Hildegard Knef – So oder so ist das Leben (1963)

FrontCover1.JPGBei einer meiner früheren Hildegard Knef Präsentationen schrieb ich:

„Ich weiß beim besten Willen nicht, warum ich so lange gebraucht habe „die Knef“ als einen ganz besonderen musikalischen Schatz für mich zu entdecken.

Aber seit geraumer Zeit bin ich ganz vernarrt in ihre Musik“ …

… und dieses Album steigert meine Begeisterung nur noch:

Hier hören wir ihre erste Langspielplatte … und mit einer atemberaubenden Leichtigkeit und Souveränität singt sie sich durch eine Flut von Klassikern (im Potpourri-Stil) der deutschen Unterhaltungsmusik (man schaue sich mal die Titelliste an), gepfeffert mit einer heftigen Prise Jazz … und so findet eine Veredelung statt, die nun wirklich grandios ist.

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Textlich sind all diese Klassiker alles andere als „harmlos“ … sie zeichnen ein Bild einer üppigen, zuweilen auch frivolen Sicht des Lebens und fast in jedem Lied finden sich Zeilen … die quasi als Motto eines überschäumenden aber auch nachdenklichem Lebensstil sind.

Und sie zelebriert mit Genuss auch all jene Klischees, mit denen wir unser Leben versüßen (z.B. all ihre Paris-Lieder).

Und sie zelebriert auch ihre Lust auf Liebe („Die Nacht ist nicht allein zum schlafen da“) … und kokettiert dann auch nur zu gerne mit Begegnungen, die man unter Vernunftgründen alles andere als vernünftig bezeichnen würde („Er war nie ein Kavalier“

Die Knef … sie ist zärtlich, störrisch, schroff, lustvoll, verzweifelt, voller Illusionen und zugleich illusionslos und sentimental ist sie auch noch … sie hat einfach so viele Facetten … ich wiederhole mich: atemberaubend !

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Da könnte man jetzt Stunden dafür verwenden … Zitate an Zitate zu reihen … das schenkt ich mir jetzt einfach mal … stattdessen meine dringende Empfehlung: reinhören:

Und dann als Draufgabe noch etliche Raritäten aus den Jahren 1952 bis 1957) …

Die CD-Wiederveröffentlichung enthält neben diese insgesamt „13 Bonustiteln“ auch noch ein Begleitheft, das den Namen nun wirklich verdient … mi t größter Sorgfalt weren die einzelen Titel vorgestellt und auch in ihrem historischem Zusammenhang gestellt. So lob´ ich mir das … eine mehr als angemessene Würdigung.

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Ich verneige mich vor dieser Diva !

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Besetzung:
Hildegard Knef (vocals)
+
Orchester Gerde Wilden
+
RIAS Tanzorchester unter der Leitung von Heinz Kiessling (bei 29.)
Unbekanntes Studio-Orchester (bei 32. – 34.)

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Titel:

Slowfox-Potpourri:
01. So oder so ist das Leben (Beckmann/Mackeben) 1.37
02. Ich hab‘ so Heimweh nach dem Kurfürstendamm (Kamp/Schwenn) 0.56
03. Good By, Jonny (Beckmann/Kreuder) 1.53

Langsamer Walzer-Potpourri:
04. Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt (Holländer) 1.17
05. Illusionen (Meyer/Rotter) 2.01
06. Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre (Holländer/Liebmann) 1.04

Slowfox-Potpourri:
07. Zwei in einer großen Stadt (Kollo) 2.02
08. Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt (Schwenn/Kreuder) 1.59
09. Wake The Town And Tell The People (Livingstone/Gallop) 1.26

Foxtrott-Potpourri:
10. So ist Paris (Ferré/Siegel) 1.15
11. Die Nacht ist nicht allein zum schlafen da (Hesse/Mackeben) 0.31
12. Pigalle (Bradtke/Gietz) 0.35
13. Hallelujah (Grey/Robin/Youmans) 1.18

Shuffle-Fox-Potpourri:
14. C’est si bon (Betti/Siegel) 1.14
15. Bel Ami (Beckmann/Mackeben) 0.53
16. All Of Me (Harks/Simons) 1.43
17. Wenn wir zwei uns wiedersehen (… wie damals in Paris) (Wayne/Loose) 0.58

Walzer-Potpourri:
18. Der Reigen (Feltz/Straus) 1.16
19. Sous les ponts de Paris (Rodor/Scotto) 1.17
20. Domino (Ferrari/Siegel) 1.16

Blues-Potpourri: 
21. Rififi (Feltz/Philippe-Gérard/Siegel) 1.27
22. Der Schleier fiel von meinen Augen (Kosma/Siegel) 1.21
23. Ich hab‘ mich so an dich gewöhnt (Rotter/Gaze) 1.06
24. Georgia On My Mind (Carmichael/Gorrell) 1.46

Slowfox-Potpourri:
25. Die Gigerlkönigin (Lincke/Jürgens/Seifert) 1.57
26. Es war in Schöneberg (Bernauer/Schanzer/Kollo) 0.43
27. Wenn ein Mädel einen Herrn hat (Pordes-Milo/Haller/Kollo/Wolff) 0.41
28. Die Männer sind alle Verbrecher (Bernauer/Schanzer/Kollo) 0.42
+
29. Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin (‚Siegel/v.Pinelli) 2.37
30. Frag‘ nicht, warum ich gehe (Das Lied ist aus) (Stolz/Reisch/Robinson) 2.11
31. Die Welt war jung (Le Chevalier de Paris) (Phillippe/Vannier/Colpet) 2.27
32. Illusionen (1. Version, 1952) (Meyer/Rotter) 3.30
33. Heut‘ gefall‘ ich mir (Heymann/Gilbert) 3.20
34. Das Lied vom einsamen Mädchen (Heymann/Gilbert) 3.52
35. Es war beim Bal Paré (Niessen/Relin) 2.39
36. Er war nie ein Kavalier (Niessen/Relin) 2.45
37. Er hiess nicht von Oertzen (Niessen) 3.06
38. Das Lied vom Leierkastenmann (Niessen) 3.06
39. …Und der Mann mit der Harmonika (Wilden/Niessen) 2.40
40. Aber schön war es doch (Niessen/Relin) 3.03
41. Einsam (de Vol/Siegfried) 2.24

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Der Hüllentext der LP aus dem Jahr 1963

Mehr von der Knef:

Mehr

Verschiedene Interpreten – Die große aktuelle Non-Stop-Revue Folge 4 (1963)

FrontCover1Solche „Non-Stop-Revuen“ waren damals – so meine Vermutung – sehr beliebt, denn es gibt haufenweise solche Scheiben.

Hier ist irgendwie ein ganz besonders schönes Exemplar, denn da folgt ja ein Kracher nach dem anderen.

Es geht schon los mit Hatzy Osterwald und seinem Intro „Musik muß dabei sein“ (wie recht hat er !) …

Und nach einer kurzen Begrüßung gleich der olle Will Brandes mit seiner kleinen Elisabeth (einschließlich heißem Saxophon-Solo !).

Und dann marschieren all die anderen auf, die uns damals noch kurz begeistern konnten, bevor der Liverpool- und Merseybeat-Sound uns mit Haut und Seele für sich einnahm.

Der Song „Bißchen denken beim schenken“ von Gus Backus (mit Pferdegetrampel und Pistolenschüssen) ist ja gar nicht mal so verkehrt, gerade in dieser Jahreszeit !

Sehnsüchtige Texte und Klänge von Sängerinnen wie Mina, Lolita („Träume von der Heirat“, „Einsam steh ich am Strom“) oder auch „Weiße Orchideen“ (Margot Eskens) waren damals ja auch an der Tagesordnung.

Und natürlich war auch das „Cowboy“ Thema unverzichtbar: „Die letzte Rose der Prärie“ (Martin Lauer), „Western Rose“ (Peter Kraus)

Kecke Jungs wie Ted Herold, Peter Kraus (im Duett im Gus Backus !), der Schwerenöter Lou van Burg bringt es mit seinem „Bossa Nova – Casanova“ gleich mal auf den Punkt, Rene Kollo überrascht mit „Eso Beso“

Fernweh Songs wie  „Träume von der Heimat“, „Tahiti, bei Nacht“ dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Singles
Und der Songs („Nichts ist so schöne wie) „Der Mond von Wanne-Eickel“ ist einfach nur genial.

Und – man glaubt es kaum- ausgerechnet Lolita überrascht mit ihrem „Sag mir wo die Blumen sind) aber auch die durchgeknallte Trude Herr brilliert mal wieder … („tanz mit mir den Spiegel-Twist, auch wenn du von der Krip0 bist … “ … und es gibt noch viel, viel mehr zu entdecken …  wie z.B. das Duo bill Ramsey + Peter Alexander (!) und dabei wünsche ich viel Vergnügen !

Und mit Ausnahme eines Carlos Otero haben viele der Interpreten bis heute noch einen klangvollen Namen !

Hach, was könnt´ ich schwärmen, gerade nach einem heftig anstrengenden Arbeitstag … und somit haben wir schon einmal die Funktion einer solchen Musik ein wenig erklärt.

Und zum besseren Verständnis: Damals presste man die Titel so eng auf die Platte, dass heutzutage eine Aufteilung in die einzelnen Song kaum möglich ist … von daher diesmal beide Seite in jeweils einem Rutsch … da hilft mir das geniale tool namens Audacity auch nicht weiter.

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Titel:

Seite 1: (20.20)
01. Hazy Osterwald Sextett:  Musik muß dabei sein (Osterwald/Feltz)
02. Will Brandes & die kleine Elisabeth: Baby-Twist (Twardy(Lilibert)
03. Gus Backus: Bißchen denken beim schenken (Niessen/Rauch)
04. Mina: Tabu (Scharfenberger/Feltz)
05. Martin Lauer: Die letzte Rose der Prärie (Hallets/Bartels)
06. Peter Kraus: Western Rose (Scharfenberger/Feltz)
07. Fred Bertelmann: Mary- Rose (Sherman/Bradtke)
08. Ted Herold: Madison um Mitternacht (Cooke/Relin)
09. Gus Backus & Peter Kraus: Das haben die Mädchen gern (Scharfenberger/Feltz)
10. Lolita: Träume von der Heimat (Scharfenberger/Busch)
11. Lou van Burg: Bossa Nova – Casanova Scharfenberger/Niessen)
12. Friedel Hensch & die Cyprys: Der Mond von Wanne Eickel (Perrin/Blondi/Bader)
13. Trude Herr: Spiegel – Twist (Twardy/Buchenkamp)
14. Peter Kraus: Uns’re Reise fängt an (Caravan,Caravan) (Scharfenberger/Feltz)

Seite 2: (21.12)
15. Gus Backus: Das kleine Wunder vom großen Glück (Scharfenberger/Feltz)
16. René Kollo: Eso Beso (Sherman/Loose)
17.  Günter Kallmann Chor: Annabelle (Laine/Bartels)
18.  Lolita: Einsam steh ich am Strom (Reanrd/Bader)
19. Margot Eskens: Ich bin wie ein Schiff (Schmitz/Weingarten)
20. Gerhard Wendland: Immer wieder lieb‘ ich dich (Presley/Matson/Moesser)
21. Die Tahiti-Tamourés:  Wini – Wini (Hellmer/Petersen)
22. Peter Alexander & Bill Ramsey: Keine Zeit und kein Geld (Osterwald/Feltz)
23. Ivo Robić: Ich denk‘ nur an’s wiedersehen (Kaempfert/Schwabach)
24. Lolita: Sag mir wo die Blumen sind (Seeger/Sholohkov/Colpet)
25. Carlos Otero:  Bye, Bye, Romantica (Götz/Hertha/Hellmer)
26. Margot Eskens: Weiße Orchideen (Halletz/Lilibert)
27. Schuricke Terzett: Tahiti, bei Nacht (Werner/Relin)
28. Peter Alexander: Kann denn Liebe Sünde sein (Brühne/Balz)

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Nana Mouskouri – Traumland der Sehnsucht (1963)

FrontCover1Einerseits ne kleine EP mit 6 Liedern, andererseits ein spannendes Stück Zeit- und Kulturgeschichte … die Geschichte der Deutschen und der Griechen Anfang der 60er Jahre. Aber dazu muss man ein wenig ausholen:

Im Athener Kafenion „Floka“ trafen sich Ende der Fünfziger Jahre Wolfgang Mueller-Sehn und der griechische Komponist Manos  Hadjidakis und schlossen den Vertrag über die Filmmusik zu  einem Dokumentarfilm über Griechenland. Manos Hadjidakis war zu dieser Zeit bereits ein international  bekannter Komponist. Sein allererstes Lied kennen alle Nana  Mouskouri-Fans: „Hartino to Fengaraki“ (Papiermond). Sie sang  es auf ihrer weltweiten Abschiedstournee am Ende jedes ihrer  Konzerte. Hadjidakis hatte es für ein Theaterstück „Endstation  Sehnsucht“ von Tennessee Williams geschrieben. Viele kennen  vielleicht den gleichnamigen Film mit Marlon Brando in der  Hauptrolle.   1960 gewann Hadjidakis mit dem Lied „Ta Paidia tou Peiraia“  (Ein Schiff wird kommen) für den Film „Sonntags …nie“ einen  Oscar für das beste Lied. Wolfgang Mueller-Sehn beschrieb Manos Hadjidakis als einen  netten Mann, dessen Arbeitsweise unkonventionell gewesen  wäre. Wenn ihm nachts etwas gelungen war, beorderte er die  Betreffenden zu sich. Zu den Proben soll er häufig ohne Partitur  erschienen sein. Während der gemeinsamen Arbeit mit den  Musikern komponierte er. Auch Nana Mouskouri beschrieb diese Arbeitsweise in ihrer Biografie. Die Ergebnisse aber waren FilmBüheKinoprogramm1großartig. Hadjidakis lobte die Arbeit des Regisseurs und Kameramannes  Mueller-Sehn und seiner Frau Lilo. Sie hätten Griechenland zwei  Jahre durchkreuzt und über 20000 Meter Film gedreht, die einen  einmalig schönen Film über Griechenland hervorgebracht hätten.  Einen solchen Film habe es noch nicht gegeben. Lilo Mueller-Sehn schilderte Eindrücke ihrer weiten Reise wie folgt:   „Je abgelegener die Gegend, um so größer war die Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der man uns aufnahm. Hier herrschen noch die  alten Bräuche wie zu Urväter Zeiten, und die bunten Trachten  werden auch noch am Werktag getragen. In unserem Film wollen wir  nicht nur das Land zeigen, sondern vor allem auch das Leben der  Menschen, der modernen Großstädter ebenso wie das der Hirten  und Mönche in den letzten, schwer erreichbaren Winkeln Europas.“  (Quelle: Das neue Filmprogramm „Traumland der Sehnsucht“) In der gesamten Zeit der Reisen, die, großzügig unterstützt durch  das griechische Königshaus, durch das gesamte Staatsgebiet  Griechenlands einschließlich der griechischen Inseln führten, hielt sie an allen Drehorten ihre Eindrücke mit ihrem Fotoapparat fest. Diese  wunderschönen Aufnahmen veröffentlichte sie in ihren Büchern  „Griechische Reise: Von Saloniki bis zur Südspitze des Peloponnes –  Europas Ferienstrassen“ und „Griechische Inseln: Von Kreta bis  Lesbos / von Korfu bis Rhodos“. Damit schuf sie bleibende Zeit-  dokumente, mit denen man sich den Inhalt des Films „Traumland der Sehnsucht“ weitestgehend erschließen  kann. Der Film selbst fristet in Form eines  Unikats im Bundesarchiv – Filmarchiv – in  Berlin sein trauriges Dasein, 1959 traf Manos Hadjidakis Nana Mous-  kouri, eine junge, enthusiastische Sängerin,  die mit einer wunderbaren Stimme ausge-  stattet war. Sie interpretierte seine Lieder  so, wie er es sich vorgestellt hatte. Zu die-  ser Zeit war noch nicht ersichtlich, dass sich  hier ein musikalisches Traumpaar gefunden  hatte. Sie wurde “seine” Sängerin. Der Telegraph beschrieb sie wie folgt: „… Nana Mouskouri, sehr bescheiden mit  dunklen, etwas schüchternen Augen, ist der  unsichtbare Filmstar … Sie ist von Hause  aus Opernsängerin, lernte den Komponisten Manos Hadjidakis kennen und kreiert seit-  dem seine Kompositionen. Das weltbekann-  te Lied „Ein Schiff wird kommen“ („Sonntags  nie“) ist zuerst durch sie in Griechenland zu großer Beliebtheit gekommen.“ (”Telegraph”, Berlin, 28. Juni1961 „Gäste aus dem Süden“) In den damaligen Filmprogrammen erschien nur der Name Nana Mouskouri, nicht ihr Bild. Wenn man damals geahnt hätte, welche  glänzende Karriere vor ihr lag, wäre mit Sicherheit eine andere Entscheidung getroffen worden. (Quelle: weisse-rosen-aus-athen.de; eine sehr empfehlenswerte Seite, die akribisch jenen Film ausführlich und sehr liebevoll würdigt).

Filmankündigung

Immerhin war Nana Mouskouri in Deutschland schon so bekannt, dass man dann diese EP im Jahre 1963 auf den Markt brachte. Bemerkenswert: Sie singt hier griechisch, die deutschen Titel waren wohl lediglich dazu gemacht, dem Käufer die Kaufentscheidung leichter zu machen.

Auch wenn mich der Film Alexis Zorbas mein eigentliches Interesse an Griechenland geweckt hat, auch solche Singles haben dazu beigetragen, dass sich der Horizont von „uns Deutschen“ erweitern konnte … und unter diesem Aspekt ist dieses Frühwerk von Nana Mouskouri nicht hoch genug einzuschätzen. Und Jahre später sang dann Udo Jürgens „Griechischer Wein“ und wurde und wird dafür in Griechenland bis heute verehrt … aber das ist ne andere Geschichte …

NanaMouskouri1961

Nana Mouskouri, 1961

Besetzung:
Nana Mouskouri (vocals)
+
unbekanntes Orchester

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Titel:
01. Erntelied (Gatsos/Hadjidakis) 1.14
02. Missolonghi-Lied (Hadjidakis) 2.06
03. Wäscherinnenchor mit Erntelied (Hadjidakis) 1.59
04. Athen-Lied (Gatsos/Hadjidakis) 3.18
05. Das Lied der Ägäis (Hadjidakis) 2.01
06. Erntelied (Gatsos/Hadjidakis) 0.56

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Die griechische Ausgabe der Single

Friedel Hensch und die Cyprys – Als Oma noch kniefrei ging – Die tollsten Schlager der verrückten 20er Jahre (1963)

FrontCover1Und jetzt mal wieder oder erneut ein Griff in die Mottenkiste:

Friedel Hensch und die Cyprys waren eine in den 1950er Jahren sehr erfolgreiche deutsche Musikgruppe auf dem Gebiet des Schlagers. Unter dem Namen Tante Fröhlich und die Hutzelmännchen veröffentlichte das Ensemble auch einige Kinderlieder.

Friedel Hensch (* 7. Juli 1906 in Landsberg an der Warthe; † 31. Dezember 1990 in Hamburg), die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Erfolge als Sängerin feierte und in Berlin unter anderem bei Erik Charell engagiert war, Werner Cyprys (* 19. April 1922; † 30. Juli 2000) und Karl Geithner (* 11. Oktober 1922 in Chemnitz-Markersdorf; † 1976) bewarben sich 1945 unabhängig voneinander bei einem Varieté in Flensburg. Weil der Bühnendirektor keine Theaterlizenz der Alliierten Militärregierung vorweisen konnte, gründeten die drei im Oktober des gleichen Jahres eine eigene Band. Am 1. November 1945 reisten sie in Begleitung ihres neuen Mitgliedes Heinz Bartels nach Hamburg, wo sie auf ein dauerhaftes Engagement hofften. Im Januar 1946 traten sie im Ballhaus „Trichter“ auf der Reeperbahn erstmals als Friedel Hensch und die Cyprys auf. Es folgten Gastspiele in zahlreichen Städten Westdeutschlands. Anfang 1947 verließ Bartels die Gruppe, um eine Stelle als Kapellmeister in Bremen anzutreten. Ende 1947 heirateten Friedel Hensch und Werner Cyprys in Bielefeld. 1948 stieß Kurt Grysok (* 5. Oktober 1922 in Hindenburg O.S.) auf die Band und wurde deren vierter Mann.

FriedelHensch02.jpgWährend eines Auftritts im Sommer 1949 in Hannover wurde Kurt Richter, der Chef der Plattenfirma Polydor, auf das Quartett aufmerksam. Noch im gleichen Jahr erschien mit dem Titel Mit der Zeit lernst auch du es die erste Schallplatte der Gruppe: Die Samba wurde als B-Seite des Schlagers Maria aus Bahia, der von René Carol und Danielle Mac gesungenen deutschen Version des Welterfolges Maria de Bahia von Ray Ventura, veröffentlicht. Auch die nächste Schallplatte, unter anderem mit Werner Cyprys‘ Eigenkomposition Mein Kaugummi, verkaufte sich mehr als zufriedenstellend. 1950 erschienen zunächst einige Singles, auf denen Friedel Hensch und die Cyprys lediglich als Chor bei Aufnahmen des Sängers Heinz Woezel (1914–1981) und anderer Interpreten zu hören sind. Im gleichen Jahr trat das Ensemble mit zwei von Michael Jary komponierten Schlagern in dem Film Mädchen mit Beziehungen auf. Dieser erste von insgesamt 11 Filmauftritten bedeutete einen weiteren Karriereschub für das Quartett. Unter dem Namen Tante Fröhlich und die Hutzelmännchen nahm die Gruppe im gleichen Zeitraum etwa 20 Kinderlieder für Gnom, die Kinderserie der Plattenfirma Polydor, auf.

Ihren bis dahin größten Erfolg verbuchten die vier Musiker Ende 1950 mit dem Titel Holdrio – liebes Echo. In den folgenden Jahren veröffentlichte die Gruppe immer wieder volkstümliche Schlager, die neben den modernen, oft leicht satirischen Liedern zu ihrem Markenzeichen wurden. Der Titel Heideröslein befand sich im Sommer 1954 drei Monate auf dem ersten Platz der deutschen Charts.

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1955 erhielt das Ensemble eine Goldene Schallplatte für den Gesamtverkauf von über drei Millionen Schallplatten. Es folgten 15 Tourneen durch Deutschland und Europa sowie Auftritte in mehr als 60 Fernsehshows und bei über 200 Rundfunkveranstaltungen. Weitere Top-10-Hits waren Oh Jägersmann (1956) und Solang‘ die Sterne glüh’n (1957). Bis 1970 veröffentlichten Friedel Hensch und die Cyprys rund 15 Langspielplatten und fast 90 Singles.

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Die Band war in den 1950er Jahren mit Liedern namhafter Komponisten und Texter wie Ernst Bader, Bruno Balz, Walter Brandin, Fini Busch, Kurt Feltz, Heino Gaze, Gerhard Jussenhoven, Kurt Schwabach, Günther Schwenn oder Gerhard Winkler erfolgreich. Daneben erschienen weiterhin eigene Titel von Werner Cyprys, der sich in den 1950er Jahren auch als Komponist und Musikproduzent für andere Interpreten einen Namen machte.

FriedelHensch041957 wanderte Kurt Grysok nach Kanada aus und wurde durch Hans-Joachim Kipka ersetzt, der bis 1961 Mitglied der Gruppe blieb. Seither trat das Ensemble nur noch als Trio auf. 1961 nahm die Gruppe mit dem Titel Colombino am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil, den Lale Andersen gewann. 1962 landeten Friedel Hensch und die Cyprys mit Mein Ideal, der Antwort auf Charles Aznavours Du läßt dich geh’n, und Der Mond von Wanne-Eickel (Original: Un clair de lune à Maubeuge) ihre letzten Hits. 1963 traten Friedel Hensch und die Cyprys mit dem Titel Ja, beim Bossa-Nova-Ball bei den Deutschen Schlagerfestspielen in Baden-Baden auf und belegten damit den vorletzten von 12 Plätzen. Nachdem 1965 ihr letzter Vertrag bei der Polydor ausgelaufen war, veröffentlichten die drei ihre letzten Schallplatten unter dem Telefunken-Label.

Ihren letzten gemeinsamen Auftritt hatte die Gruppe im Oktober 1970 in Wim Thoelkes Fernsehshow Drei mal Neun.

Friedel Hensch wurde auf dem Neuen Niendorfer Friedhof in Hamburg bestattet. (Quelle: wikipedia)

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Hans-Joachim Kipka, Karl Geithner, Friedel Hensch und Werner Cyprys (v. l. n. r.), Februar 1961

Und hier Album, als dieses Combo noch so richtig angesagt war. Und dieses Album ist ein wahrer Volltreffer, denn hier zelebrieren auf wirklich gekonnte Weise Schlagerhits der 20er Jahre (63 an der Zahl !). Zuweilen galoppieren sie im Schweinsgalopp durch die einzelnen Lieder (manches Lied hätte ich gerne ausführlicher gehört), aber dennoch: Ein prachtvolle Revue jenes letztlich tragischen Jahrzehnts.

Moderiert wird die ganze Chose (*) dann vom Peter Frankenfeld, damals bereits alles andere als ein unbekannter Entertainer; er führt durch die 20er Jahre mit all seinen Trends und Ereignissen …  dabei darf man freilich nicht allzu viel Tiefgang erwarten, würde ja auch nicht zum Peter Frankenfeld erwarten (der natürlich dennoch ein souveräner Entertainer war).

Rüdiger Piesker3

Rüdiger Piesker

Und erneut kann man feststellen, dass so etliche Texte ganz schön frech-frivol waren und darüber hinaus sind die Titel z.T. urkomisch und erhöhen somit den Drolligkeitswert dieses Albums: „Hallo, du süße Klingelfee“, „Licht aus, Messer raus „, „Komm mein Schatz, wir trinken ein Likörchen“, „Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin“, „Küß mich Mutzi Putzi“, „Mein Papagei frisst keine harten Eier“, „Onkel Müller hat ’nen Triller“ und dann der Oberknaller: „Solang nicht die Hose am Kronleuchter hängt“ !

Und wie sich das dann anhört … hier kann man es ja mal versuchen.

„Montevideo ist keine Gegend für den Leo“ … lalalala

Und das Cover ist auch Klasse !

AtlasLabels

Das Album erschien auch auf dem Atlas Label

Besetzung:
Werner Cyprys (guitar, vocals)
Karl Geithner (piano, accordeon, vocals)
Friedel Hensch (vocals)
+
Orchester Rüdiger Piesker
+
Peter Frankenfeld (Sprecher)

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Titel:

01. Als Oma noch kniefrei ging (Teil 1) 20.14

1920:
01.01 Alles kommt einmal wieder (Nelson)
01.02. Hallo, du süße Klingelfee (Rebner/Stolz)
01.03. Wer hat denn den Käse zum Bahnhof gerollt (Straßmann)
01.04. Schiebermaxe (Frey/Kollo)
01.05. Ja, das haben die Mädchen so gerne (Gilbert)
01.06. Licht aus, Messer raus (Urban)

1921:
01.07. Es gibt im Leben manches Mal Momente (Bromme)
01.08. Bummelpetrus (Frey/Kersten)
01.09. Salome (Rebner/Stolz)
01.10. Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht (Rebner/Hirsch)

1922:
01.11. Ausgerechnet Bananen (Silver/Beda/Cohn)
01.12. Wenn du nicht kannst, laß mich mal (Der Knalleffekt) (Grünbaum/Körner)
01.13. Wenn du einmal eine Braut hast (Hirsch/Heye)
01.14. In der Bar nicht weit vom Knie (Avalon) (Jolson/Rose)
01.15. Komm mein Schatz, wir trinken ein Likörchen (Preil)
01.16. Leutnant warst du einst bei den Husaren (Rotter/Stolz)

1923:
01.17. Schöner Gigolo (Brammer/Casucci)
01.18. Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin (Holländer)
01.19. Die Isabelle huppt in die Welle (Ehrlich)
01.20. Montevideo (Grünbaum/Marwell)

1924:
01.21. Fascination (Marchetti)
01.22. Destiny (Baynes)
01.23. In Paris, in Paris sind die Mädel so süss (Moretti)
01.24. Poème (Fibich)

1925:
01.25. Mein Papagei frisst keine harten Eier (Frey/Kollo)
01.26. Wo sind deine Haare, August (Beda/Fall)
01.27. Was machst du mit dem Knie, lieber Hans (Beda/Fall)
01.28. Was macht der Maier am Himalaya (Profes/Rotter/Stransky)
01.29. Robes Modes (Beda/Jaffe/Bonx)
01.30. Die Polizei, die regelt den Verkehr (Amberg/Stafford)

02. Als Oma noch kniefrei ging (Teil 2) 18.55

1926:
02.01. Charleston (Rebner/Macl)
02.02. Ich tanz Charleston (Holländer)
02.03. Küß mich Mutzi Putzi (Donaldson)
02.04. Angellied (Rideamus/Kollo)
02.05. Benjamin (Beda/Benes)
02.06. If You Know Susie (De Sylva/Beda)
02.07. Man vergißt seine Sorgen beim Charleston (Rosen)
02.08. Charleston (Rebner/Mack)

1927:
02.09. Ich reiss mir eine Wimper aus (Amberg/Raymond)
02.10. Du bist als Kind zu heiß gebadet worden (May/Schwarz/Pflanzer)
02.11. Du hast den Gustav angeschaut (Rotter/Klein)
02.12. Onkel Müller hat ’nen Triller (Haller/Rideamus/Kollo/Wolff)
02.13. Solang nicht die Hose am Kronleuchter hängt (Frey/Kollo)

1928:
02.14. Black Bottom (Rotter/Stransky/Henderson)

1929:
02.15. Darf ich um den nächsten Tango bitten (Rosen)
02.16. Wenn du einmal dein Herz verschenkst (Schwabach/Rosen)
02.17. Eine Freundin, so goldig wie du (Liou/Meisel/Rosen)
02.18. Ich hab dich einmal geküsst (Schwarz/Hajos)
02.19. Auf Wiederseh’n, leb wohl (Goodhart/Hoffmann/Amberg/Nelson/Ager)

1930:
02.20. Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche (Amberg)
02.21. Jetzt geht’s der Dolly gut (Kollo)
02.22. Ich bin die fesche Lola (Holländer/Liebmann)
02.23. Du bist das süßeste Mädel der Welt (Neubach/Liebmann/Heymann)
02.24. Ein Freund, ein guter Freund (Gilbert/Heymann)

1931:
02.25. Hallo, was machst du heut‘ Daisy (Amberg/Donaldson)
02.26. Im Hotel zur grünen Wiese (Brink/Beda)
02.27. Zwei rote Rosen, ein zarter Kuß (Robitschek/Kollo)
02.28. Liebling, mein Herz lässt dich grüssen (Gilbert/Heymann)
20.29. Das gibt’s nur einmal (Gilbert/Heymann)

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Grabstein

(*) laut Duden:

Affäre, Angelegenheit, Begebenheit, Ding, Episode, Ereignis, Fall, Geschichte, Sache, Sensation, Skandal, Vorfall, Vorkommnis, Zwischenfall; (gehoben) Geschehen, Geschehnis

Tanzorchester Bèla Sanders – Mit Bèla Sanders zur Meisterschaft (1963)

FrontCover1.JPGEr war wohl einer der ungekrönten Könige der Tanzmusik in den 50er und 60er Jahren … 

Béla Sanders (eigentlich Hans Schubert; * 11. Januar 1905 in Elberfeld, heute Wuppertal; † 2. Februar 1980 in Braunschweig) war ein deutscher Orchesterleiter.

Hans Schubert absolvierte ein Musikstudium am Frankfurter Konservatorium. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er den Künstlernamen Béla Sanders an und gründete das Orchester Béla Sanders and his Tango-Orchestra, mit dem er 1953 bis 1959 mehrere Schallplatten bei Teldec einspielte. Das Orchester wurde bald eines der bekanntesten Tanzorchester Deutschlands.

Zu Beginn der 1960er Jahre wechselte er mit seinem nun Orchester Belá Sanders genannten Ensemble zu Philips. 1963 wurde sein Orchester vom Allgemeinen Deutscher Tanzlehrerverband zur Produktion der ersten Tanzplatte des Jahres ausgewählt.

1963 wurde er den von Philips und dem ADTV-Tanzverband für Tanzplatten beauftragt, bis er schließlich von Hugo Strasser abgelöst wurde.

Béla SandersNeben der musikalischen Unterstützung von Bällen und Tanzwettbewerben begleitete das Orchester Belá Sanders viele deutsche Schlagersänger sowohl auf der Bühne als auch im Studio, darunter Vico Torriani, Wilhelm Strienz, Fred Weyrich, Renate Holm und Lilian Harvey. (Quelle: wikipedia)

Nun, hier eine seiner vermutlich „klassischen“ Tanzalben, die mir einerseits, wenn ich grad mal wieder in meiner Schwelgphase bin, durchaus geniessen kann.

Man hört hier durchausanspruchsvolle Arrangements (wie z.B. der Einsatz von federleichten Percussion bei „The Breeze And I“.

Und man entdeckt, dass ein Hans Last auch drei Kompositionen zur LP beigesteuert hat. Der Lat saß damals noch n den Startlöchern …

Man kann sich daran erfreuen, dass diese LP von der Aufnahmequalität das Prädikat „astrein“ bekommt und man kann feststellen, wie fließend die Grenzen zwischen Unterhaltungsmusik und Jazz sein kann. Und ein Hauch südamerikanicher Flair schwingt dann auch noch mit …

Oder man kann beim „Candlelight Waltz“ schmunzeln und sich die strahlenden Augen einer imaginären Tanzpartnerin vorstellen.

Imaginär deshalb, weil ich weiterhin beim besten Willen nicht  wüsste, warum ich zu dieser Musik auch noch tanzen sollte …

Denn weiterhin gehöre ichzur Kategorie „Tanzmuffel“, zumindest was die sog. Gesellschaftstänze betrifft (mit schaudern erinnere ich mich an meine wenigen Tanzstunden, die ich im Laufe meines Lebens absolviert habe …)

Dennoch: ein feines und geschmeidiges Album …

Tanzpaar

Besetzung:
Tanzorchester Bèla Sanders

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Titel:
01. Halt mich in den Armen (Günther/Engelmann/Glazer) 2.17
02. I Love You (Archer) 2.27
03. Roter Sombrero (Last) 2.15
04. Ganz allerliebst (Waldteufel) 3.14
05. Someone To Watch Over Me (Gershwin) 2.29
06. The Breeze And I (Lecuona/Siegel) 2.57
07. Cha-Cha-Roulette (Amberg) 2.49
08. Cumana (Barclay/Spina/Feltz/Hillman/Roc) 2.57
09. Candlelight Waltz (Sandman/Beul/Traditiional) 2.20
10. People Will Say We’re In Love (Hammerstein II/Rogers) 2.19
11. Luna Argentina (Templin) 2.38
12. Sirenenzauber (Waldteufel) 2.40
13. September In The Rain (Warren/Last) 2.14
14. Blue Beguine (Last) 2.42
15. Bitte einen Cha-Cha (Thorn/Portal/Siegel) 2.34
16. Spanisches Blut (Winkler) 2.24

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Hier eine etwas ausführlichere Biographie, zur besseren Lesbarkeit klicke man auf den Text:

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Klaus Doldinger – Live At Blue Note Berlin (1964)

FrontCover1.jpgHöchste Zeit mich mal wieder mit dem Lebenswerk des Klaus Doldinger zuzuwenden …:

Klaus Doldinger (* 12. Mai 1936 in Berlin) ist ein deutscher Musiker (Saxophon, zunächst auch Klarinette). Er ist vor allem als Jazzmusiker und als Komponist von Filmmusik bekannt. Seine wohl bekanntesten Werke sind die Titelmusik zu dem Film Das Boot, den Serien Tatort, Liebling Kreuzberg sowie Ein Fall für Zwei und die Filmmusik zu Die unendliche Geschichte. Auch die ikonische Constantin AG Film Fanfare, die in einer Vielzahl von deutschen Spielfilmen zu hören ist, stammt aus seiner Feder (nach der vorherigen, komponiert von Peter Thomas). Er ist Mitglied des künstlerischen Beirates der Union Deutscher Jazzmusiker und Aufsichtsratsmitglied der GEMA.

Klaus Doldinger wuchs als Sohn des Diplom-Ingenieurs Erich Doldinger und dessen Ehefrau Ingeborg, geb. Mann, zunächst in Berlin auf. Sein Großvater Bruno Mann war von 1919 bis 1933 Oberbürgermeister von Erfurt. Während des Krieges arbeitete sein Vater als Oberpostdirektor in den besetzten Teilen der Sowjetunion, und die Familie lebte 1940 bis 1945 in Wien. Danach flüchtete sie zunächst nach Bayern und dann nach Düsseldorf.

Von 1947 bis zum Abitur 1957 besuchte Doldinger das Jacobi-Gymnasium und ebenfalls ab 1947 mit einem Stipendium das Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf, wo er zunächst Klavier und ab 1952 Klarinette studierte. Während dieser Zeit sammelte er erste Erfahrungen in der Musikbranche mit der 1952 von Freunden gegründeten Band The Feetwarmers, einer Dixieformation, mit der er 1953 erstmals auftrat und 1955 auch seine erste Plattenaufnahme machte. Zeitweise spielten bei den Feetwarmers auch der Doldinger02.jpgKabarettist Dieter Süverkrüp (Banjo) und der spätere Minister Manfred Lahnstein (Posaune). 1955 gründete Doldinger zudem seine eigene Band Oscar’s Trio, deren Namen er in Anlehnung an sein großes Vorbild Oscar Peterson gewählt hatte. Mit dieser Gruppe gewann er den ersten Preis beim Jazzfestival Brüssel, den Coup Sidney Bechet.
Doldinger Quartett

Nach dem Abitur studierte er Musikwissenschaften und Tontechnik und wurde Tonmeister. Nach einem Erfolg mit seiner Version von Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus für eine US-Getränkefirma ging er 1960 auf seine erste Auslandstournee in die USA, spielte u. a. mit George Lewis und im Jazzclub Birdland und erhielt mit 24 Jahren während seiner ersten US-Tournee die Ehrenbürgerwürde von New Orleans. 1961 spielte er Modern Jazz mit US-Expatriates wie Don Ellis, Johnny Griffin, Idrees Sulieman, Kenny Clarke, Donald Byrd und Benny Bailey. 1962 gründete er das Klaus Doldinger Quartett, mit dem er im Jahr darauf für das Philips-Label seine erste Platte, Doldinger – Jazz Made in Germany veröffentlichte. Die LP wurde auch international ein großer Erfolg, da hier kein weißer „Cool Jazz“ gespielt wurde, sondern Komponenten des Bebop verwendet wurden.

Mitglieder in diesem Quartett waren Doldinger (Tenorsaxophon), Ingfried Hoffmann (Hammond-Orgel), Helmut Kandlberger (Bass) und Klaus Weiss (Schlagzeug). Als weitere LP mit dieser Besetzung wurde 1963 Doldinger live at Blue Note Berlin aufgenommen und 1964 veröffentlicht.[Anmerkung 1] 1964 unternahmen sie eine erste große Auslandstournee im Auftrag des Goethe-Instituts u. a. nach Marokko, ein Aufenthalt, der sein Interesse für afrikanische Musik weckte. Es folgten internationale Auftritte beim Festival in Antibes und im Blue Note in Paris. (Quelle: wikipedia)

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Soweit ein paar biographische Notizen zum „frühen“ Klaus Doldinger.

Und hier sein 2. Soloalbum, mitgeschnitten live im Blue Note Jazzclub, Berlin im Jahr 1963 (und zwar am 17. und 18 Dezember 1963), veröffentlicht dann ein Jahr später.

1963 erschien also das Doldinger-Debüt „Jazz Made In Germany“ und machte ihn und sein Quartett schlagartig bekannt. Entdecker und Produzent war niemand Geringerer als Siegfried E. Loch, heute vor allen Dingen als Gründer des ACT-Labels bekannt. Das Album machte Doldingers verspielten, Blues-betonten und unverwechselbaren Saxophonsound – garniert mit feurigen Soli von Hammondorgelvirtuose Ingfried Hoffmann – quasi über Nacht zum Markenzeichen.

Und bereits im Jahr darauf erschien die groovende LP „Live At The Blue Note Berlin“, die den durch unzählige Tour-Auftritte geschulten Ensemblecharakter der Gruppe herausstellte und auch Bassist Helmut Kandlberger und Schlagzeuger Klaus Weiss prägnante Soli ermöglichte. Bereits hier begann das bloße Adaptieren klassischer Standards zugunsten von starken Eigenkompositionen Doldingers in den Hintergrund zu treten. (Quelle: jazzecho.de)

Und man kann es drehen und wenden wie man will: Bereits der junge Klaus Doldinger spielte auf einem anderen Planeten und von daher bekommen auch diese Aufnahmen aus dem Jahrt 1963 von mir das Prädikat „zeitlos“ verliehen !

Und ich bin wieder mal angefixt vom deutschen Jazz der frühen Jahre der Bundesrepublik Deutschland.

Und den großartigen Ingfried Hoffmann  an der Orgel zu hören ist bis heute ein Genuss !

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Seit jeher weltoffen: Klaus Doldinger in den frühen 60er Jahren

Besetzung:
Klaus Doldinger (saxophone)
Ingfried Hoffmann (organ)
Helmut Kandlberger (bass)
Klaus Weiss (drums)
+
Peter Trunk (bass on 08.)

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Titel:
01. Waltz Of The Jive Cats (Doldinger) 8.09
02. Blue-Note Samba (Doldinger) 5.39
03. Smoke Gets In Your Eyes (Kern/Harbach) 5.40
04. Groovin‘ In Berlin (Doldinger) 3.44
05. Minor Kick (Doldinger) 4.27
06. Careless Love (Traditional) 8.54
07. Ack, Värmeland du Sköna (Traditional) 2.15
08. Two Getting Together (Doldinger) 7.27

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Weihnachten 2018 (04): Verschiedene Interpreten – Schlesische Weihnacht – Bei ins derrheeme (1963)

SchlesischeWeihnachtFCDiese Weihnachtsaufnahmen aus der schlesischen Region habe ich schon mal vor Jahren anderweitig präsentiert. Hier er Text, wie ich ihn damals formulierte hatte:

Die Heimatvertriebenen waren in der jungen Bundesrepublik Deutschland ein sehr eifriges Völkchen und neben den damals üblichen politischen Aktivitäten zur Wiedervereinigung pflegten sie auch eifrig die Bewahrung des kulturellen Erbes ihrer Heimat, die sie durch die Vertreibung verloren hatten. Und so gab es natürlich auch jede Menge weihnachtlicher Angebote aus der alten Heimat.

Hier nun ein Weihnachtsalbum mit Texten und Melodien aus dem alten Schlesien. Das Manuskript und die Regie für dieses Album stammt von Alfons Teuber;

SchlesischeWeihnachtBCAlfons Teuber (* 15. Mai 1903 in Breslau; † 23. Juli 1971 in Haag bei München[1]) war ein deutscher Schriftsteller und Schauspieler.

Alfons Teuber, gelernter Bäcker, ging 1932 nach München und studierte dort Schauspiel bei Otto Falckenberg. Später spielte er an den Kammerspielen und am Staatstheater und schrieb Dramen und Komödien.

Im Kino war Teuber unter anderem in den Filmen Quax, der Bruchpilot und Die Brücke zu sehen. (Quelle: wikipedia).

Teuber war aber auch sehr aktiv in der Heimatvertriebenen-Bewegung und er hat in diesem Bereich viele kulturelle Schätze gepflegt, konserviert und veröffentlicht.

Nun, das Album ist eben voll mit üblichen Weihnachtsgeschichten und der entsprechenden Musik, wobei insbesondere die Instrumental-Teile des Albums sich bis heute sehr hübsch anhören. Und das „Transeamus“ ist ja ganz sicher ein Klassiker der Weihnachtsmusik.

Damals erhielt ich folgende Leserzuschrift, die mich freute und irgendwie auch bewegte:

Einfach wunderbar – vielen, vielen Dank! Ich habe diese Aufnahmen seit fast 40 Jahren nicht mehr gehört. Als Kind musste ich mir die Platte gemeinsam mit den Eltern und Geschwistern an Weihnachten immer anhören (mit der Betonung auf „musste“;-)). Die Platte ist seit Jahrzehnten verschollen. Beim erneuten Hören nach langer, langer Zeit werden Kindheitserinnerungen wach, mir kommen fast die Tränen… Nostalgie pur! Ich bin sicher, dass ich nichts Illegales tue, wenn ich diese Aufnahmen meiner 92-jährigen Mutter zur Verfügung stelle. Ein ganz großes Dankeschön noch mal!!
Andreas M. Wittig
Übrigens… der erwähnte Autor Josef Wittig beim Titel 4 ist mein Großonkel.

Also: viel Vergnügen mit diesen alten Klängen ! Diese LP stammt wieder mal aus  meinem Fundus familiärer Schalldokumente. Diese LP war das Lieblingsalbum meines Vaters, der eben aus Schlesien stammte.

SchlesischeWeihnacht

Alfons Teuber

Titel:
01. Glockengeläut der Kirche von Wang im Riesengebirge 0.22
02. Alfons Bauer, Eva Pflug u.a.: Heimatlied aus Schlesien + Gruß an die alte Heimat (Traditional) 1.26
03. Glatzer Gesangstrio: Auf, ihr Hirten (Traditional) 0.54
04. Christian Marschall: Die Glatzer Neisse (Wittig) 1.45
05. Schlesischer Heimatchor: O Freude über Freude (Traditional) 1.19
06. Alfons Teuber: Morgenstimmung in der Bauernstube (Schenke) 0.50
07. Alfons Bauer: Zitherklänge auf der Baude (Kraus) 0.36
08. Elionor von Wallerstain: Die Legende vom einfachen Büble (Traditional) 1.43
09. Glatzer Gesangstrio: Auf dem Berge, da wehet der Wind (Traditional) 1.07
10. Alfons Bauer: Schlesische Weihnachtsmusik (Traditional) 1.33
11. Herbert Kroll & Elionor Wallerstain: Volksbäuche am Heiligen Abend (Teuber) 1.44
12. Kinderchor: Vom Himmel hoch da komm ich her (Luther) 1.15
13. Die Wölkinger Turmbläser: Weihnachtliche Turmmusik (Traditional) 0.44
14. Ilse Siano: Rorate-Amt (Traditional) 1.10
15. Kinderchor: Ecca Dominus (Traditional) 0.52
16. Kinderchor: Ihr Kinderlein kommet (Traditional) 0.39
17. Ilse Siano, H. Kroll & Alfons Teuber: Nikolo Szene (Traditional) 3.50
18. Glatzer Gesangstrio: Es tagt ja schon (Traditional) 1.08
19. Eva Pflug & Alfons Bauer: Das Riesengebirge + Weihnacht im Riesengebirge (Hauptmann/Traditional) 2.03
20. Christian Marschall: Die Schlittenfahrt (Schwarz) 0.33
21. Glatzer Gesangstrio: Inmitten der Nacht (Traditional) 1.16
22. Eva Pflug: Maria mit dem Jesukind ist schon auf der Reise (Richter) 0.37
23. Schlesischer Heimatchor: Schlaf wohl, du Himmelsknabe du (Traditional) 1.23
24. Herbert Kroll: Verse von Angelus Silesius (Silesius) 0.22
25. Kinderchor: Kommet ihr Hirten (Traditional) 1.22
26. Elionar Wallenstaun, Christian Marschall & Alfons Teuber: Im Schoberhäusl (Keller) 4.22
27. Alfons Bauer: Weihnachtliche Zithermusik aus Schlesien (Bauer) 0.49
28. Alfons Bauer: Stille Nacht, heilige Nacht (Gruber) 1.08
29. Eva Pflug & Christian Marshall: Erinnerungen an die Oder + Glockengeläut des Breslauer St-Johannes-Domes (Teuber) 2.06
30. Schlesischer Heimatchor: Transeamus (Traditional) 2.53

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