Jazz Gitti & Her Disco Killers – Gold (1997)

FrontCover1Jazz Gitti (eigentlich Martha Margit Butbul, geborene Bohdal; geb. am 13. Mai 1946 in Wien) ist eine österreichische Musikerin, Sängerin und Geschäftsfrau.

Gittis Mutter war Jüdin und wurde durch Gittis katholischen Vater vor der Deportation bewahrt. Nach dem Krieg betrieben die Eltern ein Konsum-Kaufhaus und gelangten so zu einem beachtlichen Vermögen. Ihre einzige Tochter wuchs im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt in behüteten Verhältnissen auf. Schon als Kind wurde Martha nach einer Tante ihrer Mutter „Gitti“ gerufen, früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Gesang.

Nachdem sie mit 14 Jahren ihre Mutter aufgrund der Folgen einer Zuckerkrankheit verloren hatte, besuchte Gitti ihren nach Israel ausgewanderten Onkel. Ihr Vater eröffnete in der Zwischenzeit ein Kaffeehaus („Espresso Gitti“) am Mexikoplatz, das Gitti (auf Wunsch ihrer verstorbenen Mutter) als Lebensgrundlage dienen sollte. Ab ihrer Rückkehr arbeitete sie in diesem Gastronomiebetrieb. Mit 16 Jahren gewann sie einen der damals populären Jugendgesangswettbewerbe mit dem Schlager „Es geht die Lou lila…“. Daraufhin wurde ihr ein Plattenvertrag versprochen, man wollte aus Gitti wegen ihrer lustigen Art und ihrer Körpermasse eine zweite Trude Herr machen. Doch anstatt eine Gesangskarriere zu starten, entschloss sich Gitti dazu, Österreich zu verlassen, weil das Verhältnis zu ihrem Vater immer schlechter wurde.

JazzGitti01

1977 mit Fatty George bei einer Jazz Matinee im Gartenbaukino

1962 zog sie nach Haifa in Israel, wo sie sich zunächst als Kellnerin durchschlug. Im Januar 1965 heiratete sie einen marokkanischen Juden und bekam im November 1965 ihr einziges Kind, Tochter Shlomit. Shlomit ist heute Schauspielerin und Sängerin, sie machte Jazz Gitti auch zur dreifachen Großmutter. In Israel verdingte sich die spätere Sängerin und Entertainerin größtenteils als Putzfrau, da ihr Ehemann spielsüchtig war und nur wenig zum Familieneinkommen beitrug. Später machte sie eine Ausbildung zur Spezialköchin für Frachtschiffe und jobbte als Eisverkäuferin. Im Juni 1971 kehrte sie mit ihrem Kind nach Österreich zurück und ließ sich scheiden. Nachdem „ihr“ Café am Mexikoplatz verkauft und vom Erbe der Mutter nichts mehr übrig war, arbeitete Jazz Gitti zunächst als Kellnerin im Café Alt Wien.

JazzGitti02

1985 Sängerin bei einem KSV Fest

Danach arbeitete sie zwei Jahre lang als Kellnerin im Lokal „Jazz bei Freddy“. Nach einem Intermezzo als Versicherungsvertreterin pachtete sie 1973 das „Café Zuckerl“ auf der Heiligenstädter Straße. Nach einem Jahr wollte der Hauseigentümer das gutgehende Lokal selbst nutzen und Gitti eröffnete 1974 in der Probusgasse im 19. Bezirk den „1. Wiener Jazz Heurigen“. Zu dieser Zeit bekam sie auch ihren Spitznamen „Jazz Gitti“, da sie in ihren Lokalen immer öfter zum Mikrofon griff und Gesangsnummern zum Besten gab. Später eröffnete sie „Gittis Jazz Club“ am Bauernmarkt in einem Abrissgebäude. Das Lokal wurde 1979 geschlossen, als das Haus endgültig abgerissen wurde. „Gittis Jazz Club“ (1980) auf der Seilerstätte war das Folgelokal, das ebenso legendär wurde, aber in Konkurs ging. Zuvor war Gitti von Stefan Weber, dem Bandleader von Drahdiwaberl, angesprochen worden, ob sie nicht bei einigen Auftritten der Skandalrocker mitwirken wollte.

Von 1980 bis etwa 1983 überzeugte sie als Naturtalent in zahlreichen Drahdiwaberl-Gigs. Aus dieser Zeit stammen ihre ersten Singles wie z. B. „Hey du“, mit der sie bis in die österreichische Endausscheidung für den „Grand Prix Eurovision“ vorstieß. Anschließend konzentrierte sie sich ganz auf die Musik und gründete ihre erste Band: „Jazz Gitti & her Discokillers“. Damit schaffte sie sich einen beachtlichen Ruf als Sängerin in Österreich und Deutschland.

JazzGitti03

2010 Wahlparty für Michael Häupl (SPÖ)

Mit ihrem ersten Album „A Wunda“ legte sie den Grundstein ihrer Musik in Österreich. Eine ihrer bekanntesten Singles („Kränk di net“) befindet sich auf diesem Album. Auch die Alben „Hoppala“, „Nimm’s leicht Piccolo“, „Jazz Gitti Gold“, „Made in Austria“, „Bergauf“ und „Die Liebe meines Lebens“ waren erfolgreich.
Der Erfolg

Im Jahr 1991 bekam sie den World Music Award aus den Händen von Cliff Richard. Ein Jahr später erhielt sie die silberne Trophäe in der Rubrik Satire-Serie für ihre Serie „Tohuwabohu“, die im ORF zu sehen war. Trotz dieses Erfolgs gab sie ihre Verbindungen zur Musik nicht auf. Ihr Erfolg, sagt sie, habe keinen Grund.
Privat
Ihre Tochter ist die in Luxemburg lebende Schauspielerin und Sängerin Shlomit Butbul. Jazz Gitti lebt in Leobendorf (Bezirk Korneuburg, Niederösterreich). (Quelle: wikipedia)

JazzGitti04

2016 Wahlkampfauftakt für Richard Lugner (nun ja …)

Also, so eine Biographie, die hat sich gewaschen …

1997 gab es dann im ORF ne Gala-Sendung für die Jazz Gitte, in der sie alle ihre Hits und Erfolge (in Neueinspielungen) präsentierte.

Und davon handelt dann auch diese CD, aber: Man lasse sich von dem Namen Jazz Gitti nicht täuschen. Mit Jazz hat diese Musik nix zu tun … wir hören hier eingängigen Gaudi – Austro – Pop mit Bierzelt-Qualität … also: Schwungvolle Schlager- und Unterhaltungsmusik (sie man z.B. mal von „Mutter“ ab).

Kann man hören, muss man aber nicht mögen …

Und dann lässt mich das Gefühl nicht los … dass sich diese österreichische Gitti eigentlich deutlich unter Wert verkauft … (siehe „Der Bastler“)

Singles

Singles

Besetzung:
Jazz Gitti (vocals)
Michael Scheickl (keyboards, guitar)
Thomas M. Strobl (bass, guitar)
Rainer Sokal (keyboards)
Wolfgang Wehner (drums)

Booklet1

Titel:
01. Sing afoch a Liad (Scheikl/Strobl) 2.39
02. Kränk di net (Mell/Strobl) 3.26
03. Jetzt gemmas an (Mell/Strobl) 2.44
04. Tramway foarn (Pistracher/Steiner) 3.31
05. Mutter (Scheikl/Strobl) 3.03
06. Der Bauch muss weg (Mell/Strobl/Wehner) 2.45
07. A Wunda (Mell/Strobl) 3.05
08. Des wär schee (Scheikl/Strobl) 3.17
09. Popo-Mambo (Simon/Wehner/Strobl) 2.57
10. Mit dem Sonnenschein im Herz (Idle/Strobl) 3.09
11. Hoppala (Scheikl/Strobl) 3.16
12. Die Sumsen (Scheikl/Strobl) 3.10
13. Ui-Jegerl (Scheikl/Strobl) 3.04
14. Der Bastler (Scheikl/Strobl) 3.26
15. Nimm’s leicht, nimm mich (Scheikl/Strobl) 3.02
16. Nackert (Scheikl/Strobl) 2.51
17. Gratuliere zum Geburtstag (Scheikl/Strobl) 2.39
18. Pistensau (Scheikl/Strobl) 3.02

CD1
*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Tray1

Advertisements

Manni von Bohr – Mannifest (1998)

FrontCover1Und jetzt mal eine ganz exquisite Außenseiter CD …

Manfred „Manni“ von Bohr (* 5. November 1950 im Saarland) ist ein deutscher Schlagzeuger.

Er spielte ab 1977 bei Birth Control, bei Lenny Mac Dowell, später bei Alex Oriental Experience und mit der Randy-Hansen-Band und Peter Burschs Bröselmaschine. Seit 2016 spielt er wieder bei Birth Control.

Zudem spielt er Duo-Konzerte mit Drummern oder Percussionisten wie Hakim Ludin, Tyronne Silva oder Aaron Thier.

Manni von Bohr entwickelte die sogenannte „Quad-Pedal“-Technik, bei der er auf vier Pedalen mit Ferse und Zehenballen spielt. Diese verwendet er für Ostinatofiguren. Er spielt Doublebass mit zwei unterschiedlich großen Bassdrums (24″ und 22″ oder 20″ und 22″).

Von Bohr verwendet ein 16″ großes Tom-Tom zur Linken und einen 8″ oder 10″ großen Piccolo TympTom zu seiner Rechten. Sein zweites Hi-Hatpedal befindet sich auf der rechten Seite, sodass er beide Hi-Hats gleichzeitig spielen kann. Seine Pedale hat er in der Tiefe versetzt angeordnet, um mit Hacke und Spitze spielen zu können und schräg gestellt, damit die Kardangelenkwellen der beiden Doppelfußmaschinen übereinander passen.

BohrLange Zeit war er Mitglied der Künstler-Familie des deutschen Schlagzeugherstellers Sonor.

Der „German pope of drumming“ (so der Titel eines Interviews im amerikanischen Modern Drummer Magazine) ist Endorser von dw Drums, Anatolian-Cymbals mit eigener Signature-Beckenserie, Beyerdynamic-Mikrofonen. Seit 2011 spielt er Drumsticks von Vater Sticks USA.

Er war viele Jahre Autor von Testberichten und Workshops zum Thema Schlagzeugspiel im Fachblatt Musikmagazin. Heute ist er Chefredakteur des ältesten deutschen Schlagzeugmagazins drums&percussion. Er unterrichtet am Drummer’s Institute in Düsseldorf das Fach „Studio Drums“. (Quelle: wikipedia)

Ein Angel.of.darkness schreibt üb er dieses Album:

Ich habe Manni letztens live und unplugged erlebt und muss sagen er ist einsame Spitze. Er selber bevorzugt häufig ungerade Rhytmen, am Anfang klingt es ungewohnt, doch man gewöhnt sich schnell dran und dann denkt man einfach nur noch WOW! Wer selber gerne Schlagzeug spielt, oder einfach gerne Schlagzeugmusik hört sollte hier mal reinhören.

Hinweisen möchte ich noch auf den Text im Begleitheft … hier gibt Manni von Bohr ausführlich Auskunft über die Entstehung dieser Scheibe … lesenswert !

BackCover1

Besetzung:
Manni von Bohr (drums, percussion, xylophone)
+
Hakim Ludin (drums, percussion bei 01., 02., 03., 05.
Brigitte Volkert (percussion bei 03., keyboards bei 09.)

Booklet01A

Titel:
01 Earth Connection1 Earth Connection (Ludin) 3.12
02. African Call (v.Bohr) 3.41
03. Broomflash (v.Bohr) 9.48
04. Chaos & Ether (v.Bohr) 5.10
05. Kaleidoskop (v.Bohr) 9.56
06. Merlin’s Kitchen (v.Bohr) 4.29
07. Recalling The Ancient (v.Bohr) 5.19
08. Blue Waves (v.Bohr) 4.18
09. Drums From Outer Space (v.Bohr) 11.19
10. Eye Of The Hurricane (v.Bohr) 7.41

CD1
*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Tray1

Emmanuel Pahud – Fötenkonzerte (Mozart) (1997)

FrontCover1Also erst war es Mr. Ian Anderson (Jethro Tull), der mich mir der Querflöte als Instrument vertraut gemacht hat, dann kurze Zeit später der Jazzmusiker Herbie Mann.

Aber natürlich macht dieses Instrument auch in der Klassik eine mehr als gute Figur und ein Emmanuel Pahud demonstriert das ziemlich eindrucksvoll:

Emmanuel Pahud (* 27. Januar 1970 in Genf) ist ein aus der französischsprachigen Schweiz stammender Flötist.
Pahud begann im Alter von sechs Jahren mit dem Flötenspiel. Ausgebildet wurde er in Rom, Brüssel und Paris. 1990 schloss er sein Studium am Conservatoire de Paris ab, um seine Studien dann bei Aurèle Nicolet fortzusetzen. Er gewann erste Preise bei den internationalen Wettbewerben in Duino (1988), Kōbe (1989) und Genf (1992). Neben weiteren Preisen wurde er auch von der Yehudi Menuhin Stiftung ausgezeichnet.
Emmanuel Pahud war zunächst als Solo-Flötist beim Rundfunk-Symphonieorchester Basel und den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache tätig, ehe er mit 22 Jahren als damals jüngstes Mitglied Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado wurde. Nach einer kurzen Unterbrechung ist er seit 2002 wieder Mitglied der Berliner Philharmoniker, diesmal unter Sir Simon Rattle.
Pahud01
Neben seiner Orchestertätigkeit ist Emmanuel Pahud regelmäßig als Solist bei großen internationalen Festivals zu Gast und tritt mit renommierten Orchestern unter prominenten Dirigenten auf. Auch als Kammermusiker geht er regelmäßig auf Tournee; zu seinen Partnern zählen dabei unter anderem Yefim Bronfman, Hélène Grimaud und Stephen Kovacevich. Mit dem Pianisten Éric Le Sage und dem Klarinettisten Paul Meyer gründete er das sechsköpfige Ensemble Les Vents Français und rief mit ihnen 1993 das Kammermusik-Festival „Musique à l’Emperi“ ins Leben, das 2012 sein 20-jähriges Bestehen feierte. 2014 und 2015 wurde Emmanuel Pahud erneut mit dem ECHO Klassik als Flötist des Jahres ausgezeichnet.

Emmanuel Pahuds Repertoire reicht von der Barockmusik bis zum Jazz und in die Moderne, darunter auch Uraufführungen von Elliott Carter und Luca Lombardi.
Seit 1996 steht Pahud bei der Plattenfirma EMI, heute Warner Classics, unter Vertrag. Zu seinen Aufnahmen gehört eine CD mit den Konzerten von Mozart (einschließlich des Konzerts für Flöte und Harfe mit Marie Pierre Langlamet) mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado; weiterhin „Paris“ (eine CD mit Flötenmusik des 20. Jahrhunderts mit Werken von Francis Poulenc, Darius Milhaud, Pierre Sancan, André Jolivet, Henri Dutilleux und Olivier Messiaen), Aufnahmen der Flötenquartette von Mozart, Konzerte von Georg Philipp Telemann, eine Aufnahme mit Werken von Johann Sebastian Bach, die Konzerte von Aram Chatschaturjan und Jacques Ibert mit dem Zürcher Tonhalle-Orchester unter David Zinman, eine CD mit der Sonate von Sergei Prokofiev und Musik von Claude Debussy und Maurice Ravel, Sofia Gubaidulinas Musik für Flöte, Streicher und Schlagzeug mit dem London Symphony Orchestra unter Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch.

Pahud02

Zu nennen sind weiterhin Einspielungen von (teilweise für Flöte bearbeiteten) Sonaten von César Franck, Richard Strauss und Charles-Marie Widor, sowie französische Kammermusik unter dem Titel French Connection, Flötenkonzerte von Antonio Vivaldi mit dem Australian Chamber Orchestra, Into the Blue (ein Jazz-Album mit Jacky Terrasson) und Sonaten von Brahms und Reinecke mit Yefim Bronfman. 2008 erfolgte eine Einspielung der Flötensonaten Johann Sebastian Bachs mit Trevor Pinnock. 2010 erschien eine CD mit dem Titel Fantasy. A Night at the Opera mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Im März 2015 erschien seine CD Revolution mit Flötenkonzerten von Pariser Zeitgenossen der Französischen Revolution, darunter François Devienne, Christoph Willibald Gluck und Ignaz Pleyel.

2016 veröffentlichte er ein Album mit Flötenkonzerten von Carl Philipp Emanuel Bach bei Warner Classics. (Quelle: wikipedia)

Das muss man sich mal auf der Zunge vergehen lassen: mit 22 Jahren Mitglied bei den Berliner Philharmoniker !!!

„Die Berliner Philharmoniker sind nicht nur gemeinsam, sondern auch solistisch stark. Die Herren an den vorderen Pulten (die Geiger Blacher und Kussmaul, der Oboist Schellenberger beispielsweise) haben dies oft bewiesen. Auch Emmanuel Pahud, 27, gehört in die Riege der Orchester-Virtuosen. Seit vier Jahren ist er Soloflötist der Philharmoniker, jetzt hat er die erste CD mit „seinem“ Orchester eingespielt. Mozarts Flötenkonzerte KV 313 und KV 314 bläst er mit klaren Phrasierungen und edlem Ton. Und mit der Kollegin Marie-Pierre Langlamet an der Harfe interpretiert Pahud Mozarts Doppelkonzert KV 299 ausgewogen und delikat. Kein Schatten verdunkelt diese von Claudio Abbado dirigierte „klassische“ Interpretation.“ (Der Spiegel, Juli 1997)

Dem ist dann ja nun nicht wirklich was hinzuzufügen … außer der Information, dass mein Exemplar eine Zwitauflage aus dem Jahr 2000 ist … damals gesponsert von „debis“ einen Tochterunternehmen des Daimler-Chrysler Konzerns /dafür ist dann auch ein spezielles Grußwort notwendig). Debis ist inzwischen Teil der Telekom-Tochter „IT-Systems“ … während Emmanuel Pahud noch immer unter eigenem Namen musiziert … und zwar sehr erfolgreich.

Marie-Pierre Langlamet

Marie-Pierre Langlamet

Besetzung:
Emmanuel Pahud  (flute)
+
Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Claudio Abbado
+
Marie-Pierre Langlamet  (harp bei 01. – 03.)

Grußwort

Titel:

Konzert für Flöte, Harfe und Orchester in C, KV 299: 
01. Allegro 9.51
02. Andantino 8.50
03. Rondo (Allegro) 9.10

Flötenkonzert Nr. 1 in G, KV 313:
04. Allegro Maestoso  8:44
05. Adagio Ma Non Troppo 8.31
06. Rondo (Tempo Di Menuetto) 7.14

Flötenkonzert Nr. 2 in D, KV 314:
07. Allegro Aperto 7:30
08. Adagio Ma Non Troppo 5.54
09. Rondeau (Allegro) 5.20

CD1
*

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Claudio Abbado

Claudio Abbado

Juliane Kosarev + Michael Proksch – Heinrich Heine – Genialer Künstlerschweiß (1997)

FrontCover1Hier ein weiteres Projekt des Michael Proksch, von dem hier schon mal die Rede war (und zwar hier)

Nennen wir das Projekt mal „Poesie und Musik“, das er hier gemeinsam mit der Schauspielerin Juliane Kosarev in Szene gesetzt hat.

Kosarev lebt als freischaffende Schauspielerin in München. Sie wuchs in dem multikulturellen Umfeld von Genf zweisprachig auf, wodurch ihr unmittelbares und musisch geprägtes Interesse an der Sprache entstand. Sie hat an einer Vielzahl von Bühnen-, Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Für ihre schauspielerische Leistung erhielt sie vom Münchner Merkur den „Merkur-Förderpreis“. Von 2000 bis 2003 war sie Stipendiatin der Horst und Gretl Will Stiftung.

Gemeinsam verweben sie Texte von Heinrich Heine mit Klavierkompositionen:

„Die hier wiedergegebene Aufführung verbindet das gesprochene Wort mit Klavierbegleitung und spannt den Bogen von der frühen romantischen Lyrik über den Witz des politischen Liedes bis hin zu den tiefgründigen, späten Schriften. Inklusive der Klavierstück-Auszüge von Robert Schumann, Franz Schubert, Frédéric Chopin, Béla Bartók und anderen sind hier 31 Tracks enthalten, die zum nachsinnen und weiterdenken anregen.“

Juliane Kosarev

Beeindruckend der Vortragsstil der Juliane Kosarev (z.T. ganz schön fauchend !), nicht minder beeindruckend die musikalischen Miniaturen des Michael Proksch (und die gehen von ganz zärtlich bis zu ziemlich stürmisch) … der mir immer sympathischer wird.

Ganz sicher keine leichte Kost … aber ganz sicher mehr als hörenswert !

BackCover1

Besetzung:
Juliane Kosarev (Sprecherin)
Michael Proksch (piano)

Booklet03A

Titel:
01. Warnung 0.38
02. Walzer (Proksch) + Das ist der alte Märchenwald 1.48
03. Phantasie op. 17 Satz 3 + Du bist wie eine Blume 2.04
04. Ich wandle unter Blumen 0.21
05. Im wunderschönen Monat Mai 0.21
06. Scherzo op. posthum (Schubert) + Du liebst mich nicht
07. Abendlied (Proksch) + Ein Fichtenbaum 0.44
08. Sie saßen und tranken +Papillons op. 2 Nr. 2 (Schumann) 1.30
09. Gestelzt (Proksch) + Hände küssen 0.43
10. Wir haben viel 0.39
11. Von Ferne (Proksch) + Wenn junge Herzen brechen 1.36
12. Der Asra 0.59
13. Improvisation (Proksch) + Gekommen ist der Maie 1.12
14. Das ist der alte Märchenwald 2.58
15. Moment musical op. 94 Nr. 3 (Schubert) +Ein Jüngling liebt ein Mädchen 1.01
16. Rhampsenit  + Trois ecossaises op 72 Nr 3 (Chopin) 4.36
17. Lied der Betrunkenen (Bartok) + Wettlauf +Kindertanz (Bartok) 1.19
18. Die Wanderratten + Pentatonisches Lied (Bartok) 4.01
19. Zur Beruhigung  + Sonate KV 545 – Satz 2 (Mozart) 1.49
20. Papillons op. 2 Nr. 6 (Schumann) + Wartet nur 1.06
21. Laß die heiligen Parabolen  + Verlangen I (Proksch) 3.03
22. Frau Sorge + Arabesque op 18 (Schumann) 3.13
23. Weltbühne + Sonate K 9 (Scarlatti) 3.53
24. Zur Teleologie  + Scherzo op posthum (Schubert) 6.39
25. Das Hohelied  + Improvisation (Proksch) 3.57
26. Die Göchin + Improvisation (Proksch) 6.16
27. Mir lodert und wogt 4.01
28. Zwiegespräch + Nachtgedanken (Proksch) 3.09
29.  Verlangen II (Proksch) 1.08
30. Und als ich euch + Lerchengesang op 39 Nr 22 (Tschaikovsky) 1.44
31. Genialer Künstlerschweiß + D 784 op posthum Satz 2 (Schubert) + Die Tanne op. 75 Nr. 5 (Sibelius) 4.34

Alle Texte: Heinrich Heine

CD1

*
**

Wer an weiterführenden Informationen, die zur Vertiefung
der einzelnen blog-Beiträgen dienen, interessiert ist,  benötigt ein Passwort.
Dazu schreibe man an

post-fuer-sammelsurium@gmx.net

Verschiedene Interpreten – Aufschwung 1997 – Sommerfest (1997)

frontcover1Nein, die Musik gefällt mir überwiegend wirklich nicht … und dennoch ist dies ein ganz bemerkenswertes Album, denn es ist ein Projekt aus dem Hause „Feierwerk2, München, einem wirklich beeindruckendem Projekt aus München.

„Feierwerk unterstützt junge Münchner Kunst, Musik und Kultur – und das seit nunmehr 30 Jahren! Unsere Grundhaltung ist, ohne Dogma und Ideologie verschiedenartige Kulturen in ihrer Eigenständigkeit und Dynamik zu unterstützen und dabei ständig selbst neue Anregungen aufzunehmen. Wir ermöglichen und fördern Zugehörigkeit, auch unabhängig von Alters- und Generationsgrenzen. Darum sind alle unsere Veranstaltungen und Angebote offen für verschiedene Milieus, Kulturszenen und Altersgruppen.

Feierwerk ist ein gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien. Wir ermutigen, fördern und befähigen kulturell Aktive und gesellschaftlich Engagierte. Wer sich für Kultur interessiert, wer etwas bewegen will, findet bei uns Räume zum Zuhören, Zusehen, Mitmachen, Auftreten, Produzieren und Präsentieren. Feierwerk erschließt und bewahrt Räume zum freien Ausprobieren und Umsetzen vielfältiger Projekt- und Veranstaltungsideen, für Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung. Und es gibt Zeit und Platz zum Lernen und Wachsen, zum Beispiel durch Beratungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote.

Die Bedürfnisse, Wünsche, Anregungen, Entwürfe der Kulturszenen bringen wir in Planungsprozesse und politische Diskurse ein. Wir suchen und gestalten den Dialog an den Schnittstellen zwischen Kultur, Wirtschaft, Politik, Sozialem und jugendspezifischen Thematiken.

Der Dschungelpalast, Hansastrasse 41 bietet Kindern zwischen drei und zwölf Jahren, deren Geschwistern, Eltern und Großeltern ein vielfältiges kulturpädagogisches Programm. Kinder, Jugendliche und Familien finden in der Südpolstation in Neuperlach Süd ebenfalls ein vielseitiges, kulturelles und abwechslungsreiches Freizeitprogramm.

Das kreative Miteinander jenseits von Alters- und Generationsgrenzen ermöglicht der Dschungelpalast als anerkanntes Mehrgenerationenhaus. Ein vielfältiges Workshop- und Kursprogramm richtet sich an Jung und Alt. Es gibt Raum für ehrenamtliche Mitwirkung sowie kulturelles und bürgerschaftliches Engagement.

GeländeVonFeierwerkDas „Feierwerk“ – Gelände in der Hansastraße zu München

Jugendliche und junge Erwachsene fühlen sich in der Hansastrasse 39-41 in vier Clubs und Spielstätten (Hansa 39, Kranhalle, Orangehouse, Sunny Red) zu Hause. Schwerpunkt ist die Unterstützung der lokalen Szenen und des Nachwuchses. Kultige Acts und Ausblicke in die internationalen Szenen tragen zur Attraktivität der Veranstaltungsorte bei.

Die Feierwerk Locations kann man auch mieten: für bürgerschaftliche Nutzungen aller Art, für Produktpräsentationen, Meetings, Tagungen oder Workshops. Für einen Umtrunk in familiärem Rahmen, eine festliche Feier mit Buffet oder Menü oder ungezwungenes Abtanzen zu DJ-Sound.

Radio Feierwerk 92,4 sendet am Wochenende 23 Stunden nichtkommerzielles, medienpädagogisch ausgerichtetes Radioprogramm. Die unterhaltsamen, informativen, altersgerechten und aktuellen Sendungen sind samstags von 6.00 – 24.00 Uhr und sonntags von 7.00 – 9.00 Uhr und von 21.00 – 24.00 Uhr auf der Münchner Splitfrequenz 92,4 MHz und im Kabel 96,75 zu hören.

Der Farbenladen, Hansastraße 31 ist temporär und multifunktional: Atelier, Workshopraum, Schaufenster, Treffpunkt und Shop für grenzüberschreitende junge Kunst. Der Farbenladen ist ein Forum für Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Videokunst, Digital Art, Grafik, Street Art oder Modedesign.

Der 850 m2 große Skate-Plaza neben der Feierwerk Kranhalle wurde von der Skater-Szene selbst mit entworfen. Es gibt zahlreiche Rampen, Stufen, „Rails“, Quarterpipes für verschiedenste waghalsige Tricks und eine Miniramp.

Die „Fachstelle Pop“ unterstützt junge Münchner Kunst, Musik und Kultur durch Beratung, Service, Weiterbildungsangebote und knüpft ein Netzwerk zur Förderung junger Popularkultur.

Die „Fachstelle und Informationsstelle Rechtsextremismus“ (FIRM) im Feierwerk beobachtet und dokumentiert aktuelle Entwicklungen in der regionalen rechtsextremen Szene. Sie informiert, berät und unterstützt Projekte, um rechtsextremen Aktivitäten Raum und Entfaltungsmöglichkeiten zu nehmen.

Als Ausbildungsbetrieb für Veranstaltungskaufleute, Veranstaltungstechniker, Radiovolontäre, Kultur- und Sozialpädagogen, Fachkräfte für das Gastronomiegewerbe, Bürokaufleute ermöglichen wir jungen Leuten einen guten Start ins Berufsleben.

Die Kultur- und Medienangebote von Feierwerk kann man durch die Mitgliedschaft im Förderverein unterstützen. (Selbstdarstellung)

booklet01a

Und anlässlich des Sommerfestes 1997 veröffentlichte man dann diesen Sampler … und gleich 5 DM gingen dann an die Münchner Aids Hilfe, die dann auch im Begleitheft ausführlich vorgestellt wurde.

Gut, über das Ergebnis kann man streiten … über die Idee von „Feierwerk“ aber nicht … meine ich einfach mal. Und all diese Bands, die hier zu hören sind, sind wohl mittlerweile in der Versenkung versunken … aber damals – 1997 war es für sie eine ganz große Zeit.Die biden Bands „Bananafishbones“ und „Heinrich Beats The Drum“ haben es sogar geschafft, auch überregional ein wenig bekannter zu werden.

Und so manche Songs sind dann doch tatsächlich kleinen Perlen der damaligen Indie Pop/Rock Szene in München (wie z.B. „Harold And Maude „, „Welle“ … Und nachdem die Geschmäcker verschieden sind … kann man ja mal reinhören und für sich das eine oder andere entdecken … rar ist das Zeug allemal.

Und deshalb hier – für kurze Zeit – eine digitale Kopie von Aufnahmen, die auch schon wieder knapp 20 Jahre alt sind.

Leider werden die Komponisten und Texter nicht genannt, was den Archivar in mir natürlich grämt.

booklet02a

Titel:
01. Cat Sun Flower: Harold And Maude 3.45
02. Freudian Slips: Eat Me 2.11
03. Toxic: Mailman 3.47
04. Sitter: Melody Of Summer 5.19
05. Bananafishbones: Easy Day 3.50
06. Superglow Experience Band: Hit The Frequence 4.25
07. Robert: Schmerzen 4.00
08. Illegal Aliens: Fearface 4.13
09. Der Große Wah:  Welle 4.41
10. Poetry Of Mine: Faster Than 4.59
11. Twelve After Elf:  Broken Glass 4.21
12. ULMe:  Harvest Man 5.49
13. Overdue Pain: Overdue Pain 2.36
14. Somersault:  See 5.18
15. Monostars: Zeitlupe 2.32
16. Snot!: Fish And Fly 3.55
17. Heinrich Beats The Drum: Can’t Take Nothing With You 4.19
18.  Angel’s Delight: Strange Day 2.45

cd1

*
**