Die jungen Tenöre – Vergiß die Liebe nicht (1999)

FrontCover1Tja, „Die jungen Tenöre“ sind wohl sowas wie eine aktuelle Version von den „Comedian Harmonists“ und vielleicht standen auch „Die Prinzen“ als Paten bereit.

Die Jungen Tenöre sind ein Gesangstrio, aktuell bestehend aus den drei Tenören Hans Hitzeroth, Ilja Martin und Hubert Schmid.

Im Jahre 1997 wurden die Sänger Bernhard Hirtreiter, Hans Hitzeroth und Thomas Kiessling nach einem Vorsingen ausgewählt, die Titelmelodie (Love is waiting) für die TV-Sendung Herzblatt aufzunehmen. Die Moderation der Sendung wechselte zu diesem Zeitpunkt gerade von Rainhard Fendrich zur ehemaligen Opernsängerin Hera Lind. Ursprünglich nur als einmaliges Studiotrio gedacht, wurde die Idee, mit klassisch ausgebildeten Stimmen Pop und Klassik zu verschmelzen, weitergeführt. Die Gruppe erhielt den Namen Hearts and Roses. Sie nahmen am deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contests 1998 mit dem Lied Du bist ein Teil von mir teil. Während der Proben wurde das Trio in Die Drei Jungen Tenöre umbenannt. Nach einem Vergleich mit den drei Tenören musste der Name in Die Jungen Tenöre geändert werden. 2001 sang das Trio das Lied der ARD-Fernsehlotterie Ein Platz an der Sonne. Im Januar 2003 schied Thomas Kiessling aus der Gruppe aus und wurde durch den Tenor Hubert Schmid ersetzt. In dieser Formation erschienen die CDs Viva Italia, Söhne des Amor und Beswingliche Weihnacht. Ende 2006 verließ Bernhard Hirtreiter die Gruppe. Mit dem jungen Berliner Tenor Ilja Martin setzt das Ensemble seit Januar 2007 seinen Erfolg fort. Die erste CD der neuen Formation (Die Liebe siegt) erschien im Mai 2007. Die aktuelle CD „Pop Classics“ mit deutschsprachigen Versionen internationaler Pop-Hits aus den 70er und 80er Jahren folgte im September 2009.

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Und hier, quasi zum einstieg in diese Welt ihr 2. Album … :

Bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix 1998 traten drei junge Männer auf die Bühne und schmetterten aus vollem Halse verpoppte Klassik — und belegten damit einen überraschenden dritten Platz. Die drei jungen Tenöre nennen sich Thomas, Hans und Bernhard, und sie sangen sich mit Stimme, Selbstbewußtsein und einer klugen Titelauswahl in die Herzen ihrer Zuhörer.

„Liebe Freunde und Zuhörer! Liebe, Lebensfreude und leidenschaftlicher Gesang eines aufregenden Jahres und viele Wochen Studioarbeit haben wir auf dieses zweite Album gebannt“, so schreiben die drei ausgebildeten Sänger im Vorwort zu ihrem Album Vergiß die Liebe nicht. Und das Album bringt wirklich eine unglaubliche Mischung, die trotz der gewaltigen Gegensätze ein homogenes Musikerlebnis bildet. Die jungen Tenöre singen hingebungsvoll bombastische Coverversionen wie „Egal, was kommt“ (Original Boyzone: „No Matter What“), „Wir bleiben zusammen“ (Original Turtles: „Happy Together“), „Buona sera“ (Original Louis Prima), „Morgen“ (Original Ivo Robic) oder „Wir sind für die Liebe geschaffen“ (Original Kiss: „I Was Made For Loving You“).

Vor allen Dingen den Kiss-Titel erkennt man kaum wieder, er könnte genauso gut die verpoppte Version einer gewaltigen Opernarie sein! Natürlich gibt es auch Klassisches von Dvorak und Evergreens wie „Heut‘ ist der schönste Tag in meinem Leben“. Aber nichts von alledem klingt so wie man es im Ohr hat und erwartet. Und das macht das Besondere dieser CD aus. Man ist richtig gespannt auf den nächsten Song! Und welche CD kann das schon von sich behaupten! Einfach Klasse! (Julia Edenhofer)

Und da kann man der guten Julia Edenhofer einfach nur recht geben: Einerseits ist das ganz sicher eher nicht meine Musik, andererseits haben mich die Jungs wirklich positiv überrascht … wer hätte das gedacht. Ganz schön pfiffig … dieses Album … bei dem u.a. solche Cracks wie Curt Cress (Passport), Otto Staniloi (Spider Murphy Gang) oder Günther Gebauer (Snowball) mitgewirkt haben.

Und: Die jungen Tenöre gibt es heute noch, wenngleich von der Ur-Besetzung nur noch Hans Hitzeroth übrig geblieben ist.

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Besetzung:
Bernhard Hirtreiter (vocals)
Hans Hitzeroth (vocals)
Thomas Kiessling (vocals)
+
Hans-Heiner Bettinger (trombone)
Josef Blank (oboe, english horn)
Felice Civitalreale (trumpet, fluegelhorn)
Curt Cress (drums)
Biboul Darouiche (percussion)
Norbert Daum (computer-programming, keyboards, guitar)
Beate Düstersiek (sopran)
Jörg Evers (guitar, percussion)
Gerhard Fink (trombone)
Günther Gebauer (bass)
Auwi Geyer (trombone)
Mathias Götz (trombone)
Erwin Gregg (trombone)
Martin Hartenstein (bassoon)
Johannes Herrlich (trombone)
Thilo Kreitmeier (saxophone)
Axel Kühn (saxophone)
David Moltz (horn)
Manfred Niezgoda (trumpet, fluegelhorn)
Stefan Pieger (oboe, english horn)
James Polivka (trumpet, fluegelhorn)
Claus Reichstaller (trumpet, fluegelhorn)
Jerry Rix (Bass-Stimme)
Guiseppe Solera (flute, saxophone)
Georg Schwenk (accordeon)
Fritz Staab (horn)
Otto Staniloi (saxophone)
Ernst Ströer (percussion)
Robert Tucci (tuba)
Rolf Weber (clarinet)
Peter Wrba (drums, percussion)
Thomas Zoller (saxophone)
+
Philharmonic String Orchestra München unter der Leitung von Sreten Krstic und Matthias Freund

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Titel:
01. Vergiss die Liebe nicht (Evers) 4.02
02. Egal, was kommt (Kunze/Webber) 3.56
03. Wir sind für die Liebe geschaffen (Stanley/Child/Poncia/Evers) 4.04
04. Dein Bild (Dvorak/Evers) 3.47
05. Heut‘ ist der schönste Tag in meinem Leben (May/Neubach) 3.37
06. Wir bleiben zusammen (Bonner/Gordon/Möthe/’Günther) 3.20
07. Auf Wolken geh’n (Evers) 3.57
08. Du bist alles, was ich hab‘ (Daum/Meinunger) 3.55
09. Pasta, Pasta (Evers) 2.51
10. Buona Sera (Sigman(de Rose) 3.55
11. Morgen (Moesser) 3.42
12. Ich will leben (Evers) 3.53
13. Das Lied der Tenöre (Evers) 3.46

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Was die der CD beigelegten Marktforschung-Umfrage so alles wissen will ...

Was die der CD beigelegten Marktforschung-Umfrage so alles wissen will …

 

Volker Schlott Quartett – Akribik (1999)

FrontCover1Wer auf exquisite Jazzmusik steht wird mit dem Volker Schlott Quartett bestens bedient …

Volker Schlott (* 20. April 1958 in Oelsnitz/Vogtland) ist ein deutscher Jazzmusiker.

Nach Klarinettenunterricht an der Musikschule in Oelsnitz/Vogtland studierte Schlott von 1974 bis 1979 Alt- und Sopransaxophon und Flöte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Schon 1977 begann er als professioneller Musiker in der Rockjazz-Band Fusion. Nach längerer Mitarbeit in weiteren Projekten von Wolfgang Fiedler (z.B. einem Trio mit Charlie Eitner) und seit 1980 im Quartett von Uwe Kropinski gründete er 1983 seine erste eigene Gruppe mit dem Tenorsaxophonisten Thomas Klemm und Günter Bartel (Bass) und Peter Gröning (Drums).

1986 trat er zum ersten Mal mit seinem Bläserquartett Fun Horns auf, zu dem neben ihm und Klemm noch der Trompeter Rainer Brennecke und an Posaune und Tuba Jörg Huke gehörten. Mit den Fun Horns schaffte er 1988 mit einem „Jazzbühne“-Konzert den Durchbruch und konnte anschließend immer wieder auf Tournee gehen, u.a. auf Einladung des Goethe-Instituts nach Südamerika.

Zwischen 1985 und 1987 arbeitete Schlott auch als Solist in der Radio Bigband Berlin und trat mit der Hannes-Zerbe-Blechband ebenso auf wie mit der „College-Band“. Er spielte weiterhin im Jazzorchester der DDR, mit Pascal von Wroblewsky sowie seit 1992 in Gebhard Ullmanns „Ta Lam Acht“. Er leitete ein eigenes Quartett und ist mit John Tchicai, Tony Lakatos, Harry Beckett, Cecil Taylor, Joachim Kühn, Simon Nabatov, Tony Oxley, Bobby Previte, Günter Baby Sommer und Phil Haynes auf internationalen Festivals und Tourneen aufgetreten. Als Gast wirkte er in Pierre Dørges New Jungle Orchestra mit. Mit den Pianisten Dieter Köhnlein und Henning Schmiedt spielt er im Duo. Ferner arbeitete er mit Mikis Theodorakis und der Sängerin Maria Farantouri für mehrere CD-Produktionen und zahlreiche Konzerte zusammen.

Seit 1993 arbeitet Schlott regelmäßig mit dem Jazzpianisten Reinmar Henschke zusammen. Mit ihm nahm er die Alben influence (1993) und Cafe Thiossane (2005) auf. Eine intensive Zusammenarbeit besteht seit etwa 1996 mit der Sängerin und Jocelyn B. Smith.

Seit 1992 ist Schlott Dozent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin in Berlin und komponiert zudem Theater- und Filmmusik. 1995 hat er sein Spielbuch für Saxophon „Saxofun“ veröffentlicht.

Und dieses Album ist wirklich ein Juwel: federleichte Jazzmusik ohne auch nur für eine Sekunde oberflächlich zu bleiben. Kein Hochgeschwindigkeitsjazz, dennoch vituos und mit viel Tiefgang. Neben all den superben Eigenkompositionen gibt es dann auch noch eine gefühl Jazzinterpretation von Clapton´s „Tears In Heaven“ … man könnte gar nicht mehr aufhören zu schwärmen !

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Besetzung:
Jürgen Heckel (guitar, kalimba)
Martin Lillich (bass)
Uli Moritz (drums, percussion)
Volker Schlott (saxophone, percussion, bawu)

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Titel:
01. Bim (Schlott) 3.36
02. Night Mystery (Lillich) 6.16
03. Pata Nosta (Schlott/Heckel/Lillich/Moritz) 2.36
04. Volksong (Schlott) 3.58
05. Bawu (Schlott/Lillich/Moritz) 3.27
06. Welcome To The Fourties (Schlott) 3.55
07. Akribik (Schlott) 4.35
08. Schlipp Schlopp (Schlott) 5.41
09. Sonntag (Schlott/Heckel/Lillich/Moritz) 4.06
10. Freelero (Schlott/Heckel/Lillich/Moritz) 5.33
11.  Brain Cleaning (Schlott) 4.14
12.  Tears In Heaven (Clapton) 4.04
13. The Last One (Schlott/Heckel/Lillich/Moritz) 2.34

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Bananafishbones – Viva computa (1999)

FrontCover1Erst neulich war ja hier von den Bananafishbones die Rede gewesen und zwar hier.

In den 90er Jahren begann alles … und dann ab 1999 sind sie so richtig durchgestartet:

Die Bananafishbones sind eine 1987 gegründete deutsche Band aus Bad Tölz in Oberbayern.

1987 gründeten Sebastian Horn (* 2. Dezember 1970), Florian Rein (* 27. Februar 1971) und Thomas Dill die Band und benannten sich nach dem Titel Bananafishbones von The Cure, der auf dem Album The Top (1984) zu finden ist, welcher seinen Namen nach der Kurzgeschichte A Perfect Day for Bananafish von Jerome D. Salinger erhielt.

Nachdem der Gitarrist Thomas Dill, genannt Toi, wegen eines Auslandsaufenthalts aussteigen musste, stieß 1991 Sebastians Bruder Peter Horn jr. (* 26. August 1961) dazu. Nach ersten Auftritten am Tölzer Gymnasium und im evangelischen Gemeindehaus der Stadt gewann das Trio bald einen Bandwettbewerb im benachbarten Wolfratshausen und machte sich mit zahlreichen Liveauftritten in den Clubs und auf den Bühnen des bayerischen Oberlandes ihren Namen als eine der besten Livebands der Region (Süddeutsche Zeitung).

Seit 1994 veröffentlichen sie CDs in Eigenproduktion, darunter die Grey Test Hits und die EP Easy Day (1995), die zugleich Soundtrack des gleichnamigen Kurzfilms ist. In dem von Bruder Hans Horn gedrehten, preisgekrönten Mini-Thriller, gedreht zwischen Sylvensteinsee, Oberbayern, und Eng, Österreich, spielt Franka Potente eine der Hauptrollen. Deutschlandweit bekannt wurden die Bananafishbones 1998, als ihre Single Come to Sin in einem C&A-Werbespot verwendet wurde.

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Sie trugen Songs zu den Soundtracks einiger deutscher Filmproduktionen bei, zum Beispiel Drei Chinesen mit dem Kontrabass (What an Ending exclusiv für den Soundtrack), Auf Herz und Nieren (Pow Wow aus dem Album A Town Called Seven und eine Coverversion des Talking-Heads-Hits Road to Nowhere als Singleauskopplung) oder Wer früher stirbt ist länger tot. Bei der Filmreihe Die Wilden Kerle sind sie für große Teile des Soundtracks verantwortlich, wie auch beim Film Tödliche Verbindungen, bei dem sie zudem kleine Gastrollen spielten. 2007 spielten sie für Die drei Räuber das Räuberlied ein.

Beeinflusst werden die drei von Bands wie Ween, Cake, Eels, Barenaked Ladies oder Talking Heads, sowie von Künstlern wie Elliott Smith, Woody Guthrie, Johnny Cash oder Robert Palmer, und sie legen eine in Deutschland selten erlebte Live-Präsenz (rund 120 Konzerte im Jahr) an den Tag.

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Außerdem veranstaltete die Band ab 2001 das jährlich stattfindende Musikfestival Hillside Festival in Bad Tölz. Dabei spielten sie 2006 ein großes kostenloses Konzert in der historischen Marktstraße.

Florian Rein und Sebastian Horn sind zudem Mitglieder der Band Heimatdamisch, die bekannte Hits aus Rock und Pop im Oberkrainer-Stil covern. Das Debütalbum Highway to Oberkrain erschien 2015. (Quelle: wikipedia)

Nun, mich wundert diese Musik nicht, wenn ich mir da die skurille Mischung aus Vorbildern anschaue … genauso so klingt dieses Album dann auch … schräg, sehr schräg … und mir wird wieder mal klar, dass ich da nicht zur Zielgruppe gehört habe.

Und dann aber dieses apokalyptische Mammutwerk „The More I Drink + Sebastian schaut ins Paradies“ (schlappe 23 Minuten, glaubt man da im Abspielgerät zu lesen … aber es kommt anders … denn „silence is golden … “ … aber dann wieder … Etwas für Leute mit Geduld … also Humor (ebenfalls aus der Abteilung schräger geht´s nicht) hatten sie jedenfalls.

KLeine Ergänzung: genau bis 1991 habe ich ja in Bad Tölz gearbeitet … und habe noch am Rande mitbekommen, dass sie sich dort allmählich einen Namen gemacht haben.

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Besetzung:
Peter Horn jr. (guitar, vocals, keyboards)
Sebastian Horn (bass, vocals)
Florian Rein (drums, percussion, vocals)
+
Gabi Negges (vocals bei 11.)
Tobi Neumann (guitar bei 04., 11. +12.)
Götz Otto (harp bei 13.)
Alois Schmetz (trumpet bei 07. + 09.)
+
The Philharminic Strings (strings bei 03.)

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Titel:
01. Icecubes (P.Horn/S.Horn/Rein) 3:09
02. Beauty (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.41
03. Dinosaurs (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.34
04. Come To Sin (P.Horn/Neumann) 3.45
05. Be (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.08
06. BFB’s On Tour (P.Horn/S.Horn/Rein) 5.45
07. My Lovely Senorita (P.Horn/S.Horn/Rein) 4.53
08. Easy Day (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.52
09. Weener (P.Horn/S.Horn/Rein) 4.29
10. Urban Laughter (P.Horn/S.Horn/Rein) 4.23
11. Falling (P.Horn/S.Horn/Rein) 5.30
12. Swimming Pool (P.Horn/S.Horn/Rein) 3.12
13. The More I Drink + Sebastian schaut ins Paradies (P.Horn/S.Horn/Rein) 23.54

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Gewinnspiel02A

Dieses Gewinnspiel für die Polygramm Marktforschung wa schon ein wenig albern

Table For Two – French Connection (1999)

FrontCover1Was passiert, wenn sich Volblutmusiker mit einem ausgeprägtem Hang zur Skurillität treffen … dann entsteht sowas wie Table For Two aus München.

Angefangen hatte alles so um 1987 … als ein gewisser Harry Kulzer der Münchner Punkband „United Balls“ (der er als Bassist angehörte) vermutlich ein bisschen überdrüssig war.

Da besann er sich an Schulkameraden aus dem Gisela Gymnasium München, die zu Schulzeiten in konkurienden Schülerbands spielten.

Und flugs war man sich wohl einig und „Table For Two“ wurden aus der Taufe gehoben.

Und bereits ihr erstes Album (1989) zeigte ein wenig von ihrem Humor, denn sie nannten es „Best Of“ !

GiselaGymnasium München

Das Gisela Gymnasium zu München

Und sehr rasch wurden sie hier in München mehr als nur einGeheimtipp und sie spielten sich in den diversen Clubs die Finger wund … und es kam, wie es kommen mußte, Table For Two wurden im Münchner Raum sowas wie ne „Kultband“ …

Weitere CD´s folgten und hier präsentiere ich mal ihre „French Connection“ … basierend auf einem gemeinsamen Aufenthalt in Nizza („Als Ideenfindungsreise steuerlich ausgewiesen, wurde im Mai 1999 ein Fluggefährt gesattelt und wir düsten an die Cote d´Azur.“)

Und das Album geht schon gleich gut los und zwar mit „Der Musikant“: Thomas Froschmaier glänzt als Parodist der französischen Sprache … Aber natürlich ist das überwiegend der Harry Kulzer, der auch diesem Album seinen musikalischen Stempel (der stets mit viel Humor gewürzt ist) aufdrückt.

Und Wolfgang Opitz setzt dann diverse Glanzlichter mit seinem famosem Saxophon …

„… ein unterhaltsames Wechselbad aus hauchig-rauchigem Barjazz, hämmerndem Boogie-Piano, melancholischen Popballaden und bolzendem Rock’n’Roll. … Pianist und Leadsänger Harry Kulzer schreibt nicht nur hübsche Songs, sondern charmiert sich vor allem als gewitzter Conferencier in die Herzen ….“(tz München, September 2004)

Also: Table For Two sind so ziemlich schräg und durchgeknallt und das auf höchstem Niveau … und das ist gut so !

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Wolfgang Opitz, Thomas Froschmaier, Harry Kulzer

Besetzung:
Harry Kulzer (piano, vocals)
Wolfgang Opitz(saxophone, vocals)
Thomas Froschmaier (drums, vocals)
+
Willi Lichtenberg (bass)Booklet03A

Titel:
01. Der Musikant (Kulzer/Czepl) 3.03
02. Natasha From Russia (Kulzer) 2.58
03. Times Never Change (Kulzer) 3.07
04. 1-2-3 (Kulzer) 2.50
05. Never Ever (Kulzer) 4.06
06. Lonely Nights (Kulzer) 5.40
07. Blue & Broken Hearted (Kulzer) 3.25
08. Friday Afternoon Blues (Opitz) 3.27
09. Down In The Dumps (Kulzer) 3.16
10. The Hurricane (Kulzer) 3.06
11. Time Slips Away (Kulzer) 4.22
12. Neulich im Adlon (Kulzer) 2.47
13. Red Blues (Kulzer/Lawrence) 3.57
14. French Connection (Kulzer/Czepl) 4.21

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Originalfoto

Das Originalfoto für das CD-Cover (es wurde nachträglich koloriert;
Fotograf: Thomas Froschmaier)

Und die gibt´s heute noch:

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Franz-Josef Antwerpes – Wer nicht fühlen will, muss hören (1999)

FrontCover1Eigentlich dachte ich mir ja, ich könnte mir mal wieder was amüsantes anhören … Weit gefehlt !

Aber der Reihe nach: Franz-Josef Antwerpes war für viele Jahre Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Köln. Und er war wohl eine schillernde Persönlichkeit:

Franz-Josef Antwerpes (* 27. November 1934 in Viersen) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD). Er war von 1970 bis 1978 Mitglied im Landtag Nordrhein-Westfalen und danach bis 1999 Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Köln.

Antwerpes entstammt einer Bäckerfamilie, führte aber auf Anraten seines Vaters die Familientradition nicht fort und studierte stattdessen Volkswirtschaft, worin er auch promoviert wurde.

Mit 21 Jahren trat er in die SPD ein und bekleidete verschiedene leitende kommunale Ämter, unter anderem leitete er von 1962 bis 1975 den Planungsstab der Stadt Duisburg. Von 1970 bis 1978 saß er für seine Partei im Landtag Nordrhein-Westfalen. 1978 wurde er zum Regierungspräsidenten in Köln ernannt. In diesem Amt erlangte er infolge seines sehr selbstbewussten Charakters und zahlreicher umstrittener Entscheidungen eine gewisse, für das Amt ungewohnte, überregionale Bekanntheit. 1999 trat er als dienstältester Kölner Regierungspräsident in den Ruhestand.

Eines von Antwerpes Hauptanliegen war die Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere der Kampf gegen Alkohol am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit, oft auch gegen den Widerstand von Bevölkerung und Verbänden. So war er an Wochenenden häufig bei Verkehrskontrollen auf Autobahnen des Regierungsbezirkes anzutreffen, wo er Autofahrer eigenhändig von der Fahrbahn winkte. Er setzte ein Tempolimit von 100 km/h auf dem Kölner Autobahnring durch und sperrte 1987 bei starkem Nebel die Autobahn A4 Köln-Aachen, nachdem es auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Köln allein zwischen Anfang 1985 und Februar 1987 nebelbedingt zu schweren Verkehrsunfällen mit 20 Toten gekommen war. Dies brachte ihm zwar Proteste bis zum Bundesverkehrsminister ein, doch Antwerpes konnte feststellen, dass es dank seiner Vollsperrung nicht mal eine Beule gegeben habe. Selbst im Karneval war er noch verkehrserzieherisch aktiv: Am Ende einer Büttenrede winkte er mit einem Alkoholtestgerät und verabschiedete sich mit dem Hinweis, man würde sich ja später noch auf der Straße treffen.

Verkehrskontrolle

Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes mit einem Polizeibeamten bei einer Kontrolle auf der Autobahn.

Als der Aktionskünstler HA Schult 1991 im Rahmen der Aktion „Fetisch Auto“ einen vergoldeten, mit Flügeln versehenen Ford Fiesta auf dem Turm des historischen Zeughauses platzierte, forderte Antwerpes im Hinblick auf den Denkmalschutz des Gebäudes die Entfernung. Sein Engagement in der Sache schlug in der Lokalpresse zwar hohe Wellen, scheiterte jedoch an einer Ausnahmegenehmigung des zuständigen Ministeriums.

Von 1998 bis 2000 moderierte er gemeinsam mit Marijke Amado im WDR-Fernsehen die Sendung Amado und Antwerpes – Die Talkshow für Genießer. In der Spielzeit 2005/06 übernahm er in der Kölner Oper in Konrad Beikirchers Neufassung des Offenbach-Stückes Orpheus in der Unterwelt die Rolle des Hans Styx, wobei er auf der Bühne auch einige seiner bekannten Amtshandlungen aufzählen sollte. Als das Publikum teilweise negativ reagierte, suchte er „ebenso beleidigt wie belehrend die Diskussion mit dem Publikum“, was zu weiteren Protesten führte.

Dem Kölner Domkapitel versagte er die bestattungsrechtliche Ausnahmegenehmigung, um verstorbene Domherren weiter im Dom beizusetzen. 1996 setzte er durch, dass die Mitglieder der Kelly Family, die zu dieser Zeit provisorisch auf einem Hausboot im Kölner Hafen lebten, sich ordnungsgemäß in Köln anmeldeten, und dass deren damals vierzehnjähriger Sohn Angelo eine öffentliche Schule besuchte. In diesem Zusammenhang verkündete er sein Motto „Streiten statt gleiten“, und dass es ihn nicht störe, wenn er sich dabei unbeliebt mache. Dem Vorwurf, er mische sich in alles ein, nur um in die Medien zu kommen, entgegnete er: „Unfug! Die Themen kommen zu mir wie das Kind zur Jungfrau.“ Zudem verstehe er sich „als ein Ombudsmann für die kleinen Leute, der das Recht vertritt und nicht ein Amigo-System.“ Eitel zu sein stritt er nicht ab. Auf kritische Veröffentlichungen reagierte er bisweilen eher ungehalten. Als der in der publizistischen Aufarbeitung des Kölner Klüngels aktive Werner Rügemer, der Antwerpes u.a. wegen der Genehmigung und Auftragsvergabe der Kölner Müllverbrennungsanlage und des Kanalprojektes „Vorfluter Süd“ kritisiert hatte, vor Antwerpes‘ Wohnung sogar eine „Klüngel-Führung“ abhielt, beschimpfte ihn der als Lügner und drohte zunächst mit Klage. Keiner der beiden zog jedoch vor Gericht.

Eine vom Landesfinanzministerium aufgrund einer Beanstandung durch den Landesrechnungshof 1998 angeordnete Erhöhung der ausgesprochen günstigen Miete von Antwerpes’ Dienstwohnung in Köln-Lindenthal scheiterte an einem fehlenden Mietwertgutachten. Den Kauf der Wohnung zu einem durch unabhängiges Wertgutachten ermittelten Preis lehnte er ab, für den Fall eines Verkaufs des Objekts an Dritte hätte er einen Kündigungsschutz von zehn Jahren gehabt.

1981 setzte Antwerpes vor seinem Amtssitz einige Rebstöcke, deren Wein er später scherzhaft als „Klein-Kölnhausener Zuckerberg“ bezeichnete. Dieser wird zugunsten gemeinnütziger Organisationen verkauft oder versteigert. Der völlig ungenießbare Jahrgang 1988 wurde für 300 Mark pro Flasche verkauft, obwohl es sich nach Antwerpes’ Worten um den „schlechtesten Wein aller Zeiten“ handelte.

1998 wurde Antwerpes für die Organisation medizinischer Hilfstransporte nach Kuba von Fidel Castro persönlich mit dem Orden der Freundschaft ausgezeichnet. Während mehrerer Urlaube pflegte Antwerpes persönlichen Kontakt zu Castro und dessen Ministern.

CastroAntwerpes

Antwerpes mit Fidel Castro

Antwerpes ist Autor einer Reihe von Büchern, vorwiegend über sein Leben und Wirken als Kölner Regierungspräsident. Er ist geschieden und hat vier Kinder. Sein Großneffe Michael (* 1963) ist Journalist. (Quelle: wikipedia)

Das klingt alles nach einer zwar eigenwilligen, aber souveränen Persönlichkeit. Denkste !

Dass eine Ehe scheitern kann, ist nun erstmal nichts ungewöhnliches. Dass das Ende einer Ehe aber in einem aberwitzigem Rosenkrieg endet, dass ist schon ein Hinweis auf eine arg unreife Persönlichkeit.

Dazu zwei Auszüge aus entsprechenden Presseartikeln:

„Die SPD-Politikerin Elfi Scho-Antwerpes (52) macht aus dem Rosenkrieg mit ihrem Noch-Ehemann, dem ehemaligen Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpes (69), kein großes Geheimnis mehr. In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die Zeitschrift „Bunte“ über die neue Kölner Bürgermeisterin, die „vom Volk geliebt, vom Mann gedemütigt“ werde. Selbst Einzelheiten aus der Endphase der 19-jährigen Ehe bleiben dem Leser nicht verborgen.

Im September 2002 zog Elfi Scho-Antwerpes mit den beiden Kindern (heute 21, 18) aus der gemeinsamen Eigentumswohnung am Stadtwald in eine Mietwohnung. Weil sich ihr Mann weigere, ihr die Hälfte der Einrichtung zu überlassen, habe ihr Anwalt ein allgemein sehr seltenes „Hausratsteilungsverfahren“ beantragt: „Mein Anwalt musste eine Liste mit Gegenständen, die ich gern hätte, bei Gericht einreichen. Beispielsweise die Hälfte unseres Kleiderschranks, einen Stabmixer oder unsere Brotschneidemaschine, da es mir schwer fällt, das Brot mit der Hand zu schneiden.“

Mittlerweile hätten weder sie selber noch ihre Kinder Kontakt zu ihrem Mann, sagt Scho-Antwerpes in dem Interview. Ihr Mann habe ihr auch nicht zur Wahl als Bürgermeisterin gratuliert. Sie hätte ihn „schon viel früher“ verlassen müssen. Das sei ihr klar geworden, als sie krank wurde. „Wenn es einem schlecht geht und man vom Partner allein gelassen wird, ist das ein tiefer Schnitt in der Seele.“ Die studierte Architektin leidet seit mehr als drei Jahren an Darmkrebs; dass später zudem eine schwere Überfunktion und Entzündung der Schilddrüse hinzukam, schreibt sie dem „privaten Stress“ zu. Ihr neues Ehrenamt habe den Vorteil, dass sie ihre Termine selber planen könne. „Wenn es meinem Körper nicht gut geht, kann ich mir meine nötigen Pausen gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.“ Der Krebs sei zwar zum Stillstand gekommen. Doch könne man erst nach fünf Jahren von einer endgültigen Genesung sprechen.Ihr Ehemann wollte sich zu dem Bericht gestern nicht äußern. „Familienangelegenheiten gehören nicht in die Öffentlichkeit, was immer meine Frau behaupten mag“, sagte der Ex-Regierungspräsident. Für ihn sei „das Verhalten meiner Frau seit längerem nicht nachvollziehbar“. (Kölner Stadtanzeiger, 04.11.2004)

„Der Rosenkrieg scheint endlich beendet. Seit August 2006 lieferten sich Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Ex-Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes eine beispiellose Schlammschlacht vor dem Kölner Landgericht (Az.: 30 O 50/06). Am Freitag einigten sich die beiden gütlich.

Nach der schon schwierigen Scheidung, die sich um die Herausgabe von Stabmixern aus dem gemeinsamen Hausrat, um Unterhaltszahlungen und Versorgungsausgleiche drehte, hatte Franz-Josef Antwerpes einen neuen Prozess angestrebt. Er wollte 17.367 Euro von Elfi zurück.

Zuletzt hatte sich das Ex-Ehepaar (waren 20 Jahre verheiratet) um einen roten VW Polo gestritten. Die Schenkung des Autos an Weihnachten 2001 wollte Franz-Josef nämlich nicht mehr anerkennen. Vor Gericht musste am Freitag sogar der Geschäftsführer von Fleischhauer in Mülheim, Detlef Dröge, aussagen.

„Herr Antwerpes sagte mir, er würde seiner Frau den Polo gerne zu Weihnachten schenken“, so der Autohändler, „wir haben den Wagen dann mit einer großen Schleife vor der Wohnung der Familie abgestellt.“ Als Elfi das hörte, kullerten Tränchen über ihre Wange.

Die Richterin regte am Freitag einen Vergleich an. Zögerlich stimmte Franz-Josef zu. Elfi muss demnach nur 3800 Euro bezahlen. Damit ist der Rechtsstreit beendet.

„Dieser Prozess macht mich auf Dauer nur krank“, so der Politiker zum EXPRESS, dessen Sohn Jan sich erst kürzlich das Leben nahm. Jetzt müssen Elfi Scho-Antwerpes und Franz-Josef Antwerpes nur noch den Verkauf ihrer Eigentumswohnung regeln. (Express, 05.06.2009)

Man achte auf die Jahreszahlen: Trennung 2002, gerichtliche Auseinandersetzungen der abwitzigen Art bis 2009. Im Mai des Jahres 2009 nahm sichdann auch noch Sohn Jan Antwerpes das Leben.

Eigentlich wollte ich mir ja ne vergnügliche Stunde gönnen … Angesichts solcher menschlicher Tragödien ist mir der Humor ein wenig abhanden gekommen.

Und zudem erschließt sich mir der Humor das Franz-Josef Antwerpes in keinster Weise. Sein „Blick für die grotesken und skurillen Situationen des Alltags“ sind ist eher bemüht als geistreich und hört man sich seine Texte an, drängt sich der Verdacht auf, dass da jemand auf Teufel komm raus versucht hat, den feinsinnigen Humor von Loriot zu imitieren. Wie heißt es immer so schön in Arbeitszeugnissen: Er gab sich Mühe.

Summa sumarum ist dieses Hörbuch ein Dokument des Scheiterns. All die wohlfeilen Texte (auch im booklet) klingen für meine Ohren mittlerweile wie Hohn, wie die Worte eines selbstgefälligen, alten Mannes, der eben nicht jene Weisheit erlangt hat, die man dieser Altersgruppe einfach attestieren möchte.

AntwerpesSchwarzer1996

Für ihren Einsatz für die Frauenrechte erhält Schwarzer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Überreicht hat es ihr der Kölner Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes 1996.

Sprecher:
Franz-Josef Antwerpes

Booklet02A

Titel:
01. Ansage 0.32
02. Wo arbeitet der Bundeskanzler 3.09
03. Brillensuche 2.55
04. Kaputter Samstag 3.14
05. Das Galadiner 2.42
06. Wetter war Spitze 2.56
07. Der Düsseldorfer und der Kölner 4.41
08. An der Ampel 2.16
09. Ein spannender Film 1.51
10. Die Lügen 1.09
11. Das kalte Büffet 2.16
12. Glück im Unglück 2.20
13. Hexenschuß 2.03
14. In der Badewanne 3.29
15. Unter der Dusche 2.42
16. Pech im Haushalt 2.37
17. Mein Friseur und ich 2.55
18. In der Tanzschule 2.38
19. Neulich im Möbelhaus 3.43
20. Wandern in Roturua 3.09
21. Auf der Sonnenbank 2.24
22. Der Service-Wahn 2.03
23. Ich finde jede Büroklammer 2.04
24. Mit der Taxe zum Termin 3.26
25. Lehmanns Zimmer 3.27

Alle Texte: Franz-Josef Antwerpes

CD1

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Klaus Kordon – Die roten Matrosen (Hörbuch) (1999)

FrontCover1Ein bemerkenswertes Hörbuch für Jugendliche …das fand auch die Zeitung „Die Zeit“:

November 1918. Helle, der eigentlich Helmut Gebhard heißt, wohnt in der Ackerstraße, der ärmsten Straße des Wedding. Hier wohnen die Menschen auf engstem Raum in hohen Mietskasernen, in feuchten, schimmeligen Kellerwohnungen, zugigen Dachkammern, in Schuppen auf den dunklen Hinterhöfen, Tbc-krank, frierend, hungrig: Der Krieg dauert schon vier Jahre. Hier erlebt Arbeiterkind Helle, etwa dreizehn Jahre alt, die Novemberrevolution, jene „gescheiterte Revolution“ –

Klaus Kordon: „Die roten Matrosen oder Ein vergessener Winter“; Beltz Verlag, Weinheim; 487 S., 24,80 DM.

Der Autor greift damit ein Stück deutscher Geschichte auf, die in der Literatur für junge Leute im Gegensatz zu der, die das Dritte Reich behandelt – bisher nahezu vergessen worden ist. Die aber zum Verständnis der Nazizeit so wichtig, ja unumgänglich ist.

Helles Vater kehrt von der Front zurück, verletzt an Körper und Seele, verändert, illusionslos. Er war „stolz und lachend“ in den Krieg gezogen, um sein Vaterland zu verteidigen. Er hat auf dem Schlachtfeld das Grauen und die Sinnlosigkeit kennengelernt, weiß, daß „die wahren Nutznießer eines Krieges nur die sind, die an ihm verdienen – die Industrieherren“, die Kanonen, Bomben, Granaten herstellen.

PortrŠt Autor Klaus Kordon

Klaus Kordon

Auch das hat sich bei Helles Vater geändert: Aus einem gemäßigten Sozialdemokraten ist ein radikal denkender und handelnder Sozialist geworden. Er schließt sich den Spartakisten um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an, nimmt teil an Demonstrationen und Kämpfen, um „den Kaiser fortzujagen und den Krieg zu beenden“. Es sind schwere Kämpfe von Dezember 1918 bis Januar 1919, angeführt und ausgelöst durch die Kieler Matrosen, die auch nach Berlin kamen. Bürgerkriegsähnliche Straßenkämpfe, an deren Ende zunächst der Sieg (Arbeiter- und Soldatenrat, „Rat der Volksbeauftragten“) stand, dann aber doch „die Niederlage“. Denn mit einem Friedrich Ebert, der mit dem Militär paktierte, wollten die Spartakisten nichts zu tun haben.

Helle erlebt, beobachtet, hört alles mit, im Haus, auf der Straße, in Verstecken, beim Marsch aufs Schloß, beim Verteilen von Flugblättern und der Besetzung der Zeitungsgebäude. Er wird hautnah konfrontiert mit den Grausamkeiten der Straßenschlachten, lernt den Tod kennen, das Leben im Untergrund, den Mut und die Verzweiflung der Kollegen seines Vaters. Er erlebt die Liebe, Freundschaft und Solidarität in der Familie, von Freunden und Nachbarn.

Diverse Buchausgaben

Für Helle ist besonders wichtig, daß er fragen kann: In seiner Familie diskutiert man offen, trägt Konflikte aus, auch Helles Zweifel und Widersprüche werden ernst genommen. Das ist nicht selbstverständlich – sein Freund Fritz, bürgerlicher Beamtensohn und Gymnasiast, wird zu Hause nur mit Phrasen abgespeist oder mit Stubenarrest und Schlägen bestraft. Gerade um diese Freundschaft, gegen alle väterlichen Widerstände, bemühen sich die beiden. Obwohl so viel Fremdes zwischen ihnen steht: große Mietskaserne, winzige Räume, stinkende Abflüsse mit Ratten, Petroleumbeleuchtung, ein Klo für mehrere Mietparteien – das ist Helles Realität.

Mietskasere

Berliner Mietskasernen

Treppengeländer mit Engelsköpfen, Fenster mit bunten Glasstücken, bleigefaßt, elektrisches Licht, Wohnungen mit hohen Fenstern, Balkon, weißen Tischdecken, gehäkelten Deckchen, Bildern an den Wänden, Sofas mit bestickten Kissen – das gehört zu Fritz. Nach aller Mühe umeinander endet diese Freundschaft mit der bitteren Erkenntnis, daß die Unterschiede unüberbrückbar sind.

Nicht nur der Vater von Fritz hatte einen Stock zum Schlagen: Der kaisertreue Lehrer Förster („Ordnung, Fleiß und Sauberkeit sind die Grundregeln für jeden, der ein brauchbarer Mensch werden will“) in Helles Volksschule schlägt täglich und gern, besonders „das rote Pack der Vaterlandsverräter Aber da gibt es auch eine Rechenlehrerin, die lieber nicht mit U-Booten rechnen würde, sondern mit Dampfmaschinen, die im Lehrbuch „aus Granaten lieber Birnen machen würde“. Und es ist der Lehrer Flechsig da, der sich offen in der Klasse zur Revolution bekennt, am Ende den Schuldienst quittiert, weil „er keine Kompromisse mehr schließen will“. Die Rechenlehrerin dagegen bleibt im Beruf, weil sie glaubt, „daß wir trotz aller Rückschläge einen Schritt vorwärts gemacht haben – mir ist ein Ebert lieber als ein Kaiser…“ Wie hatte Lehrer Flechsig am 9. November gesagt? „Entweder verändert sich heute eine ganze Menge, oder wir gehen düsteren Zeiten entgegen.“

Küche

Küche in einer Berliner Meitskaserne

Die Frage, ob Adolf Hitler und die Nationalsozialisten je an die Macht gekommen wären, wenn „Ebert und seine Gefolgsmänner die Revolution von 1918/19 nicht erstickt hätten“, stellt Klaus Kordon in seinem (sehr sorgfältigen) Nachwort und historischen Anhang auch. Er verneint sie, drückt sich aber auch nicht vor der Frage, was im Falle eines Sieges der Männer um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gekommen wäre. Eine Räterepublik sowjetischer Prägung? Wohin die Entwicklung im ersten Arbeiter-und-Bauern-Staat der Welt geführt hat, nennt er klar beim Namen: Diktatur, Verfolgung Andersdenkender, Menschenrechtsverletzungen. „Doch es wäre falsch, den Revolutionären von 1918/19 zu unterstellen, ein solcher Staat wäre ihr Ziel gewesen.“ Helles Vater, seine Freunde und Mitkämpfer jedenfalls hatten anderes im Sinn: Beendigung des Sterbens und Hungerns, mehr Gerechtigkeit, ein besseres Leben. Helle hat sich in diesen schweren Wochen verändert, hat Denken gelernt, Selbstvertrauen und Mut.

Kordons Roman, eine besondere Art der Geschichtsschreibung von unten, ist ein Glücksfall: Er verkündet keine Thesen, sondern beschreibt Menschen, ihre Gedanken und Gefühle, witzig, nachdenklich, einfach, aber nicht vereinfachend, fast ohne Klischees. Er bezieht Position. Auch das lernen die jungen Leser: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ (Rosa Luxemburg). Die Berliner Ackerstraße gibt es übrigens heute noch, zweigeteilt durch eine Mauer – das (vorläufige) Ende der Revolution im vergessenen Winter 1918/19. (Anne Linsel)

Mittlerweile ist die Ackerstraße nicht mehr zweigeteilt.

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Revolutionäre Arbeiter besetzen Teile der Innenstadt von Berlin

Nun zur Hörbuch-Fassung (gekürzte Fassung): Wenn einem die Sprache zuweilgen arg schlicht vorkommt, wenn einem die Typen des Romans gelegentlich arg heroisierend dargestellt vorkommen, sollte man berücksichtigen, dass es sich hier um einen Roman für Kinder ab 12 Jahren handelt.

Aber ansonsten kann man nur voll des Lobes sein:

„Was kostet eigentlich ein Arm?” Als Helle das im Rechenunterricht fragt, hält die ganze Klasse den Atem an. Die Jungen sollten ausrechnen, wie viele Mark die U 9 mit drei Schüssen vernichtet hat, als sie drei englische Panzerkreuzer in den Grund bohrte. Immer nur die Verluste der anderen, findet aber der dreizehnjährige Helle, nie die der eigenen Truppen. Dabei haben von den dreiundzwanzig Jungen in Helles Klasse schon neun ihren Vater verloren, zwei sind Krüppel, einer sitzt im Gefängnis, weil er gegen den Krieg gestreikt hatte. Helles Vater gehört zu den zwei Krüppeln, er ist wenige Tage zuvor von der Front zurückgekehrt, zum letzten Mal, mit diesem seltsam
leeren Ärmel. Der Stumpf wackelt komisch hin und her, weil die Ärzte den
zersplitterten Knochen entfernen mussten, und Helle mag am Anfang gar nicht hinsehen. Doch der Vater zwingt ihn dazu. Immer wegschauen bringt nichts, sagt er.

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Spartakisten hinter Barrikaden aus Papierrollen, Berlin, 11. Januar 1919

Auch Klaus Kordon schaut hin, und zwar ganz genau. Mit Akribie zeichnet er die Ereignisse der letzten Kriegswochen und der Revolution von 1918 nach, ein unbestechlicher Chronist der Geschichte kleiner Leute. „Die roten Matrosen” sind der erste und packendste Teil der Trilogie über die Arbeiterfamilie Gebhardt, die er mit „Mit dem Rücken zur Wand” (die Jahre 1932/33) und „Der erste Frühling” (1945) fortgesetzt hat. Kordon erzählt lebendig, die Geschichten hinter der Geschichte, für Jugendliche. Seine jungen Leser verschont er nicht, und deshalb fühlen sie sich ernst genommen.
Wie ein Lauffeuer verbreitet sich im Berliner Arbeiterbezirk Wedding, dass in Kiel die Matrosen streiken. Helles Vater schließt sich den Spartakisten an, die am 9. November 1919 Arbeiter und Soldaten zum Generalstreik aufrufen, um den Kaiser zum Rücktritt zu zwingen. Ihnen schwebt freilich eine andere Regierung vor als die unter dem Reichskanzler Friedrich Ebert.
Dass die Unabhängigen „auf Ebert reingefallen sind”, wie Helles Vater sagt, zieht sich wie ein tiefer Riss durch das vierte Hinterhaus der Ackermannstr. 37, so tief wie der Bruderzwist unter den Sozialisten. Hautnah bekommt der Leser ihn mit, wenn Helles Vater sich mit sei-nen einstigen Freunden darüber entzweit. Noch tiefer verlaufen die Gräben zwischen den Kaisertreuen und den Sozialdemokraten, etwa den Lehrern Förster und Flechsig, von denen der eine seine Schüler mit dem Rohrstock maßregelt und der andere sie politisch aufklärt. Oder auch zwischen Helle und seinem früheren Freund Fritz, jetzt als Gymnasiast etwas Besseres, dem der konservative Vater verbietet, mit dem „roten Pack” aus der Ackermannstraße zu spielen.

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Besetzung des Berliner Zeitungsviertels, 1919

Kordons Sympathie, man spürt es, liegt auf der Seite der Armen, der Ver-folgten, der Diskriminierten. Doch er bedient keine Klischees, dafür hat er selbst genug unter dem Realsozialismus gelitten. Zwölf Monate saß er als Republikflüchtiger im Knast, 1973 wurde er vom Westen freigekauft. Kordon ist ein moralischer Erzähler, ohne moralisch zu sein. Mit „Die roten Matrosen” rettet er die Ehre der Revolutionäre von 1918 und lässt ein oft vergessenes Kapitel deutscher Geschichte aufleben. (Jeanne Rubner, Süddeutsche Zeitung, 3. November 2005)

Und hier knapper Abriß der Biographie von Klaus Kordon:

Klaus Herbert Kordon (* 21. September 1943 in Berlin-Pankow) ist ein deutscher Schriftsteller im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur.

Klaus Kordon wuchs im Ost-Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg auf. Da sein Vater im Krieg umgekommen war, wurde er alleine von seiner Mutter erzogen. Nach dem Tod der Mutter im Jahr 1956 lebte Kordon in verschiedenen Heimen. Klaus Kordon absolvierte in der DDR eine Ausbildung als Fernsehmechaniker, arbeitete in verschiedenen Berufen und machte schließlich das Abitur. Nach einem Fernstudium der Volkswirtschaft unternahm er als Exportkaufmann berufliche Reisen, die ihn unter anderem nach Indien, Indonesien und Nordafrika führten. Zu dieser Zeit begann er mit dem Schreiben. Seine zunehmende Distanz zur politischen Praxis in der DDR mündete 1972 in einem Fluchtversuch über Bulgarien in den Westen. Kordon wurde festgenommen und in das zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit im geheimen Sperrgebiet von Berlin-Hohenschönhausen eingeliefert; er blieb ein Jahr in Stasi-Haft. Nach eigener Aussage überlebte er die fünf Monate in Einzelhaft, indem er sich im Kopf Romane ausdachte.[2] 1973 kaufte ihn die Bundesrepublik Deutschland frei. Sein erstes Buch, der Jugendroman Tadaki, erschien 1977. In seinem autobiographischen Roman Krokodil im Nacken verarbeitete er die Hafterfahrung.

Klaus Kordon ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

Klaus Kordon		(Foto: sis) Jugendbuchautor Geschichtslesesommer

Kordon schreibt Romane, Erzählungen, Märchen und Gedichte. In seinen Büchern verarbeitet er geschichtliche Stoffe. Seine Akteure sind meist Arbeiter oder von der Gesellschaft marginalisierte Gruppen. Andere Werke sind von seinen Reisen inspiriert. Mit Die Zeit ist kaputt schrieb Kordon eine Biografie von Erich Kästner für Jugendliche und Erwachsene. Die Mehrfachadressierung seiner Werke ist jedoch nicht auf diesen Text beschränkt; vielmehr lässt sie sich als kennzeichnendes Merkmal verstehen, wie Julian Kanning ausführt:

Kordons von der Lust am Erzählen durchdrungenes, vielfältiges Werk hat viele begeisterte Leser/innen aller Altersstufen gefunden und wird nicht ausschließlich von Kindern und Jugendlichen, sondern auch von Erwachsenen rezipiert, die an fiktionalisierter historischer und zeitgeschichtlicher Erfahrung interessiert sind. (Quelle: wikipedia)

Und wenn ich das nächste mal in Berlin sein werde, wid mich der Weg auch ganz sicher in die Ackermannstraße führen.

Klaus Kordon2

Klaus Kordon in Köln am 26. Februar 2008

Besetzung:
Christian Baumann (Sprecher)
Klaus Kordon (Sprecher)

Booklet1

Titel:
01. Die roten Matrosen (Teil 1) 40.56
02. Die roten Matrosen (Teil 2) 37.51
03. Die roten Matrosen (Teil 3) 43.47
04. Die roten Matrosen (Teil 4) 42.07

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Heinrich Zille

Heinrich Zille: Berlin – Ackerstraße, 1907

Michael Mittermeier – Michael Mittermeier ist Zapped! – Ein TV-Junkie knallt durch (Austria Edition) (1999)

FrontCover1Und wieder mal so ein Unikum aus der deutschen Humor /Comedy / Kabarett-Szene:

Michael Fritz Mittermeier (* 3. April 1966 in Dorfen, Oberbayern) ist ein deutscher Komiker und Autor. In seinen Programmen verbindet er moderne Stand-up-Comedy mit Elementen des klassischen Kabaretts.

Nach seinem Abitur am Gymnasium in Gars am Inn begann Mittermeier Politologie und Amerikanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zu studieren. 1994 schrieb er seine Magisterarbeit über das Thema Amerikanische Stand-up-Comedy.

Mittermeier ist seit seiner Jugend Fan von U2. Bei einem Konzert in der Olympia-Halle in München am 21. Juli 1987 stand er in der ersten Reihe und erlebte, wie Bono das Lied People Get Ready von den Impressions anstimmte. Als Bono sich auf der Gitarre aber zweimal verspielte und dann das Publikum fragte, ob jemand Gitarre spielen könne, meldete sich Mittermeier und wurde daraufhin von der Security auf die Bühne gezogen. Nachdem Bono ihm kurz die drei Akkorde gezeigt hatte, spielte Mittermeier den Song gemeinsam mit Bono. Laut Mittermeiers eigener Aussage sei ihm in diesem Moment klar geworden, dass er als Bühnenkünstler arbeiten wolle und für ihn kein anderes Leben mehr in Frage komme. 20 Jahre später übergab Mittermeier als Laudator beim Echo 2007 Bono den Sonderpreis für globales Engagement.

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Bekannt geworden durch sein Programm Zapped (1996) tourte Michael Mittermeier durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und nahm an diversen Fernsehsendungen im Comedy-Bereich, aber auch bei Wetten, dass..? teil. Die bekanntesten Teile von Zapped sind Parodien auf Werbungen von Yogurette und AOK sowie auf die Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst und die US-Fernsehserie MacGyver. Letzterer wurde zum Running Gag. Auch in den aktuellen Programmen gibt es immer wieder Anspielungen auf MacGyver. (Quelle: wikipedia)

Na ja … und die deutsche Version von „Zapped“ war damals so erfolgreich, dass er dann ein paar Jahre später auch eine schweizerische bzw. österreichische Version des Programms entwickelte.

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Und hier mal – quasi zum Einstieg – die österreichische Version dieses Programms … dem ich das Prädikat aberwitzig verleihe, frei nach dem Motto: auf sowas muss man erstmal kommen !

Das ist die erste Comedy-CD, bei der ich mich auch bei mehrfachem Hören noch kaputtgelacht habe. Da Mittermeier intensiv auf das Kult-TV-Programm der letzten 40 Jahre eingeht, hat man natürlich nur halb so viel Spaß, wenn man noch nie Star Trek, die Waltons oder Lassie gesehen hat. Aber wenn man das getan hat, dann hat man Spaß ohnegleichen. Selbst, wenn man einen Witz nicht komisch findet, dann ist es trotzdem nicht langweilig, da man sich gerne von Dingen erzählen lässt, die man noch von früher kennt. Viel Stimmspiel (Mittermeier johdelt, flüstert oder schreit energisch, je nach Situation)und Unmengen Pointen tun ihr Übriges. Viele Parodien und eine Menge Satire auf das TV-Geschehen. Dabei bezieht er sich (immer öfter zum Schluss hin) auf bereits erwähnte Details und erzählte Witze, wodurch viele Running Gags erzeugt werden, und das Programm wirkt nicht so abgehackt, sondern mehr wie aus einem Guss. Schade nur, dass die Mimik und Gestik bei so einem Mitschnitt natürlich außen vor bleibt. (Fabian Königam)

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Besetzung:
Michael Mittermeier (Sprecher)

BackCover1

Titel:
01. Hier spricht Edgar Wallace 2.27
02. Ein echter Soapler geht nicht unter 0.59
03. Ösi HardCore Japanese Dialekt 1.56
04. Der Auslandskrankenschein featuring GKK 5.39
05. Harfe Kiberer und weiche Gendarme 2.12
06. O.B. (Austria Legere Mix) 1.33
07. Holzdeckenlamellenerotik contra Hausbesorger 3.33
08. TV-Junkie Meets Petzi Bär 2.10
09. Red Bull Wahnsinn auf der Ponderosa 0.57
10. Return Of The Auslandskrankenschein 1.18
11. Aktenzeichen XY gelöst (Wien Morbid Mix) 2.28
12. Bitte melde dich nicht! (Edith Klinger Mix) 1.09
13. Ösi TV 2.03
14. Obsession (Hüftknochen Mix) 1.46
15. Das letzte Pfeifen im Atlantik (I) 1.11
16. MacGyver – Schweizer Taschenveiflgott 3.13
17. Das letzte Pfeifen im Atlantik (II) 1.39
18. Lassie und das furzende Eichhörnchen 1.00
19. Winnetou im Tal der Bluter 2.24
20. Keiner will mich ficken 1.09
21. Living Life The Easy Way 1.27
22. Kopfhörer-Härtetest 0.31
23. Titanic vs. Ösi Speed 1.22
24. Schwarzenegger – The Alpen Eraser 1.21
25. Schweinchen Babe Meets Baywatch 1.22
26. Wiener Musicalmania
27. Schau dir nie mit einer Frau einen Actionfilm an! 1.09
28. Love Story
29. Pudern mit Gerti
30. Michls Einsatz in Manhattan
31. Gangsta Rap in Ösi Bronx
32. Cartoon Sex
33. Star Trek MM: Der Zorn fes Kirk
34. Das Tex Mex Chilli Massaker
35. Fuck 1.34
36. Katholiken-Kiffer und die Heiligen Drei Königsdealer 3.41
37. Zapped 2.21
38- Ba Ba Österreich 2.08

Alle Texte: Michael Mittermeier

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