Max Greger – Herzlichen Glückwunsch (1984)

FrontCover1.JPGAus gegebenen Anlass, diese eher seltene Max Greger Schallplatte (eine 12″ Maxi-Single, wie sie es eben damals noch gab.)

Auf der Seite eins finden wir die klassischen Happy Birhtday Songs (jeweils für sie sowie für ihn).

Dann wird noch der Hochzeit und der sonstige Jubeltage gedacht.

Die Seite zwei lässt dann die Stimmung quasi explodieren, denn hier hören wir ein Stimmungs-Potpourri, wobei man fast grinsend zur Kenntnis nimmt, dass die meisten dieser Stimmungshits eigentlich altge Gospel Lieder sind.

Aufgenommen wurde diese Titel überwiegend 1984, zwei oder drei stammen aus den Jahren 1972 und 1973, soviel sei zu discographischen Information noch erklärt.

Wie gesatg … aus gegebenen Anlass kommt nun auch diese Schallplatte zu Ehren … hoch die Tassen !

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Besetzung:
Max Greger und sein Orchester

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Titel:
01. Er hat Geburtstag 1.18
01.1. Happy Birthday/Hoch soll er leben (Traditionla)
01.2. So ein Tag, so wunderschön wie heute (Olias)

02. Sie hat Geburtstag 1.19
02.1. Happy Birthday/Hoch soll er leben (Traditionla)
02.2. So ein Tag, so wunderschön w03. ie heute (Olias)

03. Jubilare und Jubeltage 1.21
03.1. Tusch
03.2. Wir gratulieren (Congratulations) (Coulter)
03.3. Hoch soll´n sie leben (Traditional)
03.4. So ein Tag, so wunderschön wie heute (Olias)

04. Hochzeitstag 2.45
04.1. Hochzeitsmarsch (Choral) (Traditional)
04.2. Hoch soll´n sie leben (Traditional)
04.3. So ein Tag, so wunderschön wie heute (Olias)
04.4. Hochzeitsmarsch (Dixie) (Traditional)

05. Stimmungs-Potpourri 6.56
05.1. Komm´ gibt mir deine Hand, denn heute feiern wir (White)
05.2. When The Saint Go Marching In (Traditional)
05.3. Over In The Gloryland (Traditional)
05.4. Glorie Hallelujah (Traditional)
05.5. Good Night Ladies (Traditional)
05.6. Schöne Maid (White)

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Verschiedene Interpreten – Auslese `84 – Bach aus Leipzig (1985)

FrontCover1Auf der Hülle kann man lesen:

„Johann Sebastian Bach: 1685 – 1985“:

Johann Sebastian Bach (* 21. Märzjul./ 31. März 1685greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barocks. In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hoch geschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinandergesetzt hatten, begann mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1829 die Bach-Renaissance in der breiten Öffentlichkeit. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik. (Quelle: wikipedia)

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Bach Statue in Leipzig

Zum 300. Geburtstag des großen Meisters veröffentlichte man auf einem Sub-Label von Ariola („Auslese“) diese prachtvolle Hommage an Bach.

Geboten wird dabei fast die gesamte Bandbreit des Bach´schen Musiktreibens .. .wobei mir – wie immer bei Musik dieser Art – seine (Instrumentalwerke deutlich mehr zusagen.

Seine religiösen Werke stoßen bei mir quasi eher auf taube Ohren *ggg*.

Die ausführenden Künstler stammten samt und sonders aus der DDR; es ist also zu vermuten, dass man sich hier aus diversen Eterna Alben bediente. Leider fehlen entsprechende discographische Angaben.

Dafür gibts aber auf einem Beiblatt den Stammbaum der Familie Bach … und da staunt man nicht schlecht …

Hören und geniessen ist hier die Devise !

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Besetzung:
Walter Heinz Bernstein (cembalo)
Gisela Burkhardt (sopran)
Ludwig Güttler (trumpet)
Hannes Kästner (organ)
Christoph Kircheis (organ)
Karl-Heinz Passin (flute)
Konrad Ragossnig (lute)
Peter Schreier (tenor)
+
Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer + Hans-Joachim Rotzsch)
Rostocker Madrigalchor

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Titel:

Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
01. Overtüre aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 / 10.23
02 Air aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 / 4.05

Ludwig Güttler + Christoph Kircheis:
03. Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 645 / 3.51

Ludwig Güttler, Thomanerchor Leipzig + Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Hans-Joachim Rotzsch)
04. Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 12 / 0.58

Walter Heinz Bernstein + Karl-Heinz Passin:
05. Menuett BWV-Anhang 132 / 1.14

Peter Schreier + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
06. Bist du bei mir BWV 508 / 2.35

Gisela Burkhardt + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
07. Dir, dir Jehova will ich singen BWV 299 / 3.31

Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
08. Rejouissance aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1069 / 2.20
09. Andante aus dem 2. Brandenburgischen Konzert F-Dur BWV 1047 / 4.32

Ludwig Güttler + Christoph Kircheis:
10. Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter BWV 650 / 3.50

Karl-Heinz Passin + Neues Bachisches Collegium Musicum, Leipzig (Leitung: Max Pommer)
11. Badinerie aus der Orchestersuite H-Moll BWV 1067 B / 1.25

Hannes Kästner:
12. Toccata D-Moll BWV 565 / 2.44

Rostocker Madrigalchor + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss):
13. Choral: Jesu meine Freude BWV 227 / 1.07

Peter Schreier + Konrad Ragossnig:
14. Willst du dein Herz mir dchenken BWV 518 / 2.59

Walter Heinz Bernstein:
15. Menuett BWV-Anhang 114 / 3.47

Peter Schreier + Capella Fidicinia (Leitung: Hans Grüss)
16. Wer nur den lieben Gott lässt walten BWV 691 / 5.08

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Heinz Schirk – Die Wannseekonferenz (DVD rip) (1984)

FrontCover1Die Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlichte im  Jahr  2008 eine zwölfteilige Dokumentation mit dem Titel „Deutschland: Schicksalsstunden““

Und der Untertitel zu dieser Edition lautete dann: „Zwölf legendäre Doku-Dramen von der Wannseekonferenz bis zur Wiedervereinigung – 12 DVDs und ZEIT Begleitbuch“.

Teil 1 dieser Edition beschäftigte sich mit der sog. „Wannseekonferenz“:

Auf der Wannseekonferenz kamen am 20. Januar 1942 in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin 15 hochrangige Vertreter der nationalsozialistischen Reichsregierung und SS-Behörden zusammen, um unter dem Vorsitz von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich als Präsident von Interpol, und damit Hausherr der IKPK-Wannseevilla, den begonnenen Holocaust an den Juden im Detail zu organisieren und die Zusammenarbeit der beteiligten Instanzen zu koordinieren.
Auftrag Hermann Görings an Reinhard Heydrich vom 31. Juli 1941
Ein Dokument der Wannseekonferenz; hier die vorbereitete Liste der jüdischen Bevölkerung in Europa.

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Auftrag Hermann Görings an Reinhard Heydrich vom 31. Juli 1941 (1)

Entgegen verbreiteter Meinung war es nicht Hauptzweck der Konferenz, den Holocaust zu beschließen – diese Entscheidung war mit den seit dem Angriff auf die Sowjetunion (22. Juni 1941) stattfindenden Massenmorden in vom Deutschen Reich besetzten Gebieten faktisch schon gefallen –, sondern in den Grundzügen die Deportation der gesamten jüdischen Bevölkerung Europas zur Vernichtung in den Osten zu organisieren und die erforderliche Koordination sicherzustellen. Die Teilnehmer legten den zeitlichen Ablauf für die weiteren Massentötungen fest, grenzten die dafür vorgesehenen Opfergruppen genauer ein und einigten sich auf eine Zusammenarbeit unter der Leitung des Reichssicherheitshauptamts (RSHA), das Heydrich führte.

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Auftrag Hermann Görings an Reinhard Heydrich vom 31. Juli 1941 (2)

Dies war das Hauptanliegen Heydrichs, den der Reichsmarschall Hermann Göring am 31. Juli 1941 mit der Gesamtorganisation der „Endlösung der Judenfrage“ beauftragt hatte. Daraufhin hatte Heydrich im Dezember 1941 zu der streng geheimen Konferenz eingeladen, an der Staatssekretäre aus verschiedenen Reichsministerien und dem Generalgouvernement, ein Ministerialdirektor der Reichskanzlei sowie leitende Beamte der Sicherheitspolizei (SiPo), des Sicherheitsdienstes (SD) und der Parteikanzlei teilnahmen. Protokollant war der SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, Heydrichs Referent für „Judenangelegenheiten“.

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Die Einladung zur „Wannseekonferenz“

Der erst nach dem Zweiten Weltkrieg geprägte Begriff „Wannseekonferenz“ ergab sich aus dem Tagungsort, dem Gästehaus der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes, Am Großen Wannsee 56/58. Die ehemalige Villa Marlier in Berlin-Wannsee wurde 1914/1915 nach Plänen von Paul Otto August Baumgarten erbaut. Heute ist das Haus eine Gedenkstätte für den Holocaust.

Die Judenliste

Ein Dokument der Wannseekonferenz; hier die vorbereitete Liste der jüdischen Bevölkerung in Europa.

Und hier nun die ARD Produktion zu diesem grässlichem Ereignis aus dem Jahr 1984:

Der Film spielt am 20. Januar 1942 in Berlin. Der SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich hat Repräsentanten verschiedener Ministerien und Dienststellen des Dritten Reiches zu einer Konferenz in eine Villa am Großen Wannsee eingeladen. Die Sitzung dauert ungefähr 85 Minuten. Der Film dokumentiert den Verlauf dieser Sitzung, die als Wannseekonferenz in die Geschichte eingegangen ist. Nach Aufforderung von Hermann Göring berät diese Gruppe unter Leitung von Heydrich organisatorische Fragen im Zusammenhang mit der so genannten Endlösung der Judenfrage. Der Film entstand auf Grundlage des Originalprotokolls.

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„Der Film bemüht sich um einen authentischen Bericht dieser folgenschweren Konferenz, indem er die Einheit von Ort und Zeit beibehält; ein eindrucksvolles und erschütterndes Dokumentarspiel; fürs Fernsehen entstanden, inzwischen in einigen Ländern im Kino ausgewertet.“ (Lexikon des internationalen Films)

„Drehbuchautor Paul Mommertz, 54, freut sich: ‚Ein optimaler Film, auf beachtlichem Niveau.‘ Das Lob gilt vor allem dem Regisseur Heinz Schirk, zu Recht: Er hat es mit einer Riege bewährter Schauspieler, allen voran Dietrich Mattausch in der Rolle des Heydrich und Gerd Böckmann als Eichmann, verstanden, dem Mommertz-Stück jene Atmosphäre rassistischen Säuberungswahns und kaltschnäuziger Bürokratenperfektion einzuhauchen, die die Wannseekonferenz zu der wohl schauerlichsten Hitler-Deutschlands machte. Doch was sich hier als dokumentensichere Rekonstruktion der Zeitgeschichte gibt, erweist sich bei näherem Hinsehen auf weiten Strecken als ein Produkt televisionärer Fabulier- und Kombinationslust. Denn: Dies ist nicht die Wannseekonferenz, wie sie die Historiker kennen. Es ist die Wannseekonferenz a la Paul Mommertz.“ (Heinz Höhne: Eine Falle der Betroffenheit. In: Der SPIEGEL 51/1984)

Ganz so hart will ich dann nicht urteilen: Diese Fernsehproduktion ist zumindest eine erste Annäherung an ein Ereignis, das man mit Worten kaum fassen kann.

Das Judentum wird eine statistische Größe, der Holocaust ein Aktenvorgang, der Genozid ein Transportproblem. Eine Gruppe durchaus normal wirkender Menschen löst eine in der Geschichte einmalige Vernichtungsaktion aus: den „verwalteten“, „ordentlichen“ Völkermord. Die Diskrepanz zwischen der Durchschnittlichkeit der Täter und der Ungeheuerlichkeit der Tat macht den Film zu einer schockierenden Erfahrung.

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Der Film erhielt den „Grimme-Preis“

Besetzung: 
Dietrich Mattausch: Reinhard Heydrich
Harald Dietl: Dr. Alfred Meyer
Jochen Busse: Dr. Georg Leibbrandt
Peter Fitz: Dr. Wilhelm Stuckart
Dieter Groest: Erich Neumann
Rainer Steffen: Dr. Roland Freisler
Reinhard Glemnitz: Dr. Josef Bühler
Hans-Werner Bussinger: Martin Luther
Günter Spörrle: Gerhard Klopfer
Franz Rudnick: Friedrich Wilhelm Kritzinger
Robert Atzorn: Otto Hofmann
Friedrich G. Beckhaus: Heinrich Müller
Gerd Böckmann: Adolf Eichmann
Gerd Riegauer: Dr. Karl Eberhard Schöngarth
Martin Lüttge: Dr. Rudolf Lange
Anita Mally: Sekretärin

Regie Heinz Schirk
Drehbuch Paul Mommertz
Produktion Siegfried B. Gloeckner
Kamera Horst Schier
Schnitt Ulla Möllinger

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Eine Übersicht über alle Teile dieser Edtion:

Von der Wannseekonferenz 1942 über den Beginn der Studentenrevolte 1967 bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten: DIE ZEIT präsentiert zwölf fesselnde Dokumentationen und Doku-Dramen zu epochemachenden Ereignissen und Wendepunkten der jüngsten deutschen Geschichte. Mit preisgekrönten Beiträgen von Heinrich Breloer, Hans Christoph Blumenberg, Oliver Storz und anderen.

„Die Wannseekonferenz“
15 Nazigrößen beraten über die sogenannte Endlösung der Judenfrage

„Eine geschlossene Gesellschaft“
Die Bundesrepublik in den Fünfzigern: Jugendliche Freiheitsträume treffen auf verknöcherte Beichtstuhlmoral

„Der Aufstand“
Ost-Berlin, 1953: Der Aufstand gegen das SED-Regime und seine Niederschlagung

„Die Nacht der großen Flut“
Die dramatischen Stunden des Jahres 1962, in denen Hamburg von einer katastrophalen Flut überschwemmt wurde

„Der Polizeistaatsbesuch“
Ein Zeitdokument über den Schah-Besuch und die Studentenproteste von 1967

„Der Olympia-Mord“
Das Terror-Attentat auf die israelische Olympiamannschaft in München 1972

„Im Schatten der Macht“
Willy Brandt und die Affäre um den DDR-Spion Günter Guillaume 1974

„Todesspiel – Teil 1: Volksgefängnis“
Die Geiselnahme Hanns Martin Schleyers durch die RAF 1977

„Todesspiel – Teil 2: Entführt die Landshut“
Das Drama um die Befreiung der von Terroristen gekaperten Lufthansa-Maschine in Mogadischu

„Deutschlandspiel – Teil 1: Auf die Straße“
Die Ereignisse in der DDR bis zum Fall der Mauer

„Deutschlandspiel – Teil 2: Eilig Vaterland“
Das internationale Macht- und Ränkespiel um die Vereinigung der beiden deutschen Staaten

„Jeder schweigt von etwas anderem“
Die DDR-Justiz und das Leben der „Staatsfeinde“ von einst

Herbert von Karajan – Der Rosenkavalier (Querschnitt) (Richard Strauss) (1984)

CDFrontCover1.jpgUnd gleich nochmal zwei Österreicher: Richard Strauss und Herbert von Karajan. Und aufgeführt wird die Oper „Der Rosenkavalier“:

Der Rosenkavalier. Komödie für Musik (op. 59) ist eine Oper in drei Aufzügen. Die Musik stammt von dem deutschen Komponisten Richard Strauss, das Libretto von dem österreichischen Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal. Das Werk wurde am 26. Januar 1911 in der Dresdner Semperoper (Königliches Opernhaus) uraufgeführt.

Handlung;

Die Oper spielt in Wien zur Zeit der ersten Regierungsjahre Maria Theresias, um 1740.

Erster Akt: Im Schlafgemach
Maria Theresa Fürstin Werdenberg, Frau eines Feldmarschalls, vergnügt sich in Abwesenheit ihres Gatten mit ihrem siebzehnjährigen Geliebten, Octavian Graf Rofrano (ja hoplla, was ist das denn für eine Moral ?). Die Szene wird durch Klopfen an der Tür gestört, doch ist es nicht etwa ihr Ehemann, sondern ihr Vetter, Baron Ochs auf Lerchenau. Octavian verkleidet sich in der Eile als Kammerzofe und kann sich in dieser Maskerade der Zudringlichkeiten des mit seiner unersättlichen Begierde prahlenden Barons kaum erwehren. Der Baron ist in Geldnöten und beabsichtigt, die junge Sophie zu heiraten, die Tochter des kürzlich geadelten, neureichen Herrn von Faninal. Die Feldmarschallin bietet ihm Octavian – von dessen Gegenwart der Baron nichts ahnt – als Bräutigamsführer („Rosenkavalier“) an. In diesen Handlungsablauf eingeflochten ist das Lever, der morgendliche Empfang im Schlafgemach der Fürstin mit einem großen Durcheinander von Bittstellern, Intriganten, Personal und anderen, was durch ein Quodlibet gestaltet ist.

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Richard Strauss

Zweiter Akt: Im Hause des Herrn von Faninal
Sophie, Tochter des Herrn von Faninal, bereitet sich auf die Ankunft des Rosenkavaliers vor, der ihr zeremoniell eine silberne Rose überbringen soll und damit die Ankunft des Bräutigams ankündigt. Der Rosenkavalier ist Octavian; als er Sophie gegenübersteht, verliebt er sich in sie. Der anschließend auftretende Baron zeichnet sich durch ein rüpelhaftes Benehmen aus, was seine zukünftige Braut abstößt. Als sich Octavian und Sophie heimlich küssen, werden sie von Valzacchi und Annina, einem italienischen Intrigantenpärchen, verraten. Der Baron ist darüber nicht bekümmert, doch Octavian fordert ihn auf, von Sophie abzulassen. Schließlich verwundet er den Baron mit dem Degen. Sophies Vater greift ein und droht, sie bei weiterer Verweigerung der Heirat lebenslang ins Kloster zu schicken. Der verletzte Baron erhält schließlich durch Annina einen Brief, in dem ihn die Kammerzofe der Fürstin zum Stelldichein lädt.

Dritter Akt: In einem Wirtshaus
Der Baron trifft sich mit der vermeintlichen Kammerzofe in einem Wirtshaus. Allerdings haben Octavian, Valzacchi und Annina dem Baron eine Falle gestellt. Während der Baron zudringlich wird, tritt die verschleierte Annina mit vier Kindern auf, die angeblich von ihm sein sollen. Ein Polizeibeamter greift ein, woraufhin der Baron völlig die Fassung verliert. Schließlich kommen Sophie und ihr Vater hinzu, der sich nun gegen das geplante Ehebündnis stellt. Auch die Feldmarschallin tritt auf, beschwichtigt den Polizisten und jagt den Baron davon. Ihr bleibt aber nichts anderes übrig, als Octavian für die Verbindung mit Sophie freizugeben.

Notenheft

Ein altes Notenheft

Und noch ein paar triviale Ergänzungen:

Nach dem Erfolg der Uraufführung 1911 fuhren Sonderzüge der Reichsbahn von Berlin nach Dresden. Zigaretten erhielten den Namen „Rosenkavalier“, und in einem Faschingsumzug ritten Rosenkavaliere zu Pferd mit, hinter denen Richard Strauss und seine Bühnenfiguren weinend folgten. Satiregedichte wurden verfasst – mit anderen Worten, dieses Werk war in aller Munde. Später wurde es verfilmt (als Stummfilm), wobei die Opernhandlung nur einen Teil des Films bildet.

Hugo von Hofmannsthal war der erste – und einzige – Picasso-Sammler in Österreich. Er kaufte aus den Tantiemen für sein Libretto zum Rosenkavalier das frühe Selbstbildnis „Yo Picasso“ in der Galerie von Heinrich Thannhauser in München. (Quelle: wikipedia)

Basierend auf einer Gesamteinspielung der Oper (4 LP´s !) hier ein sog. „Querschnitt“ dieser LP-Box (Höhepunkt halt).

Nun ja, ich werde mit der Welt der Oper wohl auch für den Rest meines Lebens nicht mehr warm … Karajan hin, Karajan her ….

Unabhängig davon … vielleicht erfreut sich ja der eine oder andere an diese Querschnitt… mich würd´s freuen.

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Anna Tomowa-Sintow

Besetzung:
Agnes Baltsa (Octavian)
Vinson Cole (Sänger)
Gottfried Hornik (Faninal)
Kurt Moll (Baron Ochs)
Helga Müller-Molinari (Annina)
Janet Perry (Sophie)
Anna Tomowa-Sintow (Marschallin)
+
Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan
+
Konzertvereiniginung Wiener Staatsopernchor unter der Leitung von Helmuth Froschauer

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 Titel:

Erster Akt:
01. Einleitung 3.38
02. Wie du warst! Wie du bist« 9.34
03. Der Feldmarschall sitzt im krowatischen Wald 2.21
04. Da geht er hin, der aufgeblasene schlechte Kerl 5.41

Zweiter Akt:
05. Macht das einen lahmen Esel aus mir 6.49
06. I komm‘ glei… Drei arme adelige Waisen 8.44

Dritter Akt:
07. Di rigori armato (Nein, nein, nein ! Ixh trink keinen Wein 9.24
08. Mein lieber Hippolyte 13.10

Musik: Richard Strauss
Libretto: Hugo von Hofmannsthal

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Hach … (Das Bild stammt von einer Aufführung aus Wien, 1955)

 

Dieter Fürch – Land der Lebenden (1984)

FrontCover1Eine der rätselhaftesten Platten, die ich im Zusammenhang mit diesem blog jemals in den Händen gehalten habe.

Rätselhaft deshalb, weil sie musikalisch auf eine ganz subtile Weise sehr hochwertig ist, und dennoch finden sich so gar keine Informationen über diesen Dieter Fürch im Internet und auch das Album selber verrät über diesen Menschen so gut wie nichts.

Ein Album in der bester Singer/Songwriter Tradition und durch die vielfältige musikalischen Tupfer entsteht für keinen Moment jene Langeweile die ansonsten bei diesem Genre sich schon mal einstellen kann.

Mein überschwängliches Lob für diese Aufnahmen, die zwischen dem September und Dezember 1983 in den Charisma Tonstudios entstanden sind, wird nur dadurch gedämpft, weil Dieter Fürcht sich in der Tradition christlicher Songwriter sieht und entsprechend sind seine Texte,  nun ja, was soll ich da schreiben, eher gewöhnungsbedürftig.

Das ändert aber nichts an der musikalischen Aufbereitung dieser überraschend aufwendigen Produktion, an dem der Musikinstrumentenladen „Musik-Eck“ im Münchner Glockenbachviertel maßgeblich beteiligt war. Leider ist dieser Laden im April 2011 geschlossen worden … es war ein für die Münchner Musikszene traditionsreicher Laden !

MusikEck

Musik-Eck, Corneliusstr. 2, München

Aber zurück zu dieser LP (die man getrost als „mega-rar“ bezeichnen kann).

Ich habe vorhin die aufwendige Produktion angesprochen und wenn man sich die FürchBesetzungsliste mal anschaut, dann waren nicht nur viele Musiker mit vielen unterschiedlichen Instrumenten beteiligt, nein, zumindest 2 der Musiker haben bis heute einen klangvollen Namen: Peter Wölpl (Barbara Dennerlei, Pe Werner, Joy Fleming u.v.m.) und Ernst Stöer (der spielt heute bei Doldinger´s Passport).

Und so kam es dennoch, dass hier eine Schallplatte komplett in Vergessenheit geraten ist, die dies musikalische wahrlich nicht verdient hat. Übrigens: ein Jahr später entstand dann noch eine Live-LP, und vielleicht fällt mir diese irgendwann man in die Hände … ich bin gespannt.

Ach ja: Die Titelnummer (ein Instrumental) hätte durchaus länger sein dürfen …

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Besetzung:
Armin Blättler (bass)
Walter Brachtl (cello)
Lanz Burthon (saxophone, flute)
Peter Cischeck (bass)
Theo Degler (synthesizer)
Dieter Fürch (vocals, guitar)
Jay Luchman (bass)
Anna Molzahn (vocals)
Michael Müller (guitar, bass, background vocals)
José Rodriguez (piano, backgrpund vocals)
Vicente Rodriguez (background vocals)
Ernst Stroer (percussion)
Joachim Tautz (drums)
Otto Weiss (vibraphone)
Günter Winkler (drums)
Peter Wölpl (guitar)

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Titel:
01. Die Güte des Herrn (Fürch) 3.10
02. Mein Herz ist bereit (Fürch) 4.12
03. Komm zur Ruhe (Fürch) 3.35
04. Ich werde nicht sterben (Fürch) 4.10
05. Abend (Fürch) 4.40
06. Lobe den Herrn meine Seele (Fürch) 4.55
07. Kommt zu mir (Fürch) 4.04
08. Psalm 139 (Fürch) 7.40
09. Danke (Fürch) 3.22
10. Land der Lebenden (Tuscher/Fürch) 0.52

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Musikhochschule Freiburg – Lutoslawski – Schubert – Brahms (1984)

FrontCover1Wenden wir uns zur Abwechslung mal wieder dem akademischem Musikbetrieb zu:

Die Hochschule für Musik Freiburg ist eine vom Land Baden-Württemberg getragene Hochschule zur wissenschaftlichen Forschung und künstlerischen und pädagogischen Ausbildung im Bereich Musik.

Bereits seit 1898 existierte mit dem Freiburger Musik-Konservatorium eine Musikhochschule in Freiburg. Die heutige Hochschule für Musik wurde 1946 zunächst als städtische Einrichtung unter der Leitung von Gustav Scheck gegründet. Schon zwei Jahre später ging sie aber in die Trägerschaft des Landes Baden über. Ihre räumliche Grundlage waren zwei intakte Altstadthäuser in der weitgehend zerstörten Freiburger Innenstadt. Unter den Studierenden waren viele später renommierte Musiker wie etwa Fritz Wunderlich. Gelehrt haben hier zahlreiche herausragende Instrumentalsolisten und Pädagogen, u.a. Harald Genzmer, Aurèle Nicolet, Ulrich Koch, Wolfgang Marschner, Ludwig Doerr, Carl Seemann, Erich und Elma Doflein, Edith Picht-Axenfeld und James Avery.

1954 gründete Wolfgang Fortner an der Hochschule das Institut für Neue Musik, das seinerzeit Pionierarbeit leistete. Es kam zur Zusammenarbeit mit dem elektronischen Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung im Freiburger Haus des Südwestfunks (SWF) (heute Südwestrundfunk).

Nachdem die Hochschule über viele Gebäude im gesamten Stadtgebiet verteilt gewesen war, konnte sie – mittlerweile in Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg – 1983 einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Neubau beziehen.

Im Freiburger Institut für Musikermedizin − gegründet 2005 − gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Freiburg, um einen bisher weniger beachteten Zusammenhang von Musikausübung und Gesundheit zu erforschen, zu lehren und eine spezifische Patientenversorgung zu ermöglichen.

Internationale Partnerschaften gibt es zu den Musikhochschulen in Odessa, Rochester (USA), Warschau, Sydney und Kyoto. (wikipedia)

Und anlässlich des erwähnten Neubaus erschien diese LP, herausgegeben vom Förderkreis der Musikhochschule; er sind Livemitschnitte von 2 Konzerten im Juni 1984.  Und wer´s avantgardistisch mag ist bei dem Werk von Witold Lutoslawski mehr als gut bedient … gewöhnungsbedürftig … keine Frage.

Traditioneller dann natürlich die Chorwerke von Franz Schubert und Johannes Brahms fast eine Erholung nach den Klangkasskaden auf Seite 1.

MusikhochschuleFreiburg

Musikhochschule Freiburg

Besetzung:
Chor und Orchester der Staatlichen Hochschule für Musik Feiburg
+
Susan Hurley (horn)
Angelika Linsmayer (harp)
Helmut Obert (horn

Unter der Leitung von:
Hans Michael Beuerle (02. + 03.)
Marek Janowski (01.)

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Titel:

Witold Lutoslawski:
01. Konzert für Orchester: Intrada – Capriccio nottumo e Arioso – Passacaglia Toccata e Corale 28.10

Franz Schubert:
02. Gesang der Geister über den Wassern 10.41

Johannes Brahms:
03. Gesänge aus Fingal 7.12

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Verschiedene Interpreten – Grofschoaftersch Häämte – Weihnachta ei der Grofschoaft Glootz (1984)

FrontCover1Und wieder mal bin ich als Heimatpfleger unterwegs … diesmal führt mich mein Wegh in die Grafschaft Glatz (Schlesien), der Heimat meines Vaters …

Die Heimatvertriebenen pflegte ja mit einer inneren Notwendigkeit ihre Erinnerungen an die verlorene Heimat … und so kam es, dass landauf, landab „alte Bräiche“ und Rituale zelebriert wurden.

Und da konnten natürlich die spezifischen Klänge zur Weihnachtszeit icht ausbleiben.

Hier haben wir ein ganz besonders inniges Beispiel dafür. Mit einer schier unglaublichen Akribie stellte man dieses Doppel-Album zusammen, vollgepackt von heute längst vergessenen Texten und Melodien (läßt man mal das „Transeamus“ beiseite).

Vielen Liedern werden mundartlich gesprochenen Texten voranestellt … die leider nicht genauer bezeichnet werden …

Auf jeden Fall bleibt so dieser Galtzer Dialekt erhalten … heute spricht ihn wohl kaum einer mehr.

Das Album steht übrigens sehr unter dem Einfluss von einem Joseph Wittig. Im Hüllentext wird eindrucksvoll geschildert, wie die Familie Wittig bei der Vertreibung 1946 alles versuchte, die Krippe der Familie zu retten … und wie sich das zerschlägt … und wie sich das durch wundersame Weise doch wieder fügt …

Flucht

Und dieser Joseph Wittig war kein unbekannter … damals:

Joseph Wittig (* 22. Januar 1879 in Neusorge bei Schlegel, Landkreis Neurode, Schlesien; † 22. August 1949 Göhrde/Niedersachsen) war ein deutscher Theologe, Schriftsteller und Heimatforscher der Grafschaft Glatz.

Joseph Wittig besuchte die Volksschule in Schlegel und wurde von Dezember 1892 bis März 1893 von dem damaligen Schlegler Kaplan Heinrich May für die Aufnahmeprüfung in die Untertertia des Breslauer St.-Matthias-Gymnasiums. Dieses besuchte er ab April 1893 bis zum Abitur 1899. Seine Eltern waren der Zimmermann Eduard Wittig und Johanna, geb. Strangfeld.

Joseph Wittig studierte an der Universität Breslau Katholische Theologie und promovierte 1903 zum Doktor der Theologie. Im gleichen Jahr wurde er in der Breslauer Kreuzkirche durch Bischof Georg Kardinal Kopp zum Priester geweiht und war anschließend Kaplan in Lauban.

S 1681904–1905 studierte er in Rom Christliche Archäologie mit einem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Hier traf er den gleichaltrigen Franz Joseph Dölger, mit dem zusammen er eine kurze Studienreise nach Nordafrika unternahm. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er zuerst Kaplan in Patschkau, dann in Breslau bei St. Maria auf dem Sande. 1909 wurde er durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Breslau für das Fach Kirchengeschichte habilitiert. Anschließend übernahm er als Privatdozent die Vertretung seines erkrankten Lehrers Max Sdralek. In dieser Zeit war er auch Vize- bzw. Präses des Gesellenvereins.

1911 wurde er zum außerordentlichen Professor für Alte Kirchengeschichte und Christliche Archäologie, 1915 zum ordentlichen Professor für Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Kunst an der Universität Breslau ernannt, wo er im Studienjahr 1917/1918 auch das Amt des Dekans ausübte.

Mit dem Aufsatz Die Erlösten, der 1922 in der Kulturzeitschrift Hochland erschien, begannen die Schwierigkeiten mit der Amtskirche. In dem Artikel stellte Wittig der Theologie, deren Aussagen zur Erlösung oft schwer verständlich waren, in erzählerischer Form die von Alltagserfahrungen getragenen Ängste und Erlösungswünsche der einfachen Christen gegenüber. Er griff z. B. die katholische Beichtordnung an und forderte „mehr Seligkeit, mehr Gottesfreude“. Noch im gleichen Jahr entband ihn der Breslauer Erzbischof und Kardinal Bertram von der Leitung der Marianischen Kongregation, und es wurde ihm nahegelegt, das Amt des Universitätspredigers aufzugeben.

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1925 wurden mehrere seiner wissenschaftlichen Schriften, in denen er sich für Reformen in der katholischen Kirche eingesetzt hatte, auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Die Auseinandersetzungen mit der Amtskirche hatten die Beurlaubung an der Universität und schließlich im Jahre 1926 die Exkommunikation zur Folge.

Joseph Wittig kehrte enttäuscht in sein Heimatdorf Neusorge zurück und lebte dort als Privatgelehrter und Schriftsteller. 1927 heiratete er Bianca Geisler, Tochter des Bürgermeisters von Habelschwerdt, und gründete eine Familie.

Neben der Bearbeitung theologischer Themen schrieb er viele volkstümliche Geschichten und wirkte für Zeitschriften und Rundfunkanstalten. Zusammen mit dem jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber und mit Viktor von Weizsäcker gab er die Zeitschrift Die Kreatur heraus. Er verfasste die umfangreichen Chroniken von Schlegel und Neurode. Die Stadt Neurode ernannte ihn zum Ehrenbürger.

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Das Wittig-Haus wurde von der „Stiftung zur Erneuerung der Region Nowa Ruda“ renoviert und zum Museum ausgebaut.

1946 wurde die Exkommunikation aufgehoben. Kurz danach erfolgte die Ausweisung aus seiner geliebten Heimat. Am 22. August 1949 starb Joseph Wittig in Göhrde. Seine letzte Ruhestätte fand er in Meschede/Westfalen. In seinem ehemaligen Haus in Neusorge, das 1945 als Folge des Zweiten Weltkriegs an Polen fiel, befindet sich heute ein Museum. (Quelle: wikipedia)

Figuren

Figuren aus der Wittig-Krippe

Der oben abgebildete Text zur Rettung der Krippe stammt übrigens von seiner Tochter, Bianca Wittig, geschrieben im Dezember 1984.

Und dann möchte ich noch einen namentlich vorstellen … den Georg Amft,von dem auf dem Album so etliche Kompositionen zu hören sind:

Georg Amft (* 25. Januar 1873 in Oberhannsdorf, Landkreis Glatz, Provinz Schlesien; † 9. März 1937 in Bad Altheide) war ein deutscher Komponist und Musiklehrer. Zu seinen Kompositionen gehören u. a. Messen, Kirchenlieder und Instrumentalmusik. Bedeutung erlangte er auch durch wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Volkslied- und Heimatforschung der Grafschaft Glatz.

AmftGeorg Amft war der Sohn eines Organisten und Chorleiters. Nach Abschluss der Volksschule besuchte er die Königliche Präparandenanstalt in Bad Landeck und anschließend von 1890 bis 1893 das Lehrerseminar in Habelschwerdt. Danach erhielt er eine Hilfslehrerstelle bei Trachenberg, 1896 wurde er Lehrer bei Potsdam. Nach dem Besuch der Hochschule für Schul- und Kirchenmusik in Berlin-Charlottenburg wurde er 1901 in der Nachfolge seines Lehrers Wilhelm Kothe Musiklehrer am Habelschwerdter Lehrerseminar, wo u. a. Georg Hartmann sein Schüler war. 1911, dem Erscheinungsjahr der von ihm gesammelten und herausgegebenen „Volkslieder aus der Grafschaft Glatz“, wurde ihm der Titel „Königlicher Musikdirektor“ verliehen. 1914 wurde er zum Kriegsdienst einberufen, zwei Jahre später wurde er Musiklehrer am Lehrerseminar in Bromberg. 1919 kehrte er an das Habelschwerdter Lehrerseminar zurück. Als dieses 1927 aufgelöst wurde, war er bis 1935 Studienrat an der dortigen Aufbauschule.

Nach seiner Pensionierung 1935 ließ er sich in Bad Altheide nieder, wo er am 9. März 1937 starb. Ein Nachruf von Alois Schirdewahn erschien in der Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Altertum Schlesiens. (Quelle: wikipedia)

Dem Doppel-Album beigefügt wart dann noch ein „Textbegleitheft“ … so hat man zumindest die Chance, ein wenig mehr zu verstehen ….

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Und auch wenn mir diese Musik und diese Texte (Gesamtspielzeit: 96 Minuten !), die ja einer tiefen Frömmigkeit entprungen ist, mittlerweile sehr fremd ist … so sehr kann ich die liebevolle Mühe bei der Entstehung dieses Albums anerkennen.

Besetzung

Titel:
01. Von seinem ew´gen festen Thron (Grulich) 4.18
02. Pastorale F-Dur op. 3 (Nr. 3) (Führer) 2.17
03. Kommt ihr Herta oall zosamma (Amft) 2.52
04. Der Heiland ist geboren (Traditional) 0.47
05. Das Licht der Welt (Gertler) 1.08
06. Das Licht der Welt (Gedicht) (Gertler) 0.40
07. O Frääde, ieber Frääde (Traditional/Amft) 3.40
08. Was soll das bedeuten (Dietrich) 2.24
09. Laufet ihr Hirten (Traditional) 2.35
10. Rorate Nr. 1 (Reimann) 3.05
11. Freut euch, ihr Hirten all (Traditional) 1.04
12. Was soll das bedeuten (Amft) 2.24
13. Klänes Kendla gruußer Goot (Amft) 3.39
14. O du liebes Jesukind (Traditional) 3.08
15. Schlaf wohl du Himmelsknabe du (Traditional) 3.33
16. Auf, auf ihr Hirten (Amft) 1.57
17. Transeamus (Schnabel) 4.58
18. Der Heiland ist geboren (Traditional) 2.13
19. Böhmisches Weihnachts-Präludium (Geboren ist Christus der Herr) (Führer) 2.04
20. Kääne Herbriche (Gertler) 5.44
21. Inmitten der Nacht (Traditional) 5.29
22. Stille Nacht, heilige Nacht (Fügrer) + Stelle Nacht (Gertler) 4.26
23. Schlaf wohl du Himmelsknabe du (Aiblinger) 1.48
24. Heiligste Nacht (Gruber) 1.55
25. O du Fröhliche (Traditional) 0.45
26. Pastoral-Messe in C (op. 110) (Gloria – Sanctus – Benedictus) (Reimann) 9.33
27. O du liebes Jesukind (Traditional) 7.22
28. Neuroder Dreikeenichslied (Amft) 3.24
29. Die Heiligen Drei Könige (Improvisation) (Langer) 1.28
30. Zum Hochamt am hl. Christfeste (op. 207) (Maestoso – Allegro ma non tanto) (Führer) 4.05
+
31. Portrait: Joseph Wittig – Beweger seiner Zeit (Radio Vatikan, 01. März 2009)

LabelB1

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MC

Die MC Ausgabe dieses Albums (natürlich längst vergriffen)

Und hier Impressionen von der Joseph Wittig Gedenkstätte: