Wolfgang Dauner Trio – Dream Talk (1964)

FrontCover1Nun ist er von uns gegangen, der Wolfgang Dauner:

Wolfgang Dauner hatte bereits als Kind Klavierunterricht und studierte 1958 kurzzeitig Trompete und Komposition an der Musikhochschule Stuttgart. Als Jazzmusiker ist er weitgehend Autodidakt. Nach Aufnahmen bei Joki Freund und in einem Studio-Trio mit u. a. Kurt Bong gründet er 1963 sein eigenes Klaviertrio mit dem Bassisten Eberhard Weber und dem Schlagzeuger Fred Braceful, das bis Anfang der 1970er bestand. Dauner war damit in europäischen Polls unter den Dauersiegern und bei allen wichtigen Festivals präsent (z. T. mit bizarren Happenings). 1971 entstand aus diesem Trio die Band Et Cetera, in der die Musiker – Dauner auch auf dem Moog-Synthesizer – 1972 auch gemeinsam mit Larry Coryell und Jon Hiseman die Übergänge zwischen freiem und Rockjazz erkundeten.

1969 wurde Dauner für 15 Jahre Leiter der Radio Jazz Group Stuttgart, die u. a. mit Terje Rypdal, Zbigniew Seifert, Jean-Luc Ponty oder Chick Corea beachtliche Rundfunkaufnahmen produzierte. 1975 gründete Dauner, aus seiner Tätigkeit für das Fernsehen heraus, mit anderen europäischen Jazzmusikern das United Jazz and Rock Ensemble. Auch in weiteren Formationen (Duo, Quintett, All-Star-Gruppen wie Old Friends) trat er häufig mit Albert Mangelsdorff auf. 1976 spielte er mit Peter Herbolzheimer auf der ZDF Jazz Gala. Daneben trat er auch mit Charlie Mariano, z. T. auch im Trio gemeinsam mit Dino Saluzzi, auf.

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Dauner war in den 1960ern Begleiter wichtiger nordamerikanischer Jazzmusiker (z. B. Benny Bailey, Leo Wright oder Robin Kenyatta) und unterstützte Marika Rökk, Zarah Leander und Lale Andersen auf ihren Tourneen. Seit 1986 war er wiederholt Produzent und musikalischer Leiter bei Konstantin Wecker. Seit den 1970ern arbeitete er an Kinder- und Jugendsendungen für das Fernsehen, wie der Sendung mit der Maus, Päng und 1974 der Serie Glotzmusik, „eine wunderbar witzige und poetische Einführung in die Musik, die ihm den Titel eines ‚Mozarts der Kindermusik‘ eingetragen hat“ (Zitat jazzpages). Er komponiert außerdem für Film, Fernsehen und Hörspiel. Gemeinsam mit Albert Mangelsdorff war er im künstlerischen Beirat der Union Deutscher Jazzmusiker.

Er gilt als kreativer Keyboarder und Komponist, der grenzüberschreitend tätig ist. Bei ihm gibt es keine Trennung zwischen E- und U-Musik, zwischen neuer und alter Welt. Zu seinen Einflüssen zählen Bill Evans, Lennie Tristano, John Coltrane und Sonny Rollins.

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Wolfgang und Florian Dauner

Dauner ist verheiratet mit der Kostümbildnerin Randi Bubat, die auch seine Managerin ist. Sein Sohn Florian Dauner spielt als Schlagzeuger unter anderem bei den Fantastischen Vier.

2014 veröffentlichten Vater und Sohn ein erstes gemeinsames Album. (Quelle: wikipedia)

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Zur Erinnerung eines seiner ganz frühen Aufnahmen:

Eine der ganz frühen deutschen Jazzaufnahmen, bei denen die avantgardistische Seite des Jazz schon ein kleines Pflänzchen war. Auf der website von Wolfgang Dauern erinnert man sich daran:

„Ein Trio, das Außergewöhnliches in sich trägt, ein Dialog der Generationen. Das Zentrum des Geschehens bildet Wolfgang Dauner. Der Stuttgarter Pianist und Komponist ist einer der maßgeblichen Geburtshelfer einer eigenständigen europäischen Jazzentwicklung. Damit wurde er zu einem der wenigen deutschen Jazz-Stars, deren Wirken auch international mit größter Aufmerksamkeit verfolgt wird. Mit dem für CBS produzierten Album „Dream Talk“ des Wolfgang Dauner Trios erfolgte 1964 der große Durchbruch. Weitere Meilensteine und Ausrufezeichen ließen nicht lange auf sich warten: Die später Wolfgang Dauners Et Cetera genannte Kleinformation war eine deutsche Weiterentwicklung des für die gesamte Jazzentwicklung typischen und wegweisenden Klaviertrios. Das Wolfgang Dauner Trio besticht durch seine unterschiedlichen Besetzungen, die immer wieder Maßstäbe in der Jazz-Geschichte setzen: Dem ersten Wolfgang Dauner Trio mit Eberhard Weber am Bass und Fred Braceful am Schlagzeug folgten weitere, etwa mit den Drummern Pierre Favre und Roland Wittich, dem Bassisten Dieter Ilg, dem Saxofonisten Charlie Mariano und dem Bandoneonisten Dino Saluzzi.

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Wolfgang Dauner Trio, 1964 (Fred Braceful – Eberhard Weber – Wolfgang Dauner)

Die konzentrierte Kommunikation der Trio-Formation zieht sich als Rückgrat durch die komplette Entwicklung Dauners, einige der zentralen Aufnahmen dieses Ausnahmekünstlers entstanden in dieser Besetzung, etwa das 1970 auf Manfred Eichers Label ECM veröffentlichte Album „Output“, oder auch die grandiosen Kollaborationen mit den Gitarristen Martin Kolbe und Ralf Illenberger, erschienen als „Live Kid“ (1980 auf Mood Records) und „Kid – Second Step“ (1985, ebenfalls auf Mood Records). Nach wie vor ist das Wolfgang Dauner Trio ein Pool kreativer Talente zur Erforschung der künstlerischen Möglichkeiten dieser Konstellation: Im Trio findet sich die Idee einer Jazzband auf das Wesentliche reduziert, wodurch der Freiraum für eine intensive, emphatische Interaktion auf Augenhöhe entsteht. So kann man sicher sein: Ein Konzert des Wolfgang Dauner Trios bleibt eine unvergessliche Erfahrung.“

Und produziert wurde dieses frühe Meisterwerk von keinem geringerem als Horst Lippmann !

Und heute musste ich halt lesen:

Der Jazzmusiker Wolfgang Dauner ist tot. Der Pianist und Komponist starb in Stuttgart nach längerer Krankheit im Alter von 84 Jahren, wie seine Frau bestätigte.

WolfgangDauner

Wolfgang Dauner

Besetzung:
Fred Braceful (drums)
Wolfgang Dauner (piano)
Eberhard Weber (bass)

BackCoverTitel:
01. Dream Talk (Dauner) 7.12
02. Bird Food (Coleman) 4,31
03. A Long Night (Dauner) 5.33
04. Dämmerung (Dauner) 5.42
05. Zehn Notizen (Dauner) 5.43
06. Soul Eyes (Waldron) 4.01
07. Free Fall (Dauner) 3.40
08. Yesterdays (Kern/Harbach) 6.35

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Alternative Frontcover

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Wolfgang Dauner (* 30. Dezember 1935 in Stuttgart; † 10. Januar 2020 ebenda)

Kölner Rundfunk Sinfonie Orchester – Schwarzwaldmädel + Der Vogelhändler (1964)

FrontCover1Nun wieder etwas für die Freunde fröhlicher Operettenklängen, dargeboten von dem Kölner Rundfunk Sinfonie Orchester (WDR) unter der Leitung von Franz Marszalek

Franz Marszalek (* 2. August 1900 in Breslau (Schlesien); † 28. Oktober 1975 in Köln) war ein deutscher Dirigent und Komponist.

Marszalek studierte in Breslau. Nach ersten Jahren musikalischer Tätigkeit in Schlesien (als Kino- und Theaterdirigent und als Kapellmeister bei der Schlesischen Funkstunde AG, dem Breslauer Rundfunk) war er ab 1933 in Berlin als Dirigent und gefragter Arrangeur (auch für den Tonfilm) tätig. In den Kriegsjahren arbeitete er beim „Reichsrundfunk“.

Von 1949 bis 1965 war er der Dirigent des Kölner Rundfunkorchesters. Mit diesem Orchester setzte er beim Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR) Akzente im Bereich der Operette, der leichten Klassik und gehobenen Unterhaltungsmusik; so pflegte er beispielsweise intensiv das Werk seines Freundes Eduard Künneke. Ganz besonders setzte er sich auch für die von ihm sehr geschätzten Leo Fall und Walter Wilhelm Goetze ein. Er legte frühe Gesamtaufnahmen von Der Zigeunerbaron und Karneval in Rom (Johann Strauss (Sohn)), Das Land des Lächelns und Paganini (Franz Lehár) sowie Liebe im Dreiklang (Walter Wilhelm Goetze), allesamt mit Peter Anders, vor. Marszalek galt als „wandelndes Operettenlexikon“. Sein Können und seine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind unerreicht.

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Franz Marszalek

Seine Einspielungen, die durch natürliche Lebendigkeit und hohe Qualität hervorstechen, gehören auch heute noch zum Repertoire des Hörfunks. Zu den von ihm häufig eingesetzten Künstlern gehören u.a. Anny Schlemm, Franz Fehringer, Herta Talmar, Renate Holm, Ingeborg Hallstein, Sándor Kónya, Heinz Hoppe, Rita Bartos, Willy Hofmann, Benno Kusche, Willy Schneider und Herbert Ernst Groh. Für das Fernsehen betreute Marszalek in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren die Musikaufnahmen etlicher Operettenproduktionen (u.a. mit dem jungen Fritz Wunderlich). Nicht nur im Rundfunk und Fernsehen, sondern auch in der Schallplattenindustrie war Franz Marszalek tätig. Das Label Polydor der Deutschen Grammophon veröffentlichte in den 1950er und 1960er Jahren Dutzende von Operettenquerschnitten und Komponistenbildern, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Marszalek war nicht nur ein eminenter Operettendirigent. Mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester nahm er ein umfangreiches Repertoire klassischer Musik auf. Auch hier, wie im Bereich der Operette, spielte er viele Raritäten ein.

Daneben betreute Franz Marszalek in den 1950er und 1960er Jahren eine Rundfunksendung des WDR unter dem Titel Herr Sanders öffnet seinen Schallplattenschrank, in der er klassische Musik und Opern in historischen Aufnahmen vorstellte.

Sein Sohn ist der Kameramann Michael Marszalek. Die Grabstätte Marszaleks befindet sich auf dem Westfriedhof in Köln. (Quelle: wikipedia)

Geboten werden 2 Querschnitte aus durchaus beliebten Operetten:

Schwarzwaldmädel:

Handlung:

1. Akt: Im kleinen Dorf St. Christoph im Schwarzwald um 1815.
Hans ist von der eifersüchtigen Malwine genervt und fährt daher mit seinem Freund Richard nach St. Christoph im Schwarzwald. Dieser kleine Ort hat eine riesige Domkirche, wo die Vorbereitungen zum Cäcilienfest voll im Gange sind. Der Domkapellmeister Blasius Römer sitzt gerade in seinem Arbeitszimmer und übt auf seinem Klavier. Der Domkapellmeister Blasius Römer, eigentlich fast schon im Pensionsalter, fühlt sich wie im zweiten Frühling. Er ist nämlich heimlich in seine junge Haushaltshilfe Bärbele verliebt. Bärbele hat ihn zwar auch gern, aber eher so, wie eine Tochter ihren Vater liebt. Hans und Richard möchten beim Domkapellmeister ein Zimmer für die Nacht mieten. Da erscheint plötzlich auch Malwine. Sie hofft, Hans im schönen Schwarzwalddorf wieder gewinnen zu können. Hans fühlt sich aber zu dem jungen Schwarzwaldmädel Bärbele hingezogen. Die eifersüchtige Malwine bandelt daher mit Richard an.

2. Akt: Am Tag des Cäcilienfestes
Nach dem Gottesdienst trifft sich das ganze Dorf im Gasthaus. Die Musikanten spielen zum Tanz auf. Da verbreitet sich das Gerücht, der alte Römer wolle heute endlich seiner Haushaltshilfe Bärbele einen Heiratsantrag machen. Die alte Traudl sagt NotenSchwarzwaldmädelden Domkapellmeister offen ins Gesicht, er soll doch keine Dummheiten machen. Darüber kann der alte Römer aber nur lachen. Da sieht er plötzlich, wie seine Bärbele mit dem hergelaufenen Wandermusikanten Hans flirtet. Bei der Damenwahl zur Cäcilienpolka fordert Bärbele den alten Römer zum Tanz auf. Das ist aber für ihn mit der Würde seines kirchlichen Amtes nicht vereinbar und er gibt ihr einen Korb. Als daraufhin ein paar junge Burschen Bärbele verspotten, kann sich Hans nicht mehr zurückhalten. Es etwickelt sich eine große Schlägerei. Der Wirt muss seine ganze Kraft aufwenden, um wieder Ruhe herzustellen.

3. Akt: Im Wirtshaus am Tag danach
Der Bürgermeister von St. Christoph will unbedingt herausbekommen, wer die gestrige Schlägerei begonnen hat. Alle seine Versuche scheitern. Er erfährt aber, dass sich Malwine und Richard verlobt haben. Bärbele erfährt, dass ihr Vater verstorben ist und ihr ein großes Vermögen hinterlassen hat. Als dies der alten Römer hört, kommt er zur Einsicht, denn würde er jetzt immer noch um Bärbele werben, wäre er ein Mitgiftjäger. Bärbele gesteht dem Domkapellmeister, dass sie mit Hans ihren Mann fürs Leben gefunden hat. Sie will mit ihm in die Stadt ziehen. Der tief traurige Blasius Römer tröstet sich mit seiner Kirchenmusik.

Der Vogelhändler:

Handlung:

1. Akt: Schenke und kurfürstlicher Jagdpavillon vor dem Wildpark, Anfang des 18. Jhdt.

Der Kurfürst hat sich zur Jagd angekündigt, doch die wildernden Bauern haben alles weggeschossen. Sie bieten dem kurfürstlichen Wald- und Wildmeister Baron Weps gegen eine Kaution ein Hausschwein als Jagdobjekt an. Weps braucht das Geld dringend, um die Schulden seines Neffen, des Gardeoffiziers Stanislaus, bezahlen zu können. Da sagt der Kurfürst die Jagd überraschend ab. Weps und Stanislaus beschließen, dass Stanislaus den Kurfürsten spielen soll. Der Tiroler Vogelhändler Adam hat im Dorf seine Braut, die hübsche Briefchristel. Er macht aber einem anderen hübschen Pfälzermädel den Hof, ohne zu wissen, dass es die Kurfürstin Marie ist. Christel teilt Adam mit, dass sie dem Kurfürsten eine Bittschrift überreichen werde, damit Adam die Stelle des Menageriedirektors bekommt. Adam verbietet ihr die Audienz mit dem mädchentollen Kurfürsten. Als nun Stanislaus als Kurfürst erscheint, folgt Christel ihm in den Pavillon.

CarlAdamZeller

Carl Adam Zeller

Die Bauern kehren zurück und hören, dass ein Mädchen beim Kurfürsten im Pavillon sei. Sie dringen in den Pavillon ein und kommen mit Christel zurück. Stanislaus ist unerkannt durch ein Fenster entwischt. Christel zeigt triumphierend die Ernennung Adams zum Menageriedirektor. Dieser glaubt aber, sie habe die Stelle für ihn durch Untreue erworben.

2. Akt: Saal im kurfürstlichen Schloss

Die Professoren Würmchen und Süffle sollen Adam die Prüfung für die Stelle des Menageriedirektors bestehen lassen, sei er auch noch so dumm. Adam will aber die Stelle gar nicht. Erst als er hört, dass die Kurfürstin ihm die Stelle zugedacht hat, nimmt er doch an. Baronin Adelaide ist bereit, Stanislaus zu heiraten und seine Schulden zu bezahlen. Dieser ist über eine Ehe mit der Alten nicht entzückt. Ihm bleibt aber nur die Wahl zwischen Ehe oder Pfändung. So stimmt er doch der Heirat zu. Adam entdeckt, dass seine Marie eigentlich die Kurfürstin ist. Christel wiederum glaubt den Kurfürsten gesehen zu haben. Die Kurfürstin merkt, dass hier ein Betrug vorliegt. Christel soll beim Hofempfang ein Glockenzeichen geben, sobald sie den falschen Kurfürsten erkennt. Als das Brautpaar Adelaide und Stanislaus erscheint, schlägt sie die Glocke. Der Betrüger ist erkannt und Adam bestimmt, dass Stanislaus Christel heiraten müsse, um ihre Ehre wiederherzustellen.

3. Akt: Im kurfürstlichen Park
Christel ist wütend auf jene Marie, deren Nebenbuhlerschaft sie das eigenartige Benehmen Adams zuschreibt. Die Kurfürstin kann sie beruhigen, indem sie das Mädchen über die wahre Marie aufklärt. Baron Weps bedauert, dass das Vermögen Adelaides doch nicht in seine Familie kommen soll. Er riskiert selbst einen Heiratsantrag, der von Adelaide sofort angenommen wird. Adam wird Zeuge, wie Christel die Hand des Stanislaus abweist, da sie sich nichts vorzuwerfen habe. Nun ist Adam endlich überzeugt, dass seine Christel unschuldig ist. Er kann sie also wieder als seine Braut in die Arme nehmen. (Quelle: operetten-lexikon.info)

Also, alle nur denkbaren Liebeswirren sind hier vertreten und als Sänger hatte man ein wahrliches Staraufgebot im Programm (der Peter Alexander ist wohl auch heute noch den meisten bekannt).

Man muss diese Musik nicht unbedingt mögen, aber allein die Namen der Lieder können Quell der Heiterkeit sein und nun wissen wir auch, woher die in den deutschen Sprachgebrauch eingegangene Redewendung „Die Christl von der Post“ stammt.

Und: man muss diese Musik nicht unbedingt mögen, aber stimm- und klanggewaltig sind diese Aufnahmen (in einer überraschend guten Qualität digitalisiert) allemal.

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Die Christl von der Post

Besetzung:

Schwarzwaldmädel:
Rita Bartos – Franz Fehringer – Willy Hoffmann – Heinz Maria Lins – Herta Talmar

Der Vogelhändler:
Peter Alexander – Franz Fehringer – Ingeborg Hallstein – Herta Talmar
+
Kölner Sinfonie Orchester unter der Leitung von Franz Marszalek

BackCover1Titel:

Schwarzwaldmädel: (20.00)
01.01. Einleitung (Quartette
01.02. Wir sind auf der Walz
01.03. Lockende Augen holder Sirenen
01.04. O Cäcilie
01.05. Mädle aus dem schwarzen Wald
01.06. Die Weibersleut‘, die sind eine Brut
01.07. Es kann ein Bub sein
01.08. Muss denn die Liebe Tragödie sein
01.09. Malwine, ach Malwine
01.10. Bauerntanz
01.11. Erklingen zum Tanze die Geigen

Musik: Leon Jessel
Libretto: August Neidhart

Der Vogelhändler: (21.01)
02.1. Grüss euch Gott
02.2. Meinen Strauss im Pavillon
02.3. Ich bin die Christl von der Post
02.4. Marsch
02.5. Wem bring ich den Pokal
02.6. Schau´mir nur recht ins Gesicht
02.7. Als geblüht der Kirschbaum
02.8. Nun, wohlan, jetzt bin ich Braut
02.9. Jekus, Jekus
02.10. Fröhlich Pfalz, Gott erhalt´s
02.11. Man kann sich leicht blamieren
02.12. Wie mein Ahnl zwanzig Jahr
02.13. Ich bin der Prodecan
02.14. Schenkt man sich Rosen in Tirol

Musik:Carl Adam Zeller
Libretto: Moritz West und Ludwig Held

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Inlets

Immer wieder beliebt: Die Innenhüllen der damaligen Zeit

Georg Kreisler – Unheilbar gesund (1964 – 1989)

FrontCover1Der Kreisler Georg war schon ein ganz besonders skuriller Vogel, aber das ist vielleicht angesichts seiner Biographie auch kein Wunder:

Georg Franz Kreisler (* 18. Juli 1922 in Wien; † 22. November 2011 in Salzburg) war ein Komponist, Sänger und Dichter, der aus einer österreichischen jüdischen Familie stammte und als Emigrant 1943 die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten angenommen hatte. Dagegen, vorrangig als Kabarettist bezeichnet zu werden, hat sich Kreisler, der diesen Beruf in jungen Jahren zur Bestreitung seines Lebensunterhalts ausgeübt hatte, immer wieder gewehrt. Ebenso verwahrte er sich dagegen, als Österreicher bezeichnet zu werden: „Aber auf keinen Fall bin ich Österreicher… Ich bin seit 1943 amerikanischer Staatsbürger, obwohl mir der Clinton noch nie zum Geburtstag gratuliert hat.“

Die Anfänge seiner Karriere lagen in den USA. Seit Mitte der 1950er Jahre wurde er im deutschen Sprachraum durch Lieder wie „Tauben vergiften“, „Der Tod, das muss ein Wiener sein“ und „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“ populär. Mit seinem schwarzen, tiefsinnigen und poetischen Humor und Sprachwitz hat Kreisler das musikalische deutschsprachige Kabarett seiner Zeit als Interpret und Verfasser eigener Werke stark geprägt.

Georg Kreisler wurde als Sohn des jüdischen Rechtsanwaltes Siegfried Kreisler (1884–1970) und dessen Frau Hilda (1895–1942) im Wiener Sanatorium Hera geboren. Er war das einzige Kind seiner Eltern, aber es gab viel Verwandtschaft: sein Vater hatte acht Geschwister, seine Mutter vier. Er besuchte das Gymnasium Kandlgasse in Wien-Neubau und begann als Siebenjähriger Klavierspielen, später auch Geige und Musiktheorie, zu lernen.

Ausweis
1938, nach dem „Anschluss“ Österreichs, waren auch österreichische Juden den Repressalien gemäß der Rassengesetze des Nationalsozialismus ausgesetzt. Es gelang seinem Vater, noch rechtzeitig Ausreisepapiere zu erlangen und unter Verlust fast des gesamten Vermögens mit der Familie über Genua und Marseille in die USA zu emigrieren. Auf der Überfahrt fand Georg Kreisler einen Schachpartner in dem auf der Überfahrt als Schiffbrüchigen aufgenommenen Bugsy Siegel.

In Hollywood unterstützte ihn sein Vetter, der erfolgreiche Drehbuchautor Walter Reisch, finanziell und vermittelte Kontakte zum Filmgeschäft. Kreisler wurde mit einer Vielzahl deutsch-jüdischer Exilanten bekannt, die ebenfalls im Filmgeschäft unterzukommen suchten, allerdings kein Englisch sprachen. Mit 19 heiratete er die Tochter des Kabarettisten und Komponisten Friedrich Hollaender, Philine, trennte sich jedoch bald wieder von ihr. Arnold Schoenberg versuchte ihn an der University of California, Los Angeles unterzubringen, wo er wegen mangelnder Zeugnisse abgelehnt wurde.

Kreisler wurde 1943 US-amerikanischer Staatsbürger und gleich darauf für den Zweiten Weltkrieg zur US-Armee eingezogen. Nach der Grundausbildung wurde er nach England verlegt und war in Yeovil und Devizes stationiert, wo er in Veranstaltungen, die er teilweise zusammen mit Marcel Prawy vorbereitete, Soldaten der D-Day-Truppen unterhielt. Als Soldat war er unmittelbar nach Kriegsende dolmetschend in Deutschland tätig, verhörte Julius Streicher und begegnete Hermann Göring sowie Ernst Kaltenbrunner.

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In die USA zurückgekehrt, war er in Hollywood beim Film beschäftigt und arbeitete dort unter anderem mit Charlie Chaplin zusammen. Chaplin pfiff ihm die Filmmusik für Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris vor, die Kreisler auf Notenpapier schrieb und dann zu Hanns Eisler brachte, der die Orchestrierung besorgte. Auch war es Kreislers Klavierspiel, das aufgenommen wurde, wenn man Chaplin am Klavier sah. Da sein Erfolg insgesamt nur mäßig war, zog er im Oktober 1946 nach New York um.

Während seiner dort verbrachten Zeit trat er als Unterhalter in Nachtclubs auf und ging als Interpret eigener, in englischer Sprache verfasster Lieder auf Tournee durch die USA. Drei dort 1947 aufgenommene Schallplatten sind nicht erschienen, weil die Verantwortlichen der Produktionsfirma die teils morbiden oder makabren Lieder für „unamerikanisch“ hielten. Für Titel wie Please Shoot Your Husband oder My psychoanalyst is an idiot war die Zeit noch nicht reif. Der mangelnde Erfolg einer vielfach geäußerten Kulturkritik zog sich von da an durch Kreislers gesamte künstlerische Laufbahn. Er selbst sah das als typische Ignoranz der Zeitgenossen gegenüber dem Satiriker. Erst im Jahr 2005 kamen die verloren geglaubten Aufnahmen von 1947 als Beilage zu seiner Biografie in Form einer CD heraus. 1950 bekam er ein Angebot, in der New Yorker Monkey Bar zu singen, und trat dort allabendlich auf.

GeorgKreisler03Im Jahr 1955 hoffte er auf mehr Erfolg in Europa, ging zurück nach Wien und traf dort unter anderem mit Hans Weigel, Gerhard Bronner, Peter Wehle und Helmut Qualtinger zusammen. In der Marietta-Bar in der Wiener Innenstadt trat er erstmals mit deutschsprachigen Chansons auf und wurde zeitweise Mitglied des „Namenlosen Ensembles“ um Bronner, Wehle und Qualtinger. Er musste allerdings die Erfahrung machen, dass das Publikum von Liedern wie Tauben vergiften keineswegs nur begeistert war. Eine Zeitlang durften seine Lieder im Österreichischen Rundfunk nicht gesendet werden.

1958 zog er nach München, wo er, frisch verheiratet, mit seiner dritten Ehefrau Topsy Küppers Chansonabende gab. 1972 spielte er mit dem Gedanken, nach Israel auszuwandern, fuhr hin und kam nach wenigen Monaten wieder zurück. 1975 trennten sich Kreisler und Topsy Küppers. 1976 ging er nach Berlin. Ab 1977 trat er mit seiner Lebensgefährtin und späteren Ehefrau Barbara Peters auf, hauptsächlich bei den Wühlmäusen und den Stachelschweinen. 1988 zog er von Berlin nach Hof bei Salzburg, lebte von 1992 bis 2007 in Basel und von Mai 2007 an wieder in Salzburg. Kreisler hatte einen Sohn von Philine Hollaender und von Topsy Küppers einen weiteren Sohn und eine Tochter, Sandra, die als Chansonsängerin und Sprecherin tätig ist. Er war weitläufig verwandt mit dem Violinvirtuosen und Komponisten Fritz Kreisler.

Seit 2001 trat Georg Kreisler nicht mehr mit seinen Liedern auf. Stattdessen schrieb er Romane, Kurzgeschichten und Essays, komponierte und engagierte sich für eine eigenständige Schweiz und gegen einen EU- bzw. EWR-Beitritt (siehe dazu auch sein Lied Der Euro). In einem offenen Brief an die Repräsentanten des Staates Österreich verbat er sich vor seinem 75. Geburtstag Gratulationen, „weil sich die Republik Österreich in den über vierzig Jahren, seit ich nach Europa zurückgekehrt bin, noch nie um mich geschert hat.“

Seine Tochter Sandra Kreisler wies darauf hin, es sei „in den letzten 60 Jahren noch nicht einmal jemand auf die Idee gekommen, dem Emigranten Kreisler ehrenhalber seine österreichische Staatsbürgerschaft zurückzugeben“. Kreisler selbst sah sich nicht mehr als Österreicher und warf dem Staat vor, die Staatsbürgerschaft nur jenen wieder verliehen zu haben, die sich nach dem Anschluss arrangiert hätten: „Aber auf keinen Fall bin ich Österreicher, denn im Jahre 1945, nach Kriegsende, wurden die Österreicher, die 1938 Deutsche geworden waren, automatisch wieder Österreicher, aber diesmal nur diejenigen, die die Nazizeit mitgemacht hatten. Wer unter Lebensgefahr ins Ausland geflüchtet wurde, also auch ich, bekam seine österreichische Staatsbürgerschaft nicht mehr zurück.“

Im Jahr 2007 übernahm die Berliner Akademie der Künste Kreislers Vorlass. 2009 erschien seine Autobiographie Letzte Lieder.

Im November 2011 starb Georg Kreisler im Alter von 89 Jahren in Salzburg, nach Angaben seiner Ehefrau Barbara an den Folgen „einer schweren Infektion“. Er wurde am 1. Dezember 2011 auf dem Friedhof Salzburg Aigen beigesetzt; eine Trauerrede hielt Eva Menasse.

GeorgKreisler04Kreisler war ein virtuoser Meister der Sprache, Mimik und Gestik. Er schlüpfte in dutzende verschiedene Sprachmasken, als verführerischer Frauenmörder (Bidla Buh, Machs dir bequem, Lotte) oder als gewalttätiger Unternehmer mit rechter Gesinnung (Kapitalistenlied), er konnte „jüdeln“ in jiddisch gefärbtem Deutsch (Lieder eines jüdischen Gesellen), böhmakeln wie ein tschechischer Wiener Hausmeister (Telefonbuch-Polka, Der Bluntschli) und im sentimentalen Wienerisch das schmalzige Wienerlied makaber parodieren (Am Totenbett, Der guade alte Franz). Er hat sich als Nestbeschmutzer mit schwyzerdütschem Tonfall in der Schweiz unbeliebt gemacht (Der Ausländer) und imitierte parodierend pathetische Schnulzensänger (Mütterlein) und Seemannslieder (Der Paule).

Stilistisch stand Kreisler in der Tradition des singenden Klavierhumoristen, der sich zu eigenkomponierten Liedern selbst begleitet; diese Kunstform wurde bereits Mitte der 1920er Jahre im deutschsprachigen Raum durch Künstler wie Willy Rosen, Austin Egen oder Hermann Leopoldi etabliert.

Seine Lieder, manchmal surrealistisch und der absurden Lyrik zuzurechnen (Zwei alte Tanten tanzen Tango, Frühlingsmärchen, Bessarabien), sind von hintergründigem, oftmals schwarzem Humor geprägt und üben oft, mit den Jahren immer stärker, beißende Kritik an Gesellschaft und Politik.

Viele seiner Lieder sind Klassiker geworden wie Taubenvergiften im Park, Als der Zirkus in Flammen stand, Zwei alte Tanten tanzen Tango, Der Musikkritiker, Der General, Kapitalistenlied, Meine Freiheit, Deine Freiheit, Wir sind alle Terroristen sowie das „Ein-Frau-Musical“ Heute Abend – Lola Blau.

Georg Kreisler war bekennender Anarchist, was auch in einigen seiner Lieder zum Ausdruck kommt, beispielsweise in Kapitalistenlied, Meine Freiheit, Deine Freiheit, Sie sind so mies, Ihr wißt gar nichts, Wir sind alle Terroristen oder Wenn alle das täten. (Quelle: wikipedia)

Und ja, man muss diese so ganz spezielle Variante das bitterbösen, schwarzen Humors schon mögen … und ich mag sie !

Hier präsentiere ich ein Album, das ursprünglich 1964 erschien und dann bei der Wiederveröffentlichung dann noch um einige „bonus-tracks“ aus dem Jahre 1971 ergänzt wurden … Wir hören also überwiegend den frühen Kreisler …

Nicht verschwiegen werden soll nicht, dass er in seinem Leben auch ziemlich viel Scherereien hatte (Plagiatsvorwürfe, Streitereien mit diversen ehemaligen Weggefährten usw.) … Vermutlich war er keine so einfache Persönlichkeit, aber das ist vielleicht angesichts seiner Biographie auch kein Wunder …

LPFront+BackCover

LP Front+BackCover der Originalausgabe (1964)

Besetzung:
Georg Kreisler (vocals, piano)

BookletA

Titel:
01. Max auf der Rax 4.54
02. Das Mädchen mit den drei blauen Augen 2.42
03. Wenn du mich liebst 4.31
04. Wien Ohne Wiener 4.45
05. Die Wanderniere 3.22
06. Unheilbar gesund 7.05
07. Lied für Kärtner Männerchor 5.48
08. Ich hab ka Lust 3.25
09. Mütterlein 5.39
10. Opernboogie 6.17
11. Alpenglühn 5.13
+
12. Die Hexe 2.27
17. Mein Sekretär 2.43
18. Telephonbuchpolka 4.19
19. Der Liebesbrief 2.52

Musik und Texte: Georg Kreisler

CD1

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GeorgKreisler02

Connie Francis – Nino + Jedes Boot hat seinen Hafen (1964)

FrontCover1Jetzt mal wieder ein Griff in meine Single-Kiste und schwupp-di-wupp zaubere ich ne nette kleine Schmacht-Single von Connie Francis aus der Kategorie „putzig“ in diesen blog.

Als Connie Fancis Anfang der 60er Jahre auch in Deutschland für Furore sorgte, hatte sich bereits eine sehr bewegte musikalischen Entwicklung in den USA durchgemacht (Wer mehr wissen will kann sich ja via wikipedia informieren).

Auf jeden Fall hatte man sich bei dieser Single dazu entschieden, ihr „maßgeschneiderte“ deutsche Songs zur Verfügung zu stellen, also keine Adaption ihrer amerikanischen Songs.

Nun, wie gesagt, 2 Schmachtfetzen der drolligen Art …

Und dann mal freiweg von der Leber: In den 60er Jahren war ich als ca. 10jähriger Steppke von diversen Schlagersängerinnen hellauf begeistert, ich schmachtete sie geradezu an … dazu zählte dann auch die Connie Francis.

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Besetzung:
Connie Francis (vocals)
+
Orchester Werner Scharfenberger (bei 01.)
Orchester Erwin Halletz (bei 02.)

ConnieFrancis

Titel:
01. Nino (Scharfenberger/Busch) 2.31
02. Jedes Boot hat seinen Hafen (Halletz/Bradtke) 2.17

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Verschiedene Interpreten – Ins Land der Franken fahren (1964)

FrontCover1Die Leute von Tempo Schallplatten in Pullach-Grosshesselohe (bei München) waren wohl so ab 1963 ganz beseelt, denn ihr Mundartkomiker Herbert Hisel  hatte doch einen beträchtlicher Erfolg.

Und so kam es wohl, dass man die „fränkische Note“ des Labels mit einer LP erweitern konnte.

Man produzierte „eine musikalische, höchst humoristische Frankenreise“, dabei handelte es sich um einen Live-Mitschnitt einer „öffentlichen Aufnahme“.

Und natürlich war der Herbert Hisel der Conférencier, der launing durch das musikalische Programm auf Seite 1 führte und hin und wieder mit seinen Kalauern das Publikum erfreute.

Zu hören sind dann Steff Lindemann und seine Nürnberger Stadtmusikanten, Das Dalheimer Trio und die Alfelder Moidla und diese Kapellen waren sicherlich sehr erfreut, dass sie im Dunstkreis von Herbert Hisel ihren Bekanntheitsgrad erhöhen konnten.

Auf Seite 2 ist er dann als Solist zu hören und zwar mit seiner allseits bekannten Nummer „Der Stammtischbruder“: Einerseits ein wirklich abstrus-abgedrehter Humor (und von daher wieder mal genau meine Kragenweite), andererseits – die Zeiten haben sich halt geändert – schon auch ganz schön heftig frauenfeindlich …

AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover

Titel:
01. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Frankenlied (Becker/v.Scheffel) 1.47
02. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Rothenburger Dreher (Traditional) 2.45
03. Herbert Hisel: Die goldene Maus (Hisel) 1.42
04. Das Dahlheimer Trio: Fränkische Volksweise (Traditional) 1.51
05. Die Alfelder Moidla: Wenn i glei net von Fieraboh bin (Traditional) 3.10
06. Herbert Hisel: Der Humor der Franken (Hisel) 2.34
07. Steff Lindemann + seine Nürnberger Stadtmusikanten: Wo ist denn as Gergla (Traditional) 3.01
08. Das Dahlheimer Trio: Fränkische Polka (Traditional) 2.37
09. Die Alfelder Moidla: Ansage + Draußen vor der Wirtshautür (Traditional) 3.03
10. Herbert Hisel: Der Stammtischbruder (Hisel) 13.08
11. Auf Wiedersehen im schönen Frankenland 0.14

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BackCover1

Orchester Roberto Delgado – Tanz in der Taverne (1964)

FrontCover1.JPGUnd hier ein weiteres Beispiel von so ner Größe der deutschen Unterhaltungsmusik, die vorrangig in den 60er Jahren durch eine Flut von Aufnahmen auf sich aufmerksam machte:

Horst Wende (* 5. November 1919 in Zeitz; † 23. Januar 1996 in Hamburg) war ein deutscher Orchesterleiter, Komponist, Arrangeur und Akkordeonist. Er trat auch unter den Pseudonymen Roberto Delgado, Die Akkordeon Melodiker und Mister Pepper auf.

Weitere Infos gibt´s dann – zur Vermeidung von Wiederholungen hier.

Wende, der sich Anfang der 1980er ins Privatleben zurückzog, starb am 23. November 1996 in seinem Wohnort Hamburg. Im Zuge des Easy-Listening-Revivals sind seit Ende der 1990er Jahre immer wieder Aufnahmen von Horst Wende alias Roberto Delgado auf CD erschienen. (Quelle: wikipedia)

Hier eine LP aus dem unerschöpflichen Repertoire des Horst Wende: Hier lädt er uns zum „Tanz in die Taverne“ ein.

Passend zum Fasching ...

Horst Wende hatte wohl einen Faible für südlich-exotische Klänge, und die zelebriert er auch hier in Reinkultur (natürlich nur im Rahmen dieser Unterhaltungsmusik jener Jahre). Wobei der Begriff „Taverne“ ein wenig unglücklich ist … zumindestich assoziere damit eher hübsche Standlokalitäten in Griechenland; hier entführt er uns jedoch eindeutig nach Italien.

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Gleiches Cover, anderes Land, nämlich Italien

Vielleicht war dieser Faible auch Kalkül, um sich in einer besonderen Nische eien Namen zu machen … erfahren werden wir es wohl nicht mehr.

Wer gelegentlich gepflegt-seichte Musik der 60er Jahre mag, quasi nach dem Motto „Bella Bimba“ … sollte sich nicht scheuen und mal reinhören.

Und ja, das „Mama“ auf dieser LP ist jenes „Mama“, mit denen ein paar Jahre später ein gewisser Heintje, deutsche Mütterherzen angesichts der missratenen Jugend, getröstet hat und für feuchte Augen gesorgt hat.

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Alternative Front Cover

Besetzung:
Orchester Roberto Delgado

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Titel:
01. Anna (Vatro) 2.33
02. Santa Lucia (Traditional) 2.34
03. Oh, Marie (di Capua) 2.09
04. Luna Rossa (Vian/Frank) 2.42
05. O Cara Mamma Mia (Traditional) 2.20
06. Papaveri (Die süßesten Früchte) (Mascheroni/Rastelli/Panzeri) 2.44
07. Bella Bimba (Traditional) 2.15
08. Vergiss mein nicht (Non ti scorda di me) (de Curtis/Marischka) 2.24
09. Vieni Vieni (Scotto) 2.59
10. Non Dimenticar (Redi/Galdieri) 2.15
11. Arrivederci Roma (Rascel/Garinei/Giovannini/Glando) 1.59
12. Mama (Bixior/Cherubini) 2.35

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FrontCover (Ausschnitt)

ER denkt sich: Na, der will ich heute noch an die Wäsche …
SIE denkt sich: Na, dann soll er sich mal ein wenig Mühe geben, ganz so einfach wird das nämlich nicht …

Die Five Tops – Glaub daran + Rag Doll (1964)

FrontCover1Viel ist ja nicht über dieses Gesangs-Ensemble bekannt:

Die Five Tops ist eine deutsche Band, die 1964 von Leo Leandros, dem Vater von Vicky Leandros mit Günter Kallmann, Bernd Golonski, Sigurd Hilke und Karl-Heinz Welbers gegründet wurde und bis 1968 existierte. Sie hatten zahlreiche Hits, darunter die deutsche Version von Rag Doll, mit der sie den vierten Platz in den deutschen Charts belegten. (Quelle: wikipedia)

Und ja, diese Single hatte es mir damals schon mächtig imponiert und das lag an dem Titel“Rag Doll“

Eine herzzerreißende Schnulzen-Ballade …. Ursprünglich wurde sie ja von Frankie Valli & The Four Seasons aufgenommen und ein Leser dieses blogs hat auch schon mal anlässlich einer Vicky Leandros Scheibe auf diese deutsche Version aufmerksam gemacht.

Und interessant, dass eben die B-Seite mit „Rag Doll“ zum großen Erfolg für dieses vermutlich reine Studioprojekt (der Günter Kallmann hatte ja auch noch was anderes zu tun) zum größten Erfolg der „Five Tops“ wurde.

Und die A-Seite ist ein flotter Gospel-Song mit heißem Saxophone,  aber „Rag Doll“ hat sich in mein Herz geschraubt … dieser Titel war dann 18 Wochen in den Charts, davon 14  Wochen in den Top-10 und die höchste Chartplazierung war dann Rang 4.

Die Five Tops haben insgesamt 10 Singles veröffentlicht … dann hatte Papa Leandros auch wichtigeres zu tun …

Günter Kallmann

Der Günter Kallmann mit seinem Chor

Besetzung:
Vocals:
Leo Leandros – Günter Kallmann – Bernd Golonski – Sigurd Hilke – Karl-Heinz Welbers
+
Die Carinas
+
eine kleine Schar unbekannter Studiomusiker

LeoLeandros

Titel:
01. Glaub daran (Coll/Panas/Rasch) 2.00
02. Rag Doll (Crewe/Gaudio/Bader) 2.55
+
03. Rag Doll (Originalversion von Frankie Valli & The Four Seasons) (Crewe/Gaudio) 3.02

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