Jens Brenke & Inge Brandenburg – Geschlossene Gesellschaft (1967)

FrontCover1Jetzt wird es eigentlich ganz und gar trostlos … wenn´s nicht so traurig wäre, könne man lachen … aber auch das bleibt mit im Halse stecken …

Initiator dieser Scheibe ist der Jens Brenke:

Jens Brenke (* 1935 ; † 16. Juni 1988 in Hannover) war ein deutscher Kabarettist.

Brenke war der Pächter der Hannoveraner Bar Jenseits, in der er von 1960 bis 1980[3] eigene literarisch-musikalische Kabarettprogramme aus Texten bekannter Autoren aufführte, die auf Schallplatten veröffentlicht wurden. Er hatte gemeinsame Programme mit Belina und Die drei Travellers. Fritz Graßhoff nannte Brenke einmal den „wohl besten Entertainer Deutschlands“.

Viele der aufgenommenen Stücke erschienen auf Kompilationen wie „Bitte, Machen Sie Sich Frei! … So Frei Wie Noch Nie! – Sex, Jux, Musik Und Spiele Für Erwachsene“ oder „Die Große Freiheit – Songs-Szenen-Pornoflagen Aus St. Pauli“ (Quelle: wikipedia)

JensBrenke01.jpgOder aber auch:
Der Hannoveraner Jens Brenke (1935 – 1988) war ein deutscher Karabettist. Jens Brenke war der Pächter der hannoverschen Bar „Jenseits“ in der er von 1960 bis 1980 eigene literarisch – musikalische Kabarettprogramme aus Texten bekannter Autoren aufführte, die auf Schallplatten veröffentlicht wurden. Er hatte gemeinsame Programme mit Belina und Die drei Travellers. Brenke war einer der besten Entertainer seinerzeit in Deutschland. Viele der aufgenommenen Stücke erschienen auf Kompilationen wie „Bitte, Machen Sie Sich Frei! … So Frei Wie Noch Nie! – Sex, Jux, Musik Und Spiele Für Erwachsene“ oder „Die Große Freiheit – Songs – Szenen – Pornoflagen aus St. Pauli“. Zwischen 1962 und 1980 hat er 10 Langspielplatten herausgebracht. (nobbyrockcity.blogspot)

Für diese „schlüpfrigen“ Aufnahmen (natürlich in der „Herrenbar“ Jenseits in Hannover aufgenommen) engagierte er dann noch die Inge Brandenburg:

Inge Brandenburg (* 18. Februar 1929 in Leipzig; † 23. Februar 1999 in München) war eine deutsche Jazzsängerin und Theaterschauspielerin. Sie wird oft als beste deutsche Jazzsängerin der 1960er Jahre bezeichnet.

Das soll für´s erste genügen, eine auführliche Würdigung dieser Sängerin ist in Planung

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Autoren wie Kästner odr Ringelnatz bieten eigentlich so ne Art Gewähr hinsichtlich Qualität, aber weit gefehlt !

Jens Brenke verteht s einfach nicht, diese Texte entsprechend vorzutagen, aus allem macht er einen billigen Kalauer. Das trifft insbesondere auf seine albernen Witzchen zu, deren Niveau abartig tief sind. Sie sollten wohl schlüprig sein, anrüchig, wie man sie sich eben in einer Herrenbar hinter vorgehaltener Hand erzählt.

Der bürgerliche Sex-Mief jener Jahre („Ohne jede Hemmung“, dass ich nicht lache …) … viel besser kann man ihn nicht dokumentieren. Da war es wohl an der Zeit, dass ein Oswald Kolle sich anschickte … auf die Bühne zu kommen.

TTja, und dann die Inge Brandenburg: Sie wird hier völlig unter Wert verkauft … dennoch ist ihre Stimme – selbst hier – ne Wucht !

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Besetzung:
Jens Brenke (vocals)
Inge Brandenburg (vocals bei 05., 10. + 11.)
+
Wolfgang Keller (organ)

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Titel:
01. Ball im Osten (Kästner/Keller) 1.24
02. Witzchen (I) 2.54
03. Ritter Prunz und Prunzelschütz (Grasshoff(Keller) 3.15
04. Witzchen (II) 3.03
05. Sei lieb zu mir (Turk/Ahlert) 3.38
06. Ferngruß von Bett zu Bett/St. Louis Blues (Ringelnatz/Hardy) 1.25
07. Kuttel Daddeldu erzählt das Märchen vom Rotkäppchen (Ringelnatz/Keller) 5.41
08. Die Perle, oder das Liebesleben einer Auster (Beckmann/Nissen) 2.43
09. Witzchen (III) 3.56
10. Love – L’Amour – Die Liebe (Beckmann/Nissen) 2.59
11. Das Lied vom Sündenfall (Steinmetz/Graepp) 3.35
12. Ansprache eines Fremden an eine Geschminkte vor dem Wilberforce-Monument (Ringelnatz/Keller) 2.55
13. Pennies From Heaven (Johnstone/Durke) 2.15
14. Witzchen (IV) 3.52
15. ‚S war immer so (Traditional) 1.33

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Sir Eric & His Royal Garden Orchestra – Verbeatet Klassik (1967)

FrontCover1.JPGAlso, die westdeutsche Unterhaltungsindustrie prodizierte in den verrückten Sechziger Jahren wahrlich auch sehr verwunderliche Dinge, wie z.B. diese LP, die sich mit dem Titel ein amüsantes Wortspiel erlaubt „Verbeatet Musik“. Sir Eric & His Royal Garden Orchestra waren die Interpreten. Nun, bei Sir Eric handelt es sich um Erich Becht:

Erich Becht (* 20. Januar 1926 in Frankfurt am Main – † 21. Juni 2017 in Buchholz) ist ein deutscher Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Piano, Arrangement, Orchesterleiter), Produzent und Schlagerkomponist. Er arbeitete auch unter dem Pseudonym Georg Schatz und gemeinsam mit Wolfgang Neukirchner unter dem Sammelpseudonym Adolf von Kleebsattel.

Becht, der zunächst Klavierunterricht hatte, arbeitete 1946 als Pianist bei Rudi Kapitän und wechselte 1948 zu Kurt Edelhagen, bei dem er bis 1950 blieb, um dann selbstständig zu arrangieren. Einige seiner frühen Arrangements wie Unison Bop, Percussion in Bop oder Bolero in Bop gelten als Meilensteine des deutschen Bigband-Jazz. Er schrieb weiterhin gelegentlich für Edelhagen, für die German All Stars (Gondel Riff, Festival Riff, 1953), für Heinz Schönberger und für Toots Thielemans, wendete sich aber hauptsächlich der Unterhaltungsmusik zu. Er war für Caterina Valente, Bill Ramsey und Ralf Bendix tätig, später dann für Eberhard Hertel, für Heino, für Marianne und Michael und für Maria & Margot Hellwig. Auch arbeitete er für den Film.

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Ralf Bendix, Heino, Erich Becht (Arrangeur und Komponist), Wolfgang Neukirchner (Texter), (v.li.n.re.), Aftershowparty nach ARD-Jubiläumsshow: ‚Heino: Die Show – Das Beste zum Jubiläum‘, Leipzig, 18.01.2005

Mit Arrangements wie Ich will ’nen Cowboy als Mann (für Gitte), und Kompositionen wie Blau blüht der Enzian oder So schön ist Volksmusik erhielt er 15 goldene Schallplatten und eine Platin-Schallplatte. Becht wurde zudem mit der Hermann-Löns-Medaille geehrt; eine Goldene Europa erhielt er mit Heino. (Quelle: wikipedia)

Vor seiner Heino-Zeit entstand also diese LP und man ist geneigt zu sagen: Das ist dann Raymond LeFevre für Arme … denn hier werden Klassiker der Klassik im „Beat-Gewand“ interprtiert. Musikalische Miniaturen, die gelegentlich amüsant sein können. Und und so wir dz.B. aus „Für Elise“ .. „Poor Elise“ usw.  Ein pseudo-witziger Text auf der Rückseite der Hülle wird dann auch noch geliefert, abr die Parolen auf der Vorderseite sind schon ganz nett: „Mit Liszt und Tücke“ oder „Nie wieder Grieg“.

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Besetzung:
Sir Eric & His Royal Garden Orchestra unter der Leitung von Erich Becht

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Titel:
01. Rubinstein’s Best (Rubinstein) 2.31
02. Anitra’s Special (Grieg) 2.14
03. Johnny’s Waltz (Brahms) 2.50
04. Clear Clementi (Clementi) 2.19
05. Love In (Liszt) 2.53
06. Poor Eliza (Beethoven) 2.11
07. Begin (Bach) 2:43
08. Swan Lake Like (Tschaikowsky) 2.53
09. Mini Boccherini (Boccherini) 2.43
10. Farmer’s Cheerio (v.Weber) 2.49
11. Solveig’s My Name (Grieg) 2.52
12. Hunters On Parade (v.Weber) 2.19

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Costa Cordalis – Folklore aus aller Welt (1967)

FrontCover1Man glaubt´s ja nicht: Die erste LP von Costa Cordalis präsentiert „Folklore aus aller Welt“ und Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts war die aufgeklärte Jugend ja in einer besonderen Weise offen für genau eine solche musikalische Reise (der Folk-Boom aus den USA war natürlich längst auch bei uns angekommen).

Costa Cordalis; eigentlich Konstantinos Kordalis (* 1. Mai 1944 in Elatia (Ελάτεια), Fthiotida, Griechenland), ist ein deutschsprachiger Schlagersänger griechischer Abstammung.

Mit sieben Jahren begann Cordalis Gitarre zu spielen. Als 16-Jähriger ließ er sich in Frankfurt am Main nieder und lernte am Goethe-Institut die deutsche Sprache. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Philosophie und Germanistik, das er nicht abgeschlossen hat.

Bereits 1965 kam mit Du hast ja Tränen in den Augen, einer deutschen Fassung des Elvis-Titels Crying In The Chapel, seine erste Schallplatte heraus. Nennenswerten Erfolg hatte er aber erst ab 1973 mit den selbst produzierten Titeln Carolina, komm und Steig in das Boot heute Nacht, Anna Lena. (Quelle: wikipedia)

Hier also sein eher erfolgloses Debütalbum mit Musik aus aller Herren Länder. Schon irgendwie witzig die Präsentation der LP. Costa Cordalis begnügt sich nicht mit der musikalischen Darbeitung, nein, er leitet die Songs mit ein paar persönlichen Worten ein, ziemlich ungewöhnlich …

Und: er macht mit diesem Album gar keine so schlechte Figur (die Songauswahl z.B. ist durchaus abwechslungsreich und er präsentiert  … und so ganz heimlich wünscht man sich, dass er nicht ganz so ins Schlagermetier abgedriftet wäre … Und sprachbegabt war er auch noch.

Wie auch immer:

LiebeFreunde

Besetzung:
Costa Cordalis (guitar, vocals)

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Titel:
01. Pera stus pera cambus (Traditional) (Griechenland) 2.43
02. Stari Cigan (Traditional) 1.52
03. Es dunkelt schon in der Heide (Traditional) (Deutschland) 2.07
04. Moccatorta (Traditional)) (Italien) 2.48
05. Viva la feria (Traditional) (Spanien) 1.46
06. Ne me quitte pas (Brel) (Frankreich) 3.26
07. Es war ein König in Thule (Traditional) (Amerika) 3.23
08. Ortha Bamidar (Sahavi) (Israel) 3.03
09. Zwei Guitarren (Traditional) Rußland) 3.53
10.  Sakura (Traditional) (Japan) 2.40
11.  Take Me For What I’m Worth (Sloan) (Amerika) 2.47
12.  Malaguena (Ramirez) (Mexiko) 3.12
13.  Poema Do Adeos (Antonio) (Brasilien) 2.25
14. Abschied (Muß i denn) (Traditional) 0.50

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Alfons Bauer – Moskauer Nächte (1967)

FrontCover1Die spannendste Frage bei diesem Album kann ich nicht beantworten:

Wie kam der bayerische Zitherkönig Alfons Bauer dazu, ausgerechnet für Amiga Schallplatten mindestens 3 Langspielplatten zu veröffentlichen ?

Nach „Zither Party“ und „Alfons Bauer und seine Almdudler“ dann eben diese „Moskauer Nächte“.

Der Titel war natürlich für die DDR auch als Brudergruß an die UdSSR gedacht, aber auch bei uns im Westen gab´s damals eine – für mich ein wenig rätselhafte – Neigungen, sich mit Klängen die scheinbar so direkt aus der russischen Seele kam, zu versorgen.

Nun ein paar Infos über diesen Alfons Bauer, der schon auch ein schräger Vogel war (verkleidet als „Alfonsine“ im prächtigen Dirndl G’wand bei einem seiner berühmt-berüchtigten Hausbälle brachte ihm neben 100 roten Rosen und 5 Heiratsanträgen allerdings auch eine Strafanzeige wegen Beleidigung ein, was letztlich allerdings ohne Folgen blieb; siehe Biografie von Christoph Schwarzer)

Alfons Bauer (* 13. Mai 1920 in München-Freundorf; † 3. Februar 1997) war ein deutscher Komponist und Zitherspieler.

AlfonsBauer.jpgAlfons Bauer erlernte als 8-Jähriger das Zitherspiel und nahm als 15-Jähriger seine erste Schallplatte auf. Nach der Schule erlernte er zunächst den Beruf des Hutmachers, da seine Eltern ein Hutmachergeschäft betrieben. Anschließend studierte er am Konservatorium in München Klavier und Tonsatz. Bis in die 1950er Jahre hatte er schon mehr als 1 Million Schallplatten mit seiner Zither verkauft. Dann gründete er eine eigene Schallplattenfirma und war auf dem Sektor der volkstümlichen Musik tätig. Er schrieb auch Titel für andere Künstler, zum Beispiel für Maria und Margot Hellwig, Hansl Krönauer und Esther Egli. Er komponierte über 200 Titel.

Bauer spielte auch zusammen mit dem Orchester James Last und dem Berliner Rundfunkorchester Melodien von Johann Strauß bis Robert Stolz und Ralph Benatzky ein. Er gehörte zusammen mit Rudi Knabl zu den erfolgreichsten Zitherspielern des 20. Jahrhunderts.

Er war seit 1968 verheiratet mit der Sängerin und Folklore-Tänzerin Rita geb. Fendt. Aus seiner ersten Ehe hat er eine Tochter.

Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Gauting . (Quelle: wikipedia)

Im Rahmen dieses Genres hat er mit diesem Album ein durchaus angenehm-geschmackvolles Album produziert … meine ich mal.

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Besetzung:
Alfons Bauer (zither) und sein Ensemble

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Alfons Bauer als „Alfonsine“

Titel:
01. Moskauer Nächte (Solojow/Sedoi) 2.21
02. Stenka Rasin (Traditional) 1.57
03. Weites Land (Barthel) 2.19
04. Kiewer Walzer (Maubopogol) 2.35
05. Tscherkessen-Tanz (Pleyer) 2.31
06. Abendglocken (Traditional) 2.37
07.  Mitternacht in Moskau (Krapf) 2.28
08. Habe Mitleid (Traditional) 2.31
09. Taiga-Fahrt (Artmeier) 2.34
10. Moskauer Spaziergang (Artmeier) 2.19
11. Schwarze Augen (Traditional) 2.21

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James Last Band – Non Stop Party (1967)

FrontCover1Nicht zum ersten Mal ist hier ja vom James Last die Rede. Dieses Party-Album stammt aus seinen frühen Jahren, als sein Ruf noch nicht so gigantisch war. Man nannte das ganze Projekt noch „James Last Band“ (aber nicht mehr lange) und natürlich hören wir Instrumentalfassungen der damaligen Hits, wie sie sich eben in den Hitparaden Deutschlands tummelten. Interessant ist, dass der Anteil der „Beatsongs“ relativ hoch war, sogar ein Traffic Song („Paper Sun“) wurde mit ins Repertoire aufgenommen. Und der Evergreen „A White Shade Of Pale“ überzeugt mit dem knackigen Saxophon-Solo durchaus. Dass James Last ein begnadeter Arrangeur war wissen wir, wir wissen auch, dass seine musikalischen Mitstreiter jeweils absolute Könner ihres Fachs waren … und dementsprechend haben wir es hier mit einer Galavorstellung zu tun. Freilich nur für diejenigen, die mit dieser Art von Happy Music etwas anfangen können. Ich gestehe, gelegentlich gehöre ich auch zu diesem Personenkreis … und hier hören wir ja auch jede Menge Beatnummern … im James Last Sound halt.

Ich habe es mir übrigens gespart, die einzelnen Tracks zu schneiden; zum einen war mir die Frimelei zu blöd und zum anderen gehört es einfach irgendwie zu dieser Art von Musik, dass man sie eben „Non Stop“ hören soll, kann, muss.

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Besetzung:
Na ja … die James Last Band halt ….

Hüllentext

Titel:

01. Seite 1: 19.51
– Puppet On A String (Martin/Coulter)
– Una festa sui prati (Celentano)
– Komm allein (Mässer/Relin)
– Somethin´ Stupid (Parks)
–  Meine Liebe zu dir (Twardy/Lilibert)
– I Was Kaiser Bill´s Batman (Greenway/Cook)
– Carrie-Anne (Clarke/Hicks/Nash)
– Windy (Friedman)
– Little Bit Of Soul (Carter/Lewis)
– A Whiter Shade Of Pale (Reid/Brooker)
– The World We Knew (Kaempfert/Rehbein/Sigman)
– Baby, Come Back (Grant)
– Heroes And Villains (Wilson/Parks)
– Paper Sun (Winwoods/Capaldi/Mason/Wood)

02. Seite 2: 19.34
– All You Need Is Love (Lennon/McCartney)
– She´s Rather Be With Me (Bonner/Gordon)
– Okay (Blaikley)
– Here Comes My Baby (Stevens)
– Alternate Title (Randy/Gil/Dolenz)
– Mister Pleasant (Davies)
– San Francisco (Phillips)
– Silence Is Golden (Gaudio/Crewe)
– Ha ! Ha ! Said The Clown (Hazzard)
– Jackson (Wheeler/Rodgers)
– Lingering On (Last)
– Friday On My Mind (Young/Vanda)
– Stop Stop Stop (Clarke/Hicks/Nash)
– It´s Last Time (Last)

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Willy Schneider – Wenn der Wein und der Rhein und die Liebe nicht wär´(1967)

FrontCover1Ja, ja … der Willy Schneider …

Willy Schneider (* 5. September 1905 in Köln; † 12. Januar 1989 ebenda) war ein deutscher Volks- und Schlagersänger. Zu seinen erfolgreichsten Liedern gehören Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein und Man müsste nochmal 20 sein.

Willy Schneider war der Sohn von Joseph und Bertha Schneider, geboren in Köln-Ehrenfeld. Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule ging er ab 1921 in der elterlichen Metzgerei in die Lehre. Als der Vater im Jahr 1927 starb, führte der Sohn den Metzgerei-Betrieb weiter. Ab 1928 besuchte er die Praktische Fleischer-Schule Köln, wo er am 28. Februar 1929 die Diplom-Prüfung zur Herstellung feiner Fleisch- und Wurstwaren mit Auszeichnung bestand.

Seine ersten Erfahrungen als Sänger machte er in einem Kirchenchor. Am 24. Januar 1930 fand er als Bassist unter 354 Bewerbern Aufnahme in den Kammerchor des Reichssenders Köln, dem er bis 1937 angehörte. Seine Stimmausbildung als Bariton erhielt er bei den Kölner Kantoren Hermann Fleischmann und Clemens Glettenberg. Er war regelmäßiger Gast in der Radiosendung Der frohe Samstagnachmittag aus Köln, der von Ende 1934 bis Ende 1939 fast ununterbrochen ausgestrahlt wurde. Hierdurch wurde er so bekannt, dass er 1935 seine erste Schallplatte mit dem Titel Schwalbenlied (Mutterl unterm Dach ist ein Nesterl gebaut) veröffentlichte, die mit 300.000 verkauften Tonträgern[1] zu einem großen kommerziellen Erfolg wurde. Es folgte die Single Das Grab auf der Heide (1935). Danach trat er auch als Sänger von Soldatenliedern hervor, wie Soldatenständchen, Tapfere kleine Soldatenfrau und Wovon kann der Landser denn schon träumen.

Köln, WDR Rundfunkstudio

Willy Schneider im WDR Rundfunkstudio, Februar 1954

Sowohl während des Krieges als auch mit zunehmendem Erfolg in der Nachkriegszeit sang Schneider Volkslieder und Schlager. Im Bereich der Operette entstanden viele Aufnahmen mit dem Dirigenten Franz Marszalek. Besonders erfolgreich war er auch mit eher nachdenklichen Karnevalsliedern. Im Jahre 1947 übernahm er anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums den von August Schnorrenberg (* 1896, † 1973) komponierten Titel Am Dom zo Kölle, zo Kölle am Rhing, am 18. November 1947 heiratete Schneider die aus Köln stammende Hanny Osslender (* 1915, † 1996). Noch Ende 1947 konnte er seine Rundfunkkarriere beim NWDR in Köln erfolgreich wiederaufnehmen. Seine große Popularität beruhte auch auf zahlreichen Fernsehauftritten, u. a. war er regelmäßig Gast in der HR-Sendung Zum Blauen Bock. Er erhielt den Beinamen Der Sänger von Rhein und Wein. Seine erfolgreichsten Schallplatten erschienen 1952 und 1953, nämlich Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein und Man müsste nochmal 20 sein. 1960 erhielt er als erster Sänger Deutschlands für 6 Millionen verkaufter „Lieder vom Rhein“ eine Goldene Schallplatte. Erst im Alter von 82 Jahren nahm er seinen letzten Titel Geschenkte Jahre (1988) auf, eine Hommage an seine Ehefrau.

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Insgesamt nahm er rund 800 Schallplatten auf, die mit ca. 18 Millionen Exemplaren weltweit verkauft wurden.

Willy Schneider trat auch in zahlreichen Kinofilmen auf, so in Zwischen gestern und morgen (Premiere am 11. Dezember 1947), Wenn abends die Heide träumt (19. Dezember 1952) oder Südliche Nächte (8. September 1953). Im Film Kirschen in Nachbars Garten (1956) ist er mit dem Lied Anka Marianka zu hören. (Quelle: wikipedia)

Hier also nun mal zum Einstieg in sein Schaffen eine Single aus dem Jahr 1967. Da kann man ihn theatralisch schmettern hören und oftmals kann ich mir so „alten Knaben“ durchaus auch mal was anfangen – hier ist es schon arg gewöhnungsbedürftig.

SchneiderHanny

mit Ehefrau Hanny

Besetzung:
Willy Schneider (vocals)
+
Pfalzchor (02.) und großem Orchester

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mit Udo Lindenberg

Titel:
01. Wenn der Wein und der Rhein und die Liebe nicht wär´ (Richartz/Hennies) 2.58
02. Sei mir gegrüßt, o du mein schönes Pfälzerland (Breuer/Erissen) 3.19

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Deutsches High-Fidelty Institut e.V. – Die djfi Schallplatte 1 – Eine Einführung in die Hi-Fi-Stereophonie (Neufassung) (1972)

FrontCover1Wenn ich mich recht erinnere, waren in den 60er Jahre solche Demonstrations-Schallplatten, mit denen das Wesen der Stereophonie und der High-Fidelty erläutert wurde, ziemlich verbreitet. Zu Recht: Ich erinnere mich daran, dass wir damals mal unserem Vater nahelegten, dass er doch mal eine Stereoanlage kaufen sollte (bis dahin hatten wir nur einen Mono-Plattenspieler) er diesen Wunsch eher barsch ablehnte. Seine Begründung: Stereo sei ja viel zu laut … vermutlich dachte er, 2 Lautsprecher sind dann doppelt zu laut …

Hätte er sich nur diese LP angehört …

Lehrreich ist sie nämlich, auch heute noch und beim Thema Frequenzbereiche wurde ich sehr charmant daran erinnert, dass ich mittlerweile nicht mehr so alle Frequenzbereiche mit der nötigen Differenzierung hören kann … hatte mein Vater vielleicht doch recht ?

Auf jeden Fall kann man sich hier diverse Erläuterungen zu diesem Themenkreis anhören und bekommt dann auch gleich die entsprechenden musikalischen Beispiele geboten, bei denen man sich über die unterschiedlichen akustischen Aspekte informieren konnte (Seite 1). Auf Seite 2 dann als Appetithäppchen diverse Klangbeispiele, die den akustischen Reichtum hochwertiger Musikaufnahmen demonstrieren sollen … natürlich fast alle ausschließlich aus dem Bereich der Klassik … nun gut … Ein interessantes Dokument jener Zeit, als die Deutschen die Stereophonie entdeckten …

Ursprünglich erschien dieses Album 1967, die mir vorliegende Version ist eine sog. „Neufassung“, die dann 1972 veröffentlicht wurde. Ich gehe mal davon aus, dass zumindest die gesprochenen Texte jene aus dem Jahr 1967 sind, denn der Sprecher bedient sich der damals so typisch belehrenden Sprechweise … allein deshalb lohnt sich schon diese LP !

Illustration

Titel:
01. Einleitung: Unter Donner und Blitz (Strauß) 1.34
02. Stereophonie: Die verkaufte Braut (Smetana) 2.32
03. High Fidelity: Die diebische Elster (Rossini) 2.08
04. Frequenzen: Kontrafagott/Piccoloflöte + Präludium aus BMV 545 (Bach) 1.52
05. Frequenzabschnitte: Symphonie fantastique (Berlioz) 3.49
06. Frequenzumfänge: Orpheus in der Unterwelt (Offenbach) 2.22
07. Klirrgrade: Walzer C-Dur aus op. 39 (Brahms) 4.09
08. Ausklang: Radetzky Marsch (Strauß) 1.24
09. Klaviermusik: Walzer h-moll aus Opus 39 (Brahms) 1.16
10. Orgelmusik: Toccata septima (Muffat) 1.42
11. Kammermusik: Streichtrio op. 77b (Reger) 2.00
12. Konzertante Musik: Konzert für Klavier und Orchester Nr5. 25 in C-Dur (Mozart) 2.42
13. Symphonische Musik: Symphonie Nr. 9 (Mahler) 3.30
14. Oper: Rigoletto (Verdi) 4.37
15. Unterhaltungsmusik: Ich liebe die Welt … (Stolz) 1.47
16. Tanzmusik: Moskauer Nächte (Sédol/Sovskij) 2.49
17. Jazz: The Turk (Clarke Boland Big Band) 1.52

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