Willy Schneider – Wenn der Wein und der Rhein und die Liebe nicht wär´(1967)

FrontCover1Ja, ja … der Willy Schneider …

Willy Schneider (* 5. September 1905 in Köln; † 12. Januar 1989 ebenda) war ein deutscher Volks- und Schlagersänger. Zu seinen erfolgreichsten Liedern gehören Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein und Man müsste nochmal 20 sein.

Willy Schneider war der Sohn von Joseph und Bertha Schneider, geboren in Köln-Ehrenfeld. Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule ging er ab 1921 in der elterlichen Metzgerei in die Lehre. Als der Vater im Jahr 1927 starb, führte der Sohn den Metzgerei-Betrieb weiter. Ab 1928 besuchte er die Praktische Fleischer-Schule Köln, wo er am 28. Februar 1929 die Diplom-Prüfung zur Herstellung feiner Fleisch- und Wurstwaren mit Auszeichnung bestand.

Seine ersten Erfahrungen als Sänger machte er in einem Kirchenchor. Am 24. Januar 1930 fand er als Bassist unter 354 Bewerbern Aufnahme in den Kammerchor des Reichssenders Köln, dem er bis 1937 angehörte. Seine Stimmausbildung als Bariton erhielt er bei den Kölner Kantoren Hermann Fleischmann und Clemens Glettenberg. Er war regelmäßiger Gast in der Radiosendung Der frohe Samstagnachmittag aus Köln, der von Ende 1934 bis Ende 1939 fast ununterbrochen ausgestrahlt wurde. Hierdurch wurde er so bekannt, dass er 1935 seine erste Schallplatte mit dem Titel Schwalbenlied (Mutterl unterm Dach ist ein Nesterl gebaut) veröffentlichte, die mit 300.000 verkauften Tonträgern[1] zu einem großen kommerziellen Erfolg wurde. Es folgte die Single Das Grab auf der Heide (1935). Danach trat er auch als Sänger von Soldatenliedern hervor, wie Soldatenständchen, Tapfere kleine Soldatenfrau und Wovon kann der Landser denn schon träumen.

Köln, WDR Rundfunkstudio

Willy Schneider im WDR Rundfunkstudio, Februar 1954

Sowohl während des Krieges als auch mit zunehmendem Erfolg in der Nachkriegszeit sang Schneider Volkslieder und Schlager. Im Bereich der Operette entstanden viele Aufnahmen mit dem Dirigenten Franz Marszalek. Besonders erfolgreich war er auch mit eher nachdenklichen Karnevalsliedern. Im Jahre 1947 übernahm er anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums den von August Schnorrenberg (* 1896, † 1973) komponierten Titel Am Dom zo Kölle, zo Kölle am Rhing, am 18. November 1947 heiratete Schneider die aus Köln stammende Hanny Osslender (* 1915, † 1996). Noch Ende 1947 konnte er seine Rundfunkkarriere beim NWDR in Köln erfolgreich wiederaufnehmen. Seine große Popularität beruhte auch auf zahlreichen Fernsehauftritten, u. a. war er regelmäßig Gast in der HR-Sendung Zum Blauen Bock. Er erhielt den Beinamen Der Sänger von Rhein und Wein. Seine erfolgreichsten Schallplatten erschienen 1952 und 1953, nämlich Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein und Man müsste nochmal 20 sein. 1960 erhielt er als erster Sänger Deutschlands für 6 Millionen verkaufter „Lieder vom Rhein“ eine Goldene Schallplatte. Erst im Alter von 82 Jahren nahm er seinen letzten Titel Geschenkte Jahre (1988) auf, eine Hommage an seine Ehefrau.

WillySchneider01

Insgesamt nahm er rund 800 Schallplatten auf, die mit ca. 18 Millionen Exemplaren weltweit verkauft wurden.

Willy Schneider trat auch in zahlreichen Kinofilmen auf, so in Zwischen gestern und morgen (Premiere am 11. Dezember 1947), Wenn abends die Heide träumt (19. Dezember 1952) oder Südliche Nächte (8. September 1953). Im Film Kirschen in Nachbars Garten (1956) ist er mit dem Lied Anka Marianka zu hören. (Quelle: wikipedia)

Hier also nun mal zum Einstieg in sein Schaffen eine Single aus dem Jahr 1967. Da kann man ihn theatralisch schmettern hören und oftmals kann ich mir so „alten Knaben“ durchaus auch mal was anfangen – hier ist es schon arg gewöhnungsbedürftig.

SchneiderHanny

mit Ehefrau Hanny

Besetzung:
Willy Schneider (vocals)
+
Pfalzchor (02.) und großem Orchester

SchneiderLindenberg

mit Udo Lindenberg

Titel:
01. Wenn der Wein und der Rhein und die Liebe nicht wär´ (Richartz/Hennies) 2.58
02. Sei mir gegrüßt, o du mein schönes Pfälzerland (Breuer/Erissen) 3.19

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Deutsches High-Fidelty Institut e.V. – Die djfi Schallplatte 1 – Eine Einführung in die Hi-Fi-Stereophonie (Neufassung) (1972)

FrontCover1Wenn ich mich recht erinnere, waren in den 60er Jahre solche Demonstrations-Schallplatten, mit denen das Wesen der Stereophonie und der High-Fidelty erläutert wurde, ziemlich verbreitet. Zu Recht: Ich erinnere mich daran, dass wir damals mal unserem Vater nahelegten, dass er doch mal eine Stereoanlage kaufen sollte (bis dahin hatten wir nur einen Mono-Plattenspieler) er diesen Wunsch eher barsch ablehnte. Seine Begründung: Stereo sei ja viel zu laut … vermutlich dachte er, 2 Lautsprecher sind dann doppelt zu laut …

Hätte er sich nur diese LP angehört …

Lehrreich ist sie nämlich, auch heute noch und beim Thema Frequenzbereiche wurde ich sehr charmant daran erinnert, dass ich mittlerweile nicht mehr so alle Frequenzbereiche mit der nötigen Differenzierung hören kann … hatte mein Vater vielleicht doch recht ?

Auf jeden Fall kann man sich hier diverse Erläuterungen zu diesem Themenkreis anhören und bekommt dann auch gleich die entsprechenden musikalischen Beispiele geboten, bei denen man sich über die unterschiedlichen akustischen Aspekte informieren konnte (Seite 1). Auf Seite 2 dann als Appetithäppchen diverse Klangbeispiele, die den akustischen Reichtum hochwertiger Musikaufnahmen demonstrieren sollen … natürlich fast alle ausschließlich aus dem Bereich der Klassik … nun gut … Ein interessantes Dokument jener Zeit, als die Deutschen die Stereophonie entdeckten …

Ursprünglich erschien dieses Album 1967, die mir vorliegende Version ist eine sog. „Neufassung“, die dann 1972 veröffentlicht wurde. Ich gehe mal davon aus, dass zumindest die gesprochenen Texte jene aus dem Jahr 1967 sind, denn der Sprecher bedient sich der damals so typisch belehrenden Sprechweise … allein deshalb lohnt sich schon diese LP !

Illustration

Titel:
01. Einleitung: Unter Donner und Blitz (Strauß) 1.34
02. Stereophonie: Die verkaufte Braut (Smetana) 2.32
03. High Fidelity: Die diebische Elster (Rossini) 2.08
04. Frequenzen: Kontrafagott/Piccoloflöte + Präludium aus BMV 545 (Bach) 1.52
05. Frequenzabschnitte: Symphonie fantastique (Berlioz) 3.49
06. Frequenzumfänge: Orpheus in der Unterwelt (Offenbach) 2.22
07. Klirrgrade: Walzer C-Dur aus op. 39 (Brahms) 4.09
08. Ausklang: Radetzky Marsch (Strauß) 1.24
09. Klaviermusik: Walzer h-moll aus Opus 39 (Brahms) 1.16
10. Orgelmusik: Toccata septima (Muffat) 1.42
11. Kammermusik: Streichtrio op. 77b (Reger) 2.00
12. Konzertante Musik: Konzert für Klavier und Orchester Nr5. 25 in C-Dur (Mozart) 2.42
13. Symphonische Musik: Symphonie Nr. 9 (Mahler) 3.30
14. Oper: Rigoletto (Verdi) 4.37
15. Unterhaltungsmusik: Ich liebe die Welt … (Stolz) 1.47
16. Tanzmusik: Moskauer Nächte (Sédol/Sovskij) 2.49
17. Jazz: The Turk (Clarke Boland Big Band) 1.52

LabelB1

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Berliner Studio-Orchester – Von mir zu Dir – Ein Reigen unvergeßlicher Melodien (1967)

FrontCover1Und wieder mal so eine Rarität aus dem Bereich der Unterhaltungsmusik der 60er Jahre … bei der allerdings der Chronist verzweifelt mit den Schultern zucken muss …

Auf gut deutsch: Ich kann nicht viel über das „Berliner Studio Orchester“ noch über den musikalischen Leiter,  Simon Krapp. berichten.

Nur soviel:

Simon Krapp ( * 09.01.1918, + 28.03.1972), war Komponist, aber vor allem auch ein Orchesterleiter … der in den ersten zwei Jahrzehnten der Nachkriegszeit sehr aktiv war, man könnte ihn fast als Hans-Damp-in-allen-Gassen nennen, denn er veröffentlichte auf diversen Billig-Labels eine Flut von Aufnahmen. Zu diesen Labels gehörten u.a. Neckermann, Gloria, Opera, Baccarola, Tefi, und Bertelsmann.

Er leitete u.a. das FFB Orchester (für Neckermann) und das “ Panorama Sound Orchester“, Berlin.

Zu seinen Pseudonyman gehörte u.a. der Name „Werner Thomson“.

Und dann leitete er noch am Ende senes Lebens dieses Berliner Studio Orchester …

Und das Berliner Studio Orchester hatte damals auch ganz schön viel zu tun. Das ging bei Gerhard Wendland los, und führte bis zu klassisshen Aufnahmen und natürlich auch zu Weihnachtsalben …

Hier hören wir nun schwellgende Geigenmelodien (ob es sich dabei wirklich um „unvergeßliche Melodien“ handelt sei mal dahin gestellt … mir war keine einzige Melodie bekannt)…  und die waren ganz sicher für die Weiblichkeit gedacht … und so ist es auch kein Wunder, dass die Zeitschrift „Freundin“ quasi die Patenschaft für dieses Album übernommen hatte …

Schmelzender Herz-Schmerz ist hier angesagt …zelebriert von einem Altmeister, der das Handwerk verstand.

Simon Krapp

Simon Krapp

Besetzung:
Berliner Studio-Orchester unter der Leitung von Simon Krapp

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Titel:
01. Rusticanella (Cortopassi) 2.36
02. Berceuse (aus der Oper „Jocelyn) (Godard) 4.32
03. La Mattinata (Morgenständchen) (Leoncavallo) 3.39
04. Das alte Lied (Alter Refrain) (Kreisler) 3.00
05. Tarentella (Heller) 3.05
06. Liebestraum nach dem Balle (Czibulka) 4.29
07. Ballgeflüster (Meyer-Helmund) 2.32
08. Der Rosenkranz (Nevin) 2.24
09. Hindulied (aus „Sadko“) (Rimsky-Korssakoff) 3.12
10. Plaisier d´amour (Martini) 4.43
11. Leise flehen meine Lieder (Schubert) 3.41
12. Militärmarsch (Schubert) 3.22

LabelB1
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Verlockung

Also, wenn das keine Verlockung ist … da wird „Mann“ ja wie Butter in der Sonne … sofern er denn diese intensive Nähe zulassen kann ….

Dresdner Kreuzchor – Weihnachten mit dem Dresdner Kreuzchor (1967)

FrontCover1Für mich ein weiterere Höhepunkt in diesem Reifen weihnachtlicher Musik:

Das ist aber auch kein Wunder: Der Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Rudolfs Mauersberger hatte auch all die Jahre einen hervorragenden Ruf und das gilt wohl bis heute.

Die Geschichte des Dresdner Kreuzchores umfasst weit über sieben Jahrhunderte, damit ist er einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands und Europas.

Dem Dresdner Kreuzchor gehören heute ungefähr 150 Kruzianer – so werden die Chormitglieder genannt – im Alter von 9 bis 19 Jahren an, die als gemischt-stimmiger Knabenchor (Sopran/Alt/Tenor/Bass) musizieren. Die Größe der Besetzung richtet sich nach den jeweils aufzuführenden Werken. Zu Gastspielen reisen etwa 80 Kruzianer.

Die künstlerische Heimstatt des Dresdner Kreuzchores ist die Kreuzkirche. Die Gestaltung der Musica sacra für die Vespern und Gottesdienste entspricht seiner ursprünglichen Verpflichtung und bildet zugleich das Fundament seiner künstlerischen Arbeit.

Ein gleichermaßen vielfältiges wie umfassendes Repertoire zeichnet den Chor aus. Es reicht von den frühbarocken Werken des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz, den Bachschen Passionen, Motetten und Kantaten sowie der Chormusik des 19. Jahrhunderts bis zur Moderne; wie die Uraufführung des Werkes Pilgerfahrten von Chaya Czernowin. Mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen erfährt der Dresdner Kreuzchor immer wieder auch die Beachtung und Anerkennung der Fachkritik.

DresdnerKreuzchorDie gemeinsamen Konzerte mit der Dresdner Philharmonie, der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder Spezialensembles für „Alte Musik“ sind fest verwurzelt im Konzertleben der Stadt Dresden.

Regelmäßig wird der Chor zu Fernseh- und Rundfunkaufnahmen verpflichtet. Seit über 80 Jahren produzieren die Kruzianer Tonaufnahmen für angesehene Schallplattenfirmen. Werke aus nahezu allen Epochen der Musikgeschichte wurden seitdem aufgenommen und liegen heute als CDs bei Berlin Classics, Capriccio, Teldec und der Deutschen Grammophon Gesellschaft vor.

Bis zum Abitur erhalten die Kruzianer ihre schulische Ausbildung am Evangelischen Kreuzgymnasium. Die Kruzianer des ersten Jahrgangs (vierte Klasse) sowie die älteren mit weiteren Heimfahrtswegen wohnen im Alumnat, dem Internat des Chores.

Erfolg und Berühmtheit resultieren nicht allein aus dem spezifischen Klang der Knabenstimmen (auch Kruzianerstimmen genannt), Grundlage dafür sind die tägliche Probenarbeit und ein intensiver Gesangs- und Instrumentalunterricht. Die Synthese zwischen liturgischer Tradition, kontinuierlicher Ausbildung und einer hohen künstlerischen Qualität verhilft dem Ensemble zu weltweiter Ausstrahlung.

Im Jahr 2014 wurde der Dresdner Kreuzchor gemeinsam mit dem Thomanerchor und den Dresdner Kapellknaben von dem Land Sachsen für das Immaterielles Kulturerbe nominiert. (Quelle: wikipedia)

Und Rudolf Mauersberger hat wahrlich ein bewegtes Leben gelebt:

Rudolf Mauersberger (* 29. Januar 1889 in Mauersberg; † 22. Februar 1971 in Dresden) war ein deutscher Chorleiter (Kreuzkantor) und Komponist.

RudolfMauersbergerRudolf Mauersberger war der erste Sohn eines Kantors und Lehrers in Mauersberg, seinem Heimatdorf im Erzgebirge. Von 1903 bis 1909 besuchte er das königliche Lehrerseminar in Annaberg und leitete als Präfekt das Seminarorchester. Von 1909 bis 1912 leistete er seinen Militärdienst ab und arbeitete als Hilfslehrer. Er studierte von 1912 bis 1914 und 1918/19 am Konservatorium in Leipzig. Seine Lehrer waren dort Robert Teichmüller (Klavier), Karl Straube (Orgel), Stephan Krehl (Theorie) und Hans Sitt (Orchesterdirigieren). 1914 gewann er den Nikisch-Preis für Komposition. In den Kriegsjahren 1915 bis 1918 war er Soldat und Militärmusikleiter in Bad Lausick bei Leipzig. Nach Kriegsende ging er 1919 für sechs Jahre als Kantor und Organist sowie Leiter des Aachener Bachvereins an die Annakirche in Aachen sowie an das Städtische Konzerthaus Aachen. 1925 wurde er erster Landeskirchenmusikwart der evangelischen Landeskirche Thüringens und Kantor an Bachs Taufkirche St. Georg in Eisenach, wo er den Bachchor Eisenach sowie einen Knabenchor, den Georgenchor, gründete. 1930 wurde Mauersberger aus etwa 80 Bewerbern nach Dresden zum Kreuzkantor und Leiter des berühmten Dresdner Kreuzchores berufen und trat sein Amt am 1. Juli 1930 an. 1931 erfolgte seine Ernennung zum Kirchenmusikdirektor. In seiner über 40 Jahre dauernden Amtszeit prägte er den Chor wie kein anderer vor ihm und führte ihn auf ein international anerkanntes Niveau.

Mit Wirkung vom 1. Mai 1933 wurde Mauersberger Mitglied der NSDAP (Partei-Nummer 2.451.659). Hitler verlieh ihm zum 20. April 1938 den Titel Professor. Trotz seiner Parteimitgliedschaft bemühte sich Mauersberger, die Einflüsse der NS-Ideologie vom Kreuzchor fernzuhalten. Die Sänger gehörten zwar geschlossen als „Gefolgschaft“ der Hitler-Jugend an; damit war zugleich aber deren Einfluss begrenzt. Mauersberger weigerte sich, NS-Gesänge mit dem Chor zur Aufführung zu bringen. Stattdessen wurde der christliche Charakter des Chores nicht nur bewahrt, sondern noch stärker akzentuiert.

Kruzianer aus dieser Zeit berichten, dass der Chor nur ein einziges Mal gezwungen war, HJ-Uniformen anzulegen, und zwar bei einer offiziellen Verabschiedung durch die Stadt im Dresdner Hauptbahnhof vor einer Konzertreise in die besetzten Niederlande 1944. Als Mauersberger von dieser Absicht erfuhr, erschien er zur Abfahrt nicht, sondern ließ sich zum nächsten Bahnhof, Dresden-Neustadt, chauffieren und gab beim Zusteigen die Anweisung, die braunen Hemden sofort gegen Zivilkleidung auszuwechseln.

Mauersberger setzte sich über Aufführungsverbote hinweg und bezog Werke jüdischer und verfemter Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy und Günter Raphael in die Programme des Kreuzchores ein, auch noch im Herbst 1938 auf der zweiten USA-Tournee des Kreuzchores.

Seine Gegnerschaft zu NS-Kulthandlungen motivierte ihn dazu, die Gottesdienste und Vespern in der Kreuzkirche zunehmend im Sinne der liturgischen Erneuerung mit Hauptchor und Altarchor in liturgischer Kurrendekleidung mit Kerzen umzugestalten, um damit einen kirchlichen Gegenakzent zu setzen.

Von diesen Bemühungen legen die Christvesper aus den 1930er-Jahren, die Christmette von 1936 und die Ostermette von 1940 beredtes Zeugnis ab. In ihrer musikalischen Gestalt fast unverändert, sind sie noch heute feste Bestandteile des Weihnachts- und Osterfestes in der Dresdner Kreuzkirche.

Die Dresdner Kreuzkirche und mit ihr das gesamte Chorarchiv wurden in der Bombennacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zerstört. Auch elf Kruzianer kamen bei den verheerenden Luftangriffen auf Dresden ums Leben.

Zu Mauersbergers Verdiensten zählt die Neubelebung des Chores kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die erste Kreuzchorvesper nach Kriegsende fand am 4. August 1945 in der ausgebrannten Kreuzkirche statt. Zur Uraufführung kam Mauersbergers Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“, ein A-cappella-Werk, entstanden am Karfreitag und -samstag 1945. Darin verarbeitete Mauersberger das ihn bestürzende Erlebnis des brennenden Dresden und der völlig zerstörten Stadt; den Text entnahm er den Klageliedern Jeremias.

Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe leitete Rudolf Mauersberger 1968 als 79-jähriger Kreuzkantor insgesamt drei Mal, zuletzt am 7. Dezember 1968. Neben seinem unermüdlichen Einsatz für den Wiederaufbau des Kreuzchors im zerstörten Dresden nach 1945 ist zu würdigen, dass er sich während seiner gesamten Amtszeit für eine liturgische Einbindung des Chores in die gottesdienstliche Praxis der Kreuzkirche einsetzte, eine umfassende Pflege der Werke von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz betrieb (jährliche Heinrich-Schütz-Tage des Kreuzchores 1955–1970, Schallplattenaufnahmen für die Schütz-Edition, Stiftung der Schütz-Kapelle in der Kreuzkirche) und sich stets auch der zeitgenössischen Musik in Dresden widmete.

Mauersberger
1950 wurde ihm zusammen mit dem Kreuzchor der Nationalpreis der DDR 2. Klasse verliehen, 1964 erhielt er den Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis. 1954 wurde er zum pädagogischen Ehrendoktor an der Humboldt-Universität Berlin und 1959 zum theologischen Ehrendoktor an der Philipps-Universität Marburg ernannt. Er war Mitglied der CDU der DDR und zeitweise Mitglied im CDU-Hauptvorstand. 1969 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Gold. Bereits 1955 hatte er die Ausführung in Bronze zusammen mit dem Kreuzchor sowie 1964 in Silber erhalten.

Ehrenmitglied der Internationalen Schütz-Gesellschaft wurde er 1964, der Neuen Bachgesellschaft 1969 und der Dresdner Philharmonie 1970. Sein Grab ist in der Familiengruft in Mauersberg (Erzgebirge). Der Ort ehrt ihn durch das Mauersberger-Museum[5], das ihm und seinem Bruder Erhard Mauersberger, der von 1961 bis 1972 in Leipzig Thomaskantor war, gewidmet ist. Rudolf Mauersberger führte den Dresdner Kreuzchor zu Weltruhm.

1951 gründete Rudolf Mauersberger eine Stiftung für den Wiederaufbau der ehemaligen Wehrkirche in Mauersberg, die 1889 abgerissen worden war. Die heutige Kreuzkapelle wurde 1953 geweiht. Aus der alten Kirche erhalten und wieder eingefügt wurde die Glocke aus dem Jahr 1571. Der Architekt Fritz Steudtner gestaltete den Innenraum. Ein beachtliches Zeugnis aus den 50er-Jahren ist der Totentanz im Altarraum von Otto Rost. Die Gesichter und Gestalten lassen Frauen und Männer aus Mauersberg und Umgebung erkennen. Emporen- und Deckenbemalung sowie die Buntglasfenster in der Kreuzkapelle gestaltete Helmar Helas aus Dresden. Der neue Aufbau nahm den ehemaligen Wehrgang auf und verlegte ihn ins Innere der Kirche, um dadurch eine zweite Empore zu erhalten.

Im Dresdner Stadtteil Striesen ist nach Mauersberger eine Straße benannt. (Quelle: wikipedia)

Die hier präsentierte Aufnahme stammt aus dem Jahr 1967, sie wurde auf dem Eterna Label diverse Male wiecerveröffentlicht (mein Exemplar stammt aus dem Jahr 1975) … kein Wunder, denn hier hören wir quasi eine Referenz LP für weihnachtliche Chormusik …

Da wurden eigentlich länst vergessene Melodien ausgegraben … und das Augenmerk will ich z.B. auf „Macht hoch die Tür“ lenken … dieses lied habe ich noch nie mit dieser Dynamik und triumphalen Energie gehört … großartiig ist da noch ne Untertreibung.

Angesichts der exzellenten Güte dieser Aufnahme verwundert es einen auch nicht, dass diese Scheibe auch in der BRD bei Teldec veröffentlicht wurde.

Front+BackCoverTelefunken

DieTelefunken Ausgabe dieser LP

Ich weiss nicht woran´s liegt: die christlichen Texte und die christlichen Grundlagen dieser Musik tangieren mich – wenn überhaupt – nur noch temporär, aber die Musik als solche berührt mich umso mehr. Vielleicht sind das ja auch tiefverwurzelte Muster, die aus meiner Kindheit stammen, als ich noch ein sehr aktiver Ministrant war und jenen kirchlichen Gesängen etwas abgewinnen konnte.

Wie auch immer: ein mehr als lohnendes Album !

Booklet03

Rudolf Mauersberger dirigiert den Kreuzchor auf der Wartburg (1954)

Besetzung:
Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Rudolf Mauersberger
+
Instrumentalgruppe der Dresdner Philharmonie
+
Hans Otto (organ)

BackCover

 

Titel:
01. Quempas – Nunc Angelorum – Kommt Laßt Uns Christum Ehren – Quem Pastores Laudavere – Heut‘ Sind Die Lieben Engelein – Kommt Laßt Uns Christum Ehren (Aus der „Christvesper Der Kruzianer“) (Traditional) 4.05
02. Kommet, ihr Hirten (Traditional) 1.35
03. Fröhlich soll mein Herze springen (Traditional) 1.38
04. In dulci jubilo (Traditional/Praetorius) 1.41
05. O Jesulein zart (Traditional/Bach) 3.09
06. In natali domini (Traditional/Praetorius) 1.05
07. Psallite unigenito dei filio! (Traditional) 0.57
08. Es ist ein Ros‘ entsprungen (Traditional/Praetorius) 2.21
09. Stille Nacht, heilige Nacht (G ruber/Mohr) 3.00
10. Glockengeläut der Dresdner Kreuzkirche 1.49

Aus der „Christvesper Der Kruzianer“:
11. Glockengeläut + Macht hoch die Tür (Weissel) 5.36
12. Gebor’n ist uns Emanuel (Praetorius) 1.59
13. Gelobet seist du, Jesu Christ (Luther) 3.08
14. Joseph, lieber Joseph mein (Traditional) 1.53
15. Vom Himmel hoch, da komm‘ ich her (Luther) 2.44
16. Vom Himmel hoch, o Engel kommt (Kindelwiegen) (Traditional) 4.05′
17. Du lieber, heil’ger frommer Christ (Traditional) 1.00
18. Verkündigung – Ehre Sei Gott – Jauchzet, Ihr Himmel – Und Der Engel Sprach Zu Ihnen – Ehre Sei Gott – Jauchzet, Ihr Himmel (Traditional) 6.05

LabelB

 

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Nun soll es werden Frieden auf Erden …

Verschiedene Interpreten – Gaudeamus igitur – Feucht-fröhliche Studentenzeit (1967)

FrontCover1Und jetzt kommen wir wieder mal zu einer Unterkategorie des deutschen Volksliedes, dem deutschen Studenentenlied:

Ein Studentenlied ist ein Lied, das traditionell hauptsächlich oder ausschließlich von Studenten bei studentischen Freizeitveranstaltungen – manchmal mit Instrumentalbegleitung – gemeinschaftlich gesungen wurde und wird.

Weitere Information kann man dann hier nachlesen.

Ohne die gesangliche Leistung der beteiligten Musik schmälern zu wollen (da werden doch glatt 20 Klassiker im Schweinsgalopp gesungen !) … so ganz wohl fühle ich mich nicht bei hören dieser Lieder … zusehr verbinde ich sie mit studentischen Verbindungen (nicht nur der schlagenden Zunft) und dem dort oftmals anzufindenden nationalistischem Gedankengut … oftmals eine Keimzelle für braunen Dreck … und wo das hinführt, wissen wir …

Und über das Fraeunbild dieser Burschenschaften will ich gleich gar nicht reden, sonst reg´ ich mich bloß wieder auf …

Aber: „Ich bin der Doktor Eisenbart“ finde ich auch heute noch witzig und „Als die Römer frech geworden“ könnte natpürlich auch gut zu Asterix und Obelix passen (die neueste Ausgabe fand übrigens durchaus mein Gefallen)

Gaudeamus Igitur

Die Noten zu Gaudeamus igitur, dem wohl bekannesten Studentenlied

Besetzung:
Das Europa-Bläserensemble
Das Roland-Trio (vocals)
Der Rolf Berry-Chor
Rhythmus-Gruppe

BackCover1

Titel:
01. O alte Burschenherrlichkeit 1.28
02 Es leben die Studenten 0.59
03. Ich bin der Doktor Eisenbart 1.13
04. Studio auf einer Reis‘ 1.31
05. Kein Tröpflein mehr im Becher 1.32
06. Phyllis und die Mutter 2.41
07. Grad‘ aus dem Wirtshaus komm‘ ich heraus 1.39
08. Vivat Bacchus 1.00
09. Ich hab‘ den ganzen Vormittag 1.58
10- Ergo Bibamus 0.59
11. Burschen heraus 0.55
12. Lob der edlen Musica 3.06
13. Gaudeamus Igitur 0.59
14. Krambambuli 1.48
15. Im schwarzen Walfisch zu Ascalon 1.24
16. Es waren mal drei Gesellen 2.18
17. Viola, Baß und Geigen 1.31
18. Ca, ca, geschmauset 1.16
19. Alt-Heidelberg, du feine 1.30
20. Vive la Compagneia 1.25
21. Wer niemals einen Rausch gehabt 1.43
22. Bekränzt mit Laub 1.16
23. Als die Römer frech geworden 1.14
24. Brüder, lagert euch im Kreise0.52

Alle Lieder: Traditionals

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Verschiedene Interpreten – Singt alle mit (1967/1971)

FrontCover1Also der Bill Ramsey war schon ne ganz besondere Nummer:

Bill Ramsey (* 17. April 1931 in Cincinnati, Ohio als William McCreery Ramsey) ist ein deutsch-US-amerikanischer Jazz- und Schlagersänger, Journalist, Hörfunkmoderator und Schauspieler. Er wurde durch deutschsprachige Schlager wie Souvenirs oder Pigalle (Die große Mausefalle) bekannt.

 

William McCreery Ramsey, genannt Bill, Sohn einer Lehrerin und eines Werbemanagers der Firma Procter & Gamble, sang bereits in seiner Jugend in einer College-Tanzband. Als er von 1949 bis 1951 an der Yale-Universität in New Haven ein Soziologie- und Wirtschaftsstudium begann, sang er nebenher Jazz, Swing und Blues. Zu seinen Vorbildern gehörten Count Basie, Nat King Cole, Duke Ellington und vor allem Louis Jordan.

Aufgrund des Koreakrieges wurde in den USA die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt, und Bill Ramsey musste seinen Dienst bei der United States Air Force in Deutschland ableisten. Auch in dieser Zeit trat er nebenbei in Clubs auf und wurde im damals berühmten und heute noch existierenden Jazzkeller in Frankfurt am Main von einem Angestellten des Soldatensenders AFN gesehen und als Mitarbeiter im Bereich der GI-Betreuung engagiert. Dort wurde Ramsey Chefproduzent und hatte, wenn auch noch immer in Diensten der Air Force, mehr Zeit für Auftritte bei Festivals.

Ab 1953 trat er bei Jazzveranstaltungen unter anderem mit Ernst Mosch, Paul Kuhn, Kurt Edelhagen und James Last auf. Der Jazzpianist und Musikproduzent Heinz Gietz vermittelte Bill Ramsey 1955 einen Auftritt beim Hessischen Rundfunk und engagierte ihn für Playback-Aufnahmen für den Musikfilm Liebe, Tanz und 1000 Schlager mit Peter Alexander und Caterina Valente. Nach Ende seines Militärdienstes setzte er sein Studium in seiner Heimat und ab 1957 in Frankfurt fort.

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Bill Ramsey 1954, „Chief Producer AFN Frankfurt“

1958 bot Produzent Heinz Gietz Ramsey einen Plattenvertrag an, und noch im selben Jahr erschien Ramseys erste Single bei Polydor. Die darauf befindlichen Schlager wurden zu einem kleinen Achtungserfolg und legten damit den Stil fest, mit dem der „Mann mit der schwarzen Stimme“ fortan zahlreiche Verkaufserfolge und Ohrwürmer landen konnte. Mit Souvenirs eroberte Ramsey 1959 die Spitze der deutschen Hitparaden. 1960 war Ramsey weniger erfolgreich, mit dem Foxtrott Gina, Gina von Heinz Gietz erreichte er im Mai lediglich Platz 39 in den Top 50 des Fachblattes Musikmarkt. Der nächste Nummer-eins-Hit gelang ihm 1961 mit Pigalle (Die große Mausefalle).

Seine Musik orientierte sich an den damaligen Hits anglo-amerikanischer Popmusik. Unter den in den 1950er- und 1960er-Jahren veröffentlichten Schlagern Ramseys befanden sich deutschsprachige Coverversionen von Hank Ballard, The Beatles, Fats Domino, Ivory Joe Hunter, Roger Miller, Elvis Presley, Jimmie Rodgers, Andy Williams, Sheb Wooley und anderen. Dazu kamen zahlreiche Originale, die zunächst fast ausschließlich von Heinz Gietz komponiert wurden. Die ironischen, vorzugsweise von Kurt Feltz oder Hans Bradtke stammenden Texte kommentierten oft das aktuelle Zeitgeschehen.

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1962 wechselte Ramsey gemeinsam mit Produzent Gietz zum Columbia-Label der EMI Group, wo er seinen Erfolg zunächst fortsetzen konnte. Bis Mitte der 1960er-Jahre die Beatmusik den Schlagermarkt deutlich verkleinerte, war Bill Ramsey regelmäßig in den deutschen Charts vertreten. Die Popularität verschaffte ihm außerdem zahlreiche Auftritte bei Film und Fernsehen, wo er als Sänger und in komischen Nebenrollen zu sehen war.

Ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre nahm Ramsey überwiegend englischsprachige Lieder auf und widmete sich in erster Linie wieder dem Jazz und dem Blues. In dem musikalisch abwechslungsreichen Jahrzehnt erschienen aber auch Operetten-, Musical- und Beattitel sowie eine LP mit Kinderliedern von Ramsey. 1966 wechselte Ramsey zu Heinz Gietz Plattenfirma Cornet und noch im selben Jahr wiederum zur Polydor. (Quelle: wikipedia)

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Bill Ramsey mit den Westfälischen Nachtigallen

Bill Ramsey als Hans Dampf in allen Gassen … hier nun als drolliger Sänger von mehr oder weniger bekannten Kinerliedern … als „Onkel Bill“ war er damals wohl sehr beliebt. Unterstützt wird er dabei von Sängern wie Willi Hagra, Wencke Myhre Peter René Körner  sowie den Westfälischen Nachtigallen …

Eine durchaus vergnügliche Angelegenheit und überraschend dann, dass das Lied „Heinrich und Liese“ ja eigentlich „Ein Loch ist im Eimer“ ist.

Dieser Sampler speist sich aus zwei LP´s der 60er Jahre. Zum einen „Sing mit Onkel Bill“ und zum anderen „Singt alle mit im Winterwunderland mit Onkel Bill“ … kleiner Hinweis auf die bevorstehende Jahreszeit …

Den Löwenanteil der Lieder bestreitet der Bill Ramsey … und wer seine Art zu singen mag … kommt hier auf seine Kosten.

Und dass Bill Ramsey weitaus mehr drauf hatte, als fidele Kinderlieder zu singen, setze ich jetzt einfach mal als bekannt voraus.

Ramsey1

Bill Ramsey mit Willy Hagara und Peter Rene Körner und den Westfälischen Nachtigallen

Besetzung:
Willi Hagara (vocals)
Wencke Myhre (vocals)
Peter René Körner (vocals)
Bill Ramsey (vocals)
+
Die Westfälischen Nachtigallen (background vocals)
+
unbekanntes Studio-Orchester

BackCover1

Titel:
01. 1. Sing ein Lied mit Onkel Bill (Sonneborn/Relin)
01.2. Als die Schneider Jahrestag hatten (Traditional) 2.01

02.1. Auf einem Baum ein Kuckuck saß (Traditional)
02.2. Der Kuckuck ist ein kluger Mann (Traditional) 2.21

03.1. Frere Jaques (Traditional)
03.2. Droben auf der rauhen Alb (Traditional) 3.55

04. Rosenstock, Holder blüht (Traditional) 0.26
05. Vetter Jacob (Traditional) 2.14
06. Alleweil ein wenig lustig (Rathgeber) 0.40
07. Ich ging emol spazieren (Traditional) 2.14
08. Heinrich und Liese (Traditional) 1.52
09. Hab mein Wage vollgelade (Traditional) 1.40

10.1. Lügenlied (Traditional)
10.2. Es klapperten die Klapperschlangen (Traditional) 3.27

11. Das habt ihr wirklich fein gemacht (Ramsey) 0.23

12.1. Zwoa Brettln, a g´führiger Schnee (Sirl)
12.2. Soviel Schwung (Benes/Feltz)
12.3. An der Ecke steht ein Schneemann (Müller/Bradtke) 2.49

13.1. Eisblumen-Lied (Oldörp/Bradtke)
13.2. Schneewalzer (Dieter/Raschek) 2.22

14. 1. Schneeflocken – Zählen (Oldörp/Bradtke)
14.2. Luftballon, Luftballon (Eastburn/Beckmann) 1.55

15.1. Heute gehen wir auf die Eisbahn (Gietz/Bradtke)
15.2. Die Schlittschuhläufer (Waldteufel) 2.33

16. Wozu ist die Straße da (Lang/Petrak) 1.32
17. Happy Days Are Here Again (Ager/Yellen) 1.05

18.1. Jingle Bells (Traditional)
18.2. So geht es im Schnützelputz-Häuschen (Traditional) 2.58

19. Hei, so eine Schnellball-Schlacht (Froboess/Bradtke) 0.55

LabelB1
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Illustration

Das Rudi Bohn Ensemble + Das Roland Galgowsky Quartett – Froh und heiter (1967)

FrontCover1Und nun mal wieder fidele Unterhaltungsmusik (froh und heiter eben) aus dem Hause Europa … und diesmal sogar mit Musikern, die es leibhaftig gab … also keine wild zusammengewürfelte Schar von Studiomusikern, die unter einem Phantasienamen agierten.

Das ist zum einen der Rudi Bohn:

Rudolf „Rudi“ Bohn (* 30. August 1919 in Berlin; † 9. März 1979 in Hamburg) war ein deutscher Musiker (Klavier, Posaune, Akkordeon), Arrangeur und Orchesterleiter der Jazz- und Unterhaltungsmusik.

Bohn studierte in seiner Geburtsstadt Klavier und Posaune. Er war zunächst als Posaunist bei den Berliner Sinfonikern tätig. Von 1947 bis 1952 war er der Pianist im Quintett von Helmut Zacharias, mit dem es auch zu Schallplattenaufnahmen kam; ab 1952 spielte er bei Viktor Reschke in Hamburg. Ab 1956 arbeitete er als Arrangeur und Bandleader für Teldec, Polydor und andere Schallplattenfirmen und spielte Musik unterschiedlicher Genres bis hin zum Easy Listening und zur volkstümlichen Musik ein, teilweise auch unter Pseudonym (etwa als Rubino & His Continentals). Mit seiner Bigband trat er auch in Fernsehsendungen auf, beispielsweise bei Peter Frankenfeld. Mit seinem Orchester bzw. Chor begleitete er Hans Albers, Evelyn Künneke und Karel Gott, für die er auch arrangierte. Er ist auch auf Platten der Old Merry Tale Jazzband zu hören. (Quelle: wikipedia)

Rudi Bohn

Rudi Bohn (hier an der Orgel)

Auch wenn sein Name eher unbekannt ist, er war wohl für etliche Jahre ganz gut im Geschäft gewesen zu sein.

Und dann noch das das Roland Galgowsky Quartett:

Der Roland Galgowsky (11. November 1910 – 1994) war ein Sänger und Jomponist (er soll mehr als 400 Lieder komponiert haben). Sein Handwerk lernte er im Schuricke Terzett Ende der 30er Jahre.

Später sang er auch mit dem Rodgers Duo oder den Fellows.

Und er gehörte zu jener Spezies von Musikern, die gerne mit Pseudonymen jonglierte, so agierte er auch als „Bert Roda“. Gleiches gilt für seine Gesang-Ensembles … so steckte er auch hinter den Rixdorfer Sängern.

Roland-Golgowsky-Quartett1

Und hier hören wir nun jede Menge schwungvoller Lieder … zuweilen hatte ich den Verdacht, diese Lieder wurden unter dem Motto „Hurra, wir leben noch“ gesungen und geträllert.

Manch Pennäler- Studenten- und Spott Lieder aus vergangenen Jahrzehnten sind dabei (z.B. „Als die Römer frech geworden“ … Klassiker wie „Mariechen saß weinend im Garten“ oder „Sabinchen war ein Frauenzimmer“ … der „Doktor Eisenbart“ gefällt mir noch heute.

Muss man naürlich nicht mögen … aber ich hale es hier mit dem Motto „Aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert … “

Reinhören verdirbt ganz sicher nicht den Chaakter !

Und die Melodie von  „Drei Matrosen“ ist hinlänglich bekannt … ein paar Jahre später wurde dieses Lied unter dem Namen „Rucki Zucki“ landauf, landab gegröhlt …

Roland-Golgowsky-Quartett2

Das Roland Galgowsky Quartett

Besetzung:
Rudi Bohn Ensemble
+
Das Roland Galgowsky Quartett:
Hans Joachim Kipka – Karl Golgowsky – Kurt Stephan – Richard Gatermann
+
Rudi Bohn (accordeon)

BackCover1
Titel:
01. Trepak 1.22

02. Potpourri 1: (3.22.)
02.1. Ich ging einmal spazieren
02.2. Fritze Bollmann wollte angeln
02.3. Mariechen saß weinend im Garten
02.4. Mein Herz, das ist ein Bienenhaus

03. Tanz der Stunden 2.21

04. Potpourri 2: (2.43)
04.1. Drei Matrosen
04.2. O wie wohl ist mir am Abend
04.3. Auf der schwäbschen Eisenbahne

05. Holzschuhtanz 2.20

06. Potpourri 3: (3.32)
06.1. Wohlauf noch getrunken
06.2. Hab mein Wagen vollgeladen
06.3. Gold und Silber lieb ich sehr

07. Bruder Lustig 2.53

08. Potpourri 4: (2.58)
08.1. Da oben auf dem Berge
08.2. Wer das Scheiden hat erfunden
08.3. Sabinchen war ein Frauenzimmer
08.4. Ich bin der Doktor Eisenbart

09. Hüpfende Finger 1.48
10. Schiffsjungentanz 2.25

11. Potpourri 5: (2.48)
11. 1. Als die Römer frech geworden
11.2. Drunten im Unterland
11.3. Lampenputzer ist mein Vater

12. Die Rheinfahrt 1.56
13. Feins Mägdelein 1.48

(Die Komponisten wurden weder auf den Labels noch auf der Hülle angegeben)

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Auswahl