Eins zu Eins Talk (Bayern 2) (Teil 1): Dieter Hildebrandt (19.06.2013)

LogoHildebrandtIch will mit diesem Interview eine neue Serie starten, die ich in unregelmässigen Folgen hier präsentieren will. Es handelt sich um Interviews, die der Bayerische Rundfunk in seinem Kanal “Bayern 2″ regelmässig veröffentlicht.

Das Konzept dieser Serie:

“”Eins zu Eins” bedeutet: Gespräche unter vier Augen. Über Erfahrungen und Einsichten, über einschneidende Erlebnisse und große Erfolge. Biografische Gespräche mit Menschen, die eine spannende Lebensgeschichte oder einen außergewöhnlichen Beruf haben. Menschen, die etwas bewegen – aus persönlichem Engagement heraus oder durch ihre Position in Politik, Kultur und Wissenschaft. Zu Wort kommen bislang Unbekannte, aber auch Stars und Prominente. Es geht um die Person und die Persönlichkeit.”

 

Und nur zu gerne beginne ich diese Serie mit einem Interview mit Dieter Hildebrandt vom 19.06.2013 … :

Ohne ihn wäre das Kabarett nicht, was es heute ist. Dieter Hildebrandt hat mit seinem wachen Geist und seiner pointierten Art das politische Personal der Bundesrepublik wie kein anderer kritisiert und vorgeführt.

Kurz nach diesem Interview erhielt er wohl die Diagnose Prostatakrebs, am Morgen des 20. November 2013 starb Hildebrandt im Alter von 86 Jahren in einem Münchner Krankenhaus an den Folgen dieser Krankheit.

Daher ist dieses Interview wohl eines der letzten akustischen Dokumente von Hildebrandt … Und er gibt Auskunft über den Lauf seines Lebens … und dass Dieter Hildebrandt viel zu erzählen hat, bräuchte man eigentlich gar nicht zu erwähnen … und man kann ihn rappen hören …

Die Moderation hatte Achim Bogdahn

 

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Zither-Manä – Coole Zeid (2013)

FrontCover1Der „Zither Manä“ ist schlicht und ergreifend ein Urgestein der bayerischen Kleinkunstszene …

Der Zither-Manä (* 6. März 1947 in München als Manfred Zick) ist ein bayerischer Zitherspieler, pensionierter Berufsschullehrer und ein Vertreter der sogenannten Neuen Volksmusik.

Bereits im Alter von neuen Jahren erlernte er zunächst das Zither-, später das Gitarrespielen. Erste Bühnenerfahrung sammelte er im volkstümlichen Bereich, als er zusammen mit seinem Vater als Gitarrist auftrat. Nach der Mittleren Reife (heute: Realschulabschluss) begann er am Münchener Polytechnikum zu studieren, um später für einen Diplomstudiengang an die Technische Universität zu wechseln. Sein Ingenieurstudium der Elektroakustik finanzierte er als Rockmusiker. Nach einem ergänzenden Lehramtsstudium für Quereinsteiger begann er 1974/75 seine Beamtenlaufbahn als Referendar am Staatlichen Studienseminar Südbayern. Danach arbeitete der verbeamtete Berufsschullehrer bis zu seinem Vorruhestand im Jahr 2010 als Mathematik- und EDV-Lehrer sowie in der Lehrerfortbildung, zuletzt in der Position eines Studiendirektors. Daneben betrieb er weiterhin seine Karriere als Musiker. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählt er so widersprüchliche musikalische Persönlichkeiten wie Chuck Berry, Freddy Quinn, Hannes Wader, Dieter Süverkrüp, Kiem Pauli und den Kraudn Sepp.

Der Zither-Manä war zunächst als Interpret von Volksmusik unterwegs, bis es am 6. Januar 1980 im Gasthof Nägele in Wörnsmühl bei Miesbach zu einer Session mit zwei Rockgitarristen kam. Der Zither-Manä erkannte die Möglichkeiten, die Zither als Improvisationsinstrument für Rock- und Bluesmusik zu nutzen. Das erste Solokonzert mit der Mischung aus traditioneller Volksmusik und Anleihen aus der Rockmusik und dem typischen Zither-Manä-Sound der elektronisch verstärkten und verzerrten Zither erfolgte in der Liederbühne Robinson in München.

Ab 1988 arbeitete der Zither-Manä hauptsächlich mit dem Bassisten H. H. Babe alias Hartmut Hotzel zusammen. Seit 2007 ist er nur noch solo auf Tournee. 2012 erhielt er die „Goldene Zither“, ein Ehrenpreis für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der Zither und der Technik. Die Laudatio kam von Günther Sigl von der Spider Murphy Gang. (Quelle: wikipedia)

ZitherManäLive2010

Als der Zither Manä im letzten Jahr dieses Album veröffentlichte … ja es war sein erstes Album nach 15 Jahren, aber das warten hatte sich gelohnt :
Als ich diese CD in die Hand bekam, war ich erst einmal recht skeptisch. Zither Manä – Album „Coole Zeid“ … Das klingt recht stark nach Volksmusik, dachte ich. Mehr noch, irgendwie nach Mainstreamvolksmusik, Möchtegernkunst und Ähnlichem. Damit wir uns nicht falsch verstehen: traditionelle Musik, auch und gerade mit traditionellen Instrumenten gespielt und in Mundart, kann wirklich richtig gut sein, ist aber mindestens genauso oft eher Lärm als Musik. Wenn ich dann an Zither und bayrischen Dialekt oder Dudelsack und Plattdeutsch und ähnliches denke, kommt mir eine Flut von aktuellen Produktionen in den Sinn, die bei mir alles andere als Entzücken hervorrufen. Beim Album „Coole Zeid“ stellte mich also auf sowas wie das Harry-Lime-Thema aus „Der dritte Mann“, vielleicht sogar mit einem Jodler oder ähnlichen Stilmitteln angereichert, ein. Ich staunte nicht schlecht, wie weit das, was es auf dem Album zu hören gibt, von meinem Klischee abweicht.

Kaum klingen die ersten Töne des Titelsongs „Coole Zeid“ wird klar: Das ist musikalisch ganz starker, lupenreiner Rhythm & Blues. Daran haben zwar vor allem auch die Musiker, die Manfred Zick alias Zither Manä begleiten, einen riesigen Anteil. Denn von der typischen Zither hört man nur eingangs etwas, bevor sie hinter den super zusammenspielenden Instrumenten der Band (Mundharmonika: Ferdl Eichner | Gitarre: Frank Schimann | Schlagzeug: Thomas Bittner) zu verschwinden scheint. Man hört sie erst wieder in der Schlusssequenz des Songs, wo sie dann doch irgendwie nach dem „dritten Mann“ klingt. Doch schon in diesen kurzen Passagen wirkt die Zither originell und ist nicht nur „zu verkraften“.
Was den Gesang angeht, so ist Zick unüberhörbar Bayer. Doch nicht nur wegen der unverkennbaren Sprachfärbung sollte man genau hinhören. Trotz des bayrischen Akzents sind alle Texte sehr gut zu verstehen und es lohnt vor allem wegen deren Inhalten gut zuzuhören. Diese reichen von Alltagsthemen bis zu recht scharfzüngiger Gesellschaftskritik, und sind verpackt in feinstem Blues. Nicht selten ist eine ordentliche Portion Humor dabei, die allerdings gelegentlich etwas übertrieben wirkt. So sind die beiden Sprach- und Witzpassagen („Beamtenstilblüten“ und „Frauen über Männer“) auf der CD nicht wirklich nach meinem Geschmack. Das wirkt wie „fishing for compliments“, auch wenn die Themen sich in Liedern auf der CD wiederfinden. Für meine Begriffe hätte Zither Manä das nicht nötig gehabt.

Darüber hinaus wird auch englisch gesungen. Auch hier hört man mitunter die landsmännische Färbung heraus. Doch das stört – mich zumindest – wenig, besonders wenn wie beim zweiten Titel „Come on in my kitchen“ ein fantastisch bluesender Satzgesang zu hören ist. Je länger man zuhört, je mehr wird man mitgerissen. Zugleich kann man hören, dass die Zither, wenn man sie denn spielen kann, gar kein so exotisches oder langweiliges Instrument ist, wie man vielleicht annimmt. Und spielen kann Manfred Zick die Zither. Wenn er sein Instrument so richtig traktiert, dann kommen mir Gedanken an die amerikanische Volksmusik in den Sinn. Bei „Die Wüste lebt“ kann man sich schon mal fragen, ob die amerikanische Steel Guitar und spezielle Spielweisen im Blues vielleicht bayrische Wurzeln haben könnten. Ein grandioses Stück deutschen Blues. Zudem ist es beim genaueren Hinhören interessant, wie vielfältig die verschiedenen Zithern klingen können. Wie von Zick gespielt, macht die Zither jeder Gitarre große Konkurrenz.

Natürlich gibt es auch Songs, die das Zither- und Bayernklischee für das ungeübte Ohr 100%-ig bestätigen. So kann ich mit dem Titel „Faschingsnacht“ ganz und gar nichts anfangen. Auch „Andreas Trischberger“ ist ein Folklorestück, aber viel ansprechender als das Stück „Faschingsnacht“. Im Stück „Andreas Trischberger“ wird Zither in Perfektion gespielt. Das Stück ist dadurch sehr stimmig und erinnert sehr an ein gutes altes Bänkellied. Doch es gibt weit mehr, was mir musikalisch gut gefallen hat, und das soll nicht unerwähnt bleiben. Zugegeben, ich halte die CD nicht für das ultimative Meisterwerk schlechthin oder den Überflieger der Musikszene, doch sie ist in vielerlei Hinsicht hörenswert. Nicht nur für den Fankreis des Zither Manä. Wer sich auf „Coole Zeid“ einlässt, wird überrascht sein von dem, was er zu Gehör bekommt. Die CD in eine Schublade zu packen ist schlicht unmöglich. Dazu ist sie musikalisch und inhaltlich viel zu weit gefasst und abwechslungsreich. Mehrfach werden bekannte Titel aller Genres gecovert. So ist „Es dunkelt schon wieder in Deutschland“ eine gekonnte, tolle Fassung des Volksliedes „Es dunkelt schon in der Heide“, mit bissigem Text und einem sensationellen Übergang zum Blues. Leider ist es gesangstechnisch nicht das stärkste Stück der CD. Ein anderes tolles Cover ist „Cry to me“, ein Blues von Solomon Burke, der quasi 1:1 gecovert wurde und bei dem ich mich fast bis zum Ende gefragt habe, warum das Stück auf dem Album ist. Das klärt Zick auf, indem er aus dem alten Blues einen Landler macht und darauf verweist, dass es da wirklich Parallelen gibt.

DieBand

Gewissermaßen gecovert ist auch „Ja, in Bayern wohnt die Freiheit“. Kaum erklingt die Melodie, die an alte, „gar traurigen Moritaten“ auf einem Jahrmarkt erinnert, weiß man: Es wird gleich ein gewichtiges Thema recht locker dargeboten. Ich finde, Zick nimmt in diesem Stück die heile bayrische Welt so extrem auf die Schippe, wie in keinem anderen Lied auf dem Album. Und dazu passt seine Zither wie kein zweites Instrument. Prinzipiell ist es schön zu hören, wie er verschiedene bekannte Melodien in seine Stücke einfließen lässt. Oft nutzt er diese, um die Inhalte der jeweiligen Titel extra zu betonen. So wird mit dem Lied „Ja, in Bayern wohnt die Freiheit“ die Bayernhymne verrockt. Klasse!

Noch verrückter ist das Cover eines echten Klassikers. Das „Konzert C-Dur“ basiert auf dem 2. Satz (Andante) aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 in C Dur. Zick entwickelt das Stück nach und nach zum Blues. Toll zu erleben, dass auch so etwas mit einer Zither gespielt werden kann, wenngleich das Werk insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig klingt. Nicht wirklich gecovert ist hingegen „Walzing Matilda“, das hier in der Zither Manä-Fassung mit einem eigenen Text versehen ist. Es hat wenig mit dem bekannten Tom Tauberts Blues zu tun. So recht weiß ich nicht, warum gerade das Stück die CD abschließt. Ein Stück, das ich mir da gut hätte vorstellen können ist „Manä’s Harp Blues“. Meine Güte, ist das Stück stark! Mehrere Mundis, dazu ein paar Schläge auf der großen Trommel und so etwas wie angedeutetes Beatboxing. Spätestens bei diesen Stück zeigt sich sehr deutlich, dass der Zither Manä alles, nur kein volkstümlicher Möchtegernmusiker ist! Auch wenn man hier alles, nur keine Zither hört, aber das liegt bestimmt daran, dass der Manä sein Instrument mehrfach wie eine Gitarre klingen lässt.  Die CD umreist musikalische ein riesiges Feld.  Man findet neben „The mary of the wild moor“, das ein sehr stimmiges folkloristisches Stück ist und das vor allem durch das perfekte Zusammenspiel von Gitarre und Zither wirkt, einen Titel wie „Fields of Athenry“, eine gnadenlose, vor allem sprachliche Übertreibung eines weiteren Klassikers.

Beeindruckend ist auch die „Eröffnungshymne“. Hier covert der Manä ein Lied von 1905 mit einem sehr spitzen Text, für den Ludwig Thoma fünf Wochen Gefängnis bekam, und der an Aktualität nichts verloren hat. Allerdings hört man dabei ganz deutlich, dass Zick gesangstechnisch ein paar Probleme mit großen Höhen hat. Von der inhaltlichen Tiefe steht dem Thomatext der „Zither-Rock“ entgegen. Das Stück beginnt als Klassiker, um dann zu einem tollen 50er Jahre Rock’n Roll zu mutieren. Dazu hat es leider einen Text, der aus der Familie „reim dich oder ich fress dich“ zu stammen scheint. Musikalisch ist es allerdings perfekt, auch wenn wieder einige Passagen an große Vorbilder erinnert. Aber das hat klassischer Rock’n Roll wohl immer so an sich. Schließlich möchte ich noch auf den „Adventsblues“ verweisen. Da besticht Zick noch einmal mit einem musikalisch großen Stück Blues und starken, nicht nur bayrischen Lebensbetrachtungen.

Mein Fazit: „Coole Zeid“ vom Zither Manä ist eine CD, die man sich erst erhören muss. Konzeptionell ist sie mehr ein Querschnitt über die musikalischen Möglichkeiten der Zither die von Zick gekonnt, teilweise virtuos, vorgestellt werden. Neben lupenreinem Blues der Extraklasse finden sich Stücke, die ins volkstümliche und sogar in Richtung Klassik gehen. Die Texte sind größtenteils wirklich hörenswert und in ihrer Bedeutung mindestens gleichrangig der Zithermusik. „Coole Zeid“ ist sicher keine alltägliche CD und auch nicht nach jedermanns Geschmack. Doch wer sich darauf einlässt, kann hochinteressante Stücke entdecken und seinen Spaß an einem tollen Instrument und einem Könner seines Metiers finden. (Fred Heiduk)

So isses !

BookletBackCover1

Besetzung:
Thomas Bittner (drums)
Ferdl Eichner (harmonica)
Zither-Manä (zither, vocals, harmonica)
Frank Schiman (guitar)
+
H.H. Babe (bass bei 19. + 20.)

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Titel:
01. Coole Zeid (Zick) 4.40
02. Come On In My Kitchen (Johnson) 2.53
03. Frauen über Männer (live) (Zick) 2.34
04. Faschingsnacht (Traditional) 1.57
05. Es dunkelt schon wieder in Deutschland (Traditional/Zick) 2.44
06. Die Wüste lebt (Zick) 3.57
07. Andreas Trischberger (Traditional) 3.06
08. Manäs Harp Blues (Zick) 2.22
09. The Mary Of The Wild Moor (Traditional/Zick) 2.19
10. Ja, in Bayern wohnt die Freiheit (Rasin/Zick) 4.09
11. Fields Of Athenry (St.John) 4.17
12. Beamtenstilblüten (live) (Zick) 2.55
13. Eröffnungshymne (Thoma/Zick) 2.21
14. Schaftlacher Landler (Zick) 1.43
15. Zither-Rock (Zick) 4.46
16. Cry To Me (Russell) 5.08
17. Adventsblues (Zick) 3.09
18. Nimm mi mit (Holzer/Specht) 3.29
19. Konzert C-Dur (live) (Mozart) 4.54
20. Waltzing Mathilda (live) (Bogle/Zick) 6.10

CD1

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ZitherManä

David Wonschewski – Interview mit Reinhard Mey (2013)

ImStudio1Es gibt da so ein online-Magazin namens „einachtellorbeerblatt“ … und dieses Magazin widmet sich der Liedermacher-, Chanson- und Kleinkunst -Szene und es ist ein großartiges Magazin … liebevolle und mit Enthiasmus gestaltet.

Teil dieses Magazins ist die online abrufbare „Radiosendung“ namens „Herbstgewitter“.

Und im April 2013 erschien ein „Herbstgewitter spezial“ und zwar mit einem ausführlichem Interview mit Reinhard Mey und zwar anläßlich der Veröffentlichung seines Albums „Danns machs gut“.

Und der ist nun natürlich eine ganz, ganz wichtige Figur der deutschen Liedermacher/Chanson-Szene und das seit den 60er Jahren.

Und just dieses Interview litt unter „technischen Problemen“ (die so schlimm eigentlich gar nicht waren).

Jedenfalls gibt es zu diesen Problemen eine ausführliche Erläuterung auf dieser website:

„Fast wäre dieser Schnappschuss in der Ablage gelandet, gebrandmarkt als “nicht gelungen”. Gut, dass wir ihn aufbewahrt haben, drückt er doch weit mehr aus als gemeinhin zu vermuten wäre. Denn, wie wir sehen, sind es hier vor allem zwei Personen, die im kreativen Gewusel den Überblick behalten: Toningenieur Jörg Surrey (rechts) und Hella Mey (hinter der Kamera). Ein Zufall? Mitnichten, wie Ihnen unser Herbstgewitter spezial mit Reinhard Mey  vor Augen führen wird. Denn dass Hella Mey ihrem Mann eine große Stütze ist, das ist selbstredend nicht neu und war auch schon bei all den vorherigen Platten der Fall. Diesmal ist es jedoch allein ihrem Überblick und ihrem Instinkt zu verdanken, dass Reinhard Mey, bekanntlich ein Großmeister der deutschen Sprache, einen kleinen, aber doch recht ärgerlichen Wortlapsus gerade noch ausbügeln konnte. Und Jörg Surrey? Nun, auch er ist ein Meister seines Faches. Und hätten Reinhard Mey und EAL-Redakteur David Wonschewski ihn während ihres Gesprächs dabei gehabt, nun, ein kleiner technischer Lapsus hätte mit Sicherheit vermieden werden können. Welcher das ist – auch das erfahren Sie in diesem Herbstgewitter spezial.

Reinhard Mey 2013

Reinhard Mey, 2013

Allen Hörern, die das Herbstgewitter bisher über Kopfhörer verfolgen, möchten wir vorab jedoch klar ans Herz legen, für diese eine Ausgabe eine Ausnahme zu machen. Denn einige – je nach Hörempfindlichkeit – unliebsame Hintergrundgeräusche werden just durch die geliebten Horchmuscheln potenziert. “Freihörig” hingegen werden sie wesentlich weniger davon wahrnehmen.

Und so nehmen wir was genau mit aus unserem Gespräch mit Reinhard Mey? Nun, vermutlich, dass gerade die kostbaren und kostbarsten Momente unseres Lebens stets auch die zerbrechlichsten sind. Und es vielleicht sogar erst just diese porzellanartige Beschaffenheit des Moments ist, der dem Leben einen Zauber zu verleihen vermag.

Wohlan: Frische Sätze und frische Songs – Reinhard Mey im Herbstgewitter.“

ImStudio

Der oben genannte Schnappschuss

Das Interview führt der Begründer dieser website, David Wonschewski und ich weiß nicht recht, sein z.T. sehr betuchlicher (oder auch: überkandidelter) Sprachstil ist gewöhungsbedürftig … ändert aber nichts daran, dass dieses Interview einfach sehr interessant und aufschlussreich ist. Reinhard Mey gibt zu seiner Musik Auskunft … und das weckt natürlich Interesse …

Und: In dieser Sendung gibt es auch einen köstlichen Beitrag von Hanns-Dieter Hüsch … der mich wieder mal so richtig vom Hocker gehauen hat.

Voila … wieder mal so eine Präsentation, die Auskunft gibt … über vieles was uns auch mal bewegt hat.

David Wonschewski

David Wonschewski

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Interview: 1.31.35

David Füsgen – Entartete Musik (Filmdokumentation) (2015)

FrontCover1.jpgWie neulich angekündigt (und zwar hier) , nun die filmische Dokumentation des Konzertes der Toten Hosen mit dem Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule.

Für diese Musikdokumentation der ganz besonderen Art war der Regisseur David Füsgen verantwortlich und herausgekommen ist eine mehr als vorbildliche Dokumentation eines Ereignisses, das nun wirklich zu den bedeutensten „Crossover“ Projekten der letzten Jahrzenten gezählt werden muss.

Einfach nur faszinierend, wie er das Projekt, seine Entstehung. all die Proben, all die Überlegungen zu diesem Projekt einfängt.

Da gibt es Interviews mit all den Beteiligten (auf und hinter der Bühne), da gibt es jede Menge Szenen von der Proben, da reflektiren die Musiker von den Toten Hosen, wie sich ihr Blick auf die Musik gewandelt hat … von einer „reinen“ Punkband bis hin zu einer Band, die mit einem Sinfonieorchester musizieren kann und auch dringend will.

Und dann all die eindringlichen  Großaufnahmen von den beteiligen Musikern …ihre Gesichter, ihre Emotionen angesichts von Liedern, die früher einmal eben als „entartete Musik“ gebranntmarkt wurden … und auch die ganze notwendige Logistik für so ein Konzert wird filmisch festgehalten.

Höhepunkt dieser Musikdokumentation ist dann ganz sicher, das fulminante Ende der Konzertes … was sich sich hier in den Gesichtern, in den Gesten der Musiker abspielt …
ist mehr als beeindruckend …

Von daher erwartet nun den geneigten Leser dieses blogs eine kleine Flut von Vorschaubildern … ich konne nicht anders … denn hier werden wir Zeuge von dem Triumph der Musik …

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Sinfonieorchester der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf + Die Toten Hosen – Entartete Kunst – Willkommen in Deutschland (2015)

FrontCover1.jpgVon engagierten Projekten wie diesem kann ich gar nicht genug kriegen:

Entartete Musik – Willkommen in Deutschland ist ein Live-Album des Sinfonieorchesters der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und der Band Die Toten Hosen. Es erschien am 30. Oktober 2015, produziert von Hans Steingen als Doppel-CD und Dreifach-Vinyl beim bandeigenen Label JKP. Die Ausgabe beinhaltet zudem eine DVD mit einer Dokumentation über die Entstehung.

Das Album wurde an drei Konzertabenden aufgenommen, welche Die Toten Hosen und das Sinfonieorchester der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf im Oktober 2013 in der Düsseldorfer Tonhalle gaben. Die Konzerte waren zur Erinnerung an die Künstler veranstaltet worden, die unter anderen mit der Propaganda-Schau Entartete Musik, eröffnet am 24. Mai 1938 im Ehrenhof in Düsseldorf durch die Kulturpolitik der Nationalsozialisten verunglimpft und verfolgt wurden.

Auf dem Frontcover steht die Inhaltsangabe in weißen und schwarzen Buchstaben auf rotem Hintergrund. Das Begleitheft zeigt schwarzweiße Fotos der Interpreten während der Konzerte in der Tonhalle im Oktober 2013. Es enthält die Texte zu den Titeln A Survivor From Warsaw op. 46 und Sog nit Kejnmal zuzüglich einer deutschen Übersetzung, sowie Informationen über den historischen Hintergrund sämtlicher Originaltitel sowie biografische Angaben über die an der Entstehung beteiligten Künstler.

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Nach dem Konzept von Thomas Leander, Professor an der Robert-Schumann-Hochschule, gaben die Band Die Toten Hosen zusammen mit dem Sinfonieorchester der Universität unter der Leitung des Dirigenten Rüdiger Bohn am 19., 20. und 21. Oktober 2013 je ein dreistündiges Gedenkkonzert in der ausverkauften Tonhalle in Düsseldorf. Des Weiteren war der Kinderchor des Humboldt-Gymnasiums Düsseldorf unter der Leitung von Dennis Hansel an den Aufführungen beteiligt.

Die Band bestand zum Zeitpunkt der Aufnahmen aus den Gitarristen Andreas von Holst und Michael Breitkopf, dem Bassisten Andreas Meurer, dem Schlagzeuger Vom Ritchie und dem Sänger und Frontmann der Gruppe Campino. Die Arrangements für Die Toten Hosen schrieb Hans Steingen, mit dem die Band seit 1996 zusammenarbeitet, und der bereits einige Titel für das Unplugged-Album Nur zu Besuch umgeschrieben hatte.

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Als Solisten traten Inge Du, Vita Gajevska, Thomas Leander und Hans Steingen am Klavier, Micea Gogoncea an der Gitarre, Christina Marzi an der Klarinette, Georg Sarkisjan an der Violine Alexander Kovalev am Violoncello, und Linda Hergarten und Susanne Storck als Sängerinnen auf. Die Stimmen im a-cappella-Vokalstück Ich muss heute singen, der unter dem Titel Les fenêtres chantent von den Comedian Harmonists im Jahr 1937 erstmals in Frankreich veröffentlicht wurde, übernahmen Keno Brandt, Julian Freibott, Gereon Grundmann, Jin-Su Park und Campino.

Die Veröffentlichung der Konzerte als Tonträger war zunächst nicht geplant und wurde erst zwei Jahre später durch Hans Steingen initialisiert, der die Aufnahmen in seinem Big Noise Studio in Düsseldorf abmischte und masterte. Bei verschiedenen Stücken erfolgte eine weitere Abmischung durch Vincent Sorg.

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Alle an den Konzerten künstlerisch Beteiligten, verzichten auf ihre Honorare, sowie das Schallplattenunternehmen JKP auf sämtliche Gewinne. Die Einnahmen aus dem Projekt werden zur Unterstützung von Stipendiaten und Konzertprojekten der Robert-Schumann-Hochschule zur Verfügung gestellt.

Neben dem 16-minütigen Instrumentalstück aus dem Spielfilm Der Herr der sieben Meere und Arnold Schönbergs Melodram Ein Überlebender aus Warschau, dem 11-minütigen Werk Kol Nidrei op. 47 von Max Bruch und Remembrances von John T. Williams aus dem Soundtrack zu Schindlers Liste, dem Kanonensong, der Zuhälter-Ballade und der Moritat von Mackie Messer aus Die Dreigroschenoper, dem Alabama Song aus Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, den Stücken Seht ihr den Flieger dort und Ihr müsst auf Freundschaft bau’n aus Brundibár, Deutsches Miserere aus Schweyk im Zweiten Weltkrieg, dem Vokalstück Ich muss heute singen von den Comedian Harmonists, den Liedern Einen großen Nazi hat sie!, Komm, Zigany aus der Operette Gräfin Mariza, Sog nit Kejnmal und Sholem-Alekhem, Rov Feidman! enthält das Album die von Campino vertonten Gedichte Stimmen aus dem Massengrab von Erich Kästner, Im Nebel von Hermann Hesse, das Lied Die Moorsoldaten, erschaffen von den von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor und das Schlaflied Wiegala von Ilse Weber.

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Zudem sind auf dem Album die bandeigene Kompositionen Willkommen in Deutschland und Sascha … ein aufrechter Deutscher vom Album Kauf mich! aus dem Jahr 1993, Das Mädchen aus Rottweil vom Album Auswärtsspiel aus dem Jahr 2002 und Ballast der Republik, Drei Kreuze (dass wir hier sind) und Europa vom Album Ballast der Republik aus dem Jahr 2012 vertreten. Die Stücke wurden eigens für die Gedenkkonzerte in Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester neu eingespielt.

Das Album erreichte auf Anhieb Platz zwei der Charts in Deutschland, den siebten Platz in Österreich[4] und den siebten Platz der Schweizer Hitparade.

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Alexander Austel rechnet der Band in seinem Artikel auf laut.de hoch an, wie „selbstlos“ sie sich „in das Gefüge eines Orchesters einreiht“, es zeige, „dass sich aus den einstigen Autodidakten Berufsmusiker entwickelten“.

Arno Frank hingegen hält in seinem Review vom Oktober 2015 im Musikexpress „das Crossover aus Hochkultur, Politik und Punk das sich vor einst verfemtem Liedgut verbeugt“ für einen „Bärendienst“. Es sei „als Platte nur schwer zu ertragen“. Die Präsenz der Toten Hosen sei „problematisch“ und „eher dumpfwalzenhafte Ästhetik“ (Quelle: wikipedia)

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Da kann ich dem Arno Frank so gar nicht folgen, da finde ich folgende Zeilen weitaus passender:

Vor zwei Jahren initiierten die Toten Hosen ein Konzert mit Musik, die die Nazis als „entartet“ gebrandmarkt hatten. Nun erscheint es auf CD und DVD – und ist von erschreckender Aktualität.

Zur Unzeit kommt diese Veröffentlichung nun wirklich nicht, auch wenn das Ereignis, auf das sie sich bezieht, inzwischen 77 Jahre her ist. 1938 nämlich wurde im Düsseldorfer Kunstpalast die Ausstellung „Entartete Musik“ eröffnet, mit der die Nationalsozialisten die Hetzjagd auf unliebsame Komponisten rechtfertigen wollten.
Gnadenlos verfolgt wurde, was jüdisch, kommunistisch oder „undeutsch“ war,

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Vor zwei Jahren, anlässlich des 75. Jahrestags, hat das Orchester der Düsseldorfer Robert-Schumann-Musikhochschule auf Initiative des Prorektors Thomas Leander zusammen mit den Toten Hosen ein Gedenkkonzert mit Werken verfolgter Musiker veranstaltet. Jetzt erst, zwei Jahre später, kommt dieses Konzert auf den Markt, in Form zweier CDs und einer DVD sowie als Non-Profit-Projekt zugunsten der Stipendiaten und des Orchesters der Musikhochschule.

Die zweieinhalb Stunden sind ein beeindruckender Querschnitt durch die Musikgeschichte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Denn was den Nazis als „entartet“ galt, ließ sich nicht einmal durch irgendwie greifbare, ästhetische Kategorien begründen. Die treffen am ehesten noch auf den Jazz zu, auf die verhasste „Negermusik“. Ansonsten aber wurde gnadenlos verfolgt, was jüdisch, kommunistisch oder auf andere Weise „undeutsch“ war.

Auf den CDs hört man zum Beispiel ebenso „Komm, Zigány“ aus Emmerich Kálmáns „Gräfin Mariza“ wie Filmmusik zum „Herrn der Sieben Meere“ von Erich Wolfgang Korngold, das der nicht mehr in seine Heimat zurückkehrende Wiener Jude 1940 in Hollywood schrieb, einen Song der Comedian Harmonists oder Arnold Schönbergs Zwölfton-Melodram „A Survivor from Warsaw“. Es finden sich Kurt Weills Moritaten aus der Dreigroschenoper und ergreifende Zeugnisse von Musik aus den KZs und Vernichtungslagern, wie den Kinderchor „Ihr müsst auf Freundschaft baun“ aus der in Theresienstadt weiterentwickelten Kinderoper „Brundibár“ des tschechoslowakischen Komponisten Hans Krása oder das Lied von den „Moorsoldaten“ aus dem KZ Börgermoor.

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Beklommen macht auch die Erkenntnis, dass die wenigen Stücke der Toten Hosen auf dem Album, wie das 20 Jahre alte „Willkommen in Deutschland“, entstanden unter dem Eindruck brennender Flüchtlingsheime, kaum etwas von ihrer Aktualität verloren haben. (Franz Kotteder)

Ein eminent wichtiges und eindrucksvolles Album … und ich bilde mir ein, ich muss das nicht weiter ausführen.

Hinweisen will ich dann noch auf das wirklih fulminante Begleitheft und die dem Album beigelegte DVD Dokumentation dieses Ereignisses gibt es dann demnächst …

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Besetzung:
Michael Breitkopf (guitar)
Andreas „Campino“ Frege (vocals)
Andreas von Holst (guitar)
Andreas Meurer /bass)
Vom Ritchie (drums)
+
Sinfonieorchester der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf unter der Leitung von Rüdiger Bohn
+
Kinderchor des Humboldt-Gymnasiums Düsseldorf unter der Leitung von Dennis Hansel

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Titel:

CD 1:
01. The Sea Hawk-Suite (Korngold) 16.28
02. Die Moorsoldaten (Goguel/Esser/Langhoff) 6.01
03. Einen großen Nazi hat sie! (Weiss/Grünbaum) 3.35
04. Kanonensong (Brecht/Weill) 2.34
05. Zuhälter-Ballade (Brecht/Weill) 4.38
06. Die Moritat von Mackie Messer /Brecht/Weill) 4.09
07. Seht ihr den Flieger dort (Krása/Hoffmeister/Harre/Harders-Wuthenow) 2.23
08. Ihr müsst auf Freundschaft bau’n (Krása/Hoffmeister/Harre/Harders-Wuthenow) 3:29
09. Stimmen aus dem Massengrab (Frege/Kästner) 3.33
10. Deutsches Miserere (Brecht/Eisler) 2.14
11. Wiegala (Weber) 4.42
12. A Survivor From Warsaw op. 46 (Schönberg/Monod) 7.25

CD 2:
13. Kol Nidrei op. 47 (Bruch) 11.17
14. Komm, Zigany (Kálmán/Grünwald/Brammer) 5.27
16. Sog nit Kejnmal (Pokrass/Glik) 3.10
17. Ich muss heute singen (Marbot/Reisfeld/Cab/Varna) 2.51
18. Sholem-Alekhem, Rov Feidman! (Kovács) 7.04
19. Remembrances (Williams) 6.54
20. Im Nebel (Frege/Hesse) 4.51
21. Willkommen in Deutschland (Breitkopf/Frege) 4.30
22. Alabama Song (Brecht/Weill) 5.25
23. Sascha … ein aufrechter Deutscher (FregeMüller) 3.00
24. Drei Kreuze (dass wir hier sind) (v.Holst/Sorg) 1.41
25. Ballast der Republik (Frege/Marteria) 3.18
26. Europa (Breitkopf/Frege) 4.21
27. Das Mädchen aus Rottweil (Frege/v.Holst/Meurer) 4.32
28. Drei Kreuze (dass wir hier sind) (Reprise)n (v.Holst/Sorg) 2.21

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Bei diesem Lied krieg ein aufs andere mal ne Gänsehaut:

Wohin auch das Auge blicket, Moor und Heide nur ringsum,
Vogelsang uns nicht erquicket, Eichen stehen kahl und krumm.

Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit den Spaten ins Moor

Hier in dieser öden Heide ist das Lager aufgebaut,
wo wir ferne jeder Freude hinter Stacheldraht verstaut.

Wir sind die Moorsoldaten …

Morgens ziehen die Kolonnen in das Moor zur Arbeit hin
Graben bei dem Brand der Sonne, doch zur Heimat steht der Sinn.

Wir sind die Moorsoldaten …

Heimwärts, heimwärts, jeder sehnet zu den Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet, weil wir hier gefangen sind.

Wir sind die Moorsoldaten …

Auf und nieder gehen die Posten. Keiner, keiner kann hindurch.
Flucht wird nur das Leben kosten! Vierfach ist umzäunt die Burg.

Wir sind die Moorsoldaten …

Doch für uns gibt es kein Klagen. Ewig kann ’s nicht Winter sein.
Einmal werden froh wir sagen: Heimat, du bist wieder mein!

Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit den Spaten ins Moor

 

Joseph Berlinger – Gustl Bayrhammer – Radio Dokumentation zum 20. Todestag (2013)

Titel1Ja mei … der Gustl Bayrhammer …

Adolf Gustav Rupprecht Maximilian „Gustl“ Bayrhammer (* 12. Februar 1922 in München; † 24. April 1993 in Krailling) war ein bayerischer Volksschauspieler.

Gustl Bayrhammer wollte gegen den Willen seines Vaters, des bekannten Theater-Schauspielers Max Bayrhammer, von Jugend an Schauspieler werden. Er absolvierte zunächst die Kaufmannsschule in München. Während des Krieges war er Nachrichtenfunker bei der Luftwaffe. Den Großteil seines Soldes verwendete er für den Schauspielunterricht bei Heinrich George am Schillertheater in Berlin, wo er schließlich vor der Reichstheaterkammer mit Erfolg abschloss. Als das Schauspielhaus 1944 schließen musste, wurde er zusammen mit seinem Kollegen Toni Berger von Robert Marencke für das Hoftheater Sigmaringen engagiert. 1945 standen Bayrhammer und Berger zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne.

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1966: Gustl Bayrhammer in seinem ersten Fernsehfilm „Bohrloch“

In Sigmaringen lernte Bayrhammer seine spätere Ehefrau, Irmgard Henning, kennen. Es folgten zahlreiche Theaterengagements in München, Tübingen, Augsburg, Karlsruhe und Salzburg. Der Durchbruch gelang dem Schauspieler 1966 mit der Hauptrolle in der Fernsehsatire Bohrloch oder Bayern ist nicht Texas, wo er an der Seite von Fritz Straßner und Ludwig Schmid-Wildy spielte. Der Erfolg des Films sicherte Bayrhammer Rollenangebote am Münchner Volkstheater und an den Münchner Kammerspielen. Bundesweit bekannt wurde Gustl Bayrhammer durch die Rolle des Tatort-Kommissars „Melchior Veigl“, den er von 1972 bis 1981 spielte. Hierbei gab es auch für seinen Dackel „Oswald“ eine Nebenrolle. In den 1980er- und 1990er-Jahren fungierte er als Sprecher und Darsteller in den Weißblauen Geschichten.

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Außerdem hatte er zahlreiche Gastauftritte in bekannten Fernsehserien des Bayerischen Rundfunks, darunter Münchner Geschichten, Polizeiinspektion 1 oder im ZDF beim Königlich Bayerischen Amtsgericht. Bayrhammer blieb neben seinen Fernseh-Engagements auch dem Münchner Theater treu. Eine seiner bekanntesten Bühnenrollen war die des „Petrus“ in dem Stück Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben. Bayrhammer starb am 24. April 1993 im Alter von 71 Jahren während eines Mittagsschlafes in seinem Haus in Krailling an einem Herzinfarkt. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof in Krailling bei München.

Bayrhammer war Mitglied der Vereinigung Schlaraffia.

Gustl Bayrhammer hatte über viele Jahre einen eigenen Fanclub in Nürnberg – den 1. Gustl-Bayrhammer-Club Nürnberg (GBC). Der Fanclub aus dem Südwesten Nürnbergs organisierte unter anderem Umweltaktionen (Säuberungen öffentlicher Flächen) und hatte sich außerdem sinnvoller Freizeitgestaltung verschrieben. Besonders wichtig war dem Fanclub, das positive Erscheinungsbild Gustl Bayrhammers – auch nach seinem Tode – in der Öffentlichkeit zu fördern und zu pflegen.

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Gustly Bayrhammer und Hans Clarin

Am bekanntesten ist Bayrhammers Rolle des Schreinermeisters Franz Eder in der Kinderserie Meister Eder und sein Pumuckl nach Ellis Kaut. Neben einem Kinofilm von 1982 wurde von 1982 bis 1989 mit weiteren Volksschauspielern die Fernsehserie produziert. Zusätzlich entstanden Bücher und Hörspiel-Kassetten. Die Rolle des Meister Eder hatte bis zu dessen Tod 1977 Alfred Pongratz gesprochen, und noch während dessen Beerdigung erhielt Bayrhammer die Rolle. Er hatte schon vorher in mehreren Episoden den Mechaniker Herr Schmidt gesprochen, der in der neuen Reihe von Fritz Straßner und Max Grießer eingesprochen wurde. Nach dem Ende der Dreharbeiten setzte sich Bayrhammer erfolglos gegen den Abriss von Altstadthäusern des Münchner Stadtviertels Lehel ein, zu denen auch die Kulisse der Schreinerwerkstatt in einem Hinterhof der Widenmayerstraße 2 gehörte. 1993 trat der Schauspieler wenige Wochen vor seinem Tod noch einmal als „Meister Eder“ in dem Film Pumuckl und der blaue Klabauter auf. (Quelle: wikipedia)

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Und zum 20. Toestag spendierte ihm der Bayerische Rundfunk  … und da hatte man sichso richtig Mühe gegeben:

Was für ein herrliches Portrait! Oder nein…was für ein herrliches Hörspiel, Feature, Erzähl-, Ohr-, Stimmentheater! Denn hier fließt alles ineinander: Eine erfundene Rahmenhandlung mit dem toten bayerischen Schauspieler Bayrhammer im Himmel, die irdischen Aussagen seiner Freunde, Schauspielkollegen, seines Sohnes und die Ausschnitte aus Filmen und Hörspielen.

Besonders faszinierend finde ich…

  • wie geschickt und ansatzlos das Stück zwischen Fiktion im Himmel und realen Erinnerungen auf Erden hin und her springt. Oft innerhalb eines Satzes. Nie empfindet man es als verwirrend. Im Gegenteil. Die erfundenen Szenen im Himmel unterstreichen das, was Freunde über Bayrhammer erzählen: Seinen eigenwilligen, humorigen, genießerischen Charakter.
  • wie der Kunstgriff „Metabene“ den toten Bayrhammer mitten zurück ins Leben holt – als Beobachter der jeweiligen Interviewszenen.
  • die lange Szene mit Bayrhammers Sohn, der zusammen mit dem Reporter in den Sachen des Vaters kruschtelt. Man hört lange nur Geräusche, Murmeln, Blättern. Man ist als Hörer mit auf erwartungsvoller Erinnerungsentdeckungstour.
  • die unaufdringliche und dennoch pointierte Erzählweise und Tonlage des Sprechers. Sein unverblümtes bayerisch ohne krachledernes Klischee. (Quelle: radio-machen.de)

Und ja … wieder mal so eine Radiosendung … die mich wieder mal bestätigt … dass Radio ist soein ganz eigenes Format … und dieses Format … ht es bis zur heutigen Zeit geschafft, zu überleben … eigentlich verwunderlich.

Und mir ds Gustly Bayrhammer immer einer der liebsten der sog. „bayerischen Volksschauspieler“ … mit dieser Dokumentation hat man ihm ein mächtiges Denkmal gesetzt !

Single

Titel:
01. Gustl Bayrhammer – Radio Dokumentation zum 20 Todestag (2013) 51.11
02. Interview zu Pumuckl und Filmpreis 8.35

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Gustl“ Bayrhammer (* 12. Februar 1922 in München; † 24. April 1993 in Krailling)

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Werner Meier – Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi gschenkt (2013)

FrontCover1Jetzt übergeb´ ich mal das Wort dem Werner Meier, der erzählt wie er wurde, was er heute ist:

Manche sagen, ich sei ein Multitalent. Ich sag’ das nicht, aber es stimmt. Seit über dreißig Jahren mach’ ich Musik, schreibe satirische Texte, Lieder, Theaterstücke, Shows und Musicals für Erwachsene und Kinder.

Geboren bin ich schon vor mehr als 50 Jahren im oberbayerischen Reichertsheim im Landkreis Mühldorf.

Als siebtes von acht Bauernkindern erwerbe ich mir gleich einmal Durchsetzungskraft, ein schnelles Mundwerk und vor allem die Fähigkeit schnell zu essen. Solchermaßen gut aufs Leben vorbereitet, nehme ich gleich den ersten Bildungsweg direkt in die Volksschule von Reichertsheim.

Meier01Anschließend schicken mich meine Eltern in das Kloster-Internat nach Gars am Inn in der festen Erwartung, dass ich als Pfarrer wieder heimkomme. Dieses Vorhaben scheitert kläglich am anderen Geschlecht.

Genau wie bei Michael Mittermeier, der im selbigen Kloster-Internat etwas später seine ersten Comedy-Eindrücke sammeln konnte.

In den 70er Jahren spiele ich mich als Gitarrist zuerst in die Herzen der Mädchen, dann durch diverse Tanz- und Rockbands, danach mit Folk-Musik – mal solo, mal im Duo mit Gernot Olbert oder Elfriede Fokh – auf die Münchner Kleinkunstbühnen wie Muh, Robinson und Drehleier. Ich verdiene dabei ziemlich gut, satte 30 Mark pro Abend. Ein Vermögen für einen Studenten der Sozialarbeit!

Erste Bekanntschaft mit bayerischen Texten mache ich bei den Auftritten zusammen mit Ekkehard Bauer, Fernsehjournalist, bayerisches Unikum und Wortakrobat. Leider Anfang dieses Jahrhunderts verstorben, scheena Gruaß an dieser Stelle nach oben.

Anfang der 80er entsteht aus Randnotizen meiner Diplomarbeit mein erstes Solo-Programm, das ich gleich mal im Theater im Fraunhofer, München vorstelle. Überrascht und berauscht von meinen ersten Erfolgen wie dem Scharfrichterbeil Passau ’84 werfe ich alle bisherigen Berufspläne auf den Müll und gründe das Kabarett-Trio „Die Meiers“ mit dem Gitarristen Wolfgang Neumann und dem Hackbrettvirtuosen Rudi Zapf.

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Zehn kreative, erfolgreiche und turbulente Jahre mit den „Meiers“ folgen mit vier Programmen, unzähligen Auftritten, Radio, Fernsehen…

Anfang der 90er verbünde ich mich dann auch künstlerisch mit meiner Lebensgefährtin Margit Sarholz. Aus dem Kindertheater „Sternschnuppe“, für das Margit Sarholz schreibt und spielt, entsteht die erste CD „Taxi Maxi“. Nach dem grandiosen Erfolg dieser Erstlingsscheibe geht es Schlag auf Schlag.

Da wir beide Kindsköpfe aus Leidenschaft sind, schreiben und produzieren wir im Laufe der Jahre gemeinsam viele CDs mit Liedern für Kinder, quirlige Bühnenshows für unsere Live-Konzerte, Theaterstücke, Bücher und …

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Die Meiers

Parallel zum Kinderprogramm gründe ich die Band „Werner Meier & die Heimatpfleger“ mit Ingo Sandhofen, Joe Warrlich, Wolfgang Lohmeier und Sepp Bartl. Für diese Formation schreibe ich das sehr erfolgreiche Programm „Heimatabend – Eine unheimliche Begegnung der bayerischen Art“. Krönender Abschluss unserer gemeinsamen Spielzeit ist die CD „Hans bleib do!“ im Jahre ’96.

Danach geht es wieder solo weiter mit den Programmen „Jawosammadenn“, „Oh mei, oh Meier!“ sowie „Zum Paradies“, zu denen jeweils eine Live-CD erscheint.

Für die Spielzeit 2008/2009 schreibe ich zur Abwechslung für das Theater Ingolstadt: „Mir san mir – Ein starkes Stück Bayern“, eine große Bühnenproduktion, die wie in einem kabarettistischen Kaleidoskop die bayerischen Befindlichkeiten spiegelt und für ein immer ausverkauftes Haus sorgt.

13 Mir san mirAußer für viele wunderbare Sternschnuppe Kinderlieder-CDs zeichnen Margit Sarholz und ich auch für das Kult-Musical „Die Kuh, die wollt ins Kino gehn“ verantwortlich. Seit 2006 erfreut dieses lustige Bühnenstück Kinder und Erwachsene im Lustspielhaus München.

Wenn wundert’s, dass wir mit dem Kinder-Musical „Ritterland“ gleich nachlegen. Fünfzehntausend Kinder sehen das Musical in der Spielzeit 2010/2011 im Theater Ingolstadt.

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Werner Meier und Margit Sarholz als Musikanten für Kinder

Das größte und ruhmreichste Projekt der letzten Jahre aber ist ‚Ristorante Allegro’, ein Familien-Musical in Kooperation mit den Münchner Philharmonikern. 80 Orchestermusiker, 8 Schauspieler, 1 Dirigent und über 2500 Zuschauer feiern am 9. Oktober 2011 eine überwältigende Uraufführung in der Philharmonie im Gasteig München. Seitdem wird das philharmonische Musical für die ganze Familie regelmäßig im Rahmen des Kinder- und Jugendprogramms Spielfeld Klassik aufgeführt.  Am 10.09.2012 erscheint dazu die gleichnamige CD, ‚Ristorante Allegro’, ein Audio-Live-Mitschnitt aus der Philharmonie. Spitzenklang trifft Kinderspaß – so schön kann Klassik sein!

Inzwischen haben uns unsere beiden Enkelkinder, Clara und Mia, voll im Griff. Ihnen sind auch die Sternschnuppe-Titel „Schlaf Kindlein schlaf“ und „Töff, töff, töff, die Eisenbahn“ gewidmet.

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Um den ganzen modernen Kommunikationswahnsinn geht es bei meinem Kabarett-Lieder Programm ‚… apps geht imma!‘, das im Herbst 2012 im Alten Kino in Ebersberg Premiere feiert.

Ein Jahr später entsteht endlich wieder einmal eine ganz ‚originäre‘ Sternschnuppe CD mit eigenen Liedern. ‚Herbstlieder‘, so der Titel, ist nach ‚Sommerlieder‘ und ‚Winterlieder‘ die dritte Jahreszeiten CD.

Schon im Frühjahr 2014 folgt die CD ‚Tierlieder‘, eine Auswahl der schönsten Tierlieder von Sternschnuppe mit lustigen Gedichten zwischen den Liedern.

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Und fast zeitgleich lege ich mit der neuen Kabarett-Lieder-CD nach: ‚Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi gschenkt‘. Lieder mit Gitarre und Gebläse, aufgenommen und arrangiert von Florian Riedl in München-Giesing. Dazu startet die gleichnamige ‚Radiergummi-Tournee‘ zur CD mit Florian Riedl (Saxophon, Klarinette, Querflöte), Uli Wangenheim (Saxophon, Klarinette) und Jutta Keeß (Tuba). Wunderbare Auftritte mit diesen tollen Musikern begeistern das Publikum von Rosenheim bis Ingolstadt. Parallel zu den Combo-Auftritten läuft mein Solo-Programm ‚… apps geht imma!‘ weiter.

Mit Sternschnuppe starten wir, also meine Frau Margit Sarholz und ich, 2015 ein folgenreiches, arbeitsreiches und sehr erfolgreiches Projekt: die CD Produktion ‚Bayerische Kinderlieder‘. Sieben von uns getextete und sechs traditionelle bayerische, zum großen Teil umgetextete Lieder produzieren wir für diese Scheibe. Eingesungen werden sie von Chorkindern aus sechs bayerischen Musikschulen zwischen Berchtesgaden und Regensburg und mit einem mobilen Aufnahmestudio aufgenommen. Die CD wird zum Senkrechtstarter und geht weg ‚wia de warma Semmeln‘.

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Für den Aktionstag ‚Musik in Bayern‘ komponieren und texten wir gemeinsam das Lied ‚Hand in Hand‘. Die Schülerhymne geht gleich ins Ohr und wird im Rahmen der Aktion 2015 von ca. 140000 Kindern an den Grundschulen Bayerns gesungen. Erstmals veröffentlicht wird der Liedttitel auf der Sternschnuppe-CD ‚Lustige Hits für Schulkinder‘, die im Herbst 2016 erstmals in den Schultüten steckt.

Unser auch nach 10 Aufführungsjahren im Lustspielhaus München immer noch sensationell erfolgreiches Familien-Musical ‚Die Kuh, die wollt ins Kino gehn‘ schicken wir ab Dezember 2016 in einer eigenen Sternschnuppe-Produktion auf Tour durch ganz Bayern.

Mit der CD ‚Frühlingslieder‘ machen wir endlich, endlich im Frühjahr 2017 den Sternschnuppe-Jahreszeiten-Reigenkomplett. Wieder spielen wir sie ein im Studio von Florian Riedl mit grandiosen Musikern wie Reingard Greiner, Knud Mensing, Florian Rein, Andrea Hermenau und natürlich mit Flo Riedl und an allen möglichen und unmöglichen Instrumenten.

Danach laufen die kreativen Vorbereitungen für das neue Kabarett-Solo-Programm ‚Werner Meier NAH DRAN‘ an, welches im Februar 2018 Premiere feiern wird.

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Und hier ein erstes Beispiel dieser ungeheuren Schaffenskraft … das Album „Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi gschenkt“:

Beim wilden Akustik-Techno „I hob mei Handy vergessen!“ jagen atemlose Querflöten die Reime vor sich her. In einer einfühlsamen, antizölibatären Popballade begleiten Altsaxophon, Tuba und Flügelhorn den „Verliebten Pfarrer“ durch die stürmische „Tatort“-Nacht und der Sepp aus Eislfing schwebt mit luftigen Bläser-Grooves direkt ins World Wide Web.

Bläser-Beats und Blasmusik, Blues und Bossa Nova – außergewöhnliche Bläser-Arrangements in Verbindung mit Meiers feinem Sprachwitz und bayerisch-verquerem Humor machen dieses Album zu einem Hoch-Genuss für Liebhaber guter Texte und guter Musik. (quelle: www.muenchenticket.de)

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Wer bayerischen Humor und den bayerischen Dialekt mag, sollte sich diese CD nicht entgehen lassen! Was der Musik-Kabarettist Werner Meier hier an Liedern zusammengestellt hat, ist einfach grandios! Inhaltlich wie musikalisch unglaublich witzig, geistreich und vor allem niveauvoll! Wir sind in unserer Familie (und mittlerweile auch in unserem Bekanntenkreis) alle absolut begeistert, hören die CD immer wieder gerne und kommen aus dem Schmunzeln (und Mitsingen) auch beim X-ten Anhören gar nicht mehr raus. Klar, alles ist Geschmacksache – aber unseren Geschmack hat diese CD voll getroffen! (Martinus B)

Und ja, ja ja … Sprachwitz trifft auf sehr aufmerksame Beobachtungen des Alltags und das wird dann noch gepaart mit musikalischen hochwertigsten Zutaten … (von Quadro Nuevo bis hin zur Biermösl Blosn … )

Das Album enthält 12 Titel … ich hätte da mal 12 Anspieltipps ….

Und selbst für Hörer, die der bayerischen Sprache nicht so mächtig sind … lohnt sich das Hinhören … ganz sicher sogar !

Ja und dann is da noch das liebevoll gestaltete Begleitheft … Herz, was willst du mehr ?

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Besetzung:
Reinhard Greiner (trumpet, fluegelhorn)
Uli Haider (horn, fluegelhorn, trumpet)
Jutta Kees (tuba)
Marco Lobo (drums, percussion)
Knud Mensing (guitar)
Florian Riedl (saxophone, clarinet, flute, kalimba, xylophon)
Werner Meier (vocals, guitar)

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Titel:
01. I hob mei Handy vergessn (Meier) 2.48
02. Verliebter Pfarrer (Meier) 3,15
03. Wann kriagstn scho amoi an Radiergummi … (Meier) 3.17
04. Der Kettenhasser (Meier/Sarholz) 3.15
05. Mei Frau schmeißt alles weg (Meier) 4.06
06. Des Lebn, des is koa Sparkasse (Meier) 4.58
07. Mia fragn an Sepp (Meier) 3.32
08. Da Sepp im Worldwideweb (Meier/Sarholz) 3.37
09. Der Stromanbauer (Meier) 4.41
10. Entspannte Züge (Meier/Riedl) 4.30
11. Ebbs geht imma! (Meier/Sarholz) 4.17
12. I hob mei Handy vergessn – Heit hob i frei (Meier/Riedl) 3.34

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Und hier eine feine Zusammenfassung eines Konzertes von Werner Meier beim „Klangfest“ in München: