Karl und seine Band – Nie mehr Schule + Der einsamste Mann in der Stadt (1982)

FrontCover1Bisher wurde hier ja die „Neue Deutsche Welle“ (BDW) eher stiefmütterlich behandelt. Das könnte man ja nun allmählich ändern.

Zum Beispiel mit dieser typischen Eintagsfliege (man kann ja nicht mal mehr von einem „One Hit  Wonder“ reden, da der Song in den Charts keinerlei Bedeutung spielte).

Und über „Karl und seine Band“ gibt es kaum keine weiterführende Informationen. Zumindest findet man in einem Promo-Text von Telefunken folgende Informationen:

„Karl und seine Band, neues Quartett aus Frankfurt/Main, hörten vor einigen Tagen die brandneue LP „Einzelhaft“ von Falco und waren besonders von dem Titel „Nie mehr Schule“ sofort begeistert.

Zwei Tage später ging Karl mit seinen Mannen ins Berliner Hansa Studio, um mit Hilfe von Peter Wagner, dem Co-Produzenten von Peter Maffay, rechtzeitig zum Ferienbeginn seine eigene Version des Falco Titels zu produzieren“.

Nun bei „Nie mehr Schule“ hat man das Gefühl, dass Falco zum Teufel komm raus versucht hatte, endlich den Klassiker „School´s Out“ von Alice Cooper abzulösen. Deshalb ist der Song wohl auch eher im Bereich Power-Pop, denn NDW anzusiedeln.

Gänzlich dem lakonischen Treiben der NDW verschrieben hat sich dann die B-Seite „Der einsamste Mann in der Stadt“.  In jenen Jahren war meine erste Tochter gerade ein Jahr alt, die zweite Tochter war quasi schon in der pipeline … Ich hatte mich damals von der aktuellen Musikentwicklung daher ein wenig verabschiedet, zumal mir klar wurde, das die NDW ne andere Zielgruppe im Auge hatte.

Aber: vielleicht hat der Song damals ja einigen gefallen oder gar aus dem Herzen gesprochen. Ich erinnere mich jedenfalls noch, wie ich mir zu passenden Gelegenheiten oben erwähntes „School´s Out“ dröhnend gegeben habe …

Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass wir mit jener Band aus Frankfurt/Main ein reines Retortenprodukt hören, dass sich aus irgendwelchen Studiomusikern zusammensetzt …

NDWSampler

Auf diesem NDW Sampler sind „Karl und seine Band“ auch mit dem Song „Nie mehr Schule zu hören.

Besetzung:
Karl und seine Band

PromoBackCover1Titel:
01. Nie mehr Schule (Ponger/Falco) 4.32
02. Der einsamste Mann in der Stadt (Neumühl) 3.33

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Nuala – Aufriss (1982)

FrontCover1.jpgAlso, die 80er Jahre waren für mich musikalisch weniger interessant … das mag auch daran liegen, dass in diesem Jahrzehnt meine ganz aktive Familienzeit lag … beruflich hatte ich mich zu etablieren und zeitgleich (wie das halt so ist) … hatte ich eine bezaubernde, kleine Familie zu ernähren … da fehlte mir oft auch die Zeit, mich um die aktuelle Musik zu kümmern. Was ich allerdings dann schon noch mit bekam, war die „Neue Deutsche Welle“ und die löste bei mir zu 90% gähnendes Desinteresse aus. Deshalb bin ich diesbezüglich ziemlich unterbelichtet, bzw. inkompetent. Aber da gab´s auch ne Gruppe namens Nuala:

Die ersten musikalischen Lebenszeichen der Kapelle aus Norddeutschland beginnen 1979 als Kisser, Rosenwinkel, Unruh und Koll mit Jazzrock experimentieren. Als 1981 Sünje Kesseler zur Gruppe stösst, gründet sich dann NUALA. Kesseler wird fortan Frontfrau und Mittelpunkt – kurz darauf nimmt Frank Mille (Rattles) NUALA unter Vertrag und die Aufnahmen für die erste LP „Aufriss“ beginnen. Mit flottfrechen und konsumkritischen Texten, sowie einem tollen Bühnenprogramm beginnt der Aufstieg der Kapelle mit rund 100 Konzerten 81/82 – der große Durchbruch bleibt ihnen allerdings verwehrt.

Allenfalls im norddeutschen Raum erspielt sich NUALA einen festen Kern an Fans. (Quelle: wikipedia).

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Also ich hab als leibhaftiger Südstaatler von denen damals gar nichts mitbekommen, aber wie gesagt – siehe oben – galt meine damalige Aufmerksamkeit anderen Dingen un ganz sicher nicht in der Entdeckung der NDW.

Aber wie ich mittlerweile weiß, hatte die Band damals durchaus so eine Art Kultstatus … Von daher erfülle ich gerne den Leserwunsch, ihr Debütalbum hier zu präsentieren.

Und wenn ich freimütig gestehe, dass mir auch heute noch der Zugang zu diesen Klängen fehlt, bitte ich um wohlwollende Nachsicht.

Und dann, quasi als Zugabe kommt dann noch im Laufe dieser Woche ihr 2. Album mit dem Titel „Energie“ in diesen Laden.

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Besetzung:
Sünje Kesseler (vocals, percussion)
Thomas Kisser (drums, percussion, vocals)
Arthur Koll (bass)
Bernd-Dietrich Rosenwinkel (guitar, percussion)
Andreas Unruh (keyboards)

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Titel:
01. Dekadenz 3.15
02.  Die Caravane 4.02
03. Die Welt ist Klarstatt 3.36
04. Heut´geh ich in die Disco 3.26
05. Der Einzelkämpfer 2.35
06. Make Up 4.23
07. Gran Canaria 4.30
08. In Teufels Namen 8.10

Musik und Texte:
Sünje Kesseler – Thomas Kisser – Arthur Koll – Bernd-Dietrich Rosenwinkel – Andreas Unruh

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Heinz Rudolf Kunze – Eine Form von Gewalt (1982)

FrontCover1Ich hab´s schon mal früher geschrieben: Mit dem Heinz Rudolf Kunze bin ich nie so recht warm geworden … Bei diesem Album ist das allerdings ein wenig anders:

Eine Form von Gewalt ist ein frühes Werk des Musikers Heinz Rudolf Kunze, es kam im Jahr 1982 heraus. Kunze legte mit dem Vorgängeralbum ein Werk vor, welches einen starken Bezug zu deutschen Liedermachern aufwies. Auf diesem Album wurde Kunze rockiger und subtil massenkompatibler. Aber dennoch lag er mit dem Album noch weit entfernt von eingängigen Werken wie Dein Ist Mein Ganzes Herz. So gesehen, bietet Kunze hier eher Musik für ein intellektuelles Publikum an. Solche Ware ist in der Regel kommerziell weniger erfolgreich, wird aber von so genannten Fachleuten oft hoch gelobt. So war es auch mit diesem Album. Kunze erhielt für das Album sogar den deutschen Schallplattenpreis. Dass dieser Preis jedoch nur geringen Gegenwert besitzt, machen die eher mäßigen Verkäufe klar.

Was man feststellen konnte, war ein gewisser musikalischer Wandel bei Kunze. Im Gegensatz zum ersten Album war Eine Form von Gewalt fast schon rockig angelegt. Textlich ließ Kunze nichts anbrennen, wieder schuf er sehr anspruchsvolle Texte. Dabei waren die Texte zwar oft etwas kryptisch, dennoch kam die ätzende Kritik gut zur Geltung. Kunze drischt dabei auf Politik und Gesellschaft ein, macht auch keinen Halt vor harter Kritik am vermeintlichen Kleinbürger- bis Spießertum. Das kam vielleicht nicht bei jedem gut an.

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Die Single zur LP

„Die Kommen Immer Wieder“ eröffnet mit heftig erhobenem Zeigefinger und warnt vor einigen Lichtgestalten der Weltpolitik. Ein guter Text, sehr kritisch über die Führer berichtet. Musikalisch liegt das im rockigen Bereich, mit Anleihen in der Neuen Deutschen Welle. „Folgen Sie Mir Weiter“ ist eine Führung durch das Irrenhaus der Gesellschaft. Textlich ist das wieder interessant, musikalisch getragener und nachdenklicher. „Keine Reaktion“ beginnt geheimnisvoll, danach wird die dunkle Note musikalisch durch harte Töne verschärft. Auch hier passt die Textur gut. „Nicht Einverstanden“ zeigt den klassischen Singer Songwriter Kunze. Der Song wird vom Piano getragen, dazu gibt es Sprechgesang von Kunze, in dem er mitteilt, dass er mit dem Gang der Dinge nicht einverstanden ist. „Kinderlied“ wirkt fast schon wie ein Kontrapunkt zum bisherigen Geschehen.

„Der Präsident“ gibt textlich wieder eine Breitseite gegen die korrupte Politik. Musikalisch tendiert der Song Richtung Neue Deutsche Welle mit schönen schrägen Parts. „Regen In Berlin“ ist wieder im Stil einer Pianoballade gehalten. „Das Ultimatum“ beschreibt die Rücknahme der Schöpfungsgeschichte in sieben Tagen. Mit der folkigen Akustikgitarre liefert Kunze auch hier wieder einen stimmigen Song ab. „Lamm Gottes“ beginnt verhalten, wird aber im weiteren Verlauf schön rockig. „Nachts Um Halb Drei“ beendet das Album als relaxter Gitarrenrock. Ein guter Abschluss, wieder mit beißender Kritik – dieses mal an selbstverliebten Machern.

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Fazit So ziemlich alles, was Heinz Rudolf Kunze vor 1985 machte, bereitete dem breiten Publikum eher etwas Probleme. Eine Form Von Gewalt macht da kaum eine Ausnahme. Kunze verwirrte mit guten, aber für viele Hörer wohl auch schwer entschlüsselbaren Texten. Das wertet dieses Album für mich jedoch nicht ab. Ganz im Gegenteil: Kunze spielt textlich in einer oberen Liga, stellt aber auch hohe Ansprüche an den Zuhörer. Wer sich darauf einlässt, wird mit gutem Material belohnt. Auch musikalisch kann das durchaus überzeugen. Ein gutes Album aus der Frühphase des Heinz Rudolf Kunze. Wer gut gemachte deutschsprachige Rockmusik mag, sollte mal reinhören. (Quelle: MPa/rezensator.de)

Die Musik spricht mich doch tatsächlich immer wiedermal an (z.B. bei „Das Ultimatum“, „Lamm Gottes“ oder auch bei „Keine Reaktion“) – auch wenn die Musik von Mick Franke und Heinz Rudolf Kunze stammt, so hatte der Organist Hendrik Schaper an diesen erfreulichen Klängen schon auch einen entscheidenden Anteil.

Und bei „Nachts um halb drei “ geht dann mal tatsächlich die Post ab !

Und die Texte sind eigentlich durchgehend sehr reflektiert und regen an … für eigenes Denke und besinnen … so mag ich das auch !

Von daher … reinhören könnte sich lohnen.

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Besetzung:
Joschi Kappl (bass)
Mick Franke (guitar)
Heinz Rudolf Kunze (vocals, guitar, keyboards)
Joachim Luhrmann (drums, percussion)
Hendrik Schaper (keyboards, glockenspiel, synthesizer)

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Titel:
01. Die kommen immer wieder (Kunze/Schaper) 3.55
02. Folgen sie mir weiter (Kunze/Franke) 4.57
03. Keine Reaktion (Kunze/Franke) 5.25
04. Nicht einverstanden (Kunze/Franke) 5.22
05. Kinderlied für Alice Miller (Kunze/Franke) 4.28
06. Der Präsident (Kunze/Franke) 4.31
07. Regen in Berlin (Kunze/Franke) 3.13
08. Das Ultimatum (Kunze/Franke) 5.31
09. Lamm Gottes (Kunze/Franke) 4.16
10. Nachts um halb drei (Kunze/Franke) 3.46

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Ich habe Hitler gesehn
Er schrie Shalom und spielte Holocaust I’m Libanon
Ich habe Stalin gesehn
Er hassst Gewalt und leitet eine Nervenheilstalt
Die kommen immer wieder
Dies sind alle noch da
Die kommen alle immer schlimmer wieder
Die sind ganz ganz nah
Ich habe Jesus gesehn
Mit Brandgesicht als Napalmsäugling ohne Augenlicht
Ich habe Marx geseh
Er mag den Papst und der mag ihn (er gibt ihm Heroin)
Die kommen immer wieder
Dies sind alle noch da
Die kommen alle immer schlimmer wieder
Die sind ganz ganz nah
Ich habe Shakespeare gesehn
Er führt Regie als Hamlet sehn sie Reza Pahlevi
Ich habe Einstein gesehn
Er singt The Show Must Go On und wohnt I’m Pentagon
Die kommen immer wieder
Dies sind alle noch da
Die kommen alle immer schlimmer wieder
Die sind ganz ganz nah
Ich habe Mozart gesehn
Er spielt jetzt Punk und hat ein Konto auf’ner Schweizer Bank
Ich hab Kopernikus gesehn
Er ist Entsorgungsspezialist weil er für Fortschritt ist
Die kommen immer wieder
Dies sind alle noch da
Die kommen alle immer schlimmer wieder
Die sind ganz ganz nah
Mich hab ich nicht gesehn
Mag sein dass ich bei so viel Prominenz nich noetig bin
Nicht mein Gesicht gesehn
Es schwimmen viel zu viele nass geerbte Tränen drin
Dich hab ich nicht gesehn
Euch hab ich nicht gesehn ja sagt mal worauf wartet ihr
Uns hab ich nicht gesehn
Uns hab ich nicht gesehn ja sagt mal worauf warten wir

Anyone’s Daughter – In Blau (1982)

FrontCover1Wenn ich mich recht erinnere, waren sie damals ganz schön angesagt … und ich habe gerade nachgedacht, warum diese Band damals an mir eher vorbeigegangen ist. Da fiel mir ein, dass ich damals gerade dabei war, eine Familie zu gründen und zudem einen ziemlich aufreibenden Job hatte … da hatte meine musikalische Leidenschaft einfach mal ne Auszeit zu nehmen … Aber, kann man ja alles noch nachholen:

Dieses Album ist sicherlich der Höhepunkt des musikalischen Schaffens der Schwaben. Anyones Daughter treten mit „In Blau“ den Beweis an, dass man sehr wohl ein poetisches Rockalbum mit deutschen Texten schaffen kann. Dieses Album berührt mich und Titel wie „Nach diesem Tag“ erzeugen noch heute beim Hören eine Gänsehaut bei mir. Absolut grandios ist das Epos „Tanz und Tod“, wohl eine der fantasievollsten und positivsten musikalischen B(V)erabeitungen zum Thema Tod. Vielleicht das Meisterwerk des deutsprachigen Artrocks. (Martin Dambeck )

Und nicht ganz so euphorisch:

Harald Bareths Stimme ist einfach toll. Wie Anyone’s Daughter selbst erfährt er in meinem Augen nicht die ihm und der Band zustehende Anerkennung in Deutschland. Ob nun Adonis, Piktor oder eben „In Blau“ das Referenzwerk der Schwaben ist, ist schwer zu sagen. Zu unterschiedlich sind die Alben, jedoch auf gleich hohem Niveau. Selbst Neue Sterne würde ich nicht von der CD-Player-Kante stoßen, wenn ihr wisst, was ich meine.

„Sonnenzeichen-Feuerzeichen“ ist ein grandioser Opener. Bareths Gesang ist von einer Intensität…auch wenn der Vergleich nun hinkt: unterm Kopfhörer musste ich fast an Steve Hogarth denken. Ein wunderschönes Gitarrensolo krönt den Song und Erinnerungen an große 70er Progheroen suchen mich heim. Warum das Solo nicht noch drei Minuten weitergeht weiß nur die Band selbst.

AnyonesDaughter2

Ob deutsche Texte peinlich oder einfach nur ungewöhnlich klingen, darüber kann man während der folgenden Songs nachdenken. Musikalisch kann „In Blau“ sicherlich durchgehend überzeugen. „Für ein kleines Mädchen“ kommt recht akustisch daher, „Nichts für mich“ erinnert an zeitgenössische Genesis (und ich meine dies positiv) mit schönen Percussion und ungezwungenen Rhythmuswechseln. Selbst in simplem Popsongs a la „Nach diesem Tag“ will man nicht zuletzt dank Bareths Stimme nicht sofort die Skiptaste betätigen. Überhaupt ist die Atmosphäre auf „In Blau“ recht entspannt und souverän. Vom reinrassigen Progressive Rock hat man sich entfernt ohne deshalb flach und oberflächlich zu werden.

Höhepunkt ist sicherlich „Tanz & Tod“. Thematisch geht es (natürlich) um das Ableben. Damit jedoch keine Missverständnisse aufkommen: „Tanz & Tod“ ist kein 15minütiger Longtrack, sondern besteht aus drei mehr oder weniger eigenständigen Parts. „Der Begleiter“ besticht durch wundervolle Melodien (man sagte mir, die Band PUR hätten ordentlich davon geklaut). Auch hier herrscht die akustische Gitarre und Bareths Gesang zunächst vor, für Anyone’s Daughter kommt man gegen Ende allerdings verhältnismäßig forsch zur Sache. Keyboards und Gitarre hetzten sich durch das Stück, doch Schlagzeuger Peter Schmidt lässt die beiden nicht entkommen. Ja, Anyone’s Daughter, so geht großes Kino! Darf man beim Piano dominierten zweiten Teil namens „Yaqui“ an ELP denken? Naja, ganz so großspurig geht es vielleicht doch nicht zu, aber man darf trotzdem. „Tanz & Tod“ mit seiner gesprochenen Passage ist dann der passende Abschluss für ein wirklich tolles Werk.

Kein alles überragendes, aber ein durchaus überzeugendes Album, dass man als Progressive Rock Fan aus deutschen Landen kennen sollte. (Gün Schote)

Und noch weniger euphorisch bin da ich: Keine Frage, in ihren intensiven Instrumentalpassagen weiß die Band durchaus zu überzeugen, aber – und so geht´s mir oft bei Produktionen dieser Art – die Gesangparts hauen mich einfach nicht vom Hocker … wobei sie mich mehr als einmal an Pur erinnern – und so bleibt bei mir ein arg zwiespältiger Eindruck zurück … Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind.

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Besetzung:
Harald Bareth (bass, vocals)
Uwe Karpa (guitar, flute)
Peter Schmidt (drums, percussion)
Matthias Ulmer (keyboards, vocals)

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Titel:
01. Sonnenzeichen – Feuerzeichen  5.20
02. Für ein kleines Mädchen 5.24
03. Nichs für mich 6.45
04. Nach diesem Tag 4.00
05. La La 3.10
06. Sonne 4.30
07. Tanz und Tod 15.05
07.1. Der Begleiter 5:20
07.2. Yaqui 3:30
07.3. Tanz und Tod 6:15
+
08. Sonne + Adonis Medley (Live in Ettlingen 1982) 14.13
09.  Nach diesem Tag (Live in Ettlingen 1982) 13.18

Musik und Text: Bareth/Ulmer/Karpa/Schmidt (Anyone´s Daughter)
außer bei „Sonne“:  Bareth/Ulmer/Karpa

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Gitte Hænning – Ungeschminkt (1982)

FrontCover1Hm. wollte man den Zeitgeist jener Jahre exemplatisch erläutern bzw. dokumentieren, so könnte dieses Album durchaus eine Referenzalbum sein:

Ungeschminkt ist ein deutschsprachiges Studioalbum der dänischen Sängerin Gitte Hænning aus dem Jahr 1982.

Nach der Veröffentlichung von Bleib noch bis zum Sonntag, einer deutschsprachigen Aufnahme des Andrew-Lloyd-Webber-Musicals Tell Me on a Sunday, stellte Gitte Hænning 1982 ihr zweites Konzeptalbum vor. Alle Texte stammen aus der Feder des Librettisten Michael Kunze, der in den 1980er Jahren eng mit Hænning zusammenarbeitete und ihr zu einem neuen Image als emanzipierte Pop-Interpretin jenseits des Schlagers verhalf. Die Kritiken zu diesem Album fielen positiv aus und die Single Ich will alles stieg auf Platz 42 der deutschen Charts.(Quelle: wikipedia)

Oder aber auch: die emanzipatorische Frauenbewegung hat auch die Unterhaltungsmusik erreicht …

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Exemplarisch dieser fordernde Text von „Ich will alles“:

Jetzt leb‘ ich jeden Tag aus
Jetzt trink‘ ich jedes Glas leer
Ich will nicht viel
Ich will mehr
Jetzt bin ich freib und will alles
Ich lerne Spanisch und Bridge
Ich spiele Schach und Klavier
Ich kämpf‘, gewinn‘ und verlier‘
Und geb‘ nicht auf

Ich will alles
Ich sage nie mehr vielleicht
Ich schrei‘ hinaus was ich fühl‘
Und setze alles auf’s Spiel

Ich will mehr
Ich will mehr
Ich will alles

Nie mehr bescheiden und stumm
Nie mehr betrogen und dumm
Nein! Ich will alles
Ich will alles
Und zwar sofort
Eh‘ der letzte Traum in mir zu Staub verdorrt

Ich will leben
Will mich geben
So wie ich bin
Und was mich kaputt macht
Nehm‘ ich nicht mehr hin
Niemand speist mich ab
Niemand macht mich satt
Zu lang hab‘ ich verzichtet
Und mich selber klein gemacht

Ich will alles
Sperr‘ mich nicht ein
Ich will nie mehr
Zu früh zufrieden sein
Ich baue Mauern aus Licht
Ich mache Wasser zu Wein
Ich fang‘ den Augenblick ein
Denn ich bin frei

Und will alles
Ich will kein Zuschauer sein
Ich möchte selber was tun
Und immer wissen warum
Ich geb‘ nicht nach
Ich will alles
Ich will nie mehr was bereu’n
Will nicht gescheit sein nur klug
Will nicht perfekt sein nur gut

Ich will mehr
Ich will mehr
Ich will alles
Nie mehr bescheiden und stumm
Nie mehr betrogen und dumm
Nein! Ich will alles
Ich will alles
Und zwar sofort
Eh‘ der letzte Traum in mir zu Staub verdorrt
Ich will leben
Will mich geben
So wie ich bin

Und was mich kaputt macht
Nehm‘ ich nicht mehr hin
Niemand speist mich ab
Niemand macht mich satt
Zu lang hab‘ ich verzichtet
Und mich selber klein gemacht
Ich will alles
Ich will alles
Sperr‘ mich nicht ein
Ich will nie mehr
Zu früh zufrieden sein

Hm, da hat sich der Texter Michael Kunze aber weit aus dem Fenster gelehnt … und auch all seine anderen Texte sind ein beredtes Beispiel für jene Dekade …  Frauen wollen alles … sie sind stark, mögen Himbeer auf Eis, mögen lieben … ungeschminkt und authentisch … Kompromisse: Nein danke !.

Und dann lässt sich die Gitte Hænning so abbilden:

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Und wenn eine ‚Frau sich so abbilden lässt, dann weiß sie, was sie tut …

Hm, irgendwie sind all die Texte durchaus interessant und. z.T. wirklich ansprechend und zugleich beschleichen mich eigenartige Gefühle.

Da schreibt ein Mann Texte für eine aufgeweckte Frau , da komponieren Männer Musik (Abteilung: Synthie-Pop) für eine aufgeweckte Frau … passt das wirklich zusammen ?

Von daher für mich ein Album, das voller Zwiespältigkeit steckt ….

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Besetzung:
Geoff Bastow (keyboards, synthesizer)
Mats Björklund (guitar)
Curt Cress (drums, percussion)
Johan Daansen (guitar)
George Delagaye (trombone)
Mladen Franko (keyboards, synthesizer)
Benny Gebauer (saxophone)
Günther Gebauer (bass)
Josef Güntner (trombone)
Gitte Hænning (vocals)
Manfred Niezgoda (trumpet)
Silos Pohanka (trumpet)
Rudi Risavy (percussion)
Armin Rusch (accordeon)
Giuseppe Solera (saxophone, pan flute)
Robert Tucci (tuba)
Hermann Weindorf (keyboards, synthesizer)
+
background vocals:
Edith Prock – Angelika Tiefenböck – Helmut Knorr – Günther Eric Thöner – Jerry Rix
+
Münchener Philharmonie unter der Leitung von Hans Herchenhan

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Titel:
01. Wie Himbeeren auf Eis 4.27
02. Ich bin stark 4.10
03. Der Anruf (Er rief an) 4.33
04. Tränen? – Vielleicht 3.55
05. Ein Engel, der über Leichen geht 4.04
06. Ich will alles 3.52
07. Die Faust 0.48
08. Und wenn ich dich liebe 4:18
09. Gib mich frei 3.45
10. Ungeschminkt 0.38
Die Schlange 3:34
Hilf mir doch 3:29
Wir sind stark 0:50

Musik: Guido de Angelis + Maurizio de Angelis
Texte; Michael Kunze

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Und der Dieter Thomas Heck benimmt sich wieder mal daneben:

Erste weibliche Fleischergesellin nach 1945 – Ferien auf dem Lande (1982)

FrontCover1Also, auf einen solchen Bandnamen muss man auch erstmal kommen:

Die „Erste weibliche Fleischergesellin nach 1945“ war eine 1982 gegründete, deutsche Band um den Mathematiklehrer Thomas Hermann aus Hagen. Sie zählt zur Neuen Deutschen Welle. Einige Male trat die Band auch als Opener bei Gigs von Extrabreit auf.
Phillip Boa spielte 1983 als Gitarrist auf zwei Stücken des ersten Albums mit. Alle anderen Tapes waren bereits eingespielt. Trotz hoher Erwartungen floppte das Projekt, denn lediglich 300 Schallplatten wurden verkauft. Es wurden weitere Demobänder aufgenommen, nun alle unter Beteiligung von Boa, die aber einige Monate später gar nicht erst von der Plattenfirma angenommen wurden.

SchrägeGesellen

Dieses Fallengelassenwerden, nachdem der Gruppe zuvor große Hoffnungen und Versprechungen gemacht worden waren, bezeichnete Boa später als eine Erfahrung mit der Musikindustrie, die seine Karriere geprägt habe.
Herrman gründete später das JA!-Plattenlabel. Er produzierte bis etwa 1985 die ersten Plattenauflagen von Phillip Boa. (Quelle: wikipedia)

Und ne Single wurde ihnen auch noch spendiert … Dazu schreibt der Karl May Wiki kurz und knapp:

Winnetou und die 7 Geißlein war eine Musiksingle der 1982 gegründeten und weitgehend erfolglosen NDW-Band „Erste Weibliche Fleischergesellin nach 1945“. Gründer war Thomas Hermann aus Hagen.

SingleFront+BackCover

Nun ja — ähm … ich sitze mittlerweile ziemlich sprach- und fassungslos an meinem Schreibtisch ob der mir dargebotenen musikalischen Kost … damals wie heute war ich naürlich nicht die Zielgruppe für diese NDW-Klänge … dennoch: starker Tobak, sehr schräg und ich überlege mir gerade, welche psychiatrischen Notfallmaßnahmen nun bei mir einzuleiten sind … aber, das Cover ist wirklich gut !

Aber andere sind ganz schön angetan von dieser Scheibe:

Obscure and much underrated German band formed by the mathematician Thomas Hermann.Phillip Boa played guitar in a couple of songs.Music is pure NDW ,with much weirdness sometimes remindig a mix of punk and Residents or some Geistefahrer,Wirtshaftswunder early recordings. (by http://mutant-sounds.blogspot.com)

Na bitte … kann man also auch so sehen …

Inlets

Die inlets

Besetzung:
Siggi Acker (drums)
Peter Niemann (percussion)
Thomas Hermann-Seibert (vocals, guitar, keyboards, trombone, drum programming)
+
Uli „Phillip Boa“ Figgen (guitar bei 02. + 10.)
Eberhard Schnellen (piano bei 07.)
Susanne Ulbrich (vocals)

BackCover

Titel:
01. Fröhliche Kinder (Hermann-Seibert) 3.28
02. Born To Be Wild (Bonfire) 3.33
03. Winnetou und die sieben Geißlein (Hermann-Seibert) 3.42
04. Seele auf Eis I (Hermann-Seibert/Niemann) 3.55
05. Ich fress dir aus der Hand (Hermann-Seibert) 3.11
06. Schädel (Hermann-Seibert) 2.20
07. Seele auf Eis II (Hermann-Seibert) 4.11
08. Menschenland (Hermann-Seibert) 3.01
09. Das grosse Lalula (Hermann-Seibert/Morgenstern) 3.32
10. Der Ratzeburger Achter (Hermann-Seibert) 3.41
11. Die Wiedergeburt der Gitarre (Hermann-Seibert) 3.58

Label

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Günstiger

Geht auch günstiger

Peter Hofmann – Rock Classics (1982)

FrontCover1An den Hype, den der „Star-Tenor“ Peter Hoffmann mit seinem ersten „Rock Classics“ Album damals auslöste, kann ich mich noch gut erinnern:

Peter Hofmann (* 22. August 1944 in Marienbad, Sudetenland; † 29. November 2010 in Selb, Fichtelgebirge) war ein deutscher Opernsänger (Tenor), der auch als Rockmusiker bekannt wurde.

Peter Hofmann wuchs in Darmstadt auf und begann mit 16 Jahren als Sänger und Gitarrist in verschiedenen Rock-and-Roll-Bands. Als Schüler des Ludwig-Realgymnasiums (heute Lichtenbergschule) trieb er Leistungssport und war unter anderem hessischer Jugendmeister im Stabhochsprung und Zehnkampf.

Als Zeitsoldat diente er bei der Fallschirmjägertruppe in Lebach und Bergzabern und war zuletzt Stabsunteroffizier. Schon in dieser Zeit begann er mit Gesangsstunden bei Emmy Seiberlich in Karlsruhe. Nach dem Abschied von der Bundeswehr studierte er ab 1969 an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Peter Hofmann03Sein Operndebüt gab er 1972 am Theater Lübeck als Tamino in Mozarts Oper Die Zauberflöte. Ab der Spielzeit 1974/1975 war Hofmann für zwei Spielzeiten bis Sommer 1976 am Opernhaus Wuppertal engagiert. 1975 gastierte er mit der Rolle des Loge in Das Rheingold am Opernhaus Dortmund. 1976 sang er in Wuppertal erstmals die Rolle des Siegmund in Richard Wagners Die Walküre. Mit dieser Rolle gastierte er Anfang 1976 bereits auch an der Staatsoper Stuttgart und an der Hamburgischen Staatsoper, bevor ihm im Sommer 1976 mit dem Siegmund bei den Bayreuther Festspielen im Jahrhundertring unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez der endgültige Durchbruch als Opernsänger gelang. 1976 erhielt Hofmann einen Fünf-Jahres-Vertrag am Staatstheater Stuttgart und war dort festes Ensemblemitglied. Bis 1983 trat er dort regelmäßig auf.

Danach übernahm Hofmann vor allem Wagnerrollen an den wichtigsten Opernhäusern der Welt wie der Opéra Garnier (Paris) und der Metropolitan Opera in New York. Er sang die Titelrollen in Tristan und Isolde, Lohengrin, Parsifal und Walther von Stolzing in Die Meistersinger von Nürnberg – Rollen, in denen er nicht nur wegen seines kraftvollen Gesangs, sondern auch wegen seiner hünenhaften Erscheinung mit für einen Opernsänger ungewöhnlich langen blonden Locken auffiel.

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Peter Hofmann als Old Firehand, 1997

Im Juli/August 1989 hatte Hofmann mit dem Siegmund auch seine letzten Auftritte bei den Bayreuther Festspielen. Hofmann trat bis 1992 in Wagner-Rollen weiterhin als Opernsänger auf. 1992 sang er am Nationaltheater Mannheim nochmals die Titelrolle in Wagners Bühnenweihfestspiel Parsifal.

Parallel dazu widmete sich Hofmann weiterhin der Rockmusik und veröffentlichte erfolgreich einige Platten, auf denen er bekannte Rock- und Popballaden interpretierte. Dieser Ausflug in die U-Musik wurde mit vier Gold- und zwei Platin-Schallplatten belohnt. Bereits das erste Album Rock Classics erhielt nach kurzer Zeit Doppel-Platin. Die Alben Unsre Zeit, Peter Hofmann 2, Monuments und Rock Classics Vol. 2 wurden in Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Das letztgenannte Album wurde auch in Österreich mit Gold prämiert. In der Folgezeit war Hofmann sowohl im Opern- als auch im U-Musik-Bereich aktiv und präsentierte sich zeitweise als Rocker mit Lederkluft und schweren Motorrädern. Er wollte nie ein Opernsänger im herkömmlichen Sinne sein.

Ab 1990 spielte er die Titelrolle in dreihundert Aufführungen von Das Phantom der Oper, mit denen das neu erbaute Theater Neue Flora in Hamburg seinen Betrieb aufnahm. Peter Hofmann erhielt Auszeichnungen wie diverse Bambis bis zum Grammy.

1997 war Hofmann neben Gojko Mitić bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg als Old Firehand in Winnetou und Old Firehand zu sehen.

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Im Jahr 2003 erschien die Biografie Peter Hofmann – Singen aus Leidenschaft. Im Oktober 2012 erschien das Buch seines Bruders Fritz Hofmann Peter Hofmann – Geschichten aus einem bewegten Sängerleben.

Aus seiner ersten Ehe hatte er zwei Söhne, seine zweite Ehe mit der Opernsängerin Deborah Sasson wurde 1983 auf dem Standesamt Kemnath geschlossen und dauerte bis 1990. Hofmann lebte viele Jahre auf Schloss Schönreuth in der Oberpfalz, anschließend einige Jahre im ehemaligen Schulhaus von Friedersreuth bei Pressath und dann mehrere Jahre bis zu seinem Tode zurückgezogen mit seiner dritten Frau Sabine (geborene Zimmerer) und der 2003 geborenen Tochter Laura im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge.

1994 entdeckte Hofmann an sich erste Anzeichen der Parkinson-Krankheit, konnte die Auswirkungen jedoch zunächst mit Hilfe von Medikamenten beherrschen und weiter als Sänger auftreten. 1999 gab er seine Krankheit öffentlich bekannt und trat nach seiner Weihnachtstournee im Jahr 2000 nicht mehr auf. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit konnte er kaum noch sprechen, nicht mehr selbständig essen und war auf den Rollstuhl angewiesen. Jahrelang unterstützte er die Parkinson-Forschung mit seinem Peter-Hofmann-Parkinson-Forschungsprojekt.

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Wie muss man drauf sein, um sich ablichten zu lassen ???

In der Nacht zum 30. November 2010 starb Hofmann in einer Klinik, in die er wenige Tage zuvor mit dem Verdacht auf Lungenentzündung eingeliefert worden war.

In der Stadtbücherei Kemnath ist ihm ein Gedenkraum gewidmet. Gezeigt werden zahlreiche Fotos, ein Gemälde, das ihn als Siegmund in Bayreuth zeigt, die erste seiner vielen Goldenen Schallplatten sowie eine DVD-Dokumentation. Den zentralen Platz im Raum nimmt eine Bronzebüste ein.

Am 16. März 2018 wurde auf Initiative seines Bruders Fritz eine Gedenktafel am Geburtshaus Peter Hofmanns in Marienbad eingeweiht.

Seit seiner Bundeswehrdienstzeit als Fallschirmjäger in Merzig pflegte Hofmann eine enge Freundschaft zu dem Wolfsforscher Werner Freund, der sein militärischer Ausbilder war. Hofmann war Pate des Wolfes Peter im Wolfspark in Merzig. (Quelle: wikipedia)

Nun ja, warum auch immer der Peter Hofmann es ewagt hat, sich an den „Rock Classics“ zu versuchen … hört man sich das Ergebnis an … bleibt man sprach- und fassungslos zurück, denn das Ergebnis ist, schlicht und ergreifend schauderhaft. Diese opernhaften Interpretationen spotten jeder Beschreibung.  Dabei hatte er ja eigentlich mehr als brauchbare musikalische Mitstreiter an Bord (siehe Besetzungsliste). Aber so hört es sich  halt an, wenn ein Opernsänger sich an Klassiker der Rockmusik versucht … Wäre ich böse, würde ich scheiben, dass ihm für diese Musik die Eier gefehlt haben …

Und eben habe ich mir gedacht, wie es wohl klingen würde, hätte er Klassiker wie „Jumpin Jack Flash“, „Highway To Hell“ oder „Whatever You Want“ interpretiert.

Und der große Erfolg dieser Aufnahmen macht einen erst sprach- und ratlos. Nun ja …vielleicht konnte sich so der klassische Bildungsbürger ein wenig wild fühlen …

Selten habe ich mich so gerne von einer Scchallplatte getrennt. Für meinen Geschmack eignet sie sich allenfalls als Rausschmeisser nach einer langen Partynacht …

Aber: Dieses Siechtum am Ende seines Lebens … das hat er nun wirklich nicht verdient.

Peter Hofmann01

Peter Hofmann & Deborah Sasson

Besetzung:
Curt Cress (drums)
Roland Heck (keyboards, synthesizer)
Peter Hofmann (vocals)
Dieter Petereit (bass)
Nils Tuxen (guitar)
Paul Vincent (guitar)
Eberhard Wieland (keyboards, synthesizer)
+
Mitglieder des Orchesters der Deutschen Oper Berlin
+
Deborah Sasson (vocals bei 02,)

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Titel:
01. The House Of The Rising Sun (Traditional) 4.04
02. Scarborough Fair (Traditional) 4.15
03. The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore (Crewe/Gaudio)  3.40
04. The Long And Winding Road (Lennon/McCartney) 4.12
05. Mac Arthur Park (Webb) 5.04
06. Sailing (Sutherland) 4.58
07. Yesterday (Lennon/McCartney) 3.47
08. Say Goodbye To Hollywood (Joel) 4.02
09.Nights In White Satin (Hayward) 5.11
10. Bridge Over Troubled Water (Simon) 4.04

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