Dresdner Kreuzchor (Rudolf Mauersberger) – Motetten alter Meister (1970 / 1997)

FrontCover1Mit den vokalen Beiträgen bei der Opernmusik habe ich so meine heftigen Probleme, ganz anderes verhält es sich bei der sog. „Motettenmusik“.

Motette (kirchenlateinisch motetus, französisch motet) ist ein Gattungsbegriff der mehrstimmigen Vokalmusik, der seit dem 13. Jahrhundert anzutreffen ist. Der Begriff beschreibt im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche musikalische Formen: Unterschiedlicher Text in den verschiedenen Stimmen und ein wiederkehrender Rhythmus in der Unterstimme (Isorhythmie) kennzeichnen die frühe Motette bis zum 15. Jahrhundert; die spätere Motette ist typischerweise geistliche Musik, in der zu den Singstimmen auch Instrumente hinzutreten können. (Quelle: wikipedia)

Und wenn dann solche vokalen Werke so bravorös in Szene gesetzt werden, wie bei diesem vorliegendem Album, dann kann man nur mit der Zunge schnalzen.

Ist aber auch kein Wunder: Der Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Rudolfs Mauersberger hatte auch all die Jahre einen hervorragenden Ruf und das gilt wohl bis heute.

Die Geschichte des Dresdner Kreuzchores umfasst weit über sieben Jahrhunderte, damit ist er einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands und Europas.

Dem Dresdner Kreuzchor gehören heute ungefähr 150 Kruzianer – so werden die Chormitglieder genannt – im Alter von 9 bis 19 Jahren an, die als gemischt-stimmiger Knabenchor (Sopran/Alt/Tenor/Bass) musizieren. Die Größe der Besetzung richtet sich nach den jeweils aufzuführenden Werken. Zu Gastspielen reisen etwa 80 Kruzianer.

Die künstlerische Heimstatt des Dresdner Kreuzchores ist die Kreuzkirche. Die Gestaltung der Musica sacra für die Vespern und Gottesdienste entspricht seiner ursprünglichen Verpflichtung und bildet zugleich das Fundament seiner künstlerischen Arbeit.

Ein gleichermaßen vielfältiges wie umfassendes Repertoire zeichnet den Chor aus. Es reicht von den frühbarocken Werken des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz, den Bachschen Passionen, Motetten und Kantaten sowie der Chormusik des 19. Jahrhunderts bis zur Moderne; wie die Uraufführung des Werkes Pilgerfahrten von Chaya Czernowin. Mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen erfährt der Dresdner Kreuzchor immer wieder auch die Beachtung und Anerkennung der Fachkritik.

DresdnerKreuzchor
Die gemeinsamen Konzerte mit der Dresdner Philharmonie, der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder Spezialensembles für „Alte Musik“ sind fest verwurzelt im Konzertleben der Stadt Dresden.

Regelmäßig wird der Chor zu Fernseh- und Rundfunkaufnahmen verpflichtet. Seit über 80 Jahren produzieren die Kruzianer Tonaufnahmen für angesehene Schallplattenfirmen. Werke aus nahezu allen Epochen der Musikgeschichte wurden seitdem aufgenommen und liegen heute als CDs bei Berlin Classics, Capriccio, Teldec und der Deutschen Grammophon Gesellschaft vor.

Bis zum Abitur erhalten die Kruzianer ihre schulische Ausbildung am Evangelischen Kreuzgymnasium. Die Kruzianer des ersten Jahrgangs (vierte Klasse) sowie die älteren mit weiteren Heimfahrtswegen wohnen im Alumnat, dem Internat des Chores.

Erfolg und Berühmtheit resultieren nicht allein aus dem spezifischen Klang der Knabenstimmen (auch Kruzianerstimmen genannt), Grundlage dafür sind die tägliche Probenarbeit und ein intensiver Gesangs- und Instrumentalunterricht. Die Synthese zwischen liturgischer Tradition, kontinuierlicher Ausbildung und einer hohen künstlerischen Qualität verhilft dem Ensemble zu weltweiter Ausstrahlung.

Im Jahr 2014 wurde der Dresdner Kreuzchor gemeinsam mit dem Thomanerchor und den Dresdner Kapellknaben von dem Land Sachsen für das Immaterielles Kulturerbe nominiert. (Quelle: wikipedia)

Und Rudolf Mauersberger hat wahrlich ein bewegtes Leben gelebt:

Rudolf Mauersberger (* 29. Januar 1889 in Mauersberg; † 22. Februar 1971 in Dresden) war ein deutscher Chorleiter (Kreuzkantor) und Komponist.

Rudolf Mauersberger war der erste Sohn eines Kantors und Lehrers in Mauersberg, seinem Heimatdorf im Erzgebirge. Von 1903 bis 1909 besuchte er das königliche Lehrerseminar in Annaberg und leitete als Präfekt das Seminarorchester. Von 1909 bis 1912 leistete er seinen Militärdienst ab und arbeitete als Hilfslehrer. Er studierte von 1912 bis 1914 und 1918/19 am Konservatorium in Leipzig. Seine Lehrer waren dort Robert Teichmüller (Klavier), Karl Straube (Orgel), Stephan Krehl (Theorie) und Hans Sitt (Orchesterdirigieren). 1914 gewann er den Nikisch-Preis für Komposition. In den Kriegsjahren 1915 bis 1918 war er Soldat und Militärmusikleiter in Bad Lausick bei Leipzig. Nach Kriegsende ging er 1919 für sechs Jahre als Kantor und Organist sowie Leiter des Aachener Bachvereins an die Annakirche in Aachen sowie an das Städtische Konzerthaus Aachen. 1925 wurde er erster Landeskirchenmusikwart der evangelischen Landeskirche Thüringens und Kantor an Bachs Taufkirche St. Georg in Eisenach, wo er den Bachchor Eisenach sowie einen Knabenchor, den Georgenchor, gründete. 1930 wurde Mauersberger aus etwa 80 Bewerbern nach Dresden zum Kreuzkantor und Leiter des berühmten Dresdner Kreuzchores berufen und trat sein Amt am 1. Juli 1930 an. 1931 erfolgte seine Ernennung zum Kirchenmusikdirektor. In seiner über 40 Jahre dauernden Amtszeit prägte er den Chor wie kein anderer vor ihm und führte ihn auf ein international anerkanntes Niveau.

RudolfMauersberger
Mit Wirkung vom 1. Mai 1933 wurde Mauersberger Mitglied der NSDAP (Partei-Nummer 2.451.659). Hitler verlieh ihm zum 20. April 1938 den Titel Professor. Trotz seiner Parteimitgliedschaft bemühte sich Mauersberger, die Einflüsse der NS-Ideologie vom Kreuzchor fernzuhalten. Die Sänger gehörten zwar geschlossen als „Gefolgschaft“ der Hitler-Jugend an; damit war zugleich aber deren Einfluss begrenzt. Mauersberger weigerte sich, NS-Gesänge mit dem Chor zur Aufführung zu bringen. Stattdessen wurde der christliche Charakter des Chores nicht nur bewahrt, sondern noch stärker akzentuiert.

Kruzianer aus dieser Zeit berichten, dass der Chor nur ein einziges Mal gezwungen war, HJ-Uniformen anzulegen, und zwar bei einer offiziellen Verabschiedung durch die Stadt im Dresdner Hauptbahnhof vor einer Konzertreise in die besetzten Niederlande 1944. Als Mauersberger von dieser Absicht erfuhr, erschien er zur Abfahrt nicht, sondern ließ sich zum nächsten Bahnhof, Dresden-Neustadt, chauffieren und gab beim Zusteigen die Anweisung, die braunen Hemden sofort gegen Zivilkleidung auszuwechseln.

Mauersberger setzte sich über Aufführungsverbote hinweg und bezog Werke jüdischer und verfemter Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy und Günter Raphael in die Programme des Kreuzchores ein, auch noch im Herbst 1938 auf der zweiten USA-Tournee des Kreuzchores.

Seine Gegnerschaft zu NS-Kulthandlungen motivierte ihn dazu, die Gottesdienste und Vespern in der Kreuzkirche zunehmend im Sinne der liturgischen Erneuerung mit Hauptchor und Altarchor in liturgischer Kurrendekleidung mit Kerzen umzugestalten, um damit einen kirchlichen Gegenakzent zu setzen.

Von diesen Bemühungen legen die Christvesper aus den 1930er-Jahren, die Christmette von 1936 und die Ostermette von 1940 beredtes Zeugnis ab. In ihrer musikalischen Gestalt fast unverändert, sind sie noch heute feste Bestandteile des Weihnachts- und Osterfestes in der Dresdner Kreuzkirche.

Die Dresdner Kreuzkirche und mit ihr das gesamte Chorarchiv wurden in der Bombennacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zerstört. Auch elf Kruzianer kamen bei den verheerenden Luftangriffen auf Dresden ums Leben.

Zu Mauersbergers Verdiensten zählt die Neubelebung des Chores kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die erste Kreuzchorvesper nach Kriegsende fand am 4. August 1945 in der ausgebrannten Kreuzkirche statt. Zur Uraufführung kam Mauersbergers Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“, ein A-cappella-Werk, entstanden am Karfreitag und -samstag 1945. Darin verarbeitete Mauersberger das ihn bestürzende Erlebnis des brennenden Dresden und der völlig zerstörten Stadt; den Text entnahm er den Klageliedern Jeremias.

Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe leitete Rudolf Mauersberger 1968 als 79-jähriger Kreuzkantor insgesamt drei Mal, zuletzt am 7. Dezember 1968. Neben seinem unermüdlichen Einsatz für den Wiederaufbau des Kreuzchors im zerstörten Dresden nach 1945 ist zu würdigen, dass er sich während seiner gesamten Amtszeit für eine liturgische Einbindung des Chores in die gottesdienstliche Praxis der Kreuzkirche einsetzte, eine umfassende Pflege der Werke von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz betrieb (jährliche Heinrich-Schütz-Tage des Kreuzchores 1955–1970, Schallplattenaufnahmen für die Schütz-Edition, Stiftung der Schütz-Kapelle in der Kreuzkirche) und sich stets auch der zeitgenössischen Musik in Dresden widmete.

Mauersberger
1950 wurde ihm zusammen mit dem Kreuzchor der Nationalpreis der DDR 2. Klasse verliehen, 1964 erhielt er den Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis. 1954 wurde er zum pädagogischen Ehrendoktor an der Humboldt-Universität Berlin und 1959 zum theologischen Ehrendoktor an der Philipps-Universität Marburg ernannt. Er war Mitglied der CDU der DDR und zeitweise Mitglied im CDU-Hauptvorstand. 1969 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Gold. Bereits 1955 hatte er die Ausführung in Bronze zusammen mit dem Kreuzchor sowie 1964 in Silber erhalten.

Ehrenmitglied der Internationalen Schütz-Gesellschaft wurde er 1964, der Neuen Bachgesellschaft 1969 und der Dresdner Philharmonie 1970. Sein Grab ist in der Familiengruft in Mauersberg (Erzgebirge). Der Ort ehrt ihn durch das Mauersberger-Museum, das ihm und seinem Bruder Erhard Mauersberger, der von 1961 bis 1972 in Leipzig Thomaskantor war, gewidmet ist. Rudolf Mauersberger führte den Dresdner Kreuzchor zu Weltruhm.

1951 gründete Rudolf Mauersberger eine Stiftung für den Wiederaufbau der ehemaligen Wehrkirche in Mauersberg, die 1889 abgerissen worden war. Die heutige Kreuzkapelle wurde 1953 geweiht. Aus der alten Kirche erhalten und wieder eingefügt wurde die Glocke aus dem Jahr 1571. Der Architekt Fritz Steudtner gestaltete den Innenraum. Ein beachtliches Zeugnis aus den 50er-Jahren ist der Totentanz im Altarraum von Otto Rost. Die Gesichter und Gestalten lassen Frauen und Männer aus Mauersberg und Umgebung erkennen. Emporen- und Deckenbemalung sowie die Buntglasfenster in der Kreuzkapelle gestaltete Helmar Helas aus Dresden. Der neue Aufbau nahm den ehemaligen Wehrgang auf und verlegte ihn ins Innere der Kirche, um dadurch eine zweite Empore zu erhalten.

Im Dresdner Stadtteil Striesen ist nach Mauersberger eine Straße benannt. (Quelle: wikipedia)

Die hier präsentierte Aufnahme stammt aus dem Jahr 1969, die dann erstmalig 1970 auf dem famosen Eterna Label veröffentlicht wurde.

Ich weiss nicht woran´s liegt: die christlichen Texte und die christlichen Grundlagen dieser Musik tangieren mich – wenn überhaupt – nur noch temporär, aber die Musik als solche berührt mich umso mehr. Vielleicht sind das ja auch tiefverwurzelte Muster, dieaus meiner Kindheit stammen, als ich noch ein sehr aktiver Ministrant war und jenen kirchlichen Gesängen etwas abgewinnen konnte.

Wie auch immer: ein mehr als lohnendes Album !

Rudolf Mauersberger dirigiert den Kreuzchor auf der Wartburg (1954)

Rudolf Mauersberger dirigiert den Kreuzchor auf der Wartburg (1954)

Besetzung:
Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Rudlofs Mauersberger

Front+Back Cover der Erstausgabe (Eterna, 1970)

Titel:

Jan Pieterszoon Sweelinck:
01. Venite exultemus Domino, motet for 5 voices & continuo (Cantiones Sacrae No. 9) 3.11
02. Hodie Christus natus est, motet for 5 voices & continuo (Cantiones Sacrae No. 13) 4.24

Johann Kuhnau:
03. Tristis Est Anima Mea 4.25

Antonio Lotti:
04. Crucifixus, Motet a10 3.09

Felice Anerio:
05. Christus Resurgens for chorus 4.22

Johannes Eccard:
06. Zu dieser österlichen Zeit, for 6-part chorus 1.07

Johann Michael Bach:
07. Ich weiss, dass mein Erlöser lebt, motet for 5 voices 2.26

Francesco Durante:
08. Misericordias Domini for 8 voices & continuo in C minor 3.20

Giovanni Gabrieli:
09. Jubilate Deo, motet for 8 voices (1597) 5.45

Hans Leo Hassler:
10. Cantate Domino Canticum Novum à 12 3.08

Johann Hermann Schein:
11. O Domine Jesu Christe, motet for 6 voices (Cymbalum Sionium) 3.52

Jacobus Handl (Gallus):
12. Zwei der Seraphim, sie riefen, for 8-part double chorus 2.57
13. Pater Noster, for 8-part chorus 3.16
14. Ecce quomodo moritur iustus 2.28

Gottfried August Homilius:
15. Domine, Ad Adiuvandum Me, for 6-part chorus 2.28

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Die Eterna Labels aus dem Jahr 1970

Die Minstrels – Grüezi wohl, Frau Stirnimaa + Big Fat Daddy’s Monotone Square Dance (1969)

FrontCover1.jpgEin Paradebeispiel für all jene Bands, die (niht nur) in der deutschen Geschichte der populären Musik als sog. „Eintagsfliegen“ bekannt wurden:

Die Minstrels waren eine Schweizer Musikgruppe. Die Band bestand aus

1967 fand sich die Band in Zürich zusammen. Zunächst zogen sie als Wandermusikanten in Minnesängerkostümen durch Zürichs Gaststätten, mit einem Repertoire aus Folk, Blues und Schweizer Volksmusik. Ein Fernsehauftritt im Rahmen der OLMA in St. Gallen im Oktober 1969 machte sie mit einem Schlag bekannt. Grüezi wohl, Frau Stirnimaa! zog wenige Tage später in die Schweizer Hitparade auf Platz 2 ein. Das Lied hielt sich siebzehn Wochen ununterbrochen in den Top 10, zehn Wochen davon auf Platz 1. Es platzierte sich auch in Deutschland (Platz 3) und Österreich (Platz 5) und verkaufte sich in 27 Ländern 1,5 Millionen Mal.

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Ende 1970 kauften und bezogen die drei Musiker ein 16-Zimmer-Haus im Tobel in Trogen. Im Keller wurde ein Studio eingebaut, welches für Aufnahmen genutzt wurde. 1971 brachten die Minstrels ihr Debütalbum Chrüsimüsi (Schweizerdeutsch für «Durcheinander») heraus. Die Band gab zahlreiche Konzerte und trat in Fernseh- und Kinofilmen auf. Eine dieser Gastrollen bestand aus einem Disco-Auftritt in Was ist denn bloß mit Willi los?. Im Film ist Willis (Heinz Erhardts) Vermieterin die von den Minstrels besungene Frau Stirnimaa, dargestellt von Helen Vita.

An den kommerziellen Erfolg ihres grössten Hits konnten die Minstrels nicht mehr anknüpfen. 1970 erreichte die Single Hopp de Bäse! den 2. Platz in den Schweizer Charts und hielt sich dort vier Wochen in den Top 10. 1974 löste sich die Gruppe auf. Später erschien Grüezi wohl, Frau Stirnimaa vor allem auf Party-Samplern. Im Jahr 2001 kam der Titel in einer Remix-Version des Produzenten Carlos Perón heraus.

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Mario Feurer zog sich nach zwei weiteren Bandprojekten aus der Musikszene zurück.

Pepe Solbach gründete mit Dodo Hug und Christoph Marthaler die experimentelle Theatergruppe «Tarot», ferner komponierte er die Filmmusik zu dem Film «De Grotzepuur».

Lediglich Fehr ist noch mit dem Volksmusiktrio «Gad’ase» musikalisch tätig. 2008 trat dieses Trio gemeinsam mit Solbach, der Anekdoten aus der Bandgeschichte erzählte, in der Schweiz auf. (Quelle; wikipedia)

Und hier natürlich ihr großer Mega-Erfolg: „Grüezi wohl, Frau Stirnimaa“ … nun gut … ein fideler Gassenhauer eben …

Nicht minder flott die Instrumentalnummer mit dem sperrigen Titel „Big Fat Daddy’s Monotone Square Dance“ … >Prädikat: nett.

Und sollten sich die drei mal wieder treffen … sie werden sich auf die Schenkel hauen vor lachen …. mit welchem Blödsinn man damals Geld machen konnte …

Und das Cover … nun ja …der sittliche Verfall war damals schon auf dem Vormarsch !

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Besetzung:
Mario Feurer (violin)
Daniel «Dani» Fehr (piano, banjo)
Pepe Solbach (guitar, vocals)

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Die Rückseite der Single mit weiteren musikalischen „Kostbarkeiten“ des Jahres 1969

Titel:
01. Grüezi wohl, Frau Stirnimaa (Feurer) 2.41
02. Big Fat Daddy’s Monotone Square Dance (Feurer) 2.58

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Geschwister Caldarelli – Arzgebirg wie bist du schie (1969/1980)

FrontCover1Ursprünglich erschien diese Scheibe bereits 1969 und wurde dann 1980 (mit neuem Cover) erneut veröffentlicht. Und 1994 erschienen diese Aufnahmen dann auch auf CD.

Wir hören traditionelle Melodien aus dem Erzgebirge, dargeboten von den Geschwister Caldarelli (klingt irgendwie auch nicht besonders deutsch) :

Die Geschwister Caldarelli waren ein Volksmusik-Gesangstrio aus dem sächsischen Sosa, das in den 1930er und 1940er Jahren durch Rundfunk-Programme und Schallplattenaufnahmen große Bekanntheit erlangte.

Die drei Schwestern Tisilda (verehel. Tischler, 1921–2008), Pierina (verehel. Lorenz, 1923–2012) und Annina Caldarelli (* 1927) sind die jüngsten von zwölf Geschwistern. Ihr Vater kam 1902 aus den italienischen Abruzzen ins obere Erzgebirge, wo er als Steinbrucharbeiter Arbeit beim Eisenbahnbau fand und 1904 in Sosa eine Einheimische heiratete.

Schon früh im Kirchenchor aktiv, war der erste größere Erfolg der Geschwister der erste Platz bei einem Gesangswettbewerb im benachbarten Schwarzenberg, den der Fabrikant und Förderer erzgebirgischen Brauchtums Friedrich Emil Krauß organisiert hatte. Ein Mitschnitt des Konzerts wurde wenig später im Reichssender Leipzig übertragen. Die Geschwister Caldarelli konnten den Wettbewerb im Folgejahr erneut gewinnen.

Geschwister Caldarelli
Nach dem Krieg traten die Geschwister ab dem Frühjahr 1946 wieder verstärkt im Rundfunk auf; Tourneen und Schallplattenaufnahmen folgten. Nachdem sie ein Kind bekommen hatte, trat Tisilda ab 1953 nicht mehr auf; sie wurde von Hilde Kranz ersetzt. Pierina hatte inzwischen ebenfalls geheiratet und lebte in Leipzig, Annina lebte in Stendal. (Quelle: wikipedia)

Originalausgabe aus dem Jahre 1969

Im MDR lief in der Serie „Lebensläufe“ eine Dokumentation über die 3 Schwestern unter dem Titel: „Geschwister Caldarelli – Eine erzgebirgische Legende“:

Karte„Drei junge Mädchen betreten 1940 die Bretter, die die Welt bedeuten: Annina, 13 Jahre alt, Pirina, 15, und Tisilda, 19. Beim Wettsingen in der westerzgebirgischen Metropole Schwarzenberg beginnt eine Karriere, die die Volksmusik im südlichen Sachsen über Jahrzehnte hinweg prägen wird. Es ist der erste große Auftritt des deutschlandweit bekannten erzgebirgischen Gesangsterzetts „Geschwister Caldarelli“.1999 begingen die Caldarellis im Kreiskulturhaus Aue ihr 60. Bühnenjubiläum. Fans aus ganz Deutschland reisten an und feierten mit ihren Stars ein rauschendes Fest.“ (Programmankündigung)

Ein ganz wichtiger Partner für dieses Trio war dann der Joachim Süß:

Joachim Süß (* 22. Dezember 1932 in Crottendorf) ist ein deutscher Zither-Solist sowie Mundartsprecher und -sänger.

Der in Crottendorf lebende Süß ist einer der bekanntesten Zitherspieler im Erzgebirge. Ab einem Alter von zehn Jahren erhielt er Zitherunterricht bei Philipp Hänel. Im Alter von 14 Jahren gründete er seine erste Singgruppe, eine Instrumentalgruppe folgte zwei Jahre und schließlich 1949 das Crottendorfer Heimatterzett, das sich der Pflege erzgebirgischen Liedguts verschrieben hatte.

Seit 1954 ist er Berufsmusiker. Gemeinsam mit dem Bandoneon-Solisten Hans Friedl, den Geschwistern Caldarelli und den Geschwistern Münzberger ging er zunächst auf Tournee durch die DDR. 1965/66 war er zwei Jahre lang Zithersolist der Instrumentalgruppe Herbert Roth. Während dieser Zeit produzierte Herbert Roth mit seinem Ensemble einige von Joachim Süß geschriebene Titel für den Rundfunk.

1972 gründete er sein eigenes Ensemble Joachim Süß und sein Ensemble, mit dem er seitdem zahlreiche Auftritte absolvierte und mehrere Alben überwiegend in erzgebirgischer Mundart produzierte. Mit seinem Ensemble und seiner Enkeltochter Therese Fiedler ist er regelmäßig in volkstümlichen Fernsehsendungen wie „Su klingt’s bei uns im Aarzgebirg“ oder der „Wernesgrüner Musikantenschenke“ zu sehen und zu hören.

Süß spielte 364 Titel mit diversen Ensembles und als Solist im Studio ein, wirkte an 115 Fernsehsendungen mit und komponierte 56 Lieder (Stand Februar 2009).

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

JoachimSüß
Nein, diese Musik erschließt sich mir nicht wirklich und dennoch, ich empfinde vor dieser Musik so etwas wie Respekt. Bei den Bergmannsliedern gingen mir die Arbeitsbedingungen der Bergleute im Erzgebirge (und anderswo) durch den Kopf und da muss man dann schon mal inne halten.

Und: diese Musik muss ja viele Menschen bewegt haben … früher hätte ich auf diese Musik wohl arg spöttisch reagiert haben, heute verbietet es mir eben dieser Respekt vor musikalisch anders empfindenden Menschen mich über diese Musik lustig zu machen …

Von daher: diese Musik ist Teil unseres kulturellen Erbes.

Das schöne Erzgebirge

Besetzung:
Geschwister Caldarelli
+
Joachim Süß (Zither)
Volksmusiktrio „Heiteres Erzgebirge“
Volksmusikgruppe „Alfred Wolf“, Klingenthal (bei 16.)

BackCover1Titel:
01. Arzgebirg, wie bist du schie (Günther) 3.47
02. Dr Vugelbeerbaam (Schreyer) 2.22
03. Wu de Wälder haamlich rauschen (Günther) 3.23
04. Vergass dei Haamit net (Günther) 3.16
05. De Beerkinner (Kaufmann) 2.39
06. Schwammemarsch (Lattermann) 2.10
07. Arzgebirg Haamitland (Stoll) 1.39
08. Erzgebirgisches Wanderlied (Richter) 2.38
09. Neuer Anbruch (Bergmannslied) (Kauß/Wagner-Buchholz) 1.30
10. Wenn schwarze Kittel scharenweis‘ (Bergmannslied) (Traditional) 1.53
11. Wenn das Glöcklein drei tut läuten (Erzgebirgisches Berglied) (Traditional) 2.40
12. Glück auf, ihr Bergleut‘ jung und alt (Bergmannslied) (Traditional) 2.19
13. Erzgebirgisches Ketschellied (Friedl) 1.57
14. Im Berggasthaus (Süß) 2.29
15. Kirmes-Tanzlied (Walther/Richter) 1.55
16. Heit wolln mr noch net hamgieh (Richter) 3.02

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Die Labels der Originalausgabe aus dem Jahre 1969

Verschiedene Interpreten – Think ! Pop Progress `71 (1971)

FrontCover1.JPGDas war ein ganz und gar entscheidender Tag für mich – im Jahr 1971: Der Postbote klingelte und lieferte dieses Doppel-Album ab … und ich kam mir vor, als wäre Weihnachten und Ostern auf einen Tag gefallen; ich freute mich wie ein Schnitzel, denn: Erstmalig wurde ich vor einer Plattenfirma mit einem kostenlosen Musterexemplar beliefert, denn: ich war der Musikredakteur einer Schülerzeitung !!!

Unter dem plakativen Titel „Think ! Pop Progress `71“ präsentierte die Ariola, was damals so als englischsprachige Underground- ProgRock Musik auch unter das deutsche Volk gebracht werden sollte.

Und dieses Album enthielt ganz viel Licht, gelegentlich natürlich aber auch Schatten. Aber der Reihe nach:

Procol Harum: Whisky Train: Ungewohnt knackig-rockig … für diese Würzung sorgte damals der noch blutjunge Robin Trower … geht heute noch tierisch ab.

Gary Wright: Get On The Right Road: Nach dem Split von Spooky Tooth starte Gary Wright seine Solokarriere … wie geschmackvoll er das anging, davon kann mansich heute noch davon überzeugen.

Black Pearl: Hermit Freak Show: Kennt kaum eine Sau … waren aber eine völlig durchgeknallte Freak-Gruppe. Hatte damals bei mir sehr viel Sympathie-Punkte. Und dann schrieb mir doch glatt einer dieser Band im Jahr 2015 in einem anderen blog:

Hi, Thanks for the review of what became a rocket ride for a time with Black Pearl. Its as close to a real bio I have come across and most are looney. I was a fouding member (Tom Mulcahy) and have the website along with others from the band. Thanks again for the nice bio….We were nutty as fruitcakes and played as it came to us with no rehearsals but were skilled enough to pull it off. No one ever saw a dime. LOL

Da habe ich mich aber gefreut !

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Und so sahen dann die dazugehörigen LP´s aus (Teil 1)

The Move: Turkish Tram Conductor Blues: Klar der durchgeknallte Roy Wood und seine Mannen: Krachend, vordergründig plump … Prädikat: astrein !

Humble Pie: Big Black Dog: Waren damals schon meine Helden, wobei ihre Single „Big Black Dog“ eher unterdurchschnittlich war.

Supertramp: Nothing To Show: Die spielten damals noch öfters im Münchner PN-Club, waren noch völlig unbekannt … hier mir einem schwungvollen Stück aus ihrer Frühphase mit experimentellen Einschüben.

Paul Brett’s Sage: 3 D Mona Liza: Diese Aufnahme hat mich damals ektrifiziert und seitdem folge ich den Spuren des großartigen Paul Brett. Ein bis heute völlig zu Unrecht unterbewerteter Gitarrist … insbesondere auf der 12saitigen akustischen Gitarre war und ist er ein Ass ! Ihr „3 D Mona Liza“ hat bis heute eine magisch-spirituelle Dimenson.

Fair Weather: You Ain’t No Friend: Nun ja, mit dem Andy Fairweather-Low halt … Für seine Verhältnisse ne ganz gute Aufnahme.

Jimi Hendrix: Opening Jam (The Sunshine Of Your Love): Ein Livemitschnitt aus der Royal Albert Hall … leider nur zur Hälfte ausgespielt … Aber der Anfang fett … so war er halt, der Jimi Hendrix

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Man: Sudden Life: Die wurden später deutlich besser, hatten da jahrelang so eine Art Kultstatus. Ihre späteren Aufnahmen überzeugten mich mehr.

Elton John: Take Me To The Pilot: Mit dem wurde ich nie warm, wobei dieser Song durchaus seine Qualitäten hat.

The Falcons: Fire Higher Than The Mountain: Die Gruppe bestand aus 2 Schotten und 2 Franzosen und sie machten ihre Sache richtig gut … Ihr Album „Fever“ hatte Potential und aus den Burschen hätte noch was werden können … aber … all we are is dust in the wind … für mich eine damals wichtige Entdeckung.

Titus Groan: Open The Door Homer: Eine dieser typischen neuen Bands von der Insel … hier mit einer feinen Interpretation eines eher unbekannten Dylan-Songs … Später musste ich mir dann auch die dazugehörige LP besorgen.

T. Rex: Jewel (Bolan): Mit dem Marc Bolan kam ich auch nie so recht klar … bei Licht betrachtret ist „Jewel“ jedoch gar keine so schlechte Nummer.

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Und so sahen dann die dazugehörigen LP´s aus (Teil 2)

Und dann die Seite vier … die mich heute noch vom Hocker haut:

Status Quo: Is It Really Me? Gotta Go Home: Tja … wenn ich jetzt berichte, dass dieser Song, zumindest Teil 1 „Is It Really Me?“ der erste Song war, den ich meiner ersten Band „Dying Sun“ spielte … ist eigentlich alles gesagt. Status Quo in ihrer Frühphase. Unsere Fassung war natürlich deutlich besser, vor allem weil der Norbert bei diesem Song eine schweinegeile Orgel spielte … den 2. Teil „Gotta Go Home“  haben wir uns dann gespart … so schnell waren wir damals auf unseren Instrumente nun auch wieder nicht.  Und neulich habe ich den Riff von diesem Song wieder mal gespielt, allerdings mit so einer heftig verzerrten Gitarre … klang saugut !

Lee Michaels:  What Now America: Erstmalig entdeckte ich mit Lee michaels auch die nachdenklicheren Töne und vor allem Texte … Sein „What Now America“ ist eine schier verzweifelte Reflexion über jenes USA der späten60er/frühen 70er Jahre, die uns alle ein wenig verzweifeln ließ.

Strawbs: Where Is The Dream Of Your Youth: Nicht minder nachdenklich dann diese Komposition … Und erneut so eine dieser hypnotische-magischen Kompositionen dieser Jahre … als Solist dann ein entfesselter, junger Rick Wakeman an der Orgel … und er zitiert dann auch gleich seinen Kollegen Keith Emerson mit einem kurzen „America“ Zitat.

Wake up one day, you’re left alone
From now on you’re on your own
The sands of time are running low
You’ll have nothing left to show
The months slip by and change to years
Soon the twilight gloom appears
And then one day before you know
You’ll have nothing left to show.
Where is this dream of your youth.
The pictures on the walls are shaking
They can hear the storm a-breaking
Storms may come and storms go
You’ll have nothing left to show
They can hear the earth a-quaking
Buildings come and buildings go
You’ll have nothing left to show.
Tomorrow brings another dawn
It might be better from now on
Before too long that day will go
You’ll have nothing left to show
You’ll have nothing left to show
You’ll have nothing left to show
You’ll have nothing left to show.
Where is this dream of your youth ?

Tja … Where is this dream of your youth ? … Damals war die Frage eher akademisch, heute hingegen …

Nun ja …damals habe ich natürlich für die Schülerzeitung eine Kritik zu dieser LP geschrieben und fortan war es um mich geschehen. Ich wurde Plattensammler und heute besitze ich all die LP´s , die auf diesem Album mit jeweils einer Nummer angespielt wurde. Die Ariola Macher hatten also bei mir durchschlagenden Erfolg *ggg*

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Das Doppel-Album wurde mit einem aufwendigen ausklappbaren Booklet ausgestattet … ein Bild daraus habe ich wohl mal ausgeschnitten …

Wer sich dieses Album heute also noch antun will, bzw. anhören will, der bekommt einen verdammt guten Eindruck, was damals in unseren Kreisen so als Geheimtipp gehandelt wurde.

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Titel:
01. Procol Harum: Whisky Train (Trower/Reid) 4.31
02. Gary Wright: Get On The Right Road (Wright) 3.22
03. Black Pearl: Hermit Freak Show (Benson/Causi/Fieldings/Morris/Mulcahy/O’Connor) 4.02
04. The Move: Turkish Tram Conductor Blues (Bevan) 4.48
05. Humble Pie: Big Black Dog (Marriott/Frampton(Ridley Shirley) 4.02
06. Supertramp: Nothing To Show (Davies/Hodgson/Palmer) 4.46
07. Paul Brett’s Sage: 3 D Mona Liza (Voice) 3.17
08. Fair Weather: You Ain’t No Friend (Fairweather-Low) 5.33
09. Jimi Hendrix: Opening Jam (The Sunshine Of Your Love) (Bruce/Brown/Clapton) 3.32
10. Man: Sudden Life (Leonhard/John) 4.11
11. Elton John: Take Me To The Pilot (John/Taupin) 3.41
12. The Falcons: Fire Higher Than The Mountain (Thompson/Rogers/Perrant/Masselon) 2.25
13. Titus Groan: Open The Door Homer (Dylan) 3.23
14. T. Rex: Jewel (Bolan) 2.48
15. Status Quo: Is It Really Me? Gotta Go Home (Lancaster) 8.20
16. Lee Michaels: What Now America (Michaels) 3.16
17. Strawbs: Where Is The Dream Of Your Youth (Cousins) 9.01

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What now America
your children all are gone.
What now America
your children know you’re wrong.
Making fortune your unity in the shows.
The twisted man is out they surely know.
It has begun you cannot stop it now.
What now America
your children all are gone.
What now America
your children know you’re wrong.
You won the race, now you’re on the move.
You waved the flag, and now the rat has grew.
And all the same you know that you are due.
What now America
your children all are gone.
What now America
your children know you’re wrong.
You change the laws trying to hold on.
But it’s too late, they are gone.
It won’t be long you know you’re losing now.
You gonna lose it.
You gonna lose it now.

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Verschiedene Interpreten – Lehrlinge halten zusammen (1969)

FrontCover1Um diese ambitionierte, engagierte und klassenkämpferische LP besser zu verstehen, muss man sich zumindest ein wenig vergegenwärtigen, wie sich Ende der 60er Jahre die wirtschaftliche und soziale der „Lehrlinge“ darstellte. Deshalb hier den Anfang einer „Spiegel“ Titelstory aus dem Jahr 1970, die sich eben ausführlich mit dieser Situation auseinandersetzte:

Der Lehrling soll „es wissen und fühlen, daß er eben noch zu lernen hat“. Der „Begriff des Gehorchenmüssens“ soll „erhalten bleiben“.

Der Lehrling soll sich „treu, fleißig, ehrlich“ verhalten, „seinem Meister und andern ihm vorgesetzten Personen … mit gebührender Achtung und Bescheidenheit“ begegnen.

Der Lehrling soll sich „eines frommen und sittlichen Lebenswandels … befleißigen“ und sich „des Besuches öffentlicher Schankhäuser … während seiner Lehrzeit gänzlich enthalten“.

Der Lehrling soll einer „straffen Zucht“ unterworfen und vor „Phrasen über „Freiheit“, geschützt werden, sonst würde er rasch „die zuverlässigste Phalanx der Agitatoren bilden“.

Lehlings-Demo in Hamburg, 1970

Gutachter — Professoren und Wirtschaftsführer, Handwerksmeister und Gewerbevereinsfunktionäre — haben solche Maximen in einem Sammelband niedergeschrieben. Das war im Jahre 1875. Seitdem hat sich nicht viel geändert.

Fast hundert Jahre später soll der Lehrling zur „Folgsamkeit erzogen werden“ und sich „nicht länger als unbedingt notwendig im Bad aufhalten“. Er soll sich „vor keiner Arbeit drücken“ und „sich zum Aufsuchen der Toilette“ beim Ausbilder ab- und zurückmelden — so stand es noch letztes Jahr beispielsweise in den Lehrlings-Vorschriften der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik (BASF).

Und weiter hieß es da: Der Lehrling soll „den Wert des … Pfennigs schätzenlernen“ und „zeitig zu Bett gehen“. Er soll „Ordnung beim Stechen“ (Stechuhren) wahren und „immer an seine Zukunft denken“.

DerSpiegel (18_1970)„Ein froher und höflicher Gruß innerhalb und außerhalb des Betriebes“ gehörte laut BASF-Ordnung „zu jedem anständigen Lehrling“. Hingegen: „Eine Künstlermähne (Beatle-Frisur), gezüchtete Backenhaare oder sogenanntes Philosophenbärtchen sind eines frischen und lebendigen Lehrlings unwürdig.“

Noch immer herrschen in Westdeutschlands Lehrbetrieben strikte Hierarchie und materielle Ausbeutung, wie sie die Bildungsprivilegierten an den Gymnasien und Hochschulen niemals erfahren haben.

Noch immer dürfen Lehrlinge nicht streiken, Lehrlinge unter 18 Jahren nicht an Wahlen zum Betriebsrat teilnehmen. Ihre Jugendvertreter genießen keinen Kündigungsschutz wie etwa Betriebsratsmitglieder.

Noch immer verdienen die meisten Handwerkslehrlinge nur ein Drittel des Hilfsarbeiter-Lohns (100 bis 250 Mark), obgleich sie häufig, spätestens im dritten Lehrjahr, dem Unternehmer soviel einbringen wie Gesellen.

„Noch immer … erfüllt die Lehre in vielen westdeutschen Betrieben“, urteilen die Soziologen Wolfgang Lempert und Heinrich Ebel, „ihre herkömmliche Doppelfunktion, wirkt sie zugleich als Werkzeug der Erziehung zum Untertanen und als Waffe des unlauteren Wettbewerbs.“ Der Spiegel 18/1970)

AufrufNun, ich war zwar nie in der Situation, ein Lehrling zu sein, aber in meinem damaligen Bekanntenkreis kannte ich schon einige, die vom Spruch „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ ihr ganz spezielles Lied singen konnten.

Und von daher war das Anliegen dieses Samplers mehr als ehrenwert und natürlich ein typisches Produkt jener Jahre aus dem Pläne-Verlag … und die paar versprengten DKP-Mitglieder hatten vielleicht nun die Hoffnung, dass es zum Aufschrei und Aufstand der proletarischen Massen kommen könnte. Rockmusik als Transportmittel „radikaler“ Ideen.

Nun, wie wir wissen, war diese Hoffnung trügerisch … Und schon damals hegte ich den Verdacht, dass man mit einer derartigen Musik (Stichwort: wir werden immer mehr) genau jene Massen nicht erreichen kann und wird.

Dehmist dieser Sampler natürlich musikhistorisch ziemlich interessant: Neben dem schon damals durchaus bekannten Dieter Süverkrüp und der Polit-Rock-Gruppe Floh De Cologne sind auch so „Eintagsfliegen“ wie „Die Conrads“, „Interpol“ oder „Vorschlaghammer“ mit ihren Songs zu hören.

Und dann gibt´s noch den Barden Lerryn … und hieter diesem Namen verbirgt sich kein geringerer als Dieter Dehm, der bis heute sich aktiv in Politik und Kultur einmischt. Ursprünglich war er ein langjähriges SPD Mitglied, war entscheidend an dem Erfolg der „Bots“ in Deutschland beteiligt und wechselte dann 1998 zur PDS („Die Linke“) und ist für diese Partei bis heute Mitglied des Deutschen Bundestages.

Der Dehm hat wirklich einen schillernden, zuweilen recht zweifelhaften Lebenslauf hingelegt (es scheint mittlerweile geklärt zu sein, dass er als IM für die Stasi arbeitete). Und damals veröffentlichte er bei Pläne auch eine eigene Single, bei neben dem auf dem Sampler enthaltenen Song „Lehrlings-Machtgebeat“ auch das Lied „Der Gummiknüppelsong“. Und diesen Song habe ich dann noch als Bonus-Titel ergänzend dazugepackt …

Ach ja, mehrfach wird als Texterin Lieselotte Rauner genannt: Lieselotte Rauner war eine deutsche Schriftstellerin, die 1970 den „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“ gründete.  Ihr literarisches Werk schilderte vor allem Arbeitsleben und Alltag der westdeutschen Arbeiterschaft schildert und sie zählt für mich zu den eher vergessenen Schriftstellerinnen dieser Zeit.

Allen, die in diesen bewegten Zeiten so allmählich groß gewurden sind schicke ich angesichts dieser zuweilen drolligen Texten einen lieben Gruß !

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Titel:
01. Die Conrads: Hoch vom Dach (Die Conrads/Kollektiv SDAJ) 3.28
02. Floh De Cologne:  Hallo Stift (Floh De Cologne)
03. Interpol:  Schaffen sie sich einen Lehrling an (Interpol) 3.47
04. Vorschlaghammer:  Ballade von den bösen Lehrlingen (Vorschlaghammer/Bücher) 2.52
05. Vorschlaghammer: Armer Anton (Vorschlaghammer) 1.12
06. Die Conrads: Nach dreißig Jahren (Die Conrads/Rauner) 1.45
07. Die Conrads/Hannes Stütz: Dick und Doof in der Fabrik (Stütz) 2.53
08. Dieter Süverkrüp: Das Lied vom Nutzen (Süverkrüp) 2.51
09. Floh De Cologne:  Lehrherr unser (Floh De Cologne) 1.52
10. Interpol: Ich bin so glücklich (Interpol) 3.15
11. Die Conrads & Dieter Süverkrüp: Was ein Lehrling alles lernt (Süverkrüp/Siebert) 0.29
12. Die Conrads: Betriebsgeheimnis (Die Conrads/Rauner) 0.59
13. Lerryn / Dadazuzu: Lehrlings-Machtgebeat (Lerryn/Günther) 3.12
14. Die Conrads & Dieter Süverkrüp: Lehrlingsbilanz (Süverkrüp/Rauner) 0.33
15. Münchner Songgruppe: Lehrlinge zusammenhalten (Münchner Songgruppe) 3.21
16. Die Conrads & Dieter Süverkrüp: Wer hat den Lehrling gemacht (Süverkrüp) 2.26
17. Floh De Cologne:  Wir werden immer mehr (Floh De Cologne) 2.08
+
18. Lerryn und Dadazuzu: Gummiknüppelsong (Lerryn) 5.57

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LerrySingelHülle

Friedrich Gulda – Vienna Revisited (1969)

FrontCover1Keine Frage: er war einer der ganz großen deutschsprachigen Jazzmusiker mit internationalem Ansehen:

Friedrich Gulda (* 16. Mai 1930 in Wien; † 27. Januar 2000 in Weißenbach am Attersee) war ein österreichischer Pianist und Komponist.

Gulda begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel. 1942 nahm er ein Musikstudium bei Bruno Seidlhofer (Klavier) und Joseph Marx (Musiktheorie und Komposition) an der Wiener Musikakademie, der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, auf. Mit 16 Jahren reüssierte er beim Internationalen Genfer Musikwettbewerb und gelangte danach rasch zu Weltruhm. Seine äußerst exakten, um besondere Werktreue bemühten Mozart- und Beethoven-Interpretationen gelten bis heute als Meilensteine in der Musikgeschichte. Charakteristisch für Gulda ist ein äußerst präzises und rhythmisch akzentuiertes Spiel.

Sein Repertoire umfasste Werke von J. S. Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Debussy und Ravel, wobei vor allem seine Interpretationen der Klaviersonaten Beethovens und des Wohltemperierten Klaviers von Bach Aufsehen erregten. In seinen Konzerten spielte er Werke Bachs häufig originalgetreu auf einem Clavichord.

Gulda hatte ein hervorragendes Gedächtnis. Er brauchte sich zum Beispiel (wie Workshopteilnehmer berichten) den Notentext von Robert Schumanns „Waldszenen“ nur wenige Minuten lang anzuschauen, um das Werk dann auswendig zu spielen.

Eine der berühmtesten Schülerinnen Guldas ist die argentinische Pianistin Martha Argerich.

Gulda betätigte sich auch als Komponist und schrieb unter anderem für Heinrich Schiff ein Konzert für Violoncello und Blasorchester mit den Sätzen Ouverture, Idylle, Cadenza, Menuett, Finale alla marcia. 1967 vertonte er einige der Galgenlieder von Christian Morgenstern und veröffentlichte sie gemeinsam mit Georg Kreisler (Gesang) und Blanche Aubry (Gesang). Einige „moderne Wienerlieder“ veröffentlichte er zusammen mit dem ihm auffällig ähnelnden Sänger Albert Golowin, der sich von ihm im Wesentlichen durch schwarzen Vollbart und dickrandige Brille unterschied – erst nach Jahren fanden einige Kritiker heraus, dass Albert Golowin und Friedrich Gulda identisch waren.

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In jungen Jahren entdeckte Gulda auch die Liebe zum Jazz, den er als die maßgebliche Richtung moderner Musikentwicklung ansah. 1951 lernte er den gleichaltrigen Jazz-Musiker Joe Zawinul kennen.Ab Mitte der 1950er-Jahre erarbeitete er sich einen Ruf als Jazz-Interpret und -Komponist. In seinen Konzerten bemühte er sich immer mehr um Aufhebung der Trennung zwischen E-Musik und U-Musik. 1971 veröffentlichte er bei Papageno in Wien einen 110-seitigen Band mit eigenen Werken unter dem Titel „Klavier-Kompositionen“ (dieser enthält u. a. die Werke: Play Piano Play, Sonatine, Prelude and Fugue, Variationen über Light My Fire und Variations). Von 1972 bis 1978 spielte er im Trio Anima mit Paul Fuchs und Limpe Fuchs und später zu zweit mit der Sängerin und Perkussionistin Ursula Anders hauptsächlich frei improvisierte Musik. Er komponierte Jazz-Klavierstücke und kombinierte in seinen Konzerten klassische Musik und Jazz. Gleichwohl blieb ihm hierfür echte Anerkennung versagt. So schreibt der Musikkritiker Robert Fischer: „Friedrich Guldas Ausflüge in den Jazz wurden einst von den Hohepriestern der Klassik nur mit spitzen Fingern angefasst wie etwas, das man allenfalls zu erdulden habe, weil er doch so schön Mozart spiele.“

Gelegentlich gab er gemeinsam mit Joe Zawinul in den 1980er Jahren Konzerte.

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Friedrich Gulda + Joe Zawinul

Guldas Auftreten auf der Bühne war unkonventionell. So spielte er einmal auf der Bühne nackt die Blockflöte. Auch wich er in Konzerten immer wieder vom angekündigten Programm ab und trug andere Werke vor. 1969, anlässlich der Verleihung des Beethoven-Rings durch die Wiener Musikakademie, kritisierte Gulda in seiner Dankesrede vor Direktoren, Professoren und Studenten den aus seiner Sicht verstaubten und verknöcherten Ausbildungsbetrieb. Wenige Tage später gab er den Ehrenring zurück. Im Sommer 1973 spielte Gulda beim 5. Internationalen Musikforum in Viktring das Eröffnungskonzert, doch statt des angekündigten Wohltemperierten Klaviers von Johann Sebastian Bach begann der Pianist (begleitet von Paul und Limpe Fuchs) mit ungewöhnlichen Klängen. Als der Musikvortrag nach zweieinhalb Stunden endete und der größte Teil der in Abendgarderobe gekommenen Gäste den Saal verlassen hatte, spielte Gulda zwei Stunden lang aus dem angekündigten Wohltemperierten Klavier. Im Winter 1980/81 spielte er in einer Serie von Konzert-Matineen an der Bayerischen Staatsoper sämtliche Klaviersonaten von Mozart.

1999 gab Gulda im Wiener Konzerthaus eine Paradise Night, die er Wochen vor seinem tatsächlichen Ableben nach einer von ihm selbst lancierten Falschmeldung seines Todes als Auferstehungsfest veranstaltete und bei der er durch Tänzerinnen, die Paradise Girls, und DJs unterstützt wurde.

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Laurinho Bandeira, Michael Honzak, Friedrich Gulda, Barbara Dennerlein, Joe Zawinul

Friedrich Gulda war von 1956 bis 1966 mit Paola Loew verheiratet, aus der Ehe gingen die Söhne David Wolfgang und Paul hervor. 1967 heiratete er auf seiner Japan-Tournee Yuko Wakiyama, aus der Ehe ging Sohn Rico hervor; diese Ehe ging 1973 auseinander. Seit 1974 lebte und arbeitete er mit der Musikerin Ursula Anders zusammen. Seine Söhne Paul und Rico Gulda wurden Pianisten.

In späteren Jahren wurde der Kettenraucher Friedrich Gulda schwer herzkrank und hatte sich mehreren Bypass-Operationen zu unterziehen. Wie der Cover-Beschreibung seiner letzten Schubert-Einspielung vom August 1999 zu entnehmen ist (unter seinem eigenen Label Paradise erschienen), wusste Gulda seinerzeit schon von seinem unmittelbar bevorstehenden Tod. Er starb am 27. Januar 2000, dem Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart, den er unter allen Komponisten am meisten verehrt hatte, und wurde auf dem Friedhof in Steinbach am Attersee in Österreich begraben.

Im Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg in Kremsmünster wird das künstlerische Schaffen und die internationale Karriere des Künstlers dokumentiert. Den Mittelpunkt bildet sein Domizil in Weißenbach am Attersee, in dem er am 27. Januar 2000 verstarb. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist der Diskografie und den Originalinstrumenten Friedrich Guldas gewidmet. (Quelle: wikipedia)

Hier eines seiner kleinen Meisterwerke, diesmal sogar mit Gesang … Und seine Erläuterung zur Cover-Abbildung erscheint mir auch bemerkenswert:

„Bassena – der Wasserauslauf für mehrere Mieter war das Symbol für die Massenquartiere in Zinshäusern der Gründerzeit vor allem in den Randbezirken Wiens.“

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Besetzung:
Friedrich Gulda (piano)
+
Albert Golowin (vocals bei 05.- 08.)
Manfred Josel (drums bei 05. – 08.)
J. A. Rettenbacher (bass bei 05. – 08.)
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Titel:
01. Sonatine 1. Satz (Gulda) 5.05
02. Sonatine 1. Satz (Gulda) 6.20
03. Sonatine 1. Satz (Gulda) 3.25
04. Die Reblaus (Marischka/Föderl) 3.40
05. Wann i geh (Gulda) 11.14
06. Du und i (Gulda) 3.40
07. Wann du mi einmal loswerd’n willst (Gulda/Weiser) 3.03
08. Auf Visit‘ (Gulda) 4.15

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HörZuBlackLabelEdition

Die Hör Zu Black Label Ausgabe
(Eine Leihgabe aus dem großartigem Dr. Fu Man Chu Schallarchiv)

 

Kamerad Schnürschuh und die zackigen Knobelbecher – Mit Hemd und ohne Höschen 3 (1969)

FrontCover1.JPGTja … ein weiterer Tiefpunkt deutschen Humors … und heutzutage kann  man (bzw. ich) gar nicht mehr vorstellen, an welche Zielgruppe sich Aufnahmen wie diese gewandt haben … jene Spezies Männer (denn die waren natürlich insbesondere angesprochen) löst bei mir Rätsel über Rätsel aus …

Musikalisch verantwortölich für diese Knallköpfe die sich „Kamerad Schnürschuh und die zackigen Knobelbecher“ waren Karl Geithner und Walter Heyer.

Der Walter Heyer stammte wohl aus Norddeutschland, nannte sich mal auch Jan Steeven und war für seine Marschmusik bekannt.

Und Karl Geithner (geboren am 11 Oktober 1922 in Chemnitz-Markersdorf, gestorben ist er dann 1976). Der hatte auch ein Pseudonym („Frank Behna“) und der war früher mal bei Friedel Hensch und den Cyprys aktiv.

Und im Schweinsgalopp rasend sie durch mehr oder weniger bekannte Gassenhauer und garnieren sie mit schlüprig-zotigen Texten auf billigstem Niveau (Prädikat: frauenfeindlich) … und ich stelle mir gerade die Damen vor, die hier verkrampft mitlachen, damit sie nicht als Spaßbremse gelten …

Und so kommt es dann, dass aus dem Operetgten Titel „Glücklich ist, wer vergißt“ (aus der Operette „Die Fledermnaus“) ein „Glücklich ist, wer verfrißt… “

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Weitere Ausgaben dieser Serie

Und man glaubt es kaum … diese Serie – die an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten ist – ear erfolgreich, so erfolgreich, mdass noch diverse weitere Ausgaben erswchien sind … ich glaube die Serie hielt sich bis ca. 1979 und erfreute sich wohl großer Beliebtheit …

Und von daher habe ich als Chronist deutschen Musikschaffens die traurige Pflicht … auch eine solche Scheibe zu  Gehör zu bringen … Zeichen deutschen Stumpfsinns …

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Titel:

01. Medley 01 (4.44)
01.1 Wir sind vom KFK – Körperfreikulturverein… (Jurek)
01.2.Auf der Alm, da gibt’s ka Sünd’… (Traditional)
01.3. Und schlägt der Bauch auch Falten! (Behna/Steeven)

02. Medley 02 (4.24)
02.1. Das kleine Fräulein Adelheid…! (Fucik)
02.2. Veronika, der Lenz ist da… (Rotter/Jurmann)
02.3. Hans, sei doch so nett… (Über den Wellen) (Rosas)

03. Medley 03  (4.29)
03.1. Mein Lebenslauf ist Lieb‘ und Lust (Strauß)
03.2. Ei, Ei, Ei, Ei…! (Cielto Lindo) (Traditional)
03.3. Uns geht die Puste nicht aus! (Wiener Praterleben) (Translateur)

04. Medley 04  (3.27)
04.1. Meiner und Deiner…! (Dinah) (Akst/Young/Lewis)
04.2. Laß doch mal den Papa ran! (Ständchen) (Heykens)
04.3. Hab’n se denn meine Alte nicht geseh’n? (Jurek)

05. Medley 05  (3.27)
06.1. Ich schieße meiner Liese… (Kötscher/Cardello)
05.2. Immer ran an die douletten! (Flieger-Marsch) (Dostal)

Selten so gelacht…! (Melodienfolge von Heyer/Geithner):

06. Medley 06  (4.07)
06.1. Wer das Höschen hat erfunden (Wer Das Scheiden Hat Erfunden)
06.2. Wer will noch mal, wer hat noch nicht! (Strauß)
06.3. Wo gibt’s denn hier noch Bier
06.4. Rosen, Narzissen… (Santa Lucia)
06.5. Ja, die Frieda (Tiritomba)
06.6. Und die Moral von der Geschicht’…

07. Medley 07 (4.07)
07.1. Oho – Aha (When The Saints)
07.2. Die Lola (Im Kahlenbergerdörfel) (Fahrbach jun.)
07.3. Es war im Böhmerwald
07.4. Schön ist eine Hochzeitsfeier…
07.5. Aber immer mit frischem, frohen Mut!
07.6. Wir sind so müde… (Schweinemarsch)

08. Medley 08 (3.37)
08.1. In der alten Kaschemme (Estrella-Walzer) (Millöcker)
08.2. Martha, Martha… (Flotow)
08.3. Glücklich ist, wer verfrißt… (Strauß)
08.4. Das Mädchen von Heute… (Schnadahüpferl)
08.5. Erst ein Bier… (Strauß)
08.6. Wir machen durch…! (Strauß)

09. Medley 09 (3.51)
09.1. Einmal Ist Keinmal…! (Down By The Riverside)
09.2. Junge, Junge… (Wir winden dir den Jungfernkranz) (Weber)
09.3. Ein Männlein steht im Walde…!
09.4. Mit Wurst und fettem Speck… (Trara, die Post ist da)
09.5. Gold und Silber lieb ich sehr
09.6. Ja, bei uns geht alles wie genudelt…

10. Medley 10 (3.51)
10.1. Zieht euch warm an… (Wolgaschlepper)
10.2. Steh‘ ich in finst’rer Mitternacht!
10.3. Wer hätte das gedacht…
10.4. Onkel Max aus Kopenhagen (Aus ungarischer Rhapsodie) (Liszt)
10.5. Zicke – Zacke, Zicke – Zacke, Hoi – Hoi – Hoi!
10.6. B30 Aber Eins, Aber Eins… (Mein Regiment, mein Vaterland)
10.7. S’war immer so…!

11. Medley 11 (3.51)
11.1. In Hamburg, da bin ich gewesen…
11.2. Solang der Alte Peter…
11.3. Solange der Bauch in die Weste paßt! (Alter Jägermarsch)
11.4. Wir haben oft und gern gelacht!
11.5. Ach, bleib bei mir…

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