Verschiedene Interpreten – Meine Welt (2007)

FrontCover1Die Stadt Mannheim feierte im Jahr 2007 den 400. Geburtstag der Stadt … und zu diesem Anlass ließ man es so richtig krachen. Initiert von dem „Stadtmarketing Mannheim“ wurde eigens für diesen Anlass eine Maxi-CD produziert und dabei ließ man sich nicht lumpen.

Musiker wie die unverwüstliche Joy Fleming, Uwe Ochsenknecht (der allerdings mittlerweile im Münchner Nobel-Vorort Grünwald lebt) und Rolf Stahlofen (ex-Söhne Mannheims – übrigens: dieser Bandname ist natürlich ne Art Dauer-Promotion für diese Stadt) gingen ins Studio, um diese ganz spezielle CD aufzunehmen.

Und so las sich das damals in den Medien:

„Es ist schon eine echte Weltpremiere, wenn am 24. April 2007 im Capitol in Mannheim der Jubiläumssong „Meine Welt“ vorgestellt wird – veranstaltet vom Stadtmarketing Mannheim in Zusammenarbeit mit dem KulturNetz Mannheim-Rhein-Neckar e.V.. Ab 20.30 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) werden Joy Fleming und Rolf Stahlhofen – stellvertretend für das „Gesangsteam“, zu dem auch Xavier Naidoo gehört – nicht „nur“ den „Song für Mannheim“, singen, sondern 100 Minuten lang volles Programm bieten. Wer will, kann den Song dann auch mit nach Hause nehmen, denn die CD mit dem Song in verschiedenen Variationen ist an diesem Abend exklusiv und ab dem 27. April dann im Handel erhältlich. (schneckenhof)

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Der Song ist Teil des Kultur- und Kommunikationsprojektes „Klang der Quadrate“ der Stadtmarketing Mannheim GmbH und wird ab dem 02. Juni 2007 zusammen mit einem überdimensional großen, begehbaren Multimediawürfel auf Tournee gehen.

FlemmingGeschrieben hat den Song der junge Mannheimer Komponist Mathias Grosch, zusammen mit Fola Dada und Martin Simon. Rolf Stahlhofen und Joy Fleming werden zusammen insgesamt fünf Live-Konzerte geben, um den Jubiläumssong zu präsentieren, in den Tour-Orten und vor allem zum Auftakt der Tournee in Mannheim. So tragen sie von Mannheim aus den „Klang der Quadrate“ in drei deutsche Großstädte: nach Berlin, nach München und nach Köln.
An den Tournee-Orten wird sich der Song dann wieder verändern, denn in einem interaktiven Klanglabor sind alle Besucher des Würfels eingeladen, mit dem Mannheim-Song zu spielen, ihn selbst zu verändern oder auch einfach nur zuzuhören. Und die Mannheimer können ihren Song natürlich zuerst bearbeiten, beim Start der „Klang der Quadrate“-Tournee am 2. Juni 2007 vor dem Wasserturm“ (schneckkenhof)

Und herausgekommen ist eine wirklich spannende Sache: nicht das mir unbedingt diese „Xavier Naidoo“Musik  auf den Leib geschnitten wäre … aber … spürbar bleibt, dass hier neben all dem Spaß … eine wirkliche Nähe zu der Heimatstadt Mannheim vorhanden ist …

Und der Uwe Ochsenknecht Song „Mannheim City Blues“ ist eine wirklich feine Blues-Rock-Ballade …

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Besetzung:
Joy Fleming (vocals)
Uwe Ochsenknecht (vocals)
Rolf Stahlofen (vocals)
+
Les Sauvignons
+
viele weitere Mitwirkende (schaut euch das booklet an .. . )

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Titel:
01. Rolf Stahlofen + Joy Fleming: Meine Welt (Grosch/Dada/Naidoo/Simon) 5.41)
02. Rolf Stahlofen + Joy Fleming: Meine Welt (Radio Version) (Grosch/Dada/Naidoo/Simon) 3.39
03. Uwe Ochsenknecht: Mannheim City Blues (Mrozeck/Lupp/Ochsenknecht) 4.14
04.  Les Sauvignons feat. Henning Wehland:  Mann sein in Mannheim (Wehland) 3.50
05. Hans Wiesnandt & Decomposed Subsonic: Meine Welt (Köln-Ehrenfelder Mix) (Grosch/Dada/Naidoo/Simon) 5.49
06. Angel – Shave Randle – Vanesse Kraft – Rainer Kraft: Meine Welt (Youngstar Version) (Grosch/Dada/Naidoo/Simon) 4.24

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Johann Nepomuk Hummel – Der Durchzug durchs Rote Meer (2007)

FrontCover1Hinter diesem Album steckt eine wahrlich interessante Geschichte:

„Lange galt das Oratorium „Der Durchzug durchs Rote Meer“ als verschollen, denn weithin war unbekannt, dass die British Library in London die Original-Niederschrift des Komponisten archiviert hatte. Mit dieser Aufnahme wurde das Chorwerk, das die Geschichte Moses‘ am Roten Meer thematisiert, nun wieder neu zugänglich gemacht.“ (Planet Wissen)

Dieses Werk Werken Haydn-Nachfolgers Hummel bildet also eine kleine „werkgeschichtliche“ Sensation: Zum ersten Mal in Süddeutschland – und folgerichtig in Stuttgart(!) – wird heute ein vor Kurzem (das war im Jahre 2004 !) in der British Library in London entdecktes, noch unveröffentlichtes Oratorium von Johann Nepomuk Hummel erklingen, das die musikgeschichtliche Lücke zwischen dem oratorischen Schaffen von Haydn und dem Mendelssohns kleiner machen könnte, das Oratorium für Chor, Solisten und Orchester „Der Durchzug durchs rote Meer“.

Auch wenn die Aufführung des Oratoriums seltsamerweise nicht nachweisbar ist und das Autograph auch keine Datierung enthält, ist die Aufführung am Esterhazy’schen Hof während Hummels Zeit als Konzertmeister doch sehr wahrscheinlich, was auch die „Nicht-Wahrnehmung“ der öffentlichen Musikpresse am ehesten erklären könnte. Andererseits wurde am 12. Juli 1806 im Wiener Augartensaal die Aufführung einer Kantate von der Komposition des Herrn Hummel in der Allgemeinen Musicalischen Zeitung erwähnt, bei der es sich durchaus um sein Oratorium Der Durchzug durchs rote Meer gehandelt haben könnte.

HummelDass Hummel seinen Durchzug durchs rote Meer für den Ester-hazy’schen Hof komponiert haben mag, liegt noch aus einem anderen Grund sehr nahe: 1804 dirigierte er Haydns Schöpfung im Eisenstädter Schloss. Inspiriert von der farbigen, illustrativen und dennoch weit gespannten Haydn’schen Musik, die den bilderreichen Genesis-Text auf unvergleichliche und neuartige Weise umzusetzen verstand, mag Hummel auf die Idee gekommen sein, es seinem großen Kollegen und Mentor Haydn gleich zu tun: Er „blätterte“ zum nächsten der Moses-Bücher und fand im 2. Buch Moses, Exodus, einen ebenso bilderreichen wie dramatischen Text, der in der musikalischen Umsetzung so etwas wie eine Fortsetzung der „Schöpfungs-Arbeit“ von Haydn zu werden versprach.

Der Durchzug durchs Rote Meer ist ein dramatisches Oratorium, in dem der Chor eine eminent wichtige Rolle spielt. Hummel schrieb es zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf einen Text, der weitgehend dem biblischen Bericht aus dem 2. Buch Mose folgt. Die Aufnahme besticht durch das engagierte Vorgehen des Dirigenten Hermann Max, der Chor wie Solisten zu energiegeladenem Musizieren und Singen bringt. So viel Feuereifer ist nicht selbstverständlich, wenn ein vergessenes Werk ausgegraben wird. Das wiegt die Tatsache auf, dass der Chor nicht immer homogen klingt. Unter den durchweg guten Solisten ragt besonders der Bass Friedrich in der Rolle des Israeliten heraus. (Remy Franck)

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Noch kurz ein paar Informationen zu diesem Johann Nepomuk Hummel:

Der aus Bratislava stammende Johann Nepomuk Hummel gehörte zu den wenigen nachgewiesenen Schülern W. A. Mozarts. Er wirkte am Esterházyschen Hof und wurde später Kapellmeister in Weimar.

Besondere Aufmerksamkeit genossen zu seiner Zeit seine vielen Klavierkompositionen und Kammermusikwerke. So blieb das Oratorium ‚Der Durchzug durchs Rote Meer‘ zunächst unbeachtet und wurde erst 2004 in London wiederentdeckt. Das Werk – wenn auch nicht vom Umfang her – lehnt sich an Haydns Schöpfung, an Oratorien Händels und CPE Bachs an, doch es erweist sich in der melodischen Erfindung und formalen Ausgestaltung als ganz eigenständige Arbeit.

Soweit, so gut … es ist ein durchaus anspruchsvolles Unterfangen sich diesem Werk zu nähern … aber es ist zugleich auch ein lohnenswertes Unterfangen !

HermannMax

Hermann Max

Besetzung:
Ekkehard Abele (bass)
Wolf Matthias Friedrich (bass)
Simone Kermes (soprano)
Hans-Jörg Mammel (tenor)
Veronika Winter (soprano)
+
Rheinische Kantorei (Chor)
+
Das Kleine Konzert Orchester unter der Leitung von Hermann MaxBooklet13A.jpg

Titel:
01. Intrada (1. Teil) 7.30
02. Chor: Aus der Tiefe unsers Elends 3.34
03. Recitativo accompagnato: Und immer schwerer lastet das Joch der Sklaverei 1.11
04. Arie und Chor: Ich, euer Väter Gott 5.09
05. Fuga: Der Herr hat unser Geschrei erhört 3.23
06. Duett: Es macht der Herr durch unsern Mund, dir König, seinen Willen kund 1.52
07. Recitativo accompagnato: Verblendet war des Königs Sinn 2.45
08. Arie und Chor: Ich schwebe auf des Todes Fittich 2.37
09. Recitativo accompagnato: Ein groß Geschrei ging aus (2. Teil) 1.28
10. Quartett mit Chor: Der Herr hat unser Trübsal geseh’n 5.53
11. Recitativo accompagnato: Sie zogen aus, gewaffnet durch die Wüste 1.17
12. Arie und Chor: Und Moses streckte aus die Hand 5.42
13. Rezitativ: Es warf das Meer die Toten ans Gestade 0.31
14. Chor: Jehova ist ein Kriegesheld 7.46

Komposition: Johann Nepomuk Hummel

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Götz Alsmann – Mein Geheimnis (2007)

FrontCover1Götz Alsmann ist ganz sicher ein ganz besonderes Unikum in der deutschen Musikszene:

1972 gründete Alsmann seine erste Band namens Heupferd Jug Band, mit der er drei Platten aufnahm. Nach dem Abitur am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium in Münster studierte Alsmann ab 1977 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Germanistik, Publizistik und Musikwissenschaft. Das Musikwissenschafts-Studium schloss er 1985 mit der Promotion zum Dr. phil. ab (Titel der Dissertation: „Nichts als Krach: Die unabhängigen Schallplattenfirmen und die Entwicklung der amerikanischen populären Musik 1943–1963“). Von 1980 bis 1988 spielte er in der Band Sentimental Pounders, seit 1988 tritt er mit der Götz Alsmann Band auf. Die Mitglieder der Band sind Michael Müller (E-Bass), Rudi Marhold (Schlagzeug), Markus Paßlick (Percussion) und Altfrid M. Sicking (Vibraphon, Xylophon, Trompete).

GötzAlsmann2Seit 1985 ist Alsmann als Moderator im Radio tätig. Von 1986 bis 1995 moderierte er die Professor Bop-Show, später Auf den Flügeln bunter Träume und seit 2000 Go, Götz, go! – Alsmanns Radioshow (alle WDR). Seit 1986 ist Alsmann auch Moderator im Fernsehen, zunächst in Roxy – das Magazin für den jungen Erwachsenen im WDR. Unter anderem moderierte er von 1990 bis 1993 auf RIAS TV die fünf Stunden lange Livesendung High Life, von 1992 bis 1993 bei RTL die Gong-Show, von 1993 bis 1994 Avanti bei VOX und von 1994 bis 1996 die NDR Spät-Show. 1996 spielte Alsmann den Kassierer eines Supermarktes und Bandleader Lothar Alzheim in der Komödie Alles wegen Robert de Niro mit Angelika Milster und unter der Regie von Helmut Förnbacher.

Seit 1996 moderiert er mit Christine Westermann im WDR die Sendung Zimmer frei!, die 2000 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des WDR moderierte er die knapp zweistündige Sendung Mit Götz, Maus und Melone, eine Hommage an die „Helden“ aus einem halben Jahrhundert WDR-Kinderfernsehen. (Quelle: wikipedia).

Wie kaum ein anderer hat er es geschafft, dem deutschen Schlager eine feine Jazz-Würzung beizumischen … wirklich beachtenswert ! Das kann mAlbum hören …ein interessantes Interview mit ihm habe ich als Ergänzung der Präsentation beigefügt, in dem Auskunft über die einzelnen Songs dieses Albums gibt.

Seine Begeisterung für alte Schlager … sie ist ansteckend …

GötzAlsmann

Besetzung:
Götz Alsmann (vocals, keyboards, banjo, guitar, accordeon)
Rudi Marhold (drums, percussion)
Michael Ottomar Müller (bass)
Markus Passlick (percussion)
Altfrid M. Sicking (vibraphone, trumpet, xylophone, marimba, glockenspiel)
+
Max Leonard Alsmann (hurdy-gurdy)
Claus Bernatzki (saxophone)
Annett Louisan (vocals bei 03.)
Jürgen Knautz (bass)
Georg Mayr (saxophone, flute, clarinet)
Stephan Schulze (tuba)
Verena Volkmer (harp)

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Titel:
01. Der blaue Montag (Bronner/Haller) 3.20
02. Wenn ich in Stimmung bin (Alsmann) 3.59
03. Kokettier´ nicht mit mir (Halletz/Werner) 2.32
04. Indiskret (Alsmann) 3.20
05. Hey, hey, großes Mädchne (Hey, Hey Big Boy) (Gietz/Hertha) 2.26
06. Irgendwo, irgendwann (Jary/Knoeller) 3.25
07. Ein Traum (Geitz/Fuchsberger) 3.32
08. Vorsicht, Vorsicht (Meyer/Brandin) 2.38
09. Letkiss (Lindstroem) 2.55
10. Bei dir war es immer so schön (Mackeben/Beckmann) 4.19
11. Ein Glöschen Wein und du (Müller/Verch) 2.56
12. Ausgerechnet Du (Jary/Scheu) 2.20
13. Weisst du es noch (Hary/Pinell) 3.13
14. Wie immer (Alsmann) 3.02
15. Wenn es Frühling wird (Rodgers/Crohn) 3.12
16. Du bist mein Geheimnis (Berking/Scheu) 3.15
17. Zugnovelle (Alsmann) 3.15

CD

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Anne Bennett + Otto Lechner & Ensemble – Die Stimmen von Marrekesch (Elias Canetti) (2008)

FrontCover1Eine viel angemessenere Weise, sich gedanklich und emotional von meinen bewegenden Tage in Marrakesch so allmählich zu verabschieden, kann ich mir eigentlich kaum vorstellen.

Hier darf ich eines dieser spannenden Literatur / Musik Projekte vorstellen, das meinen Puls gleich heftig höher schlagen lässt.

Ausgangspunkt für dieses Projekt sind die Reiseschilderunen „Die Stimmen von Marrekesch“ von Elias Canetti aus dem Jahr 1967:

Canetti führt den Leser als Ich-Erzähler in die marokkanische Großstadt Marrakesch, die er in den 1950er Jahren in Begleitung eines Filmteams bereist hat, wobei er (der in London lebte), vor den Einheimischen als Engländer auftritt, sich gegenüber den Einwohnern der Mellah, des jüdischen Viertels, aber auch als Jude zu erkennen gibt.

Originalausgabe1967

Original-Ausgabe von 1967

Sein Buch ist kein Reisebericht im üblichen Sinne, sondern (wie der Untertitel bereits andeutet) eine Sammlung von Erinnerungsstücken, die zu Skizzen geronnen sind, Momentaufnahmen, mit denen er den Charme der Stadt einzufangen, zumindest blitzlichtartig zu beleuchten versucht.

Die einzelnen Abschnitte sind grundsätzlich unabhängig voneinander, auch wenn gelegentlich Verweise oder Übergänge eingebaut werden, die das Buch im Inneren zusammenhalten sollen.

„Die Stimmen von Marrakesch“ ist jenes Buch, durch das Canetti dem Leser so etwas wie ein vertrauter Freund wird und in dem aus allen Schilderungen von orientalischer Großstadtmisere am Rande menschlichen Daseins eine Art Freude an allem Menschlichen (…) erstrahlt. François Bondy

„Klassisch möchte man den Weltbezug dieser Prosa nennen, weil ihr Autor mit so unbeirrbarer Kraft auf die Menschen, Tiere und Gegenstände von Marrakesch blickt, ohne dass die Subjektivität des Schauenden sich je in den Vordergrund drängte.“ Rudolf Hartung

„So behutsam und scheu Canetti vorangeht, der Leser wird Zeuge eines Erkenntnisprozesses. Ein Vorgang ohne jede intellektuelle Strapazierung … Es bleibt, was immer Canetti in Marrakesch erlebt und beobachtet, reine erzählerische Vergegenwärtigung, sinnlich nah und greifbar.“ Eberhard Horst (Quelle: wikipedia)

Elias Canetti01

Elias Canetti

Und aus diesem Klassiker der Literatur formten Anne Bennett und das Otto Lechner & Ensemble eine Art „Klangbuch“, das seines Zeichens sucht.

„Bibliothek der Töne“ nennt sich eine der im wahrsten Sinn bezauberndsten Reihen auf dem Hörbuch-markt: Produziert vom kleinen, feinen Wiener Mandelbaum-Verlag entstehen Kostbarkeiten biblio- wie audiophiler (Kunst-)Natur. Wenige, nur drei Produktionen entstanden bisher. Jede eine Entdeckungsreise wert. Die sorgsame Komposition dieser Klangbücher soll hier an dem jüngsten der drei angedeutet werden: Elias Canettis Die Stimmen von Marrakesch, gelesen von Anne Bennent zu Musik von Otto Lechner & Ensemble. Rote Kamele ziehen über den sandfarbenen Umschlag, eine Karawane, die im Inneren des Booklets fortwandert: Gestaltet wird die gesamte Bibliothek der Töne von der Kinderbuchillustratorin Linda Wolfsgruber, der für diese Kunstwerke der dringend zu gründende Hörbuch-Cover-Preis verliehen werden möge.

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Bevor auf den CDs Anne Bennents klare Stimme anhebt, entführen Klänge an den Ort des literarischen Geschehens – in den Bauch von Marrakesch. Die Erzählung aus der Bar Scheherazade präludiert ein Chanson von Jacques Prévert, gesungen von Anne Bennent. Musik von Prévert-Komponist Joseph Kosma untermalt die Lesung – und erzeugt eine Atmosphäre, als säße Bennent, nach Singen des Chansons, auf einem Barhocker dortselbst. – Nacht, eine Fremde in Marrakesch, dem Text, einem Fremden, begegnend. Einander geleitend, weben Musik und Sprache einen Klangteppich, der die von Canetti beschriebene Reise nahezu körperlich erfahren lässt. (Cornelia Niedermeier)

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Ein wahrhaft magisches „Hörbuch“ … Die Verschmelzung von Texten und Musik gelingt scheinbar so mühelos, dass man sich dieses Buch eigentlich gar nicht mehr anders vorstellen will.

In dem ausführlichem Begleitheft gibt insbesondere Anne Bennett Auskunft über das Entstehen dieses Albums und dabei berichtet sie vor allem von ihren Zweifeln … Angesichts dieser Zweifel (z.B. auch hinsichtlich der Sprache von Canetti) ist ein erstaunliches Werk entstanden …

‚Bennett´s Ausführung zum Thema Fremdsein sind lesenswert, wenngleich ich nicht all ihren Empfindungen hinsichtlich dieser Reiseschilderungen folgen mag …

… Hier haben wir ein großartiges Werk zu bestaunen …

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Besetzung:
Marwan Abado (oud)
Anne Bennent (vocals)
Melissa Coleman (cello)
Georg Graf (reeds)
Pamelia Kurstin (theremin)
Otto Lechner (accordeon)
Karl Ritter (guitar)
Peter Rosmanith (percussion)

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Titel:

CD 1:
01. Le feuilles mortes (Prévert/Kosman) 2.45
02. Sheherezade (Canetti/Kosma) 21.05
03. Le Feuilles mortes (Prévert/Kosman) 2.11
04. Die Frau am Gitter (Canetti/Rosmanith) 12.41
05. Die Entführung aus dem Serail (Overtüre) (Mozart) 4.31
06. Collage 1 (Coleman) 5.37
07. Die Familie Dahan (Canetti/Lechner) 15.47
08. Collage 2 (Coleman) 2.03

CD 2:
01. Zirkelreise des Plubutsch (Lechner) 3.54
02. Kamele (Canetti/Abado) 11.52
03. Wüstenschloß (Abado) 4.13
04. Friedhof (Ritter) 0.56
05. Der jüdische Friedhof (Canetti/Ritter) 11.31
06. Atmen (Ritter) 5.15
07. Der Unsichtbare (Canetti/Graf) 7.47
08. E’nas Rahou (Abado) 5.23

CD2A
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Booklet35A
AbadoText

 

Deutsche Bahn – Sherlock Homes und die tanzenden Männchen (2007)

FrontCover1Auch die Deutsche Bahn nutzt Tonträger als Werbeträger. Dieses Sherlock Holmes Hörbuch wurde wohl an die Nutzer des „bahn.comfort“ Angebotes.

Ich hab ja einen Faible für jene alten und mittlerweile z.B.auch schrulligen Sherlock Holmes – Geschichten.

Und um das geht´s hier:

„Hilton Cubitt, ein angesehener Gutsherr konsultiert Sherlock Holmes. Cubitts Frau Elsie wird von Geheimbotschaften aus tanzenden Strichmännchen in die Verzweiflung getrieben, doch weigert sie sich strikt, Einblick in ihre Vergangenheit in Amerika zu gewähren, die der Schlüssel zu sein scheint.

Während Holmes den Code entschlüsselt, wird ihm klar, dass es nicht nur um einen dummen Streich geht, sondern um tödlichen Ernst. Tatsächlich wird sein Klient Cubitt kurz darauf ermordet. Kann Elsie noch gerettet werden? “

Illustration

Original-Illustration von Sydney Paget (1905)

Und mit Christoph Jablonka hatte man einen profunden und professionellen Sprecher an der Hand, der diese eher unbekannte (deshalb halt nicht schlechte) Geschichte sorgfältig vorträgt.

Sprecher:
Christoph Jablonka

BackCover1
Titel:
01. Musik-Intro 0.48
02. Teil 1 16.05
03. Teil 2 11.42
04. Teil 3 8.36
05. Teil 4 9.51
06. Teil 5 17.06
07. Teil 6 13.48
08. Musik-Outro 1.46

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Jörg Patitz – Mosaik (2007)

FrontCover1Für mich hat er schon so einen Status als Ausnahmemusiker: Jörg Patitz, der sich heute Vicente Patitz nennt:

Vicente Patíz (* 1976) ist ein deutscher Gitarrist.

Der in Johanngeorgenstadt im sächsischen Erzgebirge aufgewachsene Jörg Patitz, so sein bürgerlicher Name, fand erst mit 18 Jahren den Weg zur Musik und nahm Gitarrenunterricht. Als freischaffender Gitarrist gab er bis 2011 bereits 1500 Konzerte. Seine Gitarrenmusik beinhaltet u. a. Stilelemente aus Jazz, Funk und Flamenco.

Am 25. September 2010 übertraf er den im Guinness-Buch der Rekorde eingetragenen Rekord, bei dem im März 2009 innerhalb von 24 Stunden sechs Konzerten in sechs Ländern veranstaltet wurden, indem er innerhalb eines Tages acht Konzerte von 45 Minuten Länge in acht Ländern gab. Das erste Konzert des Tages gab Patíz in Oberhausen. Die weiteren sieben Konzerte fanden in Eupen (Belgien), Maastricht (Niederlande), Ettelbrück (Luxemburg), Straßburg (Frankreich), Winterthur (Schweiz), Vaduz (Liechtenstein) und Rankweil (Österreich) statt. (Quelle: wikipedia)

Weitaus bedeutender als dieser Rekord ist allerdings seine Musik.

Wie schreibt z.B. die „Presse Schwerin“:
…Dieser begnadete Gitarrist verschmilzt unterschiedlichste Quellen zu einer atemberaubenden Welt des Klangs

Genau s ist es und er erinnert mich an die Virtuosität eines Paul Brett und beide haben noch was gemeinsam: Kaum einer kennt sie, obwohl sie eigentlich angesichts ihrer Musikalität ganz oben stehen müsste … Ein ganz und gar großartiges Gitarren-Album !

Booklet03A
Besetzung:
Jörg Patitz

Booklet02A
Titel:
01. Song For My Dad 3.42
02. Kater Felix im Garten 3.31
03. Einmal Leuchtturm und zurück 4.16
04. Bruderherz 2007 3.57
05. Aufbruch 3.52
06. New Groove 3.51
07. Fiesta 2.53
08. Blume im Gewitter 5.32
09. Fishermans Odyssee 4.17
10. Frühlingswalzer 4.45
11. Geburtstagslied 2.43
12. Last Dance 8.52
13. Das Meer 5.44

Musik: Jörg Patitz

CD1
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Flyer

Konzert-Prospekt

Jörg Patitz – Mosaik (2007)

FrontCover1Für mich hat er schon so einen Status als Ausnahmemusiker: Jörg Patitz, der sich heute Vicente Patitz nennt:

Vicente Patíz (* 1976) ist ein deutscher Gitarrist.

Der in Johanngeorgenstadt im sächsischen Erzgebirge aufgewachsene Jörg Patitz, so sein bürgerlicher Name, fand erst mit 18 Jahren den Weg zur Musik und nahm Gitarrenunterricht. Als freischaffender Gitarrist gab er bis 2011 bereits 1500 Konzerte. Seine Gitarrenmusik beinhaltet u. a. Stilelemente aus Jazz, Funk und Flamenco.

Am 25. September 2010 übertraf er den im Guinness-Buch der Rekorde eingetragenen Rekord, bei dem im März 2009 innerhalb von 24 Stunden sechs Konzerten in sechs Ländern veranstaltet wurden, indem er innerhalb eines Tages acht Konzerte von 45 Minuten Länge in acht Ländern gab. Das erste Konzert des Tages gab Patíz in Oberhausen. Die weiteren sieben Konzerte fanden in Eupen (Belgien), Maastricht (Niederlande), Ettelbrück (Luxemburg), Straßburg (Frankreich), Winterthur (Schweiz), Vaduz (Liechtenstein) und Rankweil (Österreich) statt. (Quelle: wikipedia)

Weitaus bedeutender als dieser Rekord ist allerdings seine Musik.

Wie schreibt z.B. die „Presse Schwerin“:
…Dieser begnadete Gitarrist verschmilzt unterschiedlichste Quellen zu einer atemberaubenden Welt des Klangs

Genau s ist es und er erinnert mich an die Virtuosität eines Paul Brett und beide haben noch was gemeinsam: Kaum einer kennt sie, obwohl sie eigentlich angesichts ihrer Musikalität ganz oben stehen müsste … Ein großartiges Gitarren-Album !

Booklet03A

Besetzung:
Jörg Patitz (guitar)

BackCover

Titel:
01. Song For My Dad 3.42
02. Kater Felix im Garten 3.31
03. Einmal Leuchtturm und zurück 4.16
04. Bruderherz 2007  3.57
05. Aufbruch 3.52
06. New Groove 3.51
07. Fiesta 2.53
08. Blume im Gewitter 5.32
09. Fishermans Odyssee 4.17
10. Frühlingswalzer 4.45
11. Geburtstagslied 2.43
12. Last Dance 8.52
13. Das Meer 5.44

Musik: Jörg Patitz

 

CD1

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