Renaissance Ensemble Köln – Musik der Luther-Zeit (1983)

FrontCover1.JPGNach dem Christian Anders suchte ich Beistand in göttlicher Musik …. und da kam mir diese LP gerade recht:

Das Renaissance Ensemble Köln präsentiert „Musik der Luther-Zeit“.

Eine der Verdienste von Martin Luther war ganz sicher, dass er die Bibel ins deutsche übersetzte … damit wurde die „Emanzipation“ des „normalen Volkes“ ganz sicher entscheidend vorangetrieben, nicht nur in religiöser Hinsicht:

„Nachzuvollziehen ist diese Entwicklung auch an Luthers Musikverständnis. Die Musik ist die „vornehmste Kunst nach der Theologie“, ein donum dei, Gottesgeschenk. Im Gottesdienst daher „geschehe nichts anderes, denn daß unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort, und wir wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang“. Die Aufgabe, die Luther der (Vokal-)Musik zuweist, ist eindeutig: durch Gesang mit Gott reden. Es ist für ihn selbstverständlich, daß eine solch aktive Mitwirkung der Gemeinde am Gottesdienst nur durch allen verständliche, also deutschsprachige Lieder erreicht werden kann (Luther: „Singende Kirche“). 23 Lieder Luthers erscheinen bereits 1524 im ersten deutschen „Geystlichen gesangk Buchleyn“ von Johann Walter.

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Auszug aus der Luther Bibel (Reprint des Taschen Verlages, Köln)

Die Sprache der Lieder ist einfach, knapp und prägnant („Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“), die musikalische Satzweise überwiegend syllabisch, jeder Textsilbe entspricht – im Gegensatz etwa zur „Melismatik“ der lateinischen gregorianischen Choräle – nur eine gesungene Note. Die dadurch erzielte Eingängigkeit der Melodien führt in kurzer Zeit zu einer weiten Verbreitung der evangelischen. Kirchenlieder. Und damit wird, modern ausgedrückt, durch das Medium der Musik die Information der Reformation transportiert – unterstützt natürlich auch durch den gerade erfundenen Noten- wie den Buchdruck.“ (Quelle: zeit.de)

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Quelle: Fono Forum, September 1983

Erfreulich dabei, dass wir nicht nur geistliche Musik hören,sondern auch weltliche Lieder zu Gehör kommen wie z.B. „Mir ist ein rot Goldfingerlein“ oder „So trinken wir alle“.

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Eine Übersicht über diverse Aufnahmen aus der „Luther“ Zeit, erschienen in Forum Forum, September 1983 (liegt dieser Präsentation bei)

Leider und eigentlich unverständlich ist, dass man über das Renaissance Ensemble Köln keine weiterführenden Informationen bekommen kann … ich jedenfalls bin da nicht fündig geworden.

Aber sie scheinen noch aktiv zu sein, denn ich fand folgende Ankündigung:

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Wie gesagt: Schade, dass man da nicht mehr erfahren kann, denn dieses Ensemble zeichnet sich schon mit ganz viele Liebe zum Detail und zu historischen Forschungen aus, denn ansonsten hätte eine solche LP gar nicht erst entstehen können.

Und die Musik aus der Zeit der Renaissance (insbesondere die rein instrumentale Musik; gar zu köstlich sind auch auf diese LP die Instrumentalpassagen ) hat durchaus mein gesteigertes Interesse geweckt … von daher: weitere Aufnahmen aus dieser Periode des musikalischen Schaffens sind quasi schon vorprogrammiert.

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Besetzung:
Isabelle Anderfuhren (soprano)
Theresa Caudle (violon)
Wolfgang Eggers (gamba)
Rudolf Ewerhart (regal, spinett)
Günter Höller (recorder, crumhorn)
Helmut Hucke (bombard, dulcian)
Konrad Junghänel (lute)
Nigel Rogers (tenor)
Karl-Heinz Weber (trombone)

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Titel:
01. Octo tonorum melodiae I (dorisch) (Stoltzer) 1.39
02. Mein himmlischer Vater / In manus tuas (Othmayr) 4.13
03. Eine feste Burg ist unser Gott (Mahu/Agricola) 3.51
04. Sanctus (Finck) 7.19
05. Octo tonorum melodiae VIII (hypomyxolydish) (Stoltzer) 2.20
06. Christ ist erstanden (Senfl/Dietrich) 3.59
07. Nu bitten wir (Walter) 3.24
08. Ich stuend an einem Morgen (Senfl/Isaac/v.Bruck) 8.04
09. Mir ist ein rot Goldfingerlein (Senfl) 2.28
10. Der hund (Reutterliedlein 1535) (Isaac) 4.42
11. Nach Willen dein (Hofhaimer) 6.57
12. Ein Bauerntanz (Othmayr) 1.36
13. So trinken wir alle (v.Bruck) 2.01

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Nuala – Energie (1983)

frontcover1Also, die 80er Jahre waren für mich musikalisch weniger interessant … das mag auch daran liegen, dass in diesem Jahrzehnt meine ganz aktive Familienzeit lag … beruflich hatte ich mich zu etablieren und zeitgleich (wie das halt so ist) … hatte ich eine bezaubernde, kleine Familie zu ernähren … da fehlte mir oft auch die Zeit, mich um die aktuelle Musik zu kümmern. Was ich allerdings dann schon noch mit bekam, war die „Neue Deutsche Welle“ und die löste bei mir zu 90% gähnendes Desinteresse aus. Deshalb bin ich diesbezüglich ziemlich unterbelichtet, bzw. inkompetent. Aber da gab´s auch ne Gruppe namens Nuala:

Die ersten musikalischen Lebenszeichen der Kapelle aus Norddeutschland beginnen 1979 als Kisser, Rosenwinkel, Unruh und Koll mit Jazzrock experimentieren. Als 1981 Sünje Kesseler zur Gruppe stösst, gründet sich dann NUALA. Kesseler wird fortan Frontfrau und Mittelpunkt – kurz darauf nimmt Frank Mille (Rattles) NUALA unter Vertrag und die Aufnahmen für die erste LP „Aufriss“ beginnen. Mit flottfrechen und konsumkritischen Texten, sowie einem tollen Bühnenprogramm beginnt der Aufstieg der Kapelle mit rund 100 Konzerten 81/82 – der große Durchbruch bleibt ihnen allerdings verwehrt.

Allenfalls im norddeutschen Raum erspielt sich NUALA einen festen Kern an Fans. (Quelle: wikipedia).

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Also ich hab als leibhaftiger Südstaatler von denen damals gar nichts mitbekommen, aber wie gesagt – siehe oben – galt meine damalige Aufmerksamkeit anderen Dingen un ganz sicher nicht in der Entdeckung der NDW.

Aber wie ich mittlerweile weiß, hatte die Band damals durchaus so eine Art Kultstatus … Von daher erfülle ich gerne den Leserwunsch, ihr Debütalbum hier zu präsentieren.

Und wenn ich freimütig gestehe, dass mir auch heute noch der Zugang zu diesen Klängen fehlt, bitte ich um wohlwollende Nachsicht.

Und hier zum Abschluss der Nuala Trilogie ihr zweites Album mit dem Namen „Energie“ nd hoppla … da gibt es doch tatsächlich zumindest ein paar Tracks, die mich nicht völlig kalt lassen, und das geht schon beim Intro „Der dicke Butt“ los das nenn´ ich  schrägen Humor … passend dann dazu das Folgestück „Cinema Brutal“ (Prädikat: ganz schön fetzig)

Feine Basslinien dann bei „Spinnenparanoia“ und „Space-Party“.

Und Songs wie „Du gehst mir unter die Haut“ oder erst recht „Cucudua“ weisen schon darauf hin, dass sich die Band von diesem fröhliche „NDW“ Image lösen wollte … Nun hat nicht so recht geklappt …

Aber eben wollte ich nun endgültig die „Nuala“ Akte schließen, da stelle cih fest, dass es quasi vierte LP gibt … die ist dann unter dem Titel „Human Drive“ erschienen und die Band nannte sich nun „The Drive“ … von der Besetzung fehlt allerdings nur die Sünje Kesseler …

Aber mit dem Thema beschäftige ich mich mal nach meinem Urlaub …

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Besetzung:
Sünje Kesseler (vocals, percussion)
Thomas Kisser (drums, percussion, vocals)
Arthur Koll (bass)
Bernd-Dietrich Rosenwinkel (guitar, percussion)
Andreas Unruh (keyboards)

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Titel:
01. Der dicke Butt 1.00
02.  Cinema Brutal 3.36
03. Spinnenparanoia 2.47
04. Space-Party 3.27
05. Du gehst mir unter die Haut 3.18
06. Vollmondnacht 3.34
07. Hitch-Hike Lilly 4.07
08. Cucudua 3.28
09. New York 3.20
10. Back Into The Night 3.41
11. Das Attentat 1.47
12. Der Verkehrsnetzkiller 2.25

Musik und Texte:
Sünje Kesseler – Thomas Kisser – Arthur Koll – Bernd-Dietrich Rosenwinkel – Andreas Unruh

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Hildegard Sennlaub – Elisabeth von Thüringen (1973)

FrontCover1Die Elisabeth von Thüringen war vermutlich schon eine sehr beeindruckende Frau …

Elisabeth von Thüringen wurde im Jahr 1207 als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. geboren. Bereits im Alter von vier Jahren wurde Elisabeth mit dem Landgrafensohn Ludwig IV. verlobt. Der Grund: eine fürstliche Koalition gegen Kaiser Otto IV. So gelangte Elisabeth 1211 nach Thüringen, wo die Hochzeit allerdings erst im Jahr 1221 begangen wurde. Schon zu Lebzeiten ihres Mannes wandte sich die Mutter dreier Kinder der religiösen Armutsbewegung ihrer Zeit zu.

Die Armutsbewegung des Hochmittelalters erfasste alle Stände, Kleriker und Laien, Männer und Frauen. Schon bald konnten auch die Reformorden des 12. Jahrhunderts und die neu entstandenen Nonnenklöster die wachsende Zahl von Frauen nicht mehr aufnehmen, die nach einem religiös geregelten Leben strebten. So schuf sich die von wirtschaftlichen und religiös-mystischen Motiven getragene Frauenbewegung im Beginentum eine eigene Lebensform außerhalb des Klosters. Der Name „Beginen“ leitet sich dabei wohl von der Farbe ihres Kleides ab (bigio, niederländisch beige). Es unterschied sie schon äußerlich von den Bürgerinnen. 1216 erkannte Papst Honorius III. die neuen Genossenschaften mündlich an. Auch Elisabeth von Thüringen muss aus dieser Bewegung verstanden werden.

Elisabeth von Thüringen verließ regelmäßig ihren Familienbesitz, die Wartburg in Eisenach, um in den Armenvierteln der Stadt zu helfen. Während der Hungersnot 1226 erwarb sie sich in Abwesenheit Konrad von Marburg hatte bereits 1232, nur wenige

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Die hl. Elisabeth von Thüringen kämmt einen Aussätzigen. (Tafel 16 des um 1420 entstandenen Elisabethzyklus Lübeck)

Monate nach Elisabeths Tod, das Verfahren zur Heiligsprechung Elisabeths eingeleitet. Dieses geriet allerdings ins Stocken, weil Konrad von Marburg, inzwischen päpstlicher Inquisitor für ganz Deutschland, erschlagen worden war. Doch am 27. Mai 1235 war es schließlich soweit: Elisabeth von Thüringen wurde heilig gesprochen. Im Jahr 1237 wurden ihre Gebeine in die Marburger Elisabethkirche überführt. (Ute Becker)ihres Ehemannes besondere Verdienste. Ludwig IV. kämpfte auf einem Kreuzzug und fiel im Jahr 1227. Er hatte seine Frau tatkräftig unterstützt, was zu dieser Zeit höchst ungewöhnlich war. „Wenn sie mir nur die Wartburg nicht verschenkt, bin ich’s wohlzufrieden“, soll er einst gesagt haben. Während der Abwesenheit Ludwigs IV. hatte Elisabeth eine enge Verbindung zum Kreuzzugsprediger und späteren Ketzerverfolger Konrad von Marburg aufgenommen. Ihm als Beichtvater hatte sie gelobt, bei einem vorzeitigen Tod ihres Mannes ehelos zu bleiben. Diesem Gelöbnis blieb Elisabeth treu. Doch nach dem Tod Ludwigs IV. wurde sie von seiner Verwandtschaft all ihrer Witwengüter beraubt. Erst durch das Einschreiten Konrads von Marburg erhielt sie eine Abfindung und Güter um Marburg. Mit diesen finanziellen Mitteln gründete sie ebendort ein Spital und gab im Alter von nur 21 Jahren ihre drei Kinder weg. Nur ein Jahr später (1228) trat sie in den geistlichen Stand ein. Als Nonne ohne festere Bindung an einen Orden widmete sie sich der Pflege von Armen und Kranken. In dem Streben, wie Jesus einst für die Bedürftigen uneingeschränkt da zu sein (imitatio Christi), kümmerte sich Elisabeth besonders um die Aussätzigen und verschenkte schließlich sogar ihr Vermögen. Sie starb nach nur dreijährigem Wirken im Alter von 24 Jahren völlig verarmt an Auszehrung und wurde in der Kapelle ihres Hospitals bestattet. Schon zu Lebzeiten hatte sie den Ruf einer Heiligen. So verwundert es nicht, dass nach ihrem Tod ein wahrer Pilgerstrom zu ihrem Grab einsetzte.

Als ich mich ein wenig mit dieser Elisabeth beschäftigt habe, war ich erstaunt, wieviel Detailwissen aus dieser Zeit noch erhalten ist …

Hier eine „kleines“ Hörbuch über ihr Leben, veröffentlicht von dem Calig Verlag, München und als kleiner Hinweis: der Zahn der Zeit ist bei diesem Vinyl-Rip leider deutlich zu hören.

Und die Autorin Hildegard Sennlaub (* 22. November 1934 in Büren) ist eine deutsche Schriftstellerin, Musikpädagogin, Kinderbuchautorin und Rundfunkjournalistin.

Sie bearbeitete zahlreiche biblische Stoffe für den Hörfunk. Rund um den christlichen Glauben drehen sich auch ihre Buchveröffentlichungen, zu denen z. B. Gebetbücher gehören.

Sennlaub lebt in Emard Terrace Sidney (British Columbia), Canada, und ist verheiratet mit Michiaki Horie. Die meisten ihrer Veröffentlichungen erscheinen auch unter dem Namen Hildegard Horie. (Quelle: wikipedia)

Schrein

Schrein der Elisabeth, um 1242, in der Sakristei der Elisabethkirche in Marburg

Besetzung:
Gisela Hoeter – Wilhelm Kürten – Kurt Lieck – Wiebke Paritz – Annette Roland – Stephanie Wiesand (Spercher/innen)

Regie: Heiner Schmidt

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Titel:
01. Elisabeth von Thüringen (Teil 1)
02. Elisabeth von Thüringen (Teil 2)

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Andrew Lloyd Webber – Cats (Deutsche Originalaufnahme) (1983)

FrontCover1Nicht gerade mein Ding … dieses Musical:

Cats (englisch Katzen) ist ein revueartiges Musical von Sir Andrew Lloyd Webber (Musik) mit Texten von T. S. Eliot (Gedichte aus Old Possum’s Book of Practical Cats; ergänzender Text zu Memory von Trevor Nunn). Es zählt zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.

Und darum geht´s:

Auf einem Schrottplatz, voll von ausrangierten Autoteilen, Fahrradreifen, Regenschirmen, Mausefallen, Bierflaschen und Fischgräten, treffen sich die Katzen alljährlich zum Jellicle-Ball. In der Katzenversammlung wählt das greise Katzenoberhaupt Old Deuteronomy diejenige Katze aus, der die Chance zu einem zweiten Leben gegeben wird. Jede der Katzen erzählt von ihren Stärken, Wünschen, Hoffnungen. Jede ist inbrünstig bestrebt, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, damit die Gnade der Wahl gerade auf sie fällt. In revuehaften Gesangsnummern präsentieren sich die romantischen Katzen, theatralischen Katzen, dramatischen Katzen und fanatischen Katzen…

Da ist Gus, der Theaterkater, der von seinem langen Leben an den Bühnen der Welt berichtet. Da ist Gumbie, die dicke, gemütliche Hauskatze. Und Rum Tum Tugger, der draufgängerische Rock’n‘ Roll-Kater, das Idol aller Katzendamen. Mister Mistoffelees kann zaubern, der Bösewicht Macavity versetzt alle in Angst und Schrecken und das freche Pärchen Mungojerrie und Rumpleteaser verbreitet überall Chaos.

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Die Schlüsselfigur im Musical Cats ist Grizabella. Einst war sie in der halsbrecherischen Welt des Showbusiness der berühmte, begehrte, wunderschöne und von allen gefeierte Star. Heute ist sie abgetakelt, arm, verzweifelt – und ausgestoßen von der Katzengemeinschaft. Erst die Klugheit des Old Deuteronomy hilft ihr, die verlorene Anerkennung wieder zu erlangen. (Quelle: musical-world.de)

Nun ja … es mag ja sein, dass diese Musical weltweit für Furore sorgte … mich lässt es auch heute noch ziemlich kalt.

Aber das mag ja nicht für jeden gelten.  Und: Mit diesem Musical startete Ute Lemper ihre Karriere … das ist ja auch was.

Andrew Lloyd Webber

Andrew Lloyd Webber

Besetzung:
Mariano Abadias (trumpet)
Kurt Andres (bassoon)
Gustav Bauer (flute, saxophone)
Americo Bellotto (trumpet, cornet)
Markus Bischof (keyboards)
Erwin Boess (saxophone, clarinet)
Roy Deuvall (bass trombone)
Joris Dudli (drums)
Karl Fian (trumpet)
Anton Flor (percussion)
Herwig Gratzer (keyboards)
Albert Heitzinger (french horn)
Franz Hofmann (french horn)
Heinz Jaeger (bass)
Karl Kowarik (clarinet, flute, saxophone)
Laurenz Lanik (cello)
Karl-Heinz Neubrand (cello)
Martin Pagitsch (keyboards)
Hans Salomon (saxophone)
Fritz Schabata (percussion)
Claus Spechtl (guitar)
Cornelius Veith (cello)
Bernhard Wieser (oboe, french horn)
Ilter Yenisen (trombone)
+
Vocals:
Alexandra Young, Andrew Morris, Angelika Milster, Beatrix Wipperich, Buenaventura Braunstein, Calvann Cole, Darryl Robinson, David Forman, Elizabeth Mills, F. Dion Davis, Frank Ablorh-Odjidja, Gordon Bovinet, Gregory James, Iris Wachalowsky, Joachim Kemmer, John Yost, Jutta Bryde, Laszlo Czergezan, Laura Edmunds, Lilo Raab, Lynnda Curry, Martina Dorak, Michael Howe, Monica Solem, Pamela Liebig, Paul Welterlen, Robert Montano, Roger Winell, Sandor Racz, Stefan Nagel, Steve Barton, Ute Lemper, Valda Aviks, Valentin Baraian

LPBooklet

Titel:
01. Jellicle Katzen 5.22
02. Die alte Gumbie-Katze 4.03
03. Der Rum-Tum-Tugger 3.52
04. Mungo Jerrie und Rumpel Teazer 4.30
05. Alt-Deuteronimus 3.39
06. Jellicle Ball 3.37
07. Grizbella  4.02
08. Gus, der Theater-Kater 5.52
09. Skimble von der Eisenbahn 3.50
10. Macavity 3.52
11. Mister Mistofelees 4.28
12. Erinnerung 3.52
13. Reise in den sphärischen Raum 2.33
14. Wie spricht man eine Katze an 4.11

Musik: Andrew Lloyd Webber, Lyrics: Thomas Stearns Eliot
Deutsche Texte: Michael Kunze

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NO 55 – Kopf oder Zahl (1983)

AmigaFrontCover1Neulich hatte ich hier ja die Biopgraphie von Frank Gahler im Angebot und als ich mich damals damit beschäftigte, war mir schon klar, dass ich mich mit seinem musikalischem Werdegang ganz sicher näher beschäftigen möchte.

Und nun mache ich mal den Anfang mit der Formation „NO 55“; hier die Eckdaten zur Erinnerung:

NO 55 (gesprochen: Enno fünfundfünfzig) war eine deutsche Musikgruppe. Die Band wurde 1981 gegründet und löste sich 1989 wieder auf. Zwischenzeitlich nannte sich die Band auch Enno.

Georgi Joro Gogow (Bassgitarre, Violine, Gesang) gründete im Dezember 1981 gemeinsam mit Gisbert Pitti Piatkowski (Gitarre, Akkordeon, 1984 auch Gesang; ehemals Magdeburg, City, später ging er zur Modern Soul Band) die Band NO 55, nachdem sich Gogows Band City aufgespalten hatte.

Der Name der Band bezieht sich auf eine postalische Bezeichnung des Prenzlauer Bergs in Ost-Berlin, wo Gogow damals wohnte.

Weitere Bandmitglieder waren:

Hans-Peter Krause (Schlagzeug), (ehemals Mondie, Hansi Biebl Band, Keks)
Frank Gala Gahler (Gesang, Mundharmonika, Gitarre, Keyboard) (kam von Monokel, ging zu Gala)

In dieser Besetzung tourte NO 55 im Herbst 1982 gemeinsam mit dem britischen Musiker Tom Robinson durch die DDR. Für das DDR-Publikum war dies eine der ersten Möglichkeiten, einen international anerkannten britischen Rockmusiker live zu erleben. Ein Teilmitschnitt des Auftritts in Berlin wurde vom Jugendradio DT64 ausgestrahlt.

1983 ging Krause, dafür kam

Herbert Junck (ehemals Hansi Biebl Band, ging 1984 zu Silly)
Bernd Haucke (ehemals Prinzip, später Modern Soul Band) löste 1984 Herbert Junck ab.

Während der Armeezeit von Gahler, 1984, wurde die Band erweitert um

Thomas Schock (Keyboard) von Wir
Rene Decker (Saxophon, Keyboard).

EnnoFortan nannte sich die Band für einige Monate Enno.

Nach seiner Armeezeit gründete Gahler die Band Gala, bei welcher er bis 1985 blieb; anschließend kehrte er zu NO 55 zurück. 1986 verließen Schock und Decker die Band und es kam

Hannes Pfeffi Richter (Keyboard) von Gala hinzu.

1989 verließ Gahler, der Kopf der Band, die DDR und es kam zur Auflösung von NO 55.

Die Liedtexte der Band stammten von Werner Karma, Jan Witte, Hartmut König, Frank Gahler und Klaus Bölter. Die Lieder wurden komponiert von Georgi Gogow, Frank Gahler und Gisbert Piatkowski. (Quelle: wikipedia)

Geboten wird geradliniger, schnörkelloser Rock gepaart mit Texten, die es wert sind, sich genauer damit zu beschäftigen. Fällt ja überhaupt ein wenig auf, dass die Texte der ehemaligen DDR-Bands oftmals viel Substanz haben !

No55

Besetzung:
Frank Gahler (vocals, harmonica
Georgi Gogow (bass, vocals)
Herbert Junck (drums)
Gisbert Piatkowski (guitar,
+
Peter Krause (drums bei 01., 03., 04. + 05.)

EPSON scanner Image

Titel:
01. Kopf oder Zahl (Gogow/Karma) 4.43
02. Good bye alte Zeit (Gogow/Piatkowski/Karma/Bölter)  6.30
03. Auf den Straßen (Gahler/Karma) 5.25
04. Flaschengeist (Gogow/Gahler) 4.12
05. Geburt (Gogow/Karma) 4.28
06. Vorüber (Gogow/Karma) 4.33
07. Das war´s (Gogow/Karma) 5.26
08. Welt in Visionen (Gogow/Witte) 6.18
+
09. In der letzten Stunde des Tages (Gogow/Karma) 5.22

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Tommy Steiner – Tommy Steiner (1983)

FrontCover1.JPGUnd jetzt wird´s ein wenig arg schräg bzw. kitschig. problematisch oder gar ärgerlich, je nach Sichtweise.

Tommy Steiner, bürgerlich: Karl-Heinz Steiner, (* 7. Oktober 1962 in Aalen) ist ein deutscher Schlagersänger.

Steiner erlernte als Kind Gitarre, Schlagzeug und diatonisches Akkordeon. Im Alter von 15 Jahren wurde er Mitglied der lokalen Band „Diamonds Original“, mit der er Konzerte gab sowie auf Tanzmusikveranstaltungen spielte.

Nach der Schule leistete er seinen Wehrdienst und studierte anschließend Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften. Nebenbei bewarb er sich bei einem Gesangswettbewerb, den er gewann.

Jürgen Kramer produzierte mit ihm die Single Die Fischer von San Juan, die ihm sofort einen Hit bescherte. Es folgten weitere Singles wie Das Märchen von Rhodos, Das ewige Feuer, Wenn dein Herz dir nicht sagt, die fast alle zu Hits wurden. Steiner war in mehreren Fernsehsendungen zu sehen und zu hören, so in Die goldene Eins und der ZDF-Hitparade. Mit dem von Hanne Haller und Ramona Leiß geschriebenen Titel Insel im Wind nahm er 1988 an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil. Zudem sang er das deutsche Titellied der australischen TV-Familienserie Nachbarn.

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Anfang der 1990er Jahre war Steiner auch als Schauspieler tätig. Er spielte 1993 in der RTL-Komödie Hochwürden erbt das Paradies unter der Regie von Otto Retzer. Seine Schauspielkollegen waren unter anderem Hans Clarin, Jochen Busse, Dagmar Koller, Kurt Weinzierl und Julia Biedermann.

Inzwischen ist Steiner überwiegend als Komponist, Texter, Produzent und Verleger tätig. Er schreibt unter anderem Titel für seine Kollegen Michelle und Leonard. Doch hat er auch immer wieder neue Singles und Alben als Sänger veröffentlicht.

Anlässlich seines 30-jährigen Bühnenjubiläums veröffentlichte Tommy Steiner im September 2013 nicht nur das Album Folge dem Fieber, dessen gleichnamige Single zum Auftakt ausgekoppelt wurde, sondern auch eine Zusammenstellung der erfolgreichsten Titel aus 30 Jahren seiner Karriere. (Quelle: wikipedia)

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Über seine frühen Jahre schreibt er, dass diese Anfänge geprägt waren  von Titeln über Herzschmerz und Romantik.

Und das ist noch ziemlich charmant umschrieben. Denn hier hören wir eine „grandiose“ Mischung aus Roy Black und Rex Gildo … und das muss man schon verkraften können.

Und beim lauschen zu diesen Weichspüler-Klängen (mit den passenden Herz-Schmerz Texten) kam ich schon arg ins Grübeln … welche Personengruppe (in vermute mal, überwiegend weiblich) sich für eine solche Musik damals begeistern konnte … denn, er hatte ja damals schon einen gewissen Erfolg … mit dieser Illusionsmusik.

Mir fehlt weiterhin die Phantasie mir dieses Publikum vorzustellen …

Und dann wollte ich meine Grübeleien wieder einstellen, da erklang „Die Frau am Notre Dame“ und ließ mich innehalten. Nicht dass ich jemals eine Frau am Notre Dame getroffen hätte … aber dieses Lied (auch musikalisch überrraschend anders) steht wohl exemplarisch für all jene Begegnungen im Leben … die man vorbei ziehen ließ … warum auch immer… und das hat mich erneut ins Grübeln gebracht … aber irgend wie ganz anders.

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Die ersten Singles, durchaus erfolgreich …

Besetzung:
Tommy STeiner (vocals)
+
ein kleiner Haufen unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. Das Märchen von Rhodos (de Rouge) 4.20
02. Am Ende der Welt (Strecker/Hill/Crampens/Horn-Bernges/Holder) 4.01
03. Santo Domingo (Olden/Relin) 3.26
04. Fliegt ein Albatros nach Süden (Crying In The Chapel) (Glenn/Horn-Bernges) 3.30
05. Den Brief schrieb er in den Sand (Love Letters In The Sand) (N.Kenny/C.Kenny/Coots/Meinunger) 3.04
06. Die zwei Spuren im Sand (Strecker/Hill) 3.08
07. Die Fischer von San Juan (Shultzieg/Feltz) 4.14
08. Via Mala (Kast/Crampens/Holder/Horn-Bernges) 4.46
09. Ihre Gitarre (Kast/Crampens/Holder) 3.48
10. Die Frau am Notre Dame (Sará) (Cutugno/Minellono/Horn-Bernges) 4.05
11. So war es damals (Bohlen/Holder) 3.26
12. Die Insel der verlorenen Träume (Becker/Meinunger) 3.10

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Und so präsentierte er sich 2013 mit seinem bis dato letztem Album „Folge dem Fieber“.

Klaus Wunderlich – Illusion – Klaus Wunderlich spielt Franz Grothe (1983)

FrontCover1Ganz sicher war er einer der Großmeister der Orgel im Rahmen deutscher Unterhaltungsmusik:

Klaus Wunderlich (* 18. Juni 1931 in Chemnitz; † 28. Oktober 1997 in Engen, OT Bittelbrunn) war ein deutscher Musiker. Er wurde mit insgesamt 13 Goldenen Schallplatten und einer Goldenen Musikkassette ausgezeichnet. Wunderlich war der erste deutsche Unterhaltungsmusiker, der die Elektronische Orgel bei einem größeren Publikum populär machte.

Klaus Wunderlich wuchs in Chemnitz als Sohn eines Polizeiinspektors auf. Bereits im Alter von 16 Jahren war er Korrepetitor, doch letztlich zog ihn die Unterhaltungsmusik stärker an.

1951 siedelte Klaus Wunderlich mit einer Band nach Westdeutschland über und tingelte als Pianist in einem Bar-Trio durch Deutschland. Während dieser Zeit machte er auch Bekanntschaft mit der Hammond-Orgel, die ab 1955 zu seinem Hauptinstrument wurde. „Die Orgel ist mein Leben“ und „Auf der Hammond-Orgel kann man jedes Streichinstrument nachmachen mit Ausnahme des Buttermessers,“ sagte Klaus Wunderlich. Es folgten Soloauftritte in diversen Kabaretts, bis 1958 das Label Teldec auf ihn aufmerksam wurde und ihm nach einem Probevorspielen einen Schallplattenvertrag anbot.

In den 1970er Jahren errichtete er in Reichenbach bei Karlsruhe sein eigenes Tonstudio und begann mit dem Moog-Synthesizer zu arbeiten; er spielte damit drei Langspielplatten ein. Sein 1973 unter dem Titel „Sound 2000 – Moog, Organ, Rhythm“ erschienenes Moog-Debut wartete mit Schlagerklassikern wie „La Paloma“ auf. Bekannt wurde sein New Pop Organ Sound, als er die Melodieführung auf der Hammond H100 um Soundeffekte der WERSI–Orgeln W248S, Lowrey H 25-3 und ab 1977 auch der W2 Helios ergänzte. Dieser Sound war im Studio nur aufwendig zu produzieren und live auf der Bühne nicht reproduzierbar. Zu seinen späten öffentlichen Live-Konzerten gehört ein Auftritt in der Londoner Royal Albert Hall.

KlausWunderlichKlaus Wunderlich setzte hauptsächlich folgende Orgeln ein: Hammond C3, Hammond H-100, WERSI W248S, Lowrey H 25-3, WERSI W2 Helios, WERSI Beta DX 400, WERSI Spectra CD700. Seine Musik war stets auf leichte Unterhaltung ausgerichtet.

Am 28. Oktober 1997 erlag Klaus Wunderlich im Beisein seiner Frau Traudl und Freunden in seinem Haus in Bittelbrunn am Bodensee einem Herzinfarkt. (Quelle: wikipedia)

Nun ja, und wenn man sich Klaus Wunderlich den Melodien des Franz Grothe annimmt, kann man ja eigentlich gar nichts falsch machen.

Denn Franz Grothe war ja ein weiterer Großmeister deutscher Unterhaltungsmusik, wenngleich natürlich in einem anderem Zeitraum.

Franz Grothe (* 17. September 1908 in Berlin; † 12. September 1982 in Köln; vollständiger Name Franz Johannes August Grothe) zählte zu den populärsten deutschen Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Seit Beginn des Tonfilms komponierte er viele Melodien und Schlager.

Sein Tod im Jahr 1982 war für Wunderlich natürlich Anlaß, diese musikalische Erinnerungen einzuspielen. Gleichzeitig war diese LP/MC auch so ne Art Werbeplatte für Wersi-Orgel, denn deren Vorzüge werden auf dem Cover lautstark verkündet.

Nun gut … passender könnte der Title nichtsein. Handelt es sich doch bei Aufnahmen dieser Art stets um Ullusionsmusik … sofern man musikalisch dabei nicht sehen bleibt, ist dagegegen ja auch nichts einzuwenden.

FranzGrothe1941

Der junge Franz Grothe, 1941

Besetzung:
Klaus Wunderlich (organ)

BookletVorderseite1

Titel:
01. Sing mit mir 3.04
02. Mitternachtsblues 2.50
03. In der Nacht ist der Mensch nicht gern´ alleine 2.53
04. Guten Tag, liebes Glück 2.15
05. Wenn ein junger Mann kommt 2.09
06. So schön wie heut´ 2.45
07. Auf den Flügeln bunter Träume 2.28
08. Man kann sein Herz nur einmal verschenken 2.24
09. Illusion 2.43
10. Lied der Nachtigall 2.30
11. Es ist nur die Liebe 2.24
12. Komm und gib mir deine Hand 3.07
13. Ganz leise kommt die Nacht 2.54
14. Schön wie der junge Frühling 2.27

Alle Kompositionen: Franz Grothe

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