Paola – Blue Bayou + Juke Box (1978)

FrontCover1.jpgTja, und auch eine Paola hat in diesem blog ihren Platz, auch wenn ich ihre Auftritte mit Kurt Felix stets ein wenig peinlich fand und zudem muss sich bei mir ja auch der Stapel an solchen Singles verringern:

Paola Felix (* 5. Oktober 1950 in St. Gallen, Schweiz als Paola Maria Augusta del Medico) – früher bekannt als Paola del Medico, später auch nur als Paola – ist eine Schweizer Schlagersängerin und Fernsehmoderatorin. Sie war von 1980 bis zu seinem Tod 2012 mit Kurt Felix verheiratet, mit dem sie von 1983 bis 1990 die Fernsehsendung Verstehen Sie Spaß? moderierte. Paola, die sich zwischen 1969 und 1982 in deutschsprachigen Hitparaden platzieren konnte, nahm 1969 und 1980 für die Schweiz am Eurovision Song Contest teil und erreichte dabei jeweils Plätze unter den ersten fünf. Mit Ehemann Kurt wurde sie von den Zuschauern der ARD 2006 zu „Deutschlands Traumpaar“ gewählt.

Weitere Informationen finden sich dann hier.

Ihr damaliges Label, CBS Records gaben sich wirklich alle Mühe, um die Paola als anspruchsvolle Schlagersängerin zu vermarkten.

So ganz geklappt hat das ja nicht, selbst bei dieser Single, die mit „Blue Bayou“ einen Titel des erfolgreichen Roy Orbinson in deutscher Version präsentierte. Gemäß dem Soundkonzept des Roy Orbinson ein sehnsuchtsvoller Schmachfetzen halt.

PromoLabels.jpg

Die Promo Labels

Die B-Seite ist dann etwas schwungvoller und hier wird – analog der „Down Town“ Therapie von Petula Clark bei Einsamkeit und der notwendigen Ablenkung vom Alltag und sonstigen Sorgen der Gang in die Kneipe empfohlen, um dort bei der Juke Box sein Glück zu finden.

Das Lied hat man wohl ein wenig von Abba geklaut, denn folgenden Kommentar habe ich zu diesem Lied gefunden:

„Tatsache, neben dem Rhythmus sind hier ganze Melodiefragmente bei „Dum Dum Diddle“ geklaut. Und auch ein bisschen Harpo ist drin. Aber ein melancholisch-fröhlicher Song mit schönem, leichtem Arrangement und Halbtonschritt. Hör ich gerne an.“ (Pottkind)

Paola2.jpg

Und wenn man dann schon von Abba klaut, hat man zumindest die Garantie, einen Ohrenwurm zu produzieren …

Sei´s drum … diese Single war eine Auskoppluing aus der „Blue Bayour“ LP …und damit hat der Chronist seine Schuldigkeit getan.

Paola1.jpg

Besetzung:
Paola (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker unter der Leitung von Roland Heck

BackCover(Promo-Single).jpg

Titel:
01. Blue Bayou (Melson/Orbison/Mürmann) 3.55
02. Juke Box (Koethe/del Medico/Heck) 4.15

LabelB1.jpg

*
**

Ludwig Hirsch – Dunkelgraue Lieder (1978)

FrontCover1Und noch so ein österreichischer Liedermacher, dessen Texte einem so richtig im innersten treffen können.

Ludwig Hirsch (* 28. Februar 1946 in Weinberg/Buch-St. Magdalena, Steiermark; † 24. November 2011 in Wien) war ein österreichischer Liedermacher und Schauspieler.

Ludwig Gustav[ Hirsch wurde als Sohn eines Arztes in der Oststeiermark geboren, wuchs in Wien-Leopoldstadt auf und studierte nach seiner Schulzeit Grafik an der Hochschule für angewandte Kunst, besuchte jedoch dann die Schauspielschule Krauss in Wien. Er debütierte 1973 am Stadttheater Regensburg. Danach stand er in Wuppertal und am Thalia Theater in Hamburg auf der Bühne. Von 1975 bis 1979 war Ludwig Hirsch Ensemblemitglied des Theaters in der Josefsstadt in Wien.

1978 begann er mit seiner Karriere als Liedermacher mit kritischen, makaber-morbiden Texten. Der Sender Ö3 verbot, sein Lied Komm, großer schwarzer Vogel wegen der morbiden und unheimlichen Atmosphäre nach 22 Uhr zu spielen – aus Angst, dass Hörer Selbstmord begehen könnten. Hirsch war ein bedeutender Vertreter des Austropop. In einigen seiner Werke zeigte er sich aber auch als moderner Interpret des „klassischen“ Wiener Liedguts (etwa des 1834 entstandenen „Hobellieds“).

ludwighirsch2

Ludwig Hirsch, 1979

In den Jahren 1991 und 1992 spielte Hirsch mit Band vor insgesamt mehr als 200.000 Zuschauern viele seiner bekanntesten Lieder, eingebettet in eine Rahmenhandlung. Oft ging Ludwig Hirsch allerdings auch nur mit seinem Gitarristen Johann M. Bertl auf Tournee.

Sein Studioalbum „Perlen“ erreichte in Österreich Goldstatus. Für dieses Album erhielt er den Amadeus Austrian Music Award. Ein neues Album erschien im Mai 2006, es heißt In Ewigkeit Damen. Darauf sang er den Titel Rebekka und ich gemeinsam mit Rebekka Bakken. Er moderierte außerdem die Radiosendung Siesta beim österreichischen Rundfunksender Ö3.

Ludwig Hirsch war seit 1977 mit der Schauspielerin Cornelia Köndgen verheiratet, mit der er einen Sohn hatte.

Am 24. November 2011 starb Ludwig Hirsch auf dem Gelände des Wiener Wilhelminenspitals Die Polizei geht von Suizid aus. Bei ihm soll ein Bronchialkarzinom diagnostiziert worden sein. Hirsch erhielt ein ehrenhalber gewidmetes Grab der Stadt Wien auf dem Gersthofer Friedhof (Gruppe 2, Reihe 6, Nr. 59).

Bekannt wurde Hirsch insbesondere durch seine in der Tradition Georg Kreislers verfassten bissig-sarkastischen Texte, die er auf eine charakteristische Weise oft mit einer romantisch-melancholisch anmutenden Melodik musikalisch verband. Mit diesem Stil des Antagonismus zwischen Text und Musik verschaffte er der inhaltlichen Aussage vieler seiner Lieder eine verschärfende Brisanz. (Qualle: wikipedia)

LudwigHirsch3.jpg
Hier sein Debütalbum:
Wenn man sich aktuelle Schlagzeilen anschaut wird einem rückblickend erst bewusst wie aktuell Hirsch’s Lieder sind – leider mehr denn je. Umso radikaler ist seine Arbeit Ende der 70er zu sehen. Hier werden Missstände aufgegriffen und angeprangert, die in der damaligen Zeit einfach kein Gehör gefunden haben (und vielleicht auch nicht finden konnten). Erst jetzt werden Skandale, die damals passierten aufgedeckt und verarbeitet. Er war und ist eben seiner Zeit voraus.
Ein ambivalentes Album, das einem das ein oder andere Schmunzeln unweigerlich entlockt – umsich gleich darauf selbst zu hinterfragen angesichts des toternsten Hintergrundes. Selten ist deutsche U-Musik so tiefgründig. Auch melodisch ein Werk, das in keiner Sammlung fehlen sollte. (l8tnite)

So ist es: schlicht und ergreifend ein Meisterwerk mit vorzüglicher musikalischer Begleitung. (man höre sich mal die Gitarre bei „Der Zwerg“ an).

LudwigHirsch

Besetzung:
Ludwig Hirsch (vocals, guitar)
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1

Titel:
01. Die Omama  4.33
02. I Lieg am Ruckn 5.02
03. Der Herr Haslinger 3.08
04. Der bläde Bua 4.10
05. Die Spur im Schnee 3.19
06. Liebeslied 4.00
07. Der Dorftrottel 6.22
08. Der Wolf 5.21
09. Spuck den Schnuller aus 3.20
10. Der Zwerg 5.12
11. Happy End 3.59

Texte und Musik: Ludwig Hirsch

*
**

HirschÜberHirsch

Christian Anders – Ich kann dich nicht vergessen (1978)

frontcover1Der Christian Anders war ganz sicher eine der schrägsten und durchgeknalltesten Schlagersänger in unseren Breitengraden.

Christian Anders (* 15. Januar 1945 in Bruck an der Mur, Steiermark, als Antonio Augusto Schinzel-Tenicolo) ist ein österreichischer Schlagersänger, Musiker und Komponist. Er ist auch im Filmgeschäft und als Autor esoterischer und verschwörungstheoretischer Bücher tätig.

Ende des Zweiten Weltkrieges wanderten seine Eltern mit ihm nach Italien, der Heimat seines Vaters, aus. Die ersten neun Jahre seines Lebens verbrachte er auf der Mittelmeerinsel Sardinien, wo er in Cagliari eine italienische Klosterschule besuchte. Als er zehn Jahre alt war, zog seine Familie mit ihm nach Deutschland und lebte in einem Asylheim in Offenbach am Main. Anders schloss die mittlere Reife ab und begann eine Ausbildung zum Elektroinstallateur.

ChristianAnders1965

Christian Anders als Gitarrist der Band The Tonics, ca. 1965

In seiner ersten Band Christian Anders and the Tonics spielte er Gitarre, sang in einem amerikanischen Klub und schloss sich einer Band an, mit der er umherreiste und sein erstes Geld verdiente. 1966 nahm er ein Tonband auf, schickte es an eine Plattenfirma und erhielt einen ersten Schallplattenvertrag.

Anders erlernte die asiatischen Kampfsportarten Karate, Taekwondo und Aikidō, errang den Schwarzen Gürtel in ersterem, wurde Lehrer in diesem Sport und leitete in München eine eigene Karateschule.

1968 erhielt er für den Titel Als wir uns trafen einen neuen Plattenvertrag. 1969 war Anders mit dem Schlager Geh’ nicht vorbei der erfolgreichste deutsche Nachwuchssänger. In nur fünf Monaten wurden mehr als eine Million Schallplatten verkauft. 1971 gründete er seinen ersten eigenen Musikverlag in Berlin, Chranders Records.

Seinen ersten Fernsehauftritt hatte er in der ZDF-Sendung drehscheibe. Er war oft zu Gast in der ZDF-Hitparade und in den Hitlisten von Radio Luxemburg, wo er auch als Diskjockey tätig war. Es folgten rund 25 Hits; der bekannteste ist Es fährt ein Zug nach Nirgendwo aus dem Jahre 1972.

Single1968.jpg

Single, 1968

Anders spielte nicht nur Gitarre, sondern schrieb auch eine Beatgitarre-Schule; er sang nicht nur, sondern textete, komponierte und arrangierte seine Lieder selbst.

Insgesamt schrieb Anders etwa 1.100 Lieder und Gedichte. Weiterhin schrieb er Romane, vor allem Krimis, die in Zeitschriften und als Bücher veröffentlicht wurden.

Als Darsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Produzent oder Komponist wirkte er in mehreren Filmen mit. Dabei spielte er unter anderem neben Uschi Glas, Peter Weck und Peggy March. Seine beiden Regiearbeiten – der Actionfilm Die Brut des Bösen und der Erotikfilm Die Todesgöttin des Liebescamps – wurden von der Kritik verrissen und waren auch kommerziell nur mäßig erfolgreich.

1987 verkaufte er seinen Musikverlag und siedelte in die USA über. 1991 kam seine erste amerikanische CD Lanoo – Alive in America heraus.

1993 kehrte er nach Deutschland zurück und feierte gleichzeitig sein 25-jähriges Schallplattenjubiläum. Sein Musical Der Untergang des Taro Torsay wurde in Hamburg, Köln und München aufgeführt.

Anders, der zu Zeiten seiner Erfolge einen vergoldeten Rolls-Royce fuhr, brachte ein Vermögen von 25 Millionen Euro durch und war am Tiefpunkt seiner Karriere obdachlos, mit Millionenschulden. Erst seine zweite Ehe lenkte sein Leben ab 2004 wieder in geordnete Bahnen.

BrestOf1994.jpg

Eine Best Of aus dem Jahr 1994

Anfang 2013 gab er zahlreiche Konzerte in SB-Warenhäusern, unter anderem in Göttingen, Duisburg, Leißling, Erfurt, Schwedt und Sankt Augustin. Im Herbst 2013 tourte er durch die Berliner Vitanas-Seniorenresidenzen.

Anders spricht nach eigener Darstellung Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und etwas Japanisch.

Unter dem Pseudonym Lanoo veröffentlichte Anders mehrere Bücher zu Esoterikthemen und Verschwörungstheorien. In The Man W.H.O. Created AIDS spekulierte er darüber, dass HIV unter Beteiligung der Weltgesundheitsorganisation WHO künstlich geschaffen und gezielt auf Homosexuelle und Schwarze angesetzt worden sei.

Darüber hinaus verfasst er Lieder mit politischen Bezügen, z. B. Der Hai, dessen ursprünglicher Text folgende Passage enthielt:

Buch.jpg

Eines seiner zahlreichen Bücher

„Ich hab die Macht, ich hab das Geld, ich bin der Herrscher dieser Welt. / Ich schick euch täglich auf die Rolle, ihr kennt sie nicht, ‚die Protokolle‘. […] Auf sieben Säulen ruht die Welt, sieben Familien haben das Geld / Ob Rothschild, Cohn oder Donati, man nennt uns auch Illuminati / Mit Aids verseuchen wir die Welt, und machen mit der ‚Heilung‘ Geld.“

Da von verschiedener Seite der Liedtext als Propagierung antisemitischer Stereotype (z. B. Protokolle der Weisen von Zion oder Jüdische Weltverschwörung) betrachtet wurde und Anders zudem George W. Bush mit Adolf Hitler verglichen hatte, wurde er – nach eigener Aussage angeblich selbst „jüdischer Abstammung“ – kritisiert. In einer später verbreiteten Version enthält der Text nicht mehr die jüdischen Namen Rothschild, Cohn und Donati.

Anders ist Impfgegner und bezeichnete in einem Interview „Kinder-Impfer“ als „Kinderschänder“, da ausnahmslos alle Impfungen völlig wirkungslos seien und erst die Krankheit auslösen und verbreiten würden, die sie eigentlich verhindern sollten. Wirtschaftlich bezieht er für die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells Position.

2009 griff Anders Bundeskanzlerin Angela Merkel auf YouTube mit den Worten an: „… für mich sind Sie eine Lügnerin, Betrügerin und haben sogar hohe kriminelle Energie … Ihre Unattraktivität, Frau Merkel, wird nur noch übertroffen von Ihrer Inkompetenz.“ Die Kanzlerin könne ihn „auch gerne anzeigen deswegen“. An anderer Stelle behauptete Anders „Angelika Merkel und der Rest“ seien „Bilderbergerpuppen, die überhaupt nichts zu sagen haben“; die Welt werde „regiert von sieben Familien“, die er in seinem Buch des Lichts benenne.

Auf seinem Youtube-Kanal verbreitete Anders auch 2015 Verschwörungstheorien, so zum Beispiel, dass Michelle Obama ein Mann sei, Adolf Hitler Kommunist und Albert Einstein geistig behindert gewesen sei, oder die Behauptung, dass der ertrunkene zweijährige Alan Kurdi in Wahrheit kein Flüchtlingskind sei. Einige seiner entsprechenden Videos löschte er nach einer Medienanfrage. Ein Clip, in dem er die Behauptung aufstellte, dass die Seuche Ebola nur erfunden sei, blieb unter anderem jedoch im Netz.

Zum durch erweiterten Suizid des Piloten verursachten Absturz von Germanwings-Flug 9525 vertrat Anders die These, dass die Passagiere bereits vor Flugantritt durch Organentnahme getötet worden seien.

ChristianAnders2.jpg

Christian Anders kämpft für seinen Bruder Dieter Schinzel

Anders ist Bruder des SPD-Politikers Dieter Schinzel. Als gegen diesen 1994 ein Verfahren wegen versuchter Hehlerei anhängig war, demonstrierte Anders nackt und angekettet für seinen Bruder vor dem Aschaffenburger Gefängnis. Das Verfahren wurde eingestellt.

ChristianAnders1.jpg

Christian Anders mit Heather Thomas

Als er in Amerika lebte, war er mit der Schauspielerin Heather Thomas liiert, die durch ihre Rolle als Jody in der Serie Ein Colt für alle Fälle in den 1980er Jahren bekannt wurde. Beide kannten einander bereits von den Dreharbeiten zum Film Der Stein des Todes (Death Stone) aus dem Jahr 1986. Um 1999 war Anders mit der Schlagersängerin Jennah Karthes verlobt und trat mit ihr in diversen Boulevard-Sendungen auf. Im Jahr 2006 heiratete er Birgit Diehn. (Quelle: wikipedia)

ChristianAnders3.jpg

Hört man sich diese LP mal an, da keinem schon die Spucke wegbleiben. Er setzt einerseits geschickt seine Fähigkeit ein, im Falsett zu singen:

Im weiteren Sinne wird der Begriff als das verstanden, was landläufig Kopfstimme oder auch manchmal (fälschlich) „Fistelstimme“ genannt wird, also die um eine Oktave hochgestellte männliche Sprech- oder Gesangsstimme, bei der die Stimmbänder nicht vollständig, sondern nur an ihren Rändern schwingen, wodurch ein weicher und grundtöniger Klang zustande kommt. Im engeren (musikalischen) Sinne schließt der Begriff Falsett die Verstärkung dieser Randschwingungsstimme in der Tiefe durch die klangliche Beimischung der Brust- und Kopfstimme ein. Diese Technik ermöglicht es Countertenören, den Übergang zu tieferen Lagen dynamisch auszugleichen. Beim Jodeln ist der ständige Wechsel zwischen Normalstimme und Falsett kennzeichnend. (Quelle: wikipedia)

ChristianAnders4.jpg

Christian Anders mit Birgit Diehn

Er jodelt aber nicht, sondern singt und was er da singt, spottet eigentlich jeder Beschreibung.

Aber er hat es ja selbst auf den Punkt gebracht:

Bunte Seifenblasen voller Illusionen … eigentliche müsste man prüfen, ob für so eine Musik nicht das Strafgesetzbuch angepasst werden müsste.

Und seine vermutlich überwiegenden weiblichen Fans .. Gott bewahre, wenn sie auf diese Illusionen reingefallen sind …

Warnhinweis: Für Risiken und Nebenwirkungen gleichgültig welcher Art, übernehme ich keine Haftung.

Singles.jpg

Besetzung:
Christian Anders (vocals)
+
ein Haufen unbekannter Studiomusiker

BackCover1.JPG

Titel:
01. Verliebt in den Lehrer (Anders) 2.54
02. Endstation für uns’re Liebe (Anders/Power-Team) 4.10
03. Bunte Seifenblasen voller Illusionen (Anders/Power-Team) 3.15
04. Am Strand von Las Chapas (Anders/Holm) 3.11
05. If I Could Choose Again (Anders/Power/Jonas) 3.32
06. Wir tanzten einen Sommer lang (Anders/Power-Team) 4.16
07. Die Gitarren von Bali (Anders/Power-Team) 4.20
08. Ich kann dich nicht vergessen (Anders/Power/Jonas) 3.23
09. Weisst du noch, als wir noch Kinder waren? (Anders/Power-Team) 4.07
10. Johnny Johnny (Anders/Power-Team) 3.32
11. Wie wird die nächste Liebe sein? (Anders/Power-Team) 4.05
12. Spanish Discoteque (Anders/Holm) 3.11

labelb1

*
**

Seine erste LP: eine Beat-Gitarren-Schule (1965) !

FrontCover1click on the pic

Spider Murphy Gang – Spider Murphy Gang (Rock N Roll) (1978)

frontcover1Und jetzt wieder mal ein ganz besonders Schmankerl, zumindest für Leute wie mich.

Wir schreiben das Jahr 1978, eine unbekannte Amateurband namens Spider Murphy Gang tourte durch die Ami-Clubs im Süden Deutschlands. und spielen Rock N Roll Hits rauf und runter …

Dann beschlossen die Burschen, diese mal im Studio aufzunehmen, natürlich als Privatpressung (die Auflage betrug wohl 3.000 Stück … immerhin !) zu veröffentlichen.

Damals tingelte ich auch gelegentlich durch die Münchner Club-Szene …na ja … und dabei habe ich dann diese Scheibe ergattert … mit den Autogrammen von allen vier Bandmitgliedern.

Bio.jpg

Aus der offiziellen Bandbiographie

In einer sehr geringen Auflage von 3.000 Stück erschien 1978 das erste Album der Spider Murphy Gang. Seinerzeit war noch nicht abzusehen, das im Zuge der Neuen Deutschen Welle die Band zu einer der erfolgreichsten und beliebtesten in Deutschland werden sollte. Noch spielten Günther Sigl, Barney Murphy, Michael Busse und Franz Trojan in kleinen Amiclubs. Im Programm standen Rock’n’Roll Klassiker. In Eigenregie nahm die Band dieses Album mit englischen Rock’n’Roll Klassikern auf und ebnete so den Weg zum späteren Erfolg. Lange Zeit konnte die LP nur gebraucht mit sehr viel Glück und zu überhöhten Preisen auf Schallplattenbörsen und später zu Zeiten des Internets auch auf Auktionshäusern erworben werden. Die Spiders klingen ehrlich und ungekünstelt. Alle 14 Songs sind wahre Perlen, die erstklassigen Rock’n’Roll bieten. Die Spiders pur und einer grandiosen Spiellaune, wie man sie live kennt. Nur, das es keine deutschen Hits sind sondern die grossartige englischsprachige Rock’n’Roll Songs. Anspieltipps sind schlecht auszumachen, da alle 14 Songs einmalig sind. Ein Dokument aus der guten alten Zeit des Rock’n’Roll. Absolut hörenswert. „Rock’n’Roll Music“, „Summertime Blues“, „Buona Sera“ und „Great balls of fire“ sowie „Splish Splash“ sind meiner Meinung die absoluten Höhepunkte. Hier wurde noch nicht – wie heute standard – nachgefeilt in den Studios sondern einfach aufgenommen. Ein wahrer Rock’n’Roll Genuss, erdig und ehrlich. (Matty)

SMG02.jpg

Na ja und gelegentlich auch noch ein wenig ungelenk. Wer mal wissen will, wie so ein Bass klingen kann, höre sich „Summertime Blues“ … dort hört man kaum etwas anders.

Und ein Titel wie „Bouna Sera“ klingt schon fast wie eine Parodie auf the good old days of Rock N Roll.

Und mit „I Just Wanna Make Love To You“ hatten sie auch noch einen klassischen Blues im Programm …

Und natürlich gibt´s dann noch die volle Dröhnung von Chuck Berry, gleich vier Titel haben sie von dem eingespielt. Aber auch Schmachtfetzen wie „My Girl Josefine“ fehlen nicht.

Und_ damals ahnte noch keiner, welches Potential in dieser Band steckte … das sollte sich dann aber bald ändern …

SMG01.jpg

Besetzung:
Michael Busse (keyboards, background vocals)
Barny Murphy (guitar, background vocals)
Günther Sigl (bass, vocals)
Franz Trojan (drums, background vocals)

BackCover1.JPG

Titel:
01. Summertime Blues (Cochran/Capehart) 1.52
02. My Girl Josefine (Domino/Bartholomew) 2.13
03. Ooby Dooby (Penner/Moore) 1.53
04. Bouna Sera (Sigman/De Rose) 2.37
05. Great Balls Of Fire (Hammer/Blackwell) 1:45
06. Blue Moon (Rogers/Hart) 2.17
07. Splish Splash (Darin/Murray) 2.01
08. Rock And Roll Music (Berry) 2.13
09. Promised Land (Berry) 2.04
10. Back In The USA (Berry) 2.21
11. Almost Grown (Berry) 2.04
12. I Just Wanna Make Love To You (Dixon) 2.13
13. Big Hunk O’Love (Schroeder/Wyche) 2.11
14. One Night (Bartholomew/Steiman/King) 1.27

LabelB1.JPG

*
**

Na ja … und dann erschien 1980 diese Single … und der ganze Hokus Pokus ging los:

Single.jpg

Mehr von der Spider Murphy Gang:

Mehr SMG.jpg

Monika Herz – Komm, tanz mit mir (1978)

FrontCover1Auch in der DDR gab´s massenweise Illussionsmusik (warum auch nicht ?) und auch in der DDR gab´s es Cover, die durchaus einen Spitzenplatz bei dem allseits beliebten Wettbewerb „Was ist das gräuslichste Cover“ erreichen könnten.

Monika Herz (* 5. Dezember 1951 in Letschin, Brandenburg) ist eine deutsche Schlagersängerin.

Nach einer Lehre als Gebrauchsgrafikerin trat sie dem Volkskunstensemble des Eisenhüttenkombinats Ost bei. Ab 1970 produzierte sie regelmäßig für den Rundfunk der DDR, 1972 erschien ihre erste Single bei Amiga („Zärtlich sollst du bleiben“). Etwa ab dieser Zeit war sie auch im DDR-Fernsehen einer der am häufigsten auftretenden DDR-Stars und einer der Fernsehlieblinge.

AutogrammkarteSie trat z.B. in den Sendungen Da liegt Musike drin, Bong, Schlagerstudio, Klock 8, achtern Strom, Musikanten sind da, Oberhofer Bauernmarkt, Im Krug zum grünen Kranze, Ein Kessel Buntes, Mit Lutz und Liebe, Wennschon dennschon, Auf Schusters Rappen auf. Von 1972 bis 1989 erschienen vier LPs und mehr als ein Dutzend Singles. Große Erfolge feierte sie in den 1970er- und 1980er-Jahren mit Titeln wie Kleiner Vogel, Charly adé, Melodie Poesie, Hallo wie geht’s, Wir haben zusammen die Sterne gezählt, Heut‘ sah ich sie wieder, Bitte tanz mit mir oder Mingo. Außerdem hat sie 1985 zwei Titel für die Kinderschallplatte „In Dingsbumshausen ist was los“ eingesungen.

1989 kam ihr Sohn David zur Schule. Es folgte eine längere berufliche Pause. Seit 2002 steht Monika Herz, gemeinsam mit ihrem Sohn David, als „Monika Herz & David“ wieder auf der Bühne. Ein erstes gemeinsames Album Für die Seele² wurde im Dezember 2007 veröffentlicht. Monika Herz & David treten als Duett seit 2002 überwiegend in Deutschland und besonders in den neuen Bundesländern auf. (Quelle: wikipedia)

Die Aufnahmen auf diesem Album sind erkennbar von dem damals auch in der BRD grassierendem Disco-Sound geprägt … und natürlich hatten es die Musiker des Rundfunk-Tanzorchesters Berlin perfekt drauf, diesen Sound zu imitieren. Begeisterung lösen sie da bei mir eher weniger aus … aber dennoch verdient es natürlich auch diese Epoche deutscher Unterhaltungsmusik, hier präsentiert zu werden.

Singles

Single-Auskoppelungen

Besetzung:
Monika Herz (vocals)
+
Rundfunk-Tanzorchester Berlin unter der Leitung von Günter Gollasch
Rundfunk-Tanzorchester Berlin unter der Leitung von Jürgen Hermann (bei 10., 11. – 14.)
Orchester Jo Kurzweg (bei 03.)

BackCover1

Titel:
01. Bitte, tanz mit mir (Bause/Schneider) 3,05
02. Kleiner Vogel (Bause/Schneider) 3.20
03. Das Meer singt sein Lied (Traditional/Kerstien) 3.00
04. So wie damals /Bause/Steineckert) 3.00
05. Der Mann gegenüber (Bause/Schneider) 3.02
06. Du bist einsam, wenn niemand dich liebt (Bause/Schneider) 3.05
07. Charly, adé (Bause/Schneider) 3.30
08. Beinah wie in alten Tagen (Brause/Schneider) 2.50
09.  So möcht ich tanzen (Bause/Schneider) 2.45
10. Dennie, sie kommt nicht mehr (Schulze-Gerlach/Schneider) 3.47
11. Mingo (Bause/Schneider) 3.33
12. Der Sommer mimmt Abschied (Schulze-Gerlach/Schneider) 4.45
13. He, du mit deiner Gitarre (Schulze-Gerlach/Schneider) 2.45
14.  Auf alle, die lieben (Schulze-Gerlach/Schneider) 3.45

LabelB1

*
**

Monika Herz.jpg

Immer noch aktiv, die Monika Herz

Gebärväterli – Im Tal der Emmen (1978)

FrontCover1Wahrlich eine Perle des deutschen Jazz-Rock:

Die Rede ist von Gebärväterli — eine siebenköpfige Formation aus Nürnberg, 1973 gegründet und ein Sammelbecken junger Jazzmusiker und kreativer Köpfe.
„Im Tal der Emmen“ hieß die legendäre Platte der innovativen Nürnberger Jazz-Rock-Band „Gebärväterli“, die auf die Bühne zurückkehren will.

„Im Tal der Emmen“ hieß die legendäre Platte der innovativen Nürnberger Jazz-Rock-Band „Gebärväterli“, die auf die Bühne zurückkehren will.

Zur Besetzung gehörten Saxofonist Mandi Riedelbauch, Flötist Dieter Weberpals, Schlagzeuger Yogo Pausch, Bassist Friedel Pohrer, Posaunist Manfred Demetz, Gitarrist Norbert Kirchner und Reinhold Weberpals am Piano. Und es ist komisch, dass ihre Musik heute im Kontext von Krautrock zu finden ist.

Mit selbigem 70er-Jahre-Sound hatte Gebärväterli eigentlich gar nichts am Hut. Die Stücke verbalhornten höchstens ein bisschen das Endlosgedudel von Tangerine Dream & Co.; im Mittelpunkt stand ein respektloser Ansatz, der einem Stilslalom auf dem Modern-Free-Jazz-Rock-Hochseiltanz glich.

Das hat 1978 zu einem legendären Album geführt, das „Im Tal der Emmen“ hieß. Vor rund 36 Jahren wurde es im Jazz-Studio live präsentiert — und wer das Konzert gehört hat, war nicht erstaunt, dass sie auch zum internationalen Festival „Jazz Ost West“ eingeladen wurden. Man spürte, dass diese Combo ihrer Zeit ziemlich voraus war. Mit Titeln wie „Ich bin der Postillion d‘Amour, aber meine Uhr geht vuur“ oder „Der Don Juan hat seine Turnschuh‘ an“.

Gebärväterli1978.jpg

Leider löste sich das Septett 1981 auf, die zweite Platte wurde nie fertig. 1992 gab es zwar einen Auftritt im „Komm“, danach war aber Sendepause… (Quelle: Nürnberger Nachrichten)

Das musikalische Spektrum von Gebärväterli umfaßt den Bereich Modern, Free- und Rockjazz. Form und Aufbau der Stücke sind so angelegt, daß sie der Vielfalt der Beziehungen innerhalb eines musikalischen Kollektivs gerecht werden. Die Kompositionen bestehen meist aus mehreren Themen, die durch die Art des Arrangements und der Improvisation miteinander verknüpft werden. Improvisiert wird modal oder über Akkordschritte. Rhythmisch werden ungerade Metren verwendet, die – untereinander in Beziehung gesetzt – reizvolle Überlagerungen und Umdeutungen erfahren. Gebärväterli spielt ausschließlich Eigenkompositionen. Die Nonsenstitel dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß die einzelnen Stücke sehr überlegt und stimmig aufgebaut sind. (Quelle: Krautrock-Musikzirkus)

Live1978_02

… danach war aber Sendepause… — bis jetzt. Denn am 22. November 2014 wird es ein Comeback-Konzert geben und zwar in Nürnberger … Die konnten sich glücklich schätzen, eine derart famose Band nochmals live erleben zu können !

Es war ein einmaliges Konzert, doch man blieb in Kontakt und insbesondere der Dieter Weberpals entwickelte sich immer mehr in Richtung „Weltmusik“ … zahlreiche und spannenden Projekte pflastern mittlerweile seinen Weg.

Friedel Pohrer.jpg

Friedl Pohrer

Aber dann diese Meldung auf der Facebook Seite der Band:

Unser Friedel Pohrer ist am 26.10.2017 völlig unerwartet gestorben. Wir stehen noch immer unter Schock

Ach …

Live1978

Besetzung:
Manfred Demetz (trombone)
Norbert Kirchner (guitar)
Yogo Pausch (drums, percussion)
Friedl Pohrer (bass)
Mandi Riedelbauch (saxophone, bassoon)
Dieter Weberpals  (flute)
Reinhold Weberpals (keyboards)
+
Irmgard Kirchner (vocals bei 04.)

BackCover

Titel:
01. Ich bin der Postillion d’Amour, aber meine Uhr geht vuur 8.05
02. Der Don Juan hat seine Turnschuh’ an 5.50
03. Im Tal der Emmen 5.00
04. Schubi-Dubi-Kong (Ackermann) 7.40
05. Die angespannte Beziehung zwischen einem Schmetterling und einer Distel (Ackermann) 7.05
06. Zurückspulen 5.45

Alle Titel (außer anders angegeben): Dieter Weberpals – Friedrich Pohrer – Manfred Demetz – Norbert Kirchner – Reinhold Weberpals – Yogo Pausch

Label1.jpg

*
**

Man glaubt es kaum: Reunion im Jahre 2014:

Reunion

Und so sah das dann 2014 aus:

Live 2014.jpg

Fritz Muliar u.a. – Schrammel – Lieder & Tanz (1978)

FrontCover1Und jetzt wird es wienerisch – gemütlich:

Die Schrammelmusik ist eine für Wien typische Musikgattung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie gilt als Wiener Volksmusik.

Sie wurde nach den Wiener Musikern, Geigern und Komponisten Johann und Josef Schrammel benannt. 1878 gründeten sie mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble, mit dem sie ein volkstümliches Repertoire mit Liedern und Märschen, Tänzen und Walzern in Heurigen und Gaststätten darboten.

Da der Vater der berühmten Brüder Schrammel, Kaspar Schrammel, in Litschau geboren und aufgewachsen ist, gilt die nördlichste Stadt Österreichs als Schrammelstadt. Litschau ist also die Wiege der berühmten Wiener Heurigen- und Tanzmusik. Jedes Jahr gibt es am Litschauer Herrensee das Schrammel.Klang.Festival, das „Woodstock des Wienerlieds“.

Nach dem Anschluss des Klarinettisten Georg Dänzer zum Orchester 1884 nannten sie sich „Specialitäten Quartett Gebrüder Schrammel“ und erlangten mit ihrer Art, Wienerlieder zu spielen, rasch große Berühmtheit. Sie spielten nun auch in den Palais und Salons der Wiener Aristokratie und des Großbürgertums. Der „Schrammeleuphorie“ schlossen sich als Verehrer auch Größen wie Johann Strauss und Johannes Brahms an. Später sollte auch Arnold Schönberg von der Schrammelmusik schwärmen. Schon zu Lebzeiten der Brüder war das Wienerlied unter der Bezeichnung „Schrammelmusik“ bekannt.

Schrammelabend.jpg

Die Schrammelmusik wird vor allem durch die „weinende“ (raunzende), melancholische, aber trotzdem chansonartig beschwingte Instrumentierung charakterisiert.

Typische Besetzungen sind: Zwei Geigen, Kontragitarre, Klarinette (meist G-Klarinette, auch „picksüßes Hölzl“ genannt), später auch Knopfharmonika (Schrammelharmonika).

In sieben Jahren komponierten die Gebrüder Schrammel über 200 Lieder und Musikstücke; mit diesen setzten sie der Wiener Musik einen Höhepunkt. Die Brüder starben 1893 und 1895, beide im Alter von 43 Jahren, vor ihrem Vater. (Quelle: wikipedia)

Schrammelabend2

Die Schrammeln auf dem Wäschermädelball 1994 (Zeitungsauschnitt aus dem „Extrablatt“

Der Ur-Vater der Schrammelmusik war also der Kaspar Schrammel, der zwar seinen Söhnen musikalisch nicht „das Wasser“ reichen konnte, aber dennoch deren Basis gelegt hat:

Kaspar Schrammel (* 6. Jänner 1811 in Litschau, Niederösterreich; † 20. Dezember 1895 in Langenzersdorf) war ein österreichischer Musiker und Komponist.

Kaspar Schrammel war wie sein Vater gelernter Weber, er trat seit seiner Jugend als Klarinettist auf dörflichen Festen auf. 1833, mit 22 Jahren, heiratete Schrammel Josefa Irrschik und hatte mit ihr einen Sohn, Konrad Schrammel (1833–1905). Bereits nach vierjähriger Ehe verstarb seine Ehefrau Josefa.

Um 1846 ließ sich Schrammel zusammen mit seinem Sohn in Wien-Neulerchenfeld nieder. Er gründete ein kleines Orchester, welches regelmäßig in den Gasthäusern der Umgebung zu den verschiedensten Anlässen aufspielte.

KasparSchrammel

Kaspar Schrammel

1850 und 1852 hatte er zwei unehelich geborene Söhne mit der späteren Volkssängerin Aloisia Ernst. Johann und Josef, deren Mutter er 1853 heiratete wurden 1857 legitimiert. Die Musik der Söhne wurde als Schrammelmusik bekannt. Als Komponist setzte Kaspar Schrammel seinen Schwerpunkt weniger auf eigenes Schaffen, sondern bearbeitete und arrangierte bereits Bekanntes.

Neben der Arbeit mit seinem Orchester begleitete Schrammel auch gelegentlich seine Frau musikalisch bei deren Auftritten.

Erst nach seinen beiden berühmteren Söhnen starb er im Alter von über 80 Jahren in Langenzersdorf. Das derzeitige Ehrengrab der Marktgemeinde Langenzersdorf befindet sich in einem renovierungsbedürftigen Zustand.

Anlässlich des 90. Todestages von Kaspar Schrammel, im Jahr 1985, wurde in Langenzersdorf vom Berg- und Wanderverein Wienerland ein zwölf Kilometer langer Themen-Wanderweg eröffnet. Der Weg verband das Heimatmuseum (Schrammel-Sammlung) mit der Schrammelgasse und dem Sterbehaus in der Korneuburger Straße. In der Zwischenzeit wurde der Weg auf zehn Kilometer verkürzt, jedoch im Rahmen des „Weinviertler Wanderquartetts“ und IVV-Wertung einem größeren Kreis bekannt gemacht. (Quelle: wikipedia)

SchrammelQuartett

Das Schrammel-Quartett u.a. mit dem Georg Dänzer *ggg*

Soweit die Historie und im Jahr 1978 lies es sich die „Zentralsparkasse der Gemeinde Wien“ nicht nehmen, diese Sonderanfertigung aus „unverkäufliche Sonderanfertigung“ produzieren zulassen (vermutlich wieder mal so ein kostenloses Werbegeschenk für Kunden des Hauses).

Soweit mir bekannt, wurden diese Aufnahmen eigens für diese Sonderanfertigung produziert (ich bin allerdings kein ausgesprochener Fritz Muliar Kenner) und natrlich war ein Fritz Muliar geradezu prädestiniert, diese Lieder zum Besten zu geben.

FritzMuliar01

Begleitet wird er dabei von ausgemachten Schrammelmusikern jener Zeit … und die sparkasse ließ sich nicht lumpen und bastelte dann auch noch ein ganz liebevolles Cover und gibt auf der Innenhülle eine Fülle von Informationen zu dieser Musik.

Musss man nicht mögen, aber ich mag gelegentlich diese verzaubernd altmodischen Lieder… und natürlich ist auch jede Menge Schmäh dabei …

Und diese Schrammelmusik hat sich bis heute in Wien und Österreich gehalten … und es gibt da ein paar ganz hervorragende Bursche, wie den Ernst Molden, der die alte Tradition z.B. mit dem Blues kombiniert …  Und so stell ich mir dann Traditionspflege vor (später mehr davon)

BackCover1.JPG

Besetzung:
Karl Brusek (violin)
Hans Dell (violin)
Fritz Muliar (vocals)
Franz Nezval (accordeon)
Herbert Seifner (guitar)
+
Robert Demmer (whistle bei 05.)
Kurt Dieman (vocals bei 06. + 08.)
Friedrich Gabler (bugle bei 07.)
Laszlo Gati (percussion bei 07.)
Wilhelm Krause (clarinet bei 05. + 09.)
Franz Opalensky (flute bei 07.)
Norbert Pawlicki (harmonium bei 07.)
Josef Skruzny (clarinet bei 08.)
Ulrike Wagner (piano bei 07.)

Booklet1.JPG

Titel:
01. Pioniermarsch (Johann Schrammel) 3.25
02. ‚S Herz Von An Echten Weana (Wienerlied) (Johann Schrammel/Lorens) 2.48
03. Bei guter Laune (Polka Francaise) (Josef Schrammel) 2.32
04. Der Frieden auf der Welt (Lied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 4.29
05. Kunst und Natur (Marsch) (Johann Schrammel) 1.59
06. Was Österreich is (Duett) (Johann Schrammel/Wiesberg) 3.17
07. Tänze (Ländler) (Josef Schrammel) 4.15
08. Auf zur Jagd (Marsch) (Johann Schrammel) 2.02
09. Was’s schönste war (Kunstlied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 2.15
10. ‚S Malheur (Couplet) (Johann Schrammel) 3.30
11. Liebe Vögelein (Lied) (Kaspar Schrammel) 2.25
12. Die Dankbarkeit (Lied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 3.43
13. Eugeniewalzer (Johann Schrammel) 3.26
14. Mein Testament (Lied) (Johann Schrammel/Wiesberg) 3.17

LabelB1.JPG

*
**

Frieden