte daher nach Paris zurück und ging später nach London. Ende der 30er Jahre begab er sich ein weiteres Mal in die USA. Diesmal gelang es ihm, dort Fuß zu fassen. In Hollywood komponierte er mit großem Erfolg zahlreiche Filmmusiken, unter anderem für die Ernst Lubitsch-Filme Ninotschka mit Greta Garbo und Sein oder Nichtsein. Er wurde mehrmals für den Oscar nominiert, u. a. für die Filmmusik für den Film Blaubarts achte Frau, die in Kooperation mit Friedrich Hollaender entstand.

Heymann1959

Heymann 1959 in München mit Ehefrau und Tochter.

Im Jahre 1951 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er sich weiterhin dem Komponieren widmete. Er heiratete in vierter Ehe die Schauspielerin Elisabeth Millberg, mit der er eine Tochter, Elisabeth Charlotte Trautwein-Heymann (* 3. November 1952), bekam. Heymann starb 1961 in München. Er ist auf dem Münchener Waldfriedhof (Neuer Teil) begraben.

 

Seine kompositorischen Werke sind sehr umfangreich und vielfältig. Sie umfassen Operetten, Bühnenwerke, Filmmusiken, Kabarettmusiken, Schlager, Chansons sowie Lustspiele. Er vertonte außerdem Texte von Robert Gilbert, Walter Mehring, Kurt Tucholsky, Leo Heller und vielen anderen. Den größten Bekanntheitsgrad erreichten seine Filmmusiken; als Interpreten traten u. a. Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Paul Hörbiger, Hans Albers und die Comedian Harmonists in Erscheinung.

Die Filmemacherin Helma Sanders-Brahms porträtierte ihn, sein Werk und die Zeit seiner größten Erfolge 2012 in ihrer letzten filmischen Arbeit, dem Dokumentarfilm So wie ein Wunder – Das singende Kino des Herrn Heymann. (Quelle: wikipedia)

Heymann02

Da lächelt einer, der so viel bitteres erlebt hat, dass einem das lächeln vergehen könnte.

Interpretiert werden seine Melodien u.a. vom Orchester Gerhard Kneifel:

Gerhard Kneifel (* 26. Mai 1927 in Trebbin; † 20. Juni 1992 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Arrangeur und Orchesterleiter.

Kneifel lernte mit acht Jahren Akkordeon. Von 1946 bis 1948 studierte er am Stern’schen Konservatorium Posaune, Kontrabass und Komposition. Seit 1948 war er für den Rundfunk und die Plattenindustrie tätig; 1960 leitete er das Rundfunk-Tanzorchester Leipzig. Er komponierte Lieder, Chansons und Bühnenwerke wie die Operette Schwarze Perle (1961) und das Musical Bretter, die die Welt bedeuten (1970). Zwischen 1963 und 1967 wirkte er als Chefarrangeur am Berliner Friedrichstadtpalast, für den er die Revue Der Mann, der Dr. Watson war schrieb. Er nahm Schallplatten mit eigener Tanzmusik für Amiga auf und begleitete mit seinem Orchester unter anderem Manfred Krug (Ich weiß ein Mädchen, 1965). (Quelle: wikipedia)

DieVierCollinsDesweiteren mit von der Partie: Die vier Collins …

Besetzung: Jürgen Erbe, Christl Bach, Rose Rezac, Eva Klemenz.

Anfang 1962 bildeten sich aus einem Teil der „Kolibris“ die „Vier Collins“, auch oft als „Collins“ bezeichnet. Jürgen Erbe formte diese Gesangsgruppe zu einer der profiliertesten der DDR-Tanzmusik. Ab 1965 sang Rosemarie Ambé für Rose Rezac. Im DEFA-Film „Revue um Mitternacht“ ist das Quartett noch immer zu bewundern. Mit der Rhythmus-Gruppe des Berliner Manfred Lindenberg-Sextetts sangen sie als „Studio-Quartett 63“ einige Lieder im Rundfunk ein. 1970 gründete Jürgen Erbe seinen eigenen Chor und die „Collins“ lösten sich auf.

und das Columbia -Quartett … so nannten sich damals halt all die Combos, ob in Ost oder West.

Besetzung: Günter Kunze (Klarinette, Tenorsaxophon, Schlagzeug), Herbert Allich (Piano, Akkordeon, Elektro-Orgel), Kurt Niekel (Bass, Gitarre, Saxophon), Werner Stowasser (Gitarre, Bass)

Ab 1961 war in den Medien der DDR das „Columbia-Quartett“ präsent. Die vier Herren hatten nach ihrer Ausbildung zum Musiker schon um 1958 beim Sender Cottbus ersten Kontakt zum Rundfunk. Bis Ende der 60-er Jahre traten sie nicht nur im Begleitgesang bekannter Solisten auf, sondern brachten auch eigene Lieder zu Gehör. (Quelle: ddr-tanzmusik.de)

Aber lauschen wir nun jenen Melodien, die so mancher als unsterbliche Melodien bezeichnet (akustische Beeinträchtigungen inbegriffen ….)

Heymann03

Besetzung:
Orchester Gerhard Kneifel
+
Die vier Collins
+
Das Columbia Quartett
+
Maria Alexander – Julia Axen – Günter Hapke – Karl-Heinz Kossler – Steffen Reuter – Walter Schmidt – Peter Wieland

BackCover1Titel:

01. Das gibt´s nur einmal (Teil 1) (6.46)
01.1. Das gibt´s nur einmal (Heymann)
01.2. Es führt kein anderer Weg zur Seligkeit (Heymann/Gilbert)
01.3. Das muß ein Stück vom Himmel sein (Heymann/Gilbert)
01.4. Eine Nacht in Monto Carlo (Heymann/Gilbert)
01.5. Irgendwo auf der Welt (Heymann/Gilbert)

02. Das gibt´s nur einmal (Teil 2) (6.41)
02.1. Das ist die Liebe der Matrosen (Heymann/Gilbert)
02.2. Liebling, mein Herz läßt dich grüßen (Heymann/Gilbert)
02.3. Hoppla, jetzt komm´ ich (Heymann/Gilbert)
02.4. Liebeswalzer (Heymann)
02.5. Du bist das süßeste Mädel der Welt (Heymann/Neubach/Liebmann)
02.6. Ein Freund, ein guter Freund (Heymann/Gilbert)

LabelA1

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Slim Boyd And The Rangehands – Country And Western Hits – 1. Folge (1966)

FrontCover1Lange bevor es Truck Stop gab, gab es ja unzählige Versuche, die Country & Western Musik auch in unseren Gefilden heimisch zu machen.

Davon erzählt auch diese LP.

Und erst dachte ich bei dem Namen „Slim Boyd And The Rangehands“ (wer kommt denn auf so einen Namen !) wieder an einen Phantasienamen und erneut wurde ich eines Besseren gelehrt:

Slim Boyd hieß allerdings eigentlich Curley Williams:

Curley Williams war ein amerikanischer Country- und westlicher Musiker und Songwriter aus Georgia. Sein bekanntestes Lied ist „Half As Much“. Er wurde 1999 in die Atlanta Country Music Hall of Fame aufgenommen.

Aufgewachsen ist er in der Nähe von Cairo/Georgia, bereits Großvater und Vater spielten die Fiddle, 1950 gründete dann der Junior die Band „The Santa Fe Trail Riders“und dann kam eben der große Erfolg mit „Half As Much“.

Curley Williams02Der ganz große Durchbruch gelang dennoch nicht (obwohl seine Kompositionen von bekannten Musikern wie Rosemary Clooney, Connie Francis, Patsy Cline, Emmylou Harris und Van Morrison interpretiert wurden), und so kam es, dass er mit diversen Pseudonymen für diverse Labels C & W Aufnahmen einspielte.

1953 zog er dann nach Montgomery, wo er dann endgültig seßhaft wurde und dort auch im Jahr 1970 verstarb.

Und hier also eine dieser LP, die unter dem Pseudonym Slim Boyd erschien und zwar bereits 1963, bei uns kam die Scheibe dann erst 1966 auf den Markt. Und wir hören fideles Country Gedudel mit Hits aus Zeiten, als Johnny Cash noch gar nicht so richtig aufgetaucht war (Hank Williams & Co.)

Zuweilen werde ich ja damit geneckt, dass mein blog doch ein arger Ramschladen ist … Mit diesem Beitrag werde ich diesem Ruf wiedermal auf wunderbare Weise gerecht.

BackCover1

Besetzung:
Curley “Slim Boyd” Williams (vocals, fiddle)
+
eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

USFront+BackCover

US Front + Back Cover, 1963

Titel:
01. Hey Good Lookin’ (Williams) 3.01
02. Prisoner’s Song (Dalhart) 3.05
03. I Can’t Help It (Williams) 2.31
04. I Won’t Be Home No More (Williams) 2.55
05. Down In The Valley (Traditional) 2.12
06. Ridin’ Down The Canyon (Burnette) 2.44
07. Cowpoke (Jones) 3.04
08. Bad Brahma Bull (Fletcher) 3.10
09. Sweet Betsy From Pike (Traditional/Rush) 2.44
10. Red River Valley (Traditional) 1.43

LabelB1

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Klaus Doldinger – Jazz Made In Germany (1963)

FrontCover1Klaus Doldinger (* 12. Mai 1936 in Berlin) ist ein deutscher Musiker (Saxophon, zunächst auch Klarinette). Er ist vor allem als Jazzmusiker und als Komponist von Filmmusik bekannt. Seine wohl bekanntesten Werke sind die Titelmusik zu dem Film Das Boot, den Serien Tatort, Liebling Kreuzberg sowie Ein Fall für Zwei und die Filmmusik zu Die unendliche Geschichte. Auch die ikonische Film-Fanfare der Constantin AG, die in einer Vielzahl von deutschen Spielfilmen zu hören ist, stammt aus seiner Feder (nach der vorherigen, komponiert von Peter Thomas), sowie die Musik des aktuellen Sportstudios. Er ist Mitglied des künstlerischen Beirates der Union Deutscher Jazzmusiker und Aufsichtsratsmitglied der GEMA.

Klaus Doldinger wuchs als Sohn des Diplom-Ingenieurs Erich Doldinger und dessen Ehefrau Ingeborg, geb. Mann, zunächst in Berlin auf. Sein Großvater Bruno Mann war von 1919 bis 1933 Oberbürgermeister von Erfurt. Während des Krieges arbeitete sein Vater als Oberpostdirektor in den besetzten Teilen der Sowjetunion, und die Familie lebte 1940 bis 1945 in Wien. Danach flüchtete sie zunächst nach Bayern und dann nach Düsseldorf.

Klaus Doldinger02

Die Feetwarmers, Mitte der 50er Jahre

Von 1947 bis zum Abitur 1957 besuchte Doldinger das Jacobi-Gymnasium und ebenfalls ab 1947 mit einem Stipendium das Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf, wo er zunächst Klavier und ab 1952 Klarinette studierte. Während dieser Zeit sammelte er erste Erfahrungen in der Musikbranche mit der 1952 von Freunden gegründeten Band The Feetwarmers, einer Dixieformation, mit der er 1953 erstmals auftrat und 1955 auch seine erste Plattenaufnahme machte. Zeitweise spielten bei den Feetwarmers auch der Kabarettist Dieter Süverkrüp (Banjo) und der spätere Minister Manfred Lahnstein (Posaune). 1955 gründete Doldinger zudem seine eigene Band Oscar’s Trio, deren Namen er in Anlehnung an sein großes Vorbild Oscar Peterson gewählt hatte. Mit dieser Gruppe gewann er den ersten Preis beim Jazzfestival Brüssel, den Coup Sidney Bechet.

Klaus Doldinger01

Nach dem Abitur studierte er Musikwissenschaften und Tontechnik und wurde Tonmeister. Nach einem Erfolg mit seiner Version von Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus für eine US-Getränkefirma ging er 1960 auf seine erste Auslandstournee in die USA, spielte u. a. mit George Lewis und im Jazzclub Birdland und erhielt mit 24 Jahren während seiner ersten US-Tournee die Ehrenbürgerwürde von New Orleans.[1] 1961 spielte er Modern Jazz mit US-Expatriates wie Don Ellis, Johnny Griffin, Idrees Sulieman, Kenny Clarke, Donald Byrd und Benny Bailey. 1962 gründete er das Klaus Doldinger Quartett, mit dem er im Jahr darauf für das Philips-Label seine erste Platte, Doldinger – Jazz Made in Germany veröffentlichte. Die LP wurde auch international ein großer Erfolg, da hier kein weißer „Cool Jazz“ gespielt wurde, sondern Komponenten des Bebop verwendet wurden.

Mitglieder in diesem Quartett waren Doldinger (Tenorsaxophon), Ingfried Hoffmann (Hammond-Orgel), Helmut Kandlberger (Bass) und Klaus Weiss (Schlagzeug). (wikipedia)

Klaus Doldinger03

Klaus Doldinger mit Siegfried Loch im Studio, 1962

Hier also sein Debütalbum:

1963 erschien das Doldinger-Debüt „Jazz Made In Germany“ und machte ihn und sein Quartett schlagartig bekannt. Entdecker und Produzent war niemand Geringerer als Siegfried E. Loch, heute vor allen Dingen als Gründer des ACT-Labels bekannt. Das Album machte Doldingers verspielten, Blues-betonten und unverwechselbaren Saxophonsound – garniert mit feurigen Soli von Hammondorgelvirtuose Ingfried Hoffmann – quasi über Nacht zum Markenzeichen. (jazzecho.de)

Und weil diese Aufnahmen bis heute so versdammt frisch klingen und soviel Freuded machen können, habe ich noch ein paar Tracks von seinen damaligen EPs „Solar“ und „Bossa Nova“ hinzugefügt.

BackCover

Besetzung:
Klaus Doldinger (saxophone)
Ingfried Hoffmann (organ)
Helmut Kandlberger (bass)
Klaus Weiss (drums)

Alternative Front Cover

Alternative Front Cover

Titel:
01. Bluesy Toosy (Doldinger) 4.52
02. Be-Bop (Gillespie) 4.16
03. Delilah (Young) 5.10
04. Well, You Needn’t (Monk) 5.42
05. Blues For George (Doldinger) 6.50
06. Solar (Davis) 4.14
07. Stars Fell On Alabama (Perkins/Parish) 4.42
08. Signal (Doldinger) 3.47
+
09. I Didn’t Know What Time It Was (Hart Rodgers) 3.13
10. Woody’n You (Gillespie) 5.30
11. Recado Bossa Nova (Ferreira/Antonio) 2.44
12. Copacabana (Stilman/Ribeiro/De Barro) 2.07
13. Chega de Saudade (No More Blues) (Jobim) 4.50

LabelB

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EPs

Die EP´s

Mehr Klaus Doldinger:
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Ingfried Hoffmann – Ingfried Hoffmann’s Hammond Tales (1963)

FrontCover1Irgendwie sehr schade, dass aus der Jazz – Karriere des Ingfried Hoffmann nicht mehr geworden ist:

Ingfried Hoffmann (* 30. Januar 1935 in Stettin) ist ein deutscher Jazzmusiker (Orgel, Piano, auch Trompete), Arrangeur und Komponist.

Hoffmann, während dessen Kindheit sein um zehn Jahre älterer Bruder Ludwig klassisches Klavier studiert hatte, studierte seinerseits Klavier in Berlin und Düsseldorf. Ab 1963 wurde er vor allem durch seine Mitwirkung im Quartett von Klaus Doldinger bekannt. Erste Jazzaufnahmen unter seinem Namen entstanden aber bereits 1956 (Ingfried’s Boogie – Bumble Boogie) mit ihm am Piano, dem Gitarristen Attila Zoller sowie Johnny Fischer am Bass und Rudi Sehring am Schlagzeug, nachdem er zuvor schon zur Dixieland-Gruppe The Feetwarmers gehört hatte.

IngfriedHoffmann01

Ingfried Hoffmann, 1965

Auf der LP Ingfried Hoffmann’s Hammond Tales (1963) spielte Hoffmann fast ausschließlich Hammondorgel. Mit From twen with Love (1966) hat Hoffmann eine Platte veröffentlicht, auf der er ausschließlich Orgel spielt. 1966 wirkt er an den Aufnahmen zur Filmmusik des Will-Tremper-Films Playgirl mit. Unter der Leitung von Peter Thomas sind auf dem auf einer Philips-LP veröffentlichten Soundtrack auch Klaus Doldinger (Saxophon), Peter Trunk (Bass) und Rafi Lüderitz (Schlagzeug) zu hören. 1969 gründete er seine eigene Band, Steel Organ, mit der durch Europa, Südamerika und Nordafrika tourte. Auch war er an Schallplatten von Lucky Thompson und Rolf Kühn beteiligt.

IngfriedHoffmann03

Hoffmann zog sich 1970 vom Jazz zurück und ist seitdem fast nur noch als Komponist und Arrangeur tätig, unter anderem das Album Marion Maerz singt Burt Bacharach – Seite eins. In den 1970er Jahren war er zudem an Alben André Hellers, Herbert Grönemeyers, Manfred Krugs oder Michael Heltaus beteiligt. Er schrieb Musik für Das Phantom der Oper, für Hallo Spencer und für die Fernsehserie Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt. Seit 1972 betreute er als musikalischer Leiter die deutsche Version der Sesamstraße. Der äußerst populär gewordene deutsche Titelsong stammte von ihm. Auch war er für Die Sendung mit der Maus und Käpt’n Blaubär tätig. Weiterhin schrieb er Filmmusiken sowie Suiten für Sinfonieorchester und Jazzsolisten wie Wiener Impressionen oder The Daily Blues.

Anlässlich Klaus Doldingers 70. Geburtstag im Mai 2006 ist er in mehreren Städten Deutschlands – zusammen mit Doldinger – als Pianist aufgetreten. (Quelle: wikipedia)

IngfriedHoffmann02

Ingfried Hoffmann, 2019

Und hier sein erstes Solo-Album aus dem Jahr 1963:

Ein Leckerbissen für alle Fans grooviger Hammond-Aufnahmen ist das von dem Organisten Ingfried Hoffmann (Klaus Doldingers Quartett) 1963 eingespielte erste Soloalbum „Hoffmann’s Hammond Tales“. Unterstützt wurde der damals 28jährige Musiker von dem Gitarristen René Thomas, Bassist Helmut Kandlberger und Schlagzeuger Klaus Weiss. Da sich Hoffmann schon Anfang der 70er Jahre von der Jazzszene zurückzog und ganz dem Komponieren und Arrangieren von Film- und Fernsehmusiken widmete (Sesamstraße !), ist dieses brillante Album ein besonders wichtiges Tondokument des frühen deutschen Jazz. (jazzecho.de)

IngfriedHoffmann05

Auf der Suche, was Klaus Doldinger vor Passport gemacht hatte, stieß ich auch auf den Organisten und, wie ich mit dieser CD erfahre, Pianisten Ingfried Hoffmann. Die vorliegenden Aufnahmen entstanden bereits im Jahr 1963 und haben im Vergleich zu vielen Beat-, Rock- und Pop-Aufnahmen dieser Zeit eine hervorragende Klangqualität.  Die Rhythmusgruppe garantiert eine solide Grundlage, während Orgel und Gitarre sich die melodischen Einfälle zuspielen.

„Black Is The Color Of My True Love’s Hair“, hier ist Ingfried Hoffmann am Klavier zu hören, „Jada“ und „Ingfried’s Blues“ ragen für mich aus dem Album heraus, einzig Intro und Outro von „It’s a Long Way to Tipperary“ erzeugen fragendes Stirn runzeln, lassen sich aber mit der Antwort ‚ja‘ auf Frank Zappas Frage „Does humour belong in music?“ auflösen. Ein schönes Album, dass ich all denen empfehlen kann, die den Klang der Hammond B3 und gute Gitarrenmusik mögen. (J. Lange)

BackCover

Besetzung:
Ingfried Hoffmann (keyboards)
Helmut Kandlberger (bass)
René Thomas (guitar)
Klaus Weiss (drums)

IngfriedHoffmann04

Titel:
01. Au Clair de La Lune (Traditional) 3.44
02. Jada (Carleton) 4.17
03. TV-Swing (Kuhn) 4.17
04. Soul Twist (Hoffmann) 6.12
05. Black Is the Color Of My True Love’s Hair (Gershwin) 4.42
06. Oh Lady, Be Good (Porter) 4.21
07. Midnight Bossa Nova (Hoffmann) 3.15
08. Love For Sale (Porter) 4.14
09. Ingfried’s Blues (Hoffmann) 8.29
10. It’s A Long Way To Tipperary (Judge/Willams) 3.47

LabelB1
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Philharmonisches Staatsorchester Hamburg – Wolfgang Amadeus Mozart aus der Messe in c-moll Salzburg 1783 (1963)

FrontCover1Früher gab es solche Platten nur für die erlauchte Schar der Ärzeschaft, heute gibt es solche Platten  für jedermann und zwar hier …

Die Rede ist wiedermal von jenen Singles, die als Werbegeschenke an die damalige Ärzteschaft kostenlos und „frei Haus“ verteilt wurden, um ein spezielles Medikament zu promoten.

Hier geht es um das Präperat „Supra-Mycin“ der „Chemie Grünenthal GmbH“ (Stolberg).

Dabei handelt es sich um ein Medikament „mit der breiten Klaviatur therapeutischer Möglichkeiten“. Aber so ganz genau habe ich es nicht kapiert, bei welchen Indikationen dieses Medikament damals eingesetzt werden sollte … *schäm*.

Und das pharamzeutische Unternehmen „Chemie Grünenthal“ erwarb sich Anfang der 60er Jahre einen leider sehr traurigen Ruf:

Die Grünenthal GmbH ist ein 1946 in Stolberg (Rhld.) gegründetes Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, das sich in Besitz der Unternehmerfamilie Wirtz befindet. Es war das erste Unternehmen, das Penicillin auf dem deutschen Markt einführte, dessen Produktion in Deutschland damals vom Alliierten Kontrollrat untersagt war.

Größere Bekanntheit erlangte Grünenthal durch den Contergan-Skandal, verursacht durch den Wirkstoff Thalidomid im damals als Schlafmittel vertriebenen Contergan. Contergan wurde 1957 als rezeptfrei erhältliches Beruhigungsmittel eingeführt und 1961 wegen gravierender Nebenwirkungen aus dem Verkehr genommen.

Das Unternehmen hat neben den beiden Niederlassungen in Deutschland Tochtergesellschaften in Europa, Lateinamerika, den USA und China und erzielt mehr als 50 % seines Umsatzes mit Schmerzmedikamenten, wie dem von ihm entwickelten Wirkstoff Tramadol. Grünenthal investiert 2012 mehr Geld als der Durchschnitt der Pharmafirmen in Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel[3] und ist Mitglied im Verband forschender Arzneimittelhersteller. (Quelle: wikipedia)

JürgenJürgens

Jürgen Jürgens

Jürgen Jürgens (* 5. Oktober 1925 in Frankfurt am Main; † 4. August 1994 in Hamburg) war ein deutscher Chorleiter und Dirigent.Eingespielt wurden diese Mozart Kompositionen unter der Leitung des Dirigenten Jürgen Jürgens (eine solche Namensgebung mag man kaum glauben):

Jürgens erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt bei Kurt Thomas am Musischen Gymnasium und studierte später bei Konrad Lechner in Freiburg. 1961 wurde Jürgens per Lehrauftrag zum Leiter der „Akademischen Musikpflege“ und am 15. Februar 1966 zum Universitätsmusikdirektor an der Universität Hamburg ernannt. 1973 folgte die Ernennung zum Universitäts-Professor. 1955 gründete er den Monteverdi-Chor Hamburg, den er bis zu seinem Tod leitete und der sich besonders der Pflege Alter Musik und des Werks von Claudio Monteverdi widmet. Zusammen mit dem Chor nahm er zahlreiche Schallplatteneinspielungen auf, von denen viele mit Schallplattenpreisen bedacht wurden. Berühmt machte ihn die Einspielung der Il Vespro della Beata Vergine (Marienvesper) von Claudio Monteverdi mit dem Monteverdi-Chor Hamburg und dem Concentus Musicus Wien in einer von ihm für die Aufnahme erstellten Ausgabe. Jürgens war auch Herausgeber von zahlreichen Noteneditionen, gab Dirigier-Meisterkurse und war Juror in diversen Chorwettbewerben.

1985 wurde er vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille für seine künstlerischen Verdienste um die Stadt Hamburg geehrt, 1991 mit der Johannes-Brahms-Medaille. Beigesetzt wurde er auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg. (Quelle: wikipedia)

Und natürlich sticht der betörende, atemberaubende Gesang von Rohtraud Hansmann (diesen Vornamen habe ich bisher ja noch nie gehört) hervor … Und normalerweise bin ich für Gesangsaufnahmen dieser Art eher weniger empfänglich, aber diese Dame … die hat´s drauf !

Rohtraud Hansmann

Rohtraud Hansmann

Sie arbeitete zuerst als Sekretärin und ließ dann sechs Jahre lang ihre Stimme am Konservatorium von Graz ausbilden. Sie besuchte Sommerkurse am Salzburger Mozarteum und studierte auch bei Paula Lindberg in Amsterdam. 1960 Debüt am Stadttheater von Graz als einer der Knaben in der »Zauberflöte«. Es schlossen sich regelmäßige Gastspiele an der Niederländischen Oper in Amsterdam an; 1963 war sie bei den Festspielen von Bregenz als Räuberbraut in »Banditenstreiche« von Fr. von Suppé erfolgreich. 1963 erhielt sie den Mozartpreis beim Internationalen Gesangwettbewerb von Wien. 1964 wurde sie Mitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Sie gastierte an führenden europäischen Bühnen und trat bei internationalen Festspielveranstaltungen auf, so bei den Wiener Festwochen, beim Flandern Festival und beim Festival von Dubrovnik. Vor allem hatte sie als Konzertsängerin eine erfolgreiche Karriere, und zwar einmal als Solistin in Oratorien und religiösen Vokalwerken, vor allem aber auch als Liedersängerin. Dabei standen Werke aus der Barock-Epoche in ihren Konzertprogrammen an führender Stelle, namentlich Werke von J.S. Bach. Sie trat als Konzertsolistin in Brüssel, Paris, Hamburg, Wien, Berlin, Frankfurt a.M., München, Stockholm und London auf und unternahm eine Australien-Tournee.

Also: einfach mal testen, kostet ja nix !

Booklet

Besetzung:
Rohtraud Hansmann (sopran)
Werner Kauffmann (organ)
+
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
+
Monteverdi-Chor Hamburg

unter der Leitung von Jürgen Jürgens

BackCover1
Titel:

01. Messe in c-moll (Teil 1)
Gloria In Excelsis Deo. Et In Terra Pax Hominibus Bonae Voluntatis. +   Laudamus Te. Benedicimus Te. Adoramus Te. Glorificamus Te.  7.13

02. Messe in c-moll (Teil 2):
Et Incarnatus Est De Spiritu Sancto Ex Maria Virgine: Et Homo Factus Est. 7.21

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

LabelA1

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Verschiedene Interpreten – Ein Amerikaner in Paris + Warschauer Konzert (1963)

FrontCover1.JPGUnd jetzt einfach mal so einen Klassik-Sampler aus dem Hause Telefunken.

Und zwar ein Sampler, der eine durchaus interessante Mischung aufzuweisen hat und dann auch noch ne Botschaft.

Da ist zum einen der Bolero … ein triumphaler Höhepunkt der klassischen Musik … dazu muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben … diese zärtliche Herantasten bis zum furiosen Ende … genial !

Dann „Clair De Lune (aus der „Suite Bergamasque“) von Claude Debussy – mir bis dato gänzlich unbekannt …

Das „Warschauer Konzert“ wurde 1940 eigens für den Film „Dangerous Moonlight“ komponiert und hat den Film überlebt …

Na ja und dann Gershwin´s „Ein Amerikaner in Paris „, ebenfalls für den gleichnamigen Film (XX) kompinert, für mich ein weiterer Höhepunkt dieser LP:

George Gershwins „Amerikaner in Paris“ ist eine Skizze der Rush Hour auf der Champs Elysees, mit Motordröhnen und quäkenden Hupen: „Es ist meine Absicht, die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, den Filmplakat.jpgStraßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt“, so der Komponist über sein Werk.

Als Tourist verbringt Gershwin zwei Monate in Paris. Er sitzt rauchend in Cafés, saugt die morbid-lüsterne Atmosphäre am Montmartre in sich auf, bestaunt den imposanten Eiffelturm. Das Stück ist trotzdem mehr als ein klingender Reiseführer: Es erzählt von Gershwins Heimweh nach New York.

Typisch amerikanische Rhythmen und Melodien ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk: Ein Ragtime porträtiert den Amerikaner. Ein Blues im Mittelteil steht im buchstäblichen Sinne für den Blues, den Gershwin in Paris schiebt, für seine Melancholie. Aber zum Glück trifft der Amerikaner auf einen Leidensgenossen und Landsmann. Die beiden pfeifen auf das Cancan-tanzende Paris mit einem lässig-coolen Charleston. (br-klassik.de)

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Interessant dann noch der Hüllentext, in dem der Autor (George Wmans) fst flehentlich darum wirbt, die Grenzen zwischen U- und E Musik nicht so starr zu sehen.

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Besetzung:
Orchestre Symphonique De La Radiodiffusion Nationale Belge, Bruxelles unter der Leitung von Franz André (bei 01. + 04.)

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Vladimir Wal-Berg (bei 02. + 03.)
Willi Stech (piano bei 02. + 03)

WilliStech

Willi Stech

Titel:
01. Boléro (Ravel) 14.42
02. Clair de lune (aus der „Suite Bergamasque“) (Debussy) 4.25
03. Warschauer Konzert (Addinsell) 8.16
04. Ein Amerikaner in Paris (Gershwin) 17.03

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Verschiedene Interpreten – Schlager – Hits mit Witz – Vol. 1 (2016)

FrontCover1Jetzt mache ich es mir mal ganz einfach … ich starte mit der Edition „Schlager – Hits mit Witz“:

Jawohl – es gab nicht nur Schlager bei den sich „Herz auf Schmerz“ und „Liebe auf Triebe“ reimte. In dieser 10 CD Box haben wir 200 der witzigsten Schlager zusammengetragen. „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ . „Mein kleiner grüner Kaktus“ – „An der Nordseeküste“ oder auch „Polonäse Blankenese“ – alle diese Titel sind dem gewogenen Hörer deutscher Schlagermusik bestens im Ohr. Alle in dieser Box versammelten Titel sind entweder zum Mitgrölen oder mindestens zum Schmunzeln geeignet. Diese humoristische Schlagerreise führt den Hörer durch zehn Jahrzehnte musikalischer Humorhöhepunkte. 

Von den Comedian Harmonists, Max Kuttner und Willi Rose bis hin zu Klaus & Klaus, Gottlieb Wendehals oder auch Torfrock ist hier fast alles vertreten was Rang und Namen hat oder hatte. (Hüllentext)

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Was macht der Maier am Himalaja? Die humorvolle Antwort auf diese und viele andere Fragen des Lebens findet man in dieser Box mit 200 ganz speziellen Schlagern. Denn hier geht es einmal nicht um Herz und Schmerz, sondern um Lieder mit doppeldeutigen, hintergründigen und witzigen Texten vom Jahr 1920 bis heute.

Schlager waren immer ein Spiegel der jeweiligen Zeit und so spannt sich der musikalische Bogen vom kabarettistischen Trizonesien-Song von 1949 über Peter Igelhoffs Nachtgespenst bis zur unbeschwerten Polonäse Blankenese. Künstler wie Peter Alexander, Evelyn Künnecke, Bill Ramsey, Trude Herr und viele andere sorgen auf einer Reise durch die Jahrzehnte für gute Laune.

SinglePack2

Außerdem bieten die zehn CDs etliche Raritäten zum Schmunzeln wie Curd Jürgens Hühner-Boogie oder einen Twist, in dem Frankreichs Rockstar Johnny Hallyday in schwer verständlichem Deutsch einen Elefanten besingt. (jpc.de)

Mir gefallen natürlich insbesondere (oder fast ausschließlich) all die alten ulkigen Singles aus den 60er Jahren. Wobei die Sammlung nicht so ganz stringent ist, denn was der Dorte Hit „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“ in dieser Sammlung zu suchen hat, erschließt sic nicht auf den ersten Blick (außer man hält alle Schlager der 60er Jahre für unfreiwillig komisch … )

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Sei´s drum … net nette Sammlung, die nehm ich vielleicht mal zum nächsten Seniorentanz-Cafe mit … vielleicht kann ich dann mit einer rüstigen Senioren ne kesse Sohle auf dem Tanzparkett hinlegen …

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Titel:
01. Klaus & Klaus: An der Nordseeküste (1985) (deReede/Ortel/v.Hill/Büchner) 3.39
02. Bill Ramsey: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett (1962) (Gietz/Bradtke) 3.02
03. Gus Backus: Da sprach der alte Häuptling der Indianer (1960) (Scharfenberger/ Wehle) 2.50
04. Muskelkater: Mich kennt keine Sau (1990) (Bruhn) 3.20
05. Tennessee: Tote Hose im Wilden Westen (1997) (Walendowski/David-Ohlmeier/ Heinrichs/Meifert) 3.08
06. Billy Mo: Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut (1962) (Niessen/Rüger) 2.26
07. Paul Kuhn: Es gibt kein Bier auf Hawaii (1963) (Rolle/Röckelein) 2.54
08. Die Regento Stars: Leila (1959) (Dauber/v.Breda) 2.35
09. Torfrock: Volle Granate Renate (1979) (Büchner/Voß/Rieckmann) 4.02
10. Dorthe: Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben (1968) (Bruhn/Buschor/Förster) 2.39
11. Trude Herr: Ich will keine Schokolade (1960) (Morrow/Blecher) 2.26
12. Vico Torriani: Cafe Oriental (1960) (Alstone/Tabet) 2.18
13. Billy Sanders: Gartenzwerg-Marsch (1962) (Bruhn/Bradtke) 2.56
14. Die Jokies: Unser Stammlokal (1983) (Floppkopp/David-Ohlmeier/Heinrichs/ Waleridowski) 3.14
15. Ralf Bendix: Babysitter Boogie (1961) (Parker/Relin) 2.07
16. Hazy Osterwald Sextett: Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt (1966) (Feltz/Peeters) 3.30
17. Rex Gildo: Speedy Gonzales (1962) (Kaye/Hill/Lee/Charles/Gerard/Gordan) 2.37
18. Chris Howland: Die Mutter ist immer dabei (1960) (Jagert/Schwabach) 2.30
19. Bill Ramsey: Maskenball bei Scotland Yard (1962) (Gietz/Bradtke) 2.35
20. Gottlieb Wendehals: Polonäse Blankenese (Neuaufnahme) (1981) (Böhm-Thorn/Jud) 4.02

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Die Rückseite der 10 CD Box

Ingrid van Bergen – Knips doch mal die Lampe an + Beim ersten Mal da tut’s noch weh (1963)

FrontCover1.jpgSie war schon eine schillernde Person in der High Society der Bundesrepublik Deutschland und für einen handfesten „Justizskandal“ sorgte sie dann auch noch:

Ingrid van Bergen (* 15. Juni 1931 in Danzig-Langfuhr, Freie Stadt Danzig) ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Ihre frühe Kindheit verbrachte van Bergen in Frankenau in Masuren (Ostpreußen), wo ihr Vater als Lehrer arbeitete. Sie besuchte aber öfter die Großeltern in Danzig. Ihre Mutter hatte wegen vier geborener Kinder das Mutterkreuz verliehen bekommen. Nach dem Tod des Vaters als Soldat an der Ostfront – er fiel am 22. Juni 1941, dem ersten Tag des Unternehmens Barbarossa – zog die Familie zu den Großeltern nach Zoppot, einem Vorort Danzigs. Sie entschied, sich im Rahmen der Hitlerjugend in einer Spielschar zu engagieren und für Soldaten beispielsweise auf Fronturlaub unter anderem Märchen zu spielen oder Volkslieder zu singen. Van Bergens Mutter floh nach den sowjetischen Luftangriffen auf Danzig gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mit den vier Kindern: Zunächst durch Oliva und Langfuhr, dann mit einem kleinen Schiff über die Weichsel in die Danziger Bucht und schließlich mit der Moltkefels, die sie und 2.000 weitere Menschen über die Ostsee nach Rostock, Lübeck oder Hamburg bringen sollte. Ein Angriff sowjetischer Bomber vor der Halbinsel Hela beschädigte und versenkte schließlich das Schiff, etwa 500 Menschen starben. Die Familie wurde mit einem Beiboot auf die Halbinsel gerettet. Dort wurde sie nach eigenen Angaben als damals 13-Jährige von einem russischen Soldaten vergewaltigt, eine Situation, die sie ihrer Mutter nie IngridVanBergen06erzählt hat. Die Mutter entschloss sich ein weiteres Mal zu einem Fluchtversuch mit dem Schiff, diesmal mit dem Ziel Kopenhagen, weil die deutschen Häfen wegen havarierter Schiffe blockiert waren. Van Bergen schildert diese Situation: „Ich glaube, wir hatten überhaupt keine Angst mehr. Wir waren ganz fatalistisch…“

Sie erlebte das Kriegsende am 8. Mai 1945 in einem Auffanglager in Skagen, das an diesem Tag von den Dänen übernommen wurde. Dort wurde die Familie bis zur Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1948 verpflegt und medizinisch versorgt. Van Bergen besuchte dort gemeinsam mit ihrem Bruder die Schule. Eine Stecknadel, die blind in eine Karte der französischen Besatzungszone gesteckt wurde, entschied über den zukünftigen Wohnort der Flüchtlinge, Reutlingen. 1950 machte sie dort das Abitur.

Im Anschluss an ihr Abitur ließ sie sich an der Staatlichen Hochschule für Musik Hamburg zur Schauspielerin, später auch zur Sängerin ausbilden und verwirklichte so ihren lang gehegten Traum. Im Jahr 1953 war sie Mitbegründerin des politischen Kabaretts Die Kleinen Fische, danach schloss sich ein Engagement bei den legendären Berliner Stachelschweinen an. Im darauffolgenden Jahr wurde sie von Helmut Käutner für den Film entdeckt. Besonders in Berlin trat sie aber auch am Theater auf.

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In den 1950er und 1960er Jahren gehörte van Bergen zu den bekanntesten deutschsprachigen Filmschauspielerinnen und wurde bekannt für ihre „rauchige“ Stimme. Ihr Rollenfach waren Bardamen, Prostituierte und untreue Hausfrauen. Sie spielte beispielsweise mit O. W. Fischer und Heinz Rühmann. Es folgten ca. 200 Film- und Fernsehproduktionen, auch im internationalen Bereich – darunter Filme mit Kirk Douglas, Robert Mitchum, William Holden und Giulietta Masina. Ihre Karriere entwickelte sich nunmehr kontinuierlich. Neben ihrer Filmtätigkeit blieb das Theater bis heute ein wichtiger Aspekt in ihrem Leben. Sie spielte an großen Bühnen in Berlin, Hamburg und München. Auch als Sängerin konnte sie Erfolge verzeichnen und veröffentlichte einige Schallplatten.

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Die Brgen geht dem Claus Theo Gärtner an die Wäsche

Nach ihrer Verurteilung sowie Haftstrafe wegen Totschlags und ihrer Haftentlassung 1982 gelang es ihr zunächst nicht, an ihre alte Schauspielkarriere anzuknüpfen. Eines ihrer ersten TV-Engagements hatte sie in der Fernsehserie Losberg, in der sie bis 1988 die Parvenue Margot spielte. Auf die Theaterbühne kehrte sie am 12. Januar 1985 im Berliner Renaissance-Theater als Sinida in Leonid Nikolajewitsch Andrejews Verliebte Narren zurück. Trotz eines zeitweisen Umzugs nach Spanien wirkte sie in Deutschland in verschiedenen Fernsehproduktionen mit. In den 1990er Jahren verkörperte sie u. a. die sympathische Sekretärin Liebscher in der erfolgreichen Familienserie Unser Lehrer Doktor Specht und wirkte später auch in den Serien Mobbing Girls und Bewegte Männer mit. Die beruflichen Angebote für sie nahmen allmählich an Umfang zu und IngridVanBergen01veranlassten sie außerdem, 1994 ihre Autobiographie zu veröffentlichen.

Im Jahr 2005 eroberte sie sich mit dem Einpersonenstück „Die Klatschmohnfrau“ nach einer Romanvorlage von Noëlle Châtelet eine Paraderolle und ist damit seitdem erfolgreich auf Theatertournee. Am Meininger Theater war sie im Jahr 2007 für vier Monate in der Produktion Love And War zu sehen. In einer im Mai 2008 ausgestrahlten Folge der VOX-Kochshow Das perfekte Promi-Dinner nahm van Bergen als Gastgeberin teil.

In den Sommermonaten der Jahre 2005 bis 2008 war van Bergen Ensemblemitglied der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek auf der Insel Rügen. Nach einer Pause im Jahr 2009 war sie 2010 als „Signora de Rocca“ im Stück Der Fluch des Mauren wieder mit dabei. Im Januar 2009 nahm sie als Kandidatin an der RTL-Reality-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil, in der sie von den Zuschauern zur „Dschungelkönigin Ingrid I.“ gewählt wurde. Ab 2009 spielte van Bergen in der Serie Doctor’s Diary die Rolle der Mechthild von Buhren, welche Anfang 2011 den Serientod erlitt.

2010 stand sie abermals als „Klatschmohnfrau“ erfolgreich auf der Bühne und war mit dem Stück Die Nadel der Kleopatra von Philipp Moog und Frank Röth auf Tournee. In der WDR-Fernseh-Sendereihe Übernachtung & Frühstück wurde van Bergen 2011 von Lisa Ortgies vorgestellt. 2014 kürte sie Guido Maria Kretschmer in der Styling-Doku Shopping Queen mit dem Motto „Femme Fatale, wickle Deinen Mann um den Finger“ auf Vox zur Preisträgerin.[8] 2011 wirkte sie auf ProSieben in Old Ass Bastards als Lockvogel mit. In der Sendereihe mit versteckter Kamera verwickeln rüstige Rentner auf belebten öffentlichen Plätzen junge Menschen in verfängliche Situationen.

Seit einigen Jahren ist van Bergen auch im Hörspielbereich aktiv. Zu ihren Rollen zählten IngridVanBergen02dort unter anderem die „Lady Ducayne“ in Gesellschafterin gesucht!, die böse „Westhexe“ in Der Zauberer von Oz, die „Lappin“ in Die Schneekönigin von Hans Christian Andersen und „Elvira, die dickste Frau der Welt“ in Sherlock Holmes – Die Affenfrau.

Ingrid van Bergen war viermal verheiratet, unter anderem mit dem Kabarettisten Erich Sehnke, dem Vater ihrer Tochter Andrea, und dem Schauspieler Michael Hinz, dem Vater ihrer Tochter Carolin, die 1990 mit 26 Jahren starb.

In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 1977 erschoss sie mit einem Revolver ihren 33-jährigen Geliebten, den Finanzmakler Klaus Knaths, im Affekt in einer Villa am Starnberger See. Knaths wurde von zwei Kugeln in Brust und Bauch getroffen und erlag kurz darauf seinen Verletzungen.

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Bei der Gerichtsverhandlung mit ihrem Anwalt Bossi

Van Bergens Töchter waren damals zwölf und 19 Jahre alt. Der folgende Prozess löste großes mediales Aufsehen aus. Anwaltlich vertreten wurde sie von Rolf Bossi. Van Bergen wurde am 27. Juli 1977 wegen Totschlags zu sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Verbüßung von zwei Drittel der Haftzeit im Frauengefängnis Aichach in Bayern wurde sie am 2. Oktober 1981 wegen guter Führung vorzeitig entlassen.

Im Jahr 1994 zog van Bergen nach Mallorca, wo sie sich dem Tierschutz widmete und auf ihrer Finca über 100 Tiere beherbergte. Nach sieben Jahren kehrte sie Mallorca den Rücken und zog mit den Tieren 2001 zurück nach Deutschland in die Lüneburger Heide.

In einem Interview mit der Zeitschrift Stern erklärte sie 2009, sie sei bekennende Buddhistin. In einem weiteren Interview mit dem Stern im Jahr 2013 erklärte van Bergen, dass sie demnächst die Lüneburger Heide verlassen und nach Hamburg ziehen wolle, im Übrigen lebe sie vegetarisch und schreibe Kurzgeschichten aus der Sicht von Tieren.

2013 trat van Bergen in die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ein. (Quelle: wikipedia)

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Inge van Bergen als Mitglied der Tierschutzpartei

Und hier ihre erste Single als Schlagersängerin. Und schon hier deutet sich an, was der Bergen ihr Leben lang an den Fersen klebte. Der Sex mit den Männern … wenn ich das mal so platt sagen darf. Bei der B-Seite erinnern die Piano . Passagen übrigens ein wenig an „Parchman Farm“ von Mose Allison.

Und eigentlich hätte sie durchaus mit ihrer Stimme auch mal anspruchsvollere Sachen singen können und sollen … stimmlich hätte sie durchaus das Zeug dazu gehabt, sich einer Hildegard Knef anzunähern. Aber dazu hätte es wohl einer reflektierteren Lebensweise bedurft. Statt dessen fühlte sich die Ingrid van Bergen in dieser zuweilen unerträglichen Schicki-Michi Gesellschaft (auch in München) zu sehr wohl.

Bis ihr halt mal die Sicherung durchgeknallt ist …

Und irgendwann tauchte sie dann auch noch im Dschungelcamp auf …

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Viel tiefer kann man nicht fallen: Die Bergen im Dschungelcamp

Besetzung:
Ingrid van Bergen (vocals)
+
Orchester Peter Thomas

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Titel:
01. Knips doch mal die Lampe an (Götz(Hertha) 2.27
02. Beim ersten Mal da tut’s noch weh (Eisbrenner/Käufner) 2.39

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Collegium Aureum – Cassation G-Dur + Cassation F-Dur (Joseph Haydn) (1963)

FrontCover1Nicht in meinem Keller, sondern in meinem Studier- und Arbeitszimmer stapeln sich seit geraumer Zeit Singles der gleichen Machart:

Klassische Köstlichkeiten, dargereicht als Werbegeschenk der Pharmazeutischen Industrie.

Hier zeigt sich die Rhein-Pharma Arzneimittel GmbH, Heidelberg (ich glaube, die gehören heute zu Boehringer).spendabel und zwar mit Werken von Joseph Haydn.

Den Begriff Cassation musste ich erst recherchieren, er war mir nicht geläufig:

Kassation (auch Cassation, Cassatio, Cassazione) ist ein musikalischer Gattungsbegriff.

Die Kassation wurde in der Musik des 18. Jahrhunderts gepflegt und zumeist für Aufführungen unter freiem Himmel komponiert. Sie stellt ein meist heiteres, mehrsätziges Werk für mehrere, meist solistisch besetzte Instrumente dar (ähnlich dem Divertimento, der Serenade oder dem Notturno; alle diese Begriffe wurden oft synonym verwendet). Häufig beginnt sie mit einem Marsch, insgesamt kann sie bis zu sieben Sätze umfassen.

Der Begriff lässt sich herleiten von ital. cassazione (Verabschiedung, Entlassung). Andere Ableitungsversuche, etwa von gassatim (Adverb, scherzhaft latinisierend von dt. Gasse gebildet) oder von ital. cassa (Kasse, Kiste, Gehäuse), treffen wohl nicht zu.

Kassationen schrieben beispielsweise Joseph Haydn, Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Carl Ditters von Dittersdorf und Antonio Salieri.(Quelle: wikipedia)

Hier als 2 heitere Werke, eingespielt von „Mitglieder des Collegium Aureum“ und im Auftrag von der o.g. Pharmazeutischen Firma von dem edlen Klassik Label „harmonia mundi“ gepresst.

Vermutlich ging dieses Werbegeschenk an die bundesdeutsche Ärzteschaft …

Schöne Musik dennoch und ich darf ausdrücklich auf den nicht zu überhörenden Knisterfaktor hinweisen.

Booklet03Besetzung:
Mitglieder des Collegium Aureum

Besetzung
Titel:

Cassation G-dur:
01.  Allegro Molto 2.47
02. Finale-Presto 1.56

Cassation F-dur:
03. Allegro 1.59
04. Finale-Presto 1.55

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Will Brandes – Baby-Babbel-Bossa-Nova + Ein guter Stern (1963)

FrontCover1.jpgIrgendwie hatte er er mit seiner ganz bestimmten Masche einen ganz besonderen Status unter den Schlagerstars der frühen 60 er Jahre:

Will Brandes (* 11. Januar 1928 in Münstedt; † 8. April 1990 ebenda) war ein deutscher Schlagersänger.

Brandes absolvierte zunächst eine kaufmännische Lehre und ließ sich später in Braunschweig zum Operntenor ausbilden. Ab 1958 trat er als Schlagersänger in Erscheinung. Seinen ersten Schallplattenvertrag schloss er mit der Kölner Plattenfirma Electrola ab und versuchte sich zunächst mit deutschen Coverversionen englischsprachiger Erfolgstitel wie Wach auf little Susie (Wake Up Little Susie, Everly Brothers) oder King Creole (gleichnamig von Elvis Presley). Von Beginn an produzierte Electrola auch Duettaufnahmen mit Brandes und verschiedenen Sängerinnen. Mit Conny Froboess hatte er bereits 1958 seinen ersten größeren Erfolg. Die Titel Teenager Melodie und Ich möchte mit dir träumen, beide veröffentlicht unter Will Brandes01.jpgder Katalognummer 21052, erreichten Platz 7 bzw. 13 in der Musikfachzeitschrift Musikmarkt. Weitere Partnerinnen waren Ruth Fischer und Hanna Dölitsch. Zu Brandes‘ größtem Erfolg bei Electrola geriet die deutsche Adaption des italienischen Titels Marina, gesungen von Rocco Granata. Die Version von Will Brandes war zwischen Dezember 1959 und Mai 1960 19 Wochen in den deutschen Hitlisten vertreten und erreicht mit Platz 7 seine beste Notierung. Die Platte wurde bis Ende 1960 über 500.000 Mal verkauft. Zu dieser Zeit war es üblich, dass die Musikproduzenten dafür sorgten, dass ihre Künstler auch über den Kinofilm an Popularität gewannen. So erhielt auch Brandes die Gelegenheit, in zwei Musikstreifen mitzuwirken. 1959 sang er gemeinsam mit Conny Froboess und Rex Gildo in Hula-Hopp, Conny, und 1960 trat er zusammen mit Bill Ramsey und Dany Mann in dem Film Das Rätsel der grünen Spinne auf.

Als nach Marina Brandes’ Plattenkarriere insgesamt unbefriedigend verlief, wechselte er im Sommer 1961 zu der damals größten deutschen Plattenfirma Polydor. Nach fünf erfolglosen Veröffentlichungen, darunter eine Duettplatte mit Lolita, gelang Brandes im Herbst 1962 mit dem Titel Baby-Twist der größte Erfolg seiner Plattenkarriere. Es war ein Nachzieher des 1961 mit Ralf Bendix erfolgreichen Titels Babysitter-Boogie, den Bendix ebenfalls zur gleichen Zeit als Babysitter-Twist bei Electrola herausbrachte. Während Bendix 1961 mit dem Boogie einen Riesenerfolg schaffte, hatte Brandes mit seinem Twist deutlich die Nase vorn. Bendix konnte sich nur auf Rang 29 platzieren, dagegen stieß Brandes bis auf Platz zwei vor und wurde 22 Wochen lang im Musikmarkt notiert.

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Mit einem weiteren Baby-Song, dem Baby-Babbel-Bossa-Nova, erreichte Brandes im Dezember 1963 Platz neun im Musikmarkt, es war aber zugleich seine letzte Hitparadennotierung. Fernsehauftritte führten Brandes auch in die DDR, durch die es zu einer speziellen Zusammenarbeit mit der DDR-Plattenfirma Amiga kam. 1963 erwarb Polydor den von Amiga mit Lutz Jahoda veröffentlichten Titel Kartäuser Knickebein Shake und produzierte eine eigene Version mit Will Brandes (Katalognummer 52230). Zwei Jahre später veröffentlichte Amiga mit Brandes den nur in der DDR produzierten Song Ich hab keinen Zylinder (Katalognummer 450531). 1966 lief Brandes’ Plattenvertrag bei Polydor aus. 1967 nahm er mit seiner Tochter Marina noch eine Platte bei der kleinen Plattenfirma Alcora auf, danach zog er sich, abgesehen von einigen Nostalgie-Auftritten, aus dem Showgeschäft zurück. Er arbeitete anschließend als Kaufmann und im Gastronomiegewerbe. Brandes starb im Alter von 62 Jahren am 8. April 1990 in seinem Heimatort Münstedt. (Quelle: wikipedia)

Nun, die Seite 1 enthält den quietschvergnügten „Baby-Babbel-Bossa-Nova“ (sollte manmal gehört haben) mit der „kleinen Elisabeth als Stichwortgeberin) … Auf jeden Fallist diese Nummer ein wirklich flotter Bossa-Nova.

Auf der Seite zwei tritt er gemeinsam mit der Schlagersängerin Monika Grimm auf:

Monika Grimm wurde 1940 in Schönfels bei Zwickau geboren. Ende der 50er Jahre sang sie bei den „Kolibris“, einem in der DDR sehr bekannten Damenquartett, das oft für Background-Gesang eingesetzt wurde. Ab 1960 sang sie auch eigene Solo-Aufnahmen ein. Gemeinsam mit Ruth Brandin nahm sie 1961 „Das ist das Lied vom alten Plattenschrank“ (Seeger/Schüller) bei AMIGA auf, das auch gut bei der Bevölkerung ankam. Als sie aber kurze Zeit später von einem Besuch bei ihrem damaligen Verlobten in München nicht mehr in die DDR zurückkam, hatten die Verantwortlichen ein Problem.

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Kurzerhand wurde der Titel nochmals beim Rundfunk aufgenommen. Diesmal mit Petra Böttcher, aber diesmal nicht mit dem erwarteten Erfolg. Monika Grimm wurde von Polydor unter Vertrag genommen und 1962 erschienen schon die erste Single „Immer gibt´s ein Wiederseh´n“ unter der neuen Plattenfirma. 1964 gehörte sie zu den „Sweetles“, einer erfolgreichen Damengruppe, die im Sound der Beatles ihren Erfolg suchte und auch ein wenig fand. In den folgenden Jahren versuchte sie vergeblich, eine erfolgreiche Solo-Karriere zu starten. Es blieben einige Achtungserfolge und kleinere Filmrollen. (Quelle: ddr-tanzmusik.de)

Hier zelebriertman dann einen dieser üblichen Schmachtfetzen jener Jahre.

Mehr Vergnügen macht dann halt schon die A-Seite.

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Besetzung:
Will Brandes
+
Orchester Kurt Edelhagen

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Titel:
01. Baby-Babbel-Bossa-Nova (Twardy/Lilibert) 2.30
02. Ein guter Stern (Twardy/Lilibert) 2.05

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