Alan Parker – Die Commitments (VHS rip) (1991)

FrontCover1.jpgGanz sicher kein deutscher Film … das einzige deutsche ist, dass er hier in deutschen Version zu sehen ist … macht aber auch nix, ich will da mal nicht so kleinlich sein … denn:

Dieser Film ist einfach ne Wucht … und zählt zu den wirklich wenigen Musikspielfilmen, die eigentlich unverzichtbar sind zum Verständnis jener dreckigen und lauten Musik (Stichwort: hot & dirty), die viele Generationen entscheidend geprägt haben.

Und es geht um all die Amateurkapellen jener Musik, die sich aufmachten, zumindest Sex & Rock N Roll zu leben.

Die Commitments (Originaltitel: The Commitments) ist ein irisch-britischer Spielfilm nach einer Romanvorlage von Roddy Doyle um eine Gruppe Jugendlicher in Dublin, die eine Soul-Band gründen.

Der junge Arbeitslose Jimmy Rabbitte hat eine Vision: Er will den Soul nach Irland bringen und „die härteste Arbeiter-Band der Welt“ gründen. Jimmy selbst kann weder singen noch ein Instrument spielen, deshalb muss er sich zunächst die Bandmitglieder zusammensuchen. Nach und nach findet er teils zufällig, teils über Bekannte und über eine Annonce in der Zeitung die ihm geeignet erscheinende Zusammensetzung der Band.

Die ersten Proben verlaufen noch eher schlecht, jedoch zeigt sich die Kombination aus Musikern und Sängerinnen um den anscheinend begabten Sänger und Frontmann Deco unter dem Management von Rabbitte und mit der musikalischen Erfahrung des älteren Bandmitglieds Joey „The Lips“ Fagan als durchaus motiviert. Nach und nach entwickelt sich die Band und es kommt zu ersten öffentlichen Auftritten.

Die Band wird immer mehr zu einer lokalen Attraktion. Sogar Jimmys Vater, der eigentlich Elvis Presley verehrt – ein Bild von Elvis hängt in Jimmys Wohnzimmer über einem des Papstes – fängt an, den Soul zu mögen.

Auf dem Gipfel des Erfolges, als die Band einen Auftritt im „Gallagher’s“ spielt, bekommt Jimmy einen Plattenvertrag angeboten. Die restliche Band bekommt davon jedoch nichts mehr mit, da die Mitglieder sich hoffnungslos zerstreiten. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, ist der angekündigte Auftritt von Wilson Pickett, der jedoch nicht erscheint. Jimmy ist danach enttäuscht und geht zu Fuß nach Hause. Er streitet sich mit Joey, dem Trompeter, weil er der Meinung ist, er habe ihn, was Pickett betrifft, belogen.

Auf dem Heimweg begegnet ihm eine Limousine. Der Fahrer fragt Jimmy nach dem Weg zum „Gallagher’s“. Jimmy antwortet, der Pub sei bereits geschlossen. Wie sich danach herausstellt, war der Passagier im Wagen kein anderer als Wilson Pickett.

Der Film wurde 1992 für einen Oscar für den besten Schnitt nominiert. Er gewann mehrere BAFTA Awards. Das British Film Institute wählte Die Commitments im Jahre 1999 auf Platz 38 der besten britischen Filme aller Zeiten. (Quelle: wikipedia)

Nungut, hier geht es um Soul … der Film könnte sich aber genauso gut dem Rock N Rock, dem Blues oder dem frühen Beat der 60er Jahre zugewandt haben … es geht um das gleiche:

Enthusiasmus, Leidenschaft, Egomanie, Besessenheit, Sex und ja … Sie hatten absolut nichts, aber sie wollten riskieren …

Und der Film ist voll von skurrilen Typen (männlich wie weiblich) und er erzählt soviele Geschichten nebenbei …  oftmals Geschichten von all jenen „broken dreams“ … die wir wohl alle kennen … und stets dabei: ein augenzwinkerndes Lächeln.

Und dann noch eins … jener Soul der 60er Jahre … er war großartig und mit Andrew Strong hatten die Commitments einen Sänger … der es wirklich drauf hatte …

Beispiel03.jpg

Erinnert mich doch glatt an den Spencer Davis Group Song „Living In A Backstreet“

 

Beispiel05.jpg

Beispiel04.jpg

 

Beispiel06.jpg

Beispiel07.jpg

Beispiel08.jpg

Beispiel09.jpg

Beispiel10.jpg

Beispiel11.jpg

Joey ‚The Lips‘ Fagan

Beispiel12.jpg

Beispiel13

Beispiel14

Beispiel15.jpg

Beispiel16

Beispiel18

Beispiel19.jpg

Beispiel20.jpg

Beispiel21

Beispiel22

Beispiel23.jpg

Beispiel24

Beispiel26.jpg

Beispiel27

 

Beispiel28.jpg

Dicke Luft, weil Wilson Pickett nicht kommt …

Beispiel29.jpg

Beispiel30.jpg

Und da sitzt er drin, der Mr. Pickett …

 

Besetzung:
Robert Arkins: Jimmy Rabbitte
Michael Aherne: Steven Clifford, Piano
Angeline Ball: Imelda Quirke, Gesang
Maria Doyle Kennedy: Natalie Murphy, Gesang
Dave Finnegan: Mickah Wallace, Schlagzeug
Bronagh Gallagher: Bernie McGloughlin, Gesang
Félim Gormley: Dean Fay, Saxophon
Glen Hansard: Outspan Foster, Gitarre
Dick Massey: Billy Mooney, Schlagzeug
Johnny Murphy: Joey ‚The Lips‘ Fagan, Trompete
Kenneth McCluskey: Derek Scully, Bass
Andrew Strong: Deco Cuffe, Gesang
Colm Meaney: Jimmy Rabbitte, Sr.

Hüllentext

Regie Alan Parker
Drehbuch Dick Clement, Ian La Frenais, Roddy Doyle
Produktion Lynda Myles, Roger Randall-Cutler
Musik The Commitments
Kamera Gale Tattersall
Schnitt Gerry Hambling

VHSTape1.jpg

*
**

Beispiel01.jpg

Und hier noch ein paar Aushangbilder, wie sie in den Schaukäsen der deutschen Kinos zu sehen waren:

Aushangbild1.jpg

Aushangbild2.jpg
Aushangbild3
Aushangbild4.jpg
Aushangbild5.jpg

Jetzt ist es aber genug …

Advertisements

Michael Fitz – Gefühlsecht (1991)

FrontCover1Die meisten kennen ihn wohl aus seinen insgesamt 45 Auftritten im München „Tatort, den Michael Fitz:

Manche denken bei ihm sofort an Carlo Menzinger: Michael Fitz hat den lässigen Oberkommissar immerhin 16 Jahre lang im ARD-Tatort verkörpert. Und damit nicht genug, auch in der Chiemsee-Krimi-Reihe des ZDF klärt er Verbrechen auf. Am liebsten steht er derzeit aber solo auf der Bühne, spielt Gitarre und erzählt seine ironisch-witzigen und oft auch nachdenklichen Geschichten.

Am 13. November 1958 kommt Michael Fitz in der bayerischen Landeshauptstadt auf die Welt – ein echtes Münchner Kindl und ein Spross der berühmten Schauspieler- und Künstlerfamilie Fitz. Kein Wunder also, dass er begeistert Gitarre lernt und bereits mit 16 Jahren seine erste eigene Band gründet. Die Schule verlässt er noch vor dem Abitur.
Über das Finanzamt auf die Bühne

Autogrammkarteg

Frühe Autogrammkarte

Nach einem dreimonatigen Praktikum beim Finanzamt ist endgültig klar: Er will als Musiker und als Schauspieler arbeiten. Anfang der 80er Jahre produziert er eigene Songs, gründet seine Band „Fitz“. Als 19-Jähriger übernimmt er seine erste Filmrolle in „Keiner kann was dafür“.

Ab 1977 ist er regelmäßig in verschiedenen BR-Serien zu sehen. Gleichzeitig sammelt er Erfahrungen bei Kinoproduktionen und besucht von 1980 bis 1983 die Abteilung Dokumentarfilm der Filmhochschule München. Der Durchbruch als Schauspieler gelingt Michael Fitz 1986 mit dem Kult gewordenen Sechsteiler „Der Schwammerlkönig“. In der beleibten BR-Serie „Aus heiterem Himmel“, die schon mehrfach auch in der ARD wiederholt wurde, spielt er den Christoph Dengler, Besitzer einer kleinen Werft am Starnberger See.

Schwammerlkönig

Im „Schwammerlkönig mit Wolfgang Gierek und Ottfried Fischer

Bundesweit bekannt wird er aber erst einige Jahre später: In den „Tatort“-Filmen des Bayerischen Rundfunks macht er sich ab 1991 als Oberkommissar Carlo Menzinger einen Namen.

„Damals dachte ich, das sei nur vorübergehend. Ich konnte nicht ahnen, dass der Carlo für mich ein fester Job wird.“

16 Jahre und 45 Folgen lang gehört er zum Ermittlerteam, bevor er im Oktober 2007 dann zum letzten Mal in dieser Rolle zu sehen ist – abgesehen von einer kurzen, gefeierten Rückkehr 2013 als Oberkommissar a.D. und Hotelier aus Thailand.

Tatort

Da waren sie noch ganz schön jung … die drei Münchner Tatort-Kommissare

Auch wenn er im ZDF-Chiemsee-Krimi den Kommissar Hattinger spielt, oder im Kino bei „Fünf Freunde 3“ zu sehen ist – die Musik ist immer seine große Leidenschaft geblieben. Seine Lieder, angesiedelt zwischen Folk, Rock und Blues komponiert er selbst. Das aktuelle Bühnenprogramm, mit dem Michael Fitz bundesweit gerade auf Tournee ist, trägt den Titel „Liedermaching“ und handelt von den kleinen und großen menschlichen – und vor allem männlichen – Gefühlen und Befindlichkeiten. (Quelle: Bayerischer Rundfunk)

BackCover1.JPG

Und genau von diese Gefühlen und Empfindlichkeiten handelt es auch dieses – sein zweites Soloalbum – auch.

So ganz frei von anderen Musikern aus Deutschland ist er da freilich nicht, der Titelsong könnte auch von Grönemeier sein …

Das schmälert aber keineswegs den guten Gesamteindruck des Albums … Musikalisch wie textlich gibt es doch so einiges zu entdecken.

Da ist „Such nach dir“ (eine gruselige Ballade aus der Sicht eines Stalkers); da ist mit „Eiszeit“ ein gelungener Song über die Rastlosigkeit unserer Zeit entstanden.

Viel Nachdenklich breitet sich bei diesem Album aus … passt mir sehr gut …  in meiner etwas melancholische Herbststimmung …

Die Begleitmusiker sind einfach ganz fein aufspielende Begleier durch die Gedankenwelt des Michael Fitz … der übrigens bis heute als Barde unterwegs ist (und zahlreiche weiteren Alben veröffentlicht hat)

Und zum Schluss wird es dann noch mal ganz heftig … das Finale von „Herz aus Stahl“ darf man getrost als hammerhart und furios bezeichnen.

Michael Fitz

Besetzung:
Michael Ausserbauer
Günther Gebauer (bass)
Michael Fitz  (vocals, guitar, keyboards)
Achim Göres (guitar)
Cesar Granados (percussion)
Ali Khan Halmatoglu (drums)
Thomas Lorenz (bass)
Tim Lorenz (drums)
Ludwig Seuss (keyboards)
Peter Weihe (guitar)
+
Munich Voices (background vocals bei 06.)

Text1

Titel:
01. Gefühlsecht 3.18
02. Gänsehaut 3.13
03. Kaum zu glauben 3.35
04. Such nach dir 3.29
05. Eiszeit 4.44
06. Harte Zeiten 3.26
07. 666003 2.55
08. Immer weiter gehn 3.35
09. Auf’m Sprung 3.16
10. Herz aus Stahl 4.30

Musik und Texte: Michael Fitz

LabelA1
*
**

Demnächst lieferbar:

DemnächstLieferbar

Deuces Wild – Living In The Sun + Kiss Goodbye (1991)

FrontCover1Die Band „Münchner Freiheit“ kennen sicherlich viele … ich wurde mit ihr nie so recht warm (trotz des schönen Bandnamens !)

Vielleicht war es dem Sänger und Keyboarder der „Münchner Freiheit“, Stefan Zauner ein wenig langweilig … auf jeden Fall gründete er mit dem „Münchner Freiheit“ Gitarristen Aron Strobel das Nebenprojekt „Deuces Wild“ und veröffentlichten dann gleich das Album „“Living In The Sun“ und dann eben auch gleich noch diese „12“ Maxi Single 45 RPM“.

Sie enthält die lange Faaaung von „Living In The Sun“ sowie einen sog. „Radio Mix“ des gleichen Liedes und dann noch „Kiss Goodbye“.

Hm … „Living In The Sun“ klingt nach einem Sommer-Stück und ist es auch, wenngleich mit diversen Weichspülern behandelt.

Ein Sommer-Hit wurde „Living In The Sun“ nicht .. mein Prädikat: ganz nett … viel mehr fällt mir dazu wirklich nicht ein.

Warnung: nach sieben Minuten „Living In The Sun“ könnte es passieren, dass die Birne voller weichgespültem Matsch ist !

StrobelZauner

Aron Strobel + Stefan Zauner

Besetzung:
Aron Strobel /guitar)
Stefan Zauner (vocals, keyboards)
BackCover1
Titel:
01. Living In The Sun (Strobel/Zauner/Touchton) 7.10
02. Kiss Goodbye (Strobel/Zauner) 3.17
03. Living In The Sun (Radio Mix) (Strobel/Zauner/Touchton) 3.24

LabelB1
*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung

der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Eine weitere Leihgabe aus der großartigen Graugans Sammlung !
Vielen Dank !

Pe Werner – Kribbeln im Bauch (1991)

PeWernerFrontCoverKribbeln im Bauch war Pe Werner´s zweites Album und kommerziell wohl eines ihrer erfolgreichsten, kam sie doch damit auf Platz 16 der Charts. Und was bietet nun dieses Album:

„Keck lächelt einen Pe Werner auf dem Cover an und genauso keck ist auch das erste Stück – für den Titel „Liebe ist… (wenn man’s trotzdem macht)“ hätte sie eigentlich den Wortwitz-Preis 1991 erhalten müssen.
Mit Humor gewürzt ist auch noch „Geld zurück“, der Rest des Albums ist jedoch eher ernst. So denkt Pe Werner wehmütig an das „Kribbeln im Bauch“ am Anfang der Beziehung zurück, „Ein Hauch von Herz“ lässt sie fremdgehen und sie bekommt einen Verflossenen nicht aus dem Herzen, auch wenn es schon viel „Zu lange her“ ist. Wütend ist sie bei einem Streit mit ihrem Partner und das Wort „Hexenschuss“ bekommt eine neue Bedeutung.

Es ist nicht so, dass dies alles Themen sind, über die noch nie vorher (oder nachher) gesungen wurde, aber wie Pe Werner sie vorträgt finde ich faszinierend (und berührend). Zu ausgefeilt die Texte und zu sensibel gesungen, um Schlagerkitsch zu sein. So ist „Trostpflastersteine“ nicht nur eine gelungene Wortkreation sondern auch ein wunderschönes intimes Lied der Sängerin.

Vor kurzem las ich im Internet im Profil eines Forumsmitglieds unter Lieblingsplatten auch dieses Album für die Tage, „wenn sie Liebeskummer hat“. So melancholisch gefärbt das zweite Album von Pe Werner auch zuweilen ist, man sollte es sich auch an guten Tagen anhören. (keegan)

MC

Man kann es aber auch so sehen:

„Als gestandenes „Weibsbild“ fühlt sich Pe Werner unwiderstehlich zur Rockmusik hingezogen. Aus ihrer Zeit als Kabarettistin bringt die gebürtige Odenwälderin, die heute am Neckar lebt, das Faible für gereimte Kalauer mit („Von der Küche bis zum Keller / alles wird noch bequereller“). Und von ihrem Willen zur musikalischen Perfektion zeugt bei Album Nummer 2 die Liste der Aufnahmeorte: Bonn, Stuttgart, Nashville, Los Angeles. Doch beides zusammen ergibt kein „Kribbeln im Bauch“: Die Rhythmen bleiben gefangen im Krautrock-Käfig, und Pes Verse kleben manchmal wie Kaugummi an den Melodien und Refrains.“ (Stereoplay)

Was mich immer wundert, wie man es schafft ein ganzes Album nur mit dem Thema „Beziehungskisten (rauf und runter) aufzunehmen. Eigentlich hat jeder Song dabei seinen eigenen Charme, aber auch Dauer denkt man sich: ja gibt´s denn gar keine anderen Themen mehr in Deutschland (1991 war z.B. die Wiedervereinigung in aller Munde … )

PeWerner

Besetzung:
Joe Chemay (bass)
Dieter Falk (keyboards)
Paul Leim (drums)
Wesley Plass (guitar)
Pe Werner (vocals)
+
Mario Argandoña (percussion bei 02., 03., 05., 11., 13.)
Nappo Barnatzki (saxophone bei 08.)
Matthias Dörsam (saxophone bei 13.)
Michael Dorka (english horn bei 02., pipe bei 04.)
Cherry Gehring (background vocals bei 08., 11., 13.)
Effects – Klaus Genuit (effects bei 11.)
Gary Grant (trumpet bei 01., 03., 09., 11.)
Marc Hammond (drums bei 05, 07., 12.)
Jerry Hay (trumpet bei 01., 03., 09., 11.)
Dan Higgins (saxophone bei 01., 03., 07., 10.)
Bernd Hoffmann (vocals bei 08.)
Uli Kringler (guitar, dobro bei 06., 09., 12.)
Christina Lux (background vocals bei 08., 11., 13.)
Terry McMillan (harmonica bei 01., 11.)
Bill Reichenbach (trombone bei 01., 03., 09., 11.)
Michael Schütz (keyboards bei 06., 09., 11.)
Stefan Schütz (guitar bei 06., 09.)
Sabine Van Baaren (background vocals bei 08., 11., 13.)
Karl-Heinz Wiberny (saxophone bei 08.)
Sebastian Zimmermann (bass bei 06., 09.)

Booklet

Titel:
01.  Liebe Ist… (Wenn man’s trotzdem macht) (Werner) 3.32
02. Kribbeln im Bauch (Werner) 3.51
03. Augen zu und durch (Werner) 3.34
04. Trostpflastersteine (Werner) 5.11
05. Regen (Werner) 3.55
06. Zu lange her (Werner) 3.54
07. Ohne dich (Werner) 5.43
08. Geld zurück (Werner) 3.26
09. Luft für mich (Werner) 4.06
10. Ein Hauch von Herz (Werner) 3.45
11. Hexenschuß (Werner) 4.38
12. Manche Wunden (Werner) 3.41
13. Nagel auf den Kopf (Werner) 6.01

CD1
*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

 

Singles

Single Veröffentlichungen

 

 

Pe Werner – Kribbeln im Bauch (1991)

PeWernerFrontCoverKribbeln im Bauch war Pe Werner´s 2. Album und kommerzielle wohl eines ihrer erfolgreichsten, kam sie doch damit auf Platz 16 der Charts. Und was bietet nun dieses Album:

„Keck lächelt einen Pe Werner auf dem Cover an und genauso keck ist auch das erste Stück – für den Titel „Liebe ist… (wenn man’s trotzdem macht)“ hätte sie eigentlich den Wortwitz-Preis 1991 erhalten müssen.
Mit Humor gewürzt ist auch noch „Geld zurück“, der Rest des Albums ist jedoch eher ernst. So denkt Pe Werner wehmütig an das „Kribbeln im Bauch“ am Anfang der Beziehung zurück, „Ein Hauch von Herz“ lässt sie fremdgehen und sie bekommt einen Verflossenen nicht aus dem Herzen, auch wenn es schon viel „Zu lange her“ ist. Wütend ist sie bei einem Streit mit ihrem Partner und das Wort „Hexenschuss“ bekommt eine neue Bedeutung.

Es ist nicht so, dass dies alles Themen sind, über die noch nie vorher (oder nachher) gesungen wurde, aber wie Pe Werner sie vorträgt finde ich faszinierend (und berührend). Zu ausgefeilt die Texte und zu sensibel gesungen, um Schlagerkitsch zu sein. So ist „Trostpflastersteine“ nicht nur eine gelungene Wortkreation sondern auch ein wunderschönes intimes Lied der Sängerin.

Vor kurzem las ich im Internet im Profil eines Forumsmitglieds unter Lieblingsplatten auch dieses Album für die Tage, „wenn sie Liebeskummer hat“. So melancholisch gefärbt das zweite Album von Pe Werner auch zuweilen ist, man sollte es sich auch an guten Tagen anhören. (keegan)

Singles

Singles

Man kann es aber auch so sehen:

„Als gestandenes „Weibsbild“ fühlt sich Pe Werner unwiderstehlich zur Rockmusik hingezogen. Aus ihrer Zeit als Kabarettistin bringt die gebür- tige Odenwälderin, die heute am Neckar lebt, das Faible für gereimte Ka- lauer mit („Von der Küche bis zum Keller / alles wird noch bequereller“). Und von ihrem Willen zur musikalischen Perfektion zeugt bei Album Nummer 2 die Liste der Aufnahmeorte: Bonn, Stuttgart, Nashville, Los Angeles. Doch beides zusammen ergibt kein „Kribbeln im Bauch“: Die Rhythmen bleiben gefangen im Krautrock-Käfig, und Pes Verse kleben manchmal wie Kaugummi an den Melodien und Refrains.“ (Stereoplay)

Was mich immer wundert, wie man es schafft ein ganzes Album nur mit dem Thema „Beziehungskisten (rauf und runter) aufzunehmen. Eigentlich hat jeder Song dabei seinen eigenen Charme, aber auch Dauer denkt man sich: ja gibt´s denn gar keine anderen Themen mehr in Deutschland (1991 war z.B. die Wiedervereinigung in aller Munde … )

 

PeWerner
Besetzung:
Joe Chemay (bass)
Dieter Falk (keyboards)
Paul Leim (drums)
Wesley Plass (guitar)
Pe Werner (vocals)
+
Mario Argandoña (percussion bei 02., 03., 05., 11., 13.)
Nappo Barnatzki (saxophone bei 08.)
Matthias Dörsam (saxophone bei 13.)
Michael Dorka (english horn bei 02., pipe bei 04.)
Cherry Gehring (background vocals bei 08., 11., 13.)
Effects – Klaus Genuit (effects bei 11.)
Gary Grant (trumpet bei 01., 03., 09., 11.)
Marc Hammond (drums bei 05, 07., 12.)
Jerry Hay (trumpet bei 01., 03., 09., 11.)
Dan Higgins (saxophone bei 01., 03., 07., 10.)
Bernd Hoffmann (vocals bei 08.)
Uli Kringler (guitar, dobro bei 06., 09., 12.)
Christina Lux (background vocals bei 08., 11., 13.)
Terry McMillan (harmonica bei 01., 11.)
Bill Reichenbach (trombone bei 01., 03., 09., 11.)
Michael Schütz (keyboards bei 06., 09., 11.)
Stefan Schütz (guitar bei 06., 09.)
Sabine Van Baaren (background vocals bei 08., 11., 13.)
Karl-Heinz Wiberny (saxophone bei 08.)
Sebastian Zimmermann (bass bei 06., 09.)

Booklet

Titel:
01.  Liebe Ist… (Wenn man’s trotzdem macht) (Werner) 3.32
02. Kribbeln im Bauch (Werner) 3.51
03. Augen zu und durch (Werner) 3.34
04. Trostpflastersteine (Werner) 5.11
05. Regen (Werner) 3.55
06. Zu lange her (Werner) 3.54
07. Ohne dich (Werner) 5.43
08. Geld zurück (Werner) 3.26
09. Luft für mich (Werner) 4.06
10. Ein Hauch von Herz (Werner) 3.45
11. Hexenschuß (Werner) 4.38
12. Manche Wunden (Werner) 3.41
13. Nagel auf den Kopf (Werner) 6.01

CD1
*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

MC

Franz-David Baumann + Luis Murschetz – Der Maulwurf Grabowski + Der Hamster Radel (1992)

FrontCover1Die geneigten Leser dieser Blogs (oder auch Laden genannt) mögen sich vielleicht gelegentlich wundern, warum hier auch immer wieder „Kinderkram“ prsäentiert wird.

Nun, diese Frage lässt sich eigentlich mehrfach beantworten.

Zum einen dient dieser blog ja gewissermaßen als Dokumentationszentrum für deutsches Kultur- und Geistesgut aller Art (man könnte das ja auch als Ramschladen bezeichnen), zum anderen (und das ist mir erst im Laufe der Zeit klargeworden), dass dieser blog wohl auch dazu dient, eigene biographische Prägungen zu reflektieren … und nachdem ich ja nicht nur auch mal ein Kind war, sondern dann auch als Vater und mittlerweile auch als Großvater die Kindheitszeit aus nunmehr drei unterschiedlichen Perspektiven erlebt, ist mir das Thema „Kinderkram“ weiterhin sehr wichtig.

Und die Geschichte vom Maulwurf Grabowski ist untrennbar mit meiner Zeit als Vater verbunden, denn ich weiß nicht wie oft ich dieses bezaubernde Bilderbuch meinen Töchtern vorgelesen habe.

Verfasst wurde das Buch von Luis Murschetz:

Luis Murschetz (* 7. Januar 1936 in Velenje, Untersteiermark) ist ein Karikaturist und Kinderbuchautor.
Luis Murschetz studierte sechs Semester an einer Maschinenbaufachschule und arbeitete in einer Fabrik; anschließend besuchte die Schule für angewandte Kunst in Graz.
Später zeichnete er für eine Werbeagentur in Rotterdam ein Jahr lang Gebrauchsgraphik und

Murschetz

Luis Murschetz

Sportkarikaturen. Weitere Stationen waren Feldkirchen und München (beides Deutschland), wo 1967 erste Zeichnungen in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Seit 1971 zeichnete Luis Murschetz als Nachfolger von Paul Flora politische Karikaturen für die Wochenzeitung Die Zeit (Hamburg); diese Tätigkeit endete 2010.

Er beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Karikaturen, sondern er zeichnet auch „düstere“ Dinge wie beispielsweise Vampire oder Monster.
Im Jahr 1972 waren Werke von Luis Murschetz Bestandteil der Ausstellung Sieben phantastische Humoristen von der Zürcher Galerie Daniel Keel, die durch Deutschland wanderte.
Noch im selben Jahr erschien sein erstes Kinderbuch Der Maulwurf Grabowski, das seitdem in zehn Sprachen, darunter auch Japanisch, übersetzt wurde.

Luis Murschetz über sich selber: Ich will nur unterhalten, nicht erziehen. Er ist Vater der Bühnenbildnerin und Illustratorin Annette Murschetz. (Quelle: Wikipedia)

Hier nun das sehr sympathische Hörbuch dieses Klassikers der Kinderliteratur.

Illustration01

„Grabowski lebte unter der großen bunten Wiese am Stadtrand.“ Er führt ein beschauliches, zufriedenes Maulwurfleben und tut, was Maulwürfe eben so tun: er gräbt Gänge unter die Wiese und wirft kleine Erdhügel auf. Mit dem Bauern, dem die Wiese gehört, kommt er ganz gut klar, nur die Krähen im Wald, die meidet er lieber. Als eines Tages unzählige Lastwagen und Baumaschinen anrücken, ist es mit der Ruhe und Behaglichkeit vorbei. Auf Grabowskis Wiese sollen Hochhäuser und Tiefgaragen entstehen. Da ist kein Platz mehr für den Maulwurf – er muss sich eine neue Wiese suchen. Mit seiner ergreifenden Geschichte vom Maulwurf Grabowski setzt Luis Murschetz ein zeitloses Zeichen für den bewussten Umgang mit der Natur.

Auf der Seite 2 dann die Geschichte von „Hamster Radel“ … und ich brauch mich wahrlich nicht beschweren, wenn diese Geschichte – fast wie von Geisterhand – auf meinen Schreibtisch geflattert ist … stöhne ich doch mehr als einmal, dass ich mir beruflich oft wie ein Hamster im Rad fühle.

Illustration02

„Radel muß im Laufrädchen als Kundschafts-Köder ein ärmliches Leben fristen, bis er zusammen mit anderen Hamstern der Stadt ausbricht, sein Holzgefängnis verlassen kann und in einem Weizenfeld köstliche Unterkunft findet – ganz nahe bei der Wiese, wo Maulwurf Grabowski wohnt.
Murschetz erzählt die Geschichte seines kleinen Helden
mit den schwarzen Knopfaugen so rührend und bezaubernd
in Worten und Bildern, daß sich jedes Kind das Happy-End hinterm Rübenfeld wünscht. Besonders dann, wenn es als Großstadtkind in der engen Stadtwohnung auch nicht viel mehr darf, als sich im Spielkäfig von Großen das letzte Restchen Abenteuer verwalten lassen.“ (Die Zeit)

So isses …

Und ach ja, der Maulwurf Grabowski übernimmt auch hier eine Rolle !

Dieses Hörbuch ist nur deshalb ganz zauberhaft, weil der Sprecher, Hans Kornbichler eine so arg angenehme Erzählstimme hat, sondern auch deshalb weil die begleitende Musik von Franz-David Baumann mehr als nur kleine Kostbarkeiten sind. Er uns sein Panama Ensemble hatten schon auf sich aufmerksam gemacht, als sie Janosch Bücher vertonten !

 

Baumann

Franz-David Baumann

 

Besetzung:
Hans Kornbichler  (Sprecher)
+
Panama Ensemble:
Franz Bauer (drums, vibraphone)
Franz-David Baumann (trumpet, fluegelhorn)
Leonard Heller (piano)
Dorothea Meindl (flute)
Philipp von Morgen (violoncello)
Thomas Punzmann (Saxophone)
David Wolf (clarinet)

Musikalische Leitung: Franz-David Baumann

Booklet1

Titel:

Der Maulwurf Grabowski:
01. Musikalische Einleitung (Baumann) 2.47
02. Musikalisches Vorspiel (Baumann) 0.18
03. Der Maulwurf Grabowski (Murschetz) 9.46
04. Musikalischer Ausklang (Baumann) 0.36

Der Hamster Radel:
05. Musikalische Einleitung (Baumann) 1.16
06. Der Hamster Radel (Murschetz) 11.08
07. Musikalischer Ausklang (Baumann) 2.12

MC2A

*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

DieBücher

Die Bücher zum Hörbuch

 

Conny Lens – Zug um Zug (1991/1995)

frontcover1Hach … ich liebe Radio-Hörspiele, insbesondere … wenn es sich dabei um Krimis handelt, bzw. wie hier, um einen Thriller …

Hier ein ganz besonderes Hörspiel, erstmalig ausgestrahlt beimWDR im Jahr 1991 …. vier Jahre später dann als MC im Goldmann-Verlag veröffentlicht:

Und darum geht´s :

Klaus Witte und Ulla Mehrbeck (Christian Berkel und Claudia Roxane Barthel) sind ehemalige Studienkollegen und sie wollen nicht nur im selben Feld in der Wirtschaft arbeiten, sondern sie konkurrieren sogar um eine Doktoranden-Anstellung. Klaus greift zu unlauteren Mitteln und sorgt dafür, dass Ulla ihr Vorstellungsgespräch verpasst und somit auch nicht die Stelle bekommt. Die sichert sich Klaus und damit nimmt das Drama seinen Lauf, denn das Fernschachspiel zwischen Ulla und ihm scheint mehr zu werden. Zug um Zug spitzt sich die Lage für Klaus zu und sein Leben steuert auf den Abgrund zu und wird immer mehr zur Hölle. Ist Ulla dafür verantwortlich?

Was Conny Lens alias Friedrich Hitzbleck hier verfasst hat, das ist einfach ein Kracher. Das Schachspiel der beiden ehemaligen Kollegen wird zu einem äusserst realen und fesselnden Psychospiel, das die Hörerschaft von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten sollte. Spannender geht es einfach nicht und man fragt sich, wie diese Angelegenheit enden wird und vor allem auch, wer hier eigentlich überhaupt gut und wer böse ist. Das macht den Reiz aus und man kann rein theoretisch das Hörspiel auch in zwei Durchgängen hören und

christian-berkel

Christian Berkel als Klaus

mal auf der Seite des einen und dann der anderen sein und so bekommt die Produktionen einen neuen Aspekt. Wie dem auch sei, die Story hat das gewisse Etwas und sie ist packend inszeniert worden, mehr kann man nicht verlangen, inhaltlich wird hier jedenfalls schon mal mächtig vorgelegt.
Die Umsetzung zieht sprechertechnisch auf jeden Fall locker nach, das kann man alleine schon der Besetzung entnehmen, die einfach sensationell ausfällt. Christian Berkel geht als Klaus energisch zu Werke und präsentierte eine breite Palette von Emotionen, die er auch sehr überzeugend darbietet, wobei Claudia Roxane Barthel nicht so oft zu hören ist, sie operiert eher aus dem Verborgenen heraus und arbeitet recht subtil und lässt nicht nur Klaus, sondern auch den Hörer ihre Macht spüren. Um die beiden Schachspieler herum verteilen sich grossartige und namhafte Sprecher und Sprecherinnen, die man aus unzähligen Produktionen kennen dürfte und sie geben unter der Regie von Frank-Erich Hübner ebenfalls alles. Friedhelm Ptok, Christian Rode, Tilly Lauenstein, Klaus-Peter Grap, Gerd Wameling, Friederike Wagner und Ute Rosenbauer runden die tolle Besetzung genial ab und insgesamt bleiben hier zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Wünsche offen, das hier sind Performances auf höchstem Niveau.
Die Geräuschkulissen sind ebenfalls erstklassig und man könnte stellenweise sogar meinen, dass es sich hier um eine O-Ton-Aufnahme eines Filmes handeln könnte. So lebensecht und realistisch kommen die Szenen rüber, da wurde also auch in diesem Bereich hervorragende Arbeit geleistet.
Für mich einer der besten Fälle dieser Sammlung, wenn nicht sogar der beste! Hier stimmt es in allen Bereichen, die Story, die Sprecher, die Soundkulisse, all das ergibt einen sehr starken und empfehlenswerten Krimi, der in jede Sammlung eines Genrefans gehört und Hörspielfreunden allgemein viel Freude bereiten dürfte!

Und ich gestehe, ich hab´ an dem Autor Conny Lens meinen Narren gefressen:

Conny Lens wurde am 10.3.1951 unter dem Namen Friedrich Josef Hitzbleck in Kettwig geboren. Kein wirklich guter Start.

Mit 8 Jahren überwältigte ihn der Drang, sich literarisch zu betätigen, und so schrieb er seine ersten Geschichten. Krimis und Western, selten länger als zwei Seiten, wagemutig in Orthographie und Grammatik, unbelastet von störender Logik, dafür mit zahlreichen Schuss-, Stich- und Würgeopfern. Inspiration fand der junge Künstler dabei in Werken wie „Leichenwagen kommt gleich“.

connylens01Eine Steigerung war also denkbar, und mit den Jahren wurden die Stories zumindest länger. Das Bedürfnis, sich mitzuteilen, erfuhr 1973 einen ersten Höhepunkt beim Versuch der BBC eine Fernsehserie anzubieten. Bis heute bleibt es unverständlich, warum die Verantwortlichen in London diese einmalige Gelegenheit ungenutzt verstreichen ließen.

1982 kam von Freund Bernd Karuseit der Vorschlag, einen Vertrieb für Kleinverlage zu gründen – den Pottwa(h)l. Einmal in Fahrt, beschloss man, auch eigene Romane zu verlegen. Der erste Krimi hieß „Roter Fingerhut“ und spielte – Richtig! – in Kettwig. Ein mieser Trick, aber die Kettwiger kauften die 195 vollgeschriebenen Seiten wie von Sinnen.

Ein weiterer genialer Gedanke bestand darin, den Autor hinter einem geschlechtsneutralen Namen zu verstecken, um so in die feministisch abgeschottete Welt der Frauen-Buchländen einzudringen. Ein mieser Trick, aber es funktionierte eine Weile und so entstand der Name Conny Lens.

Unter dem erschienen später im Hitzbleck-Verlag weitere Krimis, darunter die Detektivserie „Steeler Straße.“ Die schickte der geschlechtsneutrale Autor dem Kollegen Gisbert Haefs – diesmal allerdings nicht mit Hintergedanken an Protektion. Trotzdem landete die Serie auf dem Schreibtisch von Gerd Haffmans, der weitere Romane des Autors in sein Programm übernahm.

Davon gab es einige. Denn kurz vorher hatte es ihm seine Frau Angela ermöglicht, sich den ganzen Tag lang Verbrechen auszudenken, anstatt wie ein anständiger Mensch arbeiten zu gehen.

Um Geld zu verdienen schrieb er ab 1989 Stories für Fernsehzeitschriften unter Pseudonymen wie Frank Hillmann, John Xerro, Maike Timm oder Barbara Haas – den Friedrich Josef hat er nie verwunden. Wie man solche Stories baut, lernte er von hilfsbereiten Kollegen wie Heribert Bauer (†) oder Reinhard Jahn alias H. P. Karr. Reinhard Jahn war es dann auch, der ihm das Schreiben von Hörspielen beibrachte.

Um diese Zeit herum starb die TV-Serie „Liebling Kreuzberg“. Was seine Agentin Ilse S. Dörner auf den Gedanken brachte, die Grundidee für einen Fortsetzungs-Roman zu benutzen.

Dank seiner ausgeprägten Fähigkeit, Peinliches zu ignorieren, schuf der Autor daraufhin den Mehrteiler „Herzchen Neukölln“ – man beachte die feinsinnige Anspielung im Titel. Worauf tausende deutsche Leserinnen blind vor Tränen zum Taschentuch griffen. Von diesem Machwerk wiederum erfuhr der Bavaria-Produzent Georg Feil.

Von ihm ermutigt, schrieb sich der Autor die Eroberung der letzten Bastion auf seine Fahne: Das Verfassen von Drehbüchern. So begann ein zwei Jahre währender Albtraum. Er kapierte einfach nicht, wie ein Drehbuch funktioniert.

Das änderte sich erst, als ihn der Producer Alexander Steffen zu „Wollfs Revier“ mitnahm. Und dann ging alles sehr schnell. Kurz vor Weihnachten 1996 brachte ihn Jan Hinter von der Bavaria mit Ariane Krampe zusammen, die für die Ufa „Soko 5113“ produzierte. Dort blieb er sechzehn Jahre, bis er sich 2013 in den Vorruhestand verabschiedete.

Zwischen Thriller, Komödie und Abenteuer-Story schwankend, machte er sich nun an zwei Roman-Projekte. Einmal die Geschichte des Ex-Kriminellen Ben Rosvik, der zum Spielball eines kriminellen Think Tanks wird. Zum anderen die locker geschriebenen Abenteuer eines Dreier-Teams in einem fiktiven Europa des 19.Jahrhunderts.

Und da er nicht gestorben ist, schreibt er immer noch. (Selbstdarstellung)

Und nun wieder zurück zu diesem Hörspiel …  Prädikat: Genial !

connylens02

Besetzung:
Claudia Roxane Barthel (Ulla)
Christian Berkel (Klaus)
Klaus-Peter Grap (Ralf)
Tilly Lauenstein (Ältere Dame)
Friedhelm Ptok (Braun)
Christian Rode (Zschiedrich)
Ute Rosenbauer (Moni)
Friederike Wagner (Martina)
Gerd Wameling (Trainer)

backcover1

Titel:
01. Zug um Zug (Teil 1) 26.31
02. Zug um Zug (Teil 2) 26.31

mc2

*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net