Claudius Alzner – Cocktail International Vol 7 (1973)

FrontCover1.JPGUnd jetzt wieder einmal so ein kleines Prachtbeispiel jener Unterhaltungsmusik der 60er und 70er Jahre … und noch heute kann ich mir die Zielgruppe, die dann damals tatsächlich eine solche Musik gekauft hat, nicht so recht vorstellen.

Und erfolgreich musste diese „Cocktail International“ Serie wohl gewesen sein, denn hier handelt es sich bereit um das „Vol. 7“ … und wenn ich das recht überblicke, sind insgesamt 17 Ausgaben von dieser Serie erschienen.

Verantwortlich dafür war Claudius Alzner:

Claudius Alzner (eigentlich Klaus Alzner; * 16. Januar 1930 in Wien, Österreich; † 1. Februar 2002 in Klosterneuburg, Niederösterreich) war ein österreichischer Orchestermusiker, Bandleader und Filmkomponist.

Alzner begann als Mitglied des Orchesters von Johannes Fehring, spielte Piano, wirkte als Arrangeur und Orchesterleiter, der mit Claudius Alzner und seine Solisten (oder dem Orchester Claudius Alzner) zeitweise eine eigene Combo (es erschien u. a. 1967 bis 1980 eine siebzehnteilige Schallplattenreihe Cocktail International[1]) und galt als klassischer Vertreter der Easy Listening-Musik. Daneben war er Gründer und Leiter des Chris-

Claudius Alzner01

Claudius Alzner

Westgard-Chores. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre ist er auch als Filmkomponist nachzuweisen. Von 1965 bis 1969 schrieb er die Noten zu einer Reihe eher anspruchsarmer Unterhaltungsstreifen, die ausschließlich von Alzners Landsmann Karl Spiehs produziert wurden. Auch als Udo Westgard komponierte er; er schrieb des Öfteren für Gus Backus und Ted Herold, Arik Brauer und Peter Kraus. Seit den 1980er Jahren ist nichts mehr über Alzners Wirken bekannt. (Quelle: wikipedia)

Und hier hören wir Musik der Marke Schmachtfetzen, überwiegend angenehm, gelegentlich ein wenig schleimig, gelegentlich klingt es nach Kirmesmusik … aber okay … das war halt das Soundkonzept des Claudius Alzner.

Und erfreulicherweise sind auf der Rückseie der LP Hülle doch mal glatt die Namen der beteiligten Musiker vermerkt, darunter Leute wie Robert Opratko und Toni Stricker, die damals in dieser Szene auch als Solisten bekannt waren.

Und der Spirituosenhersteller Martini freute sich über die kostenlose Werbung …

WeitereAusgaben

Weitere Ausgaben von „Cocktail International“

Besetzung:
Claudius Alzner (piano)
Franz Bileck (guitar)
Rudolf Hansen (bass)
Robert Opratko (organ)
Viktor Plasil (drums)
Hans Salomon (saxophone, clarinet)
Toni Stricker (viola, harmonica, vibraphone, percussion)

BackCover1

Titel:

01. Medley 01: (4.13)
01.1. September In The Rain (Im September In Paris) (Warren)
01.2. Komm zurück (J’Attendrai) (Olivieri/Poterat, R. M. Siegel)
01.3. Night And Day (Porter/Hillmann)

02. Medley 02: (3.11)
02.1. What Now My Love (Et Maintenant) (Bécaud/Delanoe)
02.2. Help Yourself (Gli Occi Miei) (Donida/Fishman/Mogol)
02.3. La Cucaracha (Savino)

03. Medley 03: (3.15)
03.1. Begin The Beguine (Porter/Hillmann)
03.2. Buenas Noches Mi Amor (Giraud/Fontenoy)

04. Medley 04: (3.47)
04.1. Ich tanze mit dir in den Himmel hinein (Schröder/Beckmann)
04.2. Vaya Con Dios (Pepper/James/Russel)
04.3. Und wieder geht ein schöner Tag zu Ende (Elsner/Winkler)

05. Medley 5: (3.49)
05.1. There’s No Business Like Show Business (Berlin/Gilbert)
05.2. Riders In The Sky (Geisterreiter) (Jones)
05.3. San Francisco (Kaper/Kahn/Jurman)

06. Medley 06: (4.28)
06.1. High Noon (Sag, warum willst du mit mir gehen) (Tiomkin/Washington)
06.2. Perfidia (Vielleicht ist Liebe nichts als Illusion) (Dominguez/Schaefers/Heagney/ Cugat)
06.3. Je t’attends (Ich erwarte dich) (Aznavour/Bécaud/Colpet)

07. Medley 07: (2.53)
07.1. What A Wonderful World (Wunderbar ist die Welt) (Weiss/Lilibert)
07.2. Les Feuilles Mortes (Der Schleier fiel von meinen Augen) (Prevert/Kosma)

08. Medley 08: (4.32)
08.1. Brazil (Barroso)
08.2. El Negro Zumbon (Roman)
08.3. Siboney (Morse/Lecuona)

09. Medley 09: (4.21)
09.1. A Man Without Love (Quando M’Innamoro)  (Mason/Pace/Panzeri/Livraghi)
09.2. Du sollst nicht weinen (Schwarzmann/Jorge/Hausmann)
09.3. Capri-Fischer (Winkler/Siegel)

10. Medley 10: (2.54)
10.1. Merci, Mon Ami, es war wunderschön (Schachner/Fenyes)
10.2. Good Bye, Jonny (Beckmann/Kreuder)
10.3. Danke schön (Kaempfert/Schwabach)

LabelB1

*
**

Cocktails

Erfreuen sich wohl auch noch heute großer Beliebtheit: Cocktails !

Can – Soundtracks Vol. 2 (2007)

MCFrontCover1.jpgDie deutsche Gruppe Can war ja nicht nur eine der ganz frühen Gruppen, die sich mit experiementeller Musik beschäftigten, sondern wie waren auch in den 70er Jahren eifrige Lieferanten von Filmmusik:

Einem größeren Publikum bekannt wurde die Band durch Filmmusik, so etwa zu Tom Toelles Fernsehfilm Das Millionenspiel, ausgestrahlt am 18. Oktober 1970. Auf der LP Can Soundtracks waren Titel aus den Filmen Mädchen mit Gewalt (Deutschlandpremiere am 19. Februar 1970), Deadlock (15. Oktober 1970) und Cream – Schwabing Report (27. August 1971) enthalten. Bekanntester Soundtrack war der Titel Spoon (mit Rhythmusmaschine, veröffentlicht im Dezember 1971), der als Erkennungsmelodie der dreiteiligen Durbridge-Krimiserie Das Messer ab 30. November 1971 ausgestrahlt wurde. In der deutschen Hitparade gelangte die Single im Dezember 1971 bis auf Rang 8. Vom Song wurden nachfolgend über 200.000 Exemplare verkauft.

1973 lieferte Can (als The Can) die Musik zur 25. Tatort-Folge Tote Taube in der Beethovenstraße von Samuel Fuller (ausgestrahlt am 7. Januar 1973); der Titel Vitamin C erschien – wie auch Spoon – später auf der LP Ege Bamyası. Ab 24. September 1975 lief die Krimiserie Eurogang mit der Can-Single Hunters and Collectors (aus der LP Landed). Die Single I Want More (aus der LP Flow Motion) gelangte im August 1976 in die britischen Charts bis auf Rang 26, die einzige britische Chart-Notierung der Gruppe. Der Titel Aspectacle aus der LP Can wurde im Februar 1978 zur Erkennungsmelodie des ZDF-Kulturmagazins Aspekte. Can steuerte zu insgesamt 21 Filmen die Musik bei. Dies ermöglichte der Band die finanzielle Unabhängigkeit bei ihren übrigen Projekten. (Quelle: wikipedia)

Wie bereits oben erwähnt erschien dann ja auch bereits die LP „Soundtrack“ im Jahr 1970:

LPSoundtrack1FC+BC.jpg

Und dann erschien viele, viele Jahre später ein Liebhaberprojekt (man könnte auch sagen Bootleg), das sich folgerichtige „Soundtracks Vol. 2“ nannte.

Hier wurden die Tonspuren der jeweiligen Filme ausgewertet und bearbeitet und so hört man auch gelegentlich (wenn es sich nicht vermeiden ließ), Gesprächsfetzen der beteiligten Schauspieler und Nebengeräusche (wie fahrende Autos). Mnachmal ist da leider mehr als störend.

Dabei kommt die Musik von  folgenden Filmen zum Gehör:

  • Das Millionenspiel (ARD Fernsehfilm, 1970)
  • Cream – Schwabing Report (Kinofilm, 1971)
  • Deadlock (Kinofilm, 1970)
  • Das Messer (ARD Fersnehfilm, 1971)
  • Tote Taube in der Beethovenstrasse (ARD Fernsehfilm, 1973)

DasMillionenspiel.jpg

Und wenn ich mir so diese Klänge aus jenen Jahren anhöre, in denen nicht nur die Musik, sondern auch die Filme auf z.T. beeindruckende WEise neue Wegen gehen wollten und auch gingen, dann juckt es mich schon verdammt in den Fingern, mich etwas intensiver mit diesen Filmen zu beschäftigen (insbesondere mit dem Straßenfeger „Das Millionenspiel“ aber auch der eher avantgardistische Tatort-Krimi  „Tote Taube in der Beethovenstrasse“).

Was nicht ist, kann ja noch werden, aber dazu braucht´s eben ein wenig mehr Zeit, als ich momentan noch zur Verfügung habe.

Und so bleibt erstmal dieses Liebhaberprojekt … z.T. musikalisch starker Tobak, aber immer wieder auch fasziniernd, was die Musiker von Can an Soundcollagen zusammen gestellt haben.

Wer´s nicht glaubt, kann´s ja hören.

ToteTaube.jpg

Szenenbild aus „Tote Taube in der Beethovenstrasse“

Besetzung:
Holger Czukay (bass, electronics)
Michael Karoli (guitar)
Jaki Liebezeit (drums)
Irmin Schmidt (keyboards)
Damo Suzuki (vocals)

SchwabingReport.jpg

Szenbild aus: „Cream – Schwabing Report“

Titel:
01. Das Millionenspiel 4.39
02. Cream 16.33
03. Deadlock 19.53
04. Das Messer 19.47
05. Tote Taube in der Beethovenstrasse 18.24

MC2.jpg

*
**

Joe Haider Trio – Cafe des Pyrennees (1973)

FrontCover1Und nun mal wieder exquisiter Jazz aus Deutschland:

Joe Haider (* 3. Januar 1936 in Darmstadt) ist ein deutscher Pianist und Jazzpädagoge.

Er spielte zwischen 1954 und 1959 als Amateurmusiker in der Region Stuttgart und studierte von 1960 bis 1965 am Richard-Strauss-Konservatorium München. In dieser Zeit spielte er mit Fritz Münzer.

1965 bis 1968 arbeitete er in München als Pianist und Leiter des Haustrios im Jazzclub „Domicile“ und spielte dort mit vielen europäischen und amerikanischen Jazzmusikern. Dazu gehören Benny Bailey, Dusko Goykovich, Nathan Davis, Booker Ervin, Klaus Doldinger, Hans Koller, Leo Wright, Attila Zoller, George Mraz, Peter Trunk, Philly Joe Jones, Joe Nay, Kurt Bong, Klaus Weiss und Pierre Favre.

Anschließend an seine Leitung des Radio Jazz Ensemble des Bayrischen Rundfunks arbeitete er ab 1970 mit dem Quartett Four for Jazz (Heinz Bigler, Altsaxofon, Isla Eckinger, Bass und Peter Giger, Schlagzeug), gründete ein eigenes Trio mit Eckinger und Favre, eine Combo mit Dusko Goykovich und leitete gemeinsam mit Slide Hampton eine Big Band, in der unter anderem Dexter Gordon mitspielte. 1988 erhielt er für eine Aufnahme seines nächsten großformatigen Projekts, des Joe Haider Orchestra featuring Mel Lewis den Deutschen Schallplattenpreis. Nach Tourneen mit Woody Shaw folgten weitere mit Eckinger und Wolfgang Haffner als Rhythmusgruppe sowie unterschiedlichen Solisten z.B. Andy Scherrer, Roman Schwaller, Sandy Patton oder Don Menza. Aktuell arbeitet Haider mit Brigitte Dietrich bzw. mit einem Doppelquartett (mit Streichern) zusammen.

Von 1984 bis 1995 leitete er die Swiss Jazz School in Bern. 1994 verlieh ihm die Regierung des Kantons Bern für seine Verdienste auf dem Gebiet der Musik den Grossen Kulturpreis. (Quelle: wikipedias)

In den frühen 70er Jahren hatte Haider ja seinen Lebensmittelpunkt in München und genauaus dieser Zeit stammt dieses Album. Damals veröffentlichte er seine Aufnahmen als Privatpressungen auf seinem eigenem Label „Kick Records“. Aufgenommen wurde dieses Album in den Horst Jankowski Stuidos, Stuttgart und aneblich sollen nur 300 Stück von dieser LP gepresst worden sein … Keine Ahnung, ob das stimmt, aber viel wichtiger ist, dass man sich hier ein wunderbares Jazzalbum in der klassischen Triobesetzung piano-bass-drums anhören kann.

Unglaublich, was für Perlen die deutsche Jazzgeschichte bereit hält !

Joe Haider, 2014

Besetzung:
Allen Blairman (drums)
Isla Eckinger (vass)
Joe Haider (piano)

BackCover1

Titel:
01. Tante Nelly (Haider) 7.42
02. Café De Pyrénnées (Haider) 4.07
03. Seasons (Blairman/Haider) 8.17
04. My Daddy Is Home (Haider) 5.22
05. Why I Can Not Be Like I Be (Haider) 7.15
06. Kollektiv (Blairman/Eckinger/Haider) 8.00

Label1.jpg

*
**

Weihnachten 2018 (25): Anneliese Rothenberger – Fröhliche Weihnachten wünscht Anneliese Rothenberger (1973)

FrontCover1.JPGWas all den Schlagerstars recht war, war Operetten und Opernsängern nur billig … regelmäßig besuchten sie die deutschen Tonstudios um ihren persönlichen Beitrag für weitere Weihnachtsalben beizutragen.

So auch die Anneliese Rothenberger.

Und sie machte es clever: Einerseits allseits bekannte Weihnachtslieder (quasi für die ganze Familie, oftmals mit Kinderchor – das kommt immer gut an), dann aber auch jede Menge unbekannte Weisen zur Weihnachtszeit (quasi für die kunstsinnigen Musikfreund).

Gerde die unbekannten Lieder sind ein kleines Eldorado für Entdecker …

Mir selbst ist ihr Gesang zu affektiert und ich glaube mich zu erinnern, dass mir früher ihr divenhaftes Gehabe ganz gewaltig auf den Keks ging … Meine Mutter hätte an diesen Aufnahmen jedoch ihre helle Freude gehabt.

Und deshalb widme ich diesen Beitrag meiner verstorbenen Mutter (von der ich gerade heute längt vergessene Familienschätze gefunden habe).

Anneliese Rothenberger.jpg

Besetzung:
Anneliese Rothenberger (Sopran)
+
Münchner Kammerchor unter der Leitung von Franz Arnold
+
Kinderchor Käthe-Kollwitz-Gymnasium, München unter der Leitung von Franz Arnold
+
Symphonie-Orchester Graunke unter der Leitung von Kurt Graunke

BackCover1.JPG

Auch hier gilt: Der Pelz gehört der Vergangenheit an

Titel:
01. Vom Himmel hoch da komm ich her / Kommet ihr Hirten (Luher/Traditional) 1.17
02. Leise rieselt der Schnee (Ebel) 1.49
03. Ein fröhliches Kinderlieder-Potpourri (mit Singschule)
03.1. Laßt uns froh und munter sein (Traditional)
03.2. Morgen kommt der Weihnachtsmann (Traditional(v.Fallersleben)
03.3. Kling Glöckchen, klingelingeling (Traditional/Enslin)
03.4. Ihr Kinderlein kommet (Schulz/v.Schmid)
03.5. O Tannenbaum (Traditional/Zarnack)
03.6. Schneeflöckchen, Weißröckchen (Traditional) 7.18
04. Winterliche Fahrt (Alabjew/Puschkin) / Der rote Sarafan (Warlamow) 3.36
05. Kosakisches Wiegenlied (Traditional/Bickenbach) 1.46
06. Süßer die Glocken nie klingen (Traditional/Kitzinger) 1.34
07. In dulci jubilo (Traditional/Bach) 1.16
08. Gloria in excelsis deo (Traditional) 1.40
09. Villancino – Baile de nadal (Traditional/Möller) 1.29
10. Voici la noël (Traditional) 1.46
11. Polnisches Hirtenlied (Traditional/Kucz) 1.11
12. Cansó de nadal (Traditional/Möller) 1.49
13. O Little Town Of Bethlehem (Traditional) 1.27
14. Canzono dei zampognari (Traditional/Kopisch) 1.43
15. Grünet Felder, grünet Wiesen (Traditional) 1.32
16. Venez, Bergers (Traditional/Bickenbach) 1.40
15. Weihnacht, wie bist du schön (Traditional) 3.27
16. Heiligste Nacht (Traditional/Haydn) + Freude, schöner Götterfunken (Beethoven) 1.41

LabelB1.jpg

*
**

Katja Ebstein – Inch Allah (1973)

FrontCover1Anfang der 70erJahre hatte die Katja Ebstein ganz sicher einen prall gefüllten Terminkalender. Und es war ganz sicher auch kommerziell ihre erfolgreichste Zeit … hier ein paar Stationen aus dieser Zeit:

Am 16. Februar 1970 gewann Katja Ebstein die deutsche Vorentscheidung mit dem von Christian Bruhn komponierten und von Günther Loose getexteten Wunder gibt es immer wieder und erreichte damit beim Eurovisionsfestival in Amsterdam den dritten Platz. Dieser Wettbewerb war der Start in Ebsteins internationale Karriere. Ihre Lieder erschienen weltweit auf Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Japanisch. Noch zweimal nahm Katja Ebstein am Grand Prix Eurovision de la Chanson teil. Den Titel für den Wettbewerb 1971 in Dublin, Diese Welt, komponierte Dieter Zimmermann, der Text stammte von Fred Jay. Mit dem Umweltsong erreichte sie erneut den dritten Platz. Bei ihrer dritten und letzten Teilnahme im Jahre 1980 mit Theater, geschrieben von Ralph Siegel und Bernd Meinunger, belegte sie den zweiten Platz. Auch diese beiden Titel wurden Evergreens in Deutschland und sind weltweit in verschiedenen Sprachen auf den Markt gekommen. Aufgrund ihres Verdienstes um den Grand Prix moderierte sie die Vorentscheidung 1981 und war des Öfteren gern gesehener musikalischer und Gesprächsgast in diversen Grand-Prix-zugehörigen Sendungen.

Ebenfalls noch 1970 wurde sie beim Internationalen Songfestival in Rio de Janeiro zur besten Sängerin gewählt. Eine Tournee mit dem Orchester James Last schloss sich von September bis November 1970 an, weitere Tourneen – unter anderem auch mit dem Orchester Paul Kuhn – durch die damalige Sowjetunion folgten in den Jahren darauf, in denen Ebstein mit Titeln wie Und wenn ein neuer Tag erwacht, Ein kleines Lied vom Frieden, Der Stern von Mykonos oder Ein Indiojunge aus Peru in Deutschland zu einer der erfolgreichsten deutschen Schlagersängerinnen avancierte. 1972 trat sie erstmals in der DDR in der Sendung Ein Kessel Buntes auf.

KatjaEbsteinDie Musikbranche ehrte sie derweil mit zahlreichen Auszeichnungen: „Beste Sängerin“ beim internationalen Song-Festival in Rio de Janeiro, beliebteste ausländische Sängerin in Spanien, sie erhielt in Italien die Rose von Rom – aber auch in Deutschland wurde sie mehrfach geehrt, unter anderem wurde sie zweimal mit der „Goldenen Europa“ ausgezeichnet und erhielt die Goldene Stimmgabel, später den Lale Andersen- und den Fred-Jay-Preis.

1975 veröffentlichte sie gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Gesellschaft einen Heine-Zyklus in der Vertonung von Christian Bruhn (Katja Ebstein singt Heinrich Heine, EMI Electrola). (Quelle: wikipedia)

Und genau aus dieser Zeit stammt diese LP, die für mein dafürhalten sträflich unterbewertet ist … Denn: dieses Album bietet so einige Überraschungen. Das geht schon mal los mit dem stimmungsvollen Titelsong, dere über 5 Minuten dauert und damit ein klares Signal ausstrahlt, das da lautet: Ich bin alles andere als eine einfache Schlagersängerin … die 2 – 3 Minuten Lieder trällern will.

Auch wenn sie an Schlagern auch bei diesem Album nicht vorbeikam („Ich will ihn“), so setzt sie doch ein ums andere Mal auch andere Akzente … Spürbar die innere künstlerische Anspannung zwischen Chanson und Schlager …

Und natürlich kann man auch auf treffliche Weise ihren ganz speziellen Gesangsstil studieren, diese jubilierend-triumphale Stimmung. Am besten kommt diese bei der James Last Komposition „Wind in der Nacht“ zur Geltung.

Eine weitere Überraschung mag sein, dass diese Album von Klaus Doldinger produziert wurde … da wundert es einen nicht, dass die Musik sehr überzeugend eingespielt wurde.

Ärgerlich wieder mal, dass man es seites UA Records nicht für nötig hielt, die beteiligten Musiker zu erwähnen …

Ändert aber nichts daran, dass ich wieder mal total begeistert bin … ich hab´ wohl einen Narren an der Katja Ebstein gefressen …

Single - Auskoppelungen

Single – Auskoppelungen

Besetzung:
Katja Ebstein (vocals)
+
Ein Haufen unbekannter Studiomusiker
BackCover1

Titel:
01.  Inch Allah (Adamo/Brandin) 5.10
02.  Nur der Wind kennt meine Träume (Gaze/Bradtke) 3.09
03. Ich will ihn (Moesser) 3.17
04. Sie geht fort (Bruhn/Loose) 3.36
05. Port Of Spain (Moesser/Relin) 3.00
06. So viel Liebe fehlt (Bacherach/David/Loose) 3.00
07. Rosen (Bruhn/Kunze) 3.30
08. Das kleine Glück einer kleinen Liebe (Thompson/Christopher/Kunze) 3.45
09. Wind in der Nacht (Last/Hertha) 4.58
10. Ein kleines Lied vom Frieden (Darin/Hertha) 3.26

LabelA1

*
**

Uschi Brüning und das Günther Fischer-Quintett (1973)

FrontCover1Also, ich finde dieses Album extrem spannend … Da ist zum einen die großartige Stimme von Uschi Brüning und dann ist zum anderen die großartige Musik, die von einem wunderbaren Jazzverständnis durchtränkt ist … diese Mischung ist einfach nur genial !

Uschi Brüning (* 4. März 1947 in Leipzig) ist eine deutsche Jazz- und Soul-Sängerin und Songautorin.

Brüning besuchte ab 1969 in der Musikschule Friedrichshain in Berlin-Friedrichshain die Spezialklasse Tanzmusik und Gesang und arbeitete mit der Klaus-Lenz-Band. Seit 1970 ist sie Berufssängerin. In diesem Jahr unternahm sie ihre erste DDR-Tournee mit dem Günther-Fischer-Quintett und Manfred Krug. 1972 erhielt sie den zweiten Preis beim Internationalen Schlagerfestival in Dresden.

Seit 1975 arbeitete sie mit der eigenen Band Uschi Brüning & Co., zu der unter anderem der Saxophonist Helmut Forsthoff gehörte. 1977 trat sie auf der 1. Jazzbühne Berlin auf und erhielt 1981 den dritten Preis beim Festival Kärnten International in Österreich. Seit 1983 arbeitet sie mit Ernst-Ludwig Luten Petrowsky zusammen, mit dem sie verheiratet ist. 1985 nahm sie an den 1. Jazztagen der DDR in Weimar und 1986 am 1. Internationalen Frauen-Jazz-Festival in Frankfurt am Main teil. 1989 war sie auf Tournee mit dem European Jazz Ensemble und trat in dem Programm Ich mach ein Lied aus Stille mit Eva Strittmatter auf. 1993 nahm sie am JazzFest Berlin teil und trat im Programm Vier im Konzert mit Annekathrin Bürger, Barbara Kellerbauer und Carola Nossek auf. 2008 sang sie mit Georgie Fame in der Berliner Philharmonie.

UschiBrüning01

Von 2015 bis zu dessen Tod 2016 trat Brüning mit Manfred Krug unter dem Titel Manfred Krug liest und s(w)ingt auf. In der 32. Folge der Augustiner-Konzerte am Gymnasium St. Augustin in Grimma brachte Uschi Brüning am 14. September 2018 ihr Programm Herzenslieder mit Stephan König zur Aufführung, das sie gemeinsam mit dem Musiker aus Leipzig erarbeitet hat. (Quelle: wikipedia)

Und Günther Fischer (* 23. Juni 1944 in Teplitz-Schönau) ist ein deutscher Jazzpianist, Holzbläser, Bandleader und Komponist.

Die Familie von Günther Fischer zog nach dem Krieg von Teplitz-Schönau nach Zwickau. Er erhielt von seinen Eltern Geigen- und Klavierunterricht und gründete 1960 sein eigenes Trio für Gitarre, Bass und Akkordeon. Von 1960 bis 1963 studierte er am Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau das Fach Musikpädagogik. 1965 bis 1969 führte er sein Studium an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Ost-Berlin fort. Er nahm Unterricht in den Fächern Klarinette, Saxophon, Dirigieren, Komposition und Arrangement. Gleichzeitig spielte er in der Klaus Lenz-Band. 1967 gründete er gemeinsam mit dem Pianisten Reinhard Lakomy, dem Schlagzeuger Wolfgang Zicke Schneider und dem Bassisten Hans Schätzke seine eigene Jazzband, die sich 1969, als der Gitarrist Fred Baumert dazu stieß, vom Günther-Fischer-Quartett zum Quintett (und 1979 mit dem Trompeter Hans-Joachim Graswurm zum Sextett) erweiterte. Die Band gab Konzerte mit Uschi Brüning und Manfred Krug, später auch mit Veronika Fischer und mit Regine Dobberschütz.

Fischer01

Günther Fischer mit Manfred Krug

Fischer spielte Klavier, Saxophon, Flöte und Klarinette, schrieb und arrangierte darüber hinaus Musik für das Ensemble. 1972 wurde er Dozent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin in der Abteilung Tanzmusik für die Fächer Komposition und Arrangieren.

1967 gründete er eine Jazzformation, die noch heute als Günther-Fischer-Band existiert. Konzerttourneen führten das Ensemble unter anderem durch Europa, Asien und Afrika. Von 1969 bis 1970 war auch Armin Mueller-Stahl Mitglied der Band, mit dem Günther Fischer 1971 bis 1972 für eine Schallplattenproduktion und in einer Fernsehshow zusammenarbeitete.

In den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin trat er unter anderem mit Klaus Lenz und seinem Pianisten Reinhard Lakomy in der Veranstaltungsreihe „Jazz in der Kammer“ auf. Er schrieb Lieder für Manfred Krug (Das war nur ein Moment) und Veronika Fischer (Liebeserklärung an Berlin, 1977). Sein erstes Musical Jack the Ripper wurde 1989 unter der Regie von Jürgen Kern und mit Katrin Weber in der weiblichen und Hartwig Rudolz in der männlichen Hauptrolle in Celle uraufgeführt. Weitere Kompositionen für Theater und Ballett entstanden für das Burgtheater in Wien und das Schauspielhaus Zürich.

Seine Kompositionen sind stilistisch vielfältig, reichen von Funk- und Soul-Jazz über Beat und Rock bis zum Liedhaften, was sich in seiner späteren Filmmusik fortsetzt. Er schrieb unter anderem die Filmmusik zu Schöner Gigolo, armer Gigolo (Bundesrepublik Deutschland 1978) und Didi und die Rache der Enterbten (Bundesrepublik Deutschland 1985). Auch nach der Wende schrieb er viele Filmmusiken, beispielsweise für die Fernsehserien Unser Lehrer Doktor Specht, Für alle Fälle Stefanie, Familie Dr. Kleist und Der letzte Zeuge.

1993 warf Manfred Krug Fischer im Nachrichtenmagazin Der Spiegel vor, Berichte über ihn für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR verfasst zu haben.[2]

Günther Fischer lebt seit 1997 im irischen Cork und ist Vater von Laura Fischer, die selbst Sängerin in der Band Laura Fischer & Band ist und mit der er gelegentlich gemeinsam auftritt. (Quelle: wikipedia)

Und hier also das erste Album von Uschi Brüning und dem Günther Fischer-Quintett: Und wie eingangs bereits geschrieben: Diese Mischung ist einfach nur genial und wer das nicht glauben will … kann/soll sich das hier einfach mal anhören … auch wenn die Aufnahmen schon etliche Jahrzehnte alt sind … sie klingen für meine Ohren zeitlos !

Besetzung:
Fred Baumert (guitar)
Uschi Brüning (vocals)
Günther Fischer (flute, saxophone)
Wolfgang „Eddie“ Greiser (bass)
Reinhard Lakomy (keyboards, percussion)
Wolfgang „Zicke“ Schneider (drums)
+
Angelika Mann, Beate Barwandt, Sabine Roterberg (background vocals)
+
Streichergruppe Otto Karl Beck

???????????????????

Titel:
01. Welch ein Zufall (Steineckert/Fischer) 3.44
02. Wenn es so ist (Steineckert/Fischer) 4.01
03. Jemand … (Gertz/Lakomy) 4.59
04. Erinnerung an Jürgen H. (Lakomy) 5.55
05. Eifersucht (Steineckert/Fischer) 6.16
06. Székesfehérvár (Fischer) 9.26
07. Komm nie wieder (Steineckert/Fischer) 4.11

LabelB1.jpg

*
**

Hot Dogs – Bierzelt Party (1973)

FrontCover1.JPGVermutlich waren sie die erste bayerische (Dixie) Kapelle, die sich bundesweit einen Namen machte …

Die Hot Dogs waren eine Münchener Dixieland-Jazzband, die seit Ende der 1950er-Jahre durch deutsche bzw. bayerische Volkslieder im New-Orleans- bzw. Dixieland-Stil populär wurde.

Die Hot Dogs waren ursprünglich eine Münchener Dixieland-Jazzband, die vor allem durch verjazzte bayerische Lieder und andere volkstümliche Musik in ganz Deutschland bekannt wurde. Sie wurden 1955 von Studenten der Technischen Universität (damals Technische Hochschule, abgekürzt „TH“) und Schülern des Maximilians-Gymnasiums als „TH Hot Dogs“ gegründet. Der Name wurde bald in „New Orleans Hot Dogs“ geändert, um den bevorzugten Jazzstil der Band deutlich zu machen. (Quelle: wikipedia)

Die ganze Geschichte kann man dann hier lesen.

Auf jeden Fall standen die Burschen der Hot Dogs damals voll im Saft … und so zelebrierten sie Medley aus sage und schreibe 41 Hits aus dem deutschen Liederut (na gut, ein paar alte Dixie Nummern sind auch dabei).

Muss man nicht haben (wenngleich selbst bei diesenAufnahmen immer wieder die Professionalität der Musiker durchblitzt), aber meine Gedanken wanderten bei dieser Musik doch glatt in die Zeit der Gartenparties … mit den Männern, die am grill herumstehen und dann all den feschen Mädchen … und dann diese Musik … so war das halt damals …  in bestimmten Kreisen.

AlternativesFront+BackCover.JPG

Alternatives Front + Back Cover

Besetzung:
Bernhard Etzel (trombone)
Herbert Liedl (bass)
Michael Meister (banjo)
Hermann (Miltz)
Franz Müller (trumpet)
Ludwig Niedermeyer (clarinet, vocals)
Gerhard Sterr (piano)

BackCover1.JPG

Titel:

01. Bierzelt Party (Teil 1) (15.44)
01.01. Grüß euch Gott (aus „Der Vogelhändler“) (Zeller) 0.10
01.02. Das Wandern ist des Müllers Lust (Zöllner/Müller) 1.02
01.03. Mädel Ruck, Ruck, Ruck (Traditional) 1.12
01.04. O du wunderschöner deutscher Rhein (Traditional) 1.10
01.05. Horch, was kommt von draußen rein (Traditional) 1.10
01.06. Üb immer treu und Redlichkeit (Hölty) 0.35
01.07. Der Mai ist gekommen (Geibel/Lyra) 1.10
01.08. Heute geht es an Bord (Traditional) 0.34
01.09. Gaudeamus Igitur (Traditional) 0.14
01.10. Bier her (Traditional) 0.17
01.11. Drei Lilien (Traditional) 0.39
01.12. Lang, lang ist’s her (Traditional) 0:34
01.13. Lore (Traditional) 0.44
01.14. Glory Hallelujah (Traditional) 0.53
01.15. Jetzt trink ma no a Flascherl Wein (Lorenz) 1.07
01.16. Der treue Husar (Traditional) 1.05
01.17. Mus i denn (Traditional) 1.28
01.18. Ein Prosit (Traditional) 1.10

02. Bierzelt Party (Teil 2) (15.16.)
02.01. Te Deum (Charpentier) 0.19
02.02. Ein Jäger aus Kurpfalz (Traditional) 1.01
02.03. Es steht ein Wirtshaus an der Lahn (Traditional) 0.17
02.04. In einem Polenstädtchen (Traditional) 0.31
02.05. Ein Vogel wollte Hochzeit feiern (Traditional) 0.18
02.06. Alle Vögel sind schon da (Traditional) 0.25
02.07. Im Wald und auf der Heide (Gehricke/Bornemann) 0.53
02.08. Die Lorelei (Silcher/Heine) 1.37
02.09. Du, du liegst mir im Herzen (Traditional) 0.37
02.10. Eine Seefahrt, die ist lustig  (Traditional) 0.27
02.11. Heideröslein (Traditional) 0.41
02.12. Gloryland  0.30
02.13. Oh, du lieber Augustin (Traditional) 0.18
02.14. Waldeslust (Traditional) 0.41
02.15. Ähnchen von Tharau (Silcher) 0.17
02.16. Wem Gott will rechte Gunst erweisen (Traditional) 0.35
02.17. Geh’n wir mal rüber (Traditional) 0.37
02.18. Im Wald, da sind die Räuber (Traditional) 0.27
02.19. Am Brunnen vor dem Tore (Schubert) 0.40
02.20. Ein Heller und ein Batzen (v.Schlippenbach) 0.50
02.21. When The Saints Go Marching In (Traditional) 0.53
02.22. Bierjazz-Stomp (Etzel/Sterr) 1.40
02.23. Blues-Coda (Etzel/Sterr) 0.25

LabelB1

*
**

MC2