Rund um die Schallplatte – Diese Platte gibt Antworten (1966)

FrontCover1Als sich die Stereophonie in Deutschland so richtig durchsetzen wollte, musste man erst die Deutschen überzeugen, dass diese neue Technik unverzichtbar ist.

Ich erinnere mich bei diesemThema immer schmunzelnd an meinen Vater, der unseren Wunsch nach einem Stereoplattenspieler barsch ablehnte. Seine Begründung: Das klingt dann ja alles doppel so laut (er vermutete, dass zwei Boxen eben doppelt so laut seien).

Und vermutlich war mein Vater kein Einzelfall …

Und so gab es immer wieder Schallplatten, die im Rahmen eines aufklärerischen Wirkens unterwegs waren, um das Volk zum Erwerb von Stereoaufnahmen zu begeistern.

So auch auf dieser Single (die man allerdings mit 33 /Umdrehungen pro Minute abzuspielen hatte).

Und natürlich war bei dem munteren Frage- und Antwortspiel die Frau das „Dummchen“ und der Mann der „Fachmann“ …

Und natürlich hört sich das heute mehr als drollig an und ist von daher dringend zu empfehlen. Interessant wird es, wenn von möglichen Fehlern bei der Wiedergabe von Stereopplatten („Springen, Rausen, Verzerrungen“ berichtet wird. Mehr als einmal empfiehlt man eine Reperatur … und ich denke an die Heerscharen von jenen kleinen Reperaturwerkstätten, die es damals wohl gab … In der heutigen Zeit, der Zeit der Wegwerfgesellschaft ein anachronistischer Unsinn …

Das Label Eurocord war übrigens ein Sub-Label von Intercord …

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Titel:
01. Rund um die Schallplatte – Was ist Stereo ? 7.58
02. Rund um die Schallplatte – Ist mein Plattenspieler in Ordnung ? 7.34

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Nini Rosso – Goldene Melodien (1968)

FrontCover1Dass man einen wie den Nini Rosso als „Jazz-Trompeter“ charkterisiert (wie in dem folgenden wikipedia-Beitrag) erstaunt dann schon ein wenig:

Nini Rosso, bürgerlich: Raffaele Celeste Rosso, (* 19. September 1926 in Turin; † 5. Oktober 1994) war ein italienischer Jazz-Trompeter und Komponist.

Als seine Eltern für ihn eine Akademikerlaufbahn vorsahen und sich gegen seine Trompeterkarriere stellten, riss er mit 19, damals noch nicht volljährig, von zuhause aus. Eine Anstellung in einem Nachtclub wurde durch die Polizei beendet, die ihn wieder nach Hause zurückbrachte. Trotzdem konnte er sich schließlich gegen seine Eltern durchsetzen.

Er gründete eine kleine Band, mit der er auf internationale Tour ging, und begründete bald seinen Ruf als bester Jazztrompeter Italiens.

NiniRosso04Anfang der 1960er landete er mit Stücken wie La ballata della tromba und dem selbst komponierten Concerto disperato Hits in Italien. Letzter Titel wurde als Titelmusik des Films Marschier oder krepier (mit Stewart Granger) international bekannt. In der Bundesrepublik erschien diese Aufnahme beim deutschen Label Italia.

Mit dem instrumentalen Trompetenstück Il Silenzio hatte er 1965 dann seinen größten Hit. Das Stück war ein Welthit, verkaufte sich zehn Millionen Mal und führte in zahlreichen Ländern die Hitparaden an, auch in Deutschland, wo es der Hit des Jahres war, in Österreich und der Schweiz. (Quelle: wikipedia)

Ach ja, und in dem Italo Western „Blaue Bohnen für ein Halleluja“ (mit Terence Hill und Rita Pavone, 1967) übernahm er die Rolle des Trompeters … wie angemessen !

Denn, auch wenn man diese Art von Schmusemusik nicht mag, so kommt man nicht umhin festzustellen, dass er sein Handwerk wahrlich verstand.

Sein Trompetenspiel hatte schon einen unvergleichlichen Schmelz, wenn man das mal so sagen darf.

Auch wenn seine große Zeit in Deutschland ab Anfang der 70er Jahre dann vorbei war … er musizierte weiterhin, tourte durch Japan und, und, und.

Die auf diesem Sampler zu hörenden Melodien stammen überwiegend von seinem 1966er Album „Romantico“ das in Italien veröffentlicht wurde.

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Der junge Nini Rosso

Besetzung:
Nini Rosso (trumpet)
+
Orchester Franco Cassano

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Titel:
01. Wenn ich an Festestagen (Tutte Le Feste Al Tempio) (Verdi) 2.54
02. Solveigs Lied (Grieg) 2.27
03. Largo (Albinoni) 2.32
04. Lebt wohl jetzt (Addio Del Passato) (Verdi) 3.49
05. La Mattinata (Leoncavallo) 2.59
06. Serenade (Drigo) 2.27
07. Leise flehen meine Lieder (Schubert) 3.02
08. Heimlich aus ihrem Auge (Una Furtiva Lacrima) (Donizetti) 2.55
09. Nocturne (Chopin) 2.49
10. Und es blitzten die Sterne (E Lucean Le Stelle) (Puccini) 2.36
11. Canto Armeno (Traditional) 2.42
12. Träumerei (Schumann) 2.44

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Siegfried Behrendt – Nicanor Zabeleta – Rodrigo (1975)

FrontCover1Mitte der 70er Jahre begann mein Interesse anklassischer Musik zu wachsen … und da kam mir das Billig Label „Resonance“ der Deutschen Grammophon Gesellschaft ganz recht. Denn in dieser Reihe kamen hochwertige Klassikaufnahmen für den schmalen Geldbeutel heraus.

Hier ein Beispiel mit den Interpreten Siegfried Behrendt und Nicanor Zabeleta (jeweils auf einer Seite der LP)

Siegfried Behrend (* 19. November 1933 in Berlin; † 20. September 1990 in Hausham) war ein deutscher Gitarrist und Komponist.

Behrend erhielt am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin eine Ausbildung in den Fächern Klavier, Cembalo, Dirigieren und Komposition. Das Gitarrenspiel erlernte er autodidaktisch. Bereits als 30-Jähriger hatte er mehr als 1000 Kompositionen und Bearbeitungen, größtenteils folkloristisch oder von alten Meistern inspiriert, vorzuweisen. Er gab Konzerte in Moskau, Rom und Madrid, er spielte vor dem Schah in Persien, vor dem Kaiser in Tokio und vor Gamal Abdel Nasser in Kairo.

1962 lernte der Gitarrist während der Aufnahmen zu der Personality-Show Belina – Porträt einer Sängerin die Hauptdarstellerin näher kennen. Die beiden gingen fortan künstlerisch gemeinsame Wege. Belina und Siegfried Behrend repräsentierten mit ihren Folk-Songs, Chansons, jiddischen Liedern als Botschafter deutscher Kultur die damals Siegfried Behrendt01noch junge Bundesrepublik Deutschland und führten mit Unterstützung des Goethe-Instituts mehrere ausgedehnte Konzertreisen durch. Die beiden gastierten in mehr als 120 Ländern. In dieser erfolgreichen Zeit nahm das Duo mehrere LPs auf und war in mehreren Fernseh-sendungen zu Gast (z. B.: Lieder am Kamin bei SWF). Siegfried Behrend heiratete in den 1970er-Jahren die Schauspielerin Claudia Brodzinska und wandte sich mit ihr als Sängerin/Interpretin der avantgardistischen Musik zu.

Siegfried Behrend war ein vielgefragter Gitarrenlehrer. Martin Maria Krüger erhielt von ihm den ersten Gitarrenunterricht. In späteren Jahren traten beide weltweit als Deutsches Gitarrenduo auf. An den von Behrend in den 1970er-Jahren im bayrischen Riedenburg abgehaltenen „Internationalen Meisterkursen für künstlerisches Gitarrespiel“ nahmen auch Michael Tröster, Matthias Henke, Helmut Richter und Manuel Negwer teil. Behrend war (Mit-)Herausgeber vieler musikalischer Fachbücher, beispielsweise des mehrbändigen Werkes Volkslieder aus aller Welt oder Gitarrenstunden für Kinder etc. 1963 moderierte Siegfried Behrend die Fernsehsendung Die Geschichte der Gitarre[1], 1971 moderierte er eine dreizehnteilige Fernsehsendung mit dem Titel „Instrumente – Klänge – Strukturen“ beim Hessischen Rundfunk über die Gitarre und ihre Verwendung in der Kammermusik.

Von 1960 bis 1973 leitete Behrend das Saarländische Zupforchester (SZO) und von 1968 bis 1990 das Deutsche Zupforchester (DZO) In dieser Zeit prägte er maßgeblich die Repertoire-Entwicklung der Zupfinstrumente. Dabei setzte er neben zahlreichen Bearbeitungen barocker und folkloristischer Werke durch Eigenkompositionen und Kompositionsaufträge einen Schwerpunkt auf zeitgenössisch-avantgardistische Musik.

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Er leitete zahlreiche Uraufführungen von Werken von Anestis Logothetis, Klaus Hashagen, Heinrich Konietzny, Dietrich Erdmann, Friedrich Gaitis und anderen. Mit seiner Frau Claudia Brodzinska-Behrend (Sprechstimme) brachte er regelmäßig experimentelle Werke zur Aufführung, darunter die Uraufführung von Sylvano Bussottis Ultima Rara[4]; es entstand auch eine Aufnahme wo er Ultima Rara mit Bussotti zusammen interpretierte[5]. Für diese Duobesetzung schrieb Klaus Hinrich Stahmer Canti della vita (1980; Texte: Eugenio Montale). Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Siegfried Fink spielten Claudia Brodzinska und Siegfried Behrend auch Stahmers radiophone Komposition tre paesaggi (1976; Texte: Cesare Pavese) für den Bayerischen Rundfunk ein. In Verbindung mit live-elektronischer Klangverwandlung brachte er 1980 in Zagreb die für das dort ansässige Tanzensemble „savremeni ples“ komponierte Ballettkomposition espace de la solitude von Klaus Hinrich Stahmer zur Uraufführung.

Siegfried Behrend erhielt 1981 auf Vorschlag Franz Josef Strauß‘ das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. (Quelle: wikipedia)

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Hier hören wir ihn mit einer meisterlichen Version des legendären „Concierto de Aranjuez“ (ursprünglich aufgenommen im Jahr 1966):

Das Concierto de Aranjuez ist ein Solokonzert für Gitarre und Orchester von Joaquín Rodrigo (1901–1999). Es wurde im Frühjahr 1939 in Paris komponiert und am 9. November 1940 in Barcelona uraufgeführt. Es ist nicht nur das mit Abstand populärste Werk Rodrigos, sondern auch eines der bekanntesten klassischen Musikstücke des 20. Jahrhunderts.

Das Konzert hat äußerlich die klassische Konzertform in drei Sätzen. Bei der Komposition stand Rodrigo vor dem Problem, die Gitarre, die als Soloinstrument gegenüber einem Sinfonieorchester viel zu leise ist, in einen ausgewogenen Zusammenklang mit dem Orchester zu integrieren. Rodrigo gelang dies, indem er die Gitarre nie mit dem vollen Orchester zugleich spielen ließ, sondern weitgehend nur mit kleinen Gruppen leiserer Instrumente.

Noten

1. Allegro con spirito
Der 1. Satz (D-Dur) in klassischer Sonatenhauptsatzform ist ein lebhafter Fandango im 6/8-Takt, der von mitreißenden Betonungswechseln bestimmt ist.

2. Adagio
Der 2. und populärste Satz des Konzerts ist ein langsames, in klagendem Ton gehaltenes Stück in h-Moll. Die Hauptmelodie des Englischhorns ist eine Reflexion der Saeta, des Klagegesangs während der alljährlichen andalusischen Prozession in der Semana Santa (Karwoche).

3. Allegro gentile
Ein heiterer Rondo-Satz in H-Dur im Stil eines höfischen Tanzes, der wiederum von unregelmäßigen Takt- und Rhythmuswechseln lebt, beendet das Werk.

Rodrigo komponierte das Concierto de Aranjuez auf Anregung seines Freundes, des Gitarristen Regino Sáinz de la Maza (1896–1981), der auch den Solopart in der Uraufführung spielte.

Notenheft

Notenheft

Rodrigo beschreibt in dem Werk die Gärten des Königlichen Palastes von Aranjuez südlich von Madrid, der Frühjahrsresidenz der spanischen Könige. Aranjuez verkörperte für Rodrigo eine von ihm geschätzte Epoche der Geschichte: die Regierungszeit der letzten spanischen Herrscher vor Napoléon Bonaparte.

Der Komponist fühlte sich dem Palast sehr verbunden: Er war in den Gärten mit seiner zukünftigen Ehefrau oft spazieren gegangen. Im zweiten Satz des Werkes beschrieb Joaquín Rodrigo seine Gefühle rund um das einschneidendste Erlebnis in seinem Leben: die Totgeburt seines erstgeborenen Sohnes und damit verbunden den Schmerz, die unendliche Trauer, die Wut, das Loslassen und die Bitte an Gott, er möge seine geliebte Ehefrau Victoria (Vicky) am Leben lassen. Victoria war das „Augenlicht“ von Joaquín Rodrigo; er selbst war 1906 infolge einer Diphtherie-Epidemie in seiner Geburtsstadt Sagunto erblindet. Eine Hommage an Joaquín Rodrigo anlässlich seines 90. Geburtstages erlebt man in dem Kurzfilm Concierto de Aranjuez (Shadows and Light) von Larry Weinstein (1993).

César de Mendoza Lassalle leitete die Uraufführung am 9. November 1940 im Palau de la Música Catalana in Barcelona mit dem Orquesta Filharmónica de Barcelona. (Quelle: wikipedia)

Auf der Seite 2 dann ein weiteres Werk dieses großartigen Komponisten, eingespielt von Nicanor Zabaleta (ursprünglich aufgenommen im Jahr 1960), Es heißt „Konzert Serenade für Harfe und Orchester“ (Originaltitel: Concierto Serenata para Arpa y Orquesta)

Nicanor Zabaleta (* 7. Januar 1907 in San Sebastián; † 31. März 1993 in San Juan (Puerto Rico) war ein baskischer Harfenist.

Nicanor Zabaleta studierte Harfe zunächst in Spanien bei Vincenta Tormo de Calvo und Luisa Menarguez, gefolgt von Privatunterricht bei Marcel Tournier in Paris, wo er 1926 auch sein offizielles Konzertdébut hatte, an das sich eine 66-jährige Solokarriere anschloss. Nach kurzer Militärzeit übersiedelte Zabaleta in die USA und trat 1934 erstmals in New York auf, es folgten Tourneen nach Kuba und Mexiko. 1950 lernte er bei einem Konzert in Puerto Rico seine spätere Frau Graziela Torres kennen, die er 1952 heiratete. 1951 kehrte Zabaleta nach Spanien zurück und konzertierte in zahlreichen europäischen Städten. Sein letztes Konzert gab Zabaleta im Juni 1992 in Madrid.

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Ab den 1960er-Jahren entstanden zahlreiche Plattenaufnahmen für die Deutsche Grammophon. 1983 wurde Zabaleta mit dem spanischen Premio Nacional de Música ausgezeichnet, 1988 wurde er in die Real Academia de Bellas Artes de San Fernando gewählt.

Zabaletas Repertoireschwerpunkt galt dem 18. Jahrhundert und dem Neoklassizismus, er setzte sich aber auch intensiv für das Werk des romantischen Komponisten Elias Parish Alvars ein und brachte zudem eine Reihe zeitgenössischer Werke zur Uraufführung, so die Harfenkonzerte von Alberto Ginastera und Xavier Montsalvatge sowie das Konzert für Harfe und Elektronik von Josef Tal. Auf seine Bitte hin arrangierte Joaquín Rodrigo sein Concierto de Aranjuez für die Harfe. (Quelle: wikipedia)

Auch wenn diese „Konzert Serenade für Harfe und Orchester“ weitaus weniger bekannt ist …. so kann gar kein Zweifel darin bestehen, dass auch diese Komposition ein Kleinod der klassischen Musik ist.

Und zu verdanken haben wir die dem Joaquín Rodrigo:

Joaquín Rodrigo Vidre (* 22. November 1901 in Sagunt, Valencia; † 6. Juli 1999 in Madrid) war ein spanischer Komponist.

Rodrigo, als jüngstes von zehn Kindern eines wohlhabenden Weinhändlers geboren, erblindete in seinem vierten Lebensjahr infolge einer Diphtherie-Erkrankung beinahe vollständig, zog 1906 mit seiner Familie nach Valencia um, studierte bis 1927 Rodrigo01Komposition und Harmonielehre in Valencia und ging anschließend nach Paris, wo er seine musikalische Ausbildung in den Fächern Komposition, Klavier und Harmonielehre an der Ecole Normale de Musique unter anderem bei Paul Dukas bis zum Jahre 1932 vervollkommnete.

In Paris hatte er auch 1928 seine zukünftige Ehefrau, die türkische Pianistin Victoria Kamhi (1905–1997), kennengelernt. Sie entstammte einer sephardischen Familie. Das Paar heiratete 1933 in Valencia. Cecilia ist die gemeinsame Tochter.

In den folgenden Jahren unternahm Rodrigo zahlreiche Reisen, die ihn nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz führten, außerdem kehrte er 1934 für ein Jahr nach Paris zurück, um dort Musikgeschichte zu studieren. Am 6. Mai 1936 hielt Rodrigo in Paris einen Vortrag über Vihuela-Musiker des 16. Jahrhunderts, bei dem Emilio Pujol auf zwei nachgebauten Instrumenten musikalische Beispiele beisteuerte. Im September 1939 ließ Rodrigo sich mit seiner Frau in Madrid nieder, unternahm jedoch weiterhin ausgedehnte Reisen, unter anderem nach England, Italien, Griechenland und Südamerika.

1948 wurde Rodrigo Professor für Musikgeschichte am Konservatorium in Madrid. Daneben beschäftigte er sich als Musikkritiker und war beim Radio als Leiter der Musikabteilung tätig. Trotz mehrerer Augenoperationen erblindete er zu dieser Zeit vollständig. Seine Kompositionen entwarf er in Blindenschrift und diktierte sie Rodrigo03anschließend einem Kopisten oder seiner Frau, die auch zunächst Korrektur las.

Er erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, darunter 1942 und 1982 den Premio Nacional de Música. Außerdem ernannten ihn sieben Universitäten zum Ehrendoktor, unter anderem die Polytechnische Universität Valencia. Am 30. Dezember 1991 wurde Rodrigo durch König Juan Carlos I. in den erblichen spanischen Adelsstand erhoben und erhielt den Titel eines Marqués de los Jardines de Aranjuez. Im Jahre 1996 erhielt er den Premio Príncipe de Asturias. Rodrigo starb am 6. Juli 1999 in Madrid. (Quelle: wikipedia)

Nach dem Motto „Musik zum Sonntag“ haben wir hier zauberhafte Musik im Angebot.

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Besetzung:

Concierto de Aranjuez:
Siegfried Behrend (guitar)
+
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Reinhard Peters

Konzert Serenade für Harfe und Orchester:
Nicanor Zabaleta (harp)
+
Radio-Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Ernst Märzendorfer

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Titel:

Siegfried Behrend: Concierto De Aranjuez:
01.  Allegro con spirito 5.27
02. Adagio 9.32
03. Allegro gentile 4.47

Nicanor Zabaleta: Konzert Serenade für Harfe und Orchester: 
04. Estudiantina: Allegro 8:11
B2 2. Intermezzo: Molto Tranquillo 8:07
B3 3. Sarao: Allegro Deciso 6:18

Musik: Joaquín Rodrigo

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Hans Last – Ännchen von Tharau bittet zum Tanz (1966)

FrontCover1Diesmal widmet sich unser Gold-Hansi dem deutschen Liedgut: 28 swingende Volkslieder mit Chor und Orchester Hans Last“ ist auf der Hülle zu lesen.

„Dieses Album widmete sich auf Wunsch von Polydor den Volksliedern. Mit Ännchen von Tharau bittet zum Tanz wurden die Last-Aktivitäten in der Marketing-Abteilung aufgeteilt: Es gab nun den „Party-Last“ und den „volkstümlichen Last“, den „eleganten Last“ und den „internationalen Last“. Ännchen von Tharau bittet zum Tanz wurde unter dem Namen Chor Und Orchester Hans Last veröffentlicht, es trug infolgedessen auch nicht die Schattenschrift, dies war erst bei Ännchen von Tharau bittet zum Tanz 2 der Fall.“ (Quelle: wikipedia)

Die Marketingstrategen bei Polydor hatten wohl erkannt, dass „ihr“ James Last in allen nur erdenklichen Genres abräumen können. Und für die volkstümliche Musik war dann der eigentliche Vorname Hans auch passender als James.

Und so war es dann auch. Denn auch hier überzeigt er mit cleveren Arrangement und gelungenen Sounds, bei denen man fast geneigt ist, mit den Füßen mitzuwippen …

Von daher: viel Vergnügen und im Laufe der Monate werden wir hier wohl immer wieder von diesem Hans-Dampf hören und lesen.

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Front + Back Cover einer sog. „Club-Edition“

 

Besetzung:
Chor und Orchester Hans Last

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Titel:

Foxtrot  3.28
01.1  Wem Gott will rechte Gunst erweisen (Fröhlich)
01.2. Üb’ immer Treu und Redlichkeit (Mozart)
01.3. Ein Männlein steht im Walde (Traditional)

Slowfox 5.14
02.1. Sah ein Knab’ win Röslein steh’n (Werner)
02.2. In einem kühlen Grunde (Glück)
02.3. Wenn alle Brünnlein fließen (Silcher)

Foxtrot 3.26
03.1. Du, du liegst mir im Herzen (Traditional)
03.2.Der Mai ist gekommen (Traditional)
03.3. Das Wandern ist des Müllers Lust (Zöllner)

Langsamer  Walzer 3.10
04.1. Ännchen von Tharau (Silcher)
04.2. Es zogen drei Burschen (Traditional)

Foxtrot 3.26
05.1. Lang, lang ist’s her (Bayly)
05.2. Muß ’ denn (Traditional)
05.3. Mädele, ruck, ruck, ruck (Traditional)

Foxtrot 4.17
06.1. Horch, was kommt von draußen rein (Traditional)
06.2. Der Jäger aus Kurpfalz (Traditional)
06.3. Freut euch des Lebens (Nägeli)

Langsamer Walzer 4.48
07.1. Gold und Silber lieb’ ich sehr (Traditional)
07.2. Wenn ich ein Vöglein wär’ (Traditional)
07.3. Am Brunnen vor dem Tore (Schubert)

Foxtrot 4.08
08.1. Steh’ ich in finst’rer Mitternacht (Traditional)
08.2. Weißt du, wieviel Sternlein stehen (Traditional)
08.3. Nun ade, du mein lieb’ Heimatland (Traditional)

Slowfox 4.12
09.1. Guter Mond, du gehst so stille (Traditional)
09.2. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Silcher)

Foxtrot 4.52
10.1. Das lieben bringt groß’ Freud (Traditional)
10.2. Im Krug zum grünen Kranze (Traditional)
10.3. Es klappert die Mühle am rauschenden Bach (Traditional)

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Das Odeon Studio-Orchester – Melissa-Thema + Titelmusik Walter And Connie Reporting (1966)

FrontCover1Und wir treten mal wieder ne Zeitreise an … in jene Jahre, als Francis Durbridge mit seinen Krimi-Thrillern das deutsche Fernsehpublikum in Atem hielt … ich weiss nicht, wieviele „Straßenfeger“ (so hieß das damals) mit Durbridge – Krimis im Fernsehen produziert wurden … aber „Melissa“ war ganz sicher einer davon.

Hier die Titelmusik dieses TV-Krimis, gespielt von dem „Odeon Studio Orchester“ unter der Leitung von Ferdy Klein.

Über diesen Ferdy Klein ist wiedermal so gut wie nichts bekannt, aber immerhin das:

„Der erfolgreichste Song von Orchester Ferdy Klein in Deutschland war „Melissa“. Der Song hielt sich 6 Wochen in den Charts und schaffte es bis auf Platz 12. Auch in Österreich war „Melissa“ der erfolgreichste Song von Orchester Ferdy Klein. Hier erreichte er die Höchstposition 3 und war 8 Wochen in den Charts. In der Schweiz, UK, den USA, Norwegen, Finnland und Dänemark hat kein Song von Orchester Ferdy Klein die Charts erreicht! “ (Quelle: chartsurfer.de)

Komponiert wurde dieses Titelthema von Peter Thomas, einem der wichtigsten Soundtrack-Komponisten jener Zeit und dieser Peter Thomas wäre es mehr als wert, mal ne intensivere Präsentation zu bekommen (kommt auch ganz sicher noch, irgendwann mal). Denn: er komponierte – wie auch hier zu hören ist – fast durchgehend magische Instrumentals – hier einfach nur düster und geheimnisvoll. (Und der Soundtrack von „ Raumpatrouille Orion“ ist eh in unser kollektives Bewußtsein verwurzelt)

Die B-Seite ist irgendwie drollig: Hier handelt es sich um die Titelmusik der gleichnamigen ARD – Sendung. Dabei handelte es sich um einen

Englischkurs mit Walter und Connie, die versucht haben, den deutschen Zuschauern in unterschiedlichen Spielszenen die angelsächsische Sprache näher zu bringen (those were the days, my friend); diese Sendung begann am 06.04.1963 ….

Meine Single steckt übrigens in einem Firmen-Cover, es gab aber auch ein anderes Cover, das allerdings nicht sonderlich einfallsreich war:

Mal in blau, mal in gelb ...

Besetzung:
Das Odeon Studio-Orchester unter der Leitung von Ferdy Klein

Melissa
Titel:

01. Melissa – Thema (Thomas) 3.02
02. Titelmusik – Walter And Connie Reporting (White) 2.16

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Die Nussknacker – Des kleinen Mannes Sonnenschein + Das Leben ist am schwersten (1966)

FrontCover1Also die Geschichte der „Nussknacker“ ist mehr als wirr und verwirrend.

Und wenn ich nicht diese famose Seite memoryradio.de gäbe, würde ich bezüglich der Nussknacker dumm sterben.

Also, ich versuche mal die wirren Informationen ein wenig zu bündeln.

Es gab in den 60er Jahren einen Carl Gross aus Frankfurt, der war nicht nur so eine Lokalmatador, sondern auch ein musikalischer Hans-Dampf-in-allen-Gassen … denn er veröffentlichte unter diverse Namen wie Freudenspender, Flaschenkinder, Die Schnapsdrosseln und und und … diverse Singles und das bei allen nur denkbaren Labels.

„Niemand im deutschen Schaugeschäft hat mit dem gleichen Namen in einem Jahr soviele SIngles auf sovielen verschiedenen Labels herausgebracht. Carl Gross hat dies 1964 geschafft. Damals hat er vier Singles auf vier verschiedenen Labels veröffentlicht! Dies dürfte möglicherweise nicht nur deutscher Rekord, sondern auch Weltrekord sein.
Insgesamt hat Carl Gross 1964 sieben Singles veröffentlicht: veri als Carl Gross. Hinzukommen eine als Karl Gross, eine als Charly Gross bzw. Käpt’n Bill eine und eine als Charly Valentino.“ (Quelle:waelz in memoryradio.de)

Und noch ein paar Schnipsel zu Carl Gross:

GROSS, CARL, Sänger, u.a. Abonnent auf die Spitzenplätze in den Faschings-Hitparaden, 1960 Neckermann, 1964 Bella Musica, 1965 Populaer, 1966-68 Polydor (52748 „Tschindera“/“Wenn Du Nur Kein Weh-weh-chen Hast“ & HUGO WOLF-Sextett, 53046 „Hochzeit Ist Die Schönste Zeit“/“Schön Ist So Ein Kinderwagen“ HUBERT WOLF und seine Original Böhmerländer, CARL GROSS & HEDI WOLF), 1971 Metronome M 25359 („Wir Sind Die Flaschenkinder“/“Wum Wum Wum“ & Die FLASCHENKINDER), 1973/78 CBS (1889 „Ja Nach Dem Zehnten Bierchen“/“Ich Hab’ Durst“, 6928 „Die Odenwälder Uhr“/“Der Odenwaldtrompeter“), Victoria, 1965 auf Bellaphon als LARRY (nicht zu verwechseln mit dem LARRY auf Ariola!), Weltmelodie, Record Ton

Seine Spezialität waren wohl Stimmungs- und Sauflieder, wie sie auch auf dieser Singel geboten werden.

Eigentlich komisch, dass sich dann die Spuren dieses Tausendsassas irgenwann im Sand verlaufen haben … Aber hier kann man ihn zumindest nochmals hören.

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Die gleiche Single in der Metronome Firmenhülle

Besetzung:
Die Nussknacker

Titel:
01. Des kleinen Mannes Sonnenschein (Lambacher/Scheffel) 2.29
02. Das Leben ist am schwersten (Obermair/Welker) 2.16

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Kinderchor Vera Schenk – Kinderlieder (1966)

FrontCover1Schon eigenartig – oder auch: sehr interessant: Mir sind die meisten dieser Kinderlieder noch sehr gut bekannt. Da sieht man mal wieder, wie prägend die Jahre der Kindheit sein können.

Und nachdem wir in meiner Familie auch viel gesungen haben, sind mir diese Lieder auch noch aus meiner so ganz aktiven Vaterzeit bekannt.

Der Kinderchor Vera Schenk hat für das Billig-Label Europa diverse LP´s aufgenommen. Dies ist wohl ihre erste Produktion für das Label. Aber bereits im Jahre 1953 gab es eine Single auf Philips Records mit Vera Schenk, damals hieß es aber noch „Der Jugendchor Vera Schenk“ und es handelte sich dabei um Weihnachtslieder („Auf dem Berge da wehet der Wind“/“Hohe Nacht der klaren Sterne“).

Wie auch immer:

Reizende Kinderlieder und mich würde es wundern, würde man diese Kinderlieder nicht mehr kennen. Und eine mir sehr lieb gewordene Person hat sich sehr gefreut, als ich ihr genau diese Aufnahmen als selbst gebrannte CD zu Weihnachten 2014 geschenkt habe … und so hat hat auch diese LP ihre ganz eigene Geschichte.

Besetzung:
Kinderchor Vera Schenk
+
Instrumentalgruppe

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Titel:
01. Wer will fleißige Handwerker sehn 1.56
02. Es zanzt ein Bi-Ba-Butzemann 1.07
03. Zwischen Berg und tiefem Tal 1.10
04. Meister Jakob 0.50
05. Gebt acht auf eure Füße (Die fleißigen Waschfrauen) 1.44
06. Widele, wedele 1.14
07. Hänsel und Gretel 1.04
08. Dornröschen war ein schönes Kind 1.40
09. Spannenlanger Hansel 0.39
10. Auf unserer Wiese gehet was 0.47
11. Auf einem Baum ein Kuckuck 1.06
12. Brüderlein, komm tanz mit mir! 1.00
13. Ich bin ein Musikante 1.20
15. Es geht eine Zipfelmütz 0.42
16. Der Winter ist vergangen 1.13
17. Wollt ihr wissen 1.18
18. Im Märzen der Bauer 1.22
19. Grün, grün, grün sind alle meine Kleider
20. Nun Will Der Lenz Uns Grüßen 1.18
21. Trarira, der Sommer, der ist da! 0.50
22. Ein Schneider fing ’ne Maus 1.52
23. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir 0.57
24. Schneeflöckchen, Weißröckchen 0.49
25.  Guten Abend, gut‘ Nacht 1.45

Musik: Volksweisen / Willmann

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