Peter Maffay – Live (1978)

OriginalFrontCover1Tja, der gute, alte Peter Maffay:

Peter Maffay (* 30. August 1949 in Brașov, Volksrepublik Rumänien, als Peter Alexander Makkay) ist ein deutscher Sänger, Komponist, Schauspieler, Gitarrist und Musikproduzent rumäniendeutscher Herkunft.

Zu Beginn seiner Karriere wurde er durch Schlager bekannt; ab 1974 spielte er mit seiner Band hauptsächlich Country und Rock’n’Roll. Später entwickelte er sich dann aber zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Bluesrock-Musiker. Mit 19 Nummer-eins-Alben ist er der mit Abstand erfolgreichste Künstler in den deutschen Album-Charts. Darüber hinaus ist er Miterfinder der Märchen- und Zeichentrickfigur Tabaluga.

Peter Maffay02Peter Maffay, Sohn einer siebenbürgisch-sächsischen Mutter und eines ungarndeutschen Vaters, wanderte am 23. August 1963 mit seinen Eltern aus dem rumänischen Brașov nach Waldkraiburg bei Mühldorf am Inn in Bayern aus. Als Kind lernte er Geige zu spielen. Er wechselte von der Realschule auf das Ruperti-Gymnasium Mühldorf am Inn.

Mit Ferienarbeit auf der Baustelle verdiente er Geld für eine erste Gitarre. 1964 schloss sich Maffay als Gitarrist der neugegründeten Band The Beat Boys an, die später in The Dukes umbenannt wurde. Die Band spielte im Lokal „Weißer Hirsch“ in Waldkraiburg, wo sie auch ihren ersten Übungsraum hatte, Lieder von Bob Dylan, The Pretty Things, Small Faces, Herman’s Hermits, Cream, The Lovin’ Spoonful, The Kinks und Donovan. Sie hatten Auftritte in der Region um Mühldorf und waren im Umkreis von 50 Kilometern eine lokale Berühmtheit.

Nachdem er 1968 das Gymnasium nach zweimaliger Nichtversetzung verlassen musste, begann Maffay eine Lehre als Chemigraf in München und traf dort seine ehemalige Schulkameradin Margaret Kraus, Tochter von Alfred Kraus. Sie gründeten gemeinsam das Folk-Beat-Duo Peter & Margit, in dem er das erste Mal auch sang. Sie spielten im Münchener Club Song Parnass Songs von Bob Dylan, Peter, Paul & Mary, Kinks, Rolling Stones, Pete Seeger, Tom Paxton und Paul Simon. Sie sangen die Lieder auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Ungarisch, Rumänisch und Russisch – allesamt Sprachen, die Maffay auch beherrscht. Pro Auftritt bekamen sie damals 10 DM pro Person. Es wurde auch eine Single von den beiden veröffentlicht.

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Peter Maffay mit der Band „The Dukes“ (60er Jahre)

1969 wurde Michael Kunze auf Maffay aufmerksam, als er auf der Suche nach Nachwuchsinterpreten für selbstgetextete Lieder war. Am 15. Januar 1970 wurde das von Kunze produzierte Du als erste Single des noch minderjährigen Maffay veröffentlicht. Am 21. März 1970 hatte Maffay seinen ersten Fernsehauftritt in der ZDF-Hitparade. Die Hitparade machte Maffay in Deutschland bekannt, und Du wurde der größte deutschsprachige Hit des Jahres 1970. Gleichzeitig platzierte sich der Song auch in den Hitparaden der Niederlande (Gold), Norwegens, Österreichs, Belgiens (Gold) und der Schweiz. Es wurden über eine Million Singles verkauft. Der Erfolg von Du war mit den Anschlusssingles unerreichbar, mit seinem Manager Michael Conradt wechselte 1973 auch der Stil, was sich zuerst an Samstag abend in unserer Straße zeigte. Während der restlichen 1970er Jahre wurde Maffay durch konventionelle Country- und Rock’n’Roll-Nummern und Balladen zu einer Größe im Musikgeschäft. Dabei unternahm er zusammen mit dem deutschen Singer-Songwriter Johnny Tame als Tame & Maffay auch Ausflüge in den Country-Rock.

Peter Maffay03

Ähm … da muss man einfach schmunzeln …

Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre vollzog Maffay einen stilistischen Wandel vom Countrysänger zum „Deutschrocker“. Mit dem 1,6 Millionen Mal verkauften Album Steppenwolf, seinerzeit ein Verkaufsrekord, gelang Maffay 1979 der Sprung an die Spitze der Album-Charts. Auf dem Album war sein zweiter Nummer-eins-Hit So bist Du. Noch erfolgreicher war 1980 das folgende Album Revanche mit dem Karat-Song Über sieben Brücken mußt du gehn, Komposition: Ed Swillms / Text: Helmut Richter. Bis heute wurden über 2,1 Millionen Platten verkauft.

Einen Tiefpunkt seiner Karriere erlebte Maffay 1982, als er in mehreren deutschen Städten im Vorprogramm der Rolling Stones auftrat, aber bei den Konzertbesuchern kaum Akzeptanz fand. So wurde Maffay schon beim Tourauftakt in Hannover von Peter Wolf, dem Sänger der J. Geils Band, mit der Frage angekündigt, ob man „Schlager“ möge. Während seines anschließenden Auftritts wurde Maffay mit Tomaten und Eiern beworfen. (Quelle: wikipedia)

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Peter Maffay mit Frank Diez

Vermutlich kann Peter Maffay, der ja ein Rolling Stones Fan war heute nur noch schmunzeln.

Aber damals war er halt tatsächlich eine Art Hass-Objekt bei den progressiven Musikhörern, eventuelle a uch deshalb, weil er schon damals verdammt erfolgreich war.

Die LP „Und es war Sommer“ (1976) kam auf Platz 4 der Charts und sein „Steppenwolf“ Album (1979) gar auf Rang 1.

Und zwischen diesen beiden LP´s erschien dann dieses Live-Album … un natürlich erhielt dieses Album all jene Musik, die damals so belächelt wurde, so auch von mir.

RTLLabels

Eine etwas rätselhafte Ausgabe dieses Album erschien auch auf „Hallo RTL“

Aus meiner heutigen Sicht wurde man ihm damals nicht so ganz gerecht. Zumindest ist hörbar, wie er sich Mühe gab, dem Schlager-Image zu entfliehen, auch textlich:

Zieh die Jacke aus, so kommst du hier nicht rein
Für so ’nen Ledertyp ist diese Bar zu fein
Wie oft hab ich das schon gehört
Nur weil ich nicht rumlauf
Wie aus dem Ei gepellt

Wo Steht Das Geschrieben
Wer nimmt sich das Recht
So zu reden
Wer will mir verbieten
So zu sein wie ich will
Die andern tun’s doch auch

Doch ich frage mich
Was sind das für Leute
Die nur stumm dastehn
Gestern so wie heute
Erst der Anzug dann die Haut
Macht mir nichts vor
Ich hab‘ euch längst durchschaut

Wo Steht Das Geschrieben
Wer nimmt sich das Recht
So zu reden
Wer will mir verbieten
So zu sein wie ich will
Und wie ich bin

Und dazu kommt dann auf der Habenseite noch … diese Begleitband ! Schon damals umgab er sich mit deutschen Sptzenmusikern die in der Prog-Rock-Szene einen wahrlich guten Namen hatten. Von daher: Die Begleitmusik souverän gespielt !

Seinen Kumpel Johnny Tame hatte er auch dabei und dann natürlich am Ende des Konzertes dieses unverwüstliche „Du“ … und stärker kann dann der Kontrast gar nicht sein … die letzte Nummer des Album: Satisfaction von den Rolling STones … und zwar in einer Fassung, die sich nicht verstecken muss ! Ist auch kein Wunder wenn ein Frank Diez und ein Jean-Jacques Kravetz solistisch brillieren !

Und neben meinem handgefertigen Vinyl-Rip habe ich noch die digitale Ausgabe beigefügt (u.a. weil die „Sokrates“ Nummer „Ich weiß, daß ich nichts weiß“ doch arg ramponiert war – im Gegensatz zur restlichen LP)

OriginalBackCover

Besetzung:
Frank Dietz (guitar)
Bertram Engel (drums, background vocals)
Jean-Jacques Kravetz (keyboards)
Peter Maffay (vocals, guitar)
Günther Moll (guitar)
Johnny Tame (guitar, background vocals, vocals bei 08.)
Stefan Wissnet (bass)

Front+BackCover (Club-Edition)

Front+ Backcover einer sog. „Club-Edition“

Titel:
01. Josie (Heilburg/Di Mucci/Fasce) 4.50
02. Einer muß gehen (Weigel/Heider/Maffay) 3.40
03. Von Mann zu Mann (Heilburg/Heider/Maffay) 3.37
04. My Love (Heilburg/Maffay) 3.58
05. Flucht bei Nacht (Heilburg/Maffay) 3.56
06. Und es war Sommer (Heilburg/Heider) 4.51
07. Ich weiß, daß ich nichts weiß („Sokrates“ Heilburg/Maffay) 5.26
08. Making It Better (Maffay/Tame) 4.26
09. Wo steht das geschrieben? (Heilburg/Maffay) 3.52
10. Du (Kunze/Orloff) 5.54
11. Satisfaction (Jagger/Richards) 6.52

OriginalLabelB1

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Jean-Jacques Kravetz 1979

Jean-Jacques Kravetz, 1979 (bei den Aufnahmen zu dem Maffay Album „Steppenwolf“)

Vorne links, da können sie sehen,
so tönt laut jetzt der Kapitän,
genau da, wo die Lichter glühn,
wollen wir hin.

Unter uns ein schimmerndes Band,
wir sind bald im gelobten Land.
Hinter mir liegt die Zukunft,
doch was kommt nun?

Flucht Bei Nacht,
wer hätte das von mir gedacht?
Flucht Bei Nacht,
wie viel‘ vor mir haben das schon gemacht?
ich bin nicht allein…

Der Professor, den man fristlos entließ,
auch der Lehrer und der Journalist.
Dann das Heer der Namenlosen,
die man leicht vergißt.
Freiheit war für sie nicht ein Wort,
und darum gingen alle fort.

Selbst der Narr, der sonst alles durfte,
ist jetzt bei uns.

Flucht Bei Nacht,
sie tun das nicht zum ersten Mal.
Flucht Bei Nacht,

mit nichts als Hoffnung im Gepäck.
es kommen noch mehr.

 

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Carsten Bohn’s Bandstand – Mother Goose Shoes (1978)

FrontCover1Keine Frage: Ein Urgestein bundesdeutscher Rockmusik:

Carsten Bohn (* 18. August 1948 in Hamburg, Spitzname CeBee) ist ein deutscher Musiker aus Hamburg und früherer Schlagzeuger der City Preachers sowie einer der Gründer der in den 1970er Jahren populären Band Frumpy. Bekannt ist er vor allem für seine Musik älterer Europa-Hörspiele.
Carsten Bohn bei einem Auftritt mit der Band Frumpy in Hamburg (1971)

Carsten Bohn betreibt das Plattenlabel BigNote-Records; sein Sohn Dennis Bohn ist der Produzent der deutschen Dance-Formation Brooklyn Bounce. Unter anderem betreibt Dennis das Plattenlabel Mental Madness Records.

Carsten Bohn komponierte von 1979 bis 1983 98 Musikstücke für das Miller-International-Label Europa, von denen 78 Kompositionen in deren bekannten Hörspielserien (Fünf Freunde, TKKG, Die drei ???, H. G. Francis Die Gruselserie (neonfarbene), Larry Brent, Macabros, Flash Gordon, Edgar Wallace, Die Funk-Füchse, Pizzabande u. a.) verwendet wurden. Carsten Bohn singt das Titellied der Fünf-Freunde-Hörspielserie („Wir sind die Fünf Freunde, Julian und Dick, Anne und George …“).

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Carsten Bohn bei einem Auftritt mit der Band Frumpy in Hamburg (1971)

1986 wurde recherchiert, dass auf 172 Hörspielen von Europa die Musik von Carsten Bohn zu hören ist (insgesamt 2006 Sequenzen mit einem Durchschnitt von 3:38 min. pro Folge).

2008 komponierte Carsten Bohn exklusiv neue Hörspielmusik für das Hörspiel-Label canora media und deren Umsetzung der Heftromanserie Professor Zamorra aus dem Hause Bastei-Verlag.

Die Musikstücke wurden von Europa damals u. a. unter dem von Miller International geschaffenen Pseudonym Bert Brac veröffentlicht. Weitere von Miller International geschaffene Sammelpseudonyme sind Ralph Bonda, Phil Moss und Betty George. Diese Pseudonyme wurden auch von Heikedine Körting und Andreas E. Beurmann genutzt.

Seit 1988 streiten Carsten Bohn und Sony BMG als Nachfolgerin der Plattenfirma Miller International vor Gericht um Tantiemen und Urheberrechte. Weder Bohn noch Sony BMG dürfen die alten Musikaufnahmen während des immer noch laufenden Verfahrens verwenden. Seitdem wurden die betroffenen Folgen, mit den alten Abmischungen der Hörspiele, durch Neuabmischungen mit Musikstücken anderer Musiker ersetzt. Bei den Drei ??? betrifft dies z. B. die Folgen 1 bis 39, bei TKKG die Folgen 1 bis 33.

Die Original-Kassetten bzw. -Schallplatten mit den alten Musik-Abmischungen haben aus diesem Grund zum Teil einen beachtlichen Liebhaberwert, insbesondere die 1982 veröffentlichte Folge 29 aus der Die-drei-???-Serie (Katalog-Nr. 115 929.1 (LP) und 515 929.6 (MC)) und die Folge 15 Horror Pop Sounds aus der neonfarbenen H. G. Francis Grusel-Serie.

Das Fünf-Freunde-Titellied wurde als Produkt pauschal einschließlich aller Verwertungsrechte verkauft und wird daher auch heute noch verwendet.

Im Oktober 2004 veröffentlichte Carsten Bohn mit Brandnew Oldies Volume 1 die erste CD, auf der er mit seiner Band 18 alte Stücke erstmals in voller Länge neu eingespielt hat.[4] Die Brandnew Oldies Vol. 2 ist im Dezember 2005 erschienen.

Am 31. Oktober 2009 wurde die Brandnew Oldies Vol. 3 veröffentlicht. Zu diesem Anlass fand am selben Tag, — im Anschluss an den Auftritt der Drei-Fragezeichen-Sprecher in der Hamburger Color Line Arena, — Carsten Bohns Veröffentlichungs-Konzert der Brandnew Oldies Vol. 3 im Delphi Showpalast Hamburg statt.

Die aktuelle Bandstand-Besetzung (2009) ist: Carsten Bohn (Schlagzeug/Gesang), George Kochbeck (E-Piano/Keyboards/Orgel), Bernd Schultze (E-Piano/Keyboards/Orgel), Frank Fischer (Bass), Carola Kretschmer (E-Gitarre), Frank Stehle (E-Gitarre), Corinna Ludzuweit (Perkussion). (Quelle: wikipedia)

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Jetzt aber mal ne kleine Zeitreise in ein Jahr, in dem Rechtsstreitigkeiten noch nicht den Ton angaben. Den Ton gab da halt dann die Musik an und zwar auf dieser LP:

„Angeblich haben im Falle männlicher Besitzer zumeist „verflossene Freundinnen“ die Vinylversionen der insgesamt drei LPs von Carsten Bohns Bandstand mitgehen lassen, ohne sie je zurückzuerstatten. Nicht zuletzt deshalb sah sich das Label veranlaßt, die drei Platten als remasterte CDs erneut zu veröffentlichen. Geld will man aber trotz dieser noblen Geste dafür haben.
Nach dem schwächeren Debüt „Humor Rumor“ stellt „Mother Goose Shoes“ den zweiten Anlauf der Mannen um Carsten Bohn dar. Die Platte beginnt mit einem rhythmisch abwechslungsreichen Instrumental und weist sich dadurch – und durch die eröffnenden Sitarklänge – in jedem Fall schon einmal als „progressiv“ aus. Wer zu der Abstraktionsleistung fähig ist, über gewisse Klangkonventionen (z.B. beim Drumming und bei den Keyboards) eines mehr als zwanzig Jahre alten Albums hinwegzuhören, wird feststellen, daß manche Instrumentalpassage bei Neoproggern à la IQ durchaus nicht Lichtjahre von einem Stück wie „Cycle of the 5th“ entfernt ist. („Cycle of the 5th“ bedeutet deutsch übrigens Quintenzirkel, zur speziellen Bedeutung des Begriffs in der Rockmusik siehe den entsprechenden Eintrag in unserem Glossar.) Allerdings fällt bei letzterem eine jazzige Verspieltheit stärker ins Gewicht. Das gilt auch für „Seven Eleven“, das den Hörer mit dem typischen Vocalsound der Bandstand-Aufnahmen vertraut macht. Häufig werden Gesangsspuren übereinander gelegt, zudem auch gerne Backgroundsängerinnen eingesetzt. Hier dient das dazu, einen rhythmisch locker vorangetriebenen Song zum Klingen zu bringen.

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Aus „Sounds“, 1979

Das folgende, rockige „Amptown City Dues“ wirkt – gemessen am Gesamteindruck der Platte – etwas ruppig, um so sanfter demgegenüber „Do me no Paradise“, dessen Arrangement einen massiven Bar-Jazz-Touch hat. Weiter geht es instrumental mit „Tabula Rasa“, immer unter Beweis stellend, daß die siebziger Jahre neben so vielem anderen auch das Jahrzehnt des Jazzrocks waren. „Excuse my Weakness“ ist der stärkste Auftritt der in diesem Song sehr lässig daherkommenden Gesangsstimme Carsten Bohns. (Die Lässigkeit hat ihren Grund zweifellos nicht zuletzt im geringen Tonumfang der Melodie, die dennoch äußerst effektvoll ist.) Der nächste Track, „Disco Cisco“, verrät bereits im Titel, worum es geht, ums Tanzen nämlich, und die Discorhythmik ist in gelungener Manier mit den in diesem Song besonders opulent bestückten Gesangsspuren verkoppelt (unter Kopfhörern erschließt sich das am besten, wobei auch dem unaufmerksamsten Hörer klar werden dürfte, daß in diesem Stück Ironie obwaltet). „Mary Truebadour“ ist mit sieben Minuten der längste Track des Albums, und der beinharte Progfan, für den das das Minimum ist, um überhaupt die Ohrmuschel zu heben, wird bitter enttäuscht sein. Das eher hübsche als proggige Stück ist eindeutig viel zu lang geraten. (Hübsch ist es aber trotzdem.) „Mother Goose Shoes“ als Titeltrack setzt wiederum auf Rhythmik und das abschließende „Soap opera“ schließt als erneutes Instrumental den Kreis der zehn Songs.

Dies ist keine „schwierige“, jedoch sehr hörenswerte Platte. Wer angesichts der oben zitierten Freundinnenthese die Befürchtung hegt, das Album könnte progtypisches, musikalisches Muskelprotzgehabe allzu sehr vermissen lassen, dem kann eigentlich nicht geholfen werden. Immerhin sei gesagt, daß der Rezensent männlich ist und die Platte liebt. Seine Lebensgefährtin hingegen findet sie zum Gähnen.“ (Ralf J. Günther).

Ganz so euphorisch bin ich nicht … und das liegt wieder mal am Gesang (das alte Kreuz deutscher Rockmusik) … instrumental wissen aber die Burschen aufzutrumpfen (wobei manche Kompositionen ein wenig seicht sind) … Mein lieber Scholli … da springt der Funke über … ein Instrumentalalbum wäre da allemal besser gewesen.

CarstenBohn

Besetzung:
Joram Bejarano (bass)
Carsten Bohn (drums, keyboards, guitar, vocals)
Thommy Goldtschmidt (percussion)
Manfred Rürup (keyboards)
Richard Schumacher (guitar)
Mick Stickdorn (drums)
+
background vocals:
Claudia Schwarz – Gitta Walther – Renate Mauerer

BackCover1

Titel:
01. Cycle Of The 5th 5.41
02. Seven Eleven 4:28
03. Amptown City Dues 4:16
04. Do Me No Paradise 4:21
05.Tabula Rasa 4:52
06. Excuse My Weakness 3:26
07. Disco Cisco 4:11
08. Mary Truebadur 7:00
09. Mother Goose Shoes 4:16
10. Soap Opera 4.58

Musik und Texte: Carsten Bohn

LabelB1

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