Musikverein Scheffau – Neujahrskonzert (2012)

FrontCover1Na, da dachte sich der Musikverein Scheffau wohl … was die Wiener können, das können wir schon lange … und organisierten 2012 ihr ganz eigenes Neujahrskonzert, das dann allerdings „erst“ am 6. Januar 2012 über die Bühne ging:

Mit einer musikalischen Reise durch das benachbarte Österreich präsentiert sich der Musikverein Scheffau 1860 e. V. am 7. Januar 2012 bei seinem „Neujahrskonzert 2012“ in der ausverkauften Scheffauer Festhalle. Die spielfreudigen Musiker laufen unter der Leitung des neuen Dirigenten Michael Bihler zu Höchstform auf, wenn traditionelle und moderne Stücke, wie „Elvira Madigan“ von Wolfgang Amadeus Mozart und Falkos „Amadeus“, ihren musikalischen Höhepunkt in Anton Karas´ Komposition „Der Dritte Mann“ aus dem gleichnamigen Filmklassiker finden. Doch damit nicht genug: Michael Bernhard begeistert mit seiner gefühlvollen Gesangsinterpretation des Reinhard Fendrich Hits „Weu´sd a Herz hast wie a Bergwerk“ das dankbare Publikum. (Werbetext)

Und was hat es nun mit der Dorfgemeinschaft Schaffau zu tun ?

Scheffau liegt im schönen westallgäuer Rotachtal direkt an der Grenze zu Österreich. Unsere ca. 500 Einwohner zählende Gemeinde liegt auf 600 Metern Seehöhe und bietet einen einzigartigen Blick auf die Österreichischen und Schweizer Alpen.

Scheffau2

Markant grüßt von Westen her der Hirschberg, von dessen Gipfel aus man einen herrlichen Blick auf den Bodensee und das gesamte Alpenvorland genießen kann.

Scheffau

Scheffau hat seit über 300 Jahren eine eigene Pfarrei. Politisch gehört Scheffau seit der letzten Gebietsreform 1972 zum Markt Scheidegg.
Dennoch hat der Ort in besonderem Maße seine Eigenheiten und Eigenständigkeiten weitgehend erhalten. (Quelle: http://www.scheffau-allgäu.de/)

Aufgenommen wurde dann das ganze von West TV, einem Lokalsender aus dieser Gegend (Allgäu), der seine Produktionen auf youtube feilbietet.

Und es entstand eine bunte, hübsche Mischung … zumindest für denjenigen, der sich mit solchen Neujahrsklängen anfreunden kann.

Und da mein Faible für Amateuermusiker weiterhin ungerochen ist, verteile ich wieder mal ganz, ganz, viele Sympathiepunkte !

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Der Musikverein Scheffau 1860 e.V.

Besetzung:
Musikverein Scheffau unter der Leitung von Michael Bihler

Programmheft01

Aus dem Programmheft

Titel:
01. Hoch Habsburg (Kral) 2.58
02. Banditenstreiche (v.Suppe) 7.35
03. Elvira Madigan (Mozart) 4.19
04. Ungarischer Tanz No. 5 (Brahms) 2.44
05. Unterm Montfortbanner (Hendl) 2.51
06. Wiener Bürger (Ziehrer) 5.48
07. The Best of Flaco (Falco) 4.49
08. Auf der Jagd /Strauss II) 2.29
09. Der dritte Mann (Karas) 3.21
10. Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk (Fendrich) 4.40
11. Südböhmische Polka (Kubes) 3.19
+
12. Neujahrskonzert Musikverein Scheffau (ungeschnitten – mit ganz viel Applaus) 47.59

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Programmheft02

Vorder- und Rückseite des Programmheftes

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Dieter Kropp – Eine schöne Bescherung (2012)

FrontCover1Und nun zum Abschluß meiner diesjährigen Advents- und Weihnachtpräsentationen ein ganz besonderes Schmankerl:  „Süßer die Glocken nie klingen“ auf der Blueshhamonika intoniert !

Und das ist nicht der einzige Knaller auf diesem quietschfidelen Weihnachts-Album. Da gibt es dann noch „O Tannenbaum“ als Rock N Roll Schmachtfetzen … und dann noch „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ und natürlich ist auch „Stille Nacht, Heilige Nacht“ (als Blues-Instrumental) zu hören …

Hier weitere Gedanken zu dieser CD:

Sie alle haben es getan – von Elvis bis zu Billy Idol, und da darf Lippes Schmalztolle Nummer Eins natürlich nicht fehlen: Dieter Kropp hat eine Weihnachts-CD gemacht. „Eine schöne Bescherung …“ lautet der Titel.

Inlet02AIm Booklet erklärt Kropp direkt seine ganz persönliche Beziehung zu Weihnachtsplatten. Da gab es zunächst die, die in der Familie aufgelegt worden sind – und bald schon fand Klein-Dieter, früh infiziert vom Rock’n’Roll-Virus, heraus, „dass so ziemlich alle Künstler, die ich mochte und schätzte, schon mal Weihnachtsplatten gemacht hatten.“ Später auch Götz Alsmann & The Sentimental Pounders. Und damit gelangt man direkt zum Kropp von heute, dem adventlich gestimmten, der deutsch singt und es dazu ganz uramerikanisch swingen lässt.

Viele Gastmusiker waren bei den Aufnahmen dabei: Mickey Meinert spielte Gitarre, Zacky Tsoukas auf einem Stück die Drums, Anette Gebauer singt mal mit – präsent sind ansonsten häufig Bläser-Sektionen, die Tom Müller arrangierte, und flotte Doo-Wop-Chöre, die Peter-Andreas Stolle organisiert hat.

Zu hören gibt es Klassiker wie „Süßer die Glocken nie klingen“, „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Oh Tannebaum“ sowie moderne Klassiker wie „Rockin’ Around The Christmas Tree“ in der deutschen Version als „Wir tanzen um den Tannenbaum“, was auch für „Weißer Winterwald“ („Jingle Bells“) gilt, und Stücke aus der Feder von Mickey Meinert („Schöne Bescherung“) sowie Götz Alsmann („Der Weihnachtsumtausch“). Einige Nummern spielt Kropp als Instrumentals auf der Blues-Harp.

BookletFrontCover1Gut, gleich zum Auftakt klingt er da mit Glockengeläut bei „Süßer die Glocken…“ und beim Rauswerfer „Stille Nacht…“ arg traditionell, aber das ist gewollt, und man darf sich nicht davon in die Irre führen lassen. Dazwischen aber swingt es wie beim Brian-Setzer-Orchestra mit saftigen Bläsersätzen, da jammert Meinerts Slide-Gitarre mit Kropps Harp um die Wette. Stilistisch gibt es Swing, Blues, Country, Tex-Mex-Mambo und Rockabilly auf die Ohren – alles gespielt von versierten Musikern, und da ist das Lauschen schon eine wahre Freude. Ein Weihnachtsprogramm, das Spaß macht. (Sven Koch)

Eine weitere, ganz ausführlich Besprechung von Christian Reder habe ich dieser Präsentation beigelegt.

Also: ein ganz spezielles, besonderes Weihnachts – Album, das ich – kurz vor dem Ende meiner weihnachtlichen Entdeckungsreise durch deutsche Klänge dieser Art keinem vorenthalten wollte.

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Besetzung:
Dieter Kropp (vocals, harmonica)
Micky Meinert (guitar)
Jochen Reich (drums, percussion)
Dirk Vollbrecht (bass)
+
Annete Gebauer (background vocals)
Stefan Gössinger (trumpet)
Martin Grünzweig (trombone)
Dennis Koeckstadt (piano)
Achim Meier (organ)
Tom Müller (saxophone)
Peter Andreas Stolle (background vocals)
Athanasios Tsoukas (drums)

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Titel:
01. Süßer die Glocken nie klingen (Traditional) 1.54
02. Ein kleiner weißer Schneemann (Jingle Bells) (Piermont/Twardy) 2.04
03. Weißer Winterwald (Winter Wonderland) (Bernard/Schwielow) 2.10
04. Schöne Bescherung (Meinert) 2.48
05. Frohe Weihnacht, Baby (Meinert/Vollbrecht/Reich/Kropp/Janosa) 3.30
06. Schneeflöckchen, Weißröckchen (Traditional) 2.47
07. Morgen, Kinder, wird’s was geben (Hering/’Bartsch) 3.27
08. Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum (Traditional/Zarnack/Anschütz) 2.19
09. Weiße Weihnacht (White Christmas) (Berlin/Balz) 4.02
10. Leider nur ein Traum (Janosa) 2.58
11. Der Weihnachtsumtausch (Alsmann/Striepens) 3.03
12. Sonderangebote (Janosa/Kropp) 4.01
13. Rockin‘ Around The Christmas Tree (Wir tanzen um den Tannenbaum) (Marks) 2.36
14. Stille Nacht, Heilige Nacht (Gruber) 3.40

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Fritz Rau & Biber Hermann – Ein Plädoyer für den Blues – Vortrag mit Live-Musik (2012)

FrontCover1Ich hatte ja leider vor ein paar Jahren (in einem anderen blog) die traurige Pflicht über den Tod von Fritz Rau zu berichten … Damals am 21.08.13 schreib ich dann: „Und ganz sicher wird hier von Fritz Rau noch öfters die Rede sein“ …

Und hier nun ein weiteres Puzzle-Teilchen zum Thema Fritz Rau …:

In diesem Vortrag, aufgezeichnet vom Hessischen Rundfunk, erzählt Fritz Rau seine Geschichte des Blues, lässt in seiner Erinnerung die afroamerikanischen Blues-Musiker, die er ab 1962 durch zwei Jahrzehnte der von Lippmann+Rau produzierten American Folk Blues Festivals geführt hat, lebendig werden.

Wir erfahren, welche Rolle John Lewis, Willie Dixon und John Lee Hooker für die Festivals spielten und mit welchen Eigenheiten von Sonny Boy Williamson und Shakey Jake sich Fritz Rau auf mehr oder weniger unkonventionelle Art auseinandersetzen musste.

Sehr authentisch berichtet Fritz Rau außerdem von seinen Deutschland- und RauBiberEuropatourneen mit den Rolling Stones, inklusive einiger höchst unterhaltsamer Backstage-Anekdoten.
50 Jahre Musikgeschichte blättert Fritz Rau in diesem Vortrag auf und berichtet, welche Entwicklung die Blues-Rock-Szene seit Mitte des letzten Jahrhunderts erfahren hat.

Begleitet werden Fritz Rau´s Blues Vorträge durch den Gitarrist und Singer/Songwriter Biber Herrmann.
Robert Johnson, Muddy Waters, Henry Thomas, Willie Dixon – Biber Herrmann spielt den traditionellen Blues mit einer Lebendigkeit, die Herz und Seele berührt, und krönt so in eindrucksvoller Weise die Ausführungen von Fritz Rau.

Die unnachahmliche Weise, in der Fritz Rau es versteht, seine Zuhörer mit Charme und Witz, Verve und Nachdenklichkeit an seinen Erinnerungen teilhaben zu lassen, muss man erleben. Ebenso wie die Magie und die Kraft der Live-Musik von Biber Herrmann, die sich neben dem gesprochenen Wort auf diesem Hörbuch entfalten. Man muss den beiden einfach zuhören. Dann kann es geschehen, dass man das Wesen des Blues versteht. (Promo-Text)

Ein mehr als eindrucksvolles Dokument der Zeit- und Musikgeschichte !

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Friederike Weisse-Rau, Fritz Rau & Biber Hermann

Besetzung:
Biber Hermann (guitar, vocals, harmonica)
Fritz Rau (Sprecher)

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Titel:

CD 1:
01. Begrüßung und Einleitung 0.47
02. Come On In My Kitchen (Johnson) 2.45
03. Der Blues – Ein Heilmittel 7.34
04. Ansage : „Blues Im Weinberg“ 0.59
05. Kindhearted Woman (Johnson) 4.36
06. Auf den Spuren schwarzer Bluesmusiker 5.53
07. Got My Mojo Working (Preston/Foster) 4.26
08. „I’m Black And I’m Proud“ – Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung 5.56
09. Ansage : „Unsere Weisheit ruht in der Seele“ 0.55
10. Rain Of Love (Hermann) 4.39
11. Der Blues kommt nach Europa – „Kulturschock“ – Und wie man damit umgeht 11.54
12. Ansage : „One Man Band Guitar“ 0.51
13. Going Up The Country (Thomas/Wilson) 4.12

CD 2:
01. Erste Begegnung mit den späteren Rolling Stones / Gründung der Band / Die erste Deutschland Tournee 5.05
02. Little Red Rooster (Dixon) 4.03
03. Die Europa – Tourneen Der Stones – „How About An Open Air? 8.35
04. Tomorrow Is A Long Time (Dylan) 4.32
05. Große Erfolge und eine Trennung / Konzertpreise und ihre Entwicklung 7.52
06. Satisfaction (Jagger/Richards) 3.02
07. Ein Rückblick auf Tournee – Erlebnisse / Verehrung und Freundschaft 8.37
08. I Just Wanna Make Love To You (Dixon) 6.09
09. Happy Birthday To Fritz 2.35
10. Ansage : „Abschied und Aufbruch“ 1.02
11. Leaving Town (Hermann) 3.24

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Fritz Rau

(* 9. März 1930 in Pforzheim, Republik Baden; † 19. August 2013 in Kronberg im Taunus, Hessen)

 

Roger Willemsen, Sofia Brandt, Matthias Brandt – Das müde Glück (Eine Geschichte von Hiob) (2012)

FrontCover1Basis für dieses Hörbuch ist ja eigentlich ein Kinderbuch, verfasst von Roger Willemsen und Kitty Kahane (Illustrationen):

Herr Hopp ist ein aller Welt wohlgesonnener Mensch. Er hat am Rande des Städtchens einen kleinen Zirkus mit Tieren, Artisten, Clowns und einem lustigen Papagei. Jeden Morgen führt er sein Dromedar spazieren, und jeden Morgen trifft er dabei auf Herrn Gottlieb. Der ist ein Griesgram,dessen Lieblingsbeschäftigung es ist, anderen die gute Laune zu vermiesen: seiner Frau Margarete, seiner Tochter Viola und eben auch dem herzensguten Herrn Hopp. So ist es Herrn Gottlieb ein gemeines Vergnügen, Herrn Hopp als Hiob zu enttarnen und tatsächlich: Mit dem Klarnamen Hiob kehrt das Glück dem Zirkusdirektor den Rücken zu. Seine Tiere sterben, seine Frau und seine Söhne verlassen ihn, er wird krank. Roger Willemsen erzählt in feinster Manier eine tragikomische Hiobsgeschichte für Kinder ab dem Grundschulalter. Seine heiter-weisen Sprachbilder ergeben mit den frechen Figuren von Kitty Kahane ein fulminantes Epos über die Wechselfälle des Lebens.

Buch

Das Buch zum Hörbuch

Hier die Hörspiel-Fassung mit Willemsen und Sofia und Mathias Brandt …

Herr Hopp ist ein froher Mensch, ein Glas-halb-voll-Mann, dem es mit seiner Zirkus-Menagerie „Hopps Welt“ immer wieder gelingt, Kinder und Erwachsene dem Alltag zu entreißen und selige Momente zu schaffen. Doch so viel Glück und Zufriedenheit macht ihn für seine Umwelt, vor allem für seinen Nachbarn, den Grantler Herrn Gottlieb, suspekt. Dessen Missgunst führt zur Enttarnung des sanften Zirkusdirektors. Wohl wissend um die Wirkung seines eigentlichen Namens Hiob, hatte er diesen kurzerhand geändert. Nun bricht sein Leben auseinander, es scheint, als müsse er sich in die Rolle seines Namenspatrons als Unglücksbote fügen.

Willemsens Miniatur ist eine hübsche Parabel auf das Leben und den Umgang mit Glück. Sein Vortrag ist wendig und spielfreudig, seine intime Textkenntnis tut ein Übriges. Unterstützt vom großartig wankenden Matthias Brandt als geschundenen Zirkusdirektor und Sophia Brandt, die die höchst unterschiedlichen Gattinnen der beiden Kontrahenten stimmig hinzufügt, entsteht ein kleines Kunstwerk. Ulrich Tukurs stimmungsvolle Musik, der man gerne noch etwas länger gelauscht hätte, komplettiert dieses wirklich schöne, wenngleich etwas teure Hörbuch. (Quelle: buecher-magazin.de)

Sofia Brandt

In der Tat: ein wirklich beeindruckendes Hörbuch … und natürlich muss ich ein wenig über den Roger Willemsen ein paar Worte verlieren:

Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke- und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen Hörbuchpreis und die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Willemsen war Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und stand mit zahlreichen Soloprogrammen auf der Bühne. Zuletzt erschienen seine Bestseller „Die Enden der Welt“, „Momentum“ und „Das Hohe Haus“.

So gut mir das Hörspiel auch gefällt … ob Kinder ab 8 Jahren damit was anfangen können … ich mag es in Frage stellen.

Von daher eher etwas für ältere „Kinder“ … sehr empfehlenswert !

Und der Ulrich Tukur spielt melancholische Melodien …

ImStudio

Den dreien scheint es im Studio Spaß gemacht zu haben ….

Besetzung:
Matthias Brandt
Sofia Brandt
Roger Willemsen
+
Ulrich Tukur (piano, accordeon)

Erläuterung

Titel:
01.  Es kommt der Tag… (Teil 1) 3.45
02.  Es kommt der Tag… (Teil 2) 4.56
03.  Es kommt der Tag… (Teil 3) 3.06
04. Am Nachmittag besuchte Herr Gottlieb 5.56
05. Als er in der Nacht heimkehrte 5.33
06. So fing denn sein Unglück an… (Teil 1) 3.24
07. So fing denn sein Unglück an… (Teil 2) 3.13
08. So fing denn sein Unglück an… (Teil 3) 3.25
09. So fing denn sein Unglück an… (Teil 4) 3.17
10. So fing denn sein Unglück an… (Teil 5) 3.02
11. Dennoch rappelte er sich wieder auf 3.49
12.  An einem Abend 3.04

Text: Roger Willemsen

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BackCover1

Verschiedene Interpreten – Laatzener Weihnacht (2012)

frontcover1Und schon wieder habe ich die volle Punktezahl im Bereich Sympathie zu vergeben.

Was hier das Städtchen Laatzen (südlich von Hannover gelegen; 40.939 Einwohner) auf die Beine gestellt hat, ist schon mehr als bemerkenswert.

Laatzen ?

Laatzen ist eine Stadt in der Region Hannover (Niedersachsen). Sie hat den Status einer selbständigen Gemeinde. Sie liegt südlich der Landeshauptstadt Hannover.

Laatzen liegt an der Leine. Der Fluss bildet zusammen mit der Leinemasch die westliche Grenze des Stadtgebiets. Der Übergang der Wohnbebauung zur nördlich gelegenen Landeshauptstadt Hannover ist fließend. Im Osten wird Laatzen vom Kronsberg und dem Bockmerholz (dem größten Waldgebiet in der nahen Umgebung Hannovers) begrenzt.

Laatzen besteht aus den Ortsteilen Alt-Laatzen, Grasdorf, Laatzen-Mitte, Rethen, Gleidingen und Ingeln-Oesselse.

Die Gemeinde Laatzen wurde im Jahre 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt von der damals ansässigen Familie von Lathusen, die der größte Grundbesitzer im Ort war. Die Gründungssage, die in den Schulen gelehrt wird, spricht von einem Bauernstamm bzw. einer Bauernsippe der Lathen, der sich um das Jahr 800 am Leineufer niederließ.

In der ersten Hälfte des 14. Jhdt. verkaufte die Familie von Lathusen ihre Rechte nach und nach an das Kloster Marienrode, das bis 1580 formell Grundbesitzer war.

Am 22. Juni 1671 schenkte Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg dem Fürst Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg als Dank für die Hilfe bei der Einnahme der Stadt Braunschweig die drei Dörfer Laatzen, Wülfel und Döhren. Seit diesem Tag gehört Laatzen zum Kleinen Freien. Die Einwohner im Kleinen Freien hatten besondere Rechte. Sie durften in den Wäldern der Gegend jagen, jedoch mussten sie eine eigenständige Kompanie (Unterstellt dem Amt Koldingen) dem Calenberger Fürsten abstellen.

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Die Stadt Laatzen hat wohl viele Gesichter

Unter Stadtdirektor Erich Panitz, dehnte sich Laatzen aus:

Am 1. Januar 1964 schlossen sich die Gemeinden Grasdorf und Laatzen zur neuen Gemeinde Laatzen zusammen, die am 21. Juni 1968 Stadtrechte erhielt. Durch die Gebietsreform vom 1. März 1974 wurden die Gemeinden Gleidingen, Ingeln, Oesselse und Rethen/Leine mit der Stadt Laatzen zusammengeschlossen. Am 1. Januar 1981 wurden schließlich Gebietsteile der Stadt Hannover mit damals mehr als 100 Einwohnern eingegliedert. Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Laatzen zum damaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde. (Quelle: wikipedia)

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Aber zurück zu dieser famosen CD:

Sage und schreibe 27 Musikgruppen (von Kapellen über Chöre und Bands) haben sich an dieser Produktion beteiligt … darunter auch etliche Ensembles der Musikschule Laatzen

Und um es gleich mal vorwegzunehmen: Was wir hier hören ist alle Ehre wert … Mit viel Liebe zum Detail arrangiert, ziemlich pfiffig – man höre sich mal „Stille Nacht“ oder „Rudolf The Red-Nosed Reindeer“ – an.

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Und man beschränkte sich nicht nur auf allseits bekanntes Liedgut, neein auch zumindest mir völlig unbekannte Titel wie „Bajuschkti Baju“, „Komt allen tezamen“, „Ave Verum“ oder aber auch „Auf Weihnachtshafenwache“ kommen zu Gehör … so mag ich das und auch deshalb ist dies eine der abwechslungsreichsten Weihnachtsalben, die ich heuer hier vorstellen durfte.

Und das Begleitheft erhält dann auch gleich noch das Prädikat vorbildlich !

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Dem schließe ich mich jetzt einfach mal vorbehaltslos an …

Von daher ein dreifaches Hoch auf die Amatuermusik und der Stadt Laatzen kann man nur zu dieser musikalischen Vielfalt gratulieren !

Aber das Titelbild löst in mir einen Kloß im Hals aus … wandern doch meine Gedanken zu den Opfern des Berliner Weihnachtsmarktes und wie wohl das Weihnachten für die Hinterbliebenen sich gestalten wird. Aber: vergessen wirüber unser Entsetzen nicht, welches Leid sich in Aleppo (und anderswo tagtäglich seit Monaten und Jahren) abspielt und vergessen wir dann überhaupt nicht … welche Nation zur Radikalisierung des Islams beigetragen hat … und die Familie Bush spielte dabei eine ganz besonders unrühmliche Rolle … von dem Dumpfschwätzer Tony Blair gar nicht zu reden.

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Titel:
01. Jugendorchester des Musikkreises Laatzen: Winter Wonderland 3.30
02. Cantare ThoMarie + Kirchenchor St. Gertruden Gleidingen: Von seinem ewigen festen Thron 2.41
03. Posaunenchor Ingeln Oesselse: Tochter Zion 2.38
04. Volkschor Rethen e.V.: Gloria in excelsis deo 2.46
05. Saxophonensemble der Musikschule Laatzen: Rudolf The Red-Nosed Reindeer 1.59
06. Sing & Swing der Albert-Einstein-Schule: We Wish You A Merry Christmas 1.11
07. Musikverein Rethen: Kyrie eleison – Hört der Engel helle Lieder 2.52
08. Musikgruppe Taktlos: Wo immer ein Mensch 3.26
09. Chorgemeinschaft Ingeln von 1896: Gloria in excelsis deo 2.47
10. Kinder der Grundschule Gleidingen: Weihnachtszeit, Weihnachszeit 1.37
11. Percussionsensemble der Musikschule Laatzen: Les anges dans non Campagnes 2.02
12. Kinder- und Jugendorchester des Musikkreises Laatzen: Ich steh an deiner Krippe hier 2.02
13. Freies Fanfarenkorps Alt-Laatzen e.V. 1991: Little Drummer Boy 4.17
14. Musikschule Laatzen: Stille Nacht, heilige Nacht 3.13
15. Bläserklasse Jahrgang 6 der Albert-Einstein-Schule: Feliz Navidad 1.58
16. Männerchor Orpheus von 1863: Weihnacht 3.03
17. Albert-Singers: Bajuschkti Baju 2.12
18. Kirchenchor der St. Oliver Gemeinde: Enatus est Emanuel 1.19
19. Laatzen Gospel Singers: Santa Claus Is Coming To Town 2.59
20. Heidfelder Musizierkreis: Komt allen tezamen 2.28
21. LaGo (Laatzener Gitarrenorchester): Canzone dei Zantpognari 3.54
22. Celloensemble der Musikschule Laatzen: We Wish You A Merry Christmas 0.50
23. Shantychor des Rethener Männer-Quartetts: Auf Weihnachtshafenwache 3.28
24. Kinderchor „Die singende Arche“: Merry Christmas, frohe Weihnacht 2.07
25. Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Laatzen: Ave Verum 2.13
26. Schulorchester LaWinds: The Call Of Christmas 5.26
27. Just Spirit: The Christmas Way 3.27

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