Herbert Roth – Erfolge (1976)

FrontCover1Trotz aller Widrigkeiten, er war wohl der ungekrönte König volkstümlicher Musik i der DDR:

Herbert Roth (* 14. Dezember 1926 in Suhl; † 17. Oktober 1983 ebenda) war ein deutscher Komponist und Interpret volkstümlicher Musik.

Schon früh nahm Herbert Roth Musikunterricht (Klavier, Akkordeon, Klarinette) und trat bereits als Jugendlicher öffentlich auf. 1948 legte er nach einer Friseurlehre seine Meisterprüfung ab und arbeitete zunächst im Salon seiner Eltern. Herbert Roth begann als Amateurmusiker und gründete 1950 die Suhler Volksmusik. Der erste öffentliche Auftritt des Ensembles fand am 15. April 1951 in Hirschbach statt, der letzte am 3. März 1983 in Oberhof.

Von 1951 bis 1983 stand er gemeinsam mit Gesangspartnerin Waltraut Schulz und seiner Instrumentalgruppe in etwa 10.000 Veranstaltungen auf der Bühne, ab 1980 auch mit Tochter Karin Roth. Als seine wichtigste und schönste Aufgabe betrachtete er laut eigener Aussage in diversen Interviews die musikalische Betreuung der Urlauber in den Ferienorten des Thüringer Waldes. In den Herbst- und Wintermonaten ging die Gruppe meistens auf Tournee durch zahlreiche Bezirke der DDR. Herbert Roth war mit seiner Instrumentalgruppe oft in diversen Rundfunkveranstaltungen präsent und hatte bei Stimme der DDR eine eigene wöchentliche Sendung, in der ausschließlich seine Titel gespielt wurden. Ab 1974 war er Stammgast in der TV-Show Oberhofer Bauernmarkt. Kurz vor seinem frühen Tod produzierte er für Fernsehen („Von der Wartburg bis zur Saale“) und Schallplatte noch einige Gesangstitel gemeinsam mit seiner Frau Edelgard.

Single1955A

Die erste Single aus dem Jahr 1955

Über 300 Kompositionen schrieb Herbert Roth, darunter zahlreiche Lieder wie Kleines Haus am Wald, Auf der Oberhofer Höh’ oder Berge der Heimat. Die meisten Liedtexte stammen von seinem Jugendfreund Karl „Kaschi“ Müller, mit dem Herbert Roth zeitlebens freundschaftlich verbunden war. Als bekanntestes Werk des Thüringers gilt das Rennsteiglied, das er komponierte und sang. Auch zahlreiche Instrumentaltitel wurden produziert. Charakteristisch für den Herbert-Roth-Sound war neben den beiden Akkordeons der solistische Einsatz der Zither, deren natürlicher Klang auf der Bühne und im Studio durch den Einsatz von magnetischen Tonabnehmern und Gitarrenverstärkern zum Teil stark modifiziert wurde. Ebenso typisch für die Musik Herbert Roths ist der konsequente Einsatz eines Kontrabasses statt einer Baßgitarre, welche er ablehnte. Herbert Roth machte auch nie Experimente mit anderen Besetzungen seiner Instrumentalgruppe. Interessant sind zahlreiche Titel aber aus studiotechnischer Sicht, da oft innovative Hall- und Echoeffekte verwendet wurden. Herbert Roth spielte ab Ende der 1950er Jahre als einer der ersten DDR-Künstler ein Akkordeon der westdeutschen Marke Hohner, Modell Atlantic IV Deluxe.

HerbertRothKarlMüller

Herbert Roth & Karl Müller

Herbert Roths musikalisches Schaffen war von Anfang an sehr umstritten. Da er seine Lieder nur in Hochdeutsch schrieb und interpretierte, wurde ihm von Kritikern vorgeworfen, mit am Absterben der Thüringer Mundart beteiligt gewesen zu sein. Insbesondere in den 1950er Jahren betrachteten verschiedene DDR-Musikwissenschaftler, Kulturverantwortliche und Journalisten seine Lieder als „Heimatschnulzen“ im westlichen Stil und es gab sogar Bestrebungen, Roths öffentliche Veranstaltungen verbieten zu lassen. Während dieser Zeit fanden Anti-Roth-Demonstrationen von Musikstudenten und anderen Intellektuellen statt, die auch in den Fokus der Staatssicherheit gerieten. Salonfähig wurden Herbert Roth und seine Musik erst Ende der 1950er Jahre nach einem Konzert vor Walter Ulbricht, der damals äußerte, dass ihm diese Musik gefalle. Unter dem Pseudonym Matthias Wendt komponierte Herbert Roth auch Schlager – so zum Beispiel 1967 Reisen, reisen, in die weite Ferne für den Gerd Michaelis Chor sowie Tanz- und Unterhaltungsmusik für diverse Interpreten.

HerbertRoth03

Herbert Roth war mit Edelgard Roth verheiratet. 1996 wurde zu Ehren von Herbert Roth auf dem Rennsteig, 800 Meter südlich der Schmücke an der L 2632, ein Gedenkstein (50° 38′ 47,1″ N, 10° 46′ 23″ O) gesetzt, der von seiner 1951 geborenen Tochter Karin enthüllt wurde. In Suhl wurden eine Straße und ein Rundwanderweg nach ihm benannt.

Herbert Roth starb mit nur 56 Jahren an Krebs. Seine Ruhestätte befindet sich auf dem städtischen Friedhof in Suhl.

Eine ständige Herbert-Roth-Ausstellung befindet sich im Ort Vesser bei Suhl. Seine Tochter Karin ist ebenfalls Volksmusikerin. (wikipedia)

Volksmusik

Und wäre er nicht so populär gewesen, hätte es wohl auch nicht dieses Album gegeben – Ein Sampler, ein Querschnitt mit seinen erfolgreichsten Liedern.

Nun denn, wir hören hier eher schlichte und eindimensionale Lieder … in der mit arg einfachen Worten die Schönheit von Thüringen und deren „Berge“ (sind für mich als Bajuwaren natürlich eher Hügel) besungen und beschworen werden.

Und dennoch: in mir ist das Interesse gewachsen, welche Menschen Herbert Roth, seine Frau  Waltraut Schulz und der Textdichter Karl Müller wohl waren … Eine interessante Annäherung kann man auf yotube sehen („Herbert Roth – Eine ostdeutsche Legende“, 1 1/2 Stunden !)

Und vermutlich nicht minder interessant: Welcher Persönlichkeitsstruktur bedarf es, um eine solche Musik, die nichts anderes im Sinn hat, als verkitschte „heile Welt“ Empfindungen zu wecken … Vermutlich krieg ich auf diese Fragen wohl nie eine Antwort.

BackCover1

Besetzung:
Herbert Roth (vocals, accordeon)
Waltraut Schulz (vocals, accordeon)
+
Ensemble

HerbertRoth02

Waltraut Schulz & Herbert Roth

Titel:
01. Über Stockund Stein (1974) (Roth) 2.33
02. Rennsteig-Lied (1963; neu produziert 1970)  (Roth/Müller) 3.06
03. Kleines Haus am Wald (1963; neu produziert 1970) (Roth/Müller) 3.35
04. Am Bergsee (1970) (Roth) 2.03
05. Im Thüringer Land (1974) (Roth) 1.56
06. Der alte Schmückewirt (1974) (Roth/Müller) 2.13
07. Ins Grüne hinaus (1970) (Roth) 2.08
08. 
Picknick am Rennsteig (1967) 3.08
09. Am schönen Saalestrand (1967) (Roth/Müller) 2.30
10. Probier´s mal mi
t Jodeln (1967) (Roth) 2.48
11. 
Auf Bergeshöhn (1967) (Roth) 2.29
12. So klingt´s in den Bergen (1967) (Roth/Müller) 3.06
13. Auf 
Wiederseh’n in grünen Bergen (1963; neu produziert 1970) (Roth) 2.06
14. 
In Windeseile (1974) (Roth) 2.06

LabelB1

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Renate und Werner Leismann – Wir sind jung, die Welt ist offen (1967)

FrontCover1Warum ich dieser LP so einiges abgewinnen kann, erzähl ich später. Jetzt erstmal ein paar biographische Notizen:

Renate und Werner Leismann (auch bekannt als Geschwister Leismann) waren ein deutsches Gesangsduo auf dem Gebiet des Schlagers und der volkstümlichen Musik.

Die Geschwister Renate (* 16. April 1942) und Werner Leismann (* 31. Dezember 1936; † 21. April 2015 in Schmallenberg) wurden in Schmallenberg im Sauerland geboren. Dort wuchsen sie auf und gingen zur Schule. Beide erlernten den Beruf des Textildesigners (bei Falke-Moden, ebenfalls in Schmallenberg).

Ende der 1950er Jahre wurden sie von Peter Frankenfeld in seine Fernsehsendung „Toi, toi, toi“ eingeladen und danach einem größeren Publikum bekannt. Die beiden veröffentlichten ihre erste Schallplatte und 1962 den ersten Hit (Gaucho Mexicano), dem zahlreiche weitere folgten. In der Liste der Jahreshitparade 1963 kam der Titel Gaucho Mexicano auf Platz 5. In den Bravo-Jahrescharts 1963 belegte er den Platz 7. Das Duo war später Dauergast in zahlreichen Fernseh- und Hörfunksendungen und erhielt mehrere Goldene Schallplatten. Es verkaufte über 13 Millionen Tonträger.

Das Geschwisterpaar nahm an den Deutschen Schlagerfestspielen 1965 in Baden-Baden teil, erreichte jedoch mit Das Leben ist wunderbar nur den 9. und mit Mir geht’s genauso wie dir den 11. Platz. In den Jahren 1968 bis 1970 nominierte eine Jury aus zahlreichen eingereichten Titeln das Paar für den Deutschen Schlager-Wettbewerb 1968, 1969 und 1970. Im Jahr 1969 kam das Geschwisterpaar im Endergebnis mit dem Titel Komm an meine grüne Seite auf den 7. Platz. 1968 und 1970 konnten sich die Titel nicht für die Endrunde qualifizieren.

R+WLeismann

Das Geschwisterpaar feierte nach einem Wechsel zum Produzenten Jack White 1973 einen weiteren, allerdings letzten großen Erfolg mit Ein Schlafsack und eine Gitarre (1,7 Millionen verkaufte Tonträger), mit dem sie im selben Jahr auch im Film Unsere Tante ist das Letzte zu sehen waren. Dieses Lied wurde inzwischen von zahlreichen anderen Künstlern aufgenommen und zählt zu den Evergreens des deutschen Schlagers. Bis in die 1980er Jahre trat das Duo im Fernsehen auf, wegen gesundheitlicher Probleme wurde es dann ruhiger um das Paar.

Im Januar 2010 kam das Comeback mit neuer Single und neuem Album. Am 22. Oktober 2010 wurde das Gesangsduo mit der Goldenen Schallplatte für sein Lebenswerk und 50 Jahre Bühnenpräsenz ausgezeichnet.

Mit dem Album ‚Die große Hit-Kollektion‘ stiegen Renate und Werner Leismann am 13. März 2015 als Neueinsteiger in die deutschen Album-Charts auf Platz 18 ein. Die Doppel-CD enthält alte Hits und 15 erstmals veröffentlichte Songs.

Werner Leismann lebte in Moosthenning (Bayern), seine Ehefrau Brigitte starb im Jahr 2008. Sieben Jahre später starb Werner Leismann an den Folgen eines Schlaganfalls in seiner Heimatstadt.

Renate Leismann lebt in Schmallenberg und ist mit dem US-Radio- und Tourmanager Gerd Skolmar verheiratet. (Quelle: wikipedia)

Hier mal zum Einstieg in die „Renate und Werner Leismann“ Welt eine LP aus dem Jahr 1967 und natürlich zählten sie damals nicht zur deutschen Folk-Bewegung, sondern verstanden sich eher als volkstümliche Schlagersänger.

Die Sympathiepunkte, die dieses Album bei mir dennoch erhält, hat z.B. damit zu tun, dass sich auf dieser LP Lieder finden, die die zu den Top-Hits meiner Kindheit gehören: Allen voran „Aus grauer Städte Mauern“ und dann natürlich auch noch „Wenn die bunten Fahnen wehen“; beide Lieder habe ich – ich weiss nicht wie oft – lauthals geschmettert und ich bin zwar immer noch auf der Suche nach einer optimalen Version (hier wird mir das zu wenig „markant“ interpretiert). Aber auch „Kein schöner Land in dieser Zeit“ hat mich damals emotional gepackt.

R+WLeismann2

Na ja und dann habe ich schon gestaunt, wer für die Begleitmusik verantwortlich war, nämlich kein geringerer als der Jazzgitarrist Ladi Geisler. Natürlich war das vermutlich eher eine Auftragsarbeit denn eine Herzensangelegenheit für Ladi Geisler, aber mit seiner Truppe und seinen Arrangements hat er diese Lieder ganz sicher ein wenig veredelt. Man lausche z.B. auf den Bass in „Hoch auf dem gelben Wagen“ und dann noch auf das Flötenspiel, das vielen Stücken einen ganz besonderen Charakter gibt.

Von daher konnte ich dieser LP so einiges abgewinnen.

Singles

Besetzung:
Renate Leismann (vocals)
Werner Leismann (vocals)
+
Ladi Geisler Gruppe

BackCover1Titel:
01. Hoch auf dem gelben Wagen (Höhne/Baumbach) 2.38
02. Wir wollen zu Land ausfahren (Die blaue Blume) (Burkersroda/Kutzleb) 2.26
03. Es dunkelt schon in der Heide (Traditional) 2.26
04. Wir sind jung, die Welt ist offen (v.Corbach/Brand) 2.25
05. Wenn alle Brünnlein fließen (Traditional) 2.09
06. Es freit ein wilder Wassermann (Traditional) 2.23
07. Aus grauer Städte Mauern (Götz/Riedel/Löne) 2.30
08. Jenseits des Tales (Götz/v.Münchhausen) 3.23
09. Dreh dich, dreh dich, Rädchen (Traditional) 2.14
10. Jetzt kommen die lustigen Tage (Traditional) 2.43
11. Zum Tanze, da geht ein Mädel (Traditional) 2.12
12. Wenn die bunten Fahnen wehen (Zschiesche) 2.56
13. Einsames Schiff (Kraft) 2.28
14. Wir sind durch Deutschland gefahren (Traditional) 2.17
15. Kein schöner Land in dieser Zeit (Zuccalmaglio) 2.19

LabelB1

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Friedel Hensch und die Cyprys – Wiedersehen im Försterhaus am Waldesrand (1967)

FrontCover1Tja … da hat es in die 50er + 60er Jahren tatsächlich so ein „alter Knacker“ sich durchaus erfolgreich in der deutschen Musiklandschaft zu tummeln:

Friedel Hensch und die Cyprys waren eine in den 1950er Jahren sehr erfolgreiche deutsche Musikgruppe auf dem Gebiet des Schlagers. Unter dem Namen Tante Fröhlich und die Hutzelmännchen veröffentlichte das Ensemble auch einige Kinderlieder.

Friedel Hensch (* 7. Juli 1906 in Landsberg an der Warthe; † 31. Dezember 1990 in Hamburg), die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Erfolge als Sängerin feierte und in Berlin unter anderem bei Erik Charell engagiert war, Werner Cyprys (* 19. April 1922; † 30. Juli 2000) und Karl Geithner (* 11. Oktober 1922 in Chemnitz-Markersdorf; † 1976) bewarben sich 1945 unabhängig voneinander bei einem Varieté in Flensburg. Weil der Bühnendirektor keine Theaterlizenz der Alliierten Militärregierung vorweisen konnte, gründeten die drei im Oktober des gleichen Jahres eine eigene Band. Am 1. November 1945 reisten sie in Begleitung ihres neuen Mitgliedes Heinz Bartels nach Hamburg, wo sie auf ein dauerhaftes Engagement hofften. Im Januar 1946 traten sie im Ballhaus „Trichter“ auf der Reeperbahn erstmals als Friedel Hensch und die Cyprys auf. Es folgten Gastspiele in zahlreichen Städten Westdeutschlands. Anfang 1947 verließ Bartels die Gruppe, um eine Stelle als Kapellmeister in Bremen anzutreten. Ende 1947 heirateten Friedel Hensch und Werner Cyprys in Bielefeld. 1948 stieß Kurt Grysok (* 5. Oktober 1922 in Hindenburg O.S.) auf die Band und wurde deren vierter Mann.

Friedel Hensch und die Cyprys1

Hans-Joachim Kipka, Karl Geithner, Friedel Hensch und Werner Cyprys (v.l.n.r.), Februar 1961

Während eines Auftritts im Sommer 1949 in Hannover wurde Kurt Richter, der Chef der Plattenfirma Polydor, auf das Quartett aufmerksam. Noch im gleichen Jahr erschien mit dem Titel Mit der Zeit lernst auch du es die erste Schallplatte der Gruppe: Die Samba wurde als B-Seite des Schlagers Maria aus Bahia, der von René Carol und Danielle Mac gesungenen deutschen Version des Welterfolges Maria de Bahia von Ray Ventura, veröffentlicht. Auch die nächste Schallplatte, unter anderem mit Werner Cyprys‘ Eigenkomposition Mein Kaugummi, verkaufte sich mehr als zufriedenstellend. 1950 erschienen zunächst einige Singles, auf denen Friedel Hensch und die Cyprys lediglich als Chor bei Aufnahmen des Sängers Heinz Woezel (1914-1981) und anderer Interpreten zu hören sind. Im gleichen Jahr trat das Ensemble mit zwei von Michael Jary komponierten Schlagern in dem Film Mädchen mit Beziehungen auf. Dieser erste von insgesamt 11 Filmauftritten bedeutete einen weiteren Karriereschub für das Quartett. Unter dem Namen Tante Fröhlich und die Hutzelmännchen nahm die Gruppe im gleichen Zeitraum etwa 20 Kinderlieder für Gnom, die Kinderserie der Plattenfirma Polydor, auf.

Ihren bis dahin größten Erfolg verbuchten die vier Musiker Ende 1950 mit dem Titel Holdrio – liebes Echo. In den folgenden Jahren veröffentlichte die Gruppe immer wieder volkstümliche Schlager, die neben den modernen, oft leicht satirischen Liedern zu ihrem Markenzeichen wurden. Der Titel Heideröslein befand sich im Sommer 1954 drei Monate auf dem ersten Platz der deutschen Charts. 1955 erhielt das Ensemble eine Goldene Schallplatte für den Gesamtverkauf von über drei Millionen Schallplatten. Es folgten 15 Tourneen durch Deutschland und Europa sowie Auftritte in mehr als 60 Fernsehshows und bei über 200 Rundfunkveranstaltungen. Weitere Top-10-Hits waren Oh Jägersmann (1956) und Solang‘ die Sterne glüh’n (1957). Bis 1970 veröffentlichten Friedel Hensch und die Cyprys rund 15 Langspielplatten und fast 90 Singles.

FriedelHensch03Die Band war in den 1950er Jahren mit Liedern namhafter Komponisten und Texter wie Ernst Bader, Bruno Balz, Walter Brandin, Fini Busch, Kurt Feltz, Heino Gaze, Gerhard Jussenhoven, Kurt Schwabach, Günther Schwenn oder Gerhard Winkler erfolgreich. Daneben erschienen weiterhin eigene Titel von Werner Cyprys, der sich in den 1950er Jahren auch als Komponist und Musikproduzent für andere Interpreten einen Namen machte.

1957 wanderte Kurt Grysok nach Kanada aus und wurde durch Hans-Joachim Kipka ersetzt, der bis 1961 Mitglied der Gruppe blieb. Seither trat das Ensemble nur noch als Trio auf. 1961 nahm die Gruppe mit dem Titel Colombino am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil, den Lale Andersen gewann. 1962 landeten Friedel Hensch und die Cyprys mit Mein Ideal, der Antwort auf Charles Aznavours Du läßt dich geh’n, und Der Mond von Wanne-Eickel (Original: Un clair de lune à Maubeuge) ihre letzten Hits. 1963 traten Friedel Hensch und die Cyprys mit dem Titel Ja, beim Bossa-Nova-Ball bei den Deutschen Schlagerfestspielen in Baden-Baden auf und belegten damit den vorletzten von 12 Plätzen. Nachdem 1965 ihr letzter Vertrag bei der Polydor ausgelaufen war, veröffentlichten die drei ihre letzten Schallplatten unter dem Telefunken-Label.

Ihren letzten gemeinsamen Auftritt hatte die Gruppe im Oktober 1970 in Wim Thoelkes Fernsehshow Drei mal Neun.

Friedel Hensch wurde auf dem Neuen Niendorfer Friedhof in Hamburg bestattet. (Quelle: wikipedia)

Hier ein Beispiel ihrer Sangeskunst und nein, man muss diese Musik wahrlich nicht lieben. Aber mir wurde mal wieder klar, warum es damals angesichts dieser „Herz-Schmerz-Polkas“ so verdammt notwendig war, als Gegenentwurf „Sunshine Of Your Love“ oder „White Room“ von den Cream auf den Plattenteller zu legen.

Friedel Hensch und die Cyprys2

Besetzung:
Werner Cyprys (vocals, guitar)
Friedel Hensch (vocals)
Gesang, Gitarre
Karl Geithner (vocals, accordeon, piano)
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1Titel:

Walzer:
01.1. Im Försterhaus am Waldesrand (Cilly/Behna) 2.25
01.2. Zwei rehbraune Augen (Lüders/Meda) 1.32

Langsamer Walzer:
02.1. Weißer Hollunder (Möhrens/Ernst) 1.03
02.2. Das Echo vom Königssee (Bern/Haselbach) 0.57
02.3. Almenrausch und Edelweiß (Röhricht) 0.42
02.4. Einen Strauß voller bunter Blumen (Cyprys/Stenford) 1.18

Marschpolka:
03.1. Anneliese (Simon/Liebich) 1.10
03.2. Herz-Schmerz-Polka (Blaha/Richter) 0.45
03.3. Rosamunde (Vejvoda/Richter) 1.34

Walzer:
04.1. Der Fremdenlegionär (Panseron) 2.10
04.2. Müde kehrt ein Wandersmann zurück (Traditional)

Medium-Foxtrott:
05.1. Vis a vis vom Wendelstein (Fischer/Feltz) 1.07
05.2. Du hast so wunderschöne blaue Augen (Berking/Woezel) 0.45
05.3. Nach Regen scheint Sonne (Beut/v.Pinelli) 1.53

Polkafox:
06.1. Hohe Tannen (Traditional/Rodá) 0.56
06.2. Drei weiße Birken (Lemberg/Kaegbein) 0.52
06.3. Du bist die Rose vom Wörthersee (Lang/Meder) 1.15

Walzer:
07.1. Was kann schöner sein (Livingston/Evans/Cyprys) 1.00
97.2. Ich möcht´ gern dein Herzklopfen hör´n (Sirowy/Werner) 0.42
07.3. Das Alphorn (Carsten) 1.25

Polka:
08.1. Schwedenmädel (Alfvén/Nebhut) 2.22
08.2. Luxembourg – Polka (Reisdorff/Münzel( 1.28

Medium-Foxtrott:
09.1. Die weiße Hochzeitskutsche (Fontenoy/Siegel-Marbot) 0.50
09.2. Leg deine Hand in meine Hand (Burger/Schmidt) 0.55
09.3. Casetta in Canada (Panzerl/Mascheroni/Faber) 1.15

Langsamer Foxtrott:
10.1. Schwalbenlied (Kneip/Rausch) 1.10
10.2. Mein Herz geht auf die Reise (Woezel/Mihm) 1.00
10.3. Ohne Gruß, ohne Kuß (Mihm/Breiten/Cilly) 1.08

LabelB1

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Verschiedene Interpreten – Die Grossen 16 – 1967/1968 (1968)

FrontCover1Und wieder mal eine Zeitreise, die durchaus vergnüglich wird bzw. werden kann (je nachdem) …

Wo fange ich jetzt am besten an …

Zum Beispiel damit: wenn mir die „grossen 16 der Jahre 1967/1968“ angekündigt werden, dann staune ich jetzt erstmal über die Auswahl.

Oder anders: Wo haben wir ne LP wo Rald Bendix, The Lords, Heino, Howard Carpendale und Pink Floyd zu hören sind ?

Aber der Reihe nach:

Das Album geht mit einem Graham Bonnet Hit los und der heißt „Siebenmeilenstiefel“ und man achte auf die durchgeknallt-psychedlich angehauchte Gitarre …. und der erste Lachanfall ist sicher.

Gilbert Becaud und Cliff Richard singen auf deutsch, wobei man feststellen kann, dass Gilbert Becaud auch in deutsch eine bravoröse Figur macht … die Lords hingegen singen auf deutsch (die Musik ist dabei gar nicht so schlecht)

Und Gitte klärt die Frauen auf: Jede hat einmal im Leben einen Jonny … den sie gern hat, den sie lieb hat … denn sie leider nie wieder sieht … Aha

Und aus dem Nebel taucht dann irgendwann mal ein gewisser Anhony Quinn auf und teilt uns mit: „Love You, You Love Me“ (wobei seine gesanglichen Talente arg limitiert sind, da war Lee „I Was Born A Under A Wandrin Star“ Marvin geradezu virtuos: man könnte diesen Gesang durchaus auch als Gegrunze durchlassen … so könnte ich es auch noch *ggg*)

AnthonyQuinn

Der unbestrittene Star dieses Albums: Anthony Quinn !

Bei „Monja“ von einem Roland W. (bürgerlich Roland Wächtler * 3. April 1941 in Stuttgart; † 11. September 2009 in Schürdt) habe ich gestaunt …  das Lied war tief in meinem Bewußtsein vergraben, ich habe es wohl seit vielen Dekaden nicht mehr gehört … doch ich kannte es … und ja … es berührt mich heute noch.

Ein Howard Carpendale und auch ein Erik Sylvester turnen auch noch herum …

Na ja … und dann kommen die Newcomer „The Pink Floyd“ (noch mit Syd Barrett !) und sie weisen darauf hin, dass die populäre Musik gerade dabei ist, einen Quantensprung zu machen …

Und dann endet das  Album mit dem harmlos-drolligen „By By Yokohama“.

Ich weiss ja nicht, was sich das Management von Columbia/EMI in Köln damals gedacht haben (oder auch welches Kraut sie damals gerade geraucht haben) … aber dieser Sampler ist wahrlich abenteuerlich.

BackCover1
Titel:

01. Graham Bonney: Siebenmeilenstiefel (Bonney/Blum) 2.20
02. Ralf Bendix: Unser kleiner Sonnenschein (Burke-Gerlach/Röckelein) 2.34
03. Gitte: Jede hat einmal im Leben einen Johnny (Peeters/Kimbel) 2.22
04. Gilbert Becaud: Überall blühen Rosen (Becaud/Zimber) 2.53
05. The Lords: Gipsy Boy (Srbljenovic) 1.55
06. Roland W.: Monja (Jäger/Finando) 3.03
07. Gissy Andre: Man lebt nur zweimal (Barry/Schumacher) 2.43
08. Heino: Wir wollen zu Land ausfahren (Burkersroda/Kutzieb)  2.02
09. Cliff Richard: Es ist nicht gut allein zu sein (Niessen/Ström) 3.17
10. Adamo: Dans ma hotte (Adamo) 2.04
11. Howard Carpendale: …und dann tanz ich mit dir allein (Mills/Blecher) 2.24
12. Anthony Quinn: I Love You You Love Me (Spina) 2.31
13. Al Bano: Nel sole (Massara/Pallavicini) 3.47
14. Erik Silvester: Deine Tränen tun mir weh (Astoth/Meiser/Silvester) 2.20
15. Pink Floyd: See Emmily Play (Barrett) 2.50
16. The Peanuts: By By Yokohama (Blum) 2.09

LabelB1

  • (demnächst)
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PinkFFloyd

Die Newcomer: „The Pink Floyd“

Irene Schweizer Trio & Dewan Motihar Trio – Jazz Meets India (1967)

FrontCover1Vermutlich wäre dieses wegweisende, auch avantgardistische Projekt ohne das aktive zu tun der rührigen Schweizer Pianistin Irène Schweizer gar nicht zustand gekommen:

Irène Schweizer (* 2. Juni 1941 in Schaffhausen) ist eine Schweizer Pianistin und Schlagzeugerin, die zu den Begründern des europäischen Free Jazz zählt. In ihrer eigenständigen, seit den frühen 1960er Jahren konsequent entwickelten Arbeit geht es um «eine frei improvisierende Spielweise, die Geräusche, perkussive Elemente, schnelle, teils mit den Armen angeschlagene Clusters und konventionellere Pianotechniken miteinander verbindet». Sie gilt als «Europas erfahrenste Jazzpianistin»

Schweizer lernte als Kind Handorgel, befasste sich dann im Alter von zwölf Jahren zunächst autodidaktisch mit Klavier und Schlagzeug, bevor sie Unterricht bei einem IreneSchweizer02Privatlehrer nahm. Als Vierzehnjährige spielte sie als Schlagzeugerin in einer Dixielandband. Nach Besuch einer Handelsschule verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt als Sekretärin. 1958 wandte sie sich dem Modern Jazz zu und trat bis 1961 alljährlich mit den Modern Jazz Preachers beim Amateurfestival in Zürich auf, 1960 als Siegerin. Begegnungen mit Abdullah Ibrahim und den Blue Notes um Chris McGregor (im legendären Jazzcafé Africana in Zürich) und mit Cecil Taylor (1966) führten sie zum Free Jazz. Insbesondere mit ihrem Trio, dem seit 1963 der Schlagzeuger Mani Neumeier und der Bassist Uli Trepte (beide später bei Guru Guru), seit 1968 dann der Schlagzeuger Pierre Favre und der Bassist Peter Kowald angehörten, spielte sie auf vielen Festivals. Nach einer Epoche des Suchens, in der sie u. a. im Trio mit Buschi Niebergall und Allen Blairman auftrat, arbeitete sie ab 1973 mit dem Saxofonisten Rüdiger Carl zusammen, z. T. abermals zum Trio ergänzt mit dem südafrikanischen Schlagzeuger Louis Moholo. Seit 1976, als sie beim Jazz Festival Willisau einen spektakulären Erfolg feierte (Musical Monsters), gibt sie auch Solo-Konzerte.

Ir?ne Schweizer-Trio 1964   (Photo by Blick/RDB/ullstein bild via Getty Images)

Irene Schweizer, 1964

Schweizer liebt einerseits die völlig freie Improvisation, andrerseits finden sich in ihrer Musik auch Anklänge an traditionellere Formen und Kompositionen von Klassikern wie Thelonious Monk und Duke Ellington sowie an die südafrikanische Musik. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit war sie schon früh als Feministin aktiv. Daher war sie um 1980 auch in der Feminist Improvising Group aktiv; das Trio Les Diaboliques mit Joëlle Léandre und Maggie Nicols reflektiert dies noch heute. In den 1990er Jahren arbeitete sie auch mit Marilyn Crispell, dem London Jazz Composers’ Orchestra und Co Streiff, dann auch im Trio mit Makaya Ntshoko und Omri Ziegele. Daneben ist sie in der Schweizer Jazzszene wichtig als Organisatorin. So ist sie an der Entstehung des Taktlos Festivals (Zürich) und des Labels Intakt Records wesentlich beteiligt.

IreneSchweizer03

Schweizer wohnt in Zürich-Aussersihl und hat sich bei den Nationalratswahlen 2007 als Kandidatin für die Alternative Liste aufstellen lassen.

Schweizer erhielt 1990 den Kulturpreis der Stadt Schaffhausen und 1991 den Kunstpreis der Stadt Zürich. Die Schweizer Regisseurin Gitta Gsell dokumentierte das Leben der Jazzmusikerin in einem abendfüllenden Film. 2013 wurde sie mit dem «Nachtigall 2013», dem Sonderpreis der deutschen Schallplattenkritik, ausgezeichnet. In der Laudatio wird «künstlerische und persönliche Integrität, ihr freundliches Wesen, ihre kreative Unruhe, ihr Organisationstalent, ihre Vielseitigkeit und ihre Präsenz in den verschiedensten Verbindungen und natürlich, über allem, ihre Entwicklung als Pianistin» gelobt; diese Eigenschaften «machten sie zu einer der spannendsten Figuren des Jazz».[5] 2018 wurde sie sowohl mit dem Kulturpreis des Kantons Zürich 2018 als auch mit dem mit 100.000 Franken dotierten Schweizer Grand Prix Musik ausgezeichnet. (wikipedia)

IreneSchweizerTrio01

Und dieses Album war natürlich damals für die meisten „Katzenmusik“ (wie sich damals mein leidgeprüfter Vater auszudrücken pflegte)… für heutige Ohren ein absolut spannendes „cross-over world music“ Projekt … auch dieses Album kann man als ein Album der Völkerverständigung werten …

Aber dennoch:, nicht immer leichte Kost (ich schrieb ja vorhin nicht umsonst von avantgardistischen Ansätzen (Manfred Schoof !), aber dennoch eine dringende Hörempfehlung meinerseits … denn hier enstanden im SABA Tonstudio, Villingen im Schwarzwald magische Momente, einschließlich all der indischen Klänge der Sitar und des eindrucksvollen Gesangs bei „Yaad“ !

Ach ja, zur nochmaligen Erinnerung … aus dem Label Saba wurde dann bald MPS Records … eines der wichtigsten innovativen Labels, dass Deutschland je hatte.

BackCover1

Damals konnte man sich noch die Hände geben

Besetzung:

Irene Schweizer Trio:
Mani Neumeier (drums)
Uli Trepte (bass)
Irene Schweizer (piano)

Dewan Motihar Trio:
Dewan Motihar (sitar, vocals)
Keshay Sathe (tabla)
Kusum Thakur (tambura)

The Jazz Horns:
Manfred Schoof (cornet, trumpet)
Barney Wilen (saxophone)

Booklet02

Titel:
01. Sun Love (Motihar/Neumeier) 15.00
02. Yaad (Motihar) 5.20
03. Brigach And Ganges (Schoof) 14.33

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BackCover2

Kammerorchester Musica Bavarica – Musik des 18. Jahrhunderts aus oberbayerischen Klöstern – Diessen am Ammersee (1967)

FrontCover1Da waren wohl wieder Enthusiasten und Archäologen am Werk:

1957 begannen KMD Alois Kirchberger und Dr. Robert Münster auf eigene Initiative nach alten Musikalien in Klöstern und Kirchen des altbayerischen und schwäbischen Raums zu forschen. Aufgrund der überraschenden Funde begann die Bayerische Staatsbibliothek 1967 mit Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft die systematische Katalogisierung dieser Bestände. Im gleichen Jahr erschien die erste Schallplatte der inhaltlich damit verbundenen Dokumentationsreihe Musica Bavarica.

Waren die ersten Veröffentlichungen klösterlicher Vokal- und Instrumentalmusik gewidmet, so wurden bald auch Werke aus zuvor vernachlässigten Bereichen weltlicher Musik einbezogen. Sie brachten u.a. Musik von Hofkomponisten des »Blauen Kurfürsten« Max Emanuel, des Kurfürsten Max III. Joseph und der bayerischen Könige Max I., Ludwig I. und Ludwig II.

Sensationelle Funde konnten erstmals vorgestellt werden: u.a. eine Kantate von Leopold Mozart aus dem Jahr 1755, von W.A.Mozart die zuvor unbekannte Sinfonie KV 19a des Neunjährigen und die Zweitfassung der Solomotette »Exsultate, jubilate« KV 165/158a, von Johann Michael Haydn die »Chiemsee-Messe« und die Herrenchiemseer Festkantate von 1797.

Für Ihre Verdienste um die Wiederbelebung der vergessenen Musikwerke des 17.und 18. Jahrhunderts in Altbayern wurde die Reihe Musica Bavarica 1987 mit dem Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet.
2012 feiert Musica Bavarica sein 45-jähriges Bestehen. (Selbstdarstellung)

Kloster

Stich von Diessen und dem Kloster um 1755

Hier einer dieser frühen Singles mit den Ergebnissen eine 10jährigen Forschungsabeit. Diesmal Kompositionen die wohl im Augustinerchorherrenstift in Diessen am Ammersee entdeckt wurden.

Mit dabei Orgelwerke des Rathar Mayr (* 23.02.1737), der in diesem Kloster dann viel später nicht nur Priester sondern auch Chorherr der Augustiner wurde.

Dann noch ein Konzert von Evaristo Felice dall´Abaco (ein kurfürstlicher Rat und Konzertmeister am Hofe von Kurfürst Karl Albert … ). Dessen zweiter Sohn Ferdinand Maximilian (* 1718) trat im Jahre 1739 dem Augustiner-Orden in Diessen bei, und so bekommt diese Komposition auch seine spezielle Diessener Bedeutung.

Zweimal völlig unbekannte Kleinode (natürlich aufgenommen in der Klosterkirche Diessen)  aus dieser musikalischen Epoche; umso bedauerlicher ist es, dass die Klangqualität dieser Single gelegentlich zu wünschen übrig lässt.

Dennoch: die Musik erinnert mich an jene schaurig-schönen Klosterszenen, wie sie mich z.B. in dem Film „Der Name der Rose“ so beeindruckt habe … wissend, dass ich hier natürlich auch jeder Menge Klischees auf den Leim gehe. Macht aber nix !

Und dann will ich noch ausdrücklich auf den interessanten und kenntnisreichen Hüllentext hinweisen … wie gesagt: da waren wohl wieder Enthusiasten und Archäologen am Werk …

Inlet1Besetzung:
Franz Lehrndorfer (organ)
+
Kammerorchester Musica Bavarica unter der Leitung von Alois Kirchberger

BackCover1Titel:

Orgelwerke von Rathar Mayr:
01, Fuge VIII C-Dur 2.50
02. Präambulum VI d-Moll 3.03
03. Fuge VII D-Dur 2.43

Evaristo Felice dall´Abaco: Concerto a quattro da chiesa Opus II, Nr. 3, F-Dur (1712)
04. Adagio 2.20
05. Allegro 2.56
06. Presto e spicato 2.54

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Kloster2

Das Kloster heute

Rundfunkorchester Heino Reese – Tanz im Glenn Miller- und Tommy Dorsey-Stil (1967)

FrontCover1Tja, über den Orchesterleiter Heino Reese weiß ich so gar nichts zu berichten, außer dass er unzählige Aufnahmen im Bereich der Unterhaltungsmusik eingespielt hat (wie z.B. „Geigen erklingen“, 1973)

Und auf den ersten Blick ist es halt eine dieser ebenfalls unzähligen Tanzmusik-Album der 60er Jahre, produziert von dem Billig-Sub-Label Falcon (Mutterlabel: Falcom Schallplatten) für den Verkauf in Kaufhäusern oder so.

Auf den zweiten Blick entpuppt sich das Album allerdings als eine ganz schön kecke Angelegenheit, denn dieser Heino Reese hat sich die Freiheit bzw. die Frechheit herausgenommen, überwiegend Werke der klassischen Musik vorzuknöpfen, um sie im „Glenn Miller und Tommy Dorsey-Stil“ (so der Untertitel der LP) vorzutragen.

MC1

Und sofern man ne Ader für so einen musikalischen Klamauk hat … das ist ihm doch ziemlich gut gelungen.

Von daher kann man sich hier von einem Reigen beschwingter Melodien verzaubern lassen.

BackCover1

Besetzung:
Rundfunkorchester Heino Reese

Tanzen60erJahre

Es darf geschmunzelt werden … and the Beat goes on … yeah, yeah, yeah

Titel:
01. Wolgaschiffer (Glasunow) 3.12
02. Sternennacht (unbekannt) 4.05
03. Anvil Chorus (Verdi) 3.45
04. Mondscheinsonate (Beethoven) 4:20
05. Wenn Jonny heimkehrt (unbekannt) 2:40
06. Klavierkonzert Nr 1. b-moll (Tchaikowsky)
07. Humoreske (Dvořák) 3:15
08. Buy My Violets (Padilla) 3:10
09. Liebestraum (Liszt) 3:10
10. Hindulied (Rimsky-Korsakov) 3:00
11. Barcarole (Offenbach) 3:00
12. Schwarze Augen (Hermann) 3:15
13. Frühlingslied (unbekannt) 2.29

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AlternativesFrontCover

Alternatives Frontcover des Perl Labels