Otto – Das Wort zum Montag (1977)

FrontCover1Und wieder ein Album des Blödelbarden par excellence der 70er Jahre … Otto:

„Zugegeben, der Humor von Otto Waalkes passt nicht mehr so richtig in die heutige Zeit, weil der Klamauk-Geschmack sich doch durch das große Angebot an Comedy etwas gewandelt hat. Zeitlosigkeit erreichen wohl nur die Humoristen des gehobenen Niveaus, wie z.B. Loriot, was Otto Waalkes keineswegs abwerten soll, aber er produziert halt einen ganz anderen Humor, der vielleicht eher Modetrends unterworfen ist.
Trotzdem war Otto zu seiner großen Zeit in den 70er und 80er Jahren einer der wenigen ganz großen „Blödelbarden“, und ich bin nach wie vor ein großer Fan von ihm.
Diese CD gehört zu einer ganzen Reihe von CDs mit alten Live-Mitschnitten und ganz wenigen Studioaufnahmen, die heute alle glücklicherweise für recht wenig Geld zu haben sind, so dass man sich als Fan der alten Otto-Shows leicht eine Sammlung der alten Schätzchen anlegen kann. Ich schwelge immer wieder gerne mit diesen alten CDs (die ja damals schon als LPs sehr erfolgreich waren) in Nostalgie und finde, man kann sie immer wieder hören.
Das Schöne an den Mitschnitten auf dieser CD ist, dass sie meines Wissens aus dem Fernsehen größtenteils unbekannt sind (Ausnahme z.B. die „Führenscheinprüfung“, die ab und zu noch gezeigt wird: „Da kommt ein Auto, sagen Sie? Eins jener Fortbewegungsmittel, die wie von Geisterhand beflügelt den Menschen bald hierhin, bald dorthin bringen?“), und dass sie einen guten Querschnitt bietet, von lustigen Liedern bis zu Ostfriesenwitzen.

Otto01
5 Sterne auf jeden Fall für den Otto-Fan, denn der wird zumeist in Ottos großer Zeit zum Fan geworden sein. Andere Interessierte sollten vielleicht erstmal in die Audio-Samples hineinhören, ob ihnen der Humor liegt. Für mich als Liebhaber ein Muss in der Sammlung! (Mark Schülke)“

Damals war Otto´s Wortakrobatik- witz wirklich noch beachtlich und von daher kann ich mich „als Kind der 70er“ noch heute erfreuen … und ich erinnere mich da noch gerne daran, wie der Otto damals die bundesdeutsche Unterhaltungsszene gewaltig durcheinander wirbelt … und zwar mit seinem durchaus anarchistischem Humor … nach dem Motto:dem war nichts heilig ! Und das ist und war gut so !

Otto02

Besetzung:
Otto (vocals, guitar, harmonica)

BackCover1

Titel:
01. Mein Privatleben (Waalkes) 0.36
02. Lied von der Arbeit (Waalkes) 0.45
03 Summertime (Gershwin/Waalkes) 0.43
04. Eheleid (Waalkes/Gernhardt)
05. Der Ostfriese (Gernhardt) 1.39
06. Zwei Märchen (Waalkes) 0.52
07. Popzeitung (Gernhardt/Knorr) 1.20
08. Harry Hirsch berichtet aus dem Orient (Gernhardt/Knorr/Waalkes) 3.02
09. Fernsehen & Familie (Gernhardt/Knorr/Waalkes) 0.32
10. Modenschau (Gernhardt/Knorr) 1.40
11. Sprachkongreß (Gernhardt/Knorr) 2.32
12. Dupscheck (Waalkes) 0.56
13. Hausfrauenreport, 5. Teil (Waalkes) 1.34
14. Märchen aus dem Wilden Westen (Waalkes) 1.02
15. Führerscheinprüfung (Gernhardt/Knorr) 2.09
16. ‚Ne Fabel (Gernhardt/Knorr) 1.48
17. Großmutterdiffamierung (Waalkes) 0.27
18. Eiskunstsaufreportage (Gernhardt/Knorr/Waalkes) 1.38
19. Texas (Waalkes) 3.49
20. Sex (Waalkes) 0.42
21. Das Wort zum Montag (Gernhardt/Knorr) 2.56

LabelB1

*
**

 

Advertisements

Tommy Fortmann & Beat Hirt – Tell ! (Original Schallplatten-Fassung des Musicals) (1977)

FrontCover1Ich kann mich noch relativ gut an den Hype erinnern, als dieses Musical 1977 veröffentlicht wurde, denn allein die Mixture der Gastsänger ist irgendwie atemberaubend, schwindelerregend: Jürgen Drews, Alexis Korner, Udo Lindenberg, Su Kramer, Jackie Carter und Romy Haag gemeinsam auf einem Album … wann gab´s das denn schon mal ?

Aber: In der Sprache der Arbeitszeugnisse müsste man diesen Hype mit den Worten „man gab sich Mühe“ charakterisieren.

Ich weiss gar nicht, wo ich da aufangen und wo ich da aufhören soll.

Da ist ein Udo Lindenberg, der seinen gewohnt schnodrigen Gesangsstil zelebriert und sich insgeheim vor Lachen in die Hose machte, da ist ein Jürgen Drews, dem man – ausgerechnet ihm – den „besten“ Song des Albums geb („Amigo).

Und da ist ein Alexis Korner, der sich mal als Schlagersänger ausprobieren durfte … gar nicht so übel, wenn´s nicht so arg wehtun würde …

Neben eher simplen Rocksongs wurde natürlich auch der damalige Disco Sound der „Munich Scene“ zelebriert … damals wie heute mein bevorzugtes Abführmittel …

Und wenn man liest, dass sich Musiker wie Curt Cress, Kristian Schultze oder Frank Diez bereitschlagen ließen, an dieser Produktion mitzuwirken, dann könnte einem der Hut hochgehen ! Und wenn man bedenkt, dass Tommy Fortmann entscheidenden Anteil an der schweizerischen Rockband Demon Thor hatte (die nun wirklich eine gute Band waren), versteht man die Welt nicht mehr.

ImStudio

Tommy Fortmann, Beat Hirt & Dieter Dirks (Produzent)

Und dann die message dieses Musicals … Ich zitiere im Original:

„Tell ist ein junges, popiges Musical aus der Feder der beiden Schweizer Tommy Fortmann (Musik) und Beat Hirt (Text). Das Werk entstand in mehrjähriger Zusammenarbeit der Autoren. Hirt ist 37 Jahre alt, Fortmann 26jährig. Tell ! ist ihr Erstling.

Es geht im Musical Tell ! nur bedingt um Wilhelm Tell, es geht vielmehr zum Beispiel um Wilhelm Tell. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der menschliche Hang zur Glorifizierung von Helden, seien diese nun in der Sportwelt, derf Politik oder eben in der Geschichte zu Hause.

Am Beispiel Tells wird gezeigt, daß Helden auch menschliche (oder un-menschliche) Seiten und Schwächen haben. Daß sie sich in schillernden Heldenrollen nur bedingt wohlfühlen können, weil sie ihre eigenen Schwächen kennen.

Trotz der Infragestellung der Tellenfigur (auch aus der Sicht historischer Quellen) wird Tell nirgends heruntergemacht. Er wird nicht als Tölpel hingestellt. Im Gegenteil: er soll sympathisch und menschlich sein. Wir allen sollen uns im teilweise gequälten Erfolgsstrebens Tells wiedererkennen.“

Aha, alles klar !

Programmheft

Programmheft (Auszug)

Zu ergänzen wäre noch, dass dieses Musical tatsächlich auch live aufgeführt wurde (wie oft, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis); von den auf diesem Album mitwirkenden Musiker konnte allerdings nur Alexis Korner überredet werden, mitzuwirken.

TellLive1

Tell live, mit Alexis Korner

Nun … reinhören lohnt sich dennoch … mit einer gewissen Prise Humor kann das durchaus amüsant sein: Ich vermute, dies ist die einzige Aufnahme, in der Alexis Korner deutsch singt. Und als Rarität kann man dieses Album durchaus bezeichnen … Und so kommt´s auch, dass Lindenberg auf seinem Raritäten Album auch den Song „Gitarrenlied“ aufgenommen hat …

CoverIllustration

Besetzung:
Jackie Carter (Gertrud Stauffacher)
Jürgen Drews (Wilhelm Tell)
Romy Haag (Werner Stauffacher)
Alexis Korner (Landvogt Gessler)
Su Kramer (Hedwig Tell)
Udo Lindenberg (Gitarrist)
+
Besetzung

Titel:
01. Intro (Wilhelm Tell-Melodie)
02. Sag uns 2.15
03. Gitarrenlied (Udo Lindenberg) 3.38
04. Amigo (Jürgen Drews) 2.40
05. Helden (Su Kramer) 2.58
06. Rock Tell 2.33
07. Tellenlied (Jürgen Drews) 3.10
08. Schüsse (Alexis Korner) 2.23
09. Unsere Welt will immer nur Gewinner sehen (Jackie Carter) 2.42
10. Tells Flucht 3.09
11. Tell, was wär´ passiert ? (Udo Lindenberg / Jürgen Drews) 2.48
12. Weiberrock (Romy Haag) 2.43
13. Liebeslied (Jürgen Drews / Jackie Carter) 4.30
14. Gesslerlied (Alexis Korner) 3.14
15. Hallo Uri Uno ! (Jürgen Drews / Udo Lindenberg) 2.13
16. Wilhelm Tell (Udo Lindenberg / Alexis Korner / Jackie Carter) 4.03

Musik: Tommy Fortmann
Text: Beat Hirt

LabelA1

*
**

SpiegelKritik

Der Spiegel 33/1977 (08. August 1977)

Bläck Fööss – Ein musikalischer Karnevalsgruß Köln 1981 – Jecke Tön in Blau und Gold (1981)

FrontCover1Nicht, dass ich noch die „närrische Zeit“ so ganz aus den Augen verlieren …

Hier wieder mal so ne kleine Rararität aus der Kölner Karnevals-Szene:

Die Filiale von Saturn in Köln ließ sich damals nicht lumpen und veröffentlichte diese Sonderpressung, speziell für die „GAE Bürgergarde blau-gold“.

Ganz genau genommen heißt dieser Karnevalsverein „Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln“:

Die Karnevalsgesellschaft Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln ist eines der neun Traditionskorps im Kölner Karneval sowie ordentliches Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval und Mitglied im Bund Deutscher Karneval.

Die Bürgergarde „blau-gold“ ist eine Ehrenfelder Karnevalsgesellschaft. Ehrenfeld erhielt 1867 das Stadtrecht und wurde 1888 nach Cöln eingemeindet. Die Stadtfarben waren blau-gold. Die Bürgergarde ist ein Zusammenschluss der Großen Cöln-Ehrenfelder C.G. von 1904, der Allgemeinen Ehrenfelder K.G. von 1911 und der Ehrenfelder K.G. „Funkengarde blau-gold“ von 1951. Auf Wunsch des Festkomitee Kölner Karneval sollten sich die drei Ehrenfelder Karnevalsgesellschaften zusammenschließen. So entstand 1955 die „Große Allgemeine Ehrenfelder K.G. blau-gold“. 1971 hatte dann der langjährige Präsident der Gesellschaft, Hans Wallpott, den Gedanken, ein Korps in den traditionellen friederizianischen Uniformen, wie es die anderen Korps auch haben, zu gründen. Die Farben sollten „blau-gold“ sein. 1981 änderte die Gesellschaft noch einmal ihren Namen in Bürgergarde „blau-gold“.

BürgergardeBlauGold01

Die Bürgergarde ist Gründungsmitglied des 1953 gegründeten Festausschuss Ehrenfelder Karneval und Trägergesellschaft des am Veilchendienstag stattfindenden Ehrenfelder Dienstagszuges, der 1954 erstmals als „Ihrefelder Kinderzog“ startete und einer der größten Stadtteilzüge Kölns ist. Zudem hat der Festausschuss Ehrenfelder Karneval, dem die Bürgergarde federführend angehört, 1965 das Kölner Kinderdreigestirn ins Leben gerufen. In den ersten Jahren wurde das Kinderdreigestirn von der Bürgergarde ausgesucht und betreut. Vor einigen Jahren hat das Festkomitee Kölner Karneval die Schirmherrschaft für das Kinderdreigestirn übernommen.

Am 10. Februar 2001 wurde die Bürgergarde vom damaligen Festkomitee-Präsidenten Hans-Horst Engels zum Traditionskorps ernannt.

In der Session 2010/2011 stellte die Bürgergarde „blau-gold“ mit Frank Steffens als Prinz Frank I., Günter Flüch als Bauer Günter und Hans René Sion als Jungfrau Reni erstmals ein Dreigestirn im Kölner Karneval.

Das Korps der Gesellschaft gliedert sich in Tanz-, Begleit- und Offizierskorps, den Regimentsmusikzug und den Spielmannszug. Seit 2000 gibt es die „Tanzmüüs“, eine Tanzgruppe für Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren, und seit 2011 gibt es in der Bürgergarde ein eigenes Reiterkorps.

BürgergardeBlauGold02

Na, das schaut zumindest ganz nett aus …

Wie auch die anderen Traditionskorps ist die Bürgergarde eine reine Männergesellschaft, in der Frauen nicht Mitglied werden können. Die Musikerinnen und Tänzerinnen sind als „förderndes Mitglied“ in die Garde aufgenommen worden und haben einen eigenen Prunkwagen im Kölner Rosenmontagszug. (Quelle: wikipedia)

Ja, ja … der Karneval ist schon ne ernste Angelegenheit …  da braucht man schon paramilitärische Strukturen ! Und Frauen dürfen da auch schon mal den Can-Can tanzen …

Gott sei Dank, dass diese Single nicht  ganz so staubdrucken und ernst, denn wir hören zwei Bläck Föss Lieder, die natürlich wie keine andere Combo in den letzten Jahrzehnten das musikalische Köln zur Karnevalszeit bereichert haben.

Beide Lieder stammen übrigens aus dem Jahre 1977.

Bläck Föss 1977

Bläck Föss, 1977

Besetzung:
Tommy Engel (vocals)
Dieter „Joko“ Jaenisch (piano, accordeon)
Günther Antonius „Bömmel“ Lückerath (guitar, vocals)
Hartmut Reinhold Priess (bass, percussion)
Franz Peter Schütten (guitar, vocals)
Ernst „Erry“ Josef Stoklosa (guitar, violin, vocals)

 

BackCover1

Titel:
01. Et Spanien-Leed (Priess) 3.39
02. Ming eetste Fründin (Knipp) 3.26

LabelB1

*
**

Dietlhofer Sänger u.a. – Altbairische Lieder und Weisen zu Advent und Weihnacht (1977)

FrontCover1Tja … wieder mal bayerisches Brauchtum zur Weihnachtszeit …diesmal aus der Weilheimer Gegend (liegt in Oberbayern … kurz vor Garmisch-Partenkirchen) …

Federführend bei diesem Projekt waren die „Dietlhofer Sänger“. Und anößlich ihres 50jährigen Jubiläums im Jahren blickten sie zuzrück:

Begonnen haben wir als „Weilheimer Turmsänger“ 1966 mit der Deutschen Bauernmesse von Annette Thoma in der Dreifaltigkeitskirche beim Heilig- Geist-Spital in Weilheim. Nach dem Wechsel der 1. Stimme (von Willi Baudrexl zu Fritz Weber) hatten wir den Namen „Weilheimer Sänger“ von 1973 bis 1974 ab 1975 bis zum Schluss (Sommer 2016) haben wir uns „Dietlhofer Sänger“ genannt, nach einem Weiler in der Nähe von Weilheim. Zusammen mit der „Weilheimer Stubenmusi“ haben wir in der Kirche St.Pölten das 1. Weilheimer Adventsingen 1973 organisiert und gestaltet. Als Einstimmung in den Advent bewährte sich der 1. Adventsonntag. Unterstützt haben uns bekannte hervorragende Musikgruppen, Gesangsgruppen, eingebettet in biblisch orientierte Texte von Sprechern, die es verstanden, die Zuhörer in den Advent zu führen. Willi Großer war bereits 29-mal Sprecher im Weilheimer Advent. Der Eintritt war frei, das Sammelgeld wurde jeweils für kirchliche oder soziale Zwecke gespendet. Bisher waren es 43 Weilheimer Adventsingen.

DietlhoferSänger2002

Dietlhofer Sänger, 2002

Da das geistliche Volkslied uns von Anfang an besonders ansprach, haben wir von Liedern zur Hl. Messe, Passions-, Auferstehungs-, Marien- und Heiligenliedern, auch Beerdigungslieder eine große Auswahl angesammelt, so dass wir meistens passende Literatur zur Verfügung hatten. Wir hatten von Anfang an Glück mit den Menschen, die uns angeleitet und teils begleitet haben, wie Wolfi Scheck, Wastl Fanderl, viele gute Musikanten und Sänger, sowie Ernst Schusser mit seinem Team vom Volksmusikarchiv in Bruckmühl. Im Volksmusikarchiv und der Volksmusikpflege des Bezirks Oberbayern haben wir viele Aufnahmen geistlicher Volkslieder gemacht, u.a. auch bei der großen Aktion „Heiligenlieder“ (1990) für den damaligen BR-Heimatspiegel. Bisher sind einige dieser Lieder auf 7 CDs des VMA in der Reihe „Das geistliche Volkslied das Jahr hindurch zu hören: CD „Gelobt seist du, mein Herr und Gott…“ (VMA 1997): „Erfreut euch, ihr Menschen auf Erden“ (Advent/Weihnachten). „Sänger- und Musikantenzeitung“, gegründet von Wastl Fanderl 1958 (Quelle: Volksmusikarchiv des Bezirk Oberbayerns, 2016)

Hüllentext

Die „Geschwister Röpfl“ waren damals allseits bekannt und beliebt und sie haben in al den Jahrzehnten weiterhin fleißig musiziert … wobei deren Gesangsbeiträge auf dieser LP echer zu den schwächeren Liedern ehören … zu pipsig ist mir das der Gesang (keine Ahnung, wie alt die damals waren)

Ansonsten viele musikalische Raritäten aus dem bayersichen Oberland und der Übervater der bayerischen Volksmusik, der Wastl Fanderl diente natürlich auch als Inspiration.

Und hier mein alter Sptuch: muss man nicht mögen (meine Begeisterun hält sich ja auch in Grenzen), aber dennoch haben wir es hier mit traditioneller Volksmusik zu tun.

Geschwitzer Röpfl

Geschwister Röpfl

Besetzung:

Dietlhofer Sänger:
Wiggerl Kranner Franz Schesser – Erwin Ulrich – Josef Vatter

Weilheimer Stubnmusi:
Besetzung nicht bekannt

Großschwaiger Dreigesang:
Marianne Böckl – Heidi Lenz – Marlene Lindmair

Pfaffenwinkler Volksmusik:
Besetzung unbekannt

Gitarrentrio:
Karl Kirchmayer – Wolfi Scheck – L. Schröder

Geschwister Röpfl:
Hardl Röpfl – Leni Rüpfl –  Marianne Rüpfl

BackCover1

 

Titel:
01. Dietlhofer Sänger: Davids Stadt, ein großer Namen (Hartmann/Abele) 2.32
02. Weilheimer Stubnmusi: Mozart Menuett (Zoder/Preiß) 1.20
03. Großschwaiger Dreigesang: O edle liebreiche (Hartmann/Abele) 1.56
04. Pfaffenwinkler Volksmusik: Weyarner Menuett (Schickhaus) 1.54
05. Dietlhofer Sänger: Herbergsuche (Traditional) 1.56
06. Gitarrentrio: G-Dur Menuett (Zoder/Preiß) O.55
07. Geschwister Röpfl: Stehet auf ihr Hirten (Böckl/Röpfl) 1.34
08. Dietlhofer Sänger: Wer hat denn jetzund gschrian auf mi (Fanderl) 1.59
09. Pfaffenwinkler Volksmusik: Hirtenmusik (Mayrhofer) 1.34
10. Dietlhofer Sänger: Los Hansi (Fanderl) 1.58
11. Weilheimer Stubnmusi: Guggenberger Boarisch (Scheck) 1.25
12. Geschwister Röpfl: Hoissa Nachbarn (Hartmann/Abele) 2.24
13. Weilheimer Stubnmusi: Harfenlandler (Traditional) 1.46
14. Geschwister Röpfl: O Jesus, gepriesen nun werd (Böckl/Röpfl) 1.32
15. Gitarrentrio: Kehraus (Zoder/Preiß) 1.39
16. Großschwaiger Dreigesang: Still o Himmel (Hartmann/Abele) 3.07
17. Dietlhofer Sänger: Heut is a freudenreicha Tag (Fanderl) 2.25

LabelB1

*
**

DietlhoferSängerHörenAuf

 

Klaus Schulze – Body Love (Original Filmmusik) (1977)

FrontCover1Ja hoppla … jetzt wird´s aber schlüpfrig … Musik zu einem Porno … und das in der Adventszeit … sowas aber auch:

Body Love ist ein Pornofilm aus den 1970er Jahren, gedreht und produziert von dem italienischen Regisseur Lasse Braun. Body Love gilt neben Sensations als einer der bedeutendsten Filme von Braun und stellt einen der Klassiker der Stilrichtung Porno Chic dar.

Baron von Goeneveld sorgt sich um seine Familie. Seine nymphomanische Ehefrau Glenda überrascht er, indem er ihr in einem verlassenen Haus zwei Liebhaber zur Verfügung stellt. Und zum 18. Geburtstag der Tochter lässt er eine Party organisieren, die in eine Orgie ausartet.

Der Film wurde von der deutschen Love Film aus Bochum finanziert und kostete rund eine Million DM. Er wurde 1976 im Schloss Groeneveld in der niederländischen Gemeinde Baarn gedreht, die Dreharbeiten dauerten rund eine Woche.

Während der Dreharbeiten wurde das Album Moondawn von Klaus Schulze gespielt, ein sequenzerorientiertes Berliner-Schule-Album. Während des Schnitts stellte Braun fest, dass sich die Darsteller im Rhythmus der Musik bewegt hatten, so dass ein Soundtrack mit einem anderen Rhythmus nicht passen würde. Schließlich beauftragte er Klaus Schulze mit der Komposition der Filmmusik, die den Rhythmus von Moondawn haben sollte. Die LP erreichte den 2. Platz in den Importcharts des US-Magazins Billboard. Der Soundtrack ist bis heute erhältlich, allerdings wurde die ursprüngliche Gestaltung des Covers (mit Szenen aus dem Film) durch eine neutralere Gestaltung ersetzt. (Quelle: wikipedia)

BodyLove02

Und die Musik zu diesem Film wurde hochgelobt:

Gleich nach dem phantastischen „Moondawn“ legte Klaus Schulze 1977 mit dem Soundtrack „Body Love“ ein nächstes faszinierendes Highlight vor.
Bei dem Film von Lasse Braun handelt es sich um einen Porno,weshalb das Cover der Schallplatte keine Bilder aus dem Film zeigt,was dem Verkauf der Scheibe,gerade beim Export,eventuell hinderlich gewesen wäre.
Das Genre des Films konnte den Pionier der elektronischen Musik und Sounds nicht davon abhalten,hier eine seiner schönsten Arbeiten abzuliefern.
Alle drei Tracks begeistern mit sphärischen,atmosphärisch wirkenden Klängen und erzeugen so eine geradezu anheimelnde Magie.
Daß Harald Großkopf,wie schon bei „Moondawn“,an den Drums den wabernden,sanften Klangwolken von Schulze Kontur verleiht,steigert das wohlig-verträumte Gefühl beim hören nur noch.

BodyLove01

Trotz des umschmeichelnden Schönklangs wirkt „Body Love“ intensiv,hypnotisch,trotz der elektronischen Erzeugung warm und weich.
Verfremdete,geheimnisvolle Sounds,künstliche Chöre runden einen Musikgenuß ab,der den,der sich darauf einläßt,zum tiefen Eintauchen in die Musik einlädt und dort verwöhnt.
„Body Love“ mag nicht das innovativste Album von Schulze sein,er geht hier nicht vorwärts,allerdings macht er hier das,was er für mein Dafürhalten am besten kann,und das in seltener Intensität und Perfektion.
Für mich ist daher „Body Love“ klar eines seiner besten,weil emotional fesselndsten Alben.
Ein absolutes Highlight des Künstlers. (high end)

AlternateFront+BackCover1

Das alternative Front + Back Cover

Und der Film zur Musik wurde ebenfalls hochgelobt:

Vorhang auf für einen Porno, dessen Soundtrack von Klaus Schulze komischerweise berühmter ist als der Film selbst. Klaus Schulze, der mit Künstlern wie Kraftwerk oder Jean Michel Jarre häufig in einem Atemzug genannt wird und der die Band Tangerine Dream zum Erfolg führte, gilt bis heute als einer der bedeutendsten Vertreter der elektronischen Musik. Und der Soundtrack für Body Love gilt vielen Klaus Schulze-Fans als sein wichtigstes Werk. Dementsprechend groß war die Neugier auf den Film der sich hinter der Musik versteckt, doch nur wenige trauten sich bislang den Film anzuschauen oder zuzugeben, dass sie ihn gesehen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass der Film über lange Zeit sehr schwer nur zu bekommen war und zudem wenig über ihn geschrieben steht, obwohl z.B. die Deutschland-Premiere von Body Love damals in einem angesehenen Großkino, dem Holi in Hamburg, mit großen Tam Tam über die Bühne ging. Und so wurde schließlich viel darüber fantasiert, was es denn für Pornofilm

Filmplakat

Das Filmplakat

ist, der Klaus Schulze dazu bewegen konnte seine ganze musikalische Kreativität zu entfalten.

Um es kurz zu machen: Der Film verdient den gleichen Ruhm wie sein Soundtrack, denn wir haben es hier wieder einmal mit einem ganz und gar ungewöhnlichen Porno von Meisterregisseur Lasse Braun zu tun, der jedem, der ihn anschaut, lange im Gedächtnis bleiben wird. Das Spezielle an Body Love ist diese unheimliche New Age-Atmosphäre die der Film ausstrahlt. Alles wirkt irgendwie unwirklich und entrückt und dieser Eindruck wird natürlich verstärkt durch die abgefahrene Synthie-Mucke von Klaus Schulze, doch sind es auch und vor allem die seltsamen Bilder, die den Zuschauer in eine lustvoll-meditative Trance versetzen. (Quelle: pornoklassiker.de)

Nun … ich teile die Auffassung, dass dies ein ganz und gar exquisites Album von Klaus Schulze ist … ich höre es allerdings bedeutend lieber, wenn ich die Bilder des Films nicht sehe …

Dass es überhaupt zu einer solchen Kooperation zwischen Pornographie und elektronischer Musik der Avantgarde kommen konnte, ist für mich der faszinierendste Aspekt dieser Aufnahmen …

Inside4A

Die 70er Jahre … die „sexuelle Revolution“ entließ ihre Kinder, der pornographische Film wurde in bestimmten Kreisen salonfähig und ganz sicherlich zählte dieser Lasse Braun zu jenen Akteueren dieses Genres, die zumindest ein Mindestmaß an einen gewissen Anspruch hatten … Sein Film „Sensations“ verdeutlich noch viel mehr jene Zeit, in der „Porno, Kunst und Hippietum auf leichte und fast surealistische Art“ kombiniert werden konnte.

Inside3A

Besetzung:
Harald Grosskopf (drums)
Klaus Schulze (electronics)

LasseBraun

Lasse Braun, 1976

Tracklist:
01. Stardancer 3.38
02. Blanche 11.43
03. P.T.O. 27.12
+
04. Lasse Braun 22.21

Musik: Klaus Schulze

Labels1

Die Musik zum Film:

*
**

Der Film zur Musik (des englischen sollte man mächtig sein … aber vielleicht auch nicht):

*
**

BodyLove03

Verschiedene Interpreten – Wim Thoelke präsentiert: Stars & Chöre – Die schönsten Chorlieder (1977)

FrontCover1„Der grosse Preis“ war die Nachfolge Sendung der ZDF Quiz-Serie „Drei mal neun“ und ganz sicher unabdingbar mit dem Moderator Wim Thoelke verknüpft.

Es war gediegene Samstagabend-Unterhaltung mir fröhlichen Kandidaten, liebreizenden Assistentin, einem unverwüstlichem Walter Spahrbier und natürlich die unvergessenen Maskottchen der Sendung „Wum & Wendelin“ aus der Feder des großartigen Loriots.

Und natürlich hatte auch diese Unterhaltungs-Serie den Anspruch gutes zu tun und sponserte daher die vom ZDF initiierte Sozialorganisation „Aktion Sorgenkind“ (heute: Aktion Mensch).

Und wer war Wim Thoelke ?

Sein Spitzname war ja eigentlich „Big Wim „, was bei Georg Heinrich Wilhelm Thoelkes hünenhafter Statur auch nicht weiter verwundert. Doch wer heute seinen Namen liest, dem klingt unweigerlich der energische Ruf „Thoeeeelke!“ von Loriots Zeichentrickhund Wum in den Ohren. 220 Mal in 17 Jahren, von 1974 bis 1992, präsentierten Wim, Wum und Elefant Wendelin die ZDF -Quiz-Show „Der Große Preis“ und lockten jedes Mal bis zu 25 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm. Die mit dem Ratespiel verbundene Lotterie zugunsten der Aktion Sorgenkind (heute Aktion Mensch) brachte in dieser Zeit 1,7 Milliarden Mark für die Behindertenhilfe ein – ein Erfolg, der im Wesentlichen auf der stets seriös-korrekten Liebenswürdigkeit des Showmasters beruhte.

Thoelke01

Die Fernsehkarriere des am 9. Mai 1927 in Mülheim/Ruhr geborenen Sohns eines Studiendirektors begann 1955 in den Sportredaktionen des WDR und des Süddeutschen Rundfunks. Dort erwarb Thoelke sich das nötige Rüstzeug, um 1963 beim ZDF, zusammen mit Harry Valerien und Rainer Günzler, „Das Aktuelle Sportstudio“ aus der Taufe zu heben. 1970 bot ihm das ZDF die Position eines Hauptabteilungsleiters an, doch Thoelke wechselte lieber in die Unterhaltung und präsentierte fortan „Drei mal Neun“, die Nachfolge-Show von Peter Frankenfelds „Vergißmeinnicht“. Dass der schon damals immer etwas steif und unbeholfen wirkende Moderator neben seiner TV-Karriere beruflich noch etliche andere Eisen im Feuer hatte, wussten die wenigsten Zuschauer. Der begeisterte Hobby-Pilot gründete – allerdings mit begrenztem Erfolg – zwei Fluglinien, verkaufte Autos, entwarf Hemden und Krawatten und errichtete als Bauunternehmer Reihenhaussiedlungen.

Thoelke02

1991 musste sich der umtriebige und doch so gelassen wirkende Thoelke einer Herzoperation unterziehen. Kurz darauf trat „Big Wim“ mit 65 Jahren von der großen Show-Bühne ab. Die Privatsender hatten begonnen, die deutsche Fernsehlandschaft gründlich umzukrempeln und der alte Hase spürte genau, dass seine Zeit auf der Mattscheibe vorbei war. Zudem hatte sein Haussender deutlich gemacht, dass man den „Großen Preis“ in jüngere Hände legen wollte. Umso verletzter war Thoelke, wie er auch in seinem Buch „Stars, Kollegen und Ganoven“ deutlich machte, als Intendant Dieter Stolte ausgerechnet den sechs Jahre älteren Hans-Joachim Kulenkampff zum Nachfolger auserkor. Am 26. November 1995 erlag Wim Thoelke zu Hause in Wiesbaden seinem Herzleiden. (Quelle: .wdr.de)

MCHülle2A

Nicht unbedingt meine Kragenweite, aber immerhin habe ich erfahren, dass der Klassiker „Horch, was kommt von draußen rein“ eigentlich aus Schweden stammt und ein Lied wie „Amazing Grace“ kann auch in der deutschen Fassung „Auf Wiedersehn, ihr Freunde mein“ seinen ganz besonderen Charme entfalten.

LPFrontCover

Titel:
01. Gotthilf Fischer/Fischer Chöre: Ein Jäger aus Kurpfalz (Traditional) 2.22
02. Peter Schreier/Männerchor des Bayerischen Rundfunks: Im Krug zum grünen Kranze (Reichardt) 2.07
03. James Last & Chor: Und Der James Last-Chor: Kalinka (Traditional) 3.43
04. Anneliese Rothenberger & Der Tölzer Knabenchor: Schlafe, mein Prinzchen, Schlaf ein (Flies/Mozart) 3.48
05. Hermann Prey & Opernchor: Guten Abend euch allen (Traditional) 2.40
06. Roy Black & Die Fischer Chöre: Muß i denn, muß i denn (Traditional) 2.48
07. Karel Gott & gemischter Chor: Wen die Götter lieben (Volauvent/Gordoni/Spruth) 2.53
08. Heino & Die Westfälischen Nachtigallen: Am Brunnen vor dem Tore (Traditional/Schubert) 2.54
09. Freddy Quinn & Kurt Lindenau-Chor: Droben im Oberland (Silcher/Wende) 3.30
10. Die Westfälischen Nachtigallen: Horch, was kommt von draußen rein (Traditional) 2.55
11. Peter Rubin & Kinderchor: Wohin die Füße tragen (Twardy/Bartels) 2.50
12. Vicky Leandros & Chor: Auf Wiedersehn, ihr Freunde mein (Amazing Grace) (Leandros/Munro/Flor/Traditional) 3.18

MC1A

*
**

Max Greger – Die Tanzplatte des Jahres `77 (1977)

FrontCover1Freilich kann der Max Greger mit dem Tonträger-Output eines James Last nicht mithalten, aber immerhin hat auch er deutlich über 60 LP´s veröffentlicht (so meine große Schätzung) und das ist ja auch nicht gerade wenig.

Und wie Hugo Strasser und andere veröffentlichte er etliche Alben, die den Gütesiegel diverer Tanzverbände bekaman … ein Garant für Absatz, vermute ich mal, ob all der tanzveressenen Menschen in Deutschland.

Dieses Album erhält z.B. das Prädikat:

Ausgewählt vom Arbeitsstab „Tanzplatte des Jahres“ in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen deutschen Tanzlehrerverband und der Redaktion „tanzillustrierte. (Labelaufdruck)

Ist ja auch was !

Und so hören wir aktuelle Melodien der damaligen Zeit einschließlich dem unsäglichen „Daddy Cool“ . Abner auch die Beatles werden gewürdigt … und zwar mit „Yesterday“ … hier allerdings in einer lupenreinen Hollywood-Kitsch-Version …

Aber so etliche Melodien sind wieder mal wunderbar in den Max Greger Sound verprackt, kann man – sofern man in entsprechend aufgeräumter Stimmung ist, gut mal anhören … ohne gleich zu tanzen, wenngleich wir auf der Rückseite das Albums gleich aufgeklärt werden, was es mit der Tanz-Abkürzung „GMS“ auf sich hat:

Tanzerläuterung

Aha !

Besetzung:
Max Greger Big Band

BackCover1

Titel:
01 Un, deux, trois (Cara/Rallo) 2.10
02. When Will I See You Again (Gambe/Huff) 2.30
03. Daddy Cool (Farian/Reyam) 2.43
04. Don’t Go Breaking My Heart (Orson/Blanche) 2.30
05. Rock And Roll Love Letter (Moore) 2.27
06. Felicidades (Diernhammer) 2.06
07. Narzissus (Nervin) + Summernight (Drexler/Schmidt) 2.51
08. Girls, Girls, Girls (Kajanus) 2.35
09. Compassion Waltz (Traditional) 2.22
10. Tango d’amor (Leandros(Munro) 2.56
11. Die kleine Kneipe (Kartner) 2.28
12. Yesterday (Lennon/McCartney) 2.29
13. Laßt uns tanzen (v.Weber) + Swanee River (Traditional) 3.04
14. More, More, More (Diamond) + Dancing Queen (Ulvaeus/Andersson/Anderson) 2.55

LabelB1
*
**