Lift – Meeresfahrt (1979)

FrontCover1Also, wenn zwei regelmässige Leser dieses blogs, dieses Album über den grünen Klee loben und die dann noch zudem ausgewiesene Kenner ihres Fachs sind und wenn ein dritter sich dann auch noch für dieses Album interessiert … dann wird es ja höchste Zeit …

Und dann habe ich mich erinnert, dass ein befreundeter blogger diese Scheibe auch mal im Angebot hatte … damals führte dies jedoch zu einer ziemlich gartstigen Abmahnwelle.

Ich habe mir erlaubt, diesen alten Beitrag eines alten blogs nochmals zu verwenden, einschließlich all der damals notwendigen Schwärzungen … dieser alte blog wird nicht mehr betrieben, er hat quasi den Betrieb eingestellt:

„So ab und an gibt es Umfragen nach der besten DDR Rockplatte.

Schnell fallen dann Namen wie Puhdys, Karat, City, Silly ….. so gut wie nie der Name Lift.“ (H.G.)

Und auch ich bin weiterhin hinsichtlich dieser „DDR-Musik“ eher eindimensional, aber ich lerne da ja gerne dazu.

Und die Gruppe „Lift“ ist für mich erstmal Neuland und dann habe ich ein wenig recherchiert und da ist mir so eine ganz ausführliche und so ganz persönliche Besprechung in die Hände gefallen:

„Wir schreiben das Jahr 2014 – ein historisches Datum, wenn man es auch mit dem Tag 9 und dem Monat 11 in Verbindung bringt – aber Vorsicht, ja nicht verwechseln, sonst gibt‘s mit dem Big Brother (Is watching you!) Ärger.
Vor genau 25 Jahren erlebte ich einen der glücklichsten, wenn nicht sogar den glücklichsten Tag meines Lebens.
Die Mauer fiel am 9. November 1989 und meine Gefangenschaft in einem Land, das Kafka in seinem „Prozess“ nicht hätte besser beschreiben können, war mit einem Schlag beendet. Genauso wie diese Gefangenschaft am 13. August 1961 mit einem Schlag begann, obwohl die wahren Täter nicht etwa die plötzlich Gefangenen, sondern die unerbittlichen, ideologisch-diktatorischen Gefängniswärter waren, endete sie auch wieder – leider mussten viele der damaligen Gefängniswärter nicht wirklich für das gerade stehen, was sie ihren unschuldigen Gefangenen oder ihren Opfern, die diese 28jährige Gefangenschaft nicht überlebten, angetan hatten.
Aber war die Geschichte wirklich jemals gerecht?

Jede Geschichte bringt aber auch Erlebnisse und Errungenschaften hervor, die ohne boshafte Diktaturen nie möglich gewesen wären. Das wusste bereits unser oller Goethe, der so schön formulierte: „Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt!“

Gerhard Zacher

Gerhard Zacher

Genau darum soll diese Kritik, 25 Jahre nach dem Mauerfall entstanden, über eine Band und ein Album erzählen, die dem Kritiker ein wenig beim Überleben in der Gefangenschaft halfen und diese Gefangenschaft etwas erträglicher machte. Und noch viel mehr – sie schenkten mir die Hoffnung, die sich dann 20 Jahre später verwirklichte. Darum möchte ich mich jetzt mit meinen Lesern und LIFT auf eine „Meeresfahrt“ begeben, die an musikalischer Schönheit und persönlicher Dramatik kaum zu übertreffen ist.

Würde mich heute jemand fragen: „Welches ist die beste LP, die jemals in der DDR erschienen ist?“, dann kämen mir genau zwei Antworten in den Sinn: „Meeresfahrt“ von LIFT und „Weißes Gold“ von der STERN-COMBO MEISSEN! Zwei Alben, die mehr als eine Gemeinsamkeit haben, wobei die offensichtlichste allerdings der Sänger WERTHER LOHSE ist, welcher seine außergewöhnliche, charismatische und einzigartige, jederzeit wiedererkennbare Stimme beiden Alben verlieh.

Henry Pacholski

Henry Pacholski

Würde mich heute jemand fragen: „Welches ist die beste LP, die jemals in der DDR erschienen ist?“, dann kämen mir genau zwei Antworten in den Sinn: „Meeresfahrt“ von LIFT und „Weißes Gold“ von der STERN-COMBO MEISSEN! Zwei Alben, die mehr als eine Gemeinsamkeit haben, wobei die offensichtlichste allerdings der Sänger WERTHER LOHSE ist, welcher seine außergewöhnliche, charismatische und einzigartige, jederzeit wiedererkennbare Stimme beiden Alben verlieh.
Das Jahr in dem die „Meeresfahrt“ entstand – 1979 – war eins der finstersten kalten Kriegsjahre, in dem Beschlüsse getroffen wurden, die jede Veröffentlichung ostdeutscher Schriften beim Klassenfeind im Westen als „staatsfeindliche Hetze“ im Strafrecht definierten und der DDR-Schriftstellerverband gleich neun Schriftsteller ausschließt, von denen STEFAN HEYM der heute noch bekannteste ist. Der DDR-Kultur bläst ein extrem eisiger Wind ins Gesicht und Musiker sowie Literaten sind gezwungen, noch geschickter zwischen den Zeilen zu schreiben. Jeder Text ging durch die Zensur – und deshalb kam es neben dem, was schwarz auf weiß zu lesen war, besonders auf die Botschaften an, die sich hinter dem Offensichtlichen verbargen. Wir mussten im Osten das Zwischen-den-Zeilen-Lesen lernen, die Botschaften erkennen, die alle Zensoren nicht erkannten, oder weil sie nicht zu offensichtlich waren, einfach nicht begründet verbieten können. Worte wie Freiheit, Demokratie, Mauer, Flucht usw. waren sowieso strikt in den Texten verboten – außer natürlich man brachte sie mit anderen Ereignissen in Verbindung als mit der DDR!Diesmal soll die Rede von der LIFT-„Meeresfahrt“ sein und vielleicht erzähle ich die Geschichte zu „Weißes Gold“, der musikalischen Wunderleistung, die genauso schön ist, wie das besungene Meißner Porzellan, genau in einem Jahr, wenn die Mauer seit 26 Jahren nicht mehr verschlossen ist. Und wenn wir auch momentan fast die Schnauze voll haben von dem derzeit ständigen Gerede zu diesem Ehrentag, dann sollten wir neben dieser blödsinnigen Feierstimmung nicht vergessen, wie viel Leid, aber auch wie viel Kreativität diesem Ereignis innewohnt.

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Genau in diesem Jahr also taucht aus tiefer Versenkung die „Meeresfahrt“ auf, welche ein Stück, das nicht etwa den Titel „Nach Westen“, sondern „Nach Süden“ heißt, enthält. In ihm geht es um einen Jungen, der seinem Elternhaus „entflieht“, um wie die Zugvögel „Nach Süden“ zu ziehen und „Hinter dem Hügel / Da wuchsen mir Flügel / Um vor dem Winter abzuhau‘n!“. Wer diese Zeilen in der DDR hörte, wusste sofort, um welche Flucht es sich hier im Grunde handelte!
Doch nicht nur das – auch der Song war von seiner Melodie, dem Gesang, einfach allem, ein Ohrwurm, den man – einmal gehört – wohl nie wieder vergisst und mit solchen Titeln wie KARATs „Albatross“, CITYs „Am Fenster“, STERN-COMBO MEISSENs „Kampf um den Südpol“ auf einer Stufe steht!

Nimmt man allerdings ein einziges Mal nur das gesamte Album zur Hand – am besten natürlich noch als AMIGA-LP, dann wird man, diese Garantie gebe ich hier mit Brief und Siegel, sein eigenes kleines Déjà vu erleben. Egal ob man nun vor seinen Lautsprecherboxen im Osten oder im Westen sitzt.

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Autogrammkarte (wegen Abmahnung gelöscht)

Als erstes muss man aber seine Enttäuschung überwinden, die sich bei mit „Wir fahrn übers Meer“, der schwächste Song, der auch noch der Opener der LP ist, breit macht. Textlich und musikalisch geht dieser Einstieg rundum schief – aber wer die Geschichte hinter „Meeresfahrt“ kennt, der wird auch verstehen, warum sich dieser eigentlich überflüssige Titel auf dieser 79er LP einschlich. Womit wir auch bei der Tragik hinter diesem Album wären. Der von HENRY PACHOLSKI komponierte und gesungene Song gehörte zu seinen endgültig letzten und war nun auf „Meeresfahrt“ post mortem erschienen. Bei der Rückfahrt von einem Konzert in Kalisz (Polen) kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall. Hinter dem Steuer saß Keyboarder MICHAEL HEUBACH – er überlebte, seine beiden Mittfahrer, Sänger HENRY PACHOLSKI und Bassist GERHARD ZACHER, aber hatten keine Chance. „Am Abend mancher Tage“, das traurigste Lied, welches je in der DDR entstand, verarbeitete dieses tragische Ereignis dann auf musikalisch schwer beeindruckende LIFT-Weise.

Alles aber, was dann auf der „Meeresreise“ folgt, ist legendär und für die Ewigkeit!
„Nach Süden“ fliehen wir mit Ohrwurmmelodie, einem Zwischen-den-Zeilen-lesen-Text und einer Gesangslinie, die vielen Sängern auch heutzutage noch vokale Schwerstarbeit abverlangt.

„Scherbenglas“ und „Sommernacht“ sind akustische Balladen, die so tief gehen, dass einem die Tränen in die Augen steigen, weil sie ein Gefühl von Abschied vermitteln, das man nicht nur hört, sondern mit jeder Note und jedem Wort genau an der Stelle spürt, mit der man laut dem Kleinen Prinzen am besten sehen – und ich ergänze: „Auch hören!“ – kann!

Unzweifelhafte Höhepunkte aber sind die beiden Prog-Rock-Epen „Meeresfahrt“ und „Tagesreise“!
Beides Prog, aber zwei völlig unterschiedliche Spielarten!
Die „Meeresfahrt“ ist eine getragene, hymnische 16minutige Suite, neoprogressiv mit zarten Einsprengseln von Querflöte, Klarinette und Saxofon. Ein musikalischer Genuss wie eine Fahrt über‘s Meer, voller Schönheiten, aber ohne bedrohliche Stürme. Trotzdem voller Spannungs- und Stimmungswechseln. Ein unvergleichliches Kunstwerk, welches den heutigen Neo Prog aus aller Welt mit seiner kleinen DDR-Nische fast in den Schatten stellt.

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Lift (wegen Abmahnung gelöscht)

Die „Tagesreise“ dagegen ist eine Coverversion von außergewöhnlicher Qualität, selbst wenn der ursprüngliche Titel von der HORST KRÜGER BAND auch schon außergewöhnlich bewundernswert war! Die LIFT-Version wird von bombastischen Orgeln und Bläsereinlagen bestimmt, die zugleich mit ein paar Mellotron-Erinnerungen an das legendäre „How The Gypsy Was Born“ von FRUMPY erinnert. Grandios und wieder so wert- und klangvoll wie kaum ein anderes Musikstück, welches in der DDR das Licht durch die Gitterstäbe der Gefangenschaft erblickte. Gleichzusetzen mit den legendärsten Prog-Epen dieser Zeit, wie ELECTRAs „Tritt ein in den Dom“, STERN-COMBO MEISSENs „Finlandia“, oder dem noch viel zu selten beachtete Prog-Longtrack „Zeit“ der Gruppe WIR!

Ja, das war sie also, die „Meeresfahrt“ von LIFT!
Für mich die musikalische Fahrstuhlfahrt ins Glück, welche vor und hinter der Mauer nie etwas von ihrem wahren Reiz verloren hat!

FAZIT: Die (DDR-)Geschichte des Albums „Meeresfahrt“ ist einerseits eine zutiefst beeindruckende, aber andererseits auch eine zutiefst tragische. Beeindruckend, weil mit dieser LP eines der größten Prog-Rock-Werke zu DDR-Zeiten geschaffen wurde und tragisch, weil kurz vor ihrer Veröffentlichung der Sänger und der Bassgitarrist dieser Band bei einer Fahrt zu einem Konzert tödlich verunglückten. Dass beide Musiker wohl einen außergewöhnlichen Einfluss auf die Band hatten, wurde durch die Tatsache bewiesen, dass nicht ein Nachfolgealbum jemals die Qualität von „Meeresfahrt“ wieder erreichen konnte.“ (Thoralf Koß)

Und in der Tat: dieses Album ist mehr als beeindruckend … mir haben es vor allem die Titel „Tagesreise“ (ein echter Hammer !) und „Meeresfahrt“ angetan …

Ob freilich der tragische Tod von Henry Pacholski und Gerhard Zachar wirklich dafür verantwortlich war, dass „Lift“ dannach nicht mehr dieses Niveau halten konnte … ich hab´ da meine Zweifel, denn für die Musik war ja eigentlich Wolfgang Scheffler verantwortlich … ich werde mich diesem Thema mal ein wenig ausführlicher zuwenden …

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Besetzung:
Michael Heubach (keyboards, guitar, vocals)
Frank-Endrik Moll (drums)
Henry Pacholski (vocals, harmonica)
Till Patzer (saxophone, flute, vocals)
Wolfgang Scheffler (keyboards)
Gerhard Zachar (bass, vocals)
+
Werther Lohse (drums, vocals bei 05.)
Streichergruppe Herbert Günzel (bei 03.)

BackCover1

Titel:
01. Wir fahrn übers Meer (Scheffler/Pacholski) 5.15
02. Nach Süden (Scheffler/Pacholski) 4.20
03. Scherbenglas (Scheffler/Pacholski) 2.28
04. Tagesreise (Heubach/Schaffer) 8.35
05. Meeresfahrt (Scheffler/Pacholski) 15.20
06. Sommernacht (Scheffler/Pacholski) 3.40

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Covertext

Barbara Husenbeth + Gerhard Hübner – Folklore international für Flöte und Gitarre (1979)

FrontCover1Irgendwann mal begann auch der akademische Musikbetrieb sich für Folklore aus aller Welt zu interessieren. Und hier ein wunderbares Beispiel akademischer und virtuoser Spielkunst.

Die Rede ist von Barbare Huseneth, die auf der Blockflöte Volkslieder aus aller Herren Länder atemberaubend zelebriert. Begleitet wird sich dabei von dem Gitarristen Gerhard Hübner.

Damals war sie nach entsprechender Ausbildung am Robert Schumann-Koservatorium Köln und an der Musikhochschule Köln bereits Lehrbeauftragte für Blockflöte an der Musikhochschule Trossingen.

Über sie wird in den ausführlichem Begleittext zu dieser LP u.a. folgendes geschrieben:

„Ihre Spezialität  ist es, Folklore zu sammeln und in eigenen Bearbeitungen zu spielen“.

HusenbethHübner1979

Aber völlig unabhängig von dieser eher marginalen Anmerkung: Wer glaubt Blockflöte sei ein leichtes Instrument, der irrt, wie man hier hören kann … und: es ist eine Freude, diesen Klängen zu folgen, zu lauschen, zu geniessen.

Und wenn ich dennoch ein irgendwie fremdartiges Gefühl dabei habe, mag das genau mit jenem akademisch-klassischem Hintergrund der beiden Musiker haben.

Auf dem Hülle ist so z.B. zu lesen:

Folklore ist heute zu einem sehr schillerndem Begriff geworden, einer Mischung aus halbauthentischen Liedern der Völker undkommerzieller, modisch-oberflächlicher Unterhaltungsmusik“.

Und genau da liegt der Hund begraben: Aus der Volksmusik der „Völker“ haben die beide eine akademische Kunstmusik geformt, dabei waren die Interpreten doch „bemüht in ihren Bearbeitungen die tänzerischen Bewegungen der Volksweisen einzufangen“ … tja …

Oder anders ausgedrückt: Nach einem Folklore Abend mit einer einer Irish-Folk-Band in einem kleinem Club kann man sich vorstellen, dannach mit den Musikern noch ordentlich mit diversen Guinness auf den Abend anzustoßen … diese Vorstellung scheint mir bei Barbara Husenbeth und Gerhard Hübner völlig absurd …

Dennoch: eine interessante Aufnahme … aber wirkliche Folklore klingt anders … und dennoch würde ich mal gerne in ihrem Archiv stöbern …

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Besetzung:
Gerhard Hübner (guitar)
Barbara Husenbeth (flute)
+
Franz Lang (percussion)

BarbaraHusenbeth2011

Barbara Husenbeth, 2011
(damals bereits emeritierte Professorin des Fachbereichs Blockflöte der Musikhochschule Trossingen)

Titel:

Israel:
01. Havah nagilah 3.24
02. Sov‘ vuni 1.13
03. M’chorati 1.13
04. Pakad Adonai – Alu alu 1.33

England:
05. Drei englische Kontratänze 2.46
06. Parson’s Farewell 2.09
07. Daphne 1.18
08. Lanes maggot 4.36
09. Argeers 2.02

Griechenland:
10. Gharufalia 1.13
11. Disticho 3.59
12. To Jassemi 1.07
13. Vier weisse Segel 2.41

Schweden:
14. Schwedischer 1.52

Russland – Polen:
15. Spinn nur, meine Spinnerin 2.45
16. Schöne Minka 2.01
17. Kujawiak 1.48
18. Gopak 0.51

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Horst Jankowski und sein Rias-Tanzorchester – Jankowski’s Classic Explosion (1979)

FrontCover1Der Horst Jankowski war auch so ein Wanderer zwischen den musikalischen Welten:

In Amerika nannte man ihn nur „Mr. Black Forest“. Diesen Beinamen verdankte Horst Jankowski seiner Komposition „Eine Schwarzwaldfahrt“, die um die Welt ging. Er war ein musikalische Allrounder, der als Komponist, Pianist, Bandleader, Arrangeur und Chorleiter in seiner Zeit prägend wirkte..

Er besaß Musikalität, eine glänzende Technik, rhythmisches Einfühlungsvermögen, Temperament und Humor. Eine Begabung, die seine Mutter – der Vater war im Krieg gefallen – selbstlos unterstützte. Schon kurz vor dem Abitur lernte er auf dem Konservatorium Klavier, Trompete, Tenorhorn, Kontrabass und Gitarre spielen. An der Musikhochschule studierte er Komposition und besuchte die Dirigentenklasse. Ein Angebot von Kurt Hohenberger, der damals eines der besten Tanzorchester leitete, kam ihm gerade recht: Das „Jazz-Wunderkind“ ging auf Tournee durch Westdeutschland.

Schon 1956 beabsichtigte Horst Jankowski mit einem eigenen Trio (Besetzung: Horst Jankowski, Klavier – Peter Witte, Bass – Hermann Mutschler, Drums) beim „Deutschen Jazz-Festival“ mitzuwirken. Damals ließ sich der Plan nicht verwirklichen und als er 1957 eine Einladung zu diesem Event bekam, war aus dem Trio ein Quartett geworden. Gerald Weinkopf (Flöte) und Werner Baumgart (Oboe), zwei weitere Mitglieder aus dem Erwin Lehn-Orchester, hatten sich ihm angeschlossen. Sie wollten als Gegengewicht zur Bigband-Tätigkeit in einer kleinen Gruppe musizieren. „Improvisation“ von Horst Jankowski und „Der Holzwurm“ von Werner Baumgart komponiert, waren Beiträge für diese Veranstaltung in Frankfurt/Main,

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1954 gründete Horst Jankowski in Mannheim eine eigene Combo. Man spielte in Bars oder bei öffentlichen Tanzabenden – nicht nur Jazz, sondern auch Bach, Chopin, Schumann und Schubert. Das Ensemble weckte das Interesse von Funk und Fernsehen. Vor allem der junge Pianist war es, der nicht nur auf die Zuhörer, sondern auch auf die Zuschauer faszinierend wirkte. Wolfram Röhrig, Chef der Unterhaltungsmusik des damaligen SDR, gewann ihn für das Südfunk-Tanzorchester. Horst Jankowski gab 1955 sein Debüt in Stuttgart und wurde einer der profiliertesten Solisten im Orchester von Erwin Lehn.

HorstJankowski02Dank seiner außerordentlichen Begabung gelang es ihm, sich innerhalb kurzer Zeit in der Spitzenklasse deutscher Jazzpianisten zu etablieren. Anlässlich der Sendung „Treffpunkt Jazz“ begegnete er Größen wie Miles Davis oder Ella Fitzgerald. Es boten sich Gelegenheiten zum gemeinsamen Musizieren, wie z. B. mit dem französischen Geiger Stephane Grappelli in der „Woche der leichten Musik“ in Stuttgart oder bei Benny Goodman auf der Brüsseler Weltausstellung im Jahr 1958. Doch bald war für Jankowski das Klavier nicht mehr genug als Medium…

1960 gründete er die Jankowski-Singers: musikbegeisterte junge Leute hatten sich aus Freude an der Musik und am Experimentieren zusammengefunden. Geld zu verdienen stand hierbei nicht an erster Stelle, denn alle gingen einem geregelten Beruf nach. Abends fanden sie sich zu Proben zusammen und obwohl es sich stets um einen Amateur-Chor handelte, wurde er bald künstlerisch allen Ansprüchen gerecht – sogar sein Kollege Oscar Peterson beneidete ihn darum. Erste Produktionen mit Musical- und Operettenmelodien kamen auf den Markt.

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Umjubelte Tourneen führten ihn zusammen mit seinem Chor sogar in die damalige Sowjetunion. Auch die südafrikanische Presse war voll des Lobes über den Musiker und reihte ihn bei Easy Listening-Größen wie Bert Kämpfert oder James Last ein.
Und dann kam die Schwarzwaldfahrt

1961 hatte Horst Jankowski für eine Reisesendung im Rundfunk vier Melodien komponiert, darunter „Eine Schwarzwaldfahrt“. Zu dieser Zeit kamen häufig amerikanische Produzenten nach Europa, um günstig Musik einzukaufen, da die Produktionskosten in den USA weitaus höher lagen. Jankowski akzeptierte das Angebot, für einen Preis von DM 125,– sämtliche Rechte an dem Stück abzutreten. Einige Zeit HorstJankowski04später tauchte die Melodie in einer amerikanischen TV-Show auf und wurde unter dem Titel „A walk in the black forest“ in Amerika 1964 ein Riesenhit. Jankowski erkannte, welchen Fehler er begangen hatte. Zwar verhalf ihm die Nummer zu großer Popularität und zu sagenhaften Plattenumsätzen, jedoch flossen die Tantiemen der „Schwarzwaldfahrt“ in die Kassen einer amerikanischen Gesellschaft. Erst nach langwierigen und kostenintensiven Streitigkeiten erhielt er Jahre später die Rechte zurück.

Es gab volkstümliche Adaptionen wie beispielsweise mit dem Montanara-Chor. Peter Alexander nahm eine Gesangsversion auf und schrieb selbst einen neuen Text dazu. Eine Fassung mit Erwin Lehn und seinem Südfunk-Tanzorchester diente jahrelang als Opener der vom Süddeutschen Rundfunk ausgestrahlten Sendung „Bis zwei dabei“ im Rahmen des ARD-Nachtprogramms.

Auch aus künstlerischer Sicht war die Schwarzwaldfahrt für Horst Jankowski Segen und Fluch zugleich. Das Publikum brachte ihn stets mit dieser Komposition in Verbindung und der Jazzpianist rückte in den Hintergrund: „Ich spiele eine ganze Menge Jazz, nur nicht öffentlich. Der Jazz fürs Publikum ging vor einigen Jahren kaputt.“ Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, gelegentlich auf diesem Sektor exzellente Produktionen zu veröffentlichen. Leidenschaftlich setzte er sich für eine Belebung der deutschen Jazzlandschaft ein: „Jazz braucht kein Publikum auf Stuhlreihen im steifen Konzertsaal, sondern Leute in der aufgelockerten Szenerie eines Clubs.“

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1975 folgte er dem Ruf nach Berlin und übernahm bis 1994 die Leitung des RIAS-Tanzorchesters. Zahlreiche Verpflichtungen und Auftritte verhalfen der Bigband in dieser Zeit zu neuen Erfolgen. Dazu zählten die TV-Show „Zu Gast bei Horst Jankowski“ oder Engagements bei ZDF-Sendungen wie „Der große Preis“, „Melodien für Millionen“ oder „Musik liegt in der Luft“. Darüber hinaus arbeitete er verstärkt als Komponist für Film und Fernsehen. Als Gastdirigent der SDR-Bigband führte ihn sein Weg auch immer wieder nach Stuttgart. Das Schwabenland war ihm zuletzt zur Heimat geworden. Er verlegte seinen Wohnsitz nach Radolfzell am Bodensee, wo er am 29. Juni 1998 im Alter von 62 Jahren an Lungenkrebs verstarb. (SWR, Hans-Jürgen Finger, Januar 2016)

Nun hier ein Spätwerk von Jankowski und man lasse sich nicht blenden. emäß dem alten Willie Dixon Bluessong „You Can´t Judge A Book By Looking At The Cover“ lohnt es sich nömlih ganz gewaltig, dieses „Buch“ mal auzuschlagen.

Denn, der Horst Jankowsi zeigt einmal mehr , was ne Harke ist: statt sich auf sattsam bekannte Hits der Klassik zu fikussieren, bietet er hier eine muntere Mischung: Neben der Ungarischen Rhapsodie von Franz Liszt das phänomenale „Warschauer Konzert“ von Richard Stewart Addinsell (urspürnglich für den Film „Dangerous Moonlight“ (1941) (darauf muss man auch ertmal komen) … Auch bei den anderen Stücken wechseln sich gelegentlicher Pathos ab mit einer zuweilen furiosen Dynamik … Classic Explposion eben.

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Und  bei dem Zwischenspiel zu „Notre Dame“  legt er noch ne Schippe drauf … ein geiles Gitarren-Intro mit viel Wah-Wah lässt einen aufhorchen.

Auch wenn man sich seitens der Plattenfirma mit der Hüllengestaltung wohl bemüht hat, dem Jankowski so ein Richard Clyderman Image zu verpassen … gelungen ist das nicht …

Denn von Clayderman und auch dem James Last mit ihren Klassik-Interpretationen ist dieses Album weit entfernt.

Der Jazzer Jankowski hat dies einfach mal – und zwar ganz mühelos – torpediert.

Von daher … gut möglich, dass so mancher der damaligen Käufer ratlos, konsterniert und verblüfft auf die Boxen der heimischen tereoanlage geguckt hat …

You Can´t Judge A Record By Looking At The Cover …

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Besetzung:
Horst Jankowski und sein RIAS Tanzorchester
+
Dieter Reith (Arrangeur)

BackCover1

Titel:
01. Ungarische Rhapsodie (Liszt) 4.49
02. Warschauer Konzert (Addinsell) 5.54
03. Pathétique (Tschaikowsky) 7.45
04. Toccata D-moll (Bach) 5.29
05. Zwischenspiel zu „Notre Dame“ (Schmidt)
06. Peer Gynt-Suite (Grieg) 7.23

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Friedrich Feld – Lok 1414 – Und das Wunderkind + Und das wildgewordene Nashorn (1979)

FrontCover1Auf dem ersten Blick ein simples Kinder-Hörspiel:

Lok 1414 (auch Lok Vierzehn vierzehn) ist eine ab 1948 publizierte Kinderbuchreihe des österreichischen Autors Friedrich Feld, die ab 1959 in Deutschland auch auf Hörspiel-LPs erschien.

In Deutschland erschien das Buch Vierzehn Vierzehn geht auf Urlaub; illustriert wurde es von Rolf Rettich. Eine erste Hörspielversion der Lok 1414 auf Urlaub wurde bereits 1949 im Hessischen Rundfunk im Kinderfunk gesendet. Regie führte Wilhelm Semmelroth.

Als Hörspiele ab den 1950er/1960er Jahren auf 17-cm-Schallplatten erstveröffentlicht wurden Lok 1414

… geht auf Urlaub
… hat Geburtstag
… im wilden Westen
… lernt zaubern
… tritt im Zirkus auf
… und das wildgewordene Nashorn
… und das Wunderkind
… und der fliegende Teppich
… und der grüne Autobus
… und die Geistermühle
… und die Schatzhöhle

Auch diese Reihe basierte auf kurzen Radiofassungen, nun vom Kinderfunk des Südwestfunks Baden Baden. Zum Teil waren in die Cover der Schallplatten Hefte mit dem Hörspieltext zum Mitlesen sowie großformatigen Bildern integriert. Es folgten auch Veröffentlichungen auf Kompilationen, insbesondere auch auf Märchenplatten und -kassetten mit Hörspielen anderer Autoren wie die Gebrüder Grimm.

Lok1414-50erJahreSingles

Lok 1414 Singles ais den 50er Jahren

2010 erschien zudem eine von den ursprünglichen kommerziellen Veröffentlichungen abweichende zweite Hörspielfassung des Hessischen Rundfunks von Lok 1414 geht auf Urlaub im Audioverlag auf CD. Diese stammt aus dem Jahr 1952. Parallel dazu veröffentlichte der Boje Verlag auch das lange vergriffene Buch wieder und sprach von einer Wiederentdeckung eines Kinderbuchklassikers.

Vom tatsächlichen einstmaligen Erfolg der zeitweise nahezu vergessenen Reihe zeugen die Auflagenzahlen der Hörspiele und Fankommentare im Internet; hinzu kommen Äußerungen von Prominenten, die die Lok-LPs als Lieblingshörspiele ihrer Kinderzeit erwähnen. (Quelle: wikipedia)

Und dann gab es noch etliche  Aufnahmen mit der „Lok 1414“, die Ende der 70er Jahre auf Ariola erschienen.

Miz diesen Basis Informationen könne man es eigentlich belassen, wenn, wenn da nicht der Autor Friedrich Feld wäre:

Friedrich Feld (Pseudonym für Friedrich Rosenfeld; * 5. Dezember 1902 in Wien; † 27. Dezember 1987 in Bexhill, East Sussex) war ein österreichischer Journalist, Schriftsteller und Übersetzer.

Friedrich Feld studierte nach bestandener Reifeprüfung Kunst- und Literaturgeschichte. Daneben schrieb er Theater- und Filmkritiken für Wiener Zeitungen. Er war befreundet mit den Autoren Max Winter und Schiller Marmorek. Von 1923 bis 1934 gehörte Feld der Kulturredaktion der sozialdemokratischen Wiener „Arbeiter-Zeitung“ an. Von Januar bis zu ihrem Verbot im Februar 1934 leitete er das Feuilleton dieser Zeitung. Nach den Februarkämpfen des Jahres 1934 emigrierte er in die Tschechoslowakei.

Friedrich Rosenfeld1

In Prag war er anfangs als Lektor und Dramaturg für die Filmproduktionsgesellschaft „Paramount“ tätig, später als Theaterkritiker. 1939 emigrierte er erneut, diesmal nach Großbritannien. Im Jahre 1940 war er sechs Monate lang als „feindlicher Ausländer“ auf der Isle of Man interniert. Anschließend arbeitete er in einer Fabrik, später dann für den Abhördienst für Sendungen in tschechischer Sprache der BBC, und von 1946 bis 1962 war er als Übersetzer für die Nachrichtenagentur Reuters tätig. Seit 1948 war Feld britischer Staatsbürger. Obwohl er nach 1945 eine Rückkehr nach Österreich ablehnte, lieferte er bis 1956 Filmkritiken für die Wiener Arbeiter-Zeitung. Seinen Lebensabend verbrachte Feld in Bexhill-on-Sea.

Friedrich Feld war Verfasser von Kinder- und Jugendbüchern, Theaterstücken und Hörspielen; daneben übersetzte er aus dem Englischen und Tschechischen ins Deutsche. Besonders erfolgreich waren Felds Kinderbücher: Von dem Titel „1414 geht auf Urlaub“ wurden 200.000 Exemplare verkauft, von „Der musikalische Regenschirm“ über 250.000 Exemplare. Zahlreiche Werke Felds fanden auch Verbreitung als Hörspiel und auf Schallplatten. (Quelle: wikipedia)

Wie gesagt: Auf dem ersten Blick ein simples Kinder-Hörspiel, auf dem zweitem Blick nötigt mir die Biographie des Autors verdammt viel Respekt ab …

Lok 1414

Könnte ja auch glatt die Emma sein …

Besetzung;

Lok 1414 und das Wunderkind:
Gernot Duda (Klaus Wendel, Aufnahmeleiter)
Michael Gahr (Rufus Vosper, Schauspieler + Stationsvorsteher)
Angela Graas (Susi)
Fritz Graas (Karl, der Heizer)
Manfred Lichtenfeld (Anton, der Lokführer)
Hans-Jürgen Leuthen (Robert Möllmann, Filmregisseur)
Inga Nickolai (Karin)
August Riehl (Lok 1414)
Edith Schollwer (Frau Rebhuhn)
Ulf Söhmisch (Kurt Fiedler, Kameramann)

Lok 1414 und das wildgewordene Nashorn:
Gernot Duda (Hugo Fürst)
Michael Gahr (Stationsvorsteher)
Fritz Graas (Karl, der Heizer)
Manfred Lichtenfeld (Anton, der Lokführer)
August Riehl (Lok 1414)
Edith Schollwer (Sekretärin)
Ulf Söhmisch (Joachim Wohlauf, Bürgermeister)

Regie: Gerd von Haßler
Musik: Quirin Amper

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Titel:
01. Lok 1414 und das Wunderkind 23.35
02. Lok 1414 und das wildgewordene Nashorn 13.13

Texte: Friedrich Feld

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Bettina Wegner – Sind so kleine Hände (1979)

FrontCover1.jpgEs gibt so Künstler, in diesem Fall Künstlerinnen, die haben sich nicht nur bei mir ganz tief in die Seele gesungen …

Bettina Helene Wegner (* 4. November 1947 in Berlin) ist eine deutsche Liedermacherin und Lyrikerin. Ihr bekanntestes Lied ist Kinder (Sind so kleine Hände) aus dem Jahre 1976, das – gesungen von Joan Baez – auch internationale Verbreitung fand.

Nach der Gründung der DDR übersiedelten ihre Eltern – überzeugte Kommunisten – mit ihr vom West-Berliner Ortsteil Lichterfelde nach Ost-Berlin. Sie erlernte den Beruf einer Bibliotheksfacharbeiterin und begann 1966 ein Studium an der Schauspielschule Berlin. 1966 war sie Mitbegründerin des Hootenanny-Klubs. Da das ursprüngliche Prinzip, jeder könne unzensiert auf der Bühne seine Texte und Lieder bringen, bereits im ersten Jahr aufgegeben wurde, verließ sie die Gruppe jedoch bald wieder. Kurz darauf wurde der Hootenanny-Klub in Oktoberklub umbenannt und der FDJ unterstellt.

Nachdem sie 1968 in Zusammenhang mit dem Prager Frühling Flugblätter gegen die Intervention der Warschauer-Pakt-Staaten in der Tschechoslowakei mit Schlagworten wie „Es lebe das rote Prag!“ oder „Hoch Dubcek!“ geschrieben und verteilt hatte, wurde sie exmatrikuliert, verhaftet und wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu einer Freiheitsstrafe

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Bettina Wegner, 1974

von einem Jahr und sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Erfahrungen mit der Zensur und in der Untersuchungshaft, die sie antreten musste, als ihr erstes Kind Benjamin[3], das sie gemeinsam mit Thomas Brasch hatte, gerade geboren worden war, sollten fortan ihre Haltung und vor allem ihre Lieder prägen. Nach Bewährung in der Produktion besuchte sie die Abendschule, holte ihr Abitur nach und absolvierte 1971/72 eine Ausbildung als Sängerin am Zentralen Studio für Unterhaltungskunst. Seitdem lebt sie freischaffend.

Eigene Veranstaltungsreihen (Eintopp, Kramladen) gemeinsam mit Klaus Schlesinger, mit dem Bettina Wegner von 1970 bis 1982 verheiratet war, wurden von staatlichen Stellen verboten. Nach öffentlichem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 wurden ihre Auftrittsmöglichkeiten immer weiter beschnitten; sie wurde bespitzelt und unter Druck gesetzt. Ihre damalige Managerin Katharina Harich, die gleichzeitig Managerin der humoristischen Songgruppe MTS war, ermöglichte ihr in dieser Zeit noch Auftritte als Geheimtipp, denn auf den Plakaten stand nun: „MTS und Sängerin“. Ebenso half Werner Sellhorn, mit dem sie ein „unverfänglich“ klingendes Programm hatte: „Kurt Tucholsky und Songs von heute“. Die Konzerte waren trotzdem überfüllt, denn Mundpropaganda war in der DDR sehr wirkungsvoll, wenn es um verbotene Literatur oder Musik ging. Auch in einigen Kirchen konnte sie noch Konzerte geben, zum Beispiel in der für oppositionelle Veranstaltungen bekannten Samariterkirche in Ost-Berlin.

Ab 1974 bis zu ihrer Ausbürgerung wurde sie vom Ministerium für Staatssicherheit als „feindlich-negative Person“ im operativen Vorgang „Schreiberling“ wegen staatsfeindlicher Hetze nach § 106 des Strafgesetzbuchs der DDR beobachtet.

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1988 hatte Bettina Wegner eine Affäre mit Oskar Lafontaine. Als Liedermacherin trat sie unter anderem gemeinsam mit Joan Baez, Konstantin Wecker und Angelo Branduardi auf. Neue musikalische Impulse durch Wecker entwickelte der Münchner Konzertgitarrist Peter Meier von 1985 bis 1992 mit Bettina Wegner als solistischer Begleiter und Arrangeur weiter. Auch komponierte er die Musik zu einigen ihrer Texte wie Das Lied vom Messer, Waffenlos, Der Prinz ist gegangen und Sie hat’s gewußt. Ab 1992 gab sie weiter regelmäßig erfolgreiche Konzerte mit ihrem neuen Begleit-Trio von L’art de passage und vor allem zusammen mit Karsten Troyke. 1996 bekam Bettina Wegner in Meiningen für ihr Programm „Sie hat’s gewusst“ als erste Preisträgerin den Thüringer Kleinkunstpreis verliehen. Sie veröffentlichte mehrere CDs, verschwand aber langsam aus den Medien wie Fernsehen und Hörfunk.

Bettina Wegner

Bettina Wegner mit Joan Baez (Waldbühne Berlin, 1983)

Nach über 30 Jahren Tourneen und Plattenveröffentlichungen verabschiedete sich Bettina Wegner 2007 mit einer Abschiedstournee vorläufig von ihrem Publikum. Anlass dafür waren gesundheitliche Gründe, aber nicht nur diese: „Es wird gefeilscht wie um eine alternde Hure. Natürlich habe ich meinen Preis (…) Es muss ein Ende haben, Sängerin ist dann nicht mehr mein Beruf, auch wenn ich weiter singe – Benefiz oder besondere Anlässe zum Beispiel (…)“ (aus der Berliner Zeitung vom 27. Januar 2007).

Bettina Wegner hat drei Kinder. (Quelle: wikipedia)

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Hier nun ihr Debütalbum … das genau jenen Ton traf, den die damalige junge und sicherlich auch eher linke Generation – ob der Klarheit der Worte – nur  so einsaugte.

Das Album enthielt weitaus mehr hörenswertes als nur den Titelsong. Da war eine Frau am Werke, die durch und durch authentisch ihre Überzeugungen vortrug … dass das Album musikalisch, wie bei so manchen Liedermachern eher schlicht war, spielte da nun wirklich keine Rolle.

Und hier ein paar Zeilen von einem, der sie damals live erleben konnte:

1979 erlebte ich ein Bettina-Wegner-Konzert in der Ost-Berliner Samariter-Kirche. Fast 1000 meist junge Leute füllten Bänke, Balkon und Seitenschiffe. Eine unglaublich subversive Atmosphäre lag im Raum. Das Gefühl, in der Kritik an den DDR-Verhältnissen zusammenzugehören. Die schlaksige Sängerin mit der eindringlichen Stimme bekam viel Beifall für ihre Lieder. Sie strömten Kraft aus und sprachen den Zuhörern aus dem Herzen. Die Texte waren wie Gedichte, die vom sehr genauen Blick auf das Leben in der DDR handelten. Wegner sprach darin Probleme an, die dem DDR-Optimismus zuwiderliefen: Geschichten vom Scheitern, von der Angst, vom Abschied, vom Fernweh. Ziemlich respektlos vor den Autoritäten: „Wo sind wir denn bloß hingekommen, das Ungeborene übt schon den Bückling.“

Bettina Wegner

Autogramm-Karte

Einige junge Frauen in der Kirche konnten ihre Verszeilen mitsummen: „Aaach, wenn ich doch als Mann auf diese Welt gekommen wär, das, was ich sag und denke, würde ernstgenommen…“ oder „Wenn meine Lieder nicht mehr stimmen, und keiner hört mir zu, dann lass ich die Gitarre schwimmen…“

Bettina Wegner drückte das Unbehagen einer ganzen Generation aus. Eine Zuhörerin in der Kirchenbank neben mir sagte nach dem Konzert: „Sie ist mutig, aufrichtig und singt, was sie denkt. Nach so einem Abend fühlt man sich nicht mehr so alleine.“

Kurz darauf las ich in den internen Protokollen der Evangelischen Kirchenleitung von Ost-Berlin, dass das „Staatssekretariat für Kirchenfragen“ von der Kirche und ihren Pfarrern verlange, „die Wegner“ tunlichst nicht mehr einzuladen. Einige Pfarrer gaben dem Drängen des Staates nach, einige wenige nicht. (Peter Wensierski im „Spiegel“)

Persönliche Erinnerung: Den Text „Kinder (Sind so kleine Hände“) schrieb meine damalige Frau mit ganz viel Liebe und mit ihrer wunderbaren Schrift auf ein großes Plakat und dies hängten wir dann über die Wickelkommode …. irgendwo müsste ich da noch ein Foto haben …

Besetzung:
Bettina Wegner (vocals, guitar)

BackCover

Titel:
01. Ach, wenn ich doch als Mann auf diese Welt gekommen wär (Wegner) 3.44
02. Für klein Zaches (Wegner) 2.29
03. Ene ene Mopel (Wegner) 1.36
04. Ikarus (Wegner) 3.04
05. Kinder (Sind so kleine Hände) (Wegner) 2.10
06. Schlaflied (Wegner) 1.45
07. Fleißig reichlich glücklich (Wegner) 2.56
08. Der Feuerwehrmann (Wegner/Matwejewa/Kirsch) 1.56
09. Hör zu, Soldat (Grondona/Rivera/Wegner) 2.06
10. Immer wieder eine Lanze werfen (Wegner) 1.11
11. Magdalena (Wegner) 2.10
12. War (Wegner) 3.37
13. Aus meinem Leben (Wegner) 1.48
14. Für meine weggegangenen Freunde (Wegner) 3.17
15. Es wird so sein, wie im November (Wegner) 2.22

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*
**

Sind so kleine Hände,
winz’ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen,
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zeh’n,
darf man nie drauf treten,
könn‘ sie sonst nicht geh’n.

Sind so kleine Ohren;
scharf und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen,
werden davon taub.

Sind so schöne Münder,
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten,
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen,
die noch alles sehen.
Darf man nie verbinden,
könn‘ sie nicht verstehen.

Sind so kleine Seelen,
offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen,
geh’n kaputt dabei.

Ist so’n kleines Rückgrat,
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen,
weil es sonst zerbricht.

Grade klare Menschen
wär’n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab’n wir schon zuviel.

Michael Heltau – Wienerische Lieder – himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt (1979)

FrontCover1.JPGNicht wegzudenken von der österreichischen Musikszene ist ganz sicher dieser Michael Heltau, der ja eigentlich sich vorrangig als Schauspieler einen Namen gemacht hat. Und mittlerweile (Jahrgang 1933) ist er über 80 Jahre alt:

Frack und Zylinder wurden zu seinem Markenzeichen: Michael Heltau wurde auf der Theaterbühne und im TV berühmt. Seine Leidenschaft sind aber die Chansons. Mit 80 will der Wahl-Wiener nicht kürzer treten.

Michael Heltau kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Der Österreicher mit bayerischer Herkunft spielte sich als Schauspieler auf der Bühne und im TV in die Herzen der Zuschauer. Als Chansonnier lebt er nun seine Leidenschaft. „Ich weiß um die Sympathie, die das Publikum seit Jahrzehnten für mich hat“, sagte Heltau einmal zum ORF. Daher ist für den Wahl-Wiener auch noch lange nicht Schluss. Kurz vor seinem 80. Geburtstag, den er am Freitag (5. Juli) feiert, begeistert er das Publikum noch immer.

Heltau selbst sah sich immer mehr als „Bühnenmensch denn als Schauspieler“. In den vergangenen Jahren trat er fast nur noch als Chansonnier und Entertainer auf. Im vergangenen Jahr führte er das Publikum im Wiener Burgtheater in das Paris der 1950er und 60er Jahre bei seinem bereits 33. Soloprogramm „Es ist immer jetzt“. Damit tourt Heltau, dem man sein wahres Alter kaum ansieht, bis heute.

Heltau01Michael Heltau wurde am 5. Juli 1933 als Heribert Michael Huber in Ingolstadt geboren. Seine Großeltern und Urgroßeltern erzogen Heltau, der schon früh mit seiner künstlerischen Begabung auffiel und stark gefördert wurde. Mit Kriegsausbruch übersiedelte seine Familie von Bayern ins Salzkammergut, sie wurde 1945 aber wieder aus Österreich ausgewiesen. Sein Abitur absolvierte er in Ingolstadt.

Danach kehrte er wieder in seine Wahlheimat Österreich zurück und besuchte das renommierte Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sein erstes Engagement ergatterte er 1953 am Stadttheater Würzburg, danach folgten das Bayerische Staatsschauspiel München und das Wiener Theater in der Josefstadt. Innerhalb weniger Jahre avancierte der vielseitige Schauspieler zum Publikumsliebling auf Wiens Bühnen.

1967 gelang ihm auch der Durchbruch als Charakterdarsteller. Er wurde im Wiener Burgtheater engagiert, wo er in den folgenden Jahrzehnten alle großen Rollen der klassischen und modernen Bühnenliteratur spielte. Die Verbindung zum Burgtheater ist bis heute sehr eng. Als langjähriges Mitglied des Ensembles wurde er zuerst zum „Doyen des Burgtheaters“ befördert, dann zum Ehrenmitglied. 1968 bekam er auch die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.

Doch Heltau, dessen Auftritte in Frack und Zylinder zum Markenzeichen wurden, wollte sich nie festlegen. Schon Mitte der 50er Jahre begann er, auch für den Film zu arbeiten. In den 70er Jahren kamen Erfolge mit Schallplatten dazu. Das deutsche TV-Publikum lernte ihn als Moderator der ZDF-Serie „Liederzirkus“ kennen. Seit dieser Zeit begeistert er eine beachtliche internationale Fangemeinde mit seinen Soloprogrammen. Besondere Anerkennung finden seine deutsche Interpretationen der Lieder des Belgiers Jacques Brel.

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Dabei behielt sich Heltau immer den Ruf des bescheidenen Künstlers. Starallüren wurden ihm nie nachgesagt. „Ich interessiere mich überhaupt nicht für mich selbst“, wird er in dem Buch „Auf Stichwort: Michael Heltau“, das zu seinem 75. Geburtstag erschien, zitiert. Für den Österreicher ist laut eigenen Aussagen die Beziehung zu seinen Musikern auf der Bühne eine Liebesgeschichte. „Er sagt immer, wir sind seine Vitamine“, sagte eine Violinistin einmal über die Zusammenarbeit mit Heltau.

Die Rolle des Doktor Brinkmann in der Schwarzwaldklinik lehnte er aber bewusst ab: „Ich kann nicht ein Jahr Leuten den Puls messen und das dazu passende Gesicht machen“, sagte er der Tageszeitung „Die Presse“ dazu. Aber bei den vielen Fernsehengagements, die er im Laufe seines Lebens abgesagt hat, ging es um mehr als einzelne Rollen. Er hielt immer eine kritische Haltung zum Fernsehen: „In der Distanz zwischen Schauspieler und Zuschauer, da spielt sich alles ab, was Theater aufregend macht, in der Luft dazwischen“, sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA einmal.

Doch auch bei anderen Projekten und Posten war Heltau immer sehr wählerisch. Er lehnte Hollywood- und Broadway-Angebote ebenso ab wie Leitungsfunktionen in großen Theaterhäusern. Als Theaterdirektor hätte er vieles machen müssen, was ihm nicht gefallen hätte: „Ein Theaterdirektor ist ein Ermöglicher. Und selbst spielen hätte ich nicht können: Wenn ich gut bin, blockiere ich das Haus, wenn ich schlecht bin, beschädige ich es“, sagte er zur APA.

Rückblickend hätte er bis heute nichts anders machen wollen: „Ich erfülle mir einen Kindheitstraum“, schreibt er auf seiner Homepage. (Salzburger Nachrichten, 2013)

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Hier sein 3. Album bei dem er sich auf kleine Wiener Spezialitäten konzentriert. Was so das ganz spezielle an „wienerischer Musik“ ist, lässt sich – zumindest für mich – schwer in Worte fassen. Das ist so ne ganz spezielle Melange aus schwermütigen, sentimentalen aber auch spitzfindigen Liedern. Und davon bekommt man hier mehr als genug. Und beim letzten Lieder „Alles is hin“ (= O du lieber Augustin) musste ich schmunzeln, erinnerte ich mich doch plötzlich an die Jazz-Rock Version von Blood, Sweat & Tears … so schließen sich die Kreise …

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Das Album erhielt eine feine Verpackung und enthält auch eine wohlfeile Jubelaria von Andre Heller auf den Mensch und Künstler Michael Heltau …

Und: auch in der DDR fand diese Scheibe gefallen, denn sie wurde auch auf Amiga Records veröffentlich … na dann … ran an den Speck !

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Besetzung:
Michael Heltau (vocals)
+
Orchester unter der Leitung von Toni Stricker

 

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Amiga Frontcover

Titel:
01. Schön ist so ein Ringelspiel (Heller/Herz/Leopoldi) 3.50
02. Aschenlied (Raimund/Drechsler) 3.18
03. Mir is alles ans (Traditional) 1.45
04. Und die Zeit (Heller/Stricker) 2.36
05. In einem kleinen Café in Hernals (Herz/Leopoldi) 4.18
06. Wann i nimmer singen kann (Weigel/Steinbrecher) 2.46
07. Lannermusik (Heller/Domanig-Roll) 2.48
08. Hobellied (Raimund/Kreutzer) 2.08
09. I hab die schönen Maderln ned erfunden (Prosel/Schmidseder) 3.29
10. Der Wiener Troubadour (Domanig-Roll) 3.35
11. Sagt er (Traditional) 2.02
12. Alles Is Hin (Traditional/Heller/Stricker) 2.16

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Pepe Lienhard Band – Live (1979)

FrontCover1Den Freunden der gepflegten Schlagermusk ist die Pepe Lienhard Band natürlich vor allem deshalb bekannt, weil sie 30 Jahre (!) lang die Begleitband bei all diesen Udo Jürgens Tourneen war.

Aber der Pepe Lienhard hatte natürlich auch seine ganz eigene Karriere:

Pepe Lienhard (* 23. März 1946 in Lenzburg; vollständiger Name Peter Rudolf Lienhard) ist ein Schweizer Bandleader, Saxophonist, Flötist und Arrangeur. Er lebt heute in Frauenfeld.

Pepe Lienhard gründete bereits in der Schule eine Band unter dem Namen „The College Stompers“. Nach der Schule studierte er Jura. Das Studium brach er jedoch 1969 ab und gründete ein Profi-Sextett, mit dem er zahlreiche Schallplatten aufnahm. Ihr erster Erfolg war Sheila Baby. 1977 nahm die Gruppe (mit dem Alphornvirtuosen Mostafa Kafa’i Azimi) mit dem Titel Swiss Lady (Musik + Text: Peter Reber) für die Schweiz am Eurovision Song Contest teil und erreichte Platz 6.

Von 1995 bis 2011 leitete er die Swiss Army Big Band.

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1980 gründete Pepe Lienhard eine Big Band, das Pepe Lienhard Orchester, mit dem er bei vielen Galas, Opernbällen, Pressebällen oder dem Deutschen Filmball auftritt. Pepe Lienhard und sein Orchester waren u. a. mit Sammy Davis jr. und Frank Sinatra auf Tour und 30 Jahre das Begleitorchester von Udo Jürgens. Weiterhin war das Orchester bis zur zweiten Staffel (2006) bei der Fernsehsendung Let’s Dance auf RTL zu sehen.

Lienhard erhielt 2006 für sein Lebenswerk den Swiss Jazz Lifetime Achievement Award. (Quelle: wikipedia)

Und das ZDF offerierte dann im Jahr 1979 eine eiene Show mit der Pepe Lienhard Band  und von dieser Show stammen auh die Songs dieser LP.

Und wenn man sich vergegenwärtigt, dass Pepe Lienhard einen ganz solidgen Jazz-Hintergrund hat, kann man schon ein wenig enttäuscht sein, denn hier hören wir halt Happy Songs ala Pepe Lienhard, meist im arg seichten Modus.

Hörenswert ist zumindest sein Medley mit Melodien aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ und bemerkenswert ist dann auch noch, dass es glatt zwei Titel der Rockband Santana in sein Programm gebracht haben.

Aber dann muss ich noch natürlich auf das Trio „Pfuri, Gorps & Kniri“ hinweisen, die man bei „Coconut Juice“ zu hören bekommt :

Pfuri, Gorps & Kniri war eine international bekannte Blues/Folk-Band aus der Schweiz. Sie wurde 1974 gegründet. Die Mitglieder hiessen Pfuri Baldenweg, Anthony ‚Gorps‘ Fischer (* 1947) und Peter ‚Kniri‘ Knaus. Das Markenzeichen der Band war das Musizieren mit Alltagsgegenständen wie Rasenmäher, Abfallkübel, Plastiksäcken, Mausfallen und Gartenschläuchen. Das ergab einen unverkennbaren Sound und war auch ein Fingerzeig auf unsere Wegwerfgesellschaft. Das Trio spielte eigene Hits sowie Neuinterpretationen von alten Blues- und Folksongs.

Pfuri, Gorps & Kniri

Die Gruppe trat 1978 beim Roskilde Festival sowie 1977 und 1979 beim Montreux Jazz Festival auf. Ausserdem nahm sie mit Peter, Sue & Marc am Eurovision Song Contest 1979 teil, wo sie den zehnten Platz belegte. Die Band wurde neben ihren Live-Konzerten auch durch TV-Auftritte bei bekannten Sendungen wie die Peter Alexander Show, Bio’s Bahnhof, Rose d’Or und 1, 2 oder 3 etc. bekannt. 1981 führte die anhaltende Popularität der Band zur Produktion des deutschen Spielfilmes „Pfuri, Gorps & Kniri im Hotel“. (Quelle: wikipedia)

Trotz dieser doch sehr schrägen Gesellen … diese LP ist eher Durchschnittsware … da hat sich einer wieder mal unter Wert verkauft.

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Pepe Lienhard mit Udo Jürgens

Besetzung:
Bill von Arx (guitar)
Mostafa Kafa’i Azimi (trumpet, vocals, percussion, alphorn)
Pino Gasparini (bass, guitar, vocals)
Christian von Hoffmann (drums)
Pepe Lienhard (saxophone, flute, trombone)
Georges Walther (keyboards, synthesizer)
+
Pfuri, Gorps & Kniri:

Pfuri (diverse Blechbüchsen, Abfalleimer, Holzwaschbrett, Pfeife an Zollstock, leere Flaschen, diverse Kochlöffel, 1/2 Kokusnußschale)

Gorps (banjo, Sirenenpfeife, vocals)

Kniri (trombone, 1/2 Kokusnußschale))

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Titel:
01. Opening Medley (3.54)
01.01. Piccolo Man (Reber/Zuckowski) 1.07
01.02. Sheila Baby (Silvester/Lux) 1.01
01.03. Swiss Lady (Reber) 1.31
02. Play ‚Em Again (Faltermeier/Touchton) 4.07
03. Coconut Juice (Pfuri/Gorps/Kniri) 2.44
04. Spiel mir das Lied vom Tod (Morricone) 5.24
05. Rock ’n Roll Medley (5.19)
05.01. See See Rider(Traditional) 0.59
05.02. Got Stung (Schroeder/Hill) 0.49
05.03. Love Me Tender (Presley/Matson) 0.55
05.04. You Don’t Have To Say You Love Me (Napier/Bell/Donaggio/Pallavincini) 1.21
05.05. Hound Dog (Leiber/Stoller) 1.04
06. Get In Touch (Faltermeier/Björklund/Forsey) 3.12
07. Medley (4.53)
07.01. Peanut Vendor Moises) 1.14
07.02. Soul Sacrifice (Brown/Malone/Rolie/Santana) 2.05
07.03. Carnaval (Coster/Santana) 1.36
08. Malagueña (Lecuona/Banks) 3.21
09. Swiss Lady (Reber) 1.45
+
10. Pepe Lienhard Band – Live (1979) (Teil 1 – ungeschnitten Version) 16.46
11. Pepe Lienhard Band – Live (1979) (Teil 2 – ungeschnitten Version) 18.58
+
12. 12 – Pepe Lienhard über harte Anfangszeiten (Interview zum 70. Geburtstag – Radio SRF

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Interview aus dem Jahr 2016 anlässlich des 70. Geburtstag von Pepe Lienhard (liegt der Präsentation bei)