Herman van Veen – Ich hab‘ ein zärtliches Gefühl (1973)

FrontCover1.JPGWenn man grad für drei Tage in Amsterdam war … passt dieses Album nun wirklich gut:

Er war eine zentrale Figur der “sensibel-zarten” Liedermacher/Künstler Generation, er war ganz sicher auch eine zentrale Figur, wenn es darum ging, aufgeweckte Frauen zum schwärmen zu bringen.

Und so klingt das dann, wenn einer von van Veen völlig begeistert ist:

„Keine Frage – mit dieser Platte fing alles an. Die erste in Deutschland erschienene deutschsprachige Schallplatte von Herman van Veen.

Ein kleines, lebendes Kunstwerk – eingerahmt von kleinen Miniaturen („Blüten“) wird Einblick in Leben und Gefühl gewährt. die Texte, zum großen Teil von Rob Chrispijn, schaffen einen Kosmos, in dem man sich zurechtfindet – vielleicht, weil man sich nicht groß bewegen will, sondern eher sitzen bleibt und in Gedanken mit an den See („Weißt du, wie es war“), auf den Dachboden („Was mir fehlt“), durch zugige Straßen („Sinn für Unsinn‘) schlendert.
Dazu noch „Ich hab ein zärtliches Gefühl“, Herman van Veens „programmatisches Lied“, wie Thomas Woitkewitsch, seit 30 Jahren Übersetzer vieler Texte ins deutsche, sagt.“

Auch wenn mir manchmal sein süßlicher Pathos auf den Keks geht, so ändert das nichts daran: Der Mann hatte all die Jahrzehnte was zu sagen. Er gehört zu jener Generation, die die Welt verändern, verbessern wollten, die sich so dringlich wünschten, dass die Humanität nicht vor die Hunde geht. Mich würde interessieren was van Veen zu dem momentan Irrsinn, der sich auf unserem Planten abspielt wohl denkt …

Und wer in diesem täglichem Irrsinn mal inne halten will, wer sich in dem täglichem Irrsinn mal wieder auf das eigentliche konzentrieren will, hat mit so einer Scheibe einen wahrlich guten Begleiter.

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Besetzung:
Tonny Koning (drums)
Albert Monteyn (bass)
Laurens van Rooyen (piano)
Harry Sacksioni (guitar)
Herman van Veen (vocals, violin)
Erik van der Wurff (keyboards)

BackCover1

Titel:
01. Blüten (v.d.Wurff) 1.45
02. Ich hab‘ ein zärtliches Gefühl (Bruining/v.Veen/Woitkewitsch) 3.48
03. Weißt du, wie es war (Chrispijn/Pilgram/Woitkewitsch) 4.00
04. Was mir fehlt (v.Veen/Sacksioni/Woitkewitsch) 2.32
05. Helden (Chrispijn/Pilgram/Woitkewitsch) 3.51
06. Träume (Chrispijn/v.Veen/Woitkewitsch) 4.46
07. Stilles Glück, trautes Heim (Chrispijn/v.Veen/Woitkewitsch) 4.52
08. Kleiner Fratz (Girl On A Bicycle) (McTell/Woitkewitsch) 2.45
09. Sinn für Unsinn (Chrispijn/Pilgram/Woitkewitsch) 3.00
10. Sag nicht, daß du vergessen hast (Chrispijn/v.Veen/Woitkewitsch) 2.45
11. Arm (Chrispijn/v.Veen/Woitkewitsch) 3.02
12. Kind (v.Veen/Woitkewitsch) 5.26
13. Alles was ich hab‘ (v.Veen/v.Rooyen/Woitkewitsch) 2.08
14. Blüten v.d.Wurff) 0.27

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Cliff Carpenter – Die große Club-Tanzplatte (1973)

FrontCover1Also eigentlich hieß der Cliff Carpenter ja Dieter Zimmermann:

Dieter Zimmermann (* 1. Dezember 1943 in Berlin; † 2. Oktober 1978), Pseudonym: Cliff Carpenter war ein deutscher Komponist, Arrangeur und Musikproduzent.

Zimmermann studierte am Konservatorium in Berlin Musik. Er wurde Produzent bei der Plattenfirma Meisel in Berlin und arbeitete später bei CBS.

Im Mai 1968 wurde Agnetha Fältskog von ihrer Plattenfirma zum Produzenten Zimmermann nach Berlin geschickt, um sie ein paar deutschsprachige Lieder aufnehmen zu lassen. Die beiden wurden ein Paar, die Verlobung wurde jedoch 1969 schon wieder gelöst. Als Komponist machte Zimmermann sich sowohl mit klassischer Kammermusik als auch mit Musicals, Schlager und Hörspielmusik einen Namen.[2] Er komponierte und produzierte unter anderem auch für Ingrid Peters, Costa Cordalis, Rex Gildo, Juliane Werding, Gerd Böttcher und Ricky Shayne. Beim Deutschen Schlager-Wettbewerb 1968 erreichte Howard Carpendale mit dem von ihm komponierten Lied Wir sagen ja zu der Liebe Platz 10. 1971 komponierte und dirigierte er Diese Welt, Katja Ebsteins Beitrag zum Eurovision Song Contest 1971 in Dublin, der den dritten Platz erreichte.

Dieter Zimmermann + Agnetha Fältskog

Dieter Zimmermann + Agnetha Fältskog, 1968

Ebenfalls 1968 gründete er bei Metronome das Orchester Cliff Carpenter mit dem vor allem Instrumentalversionen bekannter Hits eingespielt wurden. 1972 wechselte er mit dem Projekt zu Ariola, nach seinem Tod führte Alexander Gordan (* 26. Juni 1926; † 28. Mai 2008) das Orchester weiter. Eine andere Marke war Dieter Zimmermann and his Orchestra.

Ein Lied von ihm bekam den Goldenen Löwen von Radio Luxemburg. Die LP Komm doch mal rüber, interpretiert von Ingrid Peters erhielt 1976 die Goldene Europa.

Dieter Zimmermann starb 34-jährig an Leukämie.

Cliff Carpenter (auch: Orchester Cliff Carpenter, Cliff Carpenter und sein Orchester, Cliff Carpenter and his Orchester, Cliff Carpenter Orchestra, Cliff Carpenter U. S. Orchester) war ein von Dieter Zimmermann gegründetes deutsches Studioorchester, welches unter wechselnder Leitung von 1968 bis 1987 aktiv war. Es trat vor allem mit instrumentalen Coverversions (teilweise mit Refraingesang) populärer Hits in Erscheinung.

Dieter Zimmermann

Dieter Zimmermann

Das Orchester wurde 1968 von Dieter Zimmermann als Projekt für Metronome gegründet, um von der damaligen Beliebtheit von Party-Instrumentalorchester, wie etwa James Last, zu profitieren. 1972 wanderte das Projekt mit Zimmermann zu Ariola und verpflichtete Alexander Gordan als Arrangeur. Als im Herbst 1978 Zimmermann mit 34 Jahren an Leukämie starb, hatte das Projekt seinen Zenit schon überschritten, sollte aber nach dem Willen von Ariola noch nicht untergehen. So übernahm Gordan die Leitung. Nach dessen Angaben sind alleine bei Ariola über 360 Titel dieses Ensembles erschienen.

Im Orchester spielten unter anderem der Schlagzeuger Tom Holm und der Jazz-Pianist Eugen Cicero.

Unter den gespielten Titeln befanden sich auch einige Songs, die durch Boney M. bekannt geworden waren, wobei die Melodie von den Hörnern vorgetragen wurde. 12 dieser Lieder wurden 1982 als Kompilation unter dem Titel Cliff Carpenter Plays Boney M. Hits veröffentlicht. (Quelle: wikipedia)

Nun gut, und hier eines der zahllosen Cliff Carpenter Alben … natürlich im flotten Happy-Sound … wobei auch hier mal wieder gilt: Da ist nicht alles belanglos … gelegentlich tauchen nette gekonnte Easy Listening Passagen auf, insbesonders wenn Roger Bennett zu seinen Klarinetten-Solos anhebt, von daher das Prädikat: nett !

Robert de Rycke

Der Organist Robert de Rycke aus Beglien

Besetzung:
Cliff Carpenter Orchester
+-
Rolf Balschun (harmonica)
Roger Bennett (clainet)
Sigi Gottschalk (hawaiin guitar)
Robert de Rycke (organ)

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Titel:
01. Amarillo (Sedeka/Greenfield) 3.04
02. Sympathy (Birra/White) 2.21
03. Hello, Mary-Lou (Pitney) 2.28
04. Mister Cannibal (Téze/Gustin/Montague/Nicolas) 3.10
05. Borriquito (Peret) 1.49
06. Memories (Et Mourir de Plaisir) (Revaux/Sardou/Buggy/Weigel) 2.59
07. Pour un flirt (Delpech/Vincent) 3.10
08. Mañana (Howard/Blaikley) 3.23
09. Ma vie (Barriére) 3.47
10. Mama Mia (v.Hemert/Holten) 2.58
11. Smoke Gets In Your Eyes (So muß Liebe sein) (Harbach/Kern) 2.56
12. Blowin‘ in the Wind (Dylan) 2.47
13. Rose Garden (South) 2.47
14. Jambalaja (Williams) 2.39
15. Dancing On A Saturday Night (Blue/de Paul) 2.58
16. Kiss Me (Garcia/Albertini) 3.02
17. My Lady Of Spain (Limpens/Hoes) 2.37
18. Guantanamera (Traditional) 3.01
19. Nights In White Satin (Hayward) 3.56
20. Wunderbar (Porter) 2.33

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Ziemlich albern: Auf youtube gibt´s von dieser LP auch ein paar Aufnahmen, das Dekolleté der Dame wurde dabei züchtig verdeckt … mit sowas fang ich erst gar nicht an …

Albern

Max Greger – Herzlichen Glückwunsch (1984)

FrontCover1.JPGAus gegebenen Anlass, diese eher seltene Max Greger Schallplatte (eine 12″ Maxi-Single, wie sie es eben damals noch gab.)

Auf der Seite eins finden wir die klassischen Happy Birhtday Songs (jeweils für sie sowie für ihn).

Dann wird noch der Hochzeit und der sonstige Jubeltage gedacht.

Die Seite zwei lässt dann die Stimmung quasi explodieren, denn hier hören wir ein Stimmungs-Potpourri, wobei man fast grinsend zur Kenntnis nimmt, dass die meisten dieser Stimmungshits eigentlich altge Gospel Lieder sind.

Aufgenommen wurde diese Titel überwiegend 1984, zwei oder drei stammen aus den Jahren 1972 und 1973, soviel sei zu discographischen Information noch erklärt.

Wie gesatg … aus gegebenen Anlass kommt nun auch diese Schallplatte zu Ehren … hoch die Tassen !

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Besetzung:
Max Greger und sein Orchester

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Titel:
01. Er hat Geburtstag 1.18
01.1. Happy Birthday/Hoch soll er leben (Traditionla)
01.2. So ein Tag, so wunderschön wie heute (Olias)

02. Sie hat Geburtstag 1.19
02.1. Happy Birthday/Hoch soll er leben (Traditionla)
02.2. So ein Tag, so wunderschön w03. ie heute (Olias)

03. Jubilare und Jubeltage 1.21
03.1. Tusch
03.2. Wir gratulieren (Congratulations) (Coulter)
03.3. Hoch soll´n sie leben (Traditional)
03.4. So ein Tag, so wunderschön wie heute (Olias)

04. Hochzeitstag 2.45
04.1. Hochzeitsmarsch (Choral) (Traditional)
04.2. Hoch soll´n sie leben (Traditional)
04.3. So ein Tag, so wunderschön wie heute (Olias)
04.4. Hochzeitsmarsch (Dixie) (Traditional)

05. Stimmungs-Potpourri 6.56
05.1. Komm´ gibt mir deine Hand, denn heute feiern wir (White)
05.2. When The Saint Go Marching In (Traditional)
05.3. Over In The Gloryland (Traditional)
05.4. Glorie Hallelujah (Traditional)
05.5. Good Night Ladies (Traditional)
05.6. Schöne Maid (White)

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Insterburg & Co – Sketsch Up Nr. 2 – Fritz hat `ne Meise

FrontCover1Insterburg & Co. war eine deutsche Komikerband, die in der Urbesetzung von 1967 bis 1979 bestand.

Der Bandname leitet sich vom Künstlernamen Ingo Insterburgs ab. Die weiteren Mitglieder waren Karl Dall, Peter Ehlebracht und Jürgen Barz.

Das Quartett Insterburg & Co. kultivierte in den 1960er- und 1970er-Jahren die „Kunst des höheren Blödsinns“ und stand dabei in einer Reihe mit Schobert und Black und Ulrich Roski. Gelegentlich wurden sie als „Blödelbarden“ bezeichnet. Das Programm bestand aus komischen Musikstücken und spontaner Stand-up-Comedy (obwohl es den Begriff damals in Deutschland noch gar nicht gab). Bei letzterem nahmen sich die vier oft gegenseitig auf die Schippe. Sie vertonten ihre Sketche und Lieder gern mit meistens von Ingo Insterburg selbstgebauten Instrumenten, von denen viele aus umfunktionierten Küchen-, Garten- und sonstigen Alltagsgeräten bestanden. Während der Auftritte forderte Karl Dall Ingo Insterburg häufig scherzhaft auf, die ungewöhnlichen Instrumente zu „erklären“. Karl Dall trat im Rahmen von Insterburg & Co. unter anderem als Parodist von Hans Albers in Erscheinung.

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Im Jahr 1968 spielte Insterburg & Co. gemeinsam mit den Jacob Sisters in dem Kinofilm Quartett im Bett (Untertitel: Klatsch, Klatsch, Schenkelchen – Opa wünscht sich Enkelchen), im folgenden Jahr in Charley’s Onkel und 1973 in Chapeau Claque mit. Sie waren mehrfach bei Dalli Dalli zu Gast. Häufig trat die Band in der Sendung Musikladen auf. Aufgrund der Tatsache, dass es zu dem Zeitpunkt nur drei Fernsehprogramme (ARD, ZDF und die Dritten Programme) in Westdeutschland gab, wurde die Band schnell einem breiten Publikum bekannt. Ihr Humor machte sie populär; Ausschnitte der Musikladen-Shows werden bis heute wiederholt.

Die Band veröffentlichte zahlreiche Schallplatten, die das gleiche Konzept verfolgten. Neben Alben mit Live- oder Studiomusik erschienen einige Sketch-Sammlungen. Ein bekanntes Stück der Gruppe ist Ich liebte ein Mädchen aus dem Jahr 1974, das von Ingo Insterburg gesungen wurde und sich viereinhalb Monate in den deutschen Singlecharts hielt. Als sich die Gruppe 1979 trennte, startete Dall eine Solokarriere als Sänger, Komiker, Schauspieler und Fernsehmoderator.

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Ingo Insterburg stellte eine neue Band unter demselben Bandnamen zusammen. Zu ihr gehörten Marian Majaran, Jupi Sirius und Georg Himmelblau. Die Band löste sich 1993 auf.

2005 traten Ingo Insterburg und Karl Dall gemeinsam als Insterburg & Co. auf. (Quelle: wikipedia)

Nun denn … ich glaub man mag sie oder man mag sie nicht … Ich kann mich grundsätzlich über den blühenden Blödsinn dieses Quartetts köstlich amüsieren … dies gilt jedoch nicht für dieses Doppelalbum:

Die Gags und Witze sind fast samt und sonders flach, banal und alles andere als geistreich. Und während ich bei ihrem Album „Nur Engel singen schöner“ (1976) ne klare Hörempfehlung aussprechen konnte … kommt mir eine solche Empfehlung bei diesem Album nicht über die Lippen, so leid es mir auch tut.

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Besetung:
Ingo Insterburg – Jürgen Barz – Karl Dall – Peter Ehlebracht

Booklet1

Titel:
01. Wer bist du denn? 0.48
02. Tanzstunde in Burgdorf 2.52
03. Die 2 am Telefon 1.37
04. Hab‘ acht 0.50
05. Detlef lernt Boxen 4.32
06. Was willst du werden? 0.11
07. Abteilung Bettwäsche 0.18
08. Spiegel-Leser 0.15
09. Fritz hat ’ne Meise 4.34
10. Das Geheimnis der Katakomben 1.13
11. Côte d’Azur 0.14
12. Bayerisch gesehen 0.20
13. Serbisch gegessen 0.12
14. Ein Prima Vollbart 0.12
15. Drehbuch-Diskussion „Tatort“ 2.02
16. Das Märchen vom Rotkäppchen 4.26
17. Guat, E Mala 0.14
18. Meiers Leiden 0.10
19. Nußknacker 60cm 0.26
20. Ein Toupet muß sitzen 4.46
21. Schall-Platte 0.14
22. Sportreporter 0.51
23. Ein besonders dummes Schwein 0.35
24. Heide-Schäfer 4.23
25. Treffpunkt Martin-Luther-Kirche 1.15
26. Zum Schießen 0.15
27. Zeppelin 0.42
28. Kunstschütze 0.33
29. Hans im Glück 2.53
30. Haben sie Probleme? 1.13
31. Hundezwinger 3.47
32. Kunstflieger 1.02
33. Theodor Körner 0.18
34. Gebrauchtwagen 0.46
35. Bremer Stadtmusikanten 1.48
36. Krokodiljäger 0.33
37. Beifahrer gesucht 0.28
38. Scheiben 0.14
39. Hauptrolle 2.59
40. Fernseher 0.18
41. Urlaub in Madagaskar 0.33
42. Schöner Rücken 0.12
43. Deospray 0.13
44. Kahn leckt 0.19
45. Waffeln zum Anbeißen 0.17
46. Orchesterprobe 3.40

Texte und Musik: Ingo Insterburg – Jürgen Barz – Karl Dall – Peter Ehlebracht

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Phil & John – Hello, Mary Lou + Hey, so ein Mädchen wie du (1973)

FrontCover1In der ZDF-Hitparade mit Dieter-Thomas Heck waren sie auch mal:

Phil & John waren ein deutsches Schlager-Duo, das in den 1970er Jahren erfolgreich war.

Phil (bürgerlicher Name: Klaus Hill, * 8. März 1948 in Bochum) und John (bürgerlicher Name: Hans Odenthal, * 19. Januar 1949 in Rheydt) wurden im Mai 1972 von Tony Hendrik als Gesangsduo entdeckt und bis 1976 produziert. Im selben Jahr erschien ihre erste Platte Hello Buddy. Bereits die zweite Single, eine Coverversion des Schlagers Hello Mary Lou aus den 1960er Jahren, schnitt im Juni 1972 mit Rang 20 in der deutschen Hitparade am besten ab. Das Schlager-Duo brachte bis 1976 insgesamt 11 Singles heraus. Sieben hiervon gelangten auf mittlere Positionen der deutschen Hitparade.

Das Duo war auch mehrmals Gast in der ZDF-Hitparade, wo sie beispielsweise am 5. August 1972 ihren Hit Hello Mary Lou präsentierten. Nach der Auflösung 1976 startete Phil unter seinem bürgerlichen Namen eine Solokarriere, die jedoch erfolglos war. John war als Musikproduzent tätig.

1979 tat sich das Duo nochmals für die Singles Ramona und Schlaf nicht in der U-Bahn zusammen, die jedoch nicht mehr an ihre Erfolge aus der ersten Hälfte des Jahrzehnts anknüpfen konnte.  (Quelle: wikipedia)

Der letzte Satz wundert mich irgendwie nicht, hört man sich diese Single an. Wundern kan man sich allerdings darüber, dass – glaubt man dem Hüllentext – beide damals – neben ihrer „Karriere“ – Jura studiert haben.

BackCover1

Besetzung:
Klaus „Phil“ Hill (vocals)
Hans „John“ Odenthal (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

PhilJohn

Titel:
01. Hello, Mary Lou (Pitney/Blecher) 2.19
02. Hey, so ein Mädchen wie du (Hendrik/Dahmen/Raschek) 2.29

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Bata Illic – Schwarze Madonna (1974)

FrontCover1Wenn man jetzt ein wenig gehässig wäre, könnte man schreiben: Da ist ja die Intergration wirlich gut gelungen:

Bata Illic (serbokroatisch Бата Илић/Bata Ilić; * 30. September 1939 in Belgrad, Königreich Jugoslawien) ist ein deutschsprachiger Schlagersänger.

Illic wurde als Sohn eines Finanzbeamten geboren. Nach seinem Schulabschluss studierte er Philologie, Englisch und Italienisch und war danach zwei Jahre als Lehrer tätig. In dieser Zeit lernte er den Musiker Andreas Triphan kennen, der mit ihm eine Band (zumeist als „Bata Illic & Band“, einzelne Auftritte als „Kommando Iffets“) gründete und diese als Schlagzeuger sowie finanzieller Förderer unterstützte. Ihre Wege trennten sich 1961. Andreas Triphan sah für die Gruppe die Perspektive in Frankreich. Illic wollte ihm aber nicht für mehrere Monate nach Lille folgen.

Im Jahr 1963 bekam Illic mit seiner Band „Grandpa’s Whites“ einen mehrmonatigen Gastspielvertrag für den amerikanischen Club „Twister“ in Bad Kissingen. Weitere Verpflichtungen für Clubs in Bad Hersfeld, Poppenburg, Fulda und Berlin folgten. Im Mai 1966 trafen sich Triphan und Illic zufällig bei einem kleinen Musikfestival in Bern wieder. Zwar hatten sie von Juni bis August einige gemeinsame Auftritte in Süddeutschland, jedoch konnten sich beide keine längere Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Projekt mehr vorstellen.

BataIllic1954

Im Jahr 1967 nahm Illic seine erste Schallplatte auf. Seine ersten Erfolgstitel in den Hitparaden waren 1968 Mit verbundenen Augen und Schuhe, so schwer wie ein Stein. Im Jahr 1972 hatte er seinen größten Erfolg mit Michaela. Er trat in zahlreichen Musiksendungen auf, unter anderem in der ZDF-Hitparade, und präsentierte Michaela und die nachfolgende Singleauskopplung Solange ich lebe auch im 1973 erschienenen Film Blau blüht der Enzian. Auch die folgenden Jahre waren sehr erfolgreich für ihn als Schlagersänger. Anfang der 1980er-Jahre wurde es etwas ruhiger um ihn. Er ist seit 1963 mit Olga Illic verheiratet.

In den 1990er-Jahren versuchte Illic ein Comeback. Er tritt heute noch in Rundfunk und Fernsehen auf, bevorzugt mit Songs von Aznavour, Celentano oder Bacharach in deutschsprachigen Versionen. Aber auch seine alten Hits singt er bei diesen Auftritten. Vom 11. Januar 2008 bis 26. Januar 2008 war der Schlagersänger in der Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! auf RTL zu sehen. Er belegte in der Reality-Show den dritten Platz hinter Michaela Schaffrath und dem Gewinner Ross Antony.

Am 7. Februar 2008 ist die Retro-POP-Single Tschewaptschitschi als Downloadtrack BataIllic01veröffentlicht worden.

Inzwischen wurde ein 2008 aufgenommenes Album veröffentlicht. Die erste Single-Auskopplung ist das Duett Wie ein Liebeslied, das Bata Illic zusammen mit seinem Dschungel-Kollegen Eike Immel aufgenommen hat. Damit erreichte Bata Illic die Top 20 der Deutschen Single-Charts, das erste Mal seit 33 Jahren. Die Maxi-CD und ein – nicht zur Single gehörendes – aktuelleres Album namens Herzgeschichten sind am 29. Februar 2008 erschienen, das offizielle neue Album – wie die Single ebenfalls Wie ein Liebeslied betitelt – folgte am 7. März 2008.(Quelle: wikipedia)

Auch wenn der wikipedia Artiekl hier ein wenig abrupt endet, heißt das noch lange nicht, dass Bata Illic sich zurückgezogen hätte, wie ein Blick auf seine website zeigt:

Aktuelles

Und sein letztes Album stammt aus dem Jahr 2014 und heißt „Träumen kann ich nur in deinen Armen“.

Hier aber ein Sprung in die 70er Jahre mit einer seiner zahllosen LP´s. Wir erinnern uns: Das war die Musik die dann bei Dieter Thomas Heck in seiner ZDF-Hitparade vorgestellt hat. Und stolz verkündet Bata Illic auf seiner website, dass er insgesamt 62 mal in dieser Sendung zu Gast war. Und wer wissen will, wie das damals geklungen hat, kann sich hier bedienen.

Manchmal verkrafte ich so eine Musik ganz gut … heute ehr nicht, dennn sie baut einen Popanz an vermeintlichen Gefühlen auf, weckt Illussionen (daher ja auch der Begriff „Illusionsmusik“), wer an solche Texte glaubt, der ist wahrlich nicht gut bedient .. denn mit dem wirklichen Leben haben sie so gar nichts zu tun.

Da helfen auch die wohlfeilen Worte auf der Rückseite der Hülle nichts,  auch nicht, dass er ein Lied von Charles Aznavour interpretiert.

Aber okay … seine Stimme ist von einer brillinten Samtheit.

Singles

Besetzung:
Bata Illic (vocals)
+
ein kleiner Haufen Studiomusiker

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Titel:
01. Komm auf das Schiff meiner Träume (Ay No Digas) (Montez/Meshel/Lego) 2.57
02. Baby, du bist nicht alleine (I´d Love You To Want Me) (Lavoie/Holm) 3.07
03. Wenn Liebe deine Welt berührt (Bad Day For Love) (Last/Jay) 3.00
04. Bind ein Blaues Band m unsern Birkenbaum (Tie A Yellow Ribbon Round The Old Oak Tree) (Levine/Russel-Brown/Holm) 2.54
05. Meine Reise führt mich wieder zu dir (Illic/Schmidt/Behrle) 2.50
06. Wie einsam wird mein Leben sein (Robinson/Nicolas) 2.53
07. Schwarze Madonna (Mayer/Behrle) 3-18
08. Du träumst einen einsamen Traum (The Impossible Dream) (Leigh/Niessen) 2.45
09. Gestern war die Welt noch weit (Yesterday When I Was Young) (Aznavour/Volauvent) 2.39
10. Das Lied (Henning) 3.00
11. Geh‘ den Weg mit mir (I Believe In You) (Arnold/Martin/Morrow/Frankfurter) 2.18
12. Goodbye My Love (Panas/Munro) 4.00

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Max Greger – Trimm und tanz dich fit mit Max Greger (1973)

FrontCover1Irgendwie finde ich solche Scheiben ganz schön amüsant … spiegeln sie doch immer wieder gesellschaftliche Entwicklungen in deutschen Landen.

Hier geht´s um die „Trimm dich“‚ Bewegung in den 70er Jahren:

Die Trimm-dich-Bewegung geht auf eine durch den Deutschen Sportbund am 16. März 1970 gestartete Krankheitsprävention zurück. Unter dem Motto „Trimm Dich – durch Sport“ wurde mit Unterstützung der Politik, von Krankenkassen und der Wirtschaft dem Übergewicht und den zunehmenden Kreislauferkrankungen der Kampf angesagt. Zudem sollte die in der bundesdeutschen Wohlstandsgesellschaft durch das „Wirtschaftswunder“ stark gestiegene Zahl Herzinfarktgefährdeter durch sportliche Betätigung verringert werden. Auch medial wurde auf die Initiative aufmerksam gemacht. Werbespots mit dem Slogan „Ein Schlauer trimmt die Ausdauer“ wurden im Fernsehen geschaltet.

Mit den Olympischen Spielen 1972 erlebte die Trimm-dich-Bewegung einen Boom. 94 Prozent der Bevölkerung und sogar 99 Prozent aller Jugendlichen kannten die Trimm-dich-Aktion. Das Maskottchen der Aktion und damit vieler Trimm-dich-Pfade ist „Trimmy“, ein freundliches Männchen mit Turnhose und hochgerecktem Daumen.

In zahlreichen Städten und Gemeinden wurden so genannte Trimm-dich-Pfade (Schweiz: Vita-Parcours) eingerichtet. Von den in den 1980er-Jahren einst ca. 1500 Anlagen in Deutschland verfielen im Laufe der Zeit zahlreiche, da die Trimm-dich-Pfade aus der Mode kamen und stattdessen das Joggen als Breitensport modern wurde. Im Zuge neuer Modesportarten geriet die Trimm-dich-Bewegung allmählich in Vergessenheit. Dazu kam, dass viele Kommunen auf Dauer kein Geld hatten, um ihre Trimm-dich-Pfade instand zu halten. Bestehende Trimm-dich-Pfade wurden von den unter Finanzschwierigkeiten leidenden Kommunen oftmals dem Verfall preisgegeben. Einige Trimm-dich-Pfade überlebten und können heute noch genutzt werden. (Quelle: wikipedia)

Booklet1

Als Teil der Kampgne wurde dann 1973 diese LP veröffentlicht, bei denen Bandleader Max Greger als Sprecher mit diversen Gymnastikübungen die Volksgesundheit fördern wollte. Die Texte stammten übrigens von Hans Mohl, vielleicht noch dem einen oder anderen als Moderator des ZDF-Gesundheitsmagazins bekannt. Musikalisch gab´s halt den typischen Max-Greger Sound … ganz nett und amüsant anzuhören.

Um das Bild jener damaligen Trimm dich Bewegung abzurunden, habe ich 2 pdf Dateien beigefügt, die sich mit diesem damaligen Trend beschäftigen. Und jetzt darf man sich natüprlich auf zur körperlichen Ertüchtungen inspierien lassen, wenn´s der Maxl Greger schon so fein vorführt ! Und beim „Beat-Medley“ wird dann z.T. wirklich nett gerockt und selbst Chuck Berry kommt zu Ehren … wenn das keine Motivationshilfe ist !

TrimmDichMännchen

 

Besetzung:
Max Greger und sein Orchester

BackCover1

Titel:

Seite 1: Trimm dich fit:
01. Das 600-Sekunden-Fitness-Programm: Fitness I (Drexler/Schmidt) 9.57
02. Das 300-Sekunden-Herz-Programm: 5.23
– In The Mood (Razaf/Garland)
– Raindrops Keep Fallin‘ On My Head (Bacharach/David)
– Chattanooga Choo Choo (Warren/Gordon)
–  I’ll Never Fall In Love Again (Bacharach/David)
–  Freedom Come, Freedom Go (Hammond/Hazlewood/Cook/Greenaway)
–  Memphis Tennessee (Berry)
03. Das 500-Sekunden-Ausgleichsprogramm: Fitness II ((Drexler/Schmidt) 8.50

Seite 2: Tanz dich fit:
04. La Bostella (Gustin/Pilar) 2.54
05. Rucki-Zucki (Traditional) 2.16
06. Casatschok (Rubaschkin) 2.38
07. La Bamba (Traditional) 2.41
08. Letkiss (Lehtinen) 2.18
09. Beat-Medley: 8.34
– Little Willy
– Good Grief Christina
– (This Is The Way To) Amarillo

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