Rote Gitarren – Rote Gitarren (1978)

FrontCover1Eigentlich kamen sie ja aus Polen … aber in der DDR waren sie zumindest bis ca.  1985 wohl ne ziemlich große Nummer (wenn ich den Quellen trauen darf, die ich dazu gefunden habe):

Die Band Czerwone Gitary oder Rote Gitarren ist eine der populärsten Bands der polnischen Musikgeschichte und bekannt als die polnischen Beatles

Die Roten Gitarren wurden am 3. Januar 1965 von Henryk Zomerski und Jerzy Kossela in Gdańsk gegründet. Zusammen mit Bernard Dornowski, Krzysztof Klenczon und Jerzy Skrzypczyk ging die Band einige Monate später unter dem Motto Wir spielen und singen am lautesten in Polen auf ihre erste große Tournee im Inland.

Schon im Dezember 1965 erfolgte die erste Neubesetzung. Zomerski verließ die Band kurz nach der Gründung und wurde durch Seweryn Krajewski ersetzt, der in den Folgejahren die meisten Titel der Gruppe komponierte.

RoteGitarren01Auf der Midem, der weltgrößten Musikmesse, erhielten sie 1968 gemeinsam mit den Beatles einen Preis für die meistverkauften Schallplatten in Polen. Diese Auszeichnung bedeutete den Durchbruch im internationalen Musikgeschäft. Allein in der DDR verkauften sie in den 1970er und 80er Jahren über eine Million Tonträger. Acht Jahre später standen sie erneut in einer internationalen Arena; 1977 errangen sie beim Grand Prix de Intervision Sopot mit Nie Spoczniemy (Wir ziehen weiter) den 2. Preis.

Ihr 1999 veröffentlichtes Album …jeszcze gra muzyka wurde von Kritikern zum besten Album in der Geschichte der Band erklärt.

Seit 2000 führten Tourneen die Roten Gitarren unter anderem nach Polen, die USA, in den Moskauer Kreml und nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Artur Chyb spielt seit 2013 als Gitarrist und Sänger in der Band mit. Er soll der Nachfolger von Jerzy Kossela werden. (Quelle: wikipedia)

Und so beschreiben die Musiker von „Rote Gitarren“ ihre Zeit als erfolgreiche Band in der DDR:

Zu DDR-Zeiten waren die Roten Gitarren die erfolgreichste Band aus den sozialistischen Ländern.1965 gaben sie sich ihren Namen, nachdem sie ihre Gitarren gekauft hatten. Diese gab es damals nur in rot. Ob das eine politisch verordnete Farbgebung war, kann heute niemand mehr sagen. Das war den vier Jungs auch egal – denn sie wollten die Polnischen Beatles werden.

Es folgten 25 überaus erfolgreiche Jahre. Sie veröffentlichten über 20 Singles und LPs, spielten jährlich 100 – 120 Konzerte und heimsten zahlreiche Preise ein. Schon 2 Jahre nach ihrer Gründung erhielten sie im Januar 1968 auf der Midem in Cannes den Marmornen Festivalpreis für die bestverkaufte LP in Polen – übrigens neben den Beatles, die diesen Preis für das meistverkaufte Album in Großbritannien bekamen.

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Bei diesem Bild könnte man doch glatt meinen, man hätte es mit einer knackigen Beatband zu tun … weit gefehlt …

Seit 1970 waren sie auch in der damaligen DDR erfolgreich. Daran erinnern beeindruckende Fernsehauftritte und Tourneen durch das „Bruderland“.
1971 belegten sie in der Kultsendung der 70er-Jahre im DDR-Fernsehen „Einmal im Jahr“ Platz 3 mit dem Titel „Hochzeit“. Bereits ein Jahr später folgte Platz 1 mit „Es brennen die Berge und Wälder“ und im Folgejahr – 1973 – belegten sie wiederum Platz 1 mit ihrem bis dato wohl größten Hit in Deutschland „Weißes Boot“.
Die Roten Gitarren waren omnipräsent in der DDR und ihre LP „Die großen Erfolge“ wurde die meistverkaufte Schallplatte einer Rock- und Pop-Band aus Bruderländern – lediglich übertroffen von Karel Gott’s größten Schlagern.

Mitte der 80er-Jahre wurde es ruhig um die Gruppe – zumindest in der DDR. Die „zuständigen“ Mitarbeiter der Künstleragentur hatten gemeinsam mit ihrer Partneragentur in Polen „Pagart“ herausgefunden, dass es enge private Bindungen der Band zu Lech Walesa/Solidarnosc gab. Deshalb blieben Anfragen bei den Roten Gitarren nach Auftritten in der DDR einfach aus. Die Band konnte sich das erst viel später zusammenreimen, hatten sie doch in Polen nach wie vor genügend zu tun. (Selbstdarstellung)

RoteGitarren03

Nun ja … oder: wie auch immer: Hier ihr deutsches Debütalbum …  ähm … selten wurde ich so wenig warm mit dieser Musik (und ich kann mich wahrlich auch für die leichte Muse öffnen).

Die Musik, wie auch die Texte bleiben i´mir seltsam fremd, so als würde mir ein spezielles Gen fehlen …

Die deutschen Übersetzungen übernahmen interessanerweise ausschließlich Texterinnen als das wären: Ingeburg Branoner – Monika Jacobs –  Regina Scheer

Aber ob die nun wahrlich daran schuld sind … dass mich eine LP derart ratlos zurück lässt ?

Single

Die Single zur LP

Besetzung:
Bernard Dornowski (guitar, background vocals)
Seweryn Krajewski (guitar, keyboards, vocals)
Jan Pospieszalski (bass)
Jerzy Skrzypczyk (drums)

BackCover1

Titel:
01. Weißes Boot (Trzecia Miłość) (Krajewski/Dzikowski/Branoner) 3.05
02. Draußen bei den Weiden (Droga, Którą Idę) (Krajewski/Kondratowicz/Jacobs) 2.42
03. Hochzeit (Słowo Jedyne – Ty) Krajewski/Dzikowski/Branoner) 2.39
04. Wir ziehen weiter (Nie Spoczniemy) (Krajewski/Osiecka/Branoner) 3.50
05. Ein guter Tag (Mam Dobry Dzień) (Krajewski/Patuszyński/Branoner) 2.50
06 Auf dem Dach dieser Welt (Na Dach Świata) Krajewski/Osiecka/Scheer) 4.28
07. Sie heißt Anna  (Krajewski/Branoner) 5.00
08. Weißt du noch (Niebo Z Moich Stron) (Krajewski/Dzikowski/Branoner) 2.37
09. Kuchen auf den Tisch (Gwiazda Na Kiju) (Krajewski/Osiecka/Branoner) 2.55
10. Schon ein Jahr (Mija Rok) (Krajewski/Dzikowski/Jacobs) 3.10
11. Das ist ein Tag (Śpiewka Żeglarska) (Krajewski/Osiecka/Jacobs) 4.00
14. Purpurrote Segel (Purpurowe Żagle Pierwszych Snów) (Krajewski/Osiecka/Branoner) 2.30

LabelsA+AA

Warum es bei dieser LP zwei unterschiedliche Labels gab, entzieht sich meiner Kenntnis

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Peter Horton & Sigi Schwab – Guitarissimo (1978)

FrontCover1Jetzt ein wahrer Leckerbissen für alle Freunde der akustischen Gitarrenmusik.

„Guitarissimo“ nennt sich das Konzept der beiden Vollblutmusiker Peter Horton und Sigi Schwab:

Peter Horton musizierte mit Weltstars wie David Bowie, Robin Gibb (BeeGees), Harry Belafonte, Placido Domingo, Art van Damme, Toots Thielemans, stand mit Peter Herbolzheimer und Kurt Edelhagen u.v.a. auf der Bühne, tourte in den USA als Chansonnier und Entertainer, trat in Japan, Brasilien und Chile auf. Als Gastgeber seiner TV-Serien „Café in Takt“ (ARD) und „Hortons Kleine Nachtmusik“ (ZDF) schrieb er ein Jahrzehnt lang beste deutsche Fernsehgeschichte.

Im Duo „Symphonic Fingers“ spielte er mit der deutsch-bulgarischen Pianistin Slava Kantcheff über 2000 Konzerte.

PeterHorton

Peter Horton

Peter Horton veröffent­lichte als Chansonnier, Gitarrist und Singer-Songwriter etwa 65 Alben und Singles, schrieb an die 600 Musikwer­ke und Chansons und  erreichte als Schriftsteller und Aphoristiker mit 11 Büchern ein beachtlich großes Publikum.
Der aus Ludwigshafen/Rhein stammende Wahlmünchner Sigi Schwab studierte Gitarre und Kontrabass an der Musikhochschule Mannheim. 1965 wurde er als Gitarrist zum RIAS Berlin verpflichtet.

Als Studiomusiker spielte er mit namhaften Orchestern und Interpreten an die 15.000 Titel ein. Darunter Produktionen mit Kurt Edelhagen, Peter Herbolzheimer, Erwin Lehn, Wolfgang Dauner, Eberhard Weber, Charlie Mariano, Chris Hinze, Manfred Schoof, Marcio Montarroyos, George Shearing, Nelson Riddle, Astor Piazzolla, Singers Unlimited, Hermann Prey, Bernd Weikl u. v. a.

Er komponierte hunderte Musikwerke zu TV-Serien und Filmen, für Theater, Ballett und Performances, schrieb eine 4-bändige Folkpicking Schule, brachte mehrere Bände für Gitarre heraus. Der BR und der NDR produzierten je sechs TV-Workshops mit ihm und ZDF, ARD in Co-Produktion mit dem Schweizer-TV je zwei einstündige Portraits.

SigiSchwab

Sigi Schwab

Seine LPs und CDs sind für viele zu Sammlerobjekten geworden.

Und Gott sei´s getromelt und gepfiffen, dass sich der musikalische Weg der beiden Ende der 70er Jahre gekreuzt hat.

Der Name entstand 1979, als Peter Horton und Sigi Schwab in einer TV-Sendung ad hoc miteinander musizierten.

Aus der spontanen und explosiv erfolgreichen Spielfreude entstand die erste Guitarissimo LP. Zusammen mit der kurz darauf nachfolgenden LP Confiança lagen die Verkaufszahlen bald bei etwa 450.000 LPs.

Peter Horton und Sigi Schwab füllten damals mit nur zwei Gitarren Hallen bis zu 5000 Konzertbesuchern.

Und was wir hier nun zu hören können ist ein geniales Album voll mit sinnlichen, lyrischen, turbulenten und fulminanten Gitarrenklängen, die bei zwei der Songs dann auch noch garniert werden mit dem Flötenspiel eines Chris Hinze … wer die Querflöte liebt, kommt an diesem Ausnahmemusiker eigentlich nicht vorbei.

Für Peter Horton war dieses Album die Gelegenheit, sich als wirklich anspruchsvoller Musiker zu präsentieren und Sigi Schwab konnte erneut beweisen, dass er ein Meister seines Faches war und bis zum heutigen Tage geblieben ist.

Oder: Wer Ohren hat zu hören …

AlternateFrontCover

Alternatives Frontcover

Besetzung:
Peter Horton (guitar)
Sigi Schwab (guitar)
+
Chris Hinze (flute bei 05. + 09.)

LPBackCover1
Titel:
01. Jagt den Beelzebub (Schwab) 5.23
02. Etude Nr. 1 (Schwab) 2.56
03. Bhagavan (Horton) 2.49
04. Invention Nr. 1 (Bach) 1.02
05. Wer Ohren hat zu hören (Horton) 5.05
06. Cosmic Guitarman (Horton) 2.05
07. Was wir ihnen immer schon spielen wollten (Schwab) 3.43
08. Ladakh (Schwab) 3.33
09. Salut Amsterdam (Horton) 4.46
10. Toccata For A Wild Old Lady (Horton) 2.58

LabelB1.JPG
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HortonSchwab

 

Otto Waalkes – Ottocolor (1978)

FrontCover1Aus Gründen der Ausgewogenheit mal wieder ein humoristischer Betrag aus dem Norden unserer Republik (ich kann ja nicht immer nur bayerische Gaudiburschen hier präsentieren):

Otto Gerhard Waalkes, häufig einfach nur Otto genannt, (* 22. Juli 1948 in Emden) ist ein deutscher Komiker, Comiczeichner, Musiker, Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher. Der gebürtige Ostfriese gilt als einer der erfolgreichsten Vertreter des deutschen Humors. Im Jahr 2007 belegte Otto Waalkes bei der Wahl zum besten deutschsprachigen Komiker in der ZDF-Sendung Unsere Besten – Komiker & Co hinter Loriot und Heinz Erhardt den dritten Platz.

Otto Waalkes wurde als zweiter Sohn des Malermeisters Karl Waalkes und seiner Frau Adele, geb. Lüpkes, geboren. Otto wuchs zusammen mit seinem älteren Bruder Karl-Heinz im Emder Arbeiterstadtteil Transvaal auf. Die Eltern waren streng gläubige Baptisten und Mitglieder der Emder Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, deren Sonntagsschule Otto besuchte. Das erste Mal trat er im Alter von elf Jahren öffentlich auf, als er in einem Emder Kaufhaus u. a. den Babysitter-Boogie vortrug und dafür mit einem Gutschein über 30 Mark und dem Buch Meuterei auf der Bounty belohnt wurde. Im Alter von zwölf Jahren bekam er seine erste Gitarre, und 1964 trat er erstmals mit seiner Band The Rustlers, die vorwiegend Lieder der Beatles spielte, im Raum Emden öffentlich auf. Otto war der Kopf der Musikertruppe, Leadsänger und Leadgitarrist zugleich. Fünf Jahre tourte die Band vorwiegend durch Ostfriesland.

Otto Waalkes in den 60er Jahren

1968 bestand Otto Waalkes am Gymnasium für Jungen in Emden die Abiturprüfung. 1970 nahm er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg – nachdem er keinen Studienplatz in Freier Malerei erhalten hatte – ein Kunstpädagogikstudium auf, übte den Lehrerberuf jedoch nie aus. Unter anderem lernte er bei Hans Thiemann und Maltechnik bei Rainer Noeres.

Seinen ersten Auftritt auf einer Bühne absolvierte er im Hamburger Folkloreklub Danny’s Pan, wo man für fünf Mark zehn Minuten lang sein Können zeigen konnte. In Hamburg wohnte er in der WG „Villa Kunterbunt“ mit vierzehn Mitbewohnern, unter ihnen Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen.

Zur Finanzierung seines Studiums trat Otto Waalkes mit der Gitarre weiter in kleinen Clubs in Hamburg auf. Er erzählte zu seinen Liedern ein paar Witze und wenn er mal ganz nervös das Mikrofon fallen ließ, dann entschuldigte er sich dafür. Irgendwann kamen die Entschuldigungen besser an als seine Musik und so entwickelte sich langsam seine Bühnenshow. Die Clubs wurden immer größer – und hießen plötzlich nicht mehr Onkel Pö, sondern Westfalenhalle.

1972 lernte Waalkes seinen späteren Manager Hans Otto Mertens kennen, hatte mit seiner Band „The Rustlers“ sein erstes großes Konzert in Hamburg, wobei er live und auf eigene Kosten mitschnitt, und gründete mit Mertens das Label Rüssl Räckords. Das Label wurde gegründet, da keine Plattenfirma die Live-Mitschnitte Waalkes’ veröffentlichen wollte. Noch im gleichen Jahr erschien die LP „Otto“, die sich 500.000 Mal verkaufte.

Waalkes’ Humor beruht auf Kalauern und Wortspielen sowie albern-witziger Sprache, Geräuschen und Körpersprache. Ein stilistisches Mittel seiner Vorträge sind Parodien, beispielsweise Überarbeitungen bekannter Lieder, die er mit der Gitarre begleitet. In die humoristischen Vorträge bettet er Satire, politische Anspielungen, Zeit- und Gesellschaftskritik ein.

Die regelmäßig veröffentlichten Otto-Bücher und vor allem die Otto-Langspielplatten wurden Verkaufsschlager, viele erreichten Spitzenpositionen in den Hit- bzw. Verkaufslisten.

Waalkes gehört zu den Unterhaltungskünstlern, die den allgemeinen Sprachgebrauch beeinflusst haben; einen beträchtlichen Teil davon machen die frühen Jahre aus, in denen er überwiegend Texte der Neuen Frankfurter Schule verwendete. So geht der Ausspruch „Hast du mal ’ne Zigarette? Meine Schachtel steckt noch im Automaten!“ auf ihn zurück. Auch die Floskel „Einen hab’ ich noch!“ wird ihm häufig zugeschrieben, geht aber tatsächlich – wie viele seiner Sprüche – auf Heinz Erhardt zurück. (Quelle: wikipedia)

Keine Fragen: Otto hat mit seinem ganz speziellem Humor mehr als eine Generation geprägt und natürlich darf man da jetzt nicht vergessen, sehr deutlich zu betonen, dass er mit Textern wie Robert Gernhardt, Pit Knorr und Bernd Eilert (auch ne Art „Frankfurter Schule“) kogeniale Unterstützung hatte, die dann freilich er entsprechend kauzig zum besten gab.

Der "frühe" Otto Waalkes

Dementsprechend kann ich auch folgenden Zeilen ein wenig was abgewinnen:

Der „Heilige Hein“ ist sicherlich Ideengeber für viele Witze über Religion und Spaßpredigten und „Hohes Gericht“ wird auch heute noch von neukomikern immer mal wieder neu aufgelegt, so dass man hier wirklich von zeitloser Comedy reden kann aus der Zeit, wo man deutschen Humor noch mit Vinyl wahrnahm. Mit viel Können auf mehreren Instrumenten, einer überaus flexiblen Stimme und grundlegenden Angriffen auf die Lachmuskeln zeigt uns Otto hier, was die heutigen Vertreter der Comedy-Ringen teilweise vielleicht noch ein wenig üben muss – die handwerklichen „Basics“. (K. Beck-Ewerhardy)

Folgende Pointe wurde mir übrigens im Laufe des Lebens mehrfach vorgetragen: „Man sagt, in Deutschland werden 3 neue Irrenanstalten gebaut. Eine in Hamburg, eine in Frankfurt und Bayern wird überdacht.“ (zu hören auf diesem Album) … ha ha ha … ich werf mich weg vor lachen *ggg*

Die Otto Show VI (1978)

Besetzung:
Otto Waalkes (guitar, vocals)

BackCover1

Titel:
01. Hipp-Hipp-Hurra (Waalkes) 0.34
02. Intro (Waalkes) 2.13
03. Drunt im Tal (Waalkes) 1.24
04. Kalte Liebe (Waalkes) 0.08
05. Heiliger Hein (Eilert/Waalkes/Knorr/Gernhardt) 3.23
06. Der Henker (Waalkes) 0.33
07. Schwamm-drüber-Blues (Eilert/Waalkes/Knorr/Gernhardt) 2.57
08. Pornosan (Knorr/Gernhardt) 0.52
09. Musikalische Leidenschaften (diverse Komponisten) 6.08
10. Konzertreportage (Eilert/Knorr/Gernhardt) 1.45
11. Ostfriesische Freikörperkultur (Waalkes) 1.22
12. Only You (Buckram) 1.14
13. Weißt du noch? (Waalkes) 0.46
14. Herr Jansen (Waalkes) 0.25
15. Hohes Gericht (Eilert/Knorr/Gernhardt) 1.34
16. Der Kleinwagenfahrer (Waalkes) 0.34
17. Gruselwusel (Waalkes) 3.12
18. Im Frühtau zu Berge (Traditional/Waalkes) 5.24
19. Wackadack (Waalkes) 1.59

LabelB1

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Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin u.a. – Feuerwerksmusik (Händel) (1978)

FrontCover1An Festtagen wie diesen erfreue ich mich über die Klassiker der Barockmusik, wie sie eben auch die sog. „Feuerwerksmusik ist:

Die Music for the Royal Fireworks (HWV 351) ist eine 1748 von Georg Friedrich Händel komponierte Suite. Das Werk wurde am 27. April 1749 (nach julianischem Kalender) bei einem Feuerwerk uraufgeführt. Es ist eine Gelegenheitsmusik von gigantischem Ausmaß.

Aufbauten zur Feuerwerksmusik im Green Park in London

Wie auch die Wassermusik, die 1717 aus Anlass der Beendigung des Spanischen Erbfolgekriegs im Auftrag des Königs Georg I. entstanden war, ist die Feuerwerksmusik 1748 anlässlich eines ähnlichen Friedensschlusses entstanden. Sein Nachfolger Georg II. wollte wegen des im Oktober 1748 geschlossenen Aachener Friedens zur Beendigung des Österreichischen Erbfolgekriegs eine riesige Feier mit großem Feuerwerk und Musik veranstalten. Er beauftragte Händel damit, eine „Feuer-Musik“ für den festlichen Anlass zu schreiben. Das gab dem Stück den englischen Originaltitel Music for the Royal Fireworks.

Die Feier sollte im Londoner Green Park stattfinden, daher ging Händel von einem großen Freiluft-Orchester mit einer typischen Bläser-Streicher-Besetzung aus. König Georg jedoch wollte ein Orchester ausschließlich mit Bläsern und Pauken. Händel aber wollte zusätzlich auch Streicher haben, da dies zum Erfolg der Wassermusik beigetragen hatte.

Aus den Briefen des Grafen von Montague vom April 1749 geht hervor, dass sich Händel erst ganz spät dem Willen des Königs beugte.

FeuerwerkLondon

Feuerwerk auf der Themse am 15. Mai 1749, anlässlich des Aachener Friedens zum Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges; Händel komponierte dazu die Feuerwerksmusik

Die große Friedensfeier und damit die Uraufführung der Feuerwerksmusik fand am 27. April 1749 statt. Es waren 101 Salutschuss als Startsignal für das Feuerwerk und die damit gleichzeitig einsetzende Musik geplant. Die Salutschüsse kamen jedoch nicht wie geplant, und so begann die Ouvertüre schon vor dem Feuerwerk. Es ist auch nicht klar, ob die übrigen Sätze wie geplant als Begleitmusik zum Feuerwerk gespielt wurden oder separat, denn das Feuerwerk selbst war ein kläglicher Misserfolg: Zum einen hatte es schon den ganzen Nachmittag geregnet, und zu allem Überfluss geriet dann auch noch ein Teil der Bühnenkonstruktion in Brand. Der einzige Grund, dass die Feier nicht zu einem Fiasko wurde, war Händels Musik.

Ein Chronist berichtet, dass das Orchester sogar 112 Musiker umfassen sollte: 40 Trompeten, 20 Hörner, 16 Oboen, 16 Fagotte, 8 Paar Kesselpauken und 12 Trommeln, wohingegen andere Quellen von 100 Musikern berichten. Diese Zahlen dürften allerdings nicht erreicht worden sein. Tatsächlich waren wohl rund 57 Bläser und Trommler beteiligt.

Einzelne Stücke der Feuerwerksmusik:
Ouverture
Die Ouverture ist der Kern der gesamten Komposition und in einer dreiteiligen Da-capo-Form gehalten. Sie ist in D-Dur geschrieben und besteht aus zwei unterschiedlichen Themen, die aus zwei ursprünglich vorher komponierten Ouvertüren (F-Dur und D-Dur) stammen. Der erste Teil ist ein Adagio, in einem 4/4-Takt geschrieben und erinnert an eine feierliche Prozession. Der zweite Teil ist in einem lebhaften Allegro, das von einem 3/4-Takt unterstützt wird. Die beiden ersten Teile sind durch eine mehrtaktige Kadenz getrennt. Nach den im Allegro „jubilierenden Fanfaren und energisch punktierten Rhythmen“[4] kommt die Überleitung zum dritten Teil – ein in der Paralleltonart h-Moll gehaltenes Lentement. Darauf folgt wieder der Anfang des Allegros als dritter Teil der Da-capo-Form.

Bourrée:
Die Bourrée ist eine kleinbesetzte (trioartige) Komposition, die vor allem beim Tanzen gespielt wurde. Man kann allerdings nicht mehr sagen, ob sie zum Tanzen oder zum Feuerwerk gespielt wurde. Sie steht in d-Moll.

La Paix:
La Paix (Der Frieden) soll als Largo alla Siciliana gespielt werden. Der 12/8-Takt ist der Lieblingstakt von Händels Jugendfreund, dem Neapolitaner Alessandro Scarlatti. Allerdings ist die Melodik nicht durch Neapolitaner gekennzeichnet. Die Tonart D-Dur verweist wieder auf die Ouverture.

La Réjouissance:
La Réjouissance (hier: scherzhafter Suitensatz) ist als Kontrastprogramm zu den anderen Teilen der Komposition gedacht. Es ist als fröhliche (D-Dur) Militärmusik gedacht. Durchzogen wird das Stück vor allem von herausstechenden Trompetensignalen und Reitermarschmelodien. Es war der Lieblingsteil von König Georg.

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Menuett I und Menuett II:
Menuett I wird bewusst sparsam gehalten und ist deshalb auch in d-Moll gehalten. Menuett II ist dagegen in D-Dur und deswegen auch deutlich majestätischer. Es wird dreimal gespielt. Während im ersten Durchlauf Trompeten, Streicher und Pauken spielen, sind es im zweiten nur Hörner, Oboen und Fagotte. Dadurch klingt dieser Teil auch sensibler als der erste. Beim abschließenden dritten Durchlauf spielen alle zusammen. (Quelle: wikipedia)

Auf der B-Seite hören wir dann weitere Kleinode aus dem Schffen von Georg Friedich H#ndel und das Ende diese Seite hat es mir besonders angetan, da hier mal wieder Waldhörner als Solo-Intrumente zu hören sind.

Also … festliche Musik wird geboten ! Triumphal und eindrucksvoll !

Helmut Koch

Helmut Koch

Besetzung:
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Helmut Koch (bei 01 . – 05.)
Kammerorchester Berlin unter der Leitung von Helmut Koch (bei 07. – 14.)
+
Herbert Auerbach (horn)
Christian Funke (violin)
Fritz Gräfe (horn)
Wolf-Dieter Hauschild (harpsichord)
Hans-Werner Wätzig (oboe)

BackCover1

Feuerwerksmusik:
01. Ouvertüre 9.46
02. Bourrée 1.05
03. La Paix 4.06
04. La Réjouissance 2.14
05. Menuett I 0.48
06. Menuett II 1.18

Konzert G-Moll für Oboe und Orchester:
07. Grave 2.39
08. Allegro 1.46
09. Sarabande 2.17
10. Allegro 1.59

Konzert B-Dur für Violine und Orchester:
11. Andante 2.52
12. Adagio 2.00
13. Allegro 4.29

Konzert F-Dur für zwei Hörner und Orchester:
14. Largo 2.21

Kompositionen: Geoprg Friedrich Händel

LabelB1
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Günther Wölfle – I möcht so gern a Rockstar sei (1978)

FrontCover1Ja, da hat der Hermann wieder mal zugeschlagen … und zwar mit einer ganz besonderen Mundart-LP aus dem Schwäbischen.

Günther Wölfle – Jahrgang 1951, ist hauptberuflich als Rechtsanwalt in Böblingen tätig.
Seit etwa 1973 erste Auftritte mit schwäbischen Lieder, 1975 belegte er Platz zwei beim Liedermacherwettwerb des SDR mit den Liedern „I mecht so gern a Rockstar sei“ und dem „Skat Blues“. Platz eins machte damals Wolle Kriwanek mit dem „Badewannenblues“.
Danach erschien die erste LP „I mecht so gern a Rockstar sei“, es folgten der Live-Mitschnitt „I glaub i werd so langsam alt“, zusammen mit dem Fingerpicking-Gitarristen Harry Häussel eingespielt, mit dem er dann auch viele Jahre zusammen auftrat.
1981 folgte die LP „Goischderfahrer“, ebenfalls mit Harry Häussel, aber auch mit Rockmusikern wie Werner Dannenmann aufgenommen.
Sein bekanntestes Lied ist sicherlich „Yeschderday“, doch auch der „Schwobakarle“ war oft im Rundfunk zu hören.

Günther Wölfle, im Zeitalter der Beatles und Stones aufgewachsen, hat derzeit viele Songs dieser Band auf schwäbisch im Programm. So wird aus „When I`m 64“ der Beatles schwäbisch – typisch „Wenn mir 40 sen“, oder aus „Angie“ von den Stones wird „Oh Marie Zuckerle“. Penny Lane wird zur „Marktgass“ und die Route 66 führt als Radweg von Kirchheim-Teck nach Oberlenningen.

Auch eigene neue Lieder sind im Programm, so das „Keller-Lied“ zu Stuttgart 21 oder das App-Lied“ zum Handy-Wahn. (Wolfgang Wutz)

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Günther Wölfle, Anfang der 80er Jahre

Und so blickt der Günther Wölfle zurück:

„Damals – lang, lang ist‘s her – studierte der Liedermacher und Schwaben-Blueser Günther Wölfle Jura in Tübingen. 1973, sein Studium hatte gerade begonnen, entstanden die ersten schwäbischen Texte und Lieder. So richtig bekannt, „dr Necker nauf on nonter“, wurde der langhaarige, lockige Barde nach dem Liedermacherwettbewerb beim Süddeutschen Rundfunk (SDR) 1977. Wolle Kriwanek belegte mit dem „Badewanna-Blues“ Platz eins, gefolgt von Günther Wölfle mit „I möcht‘ so gern a Rockstar sei“, und dem „Skat-Blues“. Danach nahm ihn die Schallplattenfirma EMI unter Vertrag und brachte den „Rockstar“ groß heraus.
Wölfle03„Des war mei beschte Zeit zwischa ‘77 ond ‘82. Damit hab‘ i mei Schtudium finanziert“, erinnert sich der inzwischen etwas ergraute, kurzhaarige Rechtsanwalt. War er bereits vor dem SDR-Wettbewerb in kultur-politischen Klubs, Jugendhäusern und ähnlichen als subversiv geltenden Einrichtungen zugange, so hatte er nach dem Schwaben-Contest zwischen Mannheim und dem Bodensee so richtig gut zu tun. Besonders der „Schwoba Karle“, der auf der ersten Wölfle-LP zu hören ist, hatte es seinen Zuhörern angetan.“

Und hier erschallt nun seine zutiefst sympthises Debütalbum … die Musik ist buesgetränkt, aber auch Anleihen von Barry McGuire sind zu hören, seine Begleitmusiker veredeln ein ums andere mal die Kompositionen mit feinen, nie aufdringlichen Beiträgen. Man lausche mal dem Saxophon bei „Frtagelied“.

Und die Texte … ja … die hat einer geschrieben, der ein so ganz aufmerksamer Beobachter des Alltags war (und vermutlich noch ist). Manchmal ein wenig sperrig, manchmal augenzwinkernd, manchmal poetisch, manchmal aber auch kritisch und bissig.

Oder, in anderen Worten: genau meine Kragenweite … und diesen Leckerbissen der besonderen Art haben wir dem Hermann zu verdanken … Vielen Dank !

Nürtinger Zeitung 1978

Besetzung:
Bodo Feldmann (bass)
Peter Finger (guitar)
Matthias Frey (piano, synthesizer)
Kurt Hummel (drums)
Günther Wölfle (vocals, guitar, harmonica, autoharp)
+
Peter Claasen (drums bei 01.)
Wilfried Kunkler (saxophone)
Volkmar Zimmermann (guitar bei 01.)

BackCover1

Titel:
01. I möcht so gern a Rockstar sei 2.20
02. Der Erlkönig 3.00
03. Schwobakarle 4.45
04. Skat-Blues 3.24
05. Isch es dann soweit 3.33
06. Spielautomaten-Blues 4.14
07. Käsblättle 3.56
08. Lied vom Warta 2.55
09. Fragelied 5.57
10. Wieder mol ischs achte 4.58

Musik und Texte: Günther Wölfle

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Der aktuelle Günther Wölfle … still alive and well

 

Ulrich Sommerlatte – Fiesta Mexicana (1978)

FrontCover1Ich gestehe, von einem Ulrich Sommerlatte habe ich erst neulich das erste mal gehört und zu meiner Schande muss ich gestehen … Asche auf mein Haupt … man mag das gar nicht glauben !

Ulrich Sommerlatte wuchs im Berliner Stadtteil Wilmersdorf auf. Nach seinem Abitur 1933 begann er auf Wunsch seines Vaters mit dem Medizinstudium. Doch bereits nach zwei Semestern brach er wieder ab. Er immatrikuliert sich an der Hochschule für Musik in Berlin und begann Dirigieren, Komposition und Klarinette zu studieren. Musikalisch vorgeprägt war er bereits seit seiner Jugend, als er Violine und Klavier mit seinen Eltern spielte. Bereits im Alter von 22 Jahren wurde Sommerlatte im Jahr 1936 Kapellmeister des niedersächsischen Landesorchesters und Leiter der Madrigalvereinigung Hannover. Nach einem Jahr und über 250 Einsätzen als Dirigent in Bad Pyrmont wurde er 1937 auf Grund der Kriegsvorbereitungen nach Hameln zur Wehrmacht eingezogen. Er spielte Klarinette beim Musikkorps Nr. 74, wobei er es bis zum Korpsführer brachte, und wurde 1939 zur Ostfront versetzt. Während einer halbjährigen Freistellung konnte er 1942 sein Examen in der Meisterklasse Wilhelm Furtwänglers nachholen. Das Kriegsende erlebte er anschließend in englischer Gefangenschaft.

Während er im Lager einsaß, gründete er ein Lagerorchester, wodurch er nicht nur Zugang zu Notenblättern amerikanischer Bigbands erhielt, sondern sich auch einen Ruf bei den Amerikanern erarbeiten konnte, der dazu führte, dass er nach der Gefangenschaft weiterhin Beschäftigung als Musiker fand. So arrangierte er bald für das Tanzorchester Friedrich Hohmann vom SWF und das Orchester Harry Hermann vom NWDR. Neben Instrumentierungen für Filmkomponisten wie Werner Bochmann, Franz Grothe, Peter Igelhoff, Gerhard Winkler und Ralph Maria Siegel begann er ab Mitte der 1950er Jahre selbst mit dem Komponieren von Filmmusik. Bis Anfang der 1960er Jahre komponierte und arrangierte Sommerlatte regelmäßig. Erst ein Herzinfarkt zwang ihn 1963 mit dem Arrangieren aufzuhören.

Sommerlatte1Stattdessen widmete er sich verstärkt dem Komponieren und gründete dazu seinen eigenen Musikverlag in seiner bayrischen Wahlheimat Schliersee, wo er seit 1949 lebte. Außerdem setzte er sich für die weitere Emanzipation der U-Musik ein und begann ab Ende der 1970er Jahre mit dem Experimentieren von elektronischer Musik und progressivem Rock. Ab 1991 zog er sich verstärkt von der Musik zurück. So beendete er seine seit 1972 andauernde Tätigkeit im Rundfunkrat Bayern und verkaufte seinen Verlag. Außerdem war er über 50 Jahre bei der GEMA engagiert, darunter auch als Aufsichtsrat.

Am 11. November 2002 verstarb Sommerlatte im Alter von 88 Jahren im Kreise seiner Familie. Bereits seit 1981 lebte er in Tegernsee bei seiner Tochter. (Quelle: wikipedia)

Schon ein gewaltige Spanne, die dieser Mann musikalisch schlug: von der Tanzmusik zum progressiven Rock … und so staubtrocken wie sich seine biographischen Notizen in wikipedia geben, so staubtrocken kann dieser Mann gar nicht gewesen sein. Das zeigt das Titelstück dieser LP, das zwar „Fiesta Medxicana“ heisst, aber eigentlich eine „Variationen über das Lied Der alte Peter im Stile verschiedener Zeiten und Komponisten“ ist. Das wirtd dieses bekannte Münchner Volkslieder im Stile von Mozart oder auch Carl Orff interpretiert. Und der äusserte dann auch in einem Brief an Sommerlatte: „Ich habe mich köstlich amüsiert und werde es noch oft tun. Wie schön, in unserer humorlosen Zeit so etwas zu haben. Dazu ist es ganz virtuos gemacht.“ Das nenn´ ich einen musikalischen Ritterschlag !

Auch Seite 2 bietet virtuos-unterhaltsame Musik, die sich eigentlich einer Kategoriesierung entzieht … irgendwie unglaublich. Und mittlerweile habe ich mir auch seine Ausflüge in Sachen „progressive Rockmusik“ zu Gemüte gefügt … da staunt man nur !

Man lese und staune:
„Mit 65 Jahren begann Ulrich Sommerlatte mit elektronischer Musik und progressivem Rock zu experimentieren. Vorbilder waren für ihn in besonderem Maß die Gruppen Yes, Genesis und Gentle Giant. Erst mit 68 Jahren gründete er die Gruppe Ivory. Es erschienen zwei Alben: Sad Cypress, das später als CD in Frankreich erfolgreich war und Keen City (1996).“

Also, wer mitstaunen will … ist hier bestens bedient !

Sommerlatte2

Besetzung:
Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Johannes Pütz und Werner Schmidt-Boelke (01.)
Orchester Belvedere (02 – 06.)

BackCover1

Titel:
01. Fiesta Mexicana/Variationen Über Das Lied „Der Alte Peter“ (Traditional/Sommerlatte) 21.00
01.a. Thema
01b. Barock
01c. Wolfgang Amadeus Mozart
01.d. Richard Wagner
01.e. Richard Strauss
01.f. Carl Orff
01.g. Musica viva
01.g. Finale (Oktoberfest)
02. In deiner Nähe (Light-Beat) (Sommerlatte) 2.25
03. Serenade nach altenglischen Motiven
03.a. Brautwerbung (Traditional/Sommerlatte) 3.12
03.b. Liebeslied (Traditional/Sommerlatte) 2.50
03.c. Hochzeitstanz (Traditional/Sommerlatte) 4.00
04. Rondinella (Sommerlatte) 4.18
05. Rusalka (böhmisches Rondo) 3.20
06. Zärtlicher Brief (Sommerlatte) 3.15

LabelA1

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Truck Stop – Auf Achse (1978)

FrontCover1Heute sind die Jungs von Truck Stop schon ganz schön betagt (und Gründungsmitglied Günter „Cisco“ Berndt ist im Dezember 2014 verstorben), aber damals waren sie gerade dabei, deutsche Countrymusik Geschichte zu schreiben.

„Auf Achse“ war ihr zweites deutschsprachiges Album und man stand so richtig voll im Saft.

Von daher wundert es nicht, dass mit Ausnahme von zwei Kris Kistofferson Songs („Ich rauch‘ zuviel“ und „Der Trip“) alle Lieder deutsche Originalversionen sind und überwiegend von den Bandmitgliedern komponiert wurden. Als Texter hatte man Claus-Dieter Eckhardt und Averell Grabowski zur Seite und so konnte man nun so richtig fidel der Countrymusik frönen.

Dazu gehörten dann natürlich auch so sentimentale Schmachtfetzen wie „Sie will zurück nach München“ und ansonsten bedienen sie textlich natürlich all jene Klischees dieses Genres. Mir soll´s recht sein, denn, man muss diese Musik nicht lieben, aber: Ihr Handwerk haben sie schon damals ganz trefflich verstanden.

Und so waren und sind Truck Stop die deutsche Country-Band Nr. 1 !

TruckStopLive
Besetzung:
Rainer Bach (piano, vocals, guitar)
Cisco Berndt (guitar, vocals)
Erich Doll (guitar, mandolin)
Teddy Ibing (drums, percussion)
Uwe Lost (bass, vocals)
Lucius Reichling (fiddle, vocals)
+
Karin + Franzsika (background vocals)
Nils Tuxen (guitar bei 04. + 07.)

BookletA

Titel:
01. Nashville Tennessee (Eckhardt/Reichling/Burkhard) 3.06
02. Hannas Mann (Bach/Grabowski) 3.30
03. Ich rauch‘ zuviel (Kristofferson/Grabowski) 3.29
04. Der Tramp (Eckhardt/Reichling) 3.13
05. Der letzte Trip (Kristofferson/Eckhardt) 3.06
06. Amerika (Eckhardt/Reichling) 3.55
07. Kopf 0der Zahl (Bach/Grabowski) 3.32
08. Jeden Tag in einer anderen Stadt (Eckhardt/Reichling) 3.25
09. Der König von der Autobahn (Doll) 3.10
10. Sie will zurück nach München (Berndt/Eckhardt) 4.01
11. Die Zeiten (Bach) 2.47
12. Jetzt ist Schluss (Krüger) 3.07

LabelA1

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