Die Münchner Bläserbuben – Kleine Leute – Großer Klang (1969)

FrontCover1Jetzt wird´s wieder mal zünftig: Das Debütalbum der „Münchner Bläserbuben“:

Das Jahr 1960 ist die Geburtsstunde der Münchner Bläserbuben. Am 16.11.1960 gründete Musikdirektor Gerhard Becker diesen Jugendmusikverein und übernahm die Leitung des Orchesters.

Unter dem Namen „Jugendmusikverein München e.V. Die Münchner Bläserbuben“ traten ca. 40 junge Musiker auf. Als echte Münchner Kindl – natürlich in Münchner Kindl Tracht – wurden die Münchner Bläserbuben weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt.

Sie gastierten unter anderem in Südtirol, in der Schweiz, in der CSSR, in den USA, als Mitwirkende bei der Steubenparade, in Frankreich, Österreich, Kanada, Ungarn und Dänemark. Nicht zu vergessen sind die unzähligen Kurkonzerte unter anderem in Mittenwald, Bad Wiessee, Bad Füssing, Bad Wörishofen und Schliersee.

Standkonzert1962Auch im Fernsehen präsentierten sich die Münchner Bläserbuben unter anderem bei Peter Frankenfelds “ und ihr Steckenpferd“, Lustige Musikanten, ZDF-Teleillustrierten ………

Besondere Highlights waren sicherlich Auftritte bei der Eröffnungs- und Schlußfeier der Olympischen Spiele in München 1972, der Papst-Empfang 1987, die Eröffnung des neuen Münchner Flughafen in Erding 1992, Konzerte auf der Bundes-Gartenschau 2005 und zur 850-Jahresfeier in München.

Noch erwähnenswert sind die zahlreichen Konzerte in und um München sowie die jährlichen Konzerttourneen in Deutschland und unseren Nachbarländern.

Oktoberfest1968Die musikalische Leitung und Ausbildung lag über 10 Jahre in den Händen des 1978 verstorbenen Kapellmeisters Walter Schacht. In diesem Zeitraum wurde Herr Schacht unterstützt vom 2. Dirigenten Franz-Josef Kinlinger.
Danach übernahm Kapellmeister Karl Barthel die musikalische Leitung der Münchner Bläserbuben.
Von 1979 bis zu seinem Tode 1985 war Fritz Hirsch 2. Dirigent des Orchesters. 1991 dirigierte dann Max Kappelmeier bis Anfang des Jahres 1995.
Seit dieser Zeit spielten die Münchner Bläserbuben unter der charmanten Leitung von Bärbel Mörtl.
Im Sommer 2007 wechselte der Dirigentenstab in die Hände von Dirk Benkwitz.
Seit November 2008 hat Markus Fees, 2. Musikoffizier des Luftwaffenmusikkorps 1 in Neubiberg und seit 2014 beim Gebirgsmusikkorp in Garmisch, das Orchester übernommen.

NewYork1969
Für eine reibungslose Organisation (Konzert-Terminabsprachen, Schriftverkehr, Kasse, Trachtenverwaltung sowie Notenmaterialbeschaffung) sorgt eine aus Idealisten bestehende Vorstandschaft, welche sich mit der musikalischen Leitung bestens ergänzt.

Abschließend sei noch bemerkt: die Münchner Bläserbuben sind reine Amateure, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, anderen Menschen durch ihr Musizieren Freude zu bereiten. Ausserdem wollen sie weiteren Jugendlichen ein Beispiel geben und sie für die Musik gewinnen. (offizielle Darstellung).

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Die offizielle Website

Und dieses Debütalbum ist einerseits ganz schön pfiffig. Zum einen bietet es eben Klassiker der Blasmusik wie den „Bayrischen Defiliiermarsch oder den „Fehrberliner Reitermarsch“. Zum anderen werden bei diversen anderen Titeln einfach bekannte Volkslieder reingeschmuggelt wie z.B bei „Die weite Welt“ „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ und das unverwüstliche „Muss I denn“ oder bei „Fuchs und Gans“ das beliebte „Fuchs Du hast die Gans gestohlen“.

Und dann dise Version von „House Of The Rising Sun“ (man wollte vermutlich auch ein wenig modern sein) … Da wollte ich beinahe schreiben „klingt so, als ob es auch als Soundtrack für einen Winnetou-Film herhalten könnte … also, wenn das keine Empfehlung ist !“, da viel mir ein, dass ist diese Zeilen erst neulich geschrieben habe und zwar zu der LP „Il Silencion“ von Kay Webb … die klingt ganz ähnlich …. wurde aber deutlich später produziert … die Ähnlichkeit ist frapant (ein Schelm wer sich hier böses denkt). Allerdings ist dann die Kay Webb Version nochmals deutlich geschmeidiger !

Und dieses Debütalbum ist einerseits ganz schön dreist. Da scheute sich der Kapellmeister Walter Schacht in keinster Weise, sich selbst als Mitkomponist aller Kompositionen auszugeben, was einem Ettikettenschwinderl sondersgleichen ist. Spätestens bei dem bereits erwähnten „House Of The Rising Sun“ dürfe jedem klar sein, dass es sich hier nich um eine Melodie der bayerischen Südstaaten handelt. Und der „Bayrische Defiliiermarsch“ wurde von Jacob Philipp Adolph Scherzer bereits im Jahre 1850 komponiert, basta !

Nur bei „In München steht ein Hofbräuhaus“ traute er sich nicht an den Ettikettenschwindel heran.

Mich ärgern solche Dreistigkeiten … dennoch kann man sich ja an diesen frischen Varianten dieser Musik ja erfreuen.

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Die Münchner Bläserbuben, 2019

Besetzung:
Die Münchner Bläserbuben unter der Leitung von

BackCover1Titel:
01. Bayrischer Defiliiermarsch (Schacht) 1.50
02. Die weite Welt (Schacht/Monder) 2.16
03. Holzhacker-Dixie (Schacht/Barthel) 2.33
04. Fuchs und Gans (Schacht/Monder) 2.10
05. In München steht ein Hofbräuhaus (live) (Gabriel)
06. Abschiedsmarsch (Schacht/Monder)
07. Fehrberliner Reitermarsch (Schacht/Barthel)
08. Junge Burschen (Schacht/Monder)
09. In Freuden wandern (Schacht/Monder)
10. Dixie aus Tirol (Schacht/Monder)
11. House Of The Rising Sun (Schacht/Barthel)
12. Gruezu wohl, Frau Stirnimaa (Schacht/Barthel)

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Peter Schreier – Singt Beethoven (1969)

FrontCover1.jpgMit ihm wurde ich ja noch nie so recht warm, aber anläßlich seines Todes ist er mir schon einen Beitrag wert:

Peter Schreier (* 29. Juli 1935 in Meißen; † 25. Dezember 2019 in Dresden) war ein deutscher Sänger (Tenor) und Dirigent.

Peter Schreier wuchs im sächsischen Gauernitz auf. Er wurde 1943 in die Vorbereitungsklasse des Dresdner Kreuzchores aufgenommen und im Juli 1945 dessen Mitglied.[3] Vom Chorleiter Rudolf Mauersberger wurde er als Talent entdeckt. Bereits als Knabenalt machte Peter Schreier auf sich aufmerksam, was Tonaufnahmen aus dieser Zeit dokumentieren. Mauersberger komponierte für ihn eine Reihe von Solopartien, u. a. das Nocturno, das Vaterunser aus der Geistlichen Sommermusik, das De profundis aus dem Dresdner Requiem und mehrere Volksliedbearbeitungen.

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Nach dem Stimmbruch wechselte Schreier in das Stimmfach Tenor. Nach ersten, privaten Studien bei Fritz Polster folgte ein Gesangsstudium an der Dresdner Musikhochschule.1959 debütierte er an der Staatsoper Dresden als Erster Gefangener in Beethovens Fidelio. 1961 wurde er Ensemblemitglied und feierte erste große Erfolge in Mozart-Partien, die auch in der Folge eine zentrale Rolle in seinem Repertoire spielten. 1963 wechselte er an die Berliner Staatsoper. Sein Belmonte (in Mozarts Entführung aus dem Serail) war ein großer Erfolg; internationale Opernhäuser wurden auf ihn aufmerksam.

1966 debütierte Schreier als Junger Seemann in Tristan und Isolde bei den Bayreuther Festspielen. 1967 sang er erstmals bei den Salzburger Festspielen, wo er von nun an 25 Jahre lang gastierte. Es folgten Engagements an der Mailänder Scala, der New Yorker Met und dem Teatro Colón in Buenos Aires.

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Schreier erwarb sich insbesondere als Mozartsänger internationale Geltung, aber auch die Gestaltung der Evangelistenpartien der Oratorien Johann Sebastian Bachs machte ihn weltweit bekannt. Sein Repertoire war breit gefächert; neben Oper, Lied und Oratorium, einem seiner Meisterbereiche, wirkte er auch im Operettenfach (etwa als Eisenstein in der Fledermaus). Als Sänger war Peter Schreier letztmals am 22. Dezember 2005 in Prag zu erleben. Danach beendete er seine internationale Gesangskarriere. Bereits seit 1981 arbeitete er als Honorarprofessor und leitete internationale Meisterklassen für Gesang.

Peter Schreier05Als Dirigent arbeitete er u. a. mit den Berliner Philharmonikern, den Hamburger Symphonikern, der Staatskapelle Dresden, den Wiener Symphonikern, dem Mozarteum-Orchester Salzburg, dem Gürzenich-Orchester, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra zusammen.

Von 1984 bis 1990 war Schreier Präsident des „Kuratoriums Schauspielhaus Berlin“ (später Konzerthaus Berlin). Er war Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.[6] Auf Vorschlag von Staatsopernintendant Hans Pischner wurde Schreier 2005 zum ordentlichen Ehrenmitglied der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) berufen.

Schreier lebte in Dresden-Loschwitz, war verheiratet und hatte zwei Söhne, Torsten (* 1958) und Ralf (* 1961), benannt nach dem schwedischen Tenor Torsten Ralf.

Am 25. Dezember 2019 starb Schreier mit 84 Jahren nach langer Krankheit in einem Dresdner Krankenhaus. (Quelle: wikipedia)

Und nun sind die Gazetten voll des Lobes in ihen Nachrufen (bis hin zum BBC) … und auch wenn mir seine Musik nie sonderlich nahe stand: er war ganz sicher einer der bedeutendsten Tenöre des letzten Jahrhunderts (soweit ich mich erinnern kann, hat er so um 2000 seine Gesangskarriere beendet).

Und deshalb, quasi ihm zu Ehren, die Rarität aus dem Archiv des ORF. 1969 gastierte er erneut bei den Salzburger Festspielen und zelebrierte auf einem Liederabend Werke von Beethoven, die sich oftmals auf Texte von Johann Wolfgang von Goethe bezogen)..

Begleitet wurde er dabei von Rudolf Dunckel am Piano:

Rudolf Dunckel

Rudolf Dunckel

Rudolf Dunckel (10.03.1922 – 16.12.1995) studierte an der damaligen Akademie für Musik und Theater Dresden in der Meisterklasse von Prof. Schaufuß-Bonini. Über viele Jahre wirkte er als Professor für Klavier an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Berlin.

Rudolf Dunckel hat sich als Solist in Klavierkonzerten, als Kammermusiker und Liedbegleiter prominenter Sänger (u.a. Theo Adam und Peter Schreier) einen geachteten Namen geschaffen. Konzertreisen führten ihn in eine Vielzahl europäische Länder.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Pianistin Eva Ander, widmete er sich viele Jahre der Pflege der reichen Literatur vierhändigen Klavierspiels auf Anregung des Dresdner Musikkritikers Gottfried Schmiedel. Auch das Duo Ander/Dunckel gastierte in verschiedenen europäischen Ländern mit Erfolg. (hermann-mueller.net)

Wie gesagt, wahrlich „not my kind of music“, aber  wie beide die Dynamik dieser Musik meisterhaft beherrschen, ist selbst für mich beeindruckend.

Und damit eröffne dann auch ich dann dieses besondere Beethoven Jahr …

Peter Schreier03

Besetzung:
Rudolf Dunckel (piano)
Schreier (vocals) and pianist

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Aus dem Programmheft, 1969

Titel:
01. Freudvoll und leidvoll, op. 84 (Goethe) 2.05
02. Wonne der Wehmut, op. 83, no. 1 (Goethe) 3.26
03. Sehnsucht, op. 83, no. 2 (Goethe) 2.18
04. Mit einem gemalten Band, op. 83, no. 3 (Goethe) 1.20
05. Neue Liebe, neues Leben, op. 75, no. 2 (Goethe) 3.16
06. Marmotte, op. 52, no. 7 (Goethe) 1.08
07. Mailied, op. 52, no. 4 (Goethe) 3.29
08. Adelaide, op. 46 (v.Matthisson) 7.00
09. Resignation, Wo0 149 (v.Matthisson) 3.27
10. Andenken, WoO 136 (v.Matthisson) 3.06
11. Ich liebe dich, WoO 123 (Herrosee) 2.33
12. Der Liebende, WoO 139 (Reissig) 2.20
13. Lied aus der Ferne, WoO 137 (Reissig) 3.58
14. Der Zufriedene, op. 75, no. 6 (Reissig) 1.18
15. Der Kuß, op. 128 (Weisse) 2.15

An die ferne Geliebte, op. 98 (nach Gedichten von Aloys Jeitteles):
16. Auf dem Hügel sitz ich spähend 3.14
17. Wo die Berge so blau – Leichte Segler in den Höhen – Diese Wolken in den Höhen 6.53
18. Es kehret der Maien, es blühet die Au –   Nimm sie hin denn, diese Lieder 5.51

19. Der Wachtelschlag, Wo0 129 (Sauter) 3.36
23. Bitten, op. 48, no. 1 (Gellert) 2.46
24. Ich liebe dich, WoO 123 (Herrosee) 2.41

Musik: Ludwig van Beethoven

Noten

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Pèrez Pandera & His Tijuana Brass Band – La Cucaracha (ca. 1969)

FrontCover1Wer auch immer dieser „Pèrez Pandera“ war (ich vermute mal ein unbekanntes deutsches Studiorchester), er hat mit seiner „Tijuana Brass Band“ einen wirklich guten Job gemacht. Der Arrangeur J. Dufourny scheint ein aus den Niederlanden zu kommen … eltiche seine Werke erschienen nämlich direkt auf dem niederländischem Markt.

Veröffentlicht wurde dieses Album auf Label „Fass Schallplatten“ und diese Abkürzung steht „Für Alle  Schallplatten Sammler“ … da freut sich natürlich das Sammlerherz. Noch mehr hätte ich mich gefreut, wenn ich irgendwo was über dieses Label (von denen ich bei mir noch einige Scheiben herumstehen habe) in Erfahrung hätte bringen können.

Aber: Fehlanzeige !

Das Schlagwort „Tijuana“ steht für die gleichnamige mexikanische Grenzstadt und wurde insbesondere von Herb Albert zum Synonym für jene leicht-beschwingte Musik gemacht, deren Wurzeln wohl in der maxikanischen Volksmusik zu finden sind.

Und genau unter diesem Aspekt ist dieses „No name“ Produkt wirklich rundherum gelungen.

Also: ein durchaus empfhelenswertes Album, wenn einem der Sinn nach sonniger Musik quasi als Vorbereitung auf den Sommer 2020 steht …

MexicanHatDance
Besetzung:

Pèrez Pandera & His Tijuana Brass Band

BackCover1Titel:
01. La Cucaracha (Traditional) 2.30
02. Cielito lindo (Fernandez) 2.03
03. Wein, Weib und Gesang (Strauß) 2.32
04. La Pèrica (Traditional) 2.04
05. Donna Donna (Traditional) 2.12
06. Mexican Hat Dance (Patrichala) 2.18
07. If I Had A Hammer (Traditional) 3.00
08. Guantanamera (Traditional) 2.32
09. Vive l´amour (Traditional) 2.18
10. La mattchiche (Traditional) 2.03
11. Hindu-Lied (Rimsky-Korssakoff) 2.15
12. Carmen (Bizet) 2.24

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Tijuana

James Last – Hair (1969)

FrontCover1Und jetzt vergessen wir einfach mal alle unsere kollektiven Vorurteile gegen dem James „Hans“ Last und lauschen dieser LP.

Der James ließ ja kaum irgendeiner Musikrichtung aus, um sie seinem perfekten Sound zu „unterwerfen“.

Und der Begriff „perfekter Sound“ passt selten so gut, wie für diese LP,

Denn was wir hier hören wir perfekter Jazz-Rock im Sound jener Jahre. Mehr als einmal bildete ich mir ein, Herbie Mann zu hören … Stichwort „Memphis Underground“.

Die Melodien von dem Musical „Hair“ kennt wohl fast jeder (‚Stichwort: kollektives Bewusstsein), aber wie der James Last diese dann auf diesem Instrumental-Album interpretierte, ist aller Ehre wert.

Oder aber auch:

Funk-, Psych- and Groove-Record of the famous Hippie-Musical – one the best James Last LPs ever!!! (musicandarts.de)

Erwähnt sei noch, dass auf diesem Album der legendäre deutsche Bassist Benny Bendorff (ex- The Tonics) seinen Einstand im James Last Ensemble gab. Er blieb dabei bis in das Jahr 2002,  Am 29. März 2016 ist er dann im Alter von 69 Jahren verstorben.

BackCover

Besetzung:
James Last Band

USFront+BackCover

Titel:
01. Aquarius 3.15
02. Frank Mills 2.04
03. Colored Spade 1.52
04. Ain’t Got No 2.54
05. Good Morning Starshine 5.36
06. Hare Krishna 3.33
07. Let The Sunshine In 2:27
08. Walking In Space 3.28
09. Easy To Be Hard 1.58
10. Where Do I Go 3.55
11. Hair 4.18

Musik komponiert von

 

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MC2

AlternateFront+BackCoverCover

Alternatives Front + Back Cover

Hüllentext

Helmut Qualtinger u.a. – Wiener Bezirksgericht (1969)

FrontCover1Er war ganz sicher ein Ausnahmetalent der österreichischen Kulturszene, der Helmut Qualtinger:

Helmut Gustav Friedrich Qualtinger (* 8. Oktober 1928 in Wien; † 29. September 1986 ebenda; oft als Helmuth Qualtinger geführt) war ein österreichischer Schauspieler, Schriftsteller, Kabarettist und Rezitator.

Qualtinger wuchs im Milieu des gehobenen Mittelstandes und Bildungsbürgertums in Wien auf. Sein Vater Friedrich war Gymnasiallehrer für Mathematik, Physik und Chemie am Alsergrunder Realgymnasium IX Glasergasse, heute Erich Fried Realgymnasium, und ein glühender Nationalsozialist, seine Mutter Ida (geb. Ladstätter) Hausfrau. Qualtinger, der seit seiner Jugend ein begeisterter Leser war, gründete als Gymnasiumsschüler gemeinsam mit Walter Kohut und dem Sohn des Burgschauspielers Philipp Zeska die „Mozart-Bühne“, ein Jugendtheater. Deren erste Aufführung (Nur keck! von Johann Nestroy) wurde vom Schriftsteller Heimito von Doderer besucht, der den Regisseur und Hauptdarsteller Qualtinger ermutigte, diesen Weg weiterzugehen. Zunächst studierte er Medizin und Publizistik, brach das Studium jedoch ab und begann eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien; frühe Theaterversuche in Wien und Graz endeten zunächst mit Misserfolgen.

Qualtinger02Qualtinger betätigte sich nach dem Zweiten Weltkrieg als Journalist, war Gasthörer am Max-Reinhardt-Seminar und spielte auf einer Studentenbühne. Erste Auftritte als Kabarettist folgten ab 1947 im Studio der Hochschulen in Wien, in der Kabarett-Revue Die Grimasse. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er aber schon im Mai 1945 als selbsternannter Kulturkommissar. Er wurde von der sowjetischen Besatzungsmacht für drei Monate inhaftiert, weil er mit einem Sowjetstern auf der Brust und einem selbstausgefertigten Ermächtigungsschreiben eine Villa für die Gründung eines linksgerichteten Theaters beschlagnahmt und Schauspieler geworben hatte. Qualtinger behauptete, ein Freund des Bürgermeisters, Leopold Hofrichter, habe ihn dazu ermächtigt, was dieser bestritt.
1949 hatte sein erstes Theaterstück Jugend vor den Schranken in Graz Premiere und erregte bei seiner Uraufführung als Halbstarkendrama, das sich der Verelendung der österreichischen Nachkriegsjugend widmet, einen Skandal. Ein großer Teil der Zuschauer protestierte mit lauten Rufen besonders bei den Szenen, die die Verfallssymptome dieser Kategorie von straffällig gewordenen Jugendlichen zum Ausdruck brachten. Im ersten Drittel der Aufführung nahmen die Kundgebungen solche Formen an, dass zum Schutz der Darsteller ein größeres Polizeiaufgebot angefordert werden musste. Der Gipfel der Demonstrationen wurde erreicht, als in einer Szene der Darsteller der Rolle des Staatsanwaltes als Sühne die Todesstrafe forderte und daraufhin das Publikum schrie: „Ja, für den Verfasser!“ Das Stück wurde schon am nächsten Morgen vom Spielplan genommen. In den Jahren bis 1960 arbeitete er vor allem an verschiedenen Kabarett-Stücken mit dem namenlosen Ensemble (Gerhard Bronner, Carl Merz, Louise Martini, Peter Wehle, Georg Kreisler, Michael Kehlmann). Seine „Travnicek-Dialoge“ mit Gerhard Bronner (Autoren: Merz und Qualtinger) sind in die Kabarett-Geschichte eingegangen.

Qualtinger war bekannt für seinen Schabernack. 1951 erlangte er internationale Popularität, als er es schaffte, eine Zeitungsente zu lancieren, in der der Wien-Besuch des berühmten Eskimodichters Kobuk mit seinem Werk Das brennende Iglu angekündigt wurde. Zahlreiche Reporter versammelten sich am 3. Juli 1951 am Wiener Westbahnhof. Dem Zug entstieg statt des erwarteten Gastes Helmut Qualtinger mit Pelzmantel und -mütze. Von einem Radioreporter nach seinem ersten Eindruck von Wien befragt, antwortete er: „Haaß is’“ (heiß ist’s).

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1961 trat Qualtinger in dem Ein-Personen-Stück Der Herr Karl (Regie: Erich Neuberg) als Feinkostmagazineur auf und schaffte damit seinen Durchbruch im deutschen Sprachraum. Der Herr Karl arbeitet im Keller eines Lebensmittelladens und erzählt einem imaginären Kollegen (im Film der Kamera) von seinem Leben vor, während und nach dem Krieg. Oberflächlich betrachtet erscheint der Herr Karl als netter Kerl mit liebem Blick („I kann scheen schaun“). Doch nach und nach erfährt der Zuschauer von dem Wendehals und Opportunisten Herrn Karl, der eigentlich ein gefährlicher, weil unberechenbarer, Mitläufer ist. Hier ist seine Intonation bezeichnend: Von einer Bewunderung der Nazis auf Wienerisch wechselt er schlagartig in eine Art verordneten Ekel in der Hochsprache. Wahrscheinlich haben mehrere authentische Gestalten als Vorbilder für den Herrn Karl gedient, unter anderem ein Magazineur, mit dem Qualtingers Kollege Nikolaus Haenel in einer Wiener Feinkosthandlung gearbeitet hatte. Zusammen mit Carl Merz schuf Qualtinger mit dem Herrn Karl eine Schreckensfigur, die ihm in Österreich viele Feinde und sogar Morddrohungen einbrachte; so offen hatte vor ihm noch niemand den Durchschnittsbürger als Mittäter entlarvt und dargestellt.

Helmut Qualtinger galt eher als schonungsloser Kritiker des gemeinen Mannes denn als Kritiker der Mächtigen. Dennoch wurde ihm nachgesagt, dass er mit dem Lied Der Papa wird’s schon richten (Text und Musik: Gerhard Bronner) den Rücktritt des damaligen Nationalratspräsidenten Felix Hurdes bewirkte; dessen Sohn war in einen Autounfall mit Todesfolge verwickelt, was vertuscht werden sollte. Seine Meinungen und Kommentare schrieb er in einer bürgerlichen Zeitung, dem Kurier; beispielsweise von 1955 bis 1961 gemeinsam mit Carl Merz die wöchentliche Glosse Blattl vor’m Mund.

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Ab den 1970er Jahren verstärkte Qualtinger seine schriftstellerische Tätigkeit und ging vermehrt auf Lesetourneen. Seine Lesungen eigener und fremder Texte (so auch Adolf Hitlers Mein Kampf) waren so erfolgreich, dass sie auch auf zahlreichen Sprechplatten erschienen. Neben und vor allem nach seinen Kabarettzeiten spielte er unzählige Theater-, Film- und Fernsehrollen, zuletzt 1986 den Mönch Remigio da Varagine in Der Name der Rose nach Umberto Ecos Roman an der Seite von Sean Connery.

Während der Aufnahmen zu dem Film Der Name der Rose erkrankte er schwer, in den letzten Filmszenen musste häufig unterbrochen werden, da er starke Schmerzen hatte. Es wurde sein letzter Film. Im Alter von 57 Jahren starb Qualtinger am 29. September 1986 in seiner Geburtsstadt Wien an Leberzirrhose, einer Folge seines Alkoholismus. Er ist in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 33 G, Nummer 73) beerdigt.

Helmut Qualtinger war zweimal verheiratet – zunächst ab 1952 mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Leomare Seidler und ab 1982 mit der Schauspielerin Vera Borek. Er hatte aus erster Ehe einen Sohn, den Maler, Schriftsteller, Musiker und Kabarettisten Christian Heimito Qualtinger (* 1958). In den Jahren von 1960 bis 1976 lebte Helmut Qualtinger in einem Wiener Gemeindebau in Wien Döbling (Paradisgasse – Daringergasse – Traklgasse, zwischen Sieveringerstraße und Grinzinger Allee). Dieser Gemeindebau trägt seit 1998, durch die Gemeinde Wien veranlasst, ehrenhalber den Namen Helmut-Qualtinger-Hof. Zuletzt war er Mieter einer weitläufigen Wohnung in dem in der Wiener Innenstadt gelegenen Heiligenkreuzerhof, der dem Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich gehört. Im Jahr 2002 wurde in Wien Landstraße (3. Bezirk) die Helmut-Qualtinger-Gasse nach ihm benannt.

Auf der Bühne trat Qualtinger vor allem am Wiener Volkstheater unter der Regie und in der Direktion von Gustav Manker auf. In Johann Nestroys Eine Wohnung zu vermieten (1962) und als Titus Feuerfuchs in Der Talisman (1969), als Untersuchungsrichter Porfiri Petrowitsch in Dostojewskis Schuld und Sühne (1969) und als Zauberkönig in Geschichten aus dem Wiener Wald (1968), aber auch in Shakespeare/Dürrenmatts König Johann (1970) und unter der Regie von Bernd Fischerauer in Wolfgang Bauers Uraufführung von Sylvester oder das Massaker im Hotel Sacher (1971) und als Dorfrichter Adam in Kleists Der zerbrochne Krug (1972), den er zuvor 1971 am Hamburger Thalia Theater gespielt hatte. Am Theater in der Josefstadt spielte Qualtinger in Schillers Der Parasit (1950, Regie: Gustav Manker), den Fiscur in Molnars Liliom (1960) und den Schuster Knieriem in Nestroys Lumpazivagabundus (1964).

Speziell Nestroys Titus Feuerfuchs in Der Talisman war in Qualtingers Darstellung ein Bruch mit der Wiener Darstellungstradition und verließ völlig die gewohnte Schiene dieser Rolle, „seine physische Massigkeit und behäbige Gefährlichkeit war weit entfernt von der ‚alerten, figarohaften Quecksilbrigkeit‘ des charmanten Hallodris“. Er wuchtete stattdessen einen gefährlichen Anarchisten auf die Bühne. Neben ihm spielte Brigitte Swoboda die Salome Pockerl. (Quelle: wikipedia)

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Hier eine kleine Kostprobe seines Könnens. Die Serie „Wiener Gerichtsgericht“ (vergleichbar mit dem „Königlich bayerischen Amtsgericht“) war zumindest so erfolgreich, dass insgesamt 4 LP´s mit Szenen aus der österreichischen Gerichtsbarkeit erschienen.

Die G´schichterl basieren auf den Erfahrungen des Gerichtsreporters Günther Fritsch, der seit

Günther Fritsch

Bekannt wurde er durch seine seit 1961 täglich in der Wiener Kronenzeitung erscheinende satirische Kolumne aus dem Gerichtsmilieu, die er zum Teil angeblich erfunden hatte. Die Serie wurde so erfolgreich, dass sie Bücher (Heiteres Bezirksgericht) und fünf Langspielplatten (Wiener Bezirksgericht) u. a. mit Helmut Qualtinger nach sich zog.

Die erste Folge dieser Reihe nahm man im April 1965 mit Erni Mangold, Helmut Qualtinger, Kurt Sowinetz, Otto Kobalek und Heinz Reincke auf. Bei der zweiten Folge von 1966 wirkten Lotte Lang, Fritz Muliar, Helmut Qualtinger und Otto Kobalek mit. Der 3. Teil erschien im Sommer 1971 mit Qualtinger, die vierte Episode vom Herbst 1971 bestritten Brigitte Swoboda, Ernst Meister, Helmut Qualtinger und Kurt Sowinetz.

Hier nun eine Single für den deutschen Markt, bei der er als Grantlhuber, Griesgram, Stänkerer und Querulant in Erscheinung tritt, begleitet von Kolleginnen und Kollegen wie Fritz Muliar, Kurt Sowinetz, Lotte Lang und Heinz Reincke … glaubt man den wikipedia Angaben, stammen diese aus dem Jahr 1965, als eben die erste Folge auf LP publiziert wurde.

Besetzung (Sprecher):
Helmut Qualtinger – Fritz Muliar – Kurt Dowinetz – Lotte Lang – Otto Kobalek – Heinz Reincke – Erni Mangold

 

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Titel:
01. Zwei Urwiener (Helmut Qualitner – Fritz Muliar)
02. Ja, ja (Helmut Qualtinger – Kurt Sowinetz)
03. Giftfreie Farben (Helmut Qualtiner – Kurt Sowinetz – Lotte Lang)
04. 5:0 (Kurt Sowinetz)
05. Der Tandler und der Mime (Helmut Qualtinger – Kurt Sowinetz)
06. Kinogeflüster (Helmut Qualtinger – Kurt Sowinetz – Otto Kobalek)
07. Die „Frau Gemahlin“ (Helmut Qualtinger – Otto Kobalek – Heinz Reincke – Erni Mangold)

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VA – Electric Underground (1969)

FrontCover1.jpgHier ein weiterer Sampler aus jenen wilden Jahren, die viele von uns ganz schön geprägt haben … und dieser ist ganz besonders reizvoll und interessant, weil er voll mit obskurem Zeug ist.

Das lag wohl vor allem daran, dass das Liberty Label wohl meinte, nicht genügend internationale Acts zuhaben und so entsann man sich auf eine damals sehr beliebte Methode.

Man ließ einfach unbekannte Coverbands internationale Hits nachspielen.

Den Anfang machte dabei die Gruppe „The Sunset Music Corporation“ mit ihrer Fassung von „Born To Be Wild“ (Kategorie: dürftig).

Es folgen dann aus der Kategorie so la la „Whole Lotta Love“ („Widow) und „The House Of The Rising Sun“ („Talk, da hatte wohl der Les Humphries sein Pfoten drin).

Den Don Adams (02.Mai 1942 – 24. Juni 1995) gab´s in echt ; er war ein schottischer Jazz, Blues und Soul-Sänger, der hier in Deutschland Wurzeln schlug, vermutlich weil er als Mitglied des deutschen „Hais“ Ensembles ein wenig erfolgreich war.

Naja, und gleich ein paar Klassen besser waren dann „Motherood“ mit ihrer „Cream“ Version von „I feel Free“ … kein Wunder, der „Motherhood“ war ein Zwischenschrit von Klaus Doldinger, bevor er dann mit „Passport“ endgültig abhob.

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Motherhood

Und wenn man die Besetzungsliste der damaligen Motherhood liest, da kann es einem nur warm um Herz werden:

Klaus Doldinger (saxophones, clarinet, keyboars) – Paul Vincent (guitar) – Lothar Meid (bass) – Udo Lindenberg (drums, vocals).

Die Spencer Davis Group war damals hingegen bereits im Sinkflut (sie lösten sich 1969) auf, aber immerhin können sie mit einem gewissem Stolz darauf verweisen, dass ihr „Don’t Want You No More“ kurze Zeit später dann von der Allman Brother Band gecovert wurde und diese Version ist dann doch deutlich besser als das Original.

Auch die Petards  gab´s wirklich (ich weiß beim besten Willen nicht, warum ich die bisher hier so sträflich vernachlässigt habe). Mit „Pretty Liza“ hatten sie einen ihren größten Erfolge. Sie kamen übrigens aus dem nordhessischem Willingshausen bei Schwalmstadt.

Und der Underground zieht dann endlich mit Kim Fowley ein. Und auch die The Easybeats, hatten damals ihren Zenit längst +übershritten, aber die waren schon mal ne dufte Band.

Also, jede Menge rares Zeug hier präsentiert, und das nicht mal für nen Appel und Ei … Also: Soundforscher aufgepasst !

So können wir dann zu guter Letzt auch Damnation Of Adam Blessing, eine arg unbekannte Band aus Ohio hören.

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Titel:
01. The Sunset Music Corporation: Born To Be Wild (Bonfire) 2.44
02. Widow: Whole Lotta Love (Page/Plant/Jones) 3.57
03. Don Adams: Degeneration (Waldron) 2.47
04. Talk: The House Of The Rising Sun (Traditional/Menke/Lennon/Humphries) 3.27
05. The Motherhood: I Feel Free (Bruce) 4.02
06. Damnation Of Adam Blessing: Last Train To Clarksville (Boyce/Hart) 3.00
07. The Spencer Davis Group: Looking Back (Davis/Sawyer) 3.44
08. The Petards: Pretty Liza (K.Ebert/E.Ebert) 2.34
09. Kim Fowley: Bubble Gum (Fowley/Cerf) 2.27
10. The Spencer Davis Group: Don’t Want You No More (Davis/Hardin) 3.08
11. The Motherhood: Back In The Grass (Nero) 2.35
12. The Easybeats: I Can’t Stand It (Williams/McPherson) 2.55

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Und auch diese Präsentation war nur möglich durch die tatkräftige Untersützung des werten Herrn Ärmel. Dafür ein herzliches Dankeschön !

Kenny Ball & His Jazzmen – In Berlin (1969)

FrontCover1Und schon wieder so ´ne Platte, die eigentlich gar nicht hierher gehört aber dennoch hier präsentiert wird.

Und der spezielle Grund ist diesmal, dass der Kenny Ball & His Jazzmen am 10, September 1968 einen Liveauftritt im Friedrichstadt-Palast, Berlin hattenund Amiga Records diesen Auftritt mitgeschnitten hatten und daraus 2 Langspielplatten fabrizierte.

Hier ist der erste Teil dieser Aufnahmen.

Kenny Ball (1930 – 2013):
Im Unterschied zu seinen Kollegen war Kenny Ball ursprünglich nicht am New Orleans Revival sondern vielmehr an einer moderneren Spielhaltung in der Art der unvergessenen Armstrong All Stars – inkl. Jazzversionen von populären Melodien – interessiert. Exakt damit kletterte die1958 gegründete Band auf der Erfolgsleiter nach oben und erzielte 1962 mit ‚Midnight in Moscow’ den internationalen Durchbruch – und gleichzeitig ihre erste Goldene Schallplatte.  (Quelle: jazztage-dresden.de).

Kenny Ball ist für mich hinsichtlich des Erfolges der „kleine Bruder“ von Chris Barber (Barber war ein wenig innovativer) und hier lääßt sich feststellen, dass seine Jazzmen wirklich im Schweinsgalopp spielen können.

Traditional Jazz der höchst vergnüglichen Art und es mag so gar stimmen, wenn über diese LP geschrieben wird:

„Unter Kenny Balls rund 50 LP‘s/CD‘s rangiert nach Meinung der internationalen Fachkritik die 1968 in Ostberlin entstandene AMIGA-Konzertproduktion (Friedrichstadtpalast) an oberster Stelle unter den Live-Aufnahmen!“ (Quelle: jazztage-dresden.de)

Und ich hätte gerne mehr Einblick in die Phasen der Entscheidungsfindung der damaligen Kulturverantwortlichen, welche der „ausländischen“ Bands man nach Berlin eingeladen hat. Scheint mir schon ein spannendes Kapitel zu sein.

Meines Wissens sind diese Aufnahmen nur in der DDR erschienen.

KennyBallJazzmen1969

Kenny Ball & His Jazzmen (1969)

Besetzung:
Kenny Ball (trumpet, vocals)
John Bennett (trumpet)
Ron Bowden (drums)
Andy Cooper (clarinet, vocals)
Paddy Lightfood (banjo, vocals)
Vic Pit (bass)
Ron Weatherburn (trombone)

BackCover1

Titel:
01. Muskrat Rumble (Ory/Gilbert) 4.00
02. Ain’t Misbehavin‘ (Waller/Brooks/Razaf) 4.00
03. Tin Roof Blues (Brunies) 6.59
04. Shinem (Traditional) 4.13
05. Midnight In Moscow (Solowjow/Sedoi) 2.58
06. Bourbon Street Parade (Barbarin) 3.33
07. Avalon (Rose/Jolson/DeSylva) 7.33
08. I Shall Not Be Moved (Traditional) 2.48
09. Georgia Swing (Morton/Pecora) 4.11

LabelB1

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