Andrew Lloyd Webber – Cats (Deutsche Originalaufnahme) (1983)

FrontCover1Nicht gerade mein Ding … dieses Musical:

Cats (englisch Katzen) ist ein revueartiges Musical von Sir Andrew Lloyd Webber (Musik) mit Texten von T. S. Eliot (Gedichte aus Old Possum’s Book of Practical Cats; ergänzender Text zu Memory von Trevor Nunn). Es zählt zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.

Und darum geht´s:

Auf einem Schrottplatz, voll von ausrangierten Autoteilen, Fahrradreifen, Regenschirmen, Mausefallen, Bierflaschen und Fischgräten, treffen sich die Katzen alljährlich zum Jellicle-Ball. In der Katzenversammlung wählt das greise Katzenoberhaupt Old Deuteronomy diejenige Katze aus, der die Chance zu einem zweiten Leben gegeben wird. Jede der Katzen erzählt von ihren Stärken, Wünschen, Hoffnungen. Jede ist inbrünstig bestrebt, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, damit die Gnade der Wahl gerade auf sie fällt. In revuehaften Gesangsnummern präsentieren sich die romantischen Katzen, theatralischen Katzen, dramatischen Katzen und fanatischen Katzen…

Da ist Gus, der Theaterkater, der von seinem langen Leben an den Bühnen der Welt berichtet. Da ist Gumbie, die dicke, gemütliche Hauskatze. Und Rum Tum Tugger, der draufgängerische Rock’n‘ Roll-Kater, das Idol aller Katzendamen. Mister Mistoffelees kann zaubern, der Bösewicht Macavity versetzt alle in Angst und Schrecken und das freche Pärchen Mungojerrie und Rumpleteaser verbreitet überall Chaos.

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Die Schlüsselfigur im Musical Cats ist Grizabella. Einst war sie in der halsbrecherischen Welt des Showbusiness der berühmte, begehrte, wunderschöne und von allen gefeierte Star. Heute ist sie abgetakelt, arm, verzweifelt – und ausgestoßen von der Katzengemeinschaft. Erst die Klugheit des Old Deuteronomy hilft ihr, die verlorene Anerkennung wieder zu erlangen. (Quelle: musical-world.de)

Nun ja … es mag ja sein, dass diese Musical weltweit für Furore sorgte … mich lässt es auch heute noch ziemlich kalt.

Aber das mag ja nicht für jeden gelten.  Und: Mit diesem Musical startete Ute Lemper ihre Karriere … das ist ja auch was.

Andrew Lloyd Webber

Andrew Lloyd Webber

Besetzung:
Mariano Abadias (trumpet)
Kurt Andres (bassoon)
Gustav Bauer (flute, saxophone)
Americo Bellotto (trumpet, cornet)
Markus Bischof (keyboards)
Erwin Boess (saxophone, clarinet)
Roy Deuvall (bass trombone)
Joris Dudli (drums)
Karl Fian (trumpet)
Anton Flor (percussion)
Herwig Gratzer (keyboards)
Albert Heitzinger (french horn)
Franz Hofmann (french horn)
Heinz Jaeger (bass)
Karl Kowarik (clarinet, flute, saxophone)
Laurenz Lanik (cello)
Karl-Heinz Neubrand (cello)
Martin Pagitsch (keyboards)
Hans Salomon (saxophone)
Fritz Schabata (percussion)
Claus Spechtl (guitar)
Cornelius Veith (cello)
Bernhard Wieser (oboe, french horn)
Ilter Yenisen (trombone)
+
Vocals:
Alexandra Young, Andrew Morris, Angelika Milster, Beatrix Wipperich, Buenaventura Braunstein, Calvann Cole, Darryl Robinson, David Forman, Elizabeth Mills, F. Dion Davis, Frank Ablorh-Odjidja, Gordon Bovinet, Gregory James, Iris Wachalowsky, Joachim Kemmer, John Yost, Jutta Bryde, Laszlo Czergezan, Laura Edmunds, Lilo Raab, Lynnda Curry, Martina Dorak, Michael Howe, Monica Solem, Pamela Liebig, Paul Welterlen, Robert Montano, Roger Winell, Sandor Racz, Stefan Nagel, Steve Barton, Ute Lemper, Valda Aviks, Valentin Baraian

LPBooklet

Titel:
01. Jellicle Katzen 5.22
02. Die alte Gumbie-Katze 4.03
03. Der Rum-Tum-Tugger 3.52
04. Mungo Jerrie und Rumpel Teazer 4.30
05. Alt-Deuteronimus 3.39
06. Jellicle Ball 3.37
07. Grizbella  4.02
08. Gus, der Theater-Kater 5.52
09. Skimble von der Eisenbahn 3.50
10. Macavity 3.52
11. Mister Mistofelees 4.28
12. Erinnerung 3.52
13. Reise in den sphärischen Raum 2.33
14. Wie spricht man eine Katze an 4.11

Musik: Andrew Lloyd Webber, Lyrics: Thomas Stearns Eliot
Deutsche Texte: Michael Kunze

LabelB1

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NO 55 – Kopf oder Zahl (1983)

AmigaFrontCover1Neulich hatte ich hier ja die Biopgraphie von Frank Gahler im Angebot und als ich mich damals damit beschäftigte, war mir schon klar, dass ich mich mit seinem musikalischem Werdegang ganz sicher näher beschäftigen möchte.

Und nun mache ich mal den Anfang mit der Formation „NO 55“; hier die Eckdaten zur Erinnerung:

NO 55 (gesprochen: Enno fünfundfünfzig) war eine deutsche Musikgruppe. Die Band wurde 1981 gegründet und löste sich 1989 wieder auf. Zwischenzeitlich nannte sich die Band auch Enno.

Georgi Joro Gogow (Bassgitarre, Violine, Gesang) gründete im Dezember 1981 gemeinsam mit Gisbert Pitti Piatkowski (Gitarre, Akkordeon, 1984 auch Gesang; ehemals Magdeburg, City, später ging er zur Modern Soul Band) die Band NO 55, nachdem sich Gogows Band City aufgespalten hatte.

Der Name der Band bezieht sich auf eine postalische Bezeichnung des Prenzlauer Bergs in Ost-Berlin, wo Gogow damals wohnte.

Weitere Bandmitglieder waren:

Hans-Peter Krause (Schlagzeug), (ehemals Mondie, Hansi Biebl Band, Keks)
Frank Gala Gahler (Gesang, Mundharmonika, Gitarre, Keyboard) (kam von Monokel, ging zu Gala)

In dieser Besetzung tourte NO 55 im Herbst 1982 gemeinsam mit dem britischen Musiker Tom Robinson durch die DDR. Für das DDR-Publikum war dies eine der ersten Möglichkeiten, einen international anerkannten britischen Rockmusiker live zu erleben. Ein Teilmitschnitt des Auftritts in Berlin wurde vom Jugendradio DT64 ausgestrahlt.

1983 ging Krause, dafür kam

Herbert Junck (ehemals Hansi Biebl Band, ging 1984 zu Silly)
Bernd Haucke (ehemals Prinzip, später Modern Soul Band) löste 1984 Herbert Junck ab.

Während der Armeezeit von Gahler, 1984, wurde die Band erweitert um

Thomas Schock (Keyboard) von Wir
Rene Decker (Saxophon, Keyboard).

EnnoFortan nannte sich die Band für einige Monate Enno.

Nach seiner Armeezeit gründete Gahler die Band Gala, bei welcher er bis 1985 blieb; anschließend kehrte er zu NO 55 zurück. 1986 verließen Schock und Decker die Band und es kam

Hannes Pfeffi Richter (Keyboard) von Gala hinzu.

1989 verließ Gahler, der Kopf der Band, die DDR und es kam zur Auflösung von NO 55.

Die Liedtexte der Band stammten von Werner Karma, Jan Witte, Hartmut König, Frank Gahler und Klaus Bölter. Die Lieder wurden komponiert von Georgi Gogow, Frank Gahler und Gisbert Piatkowski. (Quelle: wikipedia)

Geboten wird geradliniger, schnörkelloser Rock gepaart mit Texten, die es wert sind, sich genauer damit zu beschäftigen. Fällt ja überhaupt ein wenig auf, dass die Texte der ehemaligen DDR-Bands oftmals viel Substanz haben !

No55

Besetzung:
Frank Gahler (vocals, harmonica
Georgi Gogow (bass, vocals)
Herbert Junck (drums)
Gisbert Piatkowski (guitar,
+
Peter Krause (drums bei 01., 03., 04. + 05.)

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Titel:
01. Kopf oder Zahl (Gogow/Karma) 4.43
02. Good bye alte Zeit (Gogow/Piatkowski/Karma/Bölter)  6.30
03. Auf den Straßen (Gahler/Karma) 5.25
04. Flaschengeist (Gogow/Gahler) 4.12
05. Geburt (Gogow/Karma) 4.28
06. Vorüber (Gogow/Karma) 4.33
07. Das war´s (Gogow/Karma) 5.26
08. Welt in Visionen (Gogow/Witte) 6.18
+
09. In der letzten Stunde des Tages (Gogow/Karma) 5.22

Labels

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Tommy Steiner – Tommy Steiner (1983)

FrontCover1.JPGUnd jetzt wird´s ein wenig arg schräg bzw. kitschig. problematisch oder gar ärgerlich, je nach Sichtweise.

Tommy Steiner, bürgerlich: Karl-Heinz Steiner, (* 7. Oktober 1962 in Aalen) ist ein deutscher Schlagersänger.

Steiner erlernte als Kind Gitarre, Schlagzeug und diatonisches Akkordeon. Im Alter von 15 Jahren wurde er Mitglied der lokalen Band „Diamonds Original“, mit der er Konzerte gab sowie auf Tanzmusikveranstaltungen spielte.

Nach der Schule leistete er seinen Wehrdienst und studierte anschließend Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften. Nebenbei bewarb er sich bei einem Gesangswettbewerb, den er gewann.

Jürgen Kramer produzierte mit ihm die Single Die Fischer von San Juan, die ihm sofort einen Hit bescherte. Es folgten weitere Singles wie Das Märchen von Rhodos, Das ewige Feuer, Wenn dein Herz dir nicht sagt, die fast alle zu Hits wurden. Steiner war in mehreren Fernsehsendungen zu sehen und zu hören, so in Die goldene Eins und der ZDF-Hitparade. Mit dem von Hanne Haller und Ramona Leiß geschriebenen Titel Insel im Wind nahm er 1988 an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil. Zudem sang er das deutsche Titellied der australischen TV-Familienserie Nachbarn.

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Anfang der 1990er Jahre war Steiner auch als Schauspieler tätig. Er spielte 1993 in der RTL-Komödie Hochwürden erbt das Paradies unter der Regie von Otto Retzer. Seine Schauspielkollegen waren unter anderem Hans Clarin, Jochen Busse, Dagmar Koller, Kurt Weinzierl und Julia Biedermann.

Inzwischen ist Steiner überwiegend als Komponist, Texter, Produzent und Verleger tätig. Er schreibt unter anderem Titel für seine Kollegen Michelle und Leonard. Doch hat er auch immer wieder neue Singles und Alben als Sänger veröffentlicht.

Anlässlich seines 30-jährigen Bühnenjubiläums veröffentlichte Tommy Steiner im September 2013 nicht nur das Album Folge dem Fieber, dessen gleichnamige Single zum Auftakt ausgekoppelt wurde, sondern auch eine Zusammenstellung der erfolgreichsten Titel aus 30 Jahren seiner Karriere. (Quelle: wikipedia)

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Über seine frühen Jahre schreibt er, dass diese Anfänge geprägt waren  von Titeln über Herzschmerz und Romantik.

Und das ist noch ziemlich charmant umschrieben. Denn hier hören wir eine „grandiose“ Mischung aus Roy Black und Rex Gildo … und das muss man schon verkraften können.

Und beim lauschen zu diesen Weichspüler-Klängen (mit den passenden Herz-Schmerz Texten) kam ich schon arg ins Grübeln … welche Personengruppe (in vermute mal, überwiegend weiblich) sich für eine solche Musik damals begeistern konnte … denn, er hatte ja damals schon einen gewissen Erfolg … mit dieser Illusionsmusik.

Mir fehlt weiterhin die Phantasie mir dieses Publikum vorzustellen …

Und dann wollte ich meine Grübeleien wieder einstellen, da erklang „Die Frau am Notre Dame“ und ließ mich innehalten. Nicht dass ich jemals eine Frau am Notre Dame getroffen hätte … aber dieses Lied (auch musikalisch überrraschend anders) steht wohl exemplarisch für all jene Begegnungen im Leben … die man vorbei ziehen ließ … warum auch immer… und das hat mich erneut ins Grübeln gebracht … aber irgend wie ganz anders.

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Die ersten Singles, durchaus erfolgreich …

Besetzung:
Tommy STeiner (vocals)
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Das Märchen von Rhodos (de Rouge) 4.20
02. Am Ende der Welt (Strecker/Hill/Crampens/Horn-Bernges/Holder) 4.01
03. Santo Domingo (Olden/Relin) 3.26
04. Fliegt ein Albatros nach Süden (Crying In The Chapel) (Glenn/Horn-Bernges) 3.30
05. Den Brief schrieb er in den Sand (Love Letters In The Sand) (N.Kenny/C.Kenny/Coots/Meinunger) 3.04
06. Die zwei Spuren im Sand (Strecker/Hill) 3.08
07. Die Fischer von San Juan (Shultzieg/Feltz) 4.14
08. Via Mala (Kast/Crampens/Holder/Horn-Bernges) 4.46
09. Ihre Gitarre (Kast/Crampens/Holder) 3.48
10. Die Frau am Notre Dame (Sará) (Cutugno/Minellono/Horn-Bernges) 4.05
11. So war es damals (Bohlen/Holder) 3.26
12. Die Insel der verlorenen Träume (Becker/Meinunger) 3.10

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Und so präsentierte er sich 2013 mit seinem bis dato letztem Album „Folge dem Fieber“.

Klaus Wunderlich – Illusion – Klaus Wunderlich spielt Franz Grothe (1983)

FrontCover1Ganz sicher war er einer der Großmeister der Orgel im Rahmen deutscher Unterhaltungsmusik:

Klaus Wunderlich (* 18. Juni 1931 in Chemnitz; † 28. Oktober 1997 in Engen, OT Bittelbrunn) war ein deutscher Musiker. Er wurde mit insgesamt 13 Goldenen Schallplatten und einer Goldenen Musikkassette ausgezeichnet. Wunderlich war der erste deutsche Unterhaltungsmusiker, der die Elektronische Orgel bei einem größeren Publikum populär machte.

Klaus Wunderlich wuchs in Chemnitz als Sohn eines Polizeiinspektors auf. Bereits im Alter von 16 Jahren war er Korrepetitor, doch letztlich zog ihn die Unterhaltungsmusik stärker an.

1951 siedelte Klaus Wunderlich mit einer Band nach Westdeutschland über und tingelte als Pianist in einem Bar-Trio durch Deutschland. Während dieser Zeit machte er auch Bekanntschaft mit der Hammond-Orgel, die ab 1955 zu seinem Hauptinstrument wurde. „Die Orgel ist mein Leben“ und „Auf der Hammond-Orgel kann man jedes Streichinstrument nachmachen mit Ausnahme des Buttermessers,“ sagte Klaus Wunderlich. Es folgten Soloauftritte in diversen Kabaretts, bis 1958 das Label Teldec auf ihn aufmerksam wurde und ihm nach einem Probevorspielen einen Schallplattenvertrag anbot.

In den 1970er Jahren errichtete er in Reichenbach bei Karlsruhe sein eigenes Tonstudio und begann mit dem Moog-Synthesizer zu arbeiten; er spielte damit drei Langspielplatten ein. Sein 1973 unter dem Titel „Sound 2000 – Moog, Organ, Rhythm“ erschienenes Moog-Debut wartete mit Schlagerklassikern wie „La Paloma“ auf. Bekannt wurde sein New Pop Organ Sound, als er die Melodieführung auf der Hammond H100 um Soundeffekte der WERSI–Orgeln W248S, Lowrey H 25-3 und ab 1977 auch der W2 Helios ergänzte. Dieser Sound war im Studio nur aufwendig zu produzieren und live auf der Bühne nicht reproduzierbar. Zu seinen späten öffentlichen Live-Konzerten gehört ein Auftritt in der Londoner Royal Albert Hall.

KlausWunderlichKlaus Wunderlich setzte hauptsächlich folgende Orgeln ein: Hammond C3, Hammond H-100, WERSI W248S, Lowrey H 25-3, WERSI W2 Helios, WERSI Beta DX 400, WERSI Spectra CD700. Seine Musik war stets auf leichte Unterhaltung ausgerichtet.

Am 28. Oktober 1997 erlag Klaus Wunderlich im Beisein seiner Frau Traudl und Freunden in seinem Haus in Bittelbrunn am Bodensee einem Herzinfarkt. (Quelle: wikipedia)

Nun ja, und wenn man sich Klaus Wunderlich den Melodien des Franz Grothe annimmt, kann man ja eigentlich gar nichts falsch machen.

Denn Franz Grothe war ja ein weiterer Großmeister deutscher Unterhaltungsmusik, wenngleich natürlich in einem anderem Zeitraum.

Franz Grothe (* 17. September 1908 in Berlin; † 12. September 1982 in Köln; vollständiger Name Franz Johannes August Grothe) zählte zu den populärsten deutschen Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Seit Beginn des Tonfilms komponierte er viele Melodien und Schlager.

Sein Tod im Jahr 1982 war für Wunderlich natürlich Anlaß, diese musikalische Erinnerungen einzuspielen. Gleichzeitig war diese LP/MC auch so ne Art Werbeplatte für Wersi-Orgel, denn deren Vorzüge werden auf dem Cover lautstark verkündet.

Nun gut … passender könnte der Title nichtsein. Handelt es sich doch bei Aufnahmen dieser Art stets um Ullusionsmusik … sofern man musikalisch dabei nicht sehen bleibt, ist dagegegen ja auch nichts einzuwenden.

FranzGrothe1941

Der junge Franz Grothe, 1941

Besetzung:
Klaus Wunderlich (organ)

BookletVorderseite1

Titel:
01. Sing mit mir 3.04
02. Mitternachtsblues 2.50
03. In der Nacht ist der Mensch nicht gern´ alleine 2.53
04. Guten Tag, liebes Glück 2.15
05. Wenn ein junger Mann kommt 2.09
06. So schön wie heut´ 2.45
07. Auf den Flügeln bunter Träume 2.28
08. Man kann sein Herz nur einmal verschenken 2.24
09. Illusion 2.43
10. Lied der Nachtigall 2.30
11. Es ist nur die Liebe 2.24
12. Komm und gib mir deine Hand 3.07
13. Ganz leise kommt die Nacht 2.54
14. Schön wie der junge Frühling 2.27

Alle Kompositionen: Franz Grothe

MC1A

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André Heller – Stimmenhören (1983)

FrontCover1Ganz sicher eine Ausnahmeerscheinung in der deutschprachigen Musik- und Kunstszene, auch wenn er genauso sicher so etlichen auf den Senkel ging:

André Heller (* 22. März 1947 in Wien; geboren als Francis Charles Georges Jean André Heller-Hueart) ist ein österreichischer Chansonnier, Aktionskünstler, Kulturmanager, Autor, Dichter und Schauspieler.

Heller entstammt väterlicherseits einer wohlhabenden jüdischen Familie von Süßwarenfabrikanten: Sein Vater Stephan (1895−1958) war der Sohn von Wilhelm Heller, einem der beiden Gründer der Wiener Süßwarenfabrik „Gustav & Wilhelm Heller“. Diese Firma wurde durch die Erfindung der Dragées weltbekannt. Seine Mutter ist Elisabeth Heller (* 1914), sein älterer Bruder Fritz leitete nach dem Tod des Vaters das Unternehmen. Wegen seines Vaters, der nach dem Krieg hauptsächlich in Paris lebte, hatte André Heller anfangs die französische Staatsbürgerschaft.

Nach seinen eigenen Aussagen war für seine literarische Orientierung schon während seiner Schulzeit der fast tägliche Besuch im Café Hawelka ausschlaggebend. In diesem Wiener Kaffeehaus traf er auf Literaten wie Friedrich Torberg, H. C. Artmann und fallweise Elias Canetti sowie Hans Weigel und Helmut Qualtinger, mit dem er später zusammenarbeitete und auftrat. Bei Hans Weigel und dessen Lebensgefährtin Elfriede Ott nahm er Schauspielunterricht.

André Heller spielte zunächst mit wenig Erfolg an Wiener Avantgardebühnen und versuchte sich später als Programmgestalter beim Österreichischen Rundfunk (ORF).

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André Heller, 1967 im ORF

1967 gehörte er zu den Gründern des ersten deutschsprachigen Popsenders Ö3, bei dem er zunächst die Sendung Musicbox moderierte. 1968 wurde er Co-Autor der erfolgreichen Fernsehsendung Wünsch Dir was. Im selben Jahr erschien auch seine erste Langspielplatte mit dem lakonischen Titel Nr 1. Einem breiteren Publikum in Österreich und in der Folge auch in Deutschland wurde Heller 1972 bekannt, als der ORF die surreale Fernsehshow Wer war André Heller? ausstrahlte. Außerdem erschien in diesem Jahr seine zweite LP namens Platte, und bei den Wiener Festwochen wurde sein erstes Theaterstück mit dem Titel „King-Kong-King-Mayer-Mayer-Ling“ uraufgeführt.

Heller erspielte sich über 15 Jahren hinweg einen Ruf als Chansonnier und Liedermacher. Dabei arbeitete er mit internationalen Künstlern wie Astor Piazolla, Dino Saluzzi, Freddie Hubbard, aber auch österreichischen Künstlern wie Toni Stricker, Wolfgang Ambros oder Helmut Qualtinger zusammen. Heller vertonte vielfach eigene Lyrik, sang aber auch Texte anderer Autoren. So wurde der Titel Catherine aus dem Jahr 1970 zu einem der ersten Hits von Heller. Den Text schrieb der noch weitgehend unbekannte Reinhard Mey, die Musik der Austro-Kanadier Jack Grunsky.[4] Er spielte von Werner Schneyder ins Wienerische übersetzte Chansons von Jacques Brel wie „Franz“ (nach dem Brél-Titel Jef) ein und gab in Titeln wie Angstlied (Verwunschen, 1980) anhand von traumatischen Kindheitserlebnissen intime Einblicke in seine Biographie und seine katholisch-jüdische Herkunft. Titel wie Miruna, die Riesin von Göteborg (Verwunschen, 1980) sind wiederum von der Wiener Schule des „Phantastischen Realismus“ beeinflusst. Das Lied vom idealen Park (Narrenlieder, 1985) oder die im Duett mit Wolfgang Ambros eingespielte Bob-Dylan-Coverversion Für immer jung (Stimmenhören, 1983) gelten heute als klassische Titel des Austropop. Der ebenfalls 1983 auf Stimmenhören erschienene Titel Erhebet euch Geliebte war eine der „Hymnen“ der Friedensbewegung der frühen 1980er Jahre.

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Erika Pluhar, André Heller und Henry Miller, 1970

Dennoch wandte er sich seit Beginn der 1980er Jahre zunehmend spektakulären Inszenierungen, Aktionen und Installationen zu und beendete dafür 1982 seine erfolgreiche Konzerttätigkeit. 1985 folgte das Album Narrenlieder, das aber kein Erfolg mehr wurde. Es war bis in die 2000er Jahre seine letzte Plattenaufnahme. Zwischen 1967 und 1985 veröffentlichte er insgesamt vierzehn LPs, die ihm zwölf Goldene Schallplatten und siebenmal Platin einbrachten. 1991 schrieb er rückblickend über diese Zeit:

„Ich habe 1967 begonnen, meine Gedichte mittels meiner Stimme über Schallplatte und in Liederabenden Millionen Menschen zugänglich zu machen. Dies war nach dem Beispiel Bob Dylans zunächst sinnvoller als Lyrikbändchen im Selbstverlag oder bei Suhrkamp zu veröffentlichen. 1982, also durchaus im Zenit dieser Karriere, mußte ich meine Konzerttätigkeit beenden, weil es mir zur Qual wurde, um 20 Uhr vor einigen tausend Zuhörern begabt zu agieren, nur weil sie Eintritt bezahlt hatten.“ (André Heller in den Liner Notes der 1991 erschienenen „Kritischen Gesamtausgabe“)

2004 wurde er mit dem Amadeus Austrian Music Award für Ruf und Echo ausgezeichnet. Diese 3-CD-Retrospektive wurde von Chris Gelbmann initiiert, einem österreichischen Liedermacher und damaligen A&R-Manager von Universal Music.

Aus Anlass seines 60. Geburtstags gab André Heller im April 2007 im Wiener Radiokulturhaus nach fünfundzwanzigjähriger Bühnenabstinenz einen Liederabend unter dem Titel „Konzert für mich“.

1976 gründete Heller zusammen mit Bernhard Paul den Zirkus Roncalli, stieg jedoch noch im Gründungsjahr wieder aus dem Gemeinschaftsprojekt aus, seiner Darstellung nach, weil er „den Erfolg nicht teilen wolle“.

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André Heller mit Harry  Belafonte und Hannes Wader, 1982

1977 scheiterte Heller mit seinem Versuch, die Stadt München für eine „Weltausstellung der Phantasie“ auf dem Olympiagelände zu gewinnen, da die Behörden die finanzielle Realisierbarkeit bezweifelten. 1983 begann er eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Stefan Seigner, der bis 2003 seine Geschäfte führte.

Bereits 1968 war Heller (Pseudonym: André Miriflor) Mitfinancier des mit Erika Pluhar hauptbesetzten Films Moos auf den Steinen, für den er nach eigenen Angaben sein Erbteil aufgebraucht habe. Bald stand er aber auch selbst vor der Kamera. Neben seinen Spektakeln spielte André Heller Hauptrollen in diversen internationalen Kinofilmen, unter anderem in Hans-Jürgen Syberbergs Karl May und Hitler, ein Film aus Deutschland, Radu Gabreas Fürchte Dich nicht Jakob und Doktor Faustus von Johannes Schaaf, sowie in Peter Schamonis Frühlingssinfonie sowie eine Nebenrolle in Maximilian Schells 1979 herausgekommener Verfilmung der „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Ödön von Horváth. Bereits 1969 hatte Heller in einer Fernsehfassung von Arthur Schnitzlers Tragikomödie Das weite Land unter der Regie von Peter Beauvais mitgewirkt: An der Seite von O. W. Fischer (als Friedrich Hofreiter), Ruth Leuwerik (Genia Hofreiter), Walter Reyer (Dr. Franz Mauer), Helmut Qualtinger (Bankier Natter) und anderen verkörperte er Gustav Wahl, den Bruder von Erna Wahl (Sabine Sinjen). 1989 war er auch als Briefmarkenkünstler tätig. Im Auftrag der Postverwaltung der Vereinten Nationen entwarf er die Briefmarke zum zehnjährigen Jubiläum der UNO-Wien.

Zuletzt war er als Kulturkoordinator für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland tätig. Er gestaltete im Jahr 2000 die Finalpräsentation für die erfolgreiche bundesdeutsche Bewerbung und entwarf 2003 einen „Fußball-Globus“, der als „architektonischer Vorbote der WM“ durch Deutschland tourte. In einem Urheberschafts-Streit um den Fußball-Globus warfen die Architekten Friedemann und Nikolai Kugel André Heller vor, die Idee kopiert zu haben. Unumstritten ist aber die Heller-Eigenerfindung des Fußball-WM-Mottos „Die Welt zu Gast bei Freunden“.

Die für die Fußballweltmeisterschaft von André Heller geplante Eröffnungsgala im Olympiastadion Berlin, an der auch Brian Eno und Peter Gabriel beteiligt waren, wurde am 13. Januar 2006 durch die FIFA abgesagt. Als Grund wurde genannt, dass der Rollrasen, der nach Ende der Gala neu verlegt hätte werden müssen, bis zum ersten dort stattfindenden Spiel (13. Juni 2006) möglicherweise nicht mehr in perfekter Qualität angewachsen wäre. Gerade wegen des Scheiterns bilanziert Heller dieses Projekt als „interessante Erfahrung“.

Grundsätzlich lässt sich André Heller – laut eigenen Angaben – nur auf Arbeiten ein, die ihn in seinem künstlerischen Lernhorizont weiterbringen. Selbst ein hypothetisches Angebot von 100 Millionen Dollar seien ihm nicht Grund genug, eine Sache umzusetzen, die für seine Entwicklung nicht sinnvoll sein würde. „Das ist zwar verlockend, weil mir einiges einfällt, was man an klugen und tiefen und spannenden Projekten mit 100 Millionen Dollar machen kann, aber letztlich darf ich nicht meine Zeit veruntreuen. Ich weiß doch nicht, ob ich nicht im nächsten Satz tot umfalle“, äußerte Heller in einem SWR-Interview.

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André Heller, 2006

Seit 2003 ist Robert Hofferer sein Manager und führt die Firma Artevent, mit Sitz in Wien.

André Heller war von 1970 bis 1984 mit der Schauspielerin, Sängerin und Autorin Erika Pluhar verheiratet. Einige Jahre lebte er in den 1970er-Jahren mit der Burgschauspielerin Gertraud Jesserer zusammen, viel später mit der Schauspielerin Andrea Eckert. Kurzzeitig liiert war Heller Mitte der 1980er-Jahre auch mit Anke Kesselaar, der damaligen Ehefrau Rudi Carrells.

Der Künstler besitzt eine Wohnung in einem Wiener Stadtpalais in der Renngasse im 1. Bezirk, das im Eigentum des Chorherrenstifts Klosterneuburg steht. In der Renngasse empfing Heller im Jahr 2000 den damaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Zeitweilig lebt Heller auch in der dem Giardino Botanico A. Hruska zugehörigen Villa in Gardone Riviera. Gegenwärtig lebt Heller mit dem früheren Model Albina Schmid zusammen. Er hat einen Sohn namens Ferdinand Sarnitz, der unter dem Künstlernamen „Left Boy“ Musik macht.

In seinem „heiteren Liebesroman“ Die Vereinigung von Körper und Geist mit Richards Hilfe lässt der Satiriker Chlodwig Poth den Wiener Chansonnier Andreas Herb auftreten, der ein leicht erkennbares Porträt Hellers darstellt. Poth schildert ein Abendessen der Frankfurter pardon-Redaktion mit Herb und gießt dabei reichlich Spott über den Künstler aus. (Quelle: wikipedia)

Notizbuch

2 Seiten aus dem Notizbuch des André Heller

Hier also sein Album „Stimmenhören“, das von vielen als sein wichtigstes Album eingeschätzt wird.
Es erschien fast ein Jahr nachdem Heller seine Konzerttätigkeit aufgegeben hatte.

Die Aufnahmen zu Stimmenhören fanden zwischen November 1982 und März 1983 statt und wurden in verschiedenen Tonstudios in Wien und in Hamburg eingespielt. Stilistisch lässt es sich kaum als ein „typisches“ Austropopalbum einordnen, es enthält Liedermacherelemente, wie auch frühe Beispiele von World Music. An dem Album wirkten wie fast immer bei Heller ebenso prominente wie herausragende Gastmusiker mit. Darunter der argentinische Bandoneonspieler Dino Saluzzi, der US-amerikanische Jazztrompeter Freddie Hubbard und der österreichische Geiger Toni Stricker.
Wichtige Titel

„Für immer jung“ wurde als Bob-Dylan-Cover im Duett mit Wolfgang Ambros eingespielt und gilt heute ebenso wie „Wie mei Herzschlag“ als eine der „klassischen“ Stücke des späteren Austropop. „Erhebet euch Geliebte“ war ein wichtiger Titel für die Friedensbewegung der frühen 1980er Jahre. Die Stücke „Der Mikado“ und das laut den Liner Notes auf einer Eisenbahnfahrt nach Kanton entstandene „Mir träumte“ sind Beispiele für die musikalisch-poetische Anlehnung Hellers an die Schule des Phantastischen Realismus. Bemerkenswert ist auch das von Heller auf Jiddisch gesungene und von Toni Stricker auf der Geige begleitete Volkslied „Zehn Brider“.

Das Cover zeigt ein Gemälde von Christian Ludwig Attersee unter Verwendung einer Fotografie Hellers aufgenommen von Gabriela Brandenstein.

Keine Frage: Ein beeindruckendes Album, nicht nur wegen der bunten Mischung der beteiligten Musiker (von Freddie Hubbard bis Konstantin Wecker), sondern auch wegen der poetischen Kraft von Heller´s Betrachtungen … ach, da gäbe es so anzumerken … Aber: dieses Meisterwerk selber zu entdecken ist ja auch ganz interessant.

Und ja, ein eitler Pfau war auch, zeitlebens.

Booklet01A

Besetzung:
André Heller (vocals)
Mischa Krausz (bass)
Horacio Lopez (drums)
Pete Maunu (guitar)
Manogo Mujica (percussion)
Peter Wolf (keyboards)
+
Wolfgang Ambros (vocals bei o6.)
Fritz Beyer (clarinet bei 05.)
Günter Dzikowski (keyboards bei 06.)
Freddie Hubbard (fluegelhorn bei 07.)
Peter Koller (guitar bei 06.)
Helmut Nowak (drums bei 06.)
Helmut Pichler (bass bei 06.)
Dino Saluzzi (bandoneon bei 03., 04.)
Toni Stricker (violin bei 05.)
Konstantin Wecker (piano bei 10.)
Benno Wieser (english horn bei 07.)
Ina Wolf (background vocals bei 02. + 07.)
+
Der Hamburger Friedenschor unter der Leitung von Irmgard Schleier (bei 09.)

HellerWecker

mit Konstantin Wecker in der Toskana (wo sonst ?)

Titel:
01. Der Mikado (Heller) 1.43
02. Wie mei Herzschlag (Thompson/James/Christopher/Heller) 3.25
03. Tulios Lied (Heller/Hoffmann) 4.17
04. Die Hundertjährige (Sardou/Heller) 4.04
05. Zehn Brider (Jiddisches Volkslied/Heller) 6.13
06. Für immer jung (Dylan/Ambros/Heller) 3.54
07. Der erste Reif in Rimini (Wolf/Heller) 4.17
08. Mir träumte (Wolf/Heller) 4.20
09. Erhebt euch Geliebte (Heller/Hoffmann)     4:16
10. Nachbemerkung (Wecker/Heller) 2.25

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Verschiedene Interpreten – Hans Rosenthal präsentiert Höhepunkte aus „Das gibt´s nur einmal“ (1983)

FrontCover1Im Jahre 1983 präsentierte die ARD ein ganz besondere Show !

Um dieses Satz so richtig zu verstehen, bedarf es einer Einnerung an Hans Rosenthal:

Hans Rosenthal wuchs in einer jüdischen Familie in Berlin-Prenzlauer Berg (Winsstraße 63) auf und erlebte als Kind die wachsende antisemitische Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Sein Vater starb 1937 an Nierenversagen, seine Mutter 1941 an Darmkrebs. Sein Bruder Gert (26. Juli 1932−Oktober 1942)[1] und andere Angehörige wurden im Holocaust ermordet. Hans Rosenthal wurde ab 1940 von den Nationalsozialisten zu Zwangsarbeit herangezogen; er arbeitete u.a. als Totengräber bei Fürstenwalde und als Akkordarbeiter in einer Blechemballagenfabrik in Berlin-Weissensee und Torgelow. Ab 1943 tauchte er in der Berliner Kleingartenanlage „Dreieinigkeit“ (Bezirk Lichtenberg) unter und überlebte bis zum Kriegsende im Versteck, wo er von drei nichtjüdischen Berlinerinnen unterstützt wurde.

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Der kleine Hans Rosenthal

1945 machte er eine Ausbildung beim Berliner Rundfunk, wo er danach als Regieassistent arbeitete und das erste Hörspiel Nathan der Weise betreute. Zeitweise war er auch im Betriebsrat des Berliner Rundfunks tätig, dies führte jedoch zunehmend zu Konflikten mit den Aufsichtsgremien der sowjetisch gesteuerten Rundfunkanstalt. Deshalb ging Rosenthal im Jahre 1948 in die Westsektoren und wechselte zum RIAS, wo er zunächst als Aufnahmeleiter und Unterhaltungsredakteur seine Rundfunkkarriere startete. Er wurde schließlich einer der beliebtesten deutschen Quizmaster von Unterhaltungssendungen im Hörfunk. Beim RIAS Berlin gestaltete er in den 1950er- bis 1980er-Jahren Rate- und Unterhaltungssendungen, die er auch meistens selbst entwarf. Dazu gehören Allein gegen alle, Wer fragt, gewinnt, Kleine Leute – große Klasse, Das klingende Sonntagsrätsel, Spaß muß sein, Opas Schlagerfestival, Da ist man sprachlos, Frag mich was, Die Rückblende und Günter Neumann und seine Insulaner (als Aufnahmeleiter), Spiel über Grenzen und im Fernsehen Gut gefragt ist halb gewonnen, Dalli Dalli sowie Rate mal mit Rosenthal, KO oder OK, Alles mit Musik, Eins plus eins gegen zwei, Erinnern Sie sich noch ?, Gefragt – Gewusst – Gewonnen, Mal seh’n was uns blüht, Quizparade, Hans Rosenthal stellt vor, Zug um Zug und Das Schlagerfestival der 20er Jahre im ZDF. Eine seiner besten Sendungen war die ARD-Show Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden (Buch: Curth Flatow) aus dem Jahre 1983; in dieser Sendung versuchte Rosenthal, die Zeit des Nationalsozialismus in einer Unterhaltungssendung zu verarbeiten. Hier zeigte Rosenthal in einer pointiert gesetzten Conference, dass er neben seiner vielseitigen Arbeit als Quiz- und Showmaster auch über

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Der große Hans Rosenthal

lange Jahre hinweg politische Kabarettsendungen gestaltet und geleitet hat. Seine Schlussconference von damals hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt: „Vor 50 Jahren fing alles an, und wir alle können nur hoffen, dass diese Vergangenheit keine Zukunft hat!“ Der SPIEGEL schrieb in den 1980er-Jahren über Rosenthal, dass seine Herzlichkeit „nahe dem Gefrierpunkt“ sei und er allzu harmlos daherkam. Beim Fernseh- und Radiopublikum kam Rosenthal jedoch nach wie vor gut an. Bekannt wurde er durch die Moderation der ZDF-Sendung Dalli Dalli und seine wiederkehrende Frage an das Publikum „Sie sind der Meinung, das war…?“, worauf das Publikum stets begeistert „Spitze!“ rief, während Rosenthal einen – im Fernsehbild kurz „eingefrorenen“ – Luftsprung vollführte, der sein Markenzeichen wurde.
Obwohl Rosenthals Betätigungsfeld im Hörfunk und Fernsehen überwiegend auf Deutschland konzentriert war, hat er auch einige Sendungen im Ausland produziert: Bereits im Jahre 1966 veranstaltete er im Paris Theatre in London die Sendung „Spaß muß sein“ (Aufnahme: 11. Juli 1966) anlässlich der Fußballweltmeisterschaft (eine Coproduktion zwischen der BBC – Deutschsprachiger Dienst und dem RIAS, SFB, NDR und SDR); es folgten aus der Schweizer Halle in Tondern/Dänemark „Wer fragt – gewinnt“ (Aufnahme: 11. April 1970) und „Spaß muß sein“ aus dem Brucknerhaus in Linz/Österreich (Aufnahme: 10. November 1984) sowie jeweils 2 Sendungen jährlich von „Dalli, Dalli“ aus Wien.
Zwei von Rosenthal begründete Hörfunk-Sendereihen laufen im Deutschlandradio Kultur. Es ist die Reihe Sonntagsrätsel (früher: Das klingende Sonntagsrätsel), die sonntags mit Christian Bienert als Moderator ausgestrahlt wird, und das Städtequiz Allein gegen alle, das im Rahmen der Reihe Aus den Archiven einmal im Monat gesendet wird.
Rosenthal engagierte sich seit den 1960er Jahren im Zentralrat der Juden in Deutschland, ab 1973 als Mitglied seines Direktoriums, in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie in diversen sozialen Projekten. Sein bevorzugter Ferienort war Utersum auf Föhr, dessen Ehrenbürger er wurde.

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In der Zeit von 1965 bis 1973 war der bekennende Fußballfan auch Präsident des Fußballvereins Tennis Borussia Berlin. Die in diesem Verein tätige und von ihm mitgegründete „Prominenten-Elf“ trägt seit seinem Tod den Namen „Hans-Rosenthal-Elf“ und sammelt Gelder für die Hans-Rosenthal-Stiftung „Schnelle Hilfe in akuter Not e.V.“
1980 veröffentlichte Rosenthal unter dem Titel Zwei Leben in Deutschland seine Autobiographie. Er starb 1987 an Magenkrebs und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße in Berlin beigesetzt. Mit seiner Frau Traude hat Hans Rosenthal eine Tochter und einen Sohn.(Quelle:

Rosenthal war also mehr als unmittelbar vom dreckigen Terror des Nazipacks betroffen.  Dass er damals diese Show moderierte, erfüllt mich heute mich großer Achtung, auch wenn ich damals seinen “Dalli-Dalli“ Klimbim als mehr als überflüssig empfand.

Und die „Jüdische Allgemeine“ Zeitung schrieb erst neulich (09.01.2014) über diese Show:

Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden«, lautete der Titel einer Show, die Hans Rosenthal 1983 in der ARD präsentierte. Auf dem Programm: populäre Musik mit Texten und Melodien jüdischer Autoren und Komponisten, die unter den Nazis in Deutschland Aufführungsverbot hatten.

Werner Richard Heymann etwa, desssen Schlager Das gibt’s nur einmal der Sendung den Namen gab, Fritz Rotter und Walter Jurman von den »Comedian Harmonists« (Veronika, der Lenz ist da), Operettenkomponisten wie Leon Jessel (Schwarzwaldmädel), Emmerich Kálmán (Die Csárdásfürstin) und Paul Abraham (Ball im Savoy).

Die von ihm ausgewählten Musiktitel ergänzte Rosenthal mit Zitaten aus der Zeit des Nationalsozialismus und Ausschnitten aus der Wochenschau. Diese Sendung war für ihn eine Herzensangelegenheit. Hans Rosenthal hatte die Schoa versteckt in einer Laubenkolonie überlebt.

»Es war ein dunkles, trauriges Kapitel im Buch der deutschen Geschichte, das vor 50 Jahren anfing«, sagte der populäre Entertainer in der Live-Sendung: »Ich bin stolz, als Berliner diese Sendung präsentieren zu dürfen. Von hier nahm vieles, beinahe alles davon, seinen Anfang, aber hier haben auch viele schöne Melodien das Licht der Welt erblickt.«

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Und in wikipedia kann man dann noch folgendes über diese Show lesen:

„Zu einer seiner besten Sendungen zählt die ARD-Show „Das gibt’s nur einmal – Noten, die verboten wurden“ (Buch: Curth Flatow) aus dem Jahre 1983; in dieser Sendung versuchte Rosenthal, die Zeit des Nationalsozialismus in einer Unterhaltungssendung zu verarbeiten. Hier zeigte Rosenthal in einer pointiert gesetzten Conference, dass er neben seiner vielseitigen Arbeit als Quiz- und Showmaster auch über lange Jahre hinweg politische Kabarettsendungen gestaltet und geleitet hat. Seine Schlussconference von damals hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt: „Vor 50 Jahren fing alles an, und wir alle können nur hoffen, dass diese Vergangenheit keine Zukunft hat!“

Ich kann da nur sagen: Respekt, auch wenn die Musik … nur bedingt zu meinem bevorzugtem Repertoire gehört (wobei mir Seite 2 mit ganz viel Horst Jankowski deutlich besser gefällt).

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Besetzung:
Diverse Interpreten
+
Rias Orchester unter der Leitung von Horst Jankowski
Rias Orchester unter der Leitung von Willy Mattes

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Titel:
01. RIAS Orchester: Das gibt´s nur einmal (Richard/Heymann/Gilbert) 1.38
02. Heinz Holecek: Die Musik kommt (Straus/v.Liliencron) 2.52
03. Brigitte Lindner: Erklingen zum Tanze die Geigen (Jessel/Neidhardt) 1.30
04. Martin Finke & Dagmar Koller: Malwine, ach Malwine (Jessel/Neidhardt) 0.48
05. Martin Finke: Mädle aus dem schwarzen Wald (Jessel/Neidhardt) 1.09
06. Rudolf Schock: Zwei Märchenaugen (Kálman/Brammer/Grünwald/Jenbach) 2.18
07. Frieder Stricker: Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht (Kálman/Stein) 2.18
08. Martin Finke & Brigitte Lindner: Irgendwo auf der Welt (Heymann/Gilbert) 2.25
09. Tamara Lund: Heut könnt´ einer sein Glück bei mir machen (Fall/Schenzer/Wellisch) 1.24
10. Ernst H. Hilbich & Tamara Lund: Joseph, ach Joseph (Fall/Schenzer/Wellisch) 1.30
11. Botho Lucas-Chor: Ausgerechnet Bananen (Yes, We Have No Bananas) (Silver/Cohn/Beda) 1.10
12. Horst Jankowski: Alexanders´s Ragtime Band + Always (Berlin) 1.25
13. Botho Lucas-Chor: Veronika, der Lenz ist da (Jurmann/Rotter) 1.37
14. Horst Jankowski: Tiger Rat (LaRocca) 1.08
15. Botho Lucas-Chor: Ich weiß nicht, was soll das bedeuten (Die Loreley) (Silcher/Heine) 1.13
16. Horst Jankowski: Parade der Zinnsoldaten (Jessel) 1.44
17. Beate Granzow, Helmut Wallner & Tamara Lund: Es ist so schön am Abend bummeln zu gehn + Toujours L´amour (Abraham/Günwald/Löhner) 2.17
18. Beate Granzow & Helmut Wallner: Mausi (süß warst du heute nacht) (Abraham/Günwald/Löhner) 0.58
19. Horst Jankowski: Macke-Messer-Song (Brecht/Weill) 2.10
20. Beate Granzow & Helmut Wallner: Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht + Und zum Schluß schuf der liebe Gott den Kuss (Hirsch/Rebner/Berg) 1.56
21. Willy Mattes: Can-Can (Offenach) 1.56

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Maria Bill – Maria Bill (1983)

FrontCover1.JPGManchmal lang ich mir ja an Hirn … wie konnte es nur dazu kommen, dass ich diese Maria Bill erst jetzt entdecke … ist sie doch eine der profiliertesten Sängerinnen Österreichs (auch wenn sie eigentlich aus der Schweiz kommt) … und als Schauspielerin wusste sie wohl auch zu glänzen:

Maria Bill (* 15. November 1948 in Trogen, Schweiz) ist eine Schweizer Schauspielerin und Sängerin.

Maria Bill ist eine von vier Töchtern von Arthur Bill und seiner Frau Berta. Ihre Eltern arbeiteten im internationalen Kinderdorf Pestalozzi in Trogen im Appenzeller Mittelland, deshalb wuchsen die vier Schwestern auch dort auf. Aufgrund der Internationalität im Dorf lernte Bill die Lust an Sprachen und am Imitieren dieser. Einmal jährlich wurde den Kinderdorfpaten eine Tanz- und Singvorstellung der Kinder geboten, wodurch Bills Interesse am Schauspiel geweckt wurde.

Anfang der 1970er Jahre wurde Maria Bill von ihrer Mutter, die ihrerseits daheim Lieder der Piaf gesungen hatte (vgl. Abschnitt Musikkarriere unten), nach Zürich auf die Schauspielschule geschickt. 1971 bis 1974 hatte sie ihr erstes Engagement am Zürcher Theater am Neumarkt. Nach drei Jahren als Ensemblemitglied wurde sie von den Kollegen per Ensemblebeschluss hinausgeworfen: „Du fühlst dich als Küken im Nest zu wohl. […] Du musst raus in die Provinz und die Scheiße kennenlernen!“

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Maria Bill und  Michael Schottenberg, 1980

Auf Anregung des damals noch jungen, späteren Regisseur Christoph Marthaler, den Bill als Straßenmusiker in Zürich kennenlernte, kam sie anschließend auf die Theaterschule von Jacques Lecoq in Paris: „Lecoq hat mich befreit und mir die Hemmungen genommen.“ Dort setzte sie sich auch mit ihrem komödiantischen Talent auseinander.

Zurückgekehrt nach Zürich wollte sie gemeinsam mit einem Clownkollegen und einem Kastenwagen durch die Lande touren. Zu dieser Zeit gastierte in Zürich auch Hans Gratzer mit seinem „Flittertheater“, den Bill dort ebenso kennenlernte, wie sein „Truppenmitglied“ Michael Schottenberg, ihren späteren Ehemann:

„Ich dachte mir: Eigentlich ist es genau das, was ich machen möchte! Da will ich mit! Ich bin also mit dem Clown nach der Vorstellung zum Gratzer, um ihm das zu sagen. Er hat es eingesehen und uns beide tatsächlich gleich mit auf Tour genommen. So habe ich dann auch den Schottenberg kennengelernt, und als mich der Gratzer mit nach Wien nehmen wollte, hatte ich gar nichts dagegen.“ (Maria Bill)

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Maria Bill im Jahr 1985 beim Austria Rockfestival in Voitsberg

Bill war sodann ab Gründung im Jahr 1978 beim ersten Ensemble des Wiener Schauspielhauses dabei. Der Gründer Gratzer hatte fünf Premieren hintereinander angesetzt, wobei das Haus nach der Adaption auf Theater vom Ensemble selbst noch fertig hergerichtet werden musste: „Wir haben gehackelt wie die Wahnsinnigen – und hinten noch die Häusln geputzt, während vorn schon das Publikum mit den Sektgläsern in der Hand herumstand.“ Breitere Bekanntheit erlangte die Bill im Jahr 1982 mit einem am Schauspielhaus gespielten und gesungenen Stück über das Leben der Édith Piaf, für das sie mit der Kainz-Medaille der Stadt Wien ausgezeichnet wurde. Es folgte 1982/83 eine Tournee in die Schweiz und nach Deutschland mit Auszeichnung mit dem Goldenen Theatertaler der Stadt Berlin.

In der Folge spielte sie unter anderem im Theater in der Josefstadt, am Burgtheater und in Michael Schottenbergs Theater im Kopf. 1995 bis 2004 wurde sie von Emmy Werner ans Volkstheater geholt. Für ihre Darstellung der Salome Pockerl in Nestroys Der Talisman erhielt sie den Karl-Skraup-Preis, als Bertolt Brechts Mutter Courage feierte sie ebenfalls Erfolge. Auch in der Direktionszeit ihres Ehemanns Michael Schottenberg ab der Spielsaison 2005/06 war Maria Bill auf der Bühne des Volkstheaters zu sehen, darunter als Sally Bowles in Cabaret (2007), in Wer hat Angst vor Virginia Woolf sowie in Hiob. In der Spielzeit 2013/2014 stand sie „in einer der wunderbarsten Rollen auf ‚ihrer‘ Bühne“ (ORF/Ö1[3]): Sie spielte in Glorious (Regie: Michael Schottenberg) die „berühmteste Falschsängerin aller Zeiten“ (ORF/Ö1), Florence Foster Jenkins. Ab Februar 2014 spielte sie mit Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Regie: Schottenberg) in einem weiteren Stück von Bertolt Brecht.

Bei den Salzburger Festspielen in den Jahren 1999 und 2010 verkörperte sie im Jedermann die Guten Werke.

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Im September 2010 fasste Maria Bill in ihren Dankesworten anlässlich des ihr verliehenen Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ihre Zeit in Wien zusammen mit:

„Eigentlich wollte ich nur kurz bleiben, und heute, nach 30 Jahren, bin ich immer noch hier. Wien hat mich mit offenen Armen empfangen und aufgenommen. Ich habe hier tolle Menschen kennengelernt und wichtige Rollen gespielt.Ausgangspunkt ihrer musikalischen Karriere waren Bills Auftritte über die Piaf:

„Andere schreiben ihre Sehnsüchte und Verzweiflungen als Jugendliche in Tagebücher, bei mir waren es Lieder. Sie sollten aber lange Zeit mein Geheimnis bleiben. Als ich 1982 im Schauspielhaus dann dieses Stück über Edith Piaf spielen und singen durfte, hat mir diese Alte irrsinnig Mut gemacht. ‚Wenn ich singe, bin das ich‘, hat sie gesagt, und das hielt ich für eine gute Idee. Die Plattenfirmen haben mir damals die Tür eingerannt! Ich sollte allerdings Piaf-Lieder singen, und das fand ich absurd – denn die gab es ja im Original. Also habe ich meine eigenen Lieder aus der Schublade geholt.

Christian Kolonovits als ihr Produzent und Maria Bill sichteten daraufhin ihren vorhandenen Liederbestand und sortierten aus. Trotzdem die beiden am nächsten Tag aus den aussortierten Liedern wieder welche hinzunahmen, blieben es für eine (erste) Langspielplatte zu wenige, woraufhin Kolonovits meinte, Bill müsse noch etwas schreiben. Als „Geschenk des Augenblicks passiert[e]“ ihr dann an einem weiteren Tag der zukünftige Hit „I mecht landen“.

Single

Die Single. 1983

Mit dem 1983 veröffentlichten Debütalbum (LP) Maria Bill gelang es ihr, im folgenden Jahr in den Spitzenbereich der Hitparade vorzudringen. Der darauf enthaltene Titel I mecht landen gilt als erfolgreicher Vertreter des Austropop. Im September 2012 wurde ihr schon seit längerer Zeit vergriffenes Album von 1983 unter dem Titel Anniversary Edition sowie mit ihren Liedern bis 1987 auf einer Doppel-CD neu veröffentlicht. Mit einem Großteil dieser Lieder ging der „Kurzzeit-Austropop-Star“ (Falter), beginnend ab 5. Oktober im Wiener Konzerthaus, auf Abschiedstournee.

Neben der Interpretation der eigenen Lieder zählen ihre musikalischen Programme mit Chansons von Édith Piaf und Jacques Brel zu ihren Erfolgen. Immer wieder singt sie weiterhin unter den Titeln Maria Bill singt Edith Piaf, Maria Bill singt Jacques Brel, sowie Maria singt Bill[2] auf verschiedenen Bühnen im deutschsprachigen Raum.

Im Oktober 2014 – in der Abschiedssaison von Michael Schottenberg – war Maria Bill mit Liedern von Kurt Weill und Bertolt Brecht auf der Bühne des Volkstheaters.

Dem Publikum ist sie auch durch Rollen in den Fernsehserien Kottan ermittelt und Trautmann bekannt, in den Filmen Das Geheimnis (1992), Averills Ankommen (1992) und Das zehnte Jahr (1995) spielte sie Hauptrollen. 2006 spielte sie die Prostituierte Herta im Spielfilm Slumming von Michael Glawogger.

Maria Bill beteiligte sich auch an Hörspielen. Das 1981 erschienene Kinderbuch Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel von Mira Lobe und Winfried Opgenoorth wurde 1993 von Erich Meixner vertont. Sie leiht darin der Hauptfigur Valerie ihre Stimme.

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Gemälde von Alfred Biber

Maria Bill war 35 Jahre mit dem Schauspieler, Regisseur und ehemaligen Direktor des Volkstheaters Michael Schottenberg verheiratet. Ende 2011 machten sie die Trennung öffentlich. Maria Bill spricht von ihm, ohne den Vornamen zu nennen, als (den) Schottenberg.

Deren beider Sohn ist der österreichisch-schweizerische Schauspieler und Musiker Tany Schottenberg (* 1988), der aus seinen beiden Vornamen seinen Künstlernamen Tany Gabriel gebildet hat.

Maria Bill lebt in Wien-Neubau und fährt in der Stadt mit dem Fahrrad, unter anderem zu Interviews. Sie beherrscht die im Appenzeller Raum Talerschwingen genannte Technik, wobei eine 5-Franken-Münze in einer Tonschüssel kreisen gelassen wird. (wikipedia)

Das nenn ich ein pralles Leben !

Hier ihr Erstlingswerk und ich sag´s mal, wie es ist: Dieses Album ist einfach ne Wucht !

Da haben wir eine großartige Stimme, da haben wir Texte, die unter die Haut gehen („Lass dich nicht schrecken„, „Ich will keine Angst haben„, „Kaktus“). Bestimmte Textzeilen möchte man am liebsten in den Arm  und mit in den Schlaf nehmen.

Die Musik … mal zärtlich, mal stürmisch, mal zornig, mal sehnsüchtig …  die Facetten all jener intensiven Emotionen einfangend … und eine Band, die dazu aufmerksam, kraftvoll und zugleich sensibel aufspielt.

Das Album: Ein Triumph intensiver Emotionen … !

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Besetzung:
Maria Bill (vocals)
Christian Felke (saxophone)
Christian Kolonovits (keyboards)
Mischa Krausz (bass)
Jürgen Zöller (drums, percussion)

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Titel:
01. Lass dich nicht schrecken (Kolonovits/Bill) 3.42
02. I Mecht landen (Kolonovits/Bill) 4.31
03. Meine Schuhe (Bill) 3.06
04. Café De Flore (Bill) 4.38
05. May Be (Bill) 3.36
06. Was ist los (Bill) 2.59
07. Kaktus (Kolonovits/Bill) 5.31
08. Ich will keine Angst haben (Bill) 4.43
09. Amsterdam (Bill) 1.31
10. Der letzte Gspritzte (Bill) 4.15

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