Ludwig Güttler – Bläsermusik zur Weihnacht (1984)

FrontCover1Für mich ist und bleibt er einer der bedeutendsten Trompetenspieler der Gegenwart.

Hier mal eine WEihnachts-LP von ihm … es war wahrlich nicht seine einzige, wenn ich das recht +berblicke.

Auf dieser LP zelebriert er sein Trompetenspiel mit Miniaturen aus der Barock- undRenaissancezeit und das auf dem zu erwartenden hohen Niveau:

Die Kompositionen „beeindrucken durch innere Geschlossenheit … und ruhigen, weitgespannten Bläsergesang, der weihnachtlichen Glanz austrahlt.“

Eine festliche Untermalung für die Besinnung unter dem Weihnachtsbaum. Alles Instrumentalstücke mit Bläsermusik.

Beim Kerzenschein des Adventkranzes vermittelt diese unvergleichliche Aufnahme ein tiefes, gläubiges Gefühl der Vorweihnachtszeit. eine Perle …
Wer Ludwig Güttler kennt, der weiß, dass diese Aufnahme interpretatorisch wie technisch ein einmaliges Tondokument darstellt und höchsten künstlerischen Ansprüchen genügt.

So ein paar der Amazon Kunden.

LudwigGüttler01

Und dann noch dieses Zitat:
„Wer den Auftakt in die nahende Adventszeit besonders festlich gestalten will, dem sei dieser Silberling empfohlen.“ (Klassik. com)
Besonders bemerkenseert für mich, dass Ludwig Güttler, der Musikforscher ganz und gar seltene Kompositionen ausgegraben hat … etliche der Komponisten höre ich damit zum ersten mal … erstaunlich, welche tiefen Kenntnisse der Ludwig Güttler von dieser Zeit hatte. Oder: wer kennt schon Komponisten namens Valerius Otto, Johannes Ghro, Melchior Vulpius oder Johannes Eccard ?
Interessant auch die verschiedenen Intzerpreationen von Klassikern wie „Es ist ein Ros entsprungen“oder gar „Vom Himmel hoch“ (da „streiten“ sich gleich 3 Komüonisten um das Urheberrecht !)

Wenn dann der Heilige Abend kommt … diese Scheibe wird dann bei uns erklingen ….

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Gibt´s heute noch: Das Blechbläserensemble des Ludwig Güttler

Besetzung:
Lothar Böhm (waldhorn)
Manfred Eidner (trombone)
Gerhard Eßbach (trombone)
Ludwig Güttler (trumpet)
Hans Hombsch (trombone)
Werner Hornuff (trombone)
Rainer Jurkiewicz (waldhorn)
Lutz Randow (trumpet)
Roland Rudolph (trumpet)
Kurt Sandau (trumpet)
Paul-Gerhard Schmidt (trombone)
Klaus Schweter (tuba)
Martin Stephan (tuba)
Heinz Stiefel (trumpet)
Istvan Vincze (waldhorn)
Manfred Zeumer (trombone)
BackCover1.JPG
Titel:
01. Valerius Otto: Intrade (Prag 1611) 3.06
02. Georg Friedrich Händel: Tochter Zion, freue dich 0.53
03. Johann Crüger: Wie soll ich dich empfangen 1.36
04. Johannes Ghro: Paduane Aus „Dreißig neue erlesene Padouane und Galliard…“, (Meißen 1604) 2.02
05. Andreas Raselius: Nun Komm, Der Heiden Heiland (Regensburg 1591) 0.43
06. Michael Praetorius: Jubilate Domino aus „Musae Sioniae“ (Teil X Nr. 45) 2.16
07. Georg Friedrich Händel: Marsch aus „Josua“ 1.16
08. Johann Pezel: Sonate 24 aus „Hora Decima“ 2.36
09. Anonymous: Uns ist geborn ein Kindelein aus „Weihnachtsliederbuch des Zwickauer Kantors Cornelius Freundt“ (1500-1591) 1.03
10. Melchior Vulpius: Kanon Über „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ 1.27
11. Michael Praetorius: Sinfonia über „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ 0.54
12. Michael Praetorius: Es Ist Ein Ros‘ Entsprungen Aus „Musae Sioniae“ (Teil VI Nr. 53) 0.55
13. Johann Crüger: Fröhlich soll mein Herze springen 1.03
14. Giovanni Gabrieli: Canzon à 7 2.41
15. Johann Pezel: Sonate 28 aus „Hora Decima“ 2.25
16. Johann Crüger: Gelobet seist du, Jesu Christ 1.19
17. Michael Praetorius: In Dulci Jubilo aus „Musae Sioniae“ (Teil II Nr. 5) 2.09
18. Johann Pezel: Sonate 21 aus „Hora Decima“ 4.16
19. Johann Andreas Herbst: Singt und klinget allzumal 1.21
20. Jeremiah Clarke: Trumpet Voluntary 2.20
21. Johannes Eccard: Vom Himmel hoch (Königsberg 1597) 0.27
22. William Brade: Paduane 2.38
23. Michael Praetorius: Vom Himmel hoch aus „Musae Sionae“ (Teil IV Nr. 2) 2.16
24. Michael Praetorius: Vom Himmel hoch Aus „Musae Sionae“ (Teil IX Nr. 8) 2.28
15. Johann Hermann Schein: Vom Himmel hoch 1.29
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Arktis – Novembermorgen (1983)

FrontCover1Mit „Artkis“ will ich mal wieder eine deutsche Rockgruppe vorstellen, die ähnlich wie „Papa Meets Pepperoni“ (vielleicht kennen einige noch diese Gruppe aus meinem alten blog) mit viel Enthusiasmus daran gingen, Musik zu machen … ohne dass sie jemals (bedauerlicherweise) einen Erfolg damit hatten.

Musikalisch bewegte sie sich überwiegend im so einer Art Mainstream-Rock der damaligen Zeit, unverkennbar sind teilweise Anleihen am Stil der Puhdys (was ja nicht das schlechsteste war) z.B. bei dem Titel „Höhen und Tiefen“.

Besonders bemerkenswert sind für mich aber die Texte dieser LP, allesamt geschrieben von einem Bernd Schmidt: Diese sind überaus ambitioniert, engagiert und sie drücke oftmals jenes Unbehagen aus, das damals in der Kohl-Ära zwar nicht gang und gäbe war, aber dennoch die Republik prägte.

Für mich ein zutiefst sympathisches Album !

ArktisLive

Besetzung:
Volker Dackow (bass)
Joachim Fitze (guitar)
Uwe Kallweit (drums)
Karsten Orf (keyboards)
Rolf Simon (guitar, vocals)

BackCover1Titel:
01. Der Träumer (Simon/Schmidt) 3.34
02. Höhen und Tiefen (Simon/Schmidt) 4.31
03. Novembermorgen (Fitze/Schmidt) 4.23
04. Unsere Art zu leben (Simon/Schmidt) 3.53
05. Leben mit dir (Simon/Schmidt) 3.14
06. Stoß mich an (Simon/Schmidt) 3.37
07. Hallo ihr da oben (Simon/Schmidt) 4.04
08. Was ich dir schon immer sagen wollte (Simon/Schmidt) 4.46
09. Lerne zu lieben (Simon/Schmidt) 5.45

LabelA1
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Ergänzung: Als ich diese Gruppe vor ein paar Jahren an anderer Stelle schon mal üräsentierte, meldte sich der Bassist Volker Dackow und schreib:

„Ich war Mitglied bei Arktis. War eine geile Zeit ! Bin noch immer aktiv, jetzt im Süden!“

Und zwar in der Band „Stealer“ … das mag ich noch ergänzen.

BMW Männerchor München – Aus Freude am Singen (1983)

FrontCover1Mein lieber Herr Gesangsverein … ja wo gibt´s denn sowas … na hier !

Jetzt macht uns auch noch der „BMW Männerchor“ seine Aufwartung:

„Im Juli 1979 trafen sich 20 BMW Mitarbeiter, um ihrem Chef zum 60. Geburtstag ein Ständchen zu bringen. Das war die Geburtsstunde des BMW Männerchores. Erster Chorleiter war Josef Seidl, ein musikbegeisterter BMW Mitarbeiter. 1980 übernahm Friedemann Winklhofer den Chor. Ein Höhepunkt war die Teilnahme an der Liszt-Nacht des Bayerischen Rundfunks 1986. Von 1988 bis April 1997 leitete Wolfram Buchenberg den Chor. Ihm folgten Stefan Urlbauer, 2000 Brigitte Blank und 2002 Claudia Scherg.

Seit 2012 hat Dora Drexel geb. Schell die Leitung inne. In Ungarn geboren, studierte sie Chorleitung-Gehörbildung und Musikpädagogik in Budapest, danach in München Chordirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München mit Abschluss des Meisterklassendiploms. Sie singt im Philharmonischen Chor München und in der Capella Cathedralis des Münchner Doms und leitet noch weitere Chöre in München. Zudem ist sie als freiberufliche Sängerin tätig.

In den nunmehr über 35 Jahren seines Bestehens hat sich unser Chor durch die Einflüsse verschiedener Chorleiter ein breites Spektrum aus den unterschiedlichsten musikalischen Richtungen erarbeitet – von geistlicher Musik, deutschen und internationalen Volksliedern bis hin zu Schlagern, Gospels und Melodien aus Musicals.

In München und im Umkreis ist der BMW Männerchor durch seine Auftritte und Konzerte bekannt geworden. Eine schöne Tradition sind u.a. die Adventskonzerte in der St. Georg-Kirche und der Dankeskirche in München-Milbertshofen. Regelmäßig tritt der Chor auch bei Konzerten und Matineen des Sängerkreises München auf. Jährliche Konzertreisen führen uns in viele Gegenden Deutschlands, aber auch ins benachbarte Ausland.

Der BMW Männerchor versteht sich als ein musikalischer Botschafter unseres erfolgreichen Unternehmens. Das Motto von BMW ist „Freude am Fahren“ – unser Motto heißt „Freude am Singen“.Seit November 2011 ist der Chor eingetragener und gemeinnütziger Verein als „BMW Männerchor München e.V.“. (Selbstdarstellung)

Na, da wird sich aber die Konzernspitze freuen …

BMWMännerchor

Und der damalige Leiter des Ensembles wart wahrlich kein Leichtgewicht:

Friedemann Winklhofer studierte zunächst Pharmazie, dann an der Hochschule für Musik in München Orgel, Klavier und Dirigieren. Weitere Studien führten ihn nach Paris zu Jean Guillou. Er begann seine Laufbahn 1977 als Assistent von Karl Richter beim Münchener Bach-Chor. 1988 und 1990 wirkte er auf persönlichen Wunsch von Leonard Bernstein an verschiedenen seiner Aufnahmen und Konzerte mit.

Als gefragter Continuospieler und auch als Solist arbeitete Friedemann Winklhofer mit vielen renommierten Orchestern und namhaften Dirigenten wie Lorin Maazel, Sir Georg Solti, Carlo Maria Giulini, Bernard Haitink, Krzysztof Penderecki, Marcello Viotti, Roger Norrington, Kent Nagano, Zubin Mehta, Semyon Bychkov, Franz Welser-Möst und Yehudi Menuhin zusammen. Konzertreisen, zahlreiche CD- und Fernsehproduktionen sowie Auftritte bei internationalen Festivals, u. a. bei den Salzburger Festspielen und dem Melbourne Festival, begleiten seine Karriere.

Friedemann Winklhofer

Friedemann Winklhofer

2008 weihte er mit dem Shanghai Philharmonic Orchestra und Coplands ?Symphony for Organ and Orchestra? die Klais-Orgel im neu erbauten National Grand Theater in Peking ein. Derzeit erarbeitet er als Herausgeber für den Henle-Verlag eine Urtext-Ausgabe aller Orgelwerke von César Franck.

Friedemann Winklhofer ist Professor an der Hochschule für Musik und Theater in München, Orgelsachverständiger der Erzdiözese München-Freising sowie »Custos« der Klais-Orgel in der Münchner Philharmonie. (Quelle: mphil.de)

Zu Gehör kommen zum einen Deutsche Volkslieder und zum anderen Adventslieder (man verzeihe mir die unpassende Jahreszeit).

Aber für beide Liederkategorie … man hat es sich bei der Auswahl nicht einfach gemacht. Statt altbekannte Gassenhauser beider Richtungen auszuwählen, hat man die in die Schatzkiste deutschen Liedergutes gegriffen und fast ausschließlich unbekanntere Melodien ausgewählt.

Überraschungen dieser Art mag ich ja.

Und die beiden Orgelkompositionen von Bach sind eine willkommene Abwechslung …

Und „Der Alte Peter“ … das ist keine Person, sondern eines der alten Wahrzeichen von München:

Die Pfarrkirche Sankt Peter, deren Turm im Volksmund Alter Peter genannt wird und zu Münchens Wahrzeichen zählt, ist die älteste erwähnte Pfarrkirche Münchens.

DerAltePeter

Der „Alte Peter“ zu München

Besetzung:
BMW Männerchor München unter der Leitung von Friedemann Winklhofer
+
Friedemann Winklhofer (organ)

BookletA

Titel:
01. Viva la Compagneia (Traditional/Siegler) 1.15
02. Der Frater Kellermeister (Muth/Kern) 4.21
03. Aus der Traube in die Tonne (Kerner/Lissmann) 1.47
04. Wer hat dich, du schöner Wald (Eichendorff/Mendelssohn-Bartholdy) 2.59
05. Still ruht der See (Pfeil) 1.36
06. Ein Jäger aus Kurpfalz (Traditional) 0.55
07. Heißa Kathreinerle (Traditional) 0.53
08. Der Käfer und die Blume (Veit) 1.21
09. Das Dirndl mit´m roten Miada (Traditional) 1.18
10. So lang der Alte Peter (Traditional) 0.55
11. Es wird schon glei dumpa (Traditional) 2.25
12. Ave Maria zart (Traditional) 1.53
13. Maria durch ein Dornwald ging (Traditional) 2.04
14. Fuga sopra il Mafnificatz für Orgel (Bach) 4.27
15. Als ich bei meinen Schafen wacht´ (Traditional) 2.26
16. Kommet, ihr Hirten (Traditional) 1.21
17. Im Stall in der Krippe (Traditional) 1.36
18. Choralvorspiel Il dulcio jubilo (Bach) 2.04
19. Still, still, still, weil´s Kindlein schlafen will (Traditional) 1.43
20. Leise rieselt der Schnee (Ebel) 1.29
21. O du fröhliche (Traditional) 2.00

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BackCover1

Achtung ! In 6 Monaten ist Weihnachten schon wieder vorbei !

 

BAP – Bess demnähx (1983)

FrontCover1Damals waren BAP schon auf dem Weg zum Zentit … und diese Live-Doppel-LP geriet zu einem Triumph für eine der emerkenswertesten Bands, die es damals wohl gab.

Bess demnähx (Kölsch für „Bis demnächst“) ist das erste Livealbum der Kölner Rockband BAP. Es erschien 1983 bei EMI Electrola und war vom 26. August bis 1. September für eine Woche auf Platz eins der deutschen Albumcharts.

Das Livealbum ist ein Zusammenschnitt aus elf während der Vun drinne noh drusse-Tour aufgenommenen Konzerten. BAP wollten ursprünglich ein Live-Triplealbum rausbringen, was von der Plattenfirma aus Kostengründen abgelehnt wurde. Man verständigte sich darauf, das Doppelalbum im DMM-Verfahren (Direct-Metal-Mastering) zu pressen um die Gesamtlaufzeit auf insgesamt ca. 100 Minuten für die durchschnittlich 4 Stunden Livekonzert auf dem Album zur Verfügung zu haben.

Während der Tournee wurde der Schlagzeuger Wolfgang „Wolli“ Boecker durch Jan Dix ersetzt.

Von Bess demnähx gibt es, anders als bei den Studioalben von BAP, keine remasterte Version.

Booklet06A

 

Dreizehn der insgesamt achtzehn Lieder von Bess demnähx entstammten von den bis dahin erschienenen vier Studioalben. Dabei war das zu der Zeit aktuelle Album Vun drinne noh drusse mit sechs Stücken am stärksten vertreten. Drei Songs stammen von Für usszeschnigge! und jeweils zwei von den ersten beiden LPs …rockt andere kölsche Leeder und Affjetaut.

Die restlichen fünf Stücke waren neu bzw. Coverversionen. Weißte noch? und Nemm mich met sind während der Vun drinne noh drusse-Tour entstanden und sofort in das Live-Repertoire aufgenommen worden. Bei Su ’ne Morje handelt es sich um eine Coverversion von Bob Dylans One Too Many Mornings. Et Letzte Leed gehörte schon seit einigen Jahren zu BAPs Live-Repertoire, hatte es jedoch nie auf eines der bisherigen Studioalben geschafft. Für Hundertmohl konnte während der elf aufgenommenen Konzerte keine akzeptable Liveversion mitgeschnitten werden, worauf man sich entschied, eine Studioaufnahme anzufertigen, die dann als letzter Song das Album beendete.(Quelle: wikipedia)

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„Bess demnäx“ wurde auf der „Vun drinne noh drusse“-Tour 1982/1983 aufgenommen. Mit diesem Livealbum ist der Gruppe um Wolfgang Niedecken ein kleines Meisterwerk geglückt. Die meisten Titel kommen rockiger und druckvoller rüber, als bei den Studioversionen. Bei Stücken wie `Wenn et Bedde sich lohne däät`, `Ne schöne Jrooß`, `Zehnter Juni` und `Waschsalon` geht richtig die Post ab. Aber auch die ruhigeren Titel wie `Do kanns zaubere` und `Helfe kann dir keiner` schlagen voll ein. Meine liebsten Stücke sind auch heute noch `Nemm mich met`, `Frau, ich freu mich` und `Stell dir vüür`. Man hat wirklich den Eindruck, als wäre man direkt im Konzert, mitten unter den anderen Fans. Das nenne ich mal eine richtig starke Produktion (und deutlich besser als das schlappe „…affrocke!!“ von 1991). Zurück zu „Bess demnähx“. Natürlich muss man auch auf die grossen Hits `Verdamp lang her` und `Kristallnaach` nicht verzichten. Und zum Abschluss gibt es `Hundertmohl`, einen Studiosong.

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Toller Sound, tolle Setliste und grosse Spielfreude …

Schade ist es, dass bis heute die nicht veröffentlichten Lieder von der damaligen Tour nicht erschienen sind. Das Doppel-Album hat eine Spielzeit von knapp 100 Minuten, die Konzerte dauerten aber oft 180 Minuten. (DoubleTrouble)

BAP in voller Blüte. Mit den ersten Alben hatten sie den Großteil ihrer unsterblichen Songs bereits zusammen, von dem sie hier auch zehren können (ein gescheitertes Dylan-Abklatschen hier beschweigen wir mal). Musikalisch waren starke Instrumentalisten ein gutes Gegengewicht zu Niedeckens Ego. Dieser und die Band tobten sich regelmäßig kräftig bei den Konzerten aus. Danke für diese Power, interessante Versionen und das Beiheft ! BAP brachte damals ein besonderes Live-Doppel-Album heraus: auf zwei LPs insgesamt fast 100 Minuten! (Serenus Zeitblom)

Single

Single-Auskopplung

Und ich gestehe freimütig, dass ich damals BAP nur am Rande mitbekommen habe … 1983 kam meine zweite Tochter zur Welt und ich kämpfte mit Windeln und einem intensiven Leben als Streetworker … da blieb für Musik nicht mehr soviel Zeit ..

Umso schöner ist es … dass man BAP ja immer wieder neu entdecken kann, denn BAP spielten damals mit Herz und Hirn … allein die Texte …

Und das Begleitheft ist ne Wucht …

 

BackCover1

Besetzung:
Manfred Boecker (percussion, vocals)
Steve Borg (bass)
Alexander Büchel (keyboards)
Jan Dix (drums)
Klaus Heuser (guitar, vocals)
Wolfgang Niedecken (vocals, guitar)

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Titel:
01. Wenn et Bedde sich lohne däät (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 5.23
02. Ne schöne Jrooß (Heuser/Niedecken) 6.25
03. Eins für Carmen un en Insel  (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 3.34
04. Do kanns zaubere (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 4.58
05. Zehnter Juni (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 6.58
06. Weißte noch? (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 4.57
07. Kristallnaach (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 6.43
08. Nemm mich met (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 5.57
09. Ahn ’ner Leitplank (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 6.21
10. Su ’ne Morje (One Too Many Mornings) (Dylan/Niedecken) 3.15
11. Helfe kann dir keiner (Heuser/Niedecken) 6.25
12. Verdamp lang her (Heuser/Niedecken) 7.36
13. Frau, ich freu mich (Heuser/Niedecken) – 6:35
14. Waschsalon (Heuser/Niedecken) 2.38
15. Liebesleed (Niedecken) 6.02
16. Stell dir vüür (Niedecken) 7.51
17. Et letzte Leed (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 4.47
18. Hundertmohl (Bocker/Borg/Büchel/Dix/Heuser/Niedecken) 4.02

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Klaus Hoffmann – Ciao Bella (1984)

FrontCover1Für mich ist der Klaus Hoffmann nicht nur ein durch und durch sympathischer Kerl … nein, er ist zudem auch noch einer der eindruckvollsten Charaktere, die die deutsche Singer/Songwriter Szene kennt.

„Schon 34 Jahre ist Klaus Hoffmanns -Ciao Bella- Album alt. Der Berliner war da schon acht Jahre im Musikgeschäft und hatte jedes Jahr ein Album veröffentlicht. Hatte der Barde sich am Anfang voll und ganz dem französischen Chanson verbunden, so fand er sich später als Rebell gegen alte Regeln und unsinnige Traditionen vor dem Mikrophon wieder. Danach war Hoffmann vor allem ein Liedermacher und musikalischer Berlin-Chronist. Letztendlich verkörperte er seine eigene Marke, die bis heute Qualität garantiert.

Das Album -Veränderungen- war 1982 der Bruch vom reinen Chansonier in Richtung Liedermacher. Nicht Fisch nicht Fleisch, aber unglaublich interessant.

Danach folgte -Ciao Bella-. Wesentlich ausgereifter, mehr auf Spur gebracht, mit einer klaren Richtung zur deutschen Sprache und einer Musik, die so niemand anders spielte. Begleitet von einer Band, die Musiker mit hoher Klasse ihr eigen nennen konnte. Damit war ein brillantes Übergangsalbum geglückt, auf das Klaus Hoffmann heute als wichtigen Baustein seiner Karriere zurückschauen kann.

KlausHoffmann

Mit dem Opener -Toter Mann- zeigt Hoffmann wo es musikalisch auf diesem Album hingehen soll. -Vielleicht wirst Du nicht fliegen- ist wie eine vertonte Anleitung für ein freies, unbestimmtes Leben. -Ciao Bella- ist auch heute noch eine Hymne auf alles was Mütter ausmacht. Im Guten, wie im Schlechten. -Ich war ein guter Untertan- ist ein Song, der auch auf den ersten Hoffmann-Alben einen Platz gefunden hätte. Es sind Lieder wie -Kann nicht verzeihen-, die Hoffmanns Stärke im Umgang mit Text und Noten zeigen. Die Lieder -Ich hab Dich so gern- und -Tschüß- verkörpern den Charakter des Albums. Fast ein bisschen jazzig, frisch und unverbraucht.

Klaus Hoffmann singt noch immer. Anders, aber nicht schlechter. Seine Karriere hat ihn nicht auf den Olymp der Bekanntheit geführt; das musste sie auch nicht. Es gibt nur wenige Sänger, die eine derart treue Fangemeinde wie Hoffmann haben. Zuhörer, die seit Jahrzehnten das Schaffen des Berliner Sängers verfolgen.“ Thomas Knackstedt )
Ergänzen möchte ich noch, dass wir hier auch wirklich hochkarätige Musik hören (nicht immer üblich, bei guten Texten dieser Art) und auf das bärenstarke Saxophon will ich dann noch ganz eigens hinwiesen !
Und dann noch: ziemlich dramatisch sein „Allei“ … ach da könnte man ja noch viel eigene Gedanken bei steuern ….
Inlay01
Besetzung:
Martin Cyrus (guitar, vocals)
Klaus Hoffmann (vocals, guitar bei 03.)
Tom Holm Jr. (drums, percussion)
David Kreitner (saxophone)
Matthias Raue (keyboards, vocals)
Stefan Warmuth (bass)
BackCover

Titel:

01. Toter Mann 4.52
02. Freches Kind 3.17
03. Vielleicht wirst du nicht fliegen 3.48
04. Ciao Bella 3.39
05. Allein 5.03
06. Ich war ein guter Untertan 4.05
07. Hinter Türen 6.24
08. Kann nicht verzeihen 3.28
09. Ich habe dich so gern 2.40
10. Tschüß 3.38

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MC

Da ist die Tür aus braunem Holz,
Berliner Altbau,
und in dem Flur, gleich links,
die Tür zu Eurem Bett,
vor dieser klebte ich oft nachts
mit meinem Kissen,
verheult und voller Angst von Träumen aufgeschreckt.

Da ist die Tür aus braunem Holz,
Berliner Altbau,
und in dem Flur, gleich links,
die Tür zu Eurem Bett,
vor dieser klebte ich oft nachts
mit meinem Kissen,
verheult und voller Angst von Träumen aufgeschreckt.

Da ist die Tür, da roch es alt
nach Oma Müller.
Diese Frau war mehr ein strenger General,
sie war nicht gütig
und erst recht nicht wie im Märchen,
nur wenn sie da war,
war mir das meistens egal.

Da ist die Tür nach vorn raus,
das helle Zimmer,
es war Kulisse Eurer vielen Streitereien.
Ich hörte Ängste, immer wieder laute Fragen,
lädt er sie, oder läßt sie ihn bald allein.
Da gab es Partys,
Weihnachten und auch Geburtstag,
und wenn ihr aus wart,
machte ich mir dort mein Bett,
und ich wartete und zählte die Minuten
und Schatten warf
das Fenster auf das Parkett.

Hinter jeden dieser Türen
lernte ich verlieren,
habe ich verlieren gelernt.

Da ist die Tür zur Badestube, die Toilette,
da hab ich weniger gesessen als geheult,
denn da wurden mir die mütterlichen Sorgen
mit dem Rohrstock auf
den blassen Arsch gebleut.
Das hieß Bestrafung für umgangene Gesetze,
war ein Schlag-auf-Schlag-Erziehungsritual,
und ich hörte noch nach 25 Jahren,
das wäre für gesunde Kinder ganz normal.

Da ist die Küchentür, dahinter war der Sonntag,
denn ich war ein liebes, braves Sonntagskind,
ich aß am Sonnabend das Hühnchen erst als Suppe
und am Sonntag wußte ich, was Hühner sind.
Da ist die Kammer voll mit Kohlen
für den Winter
und eine Tür zum Träumen
für den kleinen Klaus.
Hinter dieser wartete auf mich der Sommer,
sie war verschlossen,
doch führte sie wohl hinaus.

Verschiedene Interpreten – Pop Gymnastik (1983)

FrontCover1Es war wohl die Jane Fonda, die uns Europäern den „Aerobic“  Wahnsinn bescherte. Dazu  kann man dann in Wikipedia folgendes lesen:

Fonda gehört seit Ende der 1970er Jahre zu den Protagonistinnen einer Fitness-Welle. Mit Aerobic-Videos und später auch Stretch- und Yoga-Videos schuf Fonda ein Fitness-Imperium, dessen Wert auf über 600 Millionen Dollar geschätzt wurde. Nach einigen Todesfällen von Freizeitsportlern vertrat die ursprünglich höchst radikale Anforderungen an den Körper propagierende Fonda („Hintern bewegen!“) schließlich eine gemäßigtere Linie. Im Alter gestand sie sogar ein, mehr als dreißig Jahre an Bulimie gelitten zu haben. (Quelle: wikipedia)

Tja, und was wir „Westler“ da so an Gehopste veranstalteten … da wollte die DDR wohl nicht hinten anstehen … denn modern wollte man ja auch sein …

Und so entstand diese unsägliche LP, vollgestopft mit internationalen und einheimischen Hitr. Da mussten die Beatles und Steve Miller herhalten und auch die Puhdys und Karat hatten ihr Schärflein abzuliefern …

Alles natürlich in jenem unerträglichem Disco-Gemansche … und den Anleitung für das Gehopse gab´s dann im „Innenbeutel“ …

Selten habe ich mich so gerne von einer LP getrennt, wie von dieser.

Inlet02A

Besetzung:
Studioband – Studiochor – Studio-Orchester – Marion Pagels & Miro Fabian   – Exzentra – Familie Silly  – Maja Catrin Fritsche – Karat – Puhdys – Orchester Martin Hoffmann – Cantus Chor – u.v.a.

BackCover1
Titel:

Pop Gymnastik (Teil 1): (20.14)
eart Of Glass (Stein/Harry) 2.43
01.02. Get Back (Lennon/McCartney) 2. 05
01.03. Felicita (Minellono/Farina/De Stefani) 2.35
01.04. Laß dieses „He“ (Schlecht) 2.20
01.05. Bette Davis Eye (Weiss/e Shannon) 3.00
01.06.Hands Up (Vangarde/Kluger) 2,25
01.07. Der blaue Planet (Swillms) 2.35
01.08. Jahreszeiten (Birr/Meyer) 2.30

Pop Gymnastik (Teil 2): (21.11)
02.01. TV-Show (Birr/Meyer) 2.43
02.02.A Walk In The Park (Bailey) 2.45
02.03. Tanz mit der Sphinx (Swillms) 3.00
02.04. Abracadabra (Miller) 2.30
02.05. Ciborea (Silly) 2.25
02.06. Gimme, Gimme, Gimme … (A Man After Midnight) (Andersson/Ulvaeus) 3.05
02.07. Looking For Freedom (White/Cowtan) 2.15
02.08. Upside Down (Edwards/Rodgers) 2.25

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Anleitung

Immerhin: warm machen durfte man sich noch … aber dann: zacki, zacki  !!!

 

Siemens Orchester München – 10 Jahre (1993)

FrontCover1Was ein lupenreines Amateuer Orchester (Abteilung: Werksorchester) zu leisten vermag … hier kann man sich davon überzeugen.
Das im Herbst 1983 gegründete Orchester besteht heute (also im Jahr 1993) aus etwa 65 Laienmusikern, die zum überwiegenden Teil Mitarbeiter der Siemens AG sind. Bereits damals hatte die Leitung Reinhard Klink, seines Zeichens Flötist und Dozent an der Musikschule Neubiberg bei München. Die bisherige Konzerttätigkeit des SOM umfaßte unter anderem Werke von Barock (Telemann) über die Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven) und Romantik (Schubert, Weber, Grieg, Bizet) bis zur Moderne (Genzmer).

Einige Konzertreisen haben den Erfahrungsschatz des Orchesters wesentlich bereichert und es über Firmengrenzen hinaus einem größerem Hörerkreis bekannt gemacht. So fanden Aufführungen außer in München (Künstlerhaus, Hochschule für Musik, Herkulessaal) sowie Ottobrunn und Taufkirchen ebenfalls in Erlangen, Berlin, Regensburg, Innsbruck und Salzburg statt.

Das 10jährige Jubiläum des SOM enthält einen gebührenden Rahmen durch die Einführung und Aufführung der monumentalen ersten Brahms Symphonie (Hüllentext dieser CD)

Und natürlich, ohne Reinhard Klink wäre das alles nicht möglich gewesen:
Reinhard Klink war Mitbegründer und 18 Jahre lang Dirigent des SOM. Unter seiner Leitung hat das Orchester viele anspruchsvolle Werke mit dem Schwerpunkt Romantik erarbeitet und aufgeführt. Als Berufsflötist gelang es ihm, das Bläserensemble zu einer

Reinhard Klink

Reinhard Klink

Klangreinheit zu führen, die Amateure nur selten erreichen.

Als Musikpädagoge an der Musikschule Neubiberg kannte Reinhard Klink das Arbeiten mit Laienmusikern. Er wusste, dass das Überwinden spieltechnischer Probleme viel Zeit erfordert. Trotzdem war er zu keinerlei Kompromissen in Hinblick auf die musikalische Aussage bereit. Schon beim Anspielen eines neuen Stückes klopfte er in aller Regel nach wenigen Takten ab, um Dynamik und Phrasierung zu korrigieren. So gab es Generalproben, in denen das Orchester zum ersten Mal komplette Sätze im Zusammenhang spielte.
Klinks Begeisterungsfähigkeit übertrug sich auf die Orchestermitglieder, auch wenn neben einem enthusiastischem Lob auch schon einmal harsche Kritik folgen konnte. Vielleicht waren es gerade seine Emotionen, weswegen das SOM im Gegensatz zu vielen anderen Amateurorchestern nicht an Nachwuchsmangel litt. Die Mitgliederzahl stieg stetig und mit ihr die Zahl der Konzertbesucher.
Mit seinem Weggang ging eine Epoche des Orchesters zu Ende, eine neue begann mit der Nachfolgerin, Annunziata de Paola. (Selbstdarstellung)
Und ja, das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen: Mozart eher verspielt und dann der Brahms: ganz schön gewaltig und wuchtig … freilich: man muss natürlich Klassik mögen, um hier ins schwelgen zu kommen.
Das ist übrigens der erste Tonträger dieses Orchesters – mittlerweile sind mehr als ein dutzend weiterer Aufnahmen erschienen … Respekt !

Live-Mitschnitt unseres Konzertes am 9. Mai 1993

im Herkulessaal der Residenz, München.
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Besetzung:
Siemens Orchester München unter der Leitung von Reinhard Klink
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Annette Hornsteiner (harp bei 01. – 03.)
Nicole Wiebe (flute bei 01. – 03.)
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Titel:
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Flöte, Harfe und Orchester, C-dur KV 299:
01. Allegro 10.26
02. Andantino 8.16
03. Rondo – Allegro 9.10
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-moll op. 68:
04. Un poco sostenuto – Allegro – Meno allegro 16.47
05. Andante sostenuto 9.01
06. Un poco allegretto e graziosa 5.23
07. Adagio -Piu andante – Allegro non troppo, ma con brio – Piu allegro 17.57
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