Connie Francis – Nino + Jedes Boot hat seinen Hafen (1964)

FrontCover1Jetzt mal wieder ein Griff in meine Single-Kiste und schwupp-di-wupp zaubere ich ne nette kleine Schmacht-Single von Connie Francis aus der Kategorie „putzig“ in diesen blog.

Als Connie Fancis Anfang der 60er Jahre auch in Deutschland für Furore sorgte, hatte sich bereits eine sehr bewegte musikalischen Entwicklung in den USA durchgemacht (Wer mehr wissen will kann sich ja via wikipedia informieren).

Auf jeden Fall hatte man sich bei dieser Single dazu entschieden, ihr „maßgeschneiderte“ deutsche Songs zur Verfügung zu stellen, also keine Adaption ihrer amerikanischen Songs.

Nun, wie gesagt, 2 Schmachtfetzen der drolligen Art …

Und dann mal freiweg von der Leber: In den 60er Jahren war ich als ca. 10jähriger Steppke von diversen Schlagersängerinnen hellauf begeistert, ich schmachtete sie geradezu an … dazu zählte dann auch die Connie Francis.

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Besetzung:
Connie Francis (vocals)
+
Orchester Werner Scharfenberger (bei 01.)
Orchester Erwin Halletz (bei 02.)

ConnieFrancis

Titel:
01. Nino (Scharfenberger/Busch) 2.31
02. Jedes Boot hat seinen Hafen (Halletz/Bradtke) 2.17

LabelB1

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Verschiedene Interpreten – Ins Land der Franken fahren (1964)

FrontCover1Die Leute von Tempo Schallplatten in Pullach-Grosshesselohe (bei München) waren wohl so ab 1963 ganz beseelt, denn ihr Mundartkomiker Herbert Hisel  hatte doch einen beträchtlicher Erfolg.

Und so kam es wohl, dass man die „fränkische Note“ des Labels mit einer LP erweitern konnte.

Man produzierte „eine musikalische, höchst humoristische Frankenreise“, dabei handelte es sich um einen Live-Mitschnitt einer „öffentlichen Aufnahme“.

Und natürlich war der Herbert Hisel der Conférencier, der launing durch das musikalische Programm auf Seite 1 führte und hin und wieder mit seinen Kalauern das Publikum erfreute.

Zu hören sind dann Steff Lindemann und seine Nürnberger Stadtmusikanten, Das Dalheimer Trio und die Alfelder Moidla und diese Kapellen waren sicherlich sehr erfreut, dass sie im Dunstkreis von Herbert Hisel ihren Bekanntheitsgrad erhöhen konnten.

Auf Seite 2 ist er dann als Solist zu hören und zwar mit seiner allseits bekannten Nummer „Der Stammtischbruder“: Einerseits ein wirklich abstrus-abgedrehter Humor (und von daher wieder mal genau meine Kragenweite), andererseits – die Zeiten haben sich halt geändert – schon auch ganz schön heftig frauenfeindlich …

AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover

Titel:
01. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Frankenlied (Becker/v.Scheffel) 1.47
02. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Rothenburger Dreher (Traditional) 2.45
03. Herbert Hisel: Die goldene Maus (Hisel) 1.42
04. Das Dahlheimer Trio: Fränkische Volksweise (Traditional) 1.51
05. Die Alfelder Moidla: Wenn i glei net von Fieraboh bin (Traditional) 3.10
06. Herbert Hisel: Der Humor der Franken (Hisel) 2.34
07. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Wo ist denn as Gergla (Traditional) 3.01
08. Das Dahlheimer Trio: Fränkische Polka (Traditional) 2.37
09. Die Alfelder Moidla: Ansage + Draußen vor der Wirtshautür (Traditional) 3.03
10. Herbert Hisel: Der Stammtischbruder (Hisel) 13.08
11. Auf Wiedersehen im schönen Frankenland 0.14

LabelA1

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BackCover1

Orchester Roberto Delgado – Tanz in der Taverne (1964)

FrontCover1.JPGUnd hier ein weiteres Beispiel von so ner Größe der deutschen Unterhaltungsmusik, die vorrangig in den 60er Jahren durch eine Flut von Aufnahmen auf sich aufmerksam machte:

Horst Wende (* 5. November 1919 in Zeitz; † 23. Januar 1996 in Hamburg) war ein deutscher Orchesterleiter, Komponist, Arrangeur und Akkordeonist. Er trat auch unter den Pseudonymen Roberto Delgado, Die Akkordeon Melodiker und Mister Pepper auf.

Weitere Infos gibt´s dann – zur Vermeidung von Wiederholungen hier.

Wende, der sich Anfang der 1980er ins Privatleben zurückzog, starb am 23. November 1996 in seinem Wohnort Hamburg. Im Zuge des Easy-Listening-Revivals sind seit Ende der 1990er Jahre immer wieder Aufnahmen von Horst Wende alias Roberto Delgado auf CD erschienen. (Quelle: wikipedia)

Hier eine LP aus dem unerschöpflichen Repertoire des Horst Wende: Hier lädt er uns zum „Tanz in die Taverne“ ein.

Passend zum Fasching ...

Horst Wende hatte wohl einen Faible für südlich-exotische Klänge, und die zelebriert er auch hier in Reinkultur (natürlich nur im Rahmen dieser Unterhaltungsmusik jener Jahre). Wobei der Begriff „Taverne“ ein wenig unglücklich ist … zumindestich assoziere damit eher hübsche Standlokalitäten in Griechenland; hier entführt er uns jedoch eindeutig nach Italien.

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Gleiches Cover, anderes Land, nämlich Italien

Vielleicht war dieser Faible auch Kalkül, um sich in einer besonderen Nische eien Namen zu machen … erfahren werden wir es wohl nicht mehr.

Wer gelegentlich gepflegt-seichte Musik der 60er Jahre mag, quasi nach dem Motto „Bella Bimba“ … sollte sich nicht scheuen und mal reinhören.

Und ja, das „Mama“ auf dieser LP ist jenes „Mama“, mit denen ein paar Jahre später ein gewisser Heintje, deutsche Mütterherzen angesichts der missratenen Jugend, getröstet hat und für feuchte Augen gesorgt hat.

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Alternative Front Cover

Besetzung:
Orchester Roberto Delgado

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Titel:
01. Anna (Vatro) 2.33
02. Santa Lucia (Traditional) 2.34
03. Oh, Marie (di Capua) 2.09
04. Luna Rossa (Vian/Frank) 2.42
05. O Cara Mamma Mia (Traditional) 2.20
06. Papaveri (Die süßesten Früchte) (Mascheroni/Rastelli/Panzeri) 2.44
07. Bella Bimba (Traditional) 2.15
08. Vergiss mein nicht (Non ti scorda di me) (de Curtis/Marischka) 2.24
09. Vieni Vieni (Scotto) 2.59
10. Non Dimenticar (Redi/Galdieri) 2.15
11. Arrivederci Roma (Rascel/Garinei/Giovannini/Glando) 1.59
12. Mama (Bixior/Cherubini) 2.35

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FrontCover (Ausschnitt)

ER denkt sich: Na, der will ich heute noch an die Wäsche …
SIE denkt sich: Na, dann soll er sich mal ein wenig Mühe geben, ganz so einfach wird das nämlich nicht …

Die Five Tops – Glaub daran + Rag Doll (1964)

FrontCover1Viel ist ja nicht über dieses Gesangs-Ensemble bekannt:

Die Five Tops ist eine deutsche Band, die 1964 von Leo Leandros, dem Vater von Vicky Leandros mit Günter Kallmann, Bernd Golonski, Sigurd Hilke und Karl-Heinz Welbers gegründet wurde und bis 1968 existierte. Sie hatten zahlreiche Hits, darunter die deutsche Version von Rag Doll, mit der sie den vierten Platz in den deutschen Charts belegten. (Quelle: wikipedia)

Und ja, diese Single hatte es mir damals schon mächtig imponiert und das lag an dem Titel“Rag Doll“

Eine herzzerreißende Schnulzen-Ballade …. Ursprünglich wurde sie ja von Frankie Valli & The Four Seasons aufgenommen und ein Leser dieses blogs hat auch schon mal anlässlich einer Vicky Leandros Scheibe auf diese deutsche Version aufmerksam gemacht.

Und interessant, dass eben die B-Seite mit „Rag Doll“ zum großen Erfolg für dieses vermutlich reine Studioprojekt (der Günter Kallmann hatte ja auch noch was anderes zu tun) zum größten Erfolg der „Five Tops“ wurde.

Und die A-Seite ist ein flotter Gospel-Song mit heißem Saxophone,  aber „Rag Doll“ hat sich in mein Herz geschraubt … dieser Titel war dann 18 Wochen in den Charts, davon 14  Wochen in den Top-10 und die höchste Chartplazierung war dann Rang 4.

Die Five Tops haben insgesamt 10 Singles veröffentlicht … dann hatte Papa Leandros auch wichtigeres zu tun …

Günter Kallmann

Der Günter Kallmann mit seinem Chor

Besetzung:
Vocals:
Leo Leandros – Günter Kallmann – Bernd Golonski – Sigurd Hilke – Karl-Heinz Welbers
+
Die Carinas
+
eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

LeoLeandros

Titel:
01. Glaub daran (Coll/Panas/Rasch) 2.00
02. Rag Doll (Crewe/Gaudio/Bader) 2.55
+
03. Rag Doll (Originalversion von Frankie Valli & The Four Seasons) (Crewe/Gaudio) 3.02

LabelB1

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Herbert von Karajan – Carmen (Georges Bizet) (1964)

FrontCover1Es gab ja mal eine Zeit in der Herbert von Karajan nicht auf immer und ewig mit der Deutschen Grammophon verbandelt war.

Und in jenen Jahren prangte sein Name auch noch nicht ziemlich groß auf der Hülle, dennoch hatte sich Karajan bereits einer schwergewichtigen Namen gemacht.

Seine 1964er Einspielung der Georges Bizet Oper „Carmen“ umfasste in der kompletten Originalausgabe 3 LP´s.

Hier die abgespeckte Version als Sonderanfertigung für die „Deutsche Buchgemeinschaft“ (Querschnittaufnahmen nannte man das damals wohl).

Über die Oper Carmen habe ich hier schon mal ausführlich berichtet. Wiederholungen kann ich mir also sparen.

Die Rückseite des Covers bietet ausführliche Informationen über die Oper an, gesungen wird in deutsch und ich bin eigentlich ganz froh, hier nur diesen Querschnitt präsentierten zu können.

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Das Original Cover mit den 3 LP´s

Aber wer weißt, welcher Teufel mich noch reiten wird. Vielleicht präsentiere ich mal die komplette Oper und dann aber 100% knisterfrei !

DasEnsemble

Das Ensemble

Besetzung:
Jean-Christophe Benoît (Bariton: Dancairo, ein Schmuggler)
Maurice Besançon (Tenor: Remendado, ein Schmuggler)
Franco Corelli (Tenor: Don José, Sergeant)
Bernard Demigny (Bariton: Moralés, Sergeant)
Mirella Freni (Sopran: Micaela, ein Bauernmädchen)
Monique Linval (Sopran: Frasquita, Zigeunerin)
Geneviève Macaux (Mezzo-Sopran: Mercédès, Zigeunerin)
Robert Merrill (Bariton: Escammillo, Torero)
Leontyne Price (Sopran: Carmen, Zigeunerin)
Frank Schooten (Bass: Zuniga, Leutnant)
+
Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan
Wiener Sängerknaben unter der Leitung von Helmuth Forschauer
Chor der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Wilhelm Pitz

BackCover1Titel:
01. Ouvertüre 2.15
02. Le cloche a sonnè 4.09
03. L´amour est ub oiseau rebelle 3.35
04. Prés dex vermparts de Séville 4.53
05. Les tringles des sistres tintaient 4.32
06. Votre toast 3.08
07. Nous avons en téte une affaire 4.57
08. Le fleur que tu m´avais jetée 10.09
09. Melons ! Coupons ! 7.51
10. C´est toi ! C´est moi ! 11.02

Musik:Georges Bizet
Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy

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Karajan 1964 am Steuer eines Flugzeuges auf dem Flughafen in Salzburg.

Martin Lauer – Am Lagerfeuer + Leider (1964)

FrontCover1.jpgMartin Lauer war Leichtathletik- und Schlager-Star. Der deutsche Sport trauert um den einstigen Hürdenflitzer des ASV Köln, dem eine Einzelmedaille bei Olympia verwehrt blieb.

Die deutsche Leichtathletik trauert um den früheren Hürden-Weltrekordler Martin Lauer. Der einstige Europameister und Staffel-Olympiasieger von Rom 1960 ist am Sonntag im Alter von 82 Jahren im Kreis seiner Familie gestorben, wie der Deutsche Leichtathletik-Verband am Rande der WM in Doha/Katar mitteilte. Drei Weltrekorde in 53 Minuten: Das war Lauers größter Erfolg. Als Schlagersänger („Taxi nach Texas“) verkaufte er nach seiner Sportlerkarriere fast sechs Millionen Tonträger.
Bis zuletzt gehörte seine Leidenschaft der Leichtathletik

„Mit Martin Lauer ist eine Leichtathletik-Legende von uns gegangen. Der Deutsche Leichtathletik-Verband verliert mit Martin Lauer einen großen und erfolgreichen Sportsmann, der bis zuletzt das Geschehen in der Leichtathletik verfolgt hat“, sagte DLV-Präsident Jürgen Kessing. Der einstige Vorzeigesportler des ASV Köln hinterlässt im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz seine Frau Christa, zwei Kinder und drei Enkelkinder.

MartinLauer02.jpgGemeinsam mit Bernd Cullmann (79), Armin Hary (82) und Walter Mahlendorf (84) holte sich Schlussläufer Lauer 1960 im Stadio Olimpico Gold in Weltrekordzeit. 1959 stellte er in Düsseldorf mit 7955 Punkten einen deutschen Zehnkampfrekord auf.
Vorlesung geschwänzt, Weltrekorde gebrochen

Doch seine Sternstunde erlebt der Sprinter schon am 7. Juli 1959: Im Zürcher Letzigrund knackte er die Weltrekorde über 110 Meter (13,2 Sekunden) und 120 Yards Hürden, als Zugabe schaffte er die Bestmarke über die selten gelaufenen 200 Meter Hürden (22,5).
Bild zu Martin Lauer
1956 in Hamburg: Martin Lauer (r) siegt in 13,9 Sekunden -neuer Europarekord. © DB/dpa

Dabei weilte der damals 22-jährige Lauer am Vormittag noch in der Vorlesung. Der Student schwänzte die Seminare am Nachmittag, flog von München nach Zürich und eilte ins Stadion. Der Diplomingenieur im Allgemeinen Maschinenbau war 1959 als erster und bis dato einziger Deutscher Welt-Leichtathlet.

Schon als Teenager zählte Martin Lauer zu den besten und vielseitigsten Leichtathleten der Welt. Im Alter von 19 Jahren belegte er bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne über 110 Meter Hürden Platz vier und im Zehnkampf Platz fünf.
Beinahe wäre sein Bein amputiert worden.

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Probleme stoppten das Talent aber auch. Im Olympia-Jahr 1960 musste Lauer gleich mehrere Rückschläge hinnehmen. Von einer hartnäckigen Knochenhautentzündung im Fußgelenk gebremst, landet er im Olympia-Finale von Rom über 110 Meter Hürden auf dem vierten Platz. Selbst über Staffel-Gold konnte sich der Rheinländer nicht lange freuen. Eine verunreinigte Injektionsspritze führte zur Blutvergiftung – da ging es „um Leben und Tod“, wie er mal erzählte. Nur knapp konnte eine Amputation des Beines verhindert werden. (best/dpa)

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Mir war er freilich als Schlagersänger weitaus lieber, denn mit seinen herrlich-romantischen Cowboy-Songs erwärmte er mein kindliches Cowboy-Herz.

Schon damals gab ich demCowboy den Vorzug (und nicht dem Indianer); vermutlich weil ich schon damals darauf spekulierte, in einem dieser Saloons am Tresen zu stehen, einen Whisky zu bestellen,dem Piano-Spieler zu lauschen und mich nach all den hübschen Damen umzusehen … von den ich schon am Lagerfeuer träumte.

Ich sitz so gern am Legerfeuer … la la la la … 

MartinLauer04

Besetzung:
Martin Lauer (vocals)
+
Orchester Kurt Edelhagen

AlternativesFrontCover

Titel:
01. Am Lagerfeuer (Laine/Tiri) 2.20
02. Leider (Moesser/Bartels) 2.39

LabelB1

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Dorthe – Junger Mann mit roten Rosen + Der Boy ist gekommen (1964)

FrontCover1.jpgUnd wieder mal so ein Schlagersternchen aus dem Norden Eiropas, der auch bei uns ein wenig Eindruck machte.

Dorthe Kollo (geborene Larsen; * 17. Juli 1947 in Kopenhagen), Künstlername Dorthe, ist eine dänische Schlagersängerin.

Dorthe Larsen wuchs in Kopenhagen auf. Bei ihrem Vater, der Kapellmeister des Symphonischen Orchesters Aarhus war, erhielt sie ihre musikalische Ausbildung. Daneben erlernte sie Schauspiel, Tanz und Pantomime. Mit acht Jahren nahm sie in ihrer Heimat Dänemark ihre erste Schallplatte Min Piphans auf. Mit zwölf Jahren bekam sie ihre erste Goldene Schallplatte für den Titel Åh, det er søndag (Coverversion von Oh Lonesome Me von Don Gibson).

Anfang der 1960er Jahre kam sie nach Deutschland und bewarb sich 1963 mit dem Titel Eine Menge Verehrer bei den Deutschen Schlager-Festspielen in Baden-Baden, erreichte jedoch nicht das Finale. Im Folgejahr hatte sie jedoch ihren ersten Erfolg mit dem Titel Junger Mann mit roten Rosen, der bei den Schlager-Festspielen 1964 einen beachtlichen 5. Platz erreichte. Dadurch wurde sie im deutschsprachigen Raum bekannt. 1965 erreichte sie mit Blondes Haar am Paletot und Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer sogar den 4. Platz. Ihre Platten veröffentlichte sie unter dem Namen Dorthe.

Dorthe011968 hatte Dorthe ihren ersten großen Hit mit Sind Sie der Graf von Luxemburg? Einen weiteren Erfolg hatte sie im selben Jahr mit Wärst du doch in Düsseldorf geblieben, mit dem sie Platz 2 des Deutschen Schlager-Wettbewerbs 1968 erreichte und eine Goldene Schallplatte gewann. Beide Titel gehören heute zu den Evergreens des deutschen Schlagers und werden, ebenso wie der Titel Jeder Schotte, der auch aus dem Jahre 1968 stammt, in Wunschkonzerten immer wieder nachgefragt.

Mit dem Schlager Seine Hoheit, der Herr Kronprinz hatte Dorthe 1969 noch einmal einen Hit. Weitere Erfolgstitel waren die Singles Ein rosaroter Apfelbaum, Ein ganz Schlauer war Herr Schopenhauer, Chilli-Pfeffer, Man muß dem Glück entgegen geh’n oder Du bringst Sonne in mein Herz. Anfang der 1970er Jahre wurde es etwas ruhiger um Dorthe Kollo, doch nahm sie auch in den Folgejahren immer wieder Titel auf Schallplatte auf. Daneben war sie auch Gast in zahlreichen Fernsehsendungen, in denen sie ihre alten Hits, aber auch neue Titel sang. Beim Kieler Hörfunksender NDR 1 Welle Nord moderierte sie sieben Jahre lang ihre eigene Rundfunksendung und bekam ihre eigene populäre TV-Sendung Bi uns to Huus, die sie vier Jahre lang einmal im Monat moderierte. 1980 nahm sie eine deutsche Version von Papa Pinguin auf, dem luxemburgischen Beitrag zum Eurovision Song Contest.

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Anfang der 1990er Jahre versuchte sie sich auf dem volkstümlichen Sektor. Mit Heimat ist nicht bloß ein Wort erreichte sie beim niedersächsischen Wettbewerb Lieder so schön wie der Norden 1991 den 6. Platz. Bei Lieder so schön wie der Norden 1993 erreichte sie mit Es gibt eine nordische Sage sogar Platz 4.

Im Jahr 2012 veröffentlichte sie in ihrer Heimat Dänemark das Swing-Album Lykken Ligger Lige Her (deutsch: Das Glück liegt hier).

Dorthe Kollo gehört zu den wenigen Schlagersängerinnen, die bis heute im Radio präsent sind, wenngleich sie seit Jahren keinen Hitparadenerfolg mehr verbuchen konnte.

Sie war von 1967 bis 1977 mit dem Opernsänger René Kollo verheiratet, mit dem sie die gemeinsame Tochter Nathalie Kollo (* 1967) hat. 1983 heiratete sie den Requisiteur Bernd Klinkert, im selben Jahr kam Tochter Jil zur Welt. Die Ehe wurde 1988 geschieden. Von 1996 bis 2000 war sie mit dem dänischen Filmproduzenten Just Betzer verheiratet. Sie lebt in Bremen, wo sie 2007 den Reeder Heiner Dettmer geheiratet hat. (Quelle: wikipedia)

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Aha … in vierter Ehe verheiratet … da bin ich ja noch harmlos.

Hier eine ihrer frühen deutschen Single … nette Trallala und Hopssasa Musik aus der Kategorie „Die Sehnsüchte der Frauen“ … liegt mir natürlich nur deshalb am Herzen, weil ich diese Single als 10jähriger Knabe mehr als einmal gehört habe … und allmählich begann für das weibliche Geschlecht zu wärmen und das mit dem Rosen schenken habe ich mir dann gemerkt.

Interessant ist dann aber noch das „Orchester Bert Landers“: Die Schlagerexperten (Hier vor allem ein gewisser Dieter) von der mehr als empfehlenswerten website „memoryradio.de“ haben in akribischer Kleinarbeit herausgebracht, dass der Bert Landers ja eigentlich Wilhelm Dieter Siebert heißt. Und dieser wiederum war an unzähligen Aufnahmen aus der Frühzeit der deutschen Unterhaltungsmusik nach dem II. weltkrieg beteiligt.

Aber eigentlich hatte er musikalisch anderes im Sinn:

Wilhelm Dieter Siebert (* 22. Oktober 1931 in Berlin; † 19. April 2011 ebenda) war ein deutscher Komponist. 1965 gründete er mit Kollegen Gerald Humel, Karl Heinz Wahren, Roland Pfrengle und Jolyon Brettingham-Smith die über Jahrzehnte hinweg erfolgreiche Gruppe Neue Musik Berlin. Zu Sieberts bekanntesten Werken zählt die 1979 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführte Oper Untergang der Titanic.

Siebert lebte in Berlin und Griechenland. Er studierte am Konservatorium und an der Musikhochschule in Berlin Klarinette, Komposition, Instrumentation und Dirigieren.

Siebert

Wilhelm Dieter Siebert

Ende der 1950er Jahre spielte er Jazz. Er belegte Zwölftonmusik-Kurse bei Josef Rufer, anschließend Komposition bei Wolfgang Fortner in Freiburg im Breisgau. Er experimentierte mit Jazz und Elektronik.

Stipendien: Darmstadt 1967, Cité des Arts – Paris 1972, P. S. I. in New York 1978.
Preise: Kunstpreis der Akademie der Künste 1974, Preis des Internationalen Carl-Maria-von Weber-Wettbewerbes Dresden 1990, Bundesverdienstkreuz am Bande 2001.

Zu Sieberts Werken gehören Opern, Musical, Ballette, Kammermusiken, Lieder, Orchesterstücke und Experimentelle Musiktheaterstücke mit Aufführungen in Deutschland, Niederlande, England, Italien, Griechenland, Frankreich, USA, Japan und Korea. Sieberts bekanntestes Werk, die 1979 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführte Oper „Untergang der Titanic“ (Regie: Winfried Bauernfeind), blieb dort für 7 Jahre auf dem Spielplan. Weitere Inszenierungen in Los Angeles, Rennes, Freiburg, Cottbus, Plauen, Halle und Greifswald. Einem breiten Publikum ist die Erkennungsmelodie von 100 bzw. 1000 Meisterwerken bekannt. (Quelle: wikipedia)

Seine Beteiligung an Aufnahmen wie diese dienten also dem Broterwerb …

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Dorthe im Jahr 2014

Besetzung:
Dorthe (vocals)
+
Orchester Bert Landers

Dorthe04

Titel:
01. Junger Mann mit roten Rosen (Heckscher/Hee) 2.34
02. Der Boy ist gekommen (Gordan/Loose) 2.20

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