Klaus Kordon – Die roten Matrosen (Hörbuch) (1999)

FrontCover1Ein bemerkenswertes Hörbuch für Jugendliche …das fand auch die Zeitung „Die Zeit“:

November 1918. Helle, der eigentlich Helmut Gebhard heißt, wohnt in der Ackerstraße, der ärmsten Straße des Wedding. Hier wohnen die Menschen auf engstem Raum in hohen Mietskasernen, in feuchten, schimmeligen Kellerwohnungen, zugigen Dachkammern, in Schuppen auf den dunklen Hinterhöfen, Tbc-krank, frierend, hungrig: Der Krieg dauert schon vier Jahre. Hier erlebt Arbeiterkind Helle, etwa dreizehn Jahre alt, die Novemberrevolution, jene „gescheiterte Revolution“ –

Klaus Kordon: „Die roten Matrosen oder Ein vergessener Winter“; Beltz Verlag, Weinheim; 487 S., 24,80 DM.

Der Autor greift damit ein Stück deutscher Geschichte auf, die in der Literatur für junge Leute im Gegensatz zu der, die das Dritte Reich behandelt – bisher nahezu vergessen worden ist. Die aber zum Verständnis der Nazizeit so wichtig, ja unumgänglich ist.

Helles Vater kehrt von der Front zurück, verletzt an Körper und Seele, verändert, illusionslos. Er war „stolz und lachend“ in den Krieg gezogen, um sein Vaterland zu verteidigen. Er hat auf dem Schlachtfeld das Grauen und die Sinnlosigkeit kennengelernt, weiß, daß „die wahren Nutznießer eines Krieges nur die sind, die an ihm verdienen – die Industrieherren“, die Kanonen, Bomben, Granaten herstellen.

PortrŠt Autor Klaus Kordon

Klaus Kordon

Auch das hat sich bei Helles Vater geändert: Aus einem gemäßigten Sozialdemokraten ist ein radikal denkender und handelnder Sozialist geworden. Er schließt sich den Spartakisten um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an, nimmt teil an Demonstrationen und Kämpfen, um „den Kaiser fortzujagen und den Krieg zu beenden“. Es sind schwere Kämpfe von Dezember 1918 bis Januar 1919, angeführt und ausgelöst durch die Kieler Matrosen, die auch nach Berlin kamen. Bürgerkriegsähnliche Straßenkämpfe, an deren Ende zunächst der Sieg (Arbeiter- und Soldatenrat, „Rat der Volksbeauftragten“) stand, dann aber doch „die Niederlage“. Denn mit einem Friedrich Ebert, der mit dem Militär paktierte, wollten die Spartakisten nichts zu tun haben.

Helle erlebt, beobachtet, hört alles mit, im Haus, auf der Straße, in Verstecken, beim Marsch aufs Schloß, beim Verteilen von Flugblättern und der Besetzung der Zeitungsgebäude. Er wird hautnah konfrontiert mit den Grausamkeiten der Straßenschlachten, lernt den Tod kennen, das Leben im Untergrund, den Mut und die Verzweiflung der Kollegen seines Vaters. Er erlebt die Liebe, Freundschaft und Solidarität in der Familie, von Freunden und Nachbarn.

Diverse Buchausgaben

Für Helle ist besonders wichtig, daß er fragen kann: In seiner Familie diskutiert man offen, trägt Konflikte aus, auch Helles Zweifel und Widersprüche werden ernst genommen. Das ist nicht selbstverständlich – sein Freund Fritz, bürgerlicher Beamtensohn und Gymnasiast, wird zu Hause nur mit Phrasen abgespeist oder mit Stubenarrest und Schlägen bestraft. Gerade um diese Freundschaft, gegen alle väterlichen Widerstände, bemühen sich die beiden. Obwohl so viel Fremdes zwischen ihnen steht: große Mietskaserne, winzige Räume, stinkende Abflüsse mit Ratten, Petroleumbeleuchtung, ein Klo für mehrere Mietparteien – das ist Helles Realität.

Mietskasere

Berliner Mietskasernen

Treppengeländer mit Engelsköpfen, Fenster mit bunten Glasstücken, bleigefaßt, elektrisches Licht, Wohnungen mit hohen Fenstern, Balkon, weißen Tischdecken, gehäkelten Deckchen, Bildern an den Wänden, Sofas mit bestickten Kissen – das gehört zu Fritz. Nach aller Mühe umeinander endet diese Freundschaft mit der bitteren Erkenntnis, daß die Unterschiede unüberbrückbar sind.

Nicht nur der Vater von Fritz hatte einen Stock zum Schlagen: Der kaisertreue Lehrer Förster („Ordnung, Fleiß und Sauberkeit sind die Grundregeln für jeden, der ein brauchbarer Mensch werden will“) in Helles Volksschule schlägt täglich und gern, besonders „das rote Pack der Vaterlandsverräter Aber da gibt es auch eine Rechenlehrerin, die lieber nicht mit U-Booten rechnen würde, sondern mit Dampfmaschinen, die im Lehrbuch „aus Granaten lieber Birnen machen würde“. Und es ist der Lehrer Flechsig da, der sich offen in der Klasse zur Revolution bekennt, am Ende den Schuldienst quittiert, weil „er keine Kompromisse mehr schließen will“. Die Rechenlehrerin dagegen bleibt im Beruf, weil sie glaubt, „daß wir trotz aller Rückschläge einen Schritt vorwärts gemacht haben – mir ist ein Ebert lieber als ein Kaiser…“ Wie hatte Lehrer Flechsig am 9. November gesagt? „Entweder verändert sich heute eine ganze Menge, oder wir gehen düsteren Zeiten entgegen.“

Küche

Küche in einer Berliner Meitskaserne

Die Frage, ob Adolf Hitler und die Nationalsozialisten je an die Macht gekommen wären, wenn „Ebert und seine Gefolgsmänner die Revolution von 1918/19 nicht erstickt hätten“, stellt Klaus Kordon in seinem (sehr sorgfältigen) Nachwort und historischen Anhang auch. Er verneint sie, drückt sich aber auch nicht vor der Frage, was im Falle eines Sieges der Männer um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gekommen wäre. Eine Räterepublik sowjetischer Prägung? Wohin die Entwicklung im ersten Arbeiter-und-Bauern-Staat der Welt geführt hat, nennt er klar beim Namen: Diktatur, Verfolgung Andersdenkender, Menschenrechtsverletzungen. „Doch es wäre falsch, den Revolutionären von 1918/19 zu unterstellen, ein solcher Staat wäre ihr Ziel gewesen.“ Helles Vater, seine Freunde und Mitkämpfer jedenfalls hatten anderes im Sinn: Beendigung des Sterbens und Hungerns, mehr Gerechtigkeit, ein besseres Leben. Helle hat sich in diesen schweren Wochen verändert, hat Denken gelernt, Selbstvertrauen und Mut.

Kordons Roman, eine besondere Art der Geschichtsschreibung von unten, ist ein Glücksfall: Er verkündet keine Thesen, sondern beschreibt Menschen, ihre Gedanken und Gefühle, witzig, nachdenklich, einfach, aber nicht vereinfachend, fast ohne Klischees. Er bezieht Position. Auch das lernen die jungen Leser: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ (Rosa Luxemburg). Die Berliner Ackerstraße gibt es übrigens heute noch, zweigeteilt durch eine Mauer – das (vorläufige) Ende der Revolution im vergessenen Winter 1918/19. (Anne Linsel)

Mittlerweile ist die Ackerstraße nicht mehr zweigeteilt.

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Revolutionäre Arbeiter besetzen Teile der Innenstadt von Berlin

Nun zur Hörbuch-Fassung (gekürzte Fassung): Wenn einem die Sprache zuweilgen arg schlicht vorkommt, wenn einem die Typen des Romans gelegentlich arg heroisierend dargestellt vorkommen, sollte man berücksichtigen, dass es sich hier um einen Roman für Kinder ab 12 Jahren handelt.

Aber ansonsten kann man nur voll des Lobes sein:

„Was kostet eigentlich ein Arm?” Als Helle das im Rechenunterricht fragt, hält die ganze Klasse den Atem an. Die Jungen sollten ausrechnen, wie viele Mark die U 9 mit drei Schüssen vernichtet hat, als sie drei englische Panzerkreuzer in den Grund bohrte. Immer nur die Verluste der anderen, findet aber der dreizehnjährige Helle, nie die der eigenen Truppen. Dabei haben von den dreiundzwanzig Jungen in Helles Klasse schon neun ihren Vater verloren, zwei sind Krüppel, einer sitzt im Gefängnis, weil er gegen den Krieg gestreikt hatte. Helles Vater gehört zu den zwei Krüppeln, er ist wenige Tage zuvor von der Front zurückgekehrt, zum letzten Mal, mit diesem seltsam
leeren Ärmel. Der Stumpf wackelt komisch hin und her, weil die Ärzte den
zersplitterten Knochen entfernen mussten, und Helle mag am Anfang gar nicht hinsehen. Doch der Vater zwingt ihn dazu. Immer wegschauen bringt nichts, sagt er.

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Spartakisten hinter Barrikaden aus Papierrollen, Berlin, 11. Januar 1919

Auch Klaus Kordon schaut hin, und zwar ganz genau. Mit Akribie zeichnet er die Ereignisse der letzten Kriegswochen und der Revolution von 1918 nach, ein unbestechlicher Chronist der Geschichte kleiner Leute. „Die roten Matrosen” sind der erste und packendste Teil der Trilogie über die Arbeiterfamilie Gebhardt, die er mit „Mit dem Rücken zur Wand” (die Jahre 1932/33) und „Der erste Frühling” (1945) fortgesetzt hat. Kordon erzählt lebendig, die Geschichten hinter der Geschichte, für Jugendliche. Seine jungen Leser verschont er nicht, und deshalb fühlen sie sich ernst genommen.
Wie ein Lauffeuer verbreitet sich im Berliner Arbeiterbezirk Wedding, dass in Kiel die Matrosen streiken. Helles Vater schließt sich den Spartakisten an, die am 9. November 1919 Arbeiter und Soldaten zum Generalstreik aufrufen, um den Kaiser zum Rücktritt zu zwingen. Ihnen schwebt freilich eine andere Regierung vor als die unter dem Reichskanzler Friedrich Ebert.
Dass die Unabhängigen „auf Ebert reingefallen sind”, wie Helles Vater sagt, zieht sich wie ein tiefer Riss durch das vierte Hinterhaus der Ackermannstr. 37, so tief wie der Bruderzwist unter den Sozialisten. Hautnah bekommt der Leser ihn mit, wenn Helles Vater sich mit sei-nen einstigen Freunden darüber entzweit. Noch tiefer verlaufen die Gräben zwischen den Kaisertreuen und den Sozialdemokraten, etwa den Lehrern Förster und Flechsig, von denen der eine seine Schüler mit dem Rohrstock maßregelt und der andere sie politisch aufklärt. Oder auch zwischen Helle und seinem früheren Freund Fritz, jetzt als Gymnasiast etwas Besseres, dem der konservative Vater verbietet, mit dem „roten Pack” aus der Ackermannstraße zu spielen.

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Besetzung des Berliner Zeitungsviertels, 1919

Kordons Sympathie, man spürt es, liegt auf der Seite der Armen, der Ver-folgten, der Diskriminierten. Doch er bedient keine Klischees, dafür hat er selbst genug unter dem Realsozialismus gelitten. Zwölf Monate saß er als Republikflüchtiger im Knast, 1973 wurde er vom Westen freigekauft. Kordon ist ein moralischer Erzähler, ohne moralisch zu sein. Mit „Die roten Matrosen” rettet er die Ehre der Revolutionäre von 1918 und lässt ein oft vergessenes Kapitel deutscher Geschichte aufleben. (Jeanne Rubner, Süddeutsche Zeitung, 3. November 2005)

Und hier knapper Abriß der Biographie von Klaus Kordon:

Klaus Herbert Kordon (* 21. September 1943 in Berlin-Pankow) ist ein deutscher Schriftsteller im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur.

Klaus Kordon wuchs im Ost-Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg auf. Da sein Vater im Krieg umgekommen war, wurde er alleine von seiner Mutter erzogen. Nach dem Tod der Mutter im Jahr 1956 lebte Kordon in verschiedenen Heimen. Klaus Kordon absolvierte in der DDR eine Ausbildung als Fernsehmechaniker, arbeitete in verschiedenen Berufen und machte schließlich das Abitur. Nach einem Fernstudium der Volkswirtschaft unternahm er als Exportkaufmann berufliche Reisen, die ihn unter anderem nach Indien, Indonesien und Nordafrika führten. Zu dieser Zeit begann er mit dem Schreiben. Seine zunehmende Distanz zur politischen Praxis in der DDR mündete 1972 in einem Fluchtversuch über Bulgarien in den Westen. Kordon wurde festgenommen und in das zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit im geheimen Sperrgebiet von Berlin-Hohenschönhausen eingeliefert; er blieb ein Jahr in Stasi-Haft. Nach eigener Aussage überlebte er die fünf Monate in Einzelhaft, indem er sich im Kopf Romane ausdachte.[2] 1973 kaufte ihn die Bundesrepublik Deutschland frei. Sein erstes Buch, der Jugendroman Tadaki, erschien 1977. In seinem autobiographischen Roman Krokodil im Nacken verarbeitete er die Hafterfahrung.

Klaus Kordon ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

Klaus Kordon		(Foto: sis) Jugendbuchautor Geschichtslesesommer

Kordon schreibt Romane, Erzählungen, Märchen und Gedichte. In seinen Büchern verarbeitet er geschichtliche Stoffe. Seine Akteure sind meist Arbeiter oder von der Gesellschaft marginalisierte Gruppen. Andere Werke sind von seinen Reisen inspiriert. Mit Die Zeit ist kaputt schrieb Kordon eine Biografie von Erich Kästner für Jugendliche und Erwachsene. Die Mehrfachadressierung seiner Werke ist jedoch nicht auf diesen Text beschränkt; vielmehr lässt sie sich als kennzeichnendes Merkmal verstehen, wie Julian Kanning ausführt:

Kordons von der Lust am Erzählen durchdrungenes, vielfältiges Werk hat viele begeisterte Leser/innen aller Altersstufen gefunden und wird nicht ausschließlich von Kindern und Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen rezipiert, die an fiktionalisierter historischer und zeitgeschichtlicher Erfahrung interessiert sind. (Quelle: wikipedia)

Und wenn ich das nächste mal in Berlin sein werde, wid mich der Weg auch ganz sicher in die Ackermannstraße führen.

Klaus Kordon2

Klaus Kordon in Köln am 26. Februar 2008

Besetzung:
Christian Baumann (Sprecher)
Klaus Kordon (Sprecher)

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Titel:
01. Die roten Matrosen (Teil 1) 40.56
02. Die roten Matrosen (Teil 2) 37.51
03. Die roten Matrosen (Teil 3) 43.47
04. Die roten Matrosen (Teil 4) 42.07

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Heinrich Zille

Heinrich Zille: Berlin – Ackerstraße, 1907

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Michael Mittermeier – Michael Mittermeier ist Zapped! – Ein TV-Junkie knallt durch (Austria Edition) (1999)

FrontCover1Und wieder mal so ein Unikum aus der deutschen Humor /Comedy / Kabarett-Szene:

Michael Fritz Mittermeier (* 3. April 1966 in Dorfen, Oberbayern) ist ein deutscher Komiker und Autor. In seinen Programmen verbindet er moderne Stand-up-Comedy mit Elementen des klassischen Kabaretts.

Nach seinem Abitur am Gymnasium in Gars am Inn begann Mittermeier Politologie und Amerikanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zu studieren. 1994 schrieb er seine Magisterarbeit über das Thema Amerikanische Stand-up-Comedy.

Mittermeier ist seit seiner Jugend Fan von U2. Bei einem Konzert in der Olympia-Halle in München am 21. Juli 1987 stand er in der ersten Reihe und erlebte, wie Bono das Lied People Get Ready von den Impressions anstimmte. Als Bono sich auf der Gitarre aber zweimal verspielte und dann das Publikum fragte, ob jemand Gitarre spielen könne, meldete sich Mittermeier und wurde daraufhin von der Security auf die Bühne gezogen. Nachdem Bono ihm kurz die drei Akkorde gezeigt hatte, spielte Mittermeier den Song gemeinsam mit Bono. Laut Mittermeiers eigener Aussage sei ihm in diesem Moment klar geworden, dass er als Bühnenkünstler arbeiten wolle und für ihn kein anderes Leben mehr in Frage komme. 20 Jahre später übergab Mittermeier als Laudator beim Echo 2007 Bono den Sonderpreis für globales Engagement.

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Bekannt geworden durch sein Programm Zapped (1996) tourte Michael Mittermeier durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und nahm an diversen Fernsehsendungen im Comedy-Bereich, aber auch bei Wetten, dass..? teil. Die bekanntesten Teile von Zapped sind Parodien auf Werbungen von Yogurette und AOK sowie auf die Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst und die US-Fernsehserie MacGyver. Letzterer wurde zum Running Gag. Auch in den aktuellen Programmen gibt es immer wieder Anspielungen auf MacGyver. (Quelle: wikipedia)

Na ja … und die deutsche Version von „Zapped“ war damals so erfolgreich, dass er dann ein paar Jahre später auch eine schweizerische bzw. österreichische Version des Programms entwickelte.

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Und hier mal – quasi zum Einstieg – die österreichische Version dieses Programms … dem ich das Prädikat aberwitzig verleihe, frei nach dem Motto: auf sowas muss man erstmal kommen !

Das ist die erste Comedy-CD, bei der ich mich auch bei mehrfachem Hören noch kaputtgelacht habe. Da Mittermeier intensiv auf das Kult-TV-Programm der letzten 40 Jahre eingeht, hat man natürlich nur halb so viel Spaß, wenn man noch nie Star Trek, die Waltons oder Lassie gesehen hat. Aber wenn man das getan hat, dann hat man Spaß ohnegleichen. Selbst, wenn man einen Witz nicht komisch findet, dann ist es trotzdem nicht langweilig, da man sich gerne von Dingen erzählen lässt, die man noch von früher kennt. Viel Stimmspiel (Mittermeier johdelt, flüstert oder schreit energisch, je nach Situation)und Unmengen Pointen tun ihr Übriges. Viele Parodien und eine Menge Satire auf das TV-Geschehen. Dabei bezieht er sich (immer öfter zum Schluss hin) auf bereits erwähnte Details und erzählte Witze, wodurch viele Running Gags erzeugt werden, und das Programm wirkt nicht so abgehackt, sondern mehr wie aus einem Guss. Schade nur, dass die Mimik und Gestik bei so einem Mitschnitt natürlich außen vor bleibt. (Fabian Königam)

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Besetzung:
Michael Mittermeier (Sprecher)

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Titel:
01. Hier spricht Edgar Wallace 2.27
02. Ein echter Soapler geht nicht unter 0.59
03. Ösi HardCore Japanese Dialekt 1.56
04. Der Auslandskrankenschein featuring GKK 5.39
05. Harfe Kiberer und weiche Gendarme 2.12
06. O.B. (Austria Legere Mix) 1.33
07. Holzdeckenlamellenerotik contra Hausbesorger 3.33
08. TV-Junkie Meets Petzi Bär 2.10
09. Red Bull Wahnsinn auf der Ponderosa 0.57
10. Return Of The Auslandskrankenschein 1.18
11. Aktenzeichen XY gelöst (Wien Morbid Mix) 2.28
12. Bitte melde dich nicht! (Edith Klinger Mix) 1.09
13. Ösi TV 2.03
14. Obsession (Hüftknochen Mix) 1.46
15. Das letzte Pfeifen im Atlantik (I) 1.11
16. MacGyver – Schweizer Taschenveiflgott 3.13
17. Das letzte Pfeifen im Atlantik (II) 1.39
18. Lassie und das furzende Eichhörnchen 1.00
19. Winnetou im Tal der Bluter 2.24
20. Keiner will mich ficken 1.09
21. Living Life The Easy Way 1.27
22. Kopfhörer-Härtetest 0.31
23. Titanic vs. Ösi Speed 1.22
24. Schwarzenegger – The Alpen Eraser 1.21
25. Schweinchen Babe Meets Baywatch 1.22
26. Wiener Musicalmania
27. Schau dir nie mit einer Frau einen Actionfilm an! 1.09
28. Love Story
29. Pudern mit Gerti
30. Michls Einsatz in Manhattan
31. Gangsta Rap in Ösi Bronx
32. Cartoon Sex
33. Star Trek MM: Der Zorn fes Kirk
34. Das Tex Mex Chilli Massaker
35. Fuck 1.34
36. Katholiken-Kiffer und die Heiligen Drei Königsdealer 3.41
37. Zapped 2.21
38- Ba Ba Österreich 2.08

Alle Texte: Michael Mittermeier

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Vogelfrei – Stiefeljungs – Lieder 1984 – 1989 (1999)

FrontCover1Jetzt gibt´s was auf die Ohren … Anfangs dachte ich ja, hier handelt es sich um eine Art „rechte Rockmusik“ … und die hätte dann den Weg in diesen blog definitiv nicht gefunden. Aber nein, „Vogelfrei“ kommen aus einer anderen Ecke:

Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.Wenn man den Namen Vogelfrei hört, denkt manch einer spontan an Mittelalterrock, wie ihn Subway To Sally und In Extremo früher fabrizierten. Dabei haben Sänger und Gitarrist Ricky Alex und Drummer Steve Rabe im Frühjahr 1992 ganz anderes in Sinn, als sie die Band in Torgau gründen: Punkrock.
Zu der Zeit heißt die Band allerdings noch Parole Lärm und da sich keine feste Bandbesetzung finden lässt, bleiben Konzerte vorerst nur ein Traum. Als sich bis 1998 immer noch nichts an diesem Zustand ändert, gehen beide eben allein ins Studio, um dort die in der Zeit zwischen 1994 und 1998 entstandenen Lieder aufzunehmen.
Im Sommer 1999 stößt mit Krystian Furmanek endlich ein passender Bassist dazu und im selben Jahr erscheint das Debüt „Stiefeljungs Lieder 1994-1998“ über Asphalt Records. Aufgrund des Titels, der deutschen Texte und eines Druckfehlers auf der LP (dort steht „Lieder 1984-1998“) finden sich Vogelfrei schnell in einer letztendlich haltlosen Diskussion um rechtsradikale Hintergründe wieder, da sie ebenfalls dem Oi-Punk entstammen.

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Mit Thomas Richter holen sie sich einen zweiten Gitarristen in die Band und trauen sich endlich auch live auf die Bretter. Gleichzeitig arbeiten sie am zweiten Album „Mutmacher“, das Anfang 2002 erscheint und dem eine ganze Reihe an Konzerten folgt. Zwar verlassen Krystian und Thomas Vogelfrei bald wieder, doch Ricky und Steve arbeiten konsequent weiter.

Auf der EP „Irgendwohin“ ist Gitarrist Daniel Reinhardt mit dabei und nachdem Basser Dirk Sickert das Line-Up aufgestockt hat, legen sie 2004 „Zwischen Sehnsucht Und Rebellion“ in die Regale. Kurz nach der Veröffentlichung ist jedoch Schluss mit Vogelfrei, da Ricky mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und auch die vielen Besetzungswechsel wenig Spaß machen.

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Über drei Jahre liegt die Band auf Eis, doch im Frühjahr 2008 steht Ricky mit Drummer Carsten Müller zum ersten Mal im Proberaum. Wie nicht anders zu erwarten, klingen die Songs von Ricky immer noch zu 100 Prozent nach Vogelfrei. „Der Dämmerung Entgegen“ erscheint Mitte Mai 2011 über Street Justice Records und knüpft nahtlos an die Vorgänger-Scheiben an. (Quelle: laut.de)

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Hier also ihr Debütalbum mit den falschen Jahreszahlen … vielleicht typisch für so eine Punkproduktion.

Stilistisch bewegt sich die Band zwischen Punk und Oi (was das genau ist, habe ich noch nicht kapiert, ist mir aber auch nicht so wichtig).

Es ist Musik von zornigen jungen Männern … die mit vielem, wenn nicht gar mit allem unzufrieden sind:

Alles was ich nicht machen will
ist verschenkte Zeit für mich
Für die Freiheit braucht man Geld
Und das habe ich nicht

Nun ja, über diese Aussage könnte man trefflich streiten.
Diese Punk-Attitüden sind mir eher fremd (na ja, man wird halt älter) … aber seien wir mal ehrlich. Frühere Bands wie die MC5 oder Stooges traten schon auch mit ähnlichen Inhalten auf … wenngleich mir bei etlichen Texten die latent gewaltbereite Stimmung auf den Sack geht.

Und  … Ich frag mich grad mal wieder, was aus den Jungs gewworden ist … denn ihr Revival aus dem Jahr 2013 war nur von kurzer Dauer … leben sie nun auch angepasst oder was ?

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Besetzung:
Ricky Alex (guitar, vocals)
Alfons Horvinek (bass)
Stev Rabe (drums)

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Titel:
01. Intro 0.32
02. Parole Spass 2.05
03. Er hat gelernt zu kämpfen 2.58
04. Verschenkte Zeit 2.36
05. Bullenflut 3.08
06. Stiefeljungs 3.04
07. Partylied 2.35
08. Entäuschung 2.21
09. Dieses Leben 2.37
10. Immer zu dir stehen 2.33
11. Unrecht 2.59
12. Widerstand 2.54
13. Ich stehe auf 2.50

Musik und Texte: Ricky Alex

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Thilo Wolf Quintet + Windsbacher Knabenchor – Von Bach bis Ellington (1999)

FrontCover1Und da haben wir wieder mal ein ganz besonderes Projekt … ich nenn´ es jetzt einfach mal ein Leuchtturm-Projekt.

Das Thilo Koch Qunitet musiziert gemeinsam mit den Windsbacher Knabenchor … und zwar von Bach bis Ellington …

Aufgenommen wurde diese musikalische Spezialität 1999 und zwar live im Konzertsaal des Kongresszentrums, Bad Windsheim, im Rahmen eines Festivals des Bayerischen Rundfunks mit dem Namen „Musikzauber Franken“.

Thilo Wolf (* 8. September 1967) ist ein deutscher Jazzmusiker. Der Pianist, Komponist und Arrangeur leitet seine eigenen Formationen „Thilo Wolf Big Band“, „Thilo Wolf Jazz-Quartett“ und „Groove Selection“.

Mit seinen Formationen konzertierte Thilo Wolf in Deutschland, Österreich, der Schweiz und England, in Konzerthäusern wie der Philharmonie in München oder Dortmund, aber auch auf zahlreichen Jazzfestivals wie Burghausen, Oberkochen, Erding oder dem Augsburger Jazzsommer. Die Crossoverprojekte führten zu Konzerten bei Klassikfestivals wie „MDR-Kultursommer“, „Rheingau-Musikfestival“ oder „Internationales Beethovenfest“ in Bonn.

ThiloWolf

Der Windsbacher Knabenchor (gegründet 1946) ist ein in Windsbach in Mittelfranken ansässiger deutscher Knabenchor. Er steht in der Tradition der großen deutschen Knabenchöre, deren Aufgaben nicht allein in ihrer Konzerttätigkeit liegen, sondern gleichermaßen in der Erfüllung liturgischer Aufgaben. Dazu zählen bei den Windsbachern die Gottesdienste in Windsbach und die Motetten in der Sankt-Lorenz-Kirche in Nürnberg. Der Chor ist eine Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. (Quelle: wikipedia)

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Und darum ging´s bei diesem ganz und gar außergewöhnlichem Projekt:

Hüllentext

Mag ja gelegentlich gewöhnungsbedürftig klingen … aber sich auf diese musikaliche Spannbreite mal einzulassen ist durchaus lohnenswert … denn hier verschmelzern Musikrichtungen ganz unterschiedlicher Dekaden … Und das allein ist schon bemerkenswert.

Musik abseits ausgetrampelter Pfade … das weckte in mir schon immer (na ja, seit geraumer Zeit) mein Interesse.

Und hier wurde es nicht enttäuscht.

Und ich will die Gelegenheit nutzten, um hier wieder mal eine Lanze für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu schlagen. Ohne ihn hätte es diese Aufnahmen nicht gegeben.

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Besetzung:
(Andreas Blüml (guitar)
Christian Diener (bass)
Stephan Eppinger (drums)
Norbert Nagel (saxophone)
Thilo Wolf (piano)
+
Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Karl-Friedrich Beringer

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Titel:
01. Sur Le Pont QA’Avignon (Traditional) 3.46

Sacred Concerts Medley (Ellington) 9.58
02.Come Sunday 1.50
03. In The Beginning God 1.45
04. Will You Be There ? 1.32
05. Almighty God 2.59
06. Heaven 1.53

Singet dem Herrn ein neues Lied (Bach) 13.30
07. Singet dem Herren ein neues Lied 4.46
08. Wie sich ein Vater erbarmet 4.36
09. Lobet den Herren in seinen Taten 1.35
10. Alles was Odem hat, lobet den Herren 2.33

11. Pater Noster (Vater unser) (Baumenn) 4:22

Begegungen (Zoller/Mehnert) 8.40
12. Es kehrt der Wind zurück 5.27
13. Meerhygiene 3.13

14. They Can’t Take That Away (Geshwin) 4.31
15. In A Sentimental Mood (Ellington) 4.09
16.. Odi Et Amo (Carl Orff) 3.05
17. Without There Is No Way (Wolf/Neumann) 13.08

Tribute An Duke Ellington (Ellington) 11:02
18. Satin Doll 3.44
19. I Got It Bad 3.16
20. Creole Love Call 4.02

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Jan Josef Liefers – Jack´s Baby (1999)

FrontCover1Jan Josef Liefers ist ja nur ein seit vielen Jahren sehr angsagter Schaupieler (nicht nur wegen seiner skurillen Rollen im Münsteraner Tatort), sonder der Liefers ist auch immer auch als Musiker aktiv und unterwegs.

Wenn ich das richtig überblicke, ist diese EP seit Erstlingswerk als Musiker und diese EP ist zugleich auch der Soundtrack zu dem gleichnamigen Film (den er auch als Regisseur zu verantworten hatten), der 1999 auf SAT1 ausgestrahlt wurde. Der Film mit Verinica Ferres in der 2. Hauptrolle (vermutlich habe ich ihn mir damals deshalb nicht angesehen) hat dann folgende Handlung:

Jack (Veronica Ferres) ist die Chefin einer Werbeagentur ­ erfolgreich, eiskalt und einsam. Genau das will sie ändern. Aber nicht etwa durch einen Liebhaber: Ein Baby soll her. Weil frau dazu ’nen Erzeuger braucht, handelt Jack mit dem abgebrannten Musiker Max (Jan Josef Liefers) einen Deal aus. Er soll sie schwängern, 30 000 Mark kassieren und hernach bitte schön verschwinden. Max schlägt ein. Doch der Zeugungsakt erweist sich als verdammt anspruchsvolle Aufgabe… Jan Josef Liefers betritt in seinem Regiedebüt das ausgetretene Feld romantischer TV-Komödien ­ und bringt auch nicht mehr als gängige Klischees und wohlfeile Gesangseinlagen (mit „Fury in the Slaughterhouse“) zustande. (TV Spielfilm)

Jan Josef Liefers hat immer wieder mal in seinen Filmen einen Musiker dargestellt (besonders eindrucksvoll: „Halt mich fest“, 2000) und hört man sich diese 4 Songs an, dann kann man das auch verstehen. Ich behaupte mal, diese vier Songs sind deutlich besser als der Film … aber ist nur ne These. Auf jedenfall gibt´hier knackige Rock-Balladen zu hören, bei der Liefers mit einer wirklich starken Stimme zu überzeugen weiss. Und dass Fury In The Slaughterhouse ihr Handwerk verstehen, setzte ich mal als bekannt voraus.

Kurz und schmerzlos: Ein mehr als gelungenes Debüt !

BackCover1

Besetzung:
Jan Josef Liefers (vocals)
+
Fury In The Slaughterhouse

LiefersVerres

Titel:
01. Jack’s Baby (Radio Version) (Liefers/Krause) 3.27
02. Understand (Schumann) 3.11
03. Runaway (Liefers) 3.40
04. Jack’s Baby (Film Version) (Liefers/Krause) 3.57

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Die Prinzen – So viel Spass für wenig Geld (1999)

FrontCover1Zu den „Prinzen“ bin ich quasi gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Es waren meine begeistert durch das Wohnzimmer hopsenden Töchter, die mich dazu brachten.

Und ihre ersten Alben fand ich dann überraschend ganz schön pfiffig:

Die Prinzen sind eine aus Leipzig stammende deutsche Musikgruppe. Mit fast 6 Millionen verkauften Tonträgern gehören sie zu den erfolgreichsten deutschen Bands. Ihre bekanntesten Hits sind unter anderem Millionär (1991), Mann im Mond (1991), Küssen verboten (1992), Alles nur geklaut (1993), Du musst ein Schwein sein (1995) und Deutschland (2001).

In ihrer Jugend waren Tobias Künzel, Sebastian Krumbiegel, Wolfgang Lenk sowie Henri Schmidt bis in die erste Hälfte der 1980er-Jahre Mitglieder des Leipziger Thomanerchors, Jens Sembdner sang im Dresdner Kreuzchor.

Nach der Gesangsausbildung gründeten Krumbiegel und Lenk im Jahr 1981 die Band Phönix. 1985 nannte sich die Band Phönix in Rockpol um. Weil sie keinen großen Erfolg hatten, wurde im Jahr 1987 mit Krumbiegel, Lenk und Dirk Schrot das Trio Die Herzbuben gegründet. Auf Anraten des Managers Joachim Zetzmann versuchte das Trio mit A-cappella-Stücken in der DDR Fuß zu fassen. Die Produzenten des DDR-Rundfunks produzierten mit den Herzbuben 1987 ein Dutzend Titel, welche bis zum Ende der DDR nur im deutschen Rundfunkarchiv und auf diversen Amiga-Samplern zu finden waren. Sie coverten den Song Du hast den Farbfilm vergessen sowie die Hymne My Generation von The Who (übrigen: auch sehr pfiffig gemacht)

Herzbuben

Als sie noch die „Herzbuben“ waren …

Noch im Gründungsjahr stieß Jens Sembdner zur Band. Von nun an hatte die Band folgende Besetzung: Sembdner, Lenk, Krumbiegel und Schrot. Als die Band mit ihrer Show einen nicht unerheblichen Popularitätsschub erreicht hatte, wurde Sembdner im Herbst 1988 zur NVA eingezogen. Ihn ersetzte Kai Oliver, den die Band an der Leipziger Musikhochschule entdeckt hatte, aber die Zusammenarbeit hielt nur ein Jahr, weil er sich entschlossen hatte, die DDR zu verlassen. Als Ersatz folgte Henri Schmidt. Auch Dirk Schrot verließ im November 1989 die Band und das Land. Aufgrund der häufigen Personalwechsel war die Band bis zur Rückkehr von Jens Sembdner im Januar 1990 inaktiv. Manager Zetzmann hatte Beziehungen zum ZDF und zum Musikverleger George Glueck, sodass sie in der Nachwuchsshow Hut ab auftraten. George Glueck saß in der Jury und stellte den Kontakt zu Annette Humpe her.

Im Herbst 1990 besuchte Humpe die Band, um sie kennenzulernen. Danach buchte sie im November 1990 das Tonstudio von Anselm Kluge, um erste Aufnahmen zu machen. Um einer Verwechslung mit den zur selben Zeit plötzlich sehr bekannt gewordenen Wildecker Herzbuben zu entgehen, nahm die Band im April 1991 den neuen Namen Die Prinzen an.

Die Prinzen01

Die Prinzen Anfang der 90er Jahre

Einen Tag vor der Fotosession für das Single-Cover stieg Tobias Künzel ein, der bis 1989 Mitglied in der Band Amor & Die Kids gewesen war und anschließend eine Solokarriere versucht hatte. Ali Zieme stieg im August 1991 als Schlagzeuger in die Band ein. Gleich darauf hatten sie ihren Durchbruch mit ihrem ersten Hit Gabi und Klaus. Im September desselben Jahres brachten sie ihr erstes Album Das Leben ist grausam heraus und gingen mit Udo Lindenberg auf Tournee.

Die Prinzen gingen im Frühjahr 1992 auf ihre eigene Clubtour, dabei wurden sie vom Schlagzeuger Ali Zieme begleitet. Im Herbst veröffentlichten sie die Single und das Album Küssen verboten. Im Dezember 1992 standen die Prinzen in Frankfurt am Main beim Festival Heute die! Morgen Du! auf der Bühne, um ihr Engagement gegen rechte und ausländerfeindliche Tendenzen mit ihrem Titel Bombe zu repräsentieren.

 

Von Februar bis Mai 1993 gingen sie auf Tour. Mathias Dietrich stieg im Jahr 1994 als Bassist in die Band ein. Außerdem kamen in diesem Jahr die Single und das Album Alles nur geklaut auf den Markt, auf die 1994 die zugehörige Tour folgte. Von der erfolgreichsten Tour wurde in Leipzig ein Video mitgeschnitten und herausgebracht. Ein Jahr später erschienen die Single Du musst ein Schwein sein und das Album Schweine. Dabei änderte die Band ihren Stil, denn die Musik wurde rockiger und sie benutzten vermehrt elektronische Hilfsmittel. Die Texte beschäftigten sich mehr mit Sex und Gesellschaft, die Wortwahl wurde aggressiver. Die zentrale Aussage („Du musst ein Schwein sein in dieser Welt“), wenn auch teilweise ironisch gemeint, stand im krassen Gegensatz zu den Texten der ersten drei Alben.

Von November bis Dezember 1995 gingen sie auf Tour durch Deutschland. 1996 erschienen die nächste Single und das nächste Album Alles mit’m Mund, welches von Stefan Raab und Lenk produziert wurde. 1997 folgte die Tour. Dazu gab es im selben Jahr noch ein Best-of-Album Ganz oben: Hits MCMXCI – MCMXCVII. Nach diesen vielen Alben im Jahrestakt legten Die Prinzen eine schöpferische Pause ein. 1999 wurde das Album So viel Spaß für wenig Geld veröffentlicht; noch im selben Jahr folgte das Weihnachtsalbum Festplatte. Im Anschluss gab es eine Weihnachtsclubtour zur Festplatte. (Quelle: wikipedia)

Die Prinzen02

Hier ihr 99er Album ..  Die Prinzen hatten die erste Jahre, die ja mega erfolgreich waren hinter sich gebracht … ihre schöpferische Pause hatten sie hinter sich gebracht und nun versuchten sie ein Album ohne Anette Humpe als Produzentin.

„Zu DDR-Zeiten in den 80ern nannten wir uns ‚Die Herzbuben‘, tingelten mit zwei Trabbis durchs Land. Heute sind wir mit einem 16 Meter langen 16 Tonner unterwegs. Damals hatten wir bei 30 Auftritten insgesamt nur 3000 Zuschauer, jetzt kommen 150.000 Fans pro Konzert.“ Diese Aussage von Sebastian Krumbiegel, dem Ober-Prinzen, drückt eigentlich alles aus.

Aus der DDR-Combo mit ehemaligen Thomaner-Chorknaben wurde eine erfolgreiche Pop-Band, die nicht nur fantastisch singen, sondern auch eben solche fantastischen Lieder schreiben kann. Für „Küssen verboten“ gab’s zum Beispiel Platin, für „Das Leben ist grausam“ Triple-Gold. Und für ihr Gesamtwerk erhielten die Prinzen dieses Jahr den begehrten Fred-Jay-Preis.

Abgesehen von den excellenten A-Capella-Gesängen bietet die neue CD wieder das, was man von den Prinzen erwartet: witzige, unmögliche, urkomische, sagenhafte, boshafte, satirische und ganz und gar ungewöhnliche Texte. Wer sonst im deutschen Schlagergeschehen wagt solche Reime: „So viel Spaß für wenig Geld, von Tokio bis Bitterfeld“ oder „Oh Bella Ragazza gib mir einen Schmatza“ oder „Ich sage ja zu deutschem Wasser, und ich sage ja zu Dir“ und — der Höhepunkt der Fred-Jay-Preisverleihung — „Mein Hund ist schwul, die dumme Sau, er macht nicht kläff, er macht nur wau!“ Der Titel ist Programm: So viel Spaß für wenig Geld!  (Julia Edenhofer)

Booklet01A

Aber nicht alle waren so begeistert:

So kann man dann auf Amazon auch folgendes lesen:

„Nachdem die Prinzen meinen, ohne ihre alten Produzenten (A. Humpe, Stefan Raab) auszukommen, ist ihr Stern merklich am sinken.
Die wirklich guten Songs auf dieser CD kann man sich an einer Hand abzählen – und benötigt noch nicht einmal alle Finger dafür. Positive Ausnahmen: So Viel Spaß…, Hasso, Du hast ge**** im Schlaf.
Zu wenig Spaß fürs Geld.“

„Die Texte der Prinzen waren immer gut ,genauso ist es auch bei dieser Platte. Aber der Sound.Technobeats nein danke,die ganzen Lieder werden da durch verschändet.Die Prinzen sollten lieber wieder mit Gitarren arbeiten.Einzig gelungen sind Bello und Siegmud Jähn.“

Und in der Tat: die Musik haut einen nicht unbedingt vom Hocker (aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe der Prinzen) … Textlich schließe ich mich dem an, was die charmante Juliane Edenhofer geschrieben hat.

 

Singles

Die Singles von diesem Album

Besetzung:
Sebastian Krumbiegel – Tobias Künzel – Wolfgang Lenk – Henri Schmidt – Jens Sembdner
+
Ali Zieme (drums)

Booklet03A

Titel:
01. So viel Spass für wenig Geld 3.13
02. Bella Ragazza 3.16
03. Du müsstest jetzt hier sein 2.48
04. Sie will mich 3.06
05 Doris K. 3:41
06. Hasso (Mein Hund ist schwul) 1.50
07. Meine Welt 3.00
08. Geh bitte raus (Aus meinen Träumen) 3.23
09. Ungesund 2:57
10. 1000 Liebe Worte 3.10
11. Du wirst mich niemals heulen seh’n 4.09
12. Manager 2.15
13. Wer ist Sigmund Jähn? 2.00
14. Gefühl 8.41

Musik + Texte: Sebastian Krumbiegel – Tobias Künzel – Wolfgang Lenk – Henri Schmidt – Jens Sembdner – Ali Zieme

CD1
*
**

 

 

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Johann Sebastian Bach – Matthäus Passion (Philippe Herreweghe) (1999)

FrontCover1Passend zum Tag:

Dieses beeindruckende Werk des Thomaskantors schildert die Leidensgeschichte Jesu, wie sie im 26. und 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums zu lesen ist. Für die Darstellung verwendet Bach zwei Chöre, zwei Orchester und sieben Solostimmen. Die Aufführungsdauer variiert je nach Interpretation zwischen drei und vier Stunden. Diese monumentalste aller Kompositionen Bachs ist von einem tiefen christlichen Glauben geprägt und wurde zur besonderen Gestaltung des Vespergottesdienstes am Karfreitag 1727 in der Leipziger Thomaskirche komponiert.
Am 22. April 1723 war Bach vom großen Rat der Stadt Leipzig zum Thomaskantor gewählt worden und widmete sich somit nach seiner weltlichen Stellung in Köthen wieder, und nun bis zu seinem Lebensende, hauptsächlich der Kirchenmusik. Bach hatte in den beiden Hauptkirchen St. Thomas und St. Nikolai für die musikalische Verkündigung der Schrift zu sorgen. Geniale künstlerische Leistungen wurden dabei nicht erwartet, im Gegenteil: Wenn die Musik zu kunstvoll war, mußte der Kantor eine Ermarnung in Kauf nehmen. An jedem Sonntag hatte Bach eine Kantate aufzuführen, die er in kürzester Zeit komponieren und mit dem Chor der Thomasschule sowie einem Instrumentalensemble, das sich aus städtischen Musikern zusammensetzte, einstudieren mußte. Die Musik erklang in der „Frühpredigt“, die um sieben Uhr begann und nicht selten bis 11 Uhr dauerte. Dieser Gottesdienst wurde von zumeist einfachen, frommen Menschen besucht, die im Glauben erzogen worden waren und für die der sonntägliche

Notenblatt

Beginn des Rezitativ Nr. 71. Das Bibelwort schrieb Bach mit roter Tine.

Gang in die Kirche selbstverständlich war. Oft beschränkte sich die Bildung dieser Gemeinde auf die Bibel und Luthers Katechismus. Das Kirchenjahr, beginnend mit der Adventszeit und seinen wichtigsten Festkreisen Ostern und Weihnachten, strukturierte das Leben dieser Menschen. Man muß sich einmal vorstellen mit welcher Erwartung man damals an einem Karfreitag, dem höchsten christlichen Feiertag, in die Kirche gegangen ist. Für diesen Anlaß und dieses Publikum schrieb Bach die Matthäus-Passion, die er selbst nicht als eigenständiges Kunstwerk betrachtete, sondern als einen Beitrag für den Gottesdienst.

Bereits 1724 führte Bach seine erste Leipziger Passion auf: die ebenfalls berühmte Johannes-Passion. In den folgenden Jahren erwartete man von Bach stets eine neue Musik zum Karfreitag. So vertonte er die Passionsgeschichten aller vier Evangelisten: 1730 entstand die Lukas-Passion und 1731 die heute verschollene Markus-Passion. Er führte seine Passionen in mehreren Jahren auf, wobei er jedesmal Änderungen vornahm. Zum einen waren dies kleine kompositorische Verbesserungen und zum anderen änderten sich die Aufführungsbedingungen in der Thomaskirche, so daß Bach zum Beispiel die Instrumentierung anpassen mußte. Wenn er keine eigene Komposition aufführen konnte – vielleicht aus Zeitmangel? -, dann griff er auf Werke seiner Zeitgenossen Reinhard Keiser, Georg Philipp Telemann oder Georg Friedrich Händel zurück. Die Matthäus-Passion ist aber die herausragende Vertonung der Leidensgeschichte und heute vielleicht das bekannteste Werk Bachs.

Wer diese Schöpfung kennt, kennt auch die musikalische und stilistische Welt des Komponisten, denn die Matthäus-Passion faßt das Schaffen des Meisters zusammen. Im Jahre 1736 schrieb Bach die gesamte Partitur noch einmal sorgfältig ab, es handelt sich dabei um einen der saubersten Autographen, die wir von Bach besitzen. Auch in seinem letzten Lebensjahrzehnt beschäftigte sich der Komponist noch mit der Partitur. Bach muß dieses Werk also sehr wichtig gewesen sein, wahrscheinlich sah er es ähnlich wie die H-Moll-Messe oder Die Kunst der Fuge als ein Vermächtnis. (Quelle: magazin.klassik.com)

Meister Philippe Herreweghe legte damals seit zweite Interpretation dieses Werkes vor (die erste erschien 1984):

Philippe Herreweghe

Philippe Herreweghe

Die Aufnahme kann ich uneingeschränkt empfehlen. Sie gehört – nach der Einspielung von Masaaki Suzuki – zu meinen Favoriten in Sachen Matthäuspassion.

Herreweghe lässt einen größeren Abstand zum Geschehen zu, er agiert ohne übertriebene Dramatik und lässt die Tonsprache Bachs aus sich heraus wirken. Das Geschehen wird sehr subtil herausgearbeitet. Wenn ich meine Favoriten vergleiche, dann vielleicht so: Herreweghe und Suzuki sind beide vom Ensembleklang (Chor und Orchester) auf Augenhöhe. Unter den Solisten gefällt mir Gert Türk besser als Ian Bostridge, letzterer ist aber ebenfalls sehr gut. Sind einem die Solisten wichtig, dann sollte man einfach mal in beide Aufnahmen reinhören, keine Aufnahme zeigt hier Schwächen. Suzuki agiert dramatischer als Herreweghe – während Herreweghe die Passionsgeschichte eher erzählen lässt, führt Suzuki das Passionsgeschehen schon fast szenisch auf. In Sachen Tempi und Dynamik sind beide Aufnahmen ähnlich, keiner neigt zu Übertreibungen. Herreweghes Aufnahme ist technisch vielleicht noch ein klein wenig perfekter, während Suzukis Aufnahme ergreifender und mitreißender ist. (Aurelian Caesar )

Nun gut … aber dennoch ist meine Freude an dieser intensiven musikalischen Auseinandersetzung mit dem Matthäus Evangelium ein wenig getrübt.

Religion (gleich welcher Art) entpuppte sich halt in all den Jahrhunderten immer wieder als das es war: Nicht die „frohe Botschaft“ sondern in ihrer Funktion als „Opium fürs Volk“ (Marx).

So ist das nun mal.

Notenblatt2

Besetzung:
Ian Bostridge (Tenor)
Werner Güra (Tenor)
Dietrich Henschel (Bass)
Sibylla Rubens (Sopran)
Andreas Scholl (Alt)
Franz-Josef Selig (Bass)
+
Patrick Beaugireaud (oboe)
Margreet Bongers (bassoon)
Danielle Etienne (flute)
Susan Hamilton (Sopran)
Marc Hantaï (flute)
Elisabeth Hermans (Sopran)
Sirkka-Liisa Kaakinen (violin)
Philippe Miqueu (bassoon)
Alessandro Moccia (violin)
James Munro (bass)
Nicholas Pap (bass)
Philippe Pierlot (viola)
Harmen Jan Schwitters (cello)
Herman Stinders (organ)
Frits Vanhulle (Baritone)
Kris Verhelst (organ)
Dominik Wörner (Bass)
+
violins:
Adrian Chamorro – Andreas Preuss – Attilio Motzo – Christophe Robert – Corrado Masoni – Enrico Tedde – Giorgio Oppo – Meike Augustin – Mira Glodeanu – Roberto Anedda – Thérèse Kipfer – Veronika Skuplik – Virginie Descharmes – Benoît Weeger – Brigitte Clément – Catherine Puig – Jean-Luc Thonnerieux – Nadine Davin
cellos:
Ageet Zweistra – Hager Hanana – Vincent Malgrange
Collegium Vocale unter der Leitung von Michaël Ghljs und Philippe Herreweghe

Chor (Alt):
Beat Duddeck – Lisinka De Vries-Schuring – Lotte Visser – Martin Van Der Zeijst – Mieke Wouters – Roland Kunz

Chor (Bass)
Bart Vandewege – Florian Mehltretter – Hans Wijers – Paul Van Den Berghe – Pieter Coene – Robert Van Der Vinne

Chor (Sopran):
Benoit Haller – Gerhard Hölzle – Markus Schuck – Otto Bouwknegt – Paul Hörmann – René Veen – Warren Trevelyan-Jones

Musikalische Gesamtleitung: Philippe Herreweghe

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Titel:

CD 1:
01. Chorus I & II Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen 6.58
02  Evangelista, Jesus da Jesus diese Rede vollendet hatte 0.42
03  Choral Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 0.44
04.1  Evangelista Da versammleten sich die Hohenpriester 0.21
04.2  Chorus I & II Ja nicht auf das Fest 0.16
04.3  Evangelista Da nun Jesus war zu Bethanien 0.30
04.4  Chorus I Wozu dienet dieser Unrat 0.30
04.5  Evangelista, Jesus da das Jesus merkete 1.22
05. Recitativo (Alt) Du lieber Heiland du 0.54
06  Aria (Alt) Buß und Reu 4.21
07  Evangelista, Jesus da ging hin der zwölfen Einer 0.32
08  Aria (Sopran) Blute nur, du liebes Herz 4.25
09.1  Evangelista Aber am ersten Tage der süßen Brot 0.12
09.2  Chorus I Wo willst du, daß wir dir bereiten 0.23
09.3  Evangelista, Jesus er sprach: Gehet ihn in die Stadt 1.10
09.4  Evangelista Und sie wurden sehr betrübt 0.11
09.5. Chorus I Herr, bin ich’s 0.14
10  Choral Ich bin’s, ich sollte nüßen 0.48
11  Evangelista, Jesus, Judas Er antwortete und sprach: 2.57
12. Recitativo (Sopran) Wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt 1.17
13  Aria (Sopran) Ich will dir mein Herze schenken 3.27
14  Evangelista, Jesus und da sie den Lobgesang gesprochen hatten 1.01
15  Choral Erkenne mich, mein Hüter 0.59
16  Evangelista, Petrus, Petrus aber antwortete 0.59
17  Choral Ich will hier bei dir stehen 1.01
18  Evangelista, Jesus da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe 1.44
19  Recitativo A Doi Cori (Tenor) O Schmerz! Hier zittert das gequälte Herz 1.39
20  Aria A Doi Cori (Tenor) Ich will bei meinem Jesu wachen 4.51
21. Evangelista, Jesus und ging hin ein wenig 0.40
22  Recitativo (Baß) Der Heiland fällt vor seinem Vater nieder 0.57
23  Aria (Baß) Gerne will ich mich bequemen 4.14
24  Evangelista, Jesus und er kam zu seinen Jüngern 1.19
25  Choral Was mein Gott will, das g’Scheh‘ Allzeit 1.09
26  Evangelista, Jesus, Judas und er kam und fand sie aber schlafend 2.20
27.1. Aria A Doi Cori (Sopran, Alt) So ist mein Jesus nun gefangen 3.26
27.2. Chorus I & II Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden 1.07
28  Evangelista, Jesus Und siehe, einer aus denen 2.23
29  Choral O Mensch, bewein‘ dein Sünde groß 5.39

CD 2:
01  Aria (Alt, Chorus I & II) Ach! Nun ist mein Jesus hin 3.48
02. Evangelista Die aber Jesum gegriffen hatten 0.57
03  Choral Mir hat die Welt trüglich Gerich’t 0.48
04  Evang., Testis I & II, Pontifex und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten 1.08
05. Recitativo (Tenor) Mein Jesus schweigt zu falschen Lügen stille 1.12
06  Aria (Tenor) Geduld, Geduld! 3.43
07.1. Evangelista, Pontifex, Jesus und der Hohepriester antwortete 1.12
07.2  Chorus I & II Er ist ses Todes schuldig 0.13
07.3  Evangelista Da speieten sie aus in sein Angesicht 0.13
07.4. Chorus I & II Weissage uns, Christe 0.23
08. Choral Wer hat dich so geschlagen 0.52
09.1. Evang., Ancilla I & II, Petrus Petrus aber saß draußen im Palast 0.51
09.2  Chorus II – Evangelista, Petrus wahrlich, du bist auch einer von denen 1.23
10. Aria (Alt) Erbarme dich 6.38
11. Choral Bin ich gleich von dir gewichen 1.09
12.1. Evangelista, Judas des Morgens aber hielten alle Hohenpriester 0.50
12.2  Chorus I & II Was gehet uns das an 0.10
12.3  Evangelista, Pontifex I & II Und Er Warf Die Silberlinge In Den Tempel  0:39
13. Aria (Baß) Gebt mir meinen Jesum wieder 2.48
14. Evangelista, Pilatus, Jesus Sie hielten aber einen Rat 2.11
15. Choral Befiehl du deine Wege 1.02
16.1  Evangelista, Pilatus, Uxor Pilati, Chorus I & II Auf das Fest aber hatte der Landpfleger 1.54
16.2  Chorus I & II Laß ihn kreuzigen! 0.23
17  Choral Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe 0.48
18  Evangelista, Pilatus Der Landpfleger sagte 0.15
19  Recitativo (Sopran) Er hat uns allen wohlgetan 1.05
2-20  Aria (Sopran) Aus Liebe Will Mein Heiland Sterben  4:44
2-21.1  Evangelista Sie Schrieen Aber Noch Mehr  0:04
2-21.2  Chorus I & II Laß Ihn Kreuzigen!  0:19
2-21.3  Evangelista, Pilatus Da Aber Pilatus Sahe  0:26
2-21.4  Chorus I & II Sein Blut Komme Über Uns  0:42
2-21.5  Evangelista Da Gab Er Ihnen Barrabam Los  0:19
2-22  Recitativo (Alt) Erbarm Es Gott  0:57
23  Aria (Alt) Können Tränen meiner Wangen 6.46

CD 3:
01.1  Evangelista Da mahmen die Kriegsknechte 0.39
01.2  Chorus I & II Gegrüßet seist du, Judenkönig 0.12
01.3  Evangelista Und speieten ihn an 0.15
02  Choral O Haupt voll Blut und Wunden 2.12
03  Evangelista Und da sie ihn verspottet hatten 0.50
04  Recitativo (Baß) Ja! Freilich will in uns das Fleisch und Blut 0.36
05  Aria (Baß) Komm, süßes Kreuz 5.46
06.1  Evangelista Und da sie an die Stätte kamen 1.42
06.2  Chorus I & II Der du den Tempel Gottes zerbrichst 0.31
06.3  Evangelista Desgleichen auch die Hohenpriester 0.09
06.4  Chorus I & II Andern hat er geholfen 0.53
06.5  Evangelista Desgleichen schmäheten ihn 0.15
07  Recitativo (Alt) Ach, Golgotha, unsel’ges Golgotha 1.36
08  Aria (Alt, Chorus II) Sehet Jesus hat die Hand 2.55
09.1. Evangelista, Jesus und von der sechsten Stunde 1.34
09.2  Chorus I Der rufet dem Elias 0.02
09.3  Evangelista Und bald lief einer unter ihnen 0.14
09.4. Chorus II Halt, laß sehen 0.06
09.5. Evangelista Aber Jesus schrie abermals laut 0.31
10. Choral Wenn ich einmal soll scheiden 1.16
11.1. Evangelista Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß 1.06
11.2  Chorus I & II Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen 0.18
11.3. Evangelista Und es waren viel Weiber da 1.06
12. Recitativo (Baß) Am Abend da es kühle war 1.53
13. Aria (Baß) Mache dich, mein Herze, rein 5.49
14.1. Evangelista Und Joseph nahm den Leib 0.58
14.2. Chorus I & II Herr, wir haben gedacht 0.57
14.3. Evangelista, Pilatus Pilatus sprach zu ihnen 0.34
15. Recitativo (SATB, Chorus I & II) Nun ist der Herr zur Ruh gebracht 1.56
16  Chorus I & II Wir setzen uns mit Tränen nieder 5.18

Musik: Johann Sebastian Bach

CD1A

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