Tony Marshall – Schöne Maid (1972)

FrontCover1Musikalisch ganz sicher kein Höheounkt  in diesem blog, aber dennoch der Erwähnung wert:

Tony Marshall (* 3. Februar 1938 in Baden-Baden als Herbert Anton Bloeth) ist ein deutscher Schlagersänger.

Tony Marshall wurde 1938 als Herbert Anton Bloeth geboren; er änderte seinen Nachnamen vor der Geburt seines ersten Kindes in Hilger. 1965 bestand er sein Staatsexamen als Opernsänger an der Karlsruher Musikhochschule. Bekannt wurde er 1971 mit dem vom Erfolgskomponisten Jack White produzierten Lied Schöne Maid. Eigentlich wollte er das Lied nicht singen, darum hatte er sich vor der Aufnahme mit Chianti einen Schwips angetrunken. Er hoffte, Jack White würde ihn aus dem Studio werfen. Er hatte zunächst zugesagt, weil seine erste ambitionierte Platte ein Flop war, er aber für seine Familie das Geld brauchte. Die Platte, deren Melodie ursprünglich ein Traditional aus Tahiti ist (Nau Haka Taranga), wurde im selben Jahr mehr als eine Million Mal verkauft. Insgesamt verkaufte sich das Lied bis heute über drei Millionen Mal weltweit (in den USA und in Australien unter dem Titel Pretty Maid) und wurde mit sechs goldenen Schallplatten ausgezeichnet.

Tony Marshall1Fortan wurde Marshall zum „Fröhlichmacher der Nation“ und zählte zu den Top-Entertainern Deutschlands. Er ging weltweit auf Tourneen (Japan, Afrika, Kanada, USA, unter anderem). 1976 gewann er mit Der Star die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest; das Lied wurde aber kurz darauf disqualifiziert, weil die israelische Sängerin Nizza Thobi es schon vorher öffentlich gesungen hatte, was gegen die Wettbewerbsregeln verstieß.

2003 wurde der Tony-Marshall-Weg in Baden-Baden nach ihm benannt. 2004 feierte Tony Marshall sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. 2005 spielte der ausgebildete Opernsänger im Frankfurter Volkstheater die Rolle des Tevje im Musical Anatevka, 2008 die des Papageno in der Zauberflöte. Im selben Jahr wurde er wegen seines gleichnamigen Hits aus dem Jahr 1978 zum Ehrenbürger von Bora Bora ernannt,[3] nachdem er im Jahr 2007 mit dem Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder ausgezeichnet worden war. Wie 2012 bekannt wurde, leidet Marshall unter einer Polyneuropathie, die zeitweise zu Lähmungserscheinungen in den Beinen führt. Im März 2012 musste er deswegen ein Konzert abbrechen. Entgegen der landläufigen Bezeichnung „Trinkerbein“ ist ein überhöhter Alkoholkonsum jedoch nur eine von zahlreichen möglichen Ursachen einer Polyneuropathie.

Anlässlich seines 80. Geburtstags ernannte ihn seine Geburts- und Heimatstadt Anfang 2018 zum Ehrenbürger.

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1962 heiratete er seine Freundin Gabi aus Kindertagen. Er ist Vater zweier Söhne, Marc Marshall (* 1963) und Pascal (* 1967), und einer Tochter, Stella (* 1979). Pascal und Marc standen schon im Kindesalter mit ihm auf der Bühne und sind heute beide erfolgreich im Musikgeschäft tätig, Marc auch als Teil des Duos Marshall & Alexander.

Mit seiner Tochter Stella, die seit ihrer Geburt an Infantiler Zerebralparese und Epilepsie leidet, gründete Tony Marshall im Dezember 1999 die „Tony-Marshall-Stiftung“, die sich neben anderen Projekten für Menschen mit Behinderung gezielt der Schaffung von behindertengerechten Wohn- und Arbeitsplätzen und dem Bau von Einrichtungen für die Behindertenhilfe annimmt. (Quelle: wikipedia)

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Tony Marshall mit Tochter Stella

Also: da haben wir einen gelernten Operbsänger, der dann später zur Rampensau mutierte und der dann später – ausgelöst durch die eigene Betroffenheit – sich den Lebensbedingungen behinderter Menschen annahm … das nenn ich ne Entwickling …

Zur Musik dieses Debütalbums äussere ich jetzt mal nicht, nicht dass ich noch die Voraussetzungen des § 185 StgB erfülle.

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Quelle: Stuttgarter Zeitung, 2012

Singles

Besetzung:
Tony Marshall (vocals)
+
unbekanntes Orchester

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Titel:
01. Komm gib mir deine Hand (White) 4.16
02. Zwischen heute und morgen (White/Jay) 3.16
03. Ich hol‘ dir vom Himmel die Sterne (White/Hein) 2.62
04. Wir bleiben noch auf (White/Heilburg) 2.07
05. Was der Wind erzählt (White/Jay) 2.57
06. Schöne Maid (White) 3.13
07. Junge, die Welt ist schön (White) 3.05
08. Majka (White/Weigel) 3.01
09. Hans im Glück (Zill/Weigel) 2.39
10. Mein Talisman mit btaunen Augen (Austin/Sapaugh/Loose) 2.23
11. Aus lauter Liebe zu dir (White/Hein) 3.04
12. Mein Elternhaus (White/Weigel) 3.24

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TonyMarshallStiftung

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Yves Robert – Der grosse Blonde mit dem schwarzen Schuh (VHS rip) (1972)

DerBlonde47Neulich hatte ich mal wieder ein Schwätzchen mit der Graugans und dabei kamen wir auch auf das Thema Kino. Sie erwies sich dabei als ausgesprochene Cineastin, die auch dem Genre „Film-Komödie“ etwas abtgewinnen kann. Und so zählten wir lachend ein paar Klassiker aus diesem Bereich auf … z.B. auch diesen:

Der Geheimdienstchef Toulouse (Jean Rochefort) vermutet eine Intrige in den eigenen Reihen und stellt daher seinem Stellvertreter Milan eine Falle. Lockvogel soll ein zufällig ausgewählte Mann auf dem Flughafen sein. Milan beißt an und so gerät der gerade aus München heimgekehrte Geigenspieler François Perrin (Pierre Richard) in die Mitte von geheimdienstlichen Aktivitäten. Agenten und Spione sind hinter ihm her und wollen ihm, nicht zuletzt mit Hilfe der attraktiven Agentin Christine (Mireille Darc), Geheimnisse entlocken, von denen er gar nichts weiß. Denn ausser einer Affäre mit der Frau seines Freundes hat der chaotische Musiker nicht viele geheime Informationen zu bieten.

Der Film ist noch immer sehr lustig, aber natürlich nicht mit dem Tempo aktueller Komödie vergleichbar. 1972 hatte man in den Filmen noch Zeit und nahm sich diese auch. Da musst nicht alle 30 Sekunden ein Gag abgefeuert werden und der Film sorgte trotzdem für gute Unterhaltung. Allein der liebevoll gestaltet Vorspann mit Spielkarten dauert über zwei Minuten. Soviel Zeit nimmt sich heute kaum ein Film mehr, um eine Stimmung aufzubauen. Da kann es heutzutage fast gar nicht schnell genug gehen. Zum „Barry Seal“, den ich vorgestern sah, zeigte nicht einmal den Filmtitel vor dem Film.

Aber zurück zum großen Blonden. Pierre Richard überzeugt natürlich wie gewohnt als chaotischer Tollpatsch und Mireille Darc verdrehte mit ihrem mehr als rückenfreien Kleid nicht nur Pierre Richard sondern auch dem Kinopublikum die Augen. Eine so erinnerungswürdige Szene, dass das Outfit auch für das US-Remake mit Tom Hanks übernommen wurde. (Der Verrückte mit dem Geigenkasten, 1985).

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Was fällt auf: Bei Komödie fließt ja zumeist wenig Blut. In diesem Film gibt es aber einige Tote und es wird gegen Ende reichlich geschossen. Dennoch landet nicht ein Tropfen Blut auf dem Boden und die Opfer haben meist nicht einmal ein Einschussloch in ihrem Körper, wenn sie sich fallen lassen.

Dagegen wird im Film eine andere unrealistische Sache, die in Filmen sehr oft vorkommt fast schon aufs Korn genommen. Jean Rochefort fährt mit seinem Angestellten im Auto und als dieser nur kurz beim Fahren die Augen von der Fahrbahn abwendet wird er zweimal ermahnt: „Schauen sie beim Fahren bitte nach vorne“. (Quelle: www.uncut.at)

„Vergnügliche Parodie auf Geheimdienstarbeit und Agentenfilm-Klischees. Mit Witz und Einfallsreichtum in die turbulenten Verwicklungen um einen angeblichen Top-Agenten verpackt, mit dem ein Geheimdienstchef seinen ehrgeizigen Stellvertreter erfolgreich narrt. Ein unbeschwertes Vergnügen mit Niveau, wenn auch nicht ganz ohne Längen.“ (Lexikon des Internationalen Films)

Wie gesagt: heute sicherlich ein wenig antiquiert, aber dennoch immer noch köstlich … eine Agentenparodie in den Zeiten des kalten Krieges … und ja, die Franzosen konnten solche Komödien mit einer Leichtigkeit drehen …

Ach ja …

Der rumänische Komponist Vladimir Cosma schrieb mit dem Titelthema auf der Panflöte für seinen Landsmann Gheorghe Zamfir einen seiner bekanntesten Filmmusiktitel.
Erst der große Erfolg des Films in Deutschland machte Pierre Richard in seinem Heimatland Frankreich populär und ermöglichte seine internationale Karriere. Erst daraufhin wurde auch die Fortsetzung Der große Blonde kehrt zurück (Le Retour du grand blond, 1974) gedreht, in der François Perrin und Christine weitere Abenteuer erleben (Quelle: wikipedia)

Besetzung:
Pierre Richard: François Perrin
Jean Rochefort: Toulouse
Bernard Blier: Milan
Paul Le Person: Perrache
Mireille Darc: Christine
Jean Carmet: Maurice
Colette Castel: Paulette

Regie Yves Robert
Drehbuch Yves Robert
Francis Veber
Produktion Alain Poiré
Yves Robert
Musik Vladimir Cosma
Kamera René Mathelin
Schnitt Francis Veber

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Völlig ahnungslos … François Perrin

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Das fiese Grinsen eines Intriganten

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Drei Intriganten unter sich …

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Die Observation  beginnt …

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Der ist´s nicht …

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Im Geigenkasten ist ne … Geige

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Der Chef des Geheimdienstes lebt bei seiner Mutter

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Es wird abgehört … rund um die Uhr

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So übt das Genie … mit den Sportnachrichten auf dem Notenständer

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Paulette freut sich auf ein Schäferstündchen …

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Und die Schlapphüte lauschen den Klängen des Liebesspiel fassungslos zu

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Ratlos beobachten die Herren das harmlose Leben des François Perrin

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Tarnung ist alles: Dieser Blumenlieferwagen dient als Zentrale dar Abhöraktionen

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Milan hört seine Frau beim Liebesspiel („Mach mir den Hengst“ ….

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Dies muss er auf der Stelle seinem Freund berichten …

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Die Agentin Christine spricht eine Einladung aus …

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Da macht sich Sprachlosigkeit breit …

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… die dann  …

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… noch größer wird …

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Da freut sich einer auf eine aufregende Nacht …

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Man kommt sich näher …

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Natürlich wird auch dieses Ereignis beobachtet …

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Nein, das ist keine sexuelle Spielart, sondern ein übles Missgeschick

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Beflügelt von der Liebesnacht …. wird eifrig komponiert …

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Jetzt haben die Agenten aber die Faxen dicke … nun soll es ihm an den Kragen gehen …

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Dabei wird diese Zigarre zum Verhängnis ….

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François Perrin tröstet den mittlerweile nervlich völlig zerrütteten Milan

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… und macht sich dann mit einer süßen Fracht auf den Weg nach Rio …

 

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Marius Müller-Westernhagen – Gebt Bayern zurück an die Bayern + Wenn ich mal alt bin (1972)

FrontCover1Und schon wieder eine Leihgabe von einem Leser dieser blogs … ich sag schon mal ein ganz herzliches Dankeschön, denn bei dieser Leigabe handelt es sich um eine ganz besonders amüsante Leihgabe … die zugleich ein Schlaglicht auf jenes Bayern wirft, wie es sich (nicht nur) in den 70er Jahren präsentiert hat. Stichwort: die Ära eines Franz-Josef Strauß !

Es begab sich in jenen Tagen, dass ein jungen Künstler namens Marius Müller-Westernhagen (der sich erst seine Sporen zu verdienen hatte), für die ZDF – Satire-Sendung Express eine satirische Persiflage über das Land der Bajuwaren verfasste. Musikalische Grundlage dafür war der Paul Mc Cartney Song „Give Ireland Back to the Irish“ … Der Song kam anscheinend ganz gut an, zumindest so gut, dass United Artists Recdords beschloss, flugs daraus eine Single zu machen … Und das war ein Fehler: denn kaum war die Single auf dem Markt hagelte es nur so an Protesten. Man kann sich denken, dass diese Proteste nicht aus Ostfriesland kamen … sondern, dass viel eher die Bayerische Staatsregierung kurzfristig kollabierte, ob des unanständigen Textes, der wie folgt lautet:

Text.jpgDas war zu viel des Guten … unerhört ! Und so kam es in jenen Tagen, dass diese Single ziemlich rasch wieder vom Markt genommen werden (musste). So war er halt, der FSJ … ich erinnere mich noch gut an jene Tage und an mein Amüsement über dieses Lied.

Hier kann man es sich nun noch mal anhören … und sich an den Satz erinnern: „Was darf Satire ?“ …

Im übrigen: Westernhagens Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Hier ein aktuelles Wahlplakate der allseits beliebten Bayern-Partei:

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Na bitte … geht doch !

Und die B-Seite der Single „Wenn ich mal alt bin“ ist eine fidele Cover-Version des Beatles Klassikers „When I´m 64“ !

Also: für diesen köstlichen Spaß ein herzliches Dankeschön an den Spender !!!

 

Promokarte1

Promokarte

Besetzung:

Marius Müller-Westernhagen (vocals)
+
Die Wingos (? … aha)

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Titel:
01. Gebt Bayern zurück an die Bayern (McCartney/Schmidt-Hans/Köper/Müller-Westernhagen) 3.03
02. Wenn ich mal alt bin (Lennon/McCarntey/Hauptmann) 2.31

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PlakatBayernPartei

Twenty Sixty Six And Then – Reflections (1972)

LPFrontCover1.jpgTwenty Sixty Six and Then, verkürzt auch mit 2066 statt der ausgeschriebenen Zahl und/oder kaufmännischem „&“ geschrieben, war eine deutsche Musikgruppe aus Mannheim.

Die Gruppe wird sowohl dem frühen Krautrock als auch dem Progressive Rock zugerechnet, wobei auch Einflüsse aus dem Jazz, Hard-Rock und psychedelischen Rock in den Stil der Band mit eingeflossen sind.

2066 and Then formierten sich im Sommer 1971. Namensfinder war Geff Harrison, der hierfür die alte englische Redensart „1066 and then“ aufgriff. Das Jahr 1066 war für die englische Geschichte folgenreich, bedingt durch den Sieg der Normannen unter Wilhelm der Eroberer in der Schlacht von Hastings.

Als Band existierte 2066 and Then ein knappes Jahr. Trotz Überlänge wurden die Songs im Radio gespielt, und besonders im süddeutschen Raum trat die Band oft auf. Sie löste sich aus wirtschaftlichen Gründen auf, bevor es zum richtigen Durchbruch kam. Auslöser waren die enttäuschenden Verkaufszahlen ihres ersten Albums Reflections on the Future, veröffentlicht bei United Artists Records. Geff Harrison und Gagey Mrozeck gingen zu der Lokalband Kin Ping Meh und Veit Marvos gründet die Gruppe Emergency. Konstantin Bommarius wechselte zu Abacus und spielte in der Folge auch bei verschiedenen anderen Bands z.B. Karthago, musste sich dann aber aus gesundheitlichen Gründen vom Schlagzeugspiel verabschieden. Er kam 2014 bei einem Unfall in Mannheim ums Leben.

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1991 erschien bei Second Battle eine zweite LP mit, bei einer Ausnahme, bislang unveröffentlichten Stücken unter dem Titel Reflections on the Past. Als das Label nun eine Kompilation als CD veröffentlichen wollte, waren die ursprünglichen Masterbänder des ersten Albums nicht mehr verfügbar. Stattdessen konnten aber andere Aufnahmen, die in Studioqualität vorhanden waren, verwendet werden. Die CD erschien unter dem Namen Reflections! und umfasste fünf Stücke des zweiten Albums sowie drei des ersten, diese aber in einer alternativen Version. Lediglich das Stück At my home ist auf allen drei Werken zu hören. (Quelle: wikipedia)

Hier ihr Debütalbum:

Die deutschen Bands der frühen 70er kann man grob in zwei Gruppen teilen. Da sind einmal diejenigen, die es geschafft haben, Sounds zu kreieren, die ihren angloamerikanischen Kollegen ebenbürtig sind (z.B. die Rattles, Kathargo, Birth Control, Gomorrha oder auch Passport). Andererseits gab es viele Gruppen, die eine ganz eigene, neuartige Musik geschaffen haben, die gerade versucht hat, anders zu sein, als die dieser britischen oder amerikanischen Kollegen (z.B. Can, Neu!, Between, Tangerine Dream, Kraftwerk oder Faust).

Interessanterweise sind es gerade letztere Gruppen, derer man sich – im Zusammenhang mit dem Begriff Krautrock – als innovative und bedeutende deutsche Bands erinnert. Dabei geraten die Formationen der erstgenannten Gruppe, insbesondere aus progrockiger Sicht, oftmals etwas in Vergessenheit, auch deshalb, weil ihre Musik sich eben nicht grundlegend von dem unterschied, was damals aus Amerika oder England kommend den Markt überflutet hat. Twenty Sixty Six & Then (oder 2066 & Then) ist eine von diesen Bands, die heutzutage kaum noch jemand kennt. Das einzige Album der Gruppe aus Mannheim wurde 1972 in kleiner Auflage von United Artists Records veröffentlicht und verkaufte sich so schlecht, dass sich die Band bald wieder auflöste. Mitglieder von Twenty Sixty Six & Then waran später allerdings u.a. bei Kathargo und Abacus (Bommarius), King Ping Meh (Harrison und Mrozeck), Tritonus (Harrison), Nine Days Wonder, Aera (Robinson/Geyer) und Emergency (Marvos) tätig.

Die Grundlage der Musik auf „Reflections On The Future“ ist ein recht erdiger Hardrock britischer Prägung, dominiert von Orgel und E-Gitarre und versehen mit recht typischem, bluesig-rauhem Gesang. Geff Harrison hat eine dieser Reibeisenstimmen, die sich ab und an auch in höhere Lagen windet, meist aber voluminös und kratzig vibriert und oft noch so klingt, als hätte er beim Singen eine Pflaume in der Backe stecken.

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Irgendwo in der Nähe von Uriah Heep, Deep Purple, Procol Harum oder Spooky Tooth ist die Musik von Twenty Sixty Six & Then gelagert, ist dabei aber deutlich progressiver. Die beiden Keyboarder benutzen neben der allgegenwärtigen E-Orgel ab und an auch ein Mellotron oder einen Synthesizer, gelegentlich erklingt eine Flöte, die Linien der verschiedenen Tasteninstrumente und der Gitarre sind oft komplex verschlungen, es wird mitunter jazzrockig und ganz selten krautig-experimentell (hauptsächlich in der Mitte des langen Titeltracks, in dem verschiedenste Tastenklänge minutenlang wüst durcheinanderlärmen). In den langen Nummern wird ausgiebig gejammt, insbesondere die Tasten schwellen heftig, es rockt vorantreibend und hart, immer wieder unterbrochen von ruhigeren Abschnitten, in denen dann oft die Flöte zum Einsatz kommt. Etwas aus diesem Rahmen fällt „Autumn“, in dem es zwar auch oft heavy zugeht, das aber mit umfangreichen Mellotroneinsatz (insbesondere im ruhigen Mittelteil) und einigen klassisch inspirierten Arrangements aufhorchen lässt. Neben dem schon erwähnten freiformatigen Abschnitt in „Reflections On The Future“ ist noch das oft erklingende Vibraphon erwähnenswert, welches in den ruhigeren Abschnitten für glockige Klangbereicherung sorgt.

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„Reflections On The Future“ ist eine erstklassig dargebotene und abwechslungsreich gemachte Scheibe, die zwar nicht unbedingt mit ausgesprochen neuartige Klängen aufwarten kann, mir persönlich etwas zu hardrocklastig ist, trotzdem aber jedem Vergleich mit den schon mehrfach angesprochenen englischsprechenden Kollegen standhält. Sonderlich krautig ist diese Musik nicht, höchstens bisweilen teutonisch-wuchtig. (Achim Breiling)

Ach ja … das sei noch erwähnt: Endlich mal ne Prog-Rock LP aus diesen Jahren, wo der Gesang sovoll zu überzeugen weiss … kein Wunder. mit Geoff Harrison hatte die Band nicht nur einen waschechten Briten an Bord, sondern auch noch einen, der fast als 2. Rod Stewart durchgehen konnte.

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Besetzung:
Dieter Bauer (bass)
Konstantin Bommarius (drums)
Rainer „Steve Robinson“ Geyer (keyboards, vibraphone, synthesizer, mellotron, vocals)
Geff Harrison (vocals)
Gagey Mrozeck (guitar)
Veit Marvos (keyboards, vibraphone, synthesizer, mellotron, vocals)
+
Curt Cress (drums on 07. + 08.)
Wolfgang Schönbrot (flute on 05.2.)
Donna Summer (vocals on 08.)

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Titel:
01. At My Home (Harrison/Mrozeck/Robinson) 7.56
02. Autumn (Harrison/Robinson) 9.03
03. Butterking (Harrison/Robinson) 7.10
04. Reflections On The Future (Harrison/Marvos) 15.46
05.1. How Would You Feel (Harrison/Marvos) 3.22
05.2. The Way That I Feel Today (Harrison/Marvos) 11.11
+
06. Spring (Robinson) 12.59
07. I Wanna Stay (Robinson/Mrozeck/Marvos/Harrison) 3.37
08. Time Can’t Take It Away (Marvos/Harrison)

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Hannes Wader – 7 Lieder (1972)

FrontCover1Er war schon ein ganz wichtiger in der damaligen Zeit:

Das Album erschien in einer für Wader sehr schwierigen Zeit. Er war Anfang der 1970er Jahre nach Hamburg gezogen. Eine Zeit lang überließ er seine Wohnung der Terroristin und Mitglied der Rote Armee Fraktion Gudrun Ensslin, die sich als NDR-Reporterin namens Hella Utesch ausgegeben hatte. Dann reiste er per Anhalter durch Europa und ging anschließend mit diesem Album auf Tour. Die Baader-Meinhof-Gruppe (RAF) machte seine Wohnung zum Hauptquartier und experimentierte dort mit Sprengstoff. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, und Wader wurde von der Bühne weg verhaftet. Seine Karriere schien beendet. Seine Kollegen durchbrachen mit ihrer Solidaridät den über ihn verhängten Medienboykott und retteten seine Auftritte, indem sie ihrerseits mit Boykott drohten. Wader war gerettet. 7 Lieder entwickelte sich zu einem gut verkauften Album.

Dieses Album war praktisch das Ende der gemeinsamen Arbeit mit Werner Lämmerhirt, der sich auf seine Solo-Karriere konzentrierte. Nur auf den Alben Es ist an der Zeit (1980) und Nie mehr zurück (1991) wirkte er nochmals als Gastmusiker mit.

Schon so lang ist eine Bearbeitung von Alex Campbells Been on the Road so Long.

Auf diesem Album befindet sich der bekannteste Titel Waders Heute hier, morgen dort. Neben der Version auf diesem Album hat Wader noch zwei weitere Versionen dieses Titels veröffentlicht, die beide von Gary Bolstad stammen: die Originalversion Indian Summer auf dem Album Wünsche von 2001 und die Version Day To Day (eine Rückübersetzung von Waders Text ins Englische) auf dem Live-Album Auftritt: Hannes Wader von 1998 zu finden.

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Mit Langeweile ist auch wieder der Talking-Blues vertreten. Waders bekanntester Talking-Blues ist Der Tankerkönig, der ebenfalls auf diesem Album enthalten ist und auf dem Album Kleines Testament von 1976 in Der Putsch eine Fortsetzung findet. Wader arbeitet hier mit gesellschaftskritischen Textcollagen. Von da an sang Wader praktisch keinen Talking-Blues mehr. Lediglich auf dem Alben Nicht nur ich allein und 10 Lieder von 1995, das an 7 Lieder anknüpfte, brachte er noch Talking-Blues Titel. Auf dem Album Nicht nur ich allein befinden sich die Titel Erfülltes Leben und Der Büffel. Auf dem Album 10 Lieder trägt er das Lied Der Unsichtbare vor

Mit dem Titel Kokain betrachtete Wader ironisch den Drogenkonsum. Für das Lied stand das Lied Cocaine Blues Pate, das wiederum aus dem englischen Volkslied Little Sadie hervorging. (Quelle: wikipedia)

 

Und noch heute kommt Freude auf … z.B. bei dem völlig abgedrehten Song „Der Tankerkönig“ und dem nicht minder amüsanten „Langeweile“. Und ein famos aufspielender Werner Lämmerhirt sorgte für musikalische Höhepunkte … Gerade solchen Liedermachern mit in der Regel eher einfachen Akkord-Kompositionen sind dann Solisten vom Schlage eines Lämmerhirt eine fast unverzichtbare Zugabe … Und auch davon kann man sich auf diesem Album überzeugen.

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Besetzung:
Tom Cunnigham (guitar)
Werner Lämmerhirt (guitar)
Mohammad Tahmassebi (dombec)
Hannes Wader (guitar, vocals)

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Titel:
01. Heute hier, morgen dort (Indian Summer) (Bolstad/Wader) 2.59
02. Langeweile (Wader) 8.45
03. Schon so lang (Campbell/Wader) 3.30
04. Unterwegs nach Süden (Wader) 5.33
05. Der Tankerkönig (Wader) 11.45
06. Rohr im Wind (Wader) 3.05
07. Kokain (Traditional/Wader) 5.22

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Kraan – Kraan (1972)

FrontCover1.jpgFür ganz schön viele waren Kraan Anfang der 70r Jahre einfach die größten, und in der Tat ihr so ganz spezieller JazzRock hatte schon ein ganz großes Format.

Kraan ist eine deutsche Jazzrock-Band und zählt zu den bekanntesten Vertretern des Krautrock. Ihr musikalischer Verdienst ist die Mischung von Jazz und Rock mit orientalischen und asiatischen Klängen.

Kraan bildeten sich 1970 in Ulm. Zuvor hatten die Brüder Jan Fride und Peter Wolbrandt in diversen Jazzbands gespielt und konnten 1968 Hellmut Hattler überzeugen, mit ihnen die Band Inzest zu gründen. Johannes ‚Alto‘ Pappert (Saxophon) war zu dieser Zeit mit einer Soul-Rockband unterwegs und stieß, auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen, 1971 dazu.

P. Wolbrandt hatte in Berlin ein Grafikstudium begonnen, J. Fride war für Fotografie eingeschrieben und Hattler stand kurz vor dem Abitur, als sich allen die Frage stellte, wie es mit der Musik weiter gehen sollte: Hobby oder Beruf. Vier Wochen vor der Abiturprüfung stellte Hattler alle schulischen Anstrengungen ein, P. Wolbrandt gab sein Grafik- und J. Fride sein Fotostudium auf, und aus der Hobbyband Inzest entstand „Kraan“. Es wurden Musik- und Stilrichtungen genommen, vermischt, verändert und neu gespielt. Aus den weit gefächerten musikalischen Interessen aller Bandmitglieder – mit orientalischen Klängen, jazzigen Läufen und harten Beats – entstand ein zu dieser Zeit neuer Klang, der später das Etikett Jazzrock erhalten sollte.

ImStudio01AErste Konzerte stießen auf Interesse, und die Band beschloss, ihre Verbindungen in Berlin, unter anderem zu den Musikern von „Karthago“ und zu einem Tonstudio, für gemeinsame Sitzungen und erste Aufnahmen zu nutzen. Nach einem halben Jahr und einigen wenigen, aber erfolgreichen Auftritten, kam es zu einer ersten Krise, und Hattler nahm das Angebot der schwäbischen Band „Erna Schmidt“ in Norddeutschland an. Schnell stellte sich heraus, dass er seine musikalischen Vorstellungen hier nicht verwirklichen konnte, und er holte den Rest der Gruppe nach. Eine Fusion der beiden Bands war geplant. Das Projekt überlebte das Heimweh der Schwäbisch Gmünder Musiker und das Jahresende nicht; Kraan wurde neu gegründet.

Auf der Suche nach einem neuen Domizil wurde man bei Graf Metternich fündig. Er stellte sein Gut Wintrup im Teutoburger Wald zur Verfügung. Die einsame Lage in einem Tal machte Proben rund um die Uhr möglich. Von den früheren Bewohnern war der Manager Walter Holzbaur verblieben, der sich umgehend an die Vermarktung der Band machte. Ein erstes Konzert in Detmold verlief für die Band vor über 400 Zuschauern erfolgreich. Weitere Konzerte folgten und am Ende des Jahres 1972 dann auch die erste Schallplatte, die in zwei Tagen aufgenommen, an einem Tag gemixt und nicht allzu lange später erfolgreich an Intercord verkauft wurde. Sie erhielt gute Kritiken und es folgte eine erste Tournee durch Deutschland, Ausflüge in die Schweiz und die Niederlande. (Quelle: wikipedia)

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Soweit zur Frühgeschichte dieser Band. Nun zum Debütalbum von Kraan:

Das von Hattler beherrschte „Sarah’s Ritt durch den Schwarzwald“ kommt ziemlich spacig aus den Startlöchern, um dann mit mächtigen Hooks und donnerndem Bass mit seinen typischen Sololinien die Marschrichtung des folgenden Geschehens vorzugeben. Hier ist neben allen guten Zutaten auch sicher ein angemessener Schuss Krautrock enthalten – auch in Form des fast trivialen Textes.
»Oh Sarah, flipp doch aus, rauch ein Joint, komm zurück, yeah…«
Die beiden anderen Songs, auf denen gesungen wird, haben dann aber englische Lyrics und wirken damit textlich weniger angestaubt.
Leise Orgeltöne eröffnen und durchziehen „M.C. Escher“, das mit dem einnehmenden, gefühlsbetonten Saxophonspiel von Johannes Pappert voll überzeugt und bei geeigneter persönlicher Stimmung auch für eine Gänsehaut gut ist. Im Mittelteil geht es zwar mal free-jazzig abgedreht zu, mit aufgelösten Strukturen, dennoch berührt diese Musik unmittelbar die Seele.
Der letzte Song auf der ersten LP-Seite ist sicher einer der bekanntesten Titel der Band. „Kraan Arabia“ verarbeitet die in Berlin gewonnenen Erfahrungen und ist eine Magie versprühende Fusion aus orientalischen Klängen und Jazz Rock. Feine Gitarrenparts und mitreißendes Schlagzeug, heftige Congas, eine fette Basslinie und das Saxophon wie aus 1001 Nacht vermischen sich zu einer atemberaubenden musikalischen Tour de Force. Diesen Song kann man getrost als Klassiker verbuchen.

Autogrammkarte1972

Autogrammkarte 1972

Mit über 18 Minuten Spieldauer ist „Head“ eine einzige Jam. Man sieht vor dem geistigen Auge den damals fast obligatorischen Joint die Runde machen. Dieses lange Stück besteht aus mehreren, verschieden kolorierten und trotzdem perfekt zusammenpassenden Klangbildern. Es wurde nichts kontemporäres ausgelassen, und dazu gehört natürlich auch ein Schlagzeugsolo. Darüber hinaus vernimmt man jede Menge ethnisch verspielte Musikalität. Das dagegen recht kurze „Sarah auf der Gänsewies’“ setzt einen ruhigen Schlußpunkt unter das Originalalbum.

Die Bonustracks zeigen eher alternative Qualitäten denn pure Demoshow. Bei „Sarah’s Ritt durch den Schwarzwald“ gefällt mir der Einstieg in den Song sogar besser als auf der ursprünglichen Platte. Geschmackssache. Auf alle Fälle ist es interessant zu hören, welche Variationsmöglichkeiten die Band 1972 schon besaß. Dass hier instrumentale Könner am Werk waren, spürt man in jedem Augenblick.
Auffallend war auf diesem Album schon immer der Klang des Schlagzeugs, denn der wurde über die gesamte Spieldauer durch einen Phaser manipuliert. Das Remastering geht vollkommen in Ordnung, das Klangbild ist im Bass und den Mitten recht ausgewogen, im Hochtonbereich jedoch etwas dünn und manchmal auch leicht spitz, dafür ohne Rauschen.

SoundsApril1973

Aus „Sounds“, April 1973

Fazit: Insgesamt eine dicke Empfehlung! Man hört ein gemeinsames Musikschaffen ohne jegliche Starallüren, bei dem jeder der Beteiligten einen überragenden Beitrag für das Endergebnis leistet. Für manche ist diese Platte eine aus Tönen gebastelte Sternstunde und liefert ohne Zweifel ungekünstelte, ja auch ungehobelte Originalität in Nähe von Genialität. Eine Inselplatte, die mir persönlich wegen der Ursprünglichkeit mehr zusagt, als der spätere Output der Band – die tolle Live Platte von 1975 mal ausgenommen. Die gute Nachricht: Die CD kostet nagelneu nur 7 €, da muss man wohl nicht lange überlegen. “ (Mani Hüther)

Nachtragen will ich dann noch, dass der Gesang mittlerweile vielleicht ein wenig antiquiert klingt (wie so oft bei deutschen Produktionen aus dieser Zeit), die Musik aber das Prädikat „zeitlos“ mehr als verdient hat !

Und natürlich hatte das Label Intercord mit dieser LP einen prächtigen Erfolg für ihr Sub-Label „Spiegelei“ …es sei ihnen vergönnt !

Werbeanzeigen

Werbeanzeigen für „Die erste Langspielplatte“

Besetzung:
Jan Fride (drums, percussion)
Hellmut Hattler (bass)
Johannes Pappert (saxophone, percussion)
Peter Wolbrandt (guitar, percussion, vocals)
+
Romi Schickle (0rgan bei 02. + 04.)

Inlet02A

 

Titel:
01. Sarah’s Ritt durch den Schwarzwald  6.21
02. M.C.Escher 6.12
03. Kraan Arabia 9.54
04. Head 18.34
05. Sarah auf der Gänsewies‘ 2.00
+
06. Sarah’s Ritt durch den Schwarzwald (Demo 1971) 6.00
07. M.C.Escher (Demo 1971) 6.30
08. Head (Demo 1971) – 13.51
09. Sarah auf der Gänzwies‘ (Demo 1971) 2.12

Alle Kompositionen und Texte: Kraan

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Paul & Pauline – Hör uff mit Schmu + Druff trink´n wir noch en Glas (1972)

FrontCover1Ich hatte es ja erst neulich angekündigt … für was ich die „närrische Zeit“ nützen will (siehe hier).

Und hier nun eine ganz und gar überflüssige Single … andererseits eine Single, die wohl auch Auskunft darüber gibt … wie es um die bundesdeutsche Wirklichkeit im Jahre 1972 aussah.

Da gab es diesen unsäglichen Hit „How Do You Do“ von Mouth & McNeal … und hier können wir nun die „Sächsische Original Aufnahme“ davon hören, gesungen von „Paul & Pauline“.

Und darum geht´s :

Ein angetrunkener Mann kommt nachts nach Hause … und was will er wohl von seiner Frau … hier wird das „nanana“ genannt (man könnte es auch Beischlaf nennen) … und daraus entspinnt sich eine Art Wortgefecht zwischen „Paul und Pauline“ … am Ende ist er dann wohl „schachmatt“.

Die B-Seite ist nicht minder anspruchsvoll („egal was auch passiert, wir fallen nicht ins Gras, egal was passiert, weil Schnaps uns konserviert“) …

Wer sich hinter dem Namen „Paul & Pauline“ habe ich nicht rausbekommen … und wenn der zuständige Mitarbeiter von Metronome nach der Veröffentlichung dieser Single rauseschmissen wurde … wundern würde es mich nicht.

Wie gesagt: bundesdeutsche Wirklichkeit im Jahre 1972  …

Paul+Pauline01.jpg

Also … die warn´s nicht …

Besetzung:
Paul & Pauline (vocals)
+
eine handvoll unbekannte Studiomusiker

Paul+Pauline02

… und die auch nicht …

Titel:
01. Hör uff mit Schmu (Flesner/van Hemert/van Hoof) 3.37
02. Druff trink´n wir noch en Glas (Pundt/Flesner) 2.55

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